Marktentwicklung der Stahlindustrie in Europa

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1 Marktentwicklung der Stahlindustrie in Europa Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender des Vorstandes, Frankfurt, am 24. Juni

2 voestalpine Group Überblick Juni 2016 VDMA-Jahrestagung 2016

3 voestalpine Group Geschäftsmodell/Strategie voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologie- und Industriegüterkonzern mit kombinierter Werkstoffund Verarbeitungskompetenz, fokussiert auf Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen in technologieintensiven Branchen und Nischenbereichen mit höchstem Qualitätsanspruch. 3

4 voestalpine Group Das Unternehmen voestalpine verfügt über 500 Produktionsstätten in 50 Ländern auf allen 5 Kontinenten und beschäftigt rund Mitarbeiter Zu 100% börsennotierter Konzern mit 14,5%-iger Mitarbeiterbeteiligung Weltweit einer der führenden Partner der Automobil-, Flugzeugund Konsumgüterindustrie sowie des Öl- und Gassektors Weltmarktführer bei high-tech Eisenbahninfrastruktur, Werkzeugstahl und Spezialprofilen Führende Position in bezug auf Innovationskraft, Umweltstandards, Energieeffizienz und Profitabilität 4

5 voestalpine Group Solide Kennzahlen Umsatz nach Regionen (Geschäftsjahr 2015/16) Europäische Union NAFTA 11% Asien 8% Übrige Welt 8% Südamerika 3% 70% Umsatz nach Branchen (Geschäftsjahr 2015/16) Automobilindustrie 32% Bahnsysteme 13% Luftfahrt 3% Mobilität: 48% Energieindustrie 16% Maschinen- und Stahlbau Bauindustrie 9% 9% Haushaltsgeräte/Konsumgüter 5% Sonstige 13% 5 Umsatz 11,1 Mrd. EUR EBITDA ~1,6 Mrd. EUR Mitarbeiter (FTE) ~ (55 % außerhalb Österreichs)

6 Europäische Stahlindustrie Rahmenbedingungen Juni 2016 VDMA-Jahrestagung 2016

7 Europäische Stahlindustrie Bedeutung Stahl ist der weltweit wichtigste metallische Werkstoff (100% recyklierbar) und der zweitgrößte Industriesektor nach Öl und Gas 500 Produktionsstätten in 24 EU-Staaten, jährliche Produktion zwischen 130 und 170 Mio. Tonnen direkte Arbeitsplätze Millionen von weiteren indirekten Arbeitsplätzen downstream bzw. im Dienstleistungsbereich 20%iger Rückgang an Arbeitsplätzen in den vergangenen 10 Jahren EU-Stahlindustrie ist (noch) im globalen Vergleich führend in Bezug auf Innovationskraft, Umweltstandards und Energieeffizienz 7

8 Europäische Stahlindustrie Maßgebliche Einflussfaktoren Bedeutet konkret: Politische und militärische Konflikte Alternative Werkstoffe 1. Druck auf Wettbewerbsfähigkeit (Kostenbild) Technologischer Wandel (volatile) Rohstoffpreise Energie- und Klimapolitik Protektionismus und Subventionen Gesellschaftliche Distanz zur Industrie Wirtschafts-(Standort-) politische Kompetenz = Auswirkungen auf die Entwicklung der EU-Stahlindustrie 2. Massiv zunehmende Planungsunsicherheit 3. Wachsender Einfluss globaler Entwicklungen 4. Verkürzte Technologieund Innovationszyklen 5. Erfordernis verstärkter Flexibilisierung von Strukturen und Organisation Demografische Veränderungen Neue (konjunkturelle) Normalität 8

9 Europäische Stahlindustrie Konsolidierung Auslastung der EU-Stahlindustrie (Auszug) Stand: April

10 Europäische Stahlindustrie Globale Entwicklung der Auslastung 85 81, ,4 77,7 EU 75 71,7 USA 74,2 70,8 China 70 70,0 Global 65 68, *Höchstauslastung in jeder Region/Land und das Jahr 2015 Quelle: OECD/worldsteel

11 Jan-03 Apr-03 Jul-03 Oct-03 Jan-04 Apr-04 Jul-04 Oct-04 Jan-05 Apr-05 Jul-05 Oct-05 Jan-06 Apr-06 Jul-06 Oct-06 Jan-07 Apr-07 Jul-07 Oct-07 Jan-08 Apr-08 Jul-08 Oct-08 Jan-09 Apr-09 Jul-09 Oct-09 Jan-10 Apr-10 Jul-10 Oct-10 Jan-11 Apr-11 Jul-11 Oct-11 Jan-12 Apr-12 Jul-12 Oct-12 Jan-13 Apr-13 Jul-13 Oct-13 Jan-14 Apr-14 Jul-14 Oct-14 Jan-15 Apr-15 Jul-15 Oct-15 Jan-16 Apr-16 Europäische Stahlindustrie Stahlpreisentwicklung USA, Europa, Fernost Warmgewalztes Stahlband in EUR/to // USA Deutschland Italien Fernost IST-Niveau Juni Quelle: CRU, Stand 22. Juni 2016

12 daraus abgeleitet ergeben sich die (großen) Herausforderungen Juni 2016 VDMA-Jahrestagung 2016

13 Europäische Stahlindustrie Herausforderungen Europäische Klima- und Energiepolitik Strukturelle Überkapazitäten Subventionen und Antidumping-Maßnahmen Market Economy Status China Industriekritische gesellschaftliche und politische Entwicklung in Europa 13

14 Europäische Stahlindustrie Anti-Dumping Durchschnittliche Anti-Dumping-Zölle gegen China 14

15 Europäische Stahlindustrie Status quo EU-Stahlindustrie unterliegt intensivem Wettbewerb, steigende Abhängigkeit von globalen Entwicklungen Faire und vergleichbare Rahmenbedingungen in den wesentlichen Wirtschaftsregionen Voraussetzung für offene Märkte Aktueller konjunktureller Ausblick lässt breite Dynamik vermissen Transformation zu einer low-carbon economy nur langfristig und in globalem Einklang realistisch EU-Investitionsincentives noch nicht ausreichend angekommen, um echtes Wachstum zu schaffen Europäische Stahlindustrie nur bei Schaffung eines echten global level playing field langfristig konkurrenzfähig De-Industrialisierung in Europa ist Faktum und passiert schleichend. Zentrale Frage: Besteht ausreichender politischer und gesellschaftlicher Wille zur Trendumkehr? Juni 2016 VDMA-Jahrestagung 2016

16 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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