Arbeitslos - und dann? Erwerbsverläufe und Arbeitsmarktchancen von älteren Arbeitslosen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Arbeitslos - und dann? Erwerbsverläufe und Arbeitsmarktchancen von älteren Arbeitslosen"

Transkript

1 März 2009 Copyright Hans-Böckler-Stiftung Andreas Mauer, Hugh Mosley Arbeitslos - und dann? Erwerbsverläufe und Arbeitsmarktchancen von älteren Arbeitslosen Abschlussbericht Auf einen Blick Der mit der Erholung am Arbeitsmarkt eingetretene Rückgang der Arbeitslosigkeit Älterer bedeutet nicht, dass sich die Arbeitsmarktchancen älterer Arbeitsloser im Vergleich zu anderen Personengruppen verbessert hätten. Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik vermögen selbst in einem problematischen Umfeld die Arbeitsmarktbeteiligung Älterer zu erhöhen. Dadurch können regional unterschiedliche Wiederbeschäftigungschancen kompensiert werden. Lohnkostenzuschüsse sind ein geeignetes Instrument zur Wiedereingliederung Älterer in den Arbeitsmarkt. Die Förderpraxis ist selektiv zuungunsten von Frauen und Arbeitslosen über 55 Jahren. Generell sollten ältere Arbeitslose deutlich mehr an beruflicher Weiterbildung und Qualifikation beteiligt werden. Insbesondere die 54- bis 59-Jährigen sollten wesentlich stärker gefördert werden, weil es auf diese Altersgruppe entscheidend ankommt, wenn die Erwerbsbeteiligung Älterer erhöht und die Reintegration älterer Arbeitsloser weiter verbessert werden soll. Für ältere Arbeitslose über 60 sollte es dagegen aus sozialpolitischen Erwägungen als ultima ratio weiterhin möglich sein, vorzeitig aus dem Erwerbsleben auszuscheiden.

2 Andreas Mauer, Hugh Mosley Arbeitslos und dann? Erwerbsverläufe und Arbeitsmarktchancen von älteren Arbeitslosen Eine Längsschnittuntersuchung zu typischen Erwerbsverläufen und Arbeitsmarktchancen älterer Arbeitsloser mit Daten der Integrierten Erwerbsbiografien des IAB Endbericht Unter Mitarbeit von Martin Ehlert Angelika Zierer-Kuhnle Corinna Malik Berlin, März 2009 Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) Reichpietschufer 50 D Berlin Tel.: Fax:

3 Inhalt Abbildungsverzeichnis...III Tabellenverzeichnis... IV Zusammenfassung... V 1. Einleitung Der Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik für Ältere Zur Arbeitsmarktsituation Älterer Arbeitsmarktpolitik für Ältere Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen Förderung der beruflichen Weiterbildung Lohnkostenzuschüsse Forschungsdesign und Arbeitshypothesen Methoden Warum Mikrodaten? Schätzmethoden Datenbasis und Stichprobe Datenquelle Die Stichprobe Zugänge in Arbeitslosigkeit Gewichtung und Beobachtungszeitraum Verbleib von älteren Arbeitslosen Zeitreihen und Übergangsmuster Überblick Bundesgebiet West und Bundesgebiet Ost...36

4 Inhalt II 8.3 Männer und Frauen Verbleib nach Altersgruppen Verbleib nach Qualifikation Verbleib nach erwerbsbiografischen Merkmalen Verbleib nach lokalen Arbeitsmarktbedingungen Typisierung von Erwerbsverläufen Ergebnisse: Gesamtsample Typische Erwerbsverläufe nach Eintritt in Arbeitslosigkeit Typische Erwerbsverläufe nach Personenmerkmalen: Deskriptive Ergebnisse Typische Erwerbsverläufe nach Personenmerkmalen: Ergebnisse der Logitmodelle Ergebnisse: Programmteilnehmer Die Gruppe der Programmteilnehmer Typische Erwerbsverläufe von Programmteilnehmern Typische Erwerbsverläufe nach Personenmerkmalen: Deskriptive Ergebnisse Typische Erwerbsverläufe nach Personenmerkmalen: Ergebnisse der Logitmodelle Zusammenfassung der empirischen Ergebnisse Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen Literatur...93 Anhang A1 Stichprobenplan A2 Datenaufbereitung A3 Bereinigung von Lücken A4 Tabellen zu den Abbildungen im Text...104

5 Inhalt III Abbildungsverzeichnis Abbildung 3.1: Abgang aus Arbeitslosigkeit in reguläre Beschäftigung, West...9 Abbildung 3.2: Abgang aus Arbeitslosigkeit in reguläre Beschäftigung, Ost...9 Abbildung 6.1: Mögliche Erwerbsverläufe nach Arbeitslosigkeit...23 Abbildung 7.1: Verbleib aller Zugänge aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit...30 Abbildung 7.2: Verbleib ohne saisonal bedingt Arbeitslose...30 Abbildung 8.1: Verbleib von älteren Arbeitslosen alle Älteren...34 Abbildung 8.2: Übergangsmuster von älteren Arbeitslosen alle Älteren...35 Abbildung 8.3: Verbleib von älteren Arbeitslosen nach Bundesgebiet...37 Abbildung 8.4: Übergangsmuster von älteren Arbeitslosen nach Bundesgebiet 38 Abbildung 8.5: Verbleib von älteren Arbeitslosen nach Bundesgebiet und Geschlecht...40 Abbildung 8.6: Übergangsmuster nach Bundesgebiet und Geschlecht...41 Abbildung 8.7: Verbleib von älteren Arbeitslosen nach Bundesgebiet und Alter 44 Abbildung 8.8: Übergangsmuster nach Bundesgebiet und Alter...45 Abbildung 8.9: Verbleib von älteren Arbeitslosen nach Bundesgebiet und Ausbildung...48 Abbildung 8.10: Übergangsmuster nach Bundesgebiet und Ausbildung...51 Abbildung 8.11: Verbleib von älteren Arbeitslosen nach Bundesgebiet und Humankapital...52 Abbildung 8.12: Übergangsmuster nach Bundesgebiet und Humankapital...53 Abbildung 8.13: Verbleib von älteren Arbeitslosen nach Bundesgebiet und Arbeitslosigkeitserfahrung...55 Abbildung 8.14: Übergangsmuster nach Bundesgebiet und Arbeitslosigkeitserfahrung...56 Abbildung 8.15: Verbleib von älteren Arbeitslosen nach Bundesgebiet und Wirtschaftszweig...58 Abbildung 8.16: Übergangsmuster nach Bundesgebiet und Wirtschaftszweig...59 Abbildung 8.17: Verbleib von älteren Arbeitslosen nach wirtschaftlichen Rahmenbedingungen...60 Abbildung 8.18: Übergangsmuster nach wirtschaftlichen Rahmenbedingungen...62 Abbildung 9.1: Abbildung 9.2: Verbleib nach typischen Erwerbsverläufen...64 Übergangsmuster nach typischen Erwerbsverläufen...66

6 Inhalt IV Abbildung 9.3: Abbildung 9.4: Verbleib von Programmteilnehmern nach typischen Erwerbsverläufen 77 Übergangsmuster von Programmteilnehmern nach typischen Erwerbsverläufen...78 Tabellenverzeichnis Tabelle 4.1: Tabelle 4.2: Maßnahmen der AAMP für Ältere 2006 Bestand...12 Förderkonditionen des Eingliederungszuschusses...15 Tabelle 7.1: Brutto- und Nettostichprobe...28 Tabelle 9.1: Typische Erwerbsverläufe nach Personenmerkmalen...68 Tabelle 9.2: Typische Erwerbsverläufe nach Personenmerkmalen: Logitmodelle 71 Tabelle 9.3: Programmteilnehmer nach Personenmerkmalen...74 Tabelle 9.4: Programmteilnehmer nach Personenmerkmalen: Logitmodelle...75 Tabelle 9.5: Typische Erwerbsverläufe von Programmteilnehmern nach Personenmerkmalen...81 Tabelle 9.6: Typische Erwerbsverläufe von Programmteilnehmern nach Personenmerkmalen: Logitmodelle...83

7 Zusammenfassung Die demografische Entwicklung in Deutschland führt insbesondere im Bereich der Sozialpolitik zu großem Veränderungsdruck. Damit das Verhältnis von Beitragszahlern und Empfängern von Sozialversicherungsleistungen (z. B. Altersrenten) mittelfristig nicht aus dem Gleichgewicht gerät, muss das Erwerbspersonenpotenzial besser ausgeschöpft werden als bisher. Dies gilt vor allem für die Gruppe der älteren, d. h. über 50-jährigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Erwerbsquote im internationalen Vergleich niedrig ist und bei den 50- bis 64-jährigen Männern in den 1990er Jahren sogar weiter rückläufig war. Um diesen Trend zu stoppen, begann mit der Neuregelung der Erwerbsunfähigkeitsrente Mitte der 1990er Jahre eine ganze Reihe von Reformen der Rentengesetzgebung mit dem Ziel, die Zahl der vorzeitigen Renteneintritte nach und nach auf ein Mindestmaß zu verringern. Die damit einhergehende schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters war gleichbedeutend mit einem Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik: der Abkehr von der arbeitsmarktinduzierten Verringerung des Arbeitsangebots insbesondere bei älteren Arbeitskräften. Mit der Erschwerung des vorzeitigen Renteneintritts ging bisher jedoch keine Verbesserung der gravierenden Arbeitsmarktprobleme älterer Arbeitsloser einher, denen der Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt zu einem beträchtlichen Teil verschlossen bleibt. Die Kosten eines arbeitsmarktbedingten frühzeitigen Renteneintritts verlagerten sich somit zunächst lediglich von den Rentenversicherungsträgern auf die Betroffenen selbst (Bosch/Schief 2005). Die Älteren sind daher immer noch mit dem Problem konfrontiert, dass die Exit-Option, also der (abschlagsfreie) Übergang in den Ruhestand bei Arbeitslosigkeit, erschwert bzw. verunmöglicht wird, und die Chancen, nach Jobverlust wieder eine neue Stelle zu finden, insgesamt betrachtet immer noch sehr gering sind. Dieses Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, eine dynamische Bestandsaufnahme der Wiederbeschäftigungschancen und Erwerbsverläufe Älterer nach Eintritt in Arbeitslosigkeit zu erarbeiten und damit zu einer differenzierten und detaillierten Beschreibung der Arbeitsmarktsituation Älterer und deren Förderung durch Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu gelangen.

8 Zusammenfassung VI Im Vergleich zur bereits zum Thema vorhandenen Literatur weisen die in den Kapiteln 8 bis 10 vorgestellten empirischen Analysen zwei Besonderheiten auf: Sie wurden mit Hilfe eines innovativen methodischen Verfahrens einer Sequenzanalyse auf Basis einer einzigartigen Datenquelle den integrierten Erwerbsbiografien des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt. Empirische Analysen in solch einer Tiefe und Binnendifferenzierung, wie sie hier vorgelegt wurden, waren nur durch die Erschließung einer neuen Datenquelle möglich. Die Sonderstichprobe der integrierten Erwerbsbiografien eignete sich in besonderer Weise für dieses Unterfangen, da sie nicht nur eine für diese Zwecke ausreichend große Stichprobe zu bieten hatte, sondern auch über die dazu nötigen Erwerbsstatus- und Maßnahmeinformationen verfügt. Kommen wir zu den zentralen Ergebnissen der Studie. Insgesamt sind die Chancen arbeitsloser Älterer, wieder am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, nach wie vor schlecht. Ihre Abgangschancen aus Arbeitslosigkeit haben sich im Vergleich zu anderen Personengruppen zwischen 2004 und 2007 nicht wesentlich verbessert. Der mit der Erholung am Arbeitsmarkt eingetretene Rückgang der Arbeitslosigkeit Älterer ist somit nicht einer relativen Verbesserung der Situation älterer Arbeitsloser geschuldet. Innerhalb der Gruppe der Älteren gibt es zwar Personengruppen, denen der Übergang in eine neue Beschäftigung besser gelingt als anderen, doch selbst von den Personen mit den besten Arbeitsmarktchancen, nämlich den 50- bis 54-jährigen Männern, ist nach Eintritt in Arbeitslosigkeit zu keinem Zeitpunkt im Beobachtungszeitraum mehr als ein Drittel wieder ungefördert beschäftigt gewesen. Wegen fehlender Frühverrentungsmöglichkeiten in dieser Altersgruppe ist die registrierte Arbeitslosigkeit dennoch höher als bei den über 54-Jährigen und liegt nach zwei Jahren noch bei knapp 50 % (West) bzw. 40 % (Ost). Die schlechtesten Chancen am Arbeitsmarkt weisen arbeitslose Frauen ab Mitte 50 aus dem Bundesgebiet Ost auf, deren Chancen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, gegen Null tendieren. Ebenfalls bemerkenswert ist die geringe Zahl von Übergängen in Beschäftigung bei Akademikern: Einerseits spricht auch vor dem Hintergrund der vorliegenden Ergebnisse vieles dafür, dass sich das Humankapital Älterer im Laufe der Jahre entwertet hat und arbeitslose Ältere mit hohem formalen Ausbildungsniveau daher keine den früheren Tätigkeiten vergleichbaren bzw. zu ihrem Anspruchslohn bezahlten Jobs mehr finden. Andererseits ist es denkbar, dass viele Arbeitgeber nicht bereit

9 Zusammenfassung VII sind, Ältere in höheren Positionen einzustellen, auch wenn sie die dafür erforderliche Qualifikation aufweisen. Natürlich könnte die Höhe des Arbeitslosengeldes ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle in dem Sinne spielen, als die Entlohnung von Jobs im Niedriglohnbereich nicht an das Arbeitslosengeld heranreicht und deswegen solche Jobs auch nicht aufgenommen werden (müssen). Festzuhalten bleibt der ausgeprägte Handlungsbedarf auch in dieser Personengruppe. Anhand der Arbeitsmarktbeteiligung von Männern aus Ostdeutschland (im Vergleich zu Westdeutschland) konnte man sehen, dass der Einsatz von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik selbst in einem problematischen Umfeld die Arbeitsmarktbeteiligung Älterer insgesamt zu erhöhen vermag und dadurch auch regional unterschiedliche Wiederbeschäftigungschancen kompensiert werden können. Wengleich ein teueres Instrument, haben sich Lohnkostenzuschüsse sowohl in mikroökonometrischen Wirkungsanalysen als auch in dieser Untersuchung als vielversprechendes Instrument zur Wiedereingliederung Älterer in den Arbeitsmarkt erwiesen, zumal die Gewährung von Eingliederungszuschüssen auch eine positive Wirkung auf die Arbeitsmarktbeteiligung Älterer zu entfalten scheint. Etwaige Substitutionseffekte schmälern die gute Bilanz nicht, da sie in diesem konkreten Fall sogar gewünscht sind. Das Beispiel Lohnkostenzuschüsse verdeutlicht allerdings die insgesamt selektive Förderpraxis etwa zuungunsten von Frauen, die sowohl bei den geförderten Älteren als auch generell stark unterrepräsentiert sind. Dasselbe gilt für Arbeitslose, die 55 Jahre und älter sind, im Vergleich zu den 50- bis 54-Jährigen. Im Bereich der beruflichen Weiterbildung werden Ältere insgesamt weniger gefördert als Jüngere. Eine solche Selektivität bei der Förderung durch Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik sollte auch innerhalb der Gruppe der Älteren abgebaut werden. Dies schließt eine grundsätzlich stärkere Förderung von älteren Frauen und über 54-Jährigen sowie eine bessere Förderung von älteren Arbeitslosen in Regionen mit insgesamt guter Arbeitsmarktlage ein. Generell sollten Ältere, wie von vielen Seiten gefordert, also auch bei Arbeitslosigkeit deutlich mehr an beruflicher Weiterbildung und Qualifikation beteiligt werden. Da die Förderung der beruflichen Weiterbildung eher langfristig ihre Wirkung entfaltet, stellt sich die Frage, bis zu welcher zeitlichen Entfernung vom voraussichtlichen Renteneintritt sie die gewünschte Wirkung entfaltet. Nach dem sozialpolitisch bedingten Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik sollten jedoch gerade auch die 54- bis 59-Jährigen wesentlich stärker gefördert werden, weil es wie die Ergebnisse dieser

10 Zusammenfassung VIII Untersuchung belegen auf diese Altersgruppe entscheidend ankommt, wenn die Erwerbsbeteiligung Älterer erhöht und die Reintegration älterer Arbeitsloser weiter verbessert werden soll. Wie zu sehen war, ist es für ältere Arbeitslose jenseits der 60 ganz besonders schwer, noch einmal Fuß am Arbeitsmarkt zu fassen. Deshalb muss zum einen der Nachschub an Arbeitslosen vermieden werden, zum anderen wäre auch hier der Einsatz von Lohnkostenzuschüssen einen Versuch wert. Darüber hinaus sollte dieser Altersgruppe die Möglichkeit gegeben werden, mit Hilfe von z. B. akzeptabel entlohnten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen die Zeit bis zu Rente zu überbrücken. Bei den unter 60-Jährigen sollte das Instrument ABM wegen seiner Unwirksamkeit bzw. teilweisen Kontraproduktivität in Bezug auf die Integration in den ersten Arbeitsmarkt aber nur im Einzelfall erste Wahl sein. Schließlich müsste aus sozialen Erwägungen darüber nachgedacht werden, ob für ältere Arbeitslose ab 60 nicht auch weiterhin die Möglichkeit bestehen sollte, in Würde aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. Eine Option wäre, die Rente wegen Arbeitslosigkeit, die es bereits vor dem Beginn der massiven Frühverrentungen gab, nicht gänzlich abzuschaffen, sondern ihrer ursprünglichen Aufgabe entsprechend für diesen Personenkreis als Ultima ratio bestehen zu lassen. Dazu müsste aber sichergestellt werden, dass diese Rentenart künftig nicht mehr als Quasi-Standardinstrument des vorzeitigen Ruhestands oder der Personalentwicklung missbraucht wird.

11 1. Einleitung Die demografische Entwicklung in Deutschland (Stichwort: alternde Gesellschaft ) führt insbesondere im Bereich der Sozialpolitik zu großem Veränderungsdruck. Damit das Verhältnis von Beitragszahlern und Empfängern von Sozialversicherungsleistungen (z. B. Altersrenten) mittelfristig nicht aus dem Gleichgewicht gerät, muss das Erwerbspersonenpotenzial besser ausgeschöpft werden als bisher. Dies gilt vor allem für die Gruppe der älteren, d. h. über 50-jährigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Erwerbsquote im internationalen Vergleich niedrig ist und bei den 50- bis 64-jährigen Männern in den 1990er Jahren sogar weiter rückläufig war. Um diesen Trend zu stoppen, begann mit der Neuregelung der Erwerbsunfähigkeitsrente Mitte der 1990er Jahre eine ganze Reihe von Reformen der Rentengesetzgebung mit dem Ziel, die Zahl der vorzeitigen Renteneintritte nach und nach auf ein Mindestmaß zu verringern. Die damit einhergehende schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters ist gleichbedeutend mit einem Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik: der Abkehr von der arbeitsmarktinduzierten Verringerung des Arbeitsangebots insbesondere bei älteren Arbeitskräften. Mit der Erschwerung des vorzeitigen Renteneintritts ging bisher keine Verbesserung der gravierenden Arbeitsmarktprobleme älterer Arbeitsloser einher, denen der Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt zu einem beträchtlichen Teil verschlossen bleibt. Die Kosten eines arbeitsmarktbedingten frühzeitigen Renteneintritts verlagerten sich somit zunächst lediglich von den Rentenversicherungsträgern auf die Betroffenen selbst (Bosch/Schief 2005). Die Älteren sind daher immer noch mit dem Problem konfrontiert, dass die Exit-Option, also der (abschlagsfreie) Übergang in den Ruhestand bei Arbeitslosigkeit erschwert bzw. verunmöglicht wird, und die Chancen, nach Jobverlust wieder eine neue Stelle zu finden, insgesamt betrachtet immer noch sehr gering sind. In Bezug auf die arbeitsmarktpolitischen Bemühungen zur Verbesserung der Wiederbeschäftigungschancen älterer Arbeitsloser können langfristig wirkende Maßnahmen und das kurzfristig aktivierbare Instrumentarium der aktiven Arbeitsmarktpolitik unterschieden werden. Zu den eher langfristig wirkenden Weichenstellungen, die bereits zu einem frühen Zeitpunkt der individuellen Erwerbsbiografie einsetzen müssen, gehört u. a. die allseits geforderte kontinuierliche Weiterbildung im Erwerbsver-

12 1. Einleitung 2 lauf, die die schleichende Entwertung des Humankapitals Älterer verhindert bzw. abschwächt und dadurch die Jobchancen bei Arbeitslosigkeit erhöht (ebd.). Allerdings können solche Strategien den heute und in naher Zukunft von Arbeitslosigkeit betroffenen älteren Menschen wenn überhaupt nur teilweise zugute kommen. An diesem Punkt setzt das Forschungsprojekt Arbeitslos und dann? Erwerbsverläufe und Arbeitsmarktchancen von älteren Arbeitslosen an, um einen Beitrag zu einer differenzierten und detaillierten Bestandsaufnahme der Arbeitsmarktchancen älterer Arbeitsloser (d. h. älterer Erwerbspersonen nach Eintritt in Arbeitslosigkeit) zu leisten. Dabei beschränkt es sich auf das kurzfristig aktivierbare Instrumentarium zur Erhöhung der Eingliederungschancen Älterer: nämlich auf in spezifische Erwerbsverläufe eingebetteten Maßnahmen und Instrumenten der aktiven Arbeitsmarktpolitik, der die wichtige Aufgabe zukommt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Handicap der (älteren) Bewerberinnen und Bewerber durch gezielte Förderung abzumildern. Erarbeitet werden eine dynamische und detaillierte Bestandsaufnahme der Wiederbeschäftigungschancen und Erwerbs(losigkeits)verläufe bzw. Wege hin zu einem neuen Arbeitsplatz älterer Arbeitsloser im Längsschnitt. Analysen mit Querschnittsdaten sind in der Lage, erste Aufschlüsse darüber zu geben. Dynamische Analysen im Längsschnitt zeichnen ein präziseres Bild, da sie die Betroffenen über die Zeit hinweg nachverfolgen und so kausale Beziehungen identifiziert werden können. Die Analyse von Erwerbsverläufen hält deshalb wesentlich präzisere und weitergehende Informationen bereit als Querschnittsbetrachtungen: So gibt sie nicht nur Aufschluss über den Parcours in die Langzeitarbeitslosigkeits- bzw. Nichterwerbstätigkeitsfalle, sondern zeigt auch auf, wie erfolgreiche Verläufe zurück in Beschäftigung aussehen und ggf. variieren können. Dies geschieht durch sequenzanalytische Methoden, mit deren Hilfe die in der Realität zu beobachtenden heterogenen Erwerbsverläufe zu Gruppen von typischen Erwerbsmustern zusammengefasst werden. Von besonderem Interesse ist dabei die Art und Weise der Zuweisung von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Ältere. Im Anschluss an die Typisierung von Erwerbsverläufen nach Eintritt in Arbeitslosigkeit wird der Frage nachgegangen, wie gut sich die vorgefundenen Muster von Arbeitslosigkeits-, Erwerbs- und/oder Maßnahmeverläufen durch soziodemografische Merkmale, die Erwerbsbiografie oder auch regionale Arbeitsmarktbedingungen erklären lassen. Detaillierte deskriptive Analysen zum Verbleib Älterer nach Eintritt in Arbeitslosigkeit vervollständigen die Untersuchung.

13 1. Einleitung 3 Auf Basis der Typisierung von Erwerbsverläufen und Kombinationen von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik (Maßnahmebündel), die über die eindimensionale Prognostizierung von Langzeitarbeitslosigkeit hinausgeht, strebt das Projekt die Identifizierung von chancenreichen, gleichzeitig aber auch benachteiligten und somit besonders förderungsbedürftigen Personengruppen an. Von speziellem Interesse ist dabei die Selektivität der aktiven Arbeitsmarktpolitik, das heißt, welche Älteren werden eher und welche Älteren werden eher nicht gefördert. Auf Grundlage dieser Analysen kann der Bedarf an aktiver Arbeitsmarktpolitik für ältere Bewerber abgeschätzt und Maßnahmen passgenauer zugewiesen werden. Zudem werden die mit der weitgehenden Abschaffung der Möglichkeiten zur Frühverrentung einhergehenden sozialen Herausforderungen und Armutsrisiken offen gelegt. Das Forschungsprojekt nutzt das Potenzial eines neuen, aus mehreren prozessproduzierten Datenquellen erstellten Datensatzes: die Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gegenüber anderen verfügbaren Längsschnittdatenquellen zeichnen sich die IEB, ebenso wie die Beschäftigtenstichprobe (IABS), durch eine im Vergleich sehr hohe Fallzahl aus, die die angestrebte Analysetiefe überhaupt erst möglich macht. Darüber hinaus enthalten sie, im Gegensatz zur IABS, die nötigen Informationen zum genauen Arbeitsuchendenstatus aus dem Bewerberangebot der Arbeitsagenturen sowie zu Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Die hier vorgelegten Analysen füllen neben den bereits genannten Punkten nicht zuletzt auch deshalb eine Forschungslücke, weil nach mehreren soziodemografischen Merkmalen gleichzeitig differenzierte Längsschnittinformationen zum Verbleib arbeitsloser Älterer sowie zu den Bedingungen und Möglichkeiten ihrer Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt unseres Wissens bislang nicht vorliegen. Der vorliegende Forschungsbericht gliedert sich folgendermaßen: Nach der Darlegung des Paradigmenwechsels in der Arbeitsmarktpolitik für Ältere, der in der zweiten Hälfte der 1990er Jahren erfolgte (Kapitel 2), wird in Kapitel 3 die aktuelle Arbeitsmarktsituation Älterer kurz umrissen. Kapitel 4 gibt einen Überblick über die aktive Arbeitsmarktpolitik für Ältere, deren Reichweite und Wirkung. Nach der Präsentation des Forschungsdesigns und der Arbeitshypothesen in Kapitel 5 werden dann in Kapitel 6 die im empirischen Teil zur Anwendung kommenden Methoden erläutert. Kapitel 7 schließlich stellt den verwendeten Datensatz sowie die Stichprobe näher vor.

14 1. Einleitung 4 Danach folgt der ausführliche empirische Teil, der mit der deskriptiven Analyse des Verbleibs älterer Arbeitsloser beginnt (Kapitel 8). In Kapitel 9 schließlich werden die Ergebnisse der Typisierung der Erwerbsverläufe Älterer nach Eintritt in Arbeitslosigkeit vorgestellt. Diese wurde zunächst auf Basis der Gesamtstichprobe vorgenommen, danach für das Sample der Teilnehmer/innen an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik wiederholt. In Kapitel 10 werden die zahlreichen Einzelergebnisse zusammengefasst und rekapituliert. Mit den Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen in Kapitel 11 schließt diese Untersuchung.

15 2. Der Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik für Ältere Der durch technischen Wandel und Globalisierung bedingte Anstieg der Arbeitslosigkeit (Iversen/Wren 1998; Krugman 1994) wurde in Deutschland lange Zeit durch die Reduzierung des Arbeitsangebots bekämpft (Bangel 1993; Heinze/Streeck 2000). Diese von Therborn (1985) als restriktiv bezeichnete arbeitsmarktpolitische Strategie setzte in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit bis weit in die 1990er Jahre hinein auf den goldenen Handschlag via Frühverrentung, um Arbeitsplätze für die jüngere Generation zu schaffen. Ihren Höhepunkt erreichte diese Entwicklung mit der 1992 auf den Vereinigungsboom folgenden Arbeitsmarktkrise. Während der zusammenbrechende Arbeitsmarkt in den neuen Bundesländern durch den massiven Einsatz von Vorruhestandsregelungen und Altersübergangsgeld entlastet wurde (Bach et al. 2002), führten Umstrukturierungen im westdeutschen produzierenden Gewerbe zu einem rasanten Anstieg vorruhestandsförmigen Leistungsbezugs, der sich durch den Übergang in Rente wegen Arbeitslosigkeit mit vorherigem Bezug von Arbeitslosengeld auszeichnete (Kalina/Knuth 2002; vgl. auch Abbildung 4). Trotz nur geringer Veränderungen beim Rentenzugangsalter (DRV 2005) sank die Erwerbsquote älterer Männer im Alter von 50 bis 64 Jahren im Zeitraum von 1993 bis 2000 um gut 4 Prozentpunkte von 68,2 auf 64,1 % (Quelle: Eurostat, zit. nach ANBA 2005). Bei Frauen ist der Sachverhalt um ein Vielfaches komplexer als bei Männern, da Kohorteneffekte hinsichtlich Erwerbsneigung und Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug von Altersrente für Frauen nur schwer von den zum Teil gegenläufig wirkenden arbeitsmarktbedingten Trends zu unterscheiden sind. So führte die wachsende Erwerbsneigung von Frauen in den 1990er Jahren auch bzw. gerade bei älteren Frauen zu kräftig steigenden Erwerbsquoten (ebd.). Dennoch kann festgehalten werden, dass die Zugänge in die Altersrente für Frauen in den 1990er Jahren analog zur Rente wegen Arbeitslosigkeit für Männer anstiegen, was trotz aller kohortenbedingter Verzerrungen auf einen arbeitsmarktinduzierten Anstieg der Inanspruchnahme von Möglichkeiten der Frühverrentung auch bei Frauen hinweist. Die Altersrente für Frauen gab seit 1957 Frauen die Gelegenheit, unter bestimmten Voraussetzungen mit 60 Jahren abschlagsfrei in Rente zu gehen. Die Rente wegen Arbeitslosigkeit spielte deshalb bei Frauen nie eine quantitativ bedeutende Rolle.

16 2. Der Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik für Ältere 6 Das dauerhaft hohe Niveau der Arbeitslosigkeit führte letztlich zum Scheitern der Politik der Reduzierung des Arbeitsangebots. Die finanzielle Belastung der Sozialversicherungssysteme durch versicherungsfremde Leistungen, noch verstärkt durch die anhaltende Arbeitsmarktmisere in den neuen Bundesländern (Meinhard/Zwiener 2005), verursachte stetig steigende Sozialversicherungsbeiträge, die sich wiederum in steigende Lohnkosten übersetzten und zu einer dauerhaften Belastung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu werden drohten. Die restriktive Arbeitsmarktpolitik scheiterte aber auch deshalb, weil der demografische Wandel (Stichwort: alternde Gesellschaft) das Verhältnis des aktiven (= Erwerbspersonen) zum inaktiven Bevölkerungsteil (= Nichterwerbspersonen) noch weiter zuungunsten der Erwerbspersonen zu verschieben droht. Um jedoch ein leistungsfähiges Sozialversicherungssystem erhalten zu können, das angemessene soziale Sicherheit bietet, muss der Anteil der Erwerbspersonen an der Gesamtbevölkerung langfristig steigen (EU-Kommission 2005). Der demografischen Herausforderung kann somit nur dadurch erfolgreich begegnet werden, dass vor allem die Erwerbsbeteiligung der Bevölkerungsgruppen mit geringer Arbeitsmarktbeteiligung erhöht wird (OECD 2003). Dies zu erreichen ist eines der vorrangigen Ziele der europäischen Wirtschafts-, Sozial- und Beschäftigungspolitik, die in den integrierten Leitlinien für Wachstum und Beschäftigung ( ) der EU-Kommission (2005) formuliert sind. Aus dieser Sicht besteht in Deutschland besonderer Handlungsbedarf in Bezug auf die der Erwerbsbeteiligung der 50- bis 64-jährigen Männer und Frauen, die nicht zuletzt wegen der lange Jahre praktizierten Verringerung des Arbeitsangebots durch Frühverrentung im internationalen Vergleich niedrig ist (OECD 2005). Den hierzulande deutlichsten Niederschlag hat der auf europäischer Ebene vollzogene Paradigmenwechsel in der Beschäftigungspolitik in der Reform der Rentengesetzgebung gefunden. Zunächst wurde 1996 die Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente zu einer einheitlichen Erwerbsminderungsrente umgebaut, die sich u. a. durch die restriktivere Handhabung der sog. konkreten Betrachtungsweise, die eine Berücksichtigung der Arbeitsmarktlage bei der (Weiter-)Gewährung von Erwerbsminderungsrenten erlaubt, auszeichnet. Des Weiteren wurde damit begonnen, das Renteneintrittsalter anderer Rentenarten schrittweise anzuheben. Ab 2011 wird neben der Rente für langjährige Versicherte kein Weg zum vorzeitigen Eintritt in Altersrente mehr zur Verfügung stehen (Koller 2001). Darüber hinaus wurde in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD die generelle Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters auf 67 Jahre beschlossen.

17 2. Der Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik für Ältere 7 Seit Beginn das Jahres 2008 ist nun auch die sog. 58er Regelung, wonach Arbeitslose, die 58 Jahre oder älter sind, nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen müssen und dennoch Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, Geschichte. Zusammen mit der seit Februar 2006 in de facto in Kraft getretenen Verkürzung der maximalen Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld für über 57-Jährige von 32 Monaten auf 18 Monate (seit Anfang 2008 auf 24 Monate erhöht) und der restriktiveren Handhabung bzw. perspektivischen Abschaffung der Rente wegen Arbeitslosigkeit schiebt die Beendigung der 58er Regelung auch dem vorruhestandsförmigen Leistungsbezug endgültig einen Riegel vor.

18 3. Zur Arbeitsmarktsituation Älterer Der Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik führte zwangsläufig zu späteren Renteneintritten und einem Anstieg des Angebots an älteren Arbeitskräften (Büttner 2005a, 2005b). So stiegen seit dem Tiefpunkt im Jahre 2000 die Erwerbs- und Beschäftigtenquoten Älterer wieder an. Dabei lag die Erwerbsquote 2006 mit 66 % über 10 Prozentpunkte höher als zehn Jahre zuvor. Während sie bei den 50- bis 64- jährigen Männern deutlich anstieg, beschleunigte sich der bereits vorher zu beobachtende Anstieg der Erwerbsquote älterer Frauen im Vergleich zu vorher merklich (AN- BA 2006, 2007). Auch die Beschäftigtenquote Älterer nahm seit 2000 wieder zu, und zwar von 38 % im Jahre 2000 auf 52 % im Jahre 2007 (Daten für 55 bis 64-Jährige; BA 2007). Obgleich die Zeitreihe aufgrund einer Umstellung des Erhebungsverfahrens des Mikrozensus einen Bruch enthält und der Anstieg daher etwas überzeichnet sein dürfte, ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung, zumal Deutschland damit das Lissabon-Ziel von 50 % etwas überraschend schon jetzt erreicht (ebd.). Auch die Zahl der arbeitslosen Älteren nahm zwischen 2000 und 2007 ab: um knapp Personen. Dennoch waren im Jahre 2007 durchschnittlich fast 1 Million Ältere arbeitslos gemeldet. Mit einem Anteil von 25 % an allen Arbeitslosen sind ältere Arbeitskräfte damit weiterhin überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen und tragen einen beträchtlichen Teil zur Gesamtarbeitslosigkeit bei. Der Grund dafür ist das im Vergleich sehr hohe Risiko Älterer, in Arbeitslosigkeit zu verbleiben bzw. nach Zugang in Arbeitslosigkeit keine neue Beschäftigung zu finden (Koller et al. 2003; vgl. Abbildungen 2 und 3). Der Anteil der Abgänge älterer Arbeitsloser in Beschäftigung lag 2004 bei lediglich 30 % aller Abgänge aus Arbeitslosigkeit und damit 10 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt (ANBA 2005); 2007 belief sich der Anteil bei Älteren sogar nur auf 29 % (36 % über alle Personengruppen hinweg). Die in den Abbildungen 3.1 und 3.2 dargestellten Überlebensfunktionen des Abgangs aus Arbeitslosigkeit nach Altersgruppen und Geschlecht zeigen für West- wie für Ostdeutschland ebenfalls deutlich, wie hoch das Verbleibsrisiko für Ältere nach Zugang in Arbeitslosigkeit ist. Bei den Männern sind die Abgangschancen in den ersten sechs Monaten geringer als 20 %, bei den Frauen sieht es noch schlechter aus. 1 1 Die Überlebensfunktionen wurden auf Basis der in diesem Projekt verwendeten Daten bzw. Stichprobe berechnet (Näheres dazu siehe Abschnitt 7.2).

19 3. Zur Arbeitsmarktsituation Älterer 9 Abbildung 3.1: Abgang aus Arbeitslosigkeit in reguläre Beschäftigung, West Kaplan-Meier-Überlebensfunktionen; Basis: Zugänge in Arbeitslosigkeit Quellen: Integrierte Erwerbsbiografien, eigene Berechnungen; gewichtete Ergebnisse. Abbildung 3.2: Abgang aus Arbeitslosigkeit in reguläre Beschäftigung, Ost Kaplan-Meier-Überlebensfunktionen; Basis: Zugänge in Arbeitslosigkeit Quellen: Integrierte Erwerbsbiografien, eigene Berechnungen; gewichtete Ergebnisse. Ein schwerwiegendes Problem ist deshalb der hohe Anteil Langzeitarbeitsloser in dieser Personengruppe. Im September 2007 waren 54 % der älteren Arbeitslosen bereits länger als ein Jahr arbeitslos. Insgesamt entfiel somit ein gutes Drittel des gesamten Bestands an Langzeitarbeitslosen auf ältere Arbeitskräfte (ebd.). Im Vergleich zu den Vorjahren lässt sich in dieser Hinsicht noch keine Trendumkehr erken-

20 3. Zur Arbeitsmarktsituation Älterer 10 nen. Der dennoch zu beobachtende Rückgang der Anzahl langzeitarbeitsloser Älterer (BA 2007) fällt nämlich auch nicht höher aus als bei anderen Personengruppen und ist deshalb eher auf die allgemein stark verbesserte Situation am Arbeitsmarkt zurückzuführen als auf im Vergleich gestiegene Chancen älterer Arbeitsloser, wieder einen Job zu finden. Ein weiteres Indiz dafür ist die bisherige Dauer der Arbeitslosigkeit des Bestands an arbeitslosen Älteren, die im September 2007 bei 105 Wochen lag und sich in den vergangenen Jahren praktisch nicht verändert hat und wenn überhaupt, dann sogar leicht gestiegen ist (BA 2007). Das Gleiche gilt für die abgeschlossene Dauer der Arbeitslosigkeit, also die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit von denjenigen Älteren, die aus Arbeitslosigkeit abgehen: Sie betrug im September Wochen, für alle Arbeitslose dagegen 40 Wochen (ebd.).

21 4. Arbeitsmarktpolitik für Ältere Die in den Kapiteln 2 und 3 skizzierte Ausgangslage verdeutlicht die zentrale Rolle, die der Erhöhung der Erwerbsbeteiligung u. a. durch die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Älterer in Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zukommt. Da, wie dargelegt, das hohe Verbleibsrisiko älterer Arbeitsloser das zentrale Problem darstellt, rückte nach dem Ende der offensiven Frühverrentungspolitik als der Standardlösung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Älterer die bis in die 1990er Jahre mehr oder minder vernachlässigte Frage in den Mittelpunkt des Interesses, wie die Wiederbeschäftigungschancen Älterer erhöht werden können. Neben anderen politischen Weichenstellungen zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen Älterer, z. B. die umstrittene teilweise Aufhebung des Kündigungsschutzes oder die seit 2003 bestehende Möglichkeit der unbegrenzten sachgrundlosen Befristung älterer Arbeitnehmer, kommt der aktiven Arbeitsmarktpolitik, auf die sich dieser Bericht konzentrieren wird, eine zentrale Rolle zu. Zur Verbesserung der Wiederbeschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer steht, teilweise exklusiv, eine ganze Reihe von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung. Dazu zählen sowohl die mit den Hartz-Reformen eingeführte Entgeltsicherung als auch Eingliederungszuschüsse für Ältere, aber auch Sonderprogramme wie etwa die Initiative 50+ der Bundesregegierung. Außerdem werden älteren Arbeitskräften überproportional häufig Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gewährt. Insgesamt gesehen tragen die Instrumente der Arbeitsmarktpolitik aber nicht in ausreichendem Maße dazu bei, die Arbeitsmarktchancen Älterer nachhaltig zu verbessern (Eichhorst/Sproß 2005: 6). Dies mag auch daran liegen, dass Ältere sowohl bei der Vergabe von Weiterbildungsmaßnahmen, die erwiesenermaßen langfristig die Beschäftigungschancen erhöhen (Lechner 2005), als auch bei der Vergabe von Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose oder Hilfen zur Existenzgründung bisher unterrepräsentiert waren (ANBA 2004; Frerichs/Taylor 2005). Deshalb wurden Anfang des Jahrzehnts immer mehr Stimmen laut, die eine stärkere Einbeziehung Älterer in die (nicht nur für Ältere zugänglichen) Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik, insbesondere im Bereich der Weiterbildung, fordern (Koller et al. 2000; Wolf et al. 2001; Frerichs/Taylor 2005; Sproß/Eichhorst 2005).

22 4. Arbeitsmarktpolitik für Ältere 12 Tabelle 4.1: Maßnahmen der AAMP für Ältere 2006 Bestand Arbeitslose Bestand SGB III Bestand SGB II Frauen Bestand SGB III Frauen Bestand SGB II ab 50 SGB III ab 50 SGB II Frauen ab 50 SGB III Frauen ab 50 SGB II % ab 50 an Bestand SGB III & II 26,1 8,4 27,0 36,3 15,5 16,7 % Frauen über 50 an Bestand ab 50 SGB III & II 50,1 46,7 30,6 41,0 47,5 26,2 % Frauen an Bestand SGB III & II 47,8 48,5 34,0 40,2 48,2 28,8 Arbeitslose Überbrückungsgeld Bestand SGB III Bestand SGB II Frauen Bestand SGB III Frauen Bestand SGB II ab 50 SGB III ab 50 SGB II Frauen ab 50 SGB III Frauen ab 50 SGB II % ab 50 an Bestand SGB III & II 25,5 9,0 26,8 24,0 14,0 16,1 % Frauen über 50 an Bestand ab 50 SGB III & II 49,1 47,7 28,3 31,4 48,6 24,7 % Frauen an Bestand SGB III & II 47,7 49,1 30,2 34,1 50,9 27,8 Arbeitslose Deutschland Berufliche Weiterbildung Westdeutschland Berufliche Weiterbildung Ostdeutschland Berufliche Weiterbildung EGZ ABM Überbrückungsgeld Überbrückungsgeld Bestand SGB III Bestand SGB II Frauen Bestand SGB III Frauen Bestand SGB II ab 50 SGB III ab 50 SGB II Frauen ab 50 SGB III Frauen ab 50 SGB II % ab 50 an Bestand SGB III & II 27,5 7,0 27,3 39,6 18,1 18,6 % Frauen über 50 an Bestand ab 50 SGB III & II 52,0 43,9 33,6 42,6 46,0 30,5 % Frauen an Bestand SGB III & II 48,0 47,3 39,1 41,9 43,7 32,2 EGZ ABM EGZ ABM Wie Tabelle 4.1 zu entnehmen ist, hatte sich das Bild jedoch auch im Jahre 2006 noch nicht grundlegend geändert. Ältere sind beispielsweise im Bereich der beruflichen Weiterbildung immer noch stark unterrepräsentiert. Dasselbe gilt für die Förderung der keit, während Ältere wie gesagt insbesondere in Ostdeutschland vergleichsweise häufig an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen teilnehmen. Die Zahl der älteren Programmteilnehmer bei Eingliederungszuschüssen wiederum ist in etwa proportional zum Anteil Älterer an allen Arbeitslosen. Auffällig ist, dass ältere Frauen viel seltener als ältere Männer mit Eingliederungszuschüssen gefördert werden. Im Folgenden soll das Maßnahmeportfolio der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Ältere skizziert werden. Im Vordergrund stehen dabei ihre quantitative Bedeutung, die mit ihnen verbundenen Ziele sowie ihre Eignung bzw. Wirksamkeit bei der Arbeitsmarktintegration älterer Arbeitsloser. Da es eine Vielzahl einzelner Maßnahmen und Instrumente gibt, beschränkt sich die Betrachtung an dieser Stelle auf die am weitesten verbreiteten bzw. perspektivisch wichtigsten oder für Ältere speziell zugeschnittenen Instrumententypen, nämlich (1) Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, (2) die För- Existensgründungszuschüsse Existensgründungszuschüsse Existensgründungszuschüsse Quellen: BA (2008); eigene Berechnungen. Rechtskreis SGB II ohne Daten der Optionskommunen.

23 4. Arbeitsmarktpolitik für Ältere 13 derung der beruflichen Weiterbildung und (3) Lohnkostenzuschüsse (Eingliederungszuschuss, Beitragsbonus und Entgeltsicherung). 4.1 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen Mit über einer Million Geförderten waren Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen noch in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts eines der wichtigsten Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik (Brinkmann 2006), das insbesondere in Ostdeutschland zum Einsatz kam. Seitdem wurden die Teilnehmerzahlen drastisch reduziert. Insgesamt wurden 2006 nur noch weniger als Geförderte gezählt, darunter etwa Ältere. Dennoch waren im Jahre 2006 ABM im Bundesgebiet Ost neben Maßnahmen zur Förderung der keit das quantitativ wichtigste Instrument der AAMP für Ältere (vgl. Tabelle 4.1). Evaluationsstudien haben gezeigt, dass Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen die Integrationschancen von Programmteilnehmern insgesamt nicht erhöhen (Caliendo et al. 2004; IMU et al. 2006). Gründe dafür sind erstens der sog. Lock-in-Effekt das heißt, während der Maßnahmeteilnahme verringert sich die Intensität der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt und zweitens eine mit ABM einhergehende Stigmatierung der Programmteilnehmer. Insgesamt geringere Integrationsquoten bei ABM-Teilnehmern als bei den Kontrollgruppe sind die Folge. Allerdings sind positive Integrationswirkungen von ABM für ausgewählte Personengruppen in ausgewählten Regionen zu verzeichnen, z. B. für ältere Frauen in Westdeutschland. Für andere Ältere konnten dagegen keine positiven Integrationseffekte beobachtet werden (Brinckmann et al. 2006). Gegen eine regional differenzierte und auf bestimme Zielgruppen ausgerichtete Förderpraxis wäre auf Basis dieser Ergebnisse auch dann nichts einzuwenden, wenn man die Integration in den ersten Arbeitsmarkt als einziges Erfolgskriterium für ABM definieren würde. Wie unsere Analysen jedoch belegen, führen typische Erwerbsverläufe von ABM-Teilnehmern in erneute Arbeitslosigkeit oder eben Frührente (vgl. Kapitel 8 und 9). Selbst wenn mit ABM auch andere Ziele verbunden sind (Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit, Marktersatz, Zielgruppeninklusion und Strukturwirksamkeit; vgl. IMU et al. 2006), werden sie gleichwohl auch künftig ihren Platz im Maßnahmeportfolio der BA haben, u. a. um älteren Arbeitslosen mit sehr schlechten Arbeitsmarktchancen eine temporäre Alternative zur Arbeitslosigkeit bieten zu können.

24 4. Arbeitsmarktpolitik für Ältere Förderung der beruflichen Weiterbildung Die Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW) nimmt einen besonderen Platz in der Diskussion um die bestmögliche Förderung Älterer durch aktive Arbeitsmarktpolitik ein, da Qualifikationsdefizite übereinstimmend als einer der Hauptgründe für die schlechte Arbeitsmarktlage Älterer angeführt werden (vgl. exemplarisch Dietz/Walwei 2007). Folgerichtig wird, wie bereits erwähnt, eine deutliche Erhöhung der Beteiligung Älterer an Qualifizerungsmaßnahmen von der Arbeitsmarktforschung eingefordert (Koller et al. 2000; Wolf et al. 2001; Frerichs/Taylor 2005; Sproß/Eichhorst 2005). Die Popularität von FbW in der Fachdiskussion steht in Gegensatz zur Entwicklung der Förderpraxis. Trotz der Kehrtwende der ökonometrischen Evaluationsforschung, die Weiterbildungsmaßnahmen mittlerweile einen langfristig positiven Einfluss auf die Wiederbeschäftigungschancen von Arbeitslosen attestiert (Fitzenberger/ Speckesser 2005; Lechner et al. 2005), sank die Zahl der insgesamt geförderten Arbeitslosen im Bereich der beruflichen Weiterbildung im Zuge der Hartz-Reformen zwischen 2002 und 2005 drastisch (Oschmiansky et al. 2007). Vergleicht man die Bestandszahlen der Eingliederungsbilanzen (BA 2008), erkennt man, dass der rückläufige Trend insbesondere im Rechtskreis SGB III bis heute nicht gestoppt wurde. Gleichzeitig stieg die Zahl der in diesem Bereich geförderten älteren Arbeitslosen seit 2005, wenn auch auf niedrigem Niveau, um mehr als das Dreifache auf über Personen im Jahresdurchschnitt 2007 (ebd.). Dennoch bleiben Ältere in puncto beruflicher Weiterbildung stark unterrepräsentiert. 4.3 Lohnkostenzuschüsse Neben Qualifikationsdefiziten werden auch zu hohe Anspruchslöhne oder die mangelnde Einstellungsbereitschaft von Unternehmen zu den Hauptursachen der schlechten Arbeitsmarktchancen älterer Arbeitsloser gezählt. Lohnkostenzuschüsse in Form eines (temporären) Kombilohnes, z. B. die im Rahmen der Hartz-Reformen eingeführte Entgeltsicherung oder Zuschüsse an Arbeitgeber wie der ebenfalls im Zuge der Hartz-Reformen aufgelegte Beitragsbonus oder aber das schon früher eingesetzte, jedoch mehrfach in seiner konkreten Form veränderte Instrument Eingliederungszuschuss (für Ältere), können diesen Vermittlungshemmnissen frühzeitig be-

25 4. Arbeitsmarktpolitik für Ältere 15 gegnen. Der Kompensation von Benachteiligungen und Hemmnissen bei Stellenbesetzungsvorgängen steht allerdings das Risiko von Verdrängungs- und Mitnahmeeffekten gegenüber (Baethge-Kinsky 2007), auf das wir hier auch nicht näher eingehen werden. Beitragsbonus ebenso wie Einstiegsgeld fristen quantitativ gesehen ein Schattendasein (Noll et al. 2006; Baethge-Kinsky 2007), was nicht zuletzt auf die mangelhafte Implementation dieser mit den Hartz-Reformen eingeführten Instrumente zurückzuführen ist, im Falle des Beitragsbonus aber auch mit der geringen Attraktivität des Instrumentes für Arbeitgeber zu tun haben könnte (ZEW et al. 2006). Da darüber hinaus zur Wirksamkeit dieser beiden Instrumente keine verlässlichen Informationenen vorliegen, konzentriert sich dieser Abschnitt auf Lohnkostenzuschüsse bzw. den Eingliederungszuschuss (EGZ). Tabelle 4.2: Förderkonditionen des Eingliederungszuschusses Quelle: Bernhard et al. (2007). Im Laufe der Zeit gab es zahlreiche Varianten des EGZ mit unterschiedlichen Zielgruppen, Laufzeiten und Förderhöhen (Tabelle 4.2). Zuletzt wurden die Förderkonditionen im Zuge der Hartz-Reformen verändert. Im Jahre 2006 wurde die Wiedereingliederung in das Berufsleben von etwa Personen mit Eingliederungszu-

26 4. Arbeitsmarktpolitik für Ältere 16 schüssen unterstützt. Der Anteil der Älteren an allen Geförderten war dabei in Ost (27,3 %) wie West (26,8 %) in etwa proportional zum Anteil Älterer an allen Arbeitslosen (27,5 % bzw. 25,5 %). Der EGZ ist das Instrument, das bei der nach Geschlecht differenzierten Betrachtung mit die größte soziale Selektivität von allen in Tabelle 4.1 aufgeführten Instrumenten aufweist. Nur etwa 30 % der geförderten Älteren sind Frauen, während ihr Anteil an allen Arbeitslosen bei etwa 50 % liegt. Dies ist umso unbefriedigender, als sich Lohnkostenzuschüsse in Form des EGZ insbesondere für Frauen als effektives Instrument zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt erwiesen haben (ZEW et al. 2006). Auch sonst schneidet der EGZ bei Evaluationen vergleichsweise gut ab: Sowohl die Autorengemeinschaft der Hartz- Evaluation (2006) als auch Bernhard et al. (2007) bescheinigen dem Instrument EGZ Wirksamkeit, das heißt, durch Einsatz des EGZ wurden die Beschäftigungschancen von älteren Arbeitslosen erhöht. Gleichwohl sind geförderte Ältere drei Jahre nach Förderbeginn nicht seltener arbeitslos als vergleichbare Ungeförderte, dafür aber häufiger sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Bernhard et al ). Offensichtlich tragen Lohnkostenzuschüsse wie der EGZ dazu bei, dass sich ältere Arbeitslose nicht vom Arbeitsmarkt zurückziehen, eines der zentralen Ziele des Paradigmenwechsels in der Arbeitsmarktpolitik.

27 5. Forschungsdesign und Arbeitshypothesen Eine differenzierte und passgenau auf die Zielgruppe ausgerichtete Arbeitsmarktpolitik setzt eine differenzierte Analyse der Arbeitsmarktchancen von Älteren und deren Einflussfaktoren voraus. In der Literatur zum Thema wird dazu in den meisten Fällen auf Aggregat- oder Querschnittsdaten zurückgegriffen. Aussagekräftige Längsschnittuntersuchungen, die es erlauben, den Parcours von arbeitslos gewordenen und am Arbeitsmarkt verbleibenden Älteren über einen längeren Zeitraum hinweg zu verfolgen und so die Arbeitsmarktdynamik zu rekonstruieren, liegen unseres Wissens noch nicht vor. Das hat auch damit zu tun, dass bisher keine geeigneten Längsschnittdatensätze mit ausreichend großen Fallzahlen zur Verfügung standen. Die Zielsetzung des Projekts besteht deshalb darin, mit einer neuen und für diese Zwecke geeigneten Datenquelle den Integrierten Erwerbsbiografien der Bundesagentur für Arbeit diese Lücke zu schließen und somit eine belastbare sowie nach Personengruppen und regionalen Arbeitsmarktbedingungen gegliederte Bestandsaufnahme der Arbeitsmarktchancen Älterer zu erarbeiten. Die Analysen in dieser Untersuchung konzentrieren sich auf die Angebotsseite des Arbeitsmarktes und setzen an der kritischen Stelle des Erwerbsverlaufs Älterer, dem Eintritt in Arbeitslosigkeit, an. Im Mittelpunkt des Interesses stehen der Verbleib der Arbeitslosen bzw. die sich an den Eintritt in Arbeitslosigkeit anschließenden Erwerbs(losigkeits)verläufe (der Beobachtungszeitraum variiert je nach Zugangskohorte zwischen zwei und drei Jahren nach dem Ereignis Zugang in Arbeitslosigkeit ). Dies geht einher mit der Identifikation von Personengruppen Älterer, die besonders gute bzw. besonders schlechte Arbeitsmarktchancen haben. Spezielle Beachtung findet die Maßnahmehistorie der älteren Arbeitslosen, verstanden als Kombination/ Abfolge von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Das konkrete Ziel dieser Untersuchung besteht zunächst darin, in einem ersten, deskriptiv ausgerichteten Schritt die zur Verfügung stehende, in ihrer Art einzigartige Datenquelle für eine Beschreibung des Ist-Zustandes zu nutzen, in der der Verbleib älterer Arbeitsloser so detailliert und differenziert nachgezeichnet werden kann, wie dies mit Mikrodaten bisher nicht möglich war. Dazu gehören einfache Querschnittsanalysen in Form von Zeitreihen und die Darstellung von Statusabfolgen bzw. Übergangsmuster.

Überblick über die Entwicklung wichtiger arbeitsmarktpolitischer Instrumente

Überblick über die Entwicklung wichtiger arbeitsmarktpolitischer Instrumente DGB-Bundesvorstand Bereich Arbeitsmarktpolitik September 27 Überblick über die Entwicklung wichtiger arbeitsmarktpolitischer Instrumente 1. Einleitung 2. Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen 3. Entwicklung

Mehr

Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit im höheren Erwerbsalter ein statistischer Überblick

Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit im höheren Erwerbsalter ein statistischer Überblick Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit im höheren Erwerbsalter ein statistischer Überblick Menschen im höheren Erwerbsalter sind europaweit ein bislang unzureichend genutztes Arbeitskräftepotenzial. Ihre

Mehr

Berücksichtigung von Unterbrechungen bei der Berechnung der Langzeitarbeitslosigkeit

Berücksichtigung von Unterbrechungen bei der Berechnung der Langzeitarbeitslosigkeit Aktuelle Daten und Indikatoren Berücksichtigung von Unterbrechungen bei der Berechnung der Langzeitarbeitslosigkeit Juli 2015 Inhalt 1. Vorwort...2 2. Berechnung der Dauer der Arbeitslosigkeit...2 3. Berücksichtigung

Mehr

Eingliederungsbilanz 2011 (gemäß 54 Zweites Buch Sozialgesetzbuch - SGB II)

Eingliederungsbilanz 2011 (gemäß 54 Zweites Buch Sozialgesetzbuch - SGB II) Eingliederungsbilanz 2011 (gemäß 54 Zweites Buch Sozialgesetzbuch - SGB II) Inhaltsverzeichnis Vorbemerkung 1. Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes 1.1. Arbeitsmarkt 1.2. Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mehr

Werden die Ursachen für die unzureichenden Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland durch die geplante Instrumentenreform beseitigt?

Werden die Ursachen für die unzureichenden Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland durch die geplante Instrumentenreform beseitigt? Werden die Ursachen für die unzureichenden Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland durch die geplante Instrumentenreform beseitigt? Grundsatzthese: Gelingt es, einen nicht unerheblichen

Mehr

Arbeitslosengeld-I-Bezug von Älteren - Zugänge, Bestand und Abgänge 2005 bis 2013

Arbeitslosengeld-I-Bezug von Älteren - Zugänge, Bestand und Abgänge 2005 bis 2013 Aktuelle Berichte Arbeitslosengeld-I-Bezug von Älteren - Zugänge, Bestand und Abgänge 2005 bis 2013 3/2016 In aller Kürze In den Jahren seit 2005 gab es Arbeitsmarkt- und Rentenreformen, die das Arbeitsmarktverhalten

Mehr

! "# $ Zur aktuellen Lage in der beruflichen Fort- und Weiterbildung / Stand August 2005

! # $ Zur aktuellen Lage in der beruflichen Fort- und Weiterbildung / Stand August 2005 ! "# $ Zur aktuellen Lage in der beruflichen Fort- und Weiterbildung / Stand August 2005! " # " # $ % & ' (# ) # * + & *, # #, ' - (# ) # * + & * ) & # #. ( / (00 0 Berlin, 11. August 2005 Liebe Kolleginnen

Mehr

09. Januar Eingliederungsbilanz 2013 Fortsetzung der positiven Entwicklung

09. Januar Eingliederungsbilanz 2013 Fortsetzung der positiven Entwicklung 09. Januar 2015 Eingliederungsbilanz 2013 Fortsetzung der positiven Entwicklung Impressum Agentur für Arbeit Ingolstadt Presse Marketing Peter Kundinger +49 (841) 9338 337 Ingolstadt.PresseMarketing@arbeitsagentur.de

Mehr

Rahmenbedingungen für Ältere Beschäftigte in Deutschland

Rahmenbedingungen für Ältere Beschäftigte in Deutschland Rahmenbedingungen für Ältere Beschäftigte in Deutschland Nationaler Workshop ELDer Employees in companies experiencing Restructuring: Stress and well-being. Dortmund 18. Juni 2010 Rolf Fischer Bundesministerium

Mehr

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Heidelberg

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Heidelberg Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Heidelberg Berichtsmonat Oktober 2007 Agentur für Arbeit Heidelberg erfreulicher Spätherbst auf dem Arbeitsmarkt Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,7

Mehr

Eingliederungsbilanz SGB II 2010 Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Arbeit für Bottrop

Eingliederungsbilanz SGB II 2010 Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Arbeit für Bottrop Eingliederungsbilanz SGB II 2010 Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Arbeit für Bottrop Inhaltsverzeichnis 1. Ausgangslage 1.1 Die Eingliederungsbilanz nach 54 SGB II 1.2 Benchmark 2. Entwicklung der Rahmenbedingungen

Mehr

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration Arbeitsmarkt Bayern kurz und prägnant () 1. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung / Erwerbstätigkeit Sozialversicherungspflichtige

Mehr

elektronische Vorab-Fassung*

elektronische Vorab-Fassung* Deutscher Bundestag Drucksache 17/1663 17. Wahlperiode 10. 05. 2010 Antwort der Bundesregierung Seite 1, Mai 18, 2010, /data/bt_vorab/1701663.fm, Frame auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Katja Kipping,

Mehr

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Heidelberg

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Heidelberg Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Heidelberg Berichtsmonat Dezember 2007 Agentur für Arbeit Heidelberg Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Dezember 2007 3.1.2008 Guter Einstieg in das

Mehr

Lebensstandardsicherung Solidarität Generationengerechtigkeit. Herausforderungen und Lösungsansätze zur Reform des Rentensystems

Lebensstandardsicherung Solidarität Generationengerechtigkeit. Herausforderungen und Lösungsansätze zur Reform des Rentensystems Lebensstandardsicherung Solidarität Generationengerechtigkeit. Herausforderungen und Lösungsansätze zur Reform des Rentensystems Heinrich Tiemann Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Mehr

Zahlen und Hintergründe

Zahlen und Hintergründe Eingliederungsbilanz 2013 Zahlen und Hintergründe Inhalt 1. Ausgangslage... 3 1.1. Die Eingliederungsbilanz nach 54 SGB II 1.2. Benchmark 2. Entwicklung der Rahmenbedingungen... 4 2.1. Einführung des Sozialgesetzbuch

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Eckdaten. Beschäftigung.

Inhaltsverzeichnis. Eckdaten. Beschäftigung. Inhaltsverzeichnis Eckdaten Ausgewählte Eckdaten für Agenturbezirke Jahresdurchschnitt 2011 5 Beschäftigung Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Merkmalen 12 13 - Westdeutschland 14 - Ostdeutschland

Mehr

Der bundesdeutsche Arbeitsmarkt in Zahlen:

Der bundesdeutsche Arbeitsmarkt in Zahlen: Der bundesdeutsche Arbeitsmarkt in Zahlen: Zeitliche Trends und internationaler Vergleich Ein Referat von Sebastian Wunde Gliederung 1. Definitionen zentraler Arbeitsmarktindikatoren 2. Schwierigkeiten

Mehr

Kurzfassung des Forschungsberichts 1/2016 Arbeitsmarktspiegel - Entwicklungen nach Einführung des Mindestlohns (Ausgabe1)

Kurzfassung des Forschungsberichts 1/2016 Arbeitsmarktspiegel - Entwicklungen nach Einführung des Mindestlohns (Ausgabe1) Kurzfassung des Forschungsberichts 1/2016 Arbeitsmarktspiegel - Entwicklungen nach Einführung des Mindestlohns (Ausgabe1) 15. Januar 2016 Einführung Zum 1. Januar 2015 wurde in Deutschland ein gesetzlicher

Mehr

Durchschnittliches Rentenzugangsalter nach Rentenart

Durchschnittliches Rentenzugangsalter nach Rentenart RE RENTE Durchschnittliches Rentenzugangsalter nach Rentenart gehen etwas früher in Rente Bearbeitung: Dr. Peter Sopp, Dr. Alexandra Wagner Grafikblatt WSI-GenderDatenPortal gehen etwas früher in Rente

Mehr

Erwerbsstatus der Bevölkerung zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr

Erwerbsstatus der Bevölkerung zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr GeroStat Beitrag im Informationsdienst Altersfragen 11/12 02 Herausgeber: Deutsches Zentrum für Altersfragen, Berlin Erwerbsstatus der Bevölkerung zwischen dem. und 65. Lebensjahr Elke Hoffmann Vor dem

Mehr

Entwicklung des Arbeitsmarkts für Ältere

Entwicklung des Arbeitsmarkts für Ältere Arbeitsmarktservice Salzburg Landesgeschäftsstelle Medieninformation Salzburg, 29. April 2015 50plus: Programme für ältere Arbeitslose Entwicklung des Arbeitsmarkts für Ältere 2008-2014 Unselbständige

Mehr

Demografischer Wandel und Arbeitsmarktpolitik für ältere Arbeitnehmer/innen

Demografischer Wandel und Arbeitsmarktpolitik für ältere Arbeitnehmer/innen Frerich Frerichs Demografischer Wandel und Arbeitsmarktpolitik für ältere Arbeitnehmer/innen Das Vereinigte Königreich, Japan und Deutschland im Wohlfahrtsstaatsvergleich B 366953 LIT Inhaltsverzeichnis

Mehr

Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland sowie Aufstiegschancen von Niedrigverdienern. Hermann Gartner, Thomas Rhein (IAB)

Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland sowie Aufstiegschancen von Niedrigverdienern. Hermann Gartner, Thomas Rhein (IAB) Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland sowie Aufstiegschancen von Niedrigverdienern Hermann Gartner, Thomas Rhein (IAB) Präsentation zur Jahrestagung der Sektion Soziale Indikatoren

Mehr

Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresrückblick 2016

Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresrückblick 2016 Pressemitteilung Nr. 001 / 2017-03. Januar 2017 Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresrückblick 2016 - Arbeitslosigkeit steigt zum Jahresende moderat - mehr als 1.000 Arbeitslose weniger als im Dezember

Mehr

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration Arbeitsmarkt Bayern () 1. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung / Erwerbstätigkeit Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Mehr

Erwerbsunterbrechungen

Erwerbsunterbrechungen Information Der Beruf und die Dauer von Erwerbsunterbrechungen Kurzfassung der Ergebnisse Der Beruf und die Dauer von Erwerbsunterbrechungen Kurzfassung der Ergebnisse Jutta Allmendinger, Marina Hennig,

Mehr

Der Arbeitsmarkt im August 2013

Der Arbeitsmarkt im August 2013 Nürnberg, 2013-08-29 29. August 2013 Der Arbeitsmarkt im August 2013 Stabile Entwicklung Mit einem kräftigen Zuwachs von 0,7 Prozent hat sich die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2013 aus der bisherigen

Mehr

Konsequenzen von Demographie auf den Arbeitsmarkt und Qualifikation

Konsequenzen von Demographie auf den Arbeitsmarkt und Qualifikation Konsequenzen von Demographie auf den Arbeitsmarkt und Qualifikation Dr. Ulrich Walwei 21. April 2004 Konsequenzen von Demographie auf den Arbeitsmarkt und Qualifikation Arbeitsmarkt 2004: Das Jahr der

Mehr

2 B. Lösung Im Teilzeit- und Befristungsgesetz werden die Möglichkeiten zur Befristung ohne Sachgrund gestrichen. Damit wird die Zulässigkeit einer Be

2 B. Lösung Im Teilzeit- und Befristungsgesetz werden die Möglichkeiten zur Befristung ohne Sachgrund gestrichen. Damit wird die Zulässigkeit einer Be Deutscher Bundestag Drucksache 18/7 18. Wahlperiode 23. 10. 2013 Gesetzentwurf der Abgeordneten Klaus Ernst, Susanna Karawanskij, Jutta Krellmann, Thomas Nord, Richard Pitterle, Michael Schlecht, Dr. Axel

Mehr

Länger zufrieden arbeiten? Erwerbstätigkeit und Übergang in den Ruhestand

Länger zufrieden arbeiten? Erwerbstätigkeit und Übergang in den Ruhestand Länger zufrieden arbeiten? Erwerbstätigkeit und Übergang in den Ruhestand Dr. Julia Simonson & Janna Franke Altern im Wandel: Zwei Jahrzehnte Deutscher Alterssurvey (DEAS) Veranstaltung zum DEAS 2014 in

Mehr

Zukunftsweisendes Personalmanagement

Zukunftsweisendes Personalmanagement Ehrhard Flato Silke Reinbold-Scheible Zukunftsweisendes Personalmanagement Herausforderung demografischer Wandel Fachkräfte gewinnen Talente halten Erfahrung nutzen 3 1 Fakten zur demografischen Entwicklung

Mehr

Beschäftigung von besonders betroffenen Menschen mit Behinderungen und Werkstätten für behinderte Menschen

Beschäftigung von besonders betroffenen Menschen mit Behinderungen und Werkstätten für behinderte Menschen Beschäftigung von besonders betroffenen Menschen mit Behinderungen und Werkstätten für behinderte Menschen Unterstützte Beschäftigung Für Menschen mit Behinderungen mit besonderem Unterstützungsbedarf

Mehr

Der Arbeitsmarkt im Februar 2016

Der Arbeitsmarkt im Februar 2016 Pressemitteilung Nr. 021 / 2016-01. März 2016 Der Arbeitsmarkt im Februar 2016 - Arbeitslosigkeit seit Januar unverändert - über eintausend Arbeitslose weniger als im Winter 2015 - Suche nach Arbeitskräften

Mehr

Informationsveranstaltung für Mitarbeiter der Landkreise

Informationsveranstaltung für Mitarbeiter der Landkreise Döring/ Höhne 22.04./23.04.2009 Bildrahmen (Bild in Masterfolie einfügen) Informationsveranstaltung für Mitarbeiter der Landkreise Agenda Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente im Fokus

Mehr

Thema Wirtschaft und Beschäftigung

Thema Wirtschaft und Beschäftigung Statistik-Monitoring Delmenhorst Thema Wirtschaft und Beschäftigung Fachdienst Stand: August 2016 1. Arbeitslosenzahl und -quote 20 Entwicklung der Arbeitslosenquote in der Stadt Delmenhorst nach Quartalen

Mehr

Die Arbeitsmarktlage im Fremdenverkehr 2001 Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Stellenangebot,...

Die Arbeitsmarktlage im Fremdenverkehr 2001 Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Stellenangebot,... Die Arbeitsmarktlage im Fremdenverkehr 2001 Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Stellenangebot,... Arbeitsmarktbeobachtung und Statistik Arbeitsmarktservice Österreich Mag. Barbara Zajic Wien, Jänner 2002

Mehr

Förderung von Alleinerziehenden mit ALG-II-Bezug

Förderung von Alleinerziehenden mit ALG-II-Bezug Förderung von Alleinerziehenden mit ALG-II-Bezug Hartz IV : Was hat s gebracht? Die Wirkungsforschung nach 55 und ihre Lehren für die künftige Ausgestaltung des SGB II Cordula Zabel Evangelische Akademie

Mehr

Gesprächsreihe Kirche-Gewerkschaft 2015/2016

Gesprächsreihe Kirche-Gewerkschaft 2015/2016 Fulda, Bonifatiushaus Gesprächsreihe Kirche-Gewerkschaft 2015/2016 Niedriglohn und prekäre Beschäftigungsverhältnisse: Ursachen, Probleme und Auswirkungen Referent: Waldennar Dombrowski Vorsitzender der

Mehr

Gründungszuschuss und Einstiegsgeld

Gründungszuschuss und Einstiegsgeld jeder-ist-unternehmer.de Gründungszuschuss und Einstiegsgeld Erfolgreich selbständig mit Geld vom Staat von Andreas Lutz 3., aktualisierte Auflage 2009 Gründungszuschuss und Einstiegsgeld Lutz schnell

Mehr

Fernere Lebenserwartung im Alter von 60 Jahren nach Geschlecht, 1871 bis 2060* 19,1 17,8 16,5

Fernere Lebenserwartung im Alter von 60 Jahren nach Geschlecht, 1871 bis 2060* 19,1 17,8 16,5 Fernere Lebenserwartung im Alter von 60 Jahren nach Geschlecht, 1871 bis 2060* Jahre 28 26 24 * Stand bis einschließlich 2008/2010: 2012, Stand Vorausberechnung: Ende 2009. Deutsches Reich Westdeutschland

Mehr

Der Arbeitsmarkt in Deutschland. Arbeitsmarktberichterstattung März Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Der Arbeitsmarkt in Deutschland. Arbeitsmarktberichterstattung März Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung Der Arbeitsmarkt in Deutschland Arbeitsmarktberichterstattung März 2012 Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung Impressum Herausgeber: Zentrale Arbeitsmarktberichterstattung (CF 4) Regensburger Straße

Mehr

Eingliederungsbilanz 2015 des Jobcenters Erzgebirgskreis

Eingliederungsbilanz 2015 des Jobcenters Erzgebirgskreis sbilanz 2015 des Jobcenters Erzgebirgskreis (gemäß 54 SGB II i.v.m. 11 SGB III) Inhaltsverzeichnis 1. Entwicklung der Rahmenbedingungen für en auf dem regionalen Arbeitsmarkt 1.1. Sozialversicherungspflichtig

Mehr

Lokaler Arbeitsmarkt stabilisiert: mehr Beschäftigte und Erfolge bei der Arbeit des Jobcenters / Stadtrat Schenke zieht Bilanz für 2015

Lokaler Arbeitsmarkt stabilisiert: mehr Beschäftigte und Erfolge bei der Arbeit des Jobcenters / Stadtrat Schenke zieht Bilanz für 2015 Der Magistrat Presse-Information Amt für Öffentlichkeitsarbeit Fabian Iskandar El Cheikh Amtsleiter Telefon +49 (0) 69 8065 2846 Telefax +49 (0) 69 8065 3197 info@offenbach.de Nummer: / 16 / fel Dateiname:

Mehr

Die Situation von Muslimen am Arbeitsmarkt Empirische Grundlagen auf Basis der Daten der Studie Muslimisches Leben in Deutschland (MLD)

Die Situation von Muslimen am Arbeitsmarkt Empirische Grundlagen auf Basis der Daten der Studie Muslimisches Leben in Deutschland (MLD) DIK-Fachtagung und Arbeitsmarkt -Vielfalt fördern, Potenziale besser nutzen Berlin, 18.04.2012 Die Situation von n am Arbeitsmarkt Empirische Grundlagen auf Basis der Daten der Studie Muslimisches Leben

Mehr

Die verbesserte Lage am deutschen Arbeitsmarkt

Die verbesserte Lage am deutschen Arbeitsmarkt DOI:.07/s273-008-0786-6 BESCHÄFTIGUNGSPOLITIK Die verbesserte Lage am deutschen Arbeitsmarkt wirkt sich auch positiv auf die Erwerbssituation Älterer aus. Die Beschäftigtenquote der über 55-Jährigen hat

Mehr

Treffpunkt: Beruf und Karriere. Familie und beruflicher Erfolg nach wie vor ein Widerspruch für junge Frauen und Männer?

Treffpunkt: Beruf und Karriere. Familie und beruflicher Erfolg nach wie vor ein Widerspruch für junge Frauen und Männer? Treffpunkt: Beruf und Karriere Familie und beruflicher Erfolg nach wie vor ein Widerspruch für junge Frauen und Männer? BCA AA Hamburg, Sybille Ahlborn Stand: 03.02.2011 Demografischer Wandel Quelle: Statistisches

Mehr

- Arbeitslosenquote geht leicht zurück - weiterhin unter 9 Prozent

- Arbeitslosenquote geht leicht zurück - weiterhin unter 9 Prozent Pressemitteilung Nr. 068 / 2011 31. Der Arbeitsmarkt im August - 1.500 Arbeitslose weniger als im Vorjahr - Arbeitslosenquote geht leicht zurück - weiterhin unter 9 Prozent - auch nach Ausbildungsbeginn

Mehr

Die Beschäftigung älterer Mitarbeiter in der Metall- und Elektro-Industrie

Die Beschäftigung älterer Mitarbeiter in der Metall- und Elektro-Industrie Die Beschäftigung älterer Mitarbeiter in der Metall- und Elektro-Industrie 2016 Arbeitgeberverband Gesamtmetall Abteilung Volkswirtschaft Dr. Michael Stahl stahl@gesamtmetall.de Stand: August 2016 231

Mehr

Arbeitslosigkeit nach der Finanz- und Wirtschaftskrise (Teil 1)

Arbeitslosigkeit nach der Finanz- und Wirtschaftskrise (Teil 1) (Teil 1) Ausgewählte europäische Staaten, im Jahr 2010 und Veränderung der Spanien 2010 20,1 77,9 Estland 16,9 207,3 Slowakei Irland 13,7 14,4 117,5 51,6 Griechenland Portugal 12,0 12,6 41,2 63,6 Türkei

Mehr

Konzepte zur Förderung Langzeitarbeitsloser

Konzepte zur Förderung Langzeitarbeitsloser Konzepte zur Förderung Langzeitarbeitsloser Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales Öffentliche Anhörung am 18. Mai 2015 Ansprechpartner: Holger Schäfer Köln, 18.05.2015 Kontaktdaten Ansprechpartner

Mehr

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Heidelberg

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Heidelberg Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Heidelberg Berichtsmonat April 2007 Agentur für Arbeit Heidelberg Regionaler Arbeitmarkt hat sich im April weiter erholt Saisonale Einflüsse und stabile

Mehr

Warum ist die Erwerbsquote der älteren Arbeitnehmer so niedrig? Welche Reformoptionen bestehen?

Warum ist die Erwerbsquote der älteren Arbeitnehmer so niedrig? Welche Reformoptionen bestehen? Warum ist die Erwerbsquote der älteren Arbeitnehmer so niedrig? Welche Reformoptionen bestehen? Prof. Bernd Fitzenberger, Ph.D. Albert Ludwigs Universität Freiburg, ZEW, IZA, IFS 18. März 2008 Übersicht

Mehr

Erwerbsverläufe von Frauen und Männern mit niedrigen Altersrenten. 12. Jahrestagung FDZ-RV Dr. Martin Brussig Lina Zink Berlin,

Erwerbsverläufe von Frauen und Männern mit niedrigen Altersrenten. 12. Jahrestagung FDZ-RV Dr. Martin Brussig Lina Zink Berlin, Erwerbsverläufe von Frauen und Männern mit niedrigen Altersrenten 12. Jahrestagung FDZ-RV Dr. Martin Brussig Lina Zink Berlin, 26.06.2015 Agenda Das Projekt Daten und Aufbereitung Definition: Niedrige

Mehr

Ergebnisse Umfrage Generationengerechtigkeit. TNS Infratest im Auftrag der IG Metall, April 2014

Ergebnisse Umfrage Generationengerechtigkeit. TNS Infratest im Auftrag der IG Metall, April 2014 Ergebnisse Umfrage Generationengerechtigkeit TNS Infratest im Auftrag der IG Metall, April 2014 Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick Die Junge Generation sorgt sich um das gesetzliche Rentensystem und

Mehr

Arbeitskräftemangel

Arbeitskräftemangel BÜRO FÜR ARBEITS- UND SOZIALPOLITISCHE STUDIEN BASS AG KONSUMSTRASSE 20. CH-3007 BERN. TEL +41 (0)31 380 60 80. FAX +41 (0)31 398 33 63 INFO@BUEROBASS.CH. WWW.BUEROBASS.CH Arbeitskräftemangel 2010-2030

Mehr

Die Entwicklung der Pflegebedürftigen in Thüringen bis 2020

Die Entwicklung der Pflegebedürftigen in Thüringen bis 2020 Die Entwicklung der Pflegebedürftigen in Thüringen bis 2020 Die Anzahl alter und hochbetagter Menschen in Thüringen wird immer größer. Diese an sich positive Entwicklung hat jedoch verschiedene Auswirkungen.

Mehr

Der Arbeitsmarkt in Deutschland

Der Arbeitsmarkt in Deutschland Der Arbeitsmarkt in Deutschland Arbeitsmarktberichterstattung Juni 2013 Menschen mit auf dem deutschen Arbeitsmarkt Impressum Herausgeber: Zentrale Arbeitsmarktberichterstattung (CF 4) Regensburger Straße

Mehr

Pressemitteilung. Nr. 066 / 2013 vom Sperrfrist: Mittwoch, :00 Uhr

Pressemitteilung. Nr. 066 / 2013 vom Sperrfrist: Mittwoch, :00 Uhr Pressemitteilung Nr. 066 / 2013 vom 31.07.2013 Sperrfrist: Mittwoch, 31.07.2013 10:00 Uhr Arbeitsmarktbericht für die Region Ostbrandenburg mit Detailinformationen für die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder)

Mehr

Arbeitsmarkt und demografischer Wandel Arbeitsmarkteffekte des demographischen Wandels

Arbeitsmarkt und demografischer Wandel Arbeitsmarkteffekte des demographischen Wandels Arbeitsmarkteffekte des demographischen Wandels Tagung der Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung Generation 60plus tauglich für die Arbeitswelt 2020? am 14./15. Februar 2006 in Bad Arolsen Dr. Johann Fuchs

Mehr

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Aalen. Arbeitsmarktreport

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Aalen. Arbeitsmarktreport Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Aalen Berichtsmonat Juni 2005 Sperrfrist bis 10:00 Uhr Eckwerte des Arbeitsmarktes im Juni 2005 Merkmal ARBEITSUCHENDE insgesamt Juni Mai April März 2005

Mehr

Gewährung von Eingliederungszuschüssen gem. 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. 88 ff SGB III

Gewährung von Eingliederungszuschüssen gem. 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. 88 ff SGB III Gewährung von Eingliederungszuschüssen gem. 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. 88 ff SGB III 88 SGB III - Eingliederungszuschuss Arbeitgeber können zur Eingliederung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, deren

Mehr

Wer geht vorzeitig in den Ruhestand?

Wer geht vorzeitig in den Ruhestand? Information und Technik Nordrhein-Westfalen Geschäftsbereich Statistik 08/14 Wer geht vorzeitig in den Ruhestand? Eine Analyse des betroffenen Personenkreises im Vergleich zu älteren Erwerbstätigen in

Mehr

Die Erwerbsminderungsrente als arbeitsmarkt- und sozialpolitisches Instrument

Die Erwerbsminderungsrente als arbeitsmarkt- und sozialpolitisches Instrument Die Erwerbsminderungsrente als arbeitsmarkt- und sozialpolitisches Instrument Eine Lösung des deutschen Beschäftigungsproblems? Vortrag auf dem FNA-Workshop Die Absicherung des Erwerbsminderungsrisikos

Mehr

Leistungen zur Eingliederung für die Zielgruppe U25. Leistung Rechtsgrundlage Beschreibung

Leistungen zur Eingliederung für die Zielgruppe U25. Leistung Rechtsgrundlage Beschreibung Beratung & Vermittlung Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (MAbE) Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) Einstiegsqualifizierung (EQ) Ausbildungsbegleitende Hilfen (abh) 29-39

Mehr

Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten der Agentur für Arbeit. Qualifizieren statt entlassen

Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten der Agentur für Arbeit. Qualifizieren statt entlassen Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten der Agentur für Arbeit Qualifizieren statt entlassen Ziele der Arbeitsförderung Mit den Leistungen der aktiven Arbeitsförderung sollen Ungleichgewichte vermieden

Mehr

Arbeit. Spendenkonto: , Bank für Sozialwirtschaft AG (BLZ ) Bremer Institut. für. smarktforschung. und Jugend. berufshilfe e.v.

Arbeit. Spendenkonto: , Bank für Sozialwirtschaft AG (BLZ ) Bremer Institut. für. smarktforschung. und Jugend. berufshilfe e.v. Bremer Institut für Arbeit smarktforschung und Jugend berufshilfe e.v. (BIAJ) An Interessierte Bevenser Straße 5 28329 Bremen Tel. 0421/30 23 80 Von Paul M. Schröder (Verfasser) www.biaj.de email: institut-arbeit-jugend@t-online.de

Mehr

Alleinerziehende in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Alleinerziehende in der Grundsicherung für Arbeitsuchende Alleinerziehende in der Grundsicherung für Arbeitsuchende Fachveranstaltung des Netzwerkprojektes IBA Integriertes Beratungsangebot für Alleinerziehende Torsten Lietzmann 5.10.2012, Erlangen Zentrale Fragen:

Mehr

GRUSSWORT DER EUROPÄ ISCHEN KOMMISSION

GRUSSWORT DER EUROPÄ ISCHEN KOMMISSION GRUSSWORT DER EUROPÄ ISCHEN KOMMISSION Cristina Asturias, stv. Referatsleiterin Generaldirektion Beschäftigung Europäische Kommission ESF Jahresveranstaltung 2016 17. Februar 2016 (Es gilt das gesprochene

Mehr

Familien in Thüringen Ergebnisse des Mikrozensus von 2005 bis 2009

Familien in Thüringen Ergebnisse des Mikrozensus von 2005 bis 2009 - März 211 Yvonne May Referat Bevölkerung, Mikrozensus, Haushaltsstatistiken Telefon: 361 37-84432 e-mail: Yvonne.May@statistik.thueringen.de Familien in Thüringen Ergebnisse des Mikrozensus von 25 bis

Mehr

Zurück in den Arbeitsmarkt: Was hilft wem?

Zurück in den Arbeitsmarkt: Was hilft wem? Jahrestagung der bag arbeit Berlin, 11.11.2014 Dr. Peter Kupka Überblick Langzeitarbeitslosigkeit und Vermittlungshemmnisse Unterstützung für Langzeitarbeitslose - Förderpyramide Beratung und Betreuung:

Mehr

10 Jahre Hartz IV Hartz IV wurde am 1. Januar 2005 in Deutschland eingeführt. Es ersetzte gleichzeitig Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe und führte beide im Arbeitslosengeld 2 zusammen. In der Umgangssprache

Mehr

Arbeitsmarkteffekte von Umschulungen im Bereich der Altenpflege

Arbeitsmarkteffekte von Umschulungen im Bereich der Altenpflege Aktuelle Berichte Arbeitsmarkteffekte von Umschulungen im Bereich der Altenpflege 19/2015 In aller Kürze Im Bereich der Weiterbildungen mit Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf für Arbeitslose

Mehr

Förderung beruflicher Weiterbildung von Arbeitslosen aus dem Europäischen Sozialfonds Eine positive Bilanz

Förderung beruflicher Weiterbildung von Arbeitslosen aus dem Europäischen Sozialfonds Eine positive Bilanz 46 IAB. Forum 1/2010 Themenschwerpunkt Schlüsselfrage Förderung beruflicher Weiterbildung von Arbeitslosen aus dem Europäischen Sozialfonds Eine positive Bilanz Die gesetzliche Förderung der beruflichen

Mehr

Ausgewählte Erwerbstätigenquoten I

Ausgewählte Erwerbstätigenquoten I Prozent 80 75 70 65 60 55 50 45 40 78,9 78,4 67,9 57,2 57,1 38,4 79,3 76,6 76,6 78,8 77,2 74,1 71,8 72,7 71,8 70,0 64,7 63,6 65,3 65,4 64,3 55,0 57,8 58,8 58,5 50,0 55,2 44,4 46,1 45,4 41,3 36,3 38,2 37,4

Mehr

Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresrückblick 2013

Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresrückblick 2013 Pressemitteilung Nr. 001 / 2014 07. Januar 2014 Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresrückblick 2013 - Arbeitslosenquote steigt zum Jahresende auf 8,2 Prozent - Arbeitslosigkeit in 2013 4,5 Prozent niedriger

Mehr

Bundesagentur für Arbeit, Raimund Becker, Aktuelle Entwicklungen in der Bundesagentur für Arbeit

Bundesagentur für Arbeit, Raimund Becker, Aktuelle Entwicklungen in der Bundesagentur für Arbeit Bundesagentur für Arbeit, Raimund Becker, 03.03.2009 Aktuelle Entwicklungen in der Bundesagentur für Arbeit Viele Agenturbezirke deutlich stärker von Kurzarbeit betroffen als zu Beginn des 4. Quartals

Mehr

Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit: Zahlen, Fakten, Analysen. Dr. Axel Troost

Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit: Zahlen, Fakten, Analysen. Dr. Axel Troost : Zahlen, Fakten, Analysen Dr. Axel Troost Folie 1 - Registrierte Arbeitslose und offene Stellen in Deutschland 6.000.000 5.000.000 4.000.000 3.000.000 2.000.000 registrierte Arbeitslosi 1.000.000 offene

Mehr

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Aalen

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Aalen Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Aalen Berichtsmonat Dezember Agentur für Arbeit Aalen Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Dezember 03.01.2006 Agentur für Arbeit Aalen Eckwerte des Arbeitsmarktes

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Klausur: Soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland - Kernmerkmale und Probleme von Marktwirtschaft und Planwirtschaft

Mehr

Der ergänzende Lohnkostenzuschuss nach diesem Programm wird auf Grundlage des 53 Abs. 3 SGB XII als freiwillige Leistung gewährt.

Der ergänzende Lohnkostenzuschuss nach diesem Programm wird auf Grundlage des 53 Abs. 3 SGB XII als freiwillige Leistung gewährt. Förderprogramm des Landkreises Konstanz ergänzende Eingliederungshilfeleistungen zur Integration ins Arbeitsleben für wesentlich behinderte Menschen im Sinne des 53 Abs. 3 SGB XII Präambel Der KVJS und

Mehr

Werkstattbericht Nr. 7/2001. Werkstattbericht. Werkstattbericht

Werkstattbericht Nr. 7/2001. Werkstattbericht. Werkstattbericht Werkstattbericht Nr. 7/2001 Werkstattbericht Werkstattbericht Werkstattbericht Nr. 7/2001 Werkstattbericht Nr. 7/2001 Werkstattbericht Nr. 7/2001 Werkstattbericht Nr. 7/2001 Werkstattbericht Nr. 7/2001

Mehr

MINT-Herbstreport 2015 Regionale Herausforderungen und Chancen der Zuwanderung

MINT-Herbstreport 2015 Regionale Herausforderungen und Chancen der Zuwanderung Pressekonferenz, 15. Oktober 2015, Berlin MINT-Herbstreport 2015 Regionale Herausforderungen und Chancen der Zuwanderung Statement Prof. Dr. Axel Plünnecke Leiter des Kompetenzfeldes Bildung, Zuwanderung

Mehr

Fachtagung Impulse für die aktive Arbeitsmarktförderung

Fachtagung Impulse für die aktive Arbeitsmarktförderung Fachtagung Impulse für die aktive Arbeitsmarktförderung O-Ton Arbeitsmarkt Arbeitsmarktdaten kritisch betrachtet Ziel des Workshops: Wie kann man Arbeitsmarktdaten aus dem umfangreichen Datenschatz der

Mehr

Wie wirken sich verschiedene Reformvarianten auf das Renteneintrittsalter in Deutschland aus?

Wie wirken sich verschiedene Reformvarianten auf das Renteneintrittsalter in Deutschland aus? Wie wirken sich verschiedene Reformvarianten auf das Renteneintrittsalter in Deutschland aus? Barbara Berkel MEA Jahreskonferenz 14. November 2003 1 Erhöhung des Rentenalters Eine naheliegende Reformoption

Mehr

Der Beitrag der betrieblichen Arbeitsorganisation und der Personalentwicklung zur Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit Älterer

Der Beitrag der betrieblichen Arbeitsorganisation und der Personalentwicklung zur Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit Älterer Der Beitrag der betrieblichen Arbeitsorganisation und der Personalentwicklung zur Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit Älterer PD Dr. Lutz Bellmann IAB, IZA und Universität Hannover Beitrag zur Tagung

Mehr

Grenzüberschreitende Arbeit Deutschland Niederlande Tagung des Interregionalen Gewerkschaftsrates Rhein-Ijssel

Grenzüberschreitende Arbeit Deutschland Niederlande Tagung des Interregionalen Gewerkschaftsrates Rhein-Ijssel Arnheim, 28.06.2016 Grenzüberschreitende Arbeit Deutschland Niederlande Tagung des Interregionalen Gewerkschaftsrates Rhein-Ijssel Thema: Langzeitarbeitslosigkeit in Arbeitslosigkeit in sinkt Arbeitslosigkeit

Mehr

Der Bericht untersucht die Wirkungen der Flüchtlingszuwanderung auf das Erwerbspersonenpotenzial.

Der Bericht untersucht die Wirkungen der Flüchtlingszuwanderung auf das Erwerbspersonenpotenzial. Aktuelle Berichte Flüchtlingseffekte auf das Erwerbspersonenpotenzial 17/2015 In aller Kürze Der Bericht untersucht die Wirkungen der Flüchtlingszuwanderung auf das Erwerbspersonenpotenzial. Betrachtet

Mehr

Jahresbericht zum Arbeitsmarkt Im 25 Jahr nach der Wende geringste Arbeitslosigkeit überhaupt

Jahresbericht zum Arbeitsmarkt Im 25 Jahr nach der Wende geringste Arbeitslosigkeit überhaupt Pressemitteilung Nr. 09/ 2015 Donnerstag, 29. Januar 2015 Jahresbericht zum Arbeitsmarkt 2014 Im 25 Jahr nach der Wende geringste Arbeitslosigkeit überhaupt Das vorhandene Arbeitskräftepotenzial in unserer

Mehr

Die unendliche Geschichte - Minijobs

Die unendliche Geschichte - Minijobs Folien zum Vortrag Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen Kulturwissenschaftliches Institut Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie Institut Arbeit und Technik Die unendliche Geschichte - Minijobs

Mehr

Gunther Gerner Regionale Beschäftigungsstrategie von abstrakten Problembeschreibungen zu konkreten Lösungsansätzen

Gunther Gerner Regionale Beschäftigungsstrategie von abstrakten Problembeschreibungen zu konkreten Lösungsansätzen Agentur für Arbeit Stralsund GO 5016.6 25.02.2011 Gunther Gerner Regionale Beschäftigungsstrategie von abstrakten Problembeschreibungen zu konkreten Lösungsansätzen Greifswald 25.02.2011 Kampf um qualifizierte

Mehr

ESF-Jahrestagung ESF : Ressourcen bündeln, Zukunft gestalten. Dialogrunde 4:

ESF-Jahrestagung ESF : Ressourcen bündeln, Zukunft gestalten. Dialogrunde 4: Dialogrunde 4: Bildung nach der Schule: Förderung des lebenslangen Lernens ESF-Jahrestagung 2013 ESF 2014-2020: Ressourcen bündeln, Zukunft gestalten 11. November 2013, Cottbus Bildung nach der Schule:

Mehr

Grundsicherung für Arbeitssuchende in der Stadt Jena

Grundsicherung für Arbeitssuchende in der Stadt Jena Grundsicherung für Arbeitssuchende in der Stadt Jena Bericht des Jobcenters jenarbeit Berichtsstand Dezember 21 Grundsicherung für Arbeitssuchende in der Stadt Jena, Dezember 21 Impressum: jenarbeit Jobcenter

Mehr

Der Arbeitsmarkt in Deutschland

Der Arbeitsmarkt in Deutschland Der Arbeitsmarkt in Arbeitsmarktberichterstattung Oktober 2013 Menschen mit auf dem deutschen Arbeitsmarkt Menschen mit auf dem deutschen Arbeitsmarkt Impressum Herausgeber: Zentrale Arbeitsmarktberichterstattung

Mehr

Maßnahmen nach dem SGB III

Maßnahmen nach dem SGB III Maßnahmen nach dem SGB III Karsten Marzian Geschäftsführer Operativ Agentur für Arbeit Lübeck Leistungen zur zur beruflichen Eingliederung Arbeitnehmerleistungen Arbeitgeberleistungen Trägerleistungen

Mehr

Demografischer Wandel und Erwerbspersonen

Demografischer Wandel und Erwerbspersonen Wissenschaft trifft Praxis: Fachkräftebedarf und Zuwanderung Nürnberg, 1. Juni 2011 Dr. Johann Fuchs Gliederung Demografische Entwicklung Trends beim Arbeitskräftepotenzial 1,6 1,4 1,2 1,0 Altersstruktur

Mehr

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Aalen

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Aalen Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Aalen Berichtsmonat September Agentur für Arbeit Aalen Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im September 29.09. Agentur für Arbeit Aalen Eckwerte des Arbeitsmarktes

Mehr

Aktuelle Analysen aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit. Arbeitsmarktpolitik für Ältere

Aktuelle Analysen aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit. Arbeitsmarktpolitik für Ältere IABKurzbericht Aktuelle Analysen aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit Ausgabe Nr. 16 / 5.10.2005 In aller Kürze Die Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitnehmer

Mehr

Bildrahmen (Bild in Masterfolie einfügen)

Bildrahmen (Bild in Masterfolie einfügen) igz Landeskongress Ost am 23. März 2011 Holiday Inn in Berlin Schönefeld Bildrahmen (Bild in Masterfolie einfügen) Fachkräfte in der Zeitarbeit suchen, fördern, einstellen Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft

Mehr

Erwerbsverhalten von Frauen in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften: Gibt es einen added worker Effekt?

Erwerbsverhalten von Frauen in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften: Gibt es einen added worker Effekt? Erwerbsverhalten von Frauen in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften: Gibt es einen added worker Effekt? SAMF-Jahrestagung 2013 21./22.2.2013, Berlin Lena Koller 1. Motivation Leitfrage der Jahrestagung: Wurden

Mehr