Microsoft Windows Desktop-Betriebssysteme richtig lizenzieren

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1 Microsoft Windows Desktop-Betriebssysteme richtig lizenzieren

2 Weitere Informationen zur Microsoft Lizenzierung finden Sie unter Microsoft Deutschland GmbH Konrad-Zuse-Straße 1, Unterschleißheim

3 Richtig lizenzieren

4 Welche Edition von Windows ist für Unternehmenskunden geeignet? Windows 8 Pro Windows 8 Enterprise Windows RT bietet im Vergleich zu Windows 8 erweiterte Funktionen für den Einsatz im Unternehmen, z. B. Domain Join, BitLocker und Gruppenrichtlinien. ist nur über Software Assurance für Windows 8 Pro erhältlich. Diese Edition beinhaltet alle Funktionen von Windows 8 Pro und bietet zusätzliche, für Unternehmen interessante Extras wie AppLocker, BranchCache und Windows To Go. ist speziell für ARM-basierte Geräte wie Microsoft Surface RT konzipiert. Ein Upgrade auf Windows 8 Pro ist nicht möglich. Worauf sollte der Unternehmenskunde achten? Beim Erwerb eines neuen PCs sollte eine OEM-Lizenz von Windows 8 Pro vorinstalliert sein. OEM- und System Builder Lizenzen sind Vollversionen. In den Microsoft Volumenlizenzprogrammen sind ausschließlich Upgrade- Lizenzen von Windows 8 Pro erhältlich. Mit anderen Worten: Es gibt keine Lizenzen für Voll versionen eines Windows Desktop-Betriebssystems im Rahmen von Open License, Open Value, Select Plus oder Enterprise Agreement. Folgende Voraussetzungen gelten für jeden PC, für den Windows 8 Pro Upgrade erworben wird: > Der PC muss für ein qualifizierendes Betriebssystem lizenziert sein > Das qualifizierende Betriebssystem muss auf dem PC installiert sein Qualifizierende Betriebssysteme für ein Upgrade auf Windows 8 Pro in den Volumenlizenzprogrammen sind u. a. Windows 7 Professional, Windows Vista Business und Windows XP Professional. Erwirbt der Kunde das Betriebssystem-Upgrade und entscheidet er sich auch für Software Assurance, darf er Windows 8 Enterprise installieren und nutzen Microsoft Deutschland GmbH. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Informationen keinen rechtsverbindlichen Charakter haben, sondern als erklärende Informationen zu verstehen sind. Rechtsverbindlich ist immer der entsprechende Lizenzvertrag und/oder die Product List sowie der jeweilige Endnutzerlizenzvertrag und/oder die Produktnutzungsrechte. Stand: März Wann ist der Unternehmenskunde nicht ordnungsgemäß lizenziert? Der Kunde ist nicht ordnungsgemäß lizenziert, wenn er Windows 8 Pro mithilfe der Medien aus einem Volumenlizenzvertrag auf einem PC installiert, der > ohne Betriebssystem erworben wurde oder > für ein Betriebssystem lizenziert ist, das nicht für ein Upgrade auf Windows 8 Pro qualifiziert ist (dazu gehören etwa Windows 8, Windows 7 Home Basic und Windows 7 Home Premium).

5 Was tun, wenn der Unternehmenskunde nicht ordnungsgemäß lizenziert ist? 1. Sprechen Sie den Kunden auf die Fehllizenzierung an und zeigen Sie ihm die Lösung auf: Durch den Abschluss eines Get Genuine Windows Agreements (GGWA) ab 5 Lizenzen lassen sich Windows Betriebssysteme einfach legalisieren. Mehr Informationen unter legalisierung.aspx 2. Wenn Ihr Kontakt mit dem Kunden erfolglos bleibt, fordern Sie das offizielle Lizenzierungsschreiben von Ihrem Microsoft Account Manager an und leiten Sie es an den Kunden weiter. 3. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie Ihren Microsoft Account Manager. Welche Downgrade-Rechte hat der Kunde? Für OEM-Lizenzen gilt: Anstelle von Windows 8 Pro darf Windows 7 Professional oder Windows Vista Business genutzt werden. Für Volumenlizenzen gilt: Anstelle von Windows 8 Pro Upgrade bzw. Windows 8 Enterprise darf jede frühere Version genutzt werden (u. a. auch Windows XP Professional). Lizenzen aus einem Einzelhandelspaket (FPP) bieten keinerlei Downgrade-Rechte. Welche Nutzungsrechte hat der Kunde? Windows 8 Pro berechtigt zum Ausführen einer Instanz des Betriebssystems auf dem lizenzierten Gerät. Windows 8 Enterprise mit aktiver Software Assurance berechtigt: > zum Ausführen von zwei physischen Instanzen (Dual Boot) oder bis zu vier virtuellen Instanzen auf dem lizenzierten Gerät > zum Zugriff vom lizenzierten Gerät auf bis zu vier virtuelle Instanzen, die im Rechenzentrum des Kunden ausgeführt werden > zu Windows To Go, wobei das Windows Betriebssystem auf einem USB-Laufwerk gespeichert und auf einem Drittgerät außerhalb des Betriebsgeländes (z. B. dem Heim-PC des Mitarbeiters) ausgeführt wird. Wie kann der Kunde Software Assurance erwerben? > In den Volumenlizenzprogrammen Open Value Company-wide und Enterprise Agreement zeitgleich mit dem Upgrade (U & SA) > In den Volumenlizenzprogrammen Open License, Open Value non-company-wide und Select Plus innerhalb von 90 Tagen nach Erwerb der OEM-Lizenz oder GGWA-Lizenz > In allen Volumenlizenzprogrammen als Verlängerung bestehender Software Assurance. KMS-Aktivierung Der Key Management Service (KMS) wurde von Microsoft im Jahr 2006 mit Windows Vista und Windows Server 2008 eingeführt. Die KMS-Aktivierung stellt eine weitere Option neben der üblichen Volumenaktivierung MAK (Multiple Activation Key) dar, erfordert jedoch zwingend einige technische Voraussetzungen. So lassen sich Volumeneditionen von Windows Desktop Betriebssystemen nur dann mit KMS aktivieren, wenn Geräte mit einem vorinstallierten OEM-Betriebssystem bezogen werden. Nur dem OEM-Hersteller ist es erlaubt, die erforderlichen BIOS-Einstellungen am PC vorzunehmen, um dem Key Management Service eine technische Validierung einer vorinstallierten OEM-Lizenz zu ermöglichen. Werden PCs ohne vorinstalliertes OEM Windows-Betriebssystem erworben und mit einer Einzelhandels- oder System Builder Version von Windows lizenziert, ist eine KMS-Aktivierung auf Basis von Volumenlizenzierung von Windows auf diesen Geräten nicht möglich.

6 Wie kann das Windows Desktop-Betriebssystem über ein Image verteilt werden? Kunden mit einem Microsoft Volumenlizenzvertrag haben das Recht auf Re-Imaging, d.h. auf das Erstellen eines Images mithilfe der Volumenlizenzmedien und auf das Bereitstellen dieses Images auf allen lizenzierten Geräten. Voraussetzungen für Re-Imaging: > Der Kunde hat für das Windows Desktop-Betriebssystem, für das ein Image erstellt wird, separate OEM- oder Einzelhandels-Lizenzen erworben > In Open License und Open Value muss der Kunde mindestens eine Lizenz des Windows Desktop-Betriebssystems erworben haben > Produkt, Sprache, Version und Komponenten der OEMbzw. Einzelhandels-Lizenzen müssen mit der Volumenlizenz identisch sein > Die Nutzungsrechte und die zulässige Anzahl der Kopien oder Instanzen des Produkts, für das Re-Imaging durchgeführt wird, bleiben unverändert > Beim Windows Desktop-Betriebssystem kann der Produkttyp der OEM-Lizenz (Vollversion) und der Volumenlizenz (Upgrade) unterschiedlich sein Das Recht auf Re-Imaging kann der Kunde selbst ausüben oder er kann einen Dritten (PC-Hersteller oder Handelspartner) mit dem Re-Imaging beauftragen. Wenn ein Dritter ein Re-Imaging des Windows Desktop-Betriebssys- tems auf PCs eines Kunden durchführen möchte, muss der Kunde diesem Dritten zuvor entweder: a) das ausgefüllte Formular mit dem Titel Microsoft Kundenlizenzbestätigung für Upgradeinstallationsdienste für Microsoft Windows-Betriebssystemsoftware durch Dritte (Download des Dokuments MS Windows OS License Verification von aushändigen. oder b) eine Kopie des Formblattes für Unterschriften des Microsoft Volumenlizenzvertrags, der auf die zu installierende Upgradesoftware für das Microsoft Betriebssystem anwendbar ist, bereitstellen. Beispiele für Re-Imaging: Vorhandene Lizenz Windows 8 Pro OEM Windows 8 Pro OEM + Software Assurance Windows 7 Professional OEM Windows 7 Professional OEM + Software Assurance Re-Imaging identisches Produkt Windows 8 Pro Upgrade Windows 8 Enterprise Windows 7 Professional Upgrade Windows 7 Enterprise Neuzuweisen einer Windows Desktop-Betriebs systemlizenz zu einem anderen Gerät Volumenlizenz-Upgrades von Windows Desktop- Betriebssystem dürfen nicht neu zugewiesen werden! Software Assurance für das Windows Desktop-Betriebs system darf auf einen Ersatzcomputer verschoben werden: Unabdingbare Voraussetzung ist, dass alle folgenden Bedingungen erfüllt sind: > Die Neuzuweisung erfolgt nicht auf kurzfristiger Basis (d.h. nicht innerhalb von 90 Tagen nach der letzten Zuweisung). > Das Ersatzgerät ist zur Nutzung der neuesten Version dieses Betriebssystems lizenziert. Gerät mit VL Windows 8 Pro Upgrade Neues Gerät Gerät mit Windows SA Ersatzgerät mit aktuellem Windows > Alle dazugehörigen Desktop-Betriebs - system-upgrades werden vom bisherigen Gerät entfernt.

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