GEHIRN UND MULTIPLE BEHINDERUNG

Save this PDF as:
Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "GEHIRN UND MULTIPLE BEHINDERUNG"

Transkript

1 GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN GEHIRN UND MULTIPLE BEHINDERUNG G. Roth, 2010

2 THEMEN DES VORTRAGS Grundaufbau des menschlichen Gehirns Wie entwickelt sich dieses Gehirn? Wie bilden sich dabei ein Körperschema, eine Raumvorstellung und ein Selbst aus? (Wie) können sensorische und motorische Ausfälle kompensiert werden? Wie ist Kommunikation mit mehrfach behinderten Menschen möglich?

3 GRUNDFUNKTIONEN DES MENSCHLICHEN GEHIRNS Regulierung lebenserhaltender Funktionen: Kreislauf, Atmung, Blutdruck, Hormonhaushalt, Nahrungsaufnahme, Reflexe, grundlegende Affekte wie Abwehr, Flucht usw. Wahrnehmung der Außenwelt und des eigenen Körpers: Sehen, Hören, Tast- und Vibrationssinn, Gleichgewichts- und Körperstellungssinn, Schmecken, Riechen, Wärme-Kältesinn Bewegungssteuerung Formatvorlage des Untertitelmasters (Motorik) durch Klicken bearbeiten Kognitive Leistungen: Konstruktion der Wahrnehmungswelt, Denken, Erinnern, Vorstellen, Handlungsplanung Emotional-motivationale Leistungen: Gefühle, Motive, Bewertung Kommunikative Leistungen: Sprache, Mimik, Gestik

4 QUERSCHNITT DURCH DAS MENSCHLICHE GEHIRN 1 Endhirn Telencephalon 3 Zwischenhirn Diencephalon 4 Mittelhirn Mesencephalon 5 Brücke Pons 6 Kleinhirn Cerebellum 7 Verlängertes Mark Medulla oblongata 8 Rückenmark Medulla spinalis

5 Seitenansicht des menschlichen Gehirns Wiegt durchschnittlich Gramm Enthält ca. 100 Milliarden Nervenzellen, ca. 12 Milliarden davon in der Großhirnrinde (Cortex)

6 QUERSCHNITT DURCH DAS GEHIRN AUF HÖHE DES HIPPOCAMPUS Cortex Corpus callosum Thalamus Basalganglien Hippocampus

7 Funktionale Gliederung der Großhirnrinde BEWEGUNGS- VORSTELLUNGEN ANALYSE PLANUNG ENTSCHEIDUNG MOTORIK SOMATOSENSORIK KÖRPER RAUM SYMBOLE SPRACHE Formatvorlage des Untertitelmasters durch Klicken bearbeiten SEHEN BEWERTUNG AUTOBIOGRAPHIE HÖREN SPRACHE OBJEKTE GESICHTER SZENEN

8 SOMATOSENSORISCHES, PROPRIOZEPTIVES UND MOTORISCHES SYSTEM

9 Aufbau der Haut und Sitz der taktilen Sinnesrezeptoren, Wärme-Kälte-und Schmerzrezeptoren

10 Propriozeption wird durch Muskelspindeln, Sehnenorgane, Gelenkkapsel- Körperchen und Bindegewebs-Rezeptoren vermittelt. Längsansichten von Muskelfasern + Muskelspindel Lichtmikroskopie Schema Muskelspindeln sind Dehnungsrezeptoren, die parallel zu den extrafusalen Fasern angeordnet sind. Es sind spindelförmige Gebilde mit veränderten dünnen Muskelfasern im Innern.

11 SOMATOSENSORISCHER CORTEX Der somatosensorischecortexhat drei Regionen: den primären (SI; Area 1,2,3) und den somatosensorischen sekundären Cortex, den posterior parietalen Cortex(Area 5,7). Coronalschnitt

12 Sensorischer Homunculus Motorischer Homunculus

13 Ohne sensomotorischerückkopplung können wir uns nicht effektiv bewegen. Sie sagt uns, dass Bewegungen so, wie intendiert, ausgeführt wurden. Eine Unterbrechung der Rückkopplung führt zur Fremdheit des entsprechenden Körperteils. SENSOMOTORISCHE RÜCKKOPPLUNG

14 GLEICHGEWICHTSSYSTEM UND AUDITORISCHES SYSTEM

15 Schema der zentralen Verbindungen des N. vestibularis Körpergleichgewicht Körperbewegung Kopfbewegung Augenbewegung

16 Schema der zentralen Verbindungen des Hörnerven Primäre Hörrinde Thalamus des Zwischenhirns Mittelhirndach Verlängertes Mark Innenohr

17 DAS VISUELLE SYSTEM

18 SEHBAHN Netzhaut Optischer Nerv Sehnervkreuzung Optischer Trakt Lateraler Kniehöcker (Thalamus) Formatvorlage des Untertitelmasters durch Klicken bearbeiten Sehstrahlung Primärer visueller Cortex

19

20

21 KONSTRUKTION DER WAHRNEHMUNGSWELT Das sensomotorischesystem (taktiles System, Gleichgewichtssystem und motorisches System) ist zuerst aktiv und bestimmt die Ent-wicklungdes visuellen System (primäre Raumorientierung, Unter-scheidungvon Körper und Nichtkörper durch sensomotorischerückkopplung). Das visuelle System bestimmt teilweise rückwirkend das sensomotorische System und das Hörsystem (multisensorisches Körper - und Raumschema). Das gustatorischeund olfaktorischesystem spielen hier nur eine geringe Rolle (keine Projektionen zum Neocortex ). Diese Sinnesempfindungen werden über aktive Körperbewegungen im parietalen und temporalen Cortex zu einer einheitlichen Körper- Umgebungs-Welt zusammengefügt.

22 FUNKTIONEN DES LIMBISCHEN SYSTEMS Regulation der vegetativen Grundfunktionen des Körpers: Atmung, Blutkreislauf, Stoffwechsel, Verdauung, Hormonhaushalt, Bewusstheit-Schlafen-Wachen, Immunsystem Kontrolle lebenserhaltender Verhaltensweisen und affektiver Zustände: Flucht-Verteidigung-Angriff, Nahrungsaufnahme, Fortpflanzung und Brutfürsorge, grundlegendes soziales Verhalten Formatvorlage des Untertitelmasters durch Klicken bearbeiten Emotionale und motivationaleverhaltenssteuerung und Verhaltensbewertung Steuerung von Bewusstseinzuständen, Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnisbildung

23 Das limbische System ist Sitz der vegetativen Reaktionen, der unbewussten Affekte, Emotionen und Motive Hypothalamus (nach Spektrum der Wissenschaft, verändert) Limbisches System

24 INSULÄRER CORTEX

25 Selbst empfundener Schmerz und empathischer Schmerz im somatosensorischen und im insulären Cortex( Spiegelneurone )

26 Zentrum für Angeborene affektivemotionale Reaktionen und emotionale Konditionierung Amygdala (Mandelkern)

27 FUNKTIONEN DER MENSCHLICHEN AMYGDALA Erkennen emotionaler Komponenten bei Bildern, Gesichtern und Situationen Furchtkonditionierung Einspeichern (rechts) und Abrufen (links) emotional getönter Inhalte des episodischen Gedächtnisses, aber nicht bei nicht-emotionalen Inhalten. Interaktion mit Hippocampus, anterioremcingulären, insulärem und orbitofrontalem Cortex, Striatum und mesolimbischem System. Generelle Funktion: Regulation spontanen emotional-affektiven Verhaltens und emotionale Steuerung bewussten Verhaltens, Denkens, Erinnerns.

28

29 Mesolimbisches System: Reaktion auf neuartige, überraschende Reize Antrieb durch Versprechen von Belohung (Dopamin) Belohnungssystem (hirneigene Opiate) Nucleus accumbens Ventrales Tegmentales Areal

30 FUNKTIONEN DES VENTRALEN STRIATUM -NUCLEUS ACCUMBENS Kontrolle motivationalerund lustbetonter ( hedonischer ) Zustände Steuerung des aktiven Belohnungsverhaltens und der Belohungssuche Repräsentation des Belohnungswerts von Objekten und Handlungen Steuerung von Belohnungserwartung und Registrierung der Belohnungserfüllung

31 HIRNENTWICKLUNG

32 Vorgeburtliche Entwicklung des menschlichen Gehirns

33 VORGEBURTLICHE HIRNENTWICKLUNG Woche: Beginn der Entwicklung limbischerzentren (Hypothalamus, Amygdala, Septum, Nucleus accumbens) Woche: Beginn der Entwicklung der Basalganglien, von Teilen des Kleinhirns, des limbischen Cortex 13. Woche: Beginn der Entwicklung des Hippocampusund der umgebenden Rinde Woche: Beginn der Entwicklung des Cortex, des Gyrus cinguli, des Hinterhaupts- und Scheitellappen 22. Woche: Beginn der Entwicklung des Hippocampo-corticalen Systems Beginn der Entwicklung des präfrontalen Cortex

34 Die Interaktion mit der Umwelt beginnt bereits vor der Geburt!

35 Neurobiologische Erkenntnisse Die menschliche Entwicklung vollzieht sich im Zusammenspiel zwischen Umwelt und Gehirn Erfahrungen tragen zu Verknüpfungen von Neuronen bei Die Verknüpfung der Neuronen erfolgt überproportional häufig in der frühen Kindheit und nimmt zum Erwachsenenalter hin langsam ab

36 FRÜHES LERNEN UND HIRNREIFUNG A Dendrit Axon Synapse B Grobvernetzung Verstärkung Abschwächung C Umwelt emotionale Erfahrungen, Lernen, Erziehung I I I I I Formatierung, Feinvernetzung

37 Entwicklung der Synapsenzahl im Laufe des Lebens

38 NACHGEBURTLICHE HIRNENTWICKLUNG Dendritenentwicklung und Synapsendichte Visueller Hinterhauptscortex: Höhepunkt der Dendritenentwicklung und Synapsendichtemit einem Jahr, dann Reduktion bis zum 11. Jahr. Broca-Sprachareal(grammatisch-syntaktische Sprache): Ausreifung ab Ende des dritten Jahres. Frontalcortex(Intelligenz/Denken/Urteilskraft): Höhepunkt der Dendritenentwicklung und Synapsendichtemit 1 Jahr (doppelt so hoch wie im visuellen Cortex). Reduktion ab 5-7 Jahren, Ende mit ca. 16 Jahren, beim OFC bis 22 Jahren.

39 SENSORISCH-MOTORISCHE PLASTIZITÄT DES GEHIRNS Das menschliche Gehirn kann nach der Geburt Verletzungen nicht mehr regenerieren und fehlende oder fehlentwickeltesysteme nicht mehr neu aufbauen. Es kann jedoch die vorhandenen Systeme reorganisieren und Defizite zumindest teilweise kompensieren, indem vorhandene Systeme fehlende oder ausgefallene Funktionen teilweise übernehmen. Die Plastizität des Gehirns ist vor und in den ersten Jahren nach der Geburt maximal, doch auch später können wichtige Fehlentwicklungen zumindest teilweise kompensiert werden. Ständiges Training ist eine der wichtigsten Grundlagen der Reorganisation und Kompensation. So vergrößern Fingerübungen die corticale Repräsentation der Finger (z.b. bei Klavierspielern), diese geht aberbei Beendigung des Übens wieder zurück.

40 DER EINFLUSS DER KÖPERSENSORIK UND DER BEWEGUNG AUF DIE VISUELLE WAHRNEHMUNG Kohlers Umkehrbrillenexperiment Held und Heins Katzenexperiment

41 Strattonsund Kohlers Experimente mit Umkehrbrillen (oben-unten, rechts-links oder lokale Verzerrungen): Am Anfang ist jede Bewegung und Orientierung sehr schwierig, weil Welt und Körperbewegungen nicht koordiniert sind und die Welt sich falsch zu bewegen scheint, was Übelkeit hervorruft. Am schwierigsten ist die Kontrolle des eigenen Körpers. Durch Bewegungsübungen werden Welt und Körper zunehmend stabiler, auch wenn sie nicht (entgegen vieler Behauptungen) oder nur für wenige Augenblicke nicht wirklich richtig aussieht. Der Körper lernt nach wenigen Tagen, mit dem fremden Aussehen somatosensorischund motorisch umzugehen und sich normal zu verhalten. Helds und Heins Katzenexperimente (1963): Von einem Kätzchenpaar kann eines sich aktivbewegen, das andere wird von ihm passiv bewegt. Letzteres hat dieselben visuellen Erfahrung, führt aber keine aktive Exploration der Umwelt aus. Es kann sich später im Gegensatz zum ersten Kätzchen nicht in seiner normalen Umwelt bewegen, weil es nicht gelernt hat, seine Körperbewegungen und seine visuelle Umwelt aufeinander abzugleichen.

42 Bei Blindgeborenen dehnt sich die corticalerepräsentation der Hand in den Bereich des visuellen Cortexaus (Röder et al., Elbert et al.). Ebenso erhöht sich bei ihnen die taktile Feinauflösung (Röder und Rösler, 2001; Elbert und Rockstroh, 2006) = Kreuzmodale Plastizität. Geburtsblinde Kinder zeigen in der Regel Defizite bei der Entwicklung der räumlichen Repräsentation des Körpers und der Welt. Diese können durch verstärktes Training ausgeglichen werden. Der Erwerb haptischer Erfahrungen ist nicht zwingend an visuelle bzw. visuellauditorischeerfahrungen gebunden. Auch geburtsblinde Kinder sind zu einem 2-D 3-D-Transfer fähig. Ihre räumliche Welt scheint ähnlich strukturiert zu sein wie die sehender Kinder. Geburtsblinde können die Welt taktil bessererfassen als Sehende (Röder und Rösler, 2001, Elbert und Rockstroh, 2006). Aufgrund genetischer Vorgaben bauen sie nicht eine ganz andere Welt auf. Dies zeigt sich bei der Umwandlung des Sehcortex in den Hörcortex und umgekehrt: die typischen corticalenorganisationsmerkmale bilden sich aus, wahrscheinlich unter Einfluss des Thalamus.

43 Aus Röder und Rösler, 2000

44 Blindenschrift-Lesen mit mehreren Fingern: Lesegeschwindigkeit, die mit einem Finger langsam ist, erhöht sich dramatisch. Gleichzeitig zeigen sich im Cortex stark überlappende Projektionen (Diskriminationder einzelnen Finger sinkt zugunsten der Empfindlichkeit (Aus Elbert-Rockstroh, 2006, S. 649).

45 SENSOMOTORISCHE TRAININGSMÖGLICHKEITEN BEI TAUBBLINDGEBORENEN Das taktile, propriozeptiveund motorische System bleiben ein Leben lang sehr plastisch. Bei genügendem Training kann dieses sensomotorischesystem viele Funktionen der visuellen und auditorischenraumorientierung übernehmen. Beim Training muss die Stimulation intensiv, langandauerndund verhaltensrelevant-funktionsbezogenbesetzt sein, dann ist sie kompensatorisch besonders wirksam. Es gibt einen starker Einfluss von Aufmerksamkeitund emotionalerzuwendung (stabile Beziehungen) auf den Grad der Kompensation.

46 WIE IST KOMMUNIKATION MIT TAUBBLINDGEBORENEN MÖGLICH? Menschen verfügen über angeborene nichtsprachlichliche sensomotorische, gustatorischeund olfaktorischekommunikationssysteme. Taktile und somatische Kommunikation: Berühren, Streicheln, in dein Arm nehmen wirken nichtverbal kommunikativ über das limbischesystem. Gegenseitiges Abtasten des Gesichts. Sprachliche Kommunikation mithilfe von Blindenschrift, Stimulation der Hand, der Finger usw. Musik, Tanzen, Vibrationen spüren. Rhythmik ist ein sehr gutes Kommunikationsmittel. Zeichnen: Herstellung taktiler Zeichnungen mit dem Sewell raised line drawingkit, bei denen gezeichnete Striche in erhobene Linien umgewandelt werden. Interessanterweise sind die Kinder beim Zeichnen besser als beim Wiedererkennen (sequentielle Informationsverarbeitung). Geruch und Geschmack scheinen wenig erprobt zu sein.

GERHARD ROTH. ENERGIEWENDE ERFORDERT BEWUSSTSEINSWANDEL Anmerkungen aus Sicht der Hirnforschung Teil 1: Einführung

GERHARD ROTH. ENERGIEWENDE ERFORDERT BEWUSSTSEINSWANDEL Anmerkungen aus Sicht der Hirnforschung Teil 1: Einführung GERHARD ROTH ENERGIEWENDE ERFORDERT BEWUSSTSEINSWANDEL Anmerkungen aus Sicht der Hirnforschung Teil 1: Einführung Symposium Klimawandel im Kopf Ausgangssituation Die generelle Bereitschaft zum sorgsamen

Mehr

GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN HABEN WIR EINE WAHL?

GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN HABEN WIR EINE WAHL? GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN HABEN WIR EINE WAHL? G. Roth, 2007 AUSGANGSFRAGE Wir haben das unabweisbare Gefühl, dass wir innerhalb weiter Grenzen in unserem täglichen Leben

Mehr

Vorlesung Einführung in die Biopsychologie

Vorlesung Einführung in die Biopsychologie Vorlesung Einführung in die Biopsychologie Kapitel 3: Anatomie des Nervensystems Prof. Dr. Udo Rudolph Technische Universität Chemnitz, Germany Anatomie des Nervensystems INPUT: Wie viele Nervenleitungen

Mehr

Frühkindliche Gehirnentwicklung

Frühkindliche Gehirnentwicklung Bindung als Voraussetzung für die weitere Entwicklung Klausur der Hauptamtlichen Päd. Mitarbeiterinnen LeF Frühkindliche Gehirnentwicklung Bindung Vortrag: Bindungsentwicklung als Voraussetzung für -die

Mehr

GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN DER MENSCH ALS INFORMATIONSWESEN

GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN DER MENSCH ALS INFORMATIONSWESEN GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN DER MENSCH ALS INFORMATIONSWESEN G. Roth, 2007 AMBIVALENZ DES INFORMATIONSBEGRIFFS Information als Signal bzw. Zeichen (Nachrichtentechnik) Information

Mehr

Areale des Gehirns. Los geht s!

Areale des Gehirns. Los geht s! Areale des Gehirns Wie Du vielleicht bereits aus dem Video Was ist das Gehirn erfahren hast, besteht das Gehirn aus verschiedenen Bereichen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Diese Bereiche wiederum

Mehr

Psychophysiologische Konzepte Messmethodische Grundlagen

Psychophysiologische Konzepte Messmethodische Grundlagen 1 26.04.06 Psychophysiologische Konzepte 2 3.05.06 Messmethodische Grundlagen 3 10.05.06 Elektrophysiologische Verfahren (EEG/EKP) 4 17.05.06 Bildgebende Verfahren (PET / fmri / EROS) 5 24.05.06 Gehirnerkrankungen

Mehr

GERHARD ROTH WIE ENTSCHEIDE ICH AM BESTEN? INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN

GERHARD ROTH WIE ENTSCHEIDE ICH AM BESTEN? INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN GERHARD ROTH WIE ENTSCHEIDE ICH AM BESTEN? INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN G. Roth, 2010 DIE TRADITIONELLE SICHT Menschen lassen sich bei Entscheidungen von Vernunft und Verstand / Ratio

Mehr

Limbische Hirnzentren

Limbische Hirnzentren Dr.Dr.R.Beck Wie das Gehirn die Seele macht (G. Roth, Neurobiologie der Pschotherapie, Schattauer, 2003, S. 28 ff. Neurobiologie:Limbisches Sstem Ventrales tegmentales Areal (VTA), entrales Höhlengrau

Mehr

Funktionelle Anatomie des ZNS. 2. Allgemeiner Aufbau des Nervensystems Einige wenige Kommentare zum PNS

Funktionelle Anatomie des ZNS. 2. Allgemeiner Aufbau des Nervensystems Einige wenige Kommentare zum PNS Funktionelle Anatomie des ZNS 1. Einleitung 2. Allgemeiner Aufbau des Nervensystems 2.1 Einige wenige Kommentare zum PNS 2.1.1 Somatische(s) Nerven(system) 2.1.2 ANS 2.1.3 Die Hirnnerven 3. Das Zentralnervensystem

Mehr

Biopsychologie als Neurowissenschaft Evolutionäre Grundlagen Genetische Grundlagen Mikroanatomie des NS

Biopsychologie als Neurowissenschaft Evolutionäre Grundlagen Genetische Grundlagen Mikroanatomie des NS 1 25.10.06 Biopsychologie als Neurowissenschaft 2 8.11.06 Evolutionäre Grundlagen 3 15.11.06 Genetische Grundlagen 4 22.11.06 Mikroanatomie des NS 5 29.11.06 Makroanatomie des NS: 6 06.12.06 Erregungsleitung

Mehr

Rainer M. Bösel. Das Gehirn. Ein Lehrbuch der funktionellen Anatomie für die Psychologie. Verlag W. Kohlhammer

Rainer M. Bösel. Das Gehirn. Ein Lehrbuch der funktionellen Anatomie für die Psychologie. Verlag W. Kohlhammer Rainer M. Bösel Das Gehirn Ein Lehrbuch der funktionellen Anatomie für die Psychologie Verlag W. Kohlhammer Vorwort 9 Teil 1 Allgemeine Grundlagen 1 Kurze Geschichte der Neuropsychologie 15 2 Biologische

Mehr

Zentrales Nervensystem

Zentrales Nervensystem Zentrales Nervensystem Funktionelle Neuroanatomie (Struktur und Aufbau des Nervensystems) Neurophysiologie (Ruhe- und Aktionspotenial, synaptische Übertragung) Fakten und Zahlen (funktionelle Auswirkungen)

Mehr

GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN DIE ENTWICKLUNG DES KINDLICHEN GEHIRNS NORMALITÄT UND TRAUMATISCHE STÖRUNGEN

GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN DIE ENTWICKLUNG DES KINDLICHEN GEHIRNS NORMALITÄT UND TRAUMATISCHE STÖRUNGEN GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN DIE ENTWICKLUNG DES KINDLICHEN GEHIRNS NORMALITÄT UND TRAUMATISCHE STÖRUNGEN G. Roth, 2011 AUSGANGSTHESE Alle psychischen Funktionen sind aufs

Mehr

Gehirngerechte Gestaltung von Lernumgebungen

Gehirngerechte Gestaltung von Lernumgebungen Seite 1 Gehirngerechte Gestaltung von Lernumgebungen Dr., MSc. / Wien, 2013 a-head / Institut für Gehirntraining a-head / Institut für Gehirntraining, Dr., MSc., katharina.turecek@a-head.at, www.a-head.at,

Mehr

GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN WIE BRINGT MAN DAS GEHIRN DER SCHÜLER ZUM LERNEN?

GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN WIE BRINGT MAN DAS GEHIRN DER SCHÜLER ZUM LERNEN? GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN WIE BRINGT MAN DAS GEHIRN DER SCHÜLER ZUM LERNEN? G. Roth, 2006 Folgende kognitiven und emotionalen Faktoren bestimmen wesentlich den Lernerfolg:

Mehr

Wie viele Neuronen hat der Mensch? a b c

Wie viele Neuronen hat der Mensch? a b c Wie viele Neuronen hat der Mensch? a. 20 000 000 000 b. 500 000 000 000 c. 100 000 000 000 000 Aus Eins mach Viele Konzentration und Spezialisierung Alle Neurone = Nervensystem Axone Nerven Zellkörper

Mehr

Seminar. LV Entwicklungswissenschaft I: Biopsychosoziale Grundlagen der Entwicklung. Gliederung. Prof. Dr. phil. Herbert Scheithauer

Seminar. LV Entwicklungswissenschaft I: Biopsychosoziale Grundlagen der Entwicklung. Gliederung. Prof. Dr. phil. Herbert Scheithauer Seminar Prof. Dr. phil. Herbert Scheithauer Arbeitsbereich Entwicklungswissenschaft und Angewandte Entwicklungspsychologie LV 12-526 Entwicklungswissenschaft I: Biopsychosoziale Grundlagen der Entwicklung

Mehr

WIE VERÄNDERBAR IST DER MENSCH? INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN / ROTH-INSTITUT BREMEN

WIE VERÄNDERBAR IST DER MENSCH? INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN / ROTH-INSTITUT BREMEN GERHARD ROTH WIE VERÄNDERBAR IST DER MENSCH? INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN / ROTH-INSTITUT BREMEN G. Roth, 2019 AUSGANGSPUNKT Im Rahmen der Konzepte Arbeit 4.0 und Agiles Arbeiten werden

Mehr

NEUROBIOLOGISCHE GRUNDLAGEN PSYCHISCHER ERKRANKUNGEN

NEUROBIOLOGISCHE GRUNDLAGEN PSYCHISCHER ERKRANKUNGEN GERHARD ROTH NEUROBIOLOGISCHE GRUNDLAGEN PSYCHISCHER ERKRANKUNGEN FAKTEN UND SPEKULATIONEN INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN G. Roth, 2010 GENERELLE AUSSAGE Psychische Erkrankungen beruhen

Mehr

GERHARD ROTH PSYCHE UND GEHIRN INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN

GERHARD ROTH PSYCHE UND GEHIRN INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN GERHARD ROTH PSYCHE UND GEHIRN INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN G. Roth, 2012 Sigmund Freud (1856-1939) S. Freud Das Unbewusste (1915) Es ist ein unerschütterliches Resultat der Forschung,

Mehr

Modul Biologische Grundlagen Kapitel IV-6.2 Reizweiterleitung und Reizverarbeitung Hautsinne

Modul Biologische Grundlagen Kapitel IV-6.2 Reizweiterleitung und Reizverarbeitung Hautsinne Frage Welche Fachbegriffe gehören zum Thema Reizweiterleitung und Reizverarbeitung bei den Hautsinnen? Was sind sensible Fasern? Was sind Mechanosensoren? Antwort - Sensible Fasern - Mechanosensoren -

Mehr

Hirnforschung für Neu(ro)gierige

Hirnforschung für Neu(ro)gierige Manfred Spitzer Wulf Bertram Hirnforschung für Neu(ro)gierige Braintertainment 2.0 Mit einem Epilog von Eckart von Hirschhausen 1 Hirnlandschaften Eine funktionell-neuroanatomische Tour d Horizon Johann

Mehr

Psychophysiologische Konzepte Messmethodische Grundlagen

Psychophysiologische Konzepte Messmethodische Grundlagen 1 26.04.06 Psychophysiologische Konzepte 2 3.05.06 Messmethodische Grundlagen 3 10.05.06 Elektrophysiologische Verfahren (EEG/EKP) 4 17.05.06 Bildgebende Verfahren (PET / fmri / EROS) 5 24.05.06 Gehirnerkrankungen

Mehr

Aufbau und Funktion des Gehirns

Aufbau und Funktion des Gehirns 13 Aufbau und Funktion des Gehirns Gudrun Schaade.1 Anatomische Grundbegriffe 14. Funktionen des Gehirns 14.3 Schlussbemerkung 17 Literatur 17 Springer-Verlag Berlin Heidelberg 016 G. Schaade Ergotherapeutische

Mehr

Vor dem Bastelkurs????

Vor dem Bastelkurs???? Das menschliche Gehirn Ein Mal- und Bastelkurs Janina A. Kirsch1, Onur Güntürkün1, Pedro Faustmann² Biopsychologie, Institut für Kognitive Neurowissenschaft, Fakultät für Psychologie, Ruhr-Universität

Mehr

OLYMPIAZENTRUM SÜDSTADT. IMSB-Austria 1

OLYMPIAZENTRUM SÜDSTADT. IMSB-Austria 1 OLYMPIAZENTRUM SÜDSTADT IMSB-Austria 1 IMSB-Austria WISSENSCHAFTLICHE HILFESTELLUNG IMSB-Austria 2 IMSB-Austria SPITZENSPORT IMSB-Austria 3 IMSB - Austria HOBBYSPORTLER IMSB-Austria 4 IMSB-Austria NACHWUCHS

Mehr

GERHARD ROTH WARUM SO VIELE FÜR DIE ENERGIEWENDE SIND UND SO WENIGE ETWAS DAFÜR TUN. Anmerkungen aus Sicht der Hirnforschung

GERHARD ROTH WARUM SO VIELE FÜR DIE ENERGIEWENDE SIND UND SO WENIGE ETWAS DAFÜR TUN. Anmerkungen aus Sicht der Hirnforschung GERHARD ROTH WARUM SO VIELE FÜR DIE ENERGIEWENDE SIND UND SO WENIGE ETWAS DAFÜR TUN Anmerkungen aus Sicht der Hirnforschung INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN G. Roth, 2014 AUSGANGSPROBLEM Die

Mehr

GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN WIE BEEINFLUSSEN VERSTAND UND GEFÜHLE MEINE ENTSCHEIDUNGEN?

GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN WIE BEEINFLUSSEN VERSTAND UND GEFÜHLE MEINE ENTSCHEIDUNGEN? GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN WIE BEEINFLUSSEN VERSTAND UND GEFÜHLE MEINE ENTSCHEIDUNGEN? G. Roth, 2013 HERKÖMMLICHE ANSCHAUNG Es gibt in uns eine höchste Entscheidungsinstanz,

Mehr

Gerhard Roth Fühlen, Denken, Handeln

Gerhard Roth Fühlen, Denken, Handeln Gerhard Roth Fühlen, Denken, Handeln Wie das Gehirn unser Verhalten steuert Neue, vollständig überarbeitete Ausgabe Suhrkamp Inhalt Vorwort zur überarbeiteten Auflage n Vorwort 15 Einleitung 18 1. Moderne

Mehr

GERHARD ROTH WIE WIRD AUS ERFAHRUNG WISSEN?

GERHARD ROTH WIE WIRD AUS ERFAHRUNG WISSEN? GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN WIE WIRD AUS ERFAHRUNG WISSEN? INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN G. Roth, 2018 ERKENNTNISTHEORETISCHE GRUNDFRAGE Wie können wir Wissen,

Mehr

Das Zentralnervensystem des Menschen

Das Zentralnervensystem des Menschen R.Nieuwenhuys J.Voogd Chr. van Huijzen Das Zentralnervensystem des Menschen Ein Atlas mit Begleittext Übersetzt von W. Lange Zweite, vollständig überarbeitete Auflage Mit 217 Abbildungen Springer-Verlag

Mehr

Spüren - Bewegen - Lernen

Spüren - Bewegen - Lernen Petra Zinke-Wolter Spüren - Bewegen - Lernen Handbuch der mehrdimensionalen Förderung bei kindlichen Entwicklungsstörungen Lairdes-Lehrer : Bibiiothek des Fürstentums Lioci-itensiein Vaduz Inhalt Geleit

Mehr

Die Hauptstrukturen des Gehirns

Die Hauptstrukturen des Gehirns Wir unterscheiden 4 grosse Lappen (cortical): Frontallappen, Parietallappen, Temporallappen und Occipitallappen! Markante Gyri sind: Gyrus precentralis, Gyrus postcentralis und Gyrus temporalis superior

Mehr

Kognitive Leistungen des menschlichen Gehirns: Kann sich das Gehirn selbst erkennen? Wahrnehmen, Handeln Lernen, Gedächtnis bilden Planen, Erwarten

Kognitive Leistungen des menschlichen Gehirns: Kann sich das Gehirn selbst erkennen? Wahrnehmen, Handeln Lernen, Gedächtnis bilden Planen, Erwarten Kognitive Leistungen des menschlichen Gehirns: Kann sich das Gehirn selbst erkennen? Wahrnehmen, Handeln Lernen, Gedächtnis bilden Planen, Erwarten Regeln extrahieren, Abstraktion Sprachliche Kommunikation

Mehr

Modul 3 Biologische Grundlagen ZN S und VNS. Organ/ Funktion, Lage, Zugehörigkeit, Verbindung Bestandte il des ZNS oder VNS Rückenmark

Modul 3 Biologische Grundlagen ZN S und VNS. Organ/ Funktion, Lage, Zugehörigkeit, Verbindung Bestandte il des ZNS oder VNS Rückenmark Organ/ Funktion, Lage, Zugehörigkeit, Verbindung Bestandte il des ZNS oder VNS Rückenmark In der grauen Substanz Zellkörper von Neuronen In der umgebenden weißen Substanz auf- und absteigende Fasern Absteigende:

Mehr

Fortsetzung Evolution von Nervensystemen: Vertebraten

Fortsetzung Evolution von Nervensystemen: Vertebraten Fortsetzung Evolution von Nervensystemen: Vertebraten Hirnentwicklung: Mensch 35 Tage: Starck Reichert / Starck Absolute und Relative Hirngrößen bei Säugetieren Bear Rückenmark: - Reflexbögen für Bewegungsapparat

Mehr

Struktur und Funktion des menschlichen Körpers

Struktur und Funktion des menschlichen Körpers Struktur und Funktion des menschlichen Körpers Dr. med. J. Dormeier Technische Universität Klausur - Multiple Choice Fragen Multiple Choice Fragen - Einfachauswahl Frage nach der richtigen Antwort - Beispiel

Mehr

Verarbeitung von sensorischer Information

Verarbeitung von sensorischer Information Verarbeitung von sensorischer Information Verarbeitung von sensorischer Information Kurze Wiederholung zu sensorischen Mechanismen Verarbeitung sensorischer Information am Beispiel des Sehens Verschaltung

Mehr

Entwicklung des ZNS. Prosenzephalon Telenzephalon. Cortex. Hippocampus Bulbus olfactorius Thalamus Hypothalamus Epithalamus Retina.

Entwicklung des ZNS. Prosenzephalon Telenzephalon. Cortex. Hippocampus Bulbus olfactorius Thalamus Hypothalamus Epithalamus Retina. Neuro-Anatomie Entwicklung des ZNS Entwicklung des ZNS Entwicklung des ZNS Prosenzephalon Telenzephalon Prosenzephalon Dienzephalon Mesenzephalon Rhombenzephalon Cortex Basalganglien Hippocampus Bulbus

Mehr

Neuro- und Sinnesphysiologie

Neuro- und Sinnesphysiologie Robert F. Schmidt (Hrsg) Hans-Georg Schaible (Hrsg) Neuro- und Sinnesphysiologie Mit Beiträgen von N. Birbaumer, V. Braitenberg, H. Brinkmeier, J. Dudel, U. Eysel, H.O. Handwerker, H. Hatt, M. liiert,

Mehr

Die Karten sollen anregen, zum Kombinieren einladen und die Zusammenhänge auf den Punkt bringen. Ich hoffe, dass mir das in den Texten gelungen ist.

Die Karten sollen anregen, zum Kombinieren einladen und die Zusammenhänge auf den Punkt bringen. Ich hoffe, dass mir das in den Texten gelungen ist. 0 0 0 0 !! Welche Erkenntnisse liefert der aktuelle Stand der Hirnforschung für das Lernen? Diese Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Es zeichnet sich im Augenblick keine grundsätzliche

Mehr

Die Neurobiologischen Bedingungen Menschlichen Handelns. Peter Walla

Die Neurobiologischen Bedingungen Menschlichen Handelns. Peter Walla Die Neurobiologischen Bedingungen Menschlichen Handelns 3 wichtige Sichtweisen der Neurobiologie 1. Das Gehirn produziert kontrolliertes Verhalten (somit auch jegliches Handeln) 2. Verhalten ist gleich

Mehr

Entwicklung des ZNS. Prosenzephalon Telenzephalon. Cortex Basalganglien Hippocampus Bulbus olfactorius Thalamus Hypothalamus Epithalamus Retina

Entwicklung des ZNS. Prosenzephalon Telenzephalon. Cortex Basalganglien Hippocampus Bulbus olfactorius Thalamus Hypothalamus Epithalamus Retina Neuro-Anatomie Entwicklung des ZNS Entwicklung des ZNS Entwicklung des ZNS Prosenzephalon Telenzephalon Prosenzephalon Dienzephalon Mesenzephalon Rhombenzephalon Rückenmark Cortex Basalganglien Hippocampus

Mehr

Eigene MC-Fragen Kap. 5 Funktionelle Anatomie des NS Teil II

Eigene MC-Fragen Kap. 5 Funktionelle Anatomie des NS Teil II Eigene MC-Fragen Kap. 5 Funktionelle Anatomie des NS Teil II 1. Zum peripheren Nervensystem gehören a) Gehirn b) kraniale Nervenfasern c) spinale Nervenfasern d) Rückenmark e) caudale Nervenfasern 2. Das

Mehr

Entwicklung und anatomische Organisation II Inhalt:

Entwicklung und anatomische Organisation II Inhalt: Entwicklung und anatomische Organisation II Inhalt: Das Nervensystem der Wirbeltiere 1. Hauptkomponenten 2. Gehirn und Rückenmark 2.1 Evolution und Entwicklung 2.2 Hauptkomponenten 2.3 Organisationsprinzipien

Mehr

Modul Biologische Grundlagen Kapitel II.2.2 Das Gehirn

Modul Biologische Grundlagen Kapitel II.2.2 Das Gehirn Frage Antwort 1 Welche Fachbegriffe gibt es zum Thema Gehirn? - Gehirn - Kerne = Nuclei - Lamina - Liquor cerebrospinalis - Ventrikel - Meningen - Blut-Hirn-Schranke - Neuraxis - Anterior - Posterior -

Mehr

VL Gehirn... Struktur. Ratte. Kaninchen. Katze

VL Gehirn... Struktur. Ratte. Kaninchen. Katze Ratte Kaninchen Gehirne von Säugern. Trotz der unterschiedlichen Komplexitätsgrade besitzen die Gehirne all dieser Spezies viele gemeinsame Merkmale. Die Gehirne sind alle etwa in der gleichen Größe dargestellt,

Mehr

GERHARD ROTH. Die Rolle vorgeburtlicher belastender Faktoren auf die psychische Entwicklung des Kindes aus Sicht der Neurobiologie

GERHARD ROTH. Die Rolle vorgeburtlicher belastender Faktoren auf die psychische Entwicklung des Kindes aus Sicht der Neurobiologie GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN Die Rolle vorgeburtlicher belastender Faktoren auf die psychische Entwicklung des Kindes aus Sicht der Neurobiologie G. Roth 2016 GENERELLE AUSSAGE

Mehr

Wahrnehmung wie wir die Welt sehen

Wahrnehmung wie wir die Welt sehen kik AG Bildungswerkstatt Wahrnehmung wie wir die Welt sehen Anton Wagner, Wahrnehmung Wie wir die Welt sehen Anton Wagner Geschäftsleitung 5400 Baden 2 Inhalt 1. Begrüßung 2. Warm up Übung 3. Wahrnehmung

Mehr

Nervensysteme 19. Nervensysteme im Vergleich. Einfache Nervennetze. Regenwurm Längsschnitt, Kopfregion. Oesophagus Segment.

Nervensysteme 19. Nervensysteme im Vergleich. Einfache Nervennetze. Regenwurm Längsschnitt, Kopfregion. Oesophagus Segment. Nervensysteme 19 Nervensysteme im Vergleich Einfache Nervennetze Bauchmark Cephalisation Gehirn Quelle: Deutsch u.a.: klar. Biologie 6, Seite 19 Regenwurm Längsschnitt, Kopfregion Pharynx Oesophagus Segment

Mehr

Johann Caspar Rüegg Mind & Body

Johann Caspar Rüegg Mind & Body Johann Caspar Rüegg Mind & Body Wie unser Gehirn die Gesundheit beeinflusst 2. Auflage Inhalt 1 Blick ins Gehirn.................... 1 Eine Tour d Horizon 2 Der Geist prägt das Gehirn.............. 15

Mehr

Das autobiographische Gedächtnis

Das autobiographische Gedächtnis Das autobiographische Gedächtnis Hirnorganische Grundlagen und biosoziale Entwicklung Klett-Cotta Inhalt Bereich I Das Gedächtnis aus interdisziplinärer Sicht 1 Eine neue Betrachtungsweise des Gedächtnisses

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Das menschliche Gehirn. Das komplette Material finden Sie hier:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Das menschliche Gehirn. Das komplette Material finden Sie hier: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Das menschliche Gehirn Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de Reihe 3 S Material LEK Glossar Mediothek Das menschliche

Mehr

Vom Blick zum Wort. die Rolle des Sehens für die Kommunikation und Sprachentwicklung. Dr. med. Angelika Enders

Vom Blick zum Wort. die Rolle des Sehens für die Kommunikation und Sprachentwicklung. Dr. med. Angelika Enders Vom Blick zum Wort die Rolle des Sehens für die Kommunikation und Sprachentwicklung Dr. med. Angelika Enders Reifung und Entwicklung des visuellen Systems bei Geburt Physiologische Blend-Empfindlichkeit

Mehr

Psychotherapie-Prüfung Buch + Online-Zugang

Psychotherapie-Prüfung Buch + Online-Zugang Psychotherapie-Prüfung Buch + Online-Zugang Das komplette Prüfungspaket: Lehrbuch und Online-Zugang im Set Bearbeitet von Regina Rettenbach, Claudia Christ 4., überarbeitete Auflage 2016. Buch inkl. Online-Nutzung.

Mehr

Nervensystem Gliederung des Nervensystems der Wirbeltiere

Nervensystem Gliederung des Nervensystems der Wirbeltiere Nervensystem Gliederung des Nervensystems der Wirbeltiere Aufgaben Welche Aufgaben erfüllt das Nervensystem? - Welche Vorgänge laufen bei einer Reaktion ab? - Was ist das Ziel der Regulation? - Was ist

Mehr

GERHARD ROTH WIE DAS GEHIRN DIE SEELE MACHT

GERHARD ROTH WIE DAS GEHIRN DIE SEELE MACHT GERHARD ROTH WIE DAS GEHIRN DIE SEELE MACHT INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN G. Roth, 2015 WAS KANN MAN AUS PSYCHOLOGISCH- NEUROWISSENSCHAFTLICHER SICHT UNTER SEELE VERSTEHEN? Unter Seele

Mehr

Funktionelle Neuroantomie emotionaler Prozesse. PD Dr. phil. Helmut Hildebrandt Klinikum Bremen-Ost Universität Oldenburg

Funktionelle Neuroantomie emotionaler Prozesse. PD Dr. phil. Helmut Hildebrandt Klinikum Bremen-Ost Universität Oldenburg Funktionelle Neuroantomie emotionaler Prozesse PD Dr. phil. Helmut Hildebrandt Klinikum Bremen-Ost Universität Oldenburg Auswirkung von Depression auf Stroke outcome nach 6 Monate Chermerinski et al.,

Mehr

Evolution von Nervensystemen: II Vertebraten

Evolution von Nervensystemen: II Vertebraten Evolution von Nervensystemen: II Vertebraten Vertebratenentstehung: Pterobranchier - Hypothese Tunikatenlarve: Neuralrohr Chorda Romer Induktion des ektodermalen Neuralrohrs Entwicklung Branchiostoma Die

Mehr

1 Einführung In die Weil des Neuromarkellng... 1

1 Einführung In die Weil des Neuromarkellng... 1 Inhaltsverzeichnis 1 Einführung In die Weil des Neuromarkellng... 1 1.1 Die Neurowissenschaft... 2 1.2 Die Neuroäkonomie... 3 1.3 Das Neuromarketing... 4 1.4 Bedeutung und Relevanz des Neuromar1

Mehr

neurologische Grundlagen Version 1.3

neurologische Grundlagen Version 1.3 neurologische Grundlagen Version 1.3 ÜBERBLICK: Neurone, Synapsen, Neurotransmitter Neurologische Grundlagen Zentrale Vegetatives Peripheres Überblick: Steuersystem des menschlichen Körpers ZNS Gehirn

Mehr

Modul Biologische Grundlagen Kapitel IV.2.2 Reizleitung und Reizverarbeitung (Hören)

Modul Biologische Grundlagen Kapitel IV.2.2 Reizleitung und Reizverarbeitung (Hören) Frage Welche Fachbegriffe gehören zum Thema Reizleitung und Reizverarbeitung beim Hören? Antwort - Hörnerv = Nervus cochlearis - Basilarmembran - Haarzellen - Ortsprinzip - Dauer - Intensität - Kochlea

Mehr

Die Bedingungen für ein erfolgreiches Lehren und Lernen aus Sicht der Kognitions- und Neurowissenschaften

Die Bedingungen für ein erfolgreiches Lehren und Lernen aus Sicht der Kognitions- und Neurowissenschaften GERHARD ROTH Die Bedingungen für ein erfolgreiches Lehren und Lernen aus Sicht der Kognitions- und Neurowissenschaften INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN G. Roth, 2019 FOLGENDE FAKTOREN BESTIMMEN

Mehr

Gerhard Raab, Oliver Gernsheimer, Maik Schindler. Neuromarketing. Grundlagen - Erkenntnisse Anwendungen GABLER EDITION WISSENSCHAFT

Gerhard Raab, Oliver Gernsheimer, Maik Schindler. Neuromarketing. Grundlagen - Erkenntnisse Anwendungen GABLER EDITION WISSENSCHAFT Gerhard Raab, Oliver Gernsheimer, Maik Schindler Neuromarketing Grundlagen - Erkenntnisse Anwendungen GABLER EDITION WISSENSCHAFT Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Abkürzungsverzeichnis XIII XIX

Mehr

Beiträge der Hirnforschung zur. auf der Sekundarstufe I. Netzwerk. Dr. Dominik Gyseler

Beiträge der Hirnforschung zur. auf der Sekundarstufe I. Netzwerk. Dr. Dominik Gyseler Beiträge der Hirnforschung zur Begabungs- und Begabtenförderung auf der Sekundarstufe I Dr. Dominik Gyseler Netzwerk 8. November 2008 Schlagzeile Gehirn macht Teenager asozial Quelle: McGivern et al. (2002)

Mehr

neurologische Grundlagen Version 1.3

neurologische Grundlagen Version 1.3 neurologische Version 1.3 ÜBERBLICK: Überblick: Steuersystem des menschlichen Körpers ZNS Gehirn Rückenmark PNS VNS Hirnnerven Sympathicus Spinalnerven Parasympathicus 1 ÜBERBLICK: Neurone = Nervenzellen

Mehr

SYNAPSENWERKSTATT. Bewegung und Kognition

SYNAPSENWERKSTATT. Bewegung und Kognition SYNAPSENWERKSTATT Bewegung und Kognition Wie wirkt Bewegung auf das Gehirn? 20. Januar 2016 München Ltd. OStD a. D. Klaus Drauschke 1 2 Plastizität des Gehirns Gehirn reagiert auf Enriched Envirement =

Mehr

Sportmotorik. 1. Sportmotorik Definitionen. Sportmotorik. Beinhaltet alle organismischen Teilsysteme und

Sportmotorik. 1. Sportmotorik Definitionen. Sportmotorik. Beinhaltet alle organismischen Teilsysteme und Universität Wien - WS 200/05 Sportmotorik Beinhaltet alle organismischen Teilsysteme und Hermann Schwameder Sportmotorik Teilprozesse, die sportliche Bewegungen des Menschen auslösen und kontrollieren

Mehr

Welche Auswirkungen haben Matschen, Schaukeln und Toben auf das kindliche Verhalten?

Welche Auswirkungen haben Matschen, Schaukeln und Toben auf das kindliche Verhalten? Welche Auswirkungen haben Matschen, Schaukeln und Toben auf das kindliche Verhalten? Birgit Pammé Ergotherapeutin SI - und Bobath - Lehrtherapeutin zertifizierte MKT - Trainerin Trauma - Pädagogin Diplomierte

Mehr

Einführung Was brauchen Eltern, damit eine sichere Bindung gelingt?

Einführung Was brauchen Eltern, damit eine sichere Bindung gelingt? Einführung Was brauchen Eltern, damit eine sichere Bindung gelingt? Fabienne Becker-Stoll Staatsinstitut für Frühpädagogik Fotos: Jochen Fiebig, IFP, 2007 in Krippen der LHM Grundzüge der Bindungstheorie

Mehr

Zentrales Nervensystem

Zentrales Nervensystem Zentrales Nervensystem Funktionelle Neuroanatomie (Struktur und Aufbau des Nervensystems) Evolution des Menschen Neurophysiologie (Ruhe- und Aktionspotenial, synaptische Übertragung) Fakten und Zahlen

Mehr

Aktivierung ist nur die eine Seite der Medaille

Aktivierung ist nur die eine Seite der Medaille Neurobiologie Neuropsychologie Neurodidaktik Zum Einstieg: Die Erkenntnisse der Neurobiologie sind nicht dergestalt, dass sie die gesamten bildungswissenschaftlichen Erkenntnisse quasi über den Haufen

Mehr

Gliederung Sind Veränderungen machbar?

Gliederung Sind Veränderungen machbar? 21.02.2014 Gliederung Sind Veränderungen machbar? Neurobiologische Grundlagen systemischer Beratung Grundlagen der Informationsübertragung Neurobiologie des Lernens Neurobiologie und Psychotherapie Schlussfolgerungen

Mehr

Die Entwicklung der Gefühle: Aspekte aus der Hirnforschung. Andreas Lüthi, Friedrich Miescher Institut, Basel

Die Entwicklung der Gefühle: Aspekte aus der Hirnforschung. Andreas Lüthi, Friedrich Miescher Institut, Basel Die Entwicklung der Gefühle: Aspekte aus der Hirnforschung Andreas Lüthi, Friedrich Miescher Institut, Basel Wie lernen wir Angst zu haben? Wie kann das Gehirn die Angst wieder loswerden? Angst und Entwicklung

Mehr

DIE BEDEUTUNG DER MOTIVATION FÜR DEN LERNERFOLG INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN

DIE BEDEUTUNG DER MOTIVATION FÜR DEN LERNERFOLG INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN GERHARD ROTH DIE BEDEUTUNG DER MOTIVATION FÜR DEN LERNERFOLG INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN G. Roth, 2016 MOTIVATION Motivation ist der Zustand des Strebens nach Zielen. Dieses Streben kann

Mehr

4) Diese Hirnregion steuert die wichtigsten Körperfunktionen wie Essen, Trinken und Schlafen.

4) Diese Hirnregion steuert die wichtigsten Körperfunktionen wie Essen, Trinken und Schlafen. Wie gut haben Sie aufgepasst? 1) Das Gehirn und das Rückenmark bilden das... periphere Nervensystem autonome Nervensystem zentrale Nervensystem 2) Das System wird auch als emotionales Gehirn bezeichnet.

Mehr

Neuro- und Sinnesphysiologie

Neuro- und Sinnesphysiologie Neuro- und Sinnesphysiologie Bearbeitet von Robert F Schmidt, Prof. Dr. Hans-Georg Schaible, Niels Birbaumer, V Braitenberg, H Brinkmeier, J Dudel, U Eysel, H.O Handwerker, H Hatt, M Illert, W Jänig, J.P

Mehr

Zur pädagogischen Relevanz neurowissenschaftlicher Erkenntnisse ein Überblick über die Debatte

Zur pädagogischen Relevanz neurowissenschaftlicher Erkenntnisse ein Überblick über die Debatte Zur pädagogischen Relevanz neurowissenschaftlicher Erkenntnisse ein Überblick über die Debatte Vortrag im Rahmen der Tagung Wer ruft, wenn sich das Gewissen meldet? an der Evangelischen Akademie im Rheinland

Mehr

GERHARD ROTH TALK IM TRAFO. 14. Januar 2009 Kulturzentrum Trafo Baden. Entwicklung des Menschen Grenzen und Chancen

GERHARD ROTH TALK IM TRAFO. 14. Januar 2009 Kulturzentrum Trafo Baden. Entwicklung des Menschen Grenzen und Chancen GERHARD ROTH TALK IM TRAFO 14. Januar 2009 Kulturzentrum Trafo Baden Entwicklung des Menschen Grenzen und Chancen GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN ENTWICKLUNG DES MENSCHEN GRENZEN

Mehr

Neurosensorik - Touch Zentrale Verarbeitung

Neurosensorik - Touch Zentrale Verarbeitung Neurosensorik - Touch Zentrale Verarbeitung Jutta Kretzberg 26.1.2006 http://www.uni-oldenburg.de/sinnesphysiologie/ 3 Vorlesungstermine Fühlen Überblick über verschiedene Aspekte des Fühlens Somatosensorik

Mehr

Garó D. Reisyan. Neuro-Organisationskultur. Moderne Führung orientiert an. Hirn- und Emotionsforschung. ^ Springer Gabler

Garó D. Reisyan. Neuro-Organisationskultur. Moderne Führung orientiert an. Hirn- und Emotionsforschung. ^ Springer Gabler Garó D. Reisyan Neuro-Organisationskultur Moderne Führung orientiert an Hirn- und Emotionsforschung ^ Springer Gabler Inhaltsverzeichnis Teil I Einleitung Kulturelle Kompetenz - Schlüsselkompetenz des

Mehr

Kommunizieren. Dr. Felix Frei, AOC Unternehmensberatung

Kommunizieren. Dr. Felix Frei, AOC Unternehmensberatung Kommunikation ist alles. WAS? Kommunizieren Dr. Felix Frei, AOC Unternehmensberatung Ich habe fünf Botschaften heute: Kommunikation ist kein Informationsaustausch. Nicht ich kommuniziere. Es kommuniziert.

Mehr

Anatomie des Nervensystems

Anatomie des Nervensystems Anatomie des Nervensystems Gliederung Zentrales Nervensystem Gehirn Rückenmark Nervensystem Peripheres Nervensystem Somatisches Nervensystem Vegetatives Nervensystem Afferente Nerven Efferente Nerven Afferente

Mehr

Neuroanatomie Grosshirn, Basalganglien

Neuroanatomie Grosshirn, Basalganglien Neuroanatomie Grosshirn, Basalganglien David P. Wolfer stitut für Bewegungswissenschaften und port, D-HE, EH Zürich Anatomisches stitut, Medizinische akultät, Universität Zürich 376-0005-00 Vertiefung

Mehr

Entwicklung des Gehirns

Entwicklung des Gehirns Entwicklung des Gehirns Hirnbläschen Zweibläschen-Stadium Archencephalon Deuterencephalon Dreibläschen-Stadium Prosencephalon (Vorderhirn) Mesencephalon (Mittelhirn) Rhombencephalon (Rautenhirn) Nackenbeuge:

Mehr

Visuelle Beeinträchtigung nach Insult

Visuelle Beeinträchtigung nach Insult Visuelle Beeinträchtigung nach Insult U. Voigt Inhalt Begriffsbestimmung Hirndurchblutung Sehbahn Augenstellung und Motorik Ausfälle bei Insult Sehbahn Motorisches System Wahrnehmung Behandlung und Rehabilitation

Mehr

Emotion VORLESUNG ZUR EINFÜHRUNG IN DIE PSYCHOLOGIE 1. Wann sind die Emotionen entstanden? Das limbische System

Emotion VORLESUNG ZUR EINFÜHRUNG IN DIE PSYCHOLOGIE 1. Wann sind die Emotionen entstanden? Das limbische System Emotion Gefühl, Affekt, Emotion, Stimmung James-Lange-Theorie Zwei-Faktoren-Theorie Die 5 Emotionskomponenten Emotion und Ausdruck Empathie 10. Emotion 20 Wann sind die Emotionen entstanden? Das limbische

Mehr

Spezielle Pflegesituationen

Spezielle Pflegesituationen ?... 87 40. Grundlagen der Basalen Stimulation 1. Definieren Sie den Begriff a) Basale Stimulation b) Sensorische Deprivation 2. Von welchen Grundannahmen geht die Basale Stimulation bei der Kommunikation

Mehr

Einführung in die Lernpsychologie

Einführung in die Lernpsychologie Dr. Andreas Eickhorst Pädagogische Psychologie Einführung in die Lernpsychologie 1. Was ist Lernen? Gliederung 2. Reflexe, Instinkte und Reifung 3. Neurologische Grundlagen 4. Formen des Lernens Was ist

Mehr

WIE DAS GEHIRN DIE SEELE MACHT

WIE DAS GEHIRN DIE SEELE MACHT GERHARD ROTH WIE DAS GEHIRN DIE SEELE MACHT INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN G. Roth, 2016 GENERELLE AUSSAGE DER PSYCHO-NEUROBIOLOGIE Seelisch-psychische Zustände beruhen auf der Aktivität

Mehr

Das Affolter-Modell. Die Nische. Von der Bedeutung der Unterlage und Seite

Das Affolter-Modell. Die Nische. Von der Bedeutung der Unterlage und Seite Das Affolter-Modell Die Nische Von der Bedeutung der Unterlage und Seite 04. Juli 2014 Jürgen Söll APW anerkannter Instruktor Lehrer für Pflegeberufe Therapiezentrum D-Burgau APW w Arbeitsgemeinschaft

Mehr

Einführung in die moderne Psychologie

Einführung in die moderne Psychologie WZ 04 Donald O. Hebb Einführung in die moderne Psychologie Neu übersetzt nach der dritten völlig überarbeiteten Auflage von Hermann Rademacker A 015784 Landes-Lehrer-Bibliothek des Fürstentums Li2ci:tcnstsin

Mehr

Neuroanatomie Grosshirn, Basalganglien

Neuroanatomie Grosshirn, Basalganglien Neuroanatomie Grosshirn, Basalganglien David P. Wolfer stitut für Bewegungswissenschaften und port, D-HE, EH Zürich Anatomisches stitut, Medizinische akultät, Universität Zürich 376-0005-00 Vertiefung

Mehr

Inhalt Einleitung 1. Grundlagen 2. Evolution 3. Hirnaufbau 4. Sensomotorische Regelkreise

Inhalt Einleitung 1. Grundlagen 2. Evolution 3. Hirnaufbau 4. Sensomotorische Regelkreise Inhalt Einleitung 11 1. Grundlagen 13 Über den Ursprung der Methode, Grundlagen der Mehrdimensionalen Neurophysiologischen Entwicklungstherapie (ME) 13 1.1 Die Förderung, orientiert am Entwicklungsstand

Mehr

Referentin: Paula Ott. Spracherwerb Gisela Klann-Delius

Referentin: Paula Ott. Spracherwerb Gisela Klann-Delius Referentin: Paula Ott Spracherwerb Gisela Klann-Delius Gliederung: Grundzüge des Interaktionismus Kompetenzen des Säuglings Kompetenzen der Betreuungsperson Zusammenspiel im Eltern-Kind-Dialog Übergang

Mehr

Sensorische Erregung und Wahrnehmung II: Photorezeption und Sehsystem

Sensorische Erregung und Wahrnehmung II: Photorezeption und Sehsystem Sensorische Erregung und Wahrnehmung II: Photorezeption und Sehsystem Inhalt: 1. Sehvorgang und Auge 2. Informationsverarbeitung in der Retina 3. Sehbahn zum visuellen Kortex 4. Regulation von Augenbewegungen

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Zum Einstieg H 3 Was wird in diesem Themenheft behandelt? H 4

Inhaltsverzeichnis. Zum Einstieg H 3 Was wird in diesem Themenheft behandelt? H 4 Inhaltsverzeichnis Zum Einstieg H 3 Was wird in diesem Themenheft behandelt? H 4 1 Was ist Entwicklung? H 6 1.1 Was heisst Entwicklung eigentlich genau? (Entwicklungsmerkmale) H 7 1.2 Wichtige bschnitte

Mehr

Besser lernen durch Bewegung: Spiele und Übungen fürs Gehirntraining. Click here if your download doesn"t start automatically

Besser lernen durch Bewegung: Spiele und Übungen fürs Gehirntraining. Click here if your download doesnt start automatically Besser lernen durch Bewegung: Spiele und Übungen fürs Gehirntraining Click here if your download doesn"t start automatically Besser lernen durch Bewegung: Spiele und Übungen fürs Gehirntraining Mary E

Mehr