Übungsblatt 13 - Probeklausur

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1 Aufgaben 1. Der Kapitalnehmer im Kapitalmarktmodell a. erhält in der Zukunft einen Zahlungsstrom. b. erhält heute eine Einzahlung. c. zahlt heute den Preis für einen zukünftigen Zahlungsstrom. d. bekommt eine sofortige Einzahlung und leistet dafür zukünftige Auszahlungen. e. leistet in der Zukunft einen Konsumstrom. 2. Stetige Verzinsung a. führt beim Aufzinsen bei gleichem (positiven) Nominalzinssatz zu einem niedrigeren Endwert als unterjährige Verzinsung. b. ist bei kurzfristigen Kreditinstrumenten (z.b. Lieferantenkredit) die übliche Zinsverrechnungsmethode. c. führt beim Abzinsen bei gleichem (positiven) Nominalzinssatz zu einem geringeren Barwert als jährliche Verzinsung. d. führt bei gleichem (positiven) Nominalzinssatz, gleichem Barwert und gleicher Laufzeit zu einer höheren Annuität als jährliche Verzinsung. e. lässt die Berechnung eines konformen Zinssatzes zu. 3. Welche der folgenden Aussagen sind korrekt? a. Bei einer normalen Zinsstruktur sind die Zinssätze für längere Fristigkeiten höher als jene für mittlere Fristigkeiten. b. Bei einer achen Zinsstruktur bleibt der Zinssatz für eine bestimmte Fristigkeit im Zeitablauf konstant. c. Die Zinsstruktur ist eine bloÿe Erndung der Finanzierungstheorie und dient ausschlieÿlich der Verwirrung von Studierenden. d. Bei einer inversen Zinsstruktur ist der Zinssatz für kürzere Fristigkeiten höher als jener für längere Fristigkeiten. e. Eine nichtache Struktur der risikolosen Zinssätze zeigt sich insbesondere darin, dass die Zahlungen, die weiter in der Zukunft liegen, mit einem höheren Risikozuschlag diskontiert werden. 4. Bei der Kapitalwertmethode a. macht es Sinn, sich bereits vor der Berechnung des Kapitalwerts Gedanken über den konformen Zinssatz zu machen. b. beträgt der Kapitalwert bei mehrmaliger, aufeinander folgender Realisierung eines Investitionsprojekts genau das jeweilige Vielfache des Kapitalwerts bei einmaliger Realisierung. c. wird der Kapitalwert in Abhängigkeit vom internen Zinssatz ermittelt. d. kann der Kapitalwert als der auf den Zeitpunkt t = 0 abgezinste Wert des zusätzlichen Endvermögens interpretiert werden. e. hängt die Höhe des Kapitalwertes auch vom Risiko des Investitionsprojekts ab. 5. Die Interne-Zinssatz-Methode a. führt bei Ja/Nein-Entscheidungen über Normalinvestitionen immer zur gleichen Entscheidung wie die Kapitalwertmethode. b. führt bei Auswahlentscheidungen immer zur gleichen Entscheidung wie die Kapitalwertmethode. c. kann bei Entscheidungen über die absolute Vorteilhaftigkeit eines Investitionsprojekts der Annuitätenmethode widersprechen. Seite 1 von 5 Version vom 20. März 2012

2 d. führt bei Ja/Nein-Entscheidungen über Normalinvestitionen immer zur gleichen Entscheidung wie die Annuitätenmethode. e. führt bei Auswahlentscheidungen immer zur gleichen Entscheidung wie die dynamische Amortisationsrechnung. 6. Welche der folgenden Aussagen sind im Zusammenhang mit der Berücksichtigung der Zinsstruktur bei Investitionsrechenverfahren richtig? a. Bei einer normalen Zinsstruktur unterstellt man bei der Kapitalwertmethode, dass die Zahlungen, die während der Nutzungsdauer des Projekts anfallen, bis zum Ende der Nutzungsdauer zu den entsprechenden Spot Rates angelegt werden können. b. Bei einer nicht-achen Zinsstruktur sollte die Annuitätenmethode nicht verwendet werden. c. Bei einer achen Zinsstruktur kann bei identischer Reinvestition sowohl die Kapitalwertals auch die Annuitätenmethode eingesetzt werden. d. Bei einer normalen Zinsstruktur kann bei identischer Reinvestition sowohl die Kapitalwertals auch die Annuitätenmethode eingesetzt werden. e. Bei einer nicht-achen Zinsstruktur unterstellt man bei der Kapitalwertmethode, dass die Zahlungen, die während der Nutzungsdauer des Projekts anfallen, bis zum Ende der Nutzungsdauer zu den entsprechenden Forward Rates angelegt werden können. 7. Bei der Erstellung eines Finanzplans sollten folgende Grundsätze beachtet werden: a. Budgeteinheit b. Budgetapproximität c. Nettoprinzip d. Vergangenheitsbezug e. Zahlungsbezug 8. Beim Darlehen mit konstanter Tilgung a. wird jedes Jahr ein konstanter Betrag für die Zinsen aufgewendet. b. ändert sich das Verhältnis zwischen Zins- und Tilgungszahlungen während der Laufzeit. c. nimmt die Zinszahlung jedes Jahr ab. d. verringert sich im Normalfall die Restschuld jedes Jahr um einen konstanten Betrag. e. kann maximal ein Freijahr vereinbart werden. 9. Welche der folgenden Aussagen zum Kreditrisiko sind richtig? a. Die Verlustquote gibt jenen Betrag an, der zum Zeitpunkt des Zahlungsausfalls dem Kreditgeber geschuldet wird. b. Das Kreditrisiko wird unter anderem von der Ausfallswahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall und der erwarteten Höhe der Forderungen zum Zeitpunkt des Ausfalls beein- usst. c. Bei der Berechnung der Verlustquote dürfen die Kosten, die bei der Verwertung von Kreditsicherheiten anfallen, nicht berücksichtigt werden. d. Der gesamte erwartete Verlust des Kreditgebers (Expected Loss, EL) lässt sich aus der Ausfallswahrscheinlichkeit, der Verlustquote und dem aushaftenden Kreditbetrag ermitteln. e. Bei der Berechnung der Verlustquote (Loss Given Default, LGD) dürfen Kreditsicherheiten nicht berücksichtigt werden. 10. Futures eignen sich zur Spekulation besonders gut, da a. sie nur von ausgebildeten Spezialisten ge- und verkauft werden. b. ihr Kurs immer unter dem Kurs des Basiswertes liegt. c. ein Leerverkauf von Futures möglich ist. Seite 2 von 5 Version vom 20. März 2012

3 d. man durch das Hinterlegen eines Margins kein Verlustrisiko eingeht. e. sie einen starken Hebeleekt aufweisen. 11. Welchen Zinssatz müssten Sie erhalten, damit sich Ihr Anfangskapital innerhalb von 5 Jahren verdreifacht? a. 9,00% b. 17,28% c. 24,57% d. 15,43% e. 15,00% 12. Sie leihen sich Geld von einem Freund und versprechen, in sieben Monaten Euro zurückzuzahlen. Es wurde ein Zinssatz von 6,5% p.a. bei einfacher vorschüssiger Verzinsung vereinbart. Wie hoch ist der Barwert? a ,00 Euro b ,58 Euro c Euro d ,30 Euro e. 975,00 Euro 13. Von einem Investitionsprojekt A sind folgende Informationen bekannt: Anschaungswert: Nutzungsdauer: 4 Jahre Der Kalkulationszinssatz wird mit 7% angenommen. Für Personal, Rohstoe usw. sind folgende Auszahlungen zu berücksichtigen: t = 1 t = 2 t = 3 t = Mit dem Produkt, das mit diesem Investitionsprojekt produziert werden kann, können voraussichtlich folgende Umsatzerlöse erzielt werden: Ist das Investitionsprojekt vorteilhaft? t = 1 t = 2 t = 3 t = 4 t = a. Die Investition ist unvorteilhaft, da der Kapitalwert kleiner ist als die Summe aller Einzahlungen. b. Die Investition ist vorteilhaft, da Einzahlungen über die Nutzungsdauer hinaus erfolgen. c. Die Investition ist vorteilhaft, da ihr Kapitalwert positiv ist. d. Die Investition ist vorteilhaft, da die Einzahlungen die Auszahlungen in allen Perioden übersteigen. e. Die Investition ist unvorteilhaft, da ihr Kapitalwert negativ ist. 14. Ein Investitionsprojekt mit Anschaungsauszahlung liefert in t = 2 mit einer Wahrscheinlichkeit von 35% eine Einzahlung in Höhe von 7.500, mit der entsprechenden Gegenwahrscheinlichkeit eine Einzahlung von Es fallen keine weiteren Zahlungen an. Der risikolose Zinssatz beträgt 4,5%. Mit welchem Risikozuschlag rechnet ein Investor, der bei der Beurteilung dieses Projekts einen Kapitalwert von errechnet? Seite 3 von 5 Version vom 20. März 2012

4 a. 2,40 Prozentpunkte b. 4,02 Prozentpunkte c. 2,95 Prozentpunkte d. 1,00 Prozentpunkte e. 3,60 Prozentpunkte 15. Ein Lieferant hat Waren im Wert von Euro an einen Kunden verkauft. Der Kaufvertrag enthält die Zahlungsbedingung Rechnungsbetrag , Rabatt 8%. Vom rabattierten Betrag sind 70% sofort, 30% bei Lieferung in 6 Monaten fällig. Ist diese Zahlungsbedingung für den Lieferanten günstiger, als wenn der gesamte Betrag von erst in 6 Monaten fällig würde? Der Lieferant rechnet mit einem Kalkulationszinssatz von 3,5% pro Monat. a. Ja, bei den Zahlungsbedingungen des Kaufvertrags beträgt der Barwert der Einzahlungen ,70, ohne Anzahlung und Rabatt hingegen nur ,47. b. Ja, der Barwert der Einzahlungen nach den Bedingungen des Kaufvertrags ist mit ,54 um 2.043,19 höher als bei der Variante ohne Anzahlung und ohne Rabatt. c. Nein, durch den gewährten Rabatt verliert der Lieferant Einzahlungen, deren Barwert 5.000,00 beträgt. d. Ja, der Barwert der Einzahlungen bei der Variante ohne Kundenanzahlung und ohne Rabatt ist mit ,53 um 2.476,15 niedriger als jener mit Anzahlung und Rabatt. e. Nein, ohne Anzahlung und Rabatt beträgt der Barwert der Einzahlungen ,00 im Vergleich zu ,00 bei der Variante mit Anzahlung und Rabatt. 16. Ein Unternehmen emittiert eine Serienanleihe zu folgenden Konditionen: Volumen: Euro, Laufzeit: 4 Jahre, Nominalzinssatz: 4,5% p.a., Emissionskurs: 100%, Tilgungskurs: 100%. Anlässlich der Emission fallen einmalige Spesen in Höhe von 2,5% des Anleihevolumens an. Wie hoch sollte der Kurs der Anleihe genau zwei Jahre vor Fälligkeit sein, wenn die entsprechenden Spot Rates zu diesem Zeitpunkt i 1 = 3,6% p.a. und i 2 = 4,1% p.a. betragen (jährliche Verzinsung)? a. 93,45% b. 100,00% c. 99,89% d. 100,82% e. 110,18% 17. Die MW-Bank gewährt der CP-AG folgenden Kredit: Kreditsumme: Laufzeit: 1 Jahr Tilgung: endfällige Tilgung Der risikolose Zinssatz beträgt 4% p.a. Die Bank rechnet mit einer Ausfallwahrscheinlichkeit von 9% und verlangt daher einen risikoangepassten Zinssatz von 15,3% p.a. Berechnen Sie die erwartete Höhe der Forderungen zum Zeitpunkt des Ausfalls (Exposure At Default, EAD), die Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD) und den erwarteten Schaden des Kreditgebers (Expected Loss, EL). Welche Aussagen dazu sind korrekt? Seite 4 von 5 Version vom 20. März 2012

5 a. LGD = 105% b. EL = ,00 c. EAD = ,00 d. EL = ,35 e. EAD = , Ein Unternehmen mit Sitz im Euro-Raum hat Waren im Wert von GBP an einen englischen Kunden verkauft. Die Rechnung wird in vier Monaten fällig. Um das Wechselkursrisiko auszuschalten, schlieÿt das Unternehmen schon heute einen Forward-Vertrag mit Forward Rate 1 EUR = 0,563 GBP ab. Vier Monate später liegt der Wechselkurs bei 1 EUR = 0,575 GBP. Welche Konsequenzen ergeben sich für das Unternehmen? a. Da das Unternehmen den Forward-Vertrag abgeschlossen hat, kann es bei Fälligkeit den günstigeren Wechselkurs wählen und erhält somit ,74 EUR. b. Unabhängig vom dann aktuellen Wechselkurs erhält das Unternehmen in 4 Monaten ,33 EUR. c. Ohne Abschluss des Forward-Vertrags erhielte das Unternehmen ,00 EUR. d. Das Unternehmen kann bei ungünstiger Wechselkursentwicklung den Vertrag vorzeitig einseitig auösen, um weitere Verluste zu vermeiden. e. Durch den Abschluss des Forward-Vertrags ist dem Unternehmen ein Vorteil entstanden, ohne Forward-Vertrag hätte es um 2.483,59 EUR weniger erhalten. 19. Ein Unternehmen hat vor längerer Zeit einen Zinsswap abgeschlossen. Es zahlt den 12-Monats- EURIBOR und erhält dafür 3,6% jährlich. Nominale ist 5 Mio. Euro, der Swap hat eine Restlaufzeit von 2,5 Jahren. Der vor sechs Monaten beobachtete EURIBOR war 3,4% p.a. Die Spot Rates für die relevanten Fristigkeiten (stetige Verzinsung) betragen: Fristigkeit (Jahre) 0,5 1,5 2,5 Spot Rate (p.a., stetige Verzinsung) 4,21% 4,12% 4,34% Wie hoch ist der Wert des Swaps aus Sicht des Unternehmens? a , 00 b , 17 c , 40 d , 87 e , Sie schreiben heute eine Put-Option mit Ausübungspreis 81 und erhalten dafür 12. Der aktuelle Börsenkurs der zugrundeliegenden Aktie beträgt 73. Einen Tag später, am Verfallstag der Option, ist der Börsenkurs auf 74 angestiegen. Wie hoch ist Ihr gesamter Gewinn bzw. Verlust aus dem Optionsgeschäft? a. 1 b. 7 c. 5 d. 7 e. 5 Seite 5 von 5 Version vom 20. März 2012

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