Diskussionsrunden über Ethik und Demokratie im Jugendtreff und in Jugendgruppen zur Förderung der Integration

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1 Diskussionsrunden über Ethik und Demokratie im Jugendtreff und in Jugendgruppen zur Förderung der Integration Kurzbeschreibung: Durch Diskussionsrunden zu verschiedenen Themenblöcken (Religion, Heimat, Identität, Demokratie, Freundschaft, Fanatismus, Rassismus, Meinungsfreiheit, u.a.) im Jugendtreff konnten junge Menschen ihre Diskussionsfähigkeit verbessern, Tabuthemen ansprechen und über eigene Standpunkte reflektieren sowie diese überdenken. Dieses Projekt ermöglichte Jugendlichen, von den Erfahrungen der anderen zu lernen und in einem weiteren Schritt wurden Selbstwirksamkeitserfahrungen erfahrbar, indem eine Projektreise nach Wien geplant und umgesetzt wurde. In der Bundeshauptstadt konnten die jugendlichen TeilnehmerInnen in Workshops an den Themen Heimat(en) und Identität weiterarbeiten und erhielten wiederum die Möglichkeit in einer weiteren Diskussionsrunde die Erfahrungen auszutauschen. Projektbeschreibung: 1) Was war Ihre Motivation das Projekt/die Initiative zu starten? Im Alltag der Jugendarbeit kommt es immer wieder vor, dass den Jugendarbeitenden Jugendliche und Jugendgruppen begegnen, die politische oftmals provozierende demokratiefeindliche Tabus aussprechen und/oder durch ihre Passivität schwer zu erreichen sind. 2) Welche Ziele im Wissens-, Bildungs- und Erfahrungsaustausch verfolgen Sie?

2 Durch eine Reihe von begleiteten Diskussionsabenden über Ethik und Demokratie wurde der Versuch gewagt, diese Jugendlichen zu erreichen und mehr über die Hintergründe dieser Aussagen und Verhaltensweisen zu erfahren. Weitere Ziele waren: Geeignete Rahmenbedingungen anzubieten, damit es mit Jugendlichen möglich ist, Themen wie Normen, Werte, Ethik und Moral zu besprechen. Diskussionsfähigkeit fördern. Reflexion eigener Standpunkte ermöglichen. Sensibilisierung für Standpunkte von anderen. Partizipation ermöglichen. Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglichen und Zugänge öffnen. 3) Welche Wirkungen hatte es/sollte es haben? Die ersten Diskussionsrunden waren ein voller Erfolg und die beteiligten Jugendlichen (hauptsächlich männlich und mit Migrationshintergrund) konnten in diesem Rahmen (auch demokratiefeindliche) Tabuthemen aussprechen. Durch den Referenten wurden diese kanalisiert und aus der Diskussion heraus unterschiedliche Positionen sichtbar gemacht. Die Jugendlichen erhielten die Chance, radikale Haltungen auszusprechen und somit diese aus dem Tabubereich zu holen und durch achtsame, wertneutrale Begleitung zu überdenken. Die Aussagen der Jugendlichen gehen vielfach einher mit negativen, eigenen rassistischen Erfahrungen als Opfer, was wiederum bei den Beteiligten verursacht, dass ihnen wenige Strategien zu Verfügung stehen, um diesen Kreis zu durchbrechen und sich Selbstbewusst gegen diskriminierende Angriffe zu wehren ohne dabei dritte herabwürdigend behandeln zu müssen. 4) Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere an Ihrem Projekt? Jugendliche aus einem eher bildungsfernen sozialen Umfeld konnten erreicht werden

3 Jugendliche konnten partizipieren, die ansonsten eher schwer zu erreichen sind Durch Methoden der wertneutralen Bildung, wurde ein jugendgerechter / lebensweltnaher Rahmen für Beteiligung geschaffen Junge Menschen, die von Rassismus und Diskriminierung aktuell betroffen sind, erlebten eine Steigerung des Selbstwertes und der Selbstwirksamkeit, was wieder die Chance ermöglicht, sich dagegen zu wehren Durch eine niederschwellige, jugendgerechte Aufbereitung wird der Zugang zu Bildung ermöglicht Ausleben von Diversität als Grundsatz der Offenen Jugendarbeit. Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund arbeiteten für sich persönlich und in der Gruppe am Thema Heimat(en) Diskussionsrunden durch Fachpersonen mit adäquatem Kontextwissen und interkultureller Kompetenz Nachhaltigkeit, indem die beteiligten Jugendlichen Peer-to-Peer ihre Erfahrungen an jüngere BesucherInnen des Jugendtreffs weitergeben. Stärkung der kommunikativen und sozialen Kompetenz Aktive und ernsthafte Auseinandersetzung mit den Problemen und Wünschen der Jugendlichen Das kritische Reflektieren und Hinterfragen politischer Argumentationslinien wurde gefördert Gemeinsamkeiten wurden entdeckt und gelebt (gemeinsame Interessen, Wertschätzung für Stärken, gemeinsame Erfolgserlebnisse). Dies fördert ein wertvolles Miteinander Jugendliche werden individuell mit ihren persönlichen Stärken, Fähigkeiten, Interessen, Bedürfnissen wahrgenommen In der Fähigkeit der Übernahme von Perspektiven, in der Fähigkeit der Reflexion über Unterschiede wird auch Gemeinsames sichtbar

4 Fotos:

5 Offene Jugendarbeit Lauterach und Hard Simon Kresser Hofsteigstraße 2a 6923 Lauterach

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