Kurier-, Express-, Postdienste

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1 Chronik der Entwicklung der Kurier-, Express- und Postdienste und der Telekommunikation in Deutschland seit der Postreform 1989 Oktober bis Dezember 2009 Hinweis: Die vollständige Chronik seit 1992 finden Sie unter von Günter Schott Kurier-, Express-, Postdienste Konkurrenten kämpfen gegen das Mehrwertsteuer-Privileg der Deutschen Post Konkurrenten der Deutschen Post stellten am 5. Oktober 2009 Forderungen an die neu gewählte schwarz-gelbe Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP, von denen sie sich eine Verbesserung ihrer Wettbewerbssituation gegenüber dem marktbeherrschenden Postkonzern versprechen. 4 Verbände der Postbranche BIEK, AGV NBZ, BdKEP und DVPT haben einen Forderungskatalog formuliert. Dazu gehören eine Gleichbehandlung bei der Umsatzsteuer und die Abschaffung des Umsatzsteuerprivilegs der Deutschen Post, die Abschaffung des Post-Mindestlohns, eine Kontrolle der Großkundenpreise der Deutschen Post und die volle Aufrechterhaltung des Universaldienstes durch die Deutsche Post. Zumindest bei der FDP stoßen die Wünsche auf Gegenliebe. Wir wollen schnellstens eine Gleichbehandlung der privaten Brief- und Paketdienste mit der Post herstellen", sagte Gudrun Kopp, Postexpertin in der FDP-Bundestagsfraktion. Das Thema werden wir nicht auf das nächste Jahr verschieben." BIEK-Chef Gunnar Uldall versicherte: Die von der Deutschen Post in diesem Zusammenhang ins Spiel gebrachte Befürchtung, dass mit der Mehrwertsteuer das Briefporto unerschwinglich würde, ist unbegründet. Angesichts des Wettbewerbs auf dem Brief- und Paketmarkt wären Preiserhöhungen für die Deutsche Post nicht durchsetzbar. Die Kunden der Deutsche Post müssen nicht mit höheren, sondern wegen des zunehmenden Wettbewerbs eher mit sinkenden Preisen rechnen und der Finanzminister mit einer halben Milliarde Euro an zusätzlichen Einnahmen. BIEK vertritt u.a. die Paketdienste Hermes Logistik, TNT, UPS, FedEx, DPD und Go. Der Vorsitzende des AGV NBZ, Florian Gerster, forderte eine Streichung des überhöhten Mindestlohns für Briefdienste. Der Mindestlohn zwischen 8 und 9,80 Euro pro Stunde gefährde Arbeitsplätze. Er habe etwa 40 Prozent aller lizenzpflichtigen Arbeitsplätze der Branche vernichtet. Der Vorsitzende des BdKEP, Rudolf Pfeiffer, sagte: Der Wettbewerb kann nur dann wachsen, wenn auch die 3. Wettbewerbsbehinderung abgeschafft wird: Die Bundesnetzagentur muss wie im Telekommunikationsbereich die gesetzliche Grundlage durch Änderung des Postgesetzes erhalten, Großkunden-Preise des absolut marktbeherrschenden Unternehmens kontrollieren zu können. Der Mittelstand hat nur dann eine Chance, sich wettbewerbsfähig entwickeln zu können, wenn die Deutsche Post kartellrechtlich kontrolliert wird. Von der Bundesnetzagentur sind etwa Arbeitsplätzen bei den privaten Lizenznehmern registriert. Der BdKEP geht davon aus, dass schätzungsweise noch einmal mehr als die gleiche Anzahl hinzukommt bei reinen Zustellunternehmen besonders bei Zeitungsverlagen -, die als Unterauftragnehmer nicht lizenzpflichtig sind und deshalb von der Bundesnetzagentur nicht erfasst sind. Im Postmarkt ist es der Mittelstand, der Wettbewerb und Arbeitsplätze schafft. Die Politik muss für ihn verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, damit weitere Arbeitsplätze entstehen können. Elmar Müller, DVPT-Vorsitzender, argumentierte: Als Verbraucherorganisation erwarten wir von einem funktionierenden Postmarkt innovative Produkte, verbesserten Service sowie angemessene Preise bei einer flächendeckenden Versorgung, wie es der Telekommunikationsmarkt beispielhaft bietet. Die 3. EU-Postrichtlinie ermöglicht dem nationalen Gesetzgeber einen schlankeren Universaldienst. Der DVPT erwartet dennoch weiterhin eine Vorgabe von bundesweit mindestens stationären Einrichtungen mit einem festgeschriebenen Mindestangebot an Dienstleistungen. Ein neues Standortkriterium muss die demografische Standortsituation berücksichtigen. Einer Fortschreibung bedarf auch die heutige Anzahl der Briefkästen, deren Leerungszeiten jeweils angesagt und verbindlich sein müssen. Das Aufstellen von Briefkästen im öffentlichen Raum muss allen lizenzierten Postunternehmen zu gleichen Bedingungen ermöglicht werden. Solange es den elektronischen Brief nicht als rechtsverbindliches und sicheres Angebot für Geschäftskunden und Verbraucher gibt, muss das Produkt Einschreiben im Universaldienst verbleiben. Angesichts der Häufung verzögerter Zustellzeiten ist ein neues Angebot Termingenaue Zustellung aufzunehmen. Die AGB für ein solches Produkt müssen den Anforderungen modernen Verbrau 1

2 cherschutzes analog dem Produktsicherheitsgesetz angepasst sein. Die werktägliche Zustellung von Montag bis Samstag muss weiterhin verpflichtend bleiben. Ebenfalls soll für Standardprodukte des Universaldienstes die Tarifeinheit im Raum beibehalten bleiben. Wenn Briefe in einer Sendungskette befördert werden, muss eine klare Verantwortlichkeit hergestellt werden. Die Qualität der Postdienstleistungen soll künftig mit einvernehmlichen Kennzahlen nach Kundenanforderungen gemessen und veröffentlicht werden. Bisher nicht gemessene Qualitätskennzahlen wie Rückläuferquote und Erhaltsquote sind aufzunehmen. Wer ist wer? Im BIEK Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste e.v. - sind führende Anbieter für Kurier-, Express- und Paketdienste in Deutschland organisiert. Der AGV NBZ - Arbeitgeberverband Neue Brief- und Zustelldienste e. V. - wurde am 12. September 2007 gegründet. Er vertritt inzwischen mehr als 30 Briefdienstleister. Der Arbeitgeberverband ist Mitglied in der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und arbeitet mit befreundeten Verbänden der Zustellbranche eng zusammen. Der BdKEP - Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste e.v. - wurde 1990 vorwiegend von mittelständischen Stadtkurierdiensten gegründet unter dem Namen Bundesverband des Kurierwesens (BdK). Seine Tätigkeit wurde sehr schnell bedeutend für die wachsende ImageVerbesserung der Branche. Parallel prägte er mit andern den Begriff KEP (Kurier-Express-Paket) und nannte sich 1996 in BdKEP Bundesverband der Kurier-Express-Paket-Dienste um. Doch bereits in die Hearings zum neuen Postgesetz involviert, blieb dieser Name von kurzer Dauer. Zu Beginn des Jahres 1999 traten die ersten Postdienste dem BdKEP bei, der sich seitdem Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste nennt. Der BdKEP vertritt die Interessen der mittel ständischen Kurier-, Express-, Paket- und Briefdienste. Der DVPT - Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e. V. - ist die älteste Interessenvertretung dieser Bereiche in Europa und die größte in Deutschland. Er wurde 1968 als Verband der Postbenutzer e. V. gegründet und 1997 umbenannt in Deutscher Verband für Post und Telekommunikation e. V. Um den veränderten Bedingungen moderner Kommunikation in Unternehmen gerecht zu werden, wurde 2006 die Informationstechnologie als weiterer Schwerpunkt der Verbandstätigkeit in die Satzung und den Namen mit aufgenommen. Franzosen opponieren gegen geplante Postreform Gegner der geplanten Reform der französischen Staatspost La Poste präsentierten am 5. Oktober 2009 mehr als 2 Millionen Unterschriften für ihre Forderung, ein Referendum über die Zukunft des Postkonzerns abzuhalten. Eine Woche lang hatten die Franzosen die Gelegenheit, in Bistros, Rathäusern und Postämtern ihre Meinung zu der Frage kundzutun Die Regierung will das Statut der Post ändern, um sie zu privatisieren. Sind Sie mit dem Vorhaben einverstanden?. Nach einer repräsentativen Umfrage des Instituts Ifop sprachen sich 59 Prozent der Befragten für ein Referendum aus. Nach einer Studie des Demoskopieinstituts CSA sind 63 Prozent der Bürger gegen jede Statusänderung von La Poste. Damit gerät der französische Staatspräsident Nikolas Sarkozy in eine missliche Lage, denn ab 2011 fällt in der Europäischen Union das Briefmonopol. Das bedeutet, dass dann auch Frankreich seinen Briefmarkt für ausländische Wettbewerber öffnen muss. Unterbleibt die Reform, wird es für La Poste nach Meinung der Regierung schwieriger, Anschluss an die Post-Unternehmen anderer europäischer Länder zu halten, die sich längst auf den Wettbewerb im Postwesen eingestellt haben. Die französische Regierung verurteilt die Umfrage als breite Manipulation. Der Industrieminister Christian Estrosi betonte, die Privatisierung der Post stehe gar nicht zur Diskussion. Geplant sei vielmehr, den Staatsbetrieb in eine Aktiengesellschaft zu verwandeln, um sie für die europaweite Marktöffnung im Brief- und Paketverkehr zu wappnen. Mit 6 Milliarden Euro Schulden sei die Post heute nicht in der Lage, gegenüber Rivalen wie der Deutschen Post zu bestehen. Der Präsident kann angesichts einer solch starken Protestbewegung nicht taub bleiben, frohlockte der oppositionelle Sozialist Benoit Hamon. Die Sozialisten gehören neben Gewerkschaften und Globalisierungsgegnern zu den Unterstützern des Widerstands gegen eine Postreform. Sie geißeln die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft als ersten Schritt zur Privatisierung. Die Post ist kein Unternehmen wie jedes andere, es ist das Lieblingsunternehmen der Franzosen, erklärte Jean-Daniel Lévy von CSA. Sie ist nicht allein Teil des öffentlichen Dienstes, sie stellt eine Verbindung zwischen verschiedenen Bevölkerungsteilen her. Bundesfinanzministerium vergibt Briefmarkenlizenz neu Am 5. Oktober 2009 leitete das Bundesfinanzministerium eine neue Epoche in der Geschichte der deutschen Briefmarke ein. Es startete ein Auswahlverfahren zur Vergabe der Exklusivlizenz zur Herstellung, Verwendung und Vermarktung der Briefmarken mit dem Ausdruck Deutschland. Die Lizenz will das Ministerium für 7 Jahre vergeben. Sie kann dann um weitere 3 Jahre verlängert werden. Die Briefmarken mit dem Aufdruck Deutschland offiziell Postwertzeichen werden seit 1998 nach der Auflösung des Bundesministeriums für Post und Telekommunikation - vom Bundesfinanzministerium herausgegeben. Bisher wurden die Briefmarken im Auftrag des Ministeriums von der Deutschen Post produziert und vertrieben. Der Vertrag mit der Deutschen Post läuft Ende 2010 aus. Mit dem Wegfall des Briefbeförderungsmonopols kommen auch andere Postdienstleister für diese Aufgabe infrage. Das Auswahlverfahren wird europaweit ausgetragen. Be 2

3 werben kann sich jedes Unternehmen, das spätestens ab 2011 Postdienstleistungen in Deutschland erbringen kann. Für die Lizenz muss das beauftragte Unternehmen ein jährliches Entgelt entrichten. 3

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5 Europaweite Bekanntmachung im Europäischen Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften 5

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10 BDPh verfolgt das Briefmarken-Lizenzverfahren mit Skepsis An den Vorgesprächen zur Ausschreibung der Briefmarken-Lizenz war auch die Interessenvertretung der Briefmarkensammler, der Bund Deutscher Philatelisten e.v. (BDPh), beteiligt. Das nun gestartete Verfahren sieht der Verband mit Sorge. Zwar verspreche das Bundesfinanzministerium, die Qualität der Briefmarkenausgabe und verbreitung solle ab 2011 soweit möglich weiter gestärkt werden. Auch der künftige Lizenznehmer soll Sondermarken, auch Zuschlagsmarken für den guten Zweck, auf den Markt bringen. Der BDPh befürchtet aber, die bisherigen Marken könnten von einem auf den anderen Tag ungültig werden. Bei einem Wechsel des Anbieters könnte der bisherige Service für Sammler zusammenbrechen, wie Verbandssprecher Wolfgang Peschel der Agentur AFP sagte. Nach Angaben Peschels gibt es in Deutschland etwa 3 Millionen Menschen, die Marken sammeln von ihnen hätten bei der Deutschen Post ein Abonnement für neue Marken. Ein neuer Lizenznehmer werde wohl nicht auf Anhieb die Service-Qualität der Deutschen Post bieten. Das Finanzministerium habe außerdem in der Ausschreibung nicht ausgeschlossen, dass die alten Marken für ungültig erklärt werden. Auch Firmen droht nach Peschels Meinung ein hoher Schaden, weil die Frankiermaschinen bei einem neuen Anbieter umgerüstet werden müssten. BSH und DHL entwickeln umweltfreundliches Transportkonzept Jährlich bis zu 60 Prozent CO2-Einsparung durch GoGreen möglich DHL Railservice startet Bahn-Verladung für Seefrachtgüter Gemeinsam haben die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, im Jahr 2008 als Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet, und DHL Global Forwarding ein umweltfreundliches Transportkonzept für die Inlandslogistik von Seefrachten entwickelt. Bei Vor- und Nachläufen sollen jährlich rund TEU (Twenty Foot Equivalent Unit) von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Durch den DHL Railservice können die CO2Emissionen um bis zu 60 Prozent reduziert werden. Der erste Testzug aus Hamburg/Bremerhaven fuhr am 7. Oktober 2009 um 21:00 Uhr am BSH-Standort in Giengen ein, wo die BSH neben der Fertigung für Kühl- und Gefriergeräte ein hochmodernes Logistikzentrum betreibt. Mit dem DHL Railservice können wir unsere Produkte bei gleichbleibender Laufzeit im Vergleich zum LKW-Transport wesentlich umweltfreundlicher befördern, erklärt Hans-Gerd Bauerfeind, Leiter der Logistik der BSH. Außerdem werden wir durch die guten Ankunfts- und Abfahrtszeiten noch flexibler und können noch kurzfristiger disponieren. Das ist die ideale Basis für unser nachhaltiges Wirtschaften in der Zukunft. Bisher wurde die Fracht wöchentlich mit 120 Lastwagen vom BSH-Standort zuerst zu den Containerterminals Ulm-Dornstadt oder Kornwestheim geliefert und von dort weiterbefördert zu den Seehäfen Bremerhaven und Hamburg. Mit der Verlagerung auf die Schiene erfolgt der Transport der Im- und Exportgüter zwischen Hafen und Werk nun ohne Zwischenstopp. Da 10

11 durch wird die CO2-Effizienz von derzeit ca. 60 Gramm CO2 pro Tonnenkilometer auf 24 Gramm CO2 verbessert. Im Vergleich zum LKW-Transport ändern sich die Laufzeiten nicht. Der komplette Railservice wird von der DHL Global Forwarding Niederlassung in Stuttgart gesteuert. Umweltbewusste Logistik muss nicht teurer sein, wie man an diesem neuen Seefrachtprojekt sieht. Darüber hinaus konnten wir auch die direkte Zusammenarbeit mit unseren Kunden BSH wesentlich effizienter gestalten, so Friedhelm Uhlhorn, Vice President Sea Freight Germany von DHL Global Forwarding. Mit dem konzernweiten Klimaschutzprogramm GoGreen verpflichtet sich die Deutsche Post DHL als erstes Logistikunternehmen mit einem messbaren Klimaschutzziel. Bis zum Jahr 2020 wird der Konzern seine CO2-Effizienz im Vergleich zu 2007 um 30 Prozent steigern - darin eingeschlossen sind auch fremd vergebene Transportleistungen. Zentraler Bestandteil von GoGreen ist das Angebot CO2-neutraler oder CO2-reduzierter Logistiklösungen für die Kunden des Konzerns. D in Friedrichshafen gestartet Die nach Meinung von Experten größte Umwälzung in der Geschichte des Briefes begann am 8. Oktober 2009 in Friedrichshafen. Der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Hans Bernhard Beus, startete den D -Test in der Einwohner großen Bodenseestadt. 6 Monate lang soll dort mit dem Pilotprojekt die Zukunft des Schriftverkehrs erprobt werden. Statt auf Papier sollen die erwarteten bis Teilnehmer des Versuchs möglichst viele ihrer bisher in Briefen versandten Botschaften per abwickeln und zwar über ein besonders gesichertes System, das auch elektronische Einschreiben mit Rückschein oder einen rechtsgültigen Abschluss von Onlineverträgen ermöglicht. Wir wollen in Friedrichshafen in erster Linie sehen, wie die Kunden damit umgehen, sagte Beus bei der Eröffnung. Zwar haben in den letzten 20 Jahren Internet und das Kommunikationsverhalten der Menschheit bereits dramatisch verändert. Wichtige Dokumente, vertrauliche Briefe, Einschreiben und Bescheide lassen sich aber bisher weiterhin nur per Briefpost versenden. Denn nur für die klassische Briefpost gilt das staatlich garantierte Postund Briefgeheimnis und die sogenannte Zustellfiktion, über die ein rechtlich wirksamer Empfang von Dokumenten nachgewiesen wird. D soll dies ändern. Das federführende Bundesinnenministerium hat dazu den Entwurf eines Bürgerportalgesetzes vorgelegt, der in Zusammenarbeit mit Telekommunikationsanbietern, Datenschützern und Massenversendern entstanden ist. Das Bürgerportalgesetz soll den technischen Rahmen definieren, in dem die elektronische Post dem klassischen Brief gleichgestellt wird. Dazu müssen die D -Betreiber beträchtlichen Aufwand betreiben. Über hochgesicherte Vermittlungsrechner (Server) müssen sie anbieterübergreifend die Identität der D -Nutzer zweifelsfrei feststellen können. D Adressen sind durch den Zusatz d .de gekennzeichnet, z.b. Zum Start in Friedrichshafen haben die -Anbieter Deutsche Telekom und die United Internet-Tochter 1&1 (Web.de, GMX) bereits die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) definierten Standards für D erfüllt. Versicherungskonzerne wie HUK und Generali gehören zu den ersten Unternehmen, die bei D mitmachen. Die Bundesregierung erwartet, dass im 5. Jahr des D -Betriebes 1,3 Milliarden elektronische Botschaften und Dokumente über den Dienst ausgetauscht werden. Jährlich könne so die Wirtschaft und die privaten Nutzer bis zu 1,5 Milliarden Euro an Porto, Druck- und Kuvertierungskosten sparen. Die Deutsche Post setzt auf eine eigene Lösung. Sie erprobt derzeit in erster Linie intern mit Mitarbeitern den Brief im Netz. Konkurrenten rüsten zum Angriff auf die Deutsche Post Mehrere Wettbewerber der Post haben sich zusammengeschlossen, um mit einem eigenen bundesweiten Zustellnetz der Deutschen Post Marktanteile abzujagen. Bis Ende 2009 wollen sie unter der Federführung von TNT Post, der Tochter des niederländischen Postkonzerns TNT, ein Gemeinschaftsunternehmen unter dem Namen Mail Alliance gründen. Dies berichtete die Wirtschaftswoche im Oktober. Neben TNT Post sollen die Berliner PIN Mail, regionale Briefdienstleister des Medienhauses von Holtzbrinck und die Citipost des hannoveranischen MadsackVerlages Mitglieder des Konsortiums sein. Die Mail Alliance soll die regionalen Zustelldienste koordinieren und miteinander verknüpfen. Briefsendungen bis Gramm sollen dann bundesweit ihren Adressaten innerhalb von 24 bis 48 Stunden erreichen. 4 strategische Verteilzentren in Deutschland sollen den reibungslosen Ablauf der Briefbeförderung sicherstellen. 11

12 Die EU-Kommission genehmigte inzwischen der TNT Post Beteiligungen an 8 Brief-Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Holtzbrinck und zwar an PIN Mail AG Berlin, PIN Mail AG Woltersdorf, PIN Mail GmbH Wildau, BlitzKurier GmbH Rathenow, City Brief Bote GmbH Schwedt/Oder, Märkische Postdienste GmbH Brandenburg, DEBEX GmbH Potsdam und Die Briefboten GmbH Potsdam. In einem Interview mit dem Mediendienst ONEtoONE beschrieb der Geschäftsführer der TNT Post Deutschland, Mario Frusch, die Ziele des gemeinsamen Projektes: Kerngedanke der Mail Alliance ist es, über eine intensive Kooperation und Bündelung der jeweiligen Kräfte und Kompetenzen eine bundesweite Systempartnerschaft am Briefmarkt zu etablieren. Wir arbeiten an einer starken Verbindung: Know-how, Netze und IT-Systeme der Partner sollen systematisch miteinander verknüpft werden, um bundesweit eine leistungsstarke und flächendeckende Briefzustellung anzubieten. Damit schaffen wir eine echte und greifbare Alternative zur Deutschen Post AG. Mit ihrem immensen Wettbewerbsdruck und dominanten Verhalten trieb die Deutsche Post AG die Wettbewerber erst ins Elend jetzt treibt sie uns zusammen: Wir ziehen gemeinsam an einem Strang, um uns aus dem Wettbewerbssumpf zu befreien. ONEtoONE: Was will die Mail Alliance anders machen als beispielsweise Pin? Frusch: Man kann die Mail Alliance in keinerlei Hinsicht mit PIN vergleichen die Mail Alliance ist eine SystemPartnerschaft, bei der jeder Partner seine Eigenständigkeit behält. Unser Ziel ist es, Expertise und Erfahrung zu bündeln, die verschiedenen Kompetenzen der Partner zu nutzen und uns gegenseitig zu stärken. Die Mail Alliance funktioniert nur über gegenseitiges Geben und Nehmen aller Partner damit wollen wir eine Win-win-Situation für alle Beteiligten schaffen. ONEtoONE: Muss sich die Deutsche Post zum Start der Mail Alliance warm anziehen? Frusch: Die Deutsche Post hat noch immer nicht nur einen Marktanteil von über 90 Prozent, sondern sie profitiert auch noch von Wettbewerbsverzerrungen, allen voran die einseitige Umsatzsteuerbefreiung sowie die fehlende wirksame Entgeltkontrolle. Und dabei spreche ich noch gar nicht vom völlig überhöhten Post-Mindestlohn, der in einer Nacht- und Nebelaktion als Lohndiktat erlassen wurde und die Tarifautonomie der Wettbewerber verletzt, wie bereits 2 Gerichte festgestellt haben. Vor dem Hintergrund dieser Wettbewerbsverzerrungen und Marktzutrittsschranken wird es seine Zeit dauern, bis die Deutsche Post unsere Konkurrenz verstärkt spürt. Wir werden aber daran arbeiten, dass diese Zeitspanne möglichst schnell vorbei ist. ONEtoONE: Mal ehrlich: Kämpfen Sie selbst eigentlich immer mit fairen Mitteln? Immerhin weigern Sie sich ja, in Deutschland den Mindestlohn zu zahlen ausgerechnet mit dem Hinweis auf gleiche Bedingungen in einem liberalisierten Postmarkt. In Ihrer Heimat hingegen gelten Sie nicht gerade als Fan der Postliberalisierung Frusch: TNT Post war und ist für Mindestlöhne! Deshalb haben wir auch mit der etablierten Christlichen Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation (CGPT) umfassende Haustarifverträge abgeschlossen, die im Westen ein Basisentgelt von 7,60 Euro pro Stunde vorsehen und darüber hinaus Nacht- und Feiertagszuschläge, Überstunden, Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall, Urlaubsansprüche, Weihnachtsgeld und Produktivitätszuschläge regeln. Eine faire Entlohnung und sichere Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter sind uns sehr wichtig. Doch dürfen Mindestlöhne nicht missbraucht werden, um Wettbewerb zu verhindern und marktbeherrschende ehemalige Monopolisten zu protektionieren. Der Paketmarkt in den Niederlanden ist seit über 25 Jahren liberalisiert. Bereits 1983 ist die Deutsche Post DHL mit ihrer Tochter Selektvracht in den Markt gegangen und nimmt dort bis heute im B2C-Segment eine dominante Position ein. Es stimmt, dass der Briefmarkt in den Niederlanden zum 1. April 2009 vollständig liberalisiert wurde, und zwar zu 100 Prozent. Für die niederländische TNT Post gibt es schon seit Jahren keine Protektionierungen mehr wie eine Umsatzsteuerbefreiung, vielmehr profitiert der Wettbewerb hier schon lange von einem Level Playing Field. Die Wettbewerber der niederländischen TNT Post wurden nicht wie hier in Deutschland von einem Tag auf den anderen mit einem völlig überhöhten Post-Mindestlohn konfrontiert im Gegenteil: In den Niederlanden haben die Wettbewerber, darunter die Deutsche Post mit ihrem Unternehmen DHL Global Mail, 3 Jahre Zeit, um ihre derzeitige Stücklohn-Vergütung umzustellen auf ein Basisentgelt, das nach Arbeitsstunden bezahlt wird. Das heißt: Die Wettbewerber haben ganze 3 Jahre Zeit, um von ihrem derzeitigen Lohnniveau, das niedriger ist als der allgemeine gesetzliche Mindestlohn in den Niederlanden, umzustellen auf einen höheren Stundenlohn und das nur bei 80 Prozent der Mitarbeiter. Zudem war der niederländische Postmarkt schon in den Jahren zuvor stark liberalisiert worden. Deshalb konnte sich der Wettbewerb in Holland besser und schneller entfalten. Heute haben die 3 Mitbewerber im Briefmarkt zusammen schon über 15 Prozent Marktanteil davon träumen wir in Deutschland noch! Auch grundsätzlich kann man den niederländischen und den deutschen Briefmarkt nicht vergleichen dort gibt es 4 Briefdienstleister, während hier 800 aktive Lizenznehmer auf dem Markt sind, dort stellen die Mitbewerber lediglich an 2 Tagen in der Woche zu, während hier die Zustellung an 5 Tagen in der Woche normal ist. Insofern vergleicht man Äpfel mit Birnen, wenn man die Situation von TNT Post in den Niederlanden der der Deutschen Post in Deutschland gegenüberstellt. 12

13 ONEtoONE: Die Sendungsmengen sinken, Online gräbt Offline das Wasser ab, der Datenschutz (BDSG II) wird restriktiver Mit welchen Postdienstleistungen wollen Sie künftig in Deutschland überhaupt Geld verdienen? Frusch: Ja, der Postmarkt entwickelt sich weiter und verändert sich dabei, wie alle anderen Märkte auch. Die Substitution von Briefen durch elektronische Post ist dabei natürlich ein Thema. Aber als größter Herausforderer der Deutschen Post mit derzeit gerade einmal 2 bis 3 Prozent Marktanteil sehe ich noch ein unwahrscheinlich großes Wachstumspotenzial in Deutschland. Als Teil der Unternehmensgruppe TNT N.V verfügen wir über 200 Jahre Erfahrung im Briefmarkt und die entsprechenden Kernkompetenzen, um sowohl mit unseren bestehenden Dienstleistungen als auch mit neuen Services in Deutschland Geld verdienen zu können. Voraussetzung dafür ist, dass eine künftige Postpolitik einen stabilen und verlässlichen Rechtsrahmen schafft, der die Wettbewerbskräfte in einem liberalisierten Markt freisetzt, Investitionen und wirtschaftlich sinnvolles Engagement im deutschen Postmarkt ermöglicht. Nur so wird eine vielfältige und hochwertige Versorgung von Bevölkerung, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen mit Postdienstleistungen nachhaltig und flächendeckend gesichert. Klar ist: Funktionsfähiger und chancengleicher Wettbewerb bietet Privat- und Geschäftskunden vielfältige und innovative Leistungen, besseren Service und attraktive Preise. Mit Investitionen in neue Produkte und leistungsfähige alternative Zustellnetze werden wir Wachstum generieren. Dass Innovationen den Postmarkt beleben, zeigen aktuelle Beispiele wie 100!Pro Klima -Produkte zum klimaneutralen Versand, Terminzustellung und Internet-gestützte Postdienstleistungen. Großversandhaus Quelle ist am Ende 20./ Das Großversandhaus Quelle in Fürth/Bay und Leipzig, der größte Paketkunde von DHL, steht vor der vollständigen Liquidierung. Das Ende von Quelle führt auch bei der Deutschen Post DHL zu erheblichen Stellenverlusten. DHL kündigte die Schließung der 3 Logistik-Standorte in Bochum, Lehrte und Nürnberg mit 400 Mitarbeitern an, die aussschließlich für die Bearbeitung von Quelle-Sendungen eingerichtet waren. Bereits bei der Insolvenz der Quelle-Holding Arcandor hatte die Post erklärt, es würden 560 Stellen wegfallen, 240 DHL-Stellen bei der Karstadt-Logistik und 320 bei Quelle-Logistik. Insgesamt summiert sich die Zahl der von der Arcandor-Insolvenz und dem Quelle-Aus bisher direkt betroffenen DHL-Beschäftigten damit auf 960. Rund DHL-Beschäftigte arbeiteten bisher in der Logistik direkt für Arcandor und Quelle. DHL war größter Logistikpartner von Arcandor und wickelte einen Großteil der Lagerhaltung und des Warentransportes für Karstadt und Quelle ab. Ende Oktober begann der Verkauf der Ausverkauf des bestehenden Warenlagers mit rund 18 Millionen Waren. Zunächst stoppte DHL jedoch zeitweise den Versand und wartete auf ausstehende Zahlungen von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg. Neckermann verabschiedet sich vom Big Book-Katalog Die neue Neckermann-Führung gerade einmal ein halbes Jahr in Amt und Würden will sich Stück für Stück vom Hauptkatalog trennen und das Versandhaus zu einem echten" Online-Händler umbauen. Dabei kommt dem Management offenbar das Aus von Quelle zugute. Die Zukunft des Versandhandels liegt im Internet, sagte Henning Koopmann, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO von Neckermann.de. Deshalb richten wir das Unternehmen konsequent auf diesen Vertriebskanal aus. Wir wollen ein echter Online-Händler werden." Bereits heute erwirtschaftet Neckermann.de laut Koopmann rund 60 Prozent der Umsätze online. Aktuell wächst der Versandhändler in diesem Vertriebskanal um 11 Prozent. Jeden Tag gewinnt Neckermann eigenen Angaben zufolge online mehr als Kunden neu dazu. Im Schnitt wird mit den Online-Käufern pro Kopf rund 200 Euro pro Jahr umgesetzt. Es werde in Zukunft zwar weiterhin gedruckte Werbemittel geben, da diese auch als Impuls für Einkäufe im Internet dienen. Ob wir in 10 Jahren noch einen Seiten starken Katalog haben, bezweifle ich allerdings, erklärte Koopmann. Bereits heute arbeite man an neuen Angebotskonzepten, die auch Werbemittel einschließen. Koopmann sieht in der verstärkten Online-Ausrichtung Vorteile in der Preisgestaltung. Früher hat Neckermann.de als Schwerpunkt 2-mal im Jahr einen Katalog versandt. Das bedeutete: die Preise waren jeweils für diesen Zeitraum fixiert." Dank innovativer Technologien und der stark erhöhten Markttransparenz im Internet müssten dort hingegen die Preise täglich überprüft werden, um wettbewerbsfähig zu sein. Außerdem sei die Planung der Warenbestände jetzt deutlich flexibler geworden. Das spart auch Kosten und schränkt gleichzeitig die Verfügbarkeit der Waren nicht ein, so Koopmann. 13

14 Die Ausrichtung des Unternehmens auf den Internet-Handel sollen auch die Investitionspläne von Neckermann.de unterstreichen: Allein 2009 haben wir rund 20 Millionen Euro in unsere IT investiert. Bis 2012 kommen noch einmal mehr als 40 Millionen Euro hinzu, sagte Steurer, Geschäftsführer Finanzen, IT und Logistik. Neckermann gehört seit 2008 zu 51 Prozent dem Finanzinvestor Sun Capital Partners. Minderheitsgesellschafter ist Primondo, die Versandhandelssparte des insolventen Arcandor-Konzerns. Offenbar ist Neckermann aber nicht in den Abwärtssog geraten. Ganz im Gegenteil, wie Marketing-Geschäftsführer Cronenberg auf einer Pressekonferenz betonte: Das überraschende Aus für Quelle führt zu zahlreichen Anfragen von Quelle-Kunden." Dr. Helmut Steurer, Geschäftsführer Finanzen, ergänzte: Die Entflechtung vom Arcandor-Konzern verläuft planmäßig und ist nahezu abgeschlossen. Tarifverhandlungen bei der Deutschen Post: Wichtiger Schritt in Richtung Zukunftssicherung Brief Einsparungen in Höhe von rund 140 Millionen Euro in 2010 und rund 230 Millionen Euro in 2011 Keine Lohnerhöhung in 2010 und 2011 Streiks vor Weihnachten verhindert Bei den Tarifverhandlungen für die rund Arbeitnehmer der Deutschen Post haben sich das Unternehmen und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am 30. Oktober 2009 auf ein umfassendes Paket zur Beschäftigungssicherung und Kostenstabilisierung im Unternehmensbereich BRIEF verständigt. Beide Parteien einigten sich auf eine Nullrunde beim Lohn in den Jahren 2010 und Zusätzlich wurde eine Ausweitung der Fremdvergabe im Paket- und Transportbereich vereinbart. Darüber hinaus hat der Sozialpartner weitere Gespräche zur Lösung der strukturellen Probleme der Post zugesagt, sofern sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens weiter verschlechtert. Insgesamt führt die Einigung mit ver.di zu einer deutlichen Kostenentlastung in Höhe von rund 140 Millionen Euro in 2010 und rund 230 Millionen Euro in 2011, die sich direkt im Briefergebnis niederschlagen werden. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post DHL, Frank Appel, sagte: Wir haben einen Etappensieg für die Stabilisierung des Briefergebnisses und für sichere Arbeitsplätze errungen. Wir sind überzeugt, dass wir damit einen signifikanten Beitrag zur Ergebnissicherung im Unternehmensbereich BRIEF für die nächsten beiden Jahren erreicht haben. Nur weil wir die Probleme rechtzeitig angesprochen haben, konnten wir dieses Ergebnis erzielen. Es war uns sehr wichtig, die schwierige Gesamtsituation der deutschen Wirtschaft nicht noch durch einen Streik im Brief- und Paketbereich vor Weihnachten zusätzlich zu belasten. Lohn und Arbeitszeit Konkret haben die Deutsche Post und ver.di vereinbart, dass es über die zum 1. Dezember 2009 geplante Lohnerhöhung in Höhe von 3,0 Prozent keine weitere Erhöhung vor dem 1. Januar 2012 geben wird. Die kostensenkenden Vereinbarungen aus dem aktuellen Tarifvertrag wie z.b. die Beibehaltung von Heiligabend und Silvester als Arbeitstage werden bis zu 2 Jahre verlängert. Im Gegenzug erhalten die tariflich Beschäftigten des Unternehmens eine Einmalzahlung in Höhe von 320 Euro, die im März 2011 ausgezahlt wird. Beschäftigungssicherung Die Vereinbarung zur Reduzierung bezahlter Pausen aus dem laufenden Tarifvertrag, die zu 50 Minuten Mehrarbeit ohne Lohnausgleich führen, wird um 6 Monate bis zum 31. Dezember 2011 verlängert. Darüber hinaus wird der Beschäftigungspakt, d. h. Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen, ebenfalls bis zu diesem Termin verlängert. Fremdvergabe Im Bereich Paket können weitere166 Paketzustellbezirke (von 824 auf insgesamt 990) an Partnerunternehmen vergeben werden. Auch im Bereich Transport zwischen den Briefzentren können von derzeit Fahrern weitere 550 durch Servicepartner ersetzt werden. Hermes will in 3 Jahren mit der Deutschen Post gleichziehen Marktanteil von 50 Prozent bei Privatkunden angepeilt Joint Venture mit DPD für russischen Markt geplant Umsatzanstieg von 4 bis 8 Prozent 2009 erwartet Der Paketdienstleister Hermes will im Privatkundengeschäft schon bald mit Marktführer Deutsche Post gleichziehen. Laut Hanjo Schneider, Vorstandsmitglied der Otto Group, hat Hermes beim Versand von Paketen von Unternehmen an Endkunden (B2C) in Deutschland einen Marktanteil von 40 Prozent. In 3 Jahren könnten wir pari mit der Deutschen Post sein und sie danach überholen. Aber das ist nicht planbar. Bei pessimistischen Annahmen erwarten wir 2009 in Deutschland eine Umsatzsteigerung um 4 Prozent auf 1 Milliarde Euro, sagte Schneider. In der optimistischen Variante kommen wir auf 8 Prozent Wachstum. Der Markt werde hingegen nur 3 Prozent zulegen. Bei Hermes entfallen bereits 50 Prozent der Lieferungen auf E-commerce. 14

15 Die Expansion ins Ausland hat bei Hermes weiter eine hohen Stellenwert. Ende Oktober werden wir zusammen mit DPD ein Gemeinschaftsunternehmen in Russland starten, verkündete Schneider. Wir hoffen, dass wir in 2 bis 3 Jahren einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen. Japan nimmt nach 2 Jahren die Privatisierung der Post zurück Die neue japanische Regierung hat die Rücknahme der erst vor 2 Jahren begonnenen Privatisierung der Post eingeleitet. Das Kabinett beschloss am 20. Oktober 2009, das Reformgesetz aufzuheben. Das Parlament soll dies noch in diesem Jahr beschließen. Die Regierung unter Führung der Demokratischen Partei Japans (DPJ) will die Post neu strukturieren und sie dazu verpflichten, im ganzen Land einheitliche Post-, Bank- und Versicherungsdienste anzubieten. Ministerpräsident Yukio Hatoyama kritisiert, die Post habe seit Beginn der Privatisierung ihre Dienste in der Fläche ausgedünnt und trage damit zur ungleichen Entwicklung zwischen Stadt und Land bei. Mit dem Beschluss verabschiedet sich die Regierung von der marktwirtschaftlichen Reformpolitik des bis 2006 amtierenden Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi. Koizumi von der Liberaldemokratischen Partei (LDP) hatte die Wahl 2005 zu einem Plebiszit über die Post-Privatisierung gemacht und haushoch gewonnen. Die Privatisierung der noch im Staatsbesitz befindlichen Post war 2007 begonnen worden. Die Post wurde damals in die Bereiche Schalterdienst, Postdienste, Postbank und Postversicherung aufgeteilt, die dann in Aktiengesellschaften umgewandelt wurden. Postdienste, Postbank und Versicherungen sollen nun wieder unter einheitlichem Management zusammengeführt werden. Neues Produkt Wertbrief national Oktober 2009 Im Oktober 2009 hat die Bundesnetzagentur der Deutschen Post das Entgelt für das neue Produkt Wertbrief national für ein Jahr genehmigt. Das genehmigte Entgelt für die Zusatzleistung Wertbrief national beträgt demnach 4,00 Euro. Zum Entgelt für die Zusatzleistung kommt noch das Entgelt für die Basisleistung Brief, also 55 Cent für den Standardbrief bis 2,20 Euro für den Maxibrief. Die Deutsche Post hat am 2. November 2009 den Wertbrief national als neues Produkt im Rahmen eines Pilotprojektes eingeführt. Foto: Deutsche Post AG Wertbrief Leistungen Im Wertbrief können wertvolle Dokumente und Geschenke im Wert von bis zu 500 Euro oder Bargeld bis zu 100 Euro im innerhalb Deutschlands verschickt werden. Am Schalter der Postfiliale oder online kauft der Kunde ein selbstklebendes Wertbrief-Label und kann dann die Sendung auch zu Hause versandfertig machen. Einlieferung entweder durch Einwurf in den Briefkasten oder Abgabe in einer Postfiliale. Falls der Kunde einen Einlieferungsbeleg wünscht, lässt er den Verkaufskarton des Labels bei Abgabe in der Filiale abstempeln. Der Verkaufskarton mit der Sendungsnummer auf dem Versandkarton ist vorzulegen, wenn der Kunden im Verlustfall Ersatz verlangt. Der Wertbrief wird dem Empfänger oder einem Empfangsberechtigten gegen Unterschrift ausgehändigt. Die Deutsche Post haftet für wertvolle Inhalte z.b. Schmuck oder Edelmetalle bis zu einem Wert von 500 Euro, bei Bargeld und anderen gültigen Zahlungsmitteln bis zu einem Wert von 100 Euro. Die Haftung ist komplett ausgeschlossen, wenn der Wert des Inhalts die genannten Werte übersteigt. 35 Millionen Australische Dollar für Luftfrachtzentrum in Melbourne DHL eröffnete am 28. Oktober 2009 sein neues 35 Millionen Australische Dollar (rund 21,5 Millionen Euro) teures Luftfrachtzentrum am Flughafen von Melbourne in Australien. Diese neue Anlage ist auf dem neuesten Stand der Technik, sie erfüllt alle Sicherheits- und Umweltanforderungen und wird den internationalen Handel von Victoria und Tasmanien stärken. Amadou Diallo, CEO DHL Global Forwarding Süd Asien-Pazifik, sagte dazu: Wir haben in den letzten Jahren in Australien ein 2-stelliges Wachstum erreicht, und dieses neue Warenlager ist eine wichtige Investition in die Zukunft von Victoria und Tasmanien. Die Infrastruktur im Südpazifik, wie dieser neue Hub, unterstützt außerdem die gesamte Wachstumsstrategie von DHL in Asien." 15

16 In der Einrichtung mit einer Fläche von fast Quadratmetern - mehr als doppelt so groß wie das Kricket-Feld von Melbourne - gibt es auch 2 hochmoderne Kühlräume, die für die in den Southern States" boomenden Branchen Life Sciences und Export leicht verderblicher Güter vorgesehen sind. Mit ihrer Kühlkette bietet die neue Anlage der Lebensmittel- und der Pharma-Industrie besondere Vorteile. Nahtloses Kühlkettennetz Tony Boll, CEO DHL Global Forwarding Südpazifik, erklärte: Australien genießt einen ausgezeichneten Ruf als weltweiter Lieferant von hochwertigen frischen Lebensmitteln, von denen viele in den Southern States Victoria und Tasmanien erzeugt werden. Thunfisch und Lachs für Japan gehören zu den wichtigsten leicht verderblichen Luftfrachtprodukten von DHL. Wir erreichten auch eine starke Zunahme der Transporte von lebenden Abalone und Früchten nach Asien sowie anderen Frischgütern nach Nahost." Der bestmögliche Lebensmittelumschlag hatte bei der Planung der neuen Anlage absoluten Vorrang. Foto: Deutsche Post AG Techniken, wie automatische Alarmsysteme zur Temperaturkontrolle, große Mehrfachkühlkammern, Tiefkühlanlagen und temperaturkontrollierte Abfertigungs- und Ladebereiche, garantieren, dass die Produkte der Kunden unter Einhaltung aller geltenden Lebensmittelsicherheitsbestimmungen behandelt werden. Oft werden diese Vorschriften sogar noch übertroffen. Neben der Lagerung verderblicher Lebensmittel ist das Gebäude auch für die Produkte der wachsenden Sektoren Pharmazie, Impfstoffe und Life Sciences im Handel mit internationalen Märkten ausgelegt. Damit ist ein nahtloses Kühlkettennetz sichergestellt. Deutsche Post DHL unterzeichnet Vertrag mit T-Systems zur Vernetzung ihrer weltweiten Rechenzentren Die Deutsche Post DHL hat am 2. November 2009 einen Vertrag mit T-Systems unterzeichnet, auf dessen Grundlage T-Systems in den nächsten 5 Jahren die Telekommunikationsvernetzung zwischen den weltweiten Rechenzentren der Deutschen Post DHL bereitstellen und diesen Service global steuern wird. Der Vertrag ist Teil einer weltweiten Initiative der Deutschen Post DHL, die darauf abzielt, die Effizienz bei den Telekommunikationsdienstleistungen zu steigern und die Kosten bei der Bereitstellung von Telefon- und Netzwerkservices zu senken. Die bisherigen Maßnahmen der Initiative inklusive des aktuellen Vertrags zielen auf Einsparung von insgesamt mehr als 190 Millionen Euro über 5 Jahre ab. Der Vertrag mit T-Systems betrifft die Hauptdatenleitungen das sogenannte Backbone, die die Rechenzentren der Deutschen Post DHL in Prag (Tschechische Republik) und Cyberjaya (Malaysia) sowie IT Services USA mit dem weltweiten Telekommunikationsnetz verbinden. Teil des Vertrags ist darüber hinaus eine Global Telecoms Service Management-Funktion, die durch die Steuerung der regionalen Telekommunikationsanbieter die Interoperabilität und einen nahtlosen Service im weltweiten Netzwerk sicherstellt. Die Zusammenarbeit beginnt diesen Monat und beinhaltet das Rollout eines hochmodernen MPLS-Netzwerks, das das jetzige globale Netz ersetzten wird. T-Systems ist der derzeitige Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen der Deutschen Post DHL in Deutschland. Die heute geschlossene Vereinbarung bietet eine strategische Möglichkeit, das deutsche Telekommunikationsnetz sowie die Netze anderer Regionen zu integrieren, um weiterhin einen nahtlosen Service weltweit sicherzustellen. Otto sichert sich Quelle Russland und Markenrechte Wie die Otto Group am 5. November 2009 bekannt gab, konnte sie sich nach der Insolvenz des Versandhauses Quelle alle Anteile von Quelle Russland sowie Rechte an der Marke Quelle sichern. Der Gläubigerausschuss der Unternehmen der Arcandor-Gruppe gab grünes Licht für den Kaufvertrag. Der Hamburger Universalversender überzeugte mit dem besten Angebot und erhält nun die Markenrechte an Quelle und weiteren Handelsmarken. Vorab muss allerdings noch eine Prüfung durch die Kartellbehörde abgeschlossen werden. Die Marken Küchen Quelle und Foto-Quelle sind nicht im Vertrag enthalten. Vom Firmenkauf ausge 16

17 schlossen ist auch der Kundendienst Profectis, das Call Center und der Home-Shopping-Kanal HSE 24. Die Insolvenzverwaltung wird für diese Gesellschaften die Verkaufsgespräche weiterführen. Im Zuge der Insolvenz des Arcandor-Konzerns hatte Otto für die Marke Quelle und das Russland-Geschäft von Quelle nach Angaben von Arcandor-Insolvenzverwalter Dr. Klaus Hubert Görg in einem offenen Bieterverfahren 65 Millionen Euro bezahlt. Zeitungsberichten zufolge soll Otto in etwa doppelt so viel geboten haben wie der nächste Interessent. Bei der gesamten Primondo-Gruppe haben wir den Restrukturierungsaufwand als zu hoch eingeschätzt, sagte Thomas Voigt, Direktor Wirtschaftspolitik und Kommunikation der Otto Group, im Gespräch mit ONEtoONE. Besonders die insgesamt 17 Landesgesellschaften von Quelle seien für Otto interessant gewesen allen voran Russland und Österreich. Da Quelle Russland 170 Millionen Euro Umsatz im Jahr erwirtschafte und Otto dort gut 200 Millionen umsetze, sei der Kauf interessant gewesen. Bei Quelle Österreich sei das anders gewesen. Otto sei dort zu stark vertreten. Weil kein Investor gefunden wurde, musste Quelle Österreich mittlerweile Insolvenz anmelden. Mit Quelle Russland kann die Otto Group ihre Geschäfte in einen Wachstumsmarkt weiter ausbauen. Vor 20 Jahren stieg Quelle als erstes deutsches Versandhaus in den russischen Markt ein und hat sich mittlerweile einen Kundenstamm von jungen, gutverdienenden Verbrauchern aufgebaut. Das insolvente Versandhaus beschäftigt in Russland 280 Mitarbeiter. Das Logistikzentrum der Quelle in Leipzig soll noch bis spätestens 31. Dezember 2009 die Lagerhaltung für Quelle Russland aufrecht erhalten. Der Hamburger Versandhändler nutzt zumindest einen Teil der 8 Millionen Adressdaten, die er mit dem Kauf der Marke Quelle erworben hat, für die Bewerbung eigener Produkte. Wir wollten die Marke Quelle auch sichern, damit sie nicht in andere Hände fällt, sagte Konzernsprecher Voigt zur Begründung für den Kauf der Markenrechte. Otto prüfe nun 3 Optionen: Man könne mit der Marke auf bestehende Angebote der Otto Group hinweisen, man könne unter der Marke Quelle eigene Sortimente entwickeln, und man könne für die Eigenmarken Lizenzen vergeben. Wie auch immer sich der Konzern entscheidet: Zunächst einmal will Otto die angemieteten Adressdaten nutzen, um über die unterschiedlichen Otto-Töchter die jeweils passenden Quelle-Kunden mit Katalogen, Flyern und Aktionsmailings anzusprechen. Voigt wies ausdrücklich darauf hin, dass Otto dabei strikt die Vorgaben des Datenschutzes beachte. Die Adressen seien zur einmaligen Verwendung angemietet worden. Das bedeute auch, dass der Kunde vielleicht 3-mal angeschrieben werde. Aber erst, wenn der Quelle-Kunde reagiert, sehen wir den neuen Otto-Kunden, so der Otto-Sprecher. Dann entstehe ein Neukundenkontakt. Bei den angemieteten Adressen handele es sich um Namen, Adresse und ein kennzeichnendes Merkmal. So sensible Kundendaten wie Kontonummer, Telefonnummer, -Adresse oder Kaufhistorie dürften bekanntlich nicht weitergegeben werden. Unterdessen kommt der Ausverkauf von Primondo, der Versandhandelstochter von Arcandor (ehemals Karstadt Quelle), Stück für Stück voran. So übernimmt Walter Services die Quelle-Call-Center in Cottbus und Emden. Der Teleshopping-Sender HSE 24 geht an die Beteiligungsgesellschaft Axa Private Equity. Und Küchen-Quelle hat die private Investorengruppe Franken um die Unternehmer Alexander Fackelmann und Hannes Streng für sich gewinnen können. Die Marke KarstadtQuelle Versicherungen, eine Tochter der Ergo Gruppe, verschwindet hingegen vom Markt. Der Direktversicherer KarstadtQuelle Versicherungen wird in Ergo Direkt Versicherungen umbenannt. Deutsche Post nimmt wieder Nachtluftpostflüge auf Die Deutsche Post nimmt einige Nachtluftpostverbindungen wieder auf. Vom 30. November 2009 an sollen wie früher 2 Maschinen von Stuttgart aus Nachtflüge nach Hannover und Berlin-Schönefeld aufnehmen. Die Deutsche Post hatte die Flüge zum 1. Juli 2009 eingestellt und angekündigt, die Briefpost über Straßenverbindungen zu befördern. Nun zieht die Post die Lehren aus der Umstellung: Über Straßenverbindungen lässt sich die Laufzeitqualität, also die gewohnte Zustellung am Tag nach der Einlieferung (E+1), nicht immer einhalten. Von Hannover aus richtet die Post Nachtpostflüge außer nach Stuttgart auch nach München ein. Alle 3 Nachtflugverbindungen werden in beiden Richtungen bedient. Schon vor der Einstellung des Nachtluftpostbetriebes im Juli hatte die Deutsche Post ihr Nachtluftpostnetz Schritt für Schritt reduziert. So starteten vom Flughafen Stuttgart aus 1998 noch 12 Postmaschinen pro Nacht. Im Jahr 2000 waren es noch 8 Flugverbindungen, seit Sommer 2003 gab es nur noch 4. Deutsche Post: Briefpreise in Deutschland bleiben auch 2010 stabil Keine Preisänderung bei nationalen Briefprodukten Preissteigerungen beim Großbrief und Kilotarif International 17

18 Die Preise der Deutschen Post für Briefe und Postkarten zum Versand innerhalb Deutschlands bleiben auch im nächsten Jahr unverändert. Die für die Regulierung der wichtigsten Briefpreise zuständige Bundesnetzagentur folgt damit dem Preisantrag der Deutschen Post. Das Porto für den Standardbrief in Deutschland wird somit nach einer Preissenkung 2003 im 8. Jahr stabil 55 Cent bleiben. Auch die Preise für andere nationale Briefprodukte wie Postkarte, Kompakt-, Groß- und Maxibrief sowie Briefzusatzleistungen bleiben unverändert. Bei Briefen in das Ausland ändert sich u.a. der Preis für den Großbrief Europa mit einem Gewicht bis 500 Gramm von derzeit 3,00 Euro auf 3,40 Euro und der für die Zusatzleistung Nachnahme. Auch der Preiserhöhung bei Briefen International zum Kilotarif hat die Bundesnetzagentur zugestimmt. Die wichtigsten Briefpreise 2010 Jetzt DHL Packstationen bundesweit / Bis 2012 nochmals 150 Paketautomaten zusätzlich Mit der Packstation Nummer 137 in Hude, Region Oldenburg, baut DHL jetzt die letzte der geplanten Packstationen auf. Termingerecht hat DHL damit das angekündigte Ziel erreicht und ist nun mit dem modernen Rundum-die-Uhr-Service bundesweit in mehr als Städten und Gemeinden vertreten. 18

19 Aufgrund des großen Erfolgs und der positiven Kundenresonanz wird das Packstationsnetz nun aber noch weiter verdichtet. Rund 150 Packstationen werden in den kommenden 3 Jahren zusätzlich in Städten und Ballungszentren aufgestellt. Die Erreichbarkeit wird dadurch nochmals verbessert. Bereits heute können fast 90 Prozent aller Bundesbürger eine Packstation innerhalb von rund 10 Minuten erreichen. Bis jetzt haben sich etwa 1,4 Millionen Kunden für diesen innovativen Service registriert. Die Packstation gehört mittlerweile genauso zum Stadtbild wie der Briefkasten. Sie ist durch ihre ständige Verfügbarkeit und einfache Bedienung sehr beliebt", freut sich Christian Borger, Projektleiter Packstation bei DHL Paket Deutschland. Auch die Online-Händler, die an Packstationen ausliefern, profitieren von dieser Beliebtheit. Denn gut 1 Drittel der Packstation-Kunden kauft häufiger im Internet ein und rund 83 Prozent der registrierten Nutzer achten beim Einkauf darauf, ob eine Lieferung an die Packstation vom Versender angeboten wird. Umweltfreundlich ist die Packstation dazu: Sie hilft den CO2-Ausstoß zu senken und die Feinstaub-Belastungen in den Städten zu reduzieren. Die Nutzung der Packstationen verringert den Wegeaufwand in der Zustellung. Zusätzlich entfallen Wege der Kunden bei Abholung ihrer Sendungen, denn viele Packstationen liegen auf einer bereits geplanten Strecke, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit. Registrierte Kunden können für ihre Bestellungen jeden beliebigen Automat im gesamten Bundesgebiet als Zustelladresse angeben. Per SMS oder werden Sie über den Eingang ihrer Sendung in der Packstation informiert. Natürlich ist auch das Verschicken von Päckchen und Paketen über die Packstation möglich - und das sogar ohne vorherige Registrierung. Die passenden Paketmarken gibt es direkt am Automaten oder können zuvor am heimischen PC ausgedruckt werden. Bundesweit stehen zusätzlich rund Paketboxen für den Versand von Päckchen und Paketen zur Verfügung. 200 Postdienstleister im neuen Postportobuch Die Fachzeitschrift Postmaster-Magazin, der Postkundenverband DVPT und der Postdienstleisterverband BdKEP haben das Nachschlagewerk Deutsches Portobuch 2010 herausgegeben. Es bietet einen Überblick über fast 200 deutsche Brief-, Paket- und Express-Dienstleister in Deutschland, ihre Leistungen und Tarife. Nach Postleitzonen sortiert sind die Abhol- und Zustellregionen, Leistungen, Mehrwertdienste und Kontaktdaten des jeweiligen Anbieters aufgeführt. Das Deutsche Portobuch 2010 kostet 14,50 Euro. Foto: Postmaster-Magazin Maz Mail steigt ins Privatkundengeschäft ein Maz Mail, der Briefdienstleister der brandenburgischen Tageszeitung Märkischen Zeitung, stieg Ende November auch ins Privatkundengeschäft ein. Der 2005 gegründete Briefdienst bediente bisher nur Geschäftskunden. Die Maz Mail-Entgelte einschließlich MWSt: (in Klammern zum Vergleich die Briefporti der Deutschen Post): Postkarte 0,40 Euro (0,45 Euro), Standardbrief 0,45 Euro (0,55 Euro), Kompaktbrief 0,80 Euro (0,90 Euro), Großbrief 1,19 Euro (1,45 Euro), Maxibrief 1,79 Euro (2,20 Euro), Übergabe-Einschreiben mit Rückschein 3,45 Euro (3,85 Euro). Maz Mail hat aus diesem Anlass 5 Briefmarken Große Köpfe Brandenburgs aufgelegt. Werte 0,40, 0,45, 0,80, 1,19 und 1,79 Euro. Maz Mail ist seit 2008 Mitglied im Verbund P2 Die zweite Post, in dem vor allem Verlage organisiert sind. Maz Mail 19

20 TNT prüft Optionen für Briefgeschäft außerhalb der Niederlande Der niederländische Postkonzern TNT prüft Optionen für sein Briefgeschäft außerhalb der Niederlande. Das Unternehmen signalisierte am 3. Dezember 2009, dass es das Geschäftsfeld verkaufen oder Partner dafür suchen könnte. Gleichzeitig kündigte TNT an, das Wachstum des Paketgeschäfts in europäischen und aufstrebenden Märkten beschleunigen zu wollen. Grund für die Überlegungen im Briefsegment sei die nur langsam fortschreitende Liberalisierung des Briefmarktes in Europa. Zudem habe die Expansion in andere Märkte nicht die erhofften Wachstumseffekte gehabt. TNT werde sich künftig außer auf das Fracht- und Paketgeschäft auf ihre niederländische Briefsparte konzentrieren. Deutsche Post DHL legt gesponsertes ADR-Programm auf Die Deutsche Post DHL hat am 7. Dezember 2009 die Errichtung eines gesponserten Level 1 American Depositary Receipt (ADR)-Programms in den USA bekannt gegeben. ADRs sind Hinterlegungsscheine, die es Investoren ermöglichen, durch US-amerikanische Namenspapiere indirekt Aktien an der Deutsche Post DHL zu halten. Mit Hilfe der ADRs sollen US-Investoren künftig noch leichter in das Unternehmen investieren können. Unter dem Symbol DPSGY werden die Deutsche Post DHL ADRs ab 7. Dezember 2009 in den USA auf dem Over-the-Counter (OTC) Markt gehandelt. Dabei verbrieft jedes ADR eine Aktie des Konzerns. Die Deutsche Post DHL Aktie wird weiterhin unverändert über das elektronischen Handelssystem XETRA sowie an allen deutschen Wertpapierbörsen gehandelt. Der beträchtliche Anteil unserer Aktien in US-Besitz zeugt bereits heute vom großen Interesse amerikanischer Investoren, sagte der Finanzvorstand der Deutschen Post DHL, Larry Rosen. Mit dem ADR-Programm werden wir unsere Beziehungen zu den Anteilseignern in den Vereinigten Staaten weiter verbessern und noch mehr USInvestoren die Möglichkeit bieten, sich am Unternehmen und seiner künftigen Entwicklung zu beteiligen. Mittels ADRs erhalten amerikanische Investoren die Möglichkeit, sich an der Deutschen Post DHL zu beteiligen und damit gleichzeitig in den USA OTC handelbare Zertifikate zu erwerben. Der Handel und die Abrechnung von ADRs findet OTC im US-Clearing System statt. ADRs werden in US-Dollar gehandelt. Dividendenzahlungen an ADR-Holders erfolgen in US-Dollar. Als Depotbank für die ADRs wird The Bank of New York Mellon fungieren. Die ADRs werden nicht von Deutsche Post DHL angeboten, sondern von The Bank of New York Mellon. ADRs werden nicht öffentlich in Deutschland angeboten. Bundesnetzagentur legt Tätigkeitsbericht Post 2008/2009 vor Postmarkt bietet weitere Wachstumschancen Kurth: Neue Briefdienstleistungen werden den Markt verändern" Die Bundesnetzagentur hat am 14. Dezember 2009 ihren Tätigkeitsbericht 2008/2009 für den Postbereich vorgestellt. Die im deutschen Postmarkt erzielten Jahresumsätze liegen nunmehr bei rund 27 Milliarden Euro. Im Jahr 2009 blieb aber auch der Postmarkt nicht von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung unberührt. Die verbesserten konjunkturellen Aussichten versprechen den Marktakteuren allerdings wieder günstigere Perspektiven und neue Wachstumschancen. Der Markt für Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP-Markt) ist in den letzten beiden Jahren weiter gewachsen und betrug rund 17 Milliarden Euro im Jahr Infolge hoher Wettbewerbsintensität hat sich ein vielfältiges Angebot für die Kunden entwickelt. Im Markt für Briefdienstleistungen zeigt sich die Wettbewerbslage seit der vollständigen Marktöffnung Anfang 2008 weiter unverändert. Die rund 750 überwiegend kleinen Wettbewerber haben in den letzten Jahren ihre Geschäftspotenziale nicht ausbauen können. Ihr Marktanteil verharrte in 2008 weiter bei der 10-Prozent-Marke. Für das Jahr 2009 erwartet die Bundesnetzagentur eine positive Tendenz. Im Rahmen der Ex-ante-Preisregulierung hat die Bundesnetzagentur für Kontinuität gesorgt. Die Entgelte der Deutschen Post für Einzelbriefsendungen im Inland sind auch in den letzten beiden Jahren stabil geblieben. Dies gilt ebenso für das kommende Jahr. Angesichts allgemeiner Preissteigerungen profitieren die Verbraucher hiervon unmittelbar. In den nächsten Jahren sind weitreichende Veränderungen im Briefmarkt durch die marktweite Einführung elektronischer Briefdienstleistungen zu erwarten. Diese voraussichtlich schon in Kürze angebotenen Produkte richten sich auch an Privatkunden und können die elektronische Einlieferung mit der Zustellung der gedruckten Briefe verbinden. Daneben ist als Variante der reine Internet-Brief vorgesehen, der sich ganz auf die papierlose und zugleich sichere elektronische Übertragung beschränkt. 20

21 Insgesamt werden neue Angebote im Briefmarkt mit zusätzlichen Auswahlmöglichkeiten den Markt beleben und verändern. Ich appelliere an die Verbraucher, bestehende Chancen zum Wechsel des Postanbieters intensiver zu prüfen. Das gilt sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden, die noch nicht alle Möglichkeiten nutzen", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth. Mobiler Service per Handy Paket verfolgen, Filiale oder Packstation suchen und mehr Dezember 2009 Von der Arbeit gleich zum Einkaufen und zwischendurch noch unterwegs nachforschen, wann die aktuelle Bestellung aus dem Online-Shop ankommt. Als erster Paketdienstleister bietet DHL seinen Kunden verschiedene Services über ein Internetportal für mobile Geräte an. Privatkunden haben damit jederzeit und überall die Möglichkeit, per Handy die Serviceleistungen von DHL in Anspruch zu nehmen. Immer mehr Menschen wollen auch unterwegs nicht auf die Annehmlichkeiten des Internets verzichten. Deshalb haben viele Handys heute bereits einen Web-Zugang, und ihre Zahl wächst mit fallenden Kosten rasant. Auf diesen Trend reagiert DHL mit einem speziellen Online-Angebot für Handy-Nutzer, das auf allen gängigen Handys, Blackberrys und PDAs läuft. Foto: Deutsche Post AG Mit der Adresse mobil.dhl.de erreicht man eine speziell für kleine Bildschirme optimierte Startseite und hat Zugriff auf die Sendungsverfolgung, kann Packstationen, Paketboxen und Filialen finden und erhält eine Übersicht der nationalen und internationalen Preise von DHL. Alle Bilder und Grafiken werden der Größe des Displays entsprechend angezeigt. Der DHLService ist kostenlos, lediglich die gewohnten Kosten für die mobile Internetnutzung fallen an. Mit diesem Service baut DHL seine Strategie konsequent aus, einfach, immer und überall erreichbar zu sein. Noch mehr Service für iphone-nutzer Auf dem Apple iphone lassen sich alle mobilen Services von DHL über den Web-Browser nutzen. Aber es geht auch noch komfortabler: Über den sogenannten itunes Store kann der Nutzer die kostenlose App Post mobil herunterladen. Diese pfiffige Software nutzt den vom iphone per GPS-Daten ermittelten Standort des Nutzers für komfortable Ansichten. Google-Maps-Karten zeigen nicht nur den Standort der nächsten DHL-Packstation oder -Paketbox, sondern auch den kürzesten Weg dorthin mit genauer Angabe der Wegstrecke. Post mobil für das iphone hilft zudem bei der Suche nach Postleitzahlen, bei der Sendungsverfolgung von Briefen und ermöglicht den Kauf von Briefmarken (Handyporto) sowie den Versand echter Briefe und Postkarten direkt aus dem Schreibcenter der Deutschen Post. Gerry Weber plant RFID-Rollout / u.a. auch DHL eingebunden Im Laufe des nächsten Jahres 2010 will der Bekleidungshersteller Gerry Weber, Halle/Westfalen, die RFID-Technologie zur Optimierung der Logistik und Retailprozesse und zur Warensicherung einführen. Ziel ist es, 25 Millionen Kleidungsstücke direkt in der Produktion in Asien mit eingenähten textilen Pflegeetiketten zu kennzeichnen. Außerdem will Weber 150 eigene Filialen in Deutschland und Europa mit RFID-Technik ausstatten. In der Logistikkette sollen zunächst Produktionsstätten in Asien eingebunden werden. Gleichzeitig werden die Logistikdienstleister Meyer & Meyer und Fiege die Warenausgänge ihrer Logistikstandorte mit RFID-Gates ausrüsten. Rollout in mehreren Phasen Die 1. Phase des Rollouts werden wir Anfang 2010 umsetzen, so Dr. David Frink, Vorstand Produktion, Logistik und IT bei Gerry Weber International. Zum einen werden wir ab Januar 2010 die Weber-Filialen mit Deckenantennen und Handscannern ausstatten. Die RFID-Lösung soll die bisherigen Sicherungssysteme mit Magnetnadeln und HF-Sicherungsgates ersetzen. Ab April beginnen wir, jedes Kleidungsstück ab Produktion zu taggen. Bis Mitte 2010 sollen dann alle Waren mit dem textilen RFID-Etikett am POS Point of Sale versehen sein. In der Logistikkette werden zunächst Produktionsstätten in Asien eingebunden. DHL werde dafür die eigenen Läger in China mit Gates ausstatten. Gleichzeitig werden Meyer & Meyer und Fiege bei den Warenausgängen ihrer Standorte in Osnabrück und Ibbenbüren Gates installieren, um Falschlieferungen zu reduzieren. Warensicherung im Store An den Rollouts sind verschiedene Lösungs- und Logistikpartner beteiligt. Von Frühjahr bis Herbst 2009 wurde die Eignung von RFID als Warensicherungstechnologie bereits in mehreren Gerry Weber-Häusern gemeinsam mit der Deutschen Telekom getestet. Die Deutsche Telekom stattet die Geschäfte an den Eingängen und Kassen mit RFID-Lesegeräten und eigens dafür entwickelten Antennen aus. Jeder RFID-Tag ist mit entsprechenden EPCCode in einer Datenbank und im Kassenbestand des jeweiligen Geschäfts erfasst. Nach Kauf eines Kleidungs 21

22 stückes wird die Identitätsnummer gelöscht. Wird Ware entwendet und hat das System das Kleidungsstück nicht korrekt ausgebucht, löst dies einen Alarm aus. Frink betonte, es würden keine personenbezogenen Daten gespeichert. Eingenähte Pflegeetiketten mit RFID-Tag Das RFID-Inlay ist in die textilen Pflegeetiketten integriert, ist bis zu 60 Grad waschbar und kann auch chemisch gereinigt werden. Damit ist die Nachverfolgung der Waren von der Produktion bis zum Verkauf auch dann sichergestellt, wenn die Kleidungsstücke im Prozess nochmals gewaschen oder gereinigt werden müssen, so Frink. DHL als Partner für die Transportlogistik DHL Global Forwarding ist für die Liegeware von Gerry Weber aus China der ausgewählte Logistikdienstleister. Die Ware wird bereits mit einem eingenähten RFID-Tag bei DHL Gobal Forwarding im Logistikzentrum in Shanghai, China angeliefert. Im Wareneingang erfasst DHL die Ware mittels der installierten lokalen RFID-Infrastruktur auf Artikelebene. Im Vorfeld senden die Lieferanten ein Avis an DHL mit den exakten Artikelnummern. Bei der Erfassung im Wareneingang ist somit eine direkte Überprüfung gewährleistet, ob die bestellte Ware auch komplett geliefert wird. Diese Daten werden dann an die DHL Auto Id Solution (RFID-Plattform) in das DHL IT-Competence Center in Prag übertragen. Von dort kann T-Systems die Daten übernehmen. Die Ware geht per Luftfracht nach Frankfurt am Main, wird dort verzollt und an das Lager von Gerry Weber geliefert. saarriva kündigt Brief national an Dezember 2009 Der saarländische Briefdienstleister saarriva kündigte im Dezember 2009 die Erweiterung seines Briefversandes an. Möglich wird der überregionale Briefversand dank der Kooperation mit der Mail Alliance, dem Zusammenschluss von TNT Post mit Briefdienstleistern der Holtzbrinck-Gruppe. saarriva will mit der Kooperation mehr als 80 Prozent der deutschen Haushalte erreichen. saarriva übernimmt die Sendungen unfrankiert von ihren Kunden, sorgt für die Frankierung und wählt den kostengünstigsten Versandweg über das eigene Netz von saarriva, die Mail Alliance oder die Deutsche Post. Im 3. Quartal 2009 hat saarriva Briefsendugen zugestellt, nach eigenen Angaben mit einer Quote für korrekt zugestellte Briefe von 99,98 Prozent, betreute externe Kunden, betrieb 83 Agenturen und 111 Briefkästen. Das Zustellgebiet von saarriva umfasst die Postleitregionen 66 und 54, 67, 68 und 76. saarriva-briefmarke mit Barcode für XLBrief (Umschlaggröße C 4, bis Gramm / Foto: zur Verfügung gestellt von Tourismuszentrale Saarland, Saarbrücken / saarriva saarriva bietet über die Website auch Hybrid Post an: Der Kunde schickt seinen Text über das Online-Briefportal an saarriva. Dort wird der Text gedruckt, kuvertiert und nach Wunsch über saarriva oder die Deutsche Post befördert. Ein 1-seitiger Brief kostet einschließlich Mehrwertsteuer und Porto beim Versand über saarriva 0,68 Euro, beim Versand über die Deutsche Post 0,71 Euro. Monopolkommission: Verbraucher zahlen zu viel Porto Die Bundesregierung soll auf mögliche Gewinne aus einem Verkauf von Aktien der Deutschen Post verzichten, um Interessenkonflikten in ihrer Rolle als Anteilseigner und Wettbewerbshüter vorzubeugen. Diese Forderung erhob die Monopolkommission in ihrem Sondergutachten zum Postmarkt. Zwar hat der Bund seine Postaktien vollständig an die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übertragen. An diesem Platzhaltergeschäft hält der Bund aber noch 30,5 Prozent der Postanteile. Sie sollen schrittweise auf dem Kapitalmarkt verkauft werden. Trotz der Abschaffung des Briefmonopols zum 1. Januar 2008 habe die Deutsche Post ihren Marktanteil sogar noch ausgebaut, kritisierte der Vorsitzende des Gremiums, Justus Haucap. Die Wettbewerbsentwicklung auf dem Briefmarkt seit der Liberalisierung ist miserabel, so Haucap. Der Wegfall der Exklusivlizenz sei durch die weiter bestehende Mehrwertsteuerbefreiung für die Deutsche Post und die Einführung des Mindestlohns für Briefdienste konterkariert worden. Die Regulierung des Briefmarktes durch die Bundesnetzagentur sei zu nachsichtig. Die Deutsche Post verdient nach Ansicht der Monopolkommission mit 15,7 Prozent eine außerordentlich hohe Umsatzrendite im Briefgeschäft. Für Haucap ist erwiesen, dass die Verbraucher in Deutschland zu viel Porto bezahlen. Die Bundesnetzagentur legt nur noch das Porto für private Briefsendungen fest. Darauf entfallen ca. 11 Prozent des Briefvolumens. Die restlichen 84 Prozent entfallen auf Geschäftspost. Dieser Bereich ist unreguliert. Nach dem Jahresbericht 2008/09 der Bundesnetzagentur kam die Deutsche Post 2008 auf einen Marktanteil von 89,6 Prozent. Für 2009 erwartet die Behörde einen leichten Rückgang auf 88,2 Prozent. 22

23 Alle 2 Jahre beurteilt die Monopolkommission im Auftrag der Bundesregierung die Fortschritte bei der Liberalisierung des Telekommunikations- und Postmarktes und bewertet dabei auch die Arbeit der Bundesnetzagentur. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, räumte ein, dass der Postmarkt nicht ganz so stark von der Wettbewerbsdynamik geprägt ist wie der Telekommunikationsmarkt. Allerdings hält es Kurth für unzulässig, sich nur die in der Bilanz ausgewiesene Umsatzrendite der Post anzuschauen. Der Regulierer müsse eben auch nichtöffentliche Zahlen berücksichtigen, die z.b. einen Aufschluss über Sonderlasten der Deutschen Post wie Pensionsrückstellungen gäben. Kurth verteidigte die Höhe des Briefportos in Deutschland. Die Wettbewerber hätten es noch schwerer, wenn die Porti niedriger wären. Kurth appellierte am 14. Dezember an die Verbraucher, bestehende Chancen zum Wechsel des Postanbieters intensiver zu prüfen. In den kommenden Jahren werde die Auswahl unter den Post-Anbietern weiter steigen. Insbesondere werden neue Angebote im Briefmarkt mit zusätzlichen Auswahlmöglichkeiten den Markt beleben und verändern. Auf die Verbraucher warte in den kommenden Jahren ein wachsendes Angebot neuer Versandmöglichkeiten für Briefe über das Internet, erklärte Kurth. Deutsche Post baut Billigtochter First Mail aus Die Deutsche Post plant offenbar, mit ihrem Tochterunternehmen First Mail im gesamten Ruhrgebiet aktiv zu werden. Bislang ist der Briefdienstleister First Mail nur im Düsseldorfer Raum unterwegs. Doch gegen die Expansionspläne regt sich lautstarker Protest. Ein Sprecher der Deutschen Post bestätigte, es gäbe tatsächlich Überlegungen, das Zustellgebiet von First Mail auszudehnen. So wolle man zusätzliches Geschäft tätigen. Das Besondere an First Mail: Der Briefdienstleister ist seit dem Jahr 2000 am Markt und stellt in der Regel günstiger zu als der Mutterkonzern aus Bonn. Dies ist unter anderem möglich, weil First Mail den Mitarbeitern nicht den Tariflohn der Deutschen Post, sondern nur den gesetzlichen Mindestlohn von 9,80 Euro pro Stunde zahlen muss. Wie der Post-Sprecher versicherte, nehme First Mail der Deutschen Post aber keine Aufträge ab. First Mail nehme nur Aufträge an, die die Deutsche Post aus preislichen Gründen niemals erhalten würde. Dies sei auch durch eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft ver.di geregelt, die eine Fremdvergabe im Briefgeschäft bis zum Jahr 2011 untersagt. Hochgekocht sind die Expansionspläne von First Mail durch deren ungewöhnlich ehrgeizige Ausbildungspläne. Für First Mail in Düsseldorf arbeiten 190 Beschäftigte. Derzeit werden 20 junge Leute ausgebildet. In einer Stellenanzeige sucht der Briefdienstleister nun ab Februar 2010 neue Zusteller. Im Jahr 2010 soll die Zahl der Lehrlinge auf 300 steigen, 2011 sogar auf 690, wie der Post-Sprecher bestätigte. Die Vermutung liegt nahe, dass ganz offenbar eine große Zahl von Post-Auszubildenden offiziell bei First Mail lernen soll womöglich mit einer niedrigeren Ausbildungsvergütung. Protest regt sich aber nicht über die Lehrlingsgehälter. Volker Geyer, Vorsitzender der Deutschen Kommunikationsgewerkschaft DPVKom: Die exorbitante Steigerung der Ausbildungsplätze bei First Mail lässt für mich nur einen Schluss zu: Die Post arbeitet nach wie vor an ihrem Ziel, die gesamte Zustellung im Wege eines Betriebsübergangs an die First Mail zu vergeben. Nun wird der Boden dafür bereitet." Mit ihrem Vorgehen fördere die Deutsche Post das Lohn- und Sozialdumping in der gesamten Postbranche", so Geyer. Dagegen werden wir uns zusammen mit den Beschäftigten der Post wehren. Die Deutsche Post hatte First Mail 2004 von den 3 Gründern gekauft und bezeichnete das Unternehmen damals als Versuchslabor, in dem man sehen wolle, wie private Konkurrenten agieren könnten. Auch Swiss Post Solutions/GHP leidet unter Arcandor-Insolvenz Die Insolvenz von Arcandor hat ein weiteres Traditionshaus des Dialogmarketings getroffen. Die Swiss Post Solutions (SPS, ehemals GHP) musste Standorte schließen und Personal abbauen. Swiss Post Solutions in seiner Gesamtheit (7.000 Mitarbeiter in 15 Ländern) habe aufgrund der wirtschaftlichen Situation und aufgrund von Insolvenzen bestehender Kunden wie zum Beispiel Arcandor einen Verlust von rund 10 Millionen CHF hinnehmen müssen, teilte das Unternehmen mit. Diese extreme Situation (schwache Konjunkturlage) 2009 habe SPS gezwungen, Restrukturierungsmaßnahmen durchzuführen. Die konjunkturelle Krise und die damit verbundene rückläufige Auftragslage hätten dazu geführt, dass sich Swiss Post Solutions Dialoglösungen stärker und schneller neu ausrichten musste als ursprünglich geplant. 23

24 Diese Ausrichtung sei einher gegangen mit der Konzentration auf weniger Standorte in Deutschland, so SPS. Im Klartext: Die Betriebsstätten in Sachsen (bei Ansbach) und Lichtenau wurden geschlossen und deren Produktion auf die verbleibenden Standorte verlagert. Im Zuge der Reduktion der Anzahl der Standorte ist es auch an den verbleibenden Betriebsstätten in Dettingen und Bamberg zu einem Personalabbau gekommen. Insgesamt waren laut Swiss Post Solutions rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von diesen Maßnahmen betroffen. Alle Maßnahmen seien sozialverträglich in enger Abstimmung mit den jeweils zuständigen und bereits informierten Betriebsräten umgesetzt worden, hieß es. Swiss Post Solutions Dialoglösungen beschränkt sich dabei nicht allein auf das Thema Kostenanpassung. Vielmehr investiere man in die nachhaltige Weiterentwicklung des Geschäfts in den Bereichen Directmail, Cards und Dokumenten-Output, so SPS. So sei an den Standorten Bamberg, Dettingen und Prien in neue Systeme für den Digitaldruck, die Kartenherstellung und den Dokumentenoutput investiert worden. Swiss Post Solutions GmbH Kronacher Straße Bamberg 2006 hat die Schweizerische Post Swiss Post - die mit 2800 Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich, Ungarn, Polen, Tschechien, Russland und Vietnam tätige Swiss Post Solutions/GHP-Gruppe zu 2 Dritteln erworben. Die Firma ist eine große europäische Anbieterin von Dialogmarketing und Kundenbindungsprogrammen. Das Unternehmen wurde 2009 in Swiss Post Solutions (SPS) umfirmiert. Sitz des Unternehmens ist das fränkische Bamberg. Die Kernkompetenzen von SPS sind die Realisierung von Mailings zur Kundengewinnung und -bindung, Komplett-Lösungen für die Herstellung und Logistik von Kunden- und Wertkarten, der Versand sensibler Dokumente sowie alle Services rund um den Kundendialog. Ab Juli 2010 Mehrwertsteuer für alle Postdienstleister mit Universaldienst / Deutsche Post muss für Geschäftspost Mehrwertsteuer erheben Deutsche Post AG Auch künftig muss die Deutsche Post für bestimmte Briefsendungen und privat verschickte Pakete keine Mehrwertsteuer abführen. Für Geschäftspost aus speziell mit den Firmen ausgehandelten Verträgen soll dagegen auch die Deutsche Post mehrwertsteuerpflichtig werden. Ab Mitte 2010 sollen alle Postdienstleister von der Mehrwertsteuer befreit werden, wenn sie wie die Deutsche Post eine flächendeckende Grundversorgung Universaldienst nachweisen. Am 16. Dezember 2009 beschloss das Bundeskabinett eine Änderung des Mehrwertsteuerrechts. Die von der EU geforderte Neuregelung soll ab 1. Juli 2010 gelten. Bisher zahlen Kunden der Deutschen Post DHL in der Regel keine Mehrwertsteuer. Ihr Universaldienst ist von dieser Steuer befreit. Die Konkurrenten der Deutschen Post müssen dagegen auf ihre Briefpreise 19 Prozent Mehrwertsteuer aufschlagen, die allerdings von ihren Geschäftskunden, soweit sie vorsteuerabzugsberechtigt sind, von ihrer eigenen Mehrwertsteuerpflicht abziehen können. Dies so argumentieren die Wettbewerber ist eine Benachteiligung der Wettbewerber und verzerrt den Wettbewerb zu24

25 gunsten der Deutschen Post. Sie fordern seit Langem die Abschaffung des Mehrwertsteuer-Privilegs der Deutschen Post. Auch die Monopolkommission sieht das Privileg kritisch und stellte in ihrem Sondergutachten eine Wettbewerbsverzerrung fest. Für diese steuerliche Ungleichbehandlung gibt es keine Rechtfertigung, sagt ihr Vorsitzender Justus Haucap. Die vom Bundeskabinett beschlossene Streichung des Steuerprivilegs ausschließlich bei Geschäftsbriefen will die FDP-Bundestagsfraktion nicht hinnehmen. Wir brauchen endlich gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer, sagte FDP-Wirtschaftspolitiker Hermann Otto Solms. Andererseits will die Deutsche Post die Streichung des Mehrwertsteuerprivilegs für Geschäftspost nicht hinnehmen. Eine Klage gegen den eigenen Großaktionär Bund scheint nicht ausgeschlossen, falls der Entwurf vom Bundestag als Gesetz beschlossen werden sollte. So sehr ich Verständnis für die Motivation des Bundes habe, wir haben keine andere Möglichkeit, als unsere Position zu vertreten, sagt BRIEF-Vorstand Jürgen Gerdes. Auch Geschäftsbriefe gehören nach Meinung der Post zum Universaldienst. Die Großkundenverträge würden von der Bundesnetzagentur genehmigt, seien für jeden einsehbar und auch nutzbar. Dies seien exakt jene Kriterien für eine Steuerbefreiung, die auch vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) so definiert worden seien. Gerdes hat nichts gegen eine Mehrwertsteuerbefreiung von Wettbewerbern, die ebenfalls den Universaldienst anbieten. Wir wollen nicht bevorzugt werden. Wenn ein Wettbewerber nachweislich den Universaldienst erbringt und dann von der Mehrwertsteuer befreit wird, werden wir uns bestimmt nicht beklagen, so Gerdes. Für die Rivalen sei das aber keine Alternative, da sie anders als die Post für die Verteilung und Zustellung Subunternehmen beschäftigen, mit denen sie steuerpflichtige Verträge schließen müssen. Wohlfahrtsmarken 2010: Obst Genuss für Augen und Nase! / Bundesfinanzministerium setzt auf Duftmarken Obst auf Briefmarken: Das sieht nicht nur appetitlich aus jetzt duftet es auch intensiv! Diese produktionstechnische Sensation ist erstmals in Deutschland mit der Wohlfahrtsmarken-Serie 2010 möglich geworden. Ab dem 2. Januar 2010 erhalten Käufer die Markenmotive Apfel, Erdbeere, Zitrone und Heidelbeere mit dem entsprechenden Duft. Der aufwendigen Produktion dieser neuen Serie gingen umfangreiche Tests mit Duftproben der Obstsorten voraus. Aufbringungsverfahren wurden ebenso getestet wie einwandfreie postalische Verwendung und gesundheitliche Unbedenklichkeit. Auch musste im Produktionsprozess eine Höchstzahl an Duftstoffen auf die Marken aufgebracht werden, damit der Duft nicht nach einmaligem Rubbeln verbraucht ist. Diese technischen Hürden sind überwunden. Die Marken entfalten neben der optischen Eleganz das ganze Aroma der jeweiligen Frucht. Diese Markeninnovation wird am 7. Januar 2010 vom Bundesfinanzministerium als Herausgeber präsentiert und an den Schirmherrn des Sozialwerkes Wohlfahrtsmarken, Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler, in Schloss 25

26 Bellevue übergeben. Der Zuschlagserlös aus dem Verkauf auch dieser Duftmarken kommt den Wohlfahrtsverbänden AWO, Caritas, Diakonie, DRK, Paritätischer Wohlfahrtsverband und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zugute. Entwurf: Karen Scholz, Bad Essen Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin Größe:55,0 x 32,80 mm Papier: gestrichenes weißes fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2 Motive und Werte: Apfel: Cent, Karen Scholz, Bad Essen Erdbeere, Blatt mit Blüte: Cent, Obstsorten, Verlag J. Neumann Erdbeere, Frucht und Querschnitt: Karen Scholz, Bad Essen Zitrone: Cent, Karen Scholz, Bad Essen Heidelbeere: Cent, Karen Scholz, Bad Essen Ersttagsstempel: Karen Scholz, Bad Essen Deutsche Postbank Postbank stellt 180 Geldautomaten in OBI Märkten auf Die Postbank und die Baumarktkette OBI haben vereinbart, bis Frühjahr 2010 in bundesweit 180 eigenbetriebenen OBI Märkten Geldautomaten aufzustellen. Der erste Automat wurde am OBI Unternehmenssitz in Wermelskirchen aufgestellt. Jede Woche werden im Schnitt jeweils 8 neue Automaten installiert und ins Netz der Postbank integriert. Für die Postbank ist dies ein weiterer Schritt zur optimalen, flächendeckenden Versorgung ihrer fast 5 Millionen Girokunden mit Bargeld. Dr. Michael Meyer, Vorstand Retail bei der Postbank: Unsere Kunden erwarten zu Recht, dass sie ihr Bargeld dort abholen können, wo sie auch einkaufen oder Dienstleistungen beziehen. Ob Bargeld bei OBI, in einer unserer 850 Filialen, an den Geldautomaten der Cash-Group oder bald auch an einer von Shell-Tankstellen - wir knüpfen das Versorgungsnetz für unsere Kunden immer dichter." Wir freuen uns, dass wir unseren Kunden jetzt auch diesen Service bieten können", sagt Peter Tepaß, OBI Geschäftsführer Vertrieb Deutschland, begeistert. In der Postbank haben wir den Partner mit dem größten, flächendeckenden Netz von Auszahlungsstellen in Deutschland gefunden." Kunden finden die Geldautomaten der Postbank zukünftig im Eingangsbereich der OBI Baumärkte. Sie sind während der Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr zugänglich. Wie bei allen Geldautomaten der Postbank können auch Kunden der Cash Group diesen Service kostenlos nutzen. Deutsche Bank will sich bei Postbank-Übernahme Zeit lassen Die Deutsche Bank will sich bei der Übernahme der Postbank Zeit lassen. Es gibt keinen Grund, schnell zu handeln, erklärte Stefan Krause, Finanzvorstand der Deutschen Bank, bei einer Telefonkonferenz am 29. Oktober Er zeigte sich mit der Entwicklung der Postbank zufrieden. Aktuell hält die Bank 25 Prozent an der Postbank und hat die Option auf eine Mehrheitsübernahme. Ein Grund für ein gemächliches Tempo könnten nach Meinung von Finanzmarktexperten die anderen Übernahmen sein, mit denen die Deutsche Bank noch viel Arbeit vor sich hat. Erst am 28. Oktober hatte die Bank die Übernahme der Privatbank Sal. Oppenheim für 1,3 Milliarden Euro bekannt gegeben. 26

27 Deutsche Bank will 3-Marken-Strategie fahren Oktober 2009 Die Deutsche Bank AG startet mit einer 3-Marken-Strategie zur Aufholjagd im Privatkundengeschäft. Wir werden sowohl in der Tiefe wie in der Breite in unserem Heimatmarkt mit den Marken Deutsche Bank und zukünftig Postbank und Sal. Oppenheim einzigartig aufgestellt sein", sagte Privatkunden-Vorstand Rainer Neske im Gespräch mit dem Handelsblatt". Damit richtet sich die Deutsche Bank vor allem darauf aus, in diesem Geschäftsfeld den Sparkassen und Volksbanken Marktanteile abzunehmen, die bisher rund 80 Prozent der Privatkunden in Deutschland bedienen. Im Rahmen dieser Strategievorgabe verstärkt die gerade zugekaufte Privatbank Sal. Oppenheim die Vermögensverwaltung für die Topkunden. Sie hat bundesweit 8 Niederlassungen. Die Postbank, an der der Frankfurter Branchenführer spätestens bis zum Jahr 2012 eine Mehrheit erworben haben will, wickelt mit ihren 850 Postbank-Centern das breite Massenkundengeschäft ab. Hinzu kommen die vorhandenen 770 Filialen der Deutschen Bank. Die Zukunft des Namens der Norisbank, die die Deutsche Bank im August 2006 für 420 Millionen Euro erworben hat, sei noch offen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Ob ihre rund 90 Filialen einen neuen Namen bekommen, sei noch nicht entschieden. Neske sagte dazu, die Positionierung des Ratenkreditspezialisten Norisbank werde das Management des größten deutschen Geldhauses zu gegebener Zeit diskutieren". Die Berliner Bank wiederum, deren Übernahme vor gut 3 Jahren mit 680,5 Millionen Euro zu Buche geschlagen hat, bleibt erhalten, wird aber als rein lokale Marke geführt. Der deutsche Branchenführer erwirtschaftet im langfristigen Durchschnitt rund 1 Drittel seines Gewinns im Privatkundengeschäft. Der Löwenanteil stammt nach wie vor vom Investmentbanking. Allerdings hat sich das Investmentbanking in der Finanzkrise als unzuverlässiger Gewinnbringer erwiesen. Weltweit haben deshalb viele Banken ihre Strategie verändert und das Privatkundengeschäft gestärkt. Postbank verbessert Quartalsergebnis Ergebnis vor Steuern im 3. Quartal bei -59 Millionen Euro nach - 69 Millionen im 2. Quartal Insolvenz von CIT belastet mit - 61 Millionen Euro. Bereinigt um diesen Effekt: positives Ergebnis vor Steuern mit 2 Millionen Euro Konzerngewinn mit 112 Millionen Euro (Q3 42 Millionen Euro) in den ersten 9 Monaten 2009 klar positiv nach Millionen Euro im Vorjahr Die Deutsche Postbank AG hat 2009 in den ersten 9 Monaten einen Konzerngewinn von 112 Millionen Euro erzielt, nach Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Vorsteuerergebnis blieb mit Millionen Euro noch negativ, wobei der positive Trend im 3. Quartal durch die am 1. November bekannt gegebene Insolvenz des US Mittelstandsfinanzierers CIT verzerrt wurde. Die Bank hatte bereits im Juli bekannt gegeben, dass Belastungen bei einem Ausfall von CIT entstehen können. Seinerzeit war sie noch von einer Größenordnung von bis zu 90 Millionen Euro ausgegangen. Die erforderlichen Wertkorrekturen auf CIT Finanzinstrumente hat die Postbank noch voll im 3. Quartal verbucht. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich dennoch wie erwartet von Quartal zu Quartal stetig. Im 3. Quartal lag das Ergebnis bei - 59 Millionen Euro, nach - 69 Millionen Euro im 2. und - 91 Millionen Euro im 1. Quartal. Insgesamt belaufen sich die Belastungen aus Wertkorrekturen auf Finanzinstrumente von CIT auf 61 Millionen Euro. Bereinigt um diese Effekte hätte auch vor Steuern im 3. Quartal ein leicht positives Ergebnis ausgewiesen werden können. Postbank Chef Stefan Jütte erwartet, dass der Trend zur Verbesserung weiter anhält: Als eines von wenigen Instituten in Deutschland und in Europa sind wir in der guten Position, ein ausgeglichenes Verhältnis von Kundeneinlagen und Kundenkrediten auszuweisen. Unsere operativen Stärken im Kundengeschäft und die angestoßene Weiterentwicklung unseres strategischen Programms stimmen mich zuversichtlich, dass wir unser Finanzziel erreichen können." Nach Wegfall der krisenbedingten Sonderbelastungen will die Bank mittelfristig eine nachhaltige Eigenkapitalrendite von 13 bis 15 Prozent nach Steuern erzielen. Im Kundengeschäft hat die Postbank sich weiter gut entwickelt. Im Einlagengeschäft verzeichnete sie Rekordbestände zum Quartalsende Ihren Marktanteil im Spargeschäft konnte sie im 3. Quartal noch einmal deutlich erhöhen. Gleichzeitig stiegen die Sichteinlagen. Das Wertpapiergeschäft verzeichnete erstmals seit längerer Zeit wieder Zuwächse sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum Vorjahresquartal. In der Baufinanzierung setzte sich der leichte Aufwärtstrend des Vorquartals fort. Sparvolumen weiter gewachsen, Giro stabil Das Sparvolumen stieg deutlich um 23,1 Prozent auf 57,6 Milliarden Euro. Bezieht man auch Bauspareinlagen ein, lag der Wert zum Ende des 3. Quartals 2009 bei 73,5 Milliarden Euro, 16,7 Prozent mehr als noch am 30. Septem 27

28 ber Die hohen Mittelzuflüsse im Spargeschäft hielten auch im 3. Quartal an. Insgesamt stieg das Neugeschäft in den ersten 9 Monaten 2009 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 36,1 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Die Zahl der privaten Girokonten blieb mit 4,9 Millionen stabil. Die Sichteinlagen auf diesen Girokonten stiegen dagegen um 9,4 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro, was unter anderem auf das vergleichsweise niedrige Zinsumfeld zurückzuführen ist. Wertpapiergeschäft erholt sich langsam Die Mittelzuflüsse im Wertpapiergeschäft lagen mit 1,4 Milliarden Euro in den ersten 9 Monaten 2009 zwar noch um 24,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das 3. Quartal für sich genommen konnte jedoch gegenüber dem Vorquartal einen Anstieg um 32,9 Prozent auf 667 Millionen Euro verbuchen. Es lag damit erstmals seit der Verschärfung der Finanzmarktkrise über dem entsprechenden Vorjahresquartal. Analog dazu stieg auch der Wert der in den Depots der Postbank enthaltenen Wertpapiere und Fonds auf 10,7 Milliarden Euro (Ende 2. Quartal: 10,1 Milliarden Euro). Marktanteile beim Bausparen gewonnen Im Bauspargeschäft unter der Marke BHW verzeichnete die Postbank Gruppe in den ersten 9 Monaten einen Rückgang der beantragten Bausparsumme um 9,1 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro. Die ausgezahlten Bauspardarlehen lagen um 10,0 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum und erreichten ein sehr zufriedenstellendes Niveau von 1,1 Milliarden Euro. Damit entwickelte sich die BHW Bausparkasse besser als der Bausparmarkt insgesamt, der per Ende August ein Minus in der beantragten Bausparsumme von 11,4 Prozent auf 69,5 Milliarden Euro verzeichnen musste. Dies ist u. a. auf die zum Jahresende 2008 geänderte staatliche Förderung zurückzuführen. Der Marktanteil der BHW Bausparkasse betrug zum 30. September 11,5 Prozent und lag damit um 0,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bestand bei Baufinanzierungen und Ratenkrediten gestiegen Der Baufinanzierungsbestand der Postbank Gruppe einschließlich Bauspardarlehen ist bis Ende September 2009 im Vergleich zum selben Zeitpunkt des Vorjahres um 1,7 Prozent auf 73,5 Milliarden Euro angestiegen. Dies ist erfreulich, da der Gesamtmarkt bis Juli 2009 um 0,7 Prozent auf 956,2 Milliarden Euro gesunken ist. Das Neugeschäft erholte sich im Verlauf des Jahres 2009 nur leicht: Es betrug im isolierten 3. Quartal 2,2 Milliarden Euro. Im 1. Quartal hatte es noch bei 2,1 Milliarden Euro gelegen. Insgesamt betrug das Neugeschäft in den ersten 3 Quartalen 6,5 Milliarden Euro, 16,7 Prozent weniger als im selben Vorjahreszeitraum. Der Rückgang im Neugeschäft liegt - so Jütte - marktbedingt im Rahmen der Erwartungen. Der Bestand an Ratenkrediten wuchs um 24,1 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro, während sich hier der Gesamtmarkt bis zum Ende des 1. Halbjahres 2009 nur um 3,9 Prozent ausweitete. Firmenkundengeschäft und Transaction Banking mit stabiler Entwicklung Im operativen Geschäft mit ihren Firmenkunden ist die Postbank in den ersten 9 Monaten 2009 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gut vorangekommen. Der Bestand an Firmenkundenkrediten stieg von 23,1 Milliarden Euro im Vorjahr auf 28,8 Milliarden Euro. Die in dieser Summe enthaltenen Mittelstandskredite erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreswert um 2,0 Milliarden Euro auf 6,5 Milliarden Euro. In der gewerblichen Immobilienfinanzierung ist die Postbank weiterhin nur sehr selektiv neue Engagements eingegangen. Das Gesamtvolumen stieg von 17,2 Milliarden Euro am Ende des 1. Halbjahres 2009 leicht auf 17,6 Milliarden Euro zum 30. September 2009 an. Das Anlagevolumen der Firmenkunden hat sich vom Halbjahr 2009 zum Ende des 3. Quartals 2009 um 4,1 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro erhöht. Im 3. Quartal wickelte die Postbanktochter BCB AG rund 2 Milliarden Transaktionen für die Postbank AG und ihre 3 anderen Mandanten ab. Mit insgesamt 5,9 Milliarden Transaktionen entspricht die Menge dem Niveau des Vorjahres. Gewinn- und Verlustrechnung Das Handelsergebnis lag per 30. September 2009 bei -349 Millionen Euro. Dabei profitierte das originäre Handelsergebnis der Bank von positiven Beiträgen aus Swap-Positionen, die im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements zum Hedging und zur Steuerung des Bankbuchs eingesetzt werden. Das Ergebnis aus der Bewertung eingebetteter Derivate aus dem strukturierten Kreditersatzgeschäft war dagegen deutlich negativ. Die Belastungen betrugen -472 Millionen Euro, wovon -158 Millionen Euro dem 3. Quartal zuzuordnen sind. Der Anstieg im 3. Quartal gegenüber dem 2. Quartal ist auf den Ausfall des US Mittelstandsfinanzierers CIT zurückzuführen. Er führte zu Belastungen aus eingebetteten Derivaten in Höhe von -56 Millionen Euro. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lagen die negativen Bewertungseffekte aus eingebetteten Derivaten bei -398 Millionen Euro. Das Finanzanlageergebnis lag zum 30. September 2009 bei -103 Millionen Euro nach -549 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei verbesserte sich das Ergebnis im 3. Quartal 2009 gegenüber den Vorquartalen aufgrund 28

29 rückläufiger Belastungen aus der Finanzmarktkrise und Verkaufsgewinnen aus Beständen festverzinslicher Wertpapiere nochmals und lag bei 15 Millionen Euro (im 2. Quartal: -14 Millionen Euro). Im Ergebnis des 3. Quartals sind Belastungen aus CIT in Höhe von -5 Millionen Euro enthalten. Im Finanzanlageergebnis verbuchte die Bank Wertkorrekturen (Impairments) auf ihr strukturiertes Kreditersatzgeschäft von insgesamt -49 Millionen Euro (Vorjahr: -137 Millionen Euro), davon -8 Millionen Euro im 3. Quartal. Darüber hinaus nahm sie Wertkorrekturen auf andere festverzinsliche Wertpapiere sowie auf noch im Bestand befindliche Publikumsfonds und Beteiligungen in Höhe von insgesamt -106 Millionen Euro vor (Vorjahr: -413 Millionen Euro). Auf das 3. Quartal entfielen hiervon -30 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss in den ersten 9 Monaten 2009 betrug 987 Millionen Euro und lag damit trotz einer kontinuierlichen Verbesserung im 2. und im 3. Quartal um knapp 8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Hierin enthalten sind strukturell rückläufige Einnahmen aus dem Absatz von Postdienstleistungen und aus dem Verkauf von neuen Dienstleistungen in den Postbank-Filialen sowie aus dem Transaction Banking. Der Provisionsüberschuss aus dem Bankgeschäft konnte im Vorjahresvergleich diese Entwicklung nicht kompensieren, verbesserte sich jedoch im Verlauf des Jahres 2009, verglichen mit dem jeweiligen Vorquartal. Die Gesamterträge beliefen sich in den ersten 9 Monaten 2009 auf Millionen Euro nach Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Verwaltungsaufwand verringerte sich in den ersten 9 Monaten im Vorjahresvergleich um 62 Millionen Euro auf Millionen Euro. Diese erfreuliche Entwicklung ist insbesondere das Resultat eines aktiven Managements der anderen Verwaltungsaufwendungen", die sich um 66 Millionen Euro auf 946 Millionen Euro reduzierten. Der Personalaufwand stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert nur leicht um 14 Millionen Euro auf Millionen Euro an. Um dem konjunkturellen Druck auf die Ertragssituation zu begegnen, will die Bank ihre Anstrengungen im Kostenmanagement weiter forcieren. Dabei verfolgt sie das Ziel, in den nächsten Jahren stetig steigende Kundenvolumina bei stabilem Verwaltungsaufwand akquirieren und abwickeln zu können. Das Ergebnis vor Steuern lag in den ersten 9 Monaten 2009 bei -219 Millionen Euro nach -108 Millionen Euro im selben Vorjahreszeitraum. Bei den Ertragsteuern ergaben sich positive Effekte aus der Auflösung latenter Steuern sowie durch steuerfreie Erträge und den Vorsteuerverlustausweis. Die Steuerposition belief sich auf 332 Millionen Euro nach -2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzerngewinn lag bei 112 Millionen Euro nach -111 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie ist mit 0,51 Euro (Vorjahr: -0,68 Euro) positiv. Hierbei ist zu beachten, dass sich die Bezugsbasis verändert hat: Die Zahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien lag bei 218,8 Millionen nach 164 Millionen in den ersten 9 Monaten des Vorjahres. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug 3,0 Prozent nach -3,2 Prozent im Vorjahr, die Cost-Income-Ratio lag bei 90,7 Prozent (94,1 Prozent in den ersten 9 Monaten 2008). Bilanzentwicklung Die Bilanzsumme der Postbank belief sich am 30. September 2009 auf 239 Milliarden Euro nach 231 Milliarden Euro am Ende des vergangenen Geschäftsjahres und nach 237 Milliarden Euro am 30. Juni Das bilanzielle Eigenkapital wuchs zum 30. September 2009 auf Millionen Euro nach Millionen Euro zum Jahresende Neben dem Konzerngewinn, der auf 112 Millionen Euro anstieg, verbesserte sich - aufgrund der seit 2008 zu beobachtenden Erholung der Finanzmärkte - auch die darin enthaltene Neubewertungsrücklage um 152 Millionen Euro auf -572 Millionen Euro. Die Kernkapitalquote nach Basel II betrug zum 30. September ,0 Prozent nach 7,4 Prozent zum Jahresende 2008 und nach 8,0 Prozent zum 30. Juni Ausblick Die Postbank wird die 2008 begonnene Fokussierung des Geschäftsmodells auf das Geschäft mit Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden fortsetzen. Sie geht davon aus, dass der Zinsüberschuss im letzten Quartal 2009 über dem Durchschnitt des 2. und des 3. Quartals liegen wird. Die graduelle Verbesserung des Provisionsüberschusses gegenüber dem 1. Quartal 2009 sollte sich im 4. Quartal ebenfalls fortsetzen. Auch für das 4. Quartal rechnet die Bank mit Belastungen für ihr Handels- und ihr Finanzanlageergebnis infolge der Finanzmarktkrise. Die Intensität der negativen Effekte dürfte nach derzeitiger Einschätzung ihren Höhepunkt allerdings erreicht haben und im weiteren Jahresverlauf abnehmen. Die konjunkturelle Entwicklung führt voraussichtlich zu einer weiter wachsenden Zahl von Insolvenzen und somit zu höheren Kreditausfällen, was einen steigenden Risikovorsorgebedarf nach sich zieht. Die Postbank geht jedoch davon aus, dass sie aufgrund ihrer Kreditportfoliostruktur davon insgesamt deutlich weniger stark betroffen sein wird als der Wettbewerb. Insgesamt rechnet sie damit, dass sich der kontinuierliche Trend einer Verbesserung des Vorsteuerergebnisses fortsetzt. 29

30 Der mit der Optimierung bei Produkten, Services und Vertrieb verbundene weitere Abbau der Komplexität wird mit schlankeren Prozessen und einer nochmals spürbar verbesserten Effizienz einhergehen. Trotz des geplanten Volumenwachstums rechnet die Postbank dadurch mit Einsparungen im Verwaltungsaufwand von ca. 145 Millionen Euro oder rund 5 Prozent gegenüber dem Niveau des Jahres 2008, die bis zum Jahr 2012 voll realisiert werden sollen. Zum Erreichen dieses Ziels werden die Sachkosten reduziert und es werden durch die effizienzsteigernden Maßnahmen auch die Personalkosten gesenkt. Der dadurch entstehende moderate Stellenabbau von rund 500 bis 700 Stellen pro Jahr bis Ende 2012 wird sozialverträglich und überwiegend über die Ausnutzung der natürlichen Fluktuation realisiert. Insgesamt wird sich der Personalstand im Postbank Konzern von voraussichtlich rund zum Ende des laufenden Geschäftsjahres bis Ende 2012 auf gut reduzieren. Schwerpunkt des Stellenabbaus werden Verwaltungs- und Back-Office-Funktionen sein. Schärfung des Profils als kundenorientierte Produktbank Ein Kernelement der geplanten Veränderungen im Privatkundengeschäft ist eine schlankere und transparentere Produktpalette. Vorgesehen ist eine Verringerung der Produkt- und Variantenanzahl um rund 1 Viertel. Künftig wird sich die Postbank mit ihrem Produktangebot noch mehr auf den Grundbedarf ihrer Kunden konzentrieren und die einzelnen Produkte verständlicher gestalten. Damit kehrt sie zurück zu ihren Wurzeln als Anbieter klarer, transparenter und günstiger Bankprodukte. Jütte: Einfache und rentable Sparprodukte sowie ein Girokonto zum Nulltarif waren in der jüngeren Vergangenheit unser Erfolgsgarant bei den Kunden. Daran werden wir wieder anknüpfen." Als eine der ersten konkreten Maßnahmen will die Postbank in Kürze mit einem überarbeiteten, attraktiveren Girokonto auf den Markt kommen. Die Anzahl der Sparprodukte und -varianten soll sich deutlich verringern. Ex-Postbank-Chef kassiert 2,9 Millionen Euro Abfindung Ex-Postbank-Chef Wolfgang Klein (45) bekommt 2,9 Millionen Euro Abfindung. Er hatte das Unternehmen Ende Juni 2009 verlassen, weil es Streit über die künftige Geschäftspolitik gab. Zuvor war Klein massiv in die Kritik geraten, weil er trotz 821 Millionen Euro Verlust der Postbank für 2008 einen Sonderbonus von 2,4 Millionen Euro kassiert hatte. Auf die öffentliche Entrüstung reagierte Klein mit dem Angebot, 2009 für nur 1 Euro zu arbeiten. Es gehe ihm um das Wohl der Bank und nicht um meine eigenen Interessen. Am 25. November billigte der Postbank-Aufsichtsrat für sein Ausscheiden 2,9 Millionen Euro Abfindung zu. Seine Bonus-Ansprüche und sein Gehalt für 2009 seien von der Abfindung abgezogen worden, hieß es aus dem Aufsichtsrat. Bis Ende 2010 soll Klein auf Wunsch des Aufsichtsrats nirgendwo anders anheuern. Die Postbank betonte, die Abfindung liege unter Kleins vertraglichen Ansprüchen und unter den Empfehlungen des Corporate-Governance-Kodex, der maximal 2 Jahresgehälter vorsieht SHELL Tankstelle am Bargeld-Netz Postbank und Shell haben am 1. Dezember 2009 die 500. Shell Tankstelle in Köln-Ehrenfeld, Venloer Straße 166 mit einem bedienten" Geldautomaten ausgerüstet. Damit liegt die Postbank gemeinsam mit ihren Partnern Shell und Wincor Nixdorf voll im Zeitplan. Bis Mitte 2010 werden weitere 700 eigenbetriebene Shell Tankstellen umgerüstet sein und ihren Kunden diesen neuartigen Service an der Tankstellenkasse anbieten. Das Geldabheben ist unabhängig vom Tanken oder einem Einkauf in der Tankstelle. Es funktioniert mit allen gängigen Girocards (ehemals ec-karte) sowie der Postbank SparCard. Die Kunden benötigen dafür nur ihre persönliche Geheimzahl. Die Höchstbeträge für Abhebungen von Postbank Kunden und Kunden anderer Kreditinstitute sind analog den Höchstbeträgen an Geldautomaten und richten sich nach dem jeweils eingerichteten Limit, welches zwischen dem Kunden und seiner Bank vereinbart wurde. Information über Standorte Welche der Shell Tankstellen bereits an die Bargeldversorgung angeschlossen sind, können Interessenten komfortabel über das Internet unter erfahren. Einfach Postleitzahl eingeben und den Button Shell Tankstelle" anklicken. Schon werden die Shell Tankstellen im gewünschten Umkreis angezeigt. Einen besonderen Service genießen Inhaber eines iphones. Als Vorreiter des Mobile Banking bietet die Postbank mit ipostbank" speziell für dieses Endgerät eine Applikation (App). Mit dieser App finden Bankkunden dank integrierter Navigation schnell die nächste Bargeldquelle von jedem Standort aus - egal, ob Geldautomat der Cash Group, Postbank Finanzcenter oder Shell Tankstelle. Auf Wunsch sogar mit einer Routenbeschreibung. Postbank wird Partner von Air Berlin Die Postbank ist ab sofort neuer Partner des Vielfliegerprogramms topbonus von Air Berlin. Fluggäste von Deutschlands zweitgrößter Airline können bei Eröffnung eines Postbank Privatgirokontos Prämienmeilen sammeln und diese im Rahmen des topbonus Programms in Freiflüge eintauschen. 30

31 Mit Air Berlin haben wir einen weiteren starken Partner für unser Vertriebsgeschäft gewonnen", so Dr. Michael Meyer, Vorstand Retail der Postbank. Ziel der Postbank ist es, über Air Berlin preisbewusste Kundengruppen zu erreichen, die die Postbank bisher nicht oder nur eingeschränkt genutzt haben. Über das Vielfliegerprogramm will die Postbank dessen Teilnehmer von den Vorteilen ihrer Produkte und ihrem Service überzeugen. Durch die Partnerschaft mit Air Berlin stärkt die Postbank ihre Präsenz im Internet und unterstreicht ihre Marktführerschaft im Online-Bereich. Teilnehmer des topbonus Programms können ab sofort das Giro plus"-konto der Postbank erwerben. Als besonderen Kundenvorteil erhalten sie nach Eröffnung des Kontos topbonus Prämienmeilen gutgeschrieben. Diese Meilen können zum Beispiel für einen innerdeutschen Hin- und Rückflug im Rahmen der Schnäppchentickets" genutzt werden. Postbank Kunden sparen Geld bei der Bargeldversorgung im Ausland Pünktlich zur Weihnachtsreisezeit profitieren die Kunden der Postbank bei der Bargeldversorgung im Ausland von der Kooperation mit der Deutschen Bank. So können sich die Kunden der Bonner Bank ab sofort mit ihrer Girocard (ehemals ec-karte/maestro-karte) an ca. 700 ausländischen Geldautomaten der Deutschen Bank kostenlos mit Bargeld eindecken. Diesen Service bietet die Postbank ihren fast 5 Millionen Privatgirokunden in den Ländern Spanien, Italien, Portugal, Polen, China und Indien an. Neben diesem neuen Service können Postbank Kunden weiterhin mit ihrer SparCard, dem Sparbuch im Scheckkarten-Format, im Ausland 10-mal im Jahr entgeltfrei Bargeld abheben. Weltweit stehen dafür über 1 Million VISA Plus-Geldautomaten zur Verfügung. Außerdem wird die Spareinlage verzinst. Im Inland baut die Postbank das SB-Banking-Netz für ihre Kunden ebenfalls sukzessive weiter aus. Dabei konzentriert sie sich verstärkt auf bankenunabhängige Standorte mit hoher Kundenfrequenz. In diese Richtung gehen die strategischen Kooperationen mit Shell und OBI. Interessenten suchen sich ihre Bargeldquelle" unter und Telekommunikation Gutachten vor EuGH: Billigere Auslandstelefonate rechtens Offenbar haben die 4 größten europäischen Mobilfunkbetreiber mit ihrer Klage gegen die Preisdeckelung der EUKommission für grenzüberschreitente Gespräche keine Chance. Generalanwalt Poaires Maduro wies in seinem Gutachten für den Europäischen Gerichtshof (EuGH) am 1. Oktober 2009 in Luxemburg die Klage von Vodafone, T-Mobile, Orange und O2 gegen die Preisdiktate der Kommission zurück. Drastische Unterschiede von über 200 Prozent bei Gesprächen aus dem EU-Ausland in die Heimat und bis zu 400 Prozent bei ankommenden Telefonaten lassen sich durch die zugrunde liegenden Kosten nicht erklären, stellte Maduro in seinem Gutachten fest. Auf dem Mobilfunksektor gebe es keine augenfälligere grenzüberschreitende wirtschaftliche Tätigkeit als das Roaming. Deshalb dürfe die Preisbegrenzung zu Recht als Mittel zur Beseitigung von Hindernissen auf dem Binnenmarkt angesehen werden. Dies gelte umso mehr, als die EU-Kommission zuvor alle ihr möglichen Mittel ausgeschöpft habe. Im Vorfeld gab es wettbewerbsrechtliche Ermittlungen, Initiativen für mehr Kostentransparenz, Regulierungsmaßnahmen und politischen Druck. All dies sei aber fehlgeschlagen und von den Konzernen ignoriert worden. Der EuGH folgt in den meisten Fällen den Empfehlungen der Generalanwälte. Telekom startet ersten berufsbegleitenden Studiengang im Rahmen von Die Deutsche Telekom AG ist einer der ersten Konzerne, der den Anforderungen der Bologna-Bildungsreform im eigenen Unternehmen gerecht wird. Mit dem Pilotstudiengang Bachelor of Engineering in Telekommunikationsinformatik setzt die Telekom ihre Philosophie in die Tat um. Am 5. Oktober 2009 begrüßte der Konzern die Erstsemester zu einer Feierstunde an der Hochschule für Telekommunikation (HfTL) in Leipzig. Der neue Studiengang Bachelor of Engineering in Telekommunikationsinformatik ist eine von zukünftig einer ganzen Reihe von neuen Perspektiven für die Mitarbeiter der Deutschen Telekom, sich berufsbegleitend weiter zu qualifizieren. Die Weiterbildung im Unternehmen gewinnt damit an Attraktivität und entspricht gleichzeitig den Anforderungen der Bologna-Reform. Ich habe schon lange gefordert, dass moderne Unternehmen zum Co-Produzenten von Bildung werden müssen. Jetzt kann ich Ihnen in der Praxis anschaulich zeigen, was das bedeutet", sagt Personalvorstand Thomas Sattelberger. 31

32 Gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat hat die Telekom eine Vereinbarung geschlossen, die Mitarbeitern ein Studium neben dem Beruf erleichtert. Der Konzern bietet zukünftig neue Perspektiven sowohl für Bachelor-Absolventen, die den Master berufsbegleitend anschließen wollen, als auch für Absolventen der dualen Berufsausbildungen des Unternehmens, die berufsbegleitend den Bachelor erwerben möchten. Die Deutsche Telekom ist damit Vorreiter innovativer Bildungspolitik, die durch ihre Durchlässigkeit allen Talenten Bildungschancen eröffnet. Das berufsbegleitende Studium findet parallel zum beruflichen Alltag und außerhalb der Arbeitszeit statt. Um Studium und Beruf in Einklang zu bringen, sind das Vorlesungsprogramm der Kooperationshochschulen sowie die Arbeitszeit im Unternehmen aufeinander abgestimmt. Vorlesungen und Seminare finden nicht - wie bei einem herkömmlichen Studiengang üblich - tagsüber, sondern 2- bis 3 mal wöchentlich abends, an den Wochenenden oder gebündelt in Blockphasen statt. Das berufsbegleitende Studium erfordert deshalb persönlichen Einsatz sowie ein gutes Selbstmanagement. Mit der Förderung von Bachelor- und Masterstudiengängen kommt die Deutsche Telekom AG dem steigenden Interesse der Beschäftigten an akademischer Weiterbildung nach und erhöht damit gleichzeitig die Arbeitgeberattraktivität und die Bindung von talentierten Fach- und Führungskräfte an den Konzern. Die Studierenden erhalten sowohl finanzielle als auch zeitliche Unterstützung. Der Konzern übernimmt jeweils die Hälfte der Studiengebühren und stellt die studierenden Mitarbeiter bis zu 10 Arbeitstage im Studienjahr für Prüfungen frei. Damit ist die Telekom eines der ganz wenigen Unternehmen, die auf diesem Feld der beruflichen Bildung Akzente setzen. Das Unternehmen wird seine Mitarbeiter bei der Weiterbildung in den Studienrichtungen Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaftlehre, sowie Informations- und Kommunikationstechnologie unterstützen. Die Ausweitung des Angebots auf Promotionsstipendien ist bereits geplant. Somit kann die Deutsche Telekom zukünftig mit vom Praktikum bis zur Promotion alle nur denkbaren Perspektiven bieten. Exklusives T-Mobile Pulse geht an den Start Foto: Deutsche Telekom AG Seit Anfang Oktober 2009 bietet T-Mobile das T-Mobile Pulse an. Mit dem Gerät setzt die Deutsche Telekom ein Highlight für die unbegrenzte Kommunikation, Information und Unterhaltung unterwegs, schreibt die Telekom in ihrer Pressemitteilung. Das stylische Smartphone mit Android-Betriebssystem verfügt über die neue Benutzeroberfläche MyCommunity und unterstützt das Mediencenter; darüber hinaus erlaubt es einen komfortablen Zugriff aufs Internet. Beliebte Web-Dienste wie die Google Suchmaschine, Google Mail und Google Maps lassen sich mit dem TMobile Pulse direkt nutzen. Mithilfe der Download-Angebote vom Android Market ist es nach Wunsch personalisierbar dafür stehen Tausende Programme und Spiele bereit. Die Navigationslösung Mobile Navigator lässt sich per Downloadlink auf dem Gerät installieren, Kunden können sie 30 Tage lang kostenlos und unverbindlich testen. Das T-Mobile Pulse ist in Verbindung mit dem Tarif Combi Flat M bereits ab 4,95 Euro erhältlich. Ohne Vertrag kostet das Handy 289,96 Euro. Das T-Mobile Pulse ist bereits das 3. Android-basierte Handy im Endgeräte-Portfolio von T-Mobile. Mobile Navigator erst testen, dann kaufen Dank des eingebauten GPS-Empfängers lässt sich das T-Mobile Pulse auch als kompaktes Navigationsgerät einsetzen. T-Mobile Kunden steht ein Downloadlink zur neuen Navigationssoftware von Navigon zur Verfügung. Der Mobile Navigator ist leicht zu bedienen und gibt Auskünfte zu Weglänge, Ankunftszeit, Raststätten, Tankstellen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Grenzübertritten. Darüber hinaus sind über Sehenswürdigkeiten wie Theater, Hotels und Einkaufszentren bereits integriert. Für solche Anwendungen sowie für Apps, die den Zugriff aufs Internet vereinfachen, stehen auf dem großen Touchscreen-Display des T-Mobile Pulse 6 personalisierbare Startseiten zur Verfügung. So haben Kunden unterwegs ihre Kontakte, Fotos und Videos ebenso rasch zur Hand wie ihre Lieblingsspiele, ihre wichtigsten Websites und sozialen Netzwerke. Top-Technik Die HSPA-Technik des T-Mobile Pulse bringt Internetverbindungen auf ein Spitzentempo von bis zu 7,2 Mbit/s im Downstream und 2 Mbit/s im Upstream. Das Display zeigt 320 x 480 Pixel mit über 16 Millionen Farben an und je nach Ausrichtung des Handys im Hoch- oder Querformat. Eine eingebaute 3,2-MP-Autofokuskamera ermöglicht brillante Foto- und Videoaufnahmen, die sich direkt ins Internet versenden lassen. Über einen 3,5 mm Klinkenadapter oder Bluetooth können Nutzer bequem Headsets oder Musikboxen anschließen. Zum Lieferumfang gehören ein schwarzes und ein weißes Cover sowie eine 2 GB MicroSD-Speicherkarte. 32

33 D geht in die Testphase: So einfach wie und so sicher wie die Papierpost Dr. Hans Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, hat am 8. Oktober 2009 auf einer Pressekonferenz in Berlin den Beginn der Pilotierung von D am 9. Oktober angekündigt: Mit der D wird Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Verwaltung eine einfach zu nutzende Technologie angeboten, um sicher, rechtsverbindlich und vertraulich im Internet miteinander zu kommunizieren. Das ist im E-Business ebenso wichtig wie im E-Government." Die Rahmenbedingungen für die sichere und vertrauliche Kommunikation im Internet - und damit für mehr Selbstbestimmung in der Informationsgesellschaft - werden vom Staat bestimmt. Die Umsetzung von D in Form konkreter Produkte bzw. Dienste erfolgt durch interessierte Unternehmen, die sich an diesen Rahmen halten. Auf diese Weise entsteht mit D eine flächendeckende und gleichzeitig wettbewerbsfreundliche Infrastruktur für sichere elektronische Kommunikation, die voraussichtlich ab dem kommenden Jahr bundesweit genutzt werden kann. Neben wichtigen Unterstützern wie dem Hightech-Verband BITKOM und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.v. ist es dem Engagement der Internet Service Provider 1&1 Internet AG mit GMX und WEB.DE, sowie T-Home und T-Systems zu verdanken, dass D inzwischen soweit ausgereift ist, dass die Pilotierung am 9. Oktober 2009 in Friedrichshafen am Bodensee begonnen werden kann. Bei der bundesweiten Einführung von D werden die Anbieter durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) akkreditiert. Bürgerinnen und Bürger, die D nutzen wollen, können sich auf die von den Providern bereitgestellte Sicherungsinfrastruktur verlassen. Denn die Anbieter müssen vorab definierte Anforderungen an die Sicherheit im Rahmen einer sorgfältigen Überprüfung durch das BSI nachweisen und zwar bevor sie in Betrieb gehen", erläuterte Dr. Hartmut Isselhorst, Abteilungspräsident im BSI auf der Pressekonferenz. Abgesicherte Anmeldeverfahren und Verbindungen zu dem Provider sowie verschlüsselte Transportwege sorgen dabei für einen rechtsverbindlichen D -Versand und -Empfang. Die D macht s sicher, und zwar für alle. D s sind vertraulich wie ein persönlich überreichter Brief und komfortabel wie ein Mausklick. Die D wird E-Government und E-Commerce so richtig in Schwung bringen", prophezeite Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Hightech-Verbands BITKOM. An der Entwicklung von D beteiligen sich 4 Internet Service Provider. Auf der Pressekonferenz erläuterten sie ihre Motive für die Beteiligung an dem Projekt. Jürgen Schulz, Leiter Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber, T-Systems: Erstmals haben wir die Chance, dass sich vertrauliche, fälschungssichere und rechtsverbindliche elektronische Kommunikation deutschlandweit durchsetzt. Die Deutsche Telekom und T-Systems unterstützen dieses wichtige Projekt deshalb mit besonderem Engagement. Und wir freuen uns sehr darüber, dass der Startschuss für die D in unserer Zukunftswerkstatt T-City fällt." Für die 1&1 Internet AG, sprach Tino Anic, Head of Portal Applications: Das gemeinsame Ziel unserer Marken GMX und WEB.DE ist es, für die Art von elektronischer Kommunikation, die eine hohe, standardisierte Rechtssicherheit und Rechtsverbindlichkeit erfordert und daher aktuell noch in Papierform erfolgt, ein entsprechendes digitales Angebot für unsere Nutzer zu schaffen." Christoph Schmallenbach, Mitglied des Vorstandes, Generali Deutschland Holding AG sowie Mitglied des Ausschusses Betriebswirtschaft und Informationstechnologie des GDV e.v.: In einer Welt, in der das Internet unverzichtbar geworden ist, hat die elektronische Kommunikation auch in der Versicherungswirtschaft eine zentrale Bedeutung, die in Zukunft noch weiter zunehmen wird. Um den zu Recht hohen Anforderungen an eine datengeschützte und sichere -Kommunikation Rechnung zu tragen, gilt es nun, eine für alle zugängliche Infrastruktur zu schaffen. Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich daher im Projekt Bürgerportale/D im Sinne ihrer Kunden und Partner von Anfang an aktiv eingebracht und ist Vorreiter bei der Pilotierung. Erste D verschickt Jahre nachdem Prof. Werner Zorn, einer der Gründerväter des deutschen Internet, die erste empfing, die jemals an ein deutsches Postfach geschickt wurde, hat ihm Dr. Bernhard Rohleder vom Hightech-Verband BITKOM am 8. Oktober 2009 die erste D geschickt. Dr. Hans Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, erläuterte im Anschluss an diese Premiere: D ist eine Weiterentwicklung der einfachen wie wir sie heute alle kennen. Die Weiterentwicklung besteht darin, dass Bürgerinnen, Bürger, Unternehmen und auch die Verwaltung mit D eine einfach zu nutzende Technologie an die Hand bekommen, mit der sie sicher, rechtsverbindlich und vertraulich im Internet miteinander kommunizieren können. Geschäftliche An 33

34 gelegenheiten oder Behördenkommunikation, für die bisher der Postweg oder sogar persönliches Erscheinen nötig waren, können mit D einfacher, schneller und von jedem Ort aus vollständig elektronisch erledigt werden. D ist damit so einfach wie die und so sicher wie die Papierpost. Der Versand der D erfolgte auf einer Pressekonferenz des Bundesinnenministeriums in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund anlässlich der am nächsten Tag beginnenden 6-monatigen Pilotierung von D in Friedrichshafen. Ab dem kommenden Jahr soll D bundesweit eingeführt werden. Die erste versandte D im Wortlaut: Betreffzeile: Erste D in Deutschland Sehr geehrter, lieber Herr Prof. Zorn, vor 25 Jahren haben Sie die erste in Deutschland empfangen. Schon damals war klar, dass die eine einzigartige Erfolgsgeschichte schreiben wird. Ein Vierteljahrhundert später machen wir einen weiteren großen Schritt und Sie sind wieder an der Premiere beteiligt: Heute erhalten Sie die erste D in Deutschland. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich die D ebenso durchsetzen wird wie die bekannte . D s sind vertraulich wie ein persönlich überreichter Brief und komfortabel wie ein Mausklick. Die D wird E-Government und E-Commerce so richtig in Schwung bringen. Herzliche Grüße Bernhard Rohleder Die Antwort auf die erste versandte D Betreffzeile: Vertrauen ist gut, D ist besser! Sehr geehrter Herr Dr. Rohleder, herzlichen Dank für die erste D . Mit zunehmender rechtlicher Relevanz der Kommunikation über das offene Internet stellt dieser neue Dienst einen großen Schritt nach vorn dar, über den ich mich schon zu meiner Zeit an der Uni Karlsruhe gefreut hätte. Ich wünsche dem Projekt eine große Akzeptanz und seinen Förderern und Anbietern viel Erfolg! Ihr Prof. Werner Zorn Quelle: Bundesinnenministerium Deutsche Telekom startet D -Pilot in Friedrichshafen Die Deutsche Telekom startete am 9. Oktober 2009 gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium und weiteren Partnern das D -Pilotprojekt in Friedrichshafen. Mit D sollen künftig Dokumente sicher und rechtsverbindlich über das Internet verschickt werden. Für 6 Monate wird die Technologie in Friedrichshafen erprobt. D soll sich künftig für die rechtsverbindliche Kommunikation über das Internet bundesweit bei Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung etablieren. D macht das vernetzte Leben und Arbeiten im Internet deutlich sicherer", so Jürgen Schulz, Leiter des Geschäftsbereichs Öffentliche Auftraggeber bei TSystems. Mit D haben wir erstmals die von links nach rechts: Erwin Schwärzer, Referatsleiter IT 1, BundesministeriChance, dass sich die sichere und rechtsverbindlium des Innern; Andreas Brand, Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshache elektronische Kommunikation deutschlandweit fen; Jens Mayer, Projektleiter D bei T-Home; Gert Metternich, Projektleiter D bei T-Systems; Walter Geirhos, Leiter Informatik Vorentwickbei privaten Nutzern, Wirtschaft und öffentlicher lung, ZF Friedrichshafen AG; Leslie Romeo, Head of Mail Services Germany Verwaltung durchsetzt. Die Deutsche Telekom unbei der 1&1 Internet AG. Foto: Bundesinnenministerium terstützt dieses Projekt deshalb mit besonderem Engagement. Und wir freuen uns sehr darüber, dass der Startschuss für die D in unserer Zukunftswerkstatt T-City fällt." Bis 9. Oktober hatten sich neben der Stadt Friedrichshafen bereits zahlreiche Unternehmen als Test-Nutzer angemeldet. Dazu gehörten unter anderem EADS, ZF Friedrichshafen, die Volksbank Friedrichshafen, die Citibank und 34

35 die Sparkasse Bodenseekreis. Auch Firmen, die selbst nicht in Friedrichshafen ansässig sind, aber geschäftliche Verbindungen in die Stadt haben, können am D -Piloten teilnehmen. Die T-City-Stadt Friedrichshafen verfügt nicht nur über eine der modernsten Breitband-Infrastrukturen in Deutschland, sondern arbeitet auch eng mit Bürgern und Unternehmen zusammen, um neue innovative IT- und Kommunikationslösungen zu entwickeln und auszuprobieren. Schulz: Aus unserer Sicht die ideale Pilotstadt für D . Voraussetzung für die Nutzung von D ist, dass sich Sender und Empfänger einmalig registrieren und - ähnlich wie bei der Eröffnung eines Online-Bankkontos - eindeutig identifizieren. Nach erfolgreicher Überprüfung wird der Zugang mit eigenem Postfach eingerichtet und frei geschaltet. Danach kann der Nutzer mit seinem persönlichen Kennwort von jedem beliebigen Rechner aus D s versenden und empfangen. Zusätzliche Hardware ist nicht erforderlich. Elektronisch signiert und rechtsverbindlich Um den Versand und die Zustellung einer D nachweisen zu können, erhält der Absender vom Provider außerdem eine automatische Versand- und Zustellbestätigung. Diese ist qualifiziert elektronisch signiert und damit rechtsverbindlich. D ist damit die erste Form der Online-Kommunikation, die rechtlich gesehen einem Einschreiben entsprechen wird. Vergleichbar mit einem herkömmlichen Brief, wird sie in dem Moment rechtsverbindlich, in dem sie nachweislich das -Postfach des Empfängers erreicht hat. Bewährte Standardtechnologien als Basis Das Thema Sicherheit stand in der Entwicklungsphase von D an erster Stelle. D -Anbieter müssen künftig in einem staatlichen Zertifizierungsverfahren nachweisen, dass sie hohe Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz erfüllen", sagt Gert Metternich, Projektleiter D bei T-Systems. Dazu komme, dass D technologisch auf bestehenden, nachweislich sicheren Standardtechnologien basiere. So werde beispielsweise für die Verbindungen zum jeweiligen Anbieter das aus dem Online-Banking bekannte SSL-Verfahren genutzt. Secure SocketsLayer" sei ein Verschlüsselungsprotokoll zur Datenübertragung im Internet, so Metternich weiter. Beirat will zügigen Ausbau des mobilen Internets / Weiße Flecken in Deutschland sollen getilgt werden / Beirat weist Kritik der EU-Kommission am Versteigerungsverfahren zurück Der Beirat bei der Bundesnetzagentur unter Vorsitz des brandenburgischen Wirtschaftsministers Ulrich Junghanns, hat sich am 12. Oktober 2009 einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Bundesnetzagentur ein Paket von insgesamt 360 Megahertz an Frequenzen vergibt. Der Beirat begrüßt die im Frühjahr 2010 geplante Versteigerung und erwartet einen raschen Ausbau des mobilen Internets und anderer Telekommunikationsdienstleistungen. Das Votum des Beirates wertet sein Vorsitzender Minister Junghanns als Meilenstein für die Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem Internet. Dies bringe einen Schub für den Ausbau des Breitbandnetzes und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe auch abseits von Ballungszentren, betonte der Minister. Die Politik hat sich die Tilgung der Weißen Flecken zum Ziel gesetzt. Mit dem heutigen Tag haben wir dabei einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht, sagte er. Durch die Umstellung der Rundfunkausstrahlung von analoger auf digitale Technik wurde ein zusammenhängendes Frequenzband frei und konnte der Nutzung für drahtlose Telekommunikationsdienste zugeführt werden. Die besonders begehrten Frequenzen im 800-Megahertz-Bereich, auch als die Digitale Dividende bezeichnet, ermöglichen mit relativ wenigen Funkstationen den Netzausbau in ländlichen Regionen, die bis heute auf schnelles Internet verzichten müssen. Diese sogenannten Weißen Flecken können mit Glasfaserkabel für den Breitbandanschluss nicht wirtschaftlich erschlossen werden. Die neue mobile Breitbandtechnologie benötigt außerdem ein ausreichend zusammenhängendes Spektrum, um hohe Datenmengen transportieren zu können. Die Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur hatte ihrem Beirat, der sich aus je 16 Mitgliedern des Bundestages und Vertretern der Länder zusammensetzt, den Entscheidungsentwurf über die Auktions- und Vergaberegeln zugeleitet. Die Festlegungen und Regelungen zum Frequenzvergabeverfahren sind nach dem Telekommunikationsgesetz im Benehmen mit dem Beirat zu treffen. Beirat weist EU-Kritik zurück Der Beirat der Bundesnetzagentur hat die Kritik der EU-Kommission an den Modalitäten der geplanten Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen in Deutschland im kommenden Jahr zurückgewiesen. Der Beirat zeigte sich befremdet über den Versuch der EU-Kommission, Einfluss auf die Entscheidung zu nehmen, ohne dass dafür eine Rechtsgrundlage besteht", erklärte das Gremium im Anschluss an seine Sitzung am 12. Oktober Der Beirat habe die Netzagentur gebeten, Bedenken der EU-Kommission wegen etwaiger Wettbewerbsverzerrungen, welche die Kommission bereits im Vorfeld der Entscheidung geäußert habe, zurückzuweisen, hieß es in einer Mitteilung weiter. Die geplante Auktion selbst wurde dabei vom Beirat begrüßt". 35

36 Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte berichtet, die zuständige EU-Kommissarin für Telekommunikation, Viviane Reding, bezweifele, dass die vorgesehenen Auktionsregeln mit EU-Recht vereinbar seien. So zeichne sich bei der Vergabe eine eindeutige Diskrepanz" zu Lasten von E-Plus und O2 ab, zitierte die Zeitung aus einem Schreiben an Matthias Kurth, den Präsidenten der Bundesnetzagentur. Nach dem Willen der Bundesnetzagentur sollen im 2. Quartal 2010 Frequenzen im Bereich 800 Megahertz (MHz), 1,8 Gigahertz (GHz), 2 GHz sowie 2,6 GHz versteigert werden. Besondere Relevanz haben dabei die Frequenzen im 800-MHz-Bereich, da sie eine höhere Reichweite ermöglichen. Sie sind durch die Digitalisierung im Rundfunk frei geworden - daher auch die Bezeichnung Digitale Dividende". Die Konzerne sollen diese Frequenzen dazu nutzen, ländliche Gebiete mit mobilen Internetzugängen zu versorgen gemäß der Breitbandinitiative der Bundesregierung, nach der bis spätestens Ende 2010 die bislang nicht versorgten Gebiete mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen abgedeckt sein sollen. Laut einem Entwurf, den die Bundesnetzagentur im Juli zur Kommentierung vorgelegt hatte, sollen die 800-MHzFrequenzen in 6 Blöcken à 2 mal 5 MHz vergeben werden, wobei es hier je nach Bieter Einschränkungen geben soll. So dürfen die beiden D-Netz-Betreiber T-Mobile und Vodafone nach diesen Plänen für jeweils 2 Blöcke bieten, die beiden E-Netzbetreiber E-Plus und O2 für je 3. Begründet wurde dies damit, dass sowohl T-Mobile als auch Vodafone bereits über mehr Frequenzen im ebenfalls niedrigen 900-MHz-Bereich verfügen als die beiden kleineren Konkurrenten. Letztere fühlen sich trotz der unterschiedlichen Beschränkungen benachteiligt und haben die Pläne scharf kritisiert. Um Chancengleichheit herzustellen, sollten T-Mobile und Vodafone nach den Vorstellungen der EU-Kommission einen Teil der Frequenzen aus dem 900-MHz-Spektrum an die beiden Konkurrenten abgeben, berichtete die FAZ. Denkbar sei auch, in der Versteigerung die Bietrechte von T-Mobile und Vodafone um neue Frequenzen stärker zu beschränken, so die Zeitung. Ob die Netzagentur mit Blick auf die Auktion einige Modalitäten, wie sie im Entwurf dargelegt wurden, geändert habe, wollte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage Mitte Oktober nicht sagen. Bundesagentur veröffentlicht Entscheidungen zur Frequenzversteigerung / E-Plus und O2 wehren sich vor Gericht Präsidium der Bundesnetzagentur während der Pressekonferenz im Vorfeld der geplanten Frequenzauktion: v. li Präsident Matthias Kurth, Vizepräsidentin Dr. Iris Henseler-Unger, Vizepräsident Johannes Kindler Foto: Bundesnetzagentur Die Bundesnetzagentur veröffentlichte in ihrem Amtsblatt Nr.20 vom 21.Oktober 2009 und auf ihrer Internetseite 2 Entscheidungen der Präsidentenkammer zur Frequenzregulierung. Die 1. Entscheidung regelt Modalitäten zur Vergabe von Frequenzen für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdienstleistungen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz. Zur Versteige 36

37 rung stehen Frequenzen im Umfang von insgesamt 360 MHz. Dazu zählt auch das 60 MHz breite Spektrum im Bereich bei 800 MHz, die sogenannte Digitale Dividende. Die interessierten Unternehmen können sich nun bis zum 21. Januar 2010 um eine Zulassung zu der Versteigerung bei der Bundesnetzagentur bewerben. Die Frequenzauktion ist für das 2. Quartal 2010 geplant und soll in Form einer offenen aufsteigenden simultanen Mehrrundenauktion erfolgen. Dieses Auktionsverfahren hat sich in vorangegangenen Versteigerungen bewährt, z.b. bei der UMTS-Auktion im Jahr 2000 sowie der Auktion der BWAFrequenzen vor 3 Jahren. Die 2. Entscheidung der Präsidentenkammer zur Flexibilisierung bestehender Frequenznutzungsrechte betrifft Frequenzen in den Bereichen 450 MHz, 900 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 3,5 GHz. Sie legt die Rahmenbedingungen zur Flexibilisierung bestehender Frequenzzuteilungen fest. Dadurch sollen frequenztechnische, wettbewerblich-ökonomische und internationale Entwicklungen nachvollzogen werden. Gegen die Auktion wehren sich die beiden Mobilfunkbetreiber E-Plus und O2 vor Gericht. Sie wollen bei der Vergabe der Frequenzbereiche mit besonders hoher Reichweite bevorzugt werden. Bei einer freien Auktion befürchten sie, gegen die finanzstarken Marktführer T-Mobile und Vodafone den Kürzeren zu ziehen, wenn sich die beiden Marktführer Vodafone und T-Mobile, die bereits heute über das Gros von Frequenzen mit hoher Effizienz und Wirtschaftlichkeit verfügen, auch vom neuen Frequenzkuchen unter 1 GHz 2 Drittel sichern. Damit widerspreche die Entscheidung der Bundesnetzagentur den Vorgaben des Telekommunikationsgesetzes und dort insbesondere dem Regulierungsziel eines chancengleichen Wettbewerbs, so E-Plus. Ein chancengleicher Wettbewerb, der Voraussetzung für die Breitbandstrategie der Bundesregierung ist, werde so behindert. Unter anderem aus diesem Grund legte die E-Plus Gruppe Klage gegen das geplante Vergabeverfahren beim Verwaltungsgericht Köln ein. Parallel dazu wird das Unternehmen kurzfristig ein davon unabhängiges gerichtliches Eilverfahren einleiten. Kabelnetzbetreiber Unitymedia erstmals mit 120 Mbit/s in Deutschland Am 2. November startete Unitymedia, der Breitbandkabelnetz-Betreiber in Nordrhein-Westfalen und Hessen, in Köln und Aachen die schnellste Datenverbindung Deutschlands mit 120 Mbit/s. Die Upload-Geschwindigkeit erreicht mit 5 Mbit/s dabei auch stolze Werte. Möglich wird das neue Spitzentempo durch den erstmaligen Einsatz des international etablierten Kabel-Standards EuroDOCSIS 3.0 im Unitymedia-Kabelnetz. Die Datenübertragung über Kabel ist DSL- und VDSL-Angeboten hinsichtlich Geschwindigkeit deutlich überlegen. Während aktuelle VDSLAnschlüsse maximal 50 Mbit/s im Download bieten, ermöglicht das UnitymediaKabel mehr als doppelt so hohe Geschwindigkeiten. Foto: Unitymedia EuroDOCSIS 3.0 steht für die 3. Generation der internationalen Spezifikation, mit der Datenübertragungsgeschwindigkeiten von weit über 300 Mbit/s erzielt werden können. Das bedeutet, dass Unitymedia auch mit der 120 Mbit/s-Flatrate die Möglichkeiten seines Netzes bei weitem noch nicht ausgereizt hat. Im Gegensatz zur DSL-basierten Übertragung steht Internetnutzern mit Kabelanschluss stets die volle Bandbreite zur Verfügung, unabhängig von der Entfernung zwischen dem Endkunden und dem nächsten Netzknoten. Aktuell bietet der Kabelnetzbetreiber Triple-Play Produkte mit Digital TV, Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz und Internet-Flatrate mit bis zu 32 Mbit/s im Download an. Das derzeit beliebteste Produkt Unity3play gibt es bei vorhandenem Kabelanschluss bereits ab 25 Euro monatlich. Die Mindestvertragslaufzeit liegt bei 12 Monaten. Erstmals sind 1- und 2-stellige Internet-Domains erlaubt Bisher war es laut den Regeln der Denic nur möglich, Internet-Domains mit mindestens 3 Zeichen zu nutzen. Ab dem 23.Oktober 2009 ist es möglich, Internetadressen mit dem deutschen Länderkürzel.de zu registrieren, die nur aus 1 oder 2 Zeichen bestehen. Hintergrund des neuen Angebots ist eine Reaktion der deutschen Domain-Registrierungsstelle Denic auf das so genannte vw.de-urteil. Der Automobilkonzern hatte in einem Gerichtsverfahren das Recht auf die Registrierung der Adresse vw.de erstritten. In der Folge hat die Denic vergangene Woche ihre Registrierungsrichtlinien überarbeitet und lässt nun neben den kurzen Internetadressen auch Domainnamen zu, die nur aus Ziffern bestehen oder mit Autokennzeichen oder anderen Top-Level-Domains identisch sind. 37

38 Telekom will unter der neuen Regierung keine Regulierung mehr Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.v. BREKO meldete am 20. Oktober 2009, die Deutsche Telekom übe derzeit Druck auf die laufenden Koalitionsverhandlungen der CDU/CSU und der FDP aus mit dem Ziel, möglichst ganz aus der Regulierung der Bundesnetzagentur entlassen zu werden. Ferner wolle das Bonner Unternehmen erreichen, bis zur Entlassung aus der sektorspezifischen Regulierung, auch Zugangsnetze der Wettbewerbsunternehmen in die Regulierung aufzunehmen. Vor beiden Bestrebungen der Telekom warnt der Verband BREKO, in dem unter anderem über 30 alternative Anschlussnetzbetreiber zusammengeschlossen sind. Den Forderungen stünden doch erhebliche marktbeherrschende Positionen gegenüber. Zum Beispiel stehen laut BREKO 90 Prozent der Teilnehmeranschlussleitungen im Eigentum der Deutschen Telekom, davon sind 70 Prozent der Anschlusskunden im eigenen Festnetz. Ferner besitzt die Telekom einen Marktanteil von über 50 Prozent im Anschlussbereich auf dem DSL-Markt. Daher führen die Kritiker an, der Ex-Monopolist sei auch nach über 11 Jahren Liberalisierung noch immer marktbeherrschend, und im Teilnehmeranschlussbereich herrsche noch immer kein selbsttragender Wettbewerb. Kabel BW mit 100 MBit/s für 70 Prozent der Kunden Der Kabelnetzbetreiber für Baden-Württemberg, Kabel BW, bietet seinen Kunden schon in großen Teilen seiner Anschlussregionen den schnellen DSL Anschluss mit bis zu 100 Mbit/s an. Seit Sommer 2009 hat Kabel BW sein Netz weiter aufgerüstet. Die Aufrüstung wurde dabei in 70 Prozent des eigenen Netzes durchgeführt. Dabei hat das Unternehmen auf den neuen Internet-Standard DOCSIS 3.0 umgerüstet, welcher die 4-fache VDSL25-Bandbreite unabhängig von der Entfernung zum Netzknoten möglich macht. Bis Mitte 2010 wird das gesamte Netz auf eine Internet-Bandbreite von 100 Mbit/s aufgerüstet sein. Im Doppel-Flatrate Angebot CleverKabel 25 (Internet-Flat mit bis zu 25 Mbit/s und Telefon-Flatrate) für monatliche 29,90 Euro gibt es ein Startguthaben von 120 Euro. Bei Buchung der Pakete CleverKabel Internet (Internet-Flat mit bis zu 20 Mbit/s und Telefonanschluss) und CleverKabel Telefon (Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz) für 19,90 Euro erhalten Neukunden 60 Euro Gutschrift. Zukunft 3.0: Innovative Tarifpakete: Vodafone mit erstem konvergentem Tarifportfolio für Geschäftskunden Als erster deutscher Telekommunikationsanbieter führte Vodafone Anfang November 2009 ein konvergentes Festnetz-Tarifportfolio für Geschäftskunden ein. Von kostenloser Gruppentelefonie über unbegrenzte Anrufe ins D2Netz bis hin zu einer kompletten Flatrate für alle Gespräche in alle Netze innerhalb Deutschlands: Die neuen Festnetz-Tarife basieren auf einer Flatrate-Struktur. Der Kunde kann sich zwischen verschiedenen Anschluss- und Paket-Varianten entscheiden, die in ihrer Leistung aufeinander aufbauen. Jeder höhere Festnetz Professional Tarif inkludiert automatisch den Umfang der kleinen Pakete. Die extrem flexible Tarifstruktur sorgt beim Businesskunden für absolute Transparenz und volle Kostenkontrolle. Die Paket-Namen mitsamt ihrer Inklusiv-Zonen wurden an das bereits existierende Modell im Mobilfunk angepasst. So beginnen die neuen Tarife mit dem Professional Paket M bestehend aus einem Sprachanschluss, einem DSL-Zugang mit Flatrate und Bandbreite 6 Mbit/s und kostenloser Telefonie für alle unternehmensinternen Gespräche und setzen sich fort über die Größen L und XL bis hin zum Full-Flat-Paket Professional XXL, das die Leistungen aller anderen Pakete und zusätzlich eine Flatrate für alle Standardgespräche innerhalb Deutschlands in alle verfügbaren Netze beinhaltet. Beispiel für die Paketausstattung: Festnetz Professional Paket M Das kleinste Professional Paket M inkludiert einen Mbit/s-DSL-Anschluss, eine Telefon-Flatrate für Telefonie in der definierten Group, das heißt alle Mitarbeiter einer Firma telefonieren ohne zusätzliche Kosten miteinander mit allen Festnetz- und Mobilfunk-Anschlüssen des Vertrages. Hierbei spielt es keine Rolle ob vom Festnetz- zum Festnetzanschluss, vom Mobiltelefon zu Mobiltelefon oder vom Festnetzanschluss zum Mobiltelefon oder umgekehrt telefoniert wird. Daneben kosten Orts-, Nah- und Ferngespräche ins Deutsche Festnetz weiterhin 1,9 Cent/Minute, Telefonate in die Mobilfunknetze beginnen ab 13,5 Cent/Minute. Das Vodafone Festnetz Professional Paket M kostet monatlich 24,95 Euro am Komfortanschluss. Für einen monatlichen Aufpreis von 5,- Euro kann es auch am Anlagenanschluss bezogen werden. Dies gilt für alle Pakete. Mobiles Internet von O2 HSPA+ startet in München Erstmals Download mit bis zu 28 MBit pro Sekunde möglich Technologiepartner ist Huawei Technologies 38

39 Telefónica O2 Germany begann am 3. November 2009 mit dem Live-Betrieb seines mobilen HSPA+ Datennetzes in einem Teilgebiet von München. HSPA+ ermöglicht den Download mit bis zu 28 Mbit/s und den Upload mit bis zu 5,76 Mbit/s. Netztechnologie sowie der Surfstick kommen vom Partner Huawei Technologies. In einer ersten Phase können O2 Bestandskunden, die im Zentrum und Westen von München bzw. rund um den Münchner Marienplatz arbeiten oder wohnen, das neue mobile Breitband-Internet testen. Dazu erhalten sie einen Huawei Stick mit einer entsprechenden mobilen Daten-Flatrate. Bis zum entstehen ihnen durch die Nutzung von HSPA+ keinerlei Mehrkosten. Die hohen Up- und Download-Geschwindigkeiten von HSPA+ ermöglichen High-Quality-Internet-Fernsehen, schnellste Reaktionszeiten für Online-Spiele und effizienteres Zugreifen von unterwegs auf Unternehmensdaten. Mobiles Internet wächst rasant und immer mehr Kunden nutzen mobile Anwendungen. Mit HSPA+ bieten wir als eines der ersten Unternehmen weltweit unseren Kunden ein völlig neues mobiles Internet-Erlebnis", so René Schuster, CEO Telefónica O2 Germany. Wir haben in den vergangenen Jahren rund 3,5 Milliarden Euro in unsere Netzinfrastrukturen investiert und der erst kürzlich veröffentlichte Connect Netztest 2009 bestätigt die hohe Qualität des O2 Mobilfunknetzes sowohl für Telefonieren als auch für mobiles Internet", so Andrea Folgueiras, CTO Telefónica O2 Germany. Bundesnetzagentur veröffentlicht erstmalig Nummerierungskonzept Die Bundesnetzagentur veröffentlichte am 4. November 2009 erstmalig ein Nummerierungskonzept. Das Konzept analysiert die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und zeigt auf, welche Veränderungen im Bereich der Nummerierung vorgesehen sind. Dabei werden sämtliche Nummernarten betrachtet und alle Entwicklungen in einen Gesamtzusammenhang gestellt. Der Aufbau des Konzepts orientiert sich an Vorgaben der Telekommunikations-Nummerierungsverordnung. Das vorgelegte Konzept schafft für die Betreiber von Telekommunikationsnetzen und die Anbieter von Telekommunikationsdiensten eine erhöhte Planungssicherheit. Gleichzeitig bedeutet es aber auch eine Stärkung des Verbraucherschutzes", betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, anlässlich der Veröffentlichung des Nummerierungskonzepts. Bei einer Reihe von Nummernarten ist eine Veränderung der regulatorischen Vorgaben beabsichtigt. So ist z. B. bei Mehrwertdiensterufnummern vorgesehen, bereits vor der Nummernzuteilung seitens der Bundesnetzagentur verstärkt zu prüfen, ob eine rechtswidrige Nummernnutzung zu erwarten ist. Bei Mobilfunkkurzwahlnummern soll zwar die Verwaltung grundsätzlich bei den Mobilfunkanbietern verbleiben, es wird jedoch ein allgemeingültiger rechtlicher Rahmen angestrebt. Dieser soll die Vermarktung von Kurzwahldiensten vereinfachen, indem z.b. geregelt wird, dass ein Diensteanbieter eine ihm von einem Netzbetreiber zugeteilte Nummer grundsätzlich in allen Mobilfunknetzen nutzen kann. Durch den beabsichtigten Ausschluss von sogenannten Kettenzuteilungen wird der Verbraucherschutz gestärkt, da dies im Streitfall die Ermittlung des Diensteanbieters erleichtert. Zukünftig wird jährlich ein Nummerierungskonzept herausgegeben. Telefonische Erreichbarkeit ohne Telefonbucheintrag Wer für andere Telefonteilnehmer erreichbar sein will, ohne im Telefonbuch zu stehen, dem wird in Zukunft eine neue Möglichkeit offeriert. Möglich wird das durch eine aktuelle Änderung im Telekommunikationsgesetz, auf die der Branchenverband BITKOM hinweist. So kann man eine spezielle Service-Hotline anrufen und nennt dort zum Beispiel Namen und Wohnort des gewünschten Gesprächspartners. Der Adressat bekommt danach eine SMS mit dem Gesprächswunsch und der Nummer des Anrufers. Er entscheidet dann selbst, ob er das Telefonat führt oder nicht. Denkbar ist auch, dass die Verbindung über die Service-Hotline direkt hergestellt wird, wenn der gewünschte Gesprächspartner zustimmt. Der Vermittlungsdienst hat die Aufgabe eines virtuellen Sekretariats. Auch Handybesitzer können so ihre Erreichbarkeit verbessern, denn viele Mobilfunknummern werden nicht ins Telefonbuch eingetragen. Die Nummer des Angerufenen bleibt bei der Vermittlung geheim. Erste Anbieter wie GoYellow.de wollen bis Ende 2009 mit dem Service starten. Der Vermittlungsdienst ist für den Anrufer kostenpflichtig und kann über die Telefonrechnung abgerechnet werden. Manche Anbieter wollen auch mit Mobilfunk-Netzbetreibern oder Internet-Communitys kooperieren. Deren Kunden können sich dann von den neuen Hotlines anrufen lassen, wenn sie dem vorher im Grundsatz zugestimmt haben. Falls ein Netzbetreiber eine Vermittlung in Eigenregie betreibt, können die Kunden bei der ersten Kontaktaufnahme widersprechen. Dieser Widerspruch untersagt dem Betreiber künftige Kontaktaufnahmen. 39

40 Deutsche Telekom und France Telecom unterzeichnen Vertrag über den Zusammenschluss von T-Mobile UK und Orange UK Die Deutsche Telekom AG und France Telecom SA haben am 5. November 2009 den abschließenden Vertrag über den Zusammenschluss ihrer britischen Gesellschaften, T-Mobile UK und Orange UK, in einem 50:50 Joint Venture unterzeichnet. Die Unterzeichnung erfolgte nach der Fertigstellung der sogenannten bestätigenden Unternehmensanalyse (confirmatory due diligence). Im Rahmen einer bindenden Vereinbarung für die Zusammenarbeit bekräftigt sie die Grundsätze, die beide Unternehmen am 8. September 2009 dargelegt hatten. Timotheus Höttges, Finanzvorstand der Deutschen Telekom unterstrich: Mit diesem Joint Venture-Vertrag haben sich Deutsche Telekom und France Telecom zu einer langfristigen Partnerschaft verpflichtet. Wir haben die Verhandlungen auf beiden Seiten sehr fair geführt. Ich bin sicher, dass dieser professionelle und partnerschaftliche Geist auch die weitere Zusammenarbeit begleiten wird. Unser Joint Venture wird als Nummer 1 neue Standards im britischen Markt setzen." Telefónica einigt sich mit Telecom Italia über Kauf von HanseNet Telefónica S.A. und Telecom Italia haben am 5. November 2009 eine Vereinbarung über den Kauf von HanseNet für einen Firmenwert von 900 Millionen Euro unterzeichnet. Nachdem der Kauf des DSL-Anbieters mit seiner Marke Alice abgeschlossen ist, wird Telefónica O2 Germany die Nummer 3 im deutschen Markt gemessen am Umsatz. Der gemeinsame Jahresumsatz der beiden Unternehmen erreicht fast 5 Milliarden Euro. Der Abschluss des Verkaufsprozesses ist für das 1. Quartal 2010 geplant. Nach Abschluss des Verkaufs wird Telefónica O2 Germany die derzeit rund 2,2 Millionen DSL-Kunden von HanseNet übernehmen. Telefónica wird damit zu einem der führenden integrierten TelePilonen der HanseNet Telekommunikation GmbH in der kommunikationsanbieter in Deutschland aufsteigen und über rund City Nord, Hamburg - Foto: Hansenet/Maren Wohlers 15 Millionen Mobilfunk- und 2,4 Millionen DSL-Kunden verfügen, erklärte René Schuster, CEO von Telefónica O2 Germany. Hansenet fürchtet nach Übernahme den Verlust von Arbeitsplätzen Beim Telekommunikationsanbieter Hansenet geht die Befürchtung nach einem Stellenabbau um, nachdem O2 den Provider übernommen hat. Mehr als 2 Drittel der Stellen in der Hansestadt könnten demnach wegfallen. Derzeit bemühen sich die Berater Roland Berger, Booz & Co. Sowie McKinsey um den Zuschlag, bei der Fusion der beiden Unternehmen für O2 beratend tätig zu sein, berichtet das manager magazin in der aktuellen Ausgabe. Brisant liest sich dabei ein Integrationsvorschlag aus dem Hause Roland Berger. Hamburg würde demnach zu einer Art Stadtnetzbetreiber degradiert. Denn Finanzwesen, Marketing oder Vertrieb würden 2011 schon von München aus betrieben. Die Callcenter mit Beschäftigten dürften ohnehin nach dem Verkauf veräußert werden. In Hamburg geht man davon aus, dass unter diesen Voraussetzungen 2011 nur noch 400 der insgesamt Arbeitsplätze in der Zentrale übrig bleiben dürften. HanseNet mit leichtem Kundenschwund --1,9 Millionen Alice Kunden Das Hamburger Telekommunikationsunternehmen HanseNet vermeldete bei der Gesamtzahl der DSL-Kunden in den ersten 9 Monaten 2009 einen leichten Kundenschwund zum Vorjahreszeitraum um 3,0 Prozent auf 2,282 Millionen. Die Zahl der Kunden mit einem Alice Komplettprodukt stieg 2009 um auf eine Gesamtzahl von 1,894 Millionen. In den ersten 9 Monaten erwirtschaftete HanseNet mit seinen Angeboten im Privat- und Geschäftskunden-Bereich einen Umsatz von 858,1 Millionen Euro. Im Mobilfunk-Bereich konnte die Kundenanzahl in den ersten 9 Monaten auf gesteigert werden. Rund 20 Prozent aller Alice Mobilfunkkunden nutzen bereits jetzt die mobilen Datendienste, die das Unternehmen seit Anfang 2009 anbietet. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg bis Ende September 2009 auf 196,7 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,49 Prozent. Seit Anfang November 2009 bietet Alice VDSL-Anschlüsse mit bis zu 50 Mbit/s im Down- und bis zu 10 Mbit/s im Upload offene Stellen für IT-Experten trotz Krise BITKOM-Studie: Bedarf an IT-Fachleuten weiterhin hoch 40

41 Gehälter in der Hightech-Branche bleiben stabil Scheer fordert Stärkung des Bundesbildungsministeriums In der deutschen Wirtschaft gibt es aktuell rund offene Stellen für ITExperten. Das ist das Ergebnis einer Studie des Hightech-Verbands BITKOM. An der repräsentativen Untersuchung nahmen mehr als Unternehmen teil. Der Bedarf an IT-Experten ist trotz der angespannten konjunkturellen Lage sehr hoch, sagte BITKOMPräsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung der Studie in Berlin. 3 Viertel der Hightech-Firmen und gut die Hälfte der Anwender von Informationstechnik haben in den vergangenen 12 Monaten IT-Fachleute eingestellt. Jede 3. Firma beklagt, dass es nach wie vor einen Mangel an IT-Experten gibt. Scheer: Selbst die schwerste Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik hat nicht zur Beendigung des Fachkräftemangels geführt. Das Problem wird noch massiver, sobald die Konjunktur wieder anzieht. Daher müsse in der neuen Legislaturperiode ein Schwerpunkt auf der Bildungs- und Zuwanderungspolitik liegen. Von den offenen IT-Stellen entfallen nach den Ergebnissen der BITKOM-Studie auf die Anwenderbranchen. Weitere Jobs sind in der ITK-Branche selbst frei, davon bei Anbietern von Software und ITDienstleistungen. Gesucht werden in erster Linie Software-Entwickler. 61 Prozent der IT-Unternehmen mit offenen Stellen suchen Fachleute, die an der Planung, Erstellung und Implementierung von Software-Lösungen arbeiten. Ebenfalls stark gefragt sind IT-Projektmanager. Es bestätigt sich der Trend, dass die Firmen überwiegend Mitarbeiter mit einer hohen Qualifikation benötigen, sagte Scheer. 2 Drittel der Unternehmen suchen ausschließlich nach Hochschulabsolventen. Kaum Abstriche müssen die Beschäftigten in der ITK-Branche beim Gehalt machen. Scheer: Die Gehälter in der Hightech-Branche sind stabil. In gut 2 Drittel (68 Prozent) der Unternehmen liegen die Gehälter auf Vorjahresniveau, bei weiteren 15 Prozent steigen die Bezüge sogar. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Einstiegsgehältern. Nur bei 1 Viertel der Unternehmen sinken sie. 2 Drittel der Firmen geben an, dass ihre Einstiegsgehälter konstant bleiben, bei 5 Prozent steigen sie. Als Berufsanfänger erhalten junge Software-Entwickler in der ITK-Branche je nach Hochschulabschluss und Zusatzqualifikationen in der Regel zwischen und Euro brutto pro Jahr. Vor dem Hintergrund des seit Jahren anhaltenden Expertenmangels muss aus Sicht des BITKOM die Modernisierung des Bildungssystems und der Zuwanderungspolitik mit ganzer Kraft vorangetrieben werden. Der Koalitionsvertrag bleibt beim Thema Bildung hinter unseren Erwartungen zurück, sagte Scheer. Es werden zwar Ziele formuliert, diese aber nicht mit konkreten Maßnahmen und Finanzierungsvorschlägen unterlegt. Hierzu gehören die Steigerung der Studienanfängerzahlen, die Reduzierung der Abbrecherquoten oder die Qualitätssicherung der Lehre an Schulen und Hochschulen. Wir hoffen, dass die Koalitionsparteien im Regierungsprogramm nachlegen. Der BITKOM schlägt im Einzelnen vor: Die Rolle des Bundes im Bildungssektor darf nicht weiter zurückgefahren, sondern muss gestärkt werden. Das Bundesbildungsministerium sollte mehr Zuständigkeiten erhalten, um nationale Bildungsstandards vorzugeben und praktisch umzusetzen. MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) sollten mindestens 1 Drittel der Unterrichtsstunden ausmachen. Die Informatik muss in der Sekundarstufe I Pflichtfach in allen Bundesländern werden. Start einer Qualifizierungsinitiative für MINT-Lehrer. Der Einsatz neuer Medien muss integraler Bestandteil des Unterrichts werden. Für berufserfahrene Lehrer müssen mehr Weiterbildungsangebote geschaffen werden. Aufbau eines E-Learning-Netzwerks für Schulen, das die Erstellung, Verbreitung und Anwendung von digitalen Lerninhalten vorantreibt und in einem 2. Schritt auf Hochschulen erweitert wird. Sicherung von IT-Anwendungskompetenz in allen dualen Ausbildungsberufen, vom Augenoptiker bis zum Zahntechniker. Einen echten Durchbruch verspricht der Koalitionsvertrag demgegenüber beim Thema Zuwanderung. Bürokratische Hindernisse sollen aus dem Weg geräumt und der Zuzug von Fachkräften nach transparenten und gewichteten Kriterien ermöglicht werden. Das bedeutet faktisch die Einführung eines Punktesystems, wie es der BITKOM seit Jahren fordert, sagte Scheer. So werde erstmals eine Zuwanderung von Hochqualifizierten möglich, die sich an den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarktes ausrichtet und formal einfach handhabbar ist. Scheer: Die Absichtserklärungen des Koalitionsvertrags zur Zuwanderung sollten jetzt möglichst schnell in ein Gesetz gegossen werden. Hinweis zur Datenquelle: In der Studie wurden vom Marktforschungsinstitut ARIS im Auftrag des BITKOM 700 Unternehmen aus der ITK-Branche und 807 Firmen aus anderen Wirtschaftszweigen befragt. Die Auswahl ist repräsentativ für die Branche bzw. für die Gesamtwirtschaft. Befragt wurden Personalverantwortliche und Geschäftsführer. Über BITKOM: Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.v. vertritt mehr als Unternehmen, davon 950 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM 41

42 setzt sich insbesondere für bessere ordnungspolitische Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein. LTE Testbetrieb im Sauerland sorgt für Daten-Highway Am WDR-Sender Nordhelle im Sauerland startete am 9. November 2009 ein Testbetrieb der neuen LTE Mobilfunktechnologie mit Datengeschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s. Die neue Funktechnologie Long Term Evolution" (LTE) ermöglicht breitbandige Übertragungen von Medieninhalten auf Basis der Internet-Technik. LTE ermöglicht 5- bis 10-mal schnellere Datenübertragungsraten als bisherige Mobilfunktechniken. Konkret sind bis 100 Mbit/s in einer Funkzelle möglich. LTE setzt komplett auf das Internet-Protokoll und nutzt damit die vorhandenen Kapazitäten wesentlich effektiver. Außer für die Sprachkommunikation (Voice over IP) kann LTE auch für schnelle, kabellose Internet-Verbindungen und für den mobilen Abruf von TV und Radio-Sendungen genutzt werden. Der Testversuch ist eine Kooperation der nordrhein-westfälischen Landesregierung, der Landesmedienanstalt, des WDR und von Vodafone, die auf Initiative des Medienministers zustande kam. Der LTE Standard bietet als sogenanntes Funkinternet für den mobilen Abruf von Radio- und Fernsehsendungen viele Chancen. Wir nehmen an dem Projekt aber auch teil, um sicherzustellen, dass andere Verbreitungswege dadurch nicht gestört werden, sagte Heinz-Joachim Weber, Direktor für Produktion und Technik im WDR. Der WDR wird überdies den Einsatz von LTE für die Übertragung von Live-Reportagen in Hörfunk und Fernsehen testen. Bei dem LTE-Versuchsprojekt in Nordrhein-Westfalen werden die neuartigen Mobilfunksignale erstmals in Europa über eine Fernsehfrequenz genutzt, die durch die Digitalisierung frei geworden ist. Die Projektpartner wollen u.a. Erkenntnisse über die Verbreitung von Medieninhalten und über Störpotenziale gegenüber anderen Funksystemen wie z.b. DVB-T oder dem Kabelfernseh-Empfang gewinnen. Entertain Pur: Telefon- und Fernsehanschluss in einem Paket Die Deutsche Telekom bietet das TV-Angebot Entertain seit Mitte November 2009 auch ohne Internetanschluss an. Entertain Pur kostet 27,95 Euro im Monat und beinhaltet einen Telefon- und Fernsehanschluss. Kunden haben damit die Möglichkeit, sowohl günstig zu telefonieren als auch das TV-Angebot und die innovativen Funktionen von Entertain zu nutzen. Entertain Pur richtet sich an Kunden, die keinen Internetanschluss benötigen, für die aber TV-Unterhaltung einen hohen Stellenwert einnimmt. Mit Entertain Pur bieten wir Telefon und Fernsehen aus einer Hand und erschließen neue Nutzergruppen für unser Entertain-Angebot., sagt Christian P. Illek, Bereichsvorstand Marketing T-Home und Geschäftsführer Marketing T-Mobile Deutschland. Kunden, die nicht am Internet interessiert sind, müssen nicht länger auf die innovativen Möglichkeiten von Entertain verzichten. Das Komplettpaket Entertain Pur umfasst neben dem Telefonanschluss mehr als 120 Sender, den Zugang zu Onlinevideothek und TV-Archiv sowie die Möglichkeit zu zahlreichen Zubuchoptionen wie beispielsweise das Bundesliga-Angebot LIGA total!. Die Timeshift-Funktion steht ebenso zur Verfügung wie die Möglichkeit HD-Inhalte zu empfangen: Alle für den Empfang von Entertain notwendigen Media Receiver sind für hochauflösende Bilder ausgerüstet. Bundesnetzagentur gewinnt Eilentscheidung zu Schaltverteilern Das Verwaltungsgericht (VG) Köln hat einen gerichtlichen Eilantrag der Deutschen Telekom abgelehnt, mit dem sich das Unternehmen gegen die von der Bundesnetzagentur angeordnete Verpflichtung zur Errichtung sogenannter Schaltverteiler gewandt hatte. Gegen diese Anordnung der Bundesnetzagentur hatte die Telekom einstweiligen Rechtsschutz beantragt, der nunmehr abgelehnt wurde. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, begrüßte die Entscheidung des VG Köln: Wir haben jetzt hinreichende Klarheit und Sicherheit für alle investitionsbereiten Wettbewerber, die sogenannte weiße Flecken über einen Schaltverteiler erschließen wollen. Ich hoffe, dass die Deutsche Telekom die Schaltverteiler-Entscheidung der Bundesnetzagentur nunmehr unverzüglich und vollständig umsetzt. Gleichzeitig appelliere ich an sie, auf diese Weise gemeinsam mit den Wettbewerbern den Ausbau bisher nicht oder nur unzureichend versorgter Gebiete mit schnellen Internetanschlüssen zügig voranzutreiben und so ein wichtiges Anliegen der Breitbandinitiative der Bundesregierung umzusetzen." Die Bundesnetzagentur hatte Anfang März 2009 eine erste Entscheidung bekannt gegeben, die Wettbewerbern der Telekom eine einfachere Erschließung und Versorgung weißer Flecken mit schnellen Internetanschlüssen ermöglichen soll. Danach muss die Telekom ihren Wettbewerbern den Zugriff auf die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die sogenannte letzte Meile, auch an einem Schaltverteiler gewähren. 42

43 Mit der Zugangsmöglichkeit zur TAL an einem Schaltverteiler verkürzt sich die Länge der Leitungen zwischen der aktiven Technik des Anbieters und dem Endkunden, wodurch eine Internetversorgung mit hoher Bandbreite erst möglich wird. Darüber hinaus wird durch die Bündelung der erforderlichen DSL-Technik an nur einem zentralen Punkt die Erschließung ländlicher Gebiete einfacher. Insbesondere entfallen die ansonsten notwendige Anbindung jedes einzelnen Kabelverzweigers und die dafür erforderlichen aufwendigen Tiefbauarbeiten. Deutsche Telekom AG und FC Bayern München AG verlängern Partnerschaft bis Innovative Angebote für Fußballfans Optimale Synergien zwischen FC Bayern Sponsorship und dem TV-Angebot LIGA total! Die Deutsche Telekom und der FC Bayern München werden ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen. Im Rahmen der neuen Vereinbarung, die bis 2013 gilt, realisieren die beiden Partner künftig weitere vielfältige innovative Angebote für Fußballfans und Anhänger des FC Bayern. Hauptsponsor Telekom erhält zusätzliche Werberechte und Leistungen. Ein zentrales Ziel ist es, die Bekanntheit und die Sympathiewerte vor allem der Marke T-Home und des TV-Angebotes LIGA total! weiter zu steigern. Schon jetzt hat die Partnerschaft der Deutschen Telekom mit dem FC Bayern München zu einer nachhaltigen Bekanntheits- und Imagesteigerung dieser Marken geführt. Diese positive Wirkung des Sponsoring-Engagements will Deutschlands führender Telekommunikationskonzern in den kommenden Jahren weiter forcieren. Mit dem Ausbau unserer Zusammenarbeit verfolgen wir klare strategische Zielsetzungen", betonte Christian P. Illek, Mitglied des Bereichsvorstands T-Home sowie Geschäftsführer Marketing T-Mobile Deutschland. Wir steigern die Medienpräsenz unserer Marke T-Home und unseres Bundesliga-Angebotes LIGA total! und erzielen damit überzeugende Mehrwerte. Das Engagement ist ein wichtiger Baustein unserer Aktivitäten zur Entwicklung und Umsetzung zukunftsorientierter multimedialer Dienstleistungen für das vernetzte Leben." Auch Henning Stiegenroth, Leiter Sportmarketing der Deutschen Telekom, unterstrich die Bedeutung der seit 2002 bestehenden Partnerschaft mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister. Wir haben unsere Aktivierungsmaßnahmen erheblich ausgeweitet und stoßen damit bei Fans und Zuschauern auf eine sehr gute Resonanz. Die durch die Partnerschaft erreichten Media- und Imagewerte überzeugen. Zudem ist unsere Zusammenarbeit zunehmend Business orientiert gestaltet. Dies alles unterstreicht, dass unsere Investition in die Partnerschaft mit Deutschlands bekanntestem Fußballclub richtig ist." Wir freuen uns, dass wir die langjährige Kooperation mit der Deutschen Telekom weiter fortsetzen werden", sagte der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG, Karl-Heinz Rummenigge. Der Anbieter des BundesligaProgramms LIGA total! ist für uns der ideale Partner und ein bedeutender Motor für die Realisierung völlig neuer Informations- und Unterhaltungsangebote für den Fußball insgesamt." Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Uli Hoeneß hob hervor: Mit der Deutschen Telekom haben wir einen Partner an unserer Seite, der sich in erheblichem Maße für den Fußball engagiert. Wir teilen mit unserem Partner Telekom die Auffassung, dass eine solche Sponsoringpartnerschaft für beide Seiten klare Vorteile bieten muss und daran arbeiten wir gemeinsam mit großem Erfolg." Messbarer, kräftiger Imagegewinn Beim FC Bayern München ist die Deutsche Telekom bereits seit 2002 unter anderem auf Trikots und Banden im Stadion, mit einem eigenen Fanbereich auf der Club-Website, der T-Home Fankurve und der Vermarktung eines FC Bayern Prepaid-Handys präsent. Seit der Saison 2007/08 gibt es zudem einen Fantarif. Für jeden Sieg der Mannschaft erhalten die Kunden 2 Euro Prämie und die Chance auf einen attraktiven Gewinn. Diese und weitere Maßnahmen im Rahmen der Partnerschaft haben sowohl die Wahrnehmung von T-Home und LIGA total! als auch die Sympathiewerte für diese Marken und den Claim Erleben, was verbindet klar gesteigert. Das belegt unter anderem eine repräsentative Befragung von TNS Infratest, Hamburg, im September Daraus geht hervor, dass bei Kennern der Sponsoring-Partnerschaft das Markenimage von T-Home um bis zu 26 Prozent über den entsprechenden Werten bei den Befragten liegt, denen die Partnerschaft nicht bekannt ist. Anders gesagt: Wer weiß, dass der FC Bayern München und die Deutsche Telekom kooperieren, schätzt T-Home bei den Markenwerten Kompetenz, Innovation, Einfachheit und Service weit überdurchschnittlich hoch ein ein eindeutiger Beleg für den Erfolg der Partnerschaft, so Stiegenroth. Erweiterte Zusammenarbeit Die neue, langfristig angelegte Vereinbarung mit dem FC Bayern bietet der Deutschen Telekom noch bessere Voraussetzungen, die Markenbekanntheit und Kundenbindung zu steigern sowie vertriebliche Ziele konsequent umzusetzen. So wird das Stadion-TV des FC Bayern im Look and Feel" von LIGA total! gestaltet. Features der Entertain-Angebote der Deutschen Telekom wie etwa das digitale Archiv und die Timeshift-Funktion sowie LIGA total! fließen in das redaktionelle Programm des Stadion-TV ein. Im Stadionumlauf sowie in den Business- und Sponsorenbereichen überträgt der FC Bayern München künftig Programme von LIGA total! und bietet damit bei jedem Heimspiel eine hervorragende Präsentationsplattform von bis zu potenziellen Neukunden für eines der Entertain-Komplettpakete. Die Deutsche Telekom erhält darüber hinaus zusätzliche Branding-Möglichkeiten wie etwa 43

44 die Präsenz auf Backdrops und Mikrofonschildern im Pressebereich und in der Mixed Zone. Damit wird die Marke LIGA total! beim FC Bayern auch im Umfeld der Medienberichterstattung direkt sichtbar. Ferner erhält die Deutsche Telekom Exklusivrechte an Contents rund um den beliebtesten deutschen Fußballverein, darunter Spielanalysen, Interviews, Homestorys und Reportagen. Mit all diesen Inhalten entwickelt der Telekommunikationsanbieter attraktive Bezahlangebote für seine Plattformen Entertain und MobileTV im Zusammenhang mit seinen Übertragungsrechten an der Bundesliga. Die neue Vereinbarung zwischen der Deutschen Telekom und dem FC Bayern München sieht auch vor, die Anzahl der Präsentationsspiele zu erhöhen. Damit kann der Hauptsponsor jährlich mit der Einbindung der Mannschaft in den T-Home Cup planen. Bereits in diesem Jahr hat die Deutsche Telekom das viel beachtete 2-tägige Turnier erfolgreich mit 6 Millionen TV-Zuschauern und Stadionbesuchern durchgeführt und damit einen erheblichen Gegenwert insbesondere für das neue Programm LIGA total! geschaffen. Deutsche Telekom bittet um Zustimmung zur Zusammenführung von T-Home und T-Mobile in Deutschland Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sollen T-Home und T-Mobile in Deutschland in einer Gesellschaft zusammengeführt werden. Die Deutsche Telekom lud daher für den 19. November ihre Aktionäre zu einer außerordentlichen Hauptversammlung nach Hannover ein, um ihre Zustimmung zur Neustrukturierung des Deutschlandsgeschäfts zu erhalten. Jetzt ist die richtige Zeit für die Zusammenführung des Mobilfunk- und Festnetzgeschäfts. 2 gesunde und wettbewerbsfähige Geschäftsbereiche werden gemeinsam noch stärker", so Vorstandsvorsitzender René Obermann. Damit reagiere der Konzern auf die Herausforderungen der Branche. Die Telekom werde künftig besser in der Lage sein, integrierte Lösungen und Services für Festnetz und Mobilfunk aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt der Konzern weiterhin auf eine effiziente Planung sowie die Vereinfachung von Technik und Vorleistungsprodukten. Die Deutsche Telekom folgt mit der neuen Führungsstruktur bereits seit Juli dieses Jahres einer stärker regional und funktional orientierten Ausrichtung. Ziel der Neustrukturierung ist es, in einer künftigen Deutschland-Gesellschaft das inländische Festnetzund das inländische Mobilfunkgeschäft des Konzerns zusammenzuführen. Das Potenzial sei enorm, erklärte Obermann. Kunden mit Festnetz- und Mobilfunkvertrag bei der Deutschen Telekom seien zum einen wesentlich treuer. Zum anderen stellte er fest: Heute hat nur jeder 5. unserer 29 Millionen Kundenhaushalte sowohl einen Festnetzals auch einen Mobilfunkvertrag bei der Telekom. Sollten wir von den übrigen Kunden auch nur 1 Prozent als Doppelkunden gewinnen, kann unser Umsatz um bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr steigen." Mit der geplanten Zusammenführung des Deutschlandgeschäfts verbessert die Telekom ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen global organisierten Telekommunikationsunternehmen, die integrierte Festnetz- und Mobilfunklösungen anbieten. Im Telekom-Konzern ist beispielsweise die ungarische Magyar Telekom bereits sehr erfolgreich als integrierter Anbieter aktiv. Alle Schritte zur Neustrukturierung hat die Telekom in Abstimmung mit dem Sozialpartner erarbeitet, um eine partnerschaftliche Umsetzung zu gewährleisten. Bei dieser Maßnahme geht es um Kunden", betonte Obermann. Ziele der neuen Deutschland-Gesellschaft seien verbesserte Leistungen für den Kunden, Vorteile im Wettbewerb sowie eine erhöhte Innovationskraft. Insgesamt erwartet das Unternehmen von der Ausgliederung mittelfristig positive Ergebniseffekte von bis zu 0,6 Milliarden Euro. Deutsche Telekom übernimmt Strato Die Deutsche Telekom wird den Webhosting-Anbieter Strato vom Telekommunikationsunternehmen Freenet erwerben. Ein entsprechender Vertrag mit der Freenet AG zur Übernahme von 100 Prozent der Anteile an der Strato AG und der Strato Rechenzentrum AG wurde am 19. November 2009 in Berlin unterzeichnet. Die Aufsichtsräte der Gesellschaften haben dem Vorhaben bereits zugestimmt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Mit diesem Schritt stärken wir unsere Position im sehr interessanten Wachstumsmarkt für Hosting-Lösungen", erklärte Niek Jan van Damme, im Vorstand der Deutschen Telekom verantwortlich für das deutsche Festnetz- und Mobilfunkgeschäft. Strato ergänzt unsere Aktivitäten im Hosting-Bereich ideal und wird vom ersten Tag der Konsolidierung an positive Beiträge für Konzernüberschuss und Free Cash-Flow liefern", sagte van Damme. 44

45 Nach der Transaktion wird die Deutsche Telekom die Nummer 2 für Webhosting-Produkte in Deutschland. Strato bietet vor allem für Privatkunden und kleine Geschäftskunden Produkte wie , Websites, Blogs und OnlineShops sowie Dienstleistungen zur Datenspeicherung auf physischen und virtuellen Servern an. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin betreut rund 4 Millionen Hosted Domains und beschäftigt 502 Mitarbeiter. T-Systems baut Lieferfähigkeit im Ausland aus / Neues Rechenzentrum in Brasilien T-Systems kündigte am 25. November 2009 den Bau eines neuen Rechenzentrums in São Paulo an. Ab 2010 wird ein 4. Rechenzentrum des ICT-Dienstleisters in der brasilianischen Metropole die wachsende Nachfrage globaler und lokaler Kunden bedienen. Das neue Rechenzentrum erfüllt sehr hohe Anforderungen an die Datensicherheit, die Verfügbarkeit sowie den Zugangsschutz und erreicht damit die Tier 3"-Klassifizierung. Zudem ist es ein grünes" Rechenzentrum, das nach der Umweltnorm ISO arbeitet. T-Systems nutzt energiesparende Technik, die einen Wert für die Power Usage Effectiveness (PUE) von 1,6 erreicht. Heutige PUE-Werte für umluftgekühlte Rechenzentren liegen im Schnitt bei 1, 7 bis 1,8. Damit setzt T-Systems ihre Strategie des Betriebes umweltfreundlicher Rechenzentren auch außerhalb Deutschlands konsequent fort und erfüllt damit die steigenden Anforderungen ihrer Kunden nach energieeffizienter Rechenleistung. Daten und Fakten zum neuen Rechenzentrum - Bis zu Quadratmeter Fläche - Mehr als Server MIPS bei Großrechnern - 70 Terabytes Speicher - 30 Petabytes Speicherkapazität für Backups Bundestag baut seinen Online-Dienst weiter aus - WebTV der Sitzungen : Plenarsitzung Nr. 2 im Deutschen Bundestag, TOP 1, Wahl eines Stellvertreters des Bundestagspräsidenten. Der Deutsche Bundestag baut seinen Online-Dienst weiter aus. Das Parlamentsfernsehen überträgt nun im Internet unter Dabei werden die Plenardebatten via Web TV live und ungekürzt übertragen. Alle Redebeiträge stehen schon gut 2 Stunden später in DVD-Qualität zum Download zur Verfügung. 45

46 Sie können außerdem mit der neuen Embed-Funktion in eine beliebige Internet-Seite eingebunden werden, um so weitere Zielgruppen zu erschließen. Wer sich schnell und aktuell über neu eingestellte Redebeiträge informieren lassen möchte, kann einen RSS-Feed abonnieren. Dieser wird auf der jeweiligen Biografie-Seite der Abgeordneten angeboten. Der Bundestag stellt auch aufgezeichnete Fernsehsendungen in einer Mediathek bereit. Die Mediathek beinhaltet beispielsweise Plenarsitzungen, Öffentliche Anhörungen und Sitzungen der Ausschüsse, die Sendung Im Interview", Sitzungen der Kommissionen, das Wissenschaftsforum des Deutschen Bundestages", Ereignisse und Veranstaltungen im Deutschen Bundestag sowie Reden ausländischer Staatsgäste. Preissturz bei den Handys - Android Handy Samsung i Prozent billiger Die Situation auf dem Handymarkt ist für die Hersteller alles andere als rosig. Der scharfe Wettbewerb setzt den Herstellern zu. Häufig kommt es schon kurz nach Markteinführung zu einem schnellen Preisverfall. Die Zeitschrift Computerbild hat die Preise im Internet verglichen. Nach dem Preisvergleich können Käufer bis zu 71 Prozent sparen verglichen mit den günstigsten Handypreisen im Internet zum Marktstart. Handy ist jedoch nicht gleich Handy, in Sachen Ausstattung gibt es erhebliche Unterschiede. Je nach Nutzer empfiehlt sich zum Beispiel der Griff zum Musik-, Foto- oder Internet-Handy. Den größten Preisverfall gibt es bei MusikHandys und Unterhaltungs-Künstlern mit Video- oder TV-Funktion. USB-Kabel, Stereo-Ohrhörer und Speicherkartensteckplatz sind hier unabdingbar. Das TV-Handy LG HB620T mit DVB-T-Empfang kostet seit Markteinführung nur noch 94 statt 313 Euro ohne Vertrag. Dies ist eine Ersparnis von 70 Prozent. Der Preis das Musikhandys Rokr E8 von Motorola ist sogar um 71 Prozent von 265 auf 78 Euro gefallen. Auch bei Foto-Handys fallen die Preise. Sie sollten außer einem großen oder erweiterbaren Speicher auch einen Autofokus bieten, das verbessert die Schärfe der Fotos. Das Samsung SGH-U900 kostet mit 138 Euro 60 Prozent weniger als noch im Sommer Wer einen preiswerten Alleskönner sucht, dem empfiehlt sich das Nokia N73. Das Gerät ist zwar schon etwas betagt, punktet aber nach wie vor mit wichtigen Funktionen für Musik, Fotografie und Internet. Statt 421 Euro kostet das Gerät nur noch 185 Euro. Wem und Internet wichtig sind, der sollte jetzt das kaum ein Jahr alte Google-Handy G1 kaufen. Mit großem Bildschirm, schnellem UMTS/HSDPA und guter Schreibtastatur kostet es mittlerweile nur noch die Hälfte. Der Preis liegt bei rund 256 Euro. Auch das neue Android Handy von Samsung, das Samsung i7500, hat mittlerweile einen drastischen Preisverfall innerhalb von ein paar Wochen von 549 Euro auf rund 320 Euro erlebt. Das entspricht einen Preissturz um 40 Prozent. Studie: D mit Startschwierigkeiten Das Projekt Bürgerportale der Bundesregierung kommt nicht so recht in Schwung. Eine von Pitney Bowes in Auftrag gegebene Studie räumt Systemen wie D , die zum Austausch rechtsgültiger elektronischer Dokumente eingesetzt werden sollen, zwar hohe Erfolgschancen ein. Die meisten Befragten würden D allerdings derzeit nur für unkritische Kommunikationsprozesse einsetzen. Pitney Bowes befragte für die Studie 100 Unternehmen in Baden-Württemberg, bei denen D aktuell als Pilotprojekt läuft. Grund dafür, dass die Unternehmen das System derzeit nicht für zentrale Abläufe einsetzen, sei, so das Ergebnis, die Rechtssicherheit. Wäre D rechtlich dem Brief gleichgestellt, würden 70 Prozent der Befragten das System benutzen. Vorbehalte existieren bei 82 Prozent aber auch aufgrund der Datensicherheit. Besonders kritisch wurde der nicht für alle Bevölkerungsgruppen gewährleistete Zugang zu einem System wie D gesehen, sodass alternativ weiterhin Briefpost angeboten werden müsste. Zusätzlich sind 60 Prozent der Befragten nicht davon überzeugt, dass Unternehmer und Verbraucher alte Gewohnheiten ändern würden, solange die traditionelle Briefzustellung reibungslos funktioniere. Knapp 2 Drittel glauben außerdem nicht, dass Anwender ein kostenpflichtiges System freiwillig nutzen würden. Eine schnelle Marktdurchdringung von D sei deshalb nicht zu erwarten. Trotz allgemein großer Zustimmung zu einem System wie D gibt es zahlreiche Hürden für eine schnelle Marktdurchdringung. Es sind derzeit noch zu viele Punkte ungeklärt, sagt Christoph Stemann, Geschäftsführer von Pitney Bowes Deutschland. So würden die Befragten zum jetzigen Zeitpunkt das System nicht für zentrale Prozesse in der internen und externen Unternehmenskommunikation wie für Verträge sowie Rechnungen einsetzen. Gerade für die verbindliche externe Kommunikation würde das System von vielen als noch nicht geeignet angesehen werden. Die Studienergebnisse zeigen, dass es in den nächsten Jahren eine Übergangsphase geben wird, in der verschiedene Kommunikationskanäle parallel bedient werden müssen, sagt Stemann und fügt hinzu, Unternehmen und Behörden brauchen deshalb Lösungen sowohl für den klassischen als auch für den digitalen Kanal. 46

47 Pitney Bowes ist im Bereich Post- und Dokumentenbearbeitung tätig und hat laut Unternehmensangaben einen Jahresumsatz von rund 6,3 Milliarden US-Dollar Mitarbeiter liefern Technologie, Service und Innovationen an mehr als 2 Millionen Kunden weltweit. EuGH verwirft deutsches Telekommunikationsgesetz Die Bundesregierung ist mit ihrem Gesetz zur Regulierung der Telekomunikationsmärkte (TKG) vor dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) gescheitert. Das TKG schränke das Ermessen der Regulierungsbehörde hinsichtlich der Regulierung neuer Märkte in unzulässiger Weise ein", heißt es in dem Urteil. So sei der im TKG verankerte Grundsatz der Nichtregulierung neuer Märkte im EU-Rechtsrahmen nicht vorgesehen. Bundesnetzagentur legt Bedingungen für den Zugang zur Anschlussinfrastruktur der Deutschen Telekom AG fest Kurth: Wichtiger Meilenstein für mehr Wettbewerb bei der Breitbandversorgung" Klarheit für zusätzliche Infrastrukturinvestitionen" Die Bundesnetzagentur hat erstmals die konkreten Bedingungen festgelegt, zu denen die Deutsche Telekom anderen Netzbetreibern Zugang zu ihrer Anschlussinfrastruktur gewähren muss. Einen entsprechenden Anordnungsantrag hatte Anfang August 2009 die Festnetzsparte der Vodafone AG & Co. KG bei der zuständigen Beschlusskammer der Bundesnetzagentur eingereicht. Bereits im Sommer 2008 begonnene Verhandlungen zwischen der Telekom und den Wettbewerbern hatten trotz intensiver Bemühungen nicht zu einvernehmlichen freiwilligen Lösungen geführt. Wettbewerber erhalten aufgrund der jetzigen Entscheidung die Zugangsmöglichkeit zu sogenannten Multifunktionsgehäusen. Bei diesen grauen Kästen handelt es sich um spezielle Kabelverzweiger, die die Telekom im Rahmen ihres Breitbandausbaus an öffentlichen Straßen und Wegen aufgestellt hat. Ferner erhalten die Netzbetreiber Zugang zu Kabelkanalanlagen oder, falls darin kein freier Platz enthalten ist, zu unbeschalteter Glasfaser der Telekom. Damit können die Wettbewerber nun ebenfalls ohne die ansonsten dafür erforderlichen zeit- und kostenintensiven Aufbau- und Grabungsarbeiten glasfaserbasierte Infrastrukturen für besonders breitbandige Nutzungen verlegen, wie die Telekom dies auch im Rahmen ihres VDSL Ausbaus bereits realisiert hat. In der Anordnungsentscheidung zwischen der Telekom und Vodafone werden die konkreten technischen und betrieblichen Modalitäten geregelt, zu denen die Telekom Zugang zu ihrer Anschlussinfrastruktur gewähren muss. Danach können Netzbetreiber ihre eigene aktive Übertragungstechnik für die Realisierung von Breitbandanschlüssen, die sogenannten DSLAMs, künftig in die Multifunktionsgehäuse der Telekom einbauen. Hierzu muss diese den Wettwerbern Zugang zu ihren Multifunktionsgehäusen gestatten. Ferner muss die Telekom den Netzbetreibern ermöglichen, Glasfaserleitungen selbst in die Kabelkanalanlagen einzuziehen und hierzu diese Kabelkanalanlagen zu betreten. Beides war von der Telekom im Vorfeld abgelehnt worden. Anlässlich der Bekanntgabe der Entscheidung erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth: Die angeordneten Regelungen für den Zugang zur Anschlussinfrastruktur der Deutschen Telekom sind ein weiterer wichtiger Meilenstein für mehr Wettbewerb beim Breitbandausbau und damit für eine noch bessere Breitbandversorgung der Endnutzer. Für die Entscheidung haben wir sehr detaillierte Ermittlungen angestellt. Dabei hat sich gezeigt, dass die bei den Verhandlungen über freiwillige Vereinbarungen und auch im Vorfeld der Entscheidung immer wieder adressierten Probleme und Hindernisse entweder nicht vorhanden oder aber lösbar waren. Ferner mussten wir zum Teil deutlich gegenläufige unternehmerische und öffentliche Belange gegeneinander abwägen. Damit hat die Bundesnetzagentur innerhalb eines nur 4-monatigen Beschlusskammerverfahrens nunmehr Regelungen festgelegt, auf die sich die Marktakteure in langen Verhandlungen offenbar nicht freiwillig einigen konnten oder wollten." Die Bundesnetzagentur erweist sich mit dieser Entscheidung einmal mehr als ein wesentlicher Treiber für den Breitbandausbau in Deutschland und wird damit ihrer Verantwortung gerecht, durch Regulierung im Interesse der Endkunden für mehr Wettbewerb zu sorgen. Die jetzt im Verhältnis zwischen der Deutschen Telekom und Vodafone festgelegten Regelungen haben Pilotcharakter für andere noch laufende Regulierungsverfahren. Ich hoffe, dass auf Basis unserer Entscheidung künftig auch freiwillige Vereinbarungen geschlossen werden. Für die Investitionspläne zahlreicher Unternehmen besteht jetzt Klarheit, und ich hoffe, dass die Ausbauabsichten der Wettbewerber jetzt auch zügig umgesetzt werden", betonte Kurth. Bereits in einer Entscheidung vom Sommer 2007 war die Telekom grundsätzlich dazu verpflichtet worden, künftig ihre Kabelkanäle zwischen den Hauptverteilern und den Kabelverzweigern für Wettbewerber zu öffnen und für den Fall, dass ein Zugang zu den Kabelkanälen aus technischen Gründen oder aus Kapazitätsgründen nicht möglich ist, den Wettbewerbern Zugang zu unbeschalteten Glasfaserleitungen zu gewähren. Ferner war in jener Entschei 47

48 dung klargestellt worden, dass die Telekom auch Zugang in ihre Kabelverzweiger gewähren muss. Die hiergegen gerichtete Klage der Telekom ist bisher erfolglos geblieben. Die Entgelte, die Vodafone für die Inanspruchnahme der nunmehr angeordneten Zugangsleistungen an die Telekom zu entrichten hat, werden in einem gesonderten Entgeltregulierungsverfahren anhand der kosteneffizienten Leistungsbereitstellung festgelegt. Dieser Entgeltmaßstab war ebenfalls bereits in der Mitte 2007 ergangenen Regulierungsverfügung vorgegeben worden. Deutsche Telekom senkt die Preise für Webkonferenzen Webkonferenzen sparen nicht nur Zeit, Geld und CO2-Emissionen - sie werden jetzt noch attraktiver: Die Deutsche Telekom bietet die virtuellen Meetings seit Dezember 2009 zu deutlich günstigeren Preisen an. Mit Webkonferenzen können sich Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden über Internet und Telefon interaktiv austauschen. Teilnehmer in aller Welt haben dabei die Möglichkeit, Präsentationen und Dokumente in Echtzeit auf dem PC gemeinsam zu bearbeiten. Bislang galt hier stets ein Minutenpreis. Nun führte die Deutsche Telekom ein neues Preismodell ein: Pay-per-Seat. Das heißt: Kunden zahlen pro Teilnehmer je nach Meeting-Variante nur noch einmalig ab 99 Cent für den Webkonferenzservice - unabhängig von der Dauer der Konferenz, zuzüglich der Telefonkonferenzkosten. Im Vergleich zu einer minutenbasierten Verrechnung oder dem im Markt häufig üblichen Lizenz-Modell, bietet die Abrechnung nach Teilnehmerzahl für unsere Kunden erhebliche Vorteile. Sie zahlen nur die tatsächliche Nutzung und haben keine Vertragsbindung", sagt Peter Schamel, Leiter Mehrwertlösungen der Deutschen Telekom. Mit dem Pay-per Seat-Preismodell beschreitet die Deutsche Telekom neue Wege und schafft damit einen großen Anreiz virtuelle Konferenzen anstelle von herkömmlichen Meetings zu führen. Bedarfsgerechte Webkonferenzen Die Deutsche Telekom bietet 3 Webkonferenz-Varianten an: Die WebPräsentation" ist eine flashbasierte Lösung um online seinen Gesprächspartnern PowerPoint-Präsentation zeigen zu können. Mit WebMeeting" ermöglicht man die interaktive Zusammenarbeit: Dateien können wechselseitig gesichtet und bearbeitet werden - weltweit, in Echtzeit, rund um die Uhr. Das WebMeeting basic" bietet die gleichen Funktionalitäten wie WebMeeting", der Kunde muss sich aber nicht in einer Telefonkonferenz befinden. Alle Webkonferenzen lassen sich bequem über das Konferenzportal im Internet buchen und steuern. Nachhaltig arbeiten Für alle Varianten gilt: Unternehmen profitieren durch die Nutzung von virtuellen Konferenzen gleich mehrfach. Mit den flexibel einsetzbaren Konferenzlösungen werden Informations- und Entscheidungswege erheblich verkürzt und somit Arbeitsabläufe beschleunigt. Dabei sparen sie Zeit, Kosten und tun Gutes für die Umwelt. Durch die Vermeidung von CO2-Emissionen arbeiten Unternehmen nachhaltig und stärken so ihr Image. Als Marktführer von Konferenzlösungen in Deutschland bietet die Deutsche Telekom ihre Konferenzen klimaneutral an. Alle durch den Betrieb der Telefon- und Webkonferenzen entstehenden CO2-Emissionen werden durch die Investition in ein hochwertiges Klimaschutzprojekt ausgeglichen. IKT für ein zukunftsfähiges Deutschland Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind Schlüsseltechnologien für die Deutsche Wirtschaft, das stellt die aktuelle Studie zur Zukunft der deutschen IKT fest und formuliert gleichzeitig Handlungsempfehlungen an Politik und Wirtschaft. Die digitale Spaltung der Gesellschaft zu überwinden, gehört zu den Zielen der Studie, die von Telekom-Innovationschef Christopher Schläffer (links) und Prof. Arnold Picot (rechts) vom Münchener Kreis an Staatssekretär Jochen Homann übergeben wurde. / Foto: Deutsche Telekom AG Als Innovationstreiber werden Informations- und Kommunikationstechnologien immer wichtiger - nicht nur für die eigene Branche, sondern darüber hinaus für zahlreiche andere Sektoren von Wirtschaft und Gesellschaft. Darüber sind sich die für die Studie befragten 540 Experten und Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft einig. Für die Analyse wurden neben den Aussagen der Experten auch teilweise unveröffentlichte Studien ausgewertet. Entstanden ist die Studie als Gemeinschaftsprojekt von Münchner Kreis, Deutsche Tele 48

49 kom, TNS Infratest, EICT, Siemens, VDE und SAP sowie dem Branchenverband BITKOM und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Das rund 100 Seiten starke Werk weist auf zentrale Handlungsfelder für die Entwicklung und den Einsatz von IKT hin, die besonders wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschlands sind. Digitale Spaltung überwinden Um unsere Chancen in der Informationsgesellschaft zu nutzen, brauchen wir leistungsfähige Infrastrukturen für Telekommunikation und Informationstechnologie. Es muss auf dieser Grundlage gelingen, die digitale Spaltung der Gesellschaft zu überwinden. Die Informationsgesellschaft darf nicht ausgrenzen, sondern muss Menschen an Chancen und Entwicklung, Wachstum und Beschäftigung teilhaben lassen", sagte Christopher Schläffer, Group Product & Innovation Officer der Deutschen Telekom, der die Studie in der Bundespressekonferenz am 5. Dezember 2009 gemeinsam mit den weiteren Autoren und Sponsoren vorstellte. Hierzu bedürfe es eines starken Engagements der Wirtschaft, sagte Schläffer und wies auf das Engagement der Deutschen Telekom im Bildungsbereich hin, beginnend bei Initiativen wie Schulen ans Netz, Programmen zur Verbesserung der Qualität der Bildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sowie einer Reihe von Hochschulkooperationen und Stiftungsprofessuren. Dass IKT-Lösungen heute mehr als nur Zukunftsmusik sind, erläuterte der Innovationschef der Telekom am Beispiel des T-City Projekts Friedrichshafen, wo Herz-Patienten mit einer mobilen Visite zuhause betreut und medizinisch überwacht werden können. Botschaften für ein zukunftsfähiges Deutschland Da immer noch 35 Prozent der deutschen Bevölkerung das Internet nicht nutzen, nennt die Studie die Maßnahmen zur Überwindung digitaler Gräben als dringlichste Aufgabe. Folgerichtig stehen Investitionen in moderne Infrastrukturen auf der Agenda ganz oben, denn der Internetzugang mit hohen Bandbreiten ist zentrale Voraussetzung für die zukünftige Entwicklung multimedialer Kommunikation und netzbasierter Anwendungen. Des Weiteren analysiert die Studie die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik für das Arbeitsund Lebensumfeld unter den Bedingungen des demografischen Wandels sowie die Optimierungspotenziale durch Green IT und E-Energy. Die vollständige IKT-Studie finden Sie unter Mit IKT bis zu 25 Prozent aller CO2-Emissionen in der Industrie einsparen Studie von Deutscher Telekom, Huawei, SAP, Siemens und The Boston Consulting Group: Mit smarten IKT-Lösungen bis 2020 CO2-Emissionen um 207 Megatonnen senken Größtes Potenzial in Verkehrs- und Logistikbranche sowie Gebäudewirtschaft Geschäftsvolumen für umweltschonende IKT-Lösungen von rund 84 Milliarden Euro Bis zu 25 Prozent der CO2-Emissionen oder äquivalenter Schadstoffe (CO2e) können im Jahr 2020 mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Deutschland eingespart werden. Dies entspricht 207 Megatonnen (Mt). Zu diesem Ergebnis kommt die Studie SMART 2020 Deutschland". Die IKT-Industrie ist demnach eine treibende Kraft auf dem Weg zu nachhaltigem Klimaschutz. Die Studie wurde gemeinsam von der Deutschen Telekom, Huawei, SAP, Siemens und The Boston Consulting Group erstellt. Der Geschäftswert sogenannter SMART"-Konzepte zur Energieeinsparung wird darin für den IKT-Sektor mit bis zu 84 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 ausgewiesen. Deutschland zählt als eine der führenden Industrienationen zu den weltweit bedeutsamen Emittenten von Schadstoffen, die für den globalen Klimawandel verantwortlich sind. Der Informations- und KommunikationstechnologieSektor ist zwar nur zu einem geringen Teil an den Emissionen beteiligt, bietet aber gleichzeitig ein beachtliches Klimaschutzpotenzial für andere Industriezweige - beispielsweise die Verkehrs- und Logistikbranche oder die Stromwirtschaft. Während die IKT im eigenen Bereich 13 Mt CO2e-Emissionen einsparen kann, lassen sich in den übrigen Industrien durch den konsequenten Einsatz von IKT Reduktionspotenziale von 194 Mt im Jahr 2020 erzielen. Das in der Studie verwendete sogenannte SMART"-Konzept steht für 5 Ansatzpunkte, die diese Reduktion ermöglichen: Standardisierung (Standardization), Überwachung (Monitoring), Verantwortlichkeit (Accountability), Umdenken (Rethinking) und Umwandlung (Transformation). Direkter Beitrag der IKT zur Reduktion der CO2e-Emissionen Die IKT-Branche kann durch die Senkung der eigenen Emissionen unmittelbar zum Klimaschutz beitragen. Im Jahr 2007 war die Branche mit 23 Mt CO2e für rund 2 Prozent der Emissionen in Deutschland verantwortlich; durch die stetig wachsende Bedeutung der IKT in Wirtschaft und Privathaushalten wird dieser Wert bis 2020 auf rund 3 Prozent ansteigen. Mit Hilfe verschiedener Green-ICT"-Maßnahmen, so die Prognose der Studie, könnten diese Emissionen um mehr als 50 Prozent reduziert werden - dies entspricht 13 Mt CO2e im Jahr

50 Handlungsbedarf in 5 Sektoren - Hauptpotenzial für CO2e-Reduktion in Logistik und Gebäudewirtschaft Des Weiteren identifiziert die Studie 5 Kernbereiche, in denen IKT-Lösungen zu deutlichen Emissionsreduktionen beitragen können: Gebäudewirtschaft (Smart Buildings), Logistik (Smart Logistics), Stromwirtschaft (Smart Grid), Industrieautomation (Smart Motors) und Dematerialisierung. Insgesamt - zu diesem Ergebnis kommt die Studie ließen sich in diesen Bereichen die jährlichen CO2e-Emissionen um rund 194 Mt CO2e in den nächsten 10 Jahren reduzieren. Mit möglichen Einsparungen von bis zu 85,4 Mt CO2e im Jahr 2020 bietet der Logistiksektor, zu dem auch der Straßenverkehr zählt, das größte Potenzial. Erfolgversprechende Geschäftskonzepte zur Senkung der klimaschädlichen Schadstoffe sind etwa die intelligente Steuerung des Verkehrsflusses oder die Einführung einer IKT-gestützten Städtemaut. In der Gebäudewirtschaft könnten Emissionen von bis zu 41,8 Mt CO2e eingespart werden - beispielsweise durch Gebäude-Klimamanagementsysteme. In der Industrieautomation beziffert die Studie mögliche Reduktionspotenziale auf 26,4 Mt CO2e, während sie in der Stromwirtschaft ein Einsparpotenzial von insgesamt 23,6 Mt CO2e sieht. Schließlich bietet auch die Dematerialisierung von Produkten und Dienstleistungen, z. B. durch die Einschränkung von Geschäftsreisen mit Hilfe von Videokonferenzen, ein Reduktionspotenzial von 16,3 Mt CO2e. Insgesamt beziffert die Studie damit jeweils das theoretisch mögliche Maximum. Die Entwicklung des Marktes allein führt jedoch zu einem realistischen Potenzial von lediglich 64 Mt CO2e - somit entsteht eine Realisierungslücke" von rund 130 Mt CO2e. Rahmenbedingungen zur Senkung von CO2e-Emissionen schaffen Um diese Lücke zwischen dem theoretisch möglichen Reduktionspotenzial und der marktgetriebenen Umsetzung zu schließen, sind Geschäftskonzepte gefragt, die CO2e-Emissionen maßgeblich senken und gleichzeitig geschäftlich attraktiv sind. Dabei kann auch die Politik mithelfen, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um den großflächigen Zugang der Verbraucher zu neuen, emissionsreduzierten Geschäftskonzepten zu ermöglichen. Die Studie ermittelt 4 Wege, mit deren Hilfe Wirtschaft und Politik gemeinsam bestehende gesellschaftliche, wirtschaftliche, gesetzliche und technische Barrieren für eine flächendeckende Durchsetzung dieser Geschäftskonzepte überwinden können: Gemeinsame Informationskampagnen, um die Bevölkerung über die Möglichkeiten aufzuklären, ihren Beitrag zur Emissionsreduktion zu leisten Eine öffentliche finanzielle Förderung für IKT-Unternehmen, um Geschäftskonzepte für Endkunden, z. B. durch einheitliche technische Standards, attraktiver zu gestalten Abgaben, wie Sondergebühren und Steuern, die Endkunden und Unternehmen zum Einsatz emissionsreduzierter Geschäftskonzepte motivieren Gesetzliche Vorgaben für umweltbewusstes Verhalten, z. B. bei Gebäude-Klimamanagementsystemen. Auch wenn Deutschland im weltweiten Kampf gegen die Klimaerwärmung bereits eine internationale Führungsrolle einnimmt, so das Fazit der Studie, gibt es noch ungenutzte Chancen, um mit Hilfe der IKT-Branche Treibhausgase nachhaltig zu reduzieren. Um diese Chancen zu nutzen, sind IKT-Unternehmen und Regierung gleichermaßen gefordert. Die vollständige Delphi-Studie finden Sie unter CO2e = Emissionen von Kohlenstoffdioxid oder äquivalenten Schadstoffen Chancen durch IT und Medien - Studie zeigt Potenziale für deutsche Wirtschaft Bundesregierung und Wirtschaftsvertreter diskutieren auf dem Vierten Nationalen IT-Gipfel Ausblicke auf die Informationsgesellschaft 2030 Politik und Wirtschaft messen internationaler Delphi-Studie zur Zukunft von IT, Telekommunikation und Medien große Bedeutung bei. Die Studie Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien" hat auf dem Vierten Nationalen IT-Gipfel der Bundesregierung in Stuttgart eine breite Diskussion über Chancen und Risiken der Informations- und Wissensgesellschaft angestoßen. Die Studienherausgeber Münchner Kreis, EICT, Deutsche Telekom und TNS Infratest sowie die Förderer der Studie Siemens, Vodafone, Focus, VDE, SAP, Alcatel-Lucent Stiftung, IBM sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) haben rund 550 IKT-Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu wesentlichen Entwicklungen ihrer Branchen in den kommenden 20 Jahren befragt. Die 5 Kernbotschaften der Delphi-Studie lauten: Die zunehmende Digitalisierung und die Durchdringung aller Lebensbereiche mit Informations- und Kommunikationstechnologien verändern unsere Informationsgesellschaft umfassend und nachhaltig. Akzeptanz und Vertrauen der Menschen im Umgang mit IKT sind die Grundlage der Entwicklung einer modernen und offenen Informationsgesellschaft. 50

51 Leistungsfähige Kommunikationsnetze sind Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Informationsgesellschaft. Die mobile Nutzung des Internets verändert die Informationsgesellschaft und schafft neue, eigenständige Anwendungsfelder. Die dynamische Entwicklung der IKT-Basistechnologien hat umfassende Auswirkungen auf viele Schlüsselindustrien der deutschen Wirtschaft und auf die Mediennutzung. Die Botschaften sind ein Extrakt der Delphi-Befragung, in der IKT-Experten insgesamt 144 Thesen zur Zukunft der Informationsgesellschaft bewerteten. Die erwarteten wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Szenarien für die kommenden 20 Jahre wurden auf einer Fachtagung in Berlin mit rund 150 Entscheidern der IT-, Telekommunikations- und Medienbranchen diskutiert. Die Studien- und Tagungsergebnisse wurden am 8. Dezember 2009 auf dem IT-Gipfel der Bundesregierung in Stuttgart präsentiert. Als zentrale Handlungsfelder wurden von den Herausgebern benannt: Datenschutz als Chance: Kernkompetenzen in Datenschutz und Datensicherheit sind ein Wettbewerbsvorteil für die deutsche Wirtschaft und ein erfolgversprechendes Exportmodell Made in Germany". Medienkompetenz fördern: Bildungseinrichtungen und Unternehmen müssen gemeinsam auf die sich verändernden Anforderungen der Neuen Medien reagieren. Deutschland als Land der Ideen stärker fordern und fördern: Die erfolgreiche Ideen-Umsetzung soll durch weitere Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt werden. Ausbau der Netze: Kommunikationsnetze für den Wirtschaftsstandort Deutschland gilt es kontinuierlich auszubauen. Überwindung der Digitalen Spaltung: Die Kluft zwischen Gesellschaftsgruppen, die am digitalen Leben teilhaben, und denen, die hiervon nicht profitieren, muss überwunden werden. Mit Blick auf die Innovationskraft der deutschen IKT sprach sich Dr. Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, für eine enge Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft aus: Die vorliegende Delphi-Studie zur Zukunft der Informations- und Wissensgesellschaft unterstreicht, dass Deutschland in vielen Innovationsfeldern das Potenzial hat, eine internationale Führungsrolle zu übernehmen. Die Bundesregierung sieht sich als Partner der IKT-Wirtschaft, die mit ihren neuen Technologien in den Schlüsselbranchen Automobil, Energie und Gesundheit großartige Marktchancen eröffnet". Voraussetzung hierfür seien innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, so Prof. Arnold Picot, Vorstandsvorsitzender des Münchner Kreises. Die Studie veranschaulicht die zentrale Bedeutung leistungsfähiger Kommunikationsinfrastrukturen und sie ist ein Plädoyer für die gezielte Förderung des kompetenten Umgangs aller Menschen im Umgang mit IKT - sei es im privaten oder im beruflichen Umfeld", sagte Picot. Die vollständige Studie steht zum kostenfreien Download bereit. Weitere Informationen im Internet unter O2 bietet Unternehmen jetzt High-Speed Internet und Telefonanschluss im Komplettpaket O2 IP-Voice-Plus: Komplettanschluss mit SHDSL und Telefonie speziell für Unternehmen Bestehende ISDN-Telefonanlage für Festnetztelefonie nutzbar Telefónica O2 Germany erweiterte das Festnetz-Angebot für Unternehmen Anfang Dezember 2009 um integrierte Sprach- und Datendienste. O2 IP-Voice-Plus, ein Komplettpaket auf SHDSL-Basis, vereint zu einem Preis von netto 129,00 Euro Highspeed-Internet und Festnetz-Telefonie. Neben einer Daten-Flatrate lassen sich auch SprachFlatrates in das deutsche Festnetz sowie das deutsche O2 Mobilfunknetz buchen. Um den Umstieg so leicht wie möglich zu machen, bietet O2 IP-Voice-Plus umfangreiche Serviceleistungen wie kostenlose Vor-Ort-Installation, einen Migrations-Service und eine 24/7-Hotline. Die vorhandene Telefonanlage sowie die bestehenden Rufnummern lassen sich problemlos übernehmen. Basis von O2 IP-Voice-Plus ist ein SHDSL-Anschluss der sowohl im Upstream als auch im Downstream mit bis zu 2,3 Mbit/s über eine hohe Bandbreite verfügt. Damit bestehen auch für das Versenden von großen Datenmengen genügend Leistungsreserven. Darüber hinaus bietet eine feste IP-Adresse die optimale Grundlage zur Anbindung eines eigenen Mail- beziehungsweise Webservers. Festnetztelefonie kann mit bis zu 8 Sprachkanälen parallel erfolgen. In Kombination mit O2 Mobilfunk können Unternehmen optional mit O2 IP-Voice-Plus intern komplett zum Flatpreis telefonieren und das ab 154,00 Euro netto pro Monat. Damit profitieren die Kunden von den Vorzügen eines Anbieters, eines Ansprechpartners, einer Rechnung und einer Service-Hotline für Telefonie und Internet. 51

52 Mit diesem Angebot bieten wir kleinen und mittleren Unternehmen, die Internet und Telekommunikation aus einer Hand möchten, ein hervorragendes Angebot", sagt Jens Köpke, Leiter Produktmanagement Festnetz bei Business & Wholesale Services von Telefónica O2 Germany. Bundesnetzagentur startet bundesweiten Infrastrukturatlas zur Förderung des Breitbandausbaus Die Bundesnetzagentur hat 8. Dezember 2009 einen bundesweiten Infrastrukturatlas in Betrieb genommen. Dieser enthält Geodaten zu Infrastrukturen von derzeit über 100 Unternehmen und Institutionen, wie z. B. Daten zu Glasfaserleitungen, Leerrohren, Funktürmen und Masten sowie Funkstationen. Auf Antrag erteilt die Bundesnetzagentur Abfrageberechtigten Auskunft über die im Atlas enthaltenen Infrastrukturen. Der Infrastrukturatlas soll die Nutzung von Synergien beim Infrastrukturausbau vorantreiben, denn der Aufbau von Hochleistungsnetzen und die Anbindung abgelegener Gegenden an das Breitbandinternet kann umso schneller und kostengünstiger erfolgen, je effizienter bestehende Infrastrukturen mitgenutzt werden. Mit diesem Projekt setzt die Bundesnetzagentur eine zentrale Maßnahme der Breitbandstrategie der Bundesregierung um, erläuterte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Länder, Kreise bzw. Landkreise sowie kreisfreie Städte können als Abfrageberechtigte im Rahmen von Ausbauprojekten nunmehr einen Auskunftsantrag bei der Bundesnetzagentur stellen. Darüber hinaus sind kreisangehörige Kommunen, Telekommunikationsunternehmen sowie Planungsbüros Nutzungsberechtigte des Infrastrukturatlasses. Sie können sich über den regional zuständigen Abfrageberechtigten ebenfalls an die Bundesnetzagentur wenden. In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie haben wir in den letzten Wochen und Monaten intensiv mit Industrievertretern, Ländern und den kommunalen Spitzenverbänden auf den heutigen Tag hingearbeitet. Wir hoffen, dass der Infrastrukturatlas nun auch in der Praxis zeigen kann, dass sich der Aufwand gelohnt hat, sagte Kurth. Anhand der Erfahrungen der nächsten Monate werden wir den Infrastrukturatlas bedarfsgerecht weiterentwickeln. Ziel ist auch, den Abfrageberechtigten einen Online-Zugriff zu ermöglichen. Hintergrund: Infrastrukturatlas Warum kann der Infrastrukturatlas nicht von jedem Unternehmen oder jedem interessierten Bürger genutzt werden? Der Infrastrukturatlas enthält sensible Daten. Häufig handelt es sich um Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der teilnehmenden Unternehmen. Aus diesem Grund ist die Datenbank derzeit nicht öffentlich zugänglich, lediglich die Bundesnetzagentur hat Zugriff auf das System. Behörden-Rufnummer 115: Direkter Draht in die Verwaltung geht im Bodenseekreis an den Start Die T-City Friedrichshafen und weitere Gemeinden des Bodenseekreises gehören seit 8. Dezember 2009 zu den Modellregionen für das Projekt einer bundeseinheitlichen Behörden-Rufnummer 115. Bürger erreichen jetzt montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Behörden im Landkreis unter der einheitlichen Rufnummer 115. Der Service kostet im Festnetz 7 Cent pro Minute. Eine Nummer für alles Egal, ob es um die Zulassung des Autos, den Personalausweis oder den Antrag auf Kindergeld geht: Wer die Rufnummer 115 wählt, landet automatisch im zentralen Service-Center des Landratsamts Bodenseekreis. Hier beantworten speziell geschulte Mitarbeiter die eingehenden Anfragen entweder direkt oder leiten den Anrufer an den zuständigen Sachbearbeiter in den jeweiligen Ämtern weiter. In vielen Fällen können unsere Mitarbeiter den Bürgern aber sofort weiterhelfen", weiß Lothar Wölfle, Landrat des Bodenseekreises. Denn von ihrem Arbeitsplatz greifen die Mitarbeiter direkt auf ein neues Wissensmanagement-System zu, in dem sie sämtliche Informationen zu mehr als 150 am häufigsten nachgefragten Leistungen der öffentlichen Verwaltung finden." Teilnehmende Gemeinden im Bodenseekreis Die Städte Friedrichshafen, Überlingen, Markdorf und Meersburg sowie die Gemeinden Uhldingen-Mühlhofen, Kressbronn, Langenargen und Meckenbeuren sind die Modellregionen für das Projekt 115. Sie steuern detaillierte Informationen zu Ansprechpartnern und Zuständigkeiten in das kreisweit verfügbare Wissensmanagement bei, um schnelle Informationen im Erstkontakt zu ermöglichen. Für alle weiteren Kreisgemeinden stehen Basisinformationen zur Verfügung. Darüber hinaus werden eingehende Anfragen während der Öffnungszeiten in die Rathäuser weitergeleitet. 115 erstmals in einer ländlichen Region in Süddeutschland Bis dato kann die 115 ausschließlich in einigen Metropolregionen und größeren Städten Deutschlands angewählt werden. Wir sind stolz darauf, dass die T-City und die umliegenden Bodenseegemeinden bundesweit zu den ersten Behörden im ländlichen Raum gehören, die die Behörden-Rufnummer 115 in der Praxis testen", so Ferdinand Tempel, Leiter der T-City Repräsentanz. Der Start von 115 bietet für die Städte und Gemeinden in der Region die Chance zusammenzuarbeiten und ist ein wichtiger Schritt, um Bürokratie abzubauen und den Service zu optimieren." 52

53 Das Warten hat ein Ende Dass es sich hier nicht nur um Wunschdenken handelt, beweisen die ersten Ergebnisse aus anderen Testregionen in Deutschland wie Hamburg oder Berlin. So konnten von den Anrufen, die beispielsweise im Mai 2009 in den Service-Centern eingingen, rund 80 Prozent innerhalb von 30 Sekunden angenommen werden. Unsere Erfahrungen zeigen, dass ein telefonisches Service-Center die Erreichbarkeit einer Behörde von 50 auf bis zu 90 Prozent steigern kann", erklärt Gerhard Menzel vom Fachvertrieb Länder und Kommunen bei T-Systems. Wir sind sicher, dass mit der einheitlichen Behörden-Rufnummer 115 eine neue Service-Ära in den Verwaltungen begonnen hat, in der die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner und lange Wartezeiten in der Telefonschleife endgültig der Vergangenheit angehören." Über T-City Friedrichshafen - wir leben Zukunft T-City ist die gemeinsame Zukunftswerkstatt von Friedrichshafen und der Deutschen Telekom. Die Stadt am Bodensee hatte sich in einem Wettbewerb gegen 51 Bewerber durchgesetzt und wurde im Februar 2007 zur T-City gekürt. Unter dem Slogan T-City Friedrichshafen. Wir leben Zukunft" setzen sich beide Partner in einer weltweit einzigartigen Kooperation dafür ein, die Welt von morgen erlebbar zu machen. Zum ersten Mal arbeiten Bürger, Unternehmen, Schulen, Wissenschaft und Medizin sowie die Stadtverwaltung gemeinsam an innovativen Anwendungen für den Alltag in ihrer und für ihre Stadt. Mit Hilfe modernster Informations- und Kommunikationstechnologie und ausgezeichneter Ideen will T-City das tägliche Leben für Einheimische wie Touristen, Jüngere wie Ältere, Lehrer wie Studenten, Verwaltungsfachleute wie Unternehmer erleichtern und einen spürbaren Nutzen in allen Lebensbereichen schaffen. Bis zum Jahr 2012 wird in T-City Friedrichshafen gezeigt, wie moderne Informations- und Kommunikationstechnologie die Lebens- und Standortqualität einer Stadt steigert. Im Juni 2009 wurden in Friedrichshafen 9 Zukünftler-Haushalte gekürt. 548 Haushalte hatten sich beworben. Die Zukünftler dürfen 1 Jahr lang kostenlos modernste Informations- und Kommunikationstechnologien sowie T-City-Projekte in den eigenen 4 Wänden testen. Auf berichten sie regelmäßig über ihre Erfahrungen. Neue Webseiten Kennung ab dem Jahr Die Domain Namen werden ab 2010 um einige Kürzel erweitert. Dabei sind dann zusätzliche Kennungen wie zum Beispiel.berlin möglich, um Angebote aus dem Raum Berlin zusammenzufassen. Allerdings werden die neuen Domain-Namen aus organisatorischen Gründen voraussichtlich erst im Jahr 2011 online gehen können. Auch Firmen und Organisationen können individuellere Web-Adressen beantragen. Der Branchenverband BITKOM erwartet dabei ein reges Interesse an den neuen Internet-Kürzeln. In Deutschland gibt es unter anderem Initiativen für die Adressen.berlin,.hamburg und.köln. Auch Regionen und Bundesländer können unter ihrer eigenen Endung erreichbar sein. Der Branchenverband BITKOM rechnet mit einer Nachfrage von 500 bis neuen Top Level Domains weltweit. Neben Städten und Regionen kommt die Option für Wirtschaftszweige, Unternehmen und Marken in Frage. Wie die Zulassung im Detail läuft, muss der Verwalter ICANN noch entscheiden. Fest steht bereits, dass Privatleute keine eigene Homepage-Endung nach dem Muster beantragen können. Der Grund ist, dass ICANN den wirtschaftlichen Betrieb der Adress-Endungen langfristig sichern will. Anders als bei Webseiten wie sind ein eigenes Geschäftskonzept und ein hohes Startkapital nötig. Allein für die Bewerbung werden rund Euro fällig. Zusätzlich ist bis zu einer halben Million Euro für Projektmanagement, Technik und Rechtsberatung nötig. Bis zu Euro kostet der laufende Betrieb pro Jahr. Telekom verteuert Telefonauskunft Die Deutsche Telekom hat zum 1.Dezember 2009 ihren Auskunftsdienst über die von 1,79 Ct/Min. auf nun 1,99 Ct/Min. verteuert. Die neuen Tarife gelten auch für die (türkischsprachige Auskunft) und (englischsprachige Auskunft). Der Anruf bei der Auskunft der Deutschen Telekom bleibt bis zur persönlichen Beratung weiterhin kostenfrei. Die ist Deutschlands meistgenutzte Auskunft und bietet rund um die Uhr tagesaktuelle Informationen zu 35 Millionen Telefonbucheinträgen telefonisch und per SMS. Neben Rufnummer und Anschrift bietet die Auskunft der Telekom weitere Infos wie Öffnungszeiten, - oder Web-Adresse. 54 Kommunen bieten mittlerweile Handy-Parken an In vielen deutschen Städten können die Autofahrer das Parkticket auch über das eigene Handy aktivieren. Dabei entfällt dann die Suche nach dem passenden Kleingeld. Mittlerweile bieten 54 Kommunen bieten diesen Service inzwischen an. Im Juli 2008 waren es noch 22. Das berichtet der Branchenverband BITKOM. Dort wo Handy-Parken angeboten wird, weisen entsprechende Aufkleber auf den Parkautomaten darauf hin. In den nächsten Monaten werden nach Auskunft der Anbieter weitere Städte hinzukommen, darunter Wiesbaden, Bad 53

54 Homburg und Potsdam. Handy-Parken gibt es nicht nur in Metropolen wie Berlin, Köln oder Hamburg. Auch in vielen kleineren Städten können Autofahrer ihre Parkscheine per Mobiltelefon bezahlen. Viele kleine Kommunen sind fortschrittlicher als zum Beispiel München, wo Handy-Parken noch nicht möglich ist. Von den Autofahrern wird der neue Service ebenfalls in steigender Zahl genutzt. In manchen Städten beträgt der Handy-Anteil an den gesamten Parkvorgängen schon 10 Prozent. Bevor der Autofahrer seine Parkgebühren per Handy bezahlen kann, muss er sich bei einem von derzeit ca. 7 Anbietern anmelden und registrieren. Er bekommt dann eine Plakette für die Windschutzscheibe. Daran erkennt der Kontrolleur, dass der Fahrer des geparkten Kfz den Service Handyparken nutzt. Mit seinem Mobilgerät kann er dann per Internet die eingestellte Parkzeit überprüfen. Autofahrer können mit Handy-Parken nicht nur die lästige Kleingeldsuche vermeiden. Weil beim Handy-Parken minutengenau abgerechnet werden kann, entfällt das Überzahlen. Die Fahrer können ihren Wagen abstellen, ohne vorher überlegen zu müssen, wie lange sie wohl parken werden. Dank einer speziellen Erinnerungsfunktion wird der Autobesitzer per SMS rechtzeitig vor dem Ablauf der Höchstparkdauer gewarnt. Handyparken ist u.a. in folgenden Orte möglich (nach dem Datum der Einführung des Handyparkens sortiert): Köln, Neustadt a d Weinstraße, Hamburg, Lübeck, Berlin, Heidenheim, Bad Münstereifel, Mainz, Detmold, Mönchengladbach, Hanau, Bad Homburg, Bingen, Lemgo, Leverkusen, Potsdam, Wiesbaden, Wolfsburg. 2 Beispiele für die Funktionsweise des Handyparkens finden Sie auf YouTube: Vom Anbieter Simty den Videoclip Parkschein in Köln mit dem iphone kaufen : v=mikk9iug8y8, von der Presseagentur AFP den Videoclip Handyparken die mobile Alternative zum Parkscheinautomaten : - p/search/0/yl8y5espcum Weitere Informationen so über Städte mit Handyparken und Anbieter - bietet die Internetseite 60 Prozent der Haushalte nutzen einen Breitbandanschluss Wettbewerb belebt sich durch Internettelefonie und Kabelindustrie" Deutschland befindet sich nach den Worten des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, in Europa bei der Breitbandabdeckung auf der Überholspur. 60 Prozent der Haushalte nutzen einen Breitbandanschluss. Wir haben inzwischen alle großen Flächenländer wie Frankreich, England, Spanien und Italien beim Breitbandwachstum überholt und liegen weit über dem europäischen Durchschnitt", sagte Kurth bei der Vorstellung des Tätigkeitsberichts 2008/2009 für den TelekommunikatiEntwicklung der Anteile an den vermarkteten Breitbandanschlüssen onsbereich. Nur kleinere Quelle: Tätigkeitsbericht Bundesnetzagentur Mitgliedsländer wie Luxemburg, Holland und Dänemark haben pro Kopf der Bevölkerung mehr Breitbandanschlüsse." Breitbandmarkt Die Entwicklung im Breitbandmarkt ist weiterhin durch Wachstum gekennzeichnet, wenngleich sich die Dynamik der letzten Jahre deutlich abgeschwächt hat. Auch in den Krisenjahren 2008 und 2009 wuchs die Zahl der vermarkteten Breitbandanschlüsse, wenn auch deutlich geringer als in den Vorjahren wurden 3 Millionen neue Breitbandanschlüsse vermarktet, das waren 1,6 Millionen Neuschaltungen weniger als im Vorjahr. Für 2009 ist mit 54

55 einem ähnlichen absoluten Zuwachs zu rechnen. Ende des 1. Halbjahres 2009 gab es insgesamt 24,1 Millionen Breitbandanschlüsse. Die abflachende Wachstumskurve dürfte weniger der Wirtschaftskrise geschuldet sein als mehr der Tatsache, dass sich die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen langsam der Sättigungsgrenze nähert. Die Breitbandpenetration bezogen auf die Zahl der Haushalte liegt derzeit schon bei über 60 Prozent", erläuterte der Präsident. Die DSLTechnik ist dabei in Deutschland nach wie vor die überragende Breitbandanschlusstechnik. Gut 91 Prozent aller Breitbandanschlüsse sind DSL-Anschlüsse. Die Zahl der Breitbandanschlüsse via TV-Kabel wird bis Jahresende voraussichtlich auf insgesamt 2,4 Millionen Anschlüsse steigen. Die zunehmende Attraktivität der TV-Kabelanschlüsse ist auf die zügige Netzmodernisierung zurückzuführen. Etwa 24 Millionen Haushalte können bei einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis Internetzugänge und VoIPDienste über die TV-Kabelinfrastruktur nutzen. Die Technik ermöglicht durchgängig sehr hohe Bandbreiten", erklärte Kurth. Nicht zuletzt dank der starken Zuwächse bei den TV-Kabelanschlussanbietern konnten die Wettbewerber der Deutschen Telekom insgesamt ihre Marktanteile bezogen auf sämtliche Breitbandanschlüsse weitgehend stabil halten. Seit 2007 halten sie einen Marktanteil von etwa 53 Prozent. Dies ist ein Ergebnis, das auch im Hinblick auf den sich langsam sättigenden Markt als ein Erfolg zu werten ist. Die Erfolge der TV-Kabelanschlussanbieter auf den Breitbandmärkten gingen vor allem zu Lasten der alternativen DSL Anschlussanbieter, nicht der Deutschen Telekom", so der Präsident weiter. Die erfreuliche Wettbewerbsentwicklung auf den Breitbandanschlussmärkten und im Breitbandbereich insgesamt ist nach wie vor beinahe ausnahmslos auf das Vorhandensein regulierter und freiwillig angebotener Vorleistungsprodukte zurückzuführen. Deshalb konzentriert sich Regulierung im Breitbandbereich auf die Vorleistungsprodukte. In Deutschland gibt es mit dem Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL), Breitband-Zuführungsprodukten, Bitstromzugang sowie Resale 4 bedeutende Gruppen von Vorleistungsprodukten. Diese breite Palette an Vorleistungsprodukten versetzt wettbewerbliche Anbieter in die Lage, auf allen Stufen der Wertschöpfungskette Geschäftsmodelle aufzusetzen. Für die Anschlussmärkte ist der Zugang zur TAL mit Abstand das nach wie vor bedeutendste Vorleistungsprodukt. Mit weitem Abstand folgen Resale und Bitstromzugang. Investitionsvolumen und Entwicklung im Bereich der Telefonanschlüsse Telefonanschlüsse/-zugänge und Wettbewerberanteile in Festnetzen 2007 bis 2009 Quelle: Tätigkeitsbericht 2008/2009 Bundesnetzagentur Sowohl bei der Deutschen Telekom AG als auch den Wettbewerbern ist eine Zunahme der Investitionen im Bereich der Telefonanschlüsse zu verzeichnen. Das Investitionsvolumen im Festnetzbereich hat sich deutlich erhöht. Während im Zeitraum von 2003 bis 2006 jeweils zwischen 3 und 4 Milliarden Euro pro Jahr investiert wurden, ist das Investitionsvolumen in den Jahren 2007 und 2008 auf jährlich 5 Milliarden Euro gestiegen. Hierzu haben auch unsere verlässlichen Entscheidungen beigetragen. Durch die richtigen Preissignale wurden die erforderlichen Voraussetzungen für Investitionsentscheidungen der alternativen Netzbetreiber geschaffen", betonte Matthias Kurth. Gleichzeitig wurden auch dem regulierten Unternehmen angemessene Renditen zugestanden und dessen Sonderbelastungen ggf. berücksichtigt. Dadurch ist sichergestellt, dass auch dem etablierten Betreiber ausreichende Mittel für den Aus- und Umbau seiner Netze zur Verfügung stehen. Der Ausbau von VDSL in über 50 Städten dokumentiert dies eindrucksvoll", sagte Kurth. Alternative Anbieter sind zunehmend in der Lage, ihren Kunden Komplettangebote aus einer Hand zu offerieren. Diese Entwicklung findet ihren Niederschlag insbesondere auch in einer Erhöhung der Wettbewerbsintensität auf 55

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