Warum soll Theologie an staatlichen Universitäten gelehrt werden? Richard Heinzmann

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Warum soll Theologie an staatlichen Universitäten gelehrt werden? Richard Heinzmann"

Transkript

1 Warum soll Theologie an staatlichen Universitäten gelehrt werden? Richard Heinzmann Es gibt zahlreiche und überzeugende Argumente dafür, weshalb Theologie als Reflexion auf Religion an staatlichen Universitäten gelehrt werden sollte. Davon wird im zweiten Teil dieser Überlegungen zu sprechen sein. Vorher gilt es aber zu klären, ob Theologie an der Universität als dem Ort freier wissenschaftlicher Forschung und Lehre überhaupt einen legitimen Platz hat, d. h., ob sie deren wissenschaftlichen Kriterien gerecht wird. Erst wenn die Theologie bereit ist, diesem Anspruch gerecht zu werden darum sollte sie sich mit allem Nachdruck bemühen, kann man die Forderung erheben, Theologie in den Fächerkanon der Universität aufzunehmen. Weil die Universität eine von der Öffentlichkeit getragene Institution ist, hat sie im Gegenzug dazu einen Anspruch und ein Recht darauf, nach der gesellschaftlichen Relevanz von Theologie zu fragen. Sollte sich herausstellen, dass deren Beitrag für die Gesellschaft belanglos wäre oder gar zum Negativen tendierte, dann müsste man staatlicherseits ein klares Veto gegen Theologie an der Universität einlegen. Sollte sich aber zeigen, dass Theologie zum Selbstverständnis des Menschen, und damit der Gesellschaft, Wichtiges, vielleicht Grundlegendes beizutragen hat, müsste der Staat, wenn er seiner Verantwortung für die Bürger gerecht werden will, möglicherweise sogar fordern, dass Theologie an der Universität betrieben wird. Unabdingbare Voraussetzung schon der Fragestellung dieser Überlegungen ist natürlich die Neutralität des 1

2 Staates, d.h. die Nicht-Identität von Staat und Religion. Entsprechend gilt es für diese Überlegungen unter Absehung von religiösen Inhalten, die formalen Kriterien der Problematik herauszuarbeiten. Was zu sagen sein wird, darf nicht nur für die eine oder andere Religion, sondern muss für Religion überhaupt gelten. In der gebotenen Kürze soll in acht Schritten den anstehenden Fragen nachgegangen werden. 1. Zunächst ist also von der Universität als dem Ort der Wissenschaft zu sprechen, d. h., es ist nach der Struktur von Wissenschaft zu fragen. Die Struktur von Wissenschaft liegt allem faktischen Wissen einzelner Gegenstandsgebiete voraus. Sie ist rein formaler Art. Als Methode macht sich Wissenschaft selbst und als solche zum Gegenstand des Nachdenkens. Sie verlangt und gibt Rechenschaft darüber, dass in jedem Einzelfall der Forschungs- und Denkweg mit Bedacht gegangen und nicht dem Zufall überlassen wird. Im Laufe der Geschichte haben derartige Reflexionen zu den verschiedenen Wissenschaftstheorien geführt, deren Ansprüche ihrerseits im Einzelfall wieder auf Voraussetzungen und Schlüssigkeit hin überprüft werden müssen. Unter Verzicht auf im Einzelfall erforderliche Differenzierungen spricht man also dann von Wissenschaft, wenn ein Sachgebiet oder ein Problem nach strenger Methode erforscht wird. Deshalb ist Wissen im wissenschaftlichen Sinn eine methodisch erarbeitete Erkenntnis des zur Diskussion stehenden Gegenstandes. Aristoteles hat das Axiom formuliert: Wissenschaft ist in gewisser Weise das zu Wissende (Aristoteles, Über die 2

3 Seele, III 7). Damit ist Entscheidendes erkannt: Jede Wissenschaft wird in ihren Strukturen von der dem jeweiligen Objekt immanenten Gesetzlichkeit bestimmt. Die Methode ist also nicht beliebig oder universalisierbar, sie ist vielmehr vom Gegenstand her festgelegt und vorentschieden. Aus diesem Sachverhalt resultiert für die hier angesprochene Problematik eine wichtige Einsicht: Der Gegenstand von Theologie ist grundlegend für die Beantwortung der Frage, ob Theologie als Wissenschaft betrieben werden kann. Diese Option wird heute in weiten Kreisen radikal bestritten. 2. Wovon handelt Theologie, was ist ihr Gegenstand? Theologie ist die methodisch angelegte und durchgeführte Reflexion auf die Inhalte einer konkreten Religion. Es gibt also keine universale Theologie, sondern es sind so viele Theologien möglich, wie es Religionen gibt. Also ist weiter zu fragen: Was ist Religion, und wie kommt es zu diesem Phänomen? Ganz allgemein thematisiert Religion den Transzendenzbezug des Menschen. Sie ist jeweils eine mögliche Antwort auf die existentiellen Grundfragen des Menschen, an deren Wurzel die Grunderfahrung der Kontingenz, der radikalen und nicht zufälligen Endlichkeit steht. Aus der daraus resultierenden Betroffenheit erwächst die Frage nach dem Grund seiner selbst und des Ganzen der Welt. In verschwommenen Umrissen zeigt sich an der Grenze und am Horizont dieses Nachdenkens jene absolute Wirklichkeit, die in der Menschheitsgeschichte mit dem Wort Gott belegt wird. 3

4 Führt man mit der klassischen Metaphysik diese Suche nach einem letzten, selbst nicht mehr begründeten Grund weiter, so erweist sich das Sein des Seienden als der letzte Grund alles Seienden. Diese durch die Vernunft geleitete Reflexion auf den letzten Grund der Wirklichkeit führt zu einem Abgrund jenseits des begreifenden Denkens. So bedeutsam dieser Gedankengang ist, er verläuft nur in einer Richtung. Es kommt keine Antwort zurück auf die existentiellen Fragen des Menschen. Der letzte Grund philosophischer Spekulation bleibt stumm, er spricht nicht. Nur in der Erfahrung des Menschen kommt Gott zur Sprache. Deshalb muss, wenn es um den Menschen in seiner geschichtlichen Bedingtheit geht, neben der durch die Vernunft geleiteten Reflexion auch die Erfahrung der Menschheitsgeschichte als wesentlicher Faktor einbezogen werden. Diese Erfahrung findet unter anderem in den Religionen der Menschheit ihren sich in der Geschichte konkretisierenden Niederschlag. Deshalb ist jede Religion von ihrem Ursprung her in ihrer Daseinsweise grundsätzlich geschichtlicher Natur. Sie kann nie adäquat in eine übergeschichtliche Wahrheit hinein aufgehoben werden. Absoluten Wahrheitsansprüchen ist deshalb von vornherein der Boden entzogen. 3. Grundsätzlich ist zwischen dem subjektiven Glaubensakt und dem Inhalt des Glaubens zu unterscheiden. Was die Inhalte einer Religion betrifft und damit wird die Geschichtlichkeit noch einmal unterstrichen, so ist Folgendes zu bedenken: Glauben ist mehr als nur Kenntnisnahme von Inhalten, über welche Theologie 4

5 nachdenkt. Ein Wort, das nur gesprochen wird, ist kein Wort, sondern nur ein Lautgebilde. Gleiches gilt für eine Offenbarung Gottes: Würde sie nicht glaubend vernommen, ginge sie ins Leere. Man könnte gar nicht von Offenbarung sprechen. Weil also das Vernehmen für das Phänomen Offenbarung konstitutiv ist, gehört der vernehmende Mensch zum Ganzen von Offenbarung. Er selbst ist integratives Moment der Offenbarung und deshalb ebenfalls Gegenstand wissenschaftlicher Theologie. Verstehen ist kein rein passives Hinnehmen, sondern aktives und objektivierendes Aneignen. Es ist immer auch und zugleich Auslegen und Interpretieren von einem allem Einzelnen vorausliegenden und vielfältig bedingten Vorverständnis her. Glaubensinhalte stehen also ebenfalls unter dem Gesetz der Geschichtlichkeit. Daraus erwächst ein weiteres Spezifikum für die Bestimmung von Theologie als Wissenschaft: Zumindest als formales Instrumentarium der Vernunft gehört Philosophie wesentlich zu Offenbarung. Für die Verhältnisbestimmung von Religionen untereinander ist darüber hinaus zu bedenken: Es gibt keinen Gott der Juden, der Christen, der Muslime, eine solche Redensart ist naiv und unbedacht. Absolute Wirklichkeit, und die ist mit dem Wort Gott gemeint, kann nur eine sein nicht numerisch, sondern als absolute Singularität verstanden. Das ist denknotwendig. Von der Existenz mehrerer Götter zu sprechen, ist ein Widerspruch in sich selbst. Dieser Sachverhalt verweist auf einen gemeinsamen Ursprung aller möglichen Religionen, sofern sie Religionen sind, d. h., sich auf den einen Gott beziehen. 4. 5

6 Aus dieser Einsicht ergibt sich eine weitere Folgerung. Die Geschichte Gottes mit dem Menschen, und das ist die Sinn-, Heils- und Vollendungsgeschichte, beginnt nicht mit dieser oder jener geschichtlich greifbaren Religion, auch nicht mit Abraham, Isaak oder Jakob. Sie beginnt mit der Erschaffung der Welt und des Menschen durch Gott. Die ursprüngliche Auserwählung Gottes gilt deshalb grundsätzlich dem Menschen als solchem, die Selbstoffenbarung Gottes geschieht zunächst nicht in einer bestimmten Religion, sondern in der Erfahrung und im Denken des Menschen. Religionen sind spätere Konkretionen einer Gotteserfahrung unter den Bedingungen einer jeweils anderen geschichtlichen Situation. Es gibt nicht die eine Offenbarung, sondern viele Offenbarungen. Damit soll nicht gesagt sein, alle Religionen seien gleich. Alle stehen aber trotz beachtlicher Unterschiede unter dem Anspruch Gottes, jener absoluten Wirklichkeit, die sich menschlichem Begreifen grundsätzlich entzieht. Für das Heil des Menschen steht jedoch nicht diese oder jene Religion oder gar eine religiöse Institution, sondern allein Gott. Die absolute Souveränität Gottes und die Unverfügbarkeit seines Heils sind unantastbar. Deshalb kann keine Religion beanspruchen, der ausschließliche Heilsweg zu sein. Theologie sollte sorgfältig darauf bedacht sein, dass sie unter dem Anspruch der Absolutheit und Unbegreiflichkeit steht und nicht, mit einem begriffenen Gott agierend, in die Provinzialität abgleitet. Das wäre das Gegenteil und damit das Unwesen von Religion, eine Gefahr, welcher konkrete Religionen bleibend ausgesetzt sind. 6

7 Die Wahrheitsfrage ist damit nicht suspendiert, sie wird jedoch in den Bereich von Sätzen und Theorien verwiesen, die sich darum bemühen, religiöse Wirklichkeit zu erklären, die aber mit dieser Wirklichkeit selbst nicht identisch sind. Nicht der Glaube an Lehren und Sätze, sondern der Glaube an Gott führt den Menschen zum Ziel. Auch Religionen, in denen sich Gotteserfahrungen von Jahrtausenden konkretisieren, sind nicht selbst der Gegenstand des Glaubens. Sie haben vielmehr bezüglich des letzten Ziels des Menschen nur wegweisende Funktion. Wenn Religionen von ihrem Wesen her verstanden werden, kann es prinzipiell keinen Grund dafür geben, dass sie unter dem Gesichtspunkt ihrer Aufgabe in der menschlichen Gesellschaft in Widerspruch zueinander geraten. 5. Das Charakteristische von Religion scheint der Möglichkeit, Theologie als Wissenschaft zu begreifen, diametral entgegenzustehen. Wissenschaft versteht sich als Erkenntnis auf Grund von Prinzipien, als cognitio ex principiis. Der Zugang zu einer Religion ist jedoch kein denknotwendiger Prozess. Am Anfang steht der Glaube an ein geschichtliches Ereignis, das als Sinn- und Heilszusage erfahren und deshalb als Offenbarung Gottes gedeutet wird. Glaube, in diesem Verständnis, ist ein Akt personaler Freiheit. Für die Entscheidung zu glauben gibt es keine zwingenden Gründe. In dieser Hinsicht kann Glauben kein Gegenstand von Wissenschaft sein. Er kann weder falsifiziert noch verifiziert werden. Man kann bestenfalls Argumente für seine Plausibilität vortragen. 7

8 Alles jedoch, was sich von dem jeweiligen Ursprungsdatum einer Religion als theologische Aussage ableitet, unterliegt den Kriterien profaner wissenschaftlicher Methode und Kritik. Das gilt für Heilige Bücher, die literar- und textkritisch untersucht und nach den Methoden der Hermeneutik ausgelegt werden müssen, ebenso wie für die Erforschung der Tradition einer Religion und ihrer systematisch-spekulativen Durchdringung. Die Ergebnisse aller für das Verständnis einer Religion erforderlichen Disziplinen müssen kritisch überprüft, d. h. in der Sprache der Wissenschaftstheorie: falsifiziert werden können. Eine Berufung auf den Glauben ist dabei ausgeschlossen. 6. Diese Überlegungen zeigen: Wissenschaft an sich gibt es nicht, sie wird jeweils von ihrem Gegenstand bestimmt. Es ist eine Frage der Vorentscheidung darüber, was man im Einzelfall als Wissenschaft bezeichnen will. Man kann den Begriff für die Einzelwissenschaften reservieren, man kann aber auch die Frage nach dem Ganzen, wie sie von Metaphysik und Theologie gestellt wird, dem Wissenschaftsbegriff subsumieren. Unter dem Anspruch des aristotelischen Wissenschaftsbegriffs wurde im Mittelalter christliche Theologie als Wissenschaft in Frage gestellt, weil sie wegen ihrer unaufhebbaren historischen Positivität nicht auf denknotwendige Prinzipien zurückgeführt werden könne. Mit dem Beginn der Neuzeit wendet sich die Argumentation in die Gegenrichtung. Da theologische Aussagen den Bereich der Empirie übersteigen, griffen sie, so der kritische Einspruch, ebenso wie die Metaphysik ins 8

9 Leere. Alle Varianten moderner Wissenschaftstheorie kommen darin überein, theologische Aussagen seien nicht als wahr erweisbar. Nicht nur theologischen Antworten, schon religiösen Fragen wird deshalb jede Sinnhaftigkeit abgesprochen. Das Kriterium formaler Wissenschaftlichkeit allein reicht also nicht aus und ist auch nicht geeignet, die Frage zu beantworten, ob Theologie einen legitimen Ort an der Universität habe. Wenn es Sinn und Ziel der Institution Universität ist, im Miteinander der verschiedenen Wissenschaften das Ganze der Weltwirklichkeit denkend und forschend in den Blick zu nehmen, dann darf dieses Ganze nicht auf den Bereich der Messbarkeit und der Begreifbarkeit reduziert werden. Die Erfahrungs- und Realwissenschaften wachsen mit zunehmender Beschleunigung, das positive Wissen türmt sich quantitativ und qualitativ geradezu bedrohend vor dem Menschen auf. Gleichwohl bleiben alle Erkenntnisse innerhalb der Grenzen begreifenden Denkens. Keine Einzelwissenschaft wie weit sie auch in den Mikro- oder Makrokosmos vordringen mag ist imstande, dem Menschen Orientierung für das eigene Selbstverständnis zu bieten und ihm Werte und Maßstäbe zu vermitteln, die ihn befähigen, mit der Macht, die ihm die einzelnen Wissenschaften in die Hand geben, verantwortlich umzugehen. Die Vielzahl divergierender Einzelerkenntnisse bedarf der integralen Synthese. Diese kann jedoch nur von einem Standpunkt aus angestrebt werden, der seinerseits über allen Einzelwissenschaften steht. An der Grenze überprüfbarer Wissenschaft hat das Nachdenken über die Frage nach einem letzten, alles andere begründenden Grund ihren Ursprung. Damit kommt die philosophische Frage nach Gott, die über alle Horizonte hinausgreift, als 9

10 durch nichts zu verdrängende Herausforderung zu Bewusstsein. Jene Dimension der Weltwirklichkeit insbesondere des Menschseins wird zum Thema, das sich in der religiösen Erfahrung zu Wort meldet und in Philosophie und Theologie zum Gegenstand wissenschaftlichen Fragens wird. Zugleich zeigt sich darin, dass Religion als Erfahrung der Verwiesenheit auf die Unverfügbarkeit der Transzendenz unablösbar mit dem Menschen gegeben ist. 7. Aus diesen Überlegungen erwächst die wohlbegründete Einsicht: Zum Selbstverständnis der Universität gehört unverzichtbar Theologie. Gegen diese Überzeugung werden von Vertretern beider Seiten, der Religion wie der säkularen Gesellschaft, Bedenken angemeldet, die auf ihre Stichhaltigkeit überprüft werden müssen. Die Religionen fürchten um ihre Eigenständigkeit durch mögliche staatliche Eingriffe. Diese Befürchtung ist nur dann berechtigt, wenn die religiöse Neutralität des Staates nicht gewährleistet wäre. Die Forderung der Nicht- Identität von Staat und Religion liegt diesen Überlegungen jedoch ausdrücklich zugrunde. Solchen Befürchtungen stehen aber positive Aspekte entgegen. Den Verantwortlichen einer Religion sollte daran gelegen sein, in den Diskurs der Wissenschaften an der Universität eingebunden zu sein, um auf diese Weise ihr eigenes Selbstverständnis in der heutigen Welt geltend zu machen, im Gespräch mit anderen Disziplinen Antworten auf Fragen der Zeit anzubieten und dadurch ihren Anspruch als Universitätswissenschaft zu legitimieren. 10

11 Zugleich sollte im Diskurs mit anderen Disziplinen und Theologien die eigene Identität immer wieder neu bedacht und kritisch geprüft werden. Religionen sind ständig mehr oder weniger der Gefahr ausgesetzt, sich selbst zu verfehlen. Wenn die konkrete Gestalt einer Religion von ihrem ursprünglichen Sinnzusammenhang und Transzendenzbezug abgelöst und für weltimmanente Ziele funktionalisiert wird, pervertiert Religion zumindest partiell zur Ideologie. Sie tritt zwar noch im Namen Gottes auf, verfolgt aber vorwiegend eigene, innerweltliche Absichten. Nach dem Ausweis der Geschichte geht es dabei bis heute vornehmlich um Macht in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen. Jeder Religion müsste deshalb daran gelegen sein, ihre wesentlichen Inhalte im Raum der Universität vorzulegen, zu diskutieren und zu verantworten. Auf der anderen Seite gibt es säkulare Tendenzen in der Gesellschaft, die der Theologie den Wissenschaftscharakter absprechen, um sie auf diese Weise von der Universität auszuschließen. Wie im Vorausgehenden gezeigt wurde, gibt es jedoch von der Sache her gewichtige Argumente dafür, dass auch der Staat darauf Wert legen sollte, Theologie in die Universität zu integrieren. Dadurch wäre jede Religion veranlasst, sich in der Gestalt von Theologie als Reflexion auf Religion in die Öffentlichkeit einzubringen und zugleich vor der Öffentlichkeit zu verantworten, ein Gesichtspunkt, den man nicht unterschätzen sollte. Insbesondere müsste der Staat in positiver Hinsicht an Theologie in der Universität interessiert sein. Die zentrale Frage Was ist eigentlich der Mensch? fällt letztlich in die Zuständigkeit von Theologie und Philosophie. Das Verständnis des Menschen als Person, als moralisches Subjekt von unantastbarer Würde und nicht als 11

12 Exemplar der Art Mensch verdankt die Menschheit der Theologie. Bei allen nicht gering zu schätzenden philosophischen Bemühungen um die Deutung des Menschen: eine Letztbegründung des Personseins ist nur im Rückbezug auf Gott möglich. Mit der Gottesfrage steht und fällt der Sinn des Menschseins. Die Menschenrechte und alle Werte, auf denen eine demokratische Gesellschaft aufbaut, resultieren aus dem Verständnis des Menschen als Person. Dieser Gedanke allein sollte ausreichen, um zu begründen, dass Theologie an der Universität für die Gesellschaft von im genauen Sinne des Wortes Grund legender Bedeutung ist. Auch der negative Aspekt soll nicht unterschätzt werden. Einer Gesellschaft muss daran gelegen sein zu wissen, wofür eine Religion steht. Solch eine Kenntnis lässt sich jedoch nur gewinnen, wenn eine Religion sich selbst und ihre Werte vor der Öffentlichkeit rational verantwortet. Dafür ist die Universität der geeignete Ort. Ein weiterer Einwand ist zu berücksichtigen. Im Gefolge der Religionskritik des 19. Jahrhunderts gibt es immer noch die Vorstellung, dass Religion als überwundene Bewusstseinsstufe der Menschheitsentwicklung total verschwinden werde. Deshalb sollten alle ihre Erscheinungsformen eliminiert werden. Grundsätzlich wird solches jedoch nie geschehen, weil der Transzendenzbezug zum Wesen des Menschen gehört. Sollte es aber für eine gewisse Zeit und einen gewissen Raum dazu kommen, dann tritt mit innerer Konsequenz an die Stelle der Religion eine Pseudoreligion in der Gestalt einer Ideologie. Auch dafür bietet die Geschichte zahlreiche Beispiele. Damit soll jedoch nicht bestritten werden, dass sich der Mensch trotz dieser wesenhaften Verwiesenheit auch der Transzendenz 12

13 gegenüber frei verhält. Die Entscheidung für den Atheismus ist eine Option, die als solche akzeptiert werden muss. Damit werden Probleme von großer Tragweite für die menschliche Gemeinschaft im allgemeinen aufgeworfen, mit denen sich im speziellen auch die Theologie argumentativ und kritisch auseinandersetzen muss. Deshalb sollte sich der Staat dessen bewusst sein, dass der von der Theologie geleistete und dauerhaft zu leistende Dienst für die Grundlagen und für die menschenwürdige Gestaltung der Gesellschaft durch nichts zu ersetzen ist. 8. Eine letzte Frage drängt sich auf: Genügt es nicht wenn das Gesagte zutrifft, eine einzige Religion durch ihre Theologie an der Universität zu Wort kommen zu lassen? Wenigstens aus drei Gründen, so scheint es mir, genügt das nicht: a.) Jede Religionsgemeinschaft in einer Gesellschaft sollte ihren spezifischen Beitrag zum Ganzen leisten. b.) Da in der Religion Gott zur Sprache kommt, kann eine Religion allein in ihrer endlichen Gestalt nicht alle Dimensionen göttlicher Offenbarung adäquat zum Ausdruck bringen. Auch wenn man jedem Gläubigen zugestehen muss, dass er aus seiner Religion heraus sein Leben gestaltet, sollte er doch die nötige Offenheit dafür haben, dass eine durch andere Religionen vermittelte Gotteserfahrung den je eigenen religiösen Horizont erweitern und bereichern kann. c.) Trotz einer gewissen formalen Grundstruktur im Blick auf Ursprung und Ziel der Religionen sind sie in ihrer inhaltlichen Ausgestaltung so unterschiedlich, dass man 13

14 nicht der Illusion verfallen darf, sie würden eines Tages zu einer einzigen Religion verschmelzen. Dem steht entgegen, dass die Identität eines Menschen in der Regel zu einem Teil aus der je eigenen Religion erwächst. Der religiöse Pluralismus ist eine Realität und deshalb eine bleibende Aufgabe der menschlichen Gesellschaft. Dem muss die Gesellschaft und dem müssen die Religionen Rechnung tragen. Diese Überlegungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie sollten aber zeigen, warum der Theologie im Ganzen der Universität eine genuine und zentrale Aufgabe zukommt. 14

I. Einleitung: Kann der Gottesglaube vernünftig sein?

I. Einleitung: Kann der Gottesglaube vernünftig sein? I. Einleitung: Kann der Gottesglaube vernünftig sein? In seiner Hausmitteilung vom 20. 12. 1997 schreibt Der Spiegel: «Unbestreitbar bleibt, daß die großen Kirchen in einer Zeit, in der alle Welt den Verlust

Mehr

Curriculum Religion. Klasse 5 / 6

Curriculum Religion. Klasse 5 / 6 Wesentliches Ziel des Religionsunterrichts am Ebert-Gymnasium ist, dass sich Schülerinnen und Schüler aus der Perspektive des eigenen Glaubens bzw. der eigenen Weltanschauung mit anderen religiösen und

Mehr

Was ist wissenschaftlich?

Was ist wissenschaftlich? 1 Niklas Lenhard-Schramm (Westfälische Wilhelms Universität Münster) Was ist wissenschaftlich? Was ist wissenschaftlich? Eine Auseinandersetzung mit dieser Frage ist lohnenswert für jeden, der wissenschaftliches

Mehr

Ist Gott eine Person?

Ist Gott eine Person? Lieferung 10 Hilfsgerüst zum Thema: Ist Gott eine Person? 1. Schwierigkeiten mit dem Begriff Person Karl Rahner: Die Aussage, daß Gott Person, daß er ein persönlicher Gott sei, gehört zu den grundlegenden

Mehr

Schulinternes Curriculum Katholische Religionslehre Jahrgangsstufe 6

Schulinternes Curriculum Katholische Religionslehre Jahrgangsstufe 6 Unterrichtsvorhaben A Die Zeit Jesu kennen lernen Die Botschaft Jesu in seiner Zeit und Umwelt (IF4); Bibel Aufbau, Inhalte, Gestalten (IF 3) identifizieren und erläutern den Symbolcharakter religiöser

Mehr

dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen stehen:

dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen stehen: Predigt zu Joh 2, 13-25 und zur Predigtreihe Gott und Gold wieviel ist genug? Liebe Gemeinde, dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen

Mehr

Rhetorik als philosophisch-humanistische Tradition und ihre Bedeutung in der Philosophischen Praxis

Rhetorik als philosophisch-humanistische Tradition und ihre Bedeutung in der Philosophischen Praxis Detlef Staude Rhetorik als philosophisch-humanistische Tradition und ihre Bedeutung in der Philosophischen Praxis R hetorik hat sich in der Antike als Gegenpol zur Philosophie entwickelt oder wurde als

Mehr

Qualitätsanalyse NRW an Evangelischen Schulen. Präambel

Qualitätsanalyse NRW an Evangelischen Schulen. Präambel Qualitätsanalyse NRW an Evangelischen Schulen Präambel Evangelische Schulen verstehen sich als öffentliche Schulen, indem sie sich an der gesellschaftlichen Gesamtverantwortung für Kinder und Jugendliche

Mehr

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Menschen wahrnehmen... 3 Offen für alle Menschen, die uns brauchen...

Mehr

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati René Descartes Meditationen Erste Untersuchung INHALTSVERZEICHNIS 1 EINLEITUNG 3 1.1 PROBLEMSTELLUNG 3 1.2 ZIELSETZUNG

Mehr

Im Angesicht Jugendlicher Glauben lernen

Im Angesicht Jugendlicher Glauben lernen IMS Ritter Im Angesicht Jugendlicher Glauben lernen nach Klaus Heimimerte Schwabenverlag Inhalt VORWORT 9 A TRADITION 10 1 Ist Tradition notwendig? 12 2 Was versteht man unter christlicher Tradition -

Mehr

Curriculum für das Fach Katholische Religionslehre KLASSE 5: 1. Ich und die Gruppe: 12 Stunden. 2. Die Bibel: 12 Stunden

Curriculum für das Fach Katholische Religionslehre KLASSE 5: 1. Ich und die Gruppe: 12 Stunden. 2. Die Bibel: 12 Stunden 1 Curriculum für das Fach Katholische Religionslehre KLASSE 5: 1. Ich und die Gruppe: 12 Stunden - Menschen leben in Beziehungen und spielen verschiedene Rollen - Orientierung für den Umgang miteinander

Mehr

Der moderne Glaube an die Menschenwürde Philosophie, Soziologie und Theologie im Gespräch mit Hans Joas

Der moderne Glaube an die Menschenwürde Philosophie, Soziologie und Theologie im Gespräch mit Hans Joas Aus: Hermann-Josef Große Kracht (Hg.) Der moderne Glaube an die Menschenwürde Philosophie, Soziologie und Theologie im Gespräch mit Hans Joas Juli 2014, 270 Seiten, kart., 29,99, ISBN 978-3-8376-2519-6

Mehr

Ludwig Feuerbach. *28.7.1804 (Landshut) +13.9.1872 (Rechenberg bei Nürnberg)

Ludwig Feuerbach. *28.7.1804 (Landshut) +13.9.1872 (Rechenberg bei Nürnberg) Ludwig Feuerbach *28.7.1804 (Landshut) +13.9.1872 (Rechenberg bei Nürnberg) 1823 Studium der Theologie in Heidelberg bei Karl Daub (Hegelianer) 1824 Studium bei Hegel in Berlin, 1825 Wechsel zur Philosophie

Mehr

«Selig sind die Toten»

«Selig sind die Toten» «Selig sind die Toten» Tod und Ewiges Leben in Brahms Ein Deutsches Requiem JOHANNES ZACHHUBER «Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.» Mit diesen Worten aus der Bergpredigt

Mehr

Gutes Leben was ist das?

Gutes Leben was ist das? Lukas Bayer Jahrgangsstufe 12 Im Hirschgarten 1 67435 Neustadt Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium Landwehrstraße22 67433 Neustadt a. d. Weinstraße Gutes Leben was ist das? Gutes Leben für alle was genau ist das

Mehr

20 Internationale Unternehmenskulturen und Interkulturalität

20 Internationale Unternehmenskulturen und Interkulturalität 20 Internationale Unternehmenskulturen und Interkulturalität Artefakte Auf der obersten Ebene befinden sich die Artefakte. Darunter fasst man jene Phänomene, die unmittelbar sicht-, hör- oder fühlbar sind.

Mehr

Leibniz. (G.W.F. Hegel)

Leibniz. (G.W.F. Hegel) Leibniz 3. Der einzige Gedanke den die Philosophie mitbringt, ist aber der einfache Gedanke der Vernunft, dass die Vernunft die Welt beherrsche, dass es also auch in der Weltgeschichte vernünftig zugegangen

Mehr

Die Magna Charta der Universitäten Präambel Die unterzeichneten Universitätspräsidenten und -rektoren, die sich in Bologna anlässlich der neunten Jahrhundertfeier der ältesten europäischen Universität

Mehr

Damit Würde Wirklichkeit wird

Damit Würde Wirklichkeit wird Evangelisch-lutherisches Missionswerk in Niedersachsen Stiftung privaten Rechts Georg-Haccius-Straße 9 29320 Hermannsburg Postfach 1109 29314 Hermannsburg Damit Würde Wirklichkeit wird Grundsätze der Entwicklungsarbeit

Mehr

Vernunft und Glaube Der Weg zur Weisheit zwischen antiken und christlichen Ursprüngen.

Vernunft und Glaube Der Weg zur Weisheit zwischen antiken und christlichen Ursprüngen. Vernunft und Glaube Der Weg zur Weisheit zwischen antiken und christlichen Ursprüngen. Boris Girnat Technische Universität Braunschweig Seminar für Philosophie www.girnat.de Diese Folien sind für einen

Mehr

Warum Prozessschutz Was heißt das? Definitionen Ziele Begründungen. von. Dr. Georg Verbücheln

Warum Prozessschutz Was heißt das? Definitionen Ziele Begründungen. von. Dr. Georg Verbücheln Warum Prozessschutz Was heißt das? Definitionen Ziele Begründungen von Dr. Georg Verbücheln Einleitung Die Vilmer Thesen Umsetzung von Prozessschutz in der Naturschutzpraxis A Entstehung und Inhalt der

Mehr

Die Heilige Taufe. HERZ JESU Pfarrei Lenzburg Bahnhofstrasse 23 CH-5600 Lenzburg. Seelsorger:

Die Heilige Taufe. HERZ JESU Pfarrei Lenzburg Bahnhofstrasse 23 CH-5600 Lenzburg. Seelsorger: Seelsorger: HERZ JESU Pfarrei Lenzburg Bahnhofstrasse 23 CH-5600 Lenzburg Die Heilige Taufe Häfliger Roland, Pfarrer Telefon 062 885 05 60 Mail r.haefliger@pfarrei-lenzburg.ch Sekretariat: Telefon 062

Mehr

Institut Religion Ausbildung an der KPH Wien/Krems

Institut Religion Ausbildung an der KPH Wien/Krems Lehrveranstaltung: RP Religionspädagogische Modelle und Konzeptionen kennen die konfessionsspezifischen religions-pädagogischen und didaktischen Konzepte in ihren zeitgeschichtlichen, pädagogischen und

Mehr

Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Katholische Religion Gymnasium August-Dicke-Schule

Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Katholische Religion Gymnasium August-Dicke-Schule Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Katholische Religion Gymnasium August-Dicke-Schule Kompetenzbereiche: Sach-, Methoden-, Urteils-, Handlungskompetenz Synopse aller Kompetenzerwartungen Sachkompetenz

Mehr

Tischvorlage Wie gewinnen wir die Mehrheitsgesellschaft?

Tischvorlage Wie gewinnen wir die Mehrheitsgesellschaft? Tischvorlage Wie gewinnen wir die Mehrheitsgesellschaft? Transparenz, Information und Teilhabe Integration gelingt nur mit und nicht gegen die Menschen Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund

Mehr

2.1 Ewiges Leben und die wahre Liebe

2.1 Ewiges Leben und die wahre Liebe 2.1 Ewiges Leben und die wahre Liebe Die Sehnsucht, ewig zu leben Wir wurden geschaffen, um ewig zu leben und das Ideal der wahren Liebe zu verwirklichen. Während unseres Erdenlebens beschäftigen wir uns

Mehr

Arzt und Patient im Spannungsfeld zwischen Medizin, Ethik, Ökonomie und Politik

Arzt und Patient im Spannungsfeld zwischen Medizin, Ethik, Ökonomie und Politik Arzt und Patient im Spannungsfeld zwischen Medizin, Ethik, Ökonomie und Politik Prim. Univ.-Prof. Dr. Ch. Menzel Vorstand der Brustzentrum Salzburg Situation ist eine Katastrophe, allerdings: Eine Erhöhung

Mehr

Philo IK VO Methoden und Ideen. Zeckenimpfung. Erfahrungswissenschaft. Unwirkliches aus Wirklichem. 2009-10-15 19:00h, Gotz I

Philo IK VO Methoden und Ideen. Zeckenimpfung. Erfahrungswissenschaft. Unwirkliches aus Wirklichem. 2009-10-15 19:00h, Gotz I Philo IK VO Methoden und Ideen 2009-10-15 19:00h, Gotz I Anfang: Warnung - Einführung nicht wie eine Führung durch ein Haus vorstellen (z.b. Überblick zu Anordnung und Fkt. der Zimmer) Philosophie vorstellen

Mehr

Fachbereich Geisteswissenschaften Fachgruppe Katholische Theologie Campus Essen

Fachbereich Geisteswissenschaften Fachgruppe Katholische Theologie Campus Essen Fachbereich Geisteswissenschaften Fachgruppe Katholische Theologie Campus Essen Studienordnung für das Fach Katholische Theologie an der Universität Duisburg-Essen im Studiengang für das Lehramt für Grund-,

Mehr

Inhalt. Ausdruck vom 4.6.2008

Inhalt. Ausdruck vom 4.6.2008 Inhalt Vorwort 1 I. Dramatische Ethik was ist das? 5 II. Menschliches Handeln in seiner dramatischen Wirkungsgeschichte 11 1. Von der Grundspannung im Wesen der Freiheit 11 2. Der Kampf ums Dasein 14 3.

Mehr

Schulinternes Curriculum Philosophie Gymnasium Schloss Holte-Stukenbrock

Schulinternes Curriculum Philosophie Gymnasium Schloss Holte-Stukenbrock Schulinternes Curriculum Philosophie Gymnasium Schloss Holte-Stukenbrock EF Unterrichtsvorhaben Unterrichtsvorhaben I: Thema: Was heißt es zu philosophieren? Welterklärungen in Mythos, Wissenschaft und

Mehr

Hat die Religion uns heute noch etwas zu sagen?

Hat die Religion uns heute noch etwas zu sagen? Vortrag im Islamischen Kulturzentrum am 08.06.2010, 19:00 Uhr Hat die Religion uns heute noch etwas zu sagen? Imam Mohamed Ibrahim, Wolfsburg 1. Die erste Frage, die sich stellt: Was meinen wir mit Religion?

Mehr

Megatrend Esoterik. Das große Geschäft mit der Spiritualität

Megatrend Esoterik. Das große Geschäft mit der Spiritualität Megatrend Esoterik. Das große Geschäft mit der Spiritualität Dimensionen die Welt der Wissenschaft Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Sendedatum: 12. September 2013 Länge: ca. 25 Minuten Aktivitäten 1) Esoterik

Mehr

An die Kirchen richtet sich seitens der Öffentlichkeit die Erwartung, Orientierung zu vermitteln nicht bevormundend, aber doch klärend.

An die Kirchen richtet sich seitens der Öffentlichkeit die Erwartung, Orientierung zu vermitteln nicht bevormundend, aber doch klärend. Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Kassel PID und biblisch-christliches Menschenbild 1. Niemand argumentiert voraussetzungslos An die Kirchen richtet sich seitens der Öffentlichkeit die Erwartung, Orientierung

Mehr

Glücklich. Heute, morgen und für immer

Glücklich. Heute, morgen und für immer Kurt Tepperwein Glücklich Heute, morgen und für immer Teil 1 Wissen macht glücklich die Theorie Sind Sie glücklich? Ihr persönlicher momentaner Glücks-Ist-Zustand Zum Glück gehört, dass man irgendwann

Mehr

Der Glaube als Antwort auf die Frage nach der Existenz Gottes: Blaise Pascal und Hans Küng

Der Glaube als Antwort auf die Frage nach der Existenz Gottes: Blaise Pascal und Hans Küng Lieferung 18 Hilfsgerüst zum Thema: Der Glaube als Antwort auf die Frage nach der Existenz Gottes: Blaise Pascal und Hans Küng 1. Ist der Glaube der Zugang zu Gott? Ist Theologie Glaubenswissenschaft?

Mehr

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung A im S t u d i e n z u P o l i t i k u n d W i s s e n s c h a f t Thilo Harth Das Internet als Herausforderung politischer Bildung WOCHEN SCHAU VERLAG Inhalt Votwort 1 1 Einleitung 3 Das Internet ist

Mehr

tun. ist unser Zeichen.

tun. ist unser Zeichen. Das Leitbild der DiakonieVerband Brackwede Gesellschaft für Kirche und Diakonie mbh (im Folgenden Diakonie genannt) will Orientierung geben, Profil zeigen, Wege in die Zukunft weisen. Wir in der Diakonie

Mehr

Die Sinnfrage Wofür überhaupt leben?

Die Sinnfrage Wofür überhaupt leben? Die Sinnfrage Wofür überhaupt leben? Radiokolleg Gestaltung: Ulrike Schmitzer Sendedatum: 18. 21. März 2013 Länge: 4 Teile, je ca. 23 Minuten Aktivitäten 1) Umfrage zum Thema Lebenssinn / Gruppenarbeit

Mehr

Leopoldina Meeting. Risiko: Erkundungen an den Grenzen des Wissens. Bonn, 15.-16.6.2012. Zielsetzungen und Fragestellungen des Meetings

Leopoldina Meeting. Risiko: Erkundungen an den Grenzen des Wissens. Bonn, 15.-16.6.2012. Zielsetzungen und Fragestellungen des Meetings Leopoldina Meeting Risiko: Erkundungen an den Grenzen des Wissens Bonn, 15.-16.6.2012 Zielsetzungen und Fragestellungen des Meetings Die möglichen, zumeist negativ bewerteten Folgen eines Ereignisses für

Mehr

»POESIE GEHÖRT FÜR MICH ZUM LEBEN WIE DIE LIEBE OHNE GEHT ES NICHT!« Frage-Zeichen

»POESIE GEHÖRT FÜR MICH ZUM LEBEN WIE DIE LIEBE OHNE GEHT ES NICHT!« Frage-Zeichen Barbara Späker Barbara Späker, am 03.10.1960 in Dorsten (Westfalen) geboren, unternahm nach Ausbildung zur Verkäuferin eine Odyssee durch die»wilden 70er Jahre«, bis sie 1979 die große Liebe ihres Lebens

Mehr

Die Botschaft Jesu in seiner Zeit und Umwelt (IF 4) Konkretisierte Kompetenzerwartungen. Die Schülerinnen und Schüler

Die Botschaft Jesu in seiner Zeit und Umwelt (IF 4) Konkretisierte Kompetenzerwartungen. Die Schülerinnen und Schüler Unterrichtsvorhaben A: Jesus als Jude in seiner Zeit Die Botschaft Jesu in seiner Zeit und Umwelt (IF 4) unterscheiden Religionen und Konfessionen im Hinblick auf grundlegende Merkmale. finden selbstständig

Mehr

Leitfaden für Masterarbeiten im Master Management & Business Development für den Bereich Kommunikation und PR

Leitfaden für Masterarbeiten im Master Management & Business Development für den Bereich Kommunikation und PR Leitfaden für Masterarbeiten im Master Management & Business Development für den Bereich Kommunikation und PR 1. Wesen und Ziel der Masterarbeit Im Master Management & Business Development erlangen die

Mehr

Schulinterner Lehrplan für das Fach Philosophie in der Einführungsphase der Gesamtschule Aachen-Brand

Schulinterner Lehrplan für das Fach Philosophie in der Einführungsphase der Gesamtschule Aachen-Brand Schulinterner Lehrplan für das Fach Philosophie in der Einführungsphase der Gesamtschule Aachen-Brand Stand: August 2014 Unterrichtsvorhaben I Eigenart philosophischen Fragens und Denkens - Was heißt es

Mehr

Schulinternes Curriculum Katholische Religionslehre Einführungsphase. Unterrichtsvorhaben: Der Mensch in christlicher Perspektive

Schulinternes Curriculum Katholische Religionslehre Einführungsphase. Unterrichtsvorhaben: Der Mensch in christlicher Perspektive Schulinternes Curriculum Katholische Religionslehre Einführungsphase Unterrichtsvorhaben: Der Mensch in christlicher Perspektive Inhaltliche Schwerpunkte Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes (Was

Mehr

Kindererziehung im Islam

Kindererziehung im Islam Kindererziehung im Islam Ein Referat von Ulrike Carstens Inhaltsverzeichnis Thema Seite Einleitung 2 Schulbildung im Islam 3 Islamische Kindererziehung in Deutschland 4 Wodurch unterscheidet sich die Erziehung

Mehr

Um zu einer sinnerfüllten Existenz zu gelangen bedarf es der Erfüllung von drei vorangehenden Bedingungen (Grundmotivationen 1 )

Um zu einer sinnerfüllten Existenz zu gelangen bedarf es der Erfüllung von drei vorangehenden Bedingungen (Grundmotivationen 1 ) In der Existenzanalyse und Logotherapie geht es um ein Ganzwerden des Menschen um zu einer erfüllten Existenz zu gelangen. Die Existenzanalyse hat das Ziel, den Menschen zu befähigen, mit innerer Zustimmung

Mehr

Hubert Kupper. Farben statt Töne. 4 Thesen zur pythagoreischen Gedankenwelt. disserta Verlag

Hubert Kupper. Farben statt Töne. 4 Thesen zur pythagoreischen Gedankenwelt. disserta Verlag Hubert Kupper Farben statt Töne 4 Thesen zur pythagoreischen Gedankenwelt disserta Verlag Hubert Kupper Farben statt Töne 4 Thesen zur pythagoreischen Gedankenwelt Kupper, Hubert: Farben statt Töne. 4

Mehr

Was soll und möchte ich mit meinem Leben machen? Was ist mir dabei wichtig? Was bedeutet es (mir) Christ zu sein?

Was soll und möchte ich mit meinem Leben machen? Was ist mir dabei wichtig? Was bedeutet es (mir) Christ zu sein? Jahrgang 5 Themen im katholischen Religionsunterricht Klasse 5 Wir fragen danach, an wen wir glauben (das Gottesbild im Wandel der Zeit), wie wir diesen Glauben ausüben (das Sprechen von und mit Gott),

Mehr

Hessen. Wie wir uns verstehen. Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis

Hessen. Wie wir uns verstehen. Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis Hessen Wie wir uns verstehen Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis 2 Selbstverständnis Diakonie Hessen Diakonie Hessen Selbstverständnis 3 Wie wir uns verstehen

Mehr

Theorie qualitativen Denkens

Theorie qualitativen Denkens Theorie qualitativen Denkens Vorbetrachtungen - vor den 70er Jahren standen vor allem quantitative Forschungen im Mittelpunkt - qualitative Wende in den 70er Jahren in der BRD - seit dem setzt sich qualitatives

Mehr

Übersicht über die Themen und Unterrichtsgegenstände der Halbjahre 11/I bis 13/II unter Berücksichtigung der Obligatorik. Kursthemen, Unterthemen

Übersicht über die Themen und Unterrichtsgegenstände der Halbjahre 11/I bis 13/II unter Berücksichtigung der Obligatorik. Kursthemen, Unterthemen Hauscurriculum der Schiller-Schule Bochum Fach: Evangelische Religionslehre Übersicht über die Themen und Unterrichtsgegenstände der Halbjahre 11/I bis 13/II unter Berücksichtigung der Obligatorik Kurshalbjahr

Mehr

Fragetechniken: FRAGEN stellen aber richtig. Wer fragt, der führt: Wie Sie konstruktive Fragen stellen. Fragen geht vor behaupten

Fragetechniken: FRAGEN stellen aber richtig. Wer fragt, der führt: Wie Sie konstruktive Fragen stellen. Fragen geht vor behaupten Fragetechniken: FRAGEN stellen aber richtig Wer fragt, der führt: Wie Sie konstruktive Fragen stellen Wer geschickt die richtigen Fragen stellt, überzeugt seine Gesprächspartner. Doch was sind die richtigen

Mehr

Welche Werte sind heute wichtig?

Welche Werte sind heute wichtig? 1 Vieles, was den eigenen Eltern und Großeltern am Herzen lag, hat heute ausgedient. Dennoch brauchen Kinder Orientierungspunkte, um in der Gemeinschaft mit anderen zurechtzukommen. Alle Eltern wollen

Mehr

Predigttext: 1 Johannes 5,11-13 (Predigtreihe IV, Erneuerte Perikopenordnung)

Predigttext: 1 Johannes 5,11-13 (Predigtreihe IV, Erneuerte Perikopenordnung) 2. Sonntag nach Weihnachten, 4. Januar 2015, 10 Uhr Abendmahlsgottesdienst Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Predigt: Pfarrerin Dr. Cornelia Kulawik Predigttext: 1 Johannes 5,11-13 (Predigtreihe IV, Erneuerte

Mehr

Das Zeitalter der Singularitäten

Das Zeitalter der Singularitäten Isolde Charim Das Zeitalter der Singularitäten Vortrag zum Gründungsakt des Gesellschaftsklimabündnis am 19. April 2013 im Parlament, Wien. Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Das ist ein

Mehr

Christologie und Gotteslehre 5. Auferstehung Prof. Dr. Lucia Scherzberg Sommersemester 2010

Christologie und Gotteslehre 5. Auferstehung Prof. Dr. Lucia Scherzberg Sommersemester 2010 Christologie und Gotteslehre 5 Auferstehung Prof. Dr. Lucia Scherzberg Sommersemester 2010 Vision des Ezechiel Wiederherstellung des Volkes Israel Antonio Ciseri, Das Martyrium der sieben Makkabäer 1863

Mehr

un-üb-er-sichtlich! Welche konzeptionellen Antworten hat die Politische Bildung auf die Herausforderungen des Alltags?

un-üb-er-sichtlich! Welche konzeptionellen Antworten hat die Politische Bildung auf die Herausforderungen des Alltags? Vortrag im Rahmen der Veranstaltung: un-üb-er-sichtlich! Welche konzeptionellen Antworten hat die Politische Bildung auf die Herausforderungen des Alltags? Die Idee diese Veranstaltung mit der Überschrift

Mehr

Humanistischer Generalismus

Humanistischer Generalismus Humanistischer Generalismus Grundlegende philosophische Forderungen Beginn: Sommer 2005 Letzte Bearbeitung: Sommer 2008 Autor: Franz Plochberger Freier Wissenschaftler Email: plbg@bluewin.ch Home: http://www.plbg.ch

Mehr

Kernlehrplan Philosophie - Einführungsphase

Kernlehrplan Philosophie - Einführungsphase Kernlehrplan Philosophie - Einführungsphase Einführungsphase Unterrichtsvorhaben I: Thema: Was heißt es zu philosophieren? Welterklärungen in Mythos, Wissenschaft und Philosophie unterscheiden philosophische

Mehr

Operatorenkatalog für die schriftliche Abiturprüfung im Fach Deutsch in Baden-Württemberg

Operatorenkatalog für die schriftliche Abiturprüfung im Fach Deutsch in Baden-Württemberg Operatorenkatalog für die schriftliche Abiturprüfung im Fach Deutsch in Baden-Württemberg I. Allgemeine Hinweise Die schriftliche Abiturprüfung im Fach Deutsch soll die erworbenen Kompetenzen der Schülerinnen

Mehr

DRITTE VORLESUNG: Schöpfung im Alten Testament

DRITTE VORLESUNG: Schöpfung im Alten Testament DRITTE VORLESUNG: Schöpfung im Alten Testament [1] Wie belegt Weizsäcker seine Behauptung auf S. 40, die alttestamentliche Schöpfungsgeschichte sei noch nicht Wissenschaft? [2] Inwiefern setzt sich die

Mehr

Einleitung. Was dieses Buch beinhaltet

Einleitung. Was dieses Buch beinhaltet LESEPROBE Einleitung Was dieses Buch beinhaltet Dieses Arbeitsbuch nimmt Sprache und Literatur aus der Vermittlungsperspektive in den Blick, d.h. Sprache und Literatur werden sowohl als Medien als auch

Mehr

Inhaltsverzeichnis. 1 Leitbild Grundlagen eines evangelischen Bildungsverständnisses. Kapitel 1

Inhaltsverzeichnis. 1 Leitbild Grundlagen eines evangelischen Bildungsverständnisses. Kapitel 1 Inhaltsverzeichnis 1 Leitbild Grundlagen eines evangelischen Bildungsverständnisses 1 Leitbild Grundlagen eines evangelischen Bildungsverständnisses Die EKHN hat ihr Selbstverständnis der Kindertagesstättenarbeit

Mehr

Übersicht zu den Unterrichtsvorhaben in der EF. Jahrgangsstufe: EF Jahresthema:

Übersicht zu den Unterrichtsvorhaben in der EF. Jahrgangsstufe: EF Jahresthema: Übersicht zu den Unterrichtsvorhaben in der EF Jahrgangsstufe: EF Jahresthema: Unterrichtsvorhaben I: Philosophie: Was ist das? Welterklärungen in Mythos, Wissenschaft und Philosophie unterscheiden philosophische

Mehr

Sperrfrist: Ende der Rede Es gilt das gesprochene Wort.

Sperrfrist: Ende der Rede Es gilt das gesprochene Wort. Grußwort des Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Erwin Sellering, anlässlich des 20. Jubiläums der Landesverfassung am 12. November 2014, Schwerin Sperrfrist: Ende der Rede Es

Mehr

Coaching als Führungsaufgabe

Coaching als Führungsaufgabe 1. Coaching ist ein besonderer Teil der Führungsrolle. Der Begriff Coaching stammt aus dem Sport. Die Rolle ähnelt dem eines Trainers. Es geht hier darum einzelne Sportler oder eine Mannschaft zu dauerhaften

Mehr

Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation

Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation sentation zur Unterscheidung von psychischen und sozialen Systemen nach Niklas

Mehr

Ä8QGLFKELQQLFKWZLGHUVSHQVWLJJHZHVHQ³*RWWHV6WLPPHK UHQOHUQHQ

Ä8QGLFKELQQLFKWZLGHUVSHQVWLJJHZHVHQ³*RWWHV6WLPPHK UHQOHUQHQ Ä8QGLFKELQQLFKWZLGHUVSHQVWLJJHZHVHQ³*RWWHV6WLPPHK UHQOHUQHQ Ist es dir beim Lesen der Bibel auch schon einmal so ergangen, dass du dich wunderst: Warum wird nicht mehr darüber berichtet? Ich würde gerne

Mehr

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben

Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben Formulierungshilfen für das wissenschaftliche Schreiben 1. Einleitendes Kapitel 1.1.1 Einen Text einleiten und zum Thema hinführen In der vorliegenden Arbeit geht es um... Schwerpunkt dieser Arbeit ist...

Mehr

Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie?

Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie? 1 Prof. Dr. Katharina Bluhm Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie? Ein Exposé stellt den Grundriss einer geplanten wissenschaftlichen Arbeit dar, der das weitere Vorgehen

Mehr

Predigt Mt 5,1-3 am 5.1.14

Predigt Mt 5,1-3 am 5.1.14 Predigt Mt 5,1-3 am 5.1.14 Zu Beginn des Jahres ist es ganz gut, auf einen Berg zu steigen und überblick zu gewinnen. Über unser bisheriges Leben und wohin es führen könnte. Da taucht oft die Suche nach

Mehr

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit dem Begriff arm auseinandersetzen und die offiziellen Definitionen kennen und verstehen.

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit dem Begriff arm auseinandersetzen und die offiziellen Definitionen kennen und verstehen. Arbeitsblatt Armut in der Gesellschaft Lösungsvorschläge 1. Recherchieren Sie, was die offizielle Definition von Armut ist. Klären Sie dabei auch die Begriffe absolute Armut, relative Armut und gefühlte

Mehr

Evangelische Sozialethik

Evangelische Sozialethik Ulrich HJ. Körtner Evangelische Sozialethik Grundlagen und Themenfelder Zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage Vandenhoeck & Ruprecht Inhalt Vorwort 11 Vorwort zur zweiten Auflage 12 Einleitung:

Mehr

Leseprobe Ohne Gott geht's besser

Leseprobe Ohne Gott geht's besser Leseprobe Ohne Gott geht's besser Atheismus und Humanismus sind die bessere Alternative Wissen und Glauben 2 1. Wissen und Glauben... 1.2 An was die Leute glauben Viele Leute glauben an einen oder mehrere

Mehr

Friedrich Nietzsche Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten (Universitätsvorträge)

Friedrich Nietzsche Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten (Universitätsvorträge) Friedrich Nietzsche Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten (Universitätsvorträge) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Institut für Bildungswissenschaft Seminar: Bildung des Bürgers Dozent: Dr. Gerstner

Mehr

3. Platz. Benjamin Smith

3. Platz. Benjamin Smith 3. Platz Benjamin Smith Was ist der Bildungsauftrag der Universität? unter Berücksichtigung der Ökonomisierung der Universität E s s a y v o n B e n j a m i n R e m i g i u s S m i t h Bologna-Prozess,

Mehr

Jeder. und jedem. Robert Pawelke-Klaer

Jeder. und jedem. Robert Pawelke-Klaer Robert Pawelke-Klaer Jeder und jedem Immer wieder taucht in den ökonomischen Debatten der Grundsatz auf: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen. Leider wird dieser Grundsatz oft

Mehr

SPIRITUALITÄT. - die Perspektive aus ärztlicher Sicht

SPIRITUALITÄT. - die Perspektive aus ärztlicher Sicht SPIRITUALITÄT - die Perspektive aus ärztlicher Sicht Zitate von Prof. Ulrich Körtner PD Dr. Markus Weber Muskelzentrum/ALS clinic, Kantonsspital St.Gallen Vortragsnachmittag Zürich 6.6. 2009 Google Ergebnisse

Mehr

Einleitung: Der Horizont der Studie... 15. 1 Impulse zur Studie... 15 2 Fragen und Ziele der Studie... 19. 3 Schritte zur Durchführung...

Einleitung: Der Horizont der Studie... 15. 1 Impulse zur Studie... 15 2 Fragen und Ziele der Studie... 19. 3 Schritte zur Durchführung... Inhaltsverzeichnis Erster Teil Einleitung: Der Horizont der Studie... 15 1 Impulse zur Studie... 15 2 Fragen und Ziele der Studie... 19 2.1 Es geht um das Subjekt Der Blick auf den Einzelnen und seine

Mehr

Vorlesung Christologie und Gotteslehre 3. Das Verständnis von Inkarnation in kontextuellen Theologien Prof. Dr. Lucia Scherzberg Sommersemester 2010

Vorlesung Christologie und Gotteslehre 3. Das Verständnis von Inkarnation in kontextuellen Theologien Prof. Dr. Lucia Scherzberg Sommersemester 2010 Vorlesung Christologie und Gotteslehre 3 Das Verständnis von Inkarnation in kontextuellen Theologien Prof. Dr. Lucia Scherzberg Sommersemester 2010 Begriffe Kontextualität: Bezug auf Text und Kontext Theologie

Mehr

Mit. ernim RU arbeiten

Mit. ernim RU arbeiten Mit ernim RU arbeiten Bildsorten Bilder Abbilder: Foto, Zeichnung (Film, Video) Sinn-Bilder: z.b. Kunstbild, Symbol, Karikatur logische analytische Bilder: Diagramme, Tabellen, Schemata Der Mehr-Wert eines

Mehr

Architektur und Bild (10) Der Blick

Architektur und Bild (10) Der Blick Architektur und Bild (10) Der Blick Professur Entwerfen und Architekturtheorie Vertr.-Prof. Dr.-Ing. M.S. Jörg H. Gleiter 23. Januar 2007 15:15-16:45 1 Übersicht a. Der Blick: Schmarsow und Klopfer b.

Mehr

8 Aber durch den Glauben erkennen wir seine Existenz, durch die Glorie werden wir erkennen seine Natur.

8 Aber durch den Glauben erkennen wir seine Existenz, durch die Glorie werden wir erkennen seine Natur. II. Infini rien (Das Fragment der Wette ) 1 418 1 Unendlich nichts 2 Unsere Seele ist in den Körper geworden, wo sie Zahl, Zeit, Ausdehnung findet. Sie denkt darüber nach und nennt das Natur, Notwendigkeit,

Mehr

Krank gesund; glücklich unglücklich; niedergeschlagen froh?

Krank gesund; glücklich unglücklich; niedergeschlagen froh? Krank gesund; glücklich unglücklich; niedergeschlagen froh? Stimmungen schwanken Seit Jahren macht sich im Gesundheitsbereich ein interessantes Phänomen bemerkbar es werden immer neue Krankheitsbilder

Mehr

Rhetorische Figuren. Aufeinanderfolgende Sätze beginnen mit demselben Wort. Besondere Form der Ellipse, bei der die Bindewörter weggelassen werden.

Rhetorische Figuren. Aufeinanderfolgende Sätze beginnen mit demselben Wort. Besondere Form der Ellipse, bei der die Bindewörter weggelassen werden. Rhetorische Figuren Erscheinungsformen der Rhetorik sind im weitesten Sinne alle sprachlichen Äußerungen, die vom normalen Sprachgebrauch abweichen und deshalb Aufmerksamkeit auf sich lenken können. Sie

Mehr

1 Ist Religion an Worte und Orte gebunden? 10

1 Ist Religion an Worte und Orte gebunden? 10 1 Ist Religion an Worte und Orte gebunden? 10 Wo findet man Religion? 12 Religion als Suche? 14 Was ist Religion? 16 Was sind religiöse Erfahrungen? 18 Klingt in allen Menschen eine religiöse Saite? 20

Mehr

Lothar Kuld, Bruno Schmid (Hg.) Islamischer Religionsunterricht in Baden-Württemberg

Lothar Kuld, Bruno Schmid (Hg.) Islamischer Religionsunterricht in Baden-Württemberg Lothar Kuld, Bruno Schmid (Hg.) Islamischer Religionsunterricht in Baden-Württemberg Ökumenische Religionspädagogik herausgegeben von Prof. Dr. Astrid Dinter (Pädagogische Hochschule Weingarten) Prof.

Mehr

Univ.-Prof. Dr. M. Ewers MPH Berlin /

Univ.-Prof. Dr. M. Ewers MPH Berlin / Studierfähigkeit und Wissenschaftlichkeit im Studium - Impulse Michael Ewers Runder Tisch «Medizin & Gesundheitswissenschaften» 3. Arbeitssitzung 09./10. Dezember 2015 / Berlin Wissenschaft Eine jede Lehre,

Mehr

Arbeitshilfen Nr. Titel Datum

Arbeitshilfen Nr. Titel Datum 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Kirchliche Medienarbeit 23. September 1980 21 22 23 24 Gemeinsames Zeugnis - Ein Studiendokument der Gemeinsamen Januar 1982 Arbeitsgruppe und des Ökumenischen

Mehr

Ostern ist mehr. Das Geheimnis vom Kreuz und dem leeren Grab. Mehr! Basiswissen Christentum Herausgeber: Steffen Kern und Roland Werner

Ostern ist mehr. Das Geheimnis vom Kreuz und dem leeren Grab. Mehr! Basiswissen Christentum Herausgeber: Steffen Kern und Roland Werner Steffen Kern Ostern ist mehr Das Geheimnis vom Kreuz und dem leeren Grab Mehr! Basiswissen Christentum Herausgeber: Steffen Kern und Roland Werner 00307_Kern.indd 3 21.12.2007 13:40:19 Inhalt Zweifeln

Mehr

Schulinternes Curriculum für Praktische Philosophie in den Jahrgangsstufen 5-6

Schulinternes Curriculum für Praktische Philosophie in den Jahrgangsstufen 5-6 Leibniz-Gymnasium Düsseldorf Schulinternes Curriculum für Praktische Philosophie in den Jahrgangsstufen 5-6 1. Lermittel Eingeführtes Lehrbuch: Philopraktisch 1 (C.C. Buchner) ergänzend dazu die Materialien

Mehr

für den Religionsunterricht Argumente an öffentlichen Schulen! Religion in der Schule: Eine Initiative der katholischen Kirche.

für den Religionsunterricht Argumente an öffentlichen Schulen! Religion in der Schule: Eine Initiative der katholischen Kirche. für den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen! Religion in der Schule: Eine Initiative der katholischen Kirche. 1 Die religiösen Fragen der Kinder ernst nehmen Schon kleine Kinder stellen die großen

Mehr

HGM Hubert Grass Ministries

HGM Hubert Grass Ministries HGM Hubert Grass Ministries Partnerletter 2/12 Die Kraft Gottes vermag alles. Wir leben mit einem großen und allmächtigen Gott, der allezeit bei uns ist. Seine Liebe und Kraft werden in uns wirksam, wenn

Mehr

Philosophische Fakultät der Universität Freiburg Departement für Sozialwissenschaften Bereich Gesellschafts-, Kultur- und Religionswissenschaften

Philosophische Fakultät der Universität Freiburg Departement für Sozialwissenschaften Bereich Gesellschafts-, Kultur- und Religionswissenschaften Philosophische Fakultät der Universität Freiburg Departement für Sozialwissenschaften Bereich Gesellschafts-, Kultur- und Religionswissenschaften Studienplan des Studienprogrammes zu 30 Kreditpunkten ECTS

Mehr

Ethik- Lehrplan Gymnasium

Ethik- Lehrplan Gymnasium Ethik- Lehrplan Gymnasium Zur Kompetenzentwicklung im Ethikunterricht 1 Beim Urteilen ist der Mensch als Einzelner immer unvollkommen. (Aristoteles) Kernstück des Ethikunterrichts ist die gemeinsame Reflexion,

Mehr

Wir erbringen in christlicher Verantwortung soziale Dienste, insbesondere für Senioren und Menschen mit Behinderung.

Wir erbringen in christlicher Verantwortung soziale Dienste, insbesondere für Senioren und Menschen mit Behinderung. Unser Leitbild Selbstverständnis Der Caritas Wohn- und Werkstätten im Erzbistum Paderborn e. V. ist ein selbständiger Trägerverband der Alten- und Behindertenhilfe und versteht sich als Teil der Caritasarbeit

Mehr

Material zu. Die Schülerzeitung

Material zu. Die Schülerzeitung Material zu Die Schülerzeitung 125 Zuwanderung und Integration Szenario Die Schülerzeitung In Eurer Schule wird eine Schülerzeitung herausgegeben. Dank der großzügigen Unterstützung durch einen Feinkosthändler

Mehr

Unterrichtsvorhaben I

Unterrichtsvorhaben I Lehrplan Philosophie für die Einführungsphase (Jgst. 10) Übersichtsraster der verbindlichen Unterrichtsvorhaben Thema: Was ist Philosophie? Unterrichtsvorhaben I arbeiten aus Phänomenen der Lebenswelt

Mehr