Inhalt. Editorial 3. Geleitwort 4. Recht/Droit. Verkehrsstrafrecht nach der Via Sicura 5 Jürg Boll

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Inhalt. Editorial 3. Geleitwort 4. Recht/Droit. Verkehrsstrafrecht nach der Via Sicura 5 Jürg Boll"

Transkript

1 Editorial 3 Geleitwort 4 /Droit Verkehrsstrafrecht nach der Via Sicura 5 Jürg Boll Schleudertrauma und weitere «PÄUSBONOG» 5 Iris Herzog-Zwitter Unfallversicherungsrechtliche Deckung 3 von Verkehrsunfällen Ueli Kieser Radfahrunfall 35 Haftung des Radfahrers Haftung für verletzte Radfahrer Hardy Landolt Nationales Versicherungsbüro (NVB) & 47 Nationaler Garantiefonds (NGF) Martin Metzler Schutz von Verkehrsflächen im 65 Privateigentum, insbesondere Parkplätzen Christoph J. Rohner Aktuelle Fragen des Administrativ- 74 massnahmenrechts: Zwischen Warnungs- und Sicherungsentzug René Schaffhauser STRASSENVERKEHR / CIRCULATION ROUTIÈRE 4/04 SONDERNUMMER

2 Impressum Strassenverkehr Circulation routière Interdisziplinäre Zeitschrift / Revue interdisciplinaire 6. Jahrgang Nr. 3/04 Herausgeber Prof. em. Dr. iur. et Dr. phil. I Hans Giger, Universität Zürich, sanwalt Prof. Edit Seidl, Mediatorin IRP-HSG, Andragogin und Ökonomin Beirat lic. iur. Daniel Blumer, sanwalt, Kommandant der Stadtpolizei Zürich, Präsident der Verkehrskommission der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten (KKPKS) Dr. rer. pol. Brigitte Buhmann, Direktorin, Beratungsstelle für Unfallverhütung lic. iur. Beat Hensler, a. Kommandant der Luzerner Polizei; a. Präsident der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz ( KKPKS) Dr. iur. Thierry Luterbacher, sanwalt, CEO AXA ARAG lic. phil. I Peter-Martin Meier, Präsident Verkehrssicherheitsrat a. Bundesrat und Bundespräsident Dr. h.c. Adolf Ogi, Vorsteher des Eidgenössischen Verkehrs- und Energiedepartements Dr. iur. Frank Th. Petermann, sanwalt, Präsident der Vereinigung der Schweizer Medizinalrechtsanwälte lic. iur. Evalotta Samuelsson, sanwältin, Vorstandsmitglied der Unfallopfer- und Patientenrechtsberatungsstelle U.P. Prof. em. Dr. iur. Dr. h.c. mult. Herbert Schambeck, Universtiät Linz/Ö, Präsident des Bundesrates i.r. der Republik Österreich Prof. em. Dr. iur. Ivo Schwander, Professor für Internationales Privatrecht, svergleichung und Schweizerisches Privatrecht, Universität St. Gallen Prof. Dr. med. Michael Thali, Executive MBA HSG, Direktor, Institut für smedizin, Universität Zürich Prof. em. Dr. oec. Dr. phil. II Hugo Tschirky, Institut Technology and Innovation Management, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich Urs Wernli, Zentralpräsident Auto Gewerbe Verband Schweiz Willi Wismer, Präsident Zürcher Fahrlehrer Verband Redaktion Chefredaktion Prof. em. Dr. iur. et Dr. phil. I Hans Giger, Universität Zürich, sanwalt Redaktioneller Ausschuss Prof. em. Dr. iur. et Dr. phil. I Hans Giger, Universität Zürich, sanwalt lic. iur. Manfred Dähler, sanwalt Prof. Dr. iur. André Kuhn, Professeur de criminologie et de droit pénal aux Universités de Lausanne et de Neuchâtel, Membre fondateur Centre interdisciplinaire de droit et d étude de la circulation routière CIDECR Prof. Edit Seidl, Mediatorin IRP-HSG, Andragogin und Ökonomin Schriftleitung Prof. Edit Seidl, Mediatorin IRP-HSG, Andragogin und Ökonomin Prof. Dr. iur. André Kuhn, Professeur de criminologie et de droit pénal aux Universités de Lausanne et de Neuchâtel, Membre fondateur Centre interdisciplinaire de droit et d étude de la circulation routière CIDECR (französisch) Redaktion Dr. iur. Roland Brehm, a. Lehrbeauftragter Universitäten Genf und Fribourg Prof. Dr. phil. I Amos S. Cohen, Verkehrspsychologe, Universität Zürich lic. iur. Manfred Dähler, sanwalt Prof. Dr. med. Volker Dittmann, Leitender Arzt Forensische Psychiatrie, Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel Prof. em. Dr. iur. et Dr. phil. I Hans Giger, Universität Zürich, sanwalt Dr. Markus Hackenfort, Projektleiter Unfallforschung, Zentrum für Verkehrs- und Sicherheitspsychologie am IAP der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW Prof. Dr. rer. nat. Lutz Jäncke, Ordinarius am Lehrstuhl für Neuropsychologie, Psychologisches Institut, Universität Zürich Prof. Dr. iur. Ueli Kieser, sanwalt, Titularprofessor an der Universität St. Gallen Prof. Dr. iur. André Kuhn, Professeur de criminologie et de droit pénal aux Universités de Lausanne et de Neuchâtel, Membre fondateur Centre interdisciplinaire de droit et d étude de la circulation routière CIDECR Prof. Dr. iur. Moritz Kuhn, Universität Zürich Cédric Mizel, avocat, Service des automobiles et de la navigation, Neuchâtel, Chargé d enseignement à l Université de Neuchâtel lic. iur. Yann Moor, sanwalt, Prof. Giger & Dr. Simmen sanwälte, Zürich Fürsprecher Andreas A. Roth Prof. Dr. iur. Baptiste Rusconi, Université de Lausanne, avocat Prof. Dr. rer. publ. Dr. h.c. René Schaffhauser, em. Professor für Öffentliches, Universität St. Gallen Prof. Dr. iur. Martin Schubarth, Universität Basel, Ancien Président du Tribunal fédéral, Avocat-Conseil Prof. Edit Seidl, Mediatorin IRP-HSG, Andragogin und Ökonomin Dr. iur. Philippe Weissenberger, sanwalt, Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. iur. Franz Werro, Universität Freiburg i.ü. und Georgetown University Law Center, Washington D.C. Dr. h.c. Hans Wiprächtiger, sanwalt, ehem. Bundesrichter Prof. Dr. iur. Piermarco Zen-Ruffinen, Doyen Faculté de droit, Université de Neuchâtel, Membre fondateur Centre interdisciplinaire de droit et d étude de la circulation routière CIDECR Auslandskorrespondenz Prof. Dr. iur. Christian Huber, Lehrstuhl für Bürgerliches, Wirtschaftsrecht und Arbeitsrecht, RWTH Aachen RA Ulrike Karbach, Fachanwältin für Verkehrsrecht Dr. iur. Markus Schäpe, sanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht, Leiter ADAC Verkehrsrecht, München Redaktionsadresse Strassenverkehr/Circulation routière Postfach 377, 80 Zürich Tel , Fax Übersetzungen Leadübersetzungen in die französische Sprache LT LAWTANK, Laupenstrasse 4, 300 Bern Abonnemente und Verlag Dike Zeitschriften AG, Zürich/St. Gallen Postadresse: Weinbergstrasse 4, 8006 Zürich Tel , Fax Erscheint 3-mal jährlich Abonnementspreise Jahresabonnement Schweiz: CHF 48. (inkl. Versandkosten) Jahresabonnement Ausland: Euro 0. (exkl. Versandkosten) für Studierende: CHF 49. (inkl. Versandkosten) Einzelheft: CHF 4. (exkl. Versandkosten) Kündigungen für die neue Abonnementsperiode sind schriftlich und bis spätestens 3. Oktober des vorangehenden Jahres mitzuteilen. Beanstandungen können nur innert 8 Tagen nach Eingang der Sendung berücksichtigt werden. Für durch die Post herbeigeführte Beschädigungen sind Reklamationen direkt bei der Poststelle am Zustellort anzubringen. Anzeigenverkauf und -beratung WINCONS AG, Fischingerstrasse 66, CH-8370 Sirnach Tel. +4 (0) , Fax +4 (0) Alle Urheber- und Verlagsrechte an dieser Zeitschrift und allen ihren Teilen sind vorbehalten. Das zum Nachdruck, zur Vervielfältigung, Mikroverfilmung, Übernahme auf elektronische Datenträger und andere Verwertungen jedes Teils dieser Zeitschrift steht ausschliesslich der Dike Zeitschriften AG zu. ISBN: ISSN: SONDERNUMMER STRASSENVERKEHR / CIRCULATION ROUTIÈRE 4/04

3 Vermehrt sehen wir uns mit einem eher jüngeren Phänomen unseres s konfrontiert: Mit den Konflikten, die sich aus der Mobilität auf der Strasse ergeben. Man kann es nicht genug wiederholen: Der rapid zunehmende Verkehr Lastwagen, Autos aller Grösse und Motorleistung, Motorradfahrer, Velofahrer und Fussgänger ist vorab in einer Stadt kaum mehr denkbar ohne eine allumfassende Reglementierung der damit verbundenen Gefahrenzonen. Die Bewältigung der immer häufiger auftretenden Verstösse mit all ihren im Einzelfall kaum mehr überschaubaren Konsequenzen führte denn auch zu einer relativ raschen Ergänzung wie auch Erneuerung der zivil-, massnahme- und strafrechtlichen Normen. Während noch vor einigen Jahren diese Materie ein eher marginales Dasein in der Welt von swissenschaft und Praxis fristete, erleben wir in jüngster Zeit einen Aufschwung von Aktivitäten, die sich mit dem tatbeständlichen wie rechtlichen Schicksal der am Verkehr Beteiligten beschäftigen: Kommentare, Handbuch zur bundesgerichtlichen sprechung, Jahrbuch und zahllose Beiträge in Periodika beleben nebst der Interdisziplinären Zeitschrift für Strassenverkehr wie auch der zur Tradition gewordenen Werkstattgespräche in Zürich, organisiert durch das Forschungsinstitut Strassenverkehr swissenschaft und Praxis in vielfältiger Weise. Das gleiche Ziel verfolgt seit drei Jahren die Zürcher Tagung zum Strassenverkehrsrecht des Europainstitutes an der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit unserem Periodikum, die dieses Mal unter der Leitung von Prof. Dr. Hardy Landolt stand. Die einzelnen Beiträge fokussieren sich weitgehend auf haftpflicht- und versicherungsrechtliche Probleme, verschaffen aber auch wertvolle Einblicke in das Verkehrsstrafrecht und die administrativmassnahmerechtlichen Aspekte. Ihr Hans Giger, Herausgeber Editorial STRASSENVERKEHR / CIRCULATION ROUTIÈRE 4/03 SONDERNUMMER 3

4 Geleitwort Geleitwort der Veranstalter Die Zürcher Tagung zum Strassenverkehrsrecht fand am 7. Oktober 04 zum dritten Mal statt und stiess wie in den Vorjahren auf reges Interesse. Die diesjährige Strassenverkehrsrechtstagung war thematisch breit aufgestellt. Im Vordergrund stand die Schadenerledigung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall. Im Rahmen von fünf Referaten wurden der schweizerische und der internationale Verkehrsunfall aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Ueli Kieser äusserte sich zur unfallversicherungsrechtlichen Deckung von Verkehrsunfällen, während sich Iris Herzog-Zwitter mit der umstrittenen Ersatzpflicht für Schleudertrauma und weitere «PÄUSBONOG» befasste. Hardy Landolt schliesslich stellte die Haftung des Radfahrers der Haftung für verletzte Radfahrer gegenüber. Die Feinheiten der Regelungsmechanismen bei internationalen Verkehrsunfällen wurden den Tagungsteilnehmern von Martin Metzler und Oskar Riedmeyer (Beitrag O. Riedmeyer nicht in dieser Ausgabe) näher gebracht. Der erste Referent stellte das Nationale Versicherungsbüro (NVB) und den Nationalen Garantiefonds (NGF) der Schweiz dar. Der zweite Referent widmete sich der europäischen Perspektive und zeigte auf, dass die Schadenregulierungsmechanismen zunehmend von internationalen Entwicklungen, insbesondere der sprechung des Europäischen Gerichtshofs, beeinflusst werden. Die weiteren Referate befassten sich mit verwaltungsund strafrechtlichen Aspekten des Strassenverkehrs, wobei insbesondere aktuelle Fragen und ungelöste Probleme aus der Praxis aufgegriffen werden. René Schaffhauser erörterte aktuelle Fragen des Administativmassnahmenrechts und erinnerte daran, dass die Praxis nicht immer mit der gebotenen Aufmerksamkeit zwischen War- Andreas Kellerhals Hardy Landolt nungs- und Sicherungsentzug unterscheidet, worunter der sschutz leidet. Jürg Boll vermittelte einen umfassenden Überblick über das Verkehrsstrafrecht nach der Via sicura. Christoph J. Rohner schliesslich erläuterte, wie Verkehrsflächen im Privateigentum, insbesondere Parkplätze, geschützt werden können. Die Veranstalter bedanken sich sowohl bei den Tagungsteilnehmern als auch den Referenten für die engagierten Ausführungen und Diskussionsbeiträge sowie für ihre Bereitschaft, die schriftlichen Beiträge in dieser Zeitschrift zu veröffentlichen. Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir eine spannende und lehrreiche Lektüre. Andreas Kellerhals Prof. Dr. iur., LL.M., sanwalt und Notar, Direktor des Europa Instituts an der Universität Zürich Hardy Landolt Prof. Dr. iur. LL.M., sanwalt und Notar, Lehrbeauftragter für Privat- und Sozialversicherungsrecht sowie Haftpflichtrecht an der Universität St. Gallen, Mitglied der Redaktion des Jahrbuches zum Strassenverkehrsrecht, Tagungsleiter 4 SONDERNUMMER STRASSENVERKEHR / CIRCULATION ROUTIÈRE 4/04

5 Verkehrsstrafrecht nach der Via Sicura Unter dem Projekt «Via Sicura» versteht man ein Bündel von Massnahmen, welche das Ziel haben, die Anzahl der im Strassenverkehr getöteten und schwer verletzten Personen innerhalb von zehn Jahren signifikant zu senken. Im strafrechtlichen Bereich bringen die Massnahmen gegen sogenannte Raser (Freiheitsstrafe mindestens ein Jahr und Führerausweisentzug mindestens zwei Jahre) den grössten Gewinn an Verkehrssicherheit. Bei alkoholisierten Fahrzeuglenkern werden auch bei Werten von 0,8 Promillen und mehr grundsätzlich keine Blutproben mehr durchgeführt und der Atemalkoholwert als Beweismittel verwendet. Die Abschaffung der absolut beweissicheren Blutprobe verunmöglicht den zuverlässigen Nachweis des Konsums einer bestimmten Menge an Alkohol. I. Qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln. Entstehungsgeschichte a. Materialien b. Gesetzesänderung. Tatbestandselemente a. Objektiver Tatbestand b. Subjektiver Tatbestand 3. Anwendungsfälle a. Geschwindigkeitsexzesse b. Waghalsiges Überholen c. Teilnahme an nicht bewilligten Rennen mit Motorfahrzeugen II. Einziehung und Verwertung von Motorfahrzeugen. Einziehung nach Art. 69 StGB. Einziehung nach Art. 90a SVG 3. Konkurrenz zur Sicherungseinziehung nach Art. 69 StGB III. Fahren in angetrunkenem Zustand: Atemalkoholkonzentration als Beweismittel ab 0,8 Promille IV. Fahren unter Missachtung Alkoholverbot V. Warnungen vor Verkehrskontrollen VI. Strafbestimmungen zur Durchsetzung von Auflagen im Führerausweis. sgrundlage für Auflagen zur Reduktion der Rückfallgefahr. Datenaufzeichnungsgeräte (Blackbox) 3. Alkohol-Wegfahrsperre 4. Bewilligung von Ausnahmen 5. Strafbestimmungen bei Missachtung der Auflagen 6. Inkraftsetzung der Bestimmungen VII. Halterhaftung für Ordnungsbussen. Beweggründe für Einführung Halterhaftung. Ablauf 3. Fahrzeuge von juristischen Personen * Dr. iur. Jürg Boll, Staatsanwalt, Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Abteilungsleiter. I. Qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln. Entstehungsgeschichte a. Materialien Botschaft des Bundesrates Nr vom 0. Oktober 00 zu Via Sicura, Handlungsprogramm des Bundes für mehr Sicherheit im Strassenverkehr Botschaft des Bundesrates Nr..053 vom 9. Mai 0 zur Volksinitiative «Schutz vor Rasern» Parlamentarische Beratungen der Botschaft zu Via Sicura Sitzung Ständerat vom (Erstrat) 3 Sitzung Ständerat vom (Fortsetzung) 4 Sitzung Nationalrat vom 9..0 (Zweitrat) 5 Sitzung Nationalrat vom 0..0 (Fortsetzung) 6 Sitzung Ständerat vom 8..0 (Differenzen) 7 Sitzung Nationalrat vom (Differenzen) 8 Sitzung Ständerat vom.6.0 (Differenzen) 9 Sitzung Nationalrat vom.6.0 (Differenzen) 0 Sitzung Ständerat vom (Schlussabstimmung) Sitzung Nationalrat vom (Schlussabstimmung) Strassenverkehrsgesetz (SVG), Änderung vom 5. Juni 0 BBl ff. BBl ff. 3 AB 0 S 66 ff. 4 AB 0 S 667 ff. 5 AB 0 N 8 ff. 6 AB 0 N 4 ff. 7 AB 0 S 9 ff. 8 AB 0 N 766 ff. 9 AB 0 S 50 ff. 0 AB 0 N 045 ff. AS Jürg Boll* STRASSENVERKEHR / CIRCULATION ROUTIÈRE 4/04 SONDERNUMMER 5

6 Schleudertrauma und weitere «PÄUSBONOG» liche Aspekte Das Thema Schleudertrauma und weitere «PÄUSBO- NOG» (pathogenetisch ätiologisch unklare syndromale Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage) befasst seit Jahren Juristen und Mediziner. Insbesondere das Fehlen von klaren Vorgaben in der Medizin bei der Beurteilung von pathogenetisch ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage führt zur sunsicherheit. Die Publikation gibt einerseits einen Überblick über den aktuellen Stand der sprechung im Sozialversicherungsrecht mit Bezug auf das Haftpflichtrecht und andererseits wird das Thema die «Harmlosigkeitsgrenze» in Grundzügen besprochen. I. Schleudertrauma und weitere «PÄUSBONOG». Einleitung. HWS-PÄUSBONOG a. sprechung: PÄUSBONOG im Sozialversicherungsrecht b. Medizin c. sprechung: PÄUSBONOG im Haftpflichtrecht 3. Krankheitsmodell a. Krankheitsmodell: bio-psychisches-soziales versus bio-psychisches 4. Schlussfolgerung II. Harmlosigkeitsgrenze im Haftpflichtrecht. These Kramer. sprechung 3. Schlussfolgerung I. Schleudertrauma und weitere «PÄUSBONOG». Einleitung Einleitend die Einführungsworte von Kramer anlässlich seines Referates am HWS-Kongress 00 in Bern: «Das Thema meines Referats klingt für Uneingeweihte juristisch-dogmatisch, ja geradezu harmlos. Wer sich mit der haftpflichtrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Zurechnung von Folgen eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule (HWS) näher befasst, erkennt aber Iris Herzog-Zwitter* sofort, mit welch ungewöhnlicher Vehemenz, oft geradezu Aggressivität, hier um jede argumentative Position gekämpft wird. Namentlich die sprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG) hat, wie Ulrich Meyer-Blaser richtig beobachtet, ein «Echo ausgelöst, welches für Urteile» dieses Gerichts ansonsten gänzlich «unüblich ist». 3 Jahre später hat das Thema Schleudertrauma insbesondere im Sozialversicherungsrecht nicht an Brisanz verloren. Seit einem höchstrichterlichen Grundsatzurteil der beiden vereinigten sozialversicherungsrechtlichen Kammern des Bundesgerichts in Luzern aus dem Jahr 00 steht nun das Schleudertrauma weiterhin im Brennpunkt der dogmatischen juristischen und medizinischen Diskussion. Mit dem Urteil BGE 36 V 79 hat das Bundesgericht ein Grundsatzurteil gefällt, indem es die analoge Anwendung der zur Beurteilung anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen entwickelten sprechung auf die spezifische und unfalladäquate HWS-Verletzungen (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle bestätigte. Per Analogiam wurde die sprechung zur somatoformen Schmerzstörung auf weitere Krankheitsbilder ausgedehnt: Fibromyalgien, dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen, Chronic Fatigue Syndrome (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom), Neurasthenie, dissoziative Bewegungsstörungen, nichtorganische Hypersomnie, leichte Persönlichkeitsveränderung bei chronischem Schmerzsyndrom. 3 * Dr. iur. Iris Herzog-Zwitter, CAS IRP-HSG in Haftpflicht- und Versicherungsrecht, Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Bern. Kramer, Schleudertrauma: Das Kausalitätsproblem im Haftpflicht- und Sozialversicherungsrecht, BJM 00, S. 53. BGE 36 V 79; BGE 9C_903/007 vom 30. April BGE 39 V 547 E... STRASSENVERKEHR / CIRCULATION ROUTIÈRE 4/04 SONDERNUMMER 5

7 Unfallversicherungsrechtliche Deckung von Verkehrsunfällen Der Beitrag geht ein auf drei getrennte Fragen: Im Vordergrund steht zunächst ein Überblick über die Unfallversicherung. Dann folgt eine Diskussion der Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Verkehrsunfall ein «Unfall» im Sinne von Art. 4 ATSG ist. Zum dritten wird die Frage besprochen, wann bezogen auf einen Verkehrsunfall eine hinreichende Kausalität zur gesundheitlichen Einbusse besteht. Der Beitrag schliesst mit einer Zusammenstellung von einigen aktuellen Gerichtsurteilen. I. Unfallversicherung ein Überblick über das Unfallversicherungsgesetz. Versicherungsunterstellung. Finanzierung 3. Leistungsrecht a. Versicherte Risiken b. Leistungsspektrum 4. Weitere Besonderheiten 5. Praktisches Beispiel 6. Organisation 7. Bezüge zu den anderen Sozialversicherungszweigen II. Kriterien des Unfallbegriffs nach Art. 4 ATSG. Allgemeines. Plötzlichkeit 3. Unfreiwilligkeit 4. Ungewöhnlichkeit 5. Äusserer Faktor III. Verkehrsunfall und unkoordinierte Bewegung IV. Verkehrsunfall als Schreckereignis V. Kausalität in der Unfallversicherung. Allgemeines. Natürlicher Kausalzusammenhang 3. Adäquater Kausalzusammenhang 4. Kausalzusammenhang bei somatischen Gesundheitseinschränkungen und beim Schreckereignis 5. Kausalzusammenhang bei psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen 6. Kausalzusammenhang bei HWS-Verletzung VI. Zusammenstellung von aktuellen Urteilen zu Verkehrsunfällen. Unfallereignis. Natürlicher Kausalzusammenhang 3. Einteilung der Unfälle: leicht mittel schwer 4. Adäquater Kausalzusammenhang Ueli Kieser* I. Unfallversicherung ein Überblick über das Unfallversicherungsgesetz. Versicherungsunterstellung Die obligatorische Unfallversicherung ist als Arbeitnehmerversicherung ausgestaltet; obligatorisch versichert sind alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmenden (Art. a UVG). Der obligatorischen Unfallversicherung sind alle in der Schweiz unselbstständigerwerbenden Personen unterstellt, wobei von einem weiten Begriff ausgegangen wird. Die obligatorische Versicherung beginnt mit dem Arbeitsantritt (Art. 3 Abs. UVG), wobei die sprechung es bei Angestellten im Monatslohn nicht genügen lässt, dass der Lohnanspruch entsteht, sondern fordert, dass sich die betreffende Person auf den Arbeitsweg begibt. 3 Diese sprechung ist nicht mehr begründbar, weil sie unberücksichtigt lässt, dass die Unfallversicherung in Entsprechung zum Lohn Prämien bezieht. Der Wortlaut von Art. 3 Abs. UVG lässt ohne weiteres zu, dass ebenso wie das Ende der Beginn der Unfalldeckung in Entsprechung zum Lohnanspruch festgelegt wird. 4 Die bisherige, in der Ausrichtung von Stundenlöhnen gründende sprechung bedarf einer zwingenden Änderung. Bis dahin bleibt einzig zu prüfen, ob die betreffende Person bereits * Prof. Dr. iur. Ueli Kieser, sanwalt Zürich/St. Gallen. Der Beitrag greift verschiedene frühere Beiträge des Verfassers auf; diese wurden mit Blick auf den vorliegenden Aufsatz aktualisiert und in den gegenseitigen Bezügen geschärft. Für die Mitarbeit bei der Publikation danke ich Marian Nedi und Raphael Zellweger, beides Wissenschaftliche Mitarbeitende am IRP-HSG. Vgl. Art. a Abs. UVG. Erfasst sind etwa Schnupperlehrlinge (vgl. BGE 4 V 303 f.). 3 Vgl. BGE 8 V 79 f. Keine Versicherungsdeckung besteht sodann, wenn zu Beginn der Arbeit bezahlte Ferien bezogen werden (vgl. BGE 9 V f.). 4 Die altrechtliche Praxis (vgl. BGE 8 V 78 ff.) wird in der neuesten sprechung bestätigt, vgl. BGE 36 V 344 f. STRASSENVERKEHR / CIRCULATION ROUTIÈRE 4/04 SONDERNUMMER 3

8 Radfahrunfall Haftung des Radfahrers Haftung für verletzte Radfahrer Die Haftungsordnung bei Radfahrunfällen unterscheidet sich, ob ein Radfahrer Schaden verursacht hat oder verletzt bzw. getötet worden ist. Das SVG statuiert in Art. 58 SVG eine Gefährdungshaftung, wenn Motorfahrzeuge am Unfall beteiligt sind. Die Verschuldenshaftung von Art. 4 OR demgegenüber ist anwendbar, wenn ein Radfahrer einen Schaden verursacht hat oder ein Radfahrer durch ein nicht in Betrieb befindliches Motorfahrzeug geschädigt worden ist. Der vorliegende Beitrag befasst sich mit den Besonderheiten der Haftung des Radfahrers. I. Einleitung II. Haftungsgrundlage. Gefährdungshaftung (Art. 58 SVG). Verschuldenshaftung (Art. 4 OR) a. Anwendbarkeit der Verschuldenshaftung für sämtliche Fahrräder b. Passivlegitimation 3. Verjährung III. Haftungsvoraussetzungen. Allgemeines. Widerrechtlichkeit a. Allgemeines b. Erfolgshaftung des schadenverursachenden Radfahrers c. Verhaltenshaftung des schadenverursachenden Radfahrers d. Verhaltenspflichten der Radfahrer 3. Verschulden IV. Umfang der Haftung. Kollision Radfahrer Motorfahrzeug a. Allgemeines b. Betriebsgefahr c. Verschulden. Kollision Radfahrer Fussgänger V. Versicherungspflicht. Wegfall der Versicherungspflicht für Fahrräder. Versicherungspflicht für Motorfahrräder und E-Bikes 3. Versicherungspflicht für radsportliche Veranstaltungen 4. Ausfalldeckung durch den Nationalen Garantiefonds 5. Regress auf haftpflichtige Radfahrer I. Einleitung 03 ereigneten sich auf den Schweizer Strassen insgesamt Unfälle mit Personenschaden. Dabei wur- den 69 Menschen getötet sowie 4 9 schwer und 7 50 leicht verletzt. Als getötet sind Personen angeführt, die an der Unfallstelle ihr Leben verloren haben oder innert 30 Tagen nach dem Unfall an dessen Folgen gestorben sind. Schwerverletzte weisen starke Beeinträchtigungen auf, welche normale Aktivitäten zu Hause für mindestens 4 Stunden verhindern. Leichtverletzte sind nur gering beeinträchtigt; sie haben beispielsweise oberflächliche Hautverletzungen ohne nennenswerten Blutverlust oder sind in ihrer Bewegungsfähigkeit leicht eingeschränkt. Das Sterberisiko pro zurückgelegter Distanz ist bei der Benutzung eines Fahrrades mit 40 im Vergleich zur Benutzung eines Personenwagens mit 5 um ein Vielfaches höher, aber im Vergleich zur Benutzung eines Motorrades mit 98 um die Hälfte verringert 3. Unfälle mit Personenschaden 03 Hardy Landolt* Total Mit Getöteten Mit Schwerverletzten Mit Leichtverletzten Unfälle Innerorts Ausserorts Auf der Autobahn Quelle: Bundesamt für Strassen/Stand: April 04 Verunfallte Personen nach Verkehrsmittel 03 Total Getötete Schwerverletzte Leichtverletzte Verunfallte insgesamt Personenwagen Motorrad Fahrrad (inkl. E-Bike) Zu Fuss Übrige Quelle: Bundesamt für Strassen/Stand: April 04 * Prof. Dr. iur. Hardy Landolt, sanwalt und Notar, LL.M., Titularprofessor für Privat- und Sozialversicherungsrecht sowie Haftpflichtrecht an der Universität St. Gallen. Ein Verkehrsunfall liegt dann vor, wenn mindestens ein motorisiertes oder unmotorisiertes (z.b. Fahrrad) Fahrzeug in einen Unfall auf öffentlichen Strassen und Plätzen verwickelt ist. Weiterführend 06/blank/0/aktuel.html (zu letzt besucht am 7..04). 3 Vgl. Bundesamt für Statistik, Verkehrsunfälle in der Schweiz 03, Neuenburg 04, 3. STRASSENVERKEHR / CIRCULATION ROUTIÈRE 4/04 SONDERNUMMER 35

9 Nationales Versicherungsbüro (NVB) & Nationaler Garantiefonds (NGF) Die im Schweizer Strassenverkehrsgesetz (SVG) verankerten Institutionen NVB & NGF haben den Auftrag, durch Unfälle im Strassenverkehr Geschädigten ausreichenden Versicherungsschutz zu bieten. Unter bestimmten Bedingungen haften sie für in der Schweiz durch ausländische Motorfahrzeuge und Anhänger verursachte Schäden. Sodann auch für Schäden von nicht ermittelten oder nicht versicherten Motorfahrzeugen und Anhängern sowie für Radfahrer oder Benützer fahrzeugähnlicher Geräte, sofern keine andere Versicherung für den Schaden aufkommt. Das auf das Jahr 949 zurückgehende «Grüne Karte-System» bildete die Basis zu einem europaweiten, differenzierten Regelsystem des Verkehrsopferschutzes, in welches auch die Schweiz eingebunden ist. I. Erster Überblick II. Ausländische Motorfahrzeuge und Anhänger; Versicherung und Schadenregulierung III. Ausfallschutz des NGF; Besonderheiten und Schadenregulierung IV. Gemeinsame Bestimmungen für NVB & NGF V. Das «Swiss Interclaims Agreement» und das Schadenreglement von NVB & NGF VI. Besucherschutz in Europa und der Schweiz. Ausgangslage in der EU bzw. im EWR. Umsetzung in der Schweiz 3. Besucherschutz-Abkommen der Schweiz 4. Innerstaatliche Wirkung der Besucherschutz- Bestimmungen 5. Das Besucherschutz-Abkommen des «Council of Bureaux» I. Erster Überblick Der Gesetzgeber statuierte in Art. 74 Abs. des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) : «Die in der Schweiz zum Betrieb der Motorfahrzeug-Haftpflicht versicherung zugelassenen Versicherungseinrichtungen bilden und betreiben gemeinsam das Nationale Versicherungsbüro, das eigene spersönlichkeit hat.» In Art. 76 Abs. SVG heisst es fast wortgleich: «Die in der Schweiz zum Betrieb der Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung zugelassenen Versicherungseinrichtungen bilden und betreiben gemeinsam den Nationalen Garantiefonds, der eigene * Dr. iur. Martin Metzler, sanwalt, Präsident Nationales Versicherungsbüro (NVB) & Nationaler Garantiefonds (NGF) Schweiz, Zürich. Fassung gemäss BG vom , i.k. seit..996 (AS 995, 546, 5464; BBl 995 I 49). SR Martin Metzler* spersönlichkeit hat.» Was bezweckt diese gesetzgeberische «Grundsteinlegung»? Angesichts der allgemeinen Versicherungspflicht für Motorfahrzeuge 3 müssen auch ausländische Motorfahrzeuge in die Versicherungspflicht eingebunden werden. Dies wird mit dem Nationalen Versicherungsbüro bewerkstelligt, indem ihm vorab folgende Aufgabe obliegt: Es deckt die Haftung für Schäden, die durch ausländische Motorfahrzeuge und Anhänger in der Schweiz verursacht werden, soweit nach dem Strassenverkehrsgesetz eine Versicherungspflicht besteht. 4 Mithin ist das Nationale Versicherungsbüro sozusagen der «Versicherer aller ausländisch immatrikulierten Fahrzeuge». 5 In Ergänzung dazu hat der Nationale Garantiefonds vorab folgende Aufgaben: Er deckt die Haftung für Schäden, die in der Schweiz verursacht werden durch: Erstens nicht ermittelte oder nicht versicherte Motorfahrzeuge und Anhänger, soweit nach dem Strassenverkehrsgesetz eine Versicherungspflicht besteht 6, sodann zweitens Radfahrer oder Benützer fahrzeugähnlicher Geräte, sofern der Schädiger nicht ermittelt werden kann oder der Schaden weder vom Schädiger noch von einer Haftpflichtversicherung noch von einer für ihn verantwortlichen Person oder einer anderen Versicherung gedeckt wird. 7 3 Art. 63 SVG. 4 Art. 74 Abs. lit. a SVG. 5 Art. 39 sowie Art. 40 VVV ( SR 74.3); «Eine über die schweizerische Mindestdeckung hinausgehende Forderung wird erfüllt, wenn das schädigende Fahrzeug aus einem Staat stammt, der eine höhere gesetzliche Mindestdeckung vorschreibt oder für das schädigende Fahrzeug aufgrund der Versicherungspolice eine höhere Deckung besteht und aus dem Ausland die entsprechende Deckungszusage vorliegt. Der Deckungsanspruch unterliegt im Übrigen denselben Regeln wie das direkte Forderungsrecht gegen einen Versicherer im Sinne von Artikel 65 Abs. SVG.» 6 Die massgebliche Mindestversicherung beträgt grundsätzlich 5 Mio. CHF je Unfallereignis für Personen- und Sachschaden zusammen. Diese und weitere Vorgaben in: Art. 3 VVV. 7 Art. 76 Abs. lit. a SVG. STRASSENVERKEHR / CIRCULATION ROUTIÈRE 4/04 SONDERNUMMER 47

10 Schutz von Verkehrsflächen im Privateigentum, insbesondere Parkplätzen Private Eigentümer von Verkehrsflächen werden bei der Nutzungsbeschränkung ihres Eigentums durch unsere sordnung teilweise stark limitiert. Dieser Beitrag zeigt auf, welche Möglichkeiten dem privaten Strasseneigentümer zum wirksamen Schutz seines Eigentums verbleiben. Bezüglich zivilrichterlicher Verbotstafeln kommt der Autor zum Schluss, dass bei einem komplexeren Verbotsinhalt als einem Fahr- oder Parkverbot ein Konflikt mit dem Strassenverkehrsrecht besteht. Christoph J. Rohner * I. Problemstellung. Einleitung. Verschiedene Konstellationen von Verkehrsflächen im Privateigentum 3. Bedürfnisse des privaten Strasseneigentümers II. Allgemeine Schutzbehelfe des privaten Strasseneigentümers. Verwarnen. Strafanzeige erheben 3. Abschleppen lassen 4. Umtriebsentschädigung einfordern III. Strassenverkehrsrechtliche Einschränkungen der Verfügungshoheit. Signalisationsvorschriften. Reklamevorschriften 3. Beschränkung der richterlich erwirkten Verbotstafeln? 4. Verbot für Verkehrshindernisse IV. Mögliche Schutzmassnahmen des privaten Strasseneigentümers. Blosse Kennzeichnung. Verkehrsanordnung 3. Zivilrichterliches Verbot 4. Bauliche Massnahmen V. Gesamtbeurteilung und Überlegungen de lege ferenda. Gesamtbeurteilung. Überlegungen de lege ferenda VI. Fazit I. Problemstellung. Einleitung Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit werde ich regelmässig mit der Fragestellung konfrontiert, ob eine bestimmte Massnahme zum Schutz von Verkehrsflächen im Privateigentum mit unserer sordnung, namentlich den Vorgaben des SVG, zu vereinbaren sei. Hintergrund dieser Anfragen ist die Anziehungskraft solcher Verkehrsflächen in der Regel sind es die Vorplätze und Innenhöfe von Wohnblöcken oder Geschäftshäusern als Autoabstellgelegenheiten an Orten, wo das Parkplatzangebot besonders knapp und/oder die Benützung von Parkhäusern entsprechend teuer ist. Genervte Eigentümer neigen dazu, sich gegen solche unliebsame Fremdnutzung mit einer Strafanzeige oder gar durch Aufbieten eines Abschleppdienstes zur Wehr zu setzen. Vor allem Eigentümer, die mit diesen Massnahmen schon schlechte Erfahrungen gemacht haben oder deren Aufwand scheuen, werden sich Gedanken machen, mit welchen Zusatzmassnahmen sie künftig allenfalls eine bessere Präventivwirkung erzielen können, sodass die unliebsame Fremdnutzung ihres Privatgrundes künftig nicht mehr (so oft) vorkommt. Zu denken ist bspw. an bauliche Schutzmassnahmen (Barriere, Poller, Absperrpfosten), an zivilrichterliche Verbotstafeln, an konventionelle Verkehrssignale oder auch einfach an eine deutlichere Kennzeichnung als Privatgrund allenfalls verbunden mit einer Androhung des Abschleppens. Der Schwerpunkt der nachfolgenden Ausführungen betrifft die Beurteilung solcher Schutzmöglichkeiten, insbesondere zivilrichterlicher Verbotstafeln, aus strassenverkehrsrechtlicher Sicht. Für eine angemessene Beurteilung müssen aber auch andere Aspekte einbezogen werden. Eine umfassende Analyse der Schutzmöglichkeiten soll aufzeigen, dass nach geltendem nicht jedes Schutzbedürfnis von privaten Strasseneigentümern auf beliebige Weise abgedeckt werden kann. Abschliessend werden deshalb auch noch mögliche Lösungsansätze de lege ferenda skizziert. * Dr. iur. Christoph J. Rohner, Fachbereichsleiter Verkehrsverhalten, Bundesamt für Strassen (ASTRA), Bern. Strassenverkehrsgesetz vom 9. Dezember 958 (SVG), SR Im Rahmen des zugehörigen Referats wurden einleitend Bilder diverser in der Praxis anzutreffenden Schutzmassnahmen gezeigt; teilweise auch von solchen, die offensichtlich nicht den rechtlichen Vorgaben entsprechen. STRASSENVERKEHR / CIRCULATION ROUTIÈRE 4/04 SONDERNUMMER 65

11 Aktuelle Fragen des Administrativmassnahmenrechts: Zwischen Warnungsund Sicherungsentzug René Schaffhauser* I. Basics zum Warnungs- und zum Sicherungsentzug. Zum Warnungsentzugsverfahren. Zum Sicherungsentzugsverfahren II. Beispiele von Fehlverhalten in der jüngsten sprechung. Kein Entzug der aufschiebenden Wirkung bei Beschwerde gegen Warnungsentzug. Anordnung einer verkehrspsychiatrischen Begutachtung 3. Anordnung einer verkehrspsychologischen Untersuchung 4. Anordnung einer psychologischen Eignungsuntersuchung/ Aufschiebende Wirkung einer dagegen erhobenen Beschwerde 5. Sicherungsentzug des Führerausweises D wegen Diabetes I. Basics zum Warnungs- und zum Sicherungsentzug. Zum Warnungsentzugsverfahren Ein Warnungsentzug wird grundsätzlich dann erlassen, wenn ein Fahrzeuglenker, über dessen Fahreignung und Fahrkompetenz (dazu Art. 4 SVG) keine Zweifel bestehen, eine Verkehrsregelverletzung begangen hat, die nicht im Ordnungsbussenverfahren oder mit einer Verwarnung geahndet wird. Typisches Beispiel ist etwa das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerorts um 0 km/h. Der Warnungsentzug ist eine der Strafe zwar ähnliche, aber von dieser unabhängige Massnahme der Verwaltung mit präventivem Charakter; er soll den davon Betroffenen ermahnen, sich in Zukunft verkehrsregelkonform zu verhalten. * Prof. em. Dr. Dr. h.c. René Schaffhauser, emeritierter Titularprofessor für Öffentliches an der Universität St. Gallen, Mitglied des Academic Advisory Board des Institute for European Traffic Law, Luxemburg, Herausgeber des Jahrbuchs zum Strassenverkehrsrecht, Verantwortlicher von «StrassenverkehrsrechtPraxis Online» (WEKA), Konsulent der Anwaltskanzlei Dähler & Lippuner, St. Gallen. Referat anlässlich der 3. Zürcher Tagung zum Strassenverkehrsrecht, 7. Oktober 04. Der Vortragsstil wurde weitgehend beibehalten. Können kann befreien. Der Beitrag zeigt wichtige Charakteristika des Warnungs- und des Sicherungsentzugs auf. Daraus ergeben sich recht klare Regeln über das Vorgehen, das zu beachten ist, wenn eine dieser Massnahmen in Frage steht oder ausgesprochen wird. Anschliessend wird anhand einiger Beispiele der neuesten bundesgerichtlichen sprechung aufgezeigt, dass und in welcher Weise in den kantonalen Verfahren immer wieder gegen diese elementaren Regeln verstossen wird. Steht ein Warnungsentzug in Frage, hat die Verwaltung, die für die Erteilung und den Entzug der Ausweise zuständig ist (Art. Abs. SVG), gemäss der bundesgerichtlichen sprechung grundsätzlich das rechtskräftige Strafurteil abzuwarten, bevor sie eine Entzugsverfügung ausspricht. Damit soll vermieden werden, dass anlässlich eines Delikts zwei staatliche Behörden sich widersprechende Beurteilungen vornehmen (indem etwa der Strafrichter davon ausgeht, die Geschwindigkeitsmessung sei wegen eines gravierenden Messfehlers ungültig, die Verwaltung aber trotzdem einen Warnungsentzug ausspricht). Dabei geht es um die Einheit der sordnung. Hat der Strafrichter ein Urteil bzw. einen Strafbefehl erlassen, muss sich der Betroffene dagegen zur Wehr setzen, wenn er die Meinung vertritt, es sei z.b. der Sachverhalt unrichtig erhoben worden. Tritt das Strafurteil bzw. der Strafbefehl in skraft, wird dieses Dokument der Verwaltung übermittelt. Die Verwaltung wird nun ein Warnungsentzugsverfahren einleiten. Erlässt sie eine Verfügung (z.b. Warnungsentzug für 3 Monate), kann sich der Betroffene auch dagegen mit einem smittel zur Wehr setzen. Er kann aber wie eben gezeigt grundsätzlich den vom Strafrichter ermittelten Sachverhalt nicht mehr thematisieren. Die Verfügung der Verwaltungsbehörde hat grundsätzlich aufschiebende Wirkung, was bedeutet, dass sie erst dann vollzogen werden kann, wenn die Verfügung in skraft getreten ist. Um einen Warnungsentzug zu vollziehen, ist mithin zunächst ein rechtskräftiges Strafurteil und anschliessend eine rechtskräftige Verfügung bzw. ein solches Urteil abzuwarten. Würde keine rechtskräftige Verfügung abgewartet, könnte sich die Situation ergeben, dass der Betroffene seinen Warnungsentzug bereits angetreten oder gar absolviert hat und anschliessend könnte gerichtlich festgestellt 74 SONDERNUMMER STRASSENVERKEHR / CIRCULATION ROUTIÈRE 4/04

Radfahrerunfall Ha-ung und Versicherung. Inhalt AUSGANGSLAGE. Prof. Dr. iur. Hardy Landolt LL.M.

Radfahrerunfall Ha-ung und Versicherung. Inhalt AUSGANGSLAGE. Prof. Dr. iur. Hardy Landolt LL.M. Radfahrerunfall Ha-ung und Versicherung Prof. Dr. iur. Hardy Landolt LL.M. Inhalt Ausgangslage Ha-ung des Radfahrers Versicherungspflicht Koordina@on 2 AUSGANGSLAGE 3 Fahrradunfall 4 Fahrradunfall Motorrad

Mehr

Haftpflicht des Motorfahrzeughalters neue Antworten auf alte Fragen

Haftpflicht des Motorfahrzeughalters neue Antworten auf alte Fragen Rechtswissenschaftliche Fakultät Weiterbildung Recht TAGUNG Haftpflicht des Motorfahrzeughalters neue Antworten auf alte Fragen Donnerstag, 18. April 2013, 09.00 17.15 Uhr Hotel Astoria, Pilatusstrasse

Mehr

Inhalt. Editorial 3. Leitartikel. Recht. Praxis. Richterliche Aushebelung des Grundsatzes 4 in dubio pro reo Hans Giger

Inhalt. Editorial 3. Leitartikel. Recht. Praxis. Richterliche Aushebelung des Grundsatzes 4 in dubio pro reo Hans Giger Inhalt Editorial 3 Leitartikel Richterliche Aushebelung des Grundsatzes 4 in dubio pro reo Hans Giger Recht Strassenverkehrsrechts-Tagung 2014 14 Yann Moor Werkstattgespräche 20 Stadtverkehr eine Herausforderung

Mehr

Parlamentarische Initiative Abschaffung der Fahrradnummer

Parlamentarische Initiative Abschaffung der Fahrradnummer 08.520 Parlamentarische Initiative Abschaffung der Fahrradnummer Vorentwurf und erläuternder Bericht der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates vom 4. Februar 2010 1 Übersicht Seit dem

Mehr

SOZIALVERSICHERUNGS- RECHTSTAGUNG 2013

SOZIALVERSICHERUNGS- RECHTSTAGUNG 2013 Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis SOZIALVERSICHERUNGS- RECHTSTAGUNG 2013 2. Durchführung Mittwoch, 21. August 2013 Grand Casino Luzern (1120.) Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis

Mehr

Inhalt. Editorial 3. Leitartikel. Recht. Praxis. Statistik. Forum. Von Fahrverboten und Führerausweisentzügen 5 Yann Moor

Inhalt. Editorial 3. Leitartikel. Recht. Praxis. Statistik. Forum. Von Fahrverboten und Führerausweisentzügen 5 Yann Moor Inhalt Editorial 3 Leitartikel Von Fahrverboten und Führerausweisentzügen 5 Yann Moor Recht Abgrenzung der öffentlichen 25 von der privaten Verkehrsfläche Fabian Voegtlin Werkstattgespräche 33 Die strafrechtliche

Mehr

HAFTPFLICHT- UND VERSICHERUNGSRECHT «AT NOON»

HAFTPFLICHT- UND VERSICHERUNGSRECHT «AT NOON» Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis EAT AND MORE... HAFTPFLICHT- UND VERSICHERUNGSRECHT «AT NOON» 20. Dezember 2012 17. Januar 2013 14. März 2013 18. April 2013 16. Mai 2013 jeweils Donnerstag

Mehr

Schadenminderungspflicht im Haftpflichtrecht

Schadenminderungspflicht im Haftpflichtrecht Schadenminderungspflicht im Haftpflichtrecht lic. iur. Sarah Riesch, Rechtsanwältin Senior Legal Counsel Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG Litigation 23. Juni 2014 Übersicht 1. Schadenminderungspflicht

Mehr

PROGRAMM. Anmeldung zur Veranstaltung. PRODUKTEHAFTPFLICHTRECHT Freitag, 13. November 2015, Kongresshaus Zürich (1206.)

PROGRAMM. Anmeldung zur Veranstaltung. PRODUKTEHAFTPFLICHTRECHT Freitag, 13. November 2015, Kongresshaus Zürich (1206.) Anmeldung zur Veranstaltung Freitag, 13. November 2015, Kongresshaus Zürich (1206.) PROGRAMM Die Anmeldung gilt für (Vorname, Name, Titel/Stellung/Funktion)*: 08.45 09.15 Begrüssungskaffee 09.15 09.20

Mehr

VERNEHMLASSUNGSBERICHT DER REGIERUNG BETREFFEND DIE ABÄNDERUNG DES STRASSENVERKEHRSGESETZES(SVG)

VERNEHMLASSUNGSBERICHT DER REGIERUNG BETREFFEND DIE ABÄNDERUNG DES STRASSENVERKEHRSGESETZES(SVG) VERNEHMLASSUNGSBERICHT DER REGIERUNG BETREFFEND DIE ABÄNDERUNG DES STRASSENVERKEHRSGESETZES(SVG) Ressort Verkehr Vernehmlassungsfrist: 31. Mai 2011 3 INHALTSVERZEICHNIS Seite Zusammenfassung... 4 Zuständiges

Mehr

DER REGIERUNGSRAT DES KANTONS BASEL-LANDSCHAFT. Bundesamt für Strassen Mühlestrasse 6 3063 Ittigen velo@astra.admin.ch

DER REGIERUNGSRAT DES KANTONS BASEL-LANDSCHAFT. Bundesamt für Strassen Mühlestrasse 6 3063 Ittigen velo@astra.admin.ch DER REGIERUNGSRAT DES KANTONS BASEL-LANDSCHAFT Bundesamt für Strassen Mühlestrasse 6 3063 Ittigen velo@astra.admin.ch Vernehmlassung zur parlamentarischen Initiative der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen

Mehr

Besucherschutz und 4. Kraftfahrzeughaftpflicht- Richtlinie (4. KH): Die Besonderheiten der Schadenregulierung in der Schweiz

Besucherschutz und 4. Kraftfahrzeughaftpflicht- Richtlinie (4. KH): Die Besonderheiten der Schadenregulierung in der Schweiz Besucherschutz und 4. Kraftfahrzeughaftpflicht- Richtlinie (4. KH): Die Besonderheiten der Schadenregulierung in der Schweiz Claims Conference NBI & NGF 2009 Patrik Eichenberger, lic. iur./fürsprecher,

Mehr

Parlamentarische Initiative Abschaffung der Fahrradnummer Bericht der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates

Parlamentarische Initiative Abschaffung der Fahrradnummer Bericht der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates 08.520 Parlamentarische Initiative Abschaffung der Fahrradnummer Bericht der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates vom 4. Mai 2010 Sehr geehrte Frau Präsidentin Sehr geehrte Damen und

Mehr

Die Begutachtung von nichtobjektivierbaren. Gesundheitsschäden im Sozialversicherungsrecht im Vergleich zum Haftpflichtrecht

Die Begutachtung von nichtobjektivierbaren. Gesundheitsschäden im Sozialversicherungsrecht im Vergleich zum Haftpflichtrecht Die Begutachtung von nichtobjektivierbaren Gesundheitsschäden im Sozialversicherungsrecht im Vergleich zum Haftpflichtrecht Sozialversicherungsrecht Sozialversicherungsrecht ist öffentliches Recht. Die

Mehr

1. Soll das Haftpflichtversicherungsobligatorium für Fahrräder abgeschafft werden? X Nein

1. Soll das Haftpflichtversicherungsobligatorium für Fahrräder abgeschafft werden? X Nein Fragenkatalog - Abschaffung der Fahrradnummer 1. Soll das Haftpflichtversicherungsobligatorium für Fahrräder abgeschafft werden? Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz lehnt die Abschaffung der Velovignette

Mehr

e d 0 F e R t F e 6 ei s rg lle

e d 0 F e R t F e 6 ei s rg lle Weiterbildungsstelle Universität Freiburg Rue de Rome 6 1700 Freiburg P.P. 1701 Fribourg Weiterbildung der Universität Freiburg 7. Freiburger Sozialrechtstage Was darf dem erkrankten oder verunfallten

Mehr

Bundesgesetz über die Trolleybusunternehmungen

Bundesgesetz über die Trolleybusunternehmungen Bundesgesetz über die Trolleybusunternehmungen 744.21 vom 29. März 1950 (Stand am 3. Oktober 2000) Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf die Artikel 23, 26, 36, 37 bis,

Mehr

1 R U W 7 u n 0 e d e i 0 v it F e e R e r r r e s b ib o it il ur m ä d t g e 6 u F n r g ei s b s u te rg lle 1701 P. Frib P.

1 R U W 7 u n 0 e d e i 0 v it F e e R e r r r e s b ib o it il ur m ä d t g e 6 u F n r g ei s b s u te rg lle 1701 P. Frib P. Weiterbildungsstelle Universität Freiburg Rue de Rome 6 1700 Freiburg P.P. 1701 Fribourg Eine Weiterbildung der Universität Freiburg 6. 7. September 2012 9. Freiburger Sozialrechtstage Gesellschaft und

Mehr

ARZTHAFTPFLICHTRECHT

ARZTHAFTPFLICHTRECHT Anmeldung zur Veranstaltung Dienstag, 4. November 2014, Grand Casino Luzern (1140.) PROGRAMM 08.45 09.15 Begrüssungskaffee 09.15 09.20 Begrüssung 09.20 09.50 Regress des Sozialversicherers in Arzthaftpflichtfällen

Mehr

BVG-TAGUNG 2013 AKTUELLE FRAGEN DER BERUFLICHEN VORSORGE

BVG-TAGUNG 2013 AKTUELLE FRAGEN DER BERUFLICHEN VORSORGE Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis BVG-TAGUNG 2013 AKTUELLE FRAGEN DER BERUFLICHEN VORSORGE Mittwoch, 27. November 2013 Grand Casino Luzern (1112.) Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis

Mehr

26.01.15. Einleitung. Regresstagung 2015. Inhalt. Kongresshaus Zürich

26.01.15. Einleitung. Regresstagung 2015. Inhalt. Kongresshaus Zürich 26.01.15 Kongresshaus Zürich Dienstag, 24. März 2015 Inhalt Einleitung Gestörtes Koordinationsverhältnis Heterogenität der Schadenausgleichsbegriffe Rechtserhebliche Kausalität Auszahlung von Schadenausgleichsleistungen

Mehr

Name des Halters Vorname des Halters Beruf. Telefon Mobiltelefon E-Mail. Telefon Mobiltelefon E-Mail. Name des Halters Vorname des Halters Beruf

Name des Halters Vorname des Halters Beruf. Telefon Mobiltelefon E-Mail. Telefon Mobiltelefon E-Mail. Name des Halters Vorname des Halters Beruf Schadenanzeige für Ereignisse mit im Ausland immatrikulierten Fahrzeugen Art. 74 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) in Verbindung mit Art. 41 der Verkehrsversicherungsverordnung (VVV) Fragen zum ausländischen

Mehr

1. Anlass 2. Wozu dienen Vermeidbarkeitsbetrachtungen? 3. Die aktuelle Diskussion um Vermeidbarkeitsbetrachtungen und Bremswegtabellen 4.

1. Anlass 2. Wozu dienen Vermeidbarkeitsbetrachtungen? 3. Die aktuelle Diskussion um Vermeidbarkeitsbetrachtungen und Bremswegtabellen 4. Seite 1 von 6 JUSLETTER Strassenverkehr: Zur Funktion von Vermeidbarkeitsbetrachtungen und zu den anwendbaren Bremsverzögerungswerten Autoren: René Schaffhauser / Erich Peter Beitragsarten: Beiträge Rechtsgebiete:

Mehr

3. ST.GALLER PFLEGERECHTSTAGUNG

3. ST.GALLER PFLEGERECHTSTAGUNG 3. ST.GALLER PFLEGERECHTSTAGUNG ERWACHSENENSCHUTZRECHT UND WEITERE AKTUELLE PROBLEME Donnerstag, 30. August 2012 Grand Casino Luzern (1032.) Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis Universität

Mehr

it il t F ei s rg lle

it il t F ei s rg lle Weiterbildungsstelle Universität Freiburg Rue de Rome 6 1700 Freiburg P.P. 1701 Fribourg Eine Weiterbildung der Universität Freiburg 23. - 24. September 2010 8. Freiburger Sozialrechtstage Möglichkeiten

Mehr

Haftung des Arbeitnehmers Entwicklungen im Arbeitsrecht

Haftung des Arbeitnehmers Entwicklungen im Arbeitsrecht Herzlich willkommen zur Weiterbildung Arbeitsrecht Haftung des Arbeitnehmers Entwicklungen im Arbeitsrecht Müller Eckstein Rechtsanwälte Stephan Mullis Hauptstrasse 17 CH-9422 Staad s.mullis@advocat.ch

Mehr

EAT AND MORE... HAFTPFLICHT- UND VERSICHERUNGSRECHT «AT NOON»

EAT AND MORE... HAFTPFLICHT- UND VERSICHERUNGSRECHT «AT NOON» Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis EAT AND MORE... HAFTPFLICHT- UND VERSICHERUNGSRECHT «AT NOON» 3. Zyklus 2013/2014 12. Dezember 2013 09. Januar 2014 06. März 2014 03. April 2014 08. Mai

Mehr

U R T E I L S A U S Z U G

U R T E I L S A U S Z U G ÜBERSETZUNG Geschäftsverzeichnisnr. 2912 Urteil Nr. 167/2004 vom 28. Oktober 2004 U R T E I L S A U S Z U G In Sachen: Präjudizielle Frage in bezug auf Artikel 87 2 des Gesetzes vom 25. Juni 1992 über

Mehr

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTSTAGUNG 2015

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTSTAGUNG 2015 Anmeldung zur Veranstaltung (2. Durchführung) Dienstag, 25. August 2015, Grand Casino Luzern (1200.) PROGRAMM Die Anmeldung gilt für (Vorname, Name, Titel/Stellung/Funktion)*: ab 08.45 Begrüssungskaffee

Mehr

Oberstaatsanwaltschaft

Oberstaatsanwaltschaft Oberstaatsanwaltschaft Weisung Nr. 5.9 Akteneinsicht I. bei hängigem Verfahren 1. Grundsätzliches (Art. 101 f., Art. 149 Abs. 2 Bst. e StPO) Die Akteneinsicht bei hängigem Verfahren richtet sich nach den

Mehr

Parlamentarische Initiative Abschaffung der Fahrradnummer

Parlamentarische Initiative Abschaffung der Fahrradnummer zu 08.520 Parlamentarische Initiative Abschaffung der Fahrradnummer Bericht vom 4. Mai 2010 der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates Stellungnahme des Bundesrates vom 4. Juni 2010

Mehr

Die Insassen-Unfallversicherung - Im Zusammenspiel zwischen Haftpflicht-, Privatversicherungs-und Sozialversicherungsrecht

Die Insassen-Unfallversicherung - Im Zusammenspiel zwischen Haftpflicht-, Privatversicherungs-und Sozialversicherungsrecht Die Insassen- - Im Zusammenspiel zwischen Haftpflicht-, Privatversicherungs-und Sozialversicherungsrecht HAVE Prof. Dr. Agenda 1. Herkunft der Insassenversicherung 2. Bedeutung und Charakteristik der Insassenversicherung

Mehr

Alterssicherung von invaliden Personen

Alterssicherung von invaliden Personen Versicherung in Wissenschaft und Praxis Band 4 Ueli Kieser Prof. Dr. iur., Rechtsanwalt, Zürich/St. Gallen Alterssicherung von invaliden Personen Überlegungen zum Zusammenfallen von Risiken im Sozialversicherungsrecht

Mehr

Bundesgesetz über eine Anpassung des DBG und des StHG an die Allgemeinen Bestimmungen des StGB

Bundesgesetz über eine Anpassung des DBG und des StHG an die Allgemeinen Bestimmungen des StGB Vorlage der Redaktionskommission für die Schlussabstimmung Bundesgesetz über eine Anpassung des DBG und des StHG an die Allgemeinen Bestimmungen des StGB vom 26. September 2014 Die Bundesversammlung der

Mehr

Die Pflichtversicherungen in der Schweiz Vorschlag der SGHVR zu einem Pflichtversicherungsgesetz

Die Pflichtversicherungen in der Schweiz Vorschlag der SGHVR zu einem Pflichtversicherungsgesetz Die Pflichtversicherungen in der Schweiz Vorschlag der SGHVR zu einem Pflichtversicherungsgesetz René Beck Umsetzung des Verursachungsprinzips Verschuldenshaftung Milde Kausalhaftungen Gefährdungshaftungen

Mehr

ARBEITSRECHT UND SOZIALVERSICHERUNGSRECHT

ARBEITSRECHT UND SOZIALVERSICHERUNGSRECHT Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis ARBEITSRECHT UND SOZIALVERSICHERUNGSRECHT Mittwoch, 29. Mai 2013 Kongresshaus Zürich (1091.) Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis Universität

Mehr

Claims Conference 2014 Podiumsdiskussion. Soll der Schadenregulierungsbeauftragte künftig zum Korrespondenten werden?

Claims Conference 2014 Podiumsdiskussion. Soll der Schadenregulierungsbeauftragte künftig zum Korrespondenten werden? Claims Conference 2014 Podiumsdiskussion Soll der Schadenregulierungsbeauftragte künftig zum Korrespondenten werden? Claims Conference 2014 Podiumsdiskussion Soll der Schadenregulierungsbeauftragte künftig

Mehr

Alkohol am Steuer. Fahren mit Verantwortung. bfu Beratungsstelle für Unfallverhütung

Alkohol am Steuer. Fahren mit Verantwortung. bfu Beratungsstelle für Unfallverhütung Alkohol am Steuer Fahren mit Verantwortung bfu Beratungsstelle für Unfallverhütung Autofahren erfordert eine gute Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Schon wenig Alkohol schränkt diese ein. Am besten

Mehr

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 08.05.12 Velovignette Verlag Fuchs AG

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 08.05.12 Velovignette Verlag Fuchs AG News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 08.05.12 Velovignette Die Velovignette ist tot wer zahlt jetzt bei Schäden? Seit 1. Januar 2012 ist die Velovignette nicht mehr nötig. Die Vignette 2011

Mehr

ARBEITSRECHT VERFAHRENSRECHTLICHE ASPEKTE

ARBEITSRECHT VERFAHRENSRECHTLICHE ASPEKTE ARBEITSRECHT VERFAHRENSRECHTLICHE ASPEKTE Donnerstag, 29. März 2012 Kongresshaus Zürich (1038.) Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis Universität St.Gallen Bodanstrasse 4 9000 St. Gallen www.irp.unisg.ch

Mehr

REGRESSTAGUNG 2015 PROGRAMM. Anmeldung zur Veranstaltung REGRESSTAGUNG 2015. Dienstag, 24. März 2015, Kongresshaus Zürich (1160.)

REGRESSTAGUNG 2015 PROGRAMM. Anmeldung zur Veranstaltung REGRESSTAGUNG 2015. Dienstag, 24. März 2015, Kongresshaus Zürich (1160.) Anmeldung zur Veranstaltung Dienstag, 24. März 2015, Kongresshaus (1160.) PROGRAMM Die Anmeldung gilt für (Vorname, Name, Titel/Stellung/Funktion)*: ab 08.55 Begrüssungskaffee 09.15 09.20 Begrüssung und

Mehr

U R T E I L S A U S Z U G

U R T E I L S A U S Z U G ÜBERSETZUNG Geschäftsverzeichnisnr. 2203 Urteil Nr. 130/2002 vom 18. September 2002 U R T E I L S A U S Z U G In Sachen: Präjudizielle Frage in bezug auf Artikel 29bis 2 des Gesetzes vom 21. November 1989

Mehr

Kind als Täter und Opfer: Das Verschulden bei der Haftungsbegründung, Schadenersatzbemessung und als Entlastungsgrund. Manfred Dähler.

Kind als Täter und Opfer: Das Verschulden bei der Haftungsbegründung, Schadenersatzbemessung und als Entlastungsgrund. Manfred Dähler. Kind als Täter und Opfer: Das Verschulden bei der Haftungsbegründung, Schadenersatzbemessung und als Entlastungsgrund Manfred Dähler Inhalt I. Einführung II. Kind und Haftpflichtrecht III. Kind und Haftungsbegründung

Mehr

Bundesgesetz über eine Anpassung des DBG und des StHG an die Allgemeinen Bestimmungen des StGB

Bundesgesetz über eine Anpassung des DBG und des StHG an die Allgemeinen Bestimmungen des StGB Bundesgesetz über eine Anpassung des DBG und des StHG an die Allgemeinen Bestimmungen des StGB vom 26. September 2014 Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, nach Einsicht in die Botschaft

Mehr

SVS. Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute. Zentral-Prüfungskommission. Berufsprüfung 2014. Recht. Lösungsvorschläge.

SVS. Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute. Zentral-Prüfungskommission. Berufsprüfung 2014. Recht. Lösungsvorschläge. SVS Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute Zentral-Prüfungskommission Berufsprüfung 04 Recht Lösungsvorschläge : Prüfungsdauer: Anzahl Seiten der Prüfung (inkl. Deckblatt): Beilage(n):

Mehr

ÜBUNGEN IM HAFTPFLICHTRECHT FS 2014 THEMA VI: SVG und Schuldnermehrheit

ÜBUNGEN IM HAFTPFLICHTRECHT FS 2014 THEMA VI: SVG und Schuldnermehrheit ÜBUNGEN IM HAFTPFLICHTRECHT FS 2014 THEMA VI: SVG und Schuldnermehrheit Dr. iur. Thomas Grieder Fachanwalt SAV Haftpflicht- und Versicherungsrecht www.haftpflichtanwalt.ch Inhalt 1. Einführung 2. BGE 129

Mehr

Delikts- und Vertragshaftung unter besonderer Berücksichtigung der Haftung nach dem Strassenverkehrsgesetz (SVG)

Delikts- und Vertragshaftung unter besonderer Berücksichtigung der Haftung nach dem Strassenverkehrsgesetz (SVG) Delikts- und Vertragshaftung unter besonderer Berücksichtigung der Haftung nach dem Strassenverkehrsgesetz (SVG) Dozent: E-Mail: Verfasser: Prof. Dr. iur. Dr. h.c. Peter Gauch peter.gauch@unifr.ch Markus

Mehr

Internationales Familienrecht für das 21. Jahrhundert

Internationales Familienrecht für das 21. Jahrhundert Internationales Familienrecht für das 21. Jahrhundert Internationales Familienrecht für das 21. Jahrhundert Symposium zum 65. Geburtstag von Ulrich Spellenberg herausgegeben von Robert Freitag Stefan

Mehr

KURZGUTACHTEN Haftungs- und versicherungsrechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Girls Day

KURZGUTACHTEN Haftungs- und versicherungsrechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Girls Day KURZGUTACHTEN Haftungs- und versicherungsrechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Girls Day Nachfolgend soll dargelegt werden, welche Haftungs- und Versicherungsfragen auftauchen, wenn Mädchen im Rahmen

Mehr

Die zivil- und strafrechtliche Haftung des Registrars in der Schweiz (bei rechtsverletzenden Domain-Namen)

Die zivil- und strafrechtliche Haftung des Registrars in der Schweiz (bei rechtsverletzenden Domain-Namen) Die zivil- und strafrechtliche Haftung des Registrars in der Schweiz (bei rechtsverletzenden Domain-Namen) RA Clara-Ann Gordon LL.M. Partnerin Pestalozzi Rechtsanwälte, Zürich Domain pulse 1./2. Februar

Mehr

Name und Vorname Geburtsdatum Telefon (P/G/Natel) Wann erreichbar? Fahrzeugart (PW, MR, LKW etc.) Fabrikmarke Kennzeichen

Name und Vorname Geburtsdatum Telefon (P/G/Natel) Wann erreichbar? Fahrzeugart (PW, MR, LKW etc.) Fabrikmarke Kennzeichen Schadenanzeige für Ereignisse verursacht durch unbekannte und nicht versicherte Motorfahrzeuge und Fahrräder (SVG 76) Art. 76 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) in Verbindung mit Art. 52 der Verkehrsversicherungsverordnung

Mehr

Was ist eigentlich Rechtsüberholen?

Was ist eigentlich Rechtsüberholen? know-how Die Regeln und viele Ausnahmesituationen Was ist eigentlich Rechtsüberholen? Ravaldo Guerrini (Text und Grafiken) Was ist eigentlich Rechtsüberholen? Wann ist rechts Vorbeifahren und rechts Überholen

Mehr

Übungen Öffentliches Recht II

Übungen Öffentliches Recht II Gruppen T-V und W-Z Prof. Dr. Felix Uhlmann Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Rechtsetzungslehre Universität Zürich HS 2009 Prof. Dr. Felix Uhlmann 1 Prof. Dr. Felix Uhlmann 2 Rechtsweg

Mehr

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren Informationen zum Führerschein mit 17 Copyright Fahrlehrerversicherung VaG / Stand Juli 2006 Geltungsbereich Die Fahrerlaubnis gilt nur innerhalb Deutschlands.

Mehr

6.05 Stand am 1. Januar 2008

6.05 Stand am 1. Januar 2008 6.05 Stand am 1. Januar 2008 Obligatorische Unfallversicherung UVG Obligatorische Versicherung für Arbeitnehmende in der Schweiz 1 Alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmenden sind obligatorisch unfallversichert.

Mehr

6.05 Unfallversicherung UVG Obligatorische Unfallversicherung UVG

6.05 Unfallversicherung UVG Obligatorische Unfallversicherung UVG 6.05 Unfallversicherung UVG Obligatorische Unfallversicherung UVG Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 (UVG) ist die Unfallversicherung

Mehr

STÄMPFLI VERLAGSSERVICE MEDIADATEN 2015 SZS

STÄMPFLI VERLAGSSERVICE MEDIADATEN 2015 SZS STÄMPFLI VERLAGSSERVICE MEDIADATEN 2015 SZS SZS Schweizerische Zeitschrift für Sozial versicherung und berufliche Vorsorge Aktuelle Informationen aus dem Bereich des Sozialversicherungsrechts Die Schweizerische

Mehr

INTERNATIONALES ARBEITS-, VERSICHERUNGS- UND STEUERRECHT

INTERNATIONALES ARBEITS-, VERSICHERUNGS- UND STEUERRECHT Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis INTERNATIONALES ARBEITS-, VERSICHERUNGS- UND STEUERRECHT Dienstag, 2. September 2014 Kongresshaus Zürich (1132.) Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis

Mehr

Bundesgesetz über die Haftpflicht der Eisenbahnund Dampfschifffahrtsunternehmungen und der Schweizerischen Post 1

Bundesgesetz über die Haftpflicht der Eisenbahnund Dampfschifffahrtsunternehmungen und der Schweizerischen Post 1 Bundesgesetz über die Haftpflicht der Eisenbahnund Dampfschifffahrtsunternehmungen und der Schweizerischen Post 1 221.112.742 vom 28. März 1905 (Stand am 3. Oktober 2000) Die Bundesversammlung der Schweizerischen

Mehr

Interdisziplinäres Forensisches Kolloquium Bereich Versicherungsmedizin, 18. März 2014

Interdisziplinäres Forensisches Kolloquium Bereich Versicherungsmedizin, 18. März 2014 Interdisziplinäres Forensisches Kolloquium Bereich Versicherungsmedizin, 18. März 2014 Forensisch Psychiatrische Klinik Basel «SORGFALT UND HAFTPFLICHT IN DER PSYCHIATRIE» 1 Interdisziplinäres Forensisches

Mehr

28.07.14. Pflegebedarfsabklärung aus haftpflicht- und versicherungsrechtlicher Sicht. 5. St. Galler Pflegerechtstagung

28.07.14. Pflegebedarfsabklärung aus haftpflicht- und versicherungsrechtlicher Sicht. 5. St. Galler Pflegerechtstagung 28.07.14 Grand Casino Luzern (1153.) 11. September 2014 aus haftpflicht- und versicherungsrechtlicher Sicht Prof. Dr. iur. Hardy Landolt LL.M. Inhalt Ausgangslage Hauswirtschaftliche Bedarfsabklärung Pflegebedarfs-

Mehr

Empfehlungen zur Unfallverhütung

Empfehlungen zur Unfallverhütung Empfehlungen zur Unfallverhütung www.aaa.lu www.aaa.lu Einleitung Ausgabe: 05/2011 Originaltext in französischer Sprache 125, route d Esch L-1471 LUXEMBURG Tel.: (+352) 26 19 15-2201 Fax: (+352) 40 12

Mehr

Umsetzung der ärztlichen Fahreignungsuntersuchung aus Sicht der Aufsichtsbehörde in der Schweiz

Umsetzung der ärztlichen Fahreignungsuntersuchung aus Sicht der Aufsichtsbehörde in der Schweiz Umsetzung der ärztlichen Fahreignungsuntersuchung aus Sicht der Aufsichtsbehörde in der Schweiz Golden Ager Worst Driver? Christian Lanz, Gesundheitsamt Kanton Solothurn, Schweiz 18.12.2013 Thema der Präsentation

Mehr

V. Kollektiv-Fahrzeugausweise

V. Kollektiv-Fahrzeugausweise V. Kollektiv-Fahrzeugausweise Art und Natur der Ausweise Art. 22 62 1 Kollektiv-Fahrzeugausweise in Verbindung mit Händlerschildern werden abgegeben für: a. Motorwagen; b. Motorräder; c. Kleinmotorräder;

Mehr

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren Informationen zum Begleiteten Fahren ab 17 Copyright Fahrlehrerversicherung VaG / Stand Februar 2009 Geltungsbereich Die Prüfungsbescheinigung gilt nur innerhalb

Mehr

Antwort. Deutscher Bundestag 11. Wahlperiode. Drucksache 11/5998. der Bundesregierung

Antwort. Deutscher Bundestag 11. Wahlperiode. Drucksache 11/5998. der Bundesregierung Deutscher Bundestag 11. Wahlperiode Drucksache 11/5998 07.12.89 Sachgebiet 925 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Andres, Blunck, Dr. Gautier, Schreiner, Bernrath, Dr.

Mehr

Privatversicherungs recht

Privatversicherungs recht Hardy Landolt Prof. Dr. iur., LL.M., Rechtsanwalt und Notar Stephan Weber Dr. iur. h.c. Privatversicherungs recht in a nutshell DIKE Vorwort Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis XIII I 1. Teil: Grundlagen

Mehr

Die Leistungsfreiheit beim Kraftfahrzeug- Haftpflichtschaden

Die Leistungsfreiheit beim Kraftfahrzeug- Haftpflichtschaden 2006 Die Leistungsfreiheit beim Kraftfahrzeug- Haftpflichtschaden Mit besonderer Berücksichtigung von Kraft- rädern Ein Überblick zur Ausgleichung zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer sowie den

Mehr

Beschluss vom 24. August 2015 Strafkammer

Beschluss vom 24. August 2015 Strafkammer B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: SK.2015.37 Beschluss vom

Mehr

Universität Freiburg PRIVATES BANKENRECHT

Universität Freiburg PRIVATES BANKENRECHT PROF. DR. IUR. VIKTOR AEPLI Universität Freiburg Herbstsemester 2012 Masterstudium PRIVATES BANKENRECHT Beginn Montag, 8. Oktober Ort und Zeit BQC 2.518 11.15 12.00 und 13.15 15.00 Daten Oktober: 8., 15.,

Mehr

Erdbebensicherheit aus rechtlicher Sicht Konsequenzen auf Planung und Kosten

Erdbebensicherheit aus rechtlicher Sicht Konsequenzen auf Planung und Kosten Erdbebensicherheit aus rechtlicher Sicht Konsequenzen auf Planung und Kosten Dr. Sibylle Schnyder, CMS von Erlach Henrici AG 12. November 2013, Lunchgespräch KUB Inhalt Einleitung Versicherung von Erdbebenschäden

Mehr

KFZ-Versicherung. Pflicht für jeden Besitzer! Beratung durch:

KFZ-Versicherung. Pflicht für jeden Besitzer! Beratung durch: KFZ-Versicherung Pflicht für jeden Besitzer! Beratung durch: AVB Assekuranz Kontor GmbH Demmlerplatz 10 19053 Schwerin Tel.: 0385 / 71 41 12 Fax: 0385 / 71 41 12 avb@avb-schwerin.de http://www.avb-schwerin.de

Mehr

Privatversicherungsrecht

Privatversicherungsrecht Hardy Landolt Prof. Dr. iur., LL.M., Rechtsanwalt und Notar Stephan Weber Dr. iur. h.c. Privatversicherungsrecht in a nutshell Vorwort Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis III V XIII 1. Teil: Grundlagen

Mehr

Schadenersatz. WS 2008/09 Univ.-Prof. Dr. Friedrich Rüffler Folie 62. Funktionen des Schadenersatzrechts

Schadenersatz. WS 2008/09 Univ.-Prof. Dr. Friedrich Rüffler Folie 62. Funktionen des Schadenersatzrechts Schadenersatz Ausgleich des Schadens, den jemand von einer anderen Person verlangen kann Ausgangslage: Grundsätzlich Selbsttragung Ausnahmsweise Zurechnung zu Lasten eines anderen Notwendigkeit des Vorliegens

Mehr

Der Richter und sein Dolmetscher gut gedolmetscht, fair verhandelt

Der Richter und sein Dolmetscher gut gedolmetscht, fair verhandelt juslingua.ch Verband Schweizer Gerichtsdolmetscher und -übersetzer Fachgruppe/Zentralstelle Dolmetscherwesen Der Richter und sein Dolmetscher gut gedolmetscht, fair verhandelt Konferenz zur Harmonisierung

Mehr

FAHRDIENSTVEREINBARUNG

FAHRDIENSTVEREINBARUNG FAHRDIENSTVEREINBARUNG für den TIXI Berner Freiwilligenfahrdienst für Behinderte vom 2. Juni 2014 2 TIXI setzt sich als gemeinnütziger Verein für die Mobilität von Menschen mit einer Behinderung ein. Den

Mehr

ST.GALLER INTERNATIONALER EHERECHTSTAG

ST.GALLER INTERNATIONALER EHERECHTSTAG Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis ST.GALLER INTERNATIONALER EHERECHTSTAG Mittwoch, 13. November 2013 SIX ConventionPoint, Zürich (1090.) Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis

Mehr

Vorlesung Sozialversicherungsrecht II Universität Zürich. Unfall. Prof. Dr. iur. Thomas Gächter Herbstsemester 2012. Übersicht

Vorlesung Sozialversicherungsrecht II Universität Zürich. Unfall. Prof. Dr. iur. Thomas Gächter Herbstsemester 2012. Übersicht Vorlesung Sozialversicherungsrecht II Universität Zürich Unfall Prof. Dr. iur. Thomas Gächter Herbstsemester 2012 1 Übersicht I. Beschwerden von Frau A als sozialversicherungsrechtlich relevanter Sachverhalt?

Mehr

direkten Forderungsrechts

direkten Forderungsrechts Irrungen und Wirrungen des direkten Forderungsrechts Der Haftpflichtprozess HAVE-Tagung vom 8. Mai 2008 Prof. Dr. iur. Walter Fellmann Rechtsanwalt, Professor an der Universität Luzern Disposition Direktes

Mehr

FINANZDIREKTION DES KANTONS ZÜRICH. Versicherungskonzept des Kantons Zürich Zusammenfassung 1

FINANZDIREKTION DES KANTONS ZÜRICH. Versicherungskonzept des Kantons Zürich Zusammenfassung 1 Walcheplatz 1, 8090 Zürich Telefon 043 259 11 11 Telefax 043 259 51 46 Zuständig R. Huber, 043 259 48 20 E-Mail rolf.huber@fdgs.zh.ch Versicherungskonzept des Kantons Zürich Zusammenfassung 1 1. Grundsätzliches

Mehr

Nummer der Bedarfsgemeinschaft:

Nummer der Bedarfsgemeinschaft: UNFALL-FRAGEBOGEN ZUM ANTRAG AUF LEISTUNGEN NACH DEM ZWEITEN BUCH SOZIALGESETZBUCH SGB II Zuständige Stelle/Behörde Nummer der Bedarfsgemeinschaft: Falls Ihnen Leistungen als Folge einer Schädigung durch

Mehr

III. Rechtliche Erwägungen 1. [...]

III. Rechtliche Erwägungen 1. [...] PRK Fall Nr. 57: Fristlose Kündigung aufgrund schwerer Pflichtverletzung Auszug aus dem Entscheid der Personalrekurskommission (PRK) vom 10. November 2005 i.s. A. gegen die von der Anstellungsbehörde X.

Mehr

ÄRZTLICHE HAFTPFLICHT. Dr. med. Christian A. Ludwig, M.H.A. Universität Bern

ÄRZTLICHE HAFTPFLICHT. Dr. med. Christian A. Ludwig, M.H.A. Universität Bern VERSICHERUNGSMEDIZIN ÄRZTLICHE HAFTPFLICHT Dr. med. Christian A. Ludwig, M.H.A. Universität Bern Lernziele Legal aspects of working as a physician C PH 85 C PH 88 C PH 89 Physicians' obligations: to treat,

Mehr

Kumulative Kausalität. Beispiel. Problemstellung

Kumulative Kausalität. Beispiel. Problemstellung Kumulative Kausalität Univ.-Prof. Dr. Andreas Kletečka Beispiel Unternehmer braucht zwei verschiedene Rohstoffe zur Produktion Lieferant A liefert einen Rohstoff zu spät Lieferant if B liefert lif anderen

Mehr

Inhaltsverzeichnis - Table des matieres

Inhaltsverzeichnis - Table des matieres Inhaltsverzeichnis - Table des matieres Das RENE BECK Maisprach System der 1 Systeme de de la qualite et responsabilite du mandataire 21 ALEXANDRE BERNEL Dr en droit, LL.M. (Leicester), Avocat, Specialiste

Mehr

KANTON ZUG VORLAGE NR. 1461.1 (Laufnummer 12112)

KANTON ZUG VORLAGE NR. 1461.1 (Laufnummer 12112) KANTON ZUG VORLAGE NR. 1461.1 (Laufnummer 12112) KANTONSRATSBESCHLUSS BETREFFEND AUSTRITT AUS DEM INTERKANTONALEN KONKORDAT ÜBER MASSNAHMEN ZUR BEKÄMPFUNG VON MISSBRÄUCHEN IM ZINSWESEN BERICHT UND ANTRAG

Mehr

MERKBLATT AUFNAHMEANTRAG FSP. Merkblatt für den Antrag auf die FSP-Mitgliedschaft. A. Allgemeines. B. Welche Unterlagen braucht es für den Antrag?

MERKBLATT AUFNAHMEANTRAG FSP. Merkblatt für den Antrag auf die FSP-Mitgliedschaft. A. Allgemeines. B. Welche Unterlagen braucht es für den Antrag? MERKBLATT AUFNAHMEANTRAG FSP Merkblatt für den Antrag auf die FSP-Mitgliedschaft Gültig ab 1. Juli 2015 Dieses Merkblatt hilft Ihnen bei der Formulierung Ihres Antrages für die FSP-Mitgliedschaft und unterstützt

Mehr

VERSICHERUNG UND MEDIZIN. Dr. med. Christian A. Ludwig, M.H.A. Universität Bern

VERSICHERUNG UND MEDIZIN. Dr. med. Christian A. Ludwig, M.H.A. Universität Bern VERSICHERUNGSMEDIZIN VERSICHERUNG UND MEDIZIN Dr. med. Christian A. Ludwig, M.H.A. Universität Bern Lernziele Basic terms and concepts C PH 70 C PH 71 Insurance medicine-related duties of treating physicians;

Mehr

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Neue Herausforderungen durch die zukünftigen Entwicklungen im Radverkehr

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. Neue Herausforderungen durch die zukünftigen Entwicklungen im Radverkehr Neue Herausforderungen durch die zukünftigen Entwicklungen im Radverkehr Dipl. Ing. Jörg Ortlepp Unfallforschung der Versicherer 2 Entwicklung Radverkehrsunfälle und aller Unfälle Deutschland 2000 bis

Mehr

Claims Handling in der Luftfahrt

Claims Handling in der Luftfahrt Claims Handling in der Luftfahrt Luftfahrt-Schadenpraxis im Überblick Lars Gerspacher 1. Juli 2010 Übersicht Ausgangslage Vergleich mit Motorfahrzeugversicherung Claims Handling am Beispiel eines Tail

Mehr

Die ADAC Incoming- Versicherungen.

Die ADAC Incoming- Versicherungen. Günstiger Schutz. Wertvolle Sicherheit. Wichtig für Ihre Gäste: Dauer/ Monate Beitragstabelle für Einzelpersonen unter 66 Jahren ADAC Reise- Krankenversicherung ADAC Reise-Haftpflichtversicherung Prämie

Mehr

202-091 DGUV Information 202-091. photophonie/fotolia. Medikamentengabe in Schulen

202-091 DGUV Information 202-091. photophonie/fotolia. Medikamentengabe in Schulen 202-091 DGUV Information 202-091 photophonie/fotolia Medikamentengabe in Schulen November 2012 aktualisierte Fassung Juli 2014 Impressum Herausgeber: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.v. (DGUV)

Mehr

Bundesgesetz über die Krankenversicherung

Bundesgesetz über die Krankenversicherung Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) Entwurf Änderung vom... Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 1, beschliesst: I

Mehr

U R T E I L S A U S Z U G

U R T E I L S A U S Z U G ÜBERSETZUNG Geschäftsverzeichnisnr. 2186 Urteil Nr. 121/2002 vom 3. Juli 2002 U R T E I L S A U S Z U G In Sachen: Präjudizielle Frage in bezug auf Artikel 29bis des Gesetzes vom 21. November 1989 über

Mehr

Ethische Überlegungen zur Abtreibungsfinanzierung

Ethische Überlegungen zur Abtreibungsfinanzierung Ethische Überlegungen zur Abtreibungsfinanzierung Stellungnahme Nr. 21/2013 April 2013 Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin Bundesamt für Gesundheit, CH-3003 Bern Tel.: +41 (0)31 324 02

Mehr

Recht der beruflichen Vorsorge

Recht der beruflichen Vorsorge Prof. Dr. Roland A. Müller Titularprofessor an der Universität Zürich für Obligationen-, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht Schweizerischer Arbeitgeberverband Hegibachstrasse 47 Telefon ++41 (0)44 421

Mehr

e d 0 F e R t F e 6 ei s rg lle

e d 0 F e R t F e 6 ei s rg lle Weiterbildungsstelle Universität Freiburg Rue de Rome 6 1700 Freiburg P.P. 1701 Fribourg Weiterbildung der Universität Freiburg Die Anhörung des Kindes in familienrechtlichen Verfahren 27. - 28. Februar

Mehr

Rechtzeitig? Zeit und Verspätung im Transport- und Logistikrecht

Rechtzeitig? Zeit und Verspätung im Transport- und Logistikrecht Rechtswissenschaftliche Fakultät 2. LUZERNER TRANSPORT- UND LOGISTIKTAGE Rechtzeitig? Zeit und Verspätung im Transport- und Logistikrecht DONNERSTAG, 29. MÄRZ 2012 09.15 17.00 UHR VERKEHRSHAUS DER SCHWEIZ,

Mehr