Chronologische Entwicklung bei Meinl European Land seit Ende 2006 aus Sicht eines Finanzdienstleisters

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1 Seite 1 von 17 Chronologische Entwicklung bei Meinl European Land seit Ende 2006 aus Sicht eines Finanzdienstleisters 2006 war ein fulminantes Jahr für Meinl European Land. Das Unternehmen hat den Wachstumskurs fortgesetzt. Die Aktie hat sich großer Nachfrage erfreut und der Kurs ist um mehr als 30% gestiegen. Internationale Investmentbanken bewerten das Unternehmen sehr positiv. Anfang Dezember 2006 erstellt die renommierte Investmentbank Sal.Oppenheim eine mehr als 40 Seiten umfassende Analyse über MEL. In dieser wird der Fair Value mit 21,- angegeben und die Empfehlung lautet auf Kauf. Gem. Sal. Oppenheim verfüge das Unternehmern über außerordentliche Kenntnisse der osteuropäischen Einzelhandelsimmobilienmärkte. MEL verfüge über eine führende Marktposition und habe mehr als 300 Mitarbeiter, die sich um Mieter und Projektentwicklung kümmern. MEL habe neben Objekten i.h.v. rund 1,3 Mrd. eine Projekt- Pipeline i.h.v. 2,4 Mrd. Mit der Projektentwicklung wurde 2004 begonnen. Durch die Projektentwicklung sind höhere Margen möglich. MEL legt den Fokus auf die zweit- und drittgrößten Städte. MEL war eines der ersten Unternehmen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Polen und hat bereits sehr früh in Russland, der Ukraine und der Türkei den Markteintritt geschafft. In diesen Ländern sind die Renditen sehr attraktiv. Die regionalen Schwerpunkte liegen derzeit in Russland und Polen, gefolgt von der Türkei. MEL habe einen sehr guten Ruf und sei als verlässlicher Partner bekannt. Die Investmentbank Wood & Co nennt Anfang 2007 ein Kursziel von 25,-. Die CA- IB gibt Mitte Jänner 2007 ein Kursziel von 20,4 vor und erhöht dieses im Mai auf 22,2. Eine aktuelle Präsentation des Unternehmens Meinl European Land ist übrigens auf der Homepage der Meinl Bank zu finden. Die Börsen starten sehr gut ins Jahr Immobilienaktien erfreuen sich weiterhin einer ausgesprochen regen Nachfrage. Im Februar führt Meinl European Land die größte Kapitalerhöhung der Unternehmensgeschichte durch. Das Unternehmen berichtet in einer Ad-hoc-Meldung vom 9. Februar 2007 wörtlich wie folgt: Das Emissionsvolumen von rund EUR 1,48 Milliarden wird zur Fortsetzung der dynamischen Expansion der Meinl Europan Land eingesetzt werden. Die Erlöse dienen zur Finanzierung der kürzlich fixierten Projekte. Darüber hinaus befinden sich etliche weitere Immobilienprojekte in fortgeschrittenen Verhandlungen und werden voraussichtlich noch in diesem Quartal unterschriftsreif. Deren Realisierung ist aus den Erlösen der Emission ebenfalls gesichert. Im nachhinein betrachtet sehr interessante Aussagen wie wir noch feststellen werden.

2 Seite 2 von 17 Im März erhält Meinl Europan Land, wie bereits in den Vorjahren, bei den Alternative Investment Awards (AIA) gleich mehrfach die Preise für die besten Immobilienaktien. In einer Presseinformation der MEL heißt es Die Auszeichnungen verdeutlichen, dass man als Aktionär der Meinl European Land sowohl lukrativ als auch solide veranlagt hat. Im boerse-express.com vom 16.März 2007 berichtet Mario Franzin wie folgt: Bereits zum fünften Mal wurden am 14. März 2007 vom geld-magazin die Oscars für Alternative Investments vergeben. Rund 500 geladene Gäste fanden sich im platinum vienna (Uniqa Tower) zur Preisverleihung ein. Mit den awards zeichnen wir die besten Managementleistungen aus und geben den Privatinvestoren gleichzeitig eine wertvolle Orientierungshilfe für ihre Anlageentscheidungen. Zu den Highlights der Preisverleihung zählte u.a. die Auszeichnung des Henderson Pan European Property Equity, der es auf eine Spitzenperformance von 193,8% in drei Jahren brachte. Weiters hervorragend: Meinl European Land, der in allen drei Vergleichszeiträumen als Sieger hervorging (Kategorie Immobilienaktien). Am 28. März berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung wie folgt über das Rekordergebnis des Geschäftsjahres 2006: Meinl European Land konnte 2006 ihren Aktionsradius auf 11 Länder ausweiten (Tschechien, Ungarn, Polen, Slowakei, Rumänien, Lettland, Estland, Russland, Bulgarien, Türkei und Ukraine). Zum 31. Dezember 2006 belief sich die Bewertung der bisher fertig gestellten bzw. in Bau befindlichen Immobilien auf rund EUR 1,8 Mrd., eine Steigerung von mehr als 60% zum Vorjahr. Hinzu kommen vertraglich fixierte Entwicklungsprojekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwa EUR 3,2 Mrd. Das Portfolio von MEL wird nach Fertigstellung aller Projekte Ende 2009 geschätzte Miteinnahmen von rund EUR 500 Mio. erzielen. Die Miteinnahmen konnten im Jahr 2006 von EUR 60 Mio. um 60% auf EUR 96 Mio. gesteigert werden. Noch eindrucksvoller liest sich die Steigerung des Betriebsergebnisses, welches von EUR 114 Mio. auf EUR 251 Mio. deutlich mehr als verdoppelt werden konnte. Das Ergebnis nach Steuern konnte sogar von EUR 114 Mio. auf EUR 267 Mio. ausgebaut werden das entspricht einer Erhöhung um mehr als 135%. Mit diesem Ergebnis hat Meinl European Land die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen und einmal mehr bewiesen, dass sie starkes Wachstum mit Ertragskraft kombinieren kann. Der Gewinn je Aktie ist auf EUR 1,31 gestiegen. Insgesamt belief sich das Eigenkapital der Meinl European Land zum Stichtag (Anm. des Verfassers: 31. Dezember 2006) auf rund EUR 3,5 Mrd. und damit um etwa 113% über dem Vergleichsstichtag (2005: EUR 1,6 Mrd.). Meinl Europan Land konzentriert sich zunehmend auf Entwicklungsprojekte, da v.a. in den weniger etablierten Märkten kaum fertige Immobilien existieren, die den hohen Anforderungen der Gesellschaft entsprechen. Zudem sind dabei Renditen erzielbar,

3 Seite 3 von 17 die erheblich über den derzeitigen Marktrenditen für operative Immobilien liegen. Hieraus ergibt sich ein beachtliches Wertsteigerungspotenzial, das Meinl European Land nach Fertigstellung der Projekte realisieren kann. Basierend auf den aktuellen Marktrenditen erwartet die Gesellschaft, dass der Marktwert der fertig gestellten Developments die erwarteten Investitionen um EUR Mio. übersteigt. Bei einer Fortsetzung der Yield-Compression in Osteuropa kann sich dieser Wertzuwachs bis zur Fertigstellung sogar noch weiter erhöhen. Das Netto-Vermögen (NAV) der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2006 auf EUR 15,56 pro Aktie. Unter Hinzurechnung des oben angeführten Wertpotentials der Entwicklungsprojekte errechnet sich ein NAV in Höhe von EUR 17,56 pro Aktie. Zitat Ende. Im April geht Meinl Airports an die Börse. Die Nachfrage seitens der privaten Anleger ist gewaltig. Das Interesse beruht im wesentlichen auf dem guten Namen bzw. der Reputation von Meinl sowie dem Track Record (Leistungsbilanz) von Meinl European Land. Das Unternehmen gibt am 12. April in einer Presseaussendung folgendes bekannt: Aufgrund des enormen Interesses seit der Bekanntgabe des Börsegangs am 29. März 2007 hat die Gesellschaft beschlossen, das Angebotsvolumen von 50 Mio. Aktien um weitere 20 Mio. Aktien aufzustocken. Somit werden ab dem ersten Handelstag, der für den 30. April 2007 vorgesehen ist, 70 Mio. Aktien der Meinl Airports International an der Wiener Börse notieren. Am 1. Juni werden in einer Ad-hoc-Meldung die Ergebnisse des ersten Quartals von Meinl European Land wie folgt veröffentlicht: Ergebnis im ersten Quartal 2007 erneut ausgebaut Meinl European Land konnte ihren Erfolgskurs im ersten Quartal 2007 erneut fortsetzen. Die Miteinnahmen konnten von EUR 21 Mio. im ersten Quartal 2006 auf rund EUR 31 Mio. in den ersten drei Monaten 2007 gesteigert werden. Das entspricht einer Steigerung von 43%. Das Betriebsergebnis erreichte in den ersten drei Monaten 2007 EUR 52 Mio. (1.Quartal 2006: EUR 48 Mio.) und das Ergebnis nach Steuern lag im ersten Quartal 2007 bei EUR 51 Mio. gegenüber EUR 47 Mio. in der Vorjahresperiode. Das gesamte Portfolio der Meinl European Land repräsentiert damit einen Wert von rund EUR 5,3 Mrd., welches nach Fertigstellung aller Projekte Ende 2009 geschätzte Mieteinnahmen von rund EUR 500 Mio. erzielen wird. Eine Projekt-Pipeline, die sich auf derzeit etwa EUR 2 Mrd. beläuft, bildet die Basis für das weitere Wachstum der Gesellschaft. Das Netto-Vermögen (NAV) der Gesellschaft belief sich zum 31. März 2007 auf EUR 16,41 pro Aktie. Unter Berücksichtigung des Wertsteigerungspotentials bei den vertraglich fixierten Entwicklungsprojekten, das von Meinl European Land basierend auf den heutigen Marktrenditen zumindest EUR Mio. beträgt, errechnet sich ein NAV von EUR 18,08 pro Aktie. Zitat Ende.

4 Seite 4 von 17 Im Zeitraum zwischen März und Mai kommen nahezu alle Immobilienaktien (z.t. erheblich) unter Druck. Lediglich Meinl European Land kann sich diesem Trend widersetzen. Warum ist das so? Ich frage mich, ob es sein könnte, dass das Unternehmen selbst Aktien kauft und auf diese Weise den Kurs stützt. Die ordentliche Hauptversammlung wird am 19. Juni 2007 in der Wiener Stadthalle abgehalten. Soweit ich mich erinnere hat ein (mir namentlich bekannter) Aktionär gefragt, ob das Unternehmen eigene Aktien kauft und damit jene Frage die ich stellen wollte, vorweggenommen. Gemäß meiner Erinnerung wurde die Frage vom Management in der Art beantwortet, dass das Unternehmen weder eigene Aktien hält noch kauft. Aufgrund dieser Aussage ging ich davon aus, dass es an der Börse e- normes Kaufinteresse für Meinl European Land gibt. Meine Schlussfolgerung daraus war, dass die Aktie damit kursmäßig gut abgesichert sein dürfte. Am 4. Juli gibt das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung folgendes bekannt. Die an der Wiener Börse gelistete Meinl European Land setzt ihren Erfolgskurs der vergangenen Jahre auch in Zukunft fort. Als einer der größten Developer von Shopping Centern im Osten inklusive Russland, der Ukraine und der Türkei wird sich die Gesellschaft auch in den nächsten Jahren erfolgreich entwickeln. Der innere Wert (NAV) der Aktie MEL wird bis 2010 aufgrund der steigenden Mieteinnahmen und der erwarteten Wertsteigerungen nach den Berechnungen der Gesellschaft jährlich um zumindest 15% steigen. Diese attraktive Wertsteigerung verdeutlicht die Tatsache, dass Meinl European Land inzwischen mehr ein Immobilienentwickler als ein Investor ist. Das Verhältnis von Bestandsportfolio zum Entwicklungsportfolio beträgt 25% zu 75%. Damit verbindet Meinl European Land die Vorteile beider Strategien: die attraktiven Entwicklungsmargen einerseits und die langfristigen Cash-Flows aus dem Bestandsportfolio andererseits. Dadurch erzielt die Gesellschaft im Vergleich zu klassischen Immobilienunternehmen überdurchschnittliche Erträge und Wertsteigerungen. Neben dieser Wertsteigerung wird die überwiegende Ausrichtung als Developer zu einer positiven Neubewertung der Gesellschaft insgesamt führen. Massiver Ausbau von Immobilienvermögen und Steigerung der Mieteinnahmen auf EUR 700 Mio. Derzeit umfasst das Portfolio der Meinl European Land bestehende Immobilien mit einem Marktwert von rund EUR 1,8 Mrd. sowie weitere Entwicklungsprojekte im Ausmaß von rund EUR 5 Mrd. Davon sind Projekte mit einem Volumen von EUR 3,7 Mrd. bereits vertraglich fixiert. Weitere Projekte mit einem Gesamtwert von EUR 1,3 Mrd. stehen kurz vor dem Abschluss. Francis Lustig, Unternehmenssprecher der Meinl European Land erläutert: Basierend auf diesem Portfolio und unter Einreichung des Wertsteigerungspotential der Entwicklungsprojekte, erwarten wir, dass sich der Wert dieses Portfolios bis zum Jahresende 2010 auf rund EUR 9,2 Mrd. belaufen wird. Dabei bleiben zukünftige, weitere Akquisitionen noch unberücksichtigt. Die annualisierten Gesamtmieteinnahmen dieses Portfolios schätzen wir nach Fertigstellung aller Projekte zum Jahresende 2010 auf rund EUR 700 Mio. Finanzierung der Entwicklungsprojekte schon heute gesichert

5 Seite 5 von 17 Für dieses Wachstum der Gesellschaft sind keine weiteren Kapitalerhöhungen vorgesehen. Vielmehr soll nun der Fremdkapitalanteil der Meinl European Land sukzessive gesteigert werden, um eine noch bessere Ertragssteigerung für die Aktionäre zu erzielen. Die Entwicklungsprojekte werden während des Baustadiums zunächst komplett mit den vorhandenen Eigenmitteln, die durch die Aktienemissionen in der Vergangenheit aufgebracht worden sind, finanziert. Während der Fertigstellung erfolgt die Refinanzierung durch Fremdkapital bis ein Verhältnis von 40% Eigenkapital zu 60% Fremdkapital erreicht wird. Dazu hat Meinl European Land beispielsweise vor wenigen Wochen einen Kreditrahmen im Ausmaß von EUR 500 Mio. gesichert, welcher von der Gesellschaft bei Bedarf abgerufen werden kann. Zitat Ende. In einer Ad-hoc-Meldung vom 28. Juli wird die positive Entwicklung noch einmal wie folgt herausgestrichen: Die MEL war im November 2002 mit einem Ausgabekurs von EUR 11,10 und einer Marktkapitalisierung von rund EUR 80 Mio. an der Wiener Börse gestartet und hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einem der führenden Entwickler von Einkaufszentren nicht nur in den klassischen CEE-Ländern, sondern mittlerweile auch in den dynamischen Wachstumsmärkten Russlands, der Ukraine und der Türkei entwickelt. Derzeit umfasst das Portfolio der Meinl European Land bestehende Immobilien mit einem Marktwert von rund EUR 1,8 Mrd. sowie weitere Entwicklungsprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund EUR 5,2 Mrd. Davon sind Projekte mit einem Volumen von EUR 3,6 Mrd. bereits vertraglich fixiert. Weitere Projekte mit einem Investitionsvolumen von EUR 1,6 Mrd. stehen kurz vor dem Abschluss. Basierend auf diesem Portfolio und unter Einrechnung des Wertsteigerungspotenzials der Entwicklungsprojekte, erwarten wir, dass der Wert dieses Portfolios bis zum Jahresende 2010 auf rund EUR 9,2 Mrd. ansteigen wird. Die annualisierten Mieteinnahmen dieses Portfolios schätzen wir nach Fertigstellung aller Projekte zum Jahresende 2010 auf rund EUR 700 Mio.", so Lustig. Vor dem Hintergrund der bis 2010 zu erwartenden jährlichen Wertsteigerung von rund 15 %, sieht das Management der MEL den Titel mit einem aktuellen Kurs von rund EUR 20 sehr günstig bewertet und plant daher ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm, das in einer am 23. August in Wien stattfindenden a.o. Hauptversammlung beschlossen werden soll. Wir möchten selbst von der zu erwartenden Wertsteigerung profitieren, so Francis Lustig. Vorerst plant die Gesellschaft, eigene Aktien in einem Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Damit, so Lustig, setze die MEL ein deutliches Signal an ihre Investoren in Hinblick auf das e- norme Wachstumspotenzial der Gesellschaft. Ende des Zitats. Am 27. Juli fällt der Kurs ohne ersichtlichen Grund um rund 4,5% und am Montag, den 30.Juli stürzt die Aktie um 17,5% ab. Im Meinl Success Newsletter wird am Abend des 30. Juli wie folgt dazu Stellung genommen:

6 Seite 6 von 17 Meinl European Land mit 17,54 % Kursverlust am Mit einem Minus von 3,35 Euro bzw. 17,54 % an einem einzigen Tag hat wahrscheinlich niemand gerechnet. Insgesamt wurden am an der Wiener Börse 11, Stück MEL-Aktien (Einfachzählung) mit einem Volumen von fast 200 Mio. Euro gehandelt. Sehr deutlich sehen wir, dass fundamental gute Nachrichten und Börsenpsychologie nicht miteinander im Einklang stehen müssen. Obwohl es hinsichtlich der Entwicklung der Gesellschaft laufend positive Neuigkeiten gibt, werden diese derzeit vom Markt nicht honoriert. Am 3. Juli 2007 gab MEL die Akquisition des nächsten Projektes In der Türkei bekannt. Die erwartete Rendite liegt bei 12 %. Am 27. Juli gab MEL das nächste Projekt in Rumänien bekannt. Die Rendite wird bei ca. 9 % p.a. liegen. Weitere attraktive Projekte stehen kurz vor Vertragsabschluss. Meinl European Land rechnet mit einer Steigerung des net asset values von zumindest 15 % p.a. und sieht die eigene Aktie als sehr günstig bewertet. Bis 2010 wird sich das Immobilienportfolio auf voraussichtlich 9,2 Mrd. Euro entwickeln. Die annualisierten Mieterlöse werden schätzungsweise bei rund 700 Mio. Euro liegen. Voraussichtlich am findet eine außerordentliche Hauptversammlung statt. Hierbei plant die Gesellschaft, sich ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 10 % des Grundkapitals genehmigen zu lassen. Warum diese Kursentwicklung? Die housingbubble" in Amerika scheint sich rein psychologisch - ohne fundamentalen Hintergrund - auch auf europäische Werte negativ auszuwirken. Kurstechnisch ist der heutige Kursrutsch durch zahlreiche knock outs" von Turbozertifikaten auf die MEL zu erklären. Über 20 (!) Zertifikate wurden heute durch das Unterschreiten von Stop Limits ausgeknockt. Dadurch wurden zahlreiche großvolumige, automatisch generierte Bestens"-Verkäufe ausgelöst. Wie geht es weiter? Kurzfristig sind Übertreibungen an der Börse immer möglich, langfristig setzen sich die fundamentalen Fakten durch - und die sind bei Meinl European Land nach wie vor sehr gut und erfolgversprechend. Zitat Ende. Meinl European Land reagiert mit einer Ad-hoc-Meldung am wie folgt. Anlässlich des gestrigen Kursverlaufes (Schlusskurs EUR 15,75) gibt die Gesellschaft hiermit ihre Erwartungen für die kommenden Jahre nochmals bekannt. Es folgen die bereits bekannten Informationen zu den Immobilienwerten und Mieteinnahmen. Interessant sind die folgende Information aus dieser Ad-hoc-Meldung, die ich zitiere. Konservative Finanzierungsstruktur

7 Seite 7 von 17 Trotz des ehrgeizigen Wachstums der Gesellschaft, hat sich Meinl European Land einer konservativen Finanzierungsstrategie verpflichtet. Das Unternehmen verfügte per 31. März 2007 über ein ausreichendes Eigenkapital in Höhe von rund EUR 4,9 Mrd. Dem stehen langfristige Finanzverbindlichkeiten von lediglich EUR 1,0 Mrd. gegenüber. Ende des ersten Quartals 2007 konnte die Gesellschaft zudem auf eine Netto Cash-Position in Höhe von EUR 3,7 Mrd. zurückgreifen. Damit sind sämtliche Investitionen der nächsten Jahre bereits jetzt vorfinanziert. Vor dem Hintergrund der derzeit schwierigen Situation auf den internationalen Kapitalmärkten kann Meinl European Land damit aufgrund seiner vorausschauenden und konservativen Finanzierungsstrategie beruhigt in die Zukunft schauen. Kurskorrektur im Einklang mit anderen Immobiliengesellschaften Die Kurskorrektur der Meinl European Land Aktie liegt im Einklang mit allen anderen großen an der Wiener Börse notierenden Immobiliengesellschaften. Sämtliche Unternehmen notieren derzeit annähernd 30% unter ihren Höchstständen. Francis Lustig, Sprecher von Meinl European Land, sieht die erstmalige Notiz der Aktie unter ihrem Netto-Wert als klares Kaufsignal: Die derzeit günstige Bewertung sowie die Wachstumsaussichten sollten zum Einstieg in Meinl European Land genutzt werden. Wenn sich der Markt wieder beruhigt, werden vor allem wachstumsorientierte Unternehmen wie Meinl European Land vom Anlegerinteresse profitieren. Zitat Ende. FONDS professionell sprach am 31. Juli 2007 mit dem Vorstand der Meinl Success Finanz AG Karl Mauracher über die aktuelle Situation. Sie finden nachstehend den Text dieses Interviews. Herr Mauracher, die Meinl European Land Aktie musste gestern mit einem Minus von 17,54 Prozent einen empfindlichen Kurssturz hinnehmen, worauf wird dieser plötzliche Kurseinbruch zurückgeführt? Die Größe der Gesellschaft und die geringe Volatilität hat viele Investoren dazu veranlasst, mit Turbozertifikaten auf die MEL zu spekulieren. Laut unseren Informationen sind alleine im gestrigen Handel 21 Turbozertifikate durch das Unterschreiten von Stop Limits ausgeknockt worden. Insgesamt wurde ein Volumen von fast 200 Millionen Euro gehandelt. Wie wird sich der Kurs nun weiter entwickeln? Haben wir den Boden erreicht? Aktuell sehen wir eine deutliche Erholung, wo sich die Volatilität des Kurses wohl auch in den nächsten Tagen noch fortsetzen wird. sieht man einfach, dass Immobilienaktien seit einigen Monaten einen stärkeren Gegenwind spüren. Die aktuelle Korrektur wird aber gerade von institutionellen Investoren verstärkt genutzt, um günstig einzusteigen. Wir gehen im Moment davon aus, dass zumindest bei der MEL der Boden gefunden wurde und können heute bereits wieder eine deutliche Nachfrage verzeichnen, aktuell sind primär private Investoren noch auf der Verkäufer- und institutionelle bereits auf der Käuferseite zu finden. Wie sieht die aktuelle fundamentale Situation der MEL aus?

8 Seite 8 von 17 Fundamental hat sich nichts geändert, im Gegenteil, wir stehen so gut da, wie noch nie. Die guten Nachrichten möchte der Markt im Moment allerdings offensichtlich nicht hören. In drei Jahren wird der Net Asset Value der Gesellschaft bei 30 Euro sein, hier sind allerdings nur die Projekte eingerechnet, die bereits in Bau bzw. in Planung sind. In einer aktuellen Ad Hoc-Meldung wurde angekündigt, dass ein Aktienrückkaufprogramm, beschlossen werden soll. Ja, bei der Hauptversammlung am 23. August plant die Gesellschaft sich den Rückkauf eigener Aktien in einem Ausmaß von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals genehmigen zu lassen. Wenn der Net Asset Value deraktie in drei Jahren bei 30 Euro stehen wird, dann muss man doch bei einem Kurs von 20 Euro kaufen und natürlich erst recht bei einem Kurs von 17 Euro. Insgesamt sehen wir aktuell eine wirklich gute Gelegenheit, um die Aktie günstig nachzukaufen Neben der Meinl European Land gibt es seit kurzem ja auch die Meinl Airports Aktie, hier hat sich der Kurs seit dem IPO negativ entwickelt und notiert nun unter dem Ausgabepreis, sehen Sie auch hier eine günstige Gelegenheit um einzusteigen? Dies ist wirkliche eine paradoxe Situation, schließlich hat die Gesellschaft 9,30 Euro Cash pro Aktie in der Gesellschaft drinnen und wenn man nun um 8,50 oder 8,60 kauft, bekommt man 70 Cent geschenkt. Zitiert aus Fonds professionell. Mag. Wolfgang Matejka, CIO der Meinl Bank AG, gibt am 1.August seine persönliche Meinung in einem Schreiben wie folgt bekannt: Die aktuelle Kurssituation in der Aktie der Meinl European Land veranlasst mich dazu, die Bewertung der Aktie aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die letzten deutlichen Kursrückgänge ließen aber eine andere Bewertungsperspektive immer mehr in den Vordergrund treten: Value! Meinl European Land ist eine Gesellschaft, deren Geschäftsmodell bestechend einfach klingt (was es natürlich nicht wirklich ist, da das Standing in Osteuropa jahrelanges erfolgreiches Beziehungsmanagement erfordert): Errichtung und Vermietung von Shopping-Zentren in Osteuropa mit lokalen Mietrenditen an westeuropäische Schuldner in Euro. Abgesichertes Wachstum lokal, Renditespread zwischen Schuldnerbonität und lokaler Rendite eingelockt, kein Währungsrisiko. Eigentlich eine Performancemaschine. Der Kursrückgang der letzten Tage, der überwiegend durch technisch motivierte Glattstellungen und Verkäufe von Zertifikate-Emittenten verursacht wurde, motiviert, den Betrachtungswinkel zu ändern: Was inzwischen vor uns Investoren auftaucht ist eine Aktie deren prospektives KGV 2009 bei 5 (!) liegt und die inzwischen 10% unter dem NAV zu haben ist. Und dieser NAV ist sowieso ein eigenes Kapitel : nachdem rd. 75% des bestehenden Portfolios der Gesellschaft aus der Entwicklung und Errichtung von Shopping-Zentren besteht, ist der diesen Projekten zu Grunde liegende NAV auch nur mit den tieferen Errichtungskosten veranschlagt. Der Wertzuwachs entsteht bei der Übergabe an den / die

9 Seite 9 von 17 künftigen Betreiber. Und die sind alle vor Errichtung bereits fixiert... Macht die Meinl European Land somit zum Wert-Investment mit hoher Sicherheit bezüglich der künftigen Erträge inklusive eines glaubwürdigen Wertsteigerungspotentials. Zitat Ende Im Juli findet der kurzfristigst anberaumte Börsengang der Meinl International Power statt. Das Unternehmen notiert am erstmals an der Wiener Börse und zwar mit einem Minus von 10% zum Ausgabekurs. Der Kurs von Meinl European Land bleibt während der Zeichnungsphase der Meinl International Power stabil. In einem Newsletter der Meinl Success Finanz AG vom 20. August ist unter anderem folgendes zu lesen: US Hypothekenbanken befinden sich in einer schweren Krise Auswirkungen für die Börsen: Derzeit scheint sich bei Aktionären teilweise eine massive Vertrauenskrise gegenüber dem Aktienmarkt einzustellen. Auch bzw. insbesondere Immobilienaktien wie Meinl European Land blieben von den Kursrückschlagen - trotz zuletzt berichteter, sehr guter Geschäftszahlen und hervorragender Zukunftsprognosen- nicht verschont. Sehr deutlich wird uns vor Augen geführt, dass Fundamentaldaten und Börsenpsychologie nicht immer Hand in Hand gehen müssen. Gerade in Zentral- und Osteuropa kann auch in den nächsten Jahren mit einem nach wie vor sehr hohen Wirtschaftswachstum gerechnet werden: Es wird allgemein erwartet, dass die Wachstumsraten in Zentral- und Osteuropa deutlich über jenen in Westeuropa liegen wird. Die weltweiten Turbulenzen auf den Aktienmärkten zeigten auch auf MEINL EURO- PEAN LAND Auswirkungen und führten innerhalb der letzten Wochen trotz der stabilen Wirtschaftslage des Unternehmens zu erheblichen Kursrückgängen. MEINL EUROPEAN LAND konzentriert sich inzwischen fast ausschließlich auf die Immobilienentwicklung, um so von dem massiven Wertsteigerungspotential dieser Projekte zu profitieren. Die annualisierten Mieteinnahmen per Ende 2010 auf bereits EUR 700 Mio. geschätzt waren es EUR 96 Mio. Trotz des bisher ehrgeizigen Wachstums der Gesellschaft hat sich MEINL EURO- PEAN LAND einer konservativen Finanzierungsstrategie verpflichtet: Angaben der Gesellschaft zufolge sind bereits jetzt sämtliche vertraglich fixierten Investitionen der nächsten Jahre vorfinanziert. Sowohl bei MEINL AIRPORTS INTERNATIONAL als auch bei MEINL INTERNATI- ONAL POWER liegt der innere Wert der Aktie (bis zum ersten Investment aufgrund des Cash-Bestands), bei rund 9,30 Euro pro Aktie! Beide Gesellschaften verfügen über ein solides Management; es wird erwartet, dass attraktive Projektinvestitionen vor dem Abschluss stehen und sodann bekannt gegeben werden. Zitat Ende.

10 Seite 10 von 17 Am 23. August findet die a.o. Hauptversammlung der Meinl European Land statt, in welcher der Aktienrückkauf beschlossen werden soll. Zudem werden an diesem Tag die Zahlen des ersten Halbjahres veröffentlicht. In einer Ad-hoc-Meldung wird an diesem wie folgt berichtet: Vor der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung hat Meinl European Land ihren Halbjahresbericht 2007 veröffentlicht. Meinl European Land konnte im ersten Halbjahr 2007 die sehr guten Ergebnisse der Vorperioden noch übertreffen. Gewinn nach Steuern um 127% gesteigert Mit EUR 0,40 liegt der Gewinn je Aktie um etwa 29% über jenem des Vorjahres (EUR 0,31). Zum 30. Juni 2007 umfasst das Portfolio der Meinl European Land 160 Einzelhandelsimmobilien mit einem Marktwert von mehr als EUR 1,8 Mrd. Damit konnte das Portfolio im Jahresvergleich um 42% gesteigert werden. Darüber hinaus besitzt die Gesellschaft per Jahresmitte 43 vertraglich fixierte Entwicklungsprojekte mit einem Investitionsvolumen von etwa EUR 3,7 Mrd. sowie 16 weitere Projekte im Gesamtwert von ca. EUR 1,6 Mrd., die sich in der fortgeschrittenen Due Diligence befinden. Unter Einrechnung des Wertsteigerungspotentials dieser Entwicklungsprojekte schätzt das Management das Gesamtportfolio nach Fertigstellung aller Projekte zum Jahresende 2010 auf etwa EUR 9 Mrd. wobei annualisierte Mieteinnahmen von rund EUR 700 Mio. prognostiziert werden. Zitat Ende. Aus dem Halbjahresbericht geht hervor, dass das Unternehmen im zweiten Quartal mehr als 52 Mio. Aktien nahe des Höchstkurses zurückgekauft hat. Aufgrund dieser Meldung bricht der Aktienkurs an diesem Tag um rund 17% ein. Die Hauptversammlung beschließt den Rückkauf von bis zu 90 Mio. eigenen Aktien. Der Börse Express hat am 23. August 2007 mit Stephan Visy, Mitglied des Board der Managementgesellschaft von MEL ein kurzes telefonisches Interview geführt. Ich zitiere in der Folge ein paar Ausschnitte: Börse Express: Die MEL ließ heute die Aktionäre über den Rückkauf eigener Aktien abstimmen. Wieso wurden bereits Aktien rückgekauft? Stephan Visy: MEL konnte in der Vergangenheit jederzeit Zertifikate kaufen und verkaufen, was auch geschehen ist. Der heutige Beschluss in der Hauptversammlung sieht vor, dass die Gesellschaft dies auch selbst tun kann und die Aktien auch einziehen kann. Womit ich aber nicht sage, dass wir das auch tatsächlich tun werden. BE: Die Zertifikate bzw. Aktien wurden im zweiten Quartal ja quasi zum Höchstkurs erworben. Wie begründen Sie das? Stephan Visy: Im Nachhinein ist man immer gescheiter. Wir wollten die Situation ausnutzen, weil wir auf dem Niveau damals den inneren Wert der Aktie viel höher einschätzten. Wenn man natürlich gewusst hätte, dass der Kurs auf 16 oder 15 Euro zurückgeht, dann hätte sich ein noch größeres Aufwärtspotenzial aufgetan.

11 Seite 11 von 17 BE: Wieder am Markt platzieren? Stephan Visy: Nur dann, wenn wir es mit Gewinn tun können. Wir können die Zertifikate natürlich auch für Akquisitionen verwenden, bzw. am wahrscheinlichsten ist, dass wir sie für die Begebung einer Wandelanleihe verwenden. BE: Werden jetzt noch weitere Rückkäufe von Aktien bzw. Zertifikaten erfolgen? In der Ankündigung zur HV hieß es ja, MEL wolle vom günstigen Kursniveau und der zu erwartenden Wertsteigerung profitieren? Stephan Visy: Wir haben nun von der Hauptversammlung die Genehmigung, bis zu 90 Mio. Aktien rückzukaufen und mit den rund 50 Mio. Aktien haben wir schon einen Gutteil des Rahmens ausgeschöpft. Ich will es aber auch nicht ausschließen. Ende des Zitates. Rund eine Woche später wird bekanntgegeben, dass bereits im Juli weitere 37,7 Mio. Aktien mit einem Durchschnittskurs von rund EUR 20 zurückgekauft wurden und der am beschlossene Rahmen von 90 Mio. Aktien damit zum Zeitpunkt der a.o. Hauptversammlung bereits nahezu gänzlich ausgeschöpft war. Ich bin stark verunsichert und meinen Kunden verantwortlich. Aufgrund dessen führe ich am ein langes Telefonat mit dem Vorstand der Meinl Success Finanz AG, Herrn Mauracher, der zu dieser Zeit in Moskau ist. In diesem sehr gut dokumentierten Gespräch trifft Herr Mauracher folgende Kernaussagen: Don t panic! Keine Sorgen um die Company. Die Gesellschaft ist in Ordnung und erwirtschaftet solide Gewinne. Die Projekte sind da und diese sind umsetzungsfähig. Die Mieterträge belaufen sich heuer auf 120 bis 130 Mio., werden 2009 bei 500 Mio. liegen und 2010 bei 700 Mio. Die Zukunftsaussichten sind intakt, das Geschäftsmodell ist in Ordnung. Nach dem Rückkauf ist der NAV je Aktie bei 15,64. Das Aufwertungspotenzial für den Fall, dass man die Projekte marktkonform bewerten würde, liegt bei rund 9,- je Aktie. Gem. Aussage von Herrn Mauracher liegt der realistische NAV bei einer mark to market Bewertung über 20,- je Aktie. Herr Mauracher meint weiter, dass die Kommunikation nicht glücklich war. Es wurden in diesem Bereich Fehler gemacht. Das Management glaubt, dass der NAV massiv steigen wird. Die Informationspolitik wird auf neue Beine gestellt. Meinl nimmt die Kritik ernst. Mit Herrn Staller wurde ein Kleinaktionärsvertreter als Unternehmenssprecher bestellt und soll in einer Politik der kleinen Schritte das Vertrauen der Anleger wieder herstellen. Soweit die sehr, sehr gut dokumentierten, telefonischen Aussagen des Herrn Mauracher. Am wird in einem Newsletter der Meinl Success Finanz AG folgendes verbreitet: Positive Zukunftsperspektiven und Aufbruchstimmung bei Meinl European Land

12 Seite 12 von 17 Wie die gestern veröffentlichten sehr guten Halbjahresergebnisse zeigen, ist die Meinl European Land auf dem besten Weg in den nächsten drei Jahren ihr Immobilienportfolio auf über EUR 9 Mrd. und ihre Mieteinnahmen auf EUR 700 Mio. zu steigern. Eine gleichermaßen offene wie Vertrauen schaffende Informationspolitik im Einklang mit einer modernen Corporate Governance werden das Unternehmen bei seinem Aufbruch in diese neue Dimension begleiten Die aktuelle Kursentwicklung der MEL beurteilt Meinl als Momentaufnahme und ist zuversichtlich, dass sich die derzeit herrschende Situation auf den internationalen Kapitalmärkten in absehbarer Zukunft stabilisieren wird. Die Aktienrückkäufe der MEL, so Meinl, seien somit ein klares Signal an den Markt und dokumentieren die Überzeugung der Gesellschaft in ihre eigene positive Zukunftsentwicklung. Die MEL ist im Besitz des substantiell wertvollsten Retail-Immobilienportfolios in Zentral- und Osteuropa, das aufgrund seiner exzellenten Lagen in Wachstumsmärkten mit Zukunftspotenzial und der langfristigen Mietverträge auch künftig enorme Wertsteigerungen erwarten lässt, ist Meinl von der positiven Zukunftsperspektive der MEL überzeugt. Zitat Ende In einem weiteren Newsletter am 27. August liest man folgendes: Aktuelle Entwicklungen bei Meinl European Land Bei der am abgehaltenen a.o. Hauptversammlung der Meinl European Land ließ sich die Gesellschaft ein Rückkaufprogramm genehmigen. Im Zuge der außerordentlichen Hauptversammlung wurde bekannt gegeben, dass Anteile im Ausmaß von rund 52,3 Mio. Stück im 2. Quartal 2007 rückgekauft wurden. Dies zu einem dem damaligen Zeitpunkt entsprechenden Kurs von rund EUR 20 bis 21 Euro. Durch diese Maßnahme, die nach Jersey Recht möglich ist, wurden die Marktteilnehmer enttäuscht. In der Folge kam es zu weiteren Kursverlusten. Rupert-Heinrich Staller, Sprecher von Meinl European Land hat angekündigt, sich allen Fragen zu stellen. Anlegerschützer Wilhelm Rasinger rät vor Panikverkäufen auf jetzigem Kursniveau ab, das Businessmodell von Meinl European Land sei stimmig und das Unternehmen wirtschaftlich solide. Rasinger weiter: Man sollte nicht verkaufen, sondern vorsichtig zukaufen. Zitat Ende Eine weitere Ad-hoc-Meldung gibt es am 29. August Die Kernaussagen sind: Erwerb der Zertifikate der Meinl European Land im wirtschaftlichen Interesse des Unternehmens sowie der Aktionäre und rechtlich vollkommen korrekt Zum Einen hat das Management, übereinstimmend mit den Kurszielen internationaler Analysten von bis zu EUR 28, den inneren Wert deutlich höher eingeschätzt, als der Markt dies aufgrund des Kursniveaus im 1. Halbjahr tat. Zum Zweiten bestanden und bestehen Überlegungen zur Hereinnahme strategischer Partner, die das Wachstum der Gesellschaft zusätzlich und nachhaltig steigern sollen. Aufgrund dieser Überlegungen sieht das Management auch keine Veranlassung, die erworbenen Zertifikate unter dem durchschnittlichen Erwerbskurs (EUR 20,43) abzugeben, da der innere Wert nach Meinung der Gesellschaft unverändert höher liegt.

13 Seite 13 von 17 Prozess des Erwerbs von 88,8 Mio. Zertifikaten einwandfrei und allen Gesetzen entsprechend MEL hat mit Veröffentlichung des Berichtes zum 2. Quartal am bekannt gegeben, bis zum insgesamt 52,3 Mio. Zertifikate, welche die Aktien der Gesellschaft vertreten, zu einem Durchschnittskurs von EUR 20,78 pro Zertifikat erworben zu haben. Vorgreifend auf die nächste normale Konzernberichterstattung teilt MEL mit, dass im 3. Quartal bis zum heutigen Tage weitere 36,5 Mio. Zertifikate zu einem Durchschnittskurs von EUR 19,93 erworben wurden. Gesunde Kapitalausstattung und hohe Liquiditätsreserven Für den Erwerb der Zertifikate wurden Mittel in Höhe von EUR 1,8 Mrd. aufgewendet, die in der Bilanz erfolgsneutral gegen das Eigenkapital verbucht werden; danach beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft EUR 3,1 Mrd. Verunsicherung der Aktionäre wird ernst genommen und verstärkte Maßnahmen in den Bereichen Corporate Governance, Transparenz und Kommunikation werden sofort umgesetzt Die MEL reagiert auf die Verunsicherung ihrer Aktionäre und beschließt nachhaltige Veränderungen in Hinblick auf moderne Corporate Governance, Transparenz und Kommunikation umgehend umzusetzen. Als ersten Schritt wird MEL ab sofort freiwillig alle weiteren Transaktionen mit Zertifikaten bereits wöchentlich im Nachhinein bekannt geben, wobei im Einklang mit dem Hauptversammlungsbeschluss keinesfalls mehr als 90 Mio. Zertifikate erworben werden. MEL ein erfolgreiches Unternehmen mit hervorragenden Aussichten Wiederum konnten die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2007 die erfolgreiche Entwicklung der MEL unterstreichen. Da der Trend in der operativen Entwicklung unverändert anhält, sieht die Gesellschaft den inneren Wert des Unternehmens nach wie vor deutlich über dem durchschnittlichen Erwerbspreis der Zertifikate. Zitat Ende Am 10. September wird folgendes bekanntgegeben: Meinl European sieht Finanzierung aller Developments gesichert "Für alle unsere Projekte ist die Finanzierung gesichert", betonte MEL-Sprecher Rupert-Heinrich Staller. Die auf der britischen Kanalinsel Jersey ansässige Immo- Gesellschaft sei "fest davon überzeugt, dass sie - auf Basis der Cash-Reserven und des Leverage - alle Projekte, die sie bis 2010 angekündigt hat, finanzieren wird können". Am 11. September gibt es ein offizielles Statement von Julius Meinl V. mit folgenden Inhalt:

14 Seite 14 von 17 Sehr geehrte Damen und Herren, es ist mir ein persönliches Anliegen zu aktuellen Situation von Meinl European Land und zur derzeit laufenden Berichterstattung in den Medien kurz Stellung zu nehmen: 1. Der Wert der MEL liegt meiner Überzeugung nach wesentlich über dem aktuellen Kurs der Aktie. 2. Trotz aller Diskreditierungen in der Presse ist MEL ein erfolgreiches Unternehmen mit hervorragenden Ergebnissteigerungen, wie der von der Gesellschaft publizierte Halbjahresbericht belegt. 3. Meine persönliche Einschätzung ist, dass der MEL-Kurs in den nächsten Monaten wesentlich über dem aktuellen Kurs liegen wird. 4. Der publizierte NAV (net asset value) der MEL liegt aktuell bei 14,90, der innere Wert bei Fertigstellung der Projekte sogar darüber. 5. In den nächsten Tagen erhalten alle MEL-Aktionäre mit Depot bei der Meinl Bank einen Brief mit ausführlichen Informationen. (Anmerkung des Verfassers: Am 27. September warten die MEL-Aktionäre noch gespannt auf diesen angekündigten Brief). Am 12. September wird Julius Meinl V. in der ZiB 2 interviewt: Meinl European Land sei eine höchst erfolgreiche Gesellschaft, die ein fantastisches Shopping-Center-Portfolio in Zentral und Osteuropa entwickelt hat. Der Kurs der Meinl-Anteilsscheine solle bald wieder auf einen Wert von 20 bis 25 Euro gehoben werden, stellte er in Aussicht. Meinl versprach erneut totale Offenheit, totale Transparenz sowie weitere Anstrengungen des Management versprach, den wahren Wert der Aktie wieder zu heben. (Zitiert aus boerse-express.com vom ) Am ist Herr Julius Meinl im Ö1 im Journal zu Gast. Nachstehend Auszüge aus dem Interview: Was ist Ihnen denn da passiert?" Ich bin natürlich äußerst betroffen darüber, dass die Kurse von Meinl European Land dazu Anlass geben, den Namen in Frage zu stellen. Ich denke es war eine Vielzahl von Umständen, die dazu geführt haben. Unter anderem auch eine zu wenig konkrete und extensive Kommunikation." Die Marke Meinl ist ident mit meinem Namen und eine alte Familienmarke, ein alter Familiennamen und ich arbeite Tag und Nacht daran, um dieses Image zu korrigieren." Die zweite Seite, die von diesen Vorfällen betroffen ist, ist die Anlegerseite. Ich kann das sehr gut nachvollziehen und ich bin auch aufs äußerste betroffen über den Kurs von Meinl European Land aktuell. Was man natürlich dazu zu sagen hat ist, dass die Gesellschaft unter anderem auch Spielball internationalen Kapitals geworden ist. Es gibt Marktteilnehmer, die ihr Geld darin verdienen, diese Aktie leer zu verkaufen. Und das sind jene, die ausgestiegen sind, um sich zu günstigen Preisen, so wie sie jetzt am Markt vorherrschen, wieder einzurücken. Und das ist sicherlich eines der Gründe, warum die Aktie jetzt auf diesem Preis ist, auf dem sie ist. Auf der ande-

15 Seite 15 von 17 ren Seite sehen wir ein Immobilienvermögen mit 160 fertigen Objekten und 43 brandneuen Shoppingcenters im Bau. Verloren ist noch nichts." Kapitalmarktmäßig war das nicht richtig, falsch kommuniziert und diesen Vorwurf muss man sich gefallen lasse. Die Immobilien sind immer noch das wert, was sie im Juli und August wert waren. Ich vermute, sie sind sogar mehr wert als sie im Juli und August waren und er Börsekurs ist nicht ausschlaggebend für den Wert der Immobilien. Was hilft das jetzt den Anlegern, die jetzt auf einem Zertifikat sitzen, das nur mehr neun Euro wert ist?" Sie haben Recht. Wenn sie es verkaufen bekommen Sie nur neun Euro. Wenn Sie es behalten, werden Sie am Ende des Tages wesentlich mehr erhalten, denn die Gesellschaft und ich werde alles in meiner persönlichen Macht stehende tun, dass dieser Aktienkurs wieder steigt, insbesondere fordere ich Transparenz und Offenheit und das ist das wichtigste, was in dieser Situation hilft, das Vertrauen des Marktes wieder zurückzuerlangen." Die Werte sind das und das Unternehmen ist gesund. Wer heute in der Aktie investiert bleibt der wird auch profitieren können. Ich habe zuvor gesagt, dass ich alles dafür tun werde, was in meinen Möglichkeiten steht, damit dieser Kurs steigt und das würde zu einer Beruhigung des Anlegerpublikums führen. Zitat Ende Fundamentale Einschätzung von Meinl European Land Eine Beurteilung des Unternehmens ist daher derzeit nur auf Basis der vorliegenden, veröffentlichten Zahlen möglich. Zudem steht eine aktuelle Unternehmenspräsentation zur Verfügung. Diese ist auf der Homepage der Meinl Bank (www.meinlbank.com) zu finden. Ein Blick in die Berichte der MEL zeigt folgendes Bild (Die Zahlen sind gerundet): Per waren Immobilien (inkl. Im Bau befindlicher) i.h.v. rund 2,3 Mrd. in der Bilanz. Zudem ist sonstiges Vermögen von 0,35 Mrd. ausgewiesen. Die liquiden Mittel betrugen netto (saldiert) rund 2,2 Mrd. Nachdem wir aus den zuvor dargestellten Veröffentlichungen wissen, dass im Juli weitere 36,5 Mio. Aktien zu einem Kurs von rund 20,- zurückgekauft wurden kann man 730 Mio. von den liquiden Mitteln abziehen. Somit verbleiben liquide Mittel von rund 1,5 Mrd. und ein Gesamtvermögen von rund 4,15 Mrd. Dem stehen Verbindlichkeiten von in etwa 1,05 Mrd. gegenüber. Somit verbleibt als Saldo ein Eigenkapital von 3,1 Mrd. Bezogen auf die derzeit rund 211 Mio. ausstehenden Aktien entspricht das einem Wert von rund 14,7 je Aktie. Was bedeutet das konkret? Wenn man annimmt, dass man das Vermögen um den Wert, der in der Bilanz ausgewiesen ist, verkaufen würde und die Verbindlichkeiten abdeckt, dann würden als Differenz 3,1 Mrd. verbleiben. Wenn man das auf die der-

16 Seite 16 von 17 zeit ausstehenden Aktien aufteilen würde, dann ergäbe das die dargestellten 14,70 je Aktie. Versuchen wir auf Basis der vorliegenden Zahlen und der Prognosen des Managements des Unternehmens (siehe vorherige Seiten) einen Blick ins Jahr 2010 zu werfen: Die fixierten Projekte betragen 3,7 Mrd. Hievon sind 0,6 Mrd. bereits bezahlt und 3,1 Mrd. noch offen. Zudem sollen Projekte mit einem Volumen von 1,6 Mrd. vor dem Abschluss stehen. Wenn auch diese realisiert werden, dann wären 4,7 Mrd. noch zu bezahlen. Wenn man die liquiden Mittel i.h.v. 1,5 Mrd. in Abzug bringt dann müssten 3,2 Mrd. noch finanziert werden. Nachdem das Unternehmen keine Aktienemission mehr durchführen will und zudem den Fremdkapitalanteil erhöhen möchte nehmen wir an, dass die 3,2 Mrd. über Kredite finanziert werden. Das Management schätzt den Verkehrswert der Immobilien Ende 2010 auf 9,2 Mrd. ein. Dem stehen unter unseren obigen Annahmen dann Verbindlichkeiten von 4,25 Mrd. (1,05 Mrd. bereits bestehende Verbindlichkeiten sowie 3,2 Mrd. neue Verbindlichkeiten) gegenüber. Es würde sich demnach ein Eigenkapital von 5,25 Mrd. ergeben. Bezogen auf die Anzahl der derzeit ausstehenden Aktien (211 Mio.) würde sich ein Wert von etwas unter 25,- je Aktie ergeben. Das ist ein Anhaltspunkt, wo der Wert in 2010 liegen könnte. Dies unter der Annahme, dass die avisierten Projekte realisiert und mittels Fremdkapital finanziert werden und die Prognosen des Managements eintreffen. Nachdem bereits Objekte mit erheblichen Mieteinnahmen vorhanden sind und die Projekte nach den mir vorliegenden Informationen nur gebaut werden, wenn durch Ankermieter bereits ein großer Teil vorab vermietet ist und zudem mit Fixpreisen gebaut wird, scheint das Unternehmen einigermaßen gut planbar zu sein. Das Risiko einer gravierenden Fehlschätzung dürfte sich in Grenzen zu halten. Es stellt sich natürlich die Frage, ob die Verkehrswerte der Immobilien im Jahr 2010 den derzeitigen Annahmen des Managements entsprechen werden. Ich persönlich sehe ein potenzielles Risiko im rechtlichen Bereich, welches sich durch Klagen von Anlegern ergeben könnte. Fundamentale Einschätzung von Meinl Airports Int. (MAI) und Meinl Int. Power (MIP) Bei Meinl Airports International (MAI) sowie Meinl International Power (MIP) kommt das fehlende Vertrauen der Anleger besonders krass zum Ausdruck. Bei MIP wurde bis dato noch kein Projekt finalisiert. Es ist daher noch das gesamte Emissionsvolumen abzüglich der Kosten der Emission vorhanden, was auch vom Unternehmen offiziell bestätigt wurde. Das sind in etwa 9,30 je Aktie. Bei MAI wurde bis dato nur ein Flughafen im Wert von 17 Mio. erworben. Demnach sollten noch mehr als 9,- je Aktie als Bargeldbestand vorhanden. Aus langjähriger Erfahrung im Wertpapierbereich kann ich sagen, dass mittel- bis längerfristig der Cash-Wert je Aktie im Normalfall (falls das Unternehmen keine erheblichen Verluste erwirtschaftet) die Untergrenze für den Kurs darstellt.

17 Seite 17 von 17 Die Hauptmotive für den Kauf der beiden Titel waren das Vertrauen in die Marke Meinl sowie der Erfolg der Meinl European Land verbunden mit dem Know How in Zentral- und Osteuropa sowie im Bereich Immobilien. Beide Unternehmen sind auf Wachstum ausgerichtet. Nach dem extremen Vertrauensverlust werden Kapitalmaßnahmen in absehbarer Zeit wohl kaum möglich sein bzw. nur zu sehr tiefen Kursen (was nicht im Sinne der bestehenden Anleger sein kann). Damit haben sich die Perspektiven eingetrübt. Nachdem sich die Rahmenbedingungen drastisch verändert haben und das Vertrauen nicht mehr gegeben ist kann man als Anleger nur die Auszahlung des Cash- Bestandes und/oder die Auflösung der beiden Gesellschaften fordern. Mit einem solchen Schritt könnte Meinl eine sehr vertrauensbildende und aktionärsfreundliche Maßnahme setzen und einen wichtigen Baustein zur Wiederherstellung der Reputation leisten. Mag. Wolfgang Jannach, 27.September 2007

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