Entwicklungstrend Ortung

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1 mobile communication cluster wir4.print special Juni 2006 Magazin der wir4-wirtschaftsförderung für Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg zur Clusterentwicklung Entwicklungstrend Ortung

2 Inhalt Editorial Im Cluster Meldungen aus dem MCC Seite 4 Im Fokus Ortung ist überall spannende Applikationen aus dem Cluster Seite 6 Laservorhänge und Funkknoten zählen Besucher Seite 8 Die magische Karte der Logistik Seite 9 Das Feuerwehrmann-Szenario" Seite 10 Jemand drinnen oder nicht? Seite 11 Genug geredet jetzt geht s zur Sache Seite 12 Best Practice Lösungen für mobile Kommunikation aus der wir4-region Seite 14 Im Gespräch Schadensermittler Gerrit Walgemoet über Diebstahlaufklärung mittels GPS Seite 16 Im Visier Das Web als echter Ort? Ein Kommentar von Wolfgang Stieler, leitender Redakteur beim Technology Review Seite 18 Update/Impressum Seite 19 Liebe Leserinnen und Leser, wir beobachten in unserem Privat- oder Geschäftsbereich immer häufiger, wie Informationen mit einem räumlichen Bezug versehen und ausgewertet werden. Die grundlegende Überlegung, Daten in Zeit und Ort punktgenau zu bestimmen, geht weit über bekannte Anwendungen wie Navigationssysteme hinaus. Die Verortung von Daten zieht sich dabei als Querschnittansatz auch durch verschiedene Felder der mobilen Kommunikation. Wie vielfältig dieser Bereich ist, stellen die in diesem Heft vorgestellten Lösungen aus unserer Region eindrucksvoll unter Beweis: Im MCC organisierte Unternehmen arbeiten in Sachen Ortung in unterschiedliche Branchen hinein. Begabungen, die sich durch alle Geschäftsbereiche des Clusters ziehen. Von mobilen Business-Lösungen über Prozessoptimierung in der Industrie bis hin zu drahtlosen Anwendungen in der Gebäude- und Regeltechnik. Das in der wir4-region vorhandene Spezialwissen wollen wir im MCC zu Netzwerkangeboten bündeln, ausbauen und Anbieter und Nachfrager zusammenführen. Auch dies ist eine Form der Verortung : Hiesige Unternehmen erkennen die Vorzüge des Networking und finden zusammen. Dieser Schulterschluss ist wichtig, um neues Geschäft zu generieren und zusätzliche Aufträge in bestehenden und neuen Märkten zu erzielen. Dass sich unser Unternehmensnetzwerk zunehmend etabliert und in der wir4-region verortet, zeigt aktuell das Netzwerk im Geschäftsbereich m- Industry. Hier kooperieren bereits rund 20 Unternehmen, um gemeinsam drahtlose Lösungen für den Einsatz in Produktionsbetrieben zu entwickeln und zu vermarkten. Dadurch wächst das Angebotspotenzial und wir haben die Chance, verstärkt auch von außen wahrgenommen zu werden als starkes Kompetenznetzwerk rund um mobile Kommunikation. Ein Netzwerk, das flexibel und mit viel Know-how auf technologische Bedarfe reagieren kann und in dem Innovation und Entwicklung gemeinsam vorangetrieben werden. Die Akteure verstehen den MCC zunehmend als ihr Ding. Sie nutzen die ökonomischen Vorteile des Clusters und identifizieren sich stärker denn je mit dem Wirtschaftsstandort des linken Niederrheins. Ebenfalls eine Form von Lokalisierung. Als Wirtschaftsförderung unterstützen wir diesen Prozess, um langfristig Wachstum zu schaffen, Arbeitsplätze zu sichern und vor allem kleinen und mittelständischen Firmen wirtschaftliche Perspektiven in der wir4-region aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang ist es besonders erfreulich, dass sich immer mehr Protagonisten in der Keimzelle des Clusters, dem MCC e. V., organisieren und den Entwicklungsprozess aktiv mitgestalten. Bislang rund 30 Mitglieder aus Wirtschaft und Wissenschaft zählt der Verein. Er fungiert als zentrales Sprachrohr für den MCC und bildet eine zusätzliche Anlaufstelle für interessierte Unternehmen und neue Partner, Geschäftskontakte oder gemeinsame Vermarktungskonzepte. Wir freuen uns, wenn Ihnen diese Ausgabe frische Impulse für neue oder bestehende Anwendungen gibt, Sie sich für die im Heft dargestellten Mobillösungen interessieren oder Anknüpfungspunkte zur gemeinsamen Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen erkennen. Sie sind jederzeit herzlich willkommen, unser Netzwerk aktiv mitzugestalten. Wir freuen uns über jeden weiteren Partner innerhalb des MCC! Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Hans-Peter Kaiser Vorstand der wir4-wirtschaftsförderung 2 Auch eine Art der Lokalisierung: Der MCC führt Spezialwissen zu Netzwerkangeboten zusammen und bringt Anbieter und Nachfrager an einen Tisch

3 Im Cluster Starke Keimzelle: Die Mitglieder des MCC e. V. sorgen gemeinsam und aktiv für die Fortentwicklung des Clusters: ISIS IC GmbH, GREATech GmbH, CashKit GmbH, RDS-GmbH, Elektro Mertin OHG, Tectus Transponder Technology GmbH, BECKERS Regeltechnik GmbH, ACE GmbH, j.a.p. Büro für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, TCS Sobotka & Partner GmbH, Niederrheinische IHK Kespret & Lang AG, Com 21 Holding GmbH, IKR International Knowledgement Research, Dr. Vieregge GmbH, MANDATA Information Management GmbH, PUNKTGENAU Werbung und Kommunikation, IMST GmbH, Sparkasse am Niederrhein, allways Solutions & Services GmbH, EAW Kreis Wesel, Sparkasse Duisburg, wir4-wirtschaftsförderung, LOS! NRW e. V., UBS Unternehmens- und Personalberatung, RAG BILDUNG GmbH, Vinschen und Partner Ursprünglich wurde die Anwendung im Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz entwickelt. In Zusammenarbeit mir der Deutschen Telekom AG wurde sie nun in das MCC-Portal integriert Know-how-Management oder kurz KHM heißt der neue Menüpunkt auf dem Internetportal (www.mccluster.de) des MCC. Was so unscheinbar daherkommt, ist ein revolutionärer Ansatz im Internet: Eine Wissensdatenbank, die ständig dazulernt und sich weiterentwickelt. Begriffsräume erkennen logische Verwandtschaften So genannte Begriffsräume sind von großer Bedeutung für die Funktionalität des Systems. Durch sie wird das System in die Lage versetzt, Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Dokumenten zu erkennen und dem Nutzer Angebote zu machen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit thematisch mit dem eingegebenen Verein nimmt Fahrt auf Gute Neuigkeiten gibt es vom MCC e. V. zu berichten: In der letzten Vorstandssitzung konnten zahlreiche Neuaufnahmen beschlossen werden. Damit gehören dem MCC mittlerweile 29 Unternehmen und Privatpersonen durchweg Akteure der Region an. Wir sind auf einem guten Weg, den Verein als zukünftigen Träger und Impulsgeber für das Unternehmensnetzwerk zu etablieren, ist der MCC-Vorsitzende Hans- Peter Kaiser zuversichtlich. Die Mitglieder decken allesamt das Portfolio der mobilen Kommunikation ab und profitieren von den guten Kontakten untereinander. Aber auch die Möglichkeit, gemeinsam mit den anderen Firmen im Netzwerk Kundenprojekte zu realisieren, kann von großem Nutzen sein. Der Verein übernimmt bei Netzwerk-Projekten in der Anbahnungsphase die Federführung als zentrale Kontakt- und Anlaufstelle. Unternehmen, die mitmachen möchten, wenden sich bitte an: wir4- Wirtschaftsförderung, Tel.: , E- Mail: Künstliche Intelligenz mit konkretem Nutzen Suchbegriff in Zusammenhang stehen. Es genügt, eines der im Begriffsraum enthaltenen Schlagworte einzugeben und man erhält eine Ergebnisliste, die zum Beispiel den kompletten Bereich Industriefunk abdeckt, erläutert Andreas Heck vom Institut für angewandtes Wissensmanagement IKR. Unternehmen sind gefragt Nach Abschluss der Testphase (voraussichtlich Sommer 2006) werden die Unternehmen ihre Daten selbstständig via Webbrowser in das System eingeben können. Um die Suchergebnisse möglichst feinstufig gestalten zu können, sollten die Unternehmen alles eingeben, was sie veröffentlicht haben, rät Heck. Also Pressemitteilungen, Produktbeschreibungen, Angebote, Referenzkunden etc. Aber auch hier gilt: Ehrlich währt am längsten. Aussagen wie Wir können alles sind wenig zielführend, weiß Heck. Am Ende erhält der Nutzer eine Liste mit konkreten Angeboten zu seiner Suche, die ihn in direkten Kontakt mit den Unternehmen treten lassen. wir4 Wirtschaftsförderung für Moers, Kamp- Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg Genender Platz 1, Moers Tel.: Fax: Unternehmen aus der Region schließen sich im Bereich Industriefunk zusammen Innerhalb des MCC formiert sich aktuell ein Netzwerk für den Geschäftsbereich m-industry. Die rund 20 Unternehmen werden gemeinsam drahtlose Kommunikationslösungen für den Einsatz in Produktionsbetrieben entwickeln und vermarkten. Dabei arbeiten die kooperierenden Unternehmen in vielfältige Branchen hinein (z.b. Lebensmittelbranche, Chemie, Maschinenbau, Immobilienwirtschaft oder Logistik) und können so eine große Anwendungspalette abdecken: Das Spektrum reicht von der Verwaltung über Gebäudetechnik und mobile Produktionsüberwachung bis hin zu Funklösungen in der Lagerhaltung oder im Vertrieb. Kostenersparnis durch Prozessoptimierung Die Vorteile der gemeinsamen Sache liegen klar auf der Hand: Mittelständler arbeiten für Mittelständler; Leistungen werden aus einem Guss angeboten und die Netzwerkpartner können unmittelbar auf Kundenbedürfnisse reagieren. Innerhalb des Clusters wird die optimale Lösung und eben nicht die vorhandene Schubladen-Variante ausgearbeitet. Funkexperte und aktiver MCC-Netzwerker Peter Grundig beschreibt: Hier kooperieren Spezialisten, die persönlich und vertrauensvoll miteinander umgehen. Es entstehen im Ergebnis Angebote und mobile Anwendungen, die nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert sind. Und zwar vom Chef selbst und nicht vom Sachbearbeiter eines anonymen Technologiekonzerns. Kerrygold als Demonstrator Erster Testfall des Netzwerkes war ein Unternehmens-Check bei Kerrygold. Der Butter- und Käsespezialist wird den Betrieb von Krefeld in den Grafschafter Gewerbepark Genend nach Gemeinsam mehr Geschäft machen: Die Partner des regionalen Netzwerkes für industrielle Funklösungen m-industry Gerd Lück, wir4 Wirtschaftsförderung für Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg, Genender Platz 1, Moers Tel.: Fax: Neukirchen-Vluyn verlegen. Die Verantwortlichen haben sich darauf verständigt, die Prozessabläufe von ausgewählten Netzwerkpartnern auf den Einsatz mobiler Kommunikationslösungen hin bewerten zu lassen. Durch Referenzprojekte wie bei Kerrygold soll sich die Leistungsfähigkeit des Netzwerkes verdichten. Insgesamt wird geschätzt, dass sich durch die Zusammenarbeit um 20 Prozent zusätzliche Aufträge in bestehenden und neuen Märkten ergeben. Unternehmen, die Interesse an der Mitarbeit oder an Lösungen durch das Netzwerk haben, können sich dazu an die Wirtschaftsförderung wir4 wenden. 4

4 Im Fokus Wer oder was ist wann wo? Wenn Sie spazieren gehen, tun Sie es, wenn Sie Auto fahren auch. Ebenso beim Einkaufen, Skifahren oder Sonnenbaden. Ganz unbewusst bestimmt Ihr Körper oder besser gesagt Ihr Gleichgewichtssinn permanent die Lage im Raum. Hinzu kommt noch ein wenig Sichtnavigation und schon sind wir mitten im Thema dieser Ausgabe: Ortung! Ein äußerst facettenreiches Gebiet, das in allen Lebenslagen eine Rolle spielt. Mit moderner Technik werden Behältnisse im Logistik-Bereich geortet, identifiziert und an die richtigen Stellen im Hochregal- Lager gelenkt; erkennen Sensoren in Büro-Decken, ob und wie viele Personen im Raum sind und steuern effizient Temperatur- und Lichtverhältnisse; helfen Ortungstechnologien Rettungskräften, unter schwie- rigsten Bedingungen Leben zu retten. Die bekannteste Applikation dürfte wohl die Navigation sein. Ob zu Wasser, zu Lande oder in der Luft mit Hilfe von Satelliten (GPS, Galileo, GLONASS o. Ä.) werden die Positionen von Fortbewegungsmitteln geortet und vorgegebenen Systemen (z. B. Karten- Software) zugeordnet. Auf ähnlicher Grundlage funk- tionieren auch die so genannten Location Based Services die Standort-bezogenen mobilen Dienste. Hier sind etwa Handy oder PDA Empfangs- und Sendegeräte und die Anwendungen reichen vom Restaurant- Tipp bis zur Unfallortung. Das oft zitierte Beispiel einer immer mobiler werdenden Gesellschaft scheint sich in den Köpfen festgesetzt zu haben. Immer mehr Menschen sind bereit, mobile Dienste zu nutzen und auch dafür zu zahlen. Über den Sinn oder Unsinn von Anwendungen wie mobilen Flirtzones mag man streiten. Eines aber steht fest: Der Markt für Ortung und damit zusammenhängende Dienste wächst. Auch, und gerade in den Prozessen der Wertschöpfungsketten von Unternehmen. In der Mobile Business Studie 2005/2006 kommen die Deutsche Gesellschaft für Managementforschung (DGMF) und die Knowledge Intelligence AG (KI AG) unter anderem zu folgendem Ergebnis: Mobile Ortung und Verfolgung betrifft vor allem Anwendungen zur mobilen Lieferregistrierung, Lokalisierung und Verfolgung von Fahrzeugen/Sendungen und ist derzeit in 15 % der Unternehmen im Einsatz; zusätzliche 20 % planen den Einsatz entsprechender Anwendungen. Wir möchten in dieser Ausgabe zeigen, was Unternehmen der wir4-region im Bereich Ortung anbieten und wie Kunden ganz unterschiedlicher Branchen von diesen Lösungen profitieren können. Im privaten Bereich, aber auch im Geschäftsleben gewinnt das Thema Ortung zunehmend an Bedeutung. In der Logistik und auf der Straße ist Ortung schon seit langem nicht mehr wegzudenken

5 Im Fokus Am Monitor kann in Echtzeit abgelesen werden, wie viele Personen sich in den mit der ISIS- Technik ausgestatteten Räumen befinden. Die Statistikfunktion der Software ermöglicht Rückschlüsse auf das Besucherverhalten Laservorhänge und Funkknoten zählen Besucher Eine bessere Bühne als die CeBIT 2006 kann man sich eigentlich nicht wünschen, um Innovationen einem möglichst großen Publikum zu präsentieren. Das dachte sich auch das Weseler Unternehmen ISIS IC GmbH. Gemeinsam mit der ebenfalls in Wesel ansässigen Partnerfirma LASE GmbH hatte man den Messestand von IBM mit einem Besucherzähler ausgestattet. Mit Hilfe von Laservorhängen und Funknetzknoten konnte auf einer geschützten Website jederzeit die aktuelle Besucherzahl auf dem Stand abgefragt werden. Wir haben eine Software entwickelt, die die durch die Laser gesammelten und von unseren Funkknoten übertragenen Daten visualisiert, erläutert Dirk Unsenos, Geschäftsführer der ISIS IC GmbH. Jeder Besucher wurde beim Betreten und Verlassen des Standes erfasst und im System abgebildet völlig anonym. Mit Hilfe der Statistikfunktion konnten die Daten jederzeit ausgewertet und somit Entwicklungen nachvollzogen werden. Eine Symbiose von zwei Technologien zum Thema Ortung, die nicht nur auf Messeständen gute Perspektiven haben. Neue EU-Richtlinie gibt den Takt vor Die neue EU-Versammlungsstättenverordnung sieht vor, dass die Zahl der momentan anwesenden Personen in öffentlichen Gebäuden bekannt gemacht wird, weiß Unsenos und öffnet damit das weite Feld von Anwendungsmöglichkeiten für die neue Technologie. Museen, Theater, Flughäfen oder Institutionen sind nur einige der potenziellen Anwender. Die Verknüpfung der Laser-Technik mit der Übertragung der Daten per Funk ist gerade in Fragen der Sicherheit von großer Bedeutung. In Notfällen kann auf dem Zentralrechner in Echtzeit die Anzahl Menschen im Gebäude bestimmt werden. Durch die Überwachung aller Ein- und Ausgänge weiß die Einsatzleitung auch jederzeit, wie viele das Gebäude schon wieder verlassen haben. Bei Veranstaltungen kann genau definiert werden, wie viele derjenigen, die ein Ticket gekauft haben, schon die Einlasskontrollen passiert haben, und wie viele Besucher noch vor den Türen stehen. Gerade bei Großveranstaltungen ein wichtiger Aspekt zur effizienten Steuerung der Besucherströme. Damit der Kunde König bleibt Doch auch in wirtschaftlicher Hinsicht kann diese völlig anonymisierte Ortung von Personen wertvolle Dienste leisten. Werden die Geschäfte von Einzelhandelsketten derart technisch bestückt, können wichtige Aussagen über Kundenströme und -verhalten gemacht werden. Es lassen sich Abgleiche herstellen zwischen der Anzahl der Kunden an einem bestimmten Tag und den getätigten Verkäufen in diesem Zeitraum, erklärt Unsenos. Damit haben Entscheider ein wichtiges Instrumentarium an der Hand, die Effizienz in Verkaufsräumen zu messen und zu optimieren. In einem konkreten Fall hatte eine Einzelhandelskette zwei ihrer Läden miteinander verglichen. In dem einen stimmte der Umsatz, im anderen nicht, obwohl in beiden Läden die gleiche Anzahl an Kunden verkehrte. Nach einem Tausch der Verkaufsteams zeigte sich: Das gute Team hatte auch im neuen Laden mehr Erfolg als das andere. Ein wichtiger Hinweis für den Einzelhändler, wo es Schulungsbedarf bei den Mitarbeitern gab. Außerdem weiß der Einzelhändler durch unser System, zu welchen Zeiten besonders viele Kunden kommen, und er kann durch den vermehrten Einsatz von Personal darauf reagieren, nennt Unsenos einen weiteren Vorteil. Dass beide Firmen mit ihren Lösungen auf dem richtigen Weg sind, beweisen die vermehrten Nachfragen in den letzten Wochen. Insgesamt eine Technologie aus der wir4-region mit vielfältigen und interessanten Perspektiven. ISIS IC GmbH, Handelsweg 1, Wesel Tel.: Die magische Karte der Logistik Ein kurzer Auszug aus harypotterwiki.de: Auf der magischen Karte des Rumtreibers ist das Schlossgebäude von Hogwarts verzeichnet. Sie enthält sämtliche bekannten Geheimgänge Darüber hinaus zeigt sie aber auch noch alle Personen an, die sich dort befinden. Sie werden als bewegliche kleine beschriftete Punkte sichtbar, so dass ein Blick auf diese Karte zeigt, ob sich jemand nähert und wer dies ist. Dabei lässt sich die Karte keine falsche Identität vormachen Die magische Karte sieht aus wie ein unauffälliges unbeschriftetes Stück Pergament. Um es zu aktivieren, genügt eine leichte Berührung mit dem Zauberstab und die Beteuerung: Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin! Letzteres ist Günter Reit, Geschäftsführer der Kamp- Lintforter COMIDOS Software GmbH, nicht zu unterstellen. Im Gegenteil: Sein Unternehmen entwickelt wohl durchdachte Produkte und Dienstleistungen im Bereich elektronischer Versandsteuerung und Lagerhaltung. Die dort produzierten Karten sind weder unscheinbar aus Pergament, noch zeigen sie fiktive schottische Zauberschulen. Sie sind vielmehr detail- und maßstabsgetreue Abbilder riesiger, komplexer Warenlager, in denen tagtäglich enorme Mengen an Kleinteilen versandfertig gemacht werden. Aber irgendwie doch wie von Zauberhand, die jederzeit alles im Griff hat und sämtliche Winkel und Vorgänge genau kennt. Die bewegten Punkte sind in unserem Fall so genannte Orientierungsbehälter, die auf Förderbändern, beispielsweise in einer Schraubenfabrik, ständig kreisen und vom Leitstand aus permanent kontrolliert werden irgendwie wie der Blick auf die magische Karte von Schloss Hogwarts. Für die eindeutige Identifizierung und Lokalisierung der Behälter sorgt indes kein Zauberstab, sondern ein Scanner. Teilebehälter werden genau geortet Mit dem Zeitpunkt des Einscannens wird ein Behälter von unserem Steuerleitsystem genau lokalisiert. Das Programm erkennt, in welcher Kommissionierzone sich ein Behälter befindet, und weist ihm einen exakten Auftrag zu. Er weiß nun, welche Positionen, also welche Artikel, er aufnehmen muss und wie er auf den Förderbändern wegeoptimiert zu den entsprechenden Lagergängen gelangt, um dort bestückt zu werden, erklärt Günter Reit. Alle Referenzdaten aus dem System werden per W-LAN an das mobile Pad der Mitarbeiter gefunkt. Logistischer Location Based Service Im Grunde sei das Ganze ein Location Based Service adaptiert auf logistische Prozesse: Die Behälter melden sich an einem definierten Funkknoten, werden auf ihren Aufenthaltsort innerhalb des Verteillagers und auf ihre Auftragsdaten hin identifiziert und dann zu ihrem Bestimmungsort, beispielsweise zum Hochregal oder zur Verpackungszone, geführt, vergleicht Günter Reit. Ginge man mit seinem PDA durch eine Innenstadt, würde man, das Einverständnis vorausgesetzt, innerhalb einer bestimmten Funkzelle identifiziert und erhielte Informationen etwa vom nächstgelegenen Kaufhaus. Branchenübergreifende Systemlösung Das umfassende Logistik-System der COMIDOS Software GmbH kommt in vielen Branchen zum Einsatz: Zu den Kunden zählen Großdruckereien, Chemieunternehmen, Fahrzeugteilehersteller, Elektrohandel, etc. Die magische Karte des Rumtreibers aus Kamp-Lintfort ist alles andere als Budenzauber. Das System optimiert logistische Prozesse auf allen Ebenen und dient der Effizienzsteigerung aus ganzheitlicher Sicht, von der Produktion bis zum Abtransport von Waren. COMIDOS Software GmbH Kruppstraße 62, Kamp-Lintfort Tel.: Fax: Funklösungen für moderne Logistik eine Art Location Based Service 8 9

6 Im Fokus Das Feuerwehrmann-Szenario Jemand drinnen oder nicht? Der Sender erzeugt eine Serie extrem kurzer Impulse im Nanosekundenbereich. Die entstehende hohe Bandbreite benötigt eine geringe Sendeenergie und sorgt für eine robuste Datenübertragung. Typische Innenraumstörungen, z. B. durch Wände, werden ebenso kompensiert wie Einflüsse durch andere Funksysteme Wir nennen es das Feuerwehrmann-Szenario, erklärt Jörg Pamp, Diplom-Ingenieur und bei der IMST GmbH in Kamp-Lintfort Gruppenleiter Wellenausbreitung/Satellitenfunksysteme. Gemeint ist eine pulsbasierte Lokalisierung mittels ultrabreitbandigen Funksignalen (UWB). Eine Technologie, die eine normale Sprachkommunikation und gleichzeitig die präzise Ortung des Senders z. B. innerhalb von Gebäuden ermöglicht. Feuerwehrmann-Szenario heißt das Projekt bei der IMST GmbH, weil die Technik gerade für Einsatzkräfte entscheidende Vorteile bei der Rettung von Menschenleben haben kann. Stellen Sie sich vor, ein Feuerwehrmann muss in ein brennendes Haus, die interne Infrastruktur ist komplett zerstört, die Sicht ist schlecht, Rettungswege sind durch den Brand bereits zerstört wie soll sich der Mann da orientieren?, fragt Pamp und gibt auch gleich die Antwort: Die Feuerwehrleute erhalten ein Funkgerät, mit dem sie nicht nur sprachlich kommunizieren können, sondern das auch als UWB-Sender fungiert. Hilfen für die Einsatzleitung Bei der Einsatzleitung werden die pulsbasierten Signale, die eine genaue Ortung erlauben, empfangen und über eine eigens in Kamp-Lintfort kreierte Software auf einem Bildschirm visualisiert. Für viele große, öffentliche Gebäude besitzt die Feuerwehr bereits digitale Grundrisse, weiß Pamp. Diese werden in das IMST-System eingespielt und sind die Grundlage, um die Einsatzkräfte im Ernstfall dirigieren und sicher wieder aus dem Gebäude herauslotsen zu können. Momentan steht IMST in Gesprächen mit den Experten des Zentrums für Brandschutz und Sicherheit der Deutsche Montan Technologie in Dortmund. Dort werden jedes Jahr zahlreiche Feuerwehren für den Ernstfall trainiert und ausgebildet. Eine gute Gelegenheit, auch neue Kommunikationstechnologien in das Feuerwehrmann-Szenario einzubauen. Location Based Services via WLAN Für nicht ganz so brenzlige Situationen gedacht ist eine weitere Anwendung des Unternehmens im Bereich Ortung: IPOS das Indoor Positioning System. Bei diesem auf W-LAN-Technik basierenden System geht es in erster Linie darum, die Position von Ressourcen zu bestimmen und daraufhin bestimmte Aktionen auslösen zu können, erläutert Pamp. Der Ansatz zur Lokalisierung mittels WLAN beruht auf der Messung der Empfangsleistungen der verschiedenen Access Points. Vor der Nutzung des Systems wird eine Simulation durchgeführt und die dabei erhaltenen Daten in die von der IMST GmbH entwickelten Software-Plattform eingegeben. Ziel bei dieser Entwicklung ist es, die IPOS-Software auf möglichst vielen, unterschiedlichen Endgeräten, also Hardware, nutzen und einsetzen zu können, weiß Pamp. Flexible Datenbank eröffnet Spielräume Dabei spielt es keine Rolle, ob Waren und Güter oder Personen geortet werden. Durch die flexible Datenbank ergeben sich auch Anwendungen in der Baubranche. So kann beispielsweise der Polier mit einem Tablet-PC ausgestattet werden. Beim Gang durch den Neubau zeigt ihm IPOS genau an, welche Dinge in welchem Raum an welcher Stelle sein müssen bzw. sein sollten. Mit der in die Datenbank eingepflegten Stückliste ist einfach und sicher zu prüfen, ob alle Leitungen richtig laufen oder wo Material fehlt, erklärt Pamp. Ein klassischer Location Based Service also, der hilft, die Effizienz zu steigern und Kosten zu reduzieren. IPOS ist für alle Anwendungen innerhalb von Gebäuden geeignet und kann zentral von einem Rechner aus verwaltet werden. IMST GmbH, Carl-Friedrich-Gauß-Straße Kamp-Lintfort Tel.: , Fax: Lokalisierung hält auch in die moderne Gebäudetechnik Einzug. Etwa im Bereich der Raumautomation: Die spega GmbH aus Moers hat ein elektronisches System entwickelt, welches Energieeffizienz und Raumkomfort intelligent miteinander verknüpft. Dabei werden Aspekte wie Beleuchtung, Heizung, Lüftung oder Sonnenschutz als integrale Einheit verstanden. Bei uns ist der Zustand eines Raumes immer entscheidend. Das heißt zunächst: Ist er belegt oder nicht, sind Menschen anwesend, ja oder nein? Hierfür messen Multisensoren in der Decke Raumhelligkeit und Bewegung in Form von Körperwärme, erklärt der Geschäftsführer Jan Spelsberg. Ein klassischer Fall von Ortung. Erkennt das System Personen, die sich beispielsweise in einem Büro aufhalten, werden automatisch die zuvor gespeicherten Raumszenarien aktiviert. Das bedeutet im Optimalfall: Blendfreies Arbeiten, angenehme Zimmertemperatur und ordentliche Belüftung. Zeigt die Präsenzerkennung des Sensors indes an, dass sich keine Personen in einem Raum aufhalten, werden die Bedingungen zugunsten des Energieverbrauchs geändert: Luftwechsel finden seltener statt, die Temperatur wird heruntergeregelt, Sonnenblenden werden aufgefahren, um Heizkosten zu sparen. Nicht benutzte Räume werden mithilfe der Sensoren in einen schlafenden und möglichst energiesparenden Zustand versetzt. Präsenzerkennung bildet die Grundlage fürs Energiesparen Eine moderne Gewerbeimmobilie muss heute drei Kriterien erfüllen. Sie muss energieeffizient sein, eine ergonomische Arbeitsumgebung schaffen, in der sich die Mitarbeiter wohl fühlen und möglichst produktiv arbeiten und sie muss in Hinblick auf die Flächenaufteilung flexibel bleiben, um sich ändernden Organisationsformen innerhalb eines Unternehmens gerecht zu werden, beschreibt Spelsberg. Allen Anforderungen sei gemein, dass sie nur vor Ort dort, wo Gebäude und Nutzer im direkten Kontakt stehen erfüllt werden können. Hierfür ist die sensorische Präsenzerkennung Grundvoraussetzung. Trotz der unterschiedlichen Nutzungsansprüche sind die energetischen Einsparpotenziale enorm: Was wir mit einer vernünftigen Automatisierung herausholen, sind sicher 40 bis 50 Prozent des Gesamtenergiebedarfs. In Hinblick auf den kommenden Gebäude-Energiepass, den die EU im Zuge einer Gesetzesnovellierung plant, wird eine integrale Raumautomation für Investoren, Bauherren oder Betreiber spannender den je, prognostiziert Spelsberg. spega - Spelsberg Gebäudeautomation GmbH & Co. KG Zechenstraße 70, Moers Tel.: Fax: Effiziente Gebäudetechnik: Multisensoren, etwa in den Decken von Büros, erkennen die Anwesenheit von Personen und steuern automatisch Heizung, Lüftung oder Sonnenschutz 10 11

7 Im Fokus Im Überblick Genug geredet jetzt geht s zur Sache! In den vorangegangenen Beiträgen ist deutlich geworden, dass Ortung eine absolute Querschnittstechnologie ist. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und ihr Nutzen ist hoch. Doch was nützt die beste, ausgereifteste Technologie, wenn sie mangels Nachfrage nicht zum Einsatz kommt. Darum ist gerade das Zusammenführen von Anbietern und Nachfragern ein wichtiger Aspekt: Die Verortung der Technik in der Region. Mach den Bildungsscheck Die wir4-wirtschaftsförderung und die Regionalagentur NiederRhein werden eine Veranstaltung rund um berufliche Qualifizierung und Weiterbildung durchführen. Hier präsentieren sich die Weiterbildungseinrichtungen der Region umfassend und zeigen ihr Leistungsspektrum auf. Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Weiterbildungsund Qualifizierungsoffensive namens Bildungsscheck des Landes NRW. Dieses arbeitsmarktpolitische Förderinstrument gilt bis zum 31. Oktober Das Angebot ist für Beschäftigte kleiner und mittlerer Unternehmen mit maximal 250 Mitarbeitern gedacht. Dabei ist der Besuch berufsspezifischer Kurse ebenso möglich wie die Teilnahme an Computer-, Rhetorik- oder Sprachkursen. Wie diese Förderung konkret aussieht und welche Einrichtungen in der wir4-region als Beratungsstellen aktiv mitwirken, wird in den Vorträgen und der begleitenden Ausstellung erläutert. Ort und Zeit: Dienstag, 20. Juni 2006 ab 9.30 Uhr Technologiepark Eurotec Eurotec-Center, Eurotecring Moers Städte-Wettbewerb Clever mobil und fit zur Arbeit Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg suchen Unternehmen, in denen möglichst viele Beschäftigte eine Woche lang ihr Auto stehen lassen. Von Montag, 28. August bis Freitag, 1. September, soll man sich aufs Fahrrad setzen, Bus und Kaum zu glauben, dass bei der großen Anzahl an Teilnehmern beim wir4- Städtelauf die Zeiten noch per Hand gemessen werden. Der Einsatz von Transponder-Chips und Antennen könnte hier helfen, die Dinge zu vereinfachen Hervorragende Gelegenheit für die Anbieter, sich in der Region zu verorten, ist der 3. Oktober Dann findet bereits zum fünften Mal der wir4-städtelauf statt. Er führt Jahr für Jahr rund Läuferinnen und Läufer und ungezählte Zuschauer durch die Städte Kamp-Lintfort, Rheinberg, Moers und Neukirchen- Vluyn. Für die Sportler der Region ist er fester Bestandteil des Laufkalenders und durch das überragende Engagement der Organisatoren eine gelungene Veranstaltung. Angeboten werden insgesamt 16 verschiedene Wettbewerbe, mit unterschiedlichen Startund Zielpunkten. Die Sportler können selbst entscheiden, wo sie loslaufen und wo sie ankommen möchten. Und genau hier liegt eines der größten Hindernisse für die Organisatoren. Während es bei anderen Laufveranstaltungen seit Jahren Usus ist, die Zeiten der Teilnehmer automatisch zu messen, erfolgt beim wir4-städtelauf die Zeitnahme per Hand. Normalerweise kommen bei den Läufen Transponderchips zum Einsatz. Sie werden entweder am Schuh getragen (ChampionChip) oder als Wegwerf-Variante von hinten auf die Startnummer jedes Läufers geklebt (Bibchip). Bei beiden Methoden kommen passive Transponder zum Einsatz. Die Zeitmessung erfolgt am Start, bei Zwischenstationen und im Ziel erst, wenn der Läufer eine Antenne passiert, die den Tag aktiviert. Das geschieht innerhalb von Millisekunden. Mittlerweile lassen sich so bis zu Läufer pro Minute exakt messen. Und auch die Zuordnung des Zieleinlaufes für die so genannten Finisher-Videos ist schon längst Realität. Die Chips kommunizieren mit den eingesetzten Kameras und die automatisch generierten 30-Sekünder sind anhand der Startnummer am nächsten Tag im Internet verfügbar. Wir würden gerne unseren Aufwand an Personal und Abstimmungsbedarf verringern und auf eine automatische Zeitmessung zurückgreifen, erklärt Hannes Hücklekemkes, Mitorganisator der Veranstaltung vom SV Kamp. Doch die Tatsache, dass es 16 Wettbewerbe mit unterschiedlichen Start- und Zielorten gibt, macht den Einsatz der normalen Technik unmöglich. Der Swiss Alpine Marathon in Davos hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Auch hier gibt es unterschiedliche Wettbewerbe und vier verschiedene Startorte. Die eingesetzte Technik versagte 2005 und die Auswertung dauerte mehrere Tage. Die Systeme, die wir kennen, sind für unsere Veranstaltung einfach viel zu teuer, bedauert Hücklekemkes. Aber vielleicht lässt sich das Problem von Hücklekemkes ja innerhalb des Clusters lösen. Ein Sponsor, der die Technologie zur Verfügung stellt, würde von uns in allen Belangen unterstützt und hätte jede erdenkliche Freiheit zur eigenen Präsentation während der Veranstaltung, gibt Hücklekemkes einen Anreiz. Wer eine Idee hat oder sich genauer informieren möchte, findet Ansprechpartner und Kontaktadressen im Internet unter: Bahn fahren oder Fahrgemeinschaften bilden. Das Unternehmen, dessen MitarbeiterInnen in der Summe die meisten Wege ohne Auto verzeichnen kann, erhält den Wanderpreis. Er wird seit 2003 in drei Kategorien, differenziert nach Beschäftigtenzahlen, verliehen. Infos und Wettbewerbsunterlagen gibt es bei den Städten. Termine RFID: Chancen erkennen, Innovationen ermöglichen. BITKOM veranstaltet gemeinsam mit dem Informationsforum RFID und dem BDI eine Fachkonferenz. Die Konferenz wird unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie der CeBIT. 29. Juni 2006 von 10:00 bis 16:30 Uhr im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. 3. IT-Info Forum zur neuen Fortbildung in IT-Berufen Das Forum präsentiert sich in diesem Jahr auf der Midvision 2006 Fachmesse für IT-Lösungen im Mittelstand. Ziel ist, Unternehmen und IT-Mitarbeiter aller Branchen über neue Qualifizierungswege zu informieren. Auch damit verzahnte Fragen werden besprochen. Midvision 2006, 21. bis 22. Juni in der Messe Karlsruhe. Das 3. IT-Info-Forum startet am Nachmittag des ersten Messetages. RFID-Politik für Europa: Positionen aus NRW Nordrhein-westfälische Beiträge zur High-Level-Debatte der Chancen und Risiken in der Implementation von Radiofrequenz-Technologie. Gemeinsame Veranstalter sind das Forschungsinstitut für Telekommunikation, Dortmund, und das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht, Münster. Unterstützt durch die METRO AG. 20. September 2006 ab Uhr in der Landesvertretung NRW in Brüssel

8 Best Practice BenQ Mobile macht Google Maps europaweit verfügbar Vom reinen Produktionszum komplexen Technologiestandort mit Forschung und Entwicklung: Das Werk Kamp-Lintfort BenQ Mobile wird zukünftig Handy-Nutzern europaweit den Zugang zu Google Maps ermöglichen. Das Unternehmen bietet den Service ab Juni 2006 an. Dann soll die Applikation auf verschiedenen UMTS- Geräten, wie zum Beispiel dem EF81, vorinstalliert sein. Google Maps ermöglicht das Finden von Hotspots wie Restaurants, Galerien oder Geschäften. Detaillierte Wegbeschreibungen, integrierte Suchresultate, Kartenmaterial und Satellitenbilder von Google Earth werden direkt vom Mobiltelefon aus zugänglich. Content spielt eine wesentliche Rolle bei der zukünftigen Gestaltung der Mobilfunkindustrie. Handys werden immer mehr dazu genutzt, im Internet nach Informationen zu suchen. Durch die Partnerschaft mit Google unterstützen wir unsere Kunden, einfach und schnell das zu finden, wonach sie suchen, kommentiert Clemens Joos, CEO von BenQ Mobile. Dabei sei Google eine bekannte und vertraute Marke: Ich freue mich, dass wir Handynutzern die Vorteile von Google Maps nun auch mobil in Verbindung mit den neuesten UMTS-Geräten zur Verfügung stellen können. Die Such-Services von Google sind gegenwärtig für HTML-, XHTML-, WML-, und CHTML- Browser erhältlich. Google Maps für Mobilfunkgeräte ist eine interaktive J2ME- Applikation, welche Kartenmaterial, lokale Suchen, Wegbeschreibungen und so genannte Click-to-Call-Funktionen beinhaltet. Der Standort Kamp-Lintfort Bereits 1963 wurden im damaligen Siemens-Werk mechanische Bauteile für Telefonanlagen hergestellt. Ab 1985 gab es erste Aktivitäten im Bereich Mobilfunk: Für das C-Netz fertigte man Baugruppen für bewegliche Funkanlagen. Sechs Jahre und technologische Quantensprünge später erfolgte mit der Produktion von Endge- räten für die Funkstandards GSM und PCN der echte Einstieg ins drahtlose Geschäft. Seit dem ersten Oktober 2005 laufen Forschung, Entwicklung und Produktion unter dem Namen BenQ Mobile. Dabei kann man heute von einem komplexen Technologiestandort sprechen, der mehr als reine Produktion umfasst. Der überwiegende Teil der Belegschaft arbeitet nicht in der Fertigung, sondern in den Bereichen Entwicklung, Logistik und Qualitätsmanagement. Im Jahresdurchschnitt werden rund 15 Millionen Handys hergestellt. Da der Markt hoch volatil ist und saisonalen Schwankungen unterliegt, ist der Standort Kamp-Lintfort sehr flexibel aufgestellt: Nimmt die Nachfrage zu, wie etwa in der Vorweihnachtszeit, können im Monat bis zu 2 Millionen Endgeräte gefertigt werden MitarbeiterInnen und Technik sind auf eine Schwankungsbreite bis zu 50 Prozent eingestellt. Über die Hälfte der Angestellten haben einen akademischen Abschluss. 40 Prozent der gewerblich Beschäftigen sind Facharbeiter. Um die Nachwuchsförderung am eigenen Standort zu sichern, bildet BenQ in den Bereichen Industrieelektronik, Industriemechanik und Mechatronik aus. Derzeit gibt es über 50 Auszubildende. BenQ Mobile ist einer der weltgrößten Anbieter für Mobilfunkgeräte mit hohem Lifestyle-Anspruch. Das Unternehmen mit Hauptsitz in München ist einer von drei Geschäftsbereichen der BenQ Corporation und Lizenznehmer der Siemens AG. Mit über Mitarbeitern weltweit, modernen F&E- und Fertigungsstandorten in Kamp-Lintfort, München, Ulm, Aalborg (Dänemark), Beijing und Suzhou (China), Manaus (Brasilien), Mexicali (Mexiko), Taipei (Taiwan) und Wroclaw (Polen) sowie einem Vertriebs-, Marketing- und Service-Netzwerk ist BenQ Mobile weltweit vertreten. BenQ Mobile Referate KLF Südstraße Kamp-Lintfort Liebesgrüße aus Teheran Es ist Dienstag, 11. April 2006, 14:58 Uhr. In der Moerser Agentur KLXM Crossmedia empfängt Thomas Skerbis, einer der drei Geschäftsführer und IT-Experte des Hauses, eine aus dem fernen Iran. Die Mail-Botschaft ist zunächst recht knapp: Länge 51 Grad, 14,75 Min. Breite 35 Grad, 45,75 Min. Bericht und Fotos folgen. Die Nachricht stammt von Ute Vogel und Andreas Bläse, die im März 2006 mit ihrem umgebauten Toyota Landcruiser zu einer 18-monatigen Expeditionsreise entlang der Seidenstraße gestartet sind und dabei online regelmäßig von ihren Erlebnissen berichten. Die Agentur übernahm Gestaltung, Konzeption und Umsetzung der Webpräsenz für die Globetrotter aus Berlin. Regelmäßig neue Reiseberichte mit faszinierenden Aufnahmen gehören genauso zur Internetseite wie die aktuelle Standortanzeige per GPS. Thomas Skerbis gibt die frischen Positionsdaten der beiden Weltenbummler in die hinterlegte Software ein, die aus den GPS- Punkten automatisch eine ziemlich gute, weil hoch auflösende geografische Karte generiert. Die beiden könnten ihre aktuellen GPS-Daten auch direkt einpflegen, etwa per SMS. Doch um Aktualität und umfassende Information zu gewährleisten, wäre dies wegen der teils mangelnden Internetanbindung im nahen Osten nur mit einem Satellitentelefon möglich. Eine teure Angelegenheit und nicht im Sinne des Erfinders, erklärt Skerbis. Reise mit Herz Dabei verfolgt die Netzpräsenz zwei Ziele: Einerseits wolle man Freunde, Familien und Kollegen, aber auch die interessierte Öffentlichkeit an den Reiseerlebnissen entlang der Seidenstraße teilhaben lassen. Andererseits unterstützen Ute Vogel und Andreas Bläse auf ihrem kleinen Ausflug aktiv die Kinderhilfe Afghanistan und werben um Spenden (www.kinderhilfe-afghanistan.de). Dieses Mal es ist der zweite Trip zum geschichtsreichen transkontinentalen Handelsweg zwischen China, Zentralasien und Europa soll es unter anderem in das Herz der Seidenstraße nach Tadschikistan und Afghanistan gehen. Wenn es die Sicherheitslage zulässt. Das Motto der Tour Heart of Silkroad soll in seiner Zweideutigkeit darauf hinweisen, dass die beiden sehr engagiert unterwegs sind und Brücken zwischen den Kulturen schlagen möchten. An sich klassisches Tracking and Tracing Aus technischer Sicht ist die Einbindung der GPS-Lokalisierung in die Website ein Beispiel für das, was man beispielsweise in der Logistik klassisch als Tracking and Tracing bezeichnet. Verbunden mit den Möglichkeiten des so genannten web 2.0, also der zweiten Internetgeneration, ergeben sich tolle, teils interaktive Anwendungen für die User-Gemeinschaft, betont der IT- Fachmann. Wie spannend (und hilfreich) das digitale Reisetagebuch ist, belegen einige Zahlen. Allein im März 2006 verzeichnete KLXM Crossmedia über Besucher auf der Website, was für eine private Anwendung sicher ein guter Schnitt ist. Und: In den ersten 14 Tagen nach Online-Schaltung sind unter dem Stichwort Silkroad bereits mehr als Euro an Spenden bei der Kinderhilfe Afghanistan eingegangen. KLXM Crossmedia GmbH Pferdsweide Moers Tel.: Fax:

9 Im Gespräch GPS ist die sicherste Methode, um sich vor Diebstählen zu schützen oder gestohlene Fahrzeuge wiederzubeschaffen Der Fahnder Am Niederrhein geht der große Maschinen-Klau um. Seit September letzten Jahres wurden im deutsch-niederländischen Grenzgebiet über 40 Fälle gemeldet. Vom Betonmischer bis zum Radlader stehlen organisierte Banden alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Das wird ihnen mitunter allerdings sehr leicht gemacht: Die meisten nicht Straßen-zugelassenen Baufahrzeuge können mit einem einfachen Generalschlüssel gestartet werden, erklärt Gerrit Walgemoet, Leiter der Emmericher Versicherungsdetektei ISB4Europ. Mit seinen fünf kriminaltechnisch ausgebildeten Mitarbeitern kümmert sich der Niederländer darum, gestohlene Fahrzeuge aller Art weltweit wieder aufzuspüren. Momentan gibt es viel zu tun, denn der Markt für gestohlene Baumaschinen boomt. Walgemoet sieht eine Steigerung der Diebstähle von Mobilbaggern, Radladern, Landmaschinen, etc. über 60 Prozent gegenüber Die Redaktion sprach mit dem gelernten Zollfahnder über den Einsatz von GPS- Systemen und damit verbundene Aufklärungserfolge. Herr Walgemoet, vielleicht sollte man vorab kurz erklären, wie eine Lokalisierung per GPS überhaupt funktioniert. Gerrit Walgemoet: Einfach gesagt sendet jeder Satellit eine Nachricht der Art Ich bin x, meine gegenwärtige Position ist y und diese Nachricht habe ich zur Zeit z gesendet. Um nun die Position zu bestimmen, vergleicht ein GPS-Empfänger die Zeit, zu der das Signal ausgesandt wurde, mit der Zeit, zu der er es empfangen hat. Anhand der Differenz wird die Entfernung des Satelliten bestimmt. Mit wenigstens drei Satelliten kann der GPS-Empfänger seine genaue Position auf der Erdoberfläche errechnen. Durch ständige Neuberechnung der aktuellen Position ermittelt der Empfänger auch exakt die Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung, auch als ground speed und ground track bezeichnet. Wie erhalten Sie diese Informationen? Gerrit Walgemoet: In der Regel antwortet das System auf SMS oder und sendet seine Koordinaten an jedes beliebige Endgerät wie Handy, MDA, Notebook oder an einen stationären Rechner eines Leitstandes. Je nach Ausführung der Software werden dabei nicht nur Längen- und Breitengrade gesendet, sondern direkt die genauen Orte. Auf diese Weise können wir unsere Ermittlungen schnell aufnehmen und uns mit Partnerfirmen oder der Polizei in Verbindung setzen, um vor Ort, beispielsweise in benachbarten europäischen Ländern wie Belgien oder Holland, nach gestohlenen Fahrzeugen zu fahnden. Wie teuer sind handelsübliche GPS-Systeme? Gerrit Walgemoet: Brauchbare Soft- und Hardwarekomponenten gibt es derzeit ab 500 Euro. Der Einsatz lohnt sich. In den Niederlanden konnten Diebstahlschäden mit Hilfe von GPS um 20 Prozent reduziert werden. Das geht in die Millionen. Unsere Erfahrungen und erste Statistiken zeigen, dass unter Dieben beliebte Luxusautos immer weniger gestohlen werden, weil die Täter davon ausgehen, dass die Wagen mit GPS ausgerüstet sind. Wichtig ist natürlich, dass die Systeme im Fahrzeug für Diebe nicht sichtbar und gut versteckt eingebaut werden. Dabei muss man erwähnen, dass Versicherungen künftig verstärkt den Einbau von GPS in Fahrzeugen ab einem gewissen Kaufwert fordern werden. Kommen wir auf die Diebstahlserie von Baumaschinen am Niederrhein zurück. Wohin haben Sie ihre Spuren geführt? Gerrit Walgemoet: Wir haben jetzt herausgefunden, dass 15 der jüngst in NRW gestohlenen Maschinen Betonmixer, Radlader, Kettenbagger, etc. über die Niederlande nach Belgien gebracht und dann von Antwerpen aus verschifft wurden. Und zwar nach Dubai. Dort gibt es momentan einen Bauboom und die Nachfrage nach solchen Maschinen setzt offenbar viel kriminelle Energie frei. Haben Sie in Ihrem eigenen Wagen auch ein GPS- System? Gerrit Walgemoet: Ja natürlich, aus guten Gründen. Neben der eigenen Sicherheit bietet GPS auch organisatorischen Nutzen. So dient die Standortbestimmung als digitales Fahrtenbuch, welches nicht manipulierbar ist und vom Finanzamt in der Regel akzeptiert wird. Oder: Befinde ich mich beispielsweise in der Gegend von Köln und in der Leitstelle geht ein Auftrag aus Düsseldorf ein, kann ich sofort dort hinfahren und mir unnötige Wege sparen. Das klassische Speditionsthema. Über Satellit lässt sich übrigens nicht nur der augenblickliche Aufenthaltsort bestimmen, es bietet gerade in der Logistik darüber hinausgehende Vorteile. So lässt sich etwa die Temperatur in Kühlaufliegern mobil steuern, erledigte Aufträge können unmittelbar faktoriert werden und die Systeme offenbaren Stunden- und Einsatzzeiten gegenüber Auftraggebern. Können Sie von aktuellen Aufklärungserfolgen berichten, die mit Hilfe von GPS erzielt werden konnten? Gerrit Walgemoet: Neben unserer Schadensermittlung im Bereich der am Niederrhein entwendeten Baumaschinen gab es in letzter Zeit einen großen Fall bei gestohlenen Mietwagen. Ein namhafter Autoverleih hatte uns gemeldet, dass eine Reihe von Oberklasseautos nach Ablauf des Mietvertrages nicht wieder zurückgegeben wurden. Anhand der Ortungsdaten konnten wir die Wagen im Zentrum von Antwerpen sicherstellen. Zuvor hatten wir per Satellitenbotschaft die Spritzufuhr gesperrt. Wie hoch ist Ihre Aufklärungsquote? Gerrit Walgemoet: An die hundert Prozent. In meiner Laufbahn als Schadensermittler kenne ich nur fünf Fälle, in denen wir gestohlene, mit GPS ausgestattete Fahrzeuge nicht auffinden konnten. Herr Walgemoet, vielen Dank für das Gespräch! Hintergrund Telematik steuert und überwacht alles Mobile GPS-Systeme helfen bei der Abwicklung und Dokumentation betrieblicher Prozesse. Das gilt nicht nur für das fahrende Fahrzeug. Auch wenn es steht, leisten telematische Verfahren gute Dienste: Sie übermitteln Positionen, Fahrtrouten und wichtige Betriebsdaten wie Kilometerstand und Tankinhalt. Über Software lassen sich zum Schutz des Fahrzeuges geographische Risikozonen etwa Grenzgebiete individuell definieren und einfache Konfigurationen vornehmen. Via GSM-Modem besteht eine konstante Verbindung zu einem Server. Daten werden so über das mobile Internet empfangen und weitergegeben. Gleichzeitig sorgt das Modem auch für eine Internet-unabhängige Steuerung, beispielsweise über SMS. Zahlreiche Zusatzinformationen sichern jedes Fahrzeug ab. Eine Motorsperrfunktion und die Zentralverriegelung können über das System direkt oder den Server gesteuert werden, aber auch über Mobiltelefon oder berührungslose Transponder-Chipkarten. Regelmäßige Datenübermittlungen, etwa bei Abfahrt oder Ankunft, werden zeitnah an jede Stelle der Erde kommuniziert. Quelle: Rentronic GmbH Falkenweg Königsbach-Stein Das international tätige Schadens- und Ermittlungsbüro führt für Versicherungsgesellschaften, Miet- und Leasinggesellschaften, Unternehmen oder Anwaltskanzleien Untersuchungen durch. Das Unternehmen verfügt über ein weltweites Partner-Netzwerk, etwa um die Fahndung nach gestohlenen Fahrzeugen und deren Rückführung sicherzustellen. In den Niederlassungen in Emmerich (D) und in Ruurlo (NL) werden die Aktivitäten koordiniert. Das Team um Geschäftsführer Gerrit Walgemoet ist kriminaltechnisch ausgebildet und führt Seminare und Fortbildungen für Ermittler, Gutachter, Polizei und Zoll durch. Dabei ist ISB4Europ Mitglied der internationalen Organisation IAATI (International Association of Auto Theft Investigators). Kontakt ISB4Europ, Tackenweide 34, Emmerich Tel.: , Fax: oder

10 Im Visier Update Wolfgang Stieler gehört seit anderthalb Jahren zur Redaktion des Technology Review. Der diplomierte Physiker betreut im Schwerpunkt den Internetauftritt des Magazins Es ist noch gar nicht so lange her, da bestand die beste Vorbereitung auf so eine Reise darin, sich von einem Auto-Club eine Karte auf Papier zu besorgen, in der ein Mitarbeiter mit dem Leuchtstift den Weg eingezeichnet hatte, hat mein US-Kollege Wade Roush vor einigen Monaten geschrieben. Und leicht amüsiert fügte er hinzu: So etwas gibt es immer noch. Schon lange sprechen wir vom Web, als wäre es ein echter Ort Ein Gastkommentar von Wolfgang Stieler, Ressortleiter beim Technology Review Denn mit Web 2.0, der allseitigen Verfügbarkeit von Geodaten und einer sich anbahnenden Verbreitung von GPS-Modulen in Handys wirken Karten tatsächlich leicht anachronistisch: Schon lange sprechen wir vom Web, als wäre es ein echter Ort wir surfen darin und gehen zu bestimmten Seiten. Doch über Geotagging wird das Internet allmählich mit der echten Welt zusammengeführt, Orte in dieser echten Welt von Nerds manchmal liebevoll auch Meatspace genannt mit Daten verknüpft. Nutzer von mobilen Geräten sind schon bald in der Lage, jeden Ort der Welt mit einer Art virtuellen, unsichtbaren Haftnotiz zu markieren: Mit Geschichten und Erinnerungen, Fotos oder Videos und natürlich auch mit Anzeigen und Tipps für nahe gelegene Läden, Restaurants oder Kinos. An die Spielregeln halten Gleichzeitig mit den Gedanken an die phantastischen (Geschäfts-)Möglichkeiten, die sich mit diesen Technologien bieten, wird jedoch meist auch die Angst vor einer flächendeckenden Überwachung geweckt: Wenn beispielsweise mein Mobilfunk-Provider meine Standortdaten ermitteln und weitergeben darf, kann jeder beliebige Käufer dieser Daten mich sozusagen virtuell verfolgen? Da tun sich nicht nur legale Geschäftsmodelle auf. Und selbst wenn der Provider diese Daten nur an ausgewählte, registrierte Kunden weitergeben darf, wie kann ich sicher sein, dass sich immer alle Beteiligten an die Spielregeln halten? Intelligenter Datenschutz Also wird der Ruf nach Datenschutz laut. Mit dem Erfolg, dass lokalisierte Mobilfunkdienste in Deutschland praktisch nicht stattfinden. Doch die Lösung kann nicht lauten, Technologie an dieser Stelle künstlich einzuschränken. Gerade im Fall von Location Based Services kann die Lösung der evidenten Datenschutz- und Sicherheitsproblematik meiner Meinung nach nur darin liegen, Technologie intelligent anzuwenden. Man kann Lokalisierung nämlich auch so durchführen, dass der Nutzer die Kontrolle über seine Daten behält und das sollte er auch: Im Internet, so ein geflügeltes Wort aus den neunziger Jahren, weiß niemand, dass Du eigentlich ein Hund bist. Ich meine: Solange der Hund mit einer gültigen Kreditkarte bezahlt, sollte mich seine kalte Nase nicht interessieren. Dann kommt er vielleicht auch wieder vorbei. Seit August 2003 erscheint das Technologiemagazin Technology Review in einer Druckauflage von Exemplaren im Heise Zeitschriften Verlag. Das Blatt gibt Antworten auf die Fragen: Was können wir mit Technologie anfangen? und Wo liegen die Chancen für die Zukunft? Technology Review bildet damit die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die deutsche Ausgabe greift auf die Kompetenz der US-Ausgabe zurück, mit einem großen Anteil eigener Inhalte. Technology Review berichtet in Lizenz des renommierten US-Magazins über Technologien, die das Leben verändern. Schwerpunkte sind die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts: Informations-, Bio- und Nanotechnologien. Die Journalisten gewähren Einblicke in Projekte, Ideen und Visionen aus Forschungseinrichtungen, benennen zukunftsweisende Technologie-Trends und stellen deren zentrale Bedeutung für Business und Gesellschaft heraus mit Fokus auf die praktische Anwendung. Credo der Blattmacher: Wissen schafft Chancen. In den USA erschien Technology Review MIT's Magazine of Innovation erstmals 1899 als Zeitschrift für Absolventen des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG Tel.: Fax: und Unternehmen aus der wir4-region siegreich beim Wettbewerb Breitband Ruhr Die WiCo WirtzConsulting ek mit Sitz im Starterzentrum des Kamp- Lintforter Technologieparks Dieprahm hat im Landeswettbewerb Breitband Ruhr den ersten Platz belegt. WiCo gewann damit einen von bis zu vier NRW-Förderpreisen in Höhe von Euro. Die ebenfalls in Dieprahm ansässige IMST GmbH sicherte sich den mit Euro dotierten Sonderpreis der T-Com in der Kategorie Hotspots/W-LAN. WiCo stellte mit dem Modellprojekt RoamOffice eine mobile Kommunikationsplattform für kleine und mittlere Unternehmen vor. Hierbei handelt es sich um eine ASP (Active Server Pages)-Lösung mit Geschäftskundenservice für Firmen mit bis zu 15 Mitarbeitern. Die Anwendung ermöglicht neben dem Zugriff auf und Voic auch den Zugang zu Adressen, Terminen oder Dokumenten. Der Zugriff kann aus allen Netzen erfolgen (W-LAN, UMTS, DSL). Hierbei wird neben der Web-basierten Benutzeroberfläche Microsoft Outlook als Standardanwendung unterstützt. Auch die Datensynchronisation mit mobilen Endgeräten ist sichergestellt. Die IMST GmbH hat den mit Euro dotierten Sonderpreis der T-Com in der Kategorie W-LAN/Hotspots gewonnen. Gemeinsam mit dem Duisburger Reisemobilhersteller Hehn präsentierte man eine Lösung, um auf Reisen breitbandiges Internet zu nutzen. Mit der Anwendung gelangt man über GSM, UMTS oder WLAN ins Internet. Gegenüber der Nutzung eines Laptops besteht der Vorteil, dass ein fest eingebauter Internet-PC bessere Empfangseigenschaften bietet, Diebstähle erschwert und verkehrstechnisch sicherer ist. Die Lösung überzeugte durch die probate und souveräne Technik, die speziell für den mobilen Einsatz im Wohnmobil konzipiert Impressum Herausgeber: wir4 Wirtschaftsförderung für Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg, AöR Genender Platz 1, Moers Tel.: Fax: Internet: Redaktion: ViSdP Hans-Peter Kaiser und Gerd Lück Jan Polte, Stefan Weist, Anzeigenleitung: Werbeagentur Berns Tel.: , Fax: Es gilt die Anzeigenpreisliste mcc/01/05 Download unter Design, Layout und Produktion: dtk, Annastraße 58-64, Essen Tel.: Fax: Internet: Branchenindex ARCHITEKTEN Dipl.-Ing. Michael Vollmer Architektur- und Gutachterbüro Telefon: Fax: SICHERHEITSDIENST WAB Wach- & Alarmbereitschaft Ndrh. GmbH Carl-Zeiss-Straße 40, Moers Telefon: Fax: STEUERBERATER Klaus-Peter Schattauer Steuerberater Vereidigter Buchprüfer Eurotec-Ring 10, Moers Telefon: Internet: Nutzen Sie den auch für Ihr Unternehmen. Preise, Termine und Konditionen erhalten Sie von der Werbeagentur Berns Steinstraße 3, Moers Telefon: Fax: Druck: Set Point Medien Das Projekt wird gefördert und unterstützt vom Land Nordrhein- Westfalen, der Europäischen Union und der Deutschen Telekom AG

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