Wie BI Systeme von nur analytischen Systemen zu unverzichtbaren operativen Applikationen werden? Andreas Heinrich März 2014 Neuss

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1 Wie BI Systeme von nur analytischen Systemen zu unverzichtbaren operativen Applikationen werden? Andreas Heinrich März 2014 Neuss E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG

2 E-Plus Gruppe: Der Herausforderer im deutschen Mobilfunk Erfolg in Zahlen Serviceumsatz (2013): 2,989 Mrd. Euro Gesamtumsatz (2013): 3,197 Mrd. Euro EBITDA (2013): 963 Mio. Euro EBITDA-Marge (2013): 30,1 Prozent Kunden (Januar 2014): 25,0 Mio. Mitarbeiter (FTE): > E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG Februar 2010 Seite 2

3 Teil einer starken internationalen Telekommunikationsgruppe KPN Umsatz (2013): 11,6 Mrd. Euro Mitarbeiter (2013): (FTE) E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG Februar 2010 Seite 33

4 Unsere Markenwelten Seite 23

5 Unsere Kooperationspartner (Auswahl) E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG Februar 2010 Seite 5

6 Unser Erfolgsgeheimnis: Meistens sind wir die Ersten Flatrate-Tarife Discount-Tarife Mehrmarkenstrategie Netz- Kooperationen E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG Februar 2010 Seite 6

7 Unsere Philosophie: Wissen, was der Kunde will Günstige Preise Fokus auf Mobilfunk Angebotsvielfalt Einfache Tarife Attraktive Endgeräte E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG Februar 2010 Seite 7

8 Vertrieb & Service: Wir sind, wo der Kunde ist Rund 800 (Partner-) Shops Hotline Handels- Outlets Service- Provider Internet Direktvertrieb E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG Februar 2010 Seite 8

9 Die IT Landschaft bei E-Plus SAP ERP E-Plus Mobilfunk

10 Situation 2010 BI System Architektur Das Core DWH basierte auf einer Oracle 9i DB und wurde von ATOS Origin betrieben DWH Flex wurde in der Verantwortung von E-Plus betrieben 10

11 Situation Datenbanken DWHPxx 12 TB DWHKxx 13 TB CMCxx 2 TB DWHExx 2 TB SUN E20K SUN V880 SUN V490 SCOxx 2 TB CLMPxx 2 TB CLMDxx 2 TB CLMCxx 0,5 TB SUN V240 SUN V890 Test und Entwicklungsumgebung XXX XXX XXX 11 Seite 11

12 Situation 2010 Frontend und Business Applikationen Essbase Cubes SQL Tools SQL Server 2008 Reporting Services Crystal Reports Excel and Plug ins ABC for OLAP Executive Viewer 12

13 Situation 2010 Technologien für Anwenderapplikationen Sales: several SQL Server 2005 and OLAP Cubes based on SSAS) Marketing: CLDM, CMC, KMP Controlling: SQL Server 2005 and

14 Situation 2010 Quellsysteme für das DWH System Number of extractions Access method BSCS 26 Extraction from Oracle CASS /IVS 60 Extraction from Informix/Filetransfer CLM 3 Extraction from Oracle DCS 3 Extraction from Oracle ICB 10 Extraction from Informix/Filetransfer IN 1 Filetransfer INFODB 6 Filetransfer KUBIS 35 Extraction from Oracle NORMAN 7 Extraction from Oracle SAP CRM 29 Extraction from Oracle SAPBW 8 Extraction from Oracle SQL Server 27 Extraction from SQL Server TAS 7 Extraction from SQL Server 14

15 Situation Datenwachstum 15 Seite 15

16 Situation Business Pains Main Pains der IT im BI Umfeld Die Betrieb der BI Systemwelt stellt einen (zu) massiven OPEX Faktor dar (zu) lange Umsetzungszeiten (zu) hohe Invests für die Realisierung von neuen Anforderungen IT arbeitet in bestimmten Projektphasen autark nach Anforderung und weit von der Praxis entfernt Heterogene Systemlandschaft - Viele Satellitensysteme Main To Dos Erhöhung der Produktivität (hinsichtlich Bereitstellung neuer oder geänderter Informationen) Reduktion von Time-to-Market Reduktion von CAPEX Reduktion von OPEX => neues Betriebsmodell Konsolidierung der BI Systeme 16

17 Es wurde benötigt kurzfristig: Sicherung der notwendigen Performance, Speicherkapazität und Stabilität mittel- langfristig: Vereinfachung der BI System- und Tool-landschaft: - Reduktion von Kosten Investitionen in Innovationsprojekten time to market. BI Governance Mehr Flexibilität& Effektivität, weniger Abhängigkeit von der IT (self service) Konzentration der IT auf Datenintegration & Data Qualität (Data) Governance: - Ownership Datendefinitionen - Kriterien für Datenqualität 17

18 Projektanforderungen vom BOM zur Sicherung der notwendigen Performance, Speicherkapazität und Stabilität Sicherung des Monatsabschlusses Sicherung des Tagesreporting Erhöhung der Applikations-Servicezeiten Commitments von Bereitstellungszeiten für Informationen Verfügbarkeit einer Failoverumgebung (nutzbar als Produktions, aber auch als Testumgebung) 18

19 Scope des Projektes Migration der Oracle DB (Migration Oracle 9i -> Oracle 11g v2) Erneuerung der Hardware (Austausch durch Exadata DB Appliance) Nutzung der Kompressionstechnologie Nutzung einer neuen Umgebung als Failover (innerhalb 24 h verfügbar) nutzbar als Produktionsähnliche Testumgebung Commitments von Bereitstellungszeiten für Informationen in SLAs 19

20 Infrastrukturveränderung Ausgangsarchitektur Zielarchitektur 20

21 Erreichte Ziele Migration von Oracle 9i zu 11g v2 mit Kompression Nutzung neuer Hardware (Exadata DB) Vorhandenes Failover System nutzbar als Produktionsähnliche Test Umgebung SLA Anpassung Commitment für Informationsbereitstellungszeiten Failover innerhalb von 24 h möglich Allgemein Hohe Performance und Stabilität kurzfristiges To Do: erreicht! Sicherung der notwendigen Performance, Speicherkapazität und Stabilität Seit Projektabschluß Mitte 2011: stabiler, performanter DWH Betrieb! 21

22 Klassische Differenzierung operative Systeme von analytischen Systeme Eigenschaften Operative Systeme Analytische Systeme Änderungen viele kleine Transaktionen nur durch Ladevorgänge Zugriffsform lesend, schreibend lesend DB Gigabytes Gigabytes bzw. wenige Terabytes bis > 20 Terabytes jährlich Teraybytes wachsend Aktualität jederzeit aktuell historisch Dateninhalte prozessorientiert nach Themenbereich Datenstrukturen redundanzfrei mit Redundanzen Nutzungsintensität gleichbleibend schwankend Abfragen statisch, vorhersehbar dynamisch Datenquellen intern intern und extern 22

23 Mit neuen Technologien keine Restriktion durch Ladevorgänge Neue DWH Plattform Technologien (z.b. Exadata) Neue Extraktionstechnologien (z.b. Streaming, CDC) near realtime oder realtime Extraktionen möglich auf Transaktionsebene! => Ladevorgängen nicht mehr notwendig 23

24 Realtime Datawarehouse Zeit ist relativ! - synchron (Transaktionsgleich) - realtime - near realtime - right time Zeit Zeit ist Geld! Business Anforderungen - Anforderungen hinsichtlich Datenbreitstellung 5-10 Sekunden 1-2 Minuten 5 Minuten Minuten 1-2 Stunden 5-6 Stunden täglich, wöchentlich, monatlich IT Anforderungen - permanentes Laden verhindert Lastspitzen 24

25 Nutzung von CDC Technologien Change Data Capture erfasst Datenänderungen und stellt diese in Tabellen für die weiteren Prozesse zur Verfügung. Change Data Capture vereinfacht das Erkennen der Datenänderungen im operativem System und bietet die Möglichkeit, die Änderungen schnell zu extrahieren und im Data Warehouse zeitnah zu Laden. traditionelle Methoden wie z. B. Timestamp- oder Change-Key-Spalten überflüssig und ein Eingriff in das operative System ist nicht mehr zwingend erforderlich. Grundlegend unterteilt sich die Change Data Capture (CDC) Architektur in zwei Bereiche: Source-Bereich Staging-Bereich CDC Ist Quellsystem Last schonend 25

26 Mit neuen Technologien neue Dimensionen von Performance Neue DWH Plattform Technologien (z.b. Exadata) Neue Extraktionstechnologien (z.b. Streaming, CDC) 3. physikalische nicht relationale Schicht mit star schemata mit Redundanzen mit Fokus auf lesenden Zugriff nicht mehr notwendig! 26

27 Datbase sizes in TiB Mit neuen Technologien Datenmengenwachstum reduzieren 50 database sizes CLMD CLMP SCOP CMCP DWHKDP DWHP 0 Oracle Oracle Exadata Bei E-Plus: Das DWH wächst nicht mehr jährlich um mehrere TB 27

28 Stabilität und Performance schaffen Erwartungshaltungen Nicht committete, aber erwartete KPIs ( virtuelle KPIs ) Auf basierende stabilen Prozessen werden weitere Prozesse (unbemerkt ) entwickelt (man sieht nicht, was mit gelieferten Informationen macht) Beispiele: Monatsabschlussprozess: Stabilität und zuverlässige Performance Liefertermine werden selbstverständlich trotz fehlender KPIs Anwender bestehen auf gewohnte Lieferungen Monatsabschlussprozess wird basierend auf DWH weiter ausgebaut SMS Versand von einfachen Neukundenzahlen des Vortages vor 08:00 gedacht für einen kleinen Verteilerkreis (GF), verbreiten sich fast unbemerkt für einen großen Verteilerkreis Großer Anwenderkreis schafft Erwartungshaltungen 28

29 Digital Natives erwarten NUR jederzeit aktuelle Daten Mobile Anwendungen, Smartphones, Internet basierte Anwendungen => Erwartungshaltung: Everytime on Everytime actual Everywhere available => Hohe Verfügbarkeit und Datenaktualität werden zunehmend erwartet und angefordert! 29

30 Tendenz (bei Eplus sichtbar): DWH geht von einem analytischem System in ein operatives System über Eigenschaften Änderungen Zugriffsform Analytische Systeme nur durch Ladevorgänge lesend DB Gigabytes bis > 20 Terabytes jährlich Teraybyties wachsend Aktualität historisch Mit neuen Technologien keine Restriktion durch Ladevorgänge Mit neuen Technologien neue Dimensionen von Performance Mit neuen Technologien Datenwachstum reduzieren Mit neuen Technologien keine Restriktion durch Ladevorgänge Eigenschaften Änderungen Zugriffsform DB Gigabytes Aktualität Operative Systeme viele kleine Transaktionen lesend, schreibend Gigabytes bzw. wenige Terabytes jederzeit aktuell Dateninhalte Datenstrukturen Nutzungsintensi tät Abfragen Datenquellen nach Themenbereich mit Redundanzen schwankend dynamisch intern und extern Mit neuen Technologien neue Dimensionen von Performance Dateninhalte Datenstrukturen Nutzungsintensi tät Abfragen Datenquellen prozessorientiert redundanzfrei gleichbleibend statisch, vorhersehbar intern 30

31 Danke! Ihre Fragen? E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG

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