Rahmenstrategie Soziale Stadtentwicklung Handlungsfeld Wohnen, soziale Nachbarschaft, Sport, Sicherheit

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1 Hella Dunger-Löper Staatssekretärin für Bauen und Wohnen Rahmenstrategie Soziale Stadtentwicklung Handlungsfeld Wohnen, soziale Nachbarschaft, Sport, Sicherheit Beitrag zu Panel III der Veranstaltung Die Städte in Europa soziale Orte von Austausch, Integration und Partizipation der Friedrich-Ebert-Stiftung am in Berlin

2 Oberziele der Rahmenstrategie Soziale Stadtentwicklung Wahrung des sozialen Friedens in der Stadt Verbesserung der Chancengleichheit und Lebensqualität als gesamtstädtisches Ziel nachhaltige Minderung sozialer Defizite; vornehmlich in Räumen, in denen eine sozial benachteiligte Bevölkerung lebt

3 Beiträge des Handlungsfeldes zur Erreichung der Oberziele Sozialer Frieden Lebensqualität Chancengleichheit Partizipation Minderung soziale Defizite Wohnen Qualitäten von Wohnungen und Wohnumfeld Ausgewogene soziale Mischung von Quartieren Verhindern von Gated Communities und Angsträumen Bewohnerbeteiligung Sozialverträglichkeit von Wohnkosten Respekt, Toleranz Soziale Nachbarschaft Aktive Teilhabe, Erweiterung von Handlungschancen Benachteiligungen abbauen Nachbarschaftshilfe Hilfe zur Selbsthilfe Empowerment Sport Gesundheit, Fitness Regelerlernen Teamgeist Wettbewerb, Fairness Ehrenamt Integrationsmotor Sicherheit Subjektive und objektive Sicherheit Gewaltfreiheit Gender, Jugend

4 Soziale Rahmenstrategie - Sozialraumorientierung Berlin funktioniert als polyzentralistische Einheit Kieze als Lebensraum der Bewohner Sozialraumorientierung der Planung übernimmt Lebenswelt der Bewohner Die soziale Rahmenstrategie versucht, diesen Ansatz für drei Pilotregionen zu übernehmen Ziel: Entwicklung eines gesamtstädtischen, integrierten Ansatzes

5 Sozialraumorientierung- Pilotregion Reinickendorf Ost Arbeitslose gesamt / 100 EW: 16,6 (Bezirk:12; Berlin: 14) Arbeitslose unter 25 Jahren / 100 EW: 12,7 (Bezirk: 10,4; Berlin:10,1) Wanderungssaldo / 100 EW : Zahl der Bewohner: ca Ausländer pro 100 EW: 15 (Bezirk: 9; Berlin:13,5 ) 0,6 (Bezirk: 0,4; Berlin: 0,2)

6 Sozialraumorientierung - Pilotregion Pankow - Weißensee Arbeitslose gesamt / 100 EW: 15,6 (Bezirk:13; Berlin: 14) Arbeitslose unter 25 Jahren / 100 EW: 12,4 (Bezirk: 9,4; Berlin: 10,1) Wanderungssaldo / 100 EW : Zahl der Bewohner: ca Ausländer pro 100 EW: 4,3 (Bezirk: 6,2; Berlin:13,5 ) 0,6 (Bezirk: 0,7; Berlin: 0,2)

7 Sozialraumorientierung- Pilotregion Friedrichshain- Kreuzberg Südliche Friedrichstadt Arbeitslose gesamt / 100 EW: 23,2 (Bezirk:17; Berlin: 14) Arbeitslose unter 25 Jahren / 100 EW: 13,4 (Bezirk: 9,5; Berlin: 10,1) Wanderungssaldo / 100 EW: Zahl der Bewohner: ca Ausländer pro 100 EW: 34,7 (Bezirk: 23; Berlin:13,5 ) -0,1 (Bezirk: 0,6; Berlin:0,2)

8 Ausgangssituation Wohnen: Bevölkerungsprognose 2020 stabile Gesamtbevölkerung Starke Zunahme Generationen 50+ und Hochbetagte Niedrige Geburtenrate bei hohem Kinderanteil mit Migrationshintergrund Segregationstendenzen

9 Ausgangssituation: Wohnungsmarkt Angebotsüberhang von rd Wohnungen im Vergleich mit anderen Metropolenregionen relativ niedriges Mietenniveau Überproportional höhere Leerstände in Großsiedlungen im Ostteil gegenüber dem Westteil Leerstände in unsanierten Altbaubeständen und hochfrequentierten Hauptverkehrsstraßen, jedoch keine stadträumlich prägenden Leerstandsituationen

10 Handlungsansätze Wohnungsmarkt: Qualitätsanpassungen vor Neubau Energetische Gebäudesanierung Altersgerechte Bestandsanpassungen Beratungsagentur generationsübergreifendes Wohnen

11 Wohnungsmarkt: Stakeholder 13% Wohneigentum 62% 15% 10% städtische Wohnungsbaugesellschaften Genossenschaftswohnungen Private Vermieter (Wohnungsunternehmen, Einzeleigentümer)

12 Wohnen: Städtische Wohnungsbaugesellschaften als strategisches Element der Daseinsvorsorge Erhalt der derzeitigen Größenordnung des kommunalen Wohnungsbestandes wirtschaftliche Stärkung durch strategisches Controlling An der Leistungsfähigkeit der Mieterinnen und Mieter orientierte Mietenentwicklung städtische Wohnungsbaugesellschaften als Partner der Sozialen Stadtentwicklung

13 Soziale Nachbarschaften Ausgangssituation, Problemlagen Ergebnisse des Quartiers-managements für die Rahmenstrategie nutzen: ressourcenübergreifendes Handeln kann die Folgen von Prozessen der Exklusion erfolgreich mildern Ressourcenbündelung erhöht die Reichweite von kommunaler Politik Sozialraumspezifische Stärken- Schwächen-Analysen sind Basis für nachhaltige Handlungskonzepte Controlling und Monitoring sind Voraussetzung für Programmwirksamkeit Herstellung überschaubarer Einheiten (Quartiere)

14 Soziale Nachbarschaften - Akteure Lokale Politik (BVV s) Bewohner Bewohnerforen Bewohnervertretung Mieterbeiräte Wirtschaft Vereine, Verbände, Interessenvertretungen Bezirksverwaltung Polizeiabschnitt Beauftragte (Quartiersmagement) Religionsgemeinschaften

15 Soziale Nachbarschaften - Handlungsansätze Teilhabe wichtiger Akteure am Verfahren Partizipation der Bewohner Kooperation mit starken Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft Förderung von ehrenamtlichen Engagement Vereinfachung von Verwaltungsverfahren Umsetzung einer sozialen und nachhaltigen Stabilisierungs- und Aufwertungsstrategie durch Bündelung der Mittel

16 Soziale Nachbarschaften - Handlungsansätze Von Government zu Governance: Abstimmung von Handlungskonzepten Intensivierung von ressortübergreifenden Kooperationen auf der Ebene des Landes Berlin neues Verwaltungshandeln mit den Erfahrungen lokaler Ebene zusammenbringen Erarbeitung einer Strategie der sozialen Nachbarschaften erfordert Planung, Zeit und Personal

17 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Weitere Informationen unter:

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