Bericht über die Bereisung Amsterdam

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1 Bericht über die Bereisung Amsterdam In der Abteilung 9 (Kompetenzzentrum Straßen und Brücken) wird seit dem Jahre 1988 an der Umsetzung des überregionalen Radweges gearbeitet. In der Zwischenzeit stehen von den lt. Konzept im Endausbau vorgesehenen rd km, km zur Verfügung. Von diesen km war es notwendig, rd. 500 km zu errichten. Die restlichen 500 km verlaufen auf dem bestehenden Straßennetz im Mischverkehr. Mittlerweile werden im Rahmen vom klima:aktiv (eine Initiative des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft) Radwegprojekte massiv gefördert, und hat die Abteilung 9 (Kompetenzzentrum Straßen und Brücken) Unterabteilung P - Projektierung und Projektentwicklung Raadwegprojekte, welche in den letzten Jahren umgesetzt wurden, eingereicht. Ebenso wurde auf Förderprogramme, die von der EU unterstützt werden, zurückgegriffen. Die Investitionen am R1 Drauradweg wurden in den letzten 10 Jahren fast ausnahmslos mit INTERREG Mitteln errichtet. Ein weiteres sehr erfolgreiches INTERREG Projekt war die Errichtung und Vermarktung vom CAAR (Ciclovia Alpe Adria Radweg). Dieser Radweg verbindet die Alpen mit dem Meer. Der Beginn ist in Salzburg auf rd. 400 m Seehöhe, steigt bis zur Tauernschleuse in Mallnitz von der ÖBB auf m an und fällt auf das Meeresniveau in Grado auf 0 m Seehöhe. Die Abteilung 9 (Kompetenzzentrum Straßen und Brücken) hat im Jahre 2012 eine Expertise Fahrradmobilität Kärnten 2025 erstellen lassen. Darin werden Wege aufgezeigt, den derzeitig bestehenden Anteil des Radverkehrs von 6% am Gesamtverkehr auf 12% im Jahre 2025 zu verdoppeln. Wichtig in diesem Zusammenhang ist es zu erwähnen, dass die Erreichung eines so hoch gesteckten Zieles nur unter Zusammenarbeit aller mit Radwegagenden betrauten Stellen möglich ist. Sei es den Gemeinden, mit dem Tourismus, den Abteilungen beim Lande Kärnten, dem öffentlichen Verkehr, den Regionen etc. Seite 1 von 9

2 Auf Grund der hohen Kompetenz, die sich die Abteilung 9 (Kompetenzzentrum Straßen und Brücken) am Radwegsektor erworben hat, hat die Abteilungsleitung vom eine kleine Abordnung von Experten nach Amsterdam entsendet, um das holländische Konzept der Radfahrphilosophie kennenzulernen. Es gab Gespräche mit Experten wie Marjolein de Lange, holländische Radfahrbotschaft (Dutch Cycling Embassy) Herbert Tiemens, Abteilung Radwegplanung Region Utrecht Arnold Bongers, Abteilung Verkehrsplanung Gemeinde Den Bosch Natasja Boekl, Firma Jan Kuipers Nunspeet für Radinfrastruktur Gebäude und Installationen Zusätzlich gab es die Möglichkeit, wichtige Beispiele im Zusammenhang mit Radwegplanung, Radwegerrichtung, Radwegbetreuung zu besichtigen. Allgemeines: In Holland wird seit dem Jahre 1876 an Radwegen gebaut. Seit 1910 gibt es die ersten Radkarten und eine eigene Beschilderung für den Ausflugsverkehr. Versank Europa zwischen den Jahren im Krieg, wurde in Holland, welches neutral war, an den Radwegen gebaut. In den 20ern des vorigen Jahrhunderts war Holland bereits als Raddestination bekannt, und galt als Vorbild für Resteuropa, für sein vorzüglich ausgebautes Radwegenetz. Nach dem zweiten Weltkrieg war in Holland bereits 70% des Landes über eigens gebaute Radwege erreichbar. Heute gilt Holland als die Radfahrnation in Europa mit einem Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr von 27%. In den Städten erreicht dieser Anteil bis zu 50%. In den Niederlanden gibt es insgesamt mehr als Kilometer Radwege. Auf die rund 16,5 Millionen Niederländer kommen 18 Millionen Fahrräder (1,15 Fahrräder pro Person). Als Beispiel sei hier angeführt: Utrecht: EW, Radfahranteil 30%, 58% der Arbeitnehmer radeln hier in die Arbeit Den Bosch: EW, Radfahranteil 23% In Den Bosch gibt es vor der Stadt einen P&R Anlage. Das Parken für einen PKW kostet 2 den ganzen Tag. Inkludiert in den 2 sind der Bustransfer für 4 Leute in die Stadt. Das Parken in der Stadt kostet für einen PKW 2 /Std. Seite 2 von 9

3 1. Radweg an übergeordneten Straßen: Generell werden die Radwege in Holland mit rotem Asphalt (nicht aufgemalt) hergestellt. Abbildung 1: Radweg entlang übergeordneter Straße. An übergeordneten Straßen wird ausnahmslos ein Radweg mitgebaut. Abbildung 2: Radweg entlang übergeordneter Straße, Kreuzungssituation mit rückversetztem Radweg. Seite 3 von 9

4 2. Radwege im Stadtgebiet: Generell werden die Radwege in Holland mit rotem Asphalt (nicht aufgemalt) hergestellt. Abbildung 3: Radweg im Stadtgebiet. Hier wurde eine zweispurige Geradeausfahrt auf eine Spur reduziert, und dem Radverkehr zur Verfügung gestellt. Abbildung 4: Radweg im Stadtgebiet. Beidseitig angelegter Radweg. Seite 4 von 9

5 Generell werden die Radwege in Holland mit rotem Asphalt (nicht aufgemalt) hergestellt. Abbildung 5: Radweg im Stadtgebiet, Kreuzungssituation. 3. Radabstellanlagen und Abstellsituation generell: Radgarage am Hauptbahnhof von Amsterdam Abbildung 6: In der in der rechten Bildhälfte dargestellten Radgarage finden Räder Platz. Im gesamten Bahnhofbereich ist zu der Radgarage alles mit Rädern zugeparkt. Seite 5 von 9

6 Abbildung 7: Zusätzlich zur Parkgarage abgestellte Fahrräder. Radabstellmöglichkeit am Wasser Abbildung 8: Zusätzlich zur Parkgarage (Abbildung 6) befinden sich auf der anderen Seite des Bahnhofes von Amsterdam Abstellanlagen für Räder auf schwimmenden Plateaus am Wasser. Seite 6 von 9

7 Radabstellmöglichkeit in der Stadt Abbildung 9: In der Stadt werden die Parkhäuser prinzipiell für PKW s und Räder errichtet. Im Bild ist in der rechten unteren Ecke die Zufahrt für die PKW s, und hinter der blau-weiß Färbung die Zufahrt für die Radler. Abbildung 10: Abstellanlage für Räder in einer Parkgarage. Seite 7 von 9

8 Abbildung 11: Angebot einer Radwerkstatt zum Räder richten in der Parkgarage, welche damit gleichzeitig bewacht ist. 4. Fährbetrieb Abbildung 12: Entladung einer Fähre, welche gratis zu benützen ist. Seite 8 von 9

9 Als Ergebnis für die Abteilung hat sich herauskristallisiert, dass die Herangehensweise an den Radverkehr darin liegt, dass in Holland das Rad für jeden holländischen Bürger als Transportmittel attraktiv ist, wohingegen in Österreich primär der Radtourismus und die Nutzung für die Freizeitbetätigung unterstützt wird. Klagenfurt, am Ing. Siedler Ludwig Seite 9 von 9

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