Transformation bestehender Geschäftsmodelle und -prozesse für eine erfolgreiche Digitalisierung

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1 Transformation bestehender Geschäftsmodelle und -prozesse für eine erfolgreiche Digitalisierung VPP-Tagung, TU Chemnitz Smarte Fabrik & smarte Arbeit Industrie 4.0 gewinnt Kontur Session 4.0 im Mittelstand / Geschäftsmodelle, Raum C 106 Foto: Kzenon /Fotolia.com Dr. rer. pol. Marc-André Weber Dr.-Ing. Tim Jeske Dr.-Ing. Frank Lennings Chemnitz, 21. Oktober 2016

2 Das ifaa - Unsere Mission Wir sind das Forschungsinstitut der Metall- und Elektroindustrie zur Gestaltung der Arbeitswelt. Wir sind Vordenker, Vernetzer und Vermittler und unterstützen so die Arbeitgeberverbände und deren Mitgliedsunternehmen. Wir schauen voraus, erkennen Trends und benennen die arbeitspolitisch und wirtschaftlich relevanten Bedarfe. Wir verknüpfen Kompetenz in Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation mit Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis. Foto: Glamour Design/Fotolia.com Wir tragen mit unserer praxisorientierten Forschungsarbeit dazu bei, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Wir vermitteln die Erkenntnisse unserer Forschung in Analysen, auf Veranstaltungen und in Publikationen und helfen unseren Partnern vor Ort, die Erkenntnisse, Methoden und Konzepte in den Betrieben umzusetzen ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 2

3 Wie die Digitalisierung unseren Alltag verändert ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 3

4 Digitalisierung ist nicht gleichbedeutend mit Automatisierung Industrie 4.0? Industrie 4.0? Digitalisierung Zukünftige Produktion mit - hoher Digitalisierung - niedriger Automatisierung Heutige Produktion mit - niedriger Digitalisierung - niedriger Automatisierung Zukünftige Produktion mit - hoher Digitalisierung - hoher Automatisierung Heutige Produktion mit - niedriger Digitalisierung - hoher Automatisierung Automatisierung ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 4

5 Vision Industrie 4.0 Produktion Cyberphysische Systeme sind flächendeckend eingesetzt Transparente unternehmensweite Darstellung der Ist-Situation in Echtzeit Kundenindividuelle Massenproduktion (Hohe Flexibilität und Produktivität) Möglichkeit simulationsbasierter Optimierungsmaßnahmen Modularisierung und Dezentralisierung der Steuerung Mitarbeiterspezifische Arbeitsgestaltung Produkte Werkstücke und Werkstückträger sind eindeutig identifizierbar mit eigenem Datenspeicher, Informationen über mögliche Fertigungsfolgen und aktuellen Zustand sind darin abgelegt Verschmelzen von Produkten und Dienstleistungen (bspw. Sportschuh mit Zusatzfunktionen wie Druckverteilungsmessung, Schrittfrequenz etc.) Umfassende Datenerfassung ermöglicht statistikbasierte Optimierungsmaßnahmen und Dienstleistungen ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 5

6 Themenfelder im Kontext der Digitalisierung Rechtlicher Rahmen Arbeitsorganisation Qualifikation und Qualifizierung Entgelt Digitale Arbeitswelt 4.0 Arbeitsschutz Arbeitsgestaltung Arbeitszeit ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 6

7 Entwicklung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle und -prozesse Disruptiver Ansatz Kurz- bis langfristige Option Sofortige Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und -prozesse Strategische Umsetzung aufgrund gewachsener Strukturen erschwert Evtl. langfristig unverzichtbar für Fortbestand des Unternehmens Progressiver Ansatz Kurzfristige Option Kontinuierliche Überprüfung und strategische Weiterentwicklung bestehender Geschäftsmodelle und -prozesse Kurzfristige Anwendung der Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie Nutzung von Potenzialen dort, wo es sinnvoll erscheint ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 7

8 Lean Management als Basis der Digitalisierung Standardisierte Prozesse sind die Grundlage zur Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung und somit für Industrie ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 8

9 Integration von Industrie 4.0 in bestehende Prozesse Von Lean 3.0 zu Lean ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 9

10 Integration der Prozessbeteiligten Beschäftigte sollten von Beginn an in Planungs- und Umstellungsaktivitäten einbezogen werden Ausprobieren und dabei Erfahrungen sammeln ist elementar (bspw. in Pilotbereichen) Bedarfsgerechte Qualifikationsmaßnahmen müssen die Mitarbeiter unterstützen Beschäftige müssen hohe Lern- und Veränderungsbereitschaft haben oder entwickeln Führungskräfte müssen Wandel pro-aktiv vorleben und unterstützen Schrittweise Weiterentwicklung von Tätigkeiten und Berufsbildern ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 10

11 Fazit und Ausblick Vieles ist unklar. Vordenken und mitgestalten ist wichtig. Prozessstabilität und Prozesswissen sowie klar definierte Prozesse und Schnittstellen sind die Grundlage zur Anwendung der Digitalisierung. Nicht alle Unternehmen verfügen über diese Voraussetzungen. Verständnis und Vertrauen der Unternehmen gegenüber Industrie 4.0 müssen weiter entwickelt und gefördert werden. Wir werden sehr unterschiedliche betriebsspezifische Ausprägungen und Formen der Umsetzung von Industrie 4.0 erleben. Die Auswirkungen auf die Produktionsarbeit und die Anforderungen an die Mitarbeitern werden entsprechend unterschiedlich sein. Industrie 4.0 ist nicht die Lösung für Organisations-, Kommunikations-, Schnittstellen- und Führungsprobleme. Industrie 4.0 ist nicht gleichbedeutend mit so viel Automatisierung wie möglich ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 11

12 Praxis-Broschüre Digitalisierung & Industrie 4.0 Inhalte Digitalisierung in allen Lebensbereichen Grundgedanken der Industrie 4.0 Potenziale für die Arbeitsgestaltung (technisch, organisatorisch, personell) Fünf Beispiele aus der Praxis Der Wandlungsprozess im Unternehmen Leitfragen und Zusatzinformationen Herunterladen unter: Downloads ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 12

13 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Dr. rer. pol. Marc-André Weber Telefon: 0211 / Foto: adimas/fotolia.com ifaa - Weber / Jeske / Lennings Chemnitz - VPP-Tagung 13

Dr. Frank Lennings Dr. Tim Jeske

Dr. Frank Lennings Dr. Tim Jeske Industrie 4.0 aus Sicht der Arbeitswissenschaft und der Unternehmen Dr. Frank Lennings Dr. Tim Jeske Essen, 30.10.2014 Foto: Kzenon /Fotolia.com Unsere Mission Wir sind das Forschungsinstitut der Metall-

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