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1 Wahlprogramm des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Österreich SWV. Diese Wahl zahlt sich aus. Wirtschaftskammer-Wahl bis

2 Wir für Sie: Der Präsident und die VizepräsidentInnen des SWV stehen zu ihrem Wort! Dr. Christoph Matznetter Präsident des SWV Österreich Christoph Matznetter war mehr als 20 Jahre als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer selbstständig, bevor er im Jahr 2000 in die Politik wechselte. Aus seiner Beratertätigkeit kennt er die Probleme und Anliegen von UnternehmerInnen sehr genau. Und versucht seit jeher, ihre Interessen gegenüber der Politik zu vertreten egal ob im Parlament als wirt- Aus mehr als 20 Jahren Selbstständigkeit weiß ich: UnternehmerInnen leisten Großartiges. Aber schaftspolitischer Sprecher der SPÖ oder die Rahmenbedingungen müssen in der Wirtschaftskammer Österreich, sich noch verbessern. deren Vizepräsident Matznetter seit 2005 ist: Wir brauchen eine neue Wirtschaftspolitik, bei der die Menschen im Vordergrund stehen. Finanzspekulanten haben ausgedient, uns geht es um einen Richtungswechsel zugunsten der zehntausenden KMU in unserem Land! 2 3

3 1988 war er Pionier, als Toni Hubmann als Erster auf Hühner-Freilandhaltung umstellte. Die Erfolgsgeschichte des Familienbetriebs und der Marke Toni s Freilandeier gibt ihm Toni Hubmann Recht. Sein Erfolgsrezept: Auch als Kleiner Forderungen Toni s Freilandeier, stellen, Anliegen durchsetzen, selbstbewusst handeln. SWV-Vizepräsident Und diese Linie führt er auch im Wirtschaftsverband weiter: Ich setze mich für die vielen UnternehmerInnen ein, die wie ich klein anfangen müssen, um groß rauszukommen. Ihre Rechte müssen wir stärken. Zum Beispiel mit mehr Demokratie in der Kammer, mehr Mitspracherecht für jedes Mitglied egal, ob groß oder klein. Ich weiß, wie schwer es für viele Kleine neben den ganz Großen ist, gerade im Handel und Gewerbe. Ihre Rechte müssen wir stärken. Denn jede Stimme in der Wirtschaftskammer muss gleich viel wert sein. Gleiche Rechte und Pflichten für alle UnternehmerInnen, egal, woher sie kommen! Resul Ekrem Gönültaşwurde in Istanbul geboren und lebt seit 1987 in Wien. Seit 2002 ist er selbstständiger Taxiunternehmer und steht wie kein anderer im SWV für den erfolgreichen Weg von UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund. Sein besonderes Anlie- Resul Ekrem Gönültaş gen: Gleiche Rechte und Pflichten für alle Selbstständigen, egal, woher Taxiunternehmer, SWV-Vizepräsident sie kommen. Menschen mit Migrationshintergrund sind genauso erfolgreiche UnternehmerInnen wie andere auch. Sie bilden Lehrlinge aus, schaffen Arbeitsplätze und tragen zum Erfolg unserer Wirtschaft bei. Aber sie müssen auch die gleichen Rechte haben. Für mich heißt das auch: Sie müssen in die Wirtschaftskammer gewählt werden können. Das ist heute noch nicht möglich und das müssen wir rasch ändern! Rudolf Tucek CEO der Vienna International Hotelmanagement AG, SWV-Vizepräsident Der Hotelier des Jahres 2007 ist seit 2009 auch Vizepräsident des Wirtschaftsverbandes. Der Tourismus-Experte engagiert sich stark für neue Ideen und Konzepte für den Tourismus- Der Tourismus ist einer der Standort Österreich, so zum Beispiel für die Verlängerung der Saisonen und eine Mehrwertsteu- wichtigsten Wirtschaftszweige. Arbeiten wir gemeinsam an der Verbesserung der politischen ersenkung auf Logis. Tourismus und Freizeitwirtschaft machen direkt und indirekt 16 % des Rahmenbedingungen für die Unternehmen! BIP aus, das entspricht einer Wertschöpfung von 45,5 Milliarden Menschen haben einen Arbeitsplatz im Tourismus, weitere Personen sind direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig. Grund genug für mich, an der ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen zu arbeiten. Andrea Jabornik ist seit 1998 selbstständige Werbeberaterin und setzt sich vor allem für die Anliegen von Einper- Andrea Jabornik sonenunternehmen sowie Unternehmerinnen ein. Leistbare SWV-Vizepräsidentin Einpersonenunternehmerin, Weiter bildung und soziale Absicherung sind ihr dabei besonders wichtig. Denn egal, ob klein oder groß, ob Unternehmerin oder Unternehmer: Es müssen für alle die besten Rahmenbedingungen gelten. Doch hier gibt es noch einiges zu tun: Gerade kleine und Einpersonenunternehmen haben oft mit Nachteilen zu kämpfen. Sie kommen schwerer an Finanzierungen und sind oft völlig auf sich alleine gestellt. Ihnen möchten wir mit sinnvollen Maßnahmen unter die Arme greifen! Egal, ob groß oder klein, ob Unternehmerin oder Unternehmer: Alle müssen die besten Voraussetzungen für erfolgreiches Wirtschaften haben! 4 5

4 Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, den richtigen Partner zu haben, und zu wissen: Auf meine Interessen wird geschaut. Wir, der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband, sind Ihre Lobby. Wir vertreten Klein- und Mittelbetriebe (KMU) und Einpersonenunternehmen (EPU) in der Wirtschaftskammer Österreich. Wir wissen, wie schwierig es momentan für viele Selbstständige ist, Finanzierungen aufzustellen, Löhne und Mieten zu zahlen, an Aufträge zu kommen. Die Wirtschaftskrise geht auch an KMU und EPU nicht spurlos vorbei. Auch sie kommen zum Handkuss, obwohl sie die Krise nicht verursacht haben. Dieser Entwicklung wollen wir entschlossen entgegentreten. Denn gerade jene, die die Wirtschaftskrise nicht verursacht haben, müssen wir jetzt mit den richtigen Maßnahmen unterstützen. Und sie nicht im Regen stehen lassen. Die Zeit für verant - wortungsvolle Wirtschaftspolitik ist jetzt und wir wollen sie aktiv mitgestalten. 2005: Versprochen. 2009: Gehalten. Bevor wir Ihnen unser Wahlprogramm vorstellen, wollen wir Ihnen zeigen: Wir haben aus Ihrer Stimme 2005 viel gemacht. Zahlreiche Forderungen konnten wir umsetzen und viele wirtschaftspolitische Maßnahmen der vergangenen fünf Jahre tragen sozialdemokratische Züge: Steuerreform: Stärkung des Konsums Forderung im Wahlprogramm 2005: Kaufkraft der Konsumentinnen und Konsumenten stärken: Eine starke Kaufkraft ist die Basis für eine positive Entwicklung unserer Wirtschaft Durch die Steuerreform (gültig seit ) mit einem Volumen von 3,2 Milliarden Euro wird eine langjährige Forderung des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) erfüllt: Die Stärkung des Konsums, wovon die heimische Wirtschaft direkt profitiert. Denn eine starke Kaufkraft ist die Voraussetzung einer positiven Wirtschaftsentwicklung, auch und gerade in schwierigen Zeiten. Der neue Gewinnfreibetrag Forderung 2005: Steuern senken für Selbstständige statt für Konzerne Auch im Zuge der Steuerreform 2009 konnte eine wesentliche Entlastung der heimischen UnternehmerInnen erreicht werden: Die Steigerung des Gewinnfrei - betrags von 10 % auf 13 %. Gleichzeitig fällt das Erfordernis, die ersten Euro des Gewinns in den Betrieb zu investieren. Diese Maßnahme kann daher zu Recht als eine bezeichnet werden, von der vor allem EPU und KMU profitieren. Entlastung für Aus- und Weiterbildung Forderung 2005: Schaffung von Anreizen für Betriebe, die in die Aus- und Weiterbildung von MitarbeiterInnen investieren Ein besonderes Anliegen des SWV war und ist die Entlastung jener Betriebe, die in die Aus- und Weiterbildung ihrer MitarbeiterInnen investieren. Eine gezielte Unterstützung in diesem Bereich ist das 2008 beschlossene Lehrlingspaket: Förderungen kommen neu gegründeten Unternehmen zugute, wenn sie Lehrlinge aufnehmen, und jenen Unternehmen, die erstmals bzw. nach längerer Pause wieder Lehrlinge ein - stellen. Zusätzliche Unterstützungen gibt es für besondere Ausbildungsqualität, z. B. für Weiterbildung von AusbilderInnen, für Ausbildungsverbünde oder für überdurchschnittliche Ergebnisse bei Lehrabschlussprüfungen. 6 Wirtschaftskammer-Wahl bis SWV. Diese Wahl zahlt sich aus. 7

5 Günstiges Kapital für KMU: Der Mittelstandsfonds der aws Forderung 2005: Bereitstellung günstigen Kapitals: Ein Stabilitäts- und Wachstumsfonds soll geschaffen werden Eine zentrale und vom SWV erfolgreich eingeforderte Maßnahme im Konjunkturpaket 1 ist der Mittelstandsfonds der aws: Er ist mit 80 Millionen Euro dotiert, die für Beteiligungen an Unternehmen mit Wachstumsprojekten zur Verfügung stehen. Zusätzlich werden kleine Unternehmen im Rahmen der Mikrokredite mit Summen bis Euro unterstützt. Arbeitslosenversicherung für Selbstständige Forderung 2005: Einbezug von Selbstständigen in das Arbeitslosengesetz Seit ist die langjährige sozialdemokratische Forderung nach einer besseren sozialen Absicherung für Selbstständige Wirklichkeit: Wir haben die Einführung der Arbeitslosenversicherung für freie DienstnehmerInnen erreicht, für Selbstständige mit Gewerbeschein gibt es ein Optionenmodell. Ebenfalls seit werden freie DienstnehmerInnen in das betriebliche Mitarbeitervorsorgegesetz einbezogen was vielen Mut machen soll, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Jetzt geht es darum, dass die soziale Absicherung auch für alle leistbar ist. Erleichterungen für EPU Forderung 2005: Schaffung spezieller Förderungen und Garantien bei ersten Investitionen Die über Einpersonenunternehmen (EPU) in Österreich gilt es, gerade in schwierigen Zeiten zu unterstützen. Denn sie sind ein wichtiger Wachstumsmotor unserer Wirtschaft. Der SWV fordert daher seit langem die gezielte Unterstützung von EPU und begrüßt in diesem Zusammenhang die Maßnahmen des Arbeitsmarktpakets II, das im Juni 2009 von BM Hundstorfer präsentiert wurde: EPU werden bei der Einstellung ihres ersten Mitarbeiters durch das AMS unterstützt, das den Sozialversicherungsbeitrag im ersten Jahr der Anstellung zur Gänze übernimmt. Vorgezogene Infrastrukturprojekte Forderung 2005: Von der öffentlichen Hand zurückgestellte Infrastrukturprojekte vorziehen und damit den Klein- und Mittelbetrieben Folgeaufträge sichern Bereits seit Anfang 2007 hat SWV-Präsident Matznetter gezielt die Vorziehung von Infrastrukturinvestitionen vorangetrieben und sich in dieser Frage gegen BM Molterer durchgesetzt. Damit konnte gerade der regionalen Wirtschaft und KMU zu einem höheren Auftragsvolumen verholfen werden. Auch die jetzige Regierung führt diesen Kurs fort und erfüllt somit eine der wichtigsten Forderungen des SWV für die Steigerung der regionalen Wertschöpfung: Allein im Jahr 2009 wurden vorgezogene Infrastrukturprojekte im Rahmen von 875 Millionen Euro sowie thermische Sanierungsmaßnahmen im Ausmaß von 100 Millionen Euro beschlossen. Verhinderung des absoluten Rauchverbots 2008 startete der SWV eine Kampagne gegen das absolute Rauchverbot, der sich über Menschen anschlossen. Ziel war und ist ein faires Miteinander und der Erhalt der Wahlfreiheit der Wirte. Der SWV konnte das absolute Rauchverbot verhindern und zu einem nun gültigen, guten Kompromiss zwischen den Interessen der NichtraucherInnen einerseits und der Wirte und RaucherInnen andererseits beitragen. Rettungspaket für TrafikantInnen Der Wegfall der Einfuhrbeschränkungen für Zigaretten in diversen Nachbarstaaten Österreichs stellt eine existenzbedrohende Belastung der heimischen TrafikantInnen dar. Grund genug für den SWV, im November 2007 ein Maßnahmenpaket zum Schutz der TrafikantInnen zu initiieren. Das Paket beinhaltete u. a. die Einrichtung eines Solidaritätsfonds aus der um 10 % erhöhten Handelsspanne, der TrafikantInnen mit massiven Umsatzrückgängen gezielt unterstützt; die Aufhebung des Werbeverbots in Trafiken und die Aussetzung der Tabaksteuererhebung. Zeit für eine neue Politik. Neoliberale Politik nach dem Motto Weniger Staat, mehr privat hat ausgedient. Es gilt, eine vollkommen neue Wirtschaftspolitik zu gestalten. Eine Politik, die es unseren Unternehmen ermöglicht, nachhaltig zu wachsen. Eine Politik, die die Chancen der kleinen und mittleren Betriebe gegenüber den großen Konzernen wahrt. Und eine Politik, der es nicht um ein Ausspielen von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen geht, sondern um ein partnerschaftliches Miteinander. Viele Selbstständige spüren heute: Den Spekulanten, Banken, der Finanzindustrie geht es nicht um die reale Wirtschaft. Es geht ihnen in erster Linie um die eigene Geldvermehrung. Die Folge: Banken haben ihre wichtigste Aufgabe aus den Augen ver - loren, nämlich der Realwirtschaft zu dienen und nicht, sie zu behindern. Dagegen treten wir seit langem auf, und gerade die jetzige Krise zeigt: Unsere Forderungen nach einer regulierten Finanzwirtschaft zum Wohle der Realwirtschaft ist aktueller und wichtiger denn je. 8 Wirtschaftskammer-Wahl bis SWV. Diese Wahl zahlt sich aus. 9

6 Für uns zählen sozialdemokratische Grundwerte. Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Uns geht es darum, die Bedingungen der Selbstständigen in unserem Land zu verbessern. Und darum, Österreich als einen qualitativ hoch wertigen Wirtschaftsstandort zu stärken mit einer modernen Infrastruktur, mit gut ausgebildeten Menschen und mit einem funktionierenden Gemeinwesen. 5 Säulen für unsere Wirtschaft. Unser Ziel bei der Wirtschaftskammer-Wahl 2010: Die Situation für KMU und EPU in unserem Land entscheidend verbessern. Alle unsere Forderungen orientieren sich an diesem Ziel. 1) UnternehmerInnen Absichern Bei Weiterbildung, im Krankheitsfall oder bei einem Konkurs. Selbstständige arbeiten selbst und das ständig, sagt man. Doch oft erreichen Selbstständige nicht einmal das Durchschnittseinkommen von Angestellten und das bei hohem Risiko. Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband kämpft daher für eine bessere soziale Absicherung von UnternehmerInnen und fordert: Eine günstigere (optionale) Arbeitslosenversicherung denn das momentane Modell ist für viele UnternehmerInnen noch nicht attraktiv genug Die Abschaffung des Selbstbehaltes von 20 % bei der GSVG-Krankenversicherung damit soziale Absicherung auch leistbar wird Einen Entgeltfortzahlungsfonds bei Erkrankung der MitarbeiterInnen 100 %ige Kostenübernahme als bestmöglicher Ausgleich für den Entfall von MitarbeiterInnen Eine Arbeitsstiftung für ehemalige Selbstständige denn wer sein Unternehmen schließen muss, braucht besondere Unterstützung und Beratung bei der Neuorientierung Einen EPU-Weiterbildungsfonds denn gerade für die vielen Kleinen muss Weiterbildung möglich sein 2) Kreditvergabe Erleichtern Kein finanzielles Aushungern unserer Wirtschaft! Schwierige Zeiten werden noch schwerer, wenn die richtigen Partner in Finanzierungsfragen fehlen. An Kredite zu kommen, ist für Unternehmen heute oft unmöglich. Für viele hat das existenzbedrohende Auswirkungen. Dabei braucht unsere Wirtschaft gerade in einer Krise neue Investitionen, um wieder wachsen zu können. Der SWV sagt: Raus aus der Kreditklemme! Wenn sich die Banken drücken, muss die Kammer Druck machen. Wir fordern: Eine KMU-Milliarde : Denn auch die Kleinsten müssen an günstige Kredite kommen und zwar schon ab Euro. Bessere Information durch Banken und eine rasche und zielgerichtete Umsetzung der Aktion sind uns besonders wichtig. Mehr Infos unter Basel II für Kredite bis 1 Mio. Euro abschaffen denn vereinbart ist, dass erst ab der Vergabe von 1 Mio. Basel II angewendet muss. KMU brauchen andere Richt - linien zur Risikobewertung als internationale Konzerne Mikrokredite ausbauen denn gerade den Kleinsten bleibt die Finanzierung oft verwehrt Staatshaftungen ausweiten damit Kredite für die Wirtschaft leichter bewilligt werden Ein regelmäßiges Banken-Monitoring denn die Weitergabe von niedrigen Zinsen an die KundInnen muss sichergestellt sein 3) Abgaben Senken Für Selbstständige, nicht für Spekulanten, internationale Fonds und Konzerne! Die Last der Steuern und Abgaben für Selbstständige ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen. Wir sagen: Es reicht, der Faktor Arbeit muss entlastet werden. Außerdem ist es an der Zeit, über Steuern auch tatsächlich zu steuern : Den Beitrag derer anzuheben, die bis jetzt de facto keine Steuern gezahlt haben und das auf Kosten aller anderen BürgerInnen in diesem Land. Wir fordern daher: 10 Wirtschaftskammer-Wahl bis SWV. Diese Wahl zahlt sich aus. 11

7 Ausweitung der neu geschaffenen Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten Mitarbeiter im ersten Jahr der Anstellung die bereits jetzt gültige Regelung für junge Arbeitslose soll unbefristet für alle Dienstverhältnisse gelten Steuerliche Anreize für KMU und EPU, die in die eigene Aus- und Weiterbildung investieren damit sich qualifizierte Chefs und MitarbeiterInnen doppelt auszahlen Vermögen besteuern denn KMU zahlen seit Jahr und Tag eine Vermögenssteuer, wenn sie Betriebe oder Liegenschaften verkaufen. Was ihnen zumutbar ist, muss auch für Spekulanten und den Verkauf von Aktienvermögen gelten! Faire und angemessene Mieten denn die immer höheren Mieten machen vor allem KMU in ganz Österreich zu schaffen 4) Mehrwert Schaffen Mehr Service, mehr Leistungen, mehr Demokratie in der Wirtschaftskammer. Alle fünf Jahre können Sie Ihre VertreterInnen in der Wirtschaftskammer wählen. Und in der Zwischenzeit? Wir sind dafür, dass Mitglieder regelmäßig zu wichtigen Themen befragt werden. Denn mehr Demokratie schadet nie. Der Sozialdemokra - tische Wirtschaftsverband fordert außerdem: 5) Richtig Fördern Lehrlinge, Zukunftsbranchen und die richtigen Netzwerke. Die Mittel für Wirtschaftsförderungen werden immer knapper. Umso wichtiger ist es, die richtigen Bereiche gezielt zu fördern und so die Zukunft der österreichischen Wirtschaft positiv mitzugestalten. Wir fordern: Lehrlinge qualifizieren mit Förderprogrammen müssen wir ein hohes Bildungsniveau der Lehrlinge erreichen, von dem die Betriebe profitieren Netzwerke stärken internationale Kontakte schaffen, Vernetzung zwischen Betrieben und mit dem Bildungssystem bringen konkreten Mehrwert für Unternehmen Forschung und Entwicklung begünstigen denn auch kleine Unternehmen sollen von der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft profitieren Kreativwirtschaft fördern denn sie ist eine der wichtigsten Wachstumsbranchen der heutigen Wirtschaft Gewählte EPU-Beauftragte denn nach wie vor sind EPU in den Gremien der Wirtschaftskammer unterrepräsentiert obwohl sie mehr als die Hälfte aller Unternehmen ausmachen Mehr Mitsprache bei der Festlegung von Grundumlagen denn schließlich sind es Ihre Beiträge Passives Wahlrecht für MigrantInnen denn eine Kammer darf UnternehmerInnen nicht diskriminieren, egal, woher sie kommen Eine Kammer auf Rädern denn gerade weil UnternehmerInnen in ihren Betrieben oft durchgehend anwesend sein müssen, soll die Kammer zu ihnen kommen. Und nicht umgekehrt. Mit mehr Service, mehr Engagement, mehr Angeboten vor Ort. Längere Öffnungszeiten der WKO-Service-Stellen: Damit der Weg zur Kammer leichter wird. Die meisten UnternehmerInnen haben heute längere Öffnungszeiten als noch vor ein paar Jahren. Damit sie trotzdem die Service- und Informationsangebote in der Kammer nützen können, sind wir dafür, dass die Kammer mit ihren Öffnungszeiten nachzieht. Und sich damit der Lebenswirklichkeit vieler UnternehmerInnen annähert. 12 Wirtschaftskammer-Wahl bis SWV. Diese Wahl zahlt sich aus. 13

8 Wir für JungunternehmerInnen. Wer heute den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, muss optimal dabei unterstützt werden. Information, Service und Förderung für JungunternehmerInnen sind die Eckpfeiler, auf der eine gute Interessensvertretung aufbaut. Wir fordern daher: Einrichten eines Mentoring-Systems damit GründerInnen von der Erfahrung anderer UnternehmerInnen profitieren können Gründercoaching im ersten Jahr als UnternehmerIn damit Fehlentwicklungen erst gar nicht passieren Bürokratie abbauen zugunsten einer raschen und effizienten Abwicklung der Unternehmensgründung One-stop-shop Prinzip eine einzige Anlaufstelle für JungunternehmerInnen in der Wirtschaftskammer, die über Förderungen, Auflagen, Genehmigungen etc. Auskunft gibt Erleichterungen bei der Betriebsnachfolge egal ob bei Anlagenrecht, Gebühren, Pflichtversicherungen oder Mietrecht (z. B. Beibehaltung der Mietpreise bei Branchengleichheit für KMU) Wir für Unternehmerinnen. Bereits ein Drittel aller Selbstständigen sind Frauen. Von ihren beruflichen Erfolgen profitiert die gesamte Wirtschaft. Österreich kann es sich nicht leisten, auf das Potenzial und die Qualifikation seiner Unternehmerinnen zu verzichten. Anpassen des Wochengeldes für Unternehmerinnen an das von Angestellten denn hier muss die Benachteiligung beendet werden Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen mit längeren Öffnungszeiten und an die Bedürfnisse von Unternehmerinnen angepasst Ganztägige Schulformen und Nachmittagsbetreuung ausbauen denn auch hier gilt: Unternehmerin sein ist zumeist kein Halbtagsjob Wir für MigrantInnen. Ohne zugewanderte UnternehmerInnen würde es viele Branchen gar nicht mehr geben man denke nur an das Schneider-Gewerbe oder die vielen MarkthändlerInnen in ganz Österreich. Zugewanderte UnternehmerInnen tragen maßgeblich zur Wertschöpfung in unserem Land bei, zahlen Steuern und bilden Lehrlinge aus. Dennoch sind sie in vielerlei Hinsicht benachteiligt, nicht zuletzt durch das Statut der Wirtschaftskammer: Ohne österreichische Staatsbürgerschaft darf man nicht für Ämter in der Kammer kandidieren. Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband lehnt diese diskriminierende Regelung ab und fordert: Das passive Wahlrecht für alle UnternehmerInnen egal, woher sie kommen Mehr Service für MigrantInnen zum Beispiel durch einen gewählten Migrantenvertreter in der Kammer Dennoch haben Frauen immer noch mit höheren Belastungen zu kämpfen als ihre männlichen Kollegen. Sie sind wesentlich stärker von dem Problem der (Un-)Vereinbarkeit von Beruf und Familie betroffen. Außerdem haben sie es mitunter schwerer, in der von Männern dominierten Finanzwelt an Kredite zu kommen und stehen damit von Anfang an vor spezifischen Problemlagen. Diese gilt es gezielt zu lösen, unter anderem durch die folgenden Maßnahmen: Ein Frauenförderungsprogramm, das die spezifische Situation und die Bedürfnisse von Frauen in den Förderrichtlinien berücksichtigt staatliche Garantien und Haftungen für Startkapital von Unternehmerinnen sind dringend notwendig 14 Wirtschaftskammer-Wahl bis SWV. Diese Wahl zahlt sich aus. 15

9 Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Österreich Wirtschaftskammer-Wahl bis SWV. Diese Wahl zahlt sich aus Wien Mariahilfer Straße 32/1 Tel: +43 (1) Fax: +43 (1)

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