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1 WirtschaftsWoche NR. 023 VOM SEITE 046 Unternehmen & Märkte Kampf um die Sparer Banken Deutsche Finanzinstitute stürzen sich auf das stabile, risikoarme Geschäft mit den privaten Kunden. Sie überbieten sich mit Lockangeboten vom Girokonto bis zum Tagesgeld. Die Kunden profitieren von dem knallharten Wettbewerb durch günstige Konditionen, bekommen aber weder kompetentere Beratung noch besseren Service. Zu mir oder zu dir?das fragen sich derzeit die Mitarbeiter in den beiden Commerzbank-Filialen am Frankfurter Opernplatz. Klar ist: Eines der Häuser wird demnächst geschlossen, sodass die Kollegen unter einem Dach zusammenrücken müssen. Umzüge wie dieser stehen nicht nur am Vorzeigestandort mitten in der Finanzmetropole an: Die Commerzbank will bis Ende 2012 in der ganzen Republik knapp 400 Filialen zumachen, künftig sollen es nur noch etwa 1200 sein. Das spart Kosten, denn durch die Übernahme der Dresdner Bank im Herbst 2008 sind zahlreiche Häuser überflüssig geworden. Nach der aufwendigen Integration der Dresdner will die Commerzbank nun die Konkurrenz im Privatkundengeschäft unter Druck setzen: "Wir nutzen unser neues Potenzial und greifen an", sagt Michael Mandel, Bereichsvorstand für Privat- und Geschäftskunden. Nicht nur die Commerzbank, die sich gerade erst eines Großteils der Staatshilfen von insgesamt rund 18 Milliarden Euro entledigt hat, geht im deutschen Privatkundenmarkt in die Offensive. Nahezu alle Kreditinstitute haben das Geschäft mit den Verbrauchern zum Wachstumsfeld erklärt. "Es findet ein harter Preiskampf mit zum Teil drastischen Lockangeboten statt", sagt Georg Wübker, Partner bei der Beratung Simon Kucher. "Einige Banken sammeln aggressiv Gelder ein und gefährden damit ihre Ertragssituation." In einer aktuellen Umfrage der Beratung unter Managern von Regionalbanken sagen 76 Prozent, dass der Wettbewerb beim Angebot von Tagesgeld bereits ruinöse Züge trage, bei Girokonten waren es 72, bei Baufinanzierungen 52 Prozent. So rätselt die Branche, wie sich etwa die Höchstzinsen aufs Tagesgeld rechnen können, mit denen die spanische Santander Bank wirbt (siehe Tabelle Seite 49). beratung nur noch für reiche Das teure Buhlen um Kunden wollen die Institute mit effizienteren Abläufen bei der Abwicklung, aber auch durch Schließung von Filialen und den Abbau von Stellen kompensieren. Verbraucher profitieren daher zwar von günstigen Angeboten, müssen aber Abstriche bei Service und Beratung hinnehmen. Während individuelle Betreuung nur noch Vermögenden zuteil wird, werden Normalkunden mit Standardprodukten abgespeist. Verbraucherschützer sehen die ehrgeizigen Wachstumspläne denn auch skeptisch: "Die Ziele sind nur erreichbar, wenn die Banken Standardsortimente erstellen und diese dann mit Hochdruck in den Markt drücken", sagt Thomas Mai, Finanzexperte bei der GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH - 1

2 Verbraucherzentrale Bremen. "Versprechen von individuellerer Beratung sind in den meisten Fällen Augenwischerei."Bisher seien kaum Änderungen im Verhalten der Institute feststellbar. "Es bleibt dabei, dass die Banken Kunden in riskantere Produkte treiben, auch wenn diese das eigentlich nicht wollen", sagt Mai. Denn nur so können sie auskömmliche Margen verdienen. Der Verkaufsdruck auf die Banker bleibt hoch, das Kundeninteresse damit zum Teil zweitrangig. "Eine grundsätzliche Umkehr in der Vertriebskultur ist bisher kaum festzustellen", sagt Uwe Foullong, für Finanzdienstleistungen zuständiger Vorstand der Gewerkschaft Verdi. Die Absatzziele seien teilweise unrealistisch, die Vorgaben fordernd wie vor der Krise. Einzig die Sparkassen haben mit der Gewerkschaft eine Erklärung unterzeichnet, nach der das Kundeninteresse künftig im Mittelpunkt stehen soll. Bei den Großbanken laufen zumindest Gespräche, die sich nach Foullongs Angaben wegen der hohen Gewinnziele "mühsam" gestalten - auch wenn das Management den Handlungsbedarf grundsätzlich erkannt habe. Den Genossenschaftsbanken empfiehlt ihr Verband aktuell sogar eine stärker am Vertrieb orientierte Bezahlung - was Verdi heftig kritisiert. Lange gingen vor allem Direktbanken wie ING-DiBa in Deutschland auf Kundenfang. Inzwischen haben auch Großbanken wie die Deutsche Bank, die Privatkunden einst stiefmütterlich behandelte, das Geschäft neu für sich entdeckt. Es verspricht eine stabile Basis. Die Erträge schwanken weniger stark als im Investmentbanking, die Abhängigkeit von Großkunden sinkt, das Risiko wird breiter gestreut. Daher werden Spareinlagen, Fest- und Tagesgeld von den neuen Baseler Bankenregeln als Finanzierungsquellen privilegiert. Die übermäßige Abhängigkeit vom Geld- und Kapitalmarkt hat viele Banken in der Krise verwundbar gemacht. Auch knapp drei Jahre nach der Lehman-Pleite hat sich das Misstrauen nicht gelegt. Die Institute können sich nicht mehr so leicht mit Geld versorgen. Vor der globalen Vertrauenskrise stellten Versicherer, institutionelle Anleger wie Fonds und vor allem Banken untereinander bereitwillig Geld zur Verfügung. Nun sind Investoren der Illusion beraubt, dass Banken vor Pleiten sicher sind. Finanzinstitute bekommen daher nur noch Geld, wenn sie einen Risikozuschlag zahlen (siehe Grafik Seite 50). "Private Konten und Spargelder verschaffen den Instituten einen willkommenen Bodensatz an Liquidität", sagt Dirk Müller-Tronnier, Bankenexperte bei der Wirtschaftsprüfung Ernst & Young. Dabei ist der deutsche Markt mit einem auf 50 bis 60 Milliarden Euro geschätzten Ertragspotenzial zwar der größte in Europa. Aber er ist auch besonders umkämpft. Denn neben den Finanzverbünden der Sparkassen und Genossenschaftsbanken buhlen nun auch die Großbanken um die Sparer. weniger erträge pro Kunde Dabei verdienen die Banken pro Kunde immer weniger. "Die Erträge in diesem Segment werden tendenziell sinken, während gleichzeitig die Kosten und die Ansprüche an die Beratung steigen", sagt Dirk Vater, Bankenexperte bei der Beratung Bain & Company. Dazu tragen auch zahlreiche beschlossene und geplante Gesetze bei, die die Kunden vor schlechter Beratung schützen sollen. Deren Sinn wird in der Branche naturgemäß angezweifelt. "Durch die Registrierung von Beratern, Beratungsprotokolle und Produktbeiblätter steigt lediglich die Bürokratie", kritisiert Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken. Einige kleinere Sparkassen haben deshalb zum Beispiel die Wertpapierberatung von Kunden am Telefon eingestellt. Die erhöhten Kosten können die Banken kaum weitergeben. "Die deutschen Kunden sind besonders preisempfindlich und kaum bereit, für Bankdienstleistungen Geld zu zahlen", sagt GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH - 2

3 Berater Vater. Der Preis bleibt meist das schlagende Argument. "Die Qualität von Service und Beratung können Verbraucher nur schwer vergleichen, dagegen fallen günstige Zinsen und Begrüßungsgelder sofort ins Auge", sagt Experte Müller-Tronnier. Damit sich das Geschäft trotzdem rechnet, setzten die Banken auf mehr Effizienz und Rationalisierungen. Klassische Filialmitarbeiter seien auf dem Rückzug. Seit Jahren dünnen die Banken ihr Netz aus (siehe Grafik Seite 50) und ersetzen Zweigstellen durch Selbstbedienungsstandorte. Der eigentliche Wettbewerb findet jedoch hinter den Kulissen statt, wo die Kunden im Idealfall nichts davon merken. Im internationalen Vergleich sind Einsparungen bei der Effizienz drin. Während etwa Santander im Privatkundengeschäft für jeden verdienten Euro rund 45 Cent ausgeben muss, sind es bei deutschen Instituten oft mehr als 70 Cent. Den Kostendruck sehen die Arbeitnehmer mit Sorge. "Der schleichende Prozess der Schließung von Standorten und der Auslagerung von Arbeitsplätzen wird sich fortsetzen", sagt Verdi-Vorstand Foullong. Die Commerzbank hat gerade erst das Mammutprojekt der Zusammenlegung ihrer Informatik mit der der Dresdner beendet und will damit in diesem Jahr 400 Millionen Euro sparen. Die Deutsche Bank investiert 1,4 Milliarden Euro in eine SAP-Plattform, die sie gemeinsam mit der 2012 komplett übernommenen Postbank nutzen will. Die Größenvorteile ermöglichen günstigere Angebote. Rainer Neske, Privatkundenvorstand der Deutschen Bank, avisiert ohne Angabe eines Jahres Erträge von mehr als zehn Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn von drei Milliarden Euro für das mit der Postbank vereinigte Privatkunden-"Powerhouse". Neben Deutscher Bank und Commerzbank hat auch Santander nach der Übernahme der Filialen der auf dem deutschen Markt gescheiterten SEB Bank und GE Capital eine relevante Größe erreicht. Auch die Targobank, die zur französischen Genossenschaftsbank Credit Mutuel gehört, will hierzulande ihre Position ausbauen. Mit ihrer geballten Kraft wollen die Riesen vor allem den bislang dominierenden Finanzverbünden Kunden abjagen. Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben zusammen im Einlagengeschäft einen Marktanteil von rund 77 Prozent. Doch in den vergangenen zehn Jahren haben sie nach Berechnungen der Beratung Investors Marketing im Einlagengeschäft fast zehn Prozentpunkte Marktanteile verloren. Profitiert haben zunächst vor allem Direktbanken wie ING-DiBa, Comdirect und die zur BayernLB gehörende DKB. Offiziell herrscht bei den Marktführern Gelassenheit. "Vor Angreifern wie der Commerzbank haben wir keine Angst", sagt Volksbanken-Verbandschef Fröhlich. In der Tat konnte sich seine Institutsgruppe, zu der auch die Sparda-Banken gehören (siehe Seite 52), dank des biedersoliden Images zuletzt über Wachstum freuen. Die Volksbanken gelten als weniger renditeorientiert und kamen ohne Staatshilfe durch die Krise. Doch auch bei ihnen hinterlässt der verschärfte Konkurrenzkampf Spuren. So hat der Verband eine Produktivitätsoffensive angekündigt, die sämtliche Abläufe effizienter gestalten soll. Zusammenlegungen und Auslagerungen in Verwaltungsbereichen und der Informationstechnik stehen aktuell auf dem Programm. Im Wettbewerb fällt auch so manches lange gepflegte Tabu. So hat etwa die Sparkasse Münsterland-Ost - mit etwa Privatkunden eines der größeren Institute - bereits vor drei Jahren anders als die meisten Sparkassen ein kostenloses Online-Konto eingeführt. Zuvor hatte das Institut in der Studentenstadt vor allem junge Kunden an die Konkurrenz verloren. Inzwischen wird dort bereits ein Viertel aller Konten im Internet geführt. "Das Angebot ist wirtschaftlich erfolgreicher als geplant", sagt Privatkundenvorstand Wolfram Gerling. Zwar seien die Erträge für die Kontoführung zurückgegangen, das Institut verdiene aber an zusätzlichen Leistungen. Bei Überweisungen mit Beleg werden zudem weiterhin Gebühren GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH - 3

4 fällig. Zugleich setzen die Münsterländer auf Aufklärung und Beratung. So veröffentlichen sie seit 2007 jährlich einen "Geldkatalog", der den Kunden die wichtigsten Produkte erklärt. Schon 2005 hat die Sparkasse sich vom an Einzelprodukten orientierten Verkauf verabschiedet und den Kundenbedarf als Zielgröße definiert. innovativ, aber sparsam Vor allem das Thema Altersvorsorge hält Vorstand Gerling für einen Wachstumsmarkt. Mit verkauften Riester-Banksparplänen erreichte sein Haus einen Spitzenwert innerhalb der Finanzgruppe mit dem roten S. Die Sparkasse zählt hier zu den innovativsten und erfolgreichsten Anbietern. Doch Sparzwang gibt es auch in Münster: Drei Filialen im Stadtgebiet werden demnächst zu Selbstbedienungsstandorten umgebaut. Durch die negativen Erfahrungen in der Krise sind die Kunden skeptischer geworden. Die Institute reagieren mit zusätzlichen Schulungen ihrer Berater. Grundsätzliche Änderungen sind jedoch kaum zu erwarten. Ein Konzept wie die Honorarberatung der Quirin-Bank, bei der die Kunden keine Produktprovisionen, sondern die Ratschläge des Bankangestellten bezahlen, bleibt ein mäßig lukratives Nischenangebot. Es lohnt sich nur bei vermögenderen Kunden. Der Markt teilt sich immer stärker in Banken, die anspruchsvollen Kunden mehr Beratung bieten, und Anbieter, die ihre Kunden mit Produkten von der Stange glücklich machen wollen. Dabei wird der digitale Vertrieb noch wichtiger - schon weil er für die Banken deutlich günstiger ist als der Unterhalt von Filialen. Die Zahl der Online-Konten ist in den vergangenen Jahren rasant auf fast 42 Millionen gestiegen. Hinzu kommen die vielfachen Segnungen von sozialen Netzwerken und Vergleichsrechnern im Netz. "Sie erhöhen die Transparenz über Angebote und verändern damit die Geschäftsmodelle", sagt Bain-Berater Vater. Zahlreiche Institute bieten bereits Apps genannte Miniprogramme für Smartphones an. Einige gehen auch neue Wege bei der Kontaktaufnahme zum Kunden. So will etwa die HypoVereinsbank künftig auch außerhalb der Öffnungszeiten Kunden über Video mit ihrem Berater verbinden. Vorerst bleibt aber noch die Filiale der wichtigste Verkaufspunkt. Die Commerzbank, die mit 50 Euro Begrüßungsgeld für ein neues Girokonto wirbt, will in der zweiten Jahreshälfte eine Wertpapieroffensive starten. Im Juli stellt sie den Beratern Spezialisten zur Seite, die bei der Vermarktung helfen. Auch bei Hausfinanzierungen lockt die Commerzbank mit Sonderkonditionen. Ein Teil der Tilgung wird variabel vereinbart, sodass Kunden das Geld nach persönlicher Kassenlage zurückzahlen können. Man kann nur hoffen, dass die Bank die Schuldner gründlich prüft - denn mit zu offensiv verkauften Hypothekenkrediten fing die US- Häuserkrise an. Kämpfende Riesen Wie deutsche Finanzinstitute im Wettbewerb um die privaten Kunden punkten wollen. Deutsche Bank. Mit der Übernahme der Postbank sieht sich die Deutsche Bank auf Augenhöhe mit großen europäischen Konkurrenten wie Santander und UniCredit. Im ersten Quartal verdienten die Frankfurter mit Privatkunden knapp 800 Millionen Euro vor Steuern, rund 220 Millionen stammten von der Postbank. Beide Banken teilen sich den Markt auf. Die Postbank bedient die Laufkundschaft, die Deutsche Bank die gehobenere Klientel. Mit einer gemeinsamen IT- Plattform lassen sich die Angebote zudem effizient verwalten. Problematisch könnten die unterschiedlichen Kulturen sein. Und die Postbank hält von ihren 14 Millionen Kunden nur die Minderheit für aktiv. Ob die Deutsche Bank die Karteileichen aktivieren kann, wird über den Erfolg mitentscheiden. Kunden: 24 MILLIONEN. Filialen: GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH - 4

5 Commerzbank. "Wir wollen im Privatkundengeschäft Synergien realisieren und Kosten senken", sagt Commerzbank-Chef Martin Blessing. Mit der Integration der 2008 übernommenen Dresdner Bank will Blessing bis Ende 2013 insgesamt 9000 Stellen streichen, schließt allerdings betriebsbedingte Kündigungen aus. Mit kostenlosen Girokonten inklusive 50 Euro Startguthaben sowie günstigen Baufinanzierungen konnte die Commerzbank ihren Konkurrenten bereits Kundschaft abjagen. So wuchs im ersten Quartal das Neugeschäft bei der Immobilienfinanzierung um 60 Prozent erzielte das Privatkundensegment allerdings ein enttäuschendes Ergebnis von 48 Millionen Euro. Schuld waren auch hohe Verwaltungskosten, die der Konzern nun reduzieren will. Kunden: 11 MILLIONEN. Filialen: Volks- und Raiffeisenbanken. Das Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken findet in der Nachkrisenzeit offenbar Anklang gewannen die im Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken organisierten Institute mehr als eine halbe Million neuer Kunden und erzielten Gewinne vor Steuern von insgesamt 4,3 Milliarden Euro. Ihre Anteile auf den umkämpften Märkten für Kredite und Einlagen bauten sie um jeweils rund vier Prozent aus. In der Provinz müssen die Genossen allerdings auf den demografischen Wandel und die Landflucht reagieren. Trotzdem soll die Nähe eine Stärke bleiben, kein Kunde auf seine Filiale verzichten müssen. Diesen Spagat kriegen die Institute nur hin, wenn sie ihre Kosten deutlich senken. Potenzial für Synergien bietet das kleinteilig organisierte Reich der Genossen an vielen Stellen. Kunden: 30 MILLIONEN. Filialen: Sparkassen. Die Sparkassen sind in allen Kategorien des Privatkundengeschäfts klarer Marktführer, auch wenn sie über die Jahre Anteile verloren haben. Zuletzt konnten sie die Entwicklung stoppen. Ihre Kunden schätzen die örtliche Nähe, die Sparkassen haben mit Abstand die meisten Filialen. Da sie im Vergleich zu Großbanken unter weniger Renditedruck stehen, halten die Kunden ihre Anlageempfehlungen zudem für konservativer. Der Verkaufsdruck ist tatsächlich geringer. Das Filialnetz verursacht jedoch hohe Kosten, preissensible Kunden wechseln zu Anbietern mit kostenlosem Girokonto. Beim Einsatz neuer Technologien hinken einige Institute der Entwicklung hinterher, was sie bei jüngeren Kunden Marktanteile kostet. Zudem belasten die aufwendigen Vorschriften zum Verbraucherschutz. Kunden: 50 MILLIONEN. Filialen: Bildunterschrift:Deutschland: Bis 2013 geplante Vertriebsinvestitionen und -maßnahmen von Banken (MAR / GEL / Grafik) Deutschland: Banken und Sparkassen: Spareinlagen und Kredite (GEL / MAR / Grafik) Deutschland: Wo Privatkunden aktuell den höchsten Zinssatz aufs Tagesgeld bekommen (GEL / Tabelle) Deutschland: Reniten von Banken- und Unternehmensanleihen 2006 bis 2011; Wettbewerbsdruck nach Geschäftsbereichen (GEL / MAR / Grafik) Deutschland: Zahl der Zweigstellen von Banken 2005 bis 2010 (MAR / GEL / Grafik) Unternehmensfacette:Produkt und Dienstleistung GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH - 5

6 Personenfacette:Zitat Länderfacette:Geld und Börse Werbung und Marketing Fehr, Mark Quelle: WirtschaftsWoche NR. 023 VOM SEITE 046 ISSN: Firma: Deutsche Postbank AG Deutsche Bank AG Commerzbank AG Personen: Fröhlich, Uwe Foullong, Uwe Vater, Dirk Müller, Dirk Blessing, Martin Land: Bundesrepublik Deutschland C4EUGE Dokumentnummer: WW Dauerhafte Adresse des Dokuments: A60&DOKV_DB=ZGEN&DOKV_NO=WW &DOKV_HS=0&PP=1 Alle Rechte vorbehalten: (c) Handelsblatt GmbH Mehr Selbstbedienung......weniger Filialen Bis 2013 geplante Vertriebsinvestitionenund -maßnahmen* Internet-Banking Filialvertrieb Mobiles Banking Außendienst Automaten Filialen schließen Filialen spezialisieren Filialen erweitern * in Prozent von 100 befragten Banken aus den drei Säulen der deutschen Kreditwirtschaft; Quelle: Steria Mummert, F.A.Z.-Institut WirtschaftsWoche Nr. 23 vom Handelsblatt GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Zum Erwerb weitergehender Rechte wenden Sie sich bitte an GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH - 6

7 Großbanken ( 2,4) Sparkassen dominieren Private Spareinlagen je Bankengruppe (in Prozent)* Regionalbanken (+12,1) 12,2 8,3 Sonstige (+2,1) 2,3 Einlagensumme: 604,3 Mrd. Euro 48,0 Sparkassen (+2,8) Landesbanken ( 2,6) Großbanken ( 3,4) Genossen gewinnen Marktanteile Kredite an Private je Bankengruppe (in Prozent)* Sonstige ( 3,5) 3,4 10,4 18,1 Kreditsumme: 1020,3 Mrd. Euro 28,4 Sparkassen (+1,6) Genossenschaftsbanken (+3,6) 29,2 Regionalbanken (+3,0) 18,4 21,3 Genossenschaftsbanken (+4,1) WirtschaftsWoche Nr. 23 vom Handelsblatt GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Zum Erwerb weitergehender Rechte wenden Sie sich bitte an GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH - 7

8 zehn MilliardenEuro gewinn von drei MilitderPostbank ver- - Powerhouse. Bank und Commerznder nach der Überrauf demdeutschen EB Bank und GE Caröße erreicht. Auch ur französischen Geredit Mutuel gehört, Position ausbauen. Kraft wollen dierielang dominierenden unden abjagen.» assen sind in allen ndes Privatkundenklarer Marktführer, n sie über diejahre. Zuletzt konnten sie en. Ihre Kunden ähe, diesparkassen meisten Filialen. Da ßbanken unter wenien,halten die Kunden gen zudem für konfsdruckist tatsächlich z verursacht jedoch sible Kunden wechostenlosem Girokon- Technologienhinken twicklunghinterher, unden Marktanteile n dieaufwendigen raucherschutz. 50 MILLIONEN Wettbewerb um Bankeinlagen Wo Privatkunden aktuell den höchsten Zinssatz aufs Tagesgeldbekommen Bank(Kontakt) Zinsabdem 1. Euro (inprozent) Die höchsten Zinsen für Bestandskunden (Einlagensicherung Bundesverband deutscher Banken) Bank 11 ( / ) 2,45 5,67 GE Capital Direkt ( / ) 2, ING-DiBa (0 69/ ) 1, CortalConsors (cortalconsors.de) 1,50 45 Volkswagen Bank direct (volkswagenbank.de) 1, HanseaticBank (0800/ ) 1,50 34 Targobank (0103/ ) 1, direkt (1822direkt.com) 1,30 komplett norisbank ( / ) 1,10 53 Die höchsten Zinsen für Neukunden* (Einlagensicherung Bundesverband deutscher Banken) Santander Bank (santanderbank.de) 2, Bank11( / ) 2,45 5,67 norisbank ( / ) 2,31 53 CortalConsors (cortalconsors.de) 2,30 45 Targobank (0103/ ) 2, ING-DiBa (0 69/ ) 2, Volkswagen Bank direct (volkswagenbank.de) 2, HanseaticBank (0800/ ) 2,20 34 maximal abgesichert pro Kunde (Millionen Euro) Die höchsten Zinsen mit gesetzlicher oder ausländischer Einlagensicherung akf bank (www.akf24.de) 2,40 0,1 BankofScotland/GB (bankofscotland.de) 2,40 0,1 NIBC Direct/NL (nibcdirect.de) 2,40 0,1 Die höchsten Zinsen bei Koppel-Angeboten Bedingung CortalConsors (cortalconsors.de) 4,50 Depotübertrag, Schließungaltes Depot CortalConsors (cortalconsors.de) 3,50 Depotübertrag von 6000 Euro Merkur Bank (merkur-bank.de) 2,75 Depotwechselvon Euro oderaufstockung 1822direkt (1822direkt.com) 2,50 Eröffnung Girokonto (1200 Euro Eingangmonatl.) * Zinssätzemeistenszeitlich befristet; Quelle:FMH-Finanzberatung,eigene Recherchen;Stand: Nr.23 WirtschaftsWoche Nr. 23 vom Handelsblatt GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Zum Erwerb weitergehender Rechte wenden Sie sich bitte an 49 Alle Rechte vorbehalten. Zum Erwerb weitergehender Rechte wenden Sie sich bitte an GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH - 8

9 Höherer Zins für Banken... Jährliche Rendite von Bank- und Unternehmensanleihen (in Prozent) 12 9 Bankanleihen...verschärft Kampf um Einlagen In welchem Geschäftsbereich ist der Wettbewerbsdruck besonders stark?* Unternehmensanleihen Retail Banking 16 Einlagengeschäft Vermögensverwaltung Firmenkunden * in Prozent von 120 befragten Banken in Deutschland; Quelle: Markit, Ernst & Young WirtschaftsWoche Nr. 23 vom Handelsblatt GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Zum Erwerb weitergehender Rechte wenden Sie sich bitte an GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH - 9

10 Rückzug aus Kostengründen Zweigstellen von Banken in Deutschland (in Tausend) Quelle: Bundesbank WirtschaftsWoche Nr. 23 vom Handelsblatt GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Zum Erwerb weitergehender Rechte wenden Sie sich bitte an GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH - 10

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