Stadt Rheinbach Rheinbach, den Der Bürgermeister Fachgebiet 01: Rat/Stadtmarketing. An die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses

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1 Stadt Rheinbach Rheinbach, den Der Bürgermeister Fachgebiet 01: Rat/Stadtmarketing An die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses nachrichtlich An die Mitglieder des Rates der Stadt Rheinbach Betr.: 9/6. Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Sehr geehrte Ratsfrauen, sehr geehrte Ratsherren! Im Nachgang zur Einladung zur 9/6. Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am überreiche ich die fehlenden Erläuterungen zu den Tagesordnungspunkten Öffentliche Sitzung 4 Finanzangelegenheiten 4.1 Erweiterung der eingesetzten Zinsderivate um das Finanzierungsinstrument "Forward" (Seiten ,) 4.2 Grundsätzliche Information zur Kreditzinsentwicklung hier: Schwerpunkt kurzfristige Kreditzinsen" (Seiten 38.S ) Den Antrag zu Tagesordnungspunkt 3 Sachstandsbericht E-Governrnent; Antrag der Ratsherren David Maaß und Oliver Baron (Seite 38.a) finden Sie ebenfalls beigefügt.

2 An den Rat der Stadt Rheinbach z.hd. Herrn Bürgermeister Stefan Raett I rmij M1t' 2~f.P?;P ".. David Maaß Nelkenweg Rheinbach Oliver Baron Sürsterweg Rheinbach Betr.: e-governnement Rheinbach, 2. November 2009 Sehr geehrter Herr Bürg ermeister, Bezug nehmend auf den Antrag ( ) des Ratsherrn David Maaß beantragen wir erneut, dass zukünftig alle Sitzungsunterlagen des Rates der Stadt Rheinbach und seiner Ausschüsse. inklusive der Protokolle - falls nötig mit Passwort gesichert -. auf die Internetseite der Stadt Rheinbach eingestellt und archiviert werden sollen. Ober eine integrierte Suchfunktion soll es ermöglicht werden, in den Sitzungsunterlagen und Protokollen nach bestimmten Schlagwörtern und Daten zu suchen. Begründung: Diese Maßnahme würde zu einer Erleichterung der Arbeit der Rats- und Ausschussmitglieder führen, da diese nicht länger "gezwungen" wären, sämtliche! Sitzungsvorlagen zu Hause zu lagern. Ferner ist diese Maßnahme praktisch kostenneutral., In Zukunft wäre es dann möglich, die Unterlagen online einzusehen und im Bedarfsfall herunter zu laden. Zusätzlich werden die Entscheidungen des Rates und der Ausschüsse auch für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger transparent Ein weiterer Nutzen wäre sicherlich, dass mittelfristig bei genannter Verfahrensweise sich auch Einsparungspotentiale für die Verwaltung ergeben. " f] t.vl/iri,,a./t/vu/(~j. David Maaß Oliver Baron Mitglied der GDU Fraktion im Stadtrat Mitglied dercdu Fraktion im Stadtrat,

3 FB 111 Tagesordnungspunkt 4. A Az.: SFI30 Seite 38.A Vorlage für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Rates am öffentliche Sitzung Beratungsgegens- Erweiterung der eingesetzten Zinsderivate um das Finantand: zierungsinstrument nforward" Haushaltsmäßige Auswirkungen/Hinweis zur vorläufigen Haushaltsführung: siehe Sachverhalt Beschlussvorschlag: - in eigener Zuständigkeit Die Verwaltung wird ermächtigt, das Derivat "Forward" als Instrument der Zinssicherung zu nutzen. Im Haupt- und Finanzausschuss vom wurde die Verwaltung ermächtigt, bestimmte Zinsderivate einzusetzen (damaliger TOP 2, Thema waren die Derivate "Forward Swap", "Callable Swap", "Cap"). Im Zuge der aktuellen Kreditüberlegungen kristallisiert sich der mögliche sinnvolle Einsatz des Derivats "Forward" heraus. Im Folgenden wird der "Forward" als viertes Derivat vorgestellt, insbesondere sein Unterschied zum schon vorgestellten "Forward Swap". Aufgrund aktuell zu erwartender Zinsbewegungen erfolgt die Beschlussfassung direkt im Haupt- und Finanzausschuss, um schnell handeln zu können. AUßerdem wird eine aktuelle Prognose zur Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der langfristigen Kreditzinsen vorgestellt. Das Finanzierungsinstrument "Forward" Die Zinssicherung ist das einzige Ziel, das die Stadt Rheinbach mit dem Einsatz von Derivaten verfolgt. Aktuell günstige Zinsniveaus sollen auch für die Zukunft gesichert werden, insbesondere dann, wenn zukünftig Zinssteigerungen erwartet werden. Diesem Ziel dient auch der in der Vorlage vom vorgestellte "Forward Swap". Hierbei kommt es zu einem komplizierten Konstrukt, bei dem ein Austausch von variablen und festen Zinssätzen vorgesehen ist (für weitere Informationen siehe Vorlage für die Sitzung des Haupt- und Finanzauschusses vom ). Während beim "Forward Swap" schon heute ein fester Zinssatz für einen zukünftig umzuschuldenden Kreditvertrag vertraglich vereinbart wird, - das betroffene Darlehen zum Umschuldungszeitpunkt variabel finanziert wird und die Stadt durch das Swapgeschäft (bis auf eine kleine "Bearbeitungs"Marge) einen Ertrag in Höhe der Zinsbelastung des zukünftig variablen finanzierten umgeschuldeten Darlehens erhält ist der "Forward" viel einfacher konstruiert.

4 Hier entfällt der Teil der variablen Finanzierung (2. und 3. Spiegelstrich) und es wird nur heute ein fester Zinssatz für einen zukünftig umzuschuldenden Kreditvertrag vertraglich vereinbart wird. Der einzige Nachteil gegenüber dem "Forward Swap" besteht darin, dass der Vertrag, sobald er einmal abgeschlossen ist, nicht mehr am Markt handelbar ist. Das kompliziertere Konstrukt "Forward Swap" ermöglicht es, das Geschäft - auch nach Vertragsabschluss - am Markt zu handeln. So gewinnt ein Swapvertrag für einen Kreditnehmer natürlich an Wert, wenn beispielsweise ein Zinssatz für 10 Jahre zu 4% garantiert ist und die Kreditzinsen auf 5% steigen. In diesem Fall könnte man den Swapvertrag an andere Interessenten verkaufen. Gleichzeitig würde man damit aber natürlich selbst nicht mehr in den Genuss der ZinsverbilligUng kommen. Sicherlich lassen sich - je nach Marktentwicklung - durch solche Geschäfte zusätzliche Erträge, aber auch zusätzliche Belastungen realisieren. Da aber beim Handeln mit Swaps der spekulative Aspekt an Bedeutung gewinnt, werden solche Geschäfte seitens der Stadt Rheinbach abgelehnt. Deswegen ist der "Forward", solange er am Markt angeboten wird, die bessere Alternative. Hier entfällt Verwaltungsaufwand (die Betreuung des variablen Bereichs beim Forward ist nicht zu vernachlässigen) und es kann wie beim "Forward Swap" das Zinsniveau gesichert werden. Einflussgrößen des Kapitalmarktes Der mögliche Einsatzbereich des "Forwards" sind die langfristigen Investitionskredite. In der für diese Sitzung vorangestellten Vorlage,,"Grundsätzliche Informationen zur Kreditzinsentwicklung, hier Schwerpunkt kurzfristige Kreditzinsen" wurde dargelegt, warum für eine Abschätzung der zukünftigen Entwicklung der Zinsen für langfristige Kredite auf die der Prognosen der Entwicklung des "Kapitalmarktes" zurückgegriffen wird. Für Rentenpapiere (z.b. Anleihen) und Aktien, die auf dem "Kapitalmarkt" gehandelt werden, liegen bessere Informationen über die Preisentwicklung vor als auf dem "Kreditmarkt". Da zusätzlich auf beiden Märkten ein vergleichbares Gut gehandelt wird (nämlich "langfristiges Kapital") verlaufen die Entwicklungen von "Kapitalmarkt" und "Kreditmarkt" ähnlich. Während als Haupteinflussgröße der Zinssätze des Geldmarkts (= kurzfristige Kredite) die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank gilt, bestimmen die Entwicklung des "Kapitalmarktes" andere Faktoren. Insbesondere die wirtschaftliche Situation eines Landes hat große Bedeutung für die Entwicklung der langfristigen Zinsen. Bei nachhaltig hohem Wirtschaftswachstum kommt es vermehrt zur Vollauslastung der Produktionskapazitäten. Als Folge entsteht eine hohe Investitionstätigkeit, die einen Anstieg der Kreditnachfrage bewirkt. Bei einer erhöhten Kreditnachfrage ist von steigenden Zinsen auszugehen. Selbstverständlich existieren noch andere Einflussgrößen des Kapitalmarkts, z.b. Entwicklung der öffentlichen Kreditnachfrage, allerdings ist hier eher von gegenüber der Vergangenheit kaum veränderten Verhältnissen auszugehen.

5 Prog noseschwierig keiten TOP 4.' SlAtt 1!.3 Enorm erschwert wird die Vorhersage der langfristigen Zinsentwicklung durch die Globalisierung der Finanzmärkte. Die nationale Entwicklung eines Landes hat immer weniger Einfluss auf die im Land geltenden Zinsen. Spekulationen von finanzstarken Investoren verzerren das Bild enorm. Auch haben Änderungen der Bonitäts-Ratings von Mitgliedern der Europäischen Union bedeutenden Einfluss auf die Zinshöhell im Euro-Raum (Stichwort: Rating-Abwertung von Spanien und Griechenland). Als Folge dieser Vielzahl von kaum vorhersagbaren Einflussgrößen haben Zins Prognosen keine gute Trefferwahrscheinlichkeit. Nur als Beispiel der Trefferquote wird auf den Bericht "VÖB-Zinsprognose-Spektrum September 2010" verwiesen (abrufbar via Internet unter: newsletter/newsletter_zinsprognose/). Hier wurde überprüft, wie gut vier Zinsprognosen der Monate Januar und Mai 2010 die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen im September vorhergesehen haben. Mögliche Prognoseergebnisse waren Prognose einer Zinserhöhung (um mehr als 10 Basispunkte) Prognose einer Seitwärtsbewegung (Veränderung kleiner als 10 Basispunkte) Prognose einer Zinssenkung (um mehr als 10 Basispunkte) Nachdem Prognosezeitpunkt verstrichen war, wurde die erwarteten mit den tatsächlich realisierten Zinsen vergleichen. Als Ergebnis ist festzustellen, dass keine der prognostizierten Zinsentwicklungen sich auch tatsächlich realisiert hat. Diese Information soll nicht dazu dienen, Zinsprognosen als sinnlos einzustufen. Selbstverständlich ist nicht jede Zinsprognose falsch, wichtig ist nur zu erkennen, dass sehr viele kaum vorhersehbare Faktoren die Prognose der Kapitalmarktzinsen enorm erschweren. Auch wenn die Zinseinschätzungen nur unvollkommen sind, ohne eine Zinsmeinung geht es nicht! Entwicklung des Kapitalmarktes Anhand der vorliegenden Informationen (inklusive Zinsprognosen von Banken/Finanzfachleuten) wird von steigenden Kapitalmarktzinsen in Deutschland ausgegangen. Hauptursachen dieser Prognose sind - das historische Zinstief, in dem wir uns befinden (und das nicht ewig währt) - das Bewältigen der Bankenkrise mit der Folge des Einsetzens eines substanziellen Wirtschaftswachstums Das aktuell günstige Zinsniveau spiegelt sich in den Kurven des Kapitalmarktes wider. Noch besser geeignet für einen Nachweis des günstigen Zinsstandes ist die Kreditkurve der langfristigen Kredite der Stadt Rheinbach:

6 Zinssatz Investitions kredite 9,0% -, ,.,,,,-'-~--" c , 8,0% +'-'""" 7,0% N 6,0% m5,0% ~ 4,0% N 3,0% 2,0% 1,0% 0,0% C') '<t I!) <D 00 Ol N C') '<t I!) <D r Ol 0 Si Ol Ol Ol Ol Si Ol Ol 0 0 ~ Ol Ol Ol Ol Ol Ol Ol Ol ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ N N N N N N ~ N N N Aufnahm ejahr Nun ist - wie in der vorhergehenden Vorlage für den Geldmarkt - zu prüfen, ob eine Sicherung des aktuellen günstigen langfristigen Zinsniveaus - die selbstverständlich ihren Preis hat (Aufschlag auf den Zins) - eine sinnvolle Entscheidung ist. Nach aktueller Abfrage quotieren Forwards im niedrigen 4%-igen Bereich. Sollte also das reale Zinsniveau (für langfristige Kredite) in einem überschaubaren Zeitraum über diese Grenze steigen, so wären alle dann anstehenden Umschuldungen, die nicht mit einem Forward abgesichert wurden, sondern einfach zum Umschuldungszeitpunkt neu aufgenommen werden, zu einem höhereil Zinssatz zu finanzieren. Entscheidend ist also die Frage, ob aktueller Handlungsbedarf für eine Zinssicherung vorliegt, wie stark und wie schnell Zinsen voraussichtlich steigen und wie hoch der Preis dieser Sicherung ist. Während beim kurzfristigen Kredit alle drei Faktoren gegen eine Zinssicherung sprechen (kein zu starker Zinsanstieg/Zinsanstieg erst Mitte/Ende 20111Zinssicherung verursacht hohe Kosten), gilt für die langfristigen Kredite vor allem bei den beiden Faktoren "Zeitpunkt Zinsanstieg" und "Kosten der Zinssicherung" genau eine entgegengesetzte Einschätzung: Es wird kurzfristig ein Zinsanstieg erwartet und die Kosten der Zinssicherung sind tragbar. Fazit: Die Zinssicherung für langfristige Kredite kommt aus heutiger Sicht in Frage. Ob tatsächlich ein Abschluss einer Zinssicherung über eins der vier vorgestellten Derivate erfolgt, hängt selbstverständlich von den konkreten Ergebnissen der Angebotsabfrage bei den Banken ab. Rheinbach, den Kämmerer

7 FB 111 Tagesordnungspunkt 4.'2 Az.: SFI30 Seite 31.S- Vorlage für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Rates am , öffentliche Sitzung Beratungsgegens- Grundsätzliche Informationen zur Kreditzinsentwicklung, tand: hier Schwerpunkt "kurzfristige Kreditzinsen" Haushaltsmäßige Auswirkungen/Hinweis zur vorläufigen Haushaltsführung: siehe Sachverhalt Beschlussvorschlag:.. als Empfehlung an den Rat.. - Der Rat nimmt die Informationen zur Kreditzinsentwicklung zur Kenntnis. Im Haupt- und Finanzausschuss vom wurde die Verwaltung ermächtigt, bestimmte Zinsderivate einzusetzen (damaliger TOP 2). Im Zuge der Diskussion wurde vom Bürgermeister zugesichert, dass auch zukünftig über die Entwicklung auf dem Kreditmarkt berichtet wird. Dies geschieht mit den nachfolgenden Informationen: Beobachtet man die Zinsen des Kreditmarkts, so stellt man fest, dass die Zinshöhen in verschiedenen Jahren erheblich voneinander abweichen. Als Beispiel sind in der nachfolgenden Grafik die vertraglich fixierten Zinssätze der Investitionskredite der Stadt Rheinbach mit Geschäftsbanken seit 1992 (also ohne Kredite bei Förderbanken) aufgeführt. Zinssatz Investitionskredite Stadt Rheinbach 9,0% --, "----, 8,0% 7,0% N 6,0% m5,0% :g 4,0% N 3,0% 2,0% 1,0% 0,0% +---r-, r--..,-----,--..., ,.---,------r--r-----r--, ,----.,--,-----.,--i N CD r--. o o o o N N N N Aufnahm ejahr Vereinfacht lässt sich die Kurve in 5 Teilstrecken separieren: Zinssenkungsphase Relative Konstanz Zinssenkungsphase Zinsanstiegsphase Zinssenkungsphase

8 Ziel unserer Kreditwirtschaft ist es', die Kreditnachfragen zu einem möglichst günstigen Zeitpunkt - d.h. bei niedrigem Zinssatz - am Markt zu platzieren. Um diesen Zeitpunkt des Handeins zu erkennen, muss eine Abschätzung der zukünftigen Zinsentwicklung erarbeitet werden. Diese Zinsprognose, die auch als "Zinsmeinung" bezeichnet wird, ist das Kernstück der Entscheidungsfindung. stark ver Hat man diese "Zinsmeinung" erarbeitet, so lässt sich die Entscheidung einfacht - wie folgt festlegen: Prognose "zukünftige Entwicklung": steigende Zinsen sinkende Zinsen Handlungsempfehlung: Handeln (um aktuelles, günstiges Zinsniveau zu sichern) Warten (um zukünftiges, günstiges Zinsniveau zu realisieren) Kommunale Entscheidungsspielräume in der Kreditwirtschaft Der Entscheidungsspielraum (wann/wie/mit welchem Betrag Kredite/Derivate nachgefragt werden) ist für die Kommune Rheinbach - insbesondere als Kommune ohne genehmigtes Haushaltssicherungskonzept - stark eingeschränkt. Beispielsweise schränkt das Haushaltsrecht die Kommunen viel stärker in ihren Kreditentscheidungen ein als Unternehmen. Grundsätzlich sind die Laufzeiten der Kredite entsprechend den Laufzeiten der durch sie finanzierten Vermögensgegenstände anzupassen (It des Runderlasses "Kreditwirtschaft der Gemeinden"). Folglich sind langfristige Kredite grundsätzlich nur für (langfristige) Investitionen zulässig. Eine "Bevorratungspolitik bei langfristigen Krediten" in guten Zeiten (d.h. Kreditaufnahme bei niedrigem Zinssatz ohne tatsächlichen investiven Kreditbedarf) ist nicht erlaubt. Während bei "Altkrediten" (Volumen ca. 62 Mio ) über den Einsatz von Derivaten Handlungsspielräume ermöglicht werden (z.b. indem das aktuelle Zinsniveau für einen in 2 Jahren umzuschuldenden Kreditvertrag gesichert wird), erschwert die Kreditgenehrnigung im Bereich der "Kreditaufnahmen für Investitionen des laufenden Jahres" (geplantes jährl. Volumen 2010 und 2011 ca. 3 Mio. ) das flexible Handeln.. Die Kreditgenehmigung erfordert Bearbeitungszeit bei der Kommune (Abschluss Haushaltsplanverfahren/Antragerstellung) und bei der KommunalaufsichtiBezirksregierung und dem Innenministerium (Antragsprüfung/Erteilung Genehmigung). In der Regel liegt die Kreditgenehmigung erst im Quartal eines Jahres vor. Erst dann dürfen Kreditverbindlichkeiten ins Auge gefasst werden. Allerdings ist dies immer noch nicht der Zeitpunkt, zu dem der im Haushaltsplan veranschlagte Kreditbedarf aufgenommen werden darf. Denn Grundlage für die Kreditaufnahme sind nicht die "Ansätze" (=geplante Bedarfe) sondern die "Anordnungen" (=tatsächliche Bedarfe, z.b. aus zu zahlenden Unternehmerrechnungen). Der tatsächlich realisierte Kreditbetrag steht also erst nach Einbuchung (und Prüfung) aller Unternehmerrechnungen und aller sonstigen zu berücksichtigenden Buchungen (z.b. kreditmindernd wirkende Investitionszuweisungen) fest. Dies ist erst nach Abschluss der Jahresrechnungsarbeiten (1. Quartal des Folgejahres) möglich. Fazit: Kommunen besitzen bei Kreditentscheidungen grundsätzlich nicht die großen Spielräume wie Unternehmen (z.b. freie Wahl der Laufzeit ist eingeschränkt, "Bevorratung" nicht möglich) Bei "Kreditaufnahmen für Investitionen des laufenden Jahres" exis

9 rop,.,..'< Je.'le sl.~ tiert kaum Handlungsspielraum, was den Zeitpunkt der Kreditauf nahme angeht Über den Einsatz von Zinsderivaten ist es möglich, bereits heute direkten Einfluss auf die Zinshöhe der "Altschulden" zu nehmen, auch wenn diese erst in einigen Jahren zur Umschuldung anstehen. Unterscheidung verschiedener Kreditbedarfe Der Kreditbedarf der Stadt Rheinbach teilt sich auf in den investiven Kreditbedarf und den Kassenkreditbedarf Diese Unterscheidung ist aus verschiedenen Gründen von Bedeutung. Die folgende Tabelle soll einige wichtige Unterscheidungsmerkmale verdeutlichen: Investiver Kredit Kassenkredit Zweck der Kredit- Ober den investiven Kre 1. Der Kassenkredit dient grundsätzlich nur aufnahme: dit werden Vermögens- der kurzfristigen Vorfinanzierung von werte geschaffen. Auszahlungen (nur temporärer Kreditbedarf). 2. Bei Kommunen mit nicht ausgeglichenem Haushalt zu denen die Stadt Rheinbach zählt - übernimmt der Kassenkredit eine zweite Funktion, er dient dauerhaft der Finanzierung der Altfehlbeträge. Erst wenn der Haushalt OberschOsse erwirtschaftet. ist ein Abbau des i Kassenkredits möglich. Bedeutung/ Entwick- Wichtige Bedeutung für 1999 war das letzte Jahr, in dem das Ergebnis lung der Zinsbelas den Haushalt. Aufgrund des Verwaltungshaushalts ausgeglichen war tung: der durch die Kreditge (angeordnete Einnahmen =angeordnete Ausnehmigung beschränkten zahlungen). Deswegen ist bis 1999 der Kassen- Aufnahmemöglichkeit ist kredit nur als temporäres Kreditinstrument zur der Gesamtbestand der kurzfristigen Vorfinanzierung eingesetzt worden.. investiven Kredite leicht rückläufig (2005: 72 Mio Ab 2000 wiesen die Ergebnisse des Verwal, Mio. ). tungshaushalts Defizite aus. Da diese Fehlbeträge über den Kassenkredit finanziert werden '" und Im FInanzplanungszeitraum jahrllch weitere Fehlbeträge erwirtschaftet werden, gewinnen die Kassenkredite immer mehr an Bedeutung. Jahr Belastung aus Altfehlbeträgen 2000 omio. (It. Jahresergebnis) Mio. (It. Jahresergebnis) Mio. (11. Planzahl HPL 2010) i Laufzeit der Kredite: i Langfristig (in den meis- In der Regel kurzfristig (Tagesgelder, 1 ten Fällen haben die In- Monatskredite, 3-Monatskredite). Die Stadt vestitionskredite eine Rheinbach hat den gesamten Kassenkreditbe- Laufzeit von 10 Jahren stand in diesem kurzfristigen Bereich. und mehr) Maximale Laufzeit 5 Jahre (Laufzeiten über 3-5 Jahre sind, wegen der atypisch langen Laufzeit, mit der Kommunalaufsicht abzustimmen).

10 TOf 4. '< St.'./t. 31. e Für das Hauptthema dieser Vorlage nämlich der Prognose der zukünftigen Kreditzinsentwicklung - ist hier vor allem von Bedeutung, dass diese beiden Kreditbedarfe auf unterschiedlichen Märkten gehandelt werden. Ursache für diese Marktsegmentierung ist, dass die Entwicklung der Zinsen für langfristige Kredite anderen Einflussgrößen unterliegt als die Entwicklung der kurzfristigen Zinsen. Theoretische Unterscheidung Geldmarkt, Kapitalmarkt, Kreditmarkt Um die auf den verschiedenen Märkten unterschiedlichen Einflussgrößen verständlich darzustellen, folgt eine kurze theoretische Betrachtung des Finanzmarktes: Der "Finanzmarkt" teilt sich auf in die drei Bereiche "Geldmarkt" "Kapitalmarkt" "Kreditmarkt" Während auf dem "Geldmarkt" kurzfristige Kredite gehandelt werden, regelt sich auf dem "Kreditmarkt" das Angebot und die Nachfrage der langfristigen Kredite. ~FinaTmarkt~ ~----~~--~-----, ~--~~~--~----~ Geldmarkt Kapitalmarkt Kreditmarkt Markt für kurzfristige Kredite Markt für Aktien/Renten Markt für langfristige Kredite iere Während der "Geldmarkt" intensiv beobachtet und analysiert wird, gilt dies nicht für den "Kreditmarkt". Der nationale Kreditmarkt ist weniger organisiert und dadurch intransparent. Deshalb werden keine Marktabschätzungen direkt für den "Kreditmarkt" getroffen. Da aber der "Kapitalmarkt" sich ähnlich entwickelt wie der "Kreditmarkt" und über den straff organisierten "Kapitalmarkt" (organisiert über Renten- und Aktienmarkt) hervor ragende Informationen und Marktanalysen vorliegen, wird zur Beurteilung der Ent wicklung des "Kreditmarktes" hilfsweise die Entwicklung des "Kapitalmarktes" heran gezogen. Warum diese beiden Märkte eine gleichlaufende Entwicklung haben, liegt darin be gründet, dass auf beiden Märkten ein ähnliches Gut gehandelt wird (nämlich Angebot und Nachfrage für langfristiges Kapital), und deshalb das Zusammenspiel von Ange bot und Nachfrage ein Ausgleich dieser beiden Märkte bewirkt. Dies wird am folgenden Beispiel (aus Kapitalgebersicht) verdeutlicht: Steigt die Rendite auf dem "Kapitalmarkt", so werden Kapitalgeber des "Kreditmark tes" versuchen, ihre Geldanlagen vom "Kreditmarkt" auf den "Kapitalmarkt" zu trans formieren. Beim "Kreditmarkt" senkt sich nun das Kapitalangebot. Dies führt - bei gleichhoher Nachfrage - zu steigenden "Kreditmarkt"-Zinsen. Beim "Kapitalmarkt" steigt das Angebot, dies führt - bei gleichbleibender Nachfrage - zu sinkenden "Ka pitalmarkt"-renditen. Diese Kapitaltransformation zwischen beiden Märkten endet dann, wenn auf beiden Märkten "etwa gleich gut" verdient wird.

11 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass der Kassenkredit dem "Geldmarkt" zugeordnet wird. Über den Geldmarkt liegen vielfältige Informationen vor, so dass Marktanalysen und -prognosen vorgenommen werden können dass über den "Kreditmarkt", auf dem unsere langfristigen Investitionskredite gehandelt werden, keine guten Marktinformationen vorliegen. Da aber die Entwicklung des "Kapitalmarkts" grundsätzlich gleich verläuft und über ihn gute Informationen vorliegen, dienen Marktprognosen des "Kapitalmarkts" zur Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der langfristigen Kredite. Entwicklung des Geldmarktes Hauptakteure auf diesem Markt sind die Banken. Die Hauptaufgabe des Geldmarktes ist die Sicherstellung der Liquidität der Geschäftsbanken. Die Zentralbank agiert als Anbieter, indem sie über verschiedene Instrumente den Geschäftsbanken zusätzliche Liquidität zur Verfügung stellt (die Geschäftsbanken "Ieihen" sich Geld bei der Zentralbank befristet aus). Dies geschieht allerdings nicht kostenlos. Für die zusätzlich erhaltene Liquidität müssen die Geschäftsbanken einen bestimmten Preis an die Zentralbank zahlen. Über diesen Preis und über die Menge der zusätzlichen Liquidität steuert die Zentralbank die Geldmenge in der/den Volkswirtschaftlen. Dies ist eine zentrale Aufgabe der Zentralbank. Je höher der Preis der Liquidität für die Geschäftsbanken ist, um so weniger werden die Liquiditätsangebote der Zentralbank in Anspruch genommen. Da die Entwicklung der Zinsen des Geldmarktes maßgeblich durch die Geldmengenpolitik der Zentralbank beeinflusst wird, ist es wichtig zu verstehen, warum die Geldmenge Einfluss auf die Volkswirtschaft hat und wie sie von der Zentralbank gesteuert wird. Dass eine ausreichende Geldmenge vorhanden sein muss, um die Liquiditätsansprüche einer Volkswirtschaft zu befriedigen, ist einfach zu verstehen. Ohne eine ausreichende Geldversorgung können nicht alle gewünschten Markttransaktionen ("Marktgeschäfte U ) durchgeführt werden. Im Endergebnis wird so das Wirtschaftswachstum reduziert. Etwas komplizierter wird die Sache, wenn man sich die Frage stellt, warum die Geldmenge auch "zu hoch" sein kann. Hier ist der Begriff der "Inflation" von zentraler Bedeutung. Es würde den Rahmen dieser Vorlage sprengen, wenn wir diesen Begriff theoretisch umfassend darstellen würden. Deshalb sind die folgenden Anmerkungen nur als vereinfachte und grobe Zusammenfassung zu verstehen. In der Volkswirtschaftslehre unterteilt man die "Gütermenge" (Menge aller Waren und Dienstleistungen) von der "Geldmenge". Aus dem Zusammenspiel dieser beiden Mengen ergibt sich das Preisniveau. Nur die "Gütermenge" ist ein verlässliches Maß des Reichtums einer Volkswirtschaft, da hier reale Werte betrachtet werden.

12 Im Gegensatz dazu ist die Geldmenge nicht geeignet als Maßstab des Wohlstands. Verdoppelt man beispielsweise die Geldmenge, so hat dies keinen direkten Einfluss auf die Gütermenge. Jeder Konsument verfügt nun zwar über doppelt so viel Geld wie vorher, kann aber - da die Gütermenge konstant geblieben ist - sich nicht mehr Waren kaufen. Nun setzt das typische Nachfrageverhalten ein, indem jeder Konsument seine Bereitschaft zeigt, etwas mehr Geld für seine nachgefragten Produkte zu bezahlen. Am Ende des Marktprozesses wird er bereit sein, genau das Doppelte für seine gewünschten Waren zu bezahlen. Effektiv gesehen besitzt er die gleichen Waren wie vor der Geldverdoppelung, er ist real nicht reicher geworden. Diese Preiserhöhung (in unserem Beispiel die Preisverdoppelung) aus einfacher Geldmengenerhöhung wird als "Inflation" bezeichnet ("Geldentwertung"). In der Vergangenheit haben viele Staaten die Gefahren der "Inflation" unterschätzt. Die staatlichen Geldpressen wurden angeworfen, um Staatsschulden zu bezahlen, ohne die Gefahren der Inflation zu hinterfragen. Worin genau liegen die Gefahren der Inflation? Eine relativ konstante Inflation ist nicht gefährlich. Es gibt sogar verschiedene Wirtschaftswissenschaftler, die eine geringe, konstante Inflation in der Verfassung festgeschrieben sehen wollen, um den Wirtschaftseinheiten verlässliche Rahmenbedingungen zu gewähren. Die Gefahr der Inflation liegt im großen Unsicherheitspotential für zukünftige Entscheidungen. Denn in der Regel verlaufen Inflationen sprunghaft, d.h. eben nicht konstant. Eine Abschätzung, wie hoch die Inflation in der Zukunft sein wird, ist dann nur mit großer Unsicherheit möglich. Diese Unsicherheit führt z.b. dazu, dass hohe Risikozuschläge bei Kapitalanbietern einberechnet werden, denn als Kapitalgeber muss man zumindest soviel Zins erwirtschaften, wie die Inflation entwertet (plus einem "echten Gewinn"). Dadurch verteuern sich die Kredite enorm und nur noch ganz wenige Geschäfte werfen für die Kapitalnachfrager genug Gewinn ab, um diese teuren Kredite nachzufragen. Die Inflationsgefahr verstärkt also die Unsicherheit der Einschätzung der Wirtschaftlichkeit zukünftiger Geschäfte und führt dazu, dass weniger Markttransaktionen vorgenommen werden. Dies führt zu sinkendem Wirtschaftswachstum. Die folgenden drei Kernaussagen fassen das Wissenswerte zum Geldmarkt zusammen: Die Zentralbank gestaltet die Geldmenge ausreichend hoch, um die Liquidität zu sichern und nicht zu hoch, um Inflationsgefahren vorzubeugen. Das Instrument der Zentralbank ist der Preis, den sie den Geschäftsbanken für die Inanspruchnahme zusätzlicher Liquidität anbietet. Ist dieser Preis hoch, fragen die Geschäftsbanken wenig zusätzliche Liquidität nach und die Geldmenge ist niedrig, top 4. ~ Je"Vt 14.40

13 niedrig, fragen die Geschäftsbanken viel zusätzliche Liquidität nach und die Geldmenge ist hoch. Ist die Geldmenge hoch, so ergibt sich ein niedriger Zinssatz auf dem Geldmarkt, niedrig, so ergibt sich ein hoher Zinssatz auf dem Geldmarkt. Nachdem alle Grundlagen vorgestellt wurden, wenden wir uns nun der konkreten Zinssituation auf dem Geldmarkt zu: Die Entwicklung des Geldmarktzinses von 1999 bis heute ist in der nachfolgenden Grafik dargestellt. top 't.<..re.'/f. '11.41 Geldmarktzins (Beispiel 3-Monats Euribor) 5,0%, , 4,5% 4,0% 3,5% 3,0% 2,5% 2,0% 1,5% 1,0% 0,5% 0,0% -f----,------r--r----, ,-----,---r----, , r l Auffällig ist - der rasante Zinsanstieg und das niedrige Zinsniveau 2009/2010. Die Ursachen dieser Entwicklung (der Vergangenheit) ermöglichen Prognosen für die zukünftige Geldmarktpolitik bzw. der zukünftigen Entwicklung des Geldmarktzinssatzes. Der Anstieg bis 2007/2008 spiegelt maßgeblich die Bankenkrise wider. Es herrschte so viel Unsicherheit auf dem Finanzmarkt, dass der Bankensektor nicht ausreichend Liquidität auf dem Geldmarkt zur Verfügung stellte. Als Ergebnis (sinkendes Angebot bei hoher Nachfrage) erhöhte sich der "Preis" für kurzfristige Kredite, der Geldmarktzins. Die Zentralbank reagierte auf diese ungewünschte Liquiditätsverknappung, indem sie den Geschäftsbanken zu besonders günstigen Konditionen zusätzliche Liquidität auslieh. Als Folge kam es zu einer extremen Zinssenkung in den in den Jahren 2009 und Mittlerweile ist die Hauptwelle der Bankenkrise überwunden und es wird (auch von den meisten Fachleuten) erwartet, dass sich die Zentralbank wieder verstärkt dem zweiten Ziel der Geldmengensteuerung zuwendet, der Inflationsbekämpfung. Deswegen ist zukünftig mit einer bewusst gesteuerten Geldmengenverknappung zu rechnen, um die "Überliquidität" als Reaktion auf die Bankenkrise wieder aus dem Markt zu nehmen.

14 TDP 'i.~ Erste kleine Schritte zur Geldmengenverknappung sind in den letzten Wochen durch die Zentralbank durchgeführt worden. Als Folge ergeben sich Zinssteigerungen bei den kurzfristigen Krediten. Mit der Prognose einer Trendwende hin zu steigenden Zinsen ist ein wichtiger Teilschritt erfolgt, aber nun ist noch zu klären, auf welchem Niveau die zukünftigen Zinsen liegen werden. Hier bewegt man sich auf besonders unsicherem Gebiet. Dies liegt insbesondere daran, dass keine nationale Geldpolitik erfolgt, sondern die Steuerung durch die Europäische Zentralbank (=EZB) erfolgt. Deutschland, aufgrund seiner besonders guten aktuellen Entwicklung, ist sehr an einer Geldmengenverknappung interessiert, die meisten anderen EU-Staaten, bei denen die Wirtschaft noch angeschlagen ist, sind weiter für die Bereitstellung einer großen Liquidität. Welcher Einfluss sich nun wie stark durchsetzt oder wie der Kompromiss aussehen wird, ist aktuell kaum vorhersagbar. Insgesamt gehen die meisten Prognosen für steigende kurzfristige Kredite aus, allerdings bewegt sich dieser erwartete Zinsanstieg (z.b. für den 3-Monats-Euribor, der aktuell rund 1 % beträgt) im gemäßigten Rahmen (0,3-0,6%). Erst Mitte/Ende 2011 wird von einer deutlichen Politik der Geldmengenverknappung durch die EZB gerechnet. Da mit steigenden Zinsen gerechnet wird ist zu prüfen, ob das aktuell günstige Zinsniveau für die Zukunft gesichert werden kann. So ist es beispielsweise möglich, den Kassenkredit nicht als täglichen Kredit zu führen, sondern die benötigten Geldmittel über einen längeren Zeitraum aufzunehmen. Deswegen erfolgte eine Marktabfrage für einen Kassenkredit mit der Laufzeit von 1,5 Jahren. Das Ergebnis dieser Marktabfrage war, dass für einen Kassenkredit mit einer Laufzeit von 1,5 Jahren ein Zinssatz von 1,58 % zu zahlen ist. Nun stellt sich die Frage, welche der beiden Alternativen wirtschaftlicher ist, entweder den Kassenbestand weiterhin als Tageskredit zu führen oder den Kassenbestand ganz oder teilweise für 1,5 Jahre zu fixieren. Offensichtlich sind die folgenden Überlegungen: In den Zeiten, in denen der Tagesgeldzinssatz unter 1,58 % liegt, ist der Tageskredit günstiger, Tagesgeldzinssatz über 1,58 % liegt, ist der Kassenkredit 1,5 Jahren Laufzeit günstiger.. Aktuell liegt der Tage~geldzinssatz erheblich unter der magischen Grenze von 1,58% (am betrug dieser 0,724 %). Aus den obigen Informationen ist abiesbar, dass auch in naher Zukunft keine gewaltigen Zinsanstiege zu erwarten sind. Dies spricht dafür, weiterhin die Tageskredit in Anspruch zu nehmen und keine längerfristigen Veiträge im Bereich der Kassenkredite abzuschließen. Selbst wenn der Zinssatz Ende 2011 über die magische 1,58%-Grenze steigen sollte und ab dann der Kassenkredit mit Laufzeit 1,5 Jahre günstiger wird, kippt das Ergebnis nicht. Denn für den Großteil der verstrichenen Zeit gilt, dass der Tagesgeldkredit die günstigere Alternative war. In Summe ist also der Zinsaufwand des Ta!~~k '11. 4<

15 gesgeldkredites für die 1,5 Jahre unter dem des Kassenkredits mit Laufzeit 1,5 Jahre. Ergebnis: Die aktuelle Prognose der Zinsentwicklung der kurzfristigen Kredite geht von steigenden Zinsen aus. Da der prognostizierte Zinsanstieg aber nicht stark genug ausfällt und die Kosten der Zinssicherung relativ hoch ausfallen, lohnt sich die Aufnahme eines längerfristigen Kredits nicht. Der Kassenbestand verbleibt als Tageskredit. Die Entwicklung auf dem Geldmarkt - und die Prognosen von verschiedenen Banken/Finanzfachleuten - wird täglich begutachtet, um im Bedarfsfall schnell handeln zu können. rop 4.'<. Sec'lt :?3.,13 Rheinbach, den Walter Kohlosser Kämmerer

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