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1 011 Qualifikationsverfahren Detailhandelsassistentinnen/ Detailhandelsassistenten Wirtschaft schriftlich Serie 3/3 Pos..1 E P E R T E N V O R L A G E Zeit 5 Minuten für 16 Aufgaben Bewertung Die maximal erreichbare Punktezahl ist bei jeder Aufgabe aufgeführt. Sinngemässe Antworten sind als richtig zu werten. Bei mehreren Antworten auf eine Frage ist die Reihenfolge der Antworten für die Bewertung ohne Bedeutung. Die Lösungsvorschläge bei offenen Fragen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind weitere Lösungen denkbar. Es sind nur ganze und halbe Noten zulässig. Hilfsmittel Taschenrechner (netzunabhängig) Notenskala Punkte = Note Punkte = Note 5, Punkte = Note Punkte = Note, Punkte = Note 5-5 Punkte = Note 3, Punkte = Note Punkte = Note, Punkte = Note 5-1 Punkte = Note 1,5 0 - Punkte = Note 1 Total 100 Punkte Sperrfrist: Diese Prüfungsaufgaben dürfen vor dem 1. September 01 nicht zu Übungszwecken verwendet werden. Erarbeitet durch: Autorinnen-/Autorenteam der Sprachregionalen Prüfungskommission im Detailhandel, Subkommission Deutschschweiz Herausgeber: SDBB, Abteilung Qualifikationsverfahren, Bern

2 Aufgaben Anzahl Punkte Wirtschaftssektoren Es wird zwischen drei Wirtschaftssektoren unterschieden. Aufgabe 1 Kreuzen Sie an, zu welchem Wirtschaftssektor die folgenden Berufe gehören. 5 Primärer Sektor Sekundärer Sektor Tertiärer Sektor Maler Polizeibeamtin Schuhmacher Taxifahrerin Wildhüter Budget Ein persönliches Budget ist sinnvoll, um die eigenen finanziellen Mittel in den Griff zu bekommen. Aufgabe Was ist ein Budget? Kreuzen Sie die zwei zutreffenden Aussagen an. Es ist eine Auflistung aller Ausgaben und Einnahmen. Beim Budget gilt der Grundsatz: Man kann mehr ausgeben, als man einnimmt. Ein Budget ermöglicht abzuschätzen, ob und wo Einsparungen möglich sind. Ein Budget führt zur Verschuldung. Übertrag 9 Position.1, Wirtschaft, Serie 3/3, Expertenexemplar 011 Seite

3 Anzahl Punkte Übertrag 9 Aufgabe 3 Beat Burri, Detailhandelsassistent im 1. Lehrjahr, möchte mehr Ordnung bei seinen Einund Ausgaben schaffen. Er will deshalb ein Budget erstellen. Er hat in der nachfolgenden Liste aufgeschrieben, welche Ausgaben er hat: Auswärtige Verpflegung Schule/Arbeit CHF 160. Körperpflege CHF 60. Busabonnement CHF 0. Handy CHF 50. Zahnarzt/Optiker CHF 5. Kleidung CHF 80. Krankenkasse CHF 50. Monatslohn CHF 650. Schulmaterial CHF 15. Taschengeld CHF 110. Sparen CHF??? a) Ordnen Sie diese Budgetposten richtig ins untenstehende Schema ein. Einzelne Einträge sind schon gemacht. 5 Monatsbudget Beat Burri Einnahmen Monatslohn CHF 650. (1 P.) Ausgaben Krankenkasse CHF 50. Busabonnement CHF 0. (1 P.) Schulmaterial CHF 15. (1 P.) Kleidung CHF 80. Körperpflege CHF 60. Taschengeld CHF 110. (1 P.) Handy CHF 50. Auswärtige Verpflegung CHF 160. (1 P.) Zahnarzt/Optiker CHF 5. Sparen CHF 0. b) Wie viel kann Beat Burri sparen? Tragen Sie die Summe oben in das Budget ein. Der Rechnungsweg muss ersichtlich sein. Einnahmen Ausgaben = CHF 650. CHF 610. = CHF 0. Differenz 1 P. 1 c) Berechnen Sie, wie viele Prozente das Sparen am Gesamtbudget ausmachen (auf Dezimale genau). Der Rechnungsweg muss ersichtlich sein. CHF 0. x 100 % = % = 6.15 % CHF Dreisatz Punkte Runden 1 Punkt Übertrag 18 Position.1, Wirtschaft, Serie 3/3, Expertenexemplar 011 Seite 3

4 Die Aufgaben des Detailhandels Ursprünglich war der Mensch Selbstversorger. Heute versorgt uns der Detailhandel mit Waren. Aufgabe Es gibt drei klassische Aufgaben des Detailhandels. Eine davon ist die Lagerung. Zählen Sie die beiden anderen Aufgaben auf. Anzahl Punkte Übertrag 18 Einkauf, Warenbeschaffung o.ä. Verkauf, Warenverteilung o.ä. Aufgabe 5 Welche der folgenden Aufgaben trifft nicht auf den Detailhandel zu? Kreuzen Sie an. Der Detailhandel verkauft seine Produkte an Endverbraucher. Der Detailhandel übernimmt die Mengenanpassung zwischen Produzent und Verbraucher. Der Detailhandel verkauft seine Ware an Wiederverkäufer. Der Detailhandel betreibt grundsätzlich institutionellen Handel. Aufgabe 6 Entscheiden Sie, welche Aussagen zum funktionellen Handel richtig sind. Die Hauptaufgabe ist die Herstellung eines Produktes. Er beschäftigt sich in der Regel nicht mit der Verarbeitung der Ware. Hauptaufgabe ist das Kaufen und Wiederverkaufen von Waren. Ein Beispiel ist ein Landwirt, der seine Produkte an den Dorfladen verkauft. Übertrag 6 Position.1, Wirtschaft, Serie 3/3, Expertenexemplar 011 Seite

5 Anzahl Punkte Übertrag 6 Konsumkreditgesetz Ein grosser Teil der Geschäfte wird heute auf Kredit abgewickelt. Aufgabe 7 Es gibt sowohl Kundenkredit als auch Konsumkredit. Erklären Sie in je einem Satz, worin der Unterschied besteht. a) Kundenkredit Der Kunde erhält vom Detaillisten eine Frist zur Bezahlung der Ware o.ä. b) Konsumkredit Der Kunde erhält einen Kredit von der Bank oder einem Unternehmen (und zahlt die Ware meist ab; im Konsumkreditgesetz geregelt) o.ä. Aufgabe 8 a) Für den Kunden entstehen Vorteile, wenn er einen Kredit erhält. Aber auch der Detailhändler profitiert. Verbinden Sie, welche Vorteile der Kunde hat und welche Vorteile der Detailhändler hat. Detailhändler Er benötigt kein Bargeld für den Einkauf. Kunde Sein Geld trägt Zinsen, weil es länger auf auf seinem Konto liegt. Der Kunde gibt mehr aus als geplant. Er hat mehr Umsatz. b) Nennen Sie stichwortartig einen Nachteil, den der Detaillist bei einem Kreditgeschäft im Gegensatz zu einem Barkauf hat. wartet länger auf Geld (Zinsverlust) hat administrative Aufwände Kommission o.ä. Aufgabe 9 Peter Anselm hat einen Konsumkreditvertrag über CHF 10'000. abgeschlossen. Was trifft zu, wenn Herr Anselm vom Vertrag zurücktreten möchte? Kreuzen Sie an. Peter Anselm kann nicht vom Vertrag zurücktreten. Peter Anselm kann mittels eingeschriebenem Brief vom Vertrag zurücktreten. Peter Anselm kann innert sieben Tagen vom Vertrag zurücktreten. Peter Anselm kann innert fünfzehn Tagen vom Vertrag zurücktreten. Übertrag 0 Position.1, Wirtschaft, Serie 3/3, Expertenexemplar 011 Seite 5

6 Betriebsformen Es gibt verschiedene Merkmale, mit denen Detailhandelsbetriebe unterschieden werden. Aufgabe 10 Sie haben beim Thema Betriebsformen acht Unterscheidungsmerkmale bzw. Kriterien kennengelernt. Wie prägen sich diese Merkmale bei einem «Discounter» (z. B. Denner, Aldi oder Lidl) aus? Füllen Sie die Tabelle entsprechend aus. Anzahl Punkte Übertrag 0 Beispiel: Ladeneinrichtung Sortiment (Lebensmittel-Bereich) Preisniveau Verkaufsform/Bedienungsform Betriebsgrösse (Filiale) einfache Ausführung / günstiges Mobiliar schmal und tief tief Selbstbedienung Kleinbetrieb-Mittelbetrieb 8 Preisangabe/Preisanschrift Die Kundschaft kann sich zu Recht auf die angegebenen Preise verlassen. Aufgabe 11 Entscheiden Sie durch Ankreuzen, welche Aussagen richtig sind. Preisanschriften von Schaufensterauslagen eines Detailhandelsbetriebs sind verbindlich. Preise in Katalogen sind verbindlich. Der Preis in einem Inserat ist für die Detailhandelsassistentin während der angegebenen Frist verbindlich. Eine falsch angeschriebene Ware (irrtümlicherweise CHF 39. statt CHF 9. ) muss mit dem falsch ausgezeichneten Preis verkauft werden. Aufgabe 1 Die Verpackung eines Geschirrspülers wiegt,5 kg oder 7 % des Bruttogewichts. Berechnen Sie das Gewicht des Geschirrspülers. Der Rechnungsweg muss ersichtlich sein. BG 100 % Tara,5 kg 7 % NG? 93 %,5 kg x 93 % = 3,550 kg 7 % Dreisatz Punkte Übertrag 5 Position.1, Wirtschaft, Serie 3/3, Expertenexemplar 011 Seite 6

7 Aufgabe 13 Der Einstandspreis eines Paares Flip-Flop beträgt CHF Der Bruttogewinnzuschlag beträgt 158 %. Berechnen Sie den Verkaufspreis (auf 5 Rp. genau). Der Rechnungsweg muss ersichtlich sein. EP CHF % + BG(Z) 158 % VP? 58 % Anzahl Punkte Übertrag 5 CHF 9.65 x 58 % = CHF.897 = CHF.90 Dreisatz 3 P. & Runden 1 P. 100 % Güter/Bedürfnisse Die Aufgabe der Wirtschaft ist die Herstellung und Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen, um Bedürfnisse zu stillen. Aufgabe 1 Weisen Sie den rechts stehenden Begriffen jeweils eine Bedürfnisart zu. Zeitung Luxusbedürfnis Sandwich Kulturbedürfnis Kleider Existenzbedürfnis Gitarre 5 Ferienwohnung als Zweitwohnung Aufgabe 15 a) Ordnen Sie die rechts stehenden Begriffe dem entsprechenden Gut zu. Fahrzeug Gebrauchsgut Kaffeebohnen Verbrauchsgut Kaffeemaschine Notizblock b) Setzen Sie die korrekten Fachbegriffe ein, damit die Sätze sinnvoll sind. Ein Fachbegriff darf in dieser Aufgabe nur ein Mal verwendet werden. Investitionsgüter / Produktionsgüter / freie Güter (fr. Gü. nur 1x verwenden) werden zur Herstellung anderer Güter verwendet. Freie Güter stehen in ausreichender Menge unentgeltlich zur Verfügung. Ein/eine Dienstleistung ist eine von einer Person erbrachte Leistung zur Deckung eines Bedarfs und ist weder lagerbar noch materiell. 3 Übertrag 70 Position.1, Wirtschaft, Serie 3/3, Expertenexemplar 011 Seite 7

8 Anzahl Punkte Übertrag 70 Aufgabe 16: Fallbeispiel (Total 30 Punkte) Die Teilfragen a) - h) beziehen sich auf die folgende Ausgangslage: Mitten in St. Moritz befindet sich die Edelschmuck AG. Das Geschäft für Markenuhren und auserlesenen Goldschmuck geniesst einen hervorragenden Ruf bei den Touristen aus aller Welt. Dieser Umstand erklärt sich einerseits durch die steigenden Kundenzahlen aus dem osteuropäischen Raum, speziell Russland, und andererseits weil man flexibel auf Kundenwünsche eingeht. a) Welche Betriebsform weist die Edelschmuck AG auf? Kreuzen Sie die richtige Antwort an. Fachmarkt Supermarkt Fachgeschäft Warenhaus b) Kreuzen Sie an, welche der folgenden Aussagen zu der Edelschmuck AG zutreffen und welche nicht. richtig falsch 1) Geschultes Personal ist für die Edelschmuck AG eine Voraussetzung für den Erfolg. ) Das Preisniveau der Edelschmuck AG ist eher hoch. 3) Das Sortiment der Edelschmuck AG ist breit und tief. ) Die Edelschmuck AG legt grossen Wert auf die Einrichtung des Geschäftslokals. c) Bei der Lieferung von teuren Uhren stellt die Edelschmuck AG bei der Warenkontrolle fest, dass das Gehäuse einer Uhr einen kleinen Kratzer aufweist. Das Obligationenrecht (OR) sieht für Mängel an Produkten drei Möglichkeiten vor. Nennen Sie die drei Möglichkeiten. Ersatz Wandelung Minderung 3 Übertrag 79 Position.1, Wirtschaft, Serie 3/3, Expertenexemplar 011 Seite 8

9 d) Beim Ankauf von Uhren profitiert die Edelschmuck AG massiv vom gefallen Euro- Kurs. Dies wird in der untenstehenden Tabelle ersichtlich. Preis / Stück (010) Preis / Stück (011) Herrenuhr Deluxe CHF '150. CHF 1'950. Herrenuhr Noblesse CHF '090. CHF 1'880. Damenuhr Deluxe CHF '300. CHF '050. Damenuhr Noblesse CHF '10. CHF 1'980. Summe CHF 8'750. CHF 7'860. Anzahl Punkte Übertrag 79 1) Nennen Sie das Uhrenmodell, das gegenüber dem Vorjahr die grösste Preisdifferenz hat. Damenuhr Deluxe (CHF 50. ) 1 ) Berechnen Sie den gesamten Preisnachlass (in CHF und Prozenten), wenn die Edelschmuck AG von jeder Uhr ein Stück einkauft (auf Dezimale genau). Der Rechnungsweg muss ersichtlich sein. CHF 8'750. CHF 7'860. = CHF 890. CHF 890. x 100 % = % = % CHF 8'750. Differenz 1 Punkt Dreisatz Punkte Runden 1 Punkt e) Kreuzen Sie an, welche der folgenden Aussagen zur Edelschmuck AG zutreffen und welche nicht. richtig falsch 1) In den Garantiebestimmungen kann die Edelschmuck AG auch vorsehen, dass sie Mängel an einem verkauften Produkt repariert. ) Ein mündlicher Kaufvertrag zwischen einem Kunden und der Edelschmuck AG ist in jedem Fall ungültig. 3) Auf einer Quittung stehen unter anderem die Menge und der Verkaufspreis des Artikels. ) Eine Mängelrüge eines Kunden an die Edelschmuck AG muss immer schriftlich sein. Übertrag 88 Position.1, Wirtschaft, Serie 3/3, Expertenexemplar 011 Seite 9

10 Anzahl Punkte Übertrag 88 f) Die Edelschmuck AG hat bisher keine Produkte über das Internet verkauft. Die Geschäftsleitung war der Meinung, dass die Kundschaft keinen Schmuck oder Uhren über das Internet kaufen wolle. Nennen Sie stichwortartig zwei Nachteile, die die Kundschaft beim Internetkauf von Schmuck sehen könnte. z. B. Produkte können nicht angefasst oder anprobiert werden Fotos von Produkten können täuschen Fehlende Beratung Bekanntgabe von persönlichen Daten im Internet (z.b. Kreditkartennummer) etc. g) In der Nachsaison will die Edelschmuck AG Platz für die neuen Produkte schaffen. Unter anderem soll eine teure Halskette, die regulär mit CHF 1'890. angeschrieben ist, mit 5 % Rabatt verkauft werden. Berechnen Sie, wie viel das Schmuckstück noch kostet (auf Franken genau abrunden). Der Rechnungsweg muss ersichtlich sein. Alter Preis CHF 1' % Rabatt 5 % Neuer Preis? 55 % CHF 1'890. x 55 % = CHF 1' = CHF 1' % Differenz 1 Punkt Dreisatz Punkt Runden 1 Punkt h) Ein amerikanischer Tourist will für eine Uhr, die mit CHF 970. angeschrieben ist, USD 1'000. bezahlen. Die Edelschmuck AG verwendet für den USD den Umrechnungskurs 0.9 / Berechnen Sie und beurteilen Sie durch ankreuzen, ob USD 1'000. für die Bezahlung der Uhr reichen. Der Rechnungsweg muss ersichtlich sein. Kurs.9 (Ankauf) USD 1'000. x CHF.9 = CHF 90. USD 1. 3 Nachzahlung: CHF 970. CHF 90. = CHF 50. Beurteilung: Ja, er kann. Nein, es reicht nicht. 1 Total 100 Position.1, Wirtschaft, Serie 3/3, Expertenexemplar 011 Seite 10

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