RiskToday. Frühjahr 2009 Aktuelles und Wissenswertes für unsere Geschäftspartner

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2 RiskToday Frühjahr 2009 RiskToday informiert unsere Geschäftspartner über Aktuelles und Wissenswertes aus allen Aon Unternehmen in der Schweiz. Durch vertieft abgehandelte Themen in den Rubriken «Trend», «Aktuell», «Produkte» möchten wir Ihnen in der komplexen Welt der Risks einen Wissensvorsprung bieten. 3Editorial 4-5 Outsourcing der Pensionskassenverwaltung Aon in der Schweiz Aon (Schweiz) AG Bederstrasse 66, Postfach CH-8027 Zürich Tel Aon (Suisse) SA Route François-Peyrot 12 Case postale 336, CH-1215 Genève Tel Aon Consulting AG Spitalackerstrasse 22A Postfach 699, CH-3000 Bern 25 Tel Aon Consulting AG Bederstrasse 66, Postfach CH-8027 Zürich Tel Der Standort Schweiz gewinnt! Die Motive treffen grösstenteils auch auf Captives zu. 6-7 Sammelstiftungen/ Vorsorgewerke: Kosteneinsparungen sind möglich 9 Think global, act local Global Pension Risk Management 10 Aon Benfield die neue Nummer 1 im Rückversicherungsbroking 11 Unsichere Zeiten verlangen nach sicherem Schutz «Double A Protect» stellt die Kapazitäten für eine Exzedentendeckung bis zu 25 Millionen Euro bereit. 13 Risiko Management für vermögende Privatkunden 14 Konstruktive Kritik Neuerungen bei der periodischen FINMA-Erhebung. 15 Supply Chain Risk Management Risiken, welche die Wertschöpfungskette nachhaltig stören können, gehören heutzutage weltweit zu den Top-Risiken. Sanddünen auf unserer Titelseite? Auch der Markt ist in Bewegung. Neue Begebenheiten stellen immer höhere Anforderungen an ein nachhaltiges Risk Management. Aon Consulting SA Route François-Peyrot 12 Case postale 336, CH-1215 Genève Tel Aon Global Risk Consulting Elisabethenstrasse 15 CH-4010 Basel Tel Aon Re (Switzerland) Ltd. Elisabethenstrasse 15 CH Basel Tel Aon Insurance Managers (Switzerland) AG Baarerstrasse 75 Postfach 2066, CH-6302 Zug Tel Impressum RISKTODAY Aktuelles und Wissenswertes für unsere Geschäftspartner Erscheint 2x jährlich HERAUSGEBER Aon (Schweiz) AG REDAKTIONSADRESSE Aon (Schweiz) AG Priscilla Troxler Bederstrasse 66, Postfach CH-8027 Zürich GESTALTUNG Dieter W Joos, Zürich DRUCK Offset Ammann, Glattbrugg 2

3 EDITORIAL Nachhaltigkeit hat Hochkonjunktur Ohne Zweifel bringt die aktuelle Wirtschaftslage anspruchsvolle Zeiten mit sich, die uns alle auf den unterschiedlichsten Ebenen herausfordern werden! Für unsere Kunden ist es entscheidend, sich angesichts dieser widrigen Rahmenbedingungen richtig zu positionieren, um dem frostigen Wirtschaftsklima erfolgreich zu trotzen. Verlässliche Partnerschaften zählen mehr denn je. Unsere Kunden können jetzt erst recht auf unsere breit abgestützte Erfahrung im Bereich Risiko- und Versicherungsmanagement bauen. Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen sind rasche und konsequente Massnahmen zur Kostensenkung in jedem Unternehmensbereich von grösster Bedeutung. Als einflussreicher Partner im Versicherungsmarkt verschaffen wir unseren Kunden Zugang zu innovativen Lösungen zur Optimierung ihrer Kosten für Risiko- sowie Versicherungsmanagement. In diesem RiskToday erläutern wir konkrete Möglichkeiten, die unsere Spezialisten in verschiedenen Aon Fachbereichen für Sie ausarbeiten können. Zögern Sie nicht, die Autoren für Ihre Fragen persönlich zu kontaktieren. Die fundierte Analyse bestehender Kostenstrukturen bedingt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen jedem einzelnen Kunden und Aon. Bedingung dafür ist ein Vertrauensverhältnis, das nur entstehen kann, wenn neue alte Werte wie Offenheit und das Streben nach Nachhaltigkeit die Grundlage bilden. Vertrauen will immer erst verdient sein. Unsere langjährigen Kunden wissen, wovon wir sprechen. Eines der wichtigsten europäischen Kunstereignisse dieses Jahres ist die Van Gogh-Ausstellung im Kunstmuseum Basel. Von April bis September 2009 werden in einer spektakulären Gesamtschau zum ersten Mal die Landschaftsbilder von Vincent van Gogh gezeigt. Darunter sind weltbekannte Schlüsselwerke als auch der Öffentlichkeit kaum bekannte Bilder. Als führender Kunstversicherungs-Broker sind wir stolz darauf, einen wichtigen Beitrag dafür geleistet zu haben. Ihr Martin Vögeli Country Manager Schweiz Vertrauen ist auch eine essentielle Grundlage für unsere Dienstleistung Aon Private Risk Management die Beratung in Risk Management für grosse, vermögende Privatkunden, die unser Team in Genf anbietet. Dort weht unter der neuen Führung von Romain Vanolli ein frischer Wind. Mit der erfolgreich integrierten Gesrep wird nicht nur der Privatkundenbereich tatkräftig ausgebaut, Aon Genf wird in der Romandie künftig auch eine führende Rolle im Bereich Risiko- und Versicherungsmanagement übernehmen. 3

4 Outsourcing der Pensionskassenverwaltung Unternehmen besinnen sich auf Kernkompetenzen, minimieren die Risiken und optimieren die Verwaltungskosten. In unserem RiskToday Newsletter vom Dezember 2008 stellten wir Ihnen mit der «Checkliste Unterdeckung» ein Hilfsmittel zur Verfügung, welches die Sofortmassnahmen bei Pensionskassen mit einer Unterdeckung beschreibt. Der entsprechende Leitartikel setzte sich in erster Linie mit der Beitragsseite (Arbeitnehmer-, Arbeitgeberbeiträge und Anlageertrag) sowie möglichen Konsequenzen auf die Leistungen der Kasse (Verzinsung der Kapitalien und Vorsorgeleistungen) auseinander. Für kleinere Pensionskassen wird es im Jahr 2009 auch darum gehen, sich organisatorisch den veränderten, härteren Rahmenbedingungen anzupassen und die Pensionskassen-Struktur massgeblich zu vereinfachen. Dabei drängt sich die systematische Überprüfung der aktuell noch intern (durch den HR-Bereich oder die Pensionskasse) erbrachten Dienste auf. Die Mehrheit der kleinen Pensionskassen wird nach objektiver Prüfung nicht um das Outsourcing der Verwaltung herumkommen. Als die klassischen Outsourcing-Elemente werden im Markt die TECHNISCHE VERWALTUNG, die BUCHFÜHRUNG sowie die GESCHÄFTSFÜHRUNG der Kasse angeboten. Dies je nach Kundenbedürfnis entweder als Paket oder modular. «Aufgrund unserer erheblichen Unterdeckung per Ende 2008 waren Sanierungsmassnahmen nötig. Arbeitgeberund Arbeitnehmerseite haben zähneknirschend Beitragserhöhungen zur Gesundung unserer Pensionskasse akzeptiert. Mein Geschäftsführer der Pensionskasse und der ganze Stiftungsrat waren somit über die letzten Wochen einem sehr grossen Druck ausgesetzt und es kam diesbezüglich auch zu kritischen Fragen, was die Kosteneffizienz der Kassenverwaltung anbetrifft. Eine im Januar versehentlich doppelt ausbezahlte Freizügigkeitsleistung ins Ausland in der Höhe von mehreren Hunderttausend Franken hat dann die Stimmung noch zusätzlich angeheizt. Ob wir das Geld je wieder erhalten, ist zurzeit nicht bekannt. Dieser Fall hat mir aufgezeigt, dass wir die entsprechenden Risiken nie wirklich realisiert hatten und unsere Pensionskasse aus historischen Gründen so quasi als GESCHÜTZTE WERK- STATT mitgetragen wurde. Auch sind wir bezüglich der effektiven Verwaltungskosten der Stiftung ohne Fakten, da einige Dienstleistungen noch immer vom Unternehmen geleistet werden, ohne den angefallenen Aufwand der Stiftung zu verrechnen. Der Kostendruck ist nun jedoch bei allen Unternehmenseinheiten so hoch, dass diese Praxis verständlicherweise nicht mehr akzeptiert wird. Erschwerend kommt nun hinzu, dass der Geschäftsführer unserer Pensionskasse letzte Woche die Kündigung einreichte. Der Stiftungsrat und ich sind mit der Rekrutierung von Spezialfunktionen für die Pensionskasse und diesen operativen Themen schlicht überfordert, da wir uns bisher auf die strategische Führung der Kasse konzentriert haben. Aus persönlicher Erfahrung in der Unternehmensführung lernte ich, dass ich mich auf die Kernkompetenzen meiner Firma konzentrieren muss, um Erfolg zu haben. Dies will ich nun auch bei der Pensionskasse tun.» Dieses aktuelle Beispiel ist exemplarisch für viele kleinere Pensionskassen in der Schweiz. Mögliche Schwächen werden im aktuell schwierigen Umfeld schneller und besser sichtbar und der Kostendruck im Kerngeschäft wird sich auch auf die Führung von Pensionskassen auswirken. Outsourcing mit deutlichen Kostenvorteilen für Kassen mit bis 2000 Versicherten Aufgrund diverser Studien im Pensionskassenmarkt Schweiz kann festgehalten werden, dass das Outsourcing für Kassen mit weniger als 2000 Versicherten klare Kostenvorteile für den Kunden bringt. «Geschützter» Bereich Pensionskasse Das nachfolgende Beispiel zeigt, wie sich die aktuelle Wirtschaftslage auf die Organisation einer Kasse auswirken kann und längst überfällige Veränderungen nun unausweichlich anzupacken sind. Ein erfolgreicher Unternehmer und Besitzer eines Produktionsbetriebes mit über 1200 Angestellten in der Zentralschweiz hat uns seine Situation kürzlich wie folgt geschildert: Bei Outsourcing-Projekten immer zu beachten: Projektmanagement Ein Outsourcing-Projekt ist anspruchsvoll und bedarf einer guten Planung. Aon Consulting bietet das Projektmanagement als integriertes Modul an. Auch diese Kosten sind innerhalb des Kostendaches abgedeckt. Für die Umsetzung des Projektes sind mindestens drei Monate zu kalkulieren. Sofern dem Projekt eine Ausschreibung vorangeht, sind zusätzlich drei Monate vorzusehen. Kostendach Damit die Kosten budgetierbar werden und Ende Jahr keine diesbezüglichen unliebsamen Überraschungen entstehen, empfiehlt Aon Consulting die vertragliche Fixierung eines Kostendaches pro Modul. Zertifizierte Qualität Nur wenige Dienstleister verfügen über ein Zertifikat bezüglich der Qualität der Verwaltungsprozesse und interner Qualitätskontrollen. Da Preis und Qualität zählen, lohnt sich diese Investition immer. Aon Consulting ist seit 2005 nach ISO 9001:2000 zertifiziert (Reg.Nr ). Service Level Agreement Vertraglich vereinbarte Durchlaufszeiten pro Geschäftsfall sind sinnvoll und erhöhen die Qualität und das Vertrauen auf Seiten des Kunden und des Dienstleistungspartners. Risikomanagement Mit dem Auslagern von entsprechenden Geschäftsprozessen werden automatisch auch die diesbezüglichen operativen Risiken an den Dienstleistungspartner delegiert. Stiftungsrat Der Stiftungsrat kann sich voll und ganz auf die strategische Führung der Pensionskasse konzentrieren. Die Auswahl, Instruktion (Vertrag) und Überwachung (Jahresgespräch) des Dienstleistungspartners bleibt in der Verantwortung des Stiftungsrates. 4

5 Mehr noch, die schwierige Rekrutierung in einem auch zukünftig trockenen Spezialistenmarkt innerhalb der 2. Säule und die kontinuierliche Ausbildung der Verwaltungsfachleute werden durch Outsourcing zur Verantwortung des Dienstleistungspartners. Auch operative Risiken der technischen Verwaltung, der Buchführung und des Datenmanagements werden durch den Dienstleistungsvertrag delegiert. Mit einem kompetenten und verlässlichen Dienstleistungspartner kann sich der Stiftungsrat ganz auf die strategische Führung der Pensionskasse konzentrieren. So wird sichergestellt, dass auch in Zukunft wichtige HR-politische Elemente der eigenen Pensionskasse positiv und nachhaltig weiterentwickelt werden können. Dies zum Wohle aller Beteiligten. Starten Sie Ihr Oursourcing-Projekt jetzt wir begleiten Sie gerne. Rolf Th. Jufer, Aon Consulting Der Standort Schweiz gewinnt! TREND «Zug schlägt Karibik, Genf schlägt Texas», so lautete die Überschrift eines Online-Artikels von Ralph Pöhner im «Tages- Anzeiger» vom 12. Dezember 2008*. Auch aus der Sicht von Aon Insurance Managers (Switzerland) AG ist dieser Beitrag äusserst aufschlussreich. Die aufgeführten Motive für einen Umzug mehrerer amerikanischer Milliardenkonzerne in die Schweiz oder deren Einrichtung einer Vertretung in der Schweiz treffen grösstenteils auch auf Captives zu. Die Erklärungen für den Umzug, so Ralph Pöhner, gleichen sich: stabiles juristisches und regulatorisches Umfeld, Steuerabkommen und dank der zentralen geografischen Lage Nähe zu Kunden, Märkten und Produktionsstätten. Ebenfalls bemerkenswert ist Martin Navilles Hinweis, dass diese Konzerne nicht wegen der tiefen Steuern kämen. Auch Versicherer und Rückversicherer entdecken die Schweiz Selbstverständlich lassen sich nicht nur US-Konzerne in der Schweiz nieder oder richten eine Tochterfirma ein, wie im Online-Artikel erwähnt. Gesellschaften aus anderen Ländern zieht es ebenfalls aus den gleichen Gründen in die Schweiz, mitunter einige namhafte Versicherer und Rückversicherer. Sie führen die gleichen Beweggründe auf und sehen im Standort Schweiz noch zusätzliche Vorteile, zum Beispiel die weit vorangeschrittene Regulation durch die FINMA, die Vorreiterrolle des Schweizer Solvenztests (SST), der vorhandene Versicherungsmarkt mit vielen qualifizierten mehrsprachigen Versicherungstechnikern, Aktuaren, Juristen und Finanzfachkräften sowie die verlässliche Infrastruktur. Für Captives vorteilhaft Als führende Captive Managers begrüssen wir diese Entwicklung: Ein funktionierender Markt mit vielen verschiedenen Versicherern und Rückversicherern ist für Captives vorteilhaft. So muss für Fronting und Retrozession nicht in verschiedenen Märkten nach einer Lösung gesucht werden. Risk Managers von Unternehmungen können anlässlich einer Geschäftsreise ihre Captivegeschäfte inklusive Fronting sowie Retrozession angehen, was Kosteneinsparungen bringt. Zudem komplettieren die am Markt teilnehmenden juristischen und aktuariellen Dienstleister die integrale Servicepalette. Bekannterweise ist der Zweck der Captives nicht Steuereinsparnis. Aufgabe der Captives ist das Tragen von unternehmenseigenen Risiken, wofür eine risikogerechte Prämie belastet wird, ja sogar belastet werden muss. Captives ermöglichen, dass bei der Prämienbelastung vor allem der Portfolioeffekt sowie die Kapitalkosten der Versicherer vermieden werden. Zudem übernehmen Captives in der gegenwärtigen globalen Wirtschaftslage eine wichtige strategische Funktion. Ist die Deckung auf dem externen (Rück-)Versicherungsmarkt zu teuer oder gar nicht erhältlich, können Captives das entsprechende Risiko übernehmen. Auch die Substanz wird im Artikel erwähnt. Captives sind keine Briefkastenfirmen, Substanz wird in personeller Hinsicht durch einen Geschäftsführer und einen Buchhalter gewährleistet, gestellt von Aon Insurance Managers (Switzerland) AG. trotz zunehmendem Druck vom Ausland Laut Medienberichten nimmt der ausländische Druck auf die Schweiz zu. So drohte der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück kürzlich der Schweiz mit der Peitsche und UBS- Kundendaten mussten den USA geliefert werden. Nichtsdestotrotz, die Schweiz ist nach wie vor ein erstklassiges Captivedomizil. Die Rahmenbedingungen sind unverändert ideal, d. h. stabile politische und juristische Verhältnisse, weit vorangeschrittene Regulation, grosse Auswahl an Versicherern und Rückversicherern, kompetente Fachleute und Aktuare, gut funktionierende Infrastruktur sowie zentrale geographische Lage. Was immer die Schweiz als erstklassiges Captivedomizil beeinflussen könnte, wir von der Aon Insurance Managers (Switzerland) AG verfolgen höchst aufmerksam die weitere Entwicklung der globalen Wirtschaft und deren Auswirkungen auf die Finanz- und Versicherungsindustrie. *) story/ Samuel Knoepfel, Aon Global 5

6 Sammelstiftungen/Vorsorgewerke: Kosteneinsparungen sind möglich auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten! In den letzten Jahren sanken die Risiko- und Kostenprämien für Vorsorgewerke im Rahmen von Sammelstiftungen. Firmen, welche die Konditionen ihrer Vorsorge mittels einer Ausschreibung auf dem Markt überprüften, konnten von den Prämienreduktionen in vollem Umfang profitieren in Einzelfällen bis zu 25%. Viele Unternehmen sind momentan, trotz gleichbleibend hohen Kosten, mit sinkenden Auftragseingängen konfrontiert. Dies bewirkt eine Einengung des Handlungsspielraums bei unternehmerischen Aktivitäten. Kostenoptimierung kann auf verschiedenen Gebieten erfolgen. Gerne erläutern wir Ihnen eine Möglichkeit zur Reduktion eines Budgetpostens: Ausgangslage Ein Konzern (Dienstleistung, Management und Hotelbetrieb) mit total 420 Mitarbeitern und einer Lohnsumme von rund 29 Mio. Franken ist mit der Frage nach Kostenoptimierung und Leistungsüberprüfung beim bestehenden Sammelstiftungsanschluss an uns herangetreten. Anhand dieses Beispiels möchten wir die Wichtigkeit eines effektiven Kostenmanagements aufzeigen und den Prozess erläutern. Begriffserläuterungen Sammelstiftung: Vorsorgeeinrichtung, welcher sich jeder Arbeitgeber zur Durchführung der beruflichen Vorsorge anschliessen kann. Kosten: Die Kosten der Vorsorge werden in drei Untergruppen eingeteilt. Risiko- und Verwaltungskosten sowie Altersgutschriften. Auf Letztere verzichten wir in unserem Beispiel, da sich keine Unterschiede ergeben. Risikokosten: Beitrag für die Invaliden- (Invaliden-/Kinderrenten, Prämienbefreiung) und die Todesfallleistungen (Ehegatten-/Kinderrenten, Todesfallkapital). Unternehmen werden je nach Branche und Tätigkeit in verschiedene Risikoklassen eingeteilt. Die Einteilung erfolgt aufgrund des NOGA-Codes (Branchenzuteilungscode des Bundesamtes für Statistik). Für die Festsetzung der Prämien sind massgebend: die Risikoklasse, die individuelle Schadenhäufigkeit des Vorsorgewerkes. Bei der Prämienberechnung selbst gelangen grundsätzlich zwei Modelle zur Anwendung: bei Sammelstiftungsanschlüssen von Lebensversicherungen werden die Risikokosten vorwiegend individuell pro versicherte Person berechnet (je nach Geschlecht und Alter), bei unabhängigen Vorsorgeeinrichtungen besteht vorwiegend ein einheitlicher Prämiensatz (z. B. in Abhängigkeit des versicherten Lohnes) für alle versicherten Personen. Verwaltungskosten: Kosten für die Vertragsadministration (Mutationen, Rentenzahlungen usw.) sowie sonstige Kosten (Beitrag an den Sicherheitsfonds, Teuerungszuschlag für die laufenden Renten usw.). In den Verwaltungskosten nicht enthalten sind Kosten für spezielle Dienstleistungen, wie z.b. Vorbezug für Wohneigentumsförderung. Projektablauf Ausschreibung Pensionskasse 1 Versicherte Leistungen festlegen Vor einer Offertausschreibung werden die zu versichernden Leistungen überprüft, an die Bedürfnisse und Wünsche des Kunden angepasst sowie mit den übrigen Versicherungen koordiniert. Aufgrund der Komplexität der beruflichen Vorsorge sollten nicht mehr als zwei Offertvarianten pro Anbieter verlangt werden. 2 Vorsorgemodelle Die im Markt vorhandenen Vorsorgemodelle unterscheiden sich deutlich voneinander. Je nach gewähltem Modell ergeben sich für den Arbeitgeber und die Versicherten weitergehende Verpflichtungen (Stichwort: Sanierungsbeiträge). Die zurzeit angebotenen Vorsorgemodelle lassen sich wie folgt umschreiben: VOLLVERSICHERUNGSLÖSUNG: Anbieter sind von Lebensversicherern geführte Sammelstiftungen. Der Lebensversicherer erbringt Kapital- und Zinsgarantie, Liquidität, Renten usw. TEILAUTONOME SAMMELSTIFTUNG (GEPOOLTE KAPITALANLAGE): Die Vorsorgegelder werden durch die Sammelstiftung für alle angeschlossenen Arbeitgeber gemeinsam («gepoolt») angelegt. Die Sammelstiftung bzw. die ihr angeschlossenen Vorsorgewerke trägt deshalb auch die Anlagerisiken. TEILAUTONOME SAMMELSTIFTUNG (INDIVIDUELLE KAPITALANLAGE): Die Vorsorgegelder werden durch jedes angeschlossene Vorsorgewerk individuell angelegt. Jedes Vorsorgewerk trägt seine Anlagerisiken selbst und weist somit einen eigenen Deckungsgrad auf. 3 Weitere im Rahmen der Offertausschreibung zu prüfende Punkte Im Rahmen der Offertausschreibung sind weitere, umfangreiche Abklärungen vorzunehmen, die zur Beantwortung beispielsweise der folgenden Fragen dienen: Ist der aktuell gültige Anschlussvertrag kündbar und, wenn ja, bis wann muss die Kündigung erfolgen? Werden bei Vertragsauflösung irgendwelche Abzüge fällig (insbesondere Auflösungsabzüge zur Abdeckung des Zinsrisikos)? Werden für die administrativen Arbeiten im Zusammenhang mit der Auflösung des Vertrages zusätzliche Kosten verrechnet? Hat die Auflösung des bestehenden Anschlussvertrages eine Gesamt-/Teilliquidation des Vorsorgewerkes zur Folge und, wenn ja, welches sind die Folgen einer solchen? Verfügt das Vorsorgewerk aktuell bzw. per Auflösungsdatum über einen Deckungsgrad von mindestens 100%? 6

7 Falls nicht, welches sind die Folgen der Unterdeckung bei Vertragsauflösung? Welchen Deckungsgrad weist die «neue» Sammelstiftung auf? Befindet sich diese in einer Unterdeckung? Oder weist sie einen Deckungsgrad von über 100% aus? Wenn ja, ist ein Einkauf in die Überdeckung erforderlich? Falls Rentner vorhanden sind: Verbleiben diese beim aktuellen Anbieter oder wechseln diese auch zur neuen Vorsorgeeinrichtung? Wenn ein Wechsel stattfindet, zu welchen Konditionen werden die Rentner aufgenommen (Höhe des Deckungskapitals)? Wird eine Prämiengarantie gewährt und, wenn ja, für welchen Zeitraum? Höhe des Rentenumwandlungssatzes? Höhe des technischen Zinssatzes? 4 Anbieter auswählen Eine Offertausschreibung muss nicht zwangsläufig zum Wechsel des Anbieters der beruflichen Vorsorge führen. Ist der Arbeitgeber mit der aktuellen Vorsorgeeinrichtung zufrieden und legt diese eventuell in der Folge von Nachverhandlungen, vgl. unten ein konkurrenzfähiges Angebot vor, ist ein Verbleib bei dieser häufig die beste Lösung. Die Wahl des Vorsorgemodells hängt zum grossen Teil von der Risikobereitschaft und -fähigkeit des Arbeitgebers und der versicherten Personen ab. Entscheidend für die Wahl des Modells ist es, sich nicht von kurzfristigen Überlegungen leiten zu lassen. So könnte beispielsweise eine Vollversicherung trotz höherer Prämie eine ideale Lösung sein sie gewährleistet, dass in Zukunft keine Sanierungsbeiträge erbracht werden müssen. 5 Offertstellung und Analyse der eingegangenen Angebote Die eingegangenen Offerten werden zusammengefasst und mit einer aussagekräftigen Kosten- und Leistungsanalyse dem Kunden unterbreitet. Während der Vergleich der Kosten einfach durchzuführen ist (zusätzlich abzuklären ist höchstens, ob eine mehrjährige Prämiengarantie gewährt wird), sind Analysen auf der Leistungsseite (Performance der Kapitalanlagen, Verzinsung in der Vergangenheit, gültiger Umwandlungssatz usw.) wesentlich komplexer. Die von den Anbietern zur Verfügung gestellten Daten basieren häufig auf unterschiedlichen Grundlagen und zu den aufgeführten Faktoren werden für die zukünftige Entwicklung keine Garantien abgegeben. 6 Auswertung Basierend auf den eingereichten Offerten wird eine erste Vorselektion getroffen werden. In dieser Phase ist es zudem sinnvoll, sich definitiv für ein konkretes Vorsorgemodell (Vollversicherung, teilautonome Lösung) zu entscheiden. 7 Nachverhandlung In einem zweiten Schritt geht es darum, die Konditionen der für den Kunden durch die verbliebenen Anbieter erstellten Offerten weiter zu optimieren Versicherer 1 Versicherer 2 Total CHF Total CHF Risikoprämie Kostenprämie Ersparnis Das Resultat der Nachverhandlung ist ein um nochmals rund Franken verbesserter Offertvorschlag. 8 Präsentation der verbleibenden zwei Anschlusslösungen beim Kunden Letztlich verbleiben zwei Anbieter im «Rennen». Deren Offerten werden dem Kunden ausführlich präsentiert und die jeweiligen Vor- und Nachteile genau erläutert. 9 Entscheid Der Kunde hat nun die notwendige Basis, um sich für den Anbieter mit den besten Konditionen zu entscheiden. Zu beachten ist, dass die Entscheidung gemäss Mitwirkungsgesetz in jedem Fall sowohl durch die Arbeitgebervertreter als auch durch die bevollmächtigten Arbeitnehmervertreter getroffen werden muss. AKTUELL CHF ca. 24% Fazit Mit einem kritischen Blick auf die Pensionskasse werden in vielen Fällen wesentliche Einsparungsmöglichkeiten ersichtlich. In unserem Beispiel beträgt die Prämienspanne Franken oder 33% von der teuersten zur letztlich unterschriebenen Offerte. Gerne sind wir bei der Beurteilung Ihrer Vorsorgelösung Ihr kompetenter Partner. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Versicherer 1 Versicherer 2 PK 1 PK 2 Total Total Total Total CHF CHF CHF CHF Risikoprämie Kostenprämie Markus Wild, Aon Consulting In unserem Beispiel haben wir im ersten Schritt eine Prämiendifferenz von Franken oder 24%. Für die zweite Runde rechnen wir mit einem noch höheren Wert. 7

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9 Think global, act local Global Pension Risk Management In der Praxis eines multinationalen Unternehmens kommt es oft zu überraschenden finanziellen Konsequenzen, bedingt durch die hohe Komplexität der länderspezifischen Pensionslandschaften. Um effiziente Massnahmen zu ergreifen, ist ein umfassendes Detailverständnis bezüglich der Rahmenbedingungen in allen betroffenen Ländern notwendig. AKTUELL Globale Pensionsrisiken erkennen Multinationale Unternehmen sind oft mit ungeplanten finanziellen Auswirkungen konfrontiert, die auf Risiken und bisher unentdeckten Schwachstellen in den weltweiten Pensionssystemen beruhen. Die strategische und operative Führung eines Unternehmens hat im Rahmen der Corporate Governance auch für eine angemessene Risikokontrolle und ein angemessenes Risikomanagement im Unternehmen zu sorgen. Dies bezieht insbesondere auch die Risiken der weltweiten Pensionssysteme mit ein. Oft geht mit dem Erfordernis zur Reduktion der Risiken noch die Forderung einher, anfallende Kosten zu senken, ohne im Kampf um Talente das Leistungsangebot signifikant zu reduzieren. Die untersuchten Risiken können in folgenden Gruppen zusammengefasst werden: Finanzierung Kapitalanlage Administration Globale Risikoanalyse Pensionen Plangestaltung Bilanzierung Die Aufmerksamkeit der Unternehmensleitung für die konzernweiten Lohnnebenkosten und bezüglich der betrieblichen Pensionspläne hat sich daher in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Die Komplexität in jedem einzelnen Land ist hoch. Will man jedoch seitens der Konzernzentrale die Risiken der weltweiten Pensionssysteme erkennen und eigenständig Lösungen zu deren Eliminierung bei gleichzeitiger Reduktion der Kosten entwickeln, ist ein umfassendes Detailverständnis bezüglich der Rahmenbedingungen in allen betroffenen Ländern notwendig. Dieses Wissen ist an einem Konzernhauptsitz oft nicht vorhanden, sodass die notwendigen Massnahmen nicht ergriffen werden können. Pragmatischer Lösungsansatz mit hoher Effizienz Aon Consulting erstellt eine globale Risikoanalyse bezüglich aller weltweiten Altersvorsorgesysteme. Die Risikoanalyse umfasst in der Regel sowohl Leistungspläne (Defined Benefit) als auch Beitragspläne (Defined Contribution), da mit beiden Vorsorgesystemen rechtliche und administrative Risiken für den Arbeitgeber verbunden sein können. Für jeden Plan und jede Risikokategorie werden alle relevanten Risiken betrachtet. Für jedes einzelne Risiko erfolgt eine allgemeine Beschreibung des Risikos, eine Beobachtung im konkreten Fall, eine Risikobewertung sowie eine klare Handlungsempfehlung. Die Analyse passt sich dem Bedürfnis der Unternehmensgruppe an. So erfolgt beispielsweise für jede Vorsorgeleistung im entsprechenden Land eine zusätzliche Stellungnahme bezüglich allgemeiner Marktkonformität (respektive Industrie-Benchmark). Aon Consulting kann in der Umsetzungsphase als Generalunternehmer fungieren, welcher das Projekt für den Auftraggeber am Hauptsitz des Konzerns systematisch und zeitgerecht umsetzt. Bei dieser globalen Projektarbeit profitiert der Kunde auch vom weltweiten Netzwerk lokaler Aon Teams. Diese werden so quasi als verlän- gerter Arm des Konzerns eingesetzt und verhindern kulturelle oder sprachliche Probleme. Die Erfahrung zeigt, dass durch die Umsetzung der Empfehlungen gleichzeitig Risiko- und Kostenreduktionen erzielt werden können. Rolf Th. Jufer, Aon Consulting 9

10 Aon Benfield die neue Nummer 1 im Rückversicherungsbroking Seit der Fusion von Aon Re Global und Benfield im Dezember 2008 ist Aon Benfield führend als Rückversicherungsvermittler und Kapitalgesellschaft. Diese Partnerschaft ist durch die gemeinsame Vision inspiriert, unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten zu wollen und neue Massstäbe für Innovationen und Service zu setzen. Es ist eine Partnerschaft, welche die branchenbesten Talente vereint und deren Ergebnis nicht nur ein grösseres, sondern auch ein besseres Unternehmen ist. Immer in der Nähe Aon Benfield Kunden profitieren von einem weltweiten Netzwerk mit über 4000 qualifizierten Beratern in mehr als 100 Zweigstellen in 50 Ländern. Mit einer optimalen Infrastruktur bedienen wir unsere Kunden vor Ort in jedem europäischen und lateinamerikanischen Land sowie im Asien-Pazifik-Raum. Auch in Schwellenländern insbesondere in Asien, Zentral- und Osteuropa, Afrika und Lateinamerika ist unsere vereinte Markpräsenz unerreicht. Zugang zu allen Märkten Jeder traditionelle und alternative Markt in der Welt ist uns zugänglich. Aon Benfield ist die erste Adresse für Rückversicherung, Kapitalmärkte und versicherungsverwandtes Investment Banking & Beratung. Ein enormer Knowhow-Transfer und die besten Lösungsansätze resultieren in jährlich über 25 Milliarden USD an platzierten Prämien. Alle Kundensegmente, alle Produktklassen Unsere gemeinsame Erfahrung umfasst alle Kundensegmente vom Global Player bis zum regionalen oder spezialisierten Kunden und Kompetenz in allen Produktklassen (Unfall-, Krankenund Lebensversicherung [AHL], Agrarindustrie, Luft- und Raumfahrt, Bauwesen, Individuelle Rückversicherungsprogramme, Managerhaftpflicht [D&O- Versicherungen], Umweltrisiken, Allgemeine und zusätzliche Haftpflichtversicherungen, Gesundheitswesen, Schifffahrts- und Energiesektor, Kraftfahrt, Private Sparten, Sachversicherungen, Retrozession, Spezialprogramme, Bürgschaften, Kautionen & Kreditversicherung, Terrorismus, Arbeiterunfallversicherung). Das Zusammengehen von Aon Capital Markets mit Benfield Advisory macht uns auch weltweit zum bevorzugten Partner für Alternativen Risiko-Transfer. Die vereinten Teams verfügen über profunde Kenntnisse von Katastrophen- Bonds, bedingtem Kapital, Sidecars, Kapitalbeschaffung, Firmenneugründungen und Firmenzusammenführungen. Weitreichende Analysen Unsere Kunden profitieren von unserer weitreichenden Erfahrung und unserem Expertenwissen auf den Gebieten Katastrophenmodellierung und Ratingagenturen. Mit den Instrumenten ReMetrica, Prime/Re und Impact Forecasting erhalten sie Zugang zu bewährten Arbeitsmitteln. Umfassende Kompetenz Unsere Experten arbeiten eng und übergreifend mit den Branchen- und Produktfachgruppen zusammen, um sicherzustellen, dass unser Fachwissen die Erwartungen der Kunden bestmöglich erfüllt. In jeder Produktgruppe werden Erfahrungen aus allen Fach- und Marktbereichen übergreifend genutzt und mit fortschrittlichen Analysemethoden, Kapitalmarktprodukten und soliden Marktbeziehungen kombiniert. Auf diese Weise identifizieren wir neue Märkte und schaffen neue Deckungskapazitäten, denn nur so sind wir in der Lage, dem fortschreitenden Wandel der Erfordernisse unserer Kunden gerecht zu werden. Wir sind sehr stolz auf die neue Aon Benfield und freuen uns gleichermassen auf die vor uns liegenden Herausforderungen. Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung und freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme. Ivo Gugolz, Aon Benfield 10

11 Unsichere Zeiten verlangen nach sicherem Schutz Hinterfragen auch Sie angesichts der Finanzmarktkrise die Sicherheit und die finanzielle Leistungsfähigkeit Ihres Unternehmens-Versicherungsschutzes? Nebst grossem Interesse an höheren n stellen wir ein wachsendes Bedürfnis nach Schutz vor einer Insolvenz von Versicherungsgesellschaften fest. Aon reagiert auf diese Herausforderung mit der gemeinsam mit der Allianz Global Corporate & Specialty entwickelten exklusiven Versicherungslösung «Double A Protect». Sie stellt die Kapazitäten für eine Exzedentendeckung (Versicherungslimite bis zu 25 Millionen Euro) bereit, damit Ihr Versicherungsschutz auch in Zeiten instabiler Märkte nicht gefährdet ist. Exzedent für Managerhaftpflicht (D&O) und Allgemeine Haftpflichtversicherung Das neue, innovative Versicherungsprogramm «Double A Protect» bietet sowohl zusätzliche Kapazitäten als auch eine Ausfalldeckung (drop down Option) im Versicherungsfall an. Wird ein Versicherungsunternehmen zahlungsunfähig und/ oder liegt das Risiko der Leistungspflicht-Verletzung vor, ist die Sicherheit für den Versicherungsnehmer und sein Vermögen in Gefahr. «Double A Protect» ist eine zusätzliche Multiline- Haftpflicht-Exzedentenversicherung. Die Ausfalldeckung liegt mit einer Summe von bis zu 25 Millionen Euro als Exzedent über der für den Versicherungsnehmer bestehenden Absicherung. «Double A Protect» greift immer dann, wenn entweder ein Versicherungsfall eintritt, der in der Summe über die bisherige Absicherung hinausgeht (Exzedentenfunktion), oder ein Versicherungsunternehmen ausfällt, das Teile des bestehenden Versicherungsschutzes bietet (Ausfallschutz). Programm-Merkmale Deckungssumme von bis zu 25 Millionen Euro Deckungserweiterung zur vorhandenen Betriebs- und Produkthaftpflicht- und Managerhaftpflicht-Versicherung (Organhaftpflicht) Rückwärtsdeckung für Schadenereignisse oder Pflichtverletzungen bis zu fünf Jahre vor Policenbeginn Deckung nach dem Prinzip «claims made»; versichert sind damit innerhalb des versicherten Zeitraumes geltend gemachte Ansprüche Platzierung der Deckung als Top-Layer im Versicherungsprogramm Für Unternehmen verschiedener Wirtschaftszweige (Ausnahme Finanzwirtschaft), mit Sitz ausserhalb der USA, jedoch mit Deckung für deren US-Risiken Beispiel: n in der Praxis 25 Mio. 70 Mio. bei Double A Protect 100 Mio. 45 Mio. 25 Mio. 10 Mio. Insolvenzereignis Bei Insolvenz der Versicherungsgesellschaft tritt der Exzedent von «Double A Protect» automatisch mit seiner Ausfalldeckung ein und ersetzt die Deckungsstrecke des insolventen Versicherers. Ab diesem Zeitpunkt gilt «Double A Protect» als Ersatz des insolventen Versicherers. Ausfallpolice von 20 Mio. Träger A von 15 Mio. Träger B von 10 Mio. Träger C Selbstbehalt Allgemeine Haftpflichtversicherung Versicherer Versicherer in finanziellen Schwierigkeiten Versicherer Selbstbehalt Allgemeine Haftpflichtversicherung Exzedentendeckungen von 25 Mio. Träger A von 25 Mio. Träger B von 25 Mio. Träger C Selbstbehalt Managerhaftpflichtversicherung Versicherer Versicherer Versicherer in finanziellen Schwierigkeiten Selbstbehalt Allgemeine Haftpflichtversicherung 75 Mio. 50 Mio. 25 Mio. Ausfallpolice PRODUKTE Und so funktioniert es Traditionelle Exzedenten «Double A Protect» bietet eine erstklassige Exzedentenlösung, die als eigene Versicherung in Ihre Managerhaftpflicht- und Allgemeine Haftpflichtversicherung integriert bzw. damit kombiniert wird. Suchen Sie zusätzliche Kapazitäten für Ihre Haftpflicht- Versicherung (Betriebs- und Produkthaftpflicht) oder für Ihre Organhaftpflicht-Risiken (D&O Insurance)? Stellen Sie die Stabilität eines Versicherers Ihrer bestehenden Versicherungslösungen in Frage? Dann sprechen Sie mit uns über «Double A Protect». Wir beraten Sie gerne! Heinz Fischer, Aon Risk Services 11

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13 Risiko Management für vermögende Privatkunden Von Genf aus betreut Aon bereits Versicherungsportfolios von vermögenden Privatkunden. Nun erfährt das Produkt- und Dienstleistungsangebot eine überaus attraktive Ergänzung: die neue APRM Plattform (Aon Private Risk Management). Innovativ und umfassend APRM ist weit mehr als nur eine Vermittlung von Versicherungen, APRM ist eine echte Risiko Management Plattform für grosse, vermögende Privatkunden. Für die Single oder Multiple Family Offices in der Schweiz stellt Aon ein grosses Know-how zur Risikobewältigung zur Verfügung ausserordentlich kreative, erstklassige Versicherungslösungen für eine einzigartige Kundschaft, zusätzlich unterstützt durch ein weltweites Netzwerk in über 120 Ländern. Weltweiter Erfahrungstransfer Innerhalb der Aon-Gruppe existiert APRM bereits seit Jahren. APRM deckt gleich mehrere der wichtigsten Ziele der Family Offices ab: Dazu gehören die Kontrolle, der Schutz und die Erhaltung des Vermögens, welches durch das Family Office verwaltet wird. Unsere Methodik basiert auf unserer langjährigen Erfahrung, die wir in der Risiko Management Beratung für Unternehmen weltweit gesammelt haben. Dabei stützen wir uns auf drei grosse Risikokategorien: die Vermögenswerte, insbesondere Kunstsammlungen, Schmuck, Immobilienportfolios, Jachten und Flugzeuge; die Haftungsrisiken, insbesondere die Haftung, die sich aus der Beschäftigung von Mitarbeitern und aus der Nutzung der Strukturen des Family Office ableitet (Haftpflicht der Geschäftsleitung, Haftpflicht des Treuhänders usw.); die Risiken im Zusammenhang mit Freizeitaktivitäten der Familienmitglieder und deren Wohlbefinden, insbesondere im Bereich Gesundheit, Reisen, Entführung, willkürliche Inhaftierung usw.). In einem ersten Schritt werden diese drei grossen Risikokategorien für eine bestimmte Familie sowie für die Struktur ihres Family Office analysiert. Danach erfolgt eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Massnahmen zur Bewältigung dieser Risiken. Falls nötig, werden diese ergänzt. Da sich das Risikoprofil einer Familie im Laufe der Zeit verändert und neue Risiken auftauchen, die das Vermögen gefährden können, sollte das Risikoinventar regelmässig durchgegangen und aktualisiert werden. Ergänzendes Know-how von Fachzentren Diese Analyse ist gegebenenfalls durch Massnahmen zu ergänzen, in deren Rahmen Risiken an die Versicherer übertragen werden. Aon verfügt über zahlreiche Fachzentren im Bereich Versicherungslösungen, die auf vermögende Privatkunden sowie deren Lebensweise und Freizeitaktivitäten ausgerichtet sind. Diese dienen als hervorragende Ergänzung für die Identifizierung und die Bewirtschaftung von Risiken. Es gibt beispielsweise Fachzentren, die auf folgenden Gebieten tätig sind: Luft- und Schifffahrt, Kunstsammlungen, Sport und Freizeit, Sammlungen alter und moderner Fahrzeuge, internationale Krankenversicherungen und Programme zum Schutz von Immobilieneigentum, das auf verschiedene Länder verteilt ist. Im derzeitigen Konjunkturumfeld liegt es nahe, dass der Schutz und die Erhaltung des Familienvermögens auch in Zukunft eines der wichtigsten Anliegen der Family Offices bleibt. Aon ist ohne Zweifel der am besten gerüstete Anbieter, um den Family Offices bei diesen Aufgaben zu helfen. Romain Vanolli, Aon Risk Services 13 PRODUKTE

14 Neuerungen bei der periodischen Erhebung zur Finanzlage der Versicherungsgesellschaften unter der Aufsicht der FINMA Konstruktive Kritik Die Wirren auf den Finanzmärkten und die gegenwärtige Wirtschaftskrise veranlassten die FINMA, die Berichtshäufigkeit der periodischen Erhebung zur Finanzlage aller Versicherungsunternehmungen unter ihrer Aufsicht bis auf Weiteres monatlich und standardisiert einzufordern. Es ist uns der Aon Insurance Managers (Switzerland) AG ein grosses Anliegen, auf diese Neuerung näher einzugehen. Situation bei Captives Ebenfalls betroffen sind Direktversicherungs- und Rückversicherungscaptives die FINMA behandelt sie bezüglich Aufsicht gleich wie eine professionelle Versicherungs- resp. Rückversicherungsgesellschaft. Captives sind unternehmenseigene Versicherungsgesellschaften. Als solche tragen sie nur unternehmenseigene Risiken, d. h. eine Captive trägt keine Risiken von Drittparteien. Folglich bleiben (finanzielle) Konsequenzen eines Schadenfalls innerhalb der gleichen Unternehmung. Keine Drittpartei käme zu Schaden. Trotz Eigeninitiative die FINMA bleibt dabei Aon Insurance Managers (Switzerland) AG betonen diese Tatsache immer wieder gegenüber der FINMA. Dennoch kommen Captives unter der Aufsicht der FINMA nicht in den Genuss einer vereinfachten Supervision. Die neue, erhöhte Berichtshäufigkeit (monatlich) für unternehmenseigene Versicherungseinheiten wird als redundant erachtet, da wir die Solvenz sowieso monatlich überwachen. Zudem halten Captives stets strikte Konzernvorgaben (konservative Investitionen) ein, wobei auch die Treasury-Abteilung der Muttergesellschaft einer Captive die Finanzlage jederzeit kritisch im Auge behält. Als verantwortungsbewusster und führender Captive Manager erfüllen wir alle Anforderungen der integrierten Supervision (traditionelle, quantitative und qualitative Aspekte), auch wenn das Ausmass und die Häufigkeit der FINMA-Anforderungen an Captives mehr Kosten verursachen, als zweckdienlich sind. Samuel Knoepfel, Aon Global 14

15 Auf uns ist Verlass, denn wir wollen, dass Sie erfolgreich sind. Die Zeiten können wir nicht ändern. Wir können jedoch gemeinsam mit Ihnen sicherstellen, dass Ihr Unternehmen punkto Risiko- und Versicherungsmanagement bestmöglich geschützt ist. In allen Fachgebieten setzen unsere höchstqualifizierten Mitarbeitenden ihr grosses Spezialwissen für massgeschneiderte innovative Lösungen ein. Das weltweite Aon Netzwerk nutzen wir, um in lokalen und globalen Teams höchst effizient auf Ihre Bedürfnisse einzugehen. Wo immer Sie sich engagieren, wir sind als unabhängiger Partner vor Ort. Ein starkes Team für Risikound Versicherungsmanagement Aon (Schweiz) AG Bederstrasse 66 CH-8027 Zürich Telefon

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