PSP. letter news. Immobilienbranche für 2014 zuversichtlich. Das neue Kirchensteuerabzugsverfahren

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1 PSP news letter Januar/ Februar EDITORIAL INHALT Stadtluft macht arm titelte jüngst eine Tageszeitung über den Immobilienboom und die damit einhergehenden steigenden Preise in deutschen Großstädten. Nach jüngsten Umfragen bei Immobilienexperten wird dieser Trend auch in 2014 anhalten und die Immobilienpreise in Deutschland weiter steigen lassen. Allerdings sollten Investoren beachten, dass auch Immobilien Marktschwankungen ausgesetzt sind. Wer in einem solchen Umfeld dennoch Immobilientransaktionen tätigen möchte, sollte sich vor dem Hintergrund des hohen Preisniveaus mehr denn je über eine sachgerechte Bewertung des Objektes Gedanken machen. Hier kann guter Rat letztlich entscheidend für den Erfolg Ihrer Investition sein. Immobilienbranche für 2014 zuversichtlich Das neue Kirchensteuerabzugsverfahren Neues zur Vorsteueraufteilung bei der Herstellung von Gebäuden Neuregelungen in der Lageberichterstattung Steuern und Zollabgaben im Blick: Optimierungsmöglichkeiten bei Import- und Exportgeschäften Tobias Mairoser Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

2 PSP beim Technologietag des Munich Network Immobilienbranche für 2014 zuversichtlich Der boom auf dem deutschen Immobilienmarkt wird sich wohl auch in 2014 fortsetzen und zu weiter steigenden Preisen durch die unverändert hohe nachfrage deutscher und internationaler Investoren in guten Lagen führen, so das einstimmige ergebnis diverser umfragen unter branchenexperten. nachdem das Volumen von Immobilientransaktionen im vergangenen Jahr bereits um ca. 20 % auf über eur 40 Mrd. gestiegen war, rechnet der Großteil der Marktteilnehmer in diesem Jahr mit einer weiteren Steigerung auf bis zu eur 45 Mrd. 2 Im Hans-Joachim Investorenfokus Schreiber liegen Heiko dabei Wunderlich nach wie vor Wohnund büroimmobilien in sogenannten 1a-Lagen. Im Segment Wohnimmobilien bieten berlin, Köln und München beste Perspektiven, während bei büroimmobilien München, Hamburg und Frankfurt an der Spitze der attraktivitätsskala liegen. auch einzelhandelsimmobilien Munich Network verbindet Technologieunternehmer in den deutschen untereinander mit Industrie (berlin, und Anwendern, Frankfurt, Forschung Hamburg, und Entwicklung, Köln, Top 6-Standorten München, Investoren und Stuttgart) international. werden Damit unterstützt vor dem das Hintergrund Münchener der Netzwerk relativ für stabilen Innovation wirtschaftlichen die Anstrengungen Lage für derzeit erfolgreiche als äußerst Innovationen attraktiv in jungen, beurteilt. ambitionierten Durch und die ebenso große in nachfragreichen, und etablierten die damit Technologieunternehmen. einhergehenden Preissteigerun- Mit zahlreichen erfolggen Veranstaltungen in diesen und Segmenten Aktivitäten werden reduzierten Kontakte sich zwischen die erzielbaren Gründern, Investoren, renditen Unternehmen in 2013 und weiter, Forschungseinrichtungen hergestellt. künftig voraussichtlich eine höhere risi- weshalb Investoren kobereitschaft bei ihren Investments zeigen werden. Der 5. Technologietag am 18. März 2010 befasste sich mit So fanden zuletzt insbesondere im Wohnimmobiliensegment größere Transaktionen auch in b- und Herausforderungen und Perspektiven der Unternehmens- und Innovationsfinanzierung. Die aktuelle Situation der Unternehmens- und Innovationsfinanzierung für Technologieunternehmen C-Lagen in Deutschland statt. wurde ebenso wie die der Finanz- und Kapitalmärkte beleuchtet. Von wesentlicher bedeutung bei der Durchführung Unternehmerpersönlichkeiten, erfahrene Kapitalmarktprofis und von Immobilientransaktionen ist neben einer kompetenten rechtlichen, steuerlichen und rechnungsle- internationale Venture Capital Investoren berichteten über jüngste Investments. Interessante Vorträge und mehrere hundert Teilnehmer machten den Technologietag auch 2010 wieder zu gungsbezogenen beratung insbesondere eine angemessene und sachgerechte bewertung Ihres einem großen Erfolg. Objektes. Vor dem Hintergrund der hohen Komplexität dieses Themas hat der Fachausschuss für unternehmensbewertung und betriebswirtschaft (Faub) und der Immobilienwirtschaftliche Fachausschuss (IFa) des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.v. Impressum (IDW) ende 2013 den gemeinsamen bewertungsstandard IDW S 10 Grundsätze zur bewertung von Immobilien entwickelt. Gegenstand des IDW S 10 ist im Wesentlichen die Detaildarstellung der für die bewertung von Immobilien anwendbaren Verfahren. Die im IDW S 10 dargestellten bewertungsverfahren lassen sich in ertragsorientierte Verfahren, Vergleichswertverfahren und Sachwertverfahren untergliedern. bei den ertragsorientierten Verfahren werden die prognostizierten finanziellen Überschüsse der Immobilie mit einem risikoadäquaten Zinssatz diskontiert. eine anwendung ist nur dann sachgerecht, wenn die Immobilie nach allgemeiner Marktauffassung zur erzielung finanzieller Überschüsse (renditeobjekte) geeignet ist. Für eine ertragsorientierte bewertung sind das ertragswertverfahren J. Winnen, nach Geschäftsführer der Immobilienwertermittlungsverordnung des Munich Network PSP Partner Heiko Wunderlich, Hans-Joachim Schreiber und Curt (Immo-WertV), nach der Investment-Method oder nach Die dem PSP-Partner Discounted Heiko Cashflow-Verfahren Wunderlich und anzuwenden. Hans-Joachim Schreiber sprachen auf dem Technologietag zum Thema Beteiligungs alternativ können verträge fair Immobilien gestalten auch unter für anwendung die Gründer fair des (direkten oder indirekten) Vergleichswertverfahrens und vertraten den PSP-Beratungsschwerpunkt Venture Capital. bewertet werden. um den Wert einer Immobilie Dazu entsprechend der Geschäftsführer zu ermitteln, des Munich sind Network, grundsätzlich Curt J. Winnen: am Der Markt 5. festgestellte Technologietag Kaufpreise war wieder hinreichend einmal eine gelungene vergleichbarer Immobilien des Munich heranzuziehen. Network. Der aufgrund wachsende Teil- der Großveranstaltung nehmerkreis geforderten zeigt Vergleichbarkeit uns, dass großes Interesse von bewertungsobjekt am Thema Technologiefinanzierung und festgestellten besteht, Kaufpreisen und dass das der Munich Vergleichsobjekte ist auch eine bundesweit anwendung als ideale in der Plattform Praxis für jedoch Kontakte nicht in Network zunehmend diesem immer Bereich möglich. wahrgenommen nach wird. dem Wir Sachwertverfahren freuen uns, dass PSP sich schließlich aktiv in das wird Munich der Wert Network einer einbringt. Immobilie Der Vortrag kostenorientiert festgestellt. hat unseren Zu diesem Teilnehmern Zweck wertvolle werden Hinweise die über Beteiligungsverträge für ersatzbeschaffungskosten die Praxis gegeben. unter berücksichtigung aller markt- und objektspezifischen wertbeeinflussenden Faktoren (alter, baulicher Zustand usw.) ermittelt. Das Sachwertverfahren kommt zur anwendung, wenn die ersatzbeschaffungskosten im gewöhnlichen Geschäftsverkehr preisbestimmend für den Wert der Immobilie sind. Welches bewertungsverfahren letztlich anzuwenden ist, ist stets vom konkreten bewertungsanlass abhängig eine allgemeingültige Vorgehensweise bei der auswahl des geeigneten bewertungsverfahrens gibt es nicht. Der PSP-newsletter gibt gesetzliche Neuregelungen, Rechtsprechung und Finanzverwaltungsanweisungen nur auszugsweise wieder. Für etwaige Informationsfehler übernehmen wir keine Haftung. Die Inhalte der einzelnen Beiträge sind nicht zu dem Zweck erstellt, abschließende Informationen über bestimmte Themen bereitzustellen oder eine Beratung im Einzelfall ganz oder teilweise zu ersetzen. Hierfür steht Ihnen PSP auf Wunsch gerne zur Verfügung. Redaktionelle Auswahl und Kontakt: Roland W. Graf und Stefan Groß Peters, Schönberger & Partner GbR, Schackstraße 2, München, Tel.: , Internet: Foto: Karsten de Riese, Dietramszell, Munich Network; Layout: Peter Schoppe Werbeagentur GmbH,

3 01 Januar/ Februar 2014 Gerne unterstützen Sie unsere PSP-Immobilienexperten bei der sachgerechten Durchführung von Immobilienbewertungen und zeigen Ihnen die verschiedenen alternativen auf. Kontakt: Tobias Mairoser andreas braun Das neue Kirchensteuerabzugsverfahren nach bisherigem recht wurde die Kirchensteuer auf private Kapitalerträge von Kreditinstituten neben der Kapitalertragsteuer und dem Solidaritätszuschlag nur dann einbehalten, wenn der Kunde der bank seine Konfession vor Jahresbeginn mitgeteilt hat. Ohne einen entsprechenden antrag war der anleger bisher verpflichtet, die Kapitaleinkünfte für Zwecke des Kirchensteuerabzuges über seine Steuererklärung zu deklarieren. ab dem wird das aufgezeigte antragsverfahren durch einen automatisierten Datenabruf über das bundeszentralamt für Steuern (bzst) abgelöst. Das neue Verfahren ist vergleichbar mit dem Lohnkirchensteuerabzugsverfahren und ist verpflichtend für alle Schuldner von Kapitalerträgen. Das bedeutet, dass neben den Kreditinstituten und Versicherungsgesellschaften auch beispielsweise ausschüttende Kapitalgesellschaften dazu verpflichtet sind, die Kirchensteuerpflicht ihrer anleger zu ermitteln und gegebenenfalls Kirchensteuer einzubehalten. Das Verfahren gilt nur für abgeltend besteuerte Kapitalerträge, die ab dem zufließen; für Kapitalerträge, die nicht der abgeltungsteuer unterliegen (z. b. Zinsen aus Privatdarlehen), greift diese neuregelung hingegen nicht. Momentan laufen bereits die Vorbereitungen für das neue Kirchensteuerabzugsverfahren. Die anleger werden zurzeit durch ihre banken z. b. mittels Kontoauszugsinformation informiert und auf die bevorstehende Datenabfrage hingewiesen. Der Datenabruf sieht künftig folgendermaßen aus: Die persönlichen Daten werden vom bzst bereitgestellt und die Schuldner der Kapitalerträge fragen in der regel zwischen dem und eine etwaige Zugehörigkeit ihrer Gläubiger zu einer religionsgemeinschaft ab. bei Kirchensteuerpflicht wird die Kir- chensteuer ab dem erstmals automatisch einbehalten. beziehen ehegatten gemeinsam Kapitalerträge, wird ihnen jeweils ein hälftiger anteil zugerechnet. Für Personenmehrheiten oder Gemeinschaftskonten gilt das automatisierte Verfahren jedoch nicht. Hier wird die Kirchensteuer erst in den persönlichen Veranlagungen der beteiligten festgesetzt. Wer nicht damit einverstanden ist, dass seine Daten zur abfrage beim bzst hinterlegt werden, hat die Möglichkeit, dem Datenabruf bis zum zu widersprechen. Der Widerspruch kann entweder elektronisch oder auf einem amtlich vorgesehenen Vordruck dem bzst übermittelt werden, woraufhin ein sogenannter Sperrvermerk eingetragen wird, d. h. die Daten sind gesperrt und es können keine Informationen über die religionszugehörigkeit abgefragt werden. Wer den Termin versäumt, kann den Sperrvermerk erst für das Folgejahr eintragen lassen. Dabei muss dieser nicht jährlich neu beantragt werden, sondern gilt grundsätzlich unbegrenzt bis zu einem schriftlichen Widerruf. Ist ein Sperrvermerk eingetragen, muss der Steuerpflichtige für jeden Veranlagungszeitraum, in dem Kapitalertragsteuer einbehalten wurde, eine Steuererklärung für Zwecke der Veranlagung wegen Kirchensteuer abgeben. Damit diese Verpflichtung auch eingehalten wird, meldet das bzst die eintragung eines Sperrvermerks an das zuständige Wohnsitzfinanzamt, welches den Steuerpflichtigen dann zur abgabe einer Steuererklärung auffordern kann. bei Fragestellungen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontakt: Irene nobiling 3

4 PSP beim Technologietag des Munich Network Neues zur Vorsteueraufteilung bei der Herstellung von Gebäuden bei der errichtung und der anschaffung von Gebäuden fallen bekanntermaßen hohe Vorsteuerbeträge an. Sofern ein Gebäude für gemischt genutzte Zwecke, d. h. sowohl für steuerpflichtige als auch für steuerfreie umsätze, verwendet wird, bedarf es nach den gesetzlichen Vorgaben einer aufteilung der Vorsteuerbeträge. Das nationale recht in Gestalt des 15 abs. 4 ustg hat sich im Laufe der Jahre wiederholt geändert. Der bundesfinanzhof (bfh) hatte anfang der Jahrtausendwende geurteilt, dass die Hans-Joachim auf eine Schreiber gemischte Heiko nutzung Wunderlich entfallenden Vorsteuerbeträge nach dem umsatzschlüssel der aus dem Gebäude erzielten einnahmen aufgeteilt werden dürfen. Hierauf hatte der deutsche Gesetzgeber im rahmen eines sogenannten rechtsprechungsbereinigungsgesetzes, dem Steueränderungsgesetz 2003, Munich durch Network eine verbindet ergänzung Technologieunternehmer des 15 abs. untereinander mit Industrie Damit und sollte Anwendern, die auffassung Forschung der und Finanzver- Entwicklung, 4 ustg reagiert. waltung Investoren wieder und international. hergestellt Damit werden, unterstützt dass Münchener als regelaufteilungsmethode Netzwerk für Innovation die die nutzfläche Anstrengungen des für Gebäudes erfolgreiche heranzuziehen Innovationen in jungen, ist. Die ambitionierten Änderungsvorschrift und ebenso in regelt, erfolgreichen, eine etablierten Vorsteueraufteilung Technologieunternehmen. nach dem Mit Verhältnis zahlreichen dass der Veranstaltungen erzielten ausgangsumsätze und Aktivitäten werden nur Kontakte zulässig zwischen ist, wenn Gründern, keine Investoren, andere zulässige Unternehmen wirtschaftliche und Forschungseinrichtungen möglich hergestellt. ist. Die Änderung wurde in der Litera- Zurechnuntur größtenteils als europarechtswidrig eingestuft. Der 5. Technologietag am 18. März 2010 befasste sich mit Zur Klärung dieser Frage rief im Jahr 2010 der bfh Herausforderungen und Perspektiven der Unternehmens- und den europäischen Gerichtshof (eugh) an. Die aussagen des eugh in seiner entscheidung vom novem- Innovationsfinanzierung. Die aktuelle Situation der Unternehmens- und Innovationsfinanzierung für Technologieunternehmen ber 2012 eröffneten neuen Diskussionsbedarf. Dies wurde ebenso wie die der Finanz- und Kapitalmärkte beleuchtet. war unseres erachtens auch der Grund, weshalb die Unternehmerpersönlichkeiten, erfahrene Kapitalmarktprofis und nachfolgeentscheidung des bfh mehr als neun internationale Venture Capital Investoren berichteten über jüngste Investments. Interessante Vorträge und mehrere hundert Teil- Monate auf sich warten ließ. Die am veröffentlichte entscheidung des bfh vom nehmer machten den Technologietag auch 2010 wieder zu zeichnet sich durch eine extrem hohe einem großen Erfolg. Feinsinnigkeit aus. Im ergebnis hilft der bfh dem Fiskus. Die wesentlichen aussagen der entscheidung lauten wie folgt: und nicht nur für bestimmte Fälle der gemischten Verwendung eine vom unionsrecht abweichende regelung zur Vorsteueraufteilung vorsieht. Damit wäre 15 abs. 4 ustg eigentlich nicht anwendbar, sodass der vom Fiskus präferierte Flächenschlüssel nicht zur anwendung kommen könnte. Im Wege einer richtlinienkonformen Rechtsfortbildung durch teleologische reduktion beschränkt der bfh sodann aber den anwendungsbereich der Vorschrift auf solche Vorsteuerbeträge, die unter den anwendungsbereich des 15a ustg fallen. Dies sind Vorsteuerbeträge, die einer fünf- PSP Partner Heiko Wunderlich, Hans-Joachim Schreiber und Curt J. bzw. Winnen, Geschäftsführer zehnjährigen des Munich berichtigungspflicht Network unterliegen. Durch diese reduktion der Vorschrift liegt Die PSP-Partner nunmehr Heiko nur noch Wunderlich eine einzelobjektbezogene und Hans-Joachim Schreiber regelung sprachen der Vorsteueraufteilung dem Technologietag vor, zum sodass Thema die Beteiligungs gesetzliche verträge regelung fair gestalten in die auch Zulässigkeit für die Gründer wächst. fair und vertraten den PSP-Beratungsschwerpunkt Venture Capital. Sodann kommt der BFH zu dem Ergebnis, dass Dazu der Geschäftsführer ausschluss des Munich umsatzschlüssels Network, Curt J. durch Winnen: den Der Flächenschlüssel 5. Technologietag war als einzelobjektbezogene wieder einmal eine gelungene regelung nicht gegen des Munich das Network. unionsrecht Der wachsende verstößt, Teil- da Großveranstaltung nehmerkreis ein vom zeigt uns, Gesetzgeber dass großes Interesse vorgegebener am Thema (einzel-) Technologiefinanzierung objektbezogener besteht, und Flächenschlüssel dass das Munich Network stets eine zunehmenzisere auch bundesweit bestimmung als des ideale pro-rata-satzes Plattform für Kontakte ermögli- in prä- diesem che Bereich als ein wahrgenommen auf die Gesamtumsätze wird. Wir freuen uns, des dass unternehmens in das bezogener Munich Network umsatzschlüssel. einbringt. Der Vortrag aufgrund über PSP sich aktiv Beteiligungsverträge dieser feinsinnigen hat unseren unterscheidung Teilnehmern wertvolle brauchte Hinweise der für die bfh Praxis die gegeben. insoweit vom eugh aufgeworfene Frage, ob der objektbezogene Flächenschlüssel zu präziseren ergebnissen führe als ein gleichfalls objektbezogener umsatzschlüssel, nicht zu entscheiden. Diese Frage hätte er nach auffassung von PSP zugunsten des Steuerpflichtigen verneinen müssen. Für die anwendung des umsatzschlüssels kämpfende Steuerpflichtige können unter umständen bei 15 Abs. 4 UStG entspricht nicht den Erforder- Impressum Der PSP-newsletter nissen des gibt gesetzliche unionsrechts, Neuregelungen, da Rechtsprechung die Vorschrift und Finanzverwaltungsanweisungen für alle nur auszugsweise wieder. Für etwaige Informationsfehler übernehmen wir keine Haftung. Die Inhalte der einzelnen Beiträge sind nicht zu dem Zweck erstellt, abschließende Informationen über bestimmte Themen bereitzustellen oder eine Beratung im Einzelfall ganz oder teilweise zu ersetzen. Hierfür steht Ihnen PSP auf Wunsch gerne zur Verfügung. Redaktionelle 4 Auswahl und Kontakt: Roland W. Graf und Stefan Groß Peters, Schönberger & Partner GbR, Schackstraße 2, München, Tel.: , Internet: Foto: Karsten de Riese, Dietramszell, Munich Network; Layout: Peter Schoppe Werbeagentur GmbH, zukünftigen bauprojekten durch die gleichzeitige

5 01 Januar/ Februar 2014 errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des gemischt genutzten Gebäudes obsiegen. beim Kauf von Gebäuden bietet sich eine Kaufpreisaufteilung an in bezug auf die umsatzsteuerpflichtig vermieteten Gewerbeeinheiten und die umsatzsteuerfrei vermieteten Wohneinheiten. Im ergebnis führt die entscheidung dazu, dass bei sämtlichen Vorsteuerbeträgen, die einer Vorsteuerberichtigung nach 15a ustg unterliegen, also insbesondere bei den Herstellungskosten, eine Vorsteueraufteilung nach dem umsatzschlüssel ab 2004 nicht mehr möglich ist. Soweit die Gebäudeeinheiten in ihrer ausstattung nicht erheblich voneinander abweichen, erfolgt die Vorsteueraufteilung nach dem Flächenschlüssel. Vorsteuerbeträge, die aufgrund des umsatzschlüssels in der Praxis im Wesentlichen solche, die bis 2003 angefallen sind in abzug gebracht wurden, können nach der rechtsprechung des bfh ab 2004 nach 15a ustg berichtigt werden. umgekehrt bedeutet dies, dass für Vorsteuerbeträge, die nach 15a ustg nicht vorsteuerberichtigungsfähig sind, z. b. reinigungs- und beratungsleistungen etc., eine umsatzbezogene aufteilung und zwar nach den Gesamtumsätzen des unternehmens möglich wäre. Dies kann insbesondere für Steuerpflichtige von Vorteil sein, bei denen der gesamtumsatzbezogene Schlüssel über dem umsatzschlüssel für das jeweilige einzelobjekt liegt. Die entscheidung des bfh wird nach auffassung von PSP auch in Zukunft zu einer Änderung des sogenannten bankenschlüssels führen. Kontakt: Stefan Heinrichshofen Neuregelungen in der Lageberichterstattung Die Lageberichterstattung für Geschäftsjahre, die nach dem beginnen, hat sich mit der Verabschiedung des neuen Standards zur (Konzern-) rechnungslegung (DrS 20) in einigen Teilen maßgeblich geändert. Insbesondere die zukunftsorientierte berichterstattung hat dabei umfangreiche Änderungen erfahren. Sämtliche Mutterunternehmen, die gemäß 315 HGb einen Konzernlagebericht aufstellen müssen oder dies freiwillig durchführen, haben die regelungen des DrS 20 zu beachten. Für den Lagebericht eines einzelabschlusses im Sinne von 289 HGb wird die anwendung des DrS 20 analog zu den Vorgängerstandards DrS 5 und DrS 15 empfohlen. bei der Lageberichterstattung sind nun die nachfolgenden sechs Grundsätze zu beachten: Vollständigkeit, Verlässlichkeit und Ausgewogenheit, Klarheit und Übersichtlichkeit, Vermittlung der Sicht der Konzernleitung, Wesentlichkeit, Informationsabstufung. Während die beiden letztgenannten Grundsätze neu hinzugekommen sind, ist der bisherige Grundsatz der Konzentration auf die nachhaltige Wertschaffung dagegen nicht im DrS 20 übernommen worden. Vom Grundsatz ist der Standard branchenübergreifend anzuwenden, wobei durchaus nach Vorschriften für kapitalmarktorientierte und nicht kapitalmarktorientierte unternehmen unterschieden wird. Wenngleich DrS 20 keine empfehlung zur inhaltlichen ausgestaltung der Konzernlageberichterstattung enthält, wird doch eine Mindestgliederung in folgende berichtsteile vorgegeben, wobei K eine verpflichtende regelung für kapitalmarktorientierte unternehmen anzeigt: 1. Grundlagen des Geschäfts, 2. Wirtschaftsbericht, 5

6 PSP beim Technologietag des Munich Network 3. nachtragsbericht, 4. Prognosen-, Chancen- und risikobericht, 5. Internes Kontrollsystem und risikomanagementsystem bezogen auf den rechnungslegungsprozess ( K ), 6. risikoberichterstattung in bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten, 7. Übernahmerelevante angaben ( K ), 8. erklärung gemäß 289a HGb ( K ), 9. Versicherung der gesetzlichen Vertreter ( K ). nachfolgend werden die wesentlichen Inhalte und neuerungen kurz dargestellt: unter Grundlagen des Geschäfts sind angaben zum Hans-Joachim Geschäftsmodell, Schreiber Heiko zum Wunderlich Steuerungssystem sowie zu den aktivitäten in der Forschung und entwicklung des berichtenden unternehmens aufzunehmen. Im Wirtschaftsbericht ist u. a. auf den Geschäftslauf, die ertrags-, Finanz- sowie Vermögenslage des unternehmens einzugehen. Dabei sieht DrS 20 nun auch einen Munich abgleich Network verbindet früherer Technologieunternehmer Prognosen mit der untereinander mit entwicklung Industrie und vor. Anwendern, Zudem sind Forschung unter und dem Entwicklung, Gesichts- tatsächlichepunkt Investoren der und Wesentlichkeit international. Damit gesamtwirtschaftliche unterstützt das Münchener und branchenbezogene Netzwerk für Innovation rahmenbedingungen die Anstrengungen für erfolgreiche zu erläutern. Innovationen Im nachtragsbericht in jungen, ambitionierten ist unverändert und ebenso über in erfolgreichen, von etablierten besonderer Technologieunternehmen. bedeutung, die Mit nach zahlreichen dem Vorgänge Schluss Veranstaltungen des Geschäftsjahres und Aktivitäten eintreten, werden Kontakte zu berichten. zwischen Gründern, Investoren, Unternehmen und Forschungseinrichtungen Prognose-, hergestellt. Chancen- und risikobericht hat die Der weitreichendsten Änderungen erfahren. Der Prognosezeitraum wurde von mindestens zwei Jahren auf Der 5. Technologietag am 18. März 2010 befasste sich mit Herausforderungen und Perspektiven der Unternehmens- und mindestens ein Jahr verkürzt. Im Gegenzug steigt die Innovationsfinanzierung. Die aktuelle Situation der Unternehmens- und Innovationsfinanzierung für Technologieunternehmen anforderung an die Prognosegenauigkeit. Zukünftig wurde ebenso wie die der Finanz- und Kapitalmärkte beleuchtet. Unternehmerpersönlichkeiten, erfahrene Kapitalmarktprofis und internationale Venture Capital Investoren berichteten über jüngste Investments. Interessante Vorträge und mehrere hundert Teilnehmer machten den Technologietag auch 2010 wieder zu einem großen Erfolg. sind richtung und Intensität der Prognose als Zahlenangabe (Punktprognose des umsatzes von z. b. eur 100 Mio.), angabe einer bandbreite (Intervallprognose des umsatzes zwischen z. b. eur 95 und eur 105 Mio.) oder qualifiziert-komparative Prognose (Veränderung im Vergleich zum Ist-Wert mit angabe der richtung und Intensität) anzugeben. rein komparative oder rein qualitative Prognosen sind hingegen nicht zulässig. Des Weiteren ist nach DrS 20 eine zusammenfassende Darstellung der risikolage erforderlich. Dabei ist über risiken zu berichten, die die entscheidung eines verständigen adressaten beeinflussen. Die risiken sind zudem zu quantifizieren, soweit dies auch zur internen Steuerung erfolgt. analog zur risikoberichterstattung wird auch die Darstellung der Chancen aufgewertet. Insgesamt soll über Chancen und risiken angemessen berichtet werden. Grundsätzlich ist bei der risiko- und Chancenberichterstattung zu beachten, dass risiken und PSP Partner Heiko Wunderlich, Hans-Joachim Schreiber und Curt Chancen J. Winnen, Geschäftsführer immer als des negative Munich Network bzw. positive abweichung von der Prognose zu verstehen sind. Die PSP-Partner Heiko Wunderlich und Hans-Joachim Schreiber Die risikoberichterstattung sprachen auf dem Technologietag in bezug auf die zum Verwendung von Finanzinstrumenten verträge fair gestalten auch ist weitgehend für die Gründer unver- fair Thema Beteiligungs ändert. Hier ist u. a. auf die art der risiken, die art und vertraten den PSP-Beratungsschwerpunkt Venture Capital. der Sicherungsbeziehung, die Maßnahmen zur Dazu Sicherstellung der Geschäftsführer der beabsichtigten des Munich Network, effektivität Curt J. Winnen: der risikoabsicherung 5. Technologietag sowie war die wieder antizipativen einmal eine Sicherungsbe- gelungene Der Großveranstaltung ziehungen einzugehen. des Munich Vereinfachend Network. Der wachsende kann dieser Teilnehmerkreis Teil auch in zeigt den uns, 4. dass Teil großes aufgenommen Interesse am werden. Thema Technologiefinanzierung besteht, und dass das Munich Network zunehmend auch Kontakt: bundesweit als ideale Plattform für Kontakte in diesem Bereich Dr. Sebastian wahrgenommen Zerbe wird. Wir freuen uns, dass PSP sich aktiv in das Munich Network einbringt. Der Vortrag über Beteiligungsverträge hat unseren Teilnehmern wertvolle Hinweise für die Praxis gegeben. Steuern und Zollabgaben im Blick: Optimierungsmöglichkeiten bei Import- und Exportgeschäften In Zeiten der Globalisierung gehören internationale Geschäftsbeziehungen auch für mittelständische unternehmen zum alltagsgeschäft. Dabei müssen stets auch werden. besonders schwierig ist die abwicklung, wenn es sich um Geschäftsbeziehungen mit nicht-eu- Ländern handelt, da dann auch zoll- und außenwirt- Impressum Der komplexe PSP-newsletter steuerliche gibt gesetzliche Neuregelungen, anforderungen Rechtsprechung berücksichtigt und Finanzverwaltungsanweisungen schaftsrechtliche nur auszugsweise wieder. aspekte Für etwaige zu beachten Informationsfehler sind. übernehmen wir keine Haftung. Die Inhalte der einzelnen Beiträge sind nicht zu dem Zweck erstellt, abschließende Informationen über bestimmte Themen bereitzustellen oder eine Beratung im Einzelfall ganz oder teilweise zu ersetzen. Hierfür steht Ihnen PSP auf Wunsch gerne zur Verfügung. Redaktionelle 6 Auswahl und Kontakt: Roland W. Graf und Stefan Groß Peters, Schönberger & Partner GbR, Schackstraße 2, München, Tel.: , Internet: Foto: Karsten de Riese, Dietramszell, Munich Network; Layout: Peter Schoppe Werbeagentur GmbH,

7 01 Januar/ Februar 2014 Innerhalb der eu gilt zwar ein weitgehend vereinheitlichtes Zollrecht, dieses unterliegt jedoch einem ständigen Wandel. So ist zum beispiel zum der neue Zollkodex der eu in Kraft getreten. Dabei soll in Zukunft unter anderem auch mehr Wert auf die ahndung von Verstößen gelegt werden. Derartige Konstellationen verunsichern oftmals die unternehmen. Die mit Import- und exportabwicklungen befassten Mitarbeiter sind häufig nicht in der Lage, den Änderungen zu folgen und resignieren daher vor dem Zollrecht. eine Folge davon ist auch, dass viele unternehmen die Zollabgaben zahlen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie diese mit oft einfachen, aber legalen Gestaltungen reduziert werden können. umgekehrt ist den unternehmen teilweise nicht bekannt, welche Konstellationen auf die Höhe der Zollabgaben einfluss haben. Dadurch bedingt kommt es häufig im rahmen von außenprüfungen der Zollverwaltung zu nacherhebungen und anschließenden ahndungen bis hin zur einleitung eines Ordnungswidrigkeiten- oder gar Strafverfahrens gegen die Geschäftsführer oder Vorstände als Verantwortliche. eine ausführlichere Darstellung der hier nur kurz angeschnittenen Möglichkeiten finden Sie auf unserer Website (www.psp.eu). Die erfahrenen berater von PSP und die experten in unserem netzwerk unterstützen Sie gerne dabei, Ihre internationalen Lieferketten gesamthaft zu optimieren. Dabei berücksichtigen wir nicht nur die ertragsteuerlichen und umsatzsteuerlichen aspekte, sondern beziehen selbstverständlich auch die anforderungen des Zoll- und außenwirtschaftsrechts mit ein. Kontakt: Christoph Möslein Die Zollbelastung bei Import- und exportgeschäften lässt sich aber teilweise bereits mit geringem aufwand deutlich reduzieren. So kann beispielsweise der Zollwert, der bei der einfuhrverzollung zugrunde gelegt wird, in manchen Fällen bereits durch einzelne geringfügige anpassungen der Vertragsbedingungen erheblich gemindert werden. Durch geringe technische Änderungen der Waren oder eine modifizierte Zusammenstellung von Produkten lässt sich oft der Zollsatz verändern. umgekehrt können bei exportgeschäften teilweise auch die Zollabgaben im empfangsland vom deutschen Lieferanten durch nutzung sogenannter Präferenzabkommen positiv beeinflusst werden, wodurch für die ausländischen Kunden erhebliche Vorteile resultieren können. 7

8 PSP topics Neuerungen bei PSP auf Partner- und Sozienebene Das Jahr beginnt bei PSP mit Neuerungen auf Partner- und Sozienebene. Dr. Hannspeter Riedel (Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht sowie für Handels- und Gesellschaftsrecht) und Philipp Matheis (Steuerberater) erweitern den Kreis der Gesellschafter bei PSP. Nachfolge-Experte Dr. Hannspeter Riedel ist spezialisiert auf die ganzheitliche Beratung von Familienunternehmen und Private Clients in allen Belangen der Unternehmens- und Vermögensnachfolge. Zu seinen weiteren Tätigkeitsfeldern zählen die steueroptimale Gestaltung von Unternehmensstrukturen, M&A-Transaktionen sowie Corporate Compliance Fragestellungen. Dr. Hannspeter Riedel Philipp Matheis Philipp Matheis berät schwerpunktmäßig mittelständische Unternehmen und Unternehmer im Bereich der Unternehmenssteuern und ist zudem spezialisiert auf komplexe Fragestellungen im nationalen und internationalen Umsatzsteuerrecht. Darüber hinaus verstärkt auch Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dr. Christian Eschner, der insbesondere mittelständische Unternehmen sowie Private Equity-Gesellschaften berät, den Partnerkreis bei PSP. Seine Beratungsschwerpunkte umfassen die Bereiche M&A, Jahres- und Konzernabschlussprüfung, Unternehmensbewertung sowie Sonderprüfungen. Nikolaus Hafner Dr. Christian Eschner Neben den Neuerungen auf Partnerebene erweitern seit Beginn des Jahres Nikolaus Hafner (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater), Dr. Sebastian Zerbe (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater), Martin Netter (Certified Financial Planner) und Dr. Axel von Bredow (Steuerberater) den Kreis der Sozien bei PSP. Dr. Sebastian Zerbe Martin Netter Wir freuen uns sehr, dass die Partnerschaft und der Sozienkreis weiter verstärkt und damit vor allen Dingen die Beratungsqualität für unsere Mandanten gesichert wird. Nähere Informationen zum PSP-Team und den Beratungsschwerpunkten finden Sie unter Dr. Axel von Bredow Impressum Der PSP-newsletter gibt die gesetzlichen Neuregelungen, Rechtsprechung und Finanzverwaltungsanweisungen nur auszugsweise wieder. Für etwaige Informationsfehler übernehmen wir keine Haftung. Die Inhalte der einzelnen Beiträge sind nicht zu dem Zweck erstellt, abschließende Informationen über bestimmte Themen bereitzustellen oder eine Beratung im Einzelfall ganz oder teilweise zu ersetzen. Hierfür steht Ihnen PSP auf Wunsch gerne zur Verfügung. Redaktionelle Auswahl und Kontakt: Roland W. Graf und Stefan Groß Peters, Schönberger & Partner GbR, Schackstraße 2, München, Tel.: , Internet: Layout: Matzke & Heinzig GmbH,

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