ZEF. Wassernutzung. Wasser- und Landreformen in Afrika: Integrative Betrachtung aus institutioneller Perspektive. GLOWA Volta. Wolfram Laube, ZEF a

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1 Wasser- und Landreformen in Afrika: Integrative Betrachtung aus institutioneller Perspektive Wolfram Laube, a

2 Inhalt: Wasser und Land im internationalen Diskurs Interdependenz der Ressourcen Ansatzpunkte der Integration Bestehende Ressourcenregime Ausrichtung von Wasserreformen Ausrichtung von Landreformen Erfahrungen mit Land- und Wasserreformprozessen Gründe für das Scheitern von Reformprozessen Mögliche Strategiewechsel

3 Wasser und Land im internationalen Diskurs: erhöhter Ressourcendruck Degradation von Ressourcen ineffektive Ressourcenverwaltung ineffiziente Ressourcennutzung ungleiche Ressourcenverteilung konfliktgenerierend integratives Management gefordert

4 Interdependenz von Wasser und Land: Ökologisch Ökonomisch Infrastrukturell + + Institutionell? Ansatzpunkte für f r die Integration: Koordination von Wasser- und Landnutzungsplänen Koordination der Ressourcenallokation Komplementarität sozialer, ökonomischer und ökologischer Zielsetzungen

5 Bestehende Ressourcenregime: Land: Wasser: - formales Rechtssystem - formales Rechtssystem sektoral -`traditionelle Normensysteme -`traditionelle Normensysteme (kommunale Besitzrechte) (Riparian Doctrine) - flexible Besitz/Nutzungsrechte - flexible Besitz/Nutzungsrechte - fehlende Kataster - fehlende Kataster - hoher Grad an Informalität - hoher Grad an Informalität - konfliktreich - (potentiell) konfliktreich - großer Veränderungsdruck - großer Veränderungsdruck Sporadische Integration

6 Ausrichtung von Wasserreformen: Maßnahmen: Verstaatlichung von Wasserressourcen Zentrale Koordination des Sektors Vereinheitlichung formalen Rechts Zurückdrängen informeller Institutionen Ziele: - zentrale Bedarfssteuerung - ökonomische Effizienz - ökologische Nachhaltigkeit Registrierung von Wasserrechten Privatisierung von Wasserrechten Dezentrales Flussgebietsmanagement Partizipation von Interessengruppen Integration mit Landmanagement - gerechte Ressourcenverteilung - konfliktvermeidend

7 Water use Ausrichtung von Landrechtsreformen: Maßnahmen: Ziele: Zentrale Koordination des Sektors Schaffung von Katastern Zurückdrängen informeller Institutionen Privatisierung von Landrechten und/oder Formalisierung kommunaler Landrechte - klare rechtlicher Rahmen - günstiges Investitionsklima - Zugang zu Krediten - ökonomische Effizienz - nachhaltige Bewirtschaftung - Konfliktvermeidung

8 Erfahrungen mit Land- und Wasserrechtsreformen: politisch sensibel, Mangel politischen Rückhaltes, `donor-driven fehlende Ressourcen (Finanzmittel/qualifiziertes Personal) mangelnde Transparenz und Überprüfbarkeit wirtschaftliche und/oder politische Vorteilsnahme negative Auswirkungen auf die Verteilungsgerechtigkeit hohe Transaktionskosten Desinteresse der Bevölkerung konfliktverschärfend Ökonomische, ökologische und sozio-politische Ziele von Reformen gefährdet.

9 Gründe für f r das Scheitern von Reformen: Konzeption der Reformvorhaben: dirigistischer Ansatz flächendeckende Implementierung fehlende Transparenz `Scheinpartizipation fehlende Beachtung des institutionellen Rahmenbedingungen Institutionelle Rahmenbedingungen: multiple Machtarenen plurale Rechtsform Verwaltungspraxis schwache Verankerung partzipativer Politikformen Vermeidungsstrategien schwache Marktstrukturen

10 Mögliche Strategiewechsel: Beschränkung auf Regionen mit Ressourcenkonflikten genauere Analysen der institutionellen Rahmenbedingungen Einbindungen der Ressourcennutzer Einbindung in legitime lokale Rechts- und Autoritätsstrukturen Intensivierung der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, politische Bildung Schaffung `neutraler Einspruchsinstanzen Schaffung von Anreizstrukturen

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