Beweg Dich! Von Sandkasten bis Skaterglück. Liebe Eltern, ich brauch mehr Geld! Drinnen und Draußen. Von wegen satte Leistung

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1 Juni 2008 Von Sandkasten bis Skaterglück Die schönsten Spielplätze in Nürnberg Liebe Eltern, ich brauch mehr Geld! Tipps zum Umgang mit Taschengeld Drinnen und Draußen Die besten Sommer-Schmöker So springt der Stein übers Wasser Von wegen satte Leistung Mittagessen an Schulen ist oft mager Das Nürnberger Familienmagazin AUSGABE 2/08 Beweg Dich! Warum Bewegung so wichtig für Kleine und Große ist Schlange, Korb, Pflaster: Wo sich alle richtig austoben können Wie eine Tüte Pommes nicht ins Gewicht fällt

2 Dr. Rente rät: Lassen Sie Ihre Altersvorsorge genau untersuchen und beugen Sie mit der Riester-Rente wirksam vor. s Sparkasse Nürnberg Vorsorgen lohnt sich für jeden: Der Staat belohnt das Sparen für die eigene Altersvorsorge mit Zuschüssen und Steuerbefreiungen. Egal für welches Medikament Sie sich entscheiden, alle staatlich zertifizierten Riester-Produkte der Sparkasse Nürnberg garantieren eine lebenslange Rente. Kommen Sie zur Sprechstunde und lassen Famos_Family-AZ_VH_RZ Sie sich beraten. Infos in Ihrer Geschäftsstelle oder 10 unter Wenn s um Geld geht Sparkasse Nürnberg _A_Famos_205x155_dr_rente_ :43:28 Uhr Wenn Sie ein solides Dach über dem Kopf für sich und Ihre Familie suchen, haben wir vielleicht das Passende für Sie. Fragen Sie uns zum Ortstarif: Servicehotline Vermietung: Beratungshotline Verkauf: famos, das Nürnberger Familienmagazin, Auflage: Exemplare, vier Ausgaben pro Jahr, sucht ab sofort eine(n) erfahrene(n) Anzeigen-Vertreter(in) auf Provisisionsbasis. Die WBG Nürnberg Gruppe ist die führende Unternehmensgruppe der Wohnungswirtschaft in der Metropolregion Nürnberg. Wir gestalten LebensRäume WBG Nürnberg Gruppe Schicken Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung bitte an: Verein für Familien in Nürnberg e.v. Spitalgasse Nürnberg Das Nürnberger Familienmagazin

3 Das Nürnberger Familienmagazin AUSGABE 2/08 18 Von wegen satte Leistung Jungs der Bismarck-Hauptschule kochen und essen zusammen. Oft ist die Mittagsverpflegung an Schulen aber keine satte Leistung. Ansichtssache 16 Gut zu wissen Kleine Kinder können Film und Realität nicht unterscheiden. Tipps zu TV-Konsum, Erziehung und Gesundheit von unseren Experten. 38 Zwei Spritzen täglich Ilknur Celic ist erst 14 Jahre alt. Doch sie pflegt ihre kranken Großeltern. Dafür hat sie sogar eine Schulung am Klinikum gemacht. Von 0 auf 100 Meine schönste Urlaubserinnerung Beweg Dich! Die Frauen sind immer besser! Tennis in drei Generationen Ein gutes Pflaster tut's auch Wo man sich in Nürnberg frei bewegen kann So kriegen Pommes ihr Fett weg Grenzgänger und Pausenfüller Fünf sportliche Porträts Die beliebtesten Sportarten... Beim Radeln geht ein Licht auf Glosse 15 Oliver Tissot über Schulsport Gut zu wissen 16 Experten beantworten Ihre Fragen Früh morgens und in der Abenddämmerung tummeln sich Kaninchen auf dem schmalen Wiesenstück beim Rathenauplatz. An die vielen Autos haben sich die Tiere längst gewöhnt. Schließlich leben sie schon seit Jahren hier. Sicher nicht zur Freude des Gartenbauamtes. Aber schön ist es schon, wenn im Frühsommer die Jungen über die grüne Insel hoppeln. Liebe Leserinnen und liebe Leser! In der warmen Jahreszeit zieht es uns eigentlich automatisch nach draußen. Dennoch bewegen viele Kinder und Erwachsene auch bei Sonnenschein am liebsten nur ihre Finger auf der Tastatur des Computers oder den Tasten der TV- Fernbedienung. Dabei ist Bewegung nicht nur sinnvoll und gesund, sondern sie macht Spaß und ist überall in der Stadt kinderleicht zu haben. Wir zeigen wo. Vielleicht motivieren auch die Porträts von jungen und alten Sportbegeisterten und die gewichtigen Fakten zu Pommes mit Ketchup: Wir sagen, welche Bewegung eine satte Portion in welcher Zeit abbaut. Wir wollen aber nicht als heilige Sport-Apostel auftreten. Bewegung ist ja nicht automatisch immer gut, wenn man zum Beispiel an Mikado denkt. Bei diesem guten, alten Spiel musste man aufhören, wenn sich ein Stäbchen bewegt hatte. Es lehrt also: Bewegung hat viel mit Fingerspitzengefühl zu tun! Und wenn man s übertreibt, ist es ungesund. Trotzdem: Stillstand bedeutet Rückschritt. Und das nehmen wir uns auch bei famos zu Herzen. Unabhängig vom viermal jährlich erscheinenden Familienmagazin finden Sie unter die aktuelle Ausgabe und unser Archiv. Sie können online jederzeit Fragen an unsere Experten stellen und uns Ihre Ideen und Ansichten mitteilen. Wir freuen uns drauf wir wollen ja etwas bewegen! Einen schönen Sommer wünscht die famos-redaktion Foto: Peter Roggenthin Reizthema 18 Mittagessen an Schulen ist oft mager famos extra 19 Partnerübersicht Familienkarte So leben wir Büsra und Tobias leben im Kinderheim Test Die schönsten Spielplätze Essen ist fertig Morgen gibt es besten Borschtsch von gestern Wirtschaftsleben Die Taschengeld-Frage Bündnisticker Drinnen und Draußen Lese-ABC und tolle Bücher So hüpft der Stein Rätsel 36 Eiskalt einen Bären aufbinden Das Porträt 38 Ilknur (14) pflegt ihre Großeltern Finale Wen adoptiert die Spargelkönigin? Impressum 03 J U N I F A M O S Editorial / Inhalt

4 Meine schönste Urlaubserinnerung Sommerzeit ist Reisezeit. Alle freuen sich auf neue Horizonte. Wir fragten Nürnberger quer durch alle Altersklassen nach ihrer schönsten Urlaubserinnerung. Die Stille brummt in den Ohren Andjelko Jankic, 55, Hausmeister aus der Nordstadt: Am schönsten war es vor 15, 20 Jahren, als unsere zwei Kinder noch klein waren und wir gern nach Masuren im Nordosten Polens gereist sind. Das erste Mal haben wir uns bei Allenstein eingemietet: Mitten im Wald, nicht weit von einem großen See im Naturschutzgebiet. Nachts haben uns fast die Ohren weh getan, weil es so ruhig war. Früh haben uns die Vögel mit ihrem Gezwitscher aufgeweckt. Weil die Luft so gut und frisch war, konnten wir schlafen ohne Ende. Nachts waren wir bei einer Entenjagd da reden die Kinder heute noch davon. Ein Prinzessinnen-Traumland Nina Trefzger, 28, Reiseverkehrskauffrau aus der Altstadt: Mein Lieblingsurlaub waren drei Wochen mit dem Wohnmobil durch den Westen der USA vor zwölf Jahren mit meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester. Los Angeles, San Francisco und alle Nationalparks haben wir gesehen. Am schönsten war für mich als absoluter Fan von Micky Maus & Co. der Besuch des Disneylands bei L.A. ein richtiges Prinzessinnen-Traumland! Inzwischen war ich zweimal in Florida und habe alle Disneylands besucht. Wie Weihnachten und Ostern Sophie Rieger, 74, Architektin aus Erlenstegen und Ex-Grünen-Politikerin: Es war um das Jahr 1955, als ich mit meiner französischen Freundin Francine nach Holland gefahren bin. In Amsterdam trat Francine am Bahnhof voll in einen Hundehaufen. Während sie bemüht war, ihre Sandalen sauber zu bekommen, liefen wir zum Palast der Königin, da wir merkten, dass die Massen hinströmten. Dort standen farbenprächtig und schick Königin Juliane und der französische Präsident René Coty mit Frau am Balkon. In der grauen Nachkriegszeit war das wie Weihnachten und Ostern auf einmal für uns der Tag war gerettet! Umfrage: Jo Seuß; Fotos: Klaus Gruber Papageien auf dem Arm Emil Iftekar, 11, Schüler des Willstätter- Gymnasiums, wohnt mit seinen Eltern, die aus Bangladesh stammen, im Nordostbahnhof- Viertel: Am schönsten war es in England vor über vier Jahren. Wir haben eine Safaritour durch den Woburn Park gemacht. Ich habe einen Tiger ganz nah am Bach gesehen, in einem Vogelhaus sind mir Papageien auf den Arm geflogen. Und in London, wo mein Onkel lebt, hat mir auch das Naturkundemuseum gefallen, wo es ein riesiges Dinosaurierskelett gibt. 04 J U N I

5 Der Rost-Audi hielt durch Katerina Jühe-Skorka, 37, betreibt mit ihrem Mann die Souptopia -Suppenbar in der Altstadt: Im Sommer 1999 sind wir mit einem alten, verrosteten Audi 80 nach Andalusien gefahren. In der Nähe von Merida parkten wir vor einem Kino und schauten uns die Stadt an. Als wir zurückkamen, sprang das Auto nicht mehr an. Was tun? Plötzlich versammelte sich das ganze Dorf, diskutierte und wollte helfen. Das war toll, brachte aber nichts. Dann riefen wir doch beim ADAC an, und unglaublich: Nach zwei Minuten war jemand da und schleppte uns ab. So kamen wir auf unserer Campingtour zu einer Nacht in einem schicken Hotel, und der Audi hielt danach den restlichen Urlaub durch. Busse, die nie fahren Renate Herrle, 42, Buchhändlerin aus der Nordstadt: Im Februar 2000 bin ich nach Kuba geflogen. Zwei Wochen für 1099 Mark, alles inklusive, da habe ich sofort gebucht. Mit Karibik- Flair hat das Land aber nichts zu tun. Man ist gezwungen, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Die verfallenen Häuser im Hafenviertel stehen im Gegensatz zur aufpolierten Altstadt für die Touristen. Überall sind marode Autos und Reste der Kolonialzeiten, andererseits gibt es das Revolutionsmuseum, Klassen mit roten Halstüchern, das Warten auf Busse, die nie fahren und dicke Havanna-Zigarren. Im Hotel habe ich mich wie in einem sozialistischen Ferienlager gefühlt. Es wird viel improvisiert doch Kuba hat mich wahnsinnig beeindruckt. Sofort in jedes U-Boot steigen Siegfried Lobenhofer, 92, Ex-Elektromaschinenbauer bei der Bahn, lebt in der Gartenstadt: Am liebsten denke ich an das schöne Trienttal in Südtirol, wo ich im Mai 1994 eine Woche gewandert bin. An der frischen Luft sein und sich bewegen, das ist das Wichtigste im Urlaub. Herrlich war auch Holland, wo ich in Delft zur Tulpenblüte an einer kilometerlangen Blütenpracht in allen Farben entlang ging. Heute mache ich nur noch Tagesfahrten. Vor dem Fliegen habe ich Angst, aber ich würde in jedes U-Boot einsteigen. Wasser im Schiff Fritz Niedermann, 84, drei Jahrzehnte bei Schöller beschäftigt und langjähriger Ziegelsteiner: Meine Frau Hannelore und ich sind viel gereist. Am liebsten dorthin, wo s ruhig zugeht. Sehr schön sind die Donaufahrten über Passau, Wien bis Budapest gewesen. Aufregend war die Seereise im Sommer 1986 mit einem russischen Schiff durch die norwegischen Fjorde. Da lief plötzlich Wasser ins Schiff. Wir mussten in die Rettungsboote und hatten Titanic-Gefühle doch zum Glück ging alles gut. Groß wie ein Drachenzahn Meret Maria Müller, 6, wohnt in St. Peter: Am liebsten war ich in Spanien am Meer. Da waren wir mal fast den ganzen Sommer. Jeden Tag haben wir am Strand Muscheln gesammelt. Und abends haben wir gezählt, wer am meisten hat. Einmal war s der Papa, einmal die Mama, einmal Marius, mein Bruder, und einmal ich. Immer abwechselnd. Einmal hab ich sogar eine Muschel gefunden, die so groß wie ein Drachenzahn war! Über die Reste gefreut Peter Funke, 63, ehemaliger Bagger- und Kranfahrer, lebt in einer Heilsarmee-Unterkunft in Gostenhof: Am liebsten denke ich an Mallorca. Da bin ich 1990 mit Bus und Fähre hingefahren. Jeden Tag hatten wir volles Programm, waren auch mal bei Stierkämpfen in Barcelona. Das Baden war schon was anderes als in der Ostsee. Aufgefallen ist mir aber auch, dass die Armut größer als bei uns ist dort haben sich Menschen über die Reste von Brötchen richtig gefreut. F A M O S Von 0 auf 100

6 Beweg Dich! Bewegung tut gut, das wissen wir alle. Wenn wir einen langen Spaziergang gemacht, bei einem Turnier alles gegeben haben oder Laufen waren, fühlen wir uns prima. Doch Bewegung und Sport sind mehr als Wohlfühlen. Sie haben großen Einfluss auf die Entwicklung unseres Gehirns und unseres Körpers. Das gilt ganz besonders im Baby- und Kleinkindalter. Aber auch als Erwachsene würden wir ohne Sport schnell ganz schön alt aussehen. Ein Lebens-Lauf : SÄUGLING: Wenn Kinder auf die Welt kommen, haben sie einen angeborenen Bewegungsdrang. Der ist verantwortlich für die Lust am Strampeln und an der Bewegung ganz allgemein. Das Kind ist automatisch aktiv, was wiederum Voraussetzung dafür ist, dass sich alle Organe und das Gehirn als Sitz der Intelligenz optimal entwickeln. Babys begreifen die Welt im wörtlichen Sinne. Sie schauen, greifen nach Gegenständen, stecken sie in den Mund. Der Tastsinn wird so beispielsweise aktiviert, das Verständnis für Formen geweckt. Kleinkinder beobachten, dass ein Ball nur schwer unter Kontrolle zu halten ist, ein eckiger Gegenstand dagegen schon. Das Kind speichert diese Erkenntnis ab damit setzt auch ein Denkprozess ein. Nur wenn Babys von Beginn an unterschiedliche Erfahrungen mit Bewegung sammeln, werden ganz verschiedene kognitive Fähigkeiten gefördert. VOM KLEINKIND ZUM SCHULKIND: Die Lust am Krabbeln, später am Herumlaufen und Klettern, darf nicht gebremst werden. Denn dadurch werden zugleich Koordination und Motorik ausgebildet. Kinder, die sich weniger bewegen, lernen oft erst später sprechen. Bewegung und Sprachzentrum im Gehirn hängen also eng miteinander zusammen. Wenn Kinder spielen und toben, schult das auch ihr Selbstbewusstsein. Sie machen zugleich erste Grenzerfahrungen. Für Schulkinder wäre es wichtig, dass sie sich in den Pausen oder sogar während der Unterrichtseinheiten bewegen dürfen, umso besser ist nämlich die Durchblutung. Das heißt: Das Gehirn wird mit mehr Sauerstoff versorgt, die Schüler können sich besser konzentrieren. Gleichzeitig wird durch die körperliche Bewegung der schulische Stress abgebaut. JUGENDLICHE: Wer jetzt regelmäßig Sport treibt, tut seinem Körper weiterhin viel Gutes. Die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken, sinkt, das Herz wird gut trainiert. Wer etwa regelmäßig einen Ballsport ausübt, bei dem besonders der Sehsinn eingesetzt wird, trainiert diesen unbewusst mit. Das wirkt sich im Unterricht positiv aus: Dieser Schüler kann beispielsweise schneller Rechtschreibfehler in einem Text erkennen, sich eher auf das Wesentliche konzentrieren und Wissen rascher verarbeiten. ZWISCHEN 20 UND 40: Muskelmasse und Knochendichte nehmen mit Ende 20 bereits wieder allmählich ab. Hat man jedoch schon in jungen Jahren mit viel Bewegung mehr Muskel- und Knochenmasse aufgebaut, spürt man von diesem Prozess wenig und wird auch von Rückenschmerzen oder Osteoporose eher verschont bleiben. Hinzu kommt: Ein muskulöser Körper verbrennt mehr Kalorien. Sportliche Menschen nehmen also weniger schnell zu. Die Haut altert langsamer, wenn man sich viel an der frischen Luft bewegt. Wichtig für Berufstätige: Sport ist ein exzellenter Stresskiller. Er unterstützt den Abbau des Stresshormons und macht dem Schlafhormon Melatonin die Bahn frei. Wer ausreichend schläft, fühlt sich wohler. ZWISCHEN 40 UND 60: Fett lagert sich nun noch schneller ein. Dagegen hilft neben ausgewogener Ernährung nur eines: Mindestens dreimal die Woche leichtes Training, um den Fettstoffwechsel anzukurbeln. 06 J U N I Foto: Peter Roggenthin AB 60: Die Reaktionsgeschwindigkeit wird langsamer, der Muskelabbau beschleunigt sich. Wer sich stets regelmäßig bewegt (hat), bleibt aber geistig länger fit. Denn durch die Bewegung werden auch weiterhin Nervenwachstumsstoffe produziert, die das Gehirn auf Trab halten. Leichtes Sporttraining verlangsamt auch den Muskelabbau. Text: Martina Hildebrand

7 Die Frauen sind immer besser! Tennis verbindet drei Generationen einer Familie So ein seltsames Tennis-Match haben die Gebhards und die Hartungs auch noch nicht gespielt: Für das famos"-foto müssen sie sich alle in einer Reihe aufstellen und möglichst zum gleichen Zeitpunkt auf den fliegenden Ball hauen aber nicht wirklich, weil sie sonst den Beleuchter treffen. Eigentlich dachten wir, wir sollten nur was erzählen, lacht Gabi Hartung. Doch die Familie bewältigt auch die ungewöhnliche Model-Aufgabe mit Humor und erprobtem Teamwork. Seit vielen Jahren schon spielen die 42-jährige Gabi Hartung und ihr Mann mit ihren Eltern Franziska und Erwin Gebhard bei Bayern 07 Tennis. Vor drei Jahren kam Sohn Hendrik (7) dazu, Tochter Chiara (9) komplettierte die Familienmannschaft letztes Jahr: Mein Bruder hat mich dazu überredet, weil er immer mit Oma gespielt hat, erzählt sie. Am Anfang haben wir daheim mit Luftballons geübt. Stimmt, ich hab als erstes mit Tennis angefangen!, brüstet sich Hendrik auch wenn es auf lange Sicht wohl doch eher Opa Erwin war, der bereits 1974 in die Bayern 07-Tennis-Abteilung eintrat: Mir hat gefallen, dass man Schwimmen und Tennis verbinden konnte, erinnert sich der 72-Jährige. Und heute sind die Möglichkeiten noch größer geworden mit Beach- Volleyball und den großen Schwimmbecken. Einzel, Doppel, dann Sekt Während Chiara neben dem Tennis auch andere Hobbys hat Ballett, Flöte und Klavier, ist der Ballsport für Bruder Hendrik das Größte: Ich hab auch mal Gymnastik hier gemacht. Aber da waren lauter alte Leute so wie die Mama! Frecher Lausbub! Aber alt ist nun mal relativ. So könnte die 70-jährige Franziska Gebhard mit ihrem sportlichen Elan durchaus als Gabis große Schwester durchgehen. Ihr Fitness-Geheimnis: Eine Stunde Einzel, eine Stunde Doppel, dann ein Glas Sekt! Von der modernen,wellness hält sie dagegen gar nichts: Nur rumliegen? Pah! Das ist mir viel zu passiv! Früher hätten die Männer der Familie auch mal gegen die Frauen gespielt, erinnert sich Gatte Erwin, aber die Frauen sind immer besser. Deswegen wechselten sie bei den Familien- Partien auf Alt gegen Jung. Um fit zu bleiben, fährt Erwin auch täglich mit dem Rad. Wenn sie von ihrem Verein erzählen, kommen alle drei Generationen ins Schwärmen und loben die familiäre Atmosphäre am Pulversee: Es ist irgendwie persönlicher als in einem normalen Tennisverein. Die Kinder steigen dieses Jahr offiziell in die Tennis-Mannschaft ein. Dennoch, da sind sich alle einig, muss Zeit bleiben für das generationenübergreifende Spiel: Denn gemeinsam macht Sport am meisten Spaß. Text: Peter Romir; Foto: Berny Meyer F A M O S Beweg Dich!

8 Filmreif: Wenn die Skater auf dem Kornmarkt zeigen, was sie draufhaben, kommen auch Zuschauer auf ihre Kosten. Ein gutes Pflaster tut's auch Rasen, Asphalt oder Kletterschlange: Wo man sich in Nürnberg überall frei bewegen kann An schönen Tagen ist im Pegnitztal hinter dem Westbad die Hölle los. Während Bratwürste und Steaks auf unzähligen Rosten brutzeln, fliegen Fuß- und Volleybälle durch die Luft, klackern Boulekugeln gegeneinander, spritzen Dreikäsehochs an der Wasserkurbel, traben Jogger am Rand flankiert von einem schier endlosen Band an Radfahrern, Inlineskatern, Nordic Walkern und Spaziergängern. Da werden Basketbälle rasselnd in Metallkörben versenkt und der runderneuerte Trimm-dich-Pfad getestet. Und obwohl es ganz schön eng zugeht, klappt das breitensportliche Miteinander in der Regel problemlos. Großflächige Parkanlagen lautet der Oberbegriff im Gartenbauamt. Dazu gehören neben dem Pegnitztal-West auch die Volksparks Marienberg und Dutzendteich, der Stadt- und Westpark sowie das Erholungsgebiet von Wöhrder Wiese und Wöhrder See. Unabhängig von fest installierten Spielplätzen am Rand stehen hier gezielt Flächen zur Verfügung, wo Menschen sich nach ihrer Fasson bewegen und erholen können. Beachvolleyball und Naturerlebnis Dabei legt Gartenbauamtsleiter Rudolf Kuhlmann durchaus Wert auf eine Weiterentwicklung kamen Beachvolleyballfelder am Marienberg und Dutzendteich oder Kleinspielfelder in der Wöhrder Wiese hinzu. Demnächst werden markierte Jogging-Strecken ausgewiesen. Der letzte Schrei sind altersübergreifende Spielplatzangebote wie im Stadtpark, damit sich Großeltern und Enkel am gleichen Ort und mit passenden Geräten trimmen können gleich neben den Aktionen der Straße der Kinderrechte. Mit dem Recht auf Freizeit, Spiel und altersgemäße Erholung, dem Artikel 31 der UN- Kinderrechtskonvention, wird auch im neuen Rahmenplan Jugendhilfe Spielen in der Stadt argumentiert. Die Bestandsaufnahme des Jugendamtes hat für Nürnberg insgesamt einen Fehlbedarf von über Quadratmetern Spielfläche ausgemacht, nur sieben von 57 Gebieten gelten als ausreichend ausgestattet; dazu zählen der Bereich Dutzendteich und das Knoblauchsland. Bei vielen Neuplanungen, wie etwa auf dem Mammutgelände in Schoppershof, will man auf Multifunktionalität achten. Das heißt: Neben Sandkasten und Ballspiel soll Platz für Natur- und Sinneserlebnisse sein. Nicht zuletzt eine Reaktion auf die Erfolge des alljährlichen Erfahrungsfelds 08 J U N I

9 Trittsicher: Auf der hölzernen Schlange, die den Naturerlebnispfad zwischen Satzinger Mühle und Hammer schmückt, lässt es sich wunderbar balancieren. Wetterfest: Unter der Brücke beim Freibad West spielt auch Sportökonom Michael Kolb (vorne) gern Streetball. Auch bei Regen ein Trocken-Training! zur Entfaltung der Sinne auf der Wöhrder Wiese oder den anno 2000 zwischen Satzinger Mühle und Hammer angelegten Naturerlebnispfad mit seinen liebevoll gemachten Stationen, inklusive einer hölzernen Kletterschlange. Die geplanten Verbesserungen im Spielplatz- Bereich sind aber nur ein Baustein. Kids aktiv heißt der Titel eines Programms, bei dem Sportökonom Michael Kolb vom SportService der Stadt seit zwei Jahren vor allem mit Kindertagesstätten und Schulen kooperiert. Durch Aufklärung, Pädagogen-Fortbildung und Projekte wie die Bewegungsgeschichte Reise um die Welt möchte er wieder Spaß an der Bewegung vermitteln. Die Streetsoccer-Turniere im Sommer sind ein Höhepunkt. Augen öffnend wirken derweil Bestandsaufnahmen für bestimmte Stadtteile: Die aktuelle Broschüre für Gostenhof, St. Johannis, Muggenhof und Wetzendorf weist 16 Sportstätten (Turnhallen und Sportplätze), 29 Spiel- und Bolzplätze sowie eine große Zahl an vorhandenen Bewegungsangeboten von Aikido über Ringen bis Kunstradfahren in diesen Stadtteilen nach. Im Rahmen eines Sportentwicklungsplans wird Nürnberg derzeit unter die Lupe genommen. Es gibt viel mehr, als man glaubt, und mindestens ein richtig gutes Angebot, heißt eine wichtige Erkenntnis. Deshalb empfiehlt Kolb, einfach mal um den Häuserblock rumzugehen. Wichtig sei, sich möglichst täglich körperlich zu betätigen. Dazu zählt der 33-Jährige, der selbst Streetball spielt und joggt, das Umsteigen aufs Fahrrad im Alltag oder gemeinsame Wanderungen. Streetball und Skulpturengarten Etwas versteckte Oasen zum Bewegen wie Entspannen findet man in der Stadt durchaus: Im Rosenaupark beim Plärrer um die Ecke ebenso wie im Hummelsteiner Park in der Südstadt. Direkt hinter dem Hauptbahnhof bringt der Defet-Skulpturengarten entlang der Stadtmauer das Hirn und den Kunstsinn auf Trab; auch der Faberwald bei Stein oder die Hesperidengärten in St. Johannis sind inspirierende Orte, die im weiteren Sinne multifunktional sind: Kinder können rumrennen und die Größeren die Seele baumeln lassen. Dass es manchmal auch krachen darf, kann man am Kornmarkt erleben: Für die Skater-Szene ist der Platz neben dem Germanischen Nationalmuseum mit seinen vielen Kanten, Sitzbänken und dem Zebramuster ein gutes Pflaster, um waghalsige Sprünge auf selbstgebauten Rampen zu üben. Die Stadt toleriert die Entwicklung solange alles im Rahmen bleibt, nichts zerstört und die Nachtruhe respektiert wird. Ein Zeichen dafür, dass sich auch die Stadtverwaltung lockerer bewegt schön für Nürnberg. Text: Jo Seuß; Fotos: Uwe Niklas F A M O S Beweg Dich!

10 So kriegen Pommes ihr Fett weg 495 kcal Wir wollten es wissen: Welchen Einsatz muss man bringen, um eine Runde Fast Food auszugleichen? Eine große Portion Pommes (160 Gramm) hat 470 Kalorien. Zusammen mit einer Tüte Ketchup (25 Kalorien) sind es 495 Kalorien. In sieben Minuten ist das alles verdrückt. So rasant schafft es keiner, diese Zufuhr wieder zu verbrauchen. Aber mit Laufen, Tanzen, Radeln und sogar Bügeln kriegen die Pommes locker ihr Fett weg. 50,5 Min. Illustrationen: Cornelia Krug Ein 70 Kilo schwerer Mensch muss dafür: Klavierspielen...3 St Min. Tanzen St Min. Volleyball...2 St...11,5 Min. Bügeln...1 St...59,8 Min. Gymnastik...1 St Min. Wandern...1 St Min. Krafttraining...1 St Min. Ski-Abfahrt...1 St Min. Tennis...1 St Min. Inlineskaten....1 St....0,6 Min. Rasen mähen....1 St Min. Bergsteigen ,9 Min. Fußball spielen ,4 Min. Radfahren (20km/h) Min. Nordic Walking ,5 Min. Skilanglauf ,3 Min. Schwimmen (Brust) ,2 Min. Laufen (normal, 12 km/h) ,7 Min. Squash ,1 Min. Laufen (schnell, 17 km/h) ,4 Min. 24,4 Min. Zum Vergleich: Ein 50 Kilogramm schwerer Mensch benötigt diese Zeit: Wandern...1 St Min. Krafttraining...1 St Min. Fußball spielen...1 St Min. Schwimmen (Brust)...1 St....2 Min. Laufen (schnell, 17 km/h)...34,1 Min. 1 St. 59,8 Min. 44,2 Min. Quellen: Gesundheitsamt Nürnberg, mit besonderem Dank an Maren Wagner 10 J U N I

11 Grenzgänger und Pausenfüller Manche Leute gehen bis an ihre Grenzen, andere legen am liebsten die Füße hoch. Dazwischen ist viel Raum für Spaß und Rekorde, wie unsere fünf Porträts zeigen. Er läuft und läuft und läuft... Der Ultraläufer Manfred Fellner Beim Alt-Herren-Fußball störten Manfred Fellner irgendwann das rohe Spiel und die Saufgelage. So landete der 52-jährige Freiberufler vor zehn Jahren bei seinem ersten Waldlauf. Weil Fellner im Leben alles entweder g scheit oder gar nicht macht, wagte er nach sieben, zehn und 21 Kilometer langen Rennen 1999 den ersten Marathon; 42,195 Kilometer in Berlin. Schau mer mal, was passiert, hieß Fellners Marschroute. Nach vier Stunden und 18 Minuten kam er ins Ziel. Es sei einfach nur schön gewesen. Das schrie nach einer Steigerung, zumal der Eibacher schon vom Ultralauf durch die nordafrikanische Wüste über sechs Etappen und 240 Kilometer gehört hatte machte er beim Marathon de Sable mit und erreichte das Ziel. Manche dachten schon, ich spinn, räumt Fellner ein. Wenn er etwa bei Schneesturm nachts zu einem Brauerfest in die Fränkische Schweiz joggte oder zehn Stunden mit der Trinkflasche in der Hand nach Bayreuth lief. Das ist fast a Sucht, gesteht er. Es sei ein irres Gefühl, weil du die Natur hautnah erleben kannst, erklärt er die Faszination des Laufens. Zeiten und Leistungsdenken sind ihm unwichtig, er gehört zu den Genussläufern, gönnt sich schon mal ein Bierchen oder ein Glas Wein. Seine Frau Heidi absolvierte kürzlich ihren ersten Marathon in Rom, wo auch seine zwei erwachsenen Söhne die ersten zehn Kilometer mitliefen. Hochachtung hat er vor ihr, nun wollen sie wieder gemeinsam eine Langstrecke bewältigen. Text: Jo Seuß Lieber zocken gehen Michael König, der Anti-Sportler Sport ist Mord, sagt Michael Kiggel König, da halte ich es ganz mit dem alten Churchill! Der 35-Jährige ist Koch. Und sieht aus wie einer. Und wann hat ein Koch frei? Richtig: am Montag!. Kiggel grinst. Das ist perfekt, denn montags ist Spieleabend beim Ali-Baba-Spieleclub. Das ist mein Ausgleich: Statt Sport zu treiben gehe ich lieber zocken! Womit wir bei Michaels großem Hobby wären: Spielen. Auf dem Brett, mit Karten, am PC egal. Am liebsten Wirtschaftssimulationen. Rund 200 Brettspiele aus drei Jahrzehnten türmen sich in den Schränken seines kleinen Zimmers. Das ist aber noch wenig, winkt er ab. Ein Bekannter hat 5000! Spielen hat Tradition bei den Königs. Der Vater schaffte bei Vedes, nahm den Sohn mit auf die Spielwarenmesse. Heute sammelt Michael unter anderem Spiele der amerikanischen Firma Avalon Hill. Ich war nie der Typ, der gewinnen muss, nickt der Queen- und Abba-Fan und fingert nach einer Schachtel. Noch einen Mohrenkopf? Text: Stefan Gnad F A M O S Beweg Dich!

12 Der Kopf trainiert mit Elsbeth Trapp macht seit 70 Jahren Gymnastik Sport hat immer zu Elsbeth Trapps Leben dazu gehört. Zwar ist die 77- Jährige längst im sogenannten Ruhestand, doch noch heute macht sie jeden Morgen 15 Minuten Gymnastik im Badezimmer. Das ist für mich so selbstverständlich wie Zähneputzen. Als Mädchen ging Elsbeth Trapp erstmals ins alteingesessene Loges-Studio. Jetzt, mit 77, geht sie immer noch hin. Fast 70 Jahre sind so zusammengekommen, in denen sie jede Woche einmal zum Training geht. Ich besuche die rhythmische Gymnastik, die mich in Sachen Beweglichkeit und Koordination fordert und mir dabei hilft, meine Muskeln zu kräftigen. Die Übungen halten mich auch geistig fit, weil sie anspruchsvoll sind und ich mir eine Abfolge merken muss. Für ihr Alter fühlt sich Elsbeth Trapp wirklich fit. Wenn meine Bekannten manchmal über ihre Zipperlein jammern, dann frage ich sie, warum sie es nicht mit Sport probieren. Text: Silke Roennefahrt Schattenboxen für Verspannte Viola Schlund schwört auf Tai Chi Es war im September 2004, als Viola Schlund mit Verspannungen in Nacken und Rücken zu kämpfen hatte. Nicht untypisch für eine Kauffrau im Bereich Produktmarketing und Service, die viel am Schreibtisch sitzt. Ich wollte aber in keinen Verein gehen und mich festlegen, sagt die 33-Jährige, die früher auch mal gejoggt und geschwommen ist oder Squash gespielt hat. So klickte sie ins Intranet ihres Arbeitgebers Datev, wo sie auf über 240 Freizeitlernangebote stieß. Darunter auch Tai Chi, wie die Kunst des chinesischen Schattenboxens heißt. Und ohne sich vorab groß damit zu beschäftigen, ging sie nach Feierabend in den Fitnessraum des Datev- Schulungszentrums in der Sigmundstraße. Gleich hab ich ein Kribbeln in den Fingerspitzen gespürt, erzählt Viola Schlund, und die Energie, die bei den 37 Figuren fließt und Verspannungen löst. Von Meditation in Bewegung, die alle Muskeln beansprucht, spricht Schlund. Da die Reihenfolge stets gleich ist, können Anfänger leicht integriert werden. Inzwischen ist für sie klar: Wenn mir mal das Kreuz weh tut, mach ich eine Runde Tai Chi. Heute läuft sie nicht mehr so schief und krumm, und bei Präsentationen ist sie viel lockerer geworden. Zum Konzentrieren auf sich selbst genügt notfalls ein Toilettenraum für ein paar Minuten oder eine ruhige Park-Ecke. Datev-Mitarbeiter kann man übrigens zur warmen Jahreszeit gelegentlich mittags im Rosenaupark beim Pausentraining Fit in den Nachmittag mit Tai-Chi-Übungen beobachten. Text: Jo Seuß 12 J U N I

13 Max schwimmt allen davon Der Brecht-Schüler ist Deutschlands Schnellster Max Kraus kann nicht still sitzen. Seine Frühstücksteller-großen Hände wandern auf dem Tisch umher. Seine Füße scharren darunter. Als würden sich Muskeln und Sehnen darauf freuen, bis an die Belastungsgrenze beansprucht zu werden. Das ist wohl das Geheimnis von Max Kraus Gymnasiast, 15 Jahre alt und eines der größten Schwimm- Talente dieses Landes. 24 Stunden pro Woche trainiert der Jugendliche, mehr als die meisten Fußball-Profis. Nahezu seine gesamte Freizeit opfert er. Nur, um im entscheidenden Moment schneller zu sein als ein anderer 15-Jähriger aus einer anderen Stadt. In mancher Trainingseinheit schwimmt Max acht Kilometer, das sind 320 Bahnen im Hallenbad. Viermal in der Woche springt er schon vor dem ersten Schulläuten ins Becken. Am Nachmittag gibt es Einheiten, die fünf Stunden dauern. Seine Eltern unterstützen, ohne zu drängen. Solange ich Spaß daran habe, soll ich es machen, sagen sie. Mehr Motivation ist nicht nötig. Und sein Trainer Christian Jendricke vom 1. FC Nürnberg ist ein lockerer Typ, kein Schleifer. Max braucht für 200 Meter in seiner Speziallage Brust 2:28,22 Minuten. Der nächst schnellste deutsche 15-Jährige ist drei Sekunden langsamer. Noch. Im Hinterkopf, sagt Max, schwimmt der Gegner immer mit. Max ist ein guter Schüler, kein Streber. Dazu würde es ihm schon an der Zeit fehlen. Gelernt wird in der U-Bahn oder im Bus auf dem Weg zu den Wettkämpfen. Manchmal reicht es aber nicht für die Hausaufgaben. Selbst an der Bertolt- Brecht-Schule, der Partnerschule des Leistungssports, zeigt dafür nicht jeder Lehrer Verständnis. Es kümmert Max inzwischen ebenso wenig wie seine Schulkameraden, die kicken, dribbeln, werfen oder eben schwimmen, um irgendwann einmal bei Welt- und Europameisterschaften oder bei Olympischen Spielen zu starten. Text: Sebastian Böhm, alle Fotos: Anestis Aslanidis F A M O S Beweg Dich!

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