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1 7,50 Deutschland ISSN Government DIE ZEITUNG FÜR IT-GESTÜTZTE VERWALTUNG VON KOMMUNE UND STAAT Nr. 1/ Dezember 2002 KOMMUNE & STAAT BRANCHE & INNOVATION PRAXIS & LÖSUNGEN RECHT & SERVICE Fundament Das BMI entwicklet derzeit die fehlenden Basiskomponenten für BundOnline Martin Schallbruch obliegt die Koordination. Seite 3 Homogenisierung Alle Arbeitslosenkassen in der Schweiz greifen jetzt auf einheitliche Datenbestände zu das beschleunigt auch die Job-Vermittlung. Seite 9 Inventur Bevor die Gemeinde Hiddenhausen auf die Doppik umstellen kann, muss das Vermögen bewertet werden. Seite 17 Biometrie-Visum Das Lichtbild im neuen EU-Visum ist nur der erste Schritt. Schon bald folgt auch der Fingerabdruck. Seite 25 IN DIESER AUSGABE KOMMUNE & STAAT Kommunalstudie 2002 Komplexe IT-Technologie ist längst Alltag in den großen Kommunen. Doch noch immer fehlt es häufig an tragfähigen Konzepten. Auch beim egovernment. Hinzu kommt die Finanznot der Gemeinden. Seite 4 BRANCHE & INNOVATION Networking Netzwerke sind eine technische Grundlage für die Modernisierung der Verwaltungen. Mit konvergenten Lösungen können darüber hinaus IT-Kosten gesenkt werden. Bleibt nur noch die Qual der Wahl beim Betriebssystem. Seite 10 PRAXIS & LÖSUNGEN Doppik Während die kameralistische Buchhaltung nur Einnahmen und Ausgaben berücksichtigt also nur den Geldverbrauch aufzeigt bildet die Doppik den Ressourcenverbrauch durch die Gegenüberstellung von Aufwand und Ertrag ab. Seite 20 RECHT & SERVICE Experten-Treff in Berlin Die Messe Moderner Staat in Berlin bietet neben Produktneuheiten auch ein wichtiges Forum für die Verantwortlichen im egovernment. Seite 26 Rubriken egovernment-termine, Ausschreibungen der Öffentlichen Hand, redaktionell erwähnte Unternehmen, Impressum ab Seite 27 Wieder einmal sorgt die geplante Novellierung des Telekommunikationsgesetzes für Aufregung. Offensichtlich plant das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit in seinem aktuellen Entwurf eine weitere Verschärfung des Gesetzes. Inzwischen liegen erste Stellungnahmen der TK-Verbände vor. Diese kritisieren vor allem die Neufassung der Paragraphen 88 und 90. So sorgt die in Paragraph 90 verlangte umfassende Erhebung und Speicherung von Kundendaten für Widerspruch. Der VATM hält die Neufassung unter datenschutzrechtlichen Aspekten für bedenklich. Im Bezug auf die beabsichtigte Vorratsdatenspeicherung müsse festgestellt werden, so der Verband, dass die geplante Änderung gegen eine Reihe der im Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichtes aufgestellten datenschutzrechtlichen Grundsätze verstößt. Auch der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und seine Kollegen auf Länderebene teilen diese Bedenken (siehe nebenstehender Kommentar). Hinzu komme, dass die Bereithaltung von Daten für Auskunftsersuchen der Sicherheitsbehörden erhebliche Kosten verursacht, wie es beim VATM Telekommunikationsverordnung Geplante Novelle gefährdet egovernment Streit. Die Bundesregierung will den TK-Providern wieder die vollen Kosten möglicher Überwachungsmaßnahmen aufbürden. Experten befürchten, dass Änderung der Verordnung auch negative Auswirkungen auf egovernment haben kann. heißt, da durch die Neufassung im Gegensatz zur vorangegangenen Version den Telekommunikationsanbietern wieder die Übernahme aller Kosten möglicher Überwachungsmaßnahmen aufgeladen werden solle. Diese Änderung ist WOLFGANG CLEMENT. Der Wirtschaftsminister plant eine Neufassung der Telekommunikationsverordnung umso erstaunlicher, als diese Regelungen in früheren Fassungen des Papiers bereits getilgt worden waren. Entsprechend heftig reagiert der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) in einer ersten Stellungnahme. Hier heißt es: Die im Gegensatz zu den Erläuterungen vom nunmehr vorgesehene ersatzlose Streichung des Einschubs auf eigene Kosten ist nicht hinnehmbar. Als Begründung führt der VATM an, dass die Entschädigungsgrundsätze über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen sich in keiner Weise an den realen Kosten der Maßnahmenrealisierung auf Seiten der Verpflichteten orientieren. Es sei nicht zu akzeptieren, so der Verband, dass die Verpflichteten weiterhin annähernd entschädigungslos mit den hohen Kosten für die Sicherstellung der Überwachungsmaßnahmen belastet würden. Der Verband weist in diesem zusammenhang darauf hin, dass die angestrebte Regelung zu einer Benachteiligung einheimischer Telekommunikationsanbieter führe, da andere europäische Staaten eine Vorratsdatenspeicherung nicht vorsehen. Deutsche TK-Anbieter würden dadurch im internationalen Wettbewerb benachteiligt. Unklar bleibt auch, welche Auswirkungen es für das egovernment und die TK-Wirtschaft hätte, wenn die Provider, die ihnen entstehenden Mehrkosten auf ihre Kunden abwälzen würden. mk KOMMENTAR Von Thilo Weichert, Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Datenschutz Misstrauen statt Sicherheit Überwachungsexzesse wären das Aus für egovernment. Wieder wurde der Entwurf einer Änderung des Telekommunikationsgesetzes bekannt, der auf mehr Überwachung hinausläuft. Nicht nur Name, Anschrift und Rufnummer, sondern auch Vertragsangaben, Geburtsdatum und Gerätestandort sollen als Bestandsdaten offensichtlich Polizei und Geheimdiensten zum Online-Abruf (!) zur Verfügung stehen. Das Kontrollnetz wird immer enger geknüpft. Der ultimative Kick wäre die vom Bundesrat geforderte Vorratsspeicherung von TK-Verbindungsdaten, der sich die Bundesregierung bisher noch nicht klar entgegen gestellt hat. Exzessive Überwachung und ecommerce und egovernment gehen nicht zusammen. Wer schon beim Herunterladen eines Formulars einen personifizierten Datenschatten hinterlässt, der wird sich überlegen, ob er sich dieses nicht lieber beim nächsten Amtsbesuch anonym beschafft. Polizei und Dienste dürfen im realen Leben von anderen Behörden nicht alles erfahren. Dies muss auch für den Internetverkehr gelten. TK-Überwachung schafft weniger Sicherheit als Misstrauen und Angst. Und die sind wahrlich schlechte Triebfedern des egovernment. DataM-Services GmbH, Würzburg PVSt, Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt, B bestellen: GovcomUpdate der aktuelle Newsletter per Jetzt Landesrechnungshof kritisiert BayernOnline Bayerische Misswirtschaft Der Freistaat Bayern hat sich für seine Initiative Bayern Online ausgerechnet vom eigenen Rechnungshof massive Kritk eingehandelt. In seinem Jahrebericht 2002 hielt der Oberste Rechnungshof (ORH) fest: Wesentliche Ziele, die mit dem Bayernetz verfolgt wurden, wie die Integration der verschiedenen Netze und die Vereinigung der Sprach- und Datenkommunikation, wurden nicht erreicht. Durch unwirtschaftliches Handeln sind allein in diesem Bereich unnötige Ausgaben von 8,5 Millionen Euro enstanden. Die Rechnungsprüfer hielten der Staatsregierung zudem vor, dass bei der Realisierung in erheblichem Umfang gegen das Vergabe- und Haushaltsrecht verstoßen worden sei. Dabei hätten für das Projekt 76 Millionen Euro aus Privatisierungserlösen und mindestens weitere 100 Millionen Euro aus allgemeinen Haushaltsmitteln zur Verfügung gestanden. Mit diesen Mitteln hatte die Staatsregierung ein Hochgeschwindigkeitsnetz aufbauen und den Einsatz moderner IT- und Informationstechnologie beschleunigen wollen. Nun macht sich bei Bayern- Online-Beschäftigen Unruhe breit. Unter der Hand sprechen Branchenkenner bereits davon, dass die Zuwendungen für BayernOnline im kommenden Jahr um 20 bis 30 Prozent gekürzt werden könnten. Bislang rechtfertigte die Bayerische Staatsregierung ihr Engagement bisher mit der hohen Zahl von Internet-Start-Ups im Land. mk 100 Einführungsgrad von IT-Systemen in den Kommunen % 99 % Internet- Auftritt Dienstl.Terminals Quelle: PricewaterhouseCoopers 38 % 18 % 12 % 17 % 63 % 26 % 57 % 38 % 52 % 67 % 22 % 46 % 49 % 32 % 13 % 20 % 21 % 9% Call-Center Ratsinformation Neue Office Anwendg. Neues Betriebssystem Vorhanden ERP-Verfahren 24 % 78 % HRK-Verfahren 75 % Geplant 20 % 12 % Workflowsystem Personalverwaltung DMS 20 % 42 % 78 % Government Computing PLANUNG. Bei der Anschaffung von IT-Systemen hinterlässt die Verwaltungsmodernisierung Spuren. Immer mehr Kommunen setzen auf DMS- und Workflow-Systeme 2% Geo-Information Groupware Wissensmanagement 41 % Redaktionssystem

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3 KOMMUNE & STAAT GOVERNMENT COMPUTING AUSGABE Zwischenbilanz Nach der Kommunalstudie 2002 von PricewaterhouseCoopers geht ohne IT nichts mehr in den Kommunen. Doch es fehlt an Geld und klaren Konzepten. Qualifikation Auf dem enac-forum der CeBIT 2003 werden zum dritten Mal die Gewinner des egovernment-wettbewerbs prämiert. Empfehlung Niedersachsen setzt bei der Modernisierung der IT-Infrastruktur und der Umsetzung von egovernment auf einen CIO. Entscheidung Im VIP-Forum diskutieren Experten wie es mit egovernment im kommenden Jahr weiter gehen soll. Seite 4 Seite 5 Seite 7 Seite 8 BundOnline 2005 egovernment-komponenten Ohne Zweifel wurden in der abgelaufenen Legislaturperiode viel für die Umsetzung von egovernment in Deutschland erreicht. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Erfolg leistete die Initiative der Bundesregierung BundOnline Nach der Bundestagswahl stellt sich jedoch vielen Beobachtern die Frage, wie es mit dem Projekt weitergehen wird. Die Frage scheint berechtigt, vor allem nachdem eine der Leitfiguren des Projektes, die ehemalige Staatssekretärin des Bundesinnenministeriums Brigitte Zypries, als Bundesjustizministerin eine neue Aufgabe übernommen hat. Solide Basis machen Fortschritten Perspektiven. Noch ist das Personalkarussell im Bundesinnenministerium in vollem Gang. Zudem ist mit Brigitte Zypries eine der Leitfiguren des deutschen egovernments ins Justizministerium abgewandert. Da drängt sich die Frage auf, wie es mit dem Zugpferd des deutschen egovernment, der Initiative BundOnline 2005, weitergehen soll auf. Eine Bestandsaufnahme. Quelle: Projektgruppe BundOnline 2005 Trotz dieser personellen Veränderungen steht die Initiative BundOnline nach wie vor auf einer soliden Grundlage. Das zeigt sich daran, dass die Umsetzung des Projektes wie vorgesehen weiterläuft. So wird das Bundeskabinett im Dezember die Fortführung von BundOnline beschließen. Gleichzeitig soll ein fortgeschriebener Umsetzungsplan verabschiedet werden. Zudem haben im Oktober eingerichtete Kompetenzzentren die Arbeit aufgenommen. Diese werden die ausstehenden Umsetzungsprojekte in den einzelnen Ressorts beaufsichtigen. Insgesamt handelt es sich hier um 259 Projekte, die durch die Katalysatoren betreut werden sollen. Damit scheint eine termingerechte Umsetzung aller Teilprojekte bis 2005 garantiert. Herausforderungen Auf der anderen Seite haben die Projektverantwortlichen eine Reihe neuer Herausforderungen zu meistern. Wurden im Jahr 2002 vornehmlich reine Informationsdienstleistungen eingeführt, deren technologischer Anspruch relativ bescheiden ausfiel, da dazu noch keine Interaktions- und Transaktionsdienste erforderlich waren, so steht in den kommenden Jahren verstärkt die Umsetzung eben solcher Dienste an. Dies wird eine verstärkte Konzentration auf die Umsetzung und Entwicklung der einzelnen Basiskomponenten von BundOnline erforderlich machen. Denn es scheint absehbar, dass einzelne Basiskomponenten in die Gefahr geraten könnten, dass sich der Bedarf schneller entwickelt, als die Komponenten selbst verfügbar sind. Bereits jetzt scheint sich in IT-Architektur BundOnline 2005 Basiskomponente Bedingung für egovernment Präsentationsschicht für egovernment Anwendungen Sachbearbeitung Document Management System egovernment Anwendungen Customer Relationship Management Datensicherheit Secure Data Warehouse Datenbank Management Kommunikation (Protokolle, Middleware, etc.) Betriebssystem Netzwerk Infrastruktur Host Verfahren einigen Bereichen abzuzeichnen, dass einzelne Dienstleistungen in der Entwicklung weiter sind, als die dazugehörigen Basiskomponenten. Zentrale Aufgabe der Kompetenzzentren wird daher sein, zu verhindern, dass die Lücke zwischen Bedarf und Verfügbarkeit so groß wird, dass sie den Fortgang des Projektes behindern könnte. Eine weitere Hürde für den zügigen Ausbau von BundOnline könnte die im Grundgesetz verankerte Ressorthoheit sein. Hier wird es darauf ankommen, die Anforderungen der zentralen Koordinierungsstelle und die individuellen Zielsetzungen der einzelnen Ressorts in Einklang zu bringen. Allerdings haben die Kompetenzzentren inzwischen die internen Prozesse und Themengebiete konzipiert und grundlegende Konzepte für die Behörden bereitgestellt. Auch Beratungsaufträge aus den Behörden werden mittlerweile bearbeitet. Basiskomponenten Von den insgesamt sechs Basiskomponenten sind zwei bereits vorhanden. Es handelt sich Content Management System Zahlungsverkehrsplattform Formularserver Übergreifende Komponente GOVERNMENT COMPUTING PLANUNG. Das Haus nimmt langsam Gestalt an. Nun werden vier weitere Basiskomponenten für BundOnline 2005 entworfen und entwickelt hier um den Formularserver, der auf der diesjährigen CeBIT vorgestellt wurde, und um das Internetportal Letzteres wurde schon auf der CeBIT 2001 der Öffentlichkeit vorgestellt. Beide Entwicklungen fanden unter der Federführung des Bundesinnenministeriums statt. Laut Bundesinnenministerium (BMI) sollen das Portal und der dort angesiedelte Formularserver schon 2003 neu konzipiert und ausgeschrieben werden. Die noch fehlenden vier Komponenten wurden im Herbst zur Planung und Entwicklung ausgeschrieben. Im Einzelnen handelt ANZEIGE es sich die um folgende Basiskomponenten: Zahlungsverkehrsplattform Content Management System Datensicherheit und das Call Center Für die ersten beiden stehen nun die Konzeption und die anschließende Umsetzung an. Bei der Basiskomponente Datensicherheit will man man sich vorläufig auf die Konzeption beschränken, während beim letzten Modul die Bedarfsanalyse und darauf aufbauend die Erstellung eines passenden Grobkonzeptes anstehen soll. Die Projektverantwortung liegt für die Zahlungsplattform beim Bundesamt für Finanzen. Das Bundesverwaltungsamt betreut das Content Management System und das Call Center. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationsgesellschaft schließlich betreut die Basiskomponente Datensicherheit. Dabei ist für die einzelnen Komponenten folgende Schwerpunkte geplant: Bei der Zahlungsverkehrsplattform soll in einem ersten Schritt der Lastschrifteneinzug und gegebenenfalls die Möglichkeit der Einzelüberweisung realisiert werden. Die dabei anfallenden Daten sollen zur Buchung und Überwachung an das im Bundesamt für Finanzen eingesetzte Haushalts-, Kassen- und Rechnungslegungssystem, sowie an das zentrale Zahlungsüberwachungssystem weitergeleitet werden. Laut BMI soll die erste Ausbaustufe, die dann die die Bearbeitung von Lastschrifteinzügen und die Durchführung von Überweisungen ermöglichen soll, im März 2004 fertiggestellt sein. In einer ersten Ausbaustufe ist darüber hinaus geplant, weitere Möglichkeiten des Zahlungsverkehrs wie Kreditkartenzahlungen zu implementieren. Um die im Zahlungsverkehr notwendigen Sicherheitsstandards gewährleisten zu können, sollen alle Web-Services einer umfangreichen Plausibilitätsprüfung unterzogen werden. Der gesamte Datenaustausch soll unter einer SSL-Verschlüsselung erfolgen und mit SOAP/XML über abgewickelt werden. Für das Basismodul Content Management steht vor allem die Entwicklung einer gemeinsamen Standardlösung für die Bundesverwaltungen auf der Basis eines gemeinsamen Anforderungskatalogs im Mittelpunkt. Nach abgeschlossener Realisierung des Content Management System sollen nach Aussage des BMI alle interessierte Behörden im Rahmen des sukzessiven Erwerbs einer Bundeslizenz eine Lizenz aus BundOnline-Mitteln erhalten können. Die Entwicklung der Basiskomponente soll so erfolgen, ist aus dem BMI zu hören, dass der entstehende Entwicklungs- und spätere Betriebsaufwand in den einzelnen Bundesbehörden minimiert wird und die Basiskomponente gezielt auf die Anforderungen der Behördenlandschaft abgestimmt wird. Sehr viel umfangreicher ist der Anforderungskatalog für die Komponente Datensicherheit. Hier ist zunächst die Entwicklung eines modularen und skalierbaren Funktionsmodells geplant. Dieses soll unter anderem eine vollständige Beschreibung der benötigten Schnittstellen und der erforderlichen Spezifikationen enthalten. Weiter ist geplant, eine detaillierte Vorgehensweise zur zentralen Pflege und Erweiterung der Sicherheitsparameter zu erstellen. Nach Angabe des BMI soll die Ausarbeitung des technischen Feinkonzeptes einschließlich einer Marktanalyse und der Ausarbeitung eines modularen Realisierungsplanes im März 2003 abgeschlossen sein. Für die Call Center-Basiskomponente läuft die im Augenblick die Bedarfsanalyse und steht kurz vor dem Abschluss. Offenbar liegt die Initiative BundOnline auch in der neuen Legislaturperiode gut auf Kurs. mk KOMMUNE & STAAT Verantwortlicher Redakteur: Manfred Klein Tel / , Fax / AKTUELL WIRTSCHAFTSPOLITK MIT EGOVERNMENT Immer häufiger werden egovernment-anwendungen zur Wirtschaftsförderung und zum Kampf gegen die Arbeitslosigkeit eingesetzt. So erklärte der hessische Ministerpräsident Roland Koch auf dem Fachsymposium Recruiting Trends der Universität Frankfurt das Internet könne Arbeitgeber und Arbeitssuchende schneller und zielgerichteter zusammenbringen. Koch erklärte, dass dies auch für die rund Arbeitsplätze in der hessischen Landesverwaltung gelte, weshalb die Landesregierung derzeit prüfe, ob und in welchem Umfang Stellenausschreibungen der Landesverwaltungen künftig auch in einem Internetportal veröffentlicht werden könnten. Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, ging noch einen Schritt weiter und stellte das wesentlich erweiterte Unternehmensnachfolge Portal nexxt der Öffentlichkeit vor. Laut Clement solle das Portal jedoch nicht nur Informationen für einen reibungslosen Generationswechsel in mittelständischen Betrieben bieten, sondern auch Mut machen und neue Alternativen aufzeigen, wie der Weg in die Selbstständigkeit gestaltet werden kann. Zu diesem Zweck wurde in das Portal eine Franchise-Börse der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) integriert. mk MEHR BÜRGERSERVICE TROTZ LEERER KASSEN Das Verwaltungs-Outsourcing ist besser als sein Ruf, zu dieser Einschätzung kommt eine von Accenture und dem Fraunhofer- Institut durchgeführte Studie. So nutze bereits jede zehnte deutsche Behörde Outsourcing, um Dienstleistungen anzubieten, erklären die Analysten. Hintergrund des Trends: Um Haushaltsdefiziten und steigenden Anforderungen entgegen zu wirken, greifen immer mehr Behörden auf private Leistungsträger zurück, so die Verfasser der Studie. Einige europäische Länder sind jedoch schon einen Schritt weiter. Großbritannien etwa, wo sich beim Outsourcing zunächst alles um die Auslagerung von Technologie drehte, wendet sich schon seit einigen Jahren immer intensiver an private Dienstleister, um ihnen Aufgaben aus dem Bereich der Personalplanung- und Entwicklung, der Beschaffung, Logistik und dem Finanzwesen zu übertragen. Und: Seit die Leistungen etwas kosten, so die Markforscher, habe sich in den Behörden der Umgang mit Ressourcen deutlich sensibilisiert. Holger Bill, verantwortlich für den Beratungsbereich Öffentliche Hand bei Accenture, meint, dass deutsche Behörden hier noch erheblichen Aufholbedarf haben. mk

4 4 GOVERNMENT COMPUTING SCHWERPUNKT KOMMUNE & STAAT AKTUELL Pricewaterhouse Coopers: Kommunalstudie 2002 EUROPAPOLITIK AUCH AUF DEUTSCH EurActiv, das von der Europäischen Union geförderte Internetportal zur Europapolitik, offeriert seine Inhalte nun auch in deutscher Sprache. Mit der Erweiterung des Angebots soll ein noch größeres Publikum von EU-Akteuren über die neuesten Entwicklungen in den wichtigsten Bereichen der Europapolitik informiert werden. Zur Erweiterung des Angebots heißt es in der Pressemitteilung der EU-Kommission: Deutsch als eine der drei Amtssprachen der EU-Kommission ist schon heute die meistgesprochene Sprache der Union und wird nach der Erweiterung noch mehr an Bedeutung gewinnen. Übrigens: Auch zum Thema egovernment finden sich auf dem Portal zahlreiche Informationen. mk u MEDIA-BUS WEITER AUF TOURNEE Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit schickt im Zuge der Initiative Internet für alle seinen Media-Bus auch weiterhin auf Tournee durch die neuen Bundesländer. Unter dem Motto Treffpunkt Internet Erleben Sie das Internet live soll hier an zwölf PC-Arbeitsplätzen Interessierten die Möglichkeit geboten werden, den Umgang mit dem Internet frei von Berührungsängsten und unter sachkundiger Anleitung zu erlernen. Mit dem Media-Bus will das Ministerium auch zwei Modellversuche vorantreiben. So ist einer der PCs so ausgestattet, dass auch sehbehinderte Menschen sich mit dem Internet vertraut machen können. Außerdem sind zwei der PCs mit alternativen Betriebssystemen ausgestattet, wie das Ministerium etwas schamhaft formuliert. Weiter heißt es dazu: Interessierte können sich somit individuell über unterschiedliche Angebote informieren und das für sie passende Betriebssystem nutzen. Daneben informiert der Media-Bus auch über Fragen der Sicherheit im Internet. mk DER PINGUIN WIRD IN JAPAN HEIMISCH Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters liebäugelt nun auch die japanische Regierung mit dem Linux-Betriebssystem und anderen Open Source-Produkten. Grund des Gesinnungswandels sollen laut Meldung schrumpfende IT-Etats und massive Sicherheitsbedenken sein. Ein nun ins Leben gerufener Expertenkreis soll jetzt mögliche Alternativen zu bestehenden Systemen untersuchen und von anderen Ländern eingesetzten IT-Systeme prüfen. mk IM INTERNET KEINE PAUSCHALABGABEN Der Branchenverband BITKOM kritisiert in einer Stellungnahme den Gesetzesentwurf zum Urheberrecht, den der Bundestag kürzlich erneut behandelte, da sich auch die Neufassung nicht gegen eine Pauschalabgabe im Internet ausspreche. Der Bundesrat hatte zuvor eine Überarbeitung des Gesetzentwurfes empfohlen und vorgeschlagen, im Urheberrecht die neuen technischen Möglichkeiten zu berücksichtigen, mit denen Verlage und Autoren ihre Werke digital schützen können. Diese werden, laut BITKOM, in der Neufassung nicht berücksichtigt. mk Mangelware IT-Konzepte Innovation. Die aktuelle Kommunalstudie von PricewaterhouseCoopers zieht eine Zwischenbilanz. Ergebnis: Moderne IT-Technologie bestimmt in immer stärkerem Maße das Handeln der Kommunen. Heute haben Stadtkämmerer einen Job, um den sie kaum jemand ernsthaft beneiden dürfte. Schließlich ist ihr wichtigstes Instrument in Zeiten klammer Öffentlicher Kassen der Rotstift. Umso mehr muss das Ergebnis der aktuellen Kommunalstudie von PricewaterhouseCoopers mit dem Titel Deutsche Städte auf dem Weg zum modernen Dienstleister erstaunen. Denn die befragten Städte sehen zwar zentralen Handlungsbedarf bei der Sicherung ihrer Haushalte, ein entsprechendes Konzept liegt aber nur in rund jeder zweiten Stadt vor. Aufbruchstimmung Vergleichbar widersprüchlich stellt sich, laut Studie, die Situation der Kommunen beim egovernment und dem generellen Einsatz der Informationstechnologie dar. So wird die Einführung von Dienstleistungen beim egovernment von den Befragten überwiegend als problematisch beurteilt, da hier nahezu leere Kassen einem hohen Investitionsbedarf in die vielerorts veraltete IT-Infrastruktur gegenüber stünden. Es fehlen zudem, Interview Fehlendes ganzheitliches IT-Systemkonzept Fehlende Schnittstellen zwischen den Systemen Sicherheitstechnische Anforderungen nicht erfüllt Quelle: PricewaterhouseCoopers Isolierte Fachanwendungen Veraltete Systeme Anwendungsängste Schulungsdefizite (intern) NACHHOLBEDARF. Wesentliche Komponenten des egovernment bereiten den Kommunen Probleme so die Autoren der Studie, ganzheitliche IT-Systemkonzepte, welche die zentrale Voraussetzung für eine verbesserte Dienstleistungsqualität sind. Die Verfasser der Studie beschreiben dieses Dilemma so: Moderne Informationstechnologien bestimmen in immer stärkerem Maße das Handeln der Städte. Die zunehmend in den Mittelpunkt rückende Bürger- und Dienstleistungsorientierung, für die die technische Erneuerung der Verwaltung einen wesentlicher Baustein darstellt, beschleunigt diese Entwicklung zusätzlich. Allerdings bewegten sich die Städte dabei im Spannungsfeld zwischen den Ansprüchen ihrer Bewohner und ihren personellen sowie finanziellen Ressourcen. Verschärft werde die Lage für die Kommunen noch durch den Umstand, dass die Erwartungshaltung der Bürger durch ehrgeizige Zielvorgaben seitens des Bundes und der Länder noch erhöht werde. Hinzu komme, so die Autoren, dass die immer kürzer werdenden technischen Innovationszyklen und der damit verbundene Zwang zur Anpassung die Situation weiter verschärfe. egovernment zwinge die Städte jedoch zu einer Bestandsaufnahme ihrer informationstechnischen Infrastruktur, der vorhandenen Datenquellen und Datenbestände sowie der aktuellen und geplanten Dienstleistungen. Positiv bewerten die Autoren die Tatsache, dass die damit verbundene Organisations- und Personalentwicklungsprozesse bei vielen Kommunen bereits in vollem Gange sind. Darüber eröffnet sich den Kommunen auch eine Möglichkeit, ihre Finanzsituation zu konsolidieren. Trotz dieser Wesentliche Probleme der IT-Nutzung Sehr wichtig Wichtig Weniger wichtig % 22 % 21 % 14 % 35 % 43 % 39 % 40 % 59 % 57 % Schritte in die richtige Richtung zeigt ein Blick auf die Probleme bei der Nutzung von IT-Systemen, dass viele Kommunen aufgrund fehlender Gesamtstrategien nicht für egovernment gerüstet sind. Probleme mit Altlasten Finanznot gefährdet egovernment Abstimmungsprobleme. Hans-Jürgen Winkler, bei der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers verantwortlich für die Kommunalstudie 2002, zu den Konsequenzen der finanziellen Misere für das kommunale egovernment in Deutschland. GovCom: Herr Winkler, die Kommunen beurteilen aufgrund ihrer schwierigen Finanzsituation die Einführung von egovernment als sehr problematisch. Sollte die schlechte Haushaltslage andauern, mit welchen Konsequenzen ist dann für die egovernment-projekte in Deutschland zu rechnen? Winkler: Die Einführung von egovernment ist zunächst mit hohen Kosten für den Aufbau der IT-Infrastruktur und die erforderlichen Beratungsleistungen verbunden. Die schlechte Haushaltslage der Städte wird voraussichtlich zu einer Investitionszurückhaltung und zu einer langsameren Entwicklung von egovernment in Deutschland führen. Allerdings birgt egovernment als Strategie-Instrument mittel- bis langfristig ein Kostensenkungspotenzial für die Städte. Dies zeigt auch unsere im Jahr 2000 veröffentlichte Studie Die Zukunft heißt egovernment. Darüber hinaus sehen wir Ansatzpunkte für eine kostengünstigere Errichtung von egovernment-systemen, beispielsweise durch Kooperationen mehrerer Städte bei der Systementwicklung. Nicht zuletzt ist auch bei egovernment- Anwendungen eine Lernkurve zu beobachten, so dass die Kommunen trotz der individuellen Erfordernisse von den Erfahrungen bereits implementierter Systeme profitieren können. GovCom: Welche Auswege sehen Sie für die Kommunen aus der Misere? Winkler: Aus unserer Sicht bestehen hier mehrere Ansatzpunkte. Denkbar sind insbesondere die bereits angesprochenen Kooperationslösungen und Vereinbarungen mit der Privatwirtschaft. Letztere kann aber nur in Bereichen eine Rolle spielen, in denen keine hoheitlichen Aufgaben berührt werden, beispielsweise bei der Beschaffung im Rahmen von eprocurement. Kooperationslösungen haben den Vorteil, dass viele Städte und Kreise bereits in anderen Bereichen zusammenarbeiten. Es gibt auch bereits positive Erfahrungen mit Kooperationen. So bietet beispielsweise die Kommunale Informationsverarbeitung in Hessen (KIV) ein umfangreiches Angebot an Leistungen im Bereich Bürgerservice, u.a. im Meldewesen. In Baden-Württemberg befindet sich unter anderem eine landesweite automatisierte Melderegisterauskunft in der Umsetzungsphase. Von entscheidender Bedeutung ist eine langfristige Perspektive der Städte zur Frage, wie sie zukünftig ihre Leistungen erbringen wollen und mit Hilfe welcher Instrumente Verwaltungsabläufe effizienter und kostengünstiger werden können. HANS-JÜRGEN WINKLER, ist bei PricewaterhouseCoopers im Bereich Corporate Finance tätig GovCom: Die Kommunen setzen in anderen Bereichen bereits auf das Outsourcing von Dienstleistungen an Unternehmen der Privatwirtschaft und auf die Kooperation mit anderen Gemeinden. Sind solche Konzepte auch für egovernment denkbar und welche Probleme stehen der Umsetzung entgegen? Winkler: Ich halte die Anwendung von Kooperationsmodellen auch für erstrebenswert. Die Kosten für den Aufbau von egovernment-systemen steigen mit zunehmender Größe der Städte nur unterproportional an. Umgekehrt bedeutet dies, dass kleinere Städte vergleichsweise hohe Investitionen tätigen müssen, die in der derzeitigen Haushaltssituation ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigen. Auch für egovernment-lösungen gibt es in Bezug auf die Einwohnerzahl und die von den Bürgern nachgefragten Leistungen eine Mindestgröße, ab der ein eigener Aufbau eines solchen Systems erst sinnvoll ist. Kooperationen finden daher vor allem zwischen Kreisen statt, teilweise gibt es Informationsangebote auf Landesebene. Ein Outsourcing von egovernment-dienstleistungen an die Privatwirtschaft ist überall dort möglich, wo keine hoheitlichen Aufgaben der Städte berührt werden. Dies bedeutet aber nicht, dass alle betreffenden Funktionen auch tatsächlich ausgelagert werden sollten. Vielmehr ist für jede Aufgabe zu prüfen, ob und in welcher Organisationsform die Leistungen am wirtschaftlichsten erbracht werden können. egovernment eröffnet den Städten auch die Chance, durch eine verbesserte Qualität und geringere Kosten ihrer Leistungen den Druck zur Auslagerung bestimmter Aufgaben zu verringern. Probleme bestehen aus meiner Sicht vor allem noch bei der Abstimmung der Kommunen untereinander und bei der klaren Definition von Zielen und Verantwortlichkeiten. Ein etwas überraschendes Ergebnis unserer aktuellen Kommunalstudie war, dass Kooperationen der Städte untereinander oftmals mit größeren Schwierigkeiten verbunden sind, als eine Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft. Als Hintergrund vermuten hier wir eine mangelnde Transparenz und Offenheit innerhalb der Kommunen, die das frühzeitige Erkennen von unterschiedlichen Interessenslagen verhindert. Bei Kooperationen mit der Privatwirtschaft scheinen die Interessen jedoch dagegen im 40 % 53 % 38 % 39 % 17 % 21 % 27 % 12 % GOVERNMENT COMPUTING So glauben 53 Prozent der befragten Kommunen, dass fehlende Schnittstellen zwischen den einzelnen Systemen und Fachanwendungen für auftretende Probleme und Schwierigkeiten verantwortlich seien. Überdies brachte die Studie zu Tage, dass in den Kommunen moderne Systeme, wie sie für medienbruchfreie Anwendungen unabdingbar sind, meist nicht vorhanden sind. Oft überwiegen veraltete IT-Systeme und Fachanwendungen. Obwohl die Kommunalstudie 2002 sich auf die größeren Gemeinden mit mehr als Einwohnern konzentrierte, dürfte dieser Befund auch auf kleinere übertragbar sein. mk u publikationen Allgemeinen leichter erkennbar und damit verhandelbar zu sein. GovCom: Wie lassen sich die in der Studie beklagten, das Verwaltungshandeln beengenden traditionellen Formen des Verwaltungshandelns am Besten aufbrechen? Winkler: Letztlich geht es dabei um eine Erhöhung der Flexibilität der Öffentlichen Verwaltungen. Auch dabei kann egovernment eine wichtige Rolle spielen, insbesondere durch die mit der Einführung einhergehende Neuorganisation von Aufgaben und die Verlagerung von Geschäftsprozessen in IT-Systeme. Zudem erhöht es die Transparenz, verbessert die Vergleichbarkeit der Städte und zwingt sie zu mehr Offenheit gegenüber ihren Bürgern. Gleichzeitig werden die Mitarbeiter von Standardaufgaben und -prozessen entlastet und gewinnen in Folge dessen Zeit für die persönliche Beratung. egovernment allein kann aber die traditionellen Formen des Verwaltungshandelns nicht aufbrechen. Die Städte selbst haben in unserer Studie weitere wesentliche Punkte benannt. Insbesondere fordern sie in ihrer überwiegenden Mehrzahl eine Lockerung gesetzlicher Restriktionen im Bereich des Haushaltsrechts sowie im Hinblick auf die beamten- und tarifrechtlichen Vorschriften, die ungeachtet der Einführung leistungsbezogener Komponenten vielfach noch einengend wirken. Eine Erhöhung der Flexibilität wird schließlich auch durch Elemente des Neuen Steuerungsmodells erreicht werden. Im Besonderen denke ich hier an eine dezentrale Ressourcenverantwortung in den Kommunen. Das Interview führte Manfred Klein

5 KOMMUNE & STAAT BUND GOVERNMENT COMPUTING Dritter egovernment-wettbewerb AKTUELL ÖSTERREICH FÜHRT DIGITALE BÜRGERKARTE EIN Otto Schily übernimmt Schirmherrschaft Fortsetzung. Aufgrund der positiven Resonanz auf die beiden vorangegangenen egovernment-wettbewerbe haben sich die Firmen BearingPoint (ehemals KPMG Consulting) und CISCO Systems entschlossen, einen 3. Wettbewerb zu veranstalten. Dieser wird in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesinnenministerium und unter der Schirmherrschaft von Innenminister Otto Schily durchgeführt. Die Preisträger des egovernment-wettbewerbs werden auf dem enac-forum der CeBIT 2003 in Hannover gekürt. Den Gewinnern winkt eine einwöchige Studienreise in die USA. KONTAKT Das Formblatt zur Teilnahme am Wettbewerb kann in Kürze im Internet abgerufen werden. Zu aktuellen Informationen steht die Hotline von BearingPoint zur Verfügung: 030/ u Ziel des Wettbewerbs ist es, die Anwendung von Internettechnologien sowie die Entwicklung des Electronic Government im Rahmen der Modernisierung von Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen zu stärken und voranzutreiben. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen die Erhöhung der Qualität und der Effizienz des Verwaltungshandelns sowie die Verbesserung der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Besondere Aufmerksamkeit wird dieses Mal auf jene Anwendungen gelegt, die zur Umsetzung der Deutschen Breitbandinitiative beitragen können. Der Wettbewerb soll ferner dazu dienen, Projektideen der Teilnehmer zu fördern und diese untereinander und nach außen hin zu kommunizieren. Den Behörden soll damit ein Anstoß gegeben werden, sowohl über Anwendungsfelder im eigenen Aufgabenbereich als auch über die Nutzung vergleichbarer Lösungen nachzudenken und deren Realisierung anzugehen. Darüber hinaus soll die Öffentlichkeit über die Chancen informiert werden, die sich aus dem Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien in der Öffentlichen Verwaltung ergeben, um egovernment zu fördern und seine Akzeptanz zu erhöhen. Die Teilnahme am Wettbewerb erfolgt über die Einreichung der Projektskizze eines Vorhabens oder einer Projektbeschreibung im Umfeld des egovernment. Der Begriff egovernment umfasst dabei das komplette Spektrum an Funktionen und Formen der Anwendung elektronischer Medien, primär auf Basis der Internettechnologie. Sie erstrecken sich von der Nutzung als Instrument der Rationalisierung von Verwaltungsabläufen über das Informationsund Wissensmanagement und die Kommunikation im Binnenbereich bis hin zu neuen Formen der Erbringung und Inanspruchnahme Öffentlicher Dienstleistungen sowie politischer Kommunikation und Partizipation. Teilnahmeberechtigt sind alle Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen inklusive nachgeordneter Behörden und Einrichtungen. Eingereicht werden können bis zum 31. Januar 2003 sowohl Konzepte zum egovernment, die sich im konkreten Planungsstadium befinden, wie auch Projekte, die aktuell umgesetzt werden, oder bereits abgeschlossen sind. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge können sich auf folgende Schnittstellen beziehen: Verwaltung Bürger (Government to Citizen, G2C): Die Verwaltung erbringt also öffentliche Dienstleistungen unmittelbar für die Bürger und eine Partizipation der Bürger an politischen Entscheidungsprozessen stattfindet. Verwaltung Wirtschaft (Government to Business, G2B): Unternehmen nehmen öffentliche Leistungen in Anspruch oder Leistungen der Privatwirtschaft durch die Verwaltung selbst genutzt werden. Verwaltung Verwaltung / Partner (Government to Government, G2G): Hier erfolgt ein Informations- und Leistungsaustausch zwischen eigenständigen Verwaltungseinheiten oder anderen Leistungspartnern. Verwaltung Beschäftigte (Government to Employee, G2E): Hier werden den Mitarbeitern interne Informationen und Leistungen zur Verfügung gestellt, die diese bei der effizienten Abwicklung ihrer Aufgaben unterstützen. Bewertungskriterien SCHIRMHERRSCHAFT. Bundesinnenminister Otto Schily wird wohl auch 2003 die enac europe auf der CeBIT eröffnen. Gleichzeitig ist er Schirmherr des dritten egovernment-wettbewerbs Arbeitsabläufe und Dienste, die im Rahmen des Wettwerbs vorgeschlagen werden können, umfassen zum Beispiel Informationsdienste wie Behördenwegweiser, wichtige Alltagsinformationen oder Rechtsinformationen, Kommunikationsdienste für elektronische Mitteilungen an Behörden bzw. Mitarbeiter und Externe sowie verwaltungsbezogene Transaktions- bzw. Interaktionsdienste (z.b. elektronische Anträge, Ausschreibungswesen). Die Wettbewerbsbeiträge selbst werden von einer unabhängigen Expertenkommission begutachtet und bewertet, die sich zusammensetzt aus: Prof. Werner Jann, Universität Potsdam (Vorsitz), Dr. Busso Grabow, Deutsches Institut für Urbanistik, Franz-Reinhard Habbel, Deutscher Städte- und Gemeindebund und Prof. Heinrich Reinermann, Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften, Speyer. Dabei orientiert sich die Jury an folgenden Bewertungskriterien: Effektivität welche Bedeutung hat das Projekt für die Verwaltungsmodernisierung? Effizienz wie sorgsam wird mit öffentlichen Geldern umgegangen? Ist das Projekt überhaupt realisierbar und mit welchem Aufwand? Innovationsgrad inwieweit wurden neue Wege gefunden, ein Problem anzugehen? Technologie an welchen technologischen Standards orientiert sich das Konzept? Lernfähigkeit wurden bei einem realisierten Projekt die Erfahrungen Dritter sinnvoll genutzt? Übertragbarkeit würde sich die Projektidee auch bei anderen Behörden verwirklichen lassen? Die Prämierung Die vier prämierten Projekte gewinnen jeweils einen einwöchiger Studienaufenthalt in den USA für zwei Personen. Antreten können die Reise, die für die Projektidee und das Projekt selbst Verantwortlichen. Ziel der Reise ist, sich vor Ort über neue Entwicklungen im egovernment zu informieren und weitere Anregungen für die Übertragbarkeit der Ansätze auf die eigene Verwaltung zu gewinnen. Prämiert werden jeweils die beste Konzeption und die beste Realisierung in den Bereichen Wirtschafts- und Bürgerdienste (Beziehung Verwaltung/Kunde, G2C und G2B sowie Verwaltungsmodernisierung und Bürokratieabbau (Beziehung Verwaltung/Verwaltung, G2G und G2E). oh Die Österreichische Computergeselschaft will in Zusammenarbeit mit dem Trustcenter a.trust im Rahmen eines Pilotprojektes in Kürze die ersten Signaturkarten mit der so genannten Bürgerkarten-Funktionalität herausgeben. Ein genauer Zeitpunkt der Einführung stand allerdings zu Redaktionsschluss noch nicht fest. Die Bürgerkarten-Funktionalität beruht, laut Angaben des Anbieters, auf der digitalen Signatur in der höchsten und sichersten Ausbaustufe und bietet eine amtliche Personenbindung des Zertifikats der digitalen Signatur an das zentrale Melderegister. So sei für alle Behörden eine eindeutige und unverwechselbare Zuordnung eines elektronisch gestellten Antrags zu einer bestimmten Person gewährleistet. In Zukunft soll diese EGOVERNMENT-SERVICES FÜR KOMMUNEN Laut einer Meldung von Heise Online befürchtet die Bundesregierung durch das von Microsoft und Intel geplante Palladium-Konzept höhere Kosten für die Öffentliche Hand. In einem Schreiben soll der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Gerd Andres erklärt haben, dass die Gefahr bestehe, dass Software-Anwendungen auf den neuen besonders sicheren PCs einer Lizenz durch Microsoft bedürfen und dafür hohe Kosten anfallen. Dadurch könne es Bürgerkarten-Funktionalität auch auf verschiedenen Chipkarten implementiert werden. Geplant ist die Funktionalität in den neuen Personalausweis, die von den österreichischen Sozialversicherungen geplante e-card sowie in die Bankomat- und in Kreditkarten zu integrieren. Die Betreibergesellschaft und die österreichische Regierung erhoffen sich dadurch eine schnelle und breite Akzeptanz der elektronischen Signatur. Begleitet wird das Pilotprojekt darüber hinaus von einem umfangreichen Datenschutzpaket. Dies soll den Beweis liefern, dass der Schwerpunkt des zugrundeliegenden egovernment-konzeptes nicht der befürchtete gläserne Bürger, sondern die gläserne Verwaltung ist. mk u Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und die Deutsche Telekom AG haben eine strategische Kooperation vereinbart, um in Deutschland möglichst schnell eine flächendeckende Versorgung mit kommunalen Dienstleistungen über das Internet anbieten zu können. Nach Angaben der Initiatoren ist das Ziel der Kooperation mit dem Titel Kommune Online 2004 die Ausarbeitung eines egovernment-wegweisers für Städte und Gemeinden, der Aufbau einer Informationsplattform und die Bereitstellung von Services für die Aufgabenerfüllung der Städte und Gemeinden. Dr. Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des DStGB kommentiert die Kooperation mit den Worten: Wir wollen durch praktische Handlungsempfehlungen, Checklisten und gute Beispiele alle Städte und Gemeinden ermutigen, konsequent den Weg der Modernisierung der Verwaltung durch egovernment zu gehen. mk u BUNDESREGIERUNG GEHT AUF DISTANZ ZU PALLADIUM Am 9. Dezember ging das derzeit größte interkommunale egovernment-projekt in Europa, das Digitale Ruhrgebiet die egovernment-plattform für NRW offiziell an den Start. Vorangegangen war dem Auftakt eine europaweite Ausschreibung, die Auswahl geeigneter Partner und intensive Gespräche über die optimale Ausgestaltung des Projektes. Nach Angaben der Verantwortlichen habe die gewählte Struktur einer Public Private Partnership die Bildung eines tragfähigen Netzwerks aus Kommunen und Unternehmen erst möglich gemacht. Von Unternehmerseite sind an dem Netzwerk unter anderem die Cap Gemini Ernst & Young Deutschland GmbH und die Cosinex GmbH STRUKTURWANDEL IN BAYERN Der Freistaat Bayern beabsichtigt, laut einer Meldung der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), das Landesmelderecht umfassend zu reformieren. Durch die Reform sollen die bayerischen Meldebehörden in die Lage versetzt werden, künftig alle Möglichkeiten der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen zu können, wie es in der Meldung heißt. Die Planung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern soll vorsehen, dass die AKDB dabei nicht nur in Bayern, sondern auch beim Datenaustausch mit den Meldebehörden der anderen Bundesländer die Rolle einer Datendrehscheibe übernimmt. Gleichzeitig soll, um das egovernment auf diesem Gebiet weiter voranzutreiben, zu erheblichen Marktzutritthindernissen für andere Software-Anbieter kommen. Laut Meldung befürchtet Andres, dass dies besonders für die Anbieter von quelloffener und freier Software gelte. Hinzu kommt, dass die Bundesregierung auf Grund einer Anfrage der Internet-Bauftragten der CDU, Martina Krogmann, bestätigte, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht beurteilt werden könne, ob das Palladium-Konzept tatsächlich zu einer Verbesserung der IT-Sicherheit führe. mk DIGITALES RUHRGEBIET GEHT OFFIZIELL AN DEN START beteiligt. Zielsetzung des Projektes ist der Aufbau, der Betrieb und die Fortentwicklung einer Internet-Plattform, die rechtsverbindliche Interaktionen zwischen Bürgern, Verwaltungen und Wirtschaft erlaubt. Die Plattform soll später neben dieser egovernment-funktionalität um weitere Bausteine ergänzt werden. Geplant sind unter anderem virtuelle Marktplätze sowie Foren für Tourismus, Verkehr, Bildung. Die egovernment- Plattform soll nicht nur auf das Ruhrgebiet beschränkt bleiben, sondern mittelfristig auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgedehnt werden, um so einen landesweiten egovernment- Standard zu implementieren. mk u das Fachverfahren OK.EWO weiterentwickelt werden. Auch den Aufbau eines digitalen Geographischen Informationssystems (GIS) will man vorantreiben, um den Verantwortlichen in den Kommunen eine zuverlässige Informationsbasis zur Verfügung stellen zu können. Die Grundlage der Datenbank sollen die in der digitalen Flurkarte, dem automatisierten Liegenschaftsbuch und der Luftbildkarte hinterlegten Informationen bilden. Nach Angabe des Ministerialdirektors im Bayerischen Finanzministerium, Gerhard Flaig, hätten bereits zwei Drittel der Gemeinden eine Vereinbarung zur Nutzung der digitalen Flurkarte abgeschlossen. Diese werde bis Mitte 2003 für ganz Bayern in digitaler Form vorliegen. mk

6 6 GOVERNMENT COMPUTING BUND KOMMUNE & STAAT AKTUELL Verwaltungsmodernisierung KOOPERATION WILL EGOVERNMENT STÄRKEN MediaKomm Esslingen, T-Systems, Detecon International und das Softwareberatungsunternehmen Conject haben einen Kooprationsvertrag unterzeichnet, der die deutschlandweite Vermarktung des virtuellen Baumartes zum Inhalt hat. Damit soll auch die Marktdurchdringung von egovernment-lösungen gefördert werden. So sollen die Ergebnisse aus dem Projekt MediaKomm Esslingen bundesweit allen Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Auch soll die Einführung der der digitalen Signatur beschleunigt werden. mk HESSISCHER LANDTAG GEHT ONLINE Der hessische Landtag ist ab sofort mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. Landtagspräsident Klaus Peter Möller erklärte zum Launch der Website: Es ist unser Ziel, die Arbeit der Abgeordneten und des Landtags transparenter zu machen. Die vielfältigen Aufgaben und Funktionen der gewählten Volksvertreter sollen verständlich transportiert werden. Dazu bietet die Seite den heute üblichen Standard an informativen Inhalten. Zusätzlich solle über das Medium der direkte Kontakt der Bürger zu den Mitgliedern des Landtags und ihren Mitarbeitern hergestellt werden, so Klaus Peter Möller weiter. Das Internet-Angebot will dazu die Bürger in die Lage versetzen den Prozess der politischen Willensbildung unmittelbar verfolgen zu können. Erreicht werden soll dies unter anderem auch durch viele direkte -verbindungen zu den Abgeordneten und den Fraktionen. Auch ein Gästebuch soll diese Funktion unterstützen. Ein virtueller Rundgang durch das Parlamentsgebäude rundet den Auftritt ab. mk u THE ARTIST FORMERLY KNOWN AS KPMG firmiert nun unter dem Namen BearingPoint. Mit der neuen Namensgebung will das Beratungsunternehmen, das auch im Public Sector zu den ganz Großen der Branche zählt, seine globale Präsenz und Positionierung unterstreichen. Durch die Einführung von BearingPoint etablieren wir eine Marke, die an eine 100-jährige Firmengeschichte anknüpft, im wörtlichen Sinne zu verstehen ist und auch weltweit einen Neubeginn als geeintes Unternehmen markiert, so Rand Blazer, Chairman und CEO. Die Neupositionierung des Unternehmens war ein entscheidender Schritt innerhalb einer längeren strategischen Entwicklung, die mit der Trennung von KPMG Consulting von der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begann. Bei Bearing Point ist man sich sicher, dass auch die Kunden im Öffentlichen Bereich von der Neuorientierung des Unternehmens profitieren werden. Entscheidend dafür sei vor allem die die globale Ausrichtung und der direkte Zugang zu weltweiten Best Practice-Beispielen. Die dadurch zu erwartenden Synergien könnten insbesondere im Bereich Public-Services gewonnen werden, da von den über Beratern über 45 Prozent im Öffentlichen Bereich tätig seien, ist man sich auch in den deutschen Niederlassungen sicher. mk u Die Zollverwaltung geht Zur Wahrnehmung des breiten Aufgabenspektrums der Zollverwaltung werden schon jetzt viele Verfahrensabläufe durch zollinterne IT-Fachverfahren unterstützt. Für die Zukunft soll jedoch die Nutzung von Online-Fachverfahren via Internet forciert werden, um die Erledigung der erforderlichen Formalitäten für die Kunden des Zolls unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen weiter zu vereinfachen und um Ressourcen beanspruchende Medienbrüche zu vermeiden. Letztlich sind schnelle und unkomplizierte Verfahren bei der Aufgabenerledigung der Verwaltung zum Beispiel bei der Abfertigung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs oder bei der Erhebung der Verbrauchsteuern für Wirtschaftsbeteiligte und Bürger von großem Vorteil und verbessern somit auch die Attraktivität für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Aufgrund der zunehmenden Akzeptanz des Internets, verbunden mit einem in den letzten Jahren erheblich gestiegenen Bedarf von Wirtschaft, Handel, Politik, Verwaltung und Bürgern an Informationen und Kommunikation über das Internet, wurde zu Beginn des Jahres 2001 das Projekt Zoll online 2005 durch die Zollabteilung des Bundesministeriums der Finanzen eingerichtet. Allerdings wurden auch schon vor diesem Zeitpunkt Informationen über die Zollverwaltung etwa Aufgaben, Tätigkeiten und Informationen für Reisende auf der Homepage des Bundesministeriums der Finanzen unter in das Internet eingestellt. Darüber publizierten auch einige Oberfinanzdirektionen und Hauptzollämter als örtliche Dienststellen Informationen mit dem Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit auf ihren Internetseiten. Zielsetzung Analog zu BundOnline 2005 hat das Projekt Zoll online 2005 zum Ziel, alle internet-fähigen Dienstleistungen des Zolls bis 2005 ins Internet einzustellen, wobei neben einer Informationsbereitstellung auch die Kommunikation und Interaktion von Wirtschaft, Handel und Bürgern mit der Zollverwaltung ermöglicht werden soll. Erwartet wird dadurch eine Verbesserung des Dienstleistungsumfangs und der Qualität der angebotenen Dienstleistungen in Verbindung mit einer größeren Transparenz des Verwaltungshandelns. Daneben soll das durch die Projektgruppe Zoll online 2005 weiter zu entwickelnde Internetangebot auch zum Informations- und Wissensportal für die Zollverwaltung selbst werden, zumal die Verwaltung mit stets aktuellen und nur einmal zentral zu pflegenden Wissensdatenbanken effizienter und effektiver arbeiten kann. Zoll online-komponenten Das Projekt Zoll online beinhaltet heute drei wesentliche Komponenten, die über erreichbar neue Online-Wege Anpassung. Der Aufgaben- und Tätigkeitsbereich der Bundeszollverwaltung hat sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte entscheidend verändert. Aus einer Verwaltung, deren Aufgabe hauptsächlich in der Grenzabfertigung bestand, ist eine moderne Wirtschaftsverwaltung des Bundes geworden, deren Tätigkeitsbereich sich von der reinen Dienstleistung bis zum präventiven hoheitlichen Handeln erstreckt. sind: das Informations- und Wissensportal, das Zoll-Infocenter und die Zoll-Auktion. Informationsportal Im Informations- und Wissensportal werden die verschiedenen Tätigkeiten der Zollverwaltung dargestellt. Historisch betrachtet sind dies insbesondere die Abfertigung von Waren im grenzüberschreitenden Verkehr (Drittlandsgrenze, Flug- und Seehäfen) und der Grenzaufsichtsdienst. Die Verwaltung und Erhebung der Verbrauchsteuern (Mineralöl-, Strom-, Tabak-, Branntwein-, Kaffee-, Bier- und Schaumweinsteuer) bilden einen weiteren wesentlichen Teil des Aufgabenspektrums der Zollverwaltung. Zu den wichtigsten Aufgaben zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gehören jedoch heute die Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität und des Waffenschmuggels, die Bekämpfung des Schmuggels mit artgeschützten Tieren und Pflanzen und daraus hergestellter Erzeugnisse, die Bekämpfung der Markenpiraterie und die Überwachung des grenzüberschreitenden Bargeldverkehrs zur Bekämpfung der Geldwäsche. Weiterhin obliegt der Bundeszollverwaltung die Vollstreckung der öffentlich-rechtlichen Geldforderungen des Bundes und von Sozialversicherungsträgern sowie die Bekämpfung der illegalen Beschäftigung. Daneben wirkt die Zollverwaltung bei der Überwachung der landwirtschaftlichen Marktordnungen der Europäischen Gemeinschaft mit. Neben der Beschreibung dieser Tätigkeitsbereiche sind im Informations- und Wissensportal Erläuterungen zu Aufbau und Organisation der Zollverwaltung sowie Dienststellenverzeichnis, Umrechnungskurse, Gesetzestexte, Vordrucke, Merkblätter, Pressemitteilungen, Messekalender, Stellenausschreibungen und Informationen über Ausbildungsplätze beim Zoll eingestellt. Damit wurden bereits Mitte 2002 zwei wesentliche Ziele des Projekts Zoll online 2005 erreicht: Erstens die Schaffung eines Informationsangebots für die Öffentlichkeit und eines erweiterten Informationsangebots für die Wirtschaft. Für die Pflege, Optimierung und Fortschreibung dieser Inhalte wurde am Sitz der Projektgruppe in Neustadt an der Weinstraße die koordinierende Stelle Internet (KoSt Internet) eingerichtet. Die Weiterentwicklung dieses Informations- und Wissensportals zu einem in der letzten Stufe interaktiven Dienstleistungsangebot ist als weiteres Ziel bis 2005 vorgesehen. Seit dem Frühjahr 2002 ist der Zugang über das Portal zu einigen bestehen IT-Fachverfahren möglich. Voraussichtlich ab 2003 werden zum Teil bereits in der Planung befindliche neue webbasierte IT-Verfahren angeboten, wobei sich Art und Umfang der Verfahren vor allem am Bedarf von Wirtschaft, Handel und Bürgern orientieren werden. Zoll-Infocenter Ergebnisse von Kundenbefragungen wurden bei der Erstellung der ersten Verfahrenskonzepte berücksichtigt. Im Rahmen des ständigen Dialogs mit allen Beteiligten werden die Inhalte und Prioritäten bedarfsgerecht angepasst. Bei zahlreichen Vorträgen in Firmen und Verbänden wurden Ideen und Vorhaben der Projektgruppe Zoll online 2005 vorgestellt und diskutiert, eine Vielzahl von Wünschen und Anregungen aus der Wirtschaft wurden darüber hinaus entgegengenommen. Das Zoll-Infocenter in Frankfurt am Main ist das zentrale Call Center der Bundeszollver- Die Projektstruktur orientiert sich an den neu aufgestellten Leitlinien der Bundesfinanzverwaltung zur Umsetzung von IT-Projekten. Projektleiter Dr. Wilhelm Bruns Bundesfinanzdirektion, Koblenz waltung als kompetente Ansprechund Auskunftsstelle für die Beantwortung aller Fragen zum Zoll. Dazu haben die Beschäftigten des Zoll-Infocenters u.a. Zugriff auf zollinterne IT-Fachverfahren, wie beispielsweise den Elektronischen Zolltarif (EZT). Allein im Zeitraum von Januar bis September 2002 wurden nahezu per , Fax, Brief, Telefon oder persönlich gestellte Anfragen bearbeitet. Der Kundenkreis des Zoll-Infocenters ist weit gefächert. Neben Privatpersonen fragen Wirtschaftsbeteiligte aus Speditionen, Zollagenturen und ähnlichen Dienstleistungsunternehmen sowie deutsche Export- und Importfirmen an. Aber auch ausländische Export- und Importfirmen, Botschaften und Konsulate aus aller Welt, Außenhandelsvertretungen und Rechtsanwälte sowie Steuerund viele Wirtschaftsberatungsunternehmen setzen auf die Kompetenz des Zoll-Infocenters. Zoll-Auktion Die Zoll-Auktion ist das Online- Auktionshaus der Zollverwaltung zur Verwertung beschlagnahmter, gepfändeter oder ausgesonderter Gegenstände wie zum Beispiel Computer, Unterhaltungselektronik, Kraftfahrzeuge und Schmuck. Im März 2002 gab der Bundesfinanzminister Hans Eichel auf der CeBIT 2002 den Startschuss für eine permanente Versteigerung solcher Güter. Interessierte haben seit dem die Möglichkeit, rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche an der Zoll-Auktion teilzunehmen. Seit diesem Zeitpunkt steht die Auktionsplattform auch anderen Öffentlichen Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen zur Mitbenutzung zur Verfügung. Neben den 29 eigenen Verwertungsstellen der Bundeszollverwaltung nutzen inzwischen auch rund 50 andere Bundes-, Landesund Kommunalverwaltungen diese erfolgreiche Auktionsplattform der Zollbehörde. Derzeit sind bei der Zoll-Auktion rund Bieter registriert. Das gesamte Angebot besteht aus mehreren tausend Artikeln. Projektorganisation Die Projektgruppe Zoll online 2005 besteht derzeit aus 30 Mitgliedern und hat ihren Sitz bei der Zoll- und Verbrauchsteuerabteilung der Oberfinanzdirektion Koblenz in Neustadt an der Weinstraße. In ihr sind das Bundesministerium der Finanzen, alle acht Oberfinanzdirektionen, das Bundesamt für Finanzen, das Bundesmonopolamt für Branntwein, das Zollkriminalamt sowie das Bildungszentrum und das Zentrum für Informations- und Datentechnik der Bundesfinanzverwaltung vertreten. Die Projektdurchführung wird von einem Lenkungsausschuss gesteuert, der als Kontroll- und Entscheidungsgremium im Sinne eines Aufsichtsrats fungiert. Dieser setzt sich aus Vertretern verschiedener Fachreferate des Bundesministeriums der Finanzen sowie dem Projektleiter von Zoll online 2005 zusammen. Die weitere Vorgehensweise des Projektablaufes orientiert sich an den neuen Verwaltungsleitlinien, die das Bundesministerium der Finanzen für die Durchführung von IT-Projekten für die Bundesfinanzverwaltungen aufgestellt hat. Mit dieser Vorgehensweise soll ein effizientes und effektives Projektmanagement sichergestellt werden. IT-technische Umsetzung Das Bundesamt für Finanzen (BfF) in Bonn übernimmt innerhalb des Projekts Zoll online 2005 die Funktion eines Internet-Serviceproviders. Neben dem Webhosting obliegt dem Bundesamt für Finanzen auch die Systemadministration, der Datenschutz und die Datensicherheit. Darüber hinaus wird das eingesetzte Content-Management-System ebenfalls von dort aus betreut. Basiskomponenten: Die Nutzung des Internets für Online-Dienstleistungen setzt sichere und praktikable Lösungen insbesondere in den Bereichen Digitale Signatur, Kryptographie und epayment voraus. Diese behördenübergreifenden Basiskomponenten des egoverment werden nach dem Umsetzungsplan für BundOnline 2005 zentral geplant, entwickelt und den verschiedenen Behörden ressortübergreifend zur Verfügung gestellt. Die Zollverwaltung ihrerseits wird als Teil der Finanzverwaltung zu gegebener Zeit untersuchen, inwieweit ihre speziellen Bedürfnisse, etwa bei der Wahrung des Steuergeheimnisses, weitergehende Anforderungen an die Basiskomponenten stellt. mk u u ministerium.de

7 KOMMUNE & STAAT LAND GOVERNMENT COMPUTING Niedersachsen Regierung folgt Empfehlung IT-Management. Sigmar Gabriel, Ministerpräsident von Niedersachsen, folgt den Ratschlägen einer Expertenkommission und will für egovernment einen CIO. Das niedersächsische Kabinett hat Mitte November ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur weiteren Modernisierung und Entbürokratisierung der Landesverwaltung beschlossen. Dazu soll neben einer weiteren Beschleunigung der Genehmigungsverfahren vor allem die nun beschlossene Neuausrichtung der gesamten IT-Struktur des Landes beitragen. Voranbringen soll den Plan ein leistungsfähiges zentrales IT-Management, dass die bisherigen zersplitterten Zuständigkeiten ablösen soll. Ziel der Initiative ist es, die Kommunikationsfähigkeit sowohl innerhalb der Landesverwaltung, als auch die mit den anderen Ländern, dem Bund und den Kommunen sowie natürlich mit den Bürgern weiter zu verbessern. Ministerpräsident Sigmar Gabriel begründete den Vorstoß so: Eine moderne und leistungsfähige IT-Infrastruktur ist heute ein wichtiger Faktor im Standortwettbewerb. Hier setzen wir mit unseren Initiativen im Bildungsbereich oder auch der Einführung von egovernment an. Das zentrale Management soll Transparenz und klare Strukturen gewährleisten und die IT- Infrastruktur des Landes organisieren und steuern. Es orientiert sich an erfolgreichen Konzepten aus der privaten Wirtschaft und greift Erfahrungen anderer Länder auf. Die Zuständigkeiten für Internet, IT- Koordinierung, egovernment-strategie und Multimedia sind dort ebenso konzentriert wie die Steuerung der vielfältigen Kooperationen des Landes mit privaten Partnern. Fachanwendungen bleiben hingegen bei den Ressorts. Geleitet werden soll das IT-Management von einem so genannten Chief Information Officer (CIO). Die konkreten Vorschläge, denen das Kabinett nun gefolgt ist, erarbeitete eine Projektgruppe der Landesverwaltung mit Unterstützung externer Experten. Zu diesen gehörten unter anderem Günter König von der Salzgitter AG und Dr. Werner Carstengerdes von der Volkswagen AG. Beide sind in ihren Unternehmen für das zentrale Management zuständig. Ferner konnte Prof. Edgar Einemann von der Hochschule Bremen für die Projektarbeit gewonnen werden. Die Empfehlungen Einemanns und der Wirtschaftsvertreter führten schon zu Beginn der Arbeit zur grundsätzlichen Entscheidung für das CIO-Modell. Insbesondere von der Salzgitter AG wurde ein CIO empfohlen, der auf Vorstandsebene anzusiedeln sei und der weitreichende Entscheidungsbefugnisse haben müsse. Dieses Konzept wurde in großen Teilen übernommen und an die speziellen Rahmenbedingungen einer Landesverwaltung angepasst. Die wichtigsten Eckpunkte des Papiers waren: Bezeichnung CIO, um dessen besondere Kompetenz zu dokumentieren (auch gegenüber IT-Firmen) Budgetverantwortung des CIO Verantwortlichkeit des CIO in allen strategischen Fragen und bei der Umsetzung von Kabinettsbeschlüssen Festlegen eines verbindlichen Warenkorbs für alle Ressorts, Übergang zu Service-Level Agreements Entwicklung eines umfassenden Systemkonzeptes Aufbau eines zentralen IT-Managements als ressortübergreifende Aufgabe (wo dieses angesiedelt werden soll ist indes noch nicht entschieden), das für alle IuK-Koordinierung, Multimedia, egovernment, elearning und Internet zuständig sein soll. Ministerpräsident Gabriel kündigte an, dass die dazu notwendigen organisatorischen und personellen Veränderungen bis zum Ende des 1. Quartals 2003 abgeschlossen sein sollen. Ziel des ganzen Verfahrens sei es, die Verfahren in den einzelnen Ressorts zu harmonisieren und Parallelentwicklungen oder Insellösungen zu vermeiden. Dies sei eine wesentliche Voraussetzung für die Einführung von egovernment. Zentrales Management ist wichtig, um das Ziel zu erreichen, dass jeder Bürger an einer Schnittstelle mit allen Behörden in Kontakt treten und jederzeit verfolgen kann, was mit seinem Anliegen gerade passiert, sagte Gabriel. Datensicherheit und Datenschutz könnten auf diese Weise ebenfalls noch besser sichergestellt werden. Flankiert werden diese Maßnahmen durch ein Programm zur Fortsetzung der Staatsmodernisierung. So sollen bis Ende 2004 in jedem Ressort mindestens drei Aufgaben mit haushaltsrelevanter Wirkung, mindestens drei Geschäftsprozesse einer signifikanten Kostenreduktion reorganisiert und mindestens drei Service-Garantien für die Behörden hinsichtlich Erreichbarkeit, Terminen und Reaktionszeiten abgegeben werden. Außerdem soll jedes Ressort innerhalb von zwei Jahren mindestens drei Kooperationen mit externen Partnern aufbauen und in drei Jahren die Verwaltungssteuerung durch Produkthaushalte realisiert haben. Mit diesen Maßnahmen sind wir einen weiteren Schritt auf einem langen Weg vorangekommen, fasste Gabriel das Ergebnis der Kabinettsberatung zusammen. Wie in der Wirtschaft müssten Organisationsstrukturen und Geschäftsprozesse überprüft und bei Veränderungen angepasst werden. Die Verwaltungsreform werde in den kommenden Jahren ihren hohen Stellenwert behalten. Dies sei eine ebenso wichtige Voraussetzung bei der Konsolidierung der Landesfinanzen wie der Abbau von Investitionshindernissen, fasste Gabriel zusammen. mk Heute die Zukunft denken E-Government Staat und Bürger treffen sich im Netz Mit E-Government wird die Vision der Abwicklung von Geschäftsprozessen zwischen Bürgern, Verwaltung und Wirtschaft über elektronische Medien zur Realität. Die IABG ist eines der führenden Dienstleistungsunternehmen in Europa und verfügt über umfassende Erfahrung, um Ihr E-Government Projekt zum Erfolg und damit zum Bürger zu bringen. Mit uns wird Verwaltung effizient und bürgernah. Unsere Kompetenzen sind: Strategieberatung Geschäftsprozessoptimierung Systementwicklung und -integration IT-Sicherheit Netze und mobile Kommunikation Workflow- und Dokumentenmanagement Projektmanagement Projektcontrolling Qualitätsmanagement Ihre Ansprechpartner erreichen Sie unter: Telefon Telefax Telefon Telefax IABG Einsteinstrasse Ottobrunn

8 8 GOVERNMENT COMPUTING VIP-FORUM KOMMUNE & STAAT egovernment in Deutschland Wann ziehen alle an einem Strang? Konsolidierung. Beim egovernment wurden große Fortschritte erzielt. Soll der Erfolg jedoch anhalten, muss im kommenden Jahr die Zersplitterung der einzelnen Projekte überwunden werden. Neigt sich ein Jahr seinem Ende entgegen, beginnt die Zeit der Rückblicke und Zukunftsprognosen für die kommenden zwölf Monate. Die Redaktion fragte daher Experten aus Politik, Verbänden und den Unternehmen (siehe auch das VIP- Forum auf Seite 14) danach, wie sie die Entwicklung des egovernment im Jahr 2002 einschätzen und welche Aufgaben sie für das kommende Jahr für besonders dringlich halten, um die Entwicklung von egovernment weiter entschlossen voran treiben zu können. Der Befund ist durchaus aufschlussreich. Alle sind sich darin einig, dass im ablaufenden Jahr viel erreicht wurde. Und fast alle stimmen darin überein, dass das dringlichste Probleme nun sei, die durch die föderale Struktur der Bundesrepublik bedingte Zersplitterung von egovernment-projekten zu beseitigen. Nur über das Wie, scheint noch keine Einigkeit erzielt. Meist bleibt es und muss es wohl auch Angesichts der unterschiedlicher Zuständigkeiten bei bloßen Appellen. Ein allgemeines Wehklagen über die Unsinnigkeiten föderaler Strukturen ist jedoch fehl am Platz. Denn in der aus den föderalen Strukturen resultierenden Projekt-Vielfalt liegt auch eine Chance. Dem egovernment wäre aber zu wünschen, dass nicht die normative Kraft des Faktischen eine Einigung der unterschiedlichen Partikularinteressen erzwingt, sondern die Beteiligten auch so zu einander finden. In der Tat, keine leichte Aufgabe für die Verantwortlichen im kommenden Jahr. mk egovernment bleibt auf der To-Do-Liste Mit dem Projekt BundOnline 2005 hat Bundeskanzler Gerhard Schröder egovernment auf die politische Agenda gesetzt. Mit dieser größten egovernment-initiative Europas hat Deutschland in diesem Jahr im internationalen Vergleich den Sprung aus dem Mittelfeld unter die so genannten Top Ten geschafft. Auf der Basis des Ende 2001 beschlossenen Umsetzungsplans geht die Online-Bereitstellung von Dienstleistungen des Bundes zügig voran. Anfang November waren bereits 98 der dieses Jahr umzusetzenden 119 Dienstleistungen online. Die Realisierung schreitet zügig voran. Das Dienstleistungsportfolio steht, gemeinsame Standards wurden festgelegt (Projekt SAGA) und zentrale Komponenten werden aufgebaut, die alle Ressorts gemeinsam nutzen. Diese Basiskomponenten, wie ein Formularserver, ein Content-Management-System oder eine Bezahlplattform, bilden die Grundlage der weiteren Umsetzung. Ein Meilenstein des Jahres 2002 war der Start der elektronischen Beschaffungsplattform. Diese Plattform stellt die Bundesregierung auch den Ländern und Kommunen kostenlos zur Verfügung. An der Beschaffung wird besonders deutlich: Durch Nutzung des Internet lassen sich in Wirtschaft und Verwaltung die Verfahren beschleunigen und Kosten in einem erheblichen Umfang einsparen. Online-Bereitstellung von Dienstleistungen erfordert eine durchgängige interne Prozess-Optimierung. Das volle Modernisierungspotenzial von egovernment eröffnet sich jedoch nur durch eine umfassend integrierte egovernment-landschaft. Bürgerinnen und Bürger sowie Wirtschaft können am besten von einer effektiveren und kostengünstigeren Verwaltung profitieren, wenn alle staatlichen Ebenen zusammenarbeiten. Bund, Länder und Kommunen wollen die egovernment-partnerschaft intensivieren. Der Bund möchte von den Erfahrungen und Ideen der Länder und Kommunen profitieren. Umgekehrt wird der Bund den Ländern und Kommunen seine Basiskomponenten und Dienstleistungen zur Verfügung stellen, die wie die Beschaffungsplattform nach dem Grundsatz Einer für alle von ihm entwickelt wurden. egovernment bleibt auf unserer politischen Agenda für eine moderne Verwaltung, die mehr leistet und weniger kostet werden wir mit Ländern und Gemeinden über übergreifende Dienstleistungen sprechen. Otto Schily Bundesminister des Innern Außerdem hat die Initiative BundOnline 2005 Ebenen übergreifende Dienstleistungen identifiziert, die Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam angehen sollten. Darüber werden wir Anfang 2003 mit den Ländern sprechen. egovernment bleibt daher auf der politischen Agenda der Bundesregierung für eine moderne Verwaltung, die mehr leistet und weniger kostet. Fortschritte durch Synergien sichern und ausbauen Das zu Ende gehende Jahr 2002 hat egovernment in Deutschland deutlich vorangetrieben: Konzepte, Strategien und Projekte sowie eine Vielzahl von Einzelaktivitäten zeigen, dass egovernment eine akzeptierte Vision ist. Die strategische Umsetzung von Musterlösungen und die systematische Hinführung sämtlicher Verwaltungsebenen werden die großen Herausforderungen für das Jahr Das Fraunhofer egovernment Zentrum nimmt diese Herausforderung an und bringt langjährige Erfahrungen aus den Bereichen Verwaltung und IT-Technologie in den strategischen Aufbauprozess von egovernment ein. Die Modernisierung von Verwaltung und Politik erfordert nicht nur den zukunftssicheren Einsatz von Internet mit webbasierten Diensten oder moderne Computer- und Kommunikationstechnologien an jedem Verwaltungsarbeitsplatz. Einen entscheidenden Schritt wird egovernment in Deutschland erst dann tun, wenn sowohl die Arbeitsabläufe in der Verwaltung mit Unterstützung der IT-Technologie grundlegend reorganisiert werden, als auch allgemeingültige Standards organisationsübergeifende Vernetzungen der Verwaltungen und ihrer Kunden ermöglichen. Mit SAGA Standards und Architekturen für egovernment- Anwendungen hat das Bundesministerium des Inneren einen entscheidenden Meilenstein für flächendeckendes kooperatives und zukunftssicheres egovernment geschaffen. Das Fraunhofer egovernment Zentrum ist in diesen bundesweiten Prozess eingebunden, In 2003 müssen von allen Beteiligten die Chancen zur Kooperation ergriffen werden, um vorhandene Synergiepotenziale zu erschließen. Michael Tschicholz Stellvertretender Leiter des Fokus Fraunhofer egovernmentzentrum auch in die Ausarbeitung von SAGA. Gemeinsam müssen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft nun die strategischen Anforderungen umsetzen: Identifikation übertragbarer Musterlösungen, Förderung der Übertragbarkeit Weiterentwicklung der SAGA-Architektur, Betreibermodelle & Betriebskonzepte Nachfrageorientierter Aufbau von egovernment Lösungen, insbesondere. für die Wirtschaft Schaffung von weiteren regionalen Initiativen unter Einbeziehung der Wissenschaft Konzeption und Umsetzung von Leuchtturmprojekten, speziell bezüglich offener Problemstellungen in den Bereichen B2G, G2G egovernment Schulungen insbesondere zu Synergiepotenzialen und zu SAGA Exemplarische Reorganisation übergreifender Geschäftsprozesse 2003 müssen von allen Beteiligten die Chancen zur Kooperation ergriffen werden, um die vorhandene Synergiepotenziale für zukunftssicheres egovernment zu erschließen. Föderalismus versus Zentralismus? Der egovernment-markt ist zersplittert. Jede Nation, jede Region, fast jede Kommune realisiert eigene egovernment-projekte, ungeachtet der Mehrkosten, die durch Parallelstrukturen und Doppelentwicklungen entstehen. Das mag man beklagen. Tatsache ist aber, dass das föderale System und die kommunale Selbstverwaltung unantastbare Verfassungsprinzipien sind. Für egovernment erweisen sie sich jedoch als finanzielles Multi-Channelling ersten Ranges. Unbestritten ist aber, dass die Investitionsvolumina und Betriebskosten für ein anspruchsvolles Angebot in einer Größenordnung liegen, die eine regionale Mindestgröße erfordern. Kleinkommunen sind nicht in der Lage, kostendeckend Portale zu betreiben auch nicht mit privaten Partnern und kommerziellen Angeboten. Mithin stellt sich die Frage, welche Aufgaben in diesem Bereich von einer zentralen Institution wahrgenommen werden könnte. Großbritannien ist hier in zweierlei Hinsicht wegweisend. Am Kabinettstisch vertritt die eministerin die Themen egovernment und ecommerce. Ihr ist das eigenständige Office of e-envoy unmittelbar unterstellt. Das Office ist zentrale Koordinierungsinstanz für alle Regierungsstellen. Zum anderen hat Großbritannien mit UK Online ein Portal, das, so zeigt der internationale Benchmark, wegweisend ist. Die Kombination aus zentralen institutionellen Strukturen und konzentriertem Online-Angebot bringt den über die Grenzen des Königreichs anerkannten Erfolg. Das britische Modell besagt jedoch nicht, dass Strategien zur Entwicklung des egovernment-marktes von öffentlicher Seite gesteuert werden müssen. Es stellt sich die Frage, welche Institution der Zersplitterung des egovernment abhelfen kann. Jörg Singelnstein Geschäftsführer European Society for egovernment e.v. So hat die Österreichische Computergesellschaft die europäischen Beitrittsländer als Themenfeld für eigene Aktivitäten erkannt. Mit dem 1. Eastern Europe e GOV Days 2003 in Verbindung mit dem österreichischen e GOV Day 2003 engagiert sich die Gesellschaft in einem Markt, der für Mitgliedsund Beitrittsländer in den kommenden Jahren von besonderer Bedeutung sein wird. Der Beratungsbedarf in den Beitrittsländern wird enorm sein. Es ist kaum zu erwarten und auch nicht wünschenswert, dass sie historisch gewachsene Verwaltungsstrukturen der bisherigen Mitgliedsländer übernehmen. Sie haben vielmehr die Chance, die Geschäftsprozesse zeitgemäß und elektrifiziert neu zu entwickeln. Mit der Computergesellschaft hat Österreich einen Fuß in der Tür dieses Marktes. Diese beiden Beispiele zeigen: Staatliche oder/und private Initiativen weisen den Weg zum Erfolg. Aber: Wer formuliert eine Strategie für egovernment in Deutschland? Wer findet die Akzeptanz der Unternehmen, des Bundes, der Länder und der Kommunen? Wer kann öffentliche und private Interessen bündeln? Ideal wäre ein Partner, der keiner föderalen Instanz zuzurechnen ist und zugleich unabhängig von einzelnen Unternehmensinteressen agieren kann. Diese Rolle könnte die European Society for egovernment e.v. mit der zu gründenden Dienstleistungstochter, der ECG GmbH einnehmen. Das Angebot von ESG und ECG wird sich kontinuierlich entwickeln. Das Tempo hängt vom Willen der öffentlichen und privaten Partner ab. LORA Das automatisierte Ausleseverfahren Die Geschäftsstelle des Bayerischen Landespersonalausschusses, die regelmäßig Ausleseverfahren zur Auswahl geeigneter Nachwuchskräfte im Freistaat Bayern durchführt, hat in den letzten Monaten unter dem Arbeitsnamen LORA (Ausleseverfahren für die Einstellung in Laufbahnen des mittleren und gehobenen nichttechnischen Dienstes) ein IT-Projekt verwirklicht, das im Rahmen der egovernment- Initiative der Bayerischen Staatsregierung einen herausragenden Platz einnimmt. Mit dem Verfahren ist es möglich über das Internet unmittelbar mit der Geschäftsstelle in einen Dialog zu treten. Diese wiederum wird gleichzeitig in die Lage versetzt, die eingegangenen Daten schneller und effizienter zu bearbeiten. Kernstück des neuen Verfahrens ist seit dem Sommer 2002 eine Datenbank, die von der Geschäftsstelle bei der Durchführung der zentralen Ausleseverfahren zur Auswahl geeigneter Nachwuchskräfte für die Laufbahnen des mittleren und gehobenen nichttechnischen Dienstes für den gesamten staatlichen und nichtstaatlichen (z. B. kommunalen) Bereich im Freistaat Bayern eingesetzt wird. Die mit der Durchführung der Ausleseverfahren beauftragten Sachbearbeiter der Geschäftsstelle erledigen dabei ausschließlich mit Hilfe einer webbasierten Dialoganwendung die weiteren Verfahrensschritte. Da jedes Ausleseverfahren mit jeweils vielen Tausenden von Bewerbern eine abzulegende Prüfung und die Einbeziehung bestimmter Schulnoten in Form einer Durchschnittsnote umfasst, sind dabei umfangreiche Aufgaben zu erfüllen, wie z.b. die Pflege der Bewerberdaten, die Erstellung von Zulassungsbescheiden und die Bewertung der Prüfungsaufga- Wir erwarten von der Anwendung einen Schub für die elektronische Signatur. Eugen C. Schellakowsky, Ministerialrat im Bayer. Landespersonalausschuss ben. Gleichzeitig kann jetzt innerhalb der Bewerbungsfristen auch der für die Teilnahme am Ausleseverfahren erforderliche Zulassungsantrag online über das Internet gestellt werden. Die Datenbank unterstützt dabei dialogartig die Dateneingabe des Antragstellers am Bildschirm und führt gleichzeitig im Hintergrund Plausibilitätsprüfungen so durch, dass die richtigen Angaben gefordert werden, andernfalls die Eingabe der Daten bzw. die Annahme des Antrags verweigert wird. Die Daten werden sodann verschlüsselt an die Geschäftsstelle übertragen. Etliche Hundert von Antragstellern haben von dieser Möglichkeit bereits Gebrauch gemacht. Diese transaktionsorientierte Schnittstelle zwischen Internet und Verwaltungsverfahren und der automatische Anstoß eines internen Workflows wird die Effizienz der Verwaltung in der Geschäftsstelle des Landespersonalausschusses wesentlich erhöhen. Die volle Wirkung wird das neue Verfahren allerdings erst dann entfalten, wenn künftig auch die zu berücksichtigenden Schulnoten von den Schulen unmittelbar in die Datenbank eingegeben werden und der Datenaustausch mit den Einstellungsbehörden online erfolgt. Die technischen Voraussetzungen dazu sind bereits geschaffen. Wir erwarten deshalb in der ersten Hälfte des Jahres 2003 einen deutlichen Schub für die Bereitstellung der zur Sicherheit der Datenübermittlung erforderlichen elektronischen Signaturen. Damit ist eine weitere Voraussetzung für erfolgreiches egovernment im Freistaat geschaffen.

9 BRANCHE & INNOVATION GOVERNMENT COMPUTING AUSGABE Networking Konvergente Netzwerke verbinden die Daten- und die Sprachwelt. Dadurch werden nicht nur die IT-Kosten gesenkt Seite 10 Jahreswechsel 1995 gingen die ersten deutschen Städte ins Web. Wie hat sich egovernment seither entwickelt und wie geht es weiter? Seite 14 Pinguin-Town Schwäbisch Hall ist die erste deutsche Kommune, die komplett auf Produkte aus dem Hause Microsoft verzichtet. Seite 15 Datenschleuder Neue Tools und ein Log- Analyser: Ipswitch hat den WS_FTP-Server weiterentwickelt und deutlich sicherer gemacht Seite 16 Schweizer Arbeitsamts-Erfahrungen Vermitteln statt Verwalten BRANCHE & INNOVATION Verantwortlicher Redakteur: Gerald Viola Tel / , Fax 0821 / Als sich das Schweizerische Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) im Jahr 1987 entschied, die verschiedenen Systeme der damals 60 Arbeitslosenkassen zu homogenisieren, waren etwa 20 unterschiedliche, produktive Applikationen im Einsatz. Im Zuge der Entwicklung der Informationstechnologie hatten die Arbeitslosenkassen nach und nach eigene Software entwickelt und dabei sehr unterschiedliche Hardware- Plattformen, Betriebssysteme und Applikationen eingesetzt. So entstanden in den Kassen auch unterschiedliche Buchhaltungssysteme, KOMPAKT Kunde Staatssekretariat für Wirtschaft (seco); Endanwender: Schweizerische Arbeitslosenkassen, Kantonale Stellen (Finanzapplikationen) Problem Im Jahre 1984 trat in der Schweiz das Arbeitslosenversicherungsgesetz in Kraft zählte die Schweiz rund 60 verschiedene Arbeitslosenkassen. Während die großen Kassen bereits EDV-Systeme im Einsatz hatten, zahlten kleinere Kassen noch manuell aus. Die unterschiedlichen Hardware-Plattformen und Betriebssysteme sowie die unterschiedlichen Applikationen der Bezügerbewirtschaftung und der Finanzbuchhaltung machten rationelles Arbeiten unmöglich. Trotz eines einheitlichen Gesetzes gab es abweichende Interpretationen in der Programmierung, was letztlich auch zu differenzierten Zahlungen führte. Lösung Das Projekt ASAL (Auszahlungssystem der Arbeitslosenkassen) hatte die Vereinheitlichung der Hardware-Plattformen, Applikationen sowie die Zusammenführung der Datenbestände zum Ziel. Dienstleister CSC Switzerland AG Zusätzlich benötigtes Equipment IBM AS/400 (Neuanschaffungen) Implementierungsdauer Die Einführung der Bezügerbewirtschaftung erfolgte im Jahr Bis heute arbeitet eine Crew von zirka 20 Personen am kontinuierlichen Ausbau und der Modernisierung der Applikationen Service- und Wartungsverträge Jeweils 5-Jahres-Verträge für Bereitschaftsgrad (Wartungsbereitschaft, Reaktionszeiten), jährliche Dienstleistungsverträge, die das Portfolio (Teilprojekte) enthalten. Schulungsaufwand Für den anfänglichen Trainingsaufwand beauftragte das seco ein Schulungsteam, das von CSC unterstützt wurde. Bei jedem neuen Release und das sind allein in der Bezügerbewirtschaftung zwei jährlich werden nun die Schulungsverantwortlichen der Kassen ausgebildet, welche die Inhalte anschließend in ihre Dienststelle tragen. Herausforderung. Die Vereinheitlichung der Systeme in der Schweizerischen Arbeitslosenkasse senkt den Support-Aufwand, erhöht die Effektivität und bildet die Grundlage zur Optimierung weiterer Arbeitsprozesse. die trotz eines für alle Kantone bindenden Gesetzes zu abweichenden Berechnungen kamen. Bei den vielen Insellösungen, die nicht über automatisierte Schnittstellen verfügten, war es sehr aufwändig, die Systeme den Gesetzesänderungen anzupassen, die in die Berechnungen einfließen müssen. Es werden aber häufig Gesetzesanpassungen vorgenommen, die die Richtlinien der Europäischen Union berücksichtigen. Zudem ist es kostspielig, den Support zu gewährleisten. Es bedeutete einfach 20 Mal Hand anzulegen und dabei nicht einmal sicher sein zu können, dass die Qualität der Implementierung gewährleistet ist, weil immer verschiedene Interpretationen und Fehler möglich sind. Ziel des seco war daher die Vereinheitlichung der Applikationen, der Hardware-Plattformen sowie die Zusammenführung der Datenbestände. Komplexe Anforderungen Nach intensiver Vorarbeit beauftragte das seco im Februar des Jahres 1988 die CSC Switzerland AG mit der Durchführung des sehr komplexen Projekts ASAL (Auszahlungssystem der Schweizerischen Arbeitslosenkassen). ASAL sollte die gesetzliche, termingerechte und korrekte Auszahlungen der Arbeitslosengelder sicherstellen. Gesetzesänderungen, dringliche Bundesbeschlüsse und Versicherungsgerichtsurteile sollten zeitgerecht und korrekt bei den Auszahlungen berücksichtigt werden. Es sollte überprüfbar sein, ob die Liquidität bei den Arbeitslosenkassen durch die Versorgung mit den budgetierten Fondsgeldern sichergestellt ist. Die Rechnungsführung bei der Arbeitslosenversicherung sollte gewährleistet sein. Und schließlich sollten AHV- (Alters- und Hinterlassenenversicherung), BVG- (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge), NBU- (Nichtberufsunfallversicherung) und Quellensteuer-Abrechnungen auf aktuellen und korrekten Informationen basierend erfolgen können. Innerhalb der letzten zehn Jahre setzte das IT-Beratungs- und -Dienstleistungsunternehmen die Homogenisierung der Applikationen und der Hardware-Plattformen um und führte sämtliche Datenbestände zusammen. Eine schrittweise Entwicklung, die nicht im seco, sondern direkt bei CSC erfolgte, garantierte überschaubare Kosten und Termine. Sowohl bei der Wahl der Systeme wie beim Datendesign legten die Berater großen Wert auf Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit. Durch die Erhaltung der Bezügerbewirtschaftungsdatenbestände wurde der Migrationsaufwand sehr gering gehalten, was sich kostendämpfend auswirkte. Besonders wichtig war allen Beteiligten die Risikominimierung, denn Berechnungsfehler, Datenverluste oder Systemstillstand haben hohe politische Brisanz. Nun greifen die Mitarbeiter aller 48 Kassen und 256 Zahlstellen via Monitor auf das zentrale Rechenzentrum in Bern zu, wo der produktive IBM AS/400 den Betrieb sichert. Eine hochverfügbare Backup-Lösung ist Teil der Absicherung gegen einen Systemausfall. Sämtliche Daten werden hier zentral gehalten, sodass die bis dato insgesamt rund Änderungsanträge kaum Probleme verursachten. So sind sämtliche Änderungen seit 1993 lückenlos und einheitlich dokumentiert. Darüber hinaus sind seither auch rund 32 Millionen gedruckte Abrechnungen über eine Summe von 40 Milliarden Schweizer Franken termingerecht abgewickelt worden. Rund 20 Berater sind weiterhin mit ASAL beschäftigt und sorgen für eine ständige Anpassung des sehr dynamischen Projekts. Oft muss das Team sehr kurzfristig auf neue "Legal Requirements" wie Gesetzesänderungen, Bundesbeschlüsse oder Versicherungsgerichtsurteile reagieren. Damit hat die Qualität dieser Partnerschaft einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität von ASAL, konstatiert Fabio Aspali, der als Ressortleiter beim seco das Projekt von Beginn an betreute. Das CSC-Team gewährleistet die Sicherheit und Stabilität des Systems, das trotz der ständigen Ausbauten infolge der Gesetzesrevisionen im Grunde noch in seiner ursprünglichen IT-Konzeption läuft. Auf Basis des technologischen und BUR ALK Quelle: CSC Ploenzke BB Bezüger- Bewirtschaftung Personen- Register seco internen Know-hows über die Prozesse der Arbeitslosenkassen sowie der Kenntnisse über die komplexen Gesetze ist das Team inzwischen ebenfalls für die Erstellung von Fachkonzepten verantwortlich. Der Know-how-Verlust, der durch Fluktuation eintreten könnte, wurde durch konsequente Job-Rotations minimiert. Das in der Schweiz über lange Jahre erworbene Know-how von den Prozessen der Arbeitsämter setzen wir nun erfolgreich in der Entwicklung von Projekten in anderen EU-Ländern ein, stellt Andreas von Schoeler, Vorstand für öffentliche Dienstleistungen bei der CSC Ploenzke AG, fest. Und Fabio Aspali pflichtet ihm bei: Die Umsetzung der Gesetze bleibt überall die gleiche Arbeit. Modell für Deutschland? Die Herausforderung der Zukunft liegt allerdings nicht nur in der effektiven Verwaltung von Arbeitslosen, sondern in der effizienten Vermittlung von Arbeitsuchenden, prognostiziert Andreas von Schoeler. Denn ein Ausgleichsprozess zwischen Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt stehe derzeit mehr als je zuvor im Fokus der Öffentlichkeit und der Politik. Eine Aufgabe, die Systemübersicht F/400-ALK Finanzbuch haltung ASAL-ZDB MABIS VK AVAM BIT RAV LAM KAST GOVERNMENT COMPUTING das seco mit der Applikation AVAM (Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktstatistik) bereits wahrnimmt. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Systeme in der Lage sind, die Fähigkeiten der Arbeitsuchenden mit den Anforderungsprofilen der Unternehmen zu vergleichen, meint von Schoeler. Es ginge also nicht nur um die gängigen Jobprofile. Nur wenn die speziellen Skills der Arbeitsuchenden berücksichtigt würden, könnten die Arbeitsvermittler zu optimalen Ergebnissen gelangen. Skill- Matching erfordert jedoch fundiertes Technik- und Prozess-Knowhow, weiß Andreas von Schoeler aus Erfahrung. Da künftig bei der Arbeitsvermittlung nicht nur in Deutschland laut Hartz-Konzept auch private Unternehmen wie gewerbliche Personalvermittler, Personalberater, Jobbörsen, Unternehmensportale und weitere Kontakt- und Vermittlungswege involviert sind, vertraut das Beratungsunternehmen auf seine Zukunftsfähigkeit. Mit integrierten Kommunikations- und Vermittlungsplattformen blicken wir inzwischen auf einen langjährigen Erfahrungsschatz in der Industrie zurück, der nun den Partnern im Öffentlichen Bereich zugute kommt. ae Interview Die Homogenisierung hat nur Vorteile gebracht Leistungssteigerung. Über die Hintergründe für die Entscheidung und auch über die Erfahrungen, die das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) mit dem Projekt ASAL gemacht hat, sprach Government Computing mit Fabio Aspali, dem zuständigen Ressortleiter beim seco. GovCom: Herr Aspali, warum hat sich das seco damals für diese Lösung entschieden und welche Vorteile haben sich im Laufe der Zeit gezeigt? Aspali: Die Situation, dass quasi jede Arbeitslosenkasse ihr eigenes EDV-System hatte, war unhaltbar geworden. Wir brauchten einfach einen besseren Überblick. Wenn ein Arbeitsloser von einem Kanton in den anderen umzog, war das verwaltungstechnisch ein riesiges Problem und es dauerte zu lange, bis er seine Bezüge wieder erhielt. Wir brauchten ein System, das sehr individuell auf unsere Anforderungen zugeschnitten und nach den Vorgaben des Schweizerischen Arbeitslosenversicherungsgesetzes programmiert war. An Systeme von der Stange war da gar nicht zu denken. CSC hat uns ein System programmiert, das auch nach vielen Jahren und trotz der ständigen Releases noch immer voll funktionsfähig und skalierbar ist. Der größte Vorteil der Homogenisierung besteht darin, dass die Release-Einspielungen jetzt nur einmal vorgenommen werden müssen. Auch der Support ist einfacher und dadurch besser geworden. Den First-Level-Support machen wir inzwischen selbst, der Second-Level- Support liegt weiterhin bei CSC. GovCom: Ist die erhoffte Leistungssteigerung eingetreten? Aspali: Ja, der Qualitätssprung ist vor allem in der Schnelligkeit der Auskünfte zu sehen. Hier ist eine Leistungssteigerung von zirka 40 Prozent zu verzeichnen. Kosteneinsparungen liegen in den Release-Wechseln, diese sind schneller und effektiver zu bewältigen. Die heutige Applikation ist performanter und größer, daher sind die gesamten Kosten schlecht zu vergleichen. Die Informationstiefe wiegt die Investitionskosten aber auf jeden Fall auf. GovCom: Wie ist die Zusammenarbeit mit CSC gelaufen und warum hält diese über so eine lange Zeit an? Aspali: Die Zusammenarbeit ist sehr fruchtbar. CSC hat uns ein Team zur Verfügung gestellt, in dem es sehr wenig Fluktuation gibt, was auch ein Indikator dafür ist, dass die Berater ihren Job als Herausforderung betrachten. Sie haben sich währenddessen ein riesiges Know-how über die Gesetzestexte und die Prozesse in der Arbeitslosenkasse erarbeitet. Deshalb unterstützen sie uns inzwischen auch in den Fachkonzepten. Und das System lebt weiter, der neue Release wird im Juli greifen. Bis jetzt hat das immer auf den Tag genau geklappt, wir fühlen uns daher sicher in die Zukunft begleitet. Das Interview führte Angelika Eckert

10 10 GOVERNMENT COMPUTING SCHWERPUNKT BRANCHE & INNOVATION IP-Partnerschaften In Zukunft konvergente Netze Die Hersteller haben ihre Hausaufgaben gemacht und alle Experten sind sich einig: Dem Internet Protokoll (IP) gehört auch für die Sprachkommunikation die Zukunft. Die Lösungsszenarien der Hersteller betonen dabei je nach Herkunft der Unternehmen aus der Daten- oder Sprachwelt unterschiedliche Aspekte, wie beispielsweise Telefoniekomfort oder akzeptierte Datenvergangenheit. Grund genug einen genaueren Blick auf die aktuelle Technologie zu werfen. Dreh- und Angelpunkt aller Überlegungen zu konvergenten Netzen ist der Gedanke, dass IP als Übertragungsmedium insbesondere für Sprache einen Mehrwert bieten muss. Erst dann ergibt ein Technologiewechsel, der immer mit Investitionen verbunden ist, einen Sinn. Im Hinblick auf die Infrastruktur hat es der Netzwerkadministrator, der Argumente für den Wechsel sucht, einfacher. Der Mehrwert liegt auf der Hand. Im Gegensatz zu klassischen Telekommunikationssystemen und auch den meisten bisherigen konvergenten Kommunikationsanlagen, eröffnet die neue Generation von IP-Konvergenzlösungen ein Höchstmaß an Flexibilität zur Gestaltung der Arbeitsorganisation. Gerade die Kommunikationsstrukturen und -architekturen einer Behörde lassen sich nämlich individuell an ein dynamisches und sich ständig änderndes Umfeld anpassen. Modular & flexibel ÜBERBLICK DAS KONVERGENZPORTFOLIO VON AVAYA Im Juni dieses Jahres hat MultiVantage die Avaya Call Processing (ACP) Software abgelöst, mit der Avayas IP Portfolio ECLIPS (Enterprise Class IP Solutions) vor knapp zwei Jahren den Markt betreten hatte. Neben der vollen IP-Funktionsvielfalt und dem gewohnt hohen Telefoniekomfort bietet MultiVantage die Unterstützung der neuen Funktionen: Der gute alte und vertraute Kommunikationserver in seiner hybriden Server und Gateway-Funktion tritt langsam ab. Separate Media Server und Media Gateways geben ihr Debüt und dem Kunden neue Praxistauglich. Öffentliche Ausschreibungen für Telekommunikations-/Datennetzwerke fragen mittlerweile standardmäßig nach sich ergänzenden Netzen. Dies und die seit zwei Jahren zu beobachtende Einführung konvergenter Netzwerke unterstreicht, dass das IP-Protokoll als Transportmedium für Sprache und Daten jetzt praxistauglich ist. Ein zentraler Vorteil konvergenter Netze ist die Einbindung externer Mitarbeiter oder von Niederlassungen in die Behördenkommunikation. Verwaltungsmitarbeiter in entlegenen Außenstellen, beispielsweise auch Steuerfahnder oder Mitarbeiter von Projektteams, benötigen jederzeit Zugang in die Informationsbasis und die Kommunikationsinfrastruktur der Behörde, unabhängig davon, wo sie sich gerade befinden. Dies ist zwar auch im traditionellen Telefonie-Umfeld möglich, allerdings mit Einschränkungen und verbunden mit hohen Verbindungskosten. So kann Telefonie-Hardware am Heimarbeitsplatz nötig sein oder aber auch eine ständig offen gehaltene Telefonverbindung zur Behörde. Eine modular aufgebaute konvergente Kommunikationslösung besteht aus mehreren sich ergänzenden Komponenten wie Media-Server und Media-Gateways, IP-Telefonen und Digitaltelefonen, IP-Softphones an PC, Laptop oder auch Handheld-Computer für Telearbeiter und dazu gehörende Geräte wie Switches und Router. Als Element der Konvergenzlösung verbindet ein IP-Softphone für PCs und Laptops einen Arbeitsplatz schnell und kostengünstig mit dem zentralen IP-Mediaserver am Behördensitz, der dem Gerät vorher seine Telefonnummer zugewiesen hat. Ohne Anmeldung und Installation einer Telefonanlage kann auf diese Weise eine Außenstelle oder ein Telearbeitsplatz in Betrieb genommen werden. Um dabei eine sichere Verbindung zu gewährleisten, sollte zum Beispiel ein VPN (Virtual Private Network) oder ein RAS (Remote Access Service) zu dem lokalen Netzwerk (LAN) der entsprechenden Behörde aufgebaut werden. Ist eine Datenverbindung über Distanz nicht wirklich neu, so verleiht die IP Softphone-Funktionalität dem Laptop den Status eines Behörden-Kommunikations-Platzes einschließlich der jeweiligen individuellen Telefonie-Funktionalitäten, Voic - oder Unified Messaging- Möglichkeiten der Gestaltung. Die Pflicht ist beendet, jetzt kommt die Kür, die sich ganz an die individuellen Wünsche der Kunden anpassen lässt. Erste realisierte dezentrale Projekte und zahlreiche entsprechende Anfragen und Ausschreibungen zeigen, dass IP als Mehrwert begriffen und als einheitliches Transportmedium für Sprache und Daten verstanden wird wenn auch immer noch ohne die häufig geforderte Killerapplikation. Dennoch wurden bereits mit diesen Möglichkeiten neue, effiziente Konzepte umgesetzt. Informationen. Die separate Nutzung der TK-Welt ist entfallen. Der mobile Mitarbeiter ist Wirklichkeit geworden. Parallel ausgearbeitete Sicherheitskonzepte (VPN) unterstützen diese Entwicklung. Der Mehrwert allein dieses Szenarios lässt sich leicht errechnen: Behörden können derzeit anstehende Sparmaßnahmen umsetzen, da sie geringere Büroflächen benötigen und Mitarbeiter dort einsetzen können, wo sie gebraucht werden. Flexible Arbeitsplätze und Teilzeitkonzepte werden möglich, ohne wie noch vor kurzem große Investitionen in Telefonanlagen und Serviceverträge tätigen zu müssen. Der qualitative Sprung Der qualitative Sprung, der jetzt durch die modulare Technologie Realität wird, ist die faktische Dezentralität bei praktischer Zentralisierung: Die Kommunikationsinfrastruktur einer Behörde, beispielsweise des Finanzamtes einer Großstadt wie München mit mehreren Häusern in München und ausgelagerten Behörden an entfernten Standorten, verhält sich wie ein Telekommunikationssystem. Ein neuer Standort oder eine oder eine Standorterweiterung erfordern keine eigene neue Infrastruktur, sondern lediglich die Aufstockung der vorhandenen. Ein physischer Anschluss vor Ort Media-Gateway und gegebenenfalls der Ausbau der auf einem zentralen Kommunikationsserver vorhandenen Software sind ausreichend. Das Einsparungspotenzial Bisher waren für jeden Standort traditionell TK-Nebenstellenanlagen (PBX) mit integrierter Vermittlungsstelle oder bei Konvergenzlösungen der ersten Generation entsprechende IP-Geräte notwendig. Das Einsparungspotenzial liegt auf der KOMPONENTEN. Eine modular aufgebaute und konvergente Kommunikationslösung besteht aus sich ergänzenden Komponenten wie Notebooks, IP-Telefonen oder auch aus Handheld-Computern für mobile Mitarbeiter Hand. Natürlich war es seit längerem schon möglich, große und kleine Telekommunikationssysteme zu vernetzen. Vom Investitionsvolumen und Administrationsaufwand her betrachtet, blieben es jedoch Stand-Alone Systeme, die separat gewartet, gepflegt oder auch aufgerüstet werden mussten. Veränderungen in der Arbeitsorganisation, Mitarbeiterzugänge oder -abgänge, neue Aufgaben müssen umgehend im Kommunikationssystem abgebildet werden. Selbst wenn dies remote bereits möglich war und daher auch von einer zentralen TKoder IT-Administration durchgeführt werden konnte so mussten doch unterschiedliche Administrationsapplikationen aufgerufen, bedient und überwacht werden was die Übersicht und Effizienz der Arbeitsvorgänge einschränkt. Zentraler Mediaserver Nun ist zwar nach wie vor der physische Anschluss für Mitarbeiter vor Ort notwendig (LAN, Telefone / PCs, Gateways mit entsprechenden Zugängen), aber die Intelligenz der Anlage wird nicht mehr vor Ort abgebildet. Diese Aufgabe übernimmt der zentrale Mediaserver, der vorzugsweise dort positioniert ist, wo sich die IT/TK-Abteilung befindet, und er reicht aus, um im Zentrum des Netzwerkes Telefonie-Funktionalität oder Applikationen für das gesamte Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Auch hochperformante Kommunikations-Applikationen wie Contact Center können so auf Marktbedürfnisse schneller reagieren oder Mitarbeiter-Potenziale besser nutzen. Entsprechende Redundanzund Sicherheitskonzepte helfen, Einschränkungen der Verfügbarkeit zu vermeiden. Ein fiktives Beispiel soll den Mehrwert hier aufzeigen: Eine Bundesbehörde mit Sitz in Berlin unterhält derzeit drei Hauptnebenstandorte, Tendenz steigend. Ein großes ANZEIGE jeder Kameral kann Contact Center, Bürgertelefon genannt, existiert am Hauptstandort, das aber zur Verbesserung des Bürgerservice expandieren muss. Sie sucht nun nach der besten Lösung zur Unterstützung und Bedienung der Bürger an allen Standorten und nach dem besten und einfachsten Weg, die Expansion umzusetzen. Natürlich müssen dafür die vorhandene Infrastruktur maximal ausgenutzt werden sowie lokale Ortsnetzleitungen, zum Beispiel für Notrufdienste vorhanden sein. Bisher wäre an jedem Standort eine Lösung inklusive PBX zu installieren, wahrscheinlich von nur einem Hersteller, um die Vernetzung möglichst einfach zu gestalten. Mit dem neuen modularen IP-Konzept Schwerpunktthema in dieser Ausgabe Networking WORKSHOP NETZWERK Mit der Verlegung eines Kabels zwischen zwei Rechnern ist es nicht getan seite 11 STREBER IM FRACK Linux im Aufwind: Viele Institutionen ziehen dieses Betriebssystem in Betracht..Seite 12 kann nun ein einziges, organisch wachsendes Kommunikationssystem verwendet werden, das zentral verwaltet wird und überall dort, wo es benötigt wird, Anschlüsse und Services vorhält. Am Behördenstammsitz befindet sich der Media- Server an den einzelnen Standorten redundante Media-Gateways; in der Zentrale und den Filialstandorten kommen IP-Telefone und IP-Softphones zum Einsatz. Strukturvorteil Der Vorteil dieser Struktur ist eindeutig die Flexibilität und unter dem Betreibergesichtspunkt eine schnell berechenbare Einsparung von Wartungs- und Pflegekosten, aber auch von Erweiterungsinvestitionen. Wächst beispielsweise ein Standort, während ein anderer schrumpft, so kann die einmal getätigte Investition weiter genutzt werden. Die Software-Lizenzen werden auf den wachsenden Standort bezogen, Gateways und Baugruppen (beispielsweise digitale und analoge Karten zum Anschluss verbliebener herkömmlicher Telefon- und Faxgeräte) dort genutzt, wo sie gebraucht werden. Nirgendwo gibt es zukünftig ein System, das deshalb überflüssig wird, weil es zu groß dimensioniert oder zu klein konfiguriert wurde. Nicht nur Behörden Es sind aber nicht nur Behörden, die von der Möglichkeit, in nur ein Kommunikationssystem zu investieren und es an beliebig vielen Standorten zu betreiben, profitieren. Auch die Industrie mit ausgelagerten Produktions- oder Dienstleistungszentren, generell eigentlich jede Unternehmensform, die standortübergreifend arbeitet, kann und wird die Vorteile für sich nutzen. gn

11 BRANCHE & INNOVATION SCHWERPUNKT GOVERNMENT COMPUTING Workshop Networking Netzwerke: Grundlage der Verwaltungsmodernisierung Netzwerk-Topologie. Die meisten der lokalen Netzwerke sind klein und überschaubar, und es können verschiedene Methoden angewandt werden, um die einzelnen Computer untereinander zu verbinden. Doch mit der Verlegung eines Kabels von Rechner A zu Rechner B ist es in den meisten Fällen nicht getan. Im nachfolgenden Artikel wird auf die verschiedenen Topologien und Techniken eingegangen. Auch heute trifft man noch meistens die Bus-Topologie an. Sie ist einfach zu realisieren und zudem eine kostengünstige Lösung, schon aus dem Grund, weil man normale Koaxialkabel des Typs RG58U verwenden kann. Das Funktionsprinzip dieser Verkabelungsart ist in nebenstehender Grafik dargestellt. Bei dieser Art der Verkabelung handelt es sich um eine einfache Ethernet-Verkabelung. Die Rechner sind bei einer Vernetzung dieser Art ständig in Wartestellung, horchen sozusagen in die Leitung hinein, bevor sie mit dem Senden und Empfangen der Daten beginnen. Daraus ergibt sich aber auch ein großer Nachteil: Es kann zur Kollission von Datenpaketen kommen. Diese Datenpakete werden ausgesondert und zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf den Weg gebracht. Bei dieser Art der Venetzung benötigt jeder Rechner eine eigene Ethernet-Karte, an die das Koaxialkabel mit so genannten BNC- Steckern angeschlossen wird. BNC- Stecker sorgen durch einen Bajonett-Verschluss für einen sicheren, unterbrechungsfreien Anschluss. Über T-Stücke werden die einzelnen Computer über eine Stichleitung mit dem Bus verbunden. Damit der Widerstandswert in den Leitungen den korrekten Wert behält, ist es nötig, den Bus mit Terminatoren abzuschliessen. Die Abschlusswiderstände haben in der Regel einen Wert von 50 Ohm. Sind die Netzwerkkarten mit einem Transceiver ausgestattet, ist weitere Hardware nicht mehr nötig. Der Transceiver sorgt für die Versendung der Daten an das Netzwerk. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dieser Art der Vernetzung um die preisgünstigste Lösung, allerdings liegt die maximale Übertragungsrate meist bei zehn MBit/s. Allerdings hat diese Variante auch ihre Grenzen: Die Gesamtlänge der Kabel ist auf maximal 185 bis 200 Meter begrenzt. Das trifft auch auf die Anzahl der anschließbaren Computer zu: Mehr als 25 bis 30 sind nicht möglich, weil das Netzwerk sonst instabil wird. Thick Ethernet Man kann dies aber auch umgehen: Die Lösung heißt Thick Ethernet, wobei sich die maximale Kabellänge dann auf 500 Meter erweitert. Allerdings wird diese Verkabelung heute kaum noch genutzt; andere Techniken sind hier wesentlich flexibler und effizienter: Die sternförmige Verkabelung beispielsweise mit einen Hub oder Switch als zentrales Element vereint sehr viele Vorteile in sich und wird heute deshalb als Standard betrachtet. Der Hub oder Switch als Schaltzentrale sorgt für die Verteilung und Weiterleitung der Daten an die maßgeblichen Rechner. Der große Vorteil dieser Technik ist die Tatsache, dass es hier ohne weiteres möglich ist, neue Rechner auch während des laufenden Betriebs zu integrieren oder zu entfernen, ohne dass Störungen auftreten. Als Nachteil kann empfunden werden, dass vom Hub aus zu allen Standorten der einzelnen Computer ein separates Kabel gelegt werden muss. Doch das entpuppt sich oft auch als Vorteil, denn bei einem Kabeldefekt ist damit nicht das gesamte Netzwerk beeinträchtigt im Gegensatz zur Bus-Topologie. Die Folge: Die Ausfallsicherheit ist wesentlich höher. Diese Art der Verkabelung kann zudem gleichzeitig für die Telefonie verwendet werden vorausgesetzt, man integriert eine zentrale Telefonanlage. Hubs Hubs sind in verschiedenen Preisklassen erhältlich, wobei für ein kleines Netzwerk ein preisgünstiger Hub völlig ausreichend ist. Plant man aber, das Netzwerk mit den Ansprüchen mitwachsen zu lassen, dann sollte das Netzwerk mit ANZEIGE Wir können RWE Systems Applications GmbH I Hubs oder Switches ausgestattet werden, die stapelbar sind. Auf diese Weise kann vom Ausgang des einen Hubs in den Eingang des nächsten gegangen werden was einen flexiblen Ausbau gewährleistet. Fast Ethernet mehr NEUES KOMMUNALES FINANZMANAGEMENT WIE SIE ES WOLLEN! Bei dieser Verkabelungsart ist es zudem möglich, das so genannte Fast Ethernet einzusetzen, das mit einer maximalen Übertragungsrate von 100 MBit/s arbeiten kann und somit zehnmal schneller ist als ein normales Ethernet. Diese Geschwindigkeit bietet nicht nur den Vorteil eines höheren Datenaustausches, sondern passt auch von der Größe der über die Leitung verschickten Datenpakete sehr gut zu der FDDI-Verkabelung (Fiber Distributed Data Interface), ATM (Asynchronus Transfer Mode) oder PC Token Ring Token PC Frame Relay. Aber auch die nächste Generation von Ethernet, das Gigabit Ethernet mit einer Übertragungsrate von 1 GBit/s, wird bereits eingesetzt. Diese Übertragungsgeschwindigkeit war bis vor ein paar Jahren auch für Backbones unvorstellbar. Verkabelung mit FDDI Bei jeder Behörde ist die Konstellation anders: Oft existieren nicht nur einzelne Netzwerke, sondern verschiedene, die sich dazu noch in unterschiedlichen Gebäuden befinden. Will man diese Netzwerke miteinander verbinden, bietet sich die FDDI-Verkabelung an, die auf der Basis von Lichtwellenleitern (Glasfaserkabel) arbeitet. Damit kann eine maximale Entfernung von 200 Kilometern überbrückt werden. Die Verkabelung wird in diesem Fall meist über einen FDDI-Ring bewerkstelligt, an dem dann die einzelnen Verteiler für die angeschlossenen lokalen Netzwerke angebunden werden. Diese Technologie ist zwar wesentlich aufwändiger wie beispielsweise bei Ethernet, doch der Vorteil liegt auf der Hand: FDDI ist weit weniger störanfällig man kann die Leitung ohne Probleme sogar an sehr starken Stromquellen vorbeiführen, ohne dass dies zu Komplikationen führt. Leider ist die Verkabelung sehr teuer, die Verlegung ist nicht einfach, da gewisse Biegeradien keinesfalls überschritten werden dürfen. Die FDDI-Technik eigenet sich aber hervorragend für eine Verkabelung über mehrere Gebäude einer Verwaltung oder Behörde hinweg. Sinkt die Übertragungsgeschwindigkeit von 100 MBit/s im lokalen Netzwerk allerdings auf 10 MBit/s, so kann es passieren, dass die FDDI-Strecken niemals richtig ausgenutzt werden können, was daran Netzwerk-Topologien PC IM UHRZEIGERSINN. Die Grafiken veranschaulichen den Unterschied zwischen Token Ring, der Bus-Topologie und der Hub-Topologie. Eine weit verbreitete Technologie, die heute oft Anwendung findet, ist Token Ring sie kommt aus der Welt der Großrechner Quelle: Ingram Macrotron liegt, dass über Strecken mit 100 MBit/s auch größere Datenpakete als auf einer 10 MBit/s-Strecke transportiert werden. Zwar ist es durchaus möglich, beim Übergang von schnellen Netzen mit FDDI auf das langsame Ethernet ein Datenpaket in mehrere Pakete zu unterteilen doch umgekehrt funktioniert es nicht. Im Klartext heißt das: Die kleinen Pakete des langsamen Netzwerks werden in der gleichen Größe über das schnelle Netzwerk transportiert. Die höhere Datendurchsatz wird nicht ausgenutzt, so dass der Geschwindigkeitsvorteil des schnellen Netzwerkes nicht genutzt werden kann. Token Ring PC Hub Eine weit verbreitete Technologie, die zum Aufbau und Betrieb von Netzwerken heute oft Anwendung findet, ist Token Ring. Dabei handelt es sich um eine Ring-Topologie, bei der durch so genannte Tokens bestimmt wird, wann ein Rechner senden darf. Dieses Token zirkuliert im Ring und stellt die beiden Zustände frei oder belegt dar. Will ein Computer etwas senden, so muss er warten, bis ihm ein freies Token signalisiert, dass er senden darf. Anschließend wird das Token auf den Zustand belegt geschaltet und die zu versendenden Daten werden an das Token angehängt. Jeder Rechner prüft nun während des Passieren eines belegten Tokens, ob die Daten für ihn bestimmt sind. Ist dies der Fall, dann werden die Daten vom Token abgekoppelt und statt dessen eine Quittung angehängt, die anschließend dem Sender zugestellt wird. Damit erhält der Sender der Daten eine Bestätigung, dass die versendeten Daten ordnungsgemäß beim Empfänger angekommen sind. Durch diese Technik werden zudem Kollissionen von Datenpaketen, wie sie beispielsweise im Ethernet auftreten können, vermieden. Diese Verkabelungsart kommt aus der Welt der Großrechner, ist aber heute durchaus auch für PCs unter Novell oder für TCP/IP-Netzwerke einsetzbar. Dazu kommt aber auch der Vorteil, dass die theoretischen maximalen Datenübertragungsraten von vier oder auch 16 MBit/s fast hunderprozentig erreicht werden. Backbone PC PC PC Bus-Topologie Hub-Topologie PC PC Ein Netzwerk stellt in den seltensten Fällen eine lokale Insel dar. Wäre es so, dann müssten sich alle Rechner, die angesprochen werden sollen, im selben Netzwerk befinden. Ein Übergang zu einem anderen Netzwerk ist nicht nötig oder nicht möglich. Soll aber ein Netzwerk aufgebaut werden, das mit Computern in anderen Netzen kommunizieren kann, sind Router notwendig. Im Routing teilt man den einzelnen Datenpaketen mit, wie sie zu ihrem Ziel gelangen. Ein Router kann also mit einer Maschine verglichen werden, der eine Art Lageplan aller angeschlossenen Rechner in den verschiedenen Netzwerken integriert hat und so in der Lage ist, den einzelnen Paketen den Weg zu zeigen. Diesen Weg kann man mit verschiedenen Tools nachvollziehen. Einige Begriffe GOVERNMENT COMPUTING Immer wieder tauchen zu diesem Thema verschiedene Begriffe auf, die oft nicht ganz klar sind: Repeater: Dieses Gerät ist in der Lage, zwei Netzwerke zu verbinden, dabei kann der Repeater die Leitungssignale nur verstärken, in beiden Netzwerken müssen allerdings die gleichen Protokolle und Übertragungsmedien verwendet werden. Ein typisches Einsatzgebiet ist die Verbindung zweier Netzwerke, deren jeweilige Gesamtlänge sehr groß ist. Allerdings werden Repeater heute kaum noch eingesetzt. Bridge: Mit einer Bridge ist es möglich, zwei oder mehrere Netzwerke zu verbinden. Auch hier muss IP-ADRESSE In Datenpaketen, die über ein TCP/IP-Netzwerk geschickt werden, ist eine IP-Absenderadresse und eine IP-Zieladresse vorhanden. Diese sind vergleichbar mit Postadressen, bei denen auch ein Absender und ein Empfänger eines Paketes oder Briefes angegeben werden muss. Wie bei der Post, müssen auch hier die Adressen eindeutig sein, um eine korrekte Zustellung zu ermöglichen. Die verschiedenen Einzeladressen sind zu Netzwerken zusammengefasst. Damit wird es einfacher, ein Datenpaket zumindest in die nähere Umgebung eines Zielrechners zu schicken. Bei einer IP-Adresse handelt es sich um eine Zahl mit einer Länge von 32 Bit = vier Byte. mit gleichen Protokollen gearbeitet werden. Der Vorteil einer Bridge ist, dass eine Filterung der zwischen den Netzwerken ausgetauschten Daten vorgenommen werden kann. Dies ist besonders dann von Bedeutung, wenn zwischen zwei Bridges eine Weitverkehrsverbindung besteht, da besonders auf diesen Strecken schon aus Kostengründen eine möglichst niedrige Netzlast von Bedeutung ist. Gateway: Neben der Verbindung von Netzwerken kann ein Gateway zusätzlich eine Umsetzung der verschiedenen Protokolle bewerkstelligen. Dies umfasst auch eine Konvertierung von Dateiformaten, Komprimierung von Daten oder die Verschlüsselung. Routing Router untersuchen die ankommenden Pakete und routen sie über die richtige Schnittstelle an das nächste Netzwerk. Dabei wird die logische IP-Adresse ausgewertet, die im Paket als Ziel angegeben ist. Die Datenpakete aus dem ersten Netzwerk werden von einem Rechner an den Router geschickt, der die IP- Adresse des Empfängers auswertet und dann anschließend die Datenpakete über das entsprechende Interface des Routers in das entsprechende Netzwerk zum Empfangsrechner schickt. Switches fungieren sozusagen als Kanalumschalter. Die physikalische Adresse der Netzwerkkarte dient hier als Entscheidungskriterium, zu welchem Interface das Datenpaket weitergeleitet werden soll. Das Resultat: Eine höhere Geschwindigkeit, da die Entscheidung bereits auf Netzwerkebene gefällt wird und eine Auswertung der IP- Adresse entfällt. Proxy Server Im Zusammenhang mit Routing und Internet hört man oft den Begriff Proxy Server, was übersetzt so viel wie Stellvertreter bedeutet. Möchte ein Nutzer beispielsweise eine bestimmte Internet-Seite ansehen, so richtet er die Anfrage zuerst einmal an den Proxy Server, der die gewünschte Datei anstelle des Benutzers vom entfernten Server holt und sie dann an den anfragenden Client liefert. Der Proxy Server befindet sich oft direkt zwischen dem LAN und einem größeren Netzwerk wie beispielsweise dem Internet. Ist der Server direkt zwischen zwei Netzen angeschlossen, kann durch durch das Benutzen von zwei getrennten Netzwerkanschlüssen des Servers dafür gesorgt werden, dass ansonsten kein Datenverkehr direkt von einem Netzwerk zu einem anderen stattfinden kann. Ein weiterer Vorteil, der sich durch den Einsatz eines Proxy Servers ergibt, ist auch der erweiterte Cache-Speicher beim Anwender. jü

12 12 GOVERNMENT COMPUTING SCHWERPUNKT BRANCHE & INNOVATION Networking BETRIEBSSYSTEME LINUX LEGT ZU Die Software mit dem Frack Wandel. Zunehmend mehr Unternehmen und Institutionen ziehen den Einsatz des Betriebssystems Linux in Betracht, meint Jörg Ludwig, Direktor des Linux-Bereichs bei IBM in Deutschland. Aktuelle Studien wie der Metagroup und eigene Kundengespräche zeigen uns, dass Linux mittlerweile bei bis zu 90 Prozent der IT-Entscheidungsträger bei Investitionsüberlegungen eine Rolle spielt. Die technischen Vorteile von Linux als Open Source System wurde zwar von vielen Seiten gelobt, doch lange Zeit galt dieses Betriebssystem als Beschäftigungsfeld nur für Technikliebhaber oder Idealisten. Allerdings hatte die Sache einen Haken: Die Support-Strukturen waren längst nicht genügend ausgereift ein maßgeblicher Grund für die fehlende breite Akzeptanz bei den Anwendern. Doch seit dem sich Hersteller wie IBM, Compaq, HP oder auch Sun für Linux geöffnet haben, sind die Chancen für den Open Source Code enorm gestiegen und es könnte dadurch zu einer Verschiebung im bislang festgefügten Markt der Betriebssysteme kommen. Lösungen für Linux Gerade für Linux bietet IBM heute ein umfassendes Lösungs-Portfolio für das Open-Source-Betriebssystem Linux. Bereits 1998 begann bei IBM das Engagement für Linux, das sich durch einen integrativen Ansatz auszeichnet und auf den unternehmesweiten Linux-Einsatz abzielt. Der IBM-Support für Linux erstreckt sich dabei auf sowohl auf das Betriebssystem selbst wie auch auf den technischen Support und umfasst die drei wichtigen Bereiche Hardware, Software und Service. Im Zuge dieses Engagements hat IBM für die Geschäftspartner die Initiative Business Partner Leader for Linux ins Leben gerufen, die dafür sorgen soll, das Geschäft der Partner mit dem freien Betriebssystem voranzutreiben. Linux entwickelt sich schneller als jedes andere Betriebssystem und ist unserer Meinung nach auch dasjenige, das sich in naher Zukunft durchsetzen wird, meint Jochen Moll, Vice President IBM Partner Organisation. Aus diesem Grund engagiert sich IBM bereits seit mehreren Jahren für die Weiterentwicklung des Betriebssystems Linux. Fakt ist: Der Linux-Trend ist im Aufwind. Weltweit unterstützen heute bereits mehr als Business Partner das Geschäft mit Linuxenabled IBM-Software. Auch im Bereich der Server hat sich einiges getan: So stellte IBM vor kurzem den IBM eserver BladeCenter auf der Basis von Intel Xeon-Prozessoren vor, der auf einem neuen Server-Design basiert. Dabei ist ein kompletter Server auf einer austauschbaren Karte (Blade) enthalten, die in einen Gehäusekomplex gesteckt wird. Dieses Chassis, das für eine Vielzahl solcher Serverkarten konzipiert ist, wird wiederum in ein Rack eingebaut. Ein großer Vorteil der IBM Blade-Server ist ihre extreme Skalierbarkeit: Bei steigenden Kapazitätsanforderungen lassen sich je nach Bedarf einfach einzelne ultraflache Blades hinzufügen. Laut Aussage des Herstellers sind viele Unternehmen bereits von den Vorteilen des modularen Server-Designs überzeugt, darunter Lycos Europe, die mit einer Linux-Lösung die Kosten ihrer IT-Infrastruktur senken und zudem das Management-System vereinfachen wollen. Als eines der führenden In- ternet- Portale in Europa mit einer Vielzahl von Diensten ist der Server-Einsatz für Lycos unternehmenskritisch. Die eserver BladeCenter-Lösungen von IBM bieten eine hohe Ausfallsicherheit und zudem die Möglichkeit, die für uns typischen unterschiedlichen Anforderungen in der Rechenleistung effizient zu managen. So sind wir in der Lage, Kosten zu sparen und unsere IT-Ressourcen wirtschaftlich einzusetzen, beschreibt Christoph Mohn, der CEO von Lycos Europe, die Vorteile der Blade-basierten Linux- Lösung. Linux: Die Zukunft? Schenkt man den Analysten von IDC Glauben, dann ist im dritten Quartal dieses Jahres der weltweite Absatz im Servermarkt im gegenüber dem Vorjahresabschnitt um 5,6 Prozent zurückgegangen. Den stärksten Umsatzeinbruch gab es dabei in Westeuropa mit 12,4 Prozent. Allerdings halten die IDC-Analysten den ebenfalls zu verzeichnenden Rückgang gegenüber dem zweiten Quartal 2002 für saisonbedingt. Die Urlaubs- und Ferienzeit sei schuld daran. In den einzelnen Regionen seien die Unterschiede signifikant, meinen die Marktforscher von IDC. Der Serverabsatz in Deutschland und Italien habe im Vergleich der dritten Quartale 2002/2001 rund 23 Prozent verloren. In Frankreich und Großbritannien sei der Servermarkt dagegen unverändert stark geblieben. Martin Hingley von der IDC European Systems Group mein, dass für Hersteller von Servern und deren Verkaufserfolg diese regionale Verschiebung ein wichtiger Hinweis sei. Betrachtet man die einzelnen Betriebssysteme, hat weltweit nur Linux einen Zuwachs zu verzeichnen. Im Jahresvergleich sei der Absatz von Linux-Servern um 3,1 Prozent gestiegen. Laut den IDC-Experten verzeichneten Windows-Server einen Rückgang von 3,8 Prozent. Das Marketingconsulting-Unternehmen TechConsult belegt in einer aktuellen Studie, welche die derzeitige Situation und die zukünftige Entwicklung des Linux-Anwendermarktes untersucht, dass Linux in Zukunft auch im Bereich der 64-Bit- Architekturen eine Rolle spielen wird. Der Anteil von Linux als Server-Betriebssystem wird bis Ende 2003 von derzeit 14 Prozent auf 18 Prozent ansteigen. Analog dazu werden andere Betriebssysteme, außer Windows 2000, Anteilseinbußen verzeichnen müssen. Während in kommerziellen Branchen Energie- und Wasserversorger sowie Telekommunikationsunternehmen mit 25 Prozent den höchsten Linux-Einsatzgrad vorweisen, erreicht das Betriebssystem im Bereich der Non-Profit- Organisationen sogar 38 Prozent. Dafür ausschlaggebend ist der hohe Anteil an Hochschulen und Bildungsstätten. Künftig werden es dort sogar 44 Prozent Linux- Anteil sein. Da in diesem Segment eher niedrige IT-Budgets vorherrschen, dürfte der Kostenvorteil der Open Source-Lösung hier eine große Rolle spielen. Die gute Performance und hohe Systemstabilität werden generell ebenfalls zu einer Steigerung des Linux- Anteils führen. Ein innovatives Beispiel bietet die Stadt Dortmund mit der gemeinsam mit IBM vorgestellten digitalen Bürgermappe domap die den Bürgern Dortmunds behördliche Dienstleistungen schnell und unkompliziert zugänglich macht. Die lebenslagen-orientierte Bürgermappe domap leitet die Bürger wie in einer Drehscheibe ja nach Lebenslage automatisch zu den richtigen Fachabteilungen weiter. jü Optimales Verhältnis von Preis und Performance Windows.NET Server 2003 ist auf Geschwindigkeit programmiert INNOVATION WINDOWS. NET SERVER 2003 Windows.NET Server 2003 ist eine umfassende, integrierte und sehr sichere Infrastrukturlösung, mit der Kunden ihre Kosten reduzieren und die Effizienz und Effektivität von IT-Prozessen steigern können. Die neue Serverplattform basiert auf den bekannten Stärken der Windows 2000 Server-Familie und hilft Kunden, bestehende Ressourcen auszubauen und gleichzeitig die Grundlage für eine neue Generation von verteilten Anwendungen zu schaffen, die die Produktivität von Geschäftsprozessen steigern. Zukunftsmusik. Windows.NET Server 2003, das kommende Server-Betriebssystem von Microsoft, wird eine deutlich höhere Performance bieten als seine Vorgänger: Interne Tests haben ergeben, dass die meisten Aufgaben mindestens doppelt so schnell verarbeitet werden wie bei Windows 2000 Server. OEM-Partner von Microsoft setzen nun die Leistungstests mit den offiziellen Benchmarks des Transaction Processing Performance Council (TPC) und anderen aktuellen Testmethoden fort. Erste Ergebnisse zeigen, dass Windows.NET Server 2003 die Geschwindigkeit und Skalierbarkeit bietet, um selbst größten IT-Umgebungen im Unternehmen gewachsen zu sein. Unser Ziel war, den bislang schnellsten Windows Server zu programmieren, sagt Brian Valentine, Senior Vice President der Windows Division bei Microsoft. Als die Entwicklung von Windows.NET Server 2003 begann, setzten wir alles daran, die großartigen Performancewerte von Windows 2000 zu schlagen und genau das zu bieten, was unsere Kunden sich wünschen. Die technischen Verbesserungen, die wir an dem Produkt vorgenommen haben, haben zu außerordentlichen Ergebnissen bei der Performance geführt. Gleichzeitig konnten wir die hohen Erwartungen unserer Kunden an Qualität und Sicherheit erfüllen. Leistungsschub Mit seiner verbesserten Skalierbarkeit bewältigt Windows.NET Server 2003 eine größere Arbeitslast auf einem einzigen Server, ohne dass dabei Abstriche bei der Performance gemacht werden müssen. Kunden können mit Windows.NET Server 2003 mehr Leistung mit ihren vorhandenen Systemen erreichen und die Anschaffungskosten für neue Hardware sowie den Administrationsaufwand reduzieren. Wir nutzen schon seit einigen Monaten Release Candidate 1 von Windows.Net Server 2003, erklärt Andreas Gauger, Vorstandssprecher der 1&1 Internet AG, und sind sehr zufrieden damit. Wir profitieren von der höheren Sicherheit und der verbesserten Performance des neuen Server-Betriebssystems und können auf diese Weise die Zufriedenheit unserer Kunden mit unserem Angebot deutlich verbessern. Innovationen Um die Geschwindigkeit von Windows.NET Server 2003 zu erhöhen, wurden vier Kernbereiche des Server-Betriebssystems weiterentwickelt: Process Scheduling, Memory Management, Disk Subsystem und Networking Services. Verbesserungen an diesen vier Kernelementen steigern die Skalierbarkeit und Performance bei allen wichtigen Einsatzbereichen eines Servers. Von den Fortschritten profitieren also Datenbank-, Anwendungs-, Web-, Datei- und Druckserver genau so wie Server, die für Directory Services oder Terminal Services eingesetzt werden. Das verbesserte Scheduling ermöglicht effizientere Prozessorauslastung und die Priorisierung der CPU-Ressourcen für bestimmte Aufgaben. Darüber hinaus wird die gleichzeitige Nutzung mehrerer Prozessoren verbessert, was für einen wesentlich höheren Datendurchsatz sorgt. Das weiterentwickelte Memory Management reduziert die Speicheraufrufe und erhöht damit die Prozessorverfügbarkeit. Neue Verfahren zur Optimierung des Cache verbessern den Zugriff und die Input-/Output-Effizienz und ermöglichen, dass der Memory Manager auch große Speicherkonfigurationen auf Multiprozessor- Systemen unterstützen kann. Die verbesserten Funktionen für das Disk Subsystem bieten einen Mechanismus für das schnellere Abspeichern und Aufrufen von Daten durch gleichzeitige Transaktionen auf einem Server. Damit werden die Möglichkeiten für simultanen Datenzugriff erweitert. Die überarbeiteten Networking Services nutzen die Netzwerkbandbreite wesentlich effizienter aus. So kann das IT-System mehr Endanwender im Netzwerk gleichzeitig bedienen. Microsoft hat aber nicht nur die Performance von zentralen Elementen des Server-Betriebssystems verbessert, sondern auch die wichtigsten Dienste in Windows.NET Server 2003 weiterentwickelt, wie die Internet Information Services (IIS) und DENKFABRIK. Das Microsoft-Headquarter in Unterschleißheim/München den Active Directory Service. Das Active Directory in Windows.NET Server 2003 enthält Verbesserungen, die eine schnellere Anmeldung der Endanwender und eine schnellere Datenreplikation für externe Standorte ermöglichen. Darüber hinaus wurde die Unterstützung für Multiprozessoren-Maschinen und große Verzeichnisse ausgebaut. Die Internet Information Services wurden mit einem neuen Prozessmodell ausgestattet, das die Verlässlichkeit und Performance deutlich steigert. Auch die neuen Features Page Caching und Connection Management verbessern die Ausnutzung der Server- Ressourcen. Bill Moran, Research Director bei dem Branchenanalysten D. H. Brown Associates, erklärt, dass Kunden bei einem neuen Server-Betriebssystem nicht immer mit einer Verbesserung der Performance rechnen dürfen: Häufig würden die möglichen Fortschritte bei der Leistungsfähigkeit durch die neuen Funktionalitäten vollständig aufgebraucht. Es ist daher außerordentlich beeindruckend, dass Microsoft mit Windows.NET Server 2003 derart große Steigerungen bei der Performance und Skalierbarkeit in symmetrischen Multiprozessor-Umgebungen erreicht hat und außerdem eine Vielzahl an neuen innovativen Funktionen anbietet, so Moran. Spitzenplatz Die Verbesserungen im Kernbereich des Betriebssystems werden bei allen Servervarianten deutlich, besonders aber auf größeren Multiprozessor-Systemen. Windows.NET Server 2003 wird Itanium 2-basierende 64-Wege-Multiprozessor-Systeme unterstützen, lässt sich also für die größten Intel-basierenden Server einsetzen. Die gesteigerte Performance wird durch neue Benchmark-Ergebnisse, unter anderem nach TPC-C und TPC-H, bestätigt: Windows.NET Server 2003 kommt bei den führenden Branchentests für Performance jeweils unter die Top Ten. Gleichzeitig belegt das Betriebssystem durchgehend den Spitzenplatz beim Preis-/Leistungsverhältnis. jü

13 14 GOVERNMENT COMPUTING TRENDS BRANCHE & INNOVATION egovernment in Deutschland Was war? Und was wird? Bilanz gingen die ersten deutschen Städte mit Seiten ins Internet der Startschuss für egovernment? Wie verlief die Entwicklung und wie geht es weiter? Sicher ist: Mit ein paar bunten Internetangeboten ist es heute nicht mehr getan, denn die Entwicklung von egovernment ist eng an die Ziele der Verwaltungsmodernisierung geknüpft. Mit aktueller Informationstechnologie können Verwaltungsprozesse verschlankt und beschleunigt werden. Transaktionsangebote können den Kontakt und die Bedürfnisse von Bürgern und Wirtschaft anwenderfreundlicher machen und gleichzeitig die Mitarbeiter der Öffentlichen Verwaltungen von stupiden Routineaufgaben entlasten. Und unbestritten sind gerade in diesem Jahr einige wesentliche Projekte auf den Weg gebracht worden. Gleichzeitig beginnen die Verantwortlichen Konsequenzen aus den Fehlern der Vergangenheit zu ziehen. Gute Grundlagen für eine weitere positive Entwicklung von egovernment in Deutschland? Government Computing bat drei IT- Experten, die seit Jahren die Modernisierungsprozesse im Public Sector begleiten, um eine Einschätzung: Was wurde in diesem Bereich in Deutschland bereits erreicht und welche weitere Entwicklung wird egovernment in der Zukunft voraussichtlich nehmen? egovernment Solutions War das Jahr 2002 ein erfolgreiches egovernment-jahr? Diese Frage kann mit einem eindeutigem JA beantwortet werden. Es gibt natürlich noch viel zu tun, aber trotz immer enger werdender Haushalte lässt der Handlungsdruck auf die Verwaltung nicht nach, auf dem Weg der technischen Verwaltungsmodernisierung unbeirrt nach vorne zu schreiten. Der wesentliche Meilenstein in diesem Jahres ist unbestritten das Projekt BundOnline2005, das nach anfänglichen Startschwierigkeiten inzwischen kräftig Fahrt aufgenommen hat. Im Verlauf des Jahres wurden die Basiskomponenten beschrieben, ausgeschrieben, vergeben und sind teilweise schon in der Realisierung. Damit ist ein wesentlicher Schritt getan, um bis 2005 das ehrgeizige Ziel der Initiative auch erreichen zu können. Überhaupt hat der Bund in diesem Jahr viel für egovernment getan. Mit dem SAGA (Standards und Architekturen für egovernment Anwendungen)-Papier wird der richtige Weg weiter in Richtung offener Standards beschritten. Damit gibt es nun erstmals die immer wieder von vielen Verwaltungen eingeforderte Orientierungshilfe bei der Erstellung einer konsistenten IT-Architektur für egovernment. Insbesondere diese Initiative dürfte zu einer nachhaltigen Beschleunigung bei der Umsetzung von egovernment-projekten führen. Ein absolut notwendiger Schritt, insbesondere wenn man sich vor Augen führt, dass 2005 eigentlich schon übermorgen ist und trotz des bereits Erreichten noch viel zu tun bleibt. So ist das Thema Interoperabilität zwischen egovernment-anwendungen keine große technische Herausforderung mehr Der Bund hat in diesem Jahr viel für egovernment getan. Andreas Kießling Public Sector, IBM Deutschland GmbH und Dank SAGA auch faktisch festgeschrieben. Wesentlich interessanter wird es allerdings, wenn wir uns der Themenstellung Portabilität von egovernment-anwendungen auf der Basis offener Standards und Infrastrukturen nähern. Eine Vielfalt unterschiedlicher egovernment-lösungen für gleichartige Aufgabenstellungen ist durchaus wünschenswert. Ebenso wün- schenswert ist es aber auch, dass diese Anwendungen untereinander Daten mühelos austauschen können. Es macht keinen Sinn, wenn Verfahren nur mit aufwändigen Anpassungen der Schnittstellen ausgetauscht bzw. nur dann auch von anderen Verwaltungen eingesetzt werden können. Wenn wir hier nicht weiterkommen, werden wir in vielen Bereichen auch zukünftig nur Leuchttürme sehen, die zwar Best Practice sein können, deren Erfolg aber nicht mühelos an anderer Stelle wiederholt werden kann. Fazit: Da die Geschwindigkeit des Zuges egovernment im Jahre 2002 deutlich zugenommen hat, müssen jetzt auch die letzten, noch zögernden Verwaltungen aufspringen, um nicht auf absehbare Zeit den Anschluss zu verlieren. egovernment ist nicht nur ein Wirtschafts-, sondern auch ein bedeutender Standortfaktor, der etwas über die Innovationsfähigkeit und Innovationsbereitschaft einer Gesellschaft aussagt. Im globalen Standortwettbewerb um die immer begrenzter werdenden Investitionsmittel können wir es uns einfach nicht leisten, nicht unter den ersten egovernment-staaten zu sein. Auf dem Weg zum egovernment Die Zeitung für IT-gestützte Verwaltung von Kommune und Staat Der öffentliche Sektor hat in den vergangenen zehn Jahren erhebliche Veränderungen erfahren. Die Entwicklung von der klassischen Verwaltung hin zu einem Dienstleister für Bürger und Wirtschaft fand ihren Ursprung bereits Anfang der 90er Jahre mit dem Neuen Steuerungsmodell. Negativ beeinflusst wurde dieser Trend zu einer modernen Verwaltung vor allem durch den erheblich steigenden Finanzdruck. Diese grundlegende Veränderung der Verwaltung und das öffentliche Finanzdefizit waren und sind für alle Öffentliche Einrichtungen zwei der größten Herausforderungen überhaupt dachte man. Doch die Entwicklung des Internet und die damit verbundene Forderung nach mehr Bürgerservice und kürzeren Durchlaufzeiten haben zum Ende des Jahrtausends für die Verwaltungen zu neuen Herausforderungen geführt. Die klassischen Kontakte zu allen Adressaten von Regierung und Verwaltung wurden um die Online- Komponente erweitert. Es gibt inzwischen viele Beispiele für die Aktivitäten öffentlicher Einrichtungen im Internet, auch wenn diese häufig nur die Bereitstellung von Informationen und statischen Formularen betreffen. Interaktivität mit dem Bürger und der Wirtschaft findet vorerst nur im kleineren Rahmen und in einzelnen Projekten statt. Was jetzt fehlt ist eine breite sprich bundesweite Entwicklung. egovernment ist in Deutschland nicht institutionell so verankert wie in den USA, Skandinavien oder Großbritannien. Der große Freiraum, der Bundesländern und Kommunen durch unser föderales System garantiert ist, ermöglicht jeder Stadt selbst zu entscheiden, ob und wie egovernment eingeführt wird. Um ein flächendeckendes, durchgängiges und medienbruchfreies egovernment in Deutschland zu ermöglichen bedarf es jedoch gewisser Standards und Normierungen. BundOnline 2005 und die Standardisierungsinitiative SAGA sind wichtige Schritte in die richtige Richtung. Einer umfangreicheren und rascheren Entwicklung von egovernment stehen häufig gesetzliche Rahmenbedingungen entgegen. Ein Beispiel dafür ist der Datenschutz. Wenn die Verwaltung zur Verbesserung der Effizienz die Informations- und Internettechnik nutzen will, sind möglicherweise einzelne Es fehlt eine bundesweite egovernment-entwicklung Thomas Schild SAP AG Marketing Public Services rechtliche Vorgaben so nicht mehr haltbar. Ein weiteres Beispiel ist die Kostendiskussion. Um die Effizienzpotenziale der Informationsund Internettechnik ausschöpfen zu können, bedarf es zunächst neuer Investitionen, die ihre Wirkung aber erst in der Zukunft entfalten werden. Ein weiterer Problembereich spielt in diesem Zusammenhang auch eine wesentliche Rolle: Der (teilweise) Umbau der Verwaltung zum Online- Dienstleister muss zwangsläufig seine Auswirkungen auch auf Strukturen und Prozesse haben. Mit der Einführung des Neuen Steuerungsmodells wurden zwar erste Ansätze gemacht, dennoch muss die Prozessorganisation noch stärker analysiert und hinterfragt werden. Insgesamt wird der Online-Kontakt zwischen Bürger und Verwaltung, Wirtschaft und Verwaltung sowie Verwaltungen untereinander zunehmen. Die Ansprüche aller Beteiligten werden wachsen, so dass Finanznot und andere Hemmnisse die Entwicklung nicht aufhalten können. Schließen Sie die Informationskette! Government Computing informiert Sie monatlich über alle wichtigen Ereignisse über IT im Public Sector. Verpassen daher Sie keine Ausgabe und abonnieren Sie noch heute Ihr persönliches Exemplar zum Abopreis von 64,20*. * Sie sparen 23% gegenüber dem Einzelbezug. Sparen Sie 23% beim Bezug eines Jahresabos von Government Computing* In der Warteschleife Bundesinnenminister Otto Schily sagt in der Einleitung zur egovernment-bilanz 2002: Die Verwaltung ist zu grundlegenden Reformen fähig, wenn die Politik die richtigen Initiativen ergreift. Wenn nur das Wörtchen wenn" nicht wär! Zwar kann die Politik größere Gestaltungsspielräume für Länder und Kommunen schaffen, damit sie ihre Ziele erreichen können. Aber in Sachen Reformen befindet sich Deutschland trotz vielversprechender Ansätze z. B.die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, private Public Partnership Projekte immer noch in der Warteschleife und belegt im internationalen Vergleich der öffentlichen Serviceleistungen einen eher durchschnittlichen Rang. Komplexe föderale Strukturen, langwierige Planungsphasen, nicht definierte Standards und Rechtsgrundlagen und last but not least begrenzte Budgets verzögern viele gute Projekte. Ein schlechtes Image für Deutschland und seine Bürokratie! Dennoch, die Hoffnung der Bürger, der Wirtschaft und gerade auch der Behörden nach einer bürgernahen Verwaltung ist sehr groß. Und es gibt allen Unkenrufen zum Trotz sehr vielversprechende Projekte und Erfolge zu verzeichnen. Beispiel Baden-Württemberg: Die elektronische Steuerakte für Finanzämter ist erfolgreich eingeführt, die vernetzte Schulverwaltung bietet neben Kostensenkungspotenzialen auch einen besseren Service. Beide Projekte stellen eine ideale Plattform für weitere Dienste mit Synergieeffekten dar und haben über die Landesgrenzen hinaus Vorbildcharakter. Sie existieren also, die egovernment-leuchttürme. Es geht jetzt darum, sie zu multiplizieren und hieraus neue Potenziale zu schöpfen. Der Erfolg ist jedoch abhängig vom Willen zur positiven Veränderung und natürlich den öffentlichen Mitteln. Die größten Probleme könnten die begrenzten Budgets darstellen, denn um durchgreifende Veränderungen einzuleiten, sind umfassende Investitionen erforderlich. Nur so können moderne Infrastrukturen geschaffen werden, die langfristig wiederum zu Kosteneinsparungen führen. Haushaltssperren verzögern derzeit jedoch viele aktuelle Projekte und gefährden teilweise sogar das Einsparpotenzial. Vor allen dann, wenn Mitarbeiterschulungen gestrichen werden oder wenn bei laufenden Projekten bestimmte Funktionalitäten nicht realisiert werden. Politik und Verwaltung müssen sich zu nachhaltigen Veränderungen bekennen. Petra Manefeld Business development Öffentliche Auftraggeber Hewlett Packard Deutschland Politik und Verwaltung müssen sich zur nachhaltigen Veränderung bekennen und dürfen in der Zukunftnicht allein Sparmaßnahmen entscheiden lassen. Abschnitt per Fax an 09 31/ , oder per Post an: Government Computing, Abonnenten-Service, Würzburg Ja, wir wollen wissen, was im Bereich IT im Public Sector läuft. Bitte schicken Sie mir monatlich Government Computing zum günstigen Jahres-Abopreis von 64,20 inkl. MwSt. und Versand (23 % Ersparnis gegenüber Einzelbezug) direkt an meinen Arbeitsplatz. Das Abo kann ich sechs Wochen vor Ende der Bezugszeit kündigen. Behörde/Institution Name Vorname Funktion Straße PLZ/Ort Telefon Fax *zzgl MwSt, inkl. Versandkosten Quelle: wp-research, Informationsverhalten von IT-Verantwortlichen in Behörden, Juli 2001 Ort, Datum Ort, Datum Unterschrift Vertrauensgarantie: Diese Bestellung kann ich innerhalb einer Frist von 14 Tagen ab Bestelldatum bei Government Computing, Abonennten-Service, Würzburg schriftlich widerrufen. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung. Ich bestätige die Kenntnisnahme der Vertrauensgarantie durch meine 2. Unterschrift. 2. Unterschrift Per Fax an: 0931/ Per Post an: Government Computing Abonnenten-Service Würzburg

14 BRANCHE & INNOVATION MARKT & TRENDS GOVERNMENT COMPUTING Kommune verzichtet auf Microsoft-Produkte PERSONALIEN HUBERT HUELSEY WECHSELT ZU FRAMFAB Schwäbisch Hall setzt komplett auf Linux Rupert Huelsey verließ Sinner- Schrader und übernahm die Abteilung Delivery bei Framfab Deutschland. Er ist damit für die technologischen, redaktionellen und kreativen Aufgabenbereiche im deutschsprachigen Raum verantwortlich. Rupert Huelsey: IT-Lösungen sind nur so gut wie die Idee, die hinter ihnen steht. Den Gedanken, diese Ideen in pragmatische, technologische Projekte und Lösungen umzusetzen, werde ich bei Framfab konsequent verfolgen. Unser Fokus wird dabei auf erstklassiger Beratung im IT-Umfeld und der Entwicklung unserer Kernthemen liegen. Pinguin-Town. Linux auf den Servern der Stadtverwaltung ist schon seit ein paar Jahren das Standard-Betriebssystem in Schwäbisch Hall. Jetzt will Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim in den Amtsstuben der baden-württembergischen Stadt die Fenster auch auf den Arbeitsplätzen für den Pinguin öffnen und dadurch die IT-Kosten im Rathaus halbieren. Die Stadtverwaltung Schwäbisch Hall hat sich für den Aufbau einer vollständig linuxbasierten IT-Infrastruktur entschieden. Durch den Einsatz von SuSE Linux auf Servern und Desktop-PCs wird die vorhandene Windows-Infrastruktur abgelöst. Das Einsparpotenzial durch diese Lösung liegt im sechsstelligen Euro-Bereich und soll maßgeblich zur Entlastung des Haushalts der Einwohner zählenden Kommune beitragen. Das Projekt wird unter dem im Juni 2002 von ZITAT Ute Vogt Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern Otto Schily und dem Bundesinnenministerium (BMI) vorgestellten Rahmenvertrag zur Einführung von Linux in der Öffentlichen Verwaltung realisiert. Oberbürgermeister Hermann- Josef Pelgrim: Für mich gibt es drei Gründe, um auf Linux zu setzen. Erstens erwarte ich eine deutliche Kostenreduktion unserer Ausgaben im IT-Bereich durch die Senkung der Software-Lizenz-Gebühren. Bisher haben wir nur jedes zweite Update mitgemacht. Das ist nicht mehr möglich. Und so wollen wir mit Linux und Open Office einen Beitrag zur Konsolidierung unseres kommunalen Haushalts leisten. Zweitens soll unsere IT-Struktur sicherer werden; die Fachleute stellen Linux in dieser Hinsicht hervorragende Noten aus. Drittens setzen wir auf offene Standards, die eine Wahlfreiheit bei den technischen Angeboten sicher stellen. Der Rahmenvertrag des Bundesinnenministeriums mit IBM sei für den Beschluss so OB Pelgrim nicht ausschlaggebend, Schwäbisch-Hall zeigt, dass die Öffentliche Verwaltung auf dem Weg aus der Software- Monokultur gut voran gekommen ist. aber hilfreich gewesen. Die richtungsweisende Entscheidung der Stadt Schwäbisch Hall spiegelt die rasch wachsende Zustimmung wider, die Linux derzeit bei professionellen Anwendern genießt, erklärt Boris Nalbach, CTO der SuSE Linux AG. Wir sind zuversichtlich, dass im nächsten Jahr Linux auf den Desktops zahlreicher Unternehmen und Verwaltungen Einzug halten wird. 31 Prozent der Unternehmen und öffentlichen Institutionen arbeiten bereits mit Open Source-Software oder planen die Installation innerhalb der nächsten 12 Monate. Dies habe die von der Europäischen Union in Auftrag gegebene Studie durch Berlecon Research vom Juli diesen Jahres ergeben. Das Projekt zur Umstellung der IT-Infrastruktur der Stadtverwaltung und zur Bereitstellung diverser Programme und Anwendungen für die Aufgaben der Stadtverwaltung unter Linux beinhal- Foto: tet die Umrüstung von im ersten Schritt 120 PCs, in der Endausbaustufe von bis zu 400 PCs auf der Clientseite von Windows und Microsoft-Office auf SuSE Linux Enterprise Client und Open Office ein. Die Stadt Schwäbisch Hall ist damit der erste professionelle Anwender, der sich für den auf der Linuxworld in Frankfurt Ende Oktober angekündigten SuSE Linux Enterprise Client entscheidet. Auf der Serverseite wird SuSE Linux Enterprise Server auf der Hardwarebasis eines Intel-basierten IBM xseries-clusters in Kombination mit IBM Blade-Servern zum Einsatz kommen. Das Projekt wird mit SuSE und IBM bis 2004 realisiert. Die ersten Schritte des Projekts die Umrüstung der ersten PCs und der Aufbau der Server-Infrastruktur werden noch in 2002 eingeleitet. Das Gesamtprojekt wird mit einem innovativen Finanzierungspaket begleitet, das der Stadtverwaltung maßgeschneiderte Ausbaumöglichkeiten eröffnet. Eingebunden in das Projekt ist auch ein umfangreiches Servicekonzept, das die Eröffnung eines Linux-Kompetenz-Centers in der Stadtverwaltung vorsieht. Dieses dient in der ersten Ausbaustufe zur Schulung und Information der Mitarbeiter, in weiteren Schritten auch zur Nutzung durch örtliche Schulen, Krankenhäuser und die Öffentlichkeit, um die Potenziale von Linux-Lösungen möglichst weiten Teilen zugänglich zu machen. Darüber hinaus sind auch der Aufbau einer Hotline für die Mitarbeiter, zielgruppengenaue Schulungen zu Linux und Beratungsangebote für die Auswahl und Umsetzung von weiteren Linux-basierten Anwendungen vorgesehen. IT-Leiter Horst Bräuner: Um den Mitarbeitern im Office-Bereich den Umstieg zu erleichtern, werden wir ihnen auf Wunsch auch auf dem privaten PC Open Office installieren. Das fördert die Bereitschaft zum Umsteigen auf diese Bürosoftware. Das Projektteam der Stadtverwaltung um Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim, seinen persönlichen Referenten Thomas Hilbert und den IT-Leiter der Stadt Horst Bräuner hat sich in umfangreichen Auswahlprozessen über Projektmöglichkeiten informiert und die Fachanwendungen unter Linux bereits getestet. Horst Bräuner ist zufrieden: Bis auf zwei, drei Fachanwendungen sind unsere Programme unter Linux problemlos gelaufen. Die Anwendung im Standesamt wird vom Hersteller in Kürze ebenfalls für genau dieses Betriebssystem angeboten. VORREITER. OB Pelgrim und IT-Chef Bräuner zeigen in ihrem Rathaus Microsoft die rote Karte STÜHLERÜCKEN BEI SUSE LINUX Richard Seibt übernimmt die Position des Vorstandsvorsitzenden (Chief Executive Officer) bei der Su- SE Linux AG und löst Gerhard Burtscher ab. Dieser übergibt die Verantwortung zum 20. Januar 2003 an den ehemaligen General Manager des IBM-OS/2-Geschäftes und bisherigen Vorstand der United Internet AG, Richard Seibt. Seibt ist Das Präsidium des BIT- KOM hat Dr. Peter Broß in die Verbandsgeschäftsführung berufen. Broß (52) übernimmt ab Januar den Geschäftsbereich Technik. In seine Verantwortung fallen die Themen Informations- und Kommunikationstechnik, allgemeine Elektrotechnik, Software, ITK-Services, IT-Sicherheit, Umwelt und Entsorgung sowie Forschungsförderung. Broß ist von Anfang 2001 bis heute als Geschäftsbereichsleiter Technologie und Netze in der KirchGruppe CMS-EXPERTE JOSEF HUBER JETZT BEI STELLENT Der CMS-Experte Josef Huber (44) hat im November 2002 die Verantwortung für den weiteren Ausbau der geschäftlichen Aktivitäten der Stellent GmbH in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Osteuropa übernommen. Stellent ist ein weltweiter Anbieter von professionellen Enterprise-Content-Management-Lösungen. Huber verfügt über eine mehr als 20-jährige Erfahrung in der IT-Industrie. Begonnen hatte der gelernte GÜNTER SANDMANN WECHSELT ZU STERIA Günter Sandmann, 38, hat die Vertriebsleitung für den Geschäftsbereich Finance der Steria GmbH in Langen übernommen. Sandmann verantwortet in dieser Funktion den Vertrieb des End-to-End IT-Dienstleisters für Government-, Banken- und Versicherungslösungen in Deutschland rund um die Themen Enterprise Content Management, Workflow Management, IT- Security, Data Quality Management und Application Management. seit 24 Jahren in der IT-Industrie tätig. Nach einem Studium der Betriebswirtschaft begann er seine Laufbahn bei IBM in Stuttgart. Während seiner 20-jährigen IBM- Karriere hatte er leitende Positionen in den Bereichen Business Development, Vertrieb und Marketing inne. Zuletzt war er Vorstandsmitglied der United Internet AG. BITKOM: PETER BROß IN GESCHÄFTSFÜHRUNG tätig. Von Juli bis Dezember 2001 übte Broß zudem die Funktion des Technischen Geschäftsführers bei Premiere aus. Gleichzeitig hat sich BITKOM intern neu organisiert. Der Verband wird künftig in den zwei Geschäftsbereichen Politik und Technik geführt. Der bis zum 30. September von Ulrich G. Schneider betreute dritte Geschäftsbereich wird im Rahmen der Straffung auf diese beiden Bereiche verschmolzen. Diplom-Ingenieur seine Karriere bei der Siemens AG. Weitere Stationen waren in der Folgezeit die CE Computer Equipment AG, wo er als Executive Vice President Global Sales für den weltweiten Umsatz des Unternehmens verantwortlich zeichnete, Documentum, Mentor Graphics Deutschland GmbH und die Siemens Nixdorf Informationssysteme AG. Zuletzt war er als Managing Director bei der Tridion GmbH in München tätig. Vor seinem Eintritt bei Steria hatte Günter Sandmann die Geschäfte von Captiva Software, einem US- Softwareanbieter im Bereich ECM, in Zentral-, Süd- und Osteuropa aufgebaut. Zuvor war er als Geschäftsführer der deutschen Improx GmbH tätig. Der Diplom-Betriebswirt besitzt über zehn Jahre Erfahrung im Unternehmens- und Vertriebsmanagement in der IT-Branche. Neues Laufwerk von Iomega Dateien sichern und transportieren Daten-Spediteur. Die Schüler der Hamburger Grundschule am Öjendorfer Damm benutzen Zip beim Erstellen der Internet- Präsenz ihrer Schule. Da der Klassenraum über keinen Internet-Anschluss verfügt, werden die von den Schülern erstellten Inhalte auf einer Zip- Diskette gespeichert und über den Internet-Anschluss in einem anderen Raum ins weltweite Netz gestellt. Das ist nur eine von vielen Möglichkeiten die Zip-Laufwerke von Iomega im Public Sector einzusetzen. Im Testbetrieb in der Redaktion schätzten wir beim neuen Zip 750MB USB 2.0 -Laufwerk vor allem den problemlosen Datenaustausch zwischen Windows- und Macintosh- Rechnern, zu denen es kompatibel ist. Die Schnelligkeit ist dabei frappierend: Mit Transferraten von maximal 7,5 MB/sec bietet das Gerät eine konstante Performance beim Lesen, Schreiben oder Wiederbeschreiben. Hilfreich ist dabei vor allem, dass die Zip-Disks entsprechend vorformatiert sind und sich bequem in einer Hemdentasche transportieren lassen. Die Zip-Disks erwiesen sich durch eine feste Plastik-Hülle geschützt als äußerst widerstandsfähig und überdauern somit Stöße und Kratzer, die CDs oder CD- RWs nicht überstehen würden. Jedes Zip-Laufwerk ist mit einer Automatic Backup- und einer Sync- Software ausgestattet. Die Backup-Anwendung läßt dem Anwender die Wahl zwischen terminierten oder spontanen Sicherungen ausgewählter Ordner oder Laufwerke und unterstützt die Sicherung von Mehrfachversionen. Die Sync-Lösung synchronisiert Ordner oder Laufwerke über mehrere Rechner hinweg. Einziger Wermutstropfen: Dem Iomega-Laufwerk liegt beim Kauf kein Medium bei, die entsprechenden Zip-Disks müssen separat erworben werden. Allerdings wird ein bestehendes Zip-Archiv durch das neue Laufwerk nicht wertlos: Nach Herstellerangaben können alte 250-MB-Datenträger gelesen und beschrieben, die 100-MB-Versionen noch gelesen werden. EXPERTIN FÜR OPTISCHE NETZE JETZT BEI LIGHTMAZE Die Lightmaze AG, Hersteller von intelligenten optischen Netzen, stellte jetzt Dr. Ing. Elke Jahn als CEO vor. Nach ihrem Studium der Physik in Würzburg und den USA war Elke Jahn im Rahmen ihrer Promotion am Heinrich-Hertz-Institut in Berlin im Bereich schnelle optische Switche tätig. Sie wurde 1996 mit dem Krone-Preis und dem VDE-Preis für hervorragende Promotionen MARTIN KOTTBUSCH NEUER VICE PRESIDENT Martin Kottbusch, 33, verstärkt ab sofort als Vice President Marketing das Managementteam der beiden Telefónica-Töchter mediaways und HighwayOne. Die beiden Internetdienstleister kooperieren bereits seit Anfang des Jahres und bieten die komplette Palette an Internetdienstleistungen vom SDSL-Zugang bis zum VPN oder Hosting/Housing an. ausgezeichnet. Die Lightmaze AG hat sich das Ziel gesetzt, die drei wesentlichen Bestandteile heutiger Netze, WDM (Wavelength Division Multiplexing) TDM (Time Division Multiplexing) und Cross Connect in einem einzigen Gerät zu integrieren, erläutert sie. So eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten des Netzdesigns bei geringem Verwaltungsund Investitionsaufwand. Martin Kottbusch war zuvor als Director Products & Services bei der Group 3G UMTS GmbH für Produktentwicklung und -management sowie für die Vermarktung aller Mobilfunkprodukte zuständig. Bis 2001 hatte er als Director Technical Sales EMEA den Bereich Sales Engineering bei der UUNET Technologies verantwortet.

15 16 GOVERNMENT COMPUTING MARKT & TRENDS BRANCHE & INNOVATION MELDUNGEN IN KÜRZE MATERNA SETZT AUF STAROFFICE FTP-Server WEB COLLECTION JETZT MIT ACROBAT FÜHRERSCHEIN MIT STAROFFICE Sun Microsystems gewinnt mit Materna einen weiteren StarOffice Migration Partner. Das StarOffice Migrationsprogramm ist die gemeinsame Vertriebsoffensive von Sun und seinen Partnern, Unternehmen und Behörden bei ihrem Umstieg auf StarOffice zu unterstützen. Materna ist vor allem auf den Bereich der Öffentlichen Verwaltung spezialisiert und erbringt die komplette Leistungspalette innerhalb des Migrationsprozesses. Das renommierte Systemhaus bietet von der Beratung und TCO- sowie ROI-Betrachtungen über Schulungen und Trainings bis hin zum anschließenden Support die gesamte Wertschöpfungskette. Materna beschäftigt derzeit weltweit Mitarbeiter und realisiert professionelle IT-Lösungen in den Segmenten Portale, Informations-Management, Service- Management sowie IT-Infrastruktur- Management für Unternehmen und Öffentliche Auftraggeber. Die Büro-Software StarOffice von Sun ist jetzt Prüfungsbestandteil des Europäischen Computerführerscheins (European Computer Driving Licence / ECDL). Die ECDL ist eine europaweit einheitliche Prüfung für Computer-Basiswissen und weist mit bisher zwei Millionen Teilnehmern (Deutschland: ) eine erfolgreiche Bilanz auf. Vor allem Institutionen und Unternehmen schätzen das Zertifikat. Bislang waren die ECDL-Prüfungen nur auf Windows und Microsoft Office ausgelegt. Aufgrund der zunehmenden Marktrevelanz von Linux und StarOffice wurden diese nun ins Prüfungsprogramm aufgenommen. DLS UND ISDN PROBLEMLOS MIT EINER KARTE GEMEINSAME MOBILE LÖSUNGEN IBM und Sharp bieten gemeinsam mobile IT-Lösungen an. Die beiden Unternehmen setzen dabei ganz auf offene Standards wie Linux. Wichtige Bestandteile des gemeinsamen Angebots sind der Sharp- PDA Zaurus sowie Softwarelösungen von IBM. Von unterwegs aus EINBRUCH PER AUTO-REPLY MUMMERT WARNT VOR KOSTENFALLE IT Adobe Systems kündigt eine neue Version der Adobe Web Collection an. Sie enthält erstmals neben Adobe GoLive, Photoshop und Illustrator eine Vollversion von Adobe Acrobat, mit der sich PDF-Dokumente erzeugen lassen. Das Adobe Portable Document Format (PDF) eignet sich ideal für den plattformübergreifenden Austausch von Dokumenten auf verschiedenen Systemen wie Windows-PC, Macintosh, PDA, Mobiltelefon oder Drucker. In diesem Format lassen sich im Vergleich zu HTML die Dokumente einfacher, sicher und ohne Änderungen im Layout durch den Browser laden. ADSL ist ideal zum Surfen, doch wer bisher ISDN nutzte, wird bald feststellen, dass beispielsweise per ADSL kein Fax versendet werden kann. Diesem Dilemma entgeht der User mit einer Kombi-Karte, die beides kann und darüber hinaus die Einbindung einer zweiten Netzwerkkarte für ADSL überflüssig macht. Problemlos geht dies mit der FRITZ!Card DSL von AVM, die im Test der Redaktion ihre Stärken voll ausspielte. Einfach zu installieren, zuverlässig im täglichen Betrieb. Bemerkenswert: Die Hardund Software sowie alle mathematisch/algorithmischen Verfahren zur Modulation/Demodulation wurden komplett bei AVM in Berlin entwickelt. haben Anwender damit Zugriff auf unterschiedlichste Applikationen und Datenbanken und können s, Terminkalender und Adressbücher verwalten. Mit dem Angebot zielen die beiden Unternehmen auf den derzeit rasch wachsenden mobilen Markt. Das britische Corporate IT Forum (.tif) warnt Behörden, Unternehmen und deren Mitarbeiter, zu viele Informationen in die beliebten outof-office - Mails zu packen. Die Informationen könnten von Kriminellen missbraucht werden, erklären die.tif-mitglieder. Sie wollen festgestellt haben, dass in einschlägigen Kreisen Handel mit den Mail-Adressen von Unternehmensmitarbeitern betrieben würde. Anhand der entsprechenden automatischen Antworten sollen angeblich ganze Einbrecherbanden ihre dunklen Geschäfte planen. Bis zu sechs Prozent ihres IT-Budgets werfen deutsche Unternehmen laut einer Mummert-Studie aus dem Fenster. Der Grund: schlechte Planungen im IT-Management und in den Fachabteilungen. Systeme und Anwendungen werden nur unzureichend abgestimmt eingekauft, rudimentär eingebunden und oft unrentabel eingesetzt. Termin- und Budgetüberschreitungen sind deshalb an der Tagesordnung. Aufgrund erforderlicher Nacharbeiten weiß keiner, ob sich die Investitionen wie gewünscht rentieren. Teilweise reagieren verunsicherte Unternehmen mit dem kompletten Neukauf von EDV-Systemen. Sparpotenziale können mit einer umfassenden Anforderungserhebung, bedarfsorientiertem Einkauf, optimierten Prozessabläufen und einem effizienten IT-Controlling erschlossen werden. Insgesamt können bis zu neun Prozent der anfallenden IT-Kosten eingespart werden, so die Experten von Mummert Consulting. Anstatt neue und alte Softwaresysteme zu verknüpfen, schaffen viele Unternehmen lieber komplett neue Anwendungen an. Das scheint oftmals der einfachere und schnellere Weg. Den versteckten Migrationskosten wird dabei nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt. Die Folge: Mehrkosten durch Standardlösungen, die nicht auf das Unternehmen zugeschnitten sind. Ressourcen im Blick Fortsetzung. Ipswitch hat seinen WS_FTP-Server für Windows NT/2000/XP weiterentwickelt. Mit der neuen Version 3.1 steht Administratoren ein neues Tool zur Verfügung, das die Ressourcen-Verwaltung verbessert und die Performance misst. Neue Administrations- Features machen die Installation für Erstanwender schnell und einfach eine Aussage des Herstellers, die der mehrwöchige Test bestätigte. Der neue Log-Analyzer liefert eine gründliche Analyse des FTP-Server Traffics, um Muster zu erkennen und das FTP-Ressourcen Management zu verbessern. Dadurch kann Zeit bei der manuellen Log-Überprüfung gespart werden. Neue Host- und Benutzer-Wizards ermöglichten eine schnelle Installation und Verwaltung des WS_FTP Servers 3.1. Darüber hinaus garantiert der Server durch 128 bit SSL- Verschlüsselung die Sicherheit vertraulicher, geschäftskritischer Daten. Die Kombination des Servers mit WS_FTP Pro, Ipswitchs Datentransfer-Software für den Client, bietet eine rundum sichere FTP- Lösung für Behörden und Unternehmen, die Daten über das Inter- Stellenbesetzung Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen? epersonalsuche. Für immer mehr Organisationen und Unternehmen steht hinter Human Capital Management der Anspruch, die Wertschöpfung ihrer Mitarbeiter nicht nur abstrakt durch Zielvereinbarung, sondern arbeitstäglich an der Zielerfüllung zu messen. Sicherheit Die dazu erforderlichen Werkzeuge reichen vom Stellenplan über die Stellenbeschreibung bis zur Bewertung und dies in einem einheitlichen und leicht handhabbaren System. Ausgedehnt auf die Besetzung offener Stellen ist die Auswertung von Bewerberinformationen abhängig von einer klaren Formulierung der Stellenprofile. Geeignetes Human Capital Management heißt wie bei jeder strategischen Herausforderung sich Prozesse zu schaffen, die zu präzisen Antworten führen. Bei der Stellenbesetzung sollte das Stellenprofil einem elektronischen Suchagenten vorgeben, welche der Stecknadeln im berühmten Heuhaufen aus einer möglicherweise existenten Bewerberdatenbank in Frage kommt. Im Zeichen von Echtzeit-Anbindungen über das Internet sollte dies kein Hexenwerk sein. Suchprozesse sind jedoch nicht nur ein Anlass für die Integration externer Informationen. Meist liegt die besondere Herausforderung in der Einbindung alter interner Datenquellen. In Organisationen, deren Mitarbeiter sich ganz neuen Aufgaben stellen sollen oder schlicht Umbesetzungen aus der Not enger Stellenpläne heraus mit der eigenen net übertragen. WS_FTP Pro lag der Redaktion in der Version 7.5 vor, mittlerweile hat Ipswitch zur Version 7.6 upgedatet, die neben der 128-Bit SSL-Verschlüsselung nun auch ein Secure File Transfer Protocol (SFTP) über SSH 2.0 (Secure Socket Shell) und eine UNIX-basierte Befehlsoberfläche bietet. Für Netzwerkadministratoren sind damit nach Herstellerangaben hohe Sicherheitsansprüche beim Transfer vertraulicher Daten auf verschiedenen Plattformen, egal ob unter Unix oder Windows, gewährleistet. Weitere Neuerungen, die den Dateitransfer vereinfachen und beschleunigen, sind das automatische Einwahl-Management, das überarbeitete Synchronisations-Tool, die Multi-Part-Übertragungs-funktionalität, Upload- und Site-Wizard sowie der Quick Connect Button. Mit dem Log-Analyzer des WS_FTP Servers 3.1 haben Administratoren sofort Einblick in die Übertragung und den Status der transferierten Daten und brauchen keine Zeit auf die manuelle Überprüfung von Log-Transfers zu verwenden. Mit solchen Informationen können sowohl die Ressourcen besser verwaltet als auch die Leistung effizienter überwacht werden. Dazu zählen zum Beispiel Vergleiche zwischen dem Arbeitsaufkommen und der Leistung der FTP-Server, Stoßzeiten, beliebte Dateien oder häufige Anwender. Mit dem Log- Analyzer sind Administratoren bei Problemen schneller in der Lage einzugreifen und sicherzustellen, dass die FTP-Server verfügbar sind. Informationen können nach dem Namen der übertragenen Datei, nach der IP-Adresse, die eine Datei herunter- oder hinaufgeladen hat, oder nach der Gesamtzahl der Übertragungen pro Stunde geordnet werden. Weiterhin ist es möglich eine Leistungsanalyse jedes einzelnen FTP-Servers durchzuführen, wobei die durchschnittliche Transferrate und die Gesamtzahl der Up- und Downloads innerhalb eines benutzerdefinierten Zeitraums gemessen werden kann. Mannschaft bewältigt werden müssen, ist sogenanntes HR-Kompetenzmanagement angesagt. Nur derjenige, der weiß, was seine Umgebung an Fähigkeiten aufweist, kann daraus Nutzen aufbauen oder Defizite ausgleichen. Dem Wissen, was wer in einer Organisation mit welcher Befähigung und welchem Ausbildungsstand macht, kommt insofern heute eine mindestens ebenso herausragende Bedeutung zu wie dem Abgleich mit externen Quellen. Deren Einsatz ist vor allem bei denjenigen Dienstleistern üblich, die ihr Geld mit der Vermakelung des richtigen Personals zur richtigen Zeit verdienen. Das Zeitarbeitsunternehmen Randstad setzt beispielsweise Echtzeit-Systeme von PeopleSoft ein. Damit ordnet es einer eingehenden Anfrage auf Knopfdruck den oder die befähigten Kandidaten zu. -server verschlüsselt und signiert Innovation. Es existieren bereits viele Produkte für -verschlüsselung und Digitale Signatur. Dennoch sind weltweit 98 Prozent der s im Geschäftsverkehr nach wie vor ungesichert. Die häufigst genannten Gründe sind Zeitmangel, fehlendes Budget und die Komplexität der Technologie. Die gemeinsamen Produktlösungen der bone labs GmbH und der Guardeonic Solutions AG lassen die virtuelle Poststelle Realität werden. Bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft und der Investitionsbank in Berlin ist die virtuelle Poststelle bereits Realität. Durch das T/bone Secur Gateway werden die s automatisch mit einem Zertifikat verschlüsselt und mit einer digitalen Signatur des Unternehmens oder der Behörde versehen. Es besteht nach Herstellerangaben keine Notwendigkeit für kostenintensive Mitarbeiterschulungen, denn das Verschlüsseln und Signieren übernimmt der zentrale Server per S/MIME oder PGP bevor die das Haus verlässt. Für zeichnungsberechtigte Benutzer können Installationen mit den Guardeonic- Produkten TrustedMIME, SecuSeal und der PKI-Lösung TrustedCA natürlich auch um die persönliche Verschlüsselung und Signatur ergänzt werden. Die bisher angebotenen Lösungen zur Digitalen Signatur und zum Verschlüsseln von s sind zu komplex für die Anwender und zu teuer für die Unternehmen und Behörden, erklärt Dr. Burkhard Wiegel, Geschäftsführer bone labs. In vielen Fällen sind Digitale Signaturen jedes einzelnen Mitarbeiters auch gar nicht notwendig. Die virtuelle Poststelle von bone labs und Guardeonic bietet neben den geringen Kosten in der Einführung Mit den neuen Wizards ist die Installation und Inbetriebnahme des WS_FTP Servers 3.1 noch einfacher. Das Einrichten eines neuen Hosts und neuer User gehört zu den ersten Schritten beim Aufsetzen eines neuen FTP-Servers und kann jetzt zeitsparend unter Anleitung während der Installation erfolgen. Der neue Host Wizard leitet den Admistrator auch bei der Einrichtung einer Authentifizierungsdatenbank für Anwender, entweder einer WS_FTP-Datenbank oder einer externen ODBC- Datenbank. Der User Wizard führt den Administrator durch die verschiedenen Schritte bei der Definition eines oder mehrerer neuer User mit Informationen wie User- ID, Name und Passwort. Administratoren haben mit dieser Produktversion die Möglichkeit Speicher-Ressourcen effizienter zu verwalten, indem sie die Dateianzahl für einzelne Benutzer limitieren oder die Ordnergröße zuweisen. Systemverwalter können darüber hinaus auch Speicherplatz im Terrabyte-Bereich vergeben. Zuvor lag die Grenze bei circa 2 Gigabyte oder es stand unbegrenzt Platz zur Verfügung. Über die Internet-Brücke gibt es diesen Vorschlag per elektronischer Lesebefugnis auf eine Seite im World Wide Web an den oder die suchenden Unternehmen weiter. Schließlich unterstützt das Verfahren auch die Mitzeichnungsrechte beim suchenden Unternehmen, die es bei Einstellungen von neuem Personal überall zu berücksichtigen gilt. Der elektronische Ablauf hat mehrere Vorteile. Zunächst vereinfacht sich das Auffinden der Kandidaten. Dann können diese Kandidaten auch mehreren Entscheidern gleichzeitig zugeordnet werden. Sie verschaffen sich per Mausklick ein erstes Bild und können sodann ihre Suchkriterien eventuell nachjustieren. Die Kontrolle darüber, wer das erste Vorstellungsgespräch führen darf, liegt beim Anbieter Randstad. Damit handelt er hier so, wie es der Personalleiter jeder großen Organisation in Bezug zu seinen Fachabteilungen tut. Er ist der Eingangskanal für Bewerbungen, sortiert diese grob vor und überlässt dem Entscheider die Letztauswahl im Mehr-Augenprinzip alles auf elektronischem Wege und damit in Sekundenschnelle. auch alle notwendigen Sicherungen. Die neue Version von Secure- Mail Gateway ist mandantenfähig und somit auch für Rechenzentren interessant, an die mehrere Unternehmen angeschlossen sind, weil verschiedene juristische Personen mit unterschiedlichen Domain- Zertifikaten auf einem Rechner abgewickelt werden können. Sicherheit muss groß geschrieben werden beim Versand von geschäftsrelevanten s, so Guardeonic- CEO Wolf-Rüdiger Moritz. Im Bereich der Öffentlichen Verwaltungen wird diese Lösung derzeit unter anderem beim Landesbetrieb für Informationstechnik (LIT) in Berlin eingesetzt.

16 PRAXIS & LÖSUNGEN GOVERNMENT COMPUTING AUSGABE Auslaufmodell Auf dem Weg zu einer neuen kommunalen Verwaltungsstruktur spielt die doppelte Buchführung eine wesentliche Rolle. Seite 18 Kostentransparenz Zentrale Verwaltungsprozesse will die Bundesanstalt für Arbeitsschutz mit einem Managementsystem unterstützen. Seite 22 Qualitätssicherung Behördenübergreifendes Dokumentenmanagement ist für das Europäische Patentamt die Lösung für die Papierflut. Seite 23 Neuland Australien hat die Jobvermittlung privaten Firmen übertragen: Unterschiedliche IT-Systeme wurden dazu verknüpft. Seite 24 Wie reich sind Deutschlands Kommunen? Gemeinde Hiddenhausen PRAXIS & LÖSUNGEN Verantwortlicher Redakteur: Jürgen Sprenzinger Tel / , Fax 0821 / Deutschlands Kommunen buchen seit jeher kameralistisch, das heißt, sie buchen lediglich die Einnahmen und die Ausgaben. Eine Buchführung über Vermögensbestände, wie sie jeder Kaufmann kennt, findet nicht statt. Daher weiß kaum eine Kommune in Deutschland, über welche Vermögenswerte sie verfügt. Es gibt keine Abschreibung des Anlagevermögens (Werteverzehr), sondern lediglich Informationen über die Schuldenstände. Über die Schwächen des kameralistischen Buchungsstils wurde in der Vergangenheit viel diskutiert und deshalb nach neuen Lösungen gesucht. Eine Übernahme der kaufmännischen Buchungssystematik, wie sie das Handelsrecht vorsieht, ist jedoch auch keine passende Lösung, da es sich bei Kommunen um Non-Profit-Organisationen mit hoheitlichen Aufgaben handelt. Das Land Nordrhein Westfalen (NRW) hat deshalb in Zusammenarbeit mit sechs Kommunen und einem Kreis einen neuen Rechnungsstil, das Neue kommunale Finanzmanagement (NKF), entwickelt. Das Grundprinzip von NKF basiert auf der doppischen oder doppelten Finanzbuchhaltung, hat jedoch sehr viele Elemente, die in der freien Wirtschaft nicht zu finden sind und dadurch dem besonderen Status und den Aufgaben Öffentlicher Einrichtungen Rechnung tragen. Das NKF-Konzep Das NKF-Konzept wird zur Zeit von sieben Kommunalverwaltungen erprobt (siehe Kasten). Projektende ist der 30. Juni Die Erfahrungen der Projektkommunen sind Grundlagen für das Gesetzgebungsverfahren. Der Nordrhein macht Inventur Umstellung. Die Verwaltung der ostwestfälische Gemeinde Hiddenhausen steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Sie wird zum kommenden Jahreswechsel auf ein neues Rechnungssystem umstellen. An Stelle der bislang vorgeschriebenen Kameralistik wird zukünftig doppisch gebucht. Zur Erstellung der Eröffnungsbilanz wird zur Zeit das gesamte Vermögen bewertet. Westfälische Innenminster, Dr. Fritz Behrens hat kürzlich sehr klar zum Ausdruck gebracht, dass das Jahr 2004 das Jahr der Gesetzgebung ist. Im Laufe der Jahre , so die Planung des Innenministeriums, müssen alle 398 Kommunen in Nordrhein Westfalen ihren Haushalt von der Kameralistik auf die doppische Buchführung umstellen. Aber auch bundesweit ist durchaus Bewegung festzustellen. Die Innenministerkonferenz hat eine Arbeitsgruppe mit der Entwicklung des doppischen Rechnungsstils beauftragt. Den Vorsitz dieser Arbeitsgruppe hat das Land Nordrhein Westfalen übernommen. Es ist davon auszugehen, dass die doppische Buchführung auch bundesweit zum Einsatz kommt. Hiddenhausen Die Gemeinde Hiddenhausen mit gut Einwohnern ist die kleinste Kommune im NKF-Pilotprojekt. Aus diesem Grund entschieden sich die Ostwestfalen auch für eine stichtagsbezogene Komplettumstellung ihrer gesamten Verwaltung. Während beispielsweise die Städte Düsseldorf oder Moers Amt für Amt auf NKF umstellen, geschieht es in Hiddenhausen auf einen Schlag. Anfang 2003 wird die Kameralistik dort der Vergangenheit angehören. Hierzu waren umfangreiche Vorarbeiten erforderlich. Die Leistungserfassung als erster Schritt ist fertig gestellt. Sie gibt einen Überblick über interne und externe Leistungen. Dazu Ulrich Rolfsmeyer, Kämmerer in Hiddenhausen: Ziel ist es, möglichst viele externe Leistungen und möglichst wenig interne Leistungen zu haben. Wir wollen uns möglichst wenig mit uns selbst beschäftigen. Im nächsten Schritt erfolgte die Produktdefinition. Die Gemeinde Hiddenhausen wird zukünftig 12 Produktbereiche, 22 Produktgruppen und 78 Produkte haben. Auf der Basis der Leistungserfassung und der Produktdefinition wird zur Zeit die Organisation weiter entwickelt. Die Buchführung muss in der zukünftigen Organisation abgebildet sein. Dieses ist notwendig, um ein effektives und leistungsorientiertes Dienstleistungsunternehmen zu sein. Auf diesem Weg befinden wir uns als Gemeinde Hiddenhausen, zieht Rolfsmeyer eine vorläufige Bilanz. Vermögensbewertung Ein besonders sensibles Thema auf dem Weg zu NKF ist die Erfassung und Bewertung des kommunalen Vermögens. Sie ist die Voraussetzung zur Erstellung einer Eröffnungsbilanz. Aber: Wie bewertet man Strassen? Was ist das Rathaus wirklich wert und wie muss die Inventurrichtlinie aussehen? Welche Werte setzt man an, wenn die Anschaffungskosten oder Herstellkosten aus lange zurückliegenden Jahren nicht mehr ermittelt werden können? Die Vermögensbewertung einer Gemeinde ist wie ein Puzzle mit unzähligen Puzzleteilen, erläutert Rolfsmeyer. In den letzten Monaten haben wir intensiv erfasst und bewertet. So sind die Bereiche Strassen, Wege, Plätze, Gebäude und Grundstücke mittlerweile inventarisiert. Die Teile des Puzzles lassen bereits deutliche Konturen des Gesamtbildes erkennen. Nach heutigem Stand fehlen noch einige Teile, an denen wir zur Zeit noch arbeiten. Auch wenn schon viel erreicht wurde, sind immer noch einige Aufgaben zu erledigen. So sind beispielsweise erhaltene Landeszuschüsse zu Baumaßnahmen noch den jeweiligen Anlagen oder die Straßenbeiträge und Friedhofsgebühren zuzuordnen. Ein weiteres wichtiges Thema in Hiddenhausen war Auswahl einer geeigneten Softwarelösung, die diesen neuen Buchungsstil unterstützt. Es musste ein IT-System gefunden werden, das schon heute AUF EINEN BLICK DIE SIEBEN PILOTKOMMUNEN UMSTELLUNG. In Hiddenhausen gehört die Kameralistik ab Januar 2003 der Vergangenheit an Doppik ist angesagt eine Buchführungsart unterstützt, die erst in ein paar Jahren flächendeckend eingeführt wird. Dazu Rolfsmeyer: Die Anforderungen an diese Software konnten weder die kameralistischen noch die kaufmännischen Finanzbuchhaltungssysteme erfüllen. Fündig wurden wir bei der RWE Systems Applications GmbH. Dieses Unternehmen hat bereits Mitte der neunziger Jahre begonnen, eine neue kommunale Finanzsoftware zu entwickeln: KIRP. Diese Software war von vorn herein so ausgelegt, dass sie sowohl kameralistische wie auch doppische Rechnungsstile unterstützt. Wir haben den kameralen Haushalt 2002 mit der KIRP Software gefahren, um uns damit vertraut zu machen. Im Haushalt 2003, der nur noch doppisch ist, können wir somit bereits auf gemachte Erfahrungen zurück greifen. Wir werden den Haushalt nicht parallel kameral führen. Wir haben uns entschieden. Für uns gibt es kein Zurück. Gemeinsam mit den Beratern der RWE Systems Applications sowie den Experten des kommunalen Rechenzentrums in Lemgo wurde im Juli 2001 die Softwareeinführung gestartet. Nach intensivem Softwaretests hat das Projektteam schließlich grünes Licht für die Umstellung gegeben. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung zu Gunsten von KIRP war sicherlich, dass KIRP die NKF- Funktionalitäten erfüllt. Die Tatsache, dass die Software zu den marktführenden Verfahren zählt und der Hersteller eine hunterprozentige Tochter des RWE Konzerns ist, hat uns überzeugt. ur AKTUELL JAVA BALD FREI? Sun Microsystems und die Entwicklervereinigung Java Community Process sind nach amerikanischen Presseberichten auf bestem Wege, Java in die Public Domain zu überführen. Damit würde die Plattform, auf der viele Hoffnungen beispielsweise für Web Services ruhen, Open-Source-Software. Als ersten Baustein will Sun seine Java Enterprise Edition (J2EE) in der Version 1.4 offen legen. Das Update ist für das erste Quartal des kommenden Jahres angekündigt. Der wichtigste Partner von Sun ist dabei die Apache Software Foundation, die den weltweit am häufigsten genutzten Webserver entwickelt. Momentan laufen die Arbeiten an der Definierung von Ports für Java Server Pages. Apache selbst ist mit der Erweiterung Jakarta ausgerüstet, um Java auf den Server zu bringen. WUPPERTAL RUPFT DEN PLEITEGEIER Die Stadt Wuppertal nimmt den Kampf gegen den Pleitegeier auf. Dem Geldmagel der Stadt soll künftig mit Hilfe einer neuartigen Software begegnet werden. Das neue System ermöglicht die automatisierte Beitreibung von offenen Forderungen. Der Kampf, den die bergische Metropole aufnimmt, ist der Kampf aller Städte und Kommunen in Deutschland: Der Kampf gegen den finanziellen Kollaps. Die Gemeinden leiden immer stärker unter den Lasten, die ihnen vom Bund und den Ländern aufgebürdet werden. Neue Geldquellen sind nicht in Sicht und der Verteilungskampf um die Ressourcen wird unter den politischen Akteuren vermutlich in Zukunft noch härter als bisher ausgetragen werden. Da hilft nur Eines: Vorhandene Geldquellen besser zu nutzen. Die Stadt Wuppertal ist auf diesem Weg einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Hier wird künftig die Beitreibung offener Forderungen, also von Beträgen, die Einzelpersonen oder Unternehmen der Stadt schuldig sind, IT-unterstützt, und zwar automatisiert. Möglich wird dies durch die Anschaffung eines neuen Software- Systems: Das von der Düsseldorfer Software-Schmiede phinware AG entwickelte System phinavv (AVV steht für automatisiertes Vollstreckungsverfahren) organisiert ab März 2003 das gesamte Vollstreckungswesen der Wuppertaler Stadtkasse. Für die Stadt hat das erhebliche Vorteile. Das neue System vergisst keinen Schuldner und keine offene Forderung. Zahlungsunwillige Zeitgenossen können deshalb nicht mehr darauf hoffen, so einfach in dem Schuldnerberg unerkannt zu bleiben. jü

17 18 GOVERNMENT COMPUTING SCHWERPUNKT PRAXIS & LÖSUNGEN Als Dienstleister ihrer Bürger müssen auch die Kommunen ihren Erfolg zunehmend an wirtschaftlichen Gesichtspunkten messen. Deshalb geht es gerade auf kommunaler Ebene zunächst darum, die maßgeblichen Institutionen wirtschaftlich zu restrukturieren. Ein wichtiges Element bei der Modernisierung von Kommunen ist deren Umstellung von der Kameralistik auf doppelte Buchführung (Doppik). Akuter Handlungsbedarf Auf dem Weg zu einer neuen kommunalen Verwaltungsstruktur Das Auslaufmodell Kameralistik Sparmaßnahmen. Über egovernment-projekte, die Behörden durch die Einführung elektronischer Abläufe effizienter machen sollen, wird zurzeit viel diskutiert. Doch die nötige Modernisierung der Verwaltung darf sich nicht allein auf die Einführung elektronischer Prozesse beschränken. Kommunen unterliegen in wirtschaftlich schweren Zeiten demselben Kostendruck wie privatwirtschaftliche Unternehmen. Interview Bei den deutschen Kommunen besteht in Sachen Modernisierung der Verwaltungsstrukturen ein akuter Handlungsbedarf. Erst kürzlich verabschiedete die Ständige Konferenz der Innenminister und Innensenatoren des Bundes und der Länder deshalb eine Konzeption zur Reform des Kommunalen Haushaltsrechts. Der Beschluss sieht vor, das kameralistische Haushalts- und Rechnungswesen zu reformieren. Alternativ soll auch ein doppisches Haushalts- und Rechnungssystem für Kommunen zugelassen werden, was bisher nur in Ausnahmefällen möglich war. Dies ist ein wichtiger Erfolg der Reformbestrebungen, wenn auch noch nicht fest steht, ob alle Bundesländer ihren Kommunen die Doppik vorschreiben werden. Das wichtigste Ziel der Konferenz ist, dass die Kommunen ihren Ressourcenverbrauch im Rechnungswesen abbilden. So werden Kommune und kommunale Dienstleistung wirtschaftlich steuerbar. Vor diesem Hintergrund wird sich die Doppik im Wettbewerb mit der komplexeren Kameralistik schnell durchsetzen. Denn auch Kommunen, die sich weiterhin für die Kameralistik entscheiden, müssen dabei ebenfalls einige Neuerungen berücksichtigen. Erweiterte Kameralistik Im Konzept der erweiterten Kameralistik wird es auch weiterhin eine kameralistische an Einnahmen und Ausgaben orientierte Datenbasis und einen klassischen, jahresbezogenen Haushaltsplan geben. Neu ist allerdings, dass die Leistungen der Verwaltung nun als Produkte dargestellt werden sollen. Für jede dieser Leistungen werden budgetierte Produkthaushalte eingeführt, für die es eine Fach- und Ressourcenverantwortung geben wird. Aus quantitativen und qualitativen Kennzahlen soll ein Controlling entwickelt werden, um die Budgetziele und eventuelle Abweichungen davon während des ganzen Jahres im Blick zu behalten. Diese Vorgaben erfordern auch von den Städten und Gemeinden erhebliche Veränderungen, die die kameralistische Struktur beibehalten. Deshalb werden viele Kommunen aus praktischen Gründen voraussichtlich gleich den Schritt in die Doppik wagen. Denn die doppelte Buchführung hat Vorteile, die nicht Vorarbeiten. Government Computing sprach mit Dr. Bernd Eckstein, Consultant bei der DATEV eg, über die Vorgehensweise bei der Umstellung einer Kommune auf das doppische Haushaltswesen. Ein wichtiger Punkt dabei ist, zuerst einmal Erkenntnisse zu sammeln. GovCom: Wie gehen Sie an ein Umstellungsprojekt zum doppischen Rechnungswesen heran? Eckstein: Zunächst erstellen wir eine Projektskizze, die Erkenntnisse beschreibt und konstruktive Maßnahmen vorschlägt. Diese stellt der Steuerberater dem kommunalen Mandanten vor. Wenn dieser zugestimmt hat, erarbeitet DATEV-Consulting in Abstimmung mit Berater und Kommune einen gemeinsamen Projektplan, der genau festlegt, welche Leistungen der Steuerberater und welche die DATEV erbringt. GovCom: Wie wichtig ist dabei die Rolle des Steuerberaters? SEckstein: Sehr wichtig, denn der Steuerberater hat aufgrund seiner Ausbildung umfassende Kenntnisse im Rechnungswesen, die ihm den Überblick über die Aufgabe ermöglichen. So kann er auf Basis seines Fachwissens die Probleme der Kommune ergründen. Dabei unterstützen Spezialisten der DA- TEV ihn dabei, die Organisation der Kommune systematisch zu durchleuchten und die Abläufe nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu bewerten. DA- TEV übernimmt das Projektmanagement und kümmert sich um die betriebswirtschaftliche Konzeption, wie die Gestaltung der belegmäßigen und buchungstechnischen Ablauforganisation einer Kosten- und Leistungsrechnung. Der Steuerberater erstellt die Eröffnungsbilanz und bewertet das Anlagevermögen. GovCom: Was ist anders bei Beratungsprojekten in öffentlichen Verwaltungen? Eckstein: Anders als bei privatwirtschaftlichen Unternehmen müssen bei Kommunen gänzlich ZIELE MITGLIED BEI DER DATEV Als genossenschaftliches Unternehmen der Angehörigen der steuer- und rechtsberatenden sowie der wirtschaftsprüfenden Berufe unterstützt die DATEV eg ihre Mitglieder bei deren Berufstätigkeit mit allen anfallenden Leistungen insbesondere zur Nutzung der Datenverarbeitung, und der Informations- und Kommunikationstechnik. Ziel der DATEV ist es, die gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen der Mitglieder zu erfüllen, indem sie ständig sich ändernden Rahmenbedingungen beobachtet, beurteilt und in flexible und innovative Lösungen umsetzt. Die Mitgliedschaft bei DATEV können gemäß 3 der Satzung ausschließlich erwerben: Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, Rechtsanwälte, niedergelassene europäische Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und nach dem Berufsrecht dieser Personen zugelassene Sozietäten oder Partnergesellschaften. Organisationsentwicklung ein Zukunftsfaktor für Kommunen neue Rechnungswesenstrukturen geschaffen werden. Diese erfordern allerdings fast immer auch neue Organisationsstrukturen. Deshalb ist die strategische Organisationsentwicklung ein enorm wichtiger Faktor bei der Beratung von Kommunen. GovCom: Worauf gründet sich die Kompetenz der DATEV in diesem Bereich? Eckstein: Die Erfahrung der DA- TEV bei der kompetenten Unterstützung kommunaler Projekte reicht von der Erstellung von Stadtmarketingprojekten und Qalitätsmanagement-Systemen, über Haushaltssanierungskonzepte, kommunale Leitbild- und Strategieentwicklung bis hin zu Schulungskonzepten oder zu Wirtschaftlichkeitsanalysen, die eine Betriebsausgründung vorbereiten. Bereits sehr viele kommunale Tochtergesellschaften nutzen seit der Einführung unserer Branchenlösung für kommunale Unternehmen im Jahre 1998 unsere Spezial-Software. Das Interview führte Jürgen Sprenzinger DATEV berät kommunale Institutionen in den Bereichen kommunale Strategie, Controlling, Organisations-, Informations- und Kommunikationsmanagement sowie Personalmanagement. Standardisierte und individuelle Workshops und Schulungen zu diversen kommunalen Themen gehören ebenfalls zum Programm. Mit einem Konzept zum systematischen Risikomanagement hilft das Unternehmen Kommunen und deren Eigenbetrieben, ihre Informationspflicht zu erfüllen. Dabei unterstützt DATEV-Software beim Aufbau eines strategischen Informations- und Frühwarnsystems. Zur ganzheitlichen Betreuung bietet DATEV eine Branchenlösung für kommunale Unternehmen an. Diese unterstützt alle Rechtsformen vom kommunalen Zweckverband bis hin zur Kapitalgesellschaft. Sie berücksichtigt die Eigenbetriebsverordnung der Länder (EBV) und des HGB. Im Einzelnen enthält sie: Software für die Finanzbuchführung, den Jahresabschluss, den Zahlungsverkehr, die Kostenrechnung, die Anlagenwirtschaft und den Wirtschaftsplan. Ein Lohn- und Gehaltsabrechnungssystem für den Öffentlichen Dienst mit allen Funktionen und Auswertungen des Programms LODAS sowie spezifischen Programmfunktionen und Auswertungen für den Öffentlichen Dienst. Dazu gehört auch die Bereitstellung und Pflege der Tariftabellen der wichtigsten Tarifverträge. Einen Kontenplan auf Basis des Standardkontenrahmens SKR04 und einen Gemeinschafts-Kontenrahmen für Versorgungs- und Verkehrsbetriebe (GKV). Spezielle Auswertungen, zum Beispiel Erfolgsübersicht und Vermögensplan. Vermögensverzeichnisse und Finanzrechnungen sowie kommunalstatistische Auswertungen Steuerungsgruppe Steuerung und Kontrolle der Meilensteine, Qualitätssicherung Mitglieder: Bürgermeister, Projektleiter, Projektteam Teilprojektgruppen Operative Teilprojekte Mitglieder: temporär in Teilprojekten Mitarbeiter der Gemeinde- Verwaltung (insb. Kämmerei) zu unterschätzen sind, sagt Bernd Eckstein, auf den kommunalen Bereich spezialisierter Consultant der DATEV, der bereits Erfahrungen bei der Umstellung von Kommunen auf die Doppik gesammelt hat. So lässt sich durch die kaufmännische Buchungsdatenerfassung der Gesamtverbrauch und das Aufkommen von Ressourcen periodengenau darstellen. Über die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung steht eine doppelte Erfolgsermittlung in Bezug auf Vermögen und wirtschaftlichen Erfolg zur Verfügung. Einer der wesentlichsten Vorteile der Doppik ist, dass die Kommune ihren Jahresabschluss mit Tochterbetrieben konsolidieren kann, die bereits heute größtenteils kaufmännisch geführt werden. Beispiel Putzbrunn Organisation des Modellprojekts Information Teilprojektleiter Abstimmung Entscheidungen Abstimmung Kommunikation Information Projektarbeit Die Gemeinde Putzbrunn hat sich bereits im Jahr 2001 für das doppische Rechnungswesen entschieden. Als erste Kommune Bayerns und eine der ersten in Deutschland hat sie mit Hilfe der DATEV den Umstieg auf das kaufmännische Buchführungssystem vollzogen. Zum 1. Januar 2002 legte die Gemeinde eine Eröffnungsbilanz nach doppischem Maßstab vor. Ausgehend von der Rechnungslegung eines Eigenbetriebes haben wir mit Putzbrunns Bürgermeister Josef Kellermeier und dem betreuenden Steuerberater Fritz Moosbuchner das Konzept für die Rechnungslegung entwickelt und zunächst in einer Probephase für die Praxis getestet, beschreibt Bernd Eckstein das Projekt. Seit der Verabschiedung der Eröffnungsbilanz im Gemeinderat wird Putzbrunn mit Wirtschaftsplan, Eröffnungsbilanz und einem durchgängig kaufmännischen Buchungssystem verwaltet. Damit steht der Gemeindehaushalt nun auf einer betriebswirtschaftlichen Basis. Putzbrunn musste sich für diese Umstellung des Haushaltswesens noch um eine Ausnahmegenehmigung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern bemühen, die aber problemlos erteilt wurde. Das Land Bayern habe, nach den Worten des bayerischen Innenministers Dr. Günther Beckstein, ein starkes Interesse an Erfahrungen mit neuen Rechnungswesensystemen im kommunalen Bereich. Noch gibt es Details in den Richtlinien, über die sich die Konferenzteilnehmer der Innenministerien nicht einig sind. Dazu gehört beispielsweise der künftige Aufbau des kommunalen Haushaltsplans. Wahrscheinlich ist eine Gliederung, Schwerpunktthema in dieser Ausgabe Doppik FRAGEN & ANTWORTEN Warum nun Doppik, wenn sich die Kameralistik seit Jahren bewährt hat?......seite 20 UNIVERSAL-LÖSUNG Die doppische Buchhaltung ist in die erweiterte Kameralistik integrierbar seite 21 die sich an den Produkten, also den kommunalen Leistungen für die Bürger, orientiert. Auf einen durchgängigen und einheitlichen Mustergesetzestext wird sich der zuständige Unterausschuss der Innenministerkonferenz wohl nicht einigen. Auch wenn einzelne Bundesländer, wie Hessen und Nordrhein-Westfalen, künftig ausschließlich die doppische Version vorsehen wollen, wird es bundesweit zumindest mittelfristig ein Nebeneinander beider Systeme geben. Doch ein Zurück zur bisherigen Kameralistik ist mehr als unwahrscheinlich, da die Doppik auf Seiten der zuständigen Länderministerien als zukunftssicher gilt, schätzt DATEV-Experte Eckstein die Lage ein. Umstellung mit DATEV Veränderungsbereite Kommunen können die aktuellen Beschlüsse also zum Anlass nehmen, ihren kameralistischen Haushalt durch eine betriebswirtschaftliche Erfolgs- und Projektbegleitung PLANUNG. Eine Projektskizze beschreibt die Erkenntnisse und schlägt konstruktive Maßnahmen vor Projektleiter Beirat Mitglieder: Innenministerium, Bay. Gemeindetag, Landratsamt, Gemeinderat Projektteam Organisationsberatung IT-Consulting Mitarbeiter-Schulungen Operative Projektabwicklung Mitglieder: Steuerberater,DATEV Vermögensrechnung zu ersetzen. Ersten Rat zur Umstellung gibt ihnen der Steuerberater, der auf das Spezialistenwissen von DATEV-Consulting zurückgreifen kann. Er beginnt den Umstrukturierungsprozess mit der Aufnahme und Bewertung des Anlagevermögens. Daraus entwickelt er dann in Kooperation mit der Kommune und der DATEV einen Kontenplan, der sich am Abschlussgliederungsprinzip und somit dem heutigen Standard einer modernen Buchführung orientiert. Im zweiten Schritt wird eine Kosten- und Leistungsrechnung eingeführt. Damit können Aufwendungen und Erträge den öffentlichen Dienstleistungen (Produkten) zugeordnet werden, die sie verursacht haben. Durch die Konzeption eines kommunalen Controllings lassen sich dann produktorientierte Auswertungen erstellen. Eine Umstellung auf die Doppik muss zwar gut vorbereitet werden, doch ein Grund zur Furcht ist sie sicherlich nicht", resümiert DATEV- Experte Bernd Eckstein seine Erfahrungen. Gemeinsam mit dem Steuerberater lässt sich ein solches Projekt gut bewältigen. bl

18 20 GOVERNMENT COMPUTING SCHWERPUNKT PRAXIS & LÖSUNGEN Doppik Kameralistik Doppisch genäht hält besser... Nicht zahlungswirksame Größen, Abschreibungen oder Rückstellungen gibt es in der traditionellen Verwaltungskameralistik normalerweise nicht. Es kann zwar die Frage beantwortet werden, ob genug Geld eingeplant wurde, um die Personalkosten zu bezahlen, nicht jedoch die Frage, was eine bestimmte Leistung kostet oder wie hoch der Ressourcenverbrauch ist. Die Doppik bildet den Ressourcenverbrauch durch die Gegenüberstellung von Ertrag und Aufwand ab. Übersteigen die Aufwendungen die Erträge, kommt es netto zu einem Ressourcenverzehr (es wird vorhandene Vermögenssubstanz angegriffen), im umgekehrten Falle zu einem Vermögenszuwachs. Die Vermögensrechnung als Bestandsrechnung zeigt zum Bilanzstichtag den Status des Vermögens und im überjährigen Vergleich die Entwicklung des kommunalen Vermögens. Darüber hinaus bietet die Doppik unter anderem durch den periodengerechten Ausweis der Aufwendungen (Stichwort: Pensionsrückstellungen) deutlich mehr Transparenz für die Bürger. Erweiterte Kameralistik Die erweiterte Kameralistik könnte diese Fragen grundsätzlich beantworten. Dazu muss allerdings die Kameralistik um eine Vielzahl von Nebenrechnungen ergänzt werden, die die kaufmännische Doppik bereits in sich als geschlossenes System anbietet wie beispielsweise die Anlagenbuchhaltung zur Errechnung von Abschreibungen. Die Doppik bietet vom externen Rechnungswesen bis hin zur KLR in einem sich selbst kontrollierenden System den gesamten Basis-Buchungsstoff, den eine Kommune benötigt. Dazu wird in einem doppischen Rechnungssystem die Konsolidierung mit kommunalen Betrieben und die Vergleichbarkeit von Preisen, Kosten und Leistungen einfacher als in der Kameralistik. Fragen Umstellung. Braucht man die Doppik, wenn die Kameralistik seit Jahren den bewährten Standard für die Öffentliche Verwaltung darstellt? Die Kameralistik bildet Geldverbrauch, die kaufmännische Doppik den Ressourcenverbrauch ab. Die Doppik ist der Rechungsstil der Wirtschaft. Die Kommune hat jedoch andere Aufgaben. Ist die Doppik überhaupt für ein kommunales Finanz- und Haushaltswesen geeignet? Die Antwort lautet: ja. Dazu muss man Rechnungsstil und Organisationszweck unterscheiden. Die kaufmännische Doppik bezeichnet einen Rechnungsstil, wonach jeder Buchungssatz betragsgleich in Soll und Haben ausgeglichen sein muss. Bei einem Unternehmen erwarten Eigentümer und Kapitalgeber eine angemessene Verzinsung oder Rendite. Dazu ist ein Gewinn notwendig. Dieser Gewinn wird durch den technischen Einsatz der Doppik als Erfolg einer Rechnungsperiode (Ertrag minus Aufwand) ermittelt. Kleinstunternehmen arbeiten vielfach mit einer einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung auch ohne Einsatz der Doppik arbeiten diese Unternehmen gewinnorientiert. Wesensziel der Kommunen ist die Daseinsvorsorge, nicht die Gewinnerzielung. Die Doppik ist eine zweckneutrale Buchungstechnik, die von gemeinwohl- wie renditeorientierten Organisationen verwendet wird. Eine Modeerscheinung? Kann man die Doppik als eine Modererscheinung betrachten, die in ein paar Jahren wieder vergessen sein wird? Nein, die Doppik ist keine Modeerscheinung nach dem Motto: Auch dieser Anfall geht vorüber. Die doppelte kaufmännische Buchführung wird seit dem 15. Jahrhundert millionenfach verwendet. Auch sollte man nicht vergessen, dass die Doppik in anderen Ländern seit vielen Jahren auch in der öffentlichen Verwaltung Anwendung findet. Einige Bundesländer erproben die Doppik. Neben den Projektkommunen in Hessen, die das NKRS seit 2001 im Tagesbetrieb verwenden, setzt der "Oldie" des neuen kommunalen Rechnungswesens, die Stadt Wiesloch in Baden-Württemberg, das von Prof. Lüder maßgeblich gestaltete Speyerer Verfahren seit einigen Jahren im Regelbetrieb ein. In Nordrhein-Westfalen wird das im Rahmen eines Modellprojekts entwickelte Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) von einigen Modellkommunen erprobt. Hinzu kommen zahlreiche Einzelprojekte von Kommunen, die im Rahmen der Experimentierklauseln in den Gemeindeordnungen neue Wege im Haushalts- und Finanzwesen erproben. Die Rechnungsstruktur aller Modelle basiert auf einer Drei-Komponenten-Rechnung aus Vermögens-, Ergebnis- und Finanzrechnung. Die Gliederung dieser Rechnung unterscheidet sich in einigen Details. Die Bewertung des Vermögens ab dem Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz erfolgt weitgehend nach Anschaffungs- und Herstellungskosten. Unterschiede bestehen insbesondere beim verwendeten Kontenrahmen und bei der Form der Finanzrechnung Beispiel Hessen In Hessen beispielsweise wird die Doppik derzeit auf Grundlage einer Ausnahmegenehmigung nach 133 HGO eingeführt. Ziel des Projekts ist es, über die gesammelte Praxiserfahrungen Grundlagen für die noch zu erlassenden neuen Rechtsnormen des doppischen Haushaltswesen zu erarbeiten. Die Kompetenz zur Regelung des kommunalen Haushaltsrechts liegt bei den Ländern. Aus diesem Grund hat die Innenministerkonferenz eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der Entwicklung einer doppischen Mustergemeindehaushaltsverordnung befasst. Die Beratungen sollen bis 2004 zum Abschluss gebracht werden. Für die Einführung der Doppik gibt es momentan allerdings keine länderübergreifende einheitliche Vorgehensweise. So hat das Land Nordrhein-Westfalen seinen Kommunen bereits einen verbindlichen Zeitplan für eine Umstellung auf die Doppik genannt. Das Land Hessen beabsichtigt, den Kommunen nach Verabschiedung der Muster-Gemeindehaushaltsverordnung durch die Innenministerkonferenz und der Erarbeitung einer neuen hessischen Gemeindehaushaltsverordnung auf doppischer Grundlage ein Wahlrecht zwischen Doppik und erweiterter Kameralistik einzuräumen. Die Doppik führt einerseits dazu, dass die Verwaltung effizienter und bürgerfreundlicher wird, weil die aus der doppischen Buchführung gewonne Daten in Verbindung mit einer Kosten- und Leistungsrechnung überhaupt erst Entscheidungen zu Fragen der Effizienz ermöglichen. Bleiben etwa für Berechnungen über die Rentabilität einer Maßnahme Abschreibungen oder Pensionsrückstellungen unberücksichtigt, dann gehen von den derart gewonnenen Zahlen falsche Signale aus, die in der Folge zu einem wirtschaftlich falschen Verhalten führen können. Andererseits führt die Einführung der Doppik nur dann zu einem wirtschaftlicheren Verhalten, wenn Politik, Verwaltung und Bürger bereit sind, entsprechende Schlüsse zu ziehen und daraus Maßnahmen abzuleiten. Das NKRS stellt ein Entscheidungsunterstützungssystem auf doppischer Grundlage zur Verfügung es trifft selbst keine Entscheidungen. Großer Aufwand? Die erstmalige Erfassung der kommunalen Vermögensbestände ist je nach Umfang der bereits vorhandenen Vermögensdaten und Unterlagen eine große logistische Herausforderung für die Kommunen. Auch der personelle Aufwand ist nicht unerheblich. Dieser Aufwand ist jedoch einmalig zu leisten. Danach werden nur die Vermögensveränderungen erfasst (und meist auch durch geeignete Softwaresysteme unterstützt). Der Instandhaltungsstau bei Bund, Ländern und Gemeinden ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass ein Investitionsvorgang kameral nur einmal beim Erwerb erfasst wird und keine Abschätzung der Vermögenssubstanz wie der normalen Abnutzung verfügbar ist. Danach tauchen im Haushalt nur noch die Kosten für den laufenden Unterhalt auf. Die Abnutzung der Substanz, die in der Doppik als Abschreibungen (Ressourcenverbrauch) abgebildet wird, bleibt normalerweise außen vor. Das NKRS will dabei Regelungen zur Erfassung des Vermögens möglichst praxisnah gestalten und aus Gründen der Vergleichbarkeit und Manipulationsfreiheit keine Bewertungsspielräume im Sinne einer Bilanzkosmetik zulassen. Die Bewertung soll grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgen, Abschreibungen erfolgen linear. Gerade vor dem Hintergrund, dass eine Kommune sich über Mittel finanziert, die ihr die Bürger über die Zahlung von Steuern und Abgaben quasi treuhänderisch überlassen, macht die Bewertung nach dem Vorsichtsprinzip in Verbindung mit einem Ausschluss von Wahlrechten Sinn. Denn keine Kommune soll sich reicher darstellen, als sie es tatsächlich ist. Wie bereits erwähnt, ist die erstmalige Erfassung des Vermögens mit Aufwand verbunden. Der Aufwand für die Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik wird künftig durch standardisierte Verfahren erleichtert. Dass der Arbeitsaufwand für den Buchungsbetrieb leistbar ist, kann man nicht zuletzt daran sehen, dass in der freien Wirtschaft auch kleine Betriebe ohne Probleme mit der kaufmännischen Buchführung arbeiten. Und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kasse und Kämmerei sind fachlich gut ausgebildet. Zudem findet momentan aufgrund der steigenden Nachfrage ein großes Angebot an doppischer Software. Die Entwicklung findet sehr schnell statt. Bereits jetzt werden verschiedenartige Lösungen angeboten, so dass für kleinere, mittlere und große Kommunen die passende Software ausgewählt werden kann. Mit zunehmender Verbreitung der Doppik ist zu erwarten, dass im Verlauf weniger Jahre Standardangebote entwickelt werden, die auch den Einführungsaufwand für die Kommunen erheblich senken werden. Standards Das NKRS als Methodenkonzept lehnt sich eng an betriebswirtschaftliche Standards an. Die doppische Software benötigt aus diesem Grund für den Rechnungswesenkern des NKRS keine speziellen Anpassungen. Vor- und Fachverfahren wie Steuern und Veranlagungswesen, Jugend- und Sozialhilfe, können soweit die Rechnungswesen- Software nicht über eigene Fachverfahren verfügt über spezielle Schnittstellen angebunden werden. Die Kommunen sind für die technische Umsetzung des NKRS dafür nicht auf die Software einer bestimmten Firma angewiesen. Das NKRS als Methodenkonzept (logisches Modell) ist bewusst softwareunabhängig aufgebaut worden. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionsansprüche stellen einen Aufwand dar, der das Jahresergebnis belastet. Die (künftige) Belastung besteht aber immer. Die Verpflichtung zur Zahlung von Pensionen besteht ganz unabhängig von der Frage, ob das Haushaltswesen kameral oder doppisch ist. Mit anderen Worten: Geld kostet es auf lange Sicht immer. Der Vorteil der Doppik besteht darin, dass sie die zukünftigen Belastungen offen legt und derjenigen Periode zuordnet, in der sie entstanden ist. Die Kameralistik hingegen hat allein den Geldverbrauch in der betrachteten Periode zum Gegenstand und bildet zukünftige Belastungen nicht ab. Drei Komponenten Das neue doppische Haushaltswesen besteht aus einer Drei-Komponenten-Rechnung mit Vermögensrechnung (Bilanz), Ergebnisrechnung und Finanzrechnung. Die Ergebnisrechnung könnte von ihrer Funktion her erweitert um zusätzlichen Rechnungsstoff wie Abschreibungen und Rückstellungen mit dem Verwaltungshaushalt verglichen werden. Der Ausweis der Investitionen und ihrer Finanzierung erfolgt in der Finanzrechnung. Ein Teil der Finanzrechnung bildet gewissermaßen Größen ab, die mit dem kameralen Vermögenshaushalt verglichen werden könnten. Die Vermögensrechnung gibt es kameral nicht. Prinzipiell sollte man sich aber davor hüten, kamerale Begriffe unreflektiert in die Doppik zu übersetzen oder umgekehrt. Beide Systeme arbeiten mit einem anderen Rechnungs- und Buchungsstoff; die Unterschiede zwischen Kameralistik und Doppik sind zumindest an einigen Stellen zu groß, um sie mit gleichen Begriffen sinnvoll darstellen zu können. Der Produkthaushalt Der Produkthaushalt versteckt sich sozusagen im Ergebnishaushalt und wird aber nicht vergessen. Im Ergebnishaushalt der in den Kommunen die Funktion der Gewinn- und Verlustrechnung der kaufmännischen Buchführung übernimmt, werden alle für die Gesamtkommune relevanten Aufwände und Erträge dokumentiert. Der Ergebnishaushalt setzt sich aus den Teilergebnishaushalten zusammen. Diese wiederum lassen sich nach zwei Abbildungslogiken gliedern: Nach der Organisation der Kommune oder nach den Leistungen / Produkten. Die organische Gliederung entspricht der bisherigen an der Aufbauorganisation orientierten Strukturierung. Der Haushalt wird nach den einzelnen Verwaltungseinheiten aufgliedert, so dass es pro Amt, Abteilung etc. einen (Teil- )Haushalt gibt. Die produktorientierte Gliederung orientiert sich am Leistungs- und Produktspektrum einer Kommune. Diesen Leistungen und Produkten werden abhängig von der kommunenspezifischen Tiefengliederung Budgets zugeordnet, die einen Produkt-(teil)haushalt bilden. In weiten Bereichen kann durch eine produktorientierte Aufbauorganisation eine sinnvolle und klare Verknüpfung zwischen Organisation und Produktstruktur herbeigeführt werden. Der Produkthaushalt erhält seine zentrale Stellung im NKRS durch die Verknüpfung des Ressourceneinsatzes (Input) mit dem Ergebnis (Output) und den Wirkungen des Verwaltungshandelns über die Produkte und die zu ihrer Steuerung verwendeten Kennzahlen. Organisations- und Produktsicht bieten eine jeweils spezielle Sicht auf die Verwaltung und sind für die Steuerung gleichermaßen wichtig. Die Organisationssicht richtet den Blick nach innen, die Produktsicht auf die erstellten Leistungen. Die Frage kann deshalb langfristig nicht Organisations- oder Produktsicht? lauten, sondern Organisations- und Produktsicht. jü GLOSSAR Aufwand In Geld ausgedrückter, aber nicht unbedingt zahlungswirksamer Werteverzehr einer Organisationseinheit in einem Zeitabschnitt; Ausgaben für empfangene Güter und Dienstleistungen im Jahr ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit. Ertrag In Geld ausgedrückter, aber nicht unbedingt zahlungswirksamer Wertezuwachs in einem Zeitabschnitt; Einnahmen für erstellte Güter und erbrachte Dienstleistungen im Jahr ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit. Flexibilisierung Kameralistik: Beibehaltung der bisherigen Aufgliederung des Haushaltsplans in Gliederungen und Gruppierungen, aber Herstellung einer weitgehenden Deckungsfähigkeit. Dies wirkt im Gegensatz zur Globalisierung im Wesentlichen in der Phase der Haushaltsführung. Gemeinkosten Alle nicht direkt zurechenbaren Kosten. Sie werden mit Hilfe von Schlüsselungen durch Zuschläge auf die Kostenstellen und Kostenträger verrechnet. Kalkulatorische Kosten Kosten, denen kein Aufwand gegenübersteht, z. B. Kalkulatorische Mieten, Zinsen und Abschreibungen; werden unabhängig von den tatsächlichen Aufwendungen für Zwecke der Kosten- und Leistungsrechnung und Kalkulation ermittelt, um beim unentgeltlichen Zurverfügungstellen von Räumen, Krediten und Anlagegütern die damit verbundene Kostenwirkung zu fingieren. Aktive Rolle bei regionaler Wirtschaftsförderung. Kosten In Geld bewerteter Verbrauch an Gütern/Dienstleistungen zur betrieblichen Leistungserstellung.

19 PRAXIS & LÖSUNGEN SCHWERPUNKT GOVERNMENT COMPUTING Kommunales Haushalts- und Rechnungswesen FIRMENPROFIL INFOMA Eine Lösung für alle Bereiche Sichere Verfahrensabläufe durch eine unkomplizierte Bedienerführung, sehr umfangreiche programminterne Plausibilitätsprüfungen und Integration in andere Funktionsbereiche führen laut Aussage des Herstellers zu einer wesentlich verbesserten Arbeitsqualität und Steigerung der Produktivität der einzelnen Sachbearbeiter. Durch integrierte Mehrgemeinden- und Mandantenfähigkeit eignet sich das Programmsystem neben Gemeinden, Städten und Landkreisen jeder Größenordnung insbesondere auch für Verwaltungsgemeinschaften, Samt- und Verbandsgemeinden sowie für alle anderen Institutionen mit kameraler Buchführung. Mehrere Kommunen können gemeinsam und unabhängig voneinander, ihren Finanzbereich bearbeiten. Die Programm- Module HÜL (Haushaltsüberwachung), Steuern, Abgaben und Gebühren sowie Investitionsplan aus der Infoma-Kommunalserie ergänzen und unterstützen Infoma HKR und gewährleisten eine benutzerfreundliche, sichere und stets aktuelle Abwicklung des gesamten kommunalen Finanzwesens. Im Verfahren können bei einer Buchung bereits Informationen wie Kostenstelle oder Kostenträger ergänzt werden. Diese Daten werden über eine offene Schnittstelle an die Kostenrechnung übergeben. Die Einbindung der Programme in ein Anwendersteuerprogramm sichert eine einheitliche Benutzeroberfläche und ermöglicht darüber hinaus die Erstellung von individuellen Benutzer-Menüs. Kommunale Verwaltung Mit newsystem kommunal steht den Kommunen eine umfassende Produktfamilie mit dem gesamten Anwendungsspektrum des kommunalen Kassen-, Haushalts- und Rechnungswesens zur Verfügung. Haushaltsplanung, Haushaltsführung, Kasse, Veranlagung von Steuern und Abgaben, Verbrauchsabrechnung sowie verschiedenste wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben also alles, was ein klassisches HKR mit kameralistischer Buchführung beinhaltet, ist hier lösungsgerecht und benutzerfreundlich realisiert. Neben den klassischen kameralen Aufgaben erfüllt das Verfahren alle Anforderungen Integration. Mit INFOMA HKR steht den Kommunen eine dialogorientierte Anwendung zur Verfügung, die das gesamte Spektrum der Kameralistik im Öffentlichen Bereich abdeckt. Die autonome Lösung ist sachbearbeiterorientiert und geeignet für eine ganzheitliche Vorgangserfassung an der Datenquelle. EXPANSION. Da die alten Geschäftsräume im Laufe der Zeit zu eng wurden, baut Infoma die Expansion aus. Der Neubau steht kurz vor der Fertigstellung neuer Steuerungsmodelle. Die Funktionalitäten für Budgetierung, Produkthaushalt, Integration Kosten-/Leistungsrechnung, Integration Anlagenbuchhaltung und doppische Buchführung sind ebenfalls vorhanden. All diese Leistungsmerkmale entwickelte Infoma in den vergangenen zwei Jahren konsequent weiter, darunter bei Projekte von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern. Das HKR/HÜL-System der Firma Infoma erlaubt es sogar, die Finanzrechnung als Bestandteil des so genannten Drei-Komponenten-Rechnungswesens in Verbindung mit der Kameralistik einzusetzen. Der Anwender bekommt dadurch wesentlich mehr Flexibilität. Wahlmöglichkeiten Bei newsystem kommunal handelt es sich nicht um eine reine Entweder-Oder-Lösung: Laut Aussage des Herstellers erweist sich die moderne und flexible Programmstruktur mit ihren Wahlmöglichkeiten zwischen Kameralistik und Doppik als besonders kunden-, projekt- und lösungsorientiert. Für diejenigen Kunden, die ihre Organisationsabwicklung im Rahmen der Verwaltungsreform noch konsequenter vorantreiben wollen, empfiehlt sich das NFK/NKR-System. Auch hierbei handelt es sich um ein vollständig integriertes Rechnungswesen mit doppischer Haushaltsplanung, Haushaltsführung, Kasse, Veranlagung von Steuern, Abgaben, Gebühren und Beiträgen sowie Kosten-/Leistungsrechnung und Anlagenbuchhaltung ebenfalls mit der Möglichkeit, die Finanzrechnung wahlweise als Bestandteil des doppischen Rechnungswesens anzuwenden. Im Unterschied zum HKR/HÜL- System bildet hier die führende Doppik (NKF/NKR) das Kernrechnungswesen. Die Integration von Steuern und Abgaben erfolgt an ein weiteres Debitoren- und Kreditoren-Personenkontenmodell. HKR/HÜL-System Die Aufstellung des traditionellen Haushalts erfolgt mit diesem Modul. Ergänzend oder auch alternativ sind moderne Formen der Haushaltsplanung im Sinne des Neuen Steuerungsmodells mit Budgetierung und Produktbuch möglich. Die Kommunen erhalten damit einen transparenten, effizienten und stets aktuellen Haushaltsplan Basis eines gezielten Finanzmanagements zur wirtschaftlichen Kontrolle und Steuerung der Verwaltung. Effiziente Module Gegliedert in die Bereiche Bestellwesen oder Auftragsverwaltung, Anordnungswesen und Haushaltsüberwachung erlaubt das Modul auch dezentrale Erfassungen. Dadurch wird eine eigenverantwortliche Mittelbewirtschaftung gefördert. Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten zur Überwachung der Haushaltsmittel ist die wirtschaftliche Ausführung des bereitgestellten Budgets gewährleistet. Beim Funktionsbereich Kasse handelt es sich um ein vielseitiges Verfahren zur tagesaktuellen Durchführung aller buchhalterischen Aufgaben inklusive der Zahlungsverkehrsarbeiten sowie der Forderungsüberwachung. Das Modul Steuern, Abgaben, Gebühren und Beiträge bietet als vollständig in das HKR/HÜLsystem integriertes Verfahren enorme Arbeitserleichterungen. Es verarbeitet effizient alle anfallenden veranlagungsrelevanten Daten auch beispielsweise Verbrauchsgebühren wertet sie aus und speichert sie. Leistungsrechnung In fast allen Bereichen der Verwaltung ist es notwendig, neben der haushaltsrechtlichen Erfassung in der erweiterten Kameralistik eine den Leistungseinheiten der Verwaltung zugeordnete Kostenerfassung durchzuführen. Mit der intensiven Nutzung der Kostenrechnung wird es möglich, Verwaltungs- und / oder Produktbereiche gemäß der tatsächlichen Effizienz zu beurteilen. Die Kostenrechnung liefert damit in vielen Bereichen die Grundlage für Entscheidungen. Das Modul Anlagenbuchhaltung deckt alle Anforderungen der Anlagenbuchhaltung in der kommunalen Verwaltung ab, inklusive Eigenkapitalverzinsung sowie Zuschussverwaltung und ertragswirksame Auflösung der Zuschüsse. Doppische Buchhaltung Die doppische Buchhaltung lässt sich vollständig in die erweiterte Kameralistik integrieren und übernimmt hier die Verarbeitung, Auswertung und Speicherung aller finanzbuchhalterischen Daten. So ist beispielsweise die Erstellung einer Ergebnis-, Vermögens- und Finanzrechnung oder einer GuV und Bilanz problemlos möglich. Zudem stehen bei dieser Lösung zwei variable Kassenschnittstellen zur Verfügung. Die Kassenschnittstelle für den Import erlaubt beispielsweise die Anbindung sowohl an kundeneigene Applikationen als auch an Fachamtsverfahren. Mit der Kassenschnittstelle für den Export sind die Weitergabe von Informationen über eingegangene Ist-Zahlungen an das entsprechende Fachamt sowie die Anbindung von Vollstreckungsverfahren möglich. NKR/NKF-System Mit dem Produktzweig NKR/NKF- System bietet Infoma ein vollständiges Verfahren für die zielgerichtete Realisierung der Reform des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens, also der Einführung des doppischen Rechnungsstils. Basis dafür sind die von den Projektarbeitsgruppen der Innenministerien beschäftigt heute über zehn Angestellte spezialisiert auf Wirtschaft und IT deren Aufgabe allein darin besteht, Softwarelösungen und Hardwareplattformen zu realisieren, die sämtliche Abläufe der Organisation, Verwaltung und Produktion effektiver, rationeller und transparenter machen. Insgesamt betreut das Unternehmen 550 Kunden aus den Bereichen Kommune, Industrie, Handel und Dienstleistungen. Der Maßstab für die Qualität der Leistungen sind dabei die höchsten Zertifizierungen durch die Partner. Bei Infoma handelt es sich um ein Kompetenz-Zentrum für kommunale Auftraggeber mit vier Geschäftsstellen in Deutschland zur bundesweiten Bürgernähe. Über 300 Verwaltungen haben sich bereits für die Lösungen von Infoma entschieden, rund Anwender nutzen sie. Die Software aus Ulm steuert Abläufe in Rathäusern und Landratsämtern in der gesamten Bundesrepublik. Durch Wissenaustausch und permanenten Dialog werden immer weitere Anwendungsgebiete erschlossen zum Nutzen aller Beteiligten. Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens, Baden-Württembergs sowie des Städte- und Gemeindetags in Bayern erarbeiteten Konzepte. Sie zielen auf ein Drei-Komponenten- System mit Finanz-, Ergebnis-, Vermögensrechnung und -planung. Im NKR/NKF-System ist das Drei- Komponenten-System planungsund rechnungsseitig durchgängig integriert umgesetzt. Für das Verfahren wurde die bisherige Doppik vollständig weiterentwickelt. Das Ergebnis ist ein hoch spezialisiertes kaufmännisches (doppisches) Buchungssystem für das neue öffentliche Rechnungswesen. Ein Hauptleistungsmerkmal der Lösung ist die integrierte Finanzrechnung. Sie erfolgt in laufender direkter Mitführung und ermöglicht so jederzeit den einfachen Ausweis der unterjährigen Liquidität als auch den differenzierten Nachweis der Finanzmittelherkunft und -verwendung. Durch die klare Integration der Finanzrechnungskonten in den doppischen Verbund und das statistische Mitführen der Finanzmittelkonten ergibt sich ein geschlossener Buchungskreislauf. Gleichzeitig vereinfacht sich die Abstimmung, da die Finanzrechnungskonten als Unterkonten der Finanzmittelkonten zu sehen sind. jü Kommunale Dienstleister Itebo setzt auf starke Partnerschaft Symbiose. Als der Abieter für kommunale DV-Projekte, Itebo GmbH, sein selbst entwickeltes Rechnungswesen ablöste, kam nur eine Softwarelösung infrage, die Kameralistik als auch Doppik vorhielt. Die Leistungsmerkmale der integrierten Infoma-Komplettlösung newsystem kommunal waren schließlich überzeugend. Die Partnerschaft mit dem Ulmer Anbieter läuft überaus gut. Das beweisen die erfolgreichen Umstellungen des Kernhaushalts auf das neue Finanzwesen bei vier Pilotprojekten. Die Anfang 2000 aus einer Fusion zwischen der Kommunalen Datenzentrale Osnabrück und der IT-Abteilung der Osnabrücker Stadtwerke AG entstandene Itebo GmbH (Informationstechnologie Emsland Bentheim Osnabrück) kann auf langjährige Erfahrungen als IT-Dienstleister verweisen. Neben Kommunen betreut die Itebo GmbH auch kirchliche Einrichtungen sowie Unternehmen der Versorgungswirtschaft. Mit einem 120 Mitarbeiter starken Team aus Verwaltungs- und Technikspezialisten stellt das Software- und Systemhaus ein Höchstmaß an kameralem und betriebswirtschaftlichem Know-how zur Verfügung. Schon frühzeitig liefen im Hause Überlegungen, das bisher eingesetzte, selbst entwickelte kommunale Rechnungswesen abzulösen und den Kunden ein für die künftigen Anforderungen des kommunalen Finanzmanagements geeignetes Verfahren zu bieten. Unbedingte Voraussetzung dabei war, dass die neue Finanzsoftware nicht auf Ausschließlichkeit basierte; das System sollte sowohl das traditionelle kamerale Buchen als auch die Doppik unterstützen. Der sehr strukturierte Auswahlprozess mit Checklisten, Gewichtung und Bewertung führte die Itebo-Verantwortlichen zur Infoma Software Consulting GmbH und deren integrierter Komplettlösung newsystem kommunal. Heino Kruft, Projektleiter für die Einführung von newsystem kommunal, erläutert die ausschlaggebenden Entscheidungskriterien: Die zwei wichtigsten Punkte für uns waren ganz klar der auf Navision basierende doppische Kern sowie die volle Integration der einzelnen Funktionalitäten im System, beispielsweise die Veranlagung von Steuern und Abgaben oder die Kosten-/Leistungsrechnung, die nicht über Schnittstellen realisiert werden müssen. Dass im Rahmen des niedersächsischen Pilotprojekts Einführung einer integrierten Finanzsoftware mit Umstieg auf die Doppik in Uelzen mit newsystem kommunal gearbeitet werden sollte, bestätigte den Entschluss. Erste Interessenten für die Umstellung waren die Gemeinde Hagen a.t.w. sowie die Samtgemeinden Spelle und Neuenhaus, jeweils mit deutlich mehr als Einwohnern. Alle drei gehörten bereits der Projektgruppe an, die den Auswahlprozess begleitet hatte. Als Letzte im Bunde der Piloten kam einige Zeit später die fast Einwohner zählende Gemeinde Salzbergen hinzu. Nach neunmonatiger Vorbereitungszeit, in denen das zuständige Projektteam der Itebo GmbH tatkräftig von Infoma unterstützt wurde, konnten die Kommunen im Spätsommer 2001 bereits für das kommende Haushaltsjahr planen. Die Pilotverwaltungen setzen das HKR/HÜL-System von n ewsystem kommunal mit der klassisch kameralen Haushaltsplanung, Kasse, sowie Veranlagung von Steuern, Abgaben, Gebühren und Beiträgen ein. Priorität hatte die Umstellung des Kernhaushalts. Dabei wurde nicht 1:1 auf die reine Kameralistik umgestellt. Vielmehr arbeiten die Verwaltungen mit der erweiterten Kameralistik, die auch die Module Kostenrechnung und Anlagenbuchhaltung umfasst. Die bilanzpflichtigen Eigenbetriebe Hafenbetriebsgesellschaft Spelle mbh sowie das Wasserwerk Hagen a.t.w. buchen dagegen mit dem Infoma-Modul Finanzbuchhaltung schon kaufmännisch. Die flächendeckende Doppik als führende Buchungssystematik war und ist für die vier Gemeinden aber noch kein Thema. Warum das so ist, ist für Itebo klar: Die notwendigen Richtlinien und Gesetze sind noch nicht endgültig verabschiedet. In Niedersachsen beginnt die Übergangsfrist für die Umstellung auf das doppische Finanzwesen erst 2005 und läuft bis Zum jetzigen Zeitpunkt finden sich aber verständlicherweise nur schwer Kunden, die sich schon für die Doppik entscheiden. Die Kommunen warten erst ab, was für die vier Piloten keinesfalls einen Nachteil bedeutet, denn hier kommt ein Leistungsmerkmal des Infoma-Systems zum Tragen: Denn die zukunftsorientierte Programmarchitektur des Verfahrens erlaubt es jedem Anwender, zunächst die Kameralistik zu nutzen und später einfach auf die Doppik umzusteigen. Oder wie im Falle der vier Itebo-Pilotkunden den Mittelweg der erweiterten Kameralistik mit klassisch-kameraler Buchung, ergänzt um Kosten-/Leistungsrechung und Anlagenbuchhaltung, zu gehen. jü

20 22 GOVERNMENT COMPUTING TECHNOLOGIE PRAXIS & LÖSUNGEN Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin PROJEKT-DATEN Hohe Kostentransparenz und effiziente Beschaffung Entwicklungen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) koordiniert die Forschungsprojekte in den Bereichen Arbeitsbedingungen und Arbeitssicherheit. Sie entwickelt Problemlösungen und fördert deren betriebliche Anwendung, etwa durch Aus- und Fortbildung. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat folgende Komponenten gewählt: Die Software M1 mit den Anwendungen Haushalt Kosten- und Leistungsrechnung Anlagenbuchhaltung Lager Digitale Vergabe VOL/A Die Software Mach Web mit den Anwendungen Web-Zeiterfassung Web-Bestellanforderung Datenbank Oracle Zu ihrem vielfältigen Aufgabenbereich gehören zudem wissenschaftliche Beratung, Wissensgenerierung, Öffentlichkeitsarbeit, der Betrieb der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (DASA) sowie hoheitliche Aufgaben als Bewertungs- und Zulassungsstelle nach dem Chemikaliengesetz. Im Zuge der Reformbemühungen hat die Bundesanstalt 2001 beschlossen, zur Unterstützung der zentralen Verwaltungsprozesse und zur Erhöhung der Kostentransparenz ein umfassendes Managementsystem einzuführen. Dabei sollten Kosten- und Leistungsrechnung (KLR), Berichtswesen, Haushalt, Beschaffung/Logistik und Anlagenbuchhaltung in einem System abgebildet werden. Heterogene Anforderungen Die Anforderungen an eine Software-Lösung sind für die verschiedenen Verwaltungsprozesse in den einzelnen Organisationsbereichen sehr unterschiedlich. Eine Besonderheit ergibt sich zum Beispiel durch das Aufgabenprofil der Deutschen Arbeitsschutzausstellung. Der Bereich der Laboratorien ist dagegen durch den hohen Grad der Ausstattung mit Anlagegütern geprägt. Das Projekt Einführung eines integrierten Managementsystems bei der BAuA startete zum Beginn des Jahres Die Bundesanstalt verfolgt in erster Linie drei Zielsetzungen. Zum Einen soll die Kosten- und Leistungsrechnung abgebildet werden. Des Weiteren ist vorgesehen, die Beschaffungs- und Bewirtschaftungsprozesse umfassend zu unterstützen sowie die Anlagenbuchhaltung zu bewerkstelligen. Grundlage für die Realisierung des Projektes waren die zeitgleich von der IN- FORA GmbH Unternehmensberatung durchgeführten Projekte zur schrittweisen Implementierung der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) in der Bundesanstalt sowie die Organisationsuntersuchung in der Zentralabteilung der Behörde. So konnte neben den funktionalen Aspekten der eingesetzten Software- Produkte insbesondere auch den erforderlichen organisatorischen Rahmenbedingungen innerhalb der BAuA Rechnung getragen werden. Zudem ist die dezentrale Struktur der Bundesoberbehörde von besonderer Wichtigkeit für die Konzipierung der künftigen IT-Struktur. Entscheidung für Mach Aus der Sicht der BAuA musste eine Softwarelösung gefunden werden, die imstande ist, die sehr heterogenen Anforderungen der einzelnen Organisationseinheiten ganzheitlich abzubilden. Deshalb fiel die Entscheidung zu Gunsten der Produkte M1 und Mach Web des Lübecker Software- und Beratungshauses Mach. Zur Durchführung des Projektes haben die Beteiligten Gremien installiert, mit deren Hilfe die Prozesse der KLR-Einführung, der Neuorganisation des Verwaltungsbereiches sowie der parallel dazu durchgeführten Software-Einführung gesteuert werden. Oberstes Entscheidungsgremium ist der Lenkungsausschuss, der unterstützt durch die Projektleiter von der Bundesanstalt, Infora und Mach das Projekt steuert. Die Bearbeitung der einzelnen Fachthemen erfolgt in den Arbeitsgruppen KLR, Haushalt und Beschaffung. Web-basierte Zeiterfassung In der ersten Projektphase hat die BAuA bei der Deutschen Arbeitsschutzausstellung den Pilotbetrieb mit der Web-Zeiterfassung aufgenommen. Parallel dazu erfolgte die Einrichtung einer Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung in M1. Innerhalb eines fünfwöchigen Zeitraums vom 21. Mai bis 5. Juli 2002 haben sämtliche Mitarbeiter der DASA ihre Arbeitszeiten mit der Anwendung Web-Zeiterfassung über eine Intranet-Startseite erfasst. Des Weiteren wurde die Leistungsverrechnung mit M1 für diesen Bereich vollständig implementiert und auf Basis der Zeiterfassungsdaten erfolgreich getestet. Dabei zeigte sich, dass die Verrechnung von Gemeinkosten aufgrund der Besonderheiten der OBEN: Das Firmengebäude der Mach AG in Lübeck LINKS: Diplom-Ingenieur Michael Bartels stellt für die Kunden ein Software-Update auf dem Internet-Server der Mach AG bereit DASA als Ausstellungsbetrieb schnell sehr komplex wird. Das Ziel, alle Informationsbedürfnisse befriedigen zu können und gleichzeitig einen noch überschaubaren Grad der Komplexität zu erhalten, konnte dennoch erreicht werden. Erfolgreicher Testbetrieb Bis zum 31. Dezember 2002 läuft der Pilotbetrieb der Software in ausgewählten Beschaffungsstellen. Während dieser Projektphase geht es darum, Erfahrungen bezüglich der M1- und MACH Web-Konfiguration sowie der Arbeitsabläufe zu erlangen. Auf Basis dieser Erfahrungen wird zum 1. Januar 2003 der Übergang in den Echtbetrieb erfolgen. In den Bereichen Mittelbewirtschaftung/Beschaffung, Vergabe nach VOL/A sowie Anlagenwirtschaft hat die Bundesanstalt einen umfassenden Testbetrieb der Software erfolgreich durchgeführt. Dabei erwies sich die Kooperation zwischen den Projektbeteiligten BAuA, Infora und Mach als sehr fruchtbar. Ab dem 1. Januar 2003 geht die Zeitaufschreibung in der Online-Service Router-Fernwartung Schnittstellen ab 1. Januar 2004: F15- Schnittstelle zum HKR- Verfahren des Bundes Anwender in der Endausbaustufe (verteilt über alle Standorte) ca. 600 Zeiterfasser ca. 600 Mitarbeiter als dezentrale Anforderer ca. 30 Mitarbeiter in den Kernbereichen Beschaffung, Haushalt, Anlagen und KLR ca. 30 Mitarbeiter im Bereich Auswertungen Produktivbetrieb ab 1. Januar 2003 Echtbetrieb der Web-Zeiterfassung in ausgewählten Bereichen ab 1. Januar 2004 Ausweitung des Echtbetriebs Kostenund Leistungsrechnung, Haushalt und Beschaffung auf alle relevanten Bereiche der Bundesoberbehörde DASA und in der Abteilung 2 der BAuA in den Echtbetrieb. Fazit Die anderen Bereiche der BAuA werden jeweils sobald die KLR- Konzepte fertiggestellt sind nach kurzen Testphasen auch mit der Zeiterfassung in den Produktivbetrieb gehen. Ebenfalls zum 1. Januar 2003 wird der Betrieb mit M1 und Mach Web auf alle Beschaffungsstellen der BAuA ausgedehnt. Spätestens ab Januar 2004 werden alle Mitarbeiter der BAuA an der Zeiterfassung teilnehmen, so dass in der KLR die Personalkosten vollständig dargestellt werden können. Zudem ist geplant, sämtliche Arbeitsabläufe in einem Workflowund Dokumentenmanagementsystem möglichst papierlos abzuwickeln. Im Haushaltsbereich wird mit Beginn des Jahres 2004 die F15- Schnittstelle zum HKR-Verfahren des Bundes eingesetzt. df Plattform für Diskussion und Erfahrungsaustausch Moderne Verwaltung hautnah erlebt Diskussion. Im November veranstaltete die Mach AG ein Forum unter dem Motto Innovatives Management Über 120 Führungskräfte aus Öffentlichen Verwaltungen und Organisationen waren zu dieser Veranstaltung in die Hansestadt Lübeck gekommen, da sie eine ideale Gelegenheit zur Diskussion und für den Erfahrungsaustausch bot. Die Teilnehmer diskutierten über die Bedeutung eines modernen Personalmanagements für die Zukunftsfähigkeit Öffentlicher Verwaltungen. Einige der Fagen waren: Welche Anforderungen werden an ein öffentliches Personalmanagement gestellt? Welche Veränderungen bestimmen die Entwicklungen im Öffentlichen Bereich? Welche Herausforderungen stellen die Bemühungen um egovernment an ein modernes Personalmanagement? Und schließlich: Wie wird Personalmanagement in das umfassende Themenspektrum der Verwaltungsmodernisierung eingeordnet? Weitgehende Einigkeit Öffentliche Verwaltungen können sich ohne ein strategisches Personalmanagement nicht zukunftsorientiert positionieren darüber herrschte bei den Experten weitgehend Einigkeit. Doch der momentane Zustand in vielen Behörden und Einrichtungen trägt dieser Einschätzung nur bedingt Rechnung, berichtete Senatsdirektor Dr. Volker Bonorden aus einer Vorlage des Personalamtes der Freien Hansestadt Hamburg, die die Ergebnisse einer Strategiediskussion vom März 1972 zusammenfasste. Bereits damals diskutierte die Verwaltung über die Notwendigkeit, von der Personalverwaltung zu einem modernen Personalmanagement zu kommen. Einführende Rhetorik Prof. Dr. Dietrich Budäus von der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik sieht in diesen Aussagen oft nur eine einführende Rhetorik, denn angesichts vieler Restriktionen und Problemfelder vollziehen sich seiner Auffassung nach Änderungen und Anpassungen eher systemkonform und schwerfällig. Die besondere Rolle der Führungskräfte für ein modernes Personalmanagement betonte auch Torsten Albig, Personaldezernet der Landeshauptstadt Kiel. Deshalb sei das Training der Führungskräfte speziell in diesem Prozess ein wichtiger Faktor. Neben dem Schwerpunktthema Personalmanagement boten verschiedene andere Foren, Vorträge und Diskussionen Einblicke in aktuelle Modernisierungsprojekte. Rainer Kaminski vom Landkreis Harburg berichtete beispielsweise über die Einführung des Web Information Managers. Seine Verwaltung will nicht nur die Vorgangsbearbeitung vereinfachen, sondern darüber hinaus einen wesentlichen Schritt in Richtung elektronischer Akte unternehmen. Strategisches Controlling Um Fragen des strategischen Controllings, die Abbildung und Aussagekraft von Leistungen oder die Führung komplexer Organisationen drehten sich Foren für Bundesbehörden, Lehr- und Forschungseinrichtungen oder Kirchenverwaltungen. Auch die Schritte zur Vorbereitung dieser Reformbemühungen wurden durchleuchtet. Die Teilnehmer waren letztlich fast einer Meinung: Es war eine hochwertige Kongressveranstaltung, durch die sich interessante Anknüpfungspunkte ergaben. jü

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