WEB 2.0 SOCIAL SOFTWARE. Marcel Götze

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1 WISSENSMANAGEMENT IM WEB 2.0 SOCIAL SOFTWARE Marcel Götze

2 Wo stehen wir? Daten: für Rechner für Menschen Semantik Information: durch Menschen interpretierte Daten Wissen: Information eingebettet in persön-lichen Ef Erfahrungskontext t Markup: Daten Semantik für Rechner Einschub: Formatierung durch Stylesheets

3 Wie weiter? Wissensmanagement im Web Web Web Wissensrepräsentation ti im Web 2.0: 20 Tools 4. Semantic Web 5. Wissensrepräsentation im Semantic Web

4 Der Fortschritt lebt vom Austausch des Wissens (Albert Einstein) Bildquelle:

5 Web 2.0 und Wissensmanagement Uwe Richter: Web 2.0 & Co. die sieben wichtigsten Trends im Wissensmanagement Wandel von Vorgangs- zu Aufgabenorientierten Wissensarbeit Einsatz neuer Suchtechiken Echtzeitkommunikation Wissensmanagement Wissenstransfer Partizipation Nutzung von kollektiver Intelligenz Richter (2008)

6 Historisches: World Wide Web 1989 Aufbau eines Informationsaustauschsystems t t am CERN durch Tim Berners-Lee, Basis: Hypertext Ziel: Austausch von Forschungsergebnissen g Idee schon älter: Vannevar Bush: Memex 1990 erster Browser: WorldWideWeb, später Nexus nur Anzeige von Text 1992 Graphikdarstellung in Browsern wie Viola 1993 Mosaic, erster erfolgreicher Browser Weiterentwicklung zu Netscape Communicator im Browserkrieg unter gegangen g g Weltweites Gewebe - Weltweite durch Hyperlinks verwobene Dokumente Bildquelle: Wikipedia

7 Vom Web 1.0 zum Web 2.0 Weiterentwicklung des WorldWideWebs Beispiele: Web 1.0 Web 2.0 DoubleClick Google AdSense Ofoto Flickr mp3.com Napster Britannica Online Wikipedia personal websites blogging domain name speculation search engine optimization publishing participation directories (taxonomy) tagging ( folksonomy ) content management systems wikis

8 Begriff: Web Grundlage: Weiterentwicklung der Web-Technologien Veränderung der Wahrnehmung des Webs technische Sicht vs. soziale Sicht Benutzung einer Versionsnummer, ähnlich wie bei Software Begriff nicht definiert aber umschrieben

9 Web 2.0 An increase of outsourcing with web services is nothing less than the start of what Scott Dietzen, CTO of BEA Systems, calls the Web 2.0, where the Web becomes a universal, standards-based integration platform. Web 1.0 (HTTP, TCP/IP and HTML) is the core of enterprise infrastructure. Eric Knorr (2003) Web 2.0 is the business revolution in the computer industry caused by the move to the Internet as a platform, and an attempt to understand the rules for success on that t new platform. Tim O Reilly (2006)

10 Web 2.0 Hauptmerkmale Partizipation: Grenzen zwischen Konsumenten und Produzenten von Medieninhalten verschwinden Vernetzung: Architektur des Mitwirkens Nutzung kollektiver Intelligenz, kollektiven Wissens Verschwinden der Trennung zwischen lokalen und zentralen Daten und Anwendungen vom lokalen Rechner zur Software im Web Personalisierung von Informationen Reinmann & Sporer (2007)

11 Web 2.0 weitere Kriterien 11 Daten als wichtigste t Grundlage Modulare Zusammenstellung von Systemen und Seiten im Netz Module von unterschiedlichen Entwicklern (Prinzip ähnlich OpenSource) verteiltes, gemeinsames Nutzen von Inhalten und technischen Diensten einfache Geschäftsmodelle Ende des klassischen Softwarelebenszyklus immerwährendes Beta-Stadium Die Software geht über die Fähigkeiten eines einzelnen Verwendungszwecks hinaus.

12 Wissensmanagement im Web Wissensmanagement Wissenserzeugung Wissensverteilung statisch Web 1.0 Distribution Datenbanken dynamisch Web 2.0 Kollaboration Lernende Organisation Bucher (2007)

13 Soziale Aspekte des Web Web 1.0: Autoren sind für Inhalte verantwortlich Web 2.0: Benutzer/innen wirken an Inhalten mit Architektur des Mitwirkens Nutzung kollektiver Intelligenz, kollektiven Wissens Organisation von persönlichen Informationen Rfl Reflexion und Sammlung von Efh Erfahrungen (Chronologische) Dokumentation von Ideen und Gedanken Reinmann & Sporer (2007)

14 Soziale Aspekte des Web Kollaborative Organisation von Informationen Öffentliche Sammlung von interessanten Informationen Auffinden von Kontakten mit gleicher Interessensbasis Soziales Suchen & Finden von Informationen Verknüpfung von Bibliographien mit bestimmten Nutzern Auffinden von Publikationen durch dessen Bibliographie Reinmann & Sporer (2007)

15 Social Software nicht iht nur im Web Wb allgemein: Software, die die Kommunikation unterstützt die Zusammenarbeit fördert erlaubt, Netzwerke aufzubauen Begriff nicht definiert Strukturierung Sozialer Software: Informationsmanagement: Werkzeuge zur Organisation von Wissen und Produktion von Wissensobjekten Beziehungsmanagement: Werkzeuge zur Teilung von Wissen und Vernetzung von Wissensträgern Identitätsmanagement: Werkzeuge zum Ausdruck und Präsentation des eigenen Selbst im Netz Reinmann & Sporer (2007), Wikipedia

16 Arten von Social Software, Beispiele Tagging: Gemeinschaftliches h Indizieren Kollaboratives Schreiben, Bookmarking, Katalogisieren Instant Messaging Mashups Soziale Netzwerke Virtuelle Welten, Online Spiele Webforen Weblogs Wikis

17 Beispiele für Web 2.0: Folksonomy 17 f Gemeinschaftliches Indexieren Tagging Zuordnen von Descriptoren, Schlagwörtern (Tags) zu Objekten Lesezeichen Photos wissenschaftliche Paper Meist keine Festlegungen über Vokabular Jeder kann frei Taggen Herausbildung gemeinschaftlicher Wortschatz

18 Beispiel: Flickr

19 Del.iso.us Social Bookmarking

20 Beispiele für Web 2.0: Folksonomy 20 Probleme: Synonyme Unterschiedliche Sprachen Getrennt-, Zusammenschreibung WebDesktop, Web-Desktop, Web Desktop, Web_Desktop Kontextbedeutungen: Apple, Virgin Singular/Plural Bildung unterschiedlicher h Kategorien Vorteile: Arbeitsverteilung Benutzer fügen Schlagworte hinzu, nicht Autoren bessere Benutzbarkeit (Suchergebnisse)?

21 21 Anwendungen im Web 2.0: Folksonomy Phototagging: Flickr, Social Bookmarking: Del.icio.us Bibsonomy Digg Mister Wong Social Cataloging: Library Thing eher Soziales Netzwerk

22 Social Networking 22 Webseiten mit denen Menschen in Kontakt treten/bleiben können Management von sozialen Netzwerken Zweck: Kommunikation Bildung neuer Geschaftsverbindungen Entwicklung neuer Projekte Terminmanagement, -abstimmung

23 Social Networking Beispiele 23 Interessen: Fotocommunity, StudiVZ Dating: Tickle, NachtlebenMD (Urbanite) Beziehungsorientiert: OpenNetworX, LinkedIn, Friendster Geschäftsorientiert: Ecademy, OpenBC (Xing)

24 Soziale Aspekte des Web 2.0: Blogging 24 Blog Wortkreuzung aus Web b Log Web-Tagebuch Umfrage ergab: 73% der Blogger schreiben aus Spaß 27% nicht persönlich, zur Wissensvermittlung Beispiele für textuelle Blogs: d / kfil /i d h Blogs nicht nur textuell Podcasts VideoBlogs, Vlogs Webcasts

25 Anwendungen im Web 2.0: Webcasts 25 Beispiele: Podcasts: Deutschlandfunk, Mediathek von ARD und ZDF VideoBlogs: Rocketboom, Ehrensenf, Youtube, dopcast

26 Beispiele Web 2.0: Microblogging 26 Blog bei dem nur Kurznachrichten versandt werden Postings können abboniert werden Öffentlich oder privat zugänglich Bekanntester t Dienst: Twitter

27 Beispiele Web 2.0: Wikis 27 Name stammt von Wikiwiki (hawaianisch für schnell) Content-Management-System (CMS) Erlaubt die gemeinsame Erstellung von Webseiten Prominentes Beispiel: i Wikipedia, DokuWiki Desktop Wikis: WikidPad, Tomboy, TiddlyWiki

28 Personalisiertes Web 28 Wb Web 1.0: 10 Webseite Wb statisch, alle konsumieren die gleichen lih Inhalte Web 2.0: Benutzer/innen können Inhalte ihren Interessen entsprechend anpassen Personalisierung, Definition: Anpassen an persönliche Bedürfnisse Bei digitalen Dokumenten: Anpassung des Inhalts Anpassung der Darstellung Grundsätzliche Unterscheidung: Für den Benutzer/Benutzerin Durch den Benutzer/Benutzerin

29 Personalisiertes Web 29 Personalisierung durch den Benutzer/in: Inhalte von Webseiten Beispiel: NetVibes, Pageflakes Webradio: Last.fm, MusiMap, musiclens Personalisierung für den Benutzer/in: Google AdSense

30 Webforen Platz/Plattform zur asynchronen Kommunikation Austausch, Archivierung von Erfahrungen, Meinungen Wissen Themenorientiert, meist hierarchisch Threads Nutzer posten Fragen, Nachrichten Arten: Usenet, Newsgroups Mailingliste Webforum Board

31 Interaktive Anwendungen im Web 31 Erlauben die Zusammenarbeit Mindmaps Chart- und Diagrammerstellung Bildbearbeitung, b it Fotogalerien Textverarbeitung Speicherplatz für Dateien Übersicht: go2web20.net

32 Gemeinschaftliches Bearbeiten von Dokumenten GoogleDocs, WizIQ, Zoho, ThinkFree

33 Mindmeister

34 Bildbearbeitung nicht gemeinschaftlich

35 Beispiele für Web 2.0: Abonnementdienste 37 Bereitstellung von Inhalten, die abonniert werden können Feeds: RSS, Atom RSS: Really Simple Syndicate Zusätzliches Programm erforderlich: Feedreader Abonnement durch Eingabe der Feedadresse Feedreader lädt Feed automatisch (zeitgesteuert)

36 Web 3.0? 38 Wit Weiterführende semantische Vernetzung? Internet 2.0: jedes Gerät hat eine eigene IP-Adresse IPv6: 128 Bit lange Adresse = Adressen reicht, für 6, Adressen/m 2 Ed Erdoberfläche fläh Jeder kann jederzeit online sein Vielleicht aber auch nicht nur jedes Gerät sondern jeder Blog, jeder Artikel, Autor, Verarbeiten von Informationen erfolgt dezentral, getrennt vom Medium, unabhängig vom Autor Man liest nicht mehr ein Blog sondern von einem Autor in mehreren Blogs Orte wären irrelevant. Bild wird durch IP bestimmt, nicht Position Neue Zugangswege wären notwendig Artikel werden nicht mehr in einem Blog veröffentlicht sondern zur Verfügung gestellt Informationen werden anhand ihrer IP identifiziert und entsprechend zusammengestellt

37 Ausblick: Semantic Web 39 Codierung von Bedeutung im Web In Rechnerverständlicher Form Ermöglicht Automatische Auswertung von Bedeutungen Vorteile: Daten können in Beziehung zueinander gesetzt t werden Neue Erkenntnisse können gewonnen werden

38 Zusammenfassung 40 WWW: Dienst im Internet Weltweites Gewebe durch Verlinkung Protokoll: Hypertext Transfer Protokoll Web 2.0: Webseite als Plattform für Anwendungen Daten wichtiger als Aussehen Nutzung verteilter Daten und Anwendungsteile Ausnutzen der Kompetenz vieler Web-Nutzer

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