Swiss Issues Branchen Exportindustrie Schweiz Erfolgsfaktoren und Ausblick

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1 Swiss Issues Branchen Exportindustrie Schweiz Erfolgsfaktoren und Ausblick April 2011

2 Impressum Herausgeber Martin Neff, Head Credit Suisse Economic Research Uetlibergstrasse 231, CH-8070 Zürich Kontakt Telefon +41 (0) Autoren Nicole Brändle Schlegel Marco Caprarese Emilie Gachet Dr. Manuela Merki Philipp Waeber Mitwirkung Raffael Goldenberger Titelbild istockphot.com/b-b Redaktionsschluss Februar 2011 Bestellungen Direkt bei Ihrem Kundenberater oder bei jeder Credit Suisse-Geschäftsstelle Einzelexemplare über EBIC Fax +41 (0) oder an Interne Bestellungen via Netshop mit Mat.-Nr Besuchen Sie uns auf dem Internet Disclaimer Dieses Dokument wurde vom Economic Research der Credit Suisse hergestellt und ist nicht das Ergebnis einer/unserer Finanzanalyse. Daher finden die "Richtlinien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse" der Schweizerischen Bankiervereinigung auf vorliegendes Dokument keine Anwendung. Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken. Die darin vertretenen Ansichten sind diejenigen des Economic Research der Credit Suisse zum Zeitpunkt der Drucklegung (Änderungen bleiben vorbehalten). Die Publikation darf mit Quellenangabe zitiert werden. Copyright 2011 Credit Suisse Group AG und/oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten. Swiss Issues Branchen

3 Inhalt Editorial 5 1 Stellenwert und Entwicklung der 6 Schweizer Exportwirtschaft 1.1 Bedeutung des Schweizer Aussenhandels Wichtigste Exportbranchen Wichtigste Exportdestinationen Krisenvergleich 10 2 Erfolgsfaktoren Zyklizität des Branchenportfolios Wettbewerbsfähigkeit Unit Value als Qualitätsindikator Positionierung im Preis- und Qualitätswettbewerb Geographische Diversifikation 23 3 Ausblick Chancen Multipolare Welt und Auswirkungen auf die Schweizer Exporte Demographischer Wandel und Urbanisierung Exkurs: Zunehmende Bedeutung Chinas als Absatzmarkt Risiken Länderrisiken Wechselkursrisiken Protektionismus 40 4 Schlussfolgerungen 42 5 Appendix Definition der Länderaggregate Literatur 44 Swiss Issues Branchen 3

4 Swiss Issues Branchen 4

5 Editorial Die Schweizer Wirtschaft ist stark vom Aussenhandel abhängig. Vertiefte Kenntnisse über die hiesige Exportindustrie sind deshalb mehr als bloss ein "nice-to-know". In unserer im März 2009 publizierten Studie "Aussenhandel Schweiz Fakten und Trends" haben wir der Schweizer Exportindustrie bereits einmal den Puls gefühlt und ihre Struktur sowie ihre Bedeutung für die Schweiz detailliert untersucht. In der Zwischenzeit haben sich die Ereignisse überschlagen, und die Welt präsentiert sich heute in einem anderen Licht. Die Finanzkrise hat die Weltwirtschaft in eine Rezession gestürzt, die den globalen Warenaustausch regelrecht einbrechen liess. Erinnerungen an die Grosse Depression der 1930er Jahre kamen auf. Das rasche, entschlossene und vor allem koordinierte Eingreifen zahlreicher Staaten vermochte das Abgleiten in eine Krise ähnlichen Ausmasses jedoch zu verhindern. Die Krise machte aber auch die maroden Staatshaushalte in vielen hochentwickelten Industrieländern sichtbar, was viele verunsicherte Anleger in den Schweizer Franken als Safe Haven trieb. Der derzeit aus Sicht der Schweizer Exporteure eher ungünstige EUR/CHF-Wechselkurs wird zunehmend zur Belastungsprobe. Nebst den genannten, eher kurzfristigen Veränderungen wandelt die fortschreitende Globalisierung das Gesicht der Welt längerfristig. Daraus ergeben sich weitere Herausforderungen, aber auch Chancen für die heimische Exportindustrie. Die Zeit, in der Globalisierung gleichzusetzen war mit billiger Arbeit sowie der entsprechenden Verlagerung wenig wissensintensiver und standardisierter Produktionsprozesse insbesondere nach Fernost, scheint durch ein neues Phänomen abgelöst zu werden. Zahlreiche Schwellenländer haben die Chancen, die ihnen die Globalisierung bot, genutzt und entwickelten sich weiter. Aus einstigen Produzenten billigster Massenprodukte sind teilweise Hersteller von Hightech-Produkten und damit neue Konkurrenten westlicher Produzenten geworden. Mit dem im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs steigenden Wohlstand bilden sich in den betreffenden Ländern aber auch neue, riesige und für westliche Produzenten lukrative Absatzmärkte heraus. Die vorliegende Studie betrachtet in einem ersten Teil die Bedeutung des Aussenhandels für die Schweizer Industrie und bezieht dabei die neusten konjunkturellen Entwicklungen in die Analyse mit ein. Dienstleistungsexporte, insbesondere grenzüberschreitende Bankdienstleistungen und der Tourismus, machen zwar einen immer wichtigeren Anteil an den Exporten aus, aus Gründen der Datenverfügbarkeit und der grossen Heterogenität fokussieren wir in der Studie allerdings auf Warenexporte. Das zweite Kapitel analysiert mögliche Erfolgsfaktoren der Schweizer Exportindustrie und geht dabei auch auf Qualitätsaspekte ein. Im dritten Teil der Studie untersuchen wir, inwiefern die Schweizer Exporteure bereits vom steigenden Wohlstand in den Schwellenländern profitieren können, in welchen Regionen zusätzliche Anstrengungen im Sinne einer weiteren geographischen Diversifizierung lohnenswert erscheinen und wie die Schweizer Exportstruktur in zwanzig Jahren aussehen könnte. Nebst den sich für Schweizer Firmen aus dem demographischen Wandel und der rasch fortschreitenden weltweiten Urbanisierung ergebenden Chancen analysieren wir die Risiken, mit denen Schweizer Exporteure konfrontiert sind. In den Schlussfolgerungen interpretieren wir die Resultate und stellen sie in den Kontext der aktuellen Entwicklung. Das Autorenteam der Credit Suisse und die Osec wünschen Ihnen eine spannende Lektüre. Die Partnerschaft zwischen der Osec und der Credit Suisse Osec ist der Aussenwirtschaftsförderer der Schweiz mit offiziellem Mandat des Bundes. Sie verfügt mit den Swiss Business Hubs über ein weltweites Netzwerk und ausgewiesene Spezialisten vor Ort. Die Credit Suisse engagiert sich seit 2009 aktiv bei der Osec. Unser Engagement ist ein klares Bekenntnis zur Schweizer Wirtschaft und zum Werkplatz Schweiz. Wir sind überzeugt, dass dieser nur mit einer starken und kompetitiven Exportwirtschaft wachsen kann. Eine starke Export- und Innovationskompetenz wird langfristig unseren hohen Lebensstandard aufrechterhalten. Swiss Issues Branchen 5

6 1 Stellenwert und Entwicklung der Schweizer Exportwirtschaft 1.1 Bedeutung des Schweizer Aussenhandels Exportnation Schweiz Im Zuge der Globalisierung hat die Aussenhandelsverflechtung der Schweiz in den letzten zwanzig Jahren laufend zugenommen, und die Exportindustrie hat somit stark an Bedeutung gewonnen. Abbildung 1 zeigt, dass die Exporte und Importe in diesem Zeitraum deutlich stärker angestiegen sind als das Bruttoinlandprodukt: Während die Exportquote 1 der Schweiz im Jahr 1990 noch ein Drittel betrug, verdient die Schweiz heute mehr als jeden zweiten Franken im Ausland. Abbildung 1 Bruttoinlandprodukt, Importe und Exporte, , nominal Index 1990 = Bruttoinlandprodukt Dienstleistungsimporte Dienstleistungsexporte Warenimporte* Warenexporte* Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft, Credit Suisse Economic Research * ohne Edelmetalle, Edel- und Schmucksteine, Kunstgegenstände und Antiquitäten Export als entscheidender Wachstumstreiber Starkes Exportwachstum durch die Krise gestoppt Die grosse Bedeutung der Exportindustrie für die Schweizer Wirtschaft zeigt sich auch im Beitrag der Waren- und Dienstleistungsexporte zum Wirtschaftswachstum. Die Wachstumsbeiträge in Abbildung 2 beschreiben, wie viel die inländische respektive die ausländische Nachfrage im Zeitraum zum Wachstum des Bruttoinlandprodukts beigesteuert haben. 2 Ohne Exporte wäre die Schweizer Wirtschaft in dieser Periode um jährlich durchschnittlich 0.3% geschrumpft, denn zwischen 1990 und 2010 trug die ausländische Nachfrage insgesamt 1.8 Prozentpunkte zum durchschnittlichen jährlichen Wachstum des realen BIP von 1.5% bei. Wie Abbildungen 1 und 2 zeigen, entwickelten sich die Schweizer Exporte in den Zeiträumen und insbesondere sehr dynamisch. Im Jahr 2008 erreichten die Warenexporte 3 einen Rekordwert von rund 207 Mrd. CHF. Die Weltwirtschaftskrise und der damit einhergehende Einbruch des Welthandels ab Ende 2008 trafen die Schweizer Exportindustrie jedoch mit Wucht und setzten dem Boom ein abruptes Ende gingen die Warenexporte gegenüber dem Vorjahr um nominal 12% und die Dienstleistungsexporte um nominal 2.5% zurück. Dies führte 2009 zu einem deutlich negativen Wachstumsbeitrag der Exporte ( 5.0 PP). Die inländische Nachfrage übte mit einem Beitrag von 3.1 Prozentpunkten eine stabilisierende Wirkung auf das Bruttoinlandprodukt aus. Insgesamt resultierte ein Rückgang des BIP von 1.9% (Abbildung 2). 1 Verhältnis der Waren- und Dienstleistungsexporte zum Bruttoinlandprodukt. 2 Die inländische Nachfrage ist definiert als Inlandnachfrage (Konsum und Investitionen) abzüglich Waren- und Dienstleistungsimporte, die ausländische Nachfrage als Waren- und Dienstleistungsexporte. 3 Ohne Spezialhandel. Swiss Issues Branchen 6

7 Abbildung 2 Wachstumsbeiträge der inländischen und ausländischen Nachfrage, Wachstumsbeiträge in Prozentpunkten, BIP-Wachstum in Prozent, real 6% 4% 2% 0% -2% -4% -6% Inländische Nachfrage Warenexporte Dienstleistungsexporte BIP-Wachstum Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft, Credit Suisse Economic Research Rasche Erholung 2010 Nach dem Krisenjahr 2009 profitierte die Schweizer Exportindustrie von der Wiederbelebung der globalen Konjunktur und fand 2010 wieder auf den Wachstumspfad zurück. Insgesamt exportierte die heimische Industrie im Jahr 2010 Waren im Wert von 193 Mrd. CHF, was einem Anstieg um 7.2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Schweizer Ausfuhren lagen Ende 2010 allerdings deutlich unter ihrem Höchststand aus dem Jahre Box 1: Warenexporte versus Dienstleistungsexporte Die Zahlungsbilanz stellt gemäss Definition des Internationalen Währungsfonds (IWF) die systematische Aufzeichnung aller wirtschaftlichen Transaktionen dar, die im Laufe einer bestimmten Periode zwischen Inländern und Ausländern stattfanden (Abbildung 3). Unter Transaktion versteht man den Fluss von Waren, Dienstleistungen, Einkommen und Übertragungen sowie die Entstehung und Tilgung von finanziellen Forderungen und Verpflichtungen. Die Zahlungsbilanz besteht aus der Ertragsbilanz, der Kapitalverkehrsbilanz und der Komponente Vermögensübertragungen und Restposten. Die Ertragsbilanz wiederum setzt sich aus der Dienstleistungs- und der Handelsbilanz zusammen. Letztere erfasst den grenzüberschreitenden Warenverkehr und stellt den bei weitem wichtigsten Posten der Schweizer Ertragsbilanz dar. Mit einem Anteil von rund 30% (2009) an den gesamten Ausfuhren spielen Dienstleistungsexporte jedoch eine zunehmend wichtige Rolle für den Schweizer Aussenhandel. Internationale Dienstleistungsströme sind allerdings schwieriger zu erfassen als Warenströme, weshalb die aktuelle Statistik des Dienstleistungshandels noch gewisse Lücken aufweist. Manche Dienstleistungskategorien werden gar nicht erfasst, und es fehlt eine Gliederung des Dienstleistungshandels nach Ländern. Die grenzüberschreitenden Bankdienstleistungen machen heute den grössten Anteil der Schweizer Dienstleistungsexporte aus (2009: 22%). Vor der Krise hatte dieser Anteil sogar noch 29% betragen. Bis 1997 war der Tourismus mit einem Anteil von rund 30% die grösste Dienstleistungsexportkategorie; heute beträgt dessen Anteil etwa 18%. Der Handel mit technologischen Diensten (Lizenzen und Patenten), welcher 2009 mit 21% den Tourismus überholte, und der Transithandel (2009: 15%) sind in den letzten zehn Jahren überdurchschnittlich stark gewachsen. Die Studie widmet sich ausschliesslich dem für die Schweiz gewichtigen Export von Waren, namentlich der Exportindustrie im engeren Sinne, die aufgrund der einigermassen vergleichbaren Datenbasis und der für die Exporteure ähnlichen Rahmenbedingungen ein geeignetes Aggregat für vertiefte Analysen bietet. Swiss Issues Branchen 7

8 Abbildung 3 Zahlungsbilanz der Schweiz 2009 In Mrd. CHF Zahlungsbilanz Handelsbilanz Warenexporte Warenimporte Saldo 16.7 Ertragsbilanz Saldo 63.8 Dienstleistungsbilanz Dienstleistungsexporte 80.2 Dienstleistungsimporte 37.9 Saldo 42.3 Bilanz der Arbeits- und Kapitaleinkommen Laufende Übertragungen Kapitalverkehrsbilanz Saldo 26.6 Vermögensübertragungen und Restposten Saldo 37.2 Quelle: Schweizerische Nationalbank, Credit Suisse Economic Research 1.2 Wichtigste Exportbranchen Exportschwergewicht Pharma Zweistelliges langfristiges Wachstum bei der Pharma und der Medizinaltechnik Metallindustrie und Maschinenbau von der Krise stark betroffen Abbildung 4 veranschaulicht die Branchenstruktur der Schweizer Warenexporte und ihre Entwicklung seit Mit Ausnahme der Textil- und Bekleidungsindustrie registrierten in diesem Zeitraum alle betrachteten Branchen ein positives Exportwachstum; die Unterschiede zwischen den Branchen sind aber gross. Mit einem Anteil von rund 28% am gesamten Exportvolumen stellt die pharmazeutische Industrie heute die grösste Schweizer Exportbranche dar, gefolgt vom Maschinenbau (12%), der Chemie (10%) und der Uhrenindustrie (8%). Die Pharmabranche verzeichnete in den letzten zwanzig Jahren ein stark überdurchschnittliches Wachstum (+11% pro Jahr) und vermochte damit ihren Anteil an den gesamten Exporten mehr als zu verdreifachen betrug ihr Anteil erst 8%. Mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 9% entwickelte sich auch die Medizinaltechnik äusserst dynamisch und macht heute rund 5% der Exporte aus (1990: 2%). Beide Branchen profitierten von der stark gestiegenen Nachfrage nach Gesundheitsleistungen. Demgegenüber registrierte der Maschinenbau 1990 mit 23% noch die bei weitem grösste Exportbranche vor der chemischen Industrie ein unterdurchschnittliches Wachstum und sein Anteil schrumpfte massiv. Ein Grund für die Krise im Maschinenbau in den 1990er Jahren lag darin, dass mit dem Fall des Eisernen Vorhangs und billigen Produktionsmöglichkeiten in China der Produktionsstandort Schweiz aufgrund seiner Kostenstruktur stark unter Druck kam. Im Krisenjahr 2009 verzeichneten die meisten Branchen einen Rückgang ihrer Exporte im zweistelligen Bereich. Extrem betroffen waren die Metallindustrie ( 31% im Vorjahresvergleich) und der Maschinenbau ( 27%). Auch die Uhren-, die Kunststoff-, die Textil- und Bekleidungs- sowie die Elektroindustrie litten stark unter der Exportkrise. Die Exportrückgänge in diesen Branchen betrugen 2009 zwischen 15% und 22%. Demgegenüber zeigten sich die Exporte der Medizinaltechnik und der Nahrungsmittelindustrie trotz der Krise stabil (0% bzw. 0.4%). Von allen betrachteten Branchen vermochte einzig die pharmazeutische Industrie ihre Ausfuhren auch im Jahr 2009 zu steigern. Swiss Issues Branchen 8

9 2010: Erholung in den meisten Branchen Mit Ausnahme des Fahrzeugbaus ( 24%), der Textil- und Bekleidungsindustrie ( 7%) sowie der Medizinaltechnik ( 0.6%) erzielten alle Branchen 2010 wieder ein Exportplus. Am deutlichsten legten die Ausfuhren der Uhren- (+22% im Vorjahresvergleich) sowie der Metallindustrie (+21%) zu, welche im Krisenjahr 2009 besonders hohe Einbussen erlitten hatten. In den übrigen Branchen betrugen die Exportzunahmen 2010 zwischen 4% und 12%. Abbildung 4 Schweizer Warenexporte nach Branchen Anteile am Total Warenexporte in Prozent; durchschnittliche jährliche Wachstumsrate in Prozent, Rote Linie: durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der gesamten Warenexporte in Prozent, % 24% 18% 12% 6% 0% Anteil 1990 Anteil 2010 Durchschn. jährliche Wachstumsrate (rechte Achse) 20% 16% 12% 8% 4% 0% -6% Pharma Maschinenbau Chemie Uhren Elektroindustrie Metall Medizinaltechnik Nahrungsmittel Mess- und Kontrollinstr. Fahrzeugbau Kunststoff Textil und Bekleidung Übrige Branchen -4% Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse Economic Research 1.3 Wichtigste Exportdestinationen Ländervergleich konzentriert sich auf wichtigste Konkurrenten und Zukunftsmärkte EU bleibt wichtigster Handelspartner der Schweiz Starkes Wachstum in aufstrebenden Schwellenländern Neben der Unterscheidung nach Branchen ist auch die Exportstruktur nach Destinationen aufschlussreich. In dieser Studie betrachten wir in erster Linie die Europäische Union 4 und die USA als wichtige Konkurrenten der Schweizer Exportindustrie sowie vielsprechende "Zukunftsmärkte", zu denen wir die BRIC-, Golf- und Next 11-Staaten (vgl. Box 2) sowie die Länder Südostasiens zählen. Im Appendix befindet sich eine Definition der in der Studie verwendeten Länderaggregate. Abbildung 5 vergleicht die Schweizer Warenexporte nach Destinationen im Jahr 2010 mit der Struktur von Deutschland stellt heute mit einem Exportanteil von 19% den mit Abstand grössten Absatzmarkt dar, vor den USA mit einem Anteil von 10%. Die Nachbarstaaten Italien und Frankreich nehmen je rund 8% der Schweizer Ausfuhren ab, während rund 6% nach China und Hongkong gehen. Die Europäische Union als Abnehmerin von insgesamt 58% der helvetischen Exporte bleibt nach wie vor die wichtigste Handelspartnerin der Schweiz. Ihr Anteil hat jedoch seit 1990 deutlich abgenommen. Obwohl Europa weiterhin eine dominante Rolle für die Schweizer Exporte spielt, ist der Anteil der nichteuropäischen Destinationen in den letzten zwanzig Jahren merklich angestiegen. Vermehrt wurde auch in Schwellenländer exportiert. Die Schweizer Exportwirtschaft vermochte somit ihre geographische Diversifizierung zu erhöhen (vgl. auch Kapitel 2.3). Insbesondere die Ausfuhren in die BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) haben seit 1990 markant zugenommen. Der Exportanteil Chinas (inklusive Hongkong) hat sich seit 1990 verdoppelt. Schweizer Exporte nach China nahmen in diesem Zeitraum um jährlich 8.5%, während die gesamten Schweizer Warenexporte im Durchschnitt um "nur" 4.5% pro Jahr zuzulegen vermochten. Der Anteil der Ausfuhren in die EU-Osterweiterungsländer und in die Golfstaaten konnte 4 Mit den grössten Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Italien sowie Grossbritannien jeweils gesondert ausgewiesen. Swiss Issues Branchen 9

10 seit 1990 ebenfalls gesteigert werden, wenn auch nur leicht. Demgegenüber blieb der Exportanteil nach Südostasien und in die Next 11-Länder in diesem Zeitraum praktisch unverändert. Abbildung 5 Schweizer Warenexporte nach Destinationen Anteile an den gesamten Schweizer Warenexporten, 1990 (innerer Kreis) und 2010 (äusserer Kreis) Südostasien 2.9% Next % Golfstaaten 3.1% BRIC 10.3% 6.4% 2.8% 12.4% 2.4% 3.0% 5.4% 1.6% 12.4% 2.8% 4.4% 5.4% 7.4% 64.8% 10.1% 4.7% 10.1% 23.3% 9.5% 7.8% 19.4% 8.0% EU % USA Deutschland Italien Frankreich Grossbritannien EU-15 EU-Ost China (inkl. Hongkong) BRIC Golfstaaten Südostasien Next 11 Übrige Länder Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse Economic Research Box 2: Next 11, die Nachfolger der BRIC? Der Begriff "Next 11" wurde 2005 vom Goldman Sachs-Chefökonomen Jim O'Neill geprägt, welcher 2003 schon den Begriff "BRIC" geprägt hatte. 5 Mit Bangladesh, Ägypten, Indonesien, Iran, Südkorea, Mexiko, Nigeria, Pakistan, den Philippinen, der Türkei und Vietnam umfassen die Next 11 eine sehr heterogene Anzahl von Ländern. Sie werden als "Nachfolger" der BRIC-Staaten verstanden, da sie eine hohe Bevölkerungszahl und hohes Bevölkerungswachstum aufweisen und ihnen das Potenzial zugeschrieben wird, in den nächsten Jahrzehnten einen ähnlichen wirtschaftlichen Aufschwung zu durchleben, wie ihn die BRIC- Länder aktuell verzeichnen. Allerdings ist umstritten, ob all diese Länder ihr Potenzial auch wirklich werden ausschöpfen können. 1.4 Krisenvergleich Einbruch des Welthandels 2009 traf auch die Schweizer Exportindustrie hart Grösster Exporteinbruch seit der Grossen Depression Im Zuge der Weltwirtschaftskrise brach der Welthandel Ende 2008 und Anfang 2009 drastisch ein. Gemäss Zahlen der internationalen Warenhandelsstatistik der Vereinten Nationen nahmen die weltweiten Warenexporte im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um nominal 22% ab, was dem stärksten Rückgang seit der Grossen Depression der 1930er Jahre entspricht. Auch die Schweiz als kleine offene Volkswirtschaft wurde vom weltweiten Konjunktureinbruch, welcher die globale Nachfrage nach Schweizer Produkten schwinden liess, nicht verschont. Auch hierzulande wurde mit einem Minus von 14% 6 der grösste Rückgang der Warenexporte binnen Jahresfrist seit der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre verzeichnet. 7 Ein Blick auf Abbildung 6, welche die Entwicklung der Schweizer Warenexporte während der letzten Krise dem Verlauf in früheren Rezessionen gegenüberstellt, verdeutlicht den erwähnten starken Einbruch im Schweizer Aussenhandel. Der Exportrückgang ab Herbst 2008 ist in seinem Ausmass nur mit dem ab 1929 verzeichneten Einbruch vergleichbar. Mitte 2009 erreichten die Schweizer Ausfuhren ihren Tiefpunkt. Seit Beginn der Krise waren sie um beinahe 20% zu- 5 Vgl. O'Neill, J., Wilson, D., Purushothaman, R., & Stupnytska, A. (2005), und Wilson, D., & Stupnytska, A. (2007). 6 Diese Zahl wurde auf der Basis von OECD-Daten berechnet, um die Vergleichbarkeit mit den anderen Ländern zu gewährleisten gab es kriegsbedingt ebenfalls einen hohen zweistelligen Rückgang ( 30% im Vorjahresvergleich). Swiss Issues Branchen 10

11 rückgegangen. Die vergangene Rezession unterscheidet sich von der Krise der 1990er Jahre sowie der Dotcom-Krise vor allem darin, dass die beiden letztgenannten Konjunktureinbrüche sich kaum auf die Schweizer Exportindustrie auswirkten. aber raschere Erholung Nach der Grossen Depression hatten die Schweizer Exporte einen monatelangen, tiefen Abstieg und eine zögerliche Erholung registriert. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg fanden sie auf ihr Vorkrisenniveau zurück. Im Vergleich dazu erholten sich die Schweizer Exporte nach der jüngsten Krise überraschend schnell. Bereits Mitte 2009 fanden sie auf den Wachstumspfad zurück. Die Exporterlöse liegen zwar noch klar unter dem Vorkrisenniveau, bis Ende 2010 wurde aber bereits über die Hälfte des rezessionsbedingten Einbruchs wieder wettgemacht. Abbildung 6 Warenexporte Schweiz im historischen Vergleich X-Achse: Monate nach Krisenbeginn; Y-Achse: Index Krisenbeginn = 100 Abbildung 7 Warenexporte Schweiz im Konkurrentenvergleich Saisonbereinigt, in USD, Index Sept = Schweiz Deutschland USA Frankreich Italien Grossbritannien "Weltwirtschaftskrise" Weltwirtschaftskrise der 1930er Erste Ölkrise Krise der 1990er Dotcom-Krise / / / / /2010 Quelle: Bundesamt für Statistik, Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse Economic Research Quelle: OECD, Credit Suisse Economic Research Schweiz kam im Vergleich mit anderen Exportnationen glimpflicher davon Im internationalen Vergleich hat die Schweiz die Krise besser gemeistert als andere Industrieländer. Abbildung 7 zeigt die Entwicklung der Warenexporte der Schweiz und ausgewählter vergleichbarer Exportnationen namentlich der grössten Nachbarländer Deutschland, Frankreich und Italien sowie Grossbritannien und der USA. Der Rückgang der Schweizer Warenexporte 2009 fiel im internationalen Vergleich mit 14% unterdurchschnittlich aus, und die Erholung ging entsprechend rascher vonstatten. Die Exporte aus den USA nahmen im Vorjahresvergleich um rund 19% ab, während alle anderen Länder Rückgänge von über 20% verzeichnen mussten (Italien 25%, Grossbritannien 24%, Deutschland 23% und Frankreich 22%). Swiss Issues Branchen 11

12 2 Erfolgsfaktoren Angesichts des beeindruckenden Erfolgsausweises in den letzten zwanzig Jahren und ihrer raschen Erholung in der jüngsten Krise stellt sich die Frage nach dem Erfolgsrezept der Schweizer Exportindustrie. Welche Branchen haben einen stabilisierenden Einfluss? Sind die Schweizer Exportgüter qualitativ hochstehender? Oder profitieren die Schweizer Exportbranchen von einer stärkeren Diversifikation auf verschiedene Absatzmärkte? 2.1 Zyklizität des Branchenportfolios Exportportfolio als möglicher Stabilisator in Krisen Messung der Volatilität der Exporte einer Branche Exportportfolio der Schweiz krisenresistenter als dasjenige der Vergleichsländer Pharmaindustrie stabilisiert die Schweizer Exporte einen gegenteiligen Effekt zeigt die Uhrenindustrie Die Volatilität der Branchenentwicklung zeigt sich keineswegs einheitlich. Der Maschinenbau beispielsweise weist in guten Jahren zweistellige Exportzuwächse auf, in Rezessionsphasen muss er aber überdurchschnittlich starke Einbrüche verzeichnen. Andere, konjunkturresistentere Branchen wie die Pharmaindustrie bekommen eine Krise deutlich weniger zu spüren. Das Exportportfolio sprich die Branchendiversifikation der Exporte eines Landes beeinflusst die Sensitivität der Exporte eines Landes damit entscheidend. Um das Exportportfolio der verschiedenen Länder hinsichtlich ihrer Krisenanfälligkeit zu untersuchen, berechnen wir die Standardabweichung des Exportwachstums einer Branche im Durchschnitt der sechs Vergleichsländer. 8 Abbildung 8 zeigt, dass das Exportportfolio der Schweiz insgesamt tatsächlich krisenresistenter ist als dasjenige der Vergleichsländer. Das macht der berechnete Volatilitätsindex 9 deutlich. Beträgt der Index für die Schweizer Industrie 10.57, so erzielen die Vergleichsländer Werte zwischen und Das Gros der Branchen weist in der Schweiz und in den Vergleichsländern in etwa ähnliche Anteile an den Gesamtexporten auf, so dass der Schweiz daraus weder spezifische Vorteile noch Nachteile in Bezug auf die Krisenresistenz entstehen. Deutliche Bedeutungsunterschiede zeigen aber die Pharmaindustrie, die Uhrenindustrie sowie der Fahrzeugbau. Der Kauf von Medikamenten kann auch in Krisenzeiten nicht einfach aufgeschoben werden, dies im Gegensatz zum Konsum anderer Güter wie Möbel oder Autos. Die klar unterdurchschnittliche Branchenvolatilität der Pharmaindustrie (Abbildung 8) bestätigt, dass sich deren Exporte von Rezessionen praktisch unberührt zeigen. Da die pharmazeutische Industrie ein zentrales Standbein im Schweizer Aussenhandel darstellt (im Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2009 waren rund 23% der Schweizer Exporte Pharmaprodukte), hat sie entscheidenden stabilisierenden Einfluss auf das Total der Schweizer Warenexporte. Wie Abbildung 8 ebenfalls zeigt, haben Pharmaprodukte in den Vergleichsländern einen deutlich geringeren Anteil an den Gesamtexporten, so dass diese Länder in Krisen deutlich weniger von deren stabilisierenden Wirkung zu profitieren vermögen. Mit einem Anteil von knapp 8% an den Gesamtexporten kommt der Uhrenindustrie im Schweizer Aussenhandel eine bedeutende Rolle zu. Da das Gros der Schweizer Uhrenexporte im Hochpreissegment angesiedelt ist, dessen Nachfrage stark auf die konjunkturelle Lage reagiert, erhöht die Branche im Gegensatz zum Ausland mit deutlich tieferem Exportgewicht der Uhrenindustrie die Zyklizität des Schweizer Aussenhandelsportfolios. 8 Die Standardabweichung ist ein gutes Mass zur Messung der Volatilität einer Branche. Benutzt man sie, um damit Aussagen bezüglich der Krisenresistenz einer Branche zu machen, so ist jedoch zu beachten, dass eine Branche mit einer geringeren Volatilität als eine Vergleichsbranche nicht unbedingt krisenresistenter ist. Der Grund hierfür ist, dass die Ausschläge (sowohl negativ als auch positiv) der Branche insgesamt zwar geringer sein können als in der Vergleichsbranche, die höhere Volatilität der Vergleichsbranche aber zum Beispiel von deutlich höheren Ausschlägen nach oben in Boomphasen herrühren kann. Im Falle der vorliegenden Untersuchung trifft dies auf den Vergleich der Textil- mit der Uhrenindustrie zu. 9 Der Volatilitätsindex stellt die mit dem Faktor 100 multiplizierte Summe der Produkte des Gewichts einer Branche im betreffenden Land mit deren Volatilität dar. Swiss Issues Branchen 12

13 Abbildung 8 Bedeutung und Volatilität der Exportbranchen Anteil der Branche an den gesamten Warenexporten des jeweiligen Landes, Durchschnitt , in Prozent. Branchenvolatilität: Standardabweichung des Exportwachstums im Durchschnitt der 6 Länder, / Schwarze Linie: Durchschnitt der Branchenvolatilität über alle Länder und Branchen (9.1). In Klammern: Volatilitätsindizes. 35% 30% 25% Deutschland (12.96) Frankreich (10.94) Italien (11.51) Grossbritannien (13.03) USA (10.8) Schweiz (10.57) Branchenvolatilität Durchschnittsvolatilität 20% 15% 10% 5% 0% Nahrungsmittel Textil und Bekleidung Chemie Pharma Kunststoff Metall Elektroindustrie Mess- und Kontrollinstr. Uhren Medizinaltechnik Maschinenbau Fahrzeugbau Quelle: OECD, Credit Suisse Economic Research Fahrzeugbau in der Schweiz deutlich untervertreten Die Rolle der Uhrenindustrie im Schweizer Exportportfolio spielt in etlichen Vergleichsländern die Fahrzeugbranche. Sie reagiert aufgrund des Investitionsgütercharakters ihrer Produkte überdurchschnittlich stark auf Konjunkturausschläge. Während den Fahrzeugexporten insbesondere in Deutschland, Frankreich und den USA ein hohes Gewicht am jeweiligen Aussenhandel zukommt, machen sie in der Schweiz lediglich knapp 3% der Gesamtexporte aus. 2.2 Wettbewerbsfähigkeit Unit Value als Qualitätsindikator "Made in Switzerland" als Erfolgsfaktor? Unit Value als approximative Messgrösse für Qualität Die Qualität der Schweizer Warenexporte wird häufig als einer ihrer grössten Erfolgsfaktoren hervorgehoben. "Made in Switzerland" ist als Gütesiegel etabliert. Es steht für Qualität, Exklusivität, Tradition und neuste Technologie. Als rohstoffarmes Hochlohnland bleibt der Schweiz im internationalen Wettbewerb kaum eine Alternative zur Spezialisierung auf qualitäts- und technologieintensive Produkte. Spezialisierte Produkte, eine höhere Produktqualität oder exklusive Serviceleistungen machen es möglich, höhere Preise zu erzielen und sich kurz- bis mittelfristig etwas vom Preiswettbewerb zu distanzieren. Bereits 2006 haben wir die Qualität der Schweizer Exporte untersucht. 10 Im Qualitätswettbewerb müssen sich die Schweizer Exporteure jedoch immer wieder neu behaupten. Wie positionieren sich die Schweizer Exporte heute? Haben sie ihre Qualitäts- und Technologieorientierung ausbauen können oder haben sie an Wettbewerbsfähigkeit verloren? Wir haben unsere frühere Analyse aktualisiert und um internationale Branchenvergleiche erweitert. Als Indikator für die Qualität der Exporte verwenden wir den durchschnittlichen Preis der einzelnen Güter pro Gewichtseinheit (Kilogramm), den sogenannten Unit Value. Die Idee ist simpel: Ein höherer Humankapitaleinsatz, eine ausgeklügeltere Technologie, hochwertigere Materialien oder zuverlässigere Produktionsprozesse verbessern die qualitativen Eigenschaften eines Gutes und rechtfertigen einen entsprechend höheren Preis im Verhältnis zum ursprünglichen Materialeinsatz gemessen am Gewicht. Die höhere Qualität eines Produktes widerspiegelt sich somit in einem höheren Unit Value. 11 Bei der Interpretation der Unit Values ist natürlich Vorsicht ange- 10 Credit Suisse Economic Research (2006): Qualität einzige Chance der Exportindustrie? 11 Diese einseitige Interpretation des Unit Value als Qualitätsindikator gilt indes nur beschränkt. Höhere Unit Values sind zunächst lediglich Ausdruck höherer Preise, welche nicht zwingend mit einer höheren Qualität einhergehen müssen. Sie könnten ebenso auf höhere Rohstoffpreise oder höhere Herstellungskosten zurückzuführen sein. Swiss Issues Branchen 13

14 bracht. Ein Kilogramm Impfstoff wird mit einem Kilogramm Regionalzug, einem Kilogramm Rohmilch oder einem Kilogramm Luxusuhr verglichen. Das Mass macht umso mehr Sinn, je ähnlicher die Gruppe der Güter ist, die betrachtet wird. Ausserdem können Preisschwankungen, natürliche Knappheiten oder die unterschiedliche Dichte der Rohstoffe falsche Schlüsse nahelegen. 12 Trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer starken Vereinfachung, welche den Vergleich unterschiedlicher Güter überhaupt erst möglich macht, gewährt der Vergleich von Unit Values wertvolle Einsichten in die relative Branchenpositionierung. Höchste Unit Values in technologieintensiven Branchen Erwartungsgemäss zeigen sich in den Unit Values der Schweizer Exporte erhebliche sektorspezifische Unterschiede (Abbildung 9). Mit Abstand den höchsten Unit Value weist mit beinahe 10'000 CHF je Kilogramm die Uhrenindustrie auf. Es folgen die Medizinaltechnik- und Pharmaindustrie mit Werten von 480 respektive 340 CHF je Kilogramm vor den Mess- und Kontrollinstrumenten und der Elektroindustrie. Mitteltechnologische Branchen wie der Maschinenbau, Textil und Bekleidung, der Fahrzeugbau oder die Chemie weisen Werte zwischen 43 und 11 CHF je Kilogramm auf und gruppieren sich damit um den durchschnittlichen Wert aller Schweizer Exporte von rund 12 CHF pro Kilogramm. Tiefe Unit Values finden sich in schwachtechnologischen, mehrheitlich homogene Güter herstellenden Branchen, beispielsweise in der Nahrungsmittelindustrie oder in übrigen Industriebranchen wie der Holz- und Papierindustrie oder der Mineralölverarbeitung. Abbildung 9 Unit Value im Branchenvergleich In CHF/kg, 2010 Abbildung 10 Entwicklung der Unit Values Durchschnittliche jährliche Veränderung , in Prozent Exporte Importe 10% 5% Exporte Importe 300 0% % 0-10% Uhren Medizintechnik Pharma Mess- und Kontrollinstrumente Elektroindustrie Maschinenbau Textil und Bekleidung Fahrzeugbau Total Chemie Kunststoff Metall Nahrungsmittel Übrige Branchen Uhren Medizintechnik Pharma Mess- und Kontrollinstrumente Elektroindustrie Maschinenbau Textil und Bekleidung Fahrzeugbau Total Chemie Kunststoff Metall Nahrungsmittel Übrige Branchen Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse Economic Research Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse Economic Research Grosse Differenz gegenüber dem Wert der Importe Günstige Entwicklung der Unit Values in den vergangenen zehn Jahren Auffällig ist, dass der Wert der importierten Güter je Kilogramm in den meisten Branchen deutlich unter demjenigen der Exporte zu liegen kommt. Unter der Annahme, dass die höheren Unit Values Ausdruck höherer Qualität sind, bedeutet dies, dass die Schweiz qualitativ weniger hochwertige Uhren, Maschinen, Medikamente etc. importiert, als sie exportiert, und sich damit wenn man von möglichen Unterschieden der Nachfrage absieht in der Produktion von Qualitätsprodukten positioniert. Einzig im Fahrzeug- sowie im Textil- und Bekleidungsbereich importiert die Schweiz im Durchschnitt höherwertigere Produkte, als sie exportiert. Die Schweizer Exportwirtschaft insgesamt hat den Unit Value ihrer Exporte in den letzten zehn Jahren jährlich um 3.7% steigern können (Abbildung 10). Für Hochlohnländer wie die Schweiz, welche sich auf Qualitätsprodukte spezialisieren, ist dies ein gutes Ergebnis. Nicht alle Branchen können jedoch mit einer positiven Entwicklung aufwarten. Besonders ungünstig scheint sich die Elektroindustrie entwickelt zu haben. Der Unit Value ihrer Exporte nahm um durchschnittlich mehr als 9% pro Jahr ab. Zwar reduzierte sich auch der Wert der importierten Güter, allerdings nicht im selben Ausmass. Diese Entwicklung der Unit Values der Exporte könnte unter Umständen darauf zurückzuführen sein, dass einerseits im Bereich der elektronischen Güter 12 Beispielsweise zeigen sich in der Tabakindustrie oder auch im Textil- und Bekleidungsbereich relativ hohe Unit Values, obwohl diese nicht zu den technologieintensiven Branchen gehören. Das Gewicht der produzierten Güter ist im Verhältnis zu deren Wert aber sehr tief. Swiss Issues Branchen 14

15 die Preise unter Druck sind, andererseits dürfte der zunehmende Rückzug der Schweizer Elektroindustrie aus der Herstellung von Datenverarbeitungs- und Elektrokleingeräten dazu geführt haben, dass das durchschnittliche Gewicht der verwendeten Materialien angestiegen ist. Infolge der Heterogenität der Elektroindustrie ist es aber schwierig, auf dieser Aggregationsstufe eine klare Aussage zu machen. Bei Produkten der Metallindustrie sowie geringfügig auch in der Kunststoffindustrie sind die Unit Values der importierten Güter stärker gestiegen als diejenigen der Exporte. Die Verteuerung der Rohstoffe dürfte für diese Entwicklung teilweise mitverantwortlich sein. Im Sommer 2008 lagen die Rohstoffe nach fünfjähriger Preishausse auf Rekordniveau, gleichzeitig war die Schweizer Währung unterbewertet. Es ist durchaus möglich, dass es nicht gelang, die gestiegenen Kosten zu überwälzen, was zwingend in einen tieferen Unit Value der Exporte mündet. Die übrigen Branchen insbesondere die Bereiche der Präzisionsinstrumente, Pharma, Textil und Bekleidung, Fahrzeugbau und Nahrungsmittelindustrie haben indes den Wert ihrer Exportprodukte stärker zu steigern vermocht, als der Unit Value der importierten Produkte angestiegen ist. Ausgezeichnete internationale Positionierung der Schweizer Exporte Unit Values ermöglichen nicht nur einen Vergleich unterschiedlichster Branchen, sondern in Analogie auch den Vergleich der Positionierung gesamter Volkswirtschaften. Die ausgehend von der Aussenhandelsstatistik der OECD errechneten Unit Values verschiedener Länder respektive Ländergruppen zeichnen ein beeindruckendes Bild (Abbildung 11). 13 Nicht nur ist der Unit Value im Mittel über alle Exportgüter für die Schweiz am höchsten, auch die Relation zwischen dem Wert der importierten Güter gegenüber demjenigen der Exporte ist rekordhoch. Dass die Schweiz sämtliche Vergleichsländer so stark distanziert, ist nicht zuletzt wohl auch darauf zurückzuführen, dass der Unit Value der Exporte deutlich weniger als in anderen Ländern durch Branchen mit charakteristisch tieferen Werten nach unten gezogen wird. So ist die Fahrzeugindustrie beispielsweise in Deutschland deutlich wichtiger. Sie gehört zwar zur den technologieintensiven Wirtschaftszweigen, erreicht jedoch bei weitem nicht die Werte der Hightech- Industrien Präzisionsinstrumente, Pharma oder Uhren. Auch hohe Anteile in der Nahrungsmittelproduktion (Frankreich, USA, Grossbritannien) wirken sich ungünstig auf die Gesamtposition aus. Italien präsentiert sich aufgrund der Bedeutung der Textil- und Bekleidungsindustrie (welche typischerweise ein günstiges Wert-Gewicht-Verhältnis aufweist) weit vorne. 13 Die Aussenhandelsstatistik der OECD enthält Wert- und Mengenangaben für Exporte und Importe verschiedener Warengruppen gemäss dem internationalen Güterklassifikationssystem (SITC Rev. 3) nach Ursprungs- und Bestimmungsland in einheitlicher Währung (US-Dollar). Grundlage für die vorliegenden Berechnungen bildet die jeweils tiefste ausgewiesene Warengruppenebene, für die Wert- und Mengenangaben verfügbar sind. Nicht berücksichtigt wurden Güter mit Einweghandel (d.h. Güter, die entweder nur exportiert oder importiert werden). Die Analyse deckt daher den Aussenhandel der einzelnen Länder nicht vollumfänglich ab. Der Abdeckungsgrad liegt durchschnittlich bei 90%. Am tiefsten ist er im Falle der USA mit 70% für die Exporte bzw. 75% für die Importe. Es kann daher nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass Gütergruppen nicht berücksichtigt werden, in denen ein Land qualitativ hochwertige Güter exportiert oder importiert. Swiss Issues Branchen 15

16 Abbildung 11 Unit Value im internationalen Vergleich In USD/kg, 2009; Verhältnis der Unit Value der Exporte zum Unit Value der Importe Exporte Importe Verhältnis Unit Value Exporte/Unit Value Importe (rechte Skala) Schweiz Deutschland Italien Grossbritannien EU-Ost** EU-15 Next 11* USA Frankreich Quelle: OECD, Credit Suisse Economic Research * Next 11: Südkorea, Mexiko, Türkei ** EU-Ost: Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn; für weitere Länder/Länderaggregate keine Daten verfügbar Differenz der Unit Values durch Regulierungsumfeld und jüngste Wechselkursentwicklung begünstigt? Exportschwergewichte durchwegs an vorderster Stelle... Der Erfolgsausweis der Schweizer Exportwirtschaft könnte durch institutionelle Rahmenbedingungen und die starke Frankenaufwertung seit Mitte 2007 zusätzlich begünstigt worden sein. Die Schweiz verfügt aufgrund ihres stabilen und wirtschaftsfreundlichen institutionellen Umfelds sowie aufgrund tiefer Unternehmenssteuern über eine hohe Dichte an internationalen Konzernen. Speziell die steuerlichen Vorzüge der Schweiz schaffen dabei Anreize, durch konzerninterne Verrechnungspreise Wertschöpfung in die Schweiz zu transferieren. Veränderungen im Wechselkurs können kurzfristig den Unit Value der Exporte etwas verzerren. Eine Aufwertung des Frankens bewirkt eine Verteuerung der Exporte beziehungsweise eine Verbilligung der Importe und erhöht daher die Differenz zwischen Export- und Import-Unit-Value. Längerfristig werden die Mengen entsprechend reagieren. Der historische Vergleich zeigt, dass die Schweiz bereits vor mehr als zehn Jahren mit grossem Abstand die höchsten Unit Values der Exporte aufwies. Die Branchenbetrachtung lässt erkennen, dass die hohen Exportwerte dabei nicht nur wie man angesichts deren enorm hohen Unit Values (Abbildung 9) vermuten könnte der Uhrenindustrie zu verdanken sind. Zwar distanziert die Schweizer Uhrenindustrie sämtliche Mitstreiter um Längen. Die Schweiz liegt indes vor allem auch bei sämtlichen ihrer Exportschwergewichte Pharma, Chemie, Maschinenbau, Elektro an der Spitze der Vergleichsländer (Abbildung 12). Mit einem Wert von 300 USD erzielt ein Kilogramm pharmazeutischer Produkte aus der Schweiz mehr als doppelt so viel Erlös wie die gleiche Menge Pharmaprodukte aus den USA oder aus Deutschland. Swiss Issues Branchen 16

17 Abbildung 12 Unit Value ausgewählter Branchen im internationalen Vergleich In USD/kg, Pharma Exporte Importe 12 Chemie Exporte Importe Schweiz USA Deutschland Maschinenbau Grossbritannien Italien Exporte Importe Elektro Exporte Importe Schweiz Deutschland Grossbritannien Frankreich USA Italien EU-15 EU-Ost** Next 11* Schweiz Grossbritannien Deutschland USA Frankreich EU-15 Next 11 * EU-Ost** Italien EU-Ost** EU-15 Next 11* Frankreich Schweiz Grossbritannien Frankreich Italien EU-15 Deutschland USA Next 11* EU-Ost** Quelle: OECD, Credit Suisse Economic Research * Next 11: Südkorea, Mexiko, Türkei ** EU-Ost: Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn; für weitere Länder/Länderaggregate keine Daten verfügbar... mit beachtlicher Distanz zu den Vergleichsländern Gute Position der Schweiz weiter ausgebaut Auch die Werthaltigkeit der Exporte der chemischen Industrie übersteigt diejenige ihrer Vergleichsländer deutlich, was ihre Ausrichtung auf wertschöpfungsintensive Nischen widerspiegelt. Im Unterschied zu den deutlich grösseren Vergleichsländern oder -ländergruppen hat sich die Schweizer Chemiebranche infolge der geringen Binnennachfrage und des Mangels an Rohstoffen schon früh auf eine Spezialitätenstrategie ausgerichtet. Auch die Maschinenindustrie ist gut positioniert. Es zeigt sich zudem, dass der Markt für technologieintensive Maschinenbauteile noch immer massgeblich aus den westeuropäischen Industrieländern sowie aus den USA bedient wird. Der Wert der Maschinenexporte der EU-Ostländer sowie der Länder der Next 11- Gruppe erreicht denjenigen ihrer Importe noch nicht, wenn auch im Fall der EU- Osterweiterungsländer nur knapp. Für die mangels Datenverfügbarkeit nicht dargestellten Länderaggregate dürfte der Unit Value der importierten Güter folglich denjenigen der Exporte deutlich übersteigen. Weniger eindeutig ist das Bild im Bereich der Elektroindustrie. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, sind laufende Anstrengungen zu Produktverbesserungen und Kosteneinsparungen unerlässlich. Aufgrund der Datenverfügbarkeit sind Aussagen zur Entwicklung der Unit Values nur für einzelne Länder möglich (Abbildung 13). Die Situation der Schweiz präsentiert sich da erneut sehr günstig. Zwar konnten Italien und Grossbritannien den Unit Value ihrer Exporte zwischen 2000 und 2009 am stärksten erhöhen (+2.6% bzw. 2.5% p.a.). Die Steigerung dürfte jedoch massgeblich auf einen Anstieg der Preise für Erdölprodukte, Brennstoffe und Eisenerze zurückzuführen sein, welche beide Länder exportieren. Zudem stiegen auch die Unit Values ihrer Importe stark an. Die Schweiz konnte hingegen die Differenz zwischen dem Wert der importierten und exportierten Güter am stärksten erhöhen. Insbesondere höhere Unit Values in der Konsumgüterindustrie waren dafür verantwortlich, dass der durchschnittliche Wert pro Kilogramm Schweizer Exportgut um jährlich 1.7% zugenommen hat. Durchwegs negativ entwickelten sich die Unit Values in Deutschland und Frankreich; zumindest in Deutschland sind diejenigen der Exporte im Vergleich zu den Importen im Mittel aber weniger stark zurückgegangen. Beide Länder konnten ihr Handelsvolumen im betrachteten Zeitraum aber dennoch ausweiten. Swiss Issues Branchen 17

18 Abbildung 13 Entwicklung Unit Value im internationalen Vergleich Durchschnittliche jährliche Veränderung in Prozent 3.0% 2.5% 2.0% 1.5% 1.0% 0.5% 0.0% -0.5% -1.0% Exporte Importe -1.5% Italien Grossbritannien Schweiz USA* Deutschland Frankreich** Quelle: OECD, Credit Suisse Economic Research * Basierend auf Preisindex (vernachlässigt Veränderungen in der Zusammensetzung der exportierten Güter); ** Positionierung im Preis- und Qualitätswettbewerb Hohe Qualität garantiert nicht hohe Wettbewerbsfähigkeit Konzept der offenbarten Qualitätselastizität erlaubt Unterscheidung zwischen Qualitäts- und Preiswettbewerb Die Frage nach dem tatsächlichen Erfolg im Markt kann mit der Analyse der Unit Values natürlich nicht beantwortet werden. Qualität alleine ist kein Garant für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit. Das Verhältnis zwischen Qualität und Preis entscheidet über den Markterfolg. Nicht bei allen Produkten wird eine höhere Qualität vom Markt entsprechend honoriert. Während in preissensitiven Märkten die Margen Richtung Null tendieren und sich die Unit Values daher an den Kosten orientieren, reflektieren höhere Unit Values in qualitätssensitiven Märkten den Preisaufschlag infolge spezieller Produkteigenschaften. Wir untersuchen daher, in welchen Märkten Unit Values eher die Kosten und in welchen eine höhere Qualität reflektieren und wie die Schweizer Exporte sich in diesen Märkten behaupten. 14 Anhand der Differenz der Unit Values der exportierten gegenüber den importierten Güter kann in Kombination mit der Information zur ein- und ausgeführten Menge (mengenmässiger Handelsbilanzsaldo) für jede einzelne Exportgüterbranche bestimmt werden, ob sich diese in einem preis- oder qualitätssensitiven Markt befindet und ob die Branche im entsprechenden Wettbewerb einen Vorteil hat (Abbildung 14). 15 Werden mengenmässig mehr Güter einer Branche exportiert, als davon importiert werden, muss die Branche unter Annahme rationaler Marktteilnehmer gegenüber der ausländischen Konkurrenz einen Vorteil haben. Übersteigt gleichzeitig der Unit Value der exportierten Güter denjenigen der importierten Güter, kann daraus auf einen Qualitätsvorteil der Schweizer Exportgüter geschlossen werden. Ist hingegen der Unit Value der exportierten Güter geringer als derjenige der importierten Güter, ist der Handelsbilanzüberschuss in einem Preisvorteil der Schweizer Produkte begründet. Werden mehr Güter importiert als exportiert und übersteigt der Preis der Exportgüter gleichzeitig denjenigen der Importe, offenbart dies einen Preisnachteil der Exporte in einem preissensitiven Markt oder, anders ausgedrückt, einen Preisvorteil der Importe. Wird hingegen trotz gleichzeitig tieferem Preis der Schweizer Güter mehr importiert als ausgeführt, weist das importierte Produkt gegenüber dem inländischen Qualitätsvorteile auf. 14 Der Ansatz bedient sich dazu der Idee einer Qualitäts- respektive Preiselastizität. Vgl. Aiginger (1997). 15 Da die Informationen zu Aus- und Einfuhrmengen sowie die Unit Values der verschiedenen Gütergruppen auf tieferer Aggregationsstufe an Aussagekraft gewinnen, wurde für die Berechnungen stets von der tiefsten Detaillierungsebene ausgegangen, für die Wert- und Mengenangaben verfügbar sind. Für Aussagen zu Branchen und die gesamte Exportindustrie wurden diese anschliessend anteilsgewichtet aufaggregiert. Swiss Issues Branchen 18

19 Abbildung 14 Positionierung im Qualitäts- und Preiswettbewerb Gemäss Unit-Value-Ansatz Abbildung 15 Positionierung der Schweizer Exportindustrie Exportanteil in den vier Wettbewerbssegmenten in Prozent Qualitätsvorteil Qualitätselastizität: JA Wettbewerbsvorteil Unit Value UV EX > UV IM NEIN JA NEIN NEIN JA Qualitätswettbewerb bzw. qualitätsdominierte Produkte Q Ex QIm > 0 UV UV Ex Im Handelsbilanzsaldo Q EX > Q IM Preisvorteil Kein Qualitätsvorteil (Q-Vorteil Importe) Qualitätselastizität: Kein Wettbewerbsvorteil Unit Value UV EX > UV IM Preiswettbewerb bzw. preissensitive Produkte Q Ex QIm < 0 UV UV Ex Im Kein Preisvorteil (P-Vorteil Importe) 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Qualitätsvorteil Kein Qualitätsvorteil Preisvorteil Kein Preisvorteil Quelle: Aiginger (1997), Credit Suisse Economic Research Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse Economic Research Mehrheit der Exporte im qualitätssensitiven Bereich Rückläufiger Anteil von Herstellern ohne Qualitätsvorteil Qualitätsführerschaft bei Pharma, Uhren, Maschinen sowie Mess- und Kontrollinstrumenten Qualitätsnischen in preisdominierten Branchen Die Analyse zeigt: Die Mehrheit der Schweizer Exporte steht im Qualitätswettbewerb; 2010 waren es 63% (Abbildung 15). Der Qualitätswettbewerb hat insbesondere zwischen 1990 und 1995 stark an Bedeutung gewonnen. Seither lag das Verhältnis zwischen Exportgütern im Qualitätswettbewerb und im Preiswettbewerb bei rund 60 zu 40. Bezeichnend ist, dass die Schweizer Exportgüter im Qualitätswettbewerb meist über Vorteile verfügen. Nur bei 6% der Güter im Qualitätswettbewerb zeigt sich ein Qualitätsnachteil gegenüber der ausländischen Konkurrenz. Im Preiswettbewerb hingegen haben nur knapp 10% der Güter aus der Schweiz einen Preisvorteil, während in 90% der Fälle der Preisvorteil beim Ausland liegt. Dies bestätigt, dass die Schweiz im Preiswettbewerb deutlich weniger konkurrenzfähig ist. Positiv zu bewerten ist der rückläufige Anteil der Güter ohne Qualitätsvorteil, denn diese Hersteller sind häufig mit strukturellen Problemen konfrontiert und daher über die Zeit auffällig. Die produzierten Güter verfügen weder über einen Qualitätsvorteil noch schaffen sie es, durch einen tieferen Preis die Konkurrenz auszustechen. Es ist auch möglich, dass die inländischen Anbieter aus anderen Gründen etwa aufgrund mangelnder Rohstoffe die inländische Nachfrage nicht zu befriedigen vermögen und die fehlende Menge daher zu einem höheren Preis importiert werden muss. Dies könnte beispielsweise bei der Erzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen, der Mineralölverarbeitung oder teilweise bei der Zementherstellung der Fall sein. Gleichzeitig deutet diese Feststellung aber auch darauf hin, dass einer Erhöhung des Anteils der Güter im Qualitätswettbewerb möglicherweise natürliche Grenzen gesetzt sein könnten. Der hohe Anteil der Schweizer Exportindustrie an Qualitätsgütern ist massgeblich der Pharmaindustrie, den Mess- und Kontrollinstrumenten, der Uhrenindustrie und dem Maschinenbau zu verdanken (Abbildung 16). 16 Diese Schweizer Exportschwergewichte können durchwegs mit einem hohen Anteil von Gütern im Qualitätswettbewerb zwischen rund 75% und 100% auftrumpfen. Die Branchen konnten zudem ihre Positionierung während der jüngsten Krise und in einem ungünstigen Wechselkursumfeld weitgehend aufrechterhalten. In den Bereichen Textil und Bekleidung, Chemie, Kunststoff, Metall, Fahrzeugbau und etwas überraschend auch in der Medizinaltechnik dominiert der Preiswettbewerb. Ein Grossteil der Schweizer Produkte aus diesen Branchen ist teurer als diejenigen der ausländischen Konkurrenz bei gleichzeitig negativem Handelsbilanzsaldo (Kategorie "kein Preisvorteil"). Hier gilt es Anstrengungen zur Kostenreduktion zu unternehmen oder allfällige Qualitätsvorzüge besser zu vermarkten. Die Tatsache, dass die Schweizer Exportwirtschaft in fast allen dieser Bereiche über Produkte mit Qualitätsvorteilen verfügt, zeigt, dass auch in diesen weitgehend preisdominierten Branchen Möglichkeiten bestehen, Qualitätsnischen erfolgreich zu bearbeiten. 16 Da die Aussenhandelsdaten von Jahr zu Jahr Schwankungen unterliegen können, betrachten wir die Durchschnittswerte der letzten fünf Jahre. Swiss Issues Branchen 19

20 Abbildung 16 Positionierung der Schweizer Exportbranchen im Qualitäts- und Preiswettbewerb Durchschnittlicher Exportanteil in den vier Wettbewerbssegmenten, Qualitätsvorteil Kein Qualitätsvorteil Preisvorteil Kein Preisvorteil 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Nahrungsmittel Textil und Bekleidung Chemie Pharma Kunststoff Metall Elektroindustrie Mess- und Kontrollinstr. Uhren Medizinaltechnik Maschinenbau Fahrzeugbau Übrige Branchen Total Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse Economic Research Verbesserungen in Kunststoffbranche und Fahrzeugbau Ungeklärte Positionierung der Medizinaltechnik Schweizer Stärke im Qualitätswettbewerb Verschiedenen Branchen mit wenigen Preis- oder Qualitätsvorteilen ist es über die Zeit hinweg gelungen, ihre Positionierung zu verbessern, so etwa der Kunststoffindustrie oder dem Fahrzeugbau. Verschiedene Bereiche des Fahrzeugbaus wählten dabei unterschiedliche Strategien. Den Automobilzulieferern beispielsweise gelang es, ihre Preisvorzüge besser zu vermarkten, mehr abzusetzen und sich so im Preisvorteilsbereich zu positionieren. Die Medizinaltechnik zeigt etwas überraschend einen hohen Anteil von Gütern im Preiswettbewerb. Im historischen Vergleich schwanken erhebliche Anteile der Exporte zwischen "Qualitätsvorteil" und "kein Preisvorteil". Diese Verschiebungen sind Ausdruck der Heterogenität der Branche sowie der Spezialisierung der Schweizer Medizinaltechnik auf leichte Güter, was die Handelsbilanz medizinaltechnischer Produkte teilweise in den negativen Bereich wandern lässt. Die Schweizer Medizinaltechnikunternehmen positionierten sich bisher beinahe durchwegs via hohen Technologiegehalt ihrer Produkte und entsprechend höhere Preise. Die orthopädischen und prothetischen Erzeugnisse wechselten jüngst jedoch in den Preisvorteilsbereich. Verschiedene Branchen weisen von Natur aus unterschiedliche Wettbewerbsstrukturen auf. Interessant ist daher vor allem der Vergleich der Schweizer Exportgüterindustrie mit derjenigen anderer Länder (Abbildung 17). 17 Die Schweiz zeigt sich im internationalen Vergleich vor allem im Qualitätswettbewerb sehr gut positioniert. Den höchsten Anteil Qualitätsvorteile zeigt hingegen Deutschland, was es hauptsächlich dem Maschinen- und Fahrzeugbau verdankt. Dasselbe gilt auch für Italien, wobei hier nebst Maschinen- und Fahrzeugbau auch die Metall- und Nahrungsmittelindustrie im Qualitätswettbewerb überdurchschnittlich erfolgreich sind. In den Exportgüterindustrien der USA, Grossbritanniens sowie der Next 11, der EU-Osterweiterungsländer und der EU-15 überwiegt der Preiswettbewerb. Am erfolgreichsten sind in diesem offenbar die Next 11-Länder, die bei rund 55% ihrer Exportgüter über Preisvorteile verfügen. Die EU-15, die USA und die EU-Osterweiterungsländer haben bei immerhin 40% ihrer Güter Preisvorteile. Grossbritannien zeigt einen hohen Anteil (>50%) ohne Preisvorteil. 17 Die Ausgangsbasis für die Berechnung bildet die Aussenhandelsstatistik der OECD wiederum auf tiefster verfügbarer Warengruppenebene (vgl. dazu Fussnote 13, S. 15). Aufgrund des unterschiedlichen Klassifikationssystems der Rohdaten (das internationalen Güterklassifikationssystem SITC Rev. 3 im Falle der OECD-Aussenhandelsstatistik, NOGA-5-Ebene im Falle der Aussenhandelsstatistik der Schweiz) ergeben sich in dieser Betrachtung für die Schweiz leicht abweichende absolute Ergebnisse. Die Analyse der relativen Positionierung behält aber nach wie vor ihre Gültigkeit. Swiss Issues Branchen 20

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