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1 capital stage geschäftsbericht 2004 access all areas

2 capital stage geschäftsbericht 2004: kurzportrait Konzern-Kennzahlen im Vierjahresvergleich TEUR Anlagevermögen Bilanzsumme Konzern-Eigenkapital Konzernjahresergebnis

3 1 Inhalt Vorwort des Vorstands Lagebericht der AG Bericht des Aufsichtsrates Bericht Corporate Governance Konzern-Jahresabschluss und Jahresabschluss der AG Bestätigungsvermerke des Abschlussprüfers Ansprechpartner

4 2 capital stage geschäftsbericht 2004: vorwort des vorstands Vorwort des Vorstands Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftspartner, als ich am 5. August 2004 mein Amt als Vorstand der Capital Stage AG angetreten habe, befand sich das Unternehmen in einem äußerst kritischen Zustand: Nach hohen Konzernverlusten in den Jahren 2001, 2002 und 2003 war das Eigenkapital der AG nahezu aufgezehrt. Im Jahre 2004 konnten die Bankverbindlichkeiten von rund 20 Mio. auf weniger als 5 Mio. reduziert werden. Heute können der Aufsichtsrat und ich Ihnen ein schuldenfreies und saniertes Unternehmen präsentieren. Um eine bestmögliche Bilanzstruktur der Capital Stage AG zu erreichen und das in den Vorjahren verlorene Eigenkapital wieder aufzufüllen, haben wir uns entschlossen, die Möglichkeiten innerhalb der Rechnungslegungsstandards zu nutzen und den bereits festgestellten Jahresabschluss der AG 2004 nachträglich geändert. Wir haben nach Feststellung des Jahresabschlusses 2004 Planzahlen der Conergy AG erhalten, die zu deutlich höheren stillen Reserven im Wertansatz der Beteiligung führten und es uns ermöglichten, die wertberichtigten Forderungen der Capital Stage AG gegen die CS Trade GmbH um weitere 10,2 Mio. auf den ursprünglichen Anschaffungswert aufzuholen. Durch diese Maßnahme steigt der ursprüngliche Jahresüberschuss der AG auf 20,3 Mio. Wegen der erfolgswirksamen Schuldenkonsolidierung der Konzerngesellschaften bleibt der Konzernabschluss 2004 und der Konzerngewinn mit 4,6 Mio. unverändert. Für 2005 werden die positiven Ergebnisse wieder im zweistelligen Mio.- Bereich liegen. Zum Börsengang der Conergy AG im März 2005 erzielte Capital Stage für die erste Tranche dieses Beteiligungspaketes einen Erlös von 29 Mio. Die zweite Tranche, ein Paket von Aktien, besitzt aktuell (Stichtag 1. Oktober 2005) einen Wert von 19 Mio. Bezogen auf den Emissionspreis ist der Conergy-Kurs mittlerweile um über 60 Prozent gestiegen, und ich sehe hier weiterhin attraktives Wertsteigerungspotenzial. Der Turnaround und die erhebliche Verbesserung der Substanz des Konzerns spiegeln sich auch in der Entwicklung der Capital Stage Aktie wieder. Während wir in 2004 einen Tiefstkurs von 0,08 gesehen haben, notieren wir jetzt deutlich über 1,20 und erzielen damit eine Marktkapitalisierung von über 30 Mio. Mit der Conergy AG und der profos AG verfügt Capital Stage über zwei sehr zukunftsträchtige Beteiligungen. Darüber hinaus liegen uns neue aussichtsreiche Beteiligungsmöglichkeiten vor. Die bestehende Liquiditäts- und Vermögenssituation bei einer inzwischen sehr schlanken Kostenstruktur eröffnet uns dabei alle Möglichkeiten, äußerst selektiv zu prüfen und sehr überlegt zu investieren. Capital Stage kann seine Kaufund Verkaufsentscheidungen heute unabhängig von allen zeitlichen und wirtschaftlichen Zwängen treffen. Nicht zuletzt auch durch die hier vorliegende Bilanz haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um uns wieder erfolgreich im Beteiligungsgeschäft zu engagieren. Ich danke den Mitarbeitern und den Mitgliedern des Aufsichtsrates für Ihr großes Engagement und bitte unsere Aktionäre, uns auch weiterhin Ihr Vertrauen entgegen zu bringen. Hamburg, im Oktober 2005 Hendric Groth Vorstand

5 capital stage geschäftsbericht 2004: lagebericht der ag 3 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2004 der Capital Stage AG, Hamburg Wirtschaft, Finanzmarkt und Branche Die für 2004 erwarteten positiven Konjunktursignale waren zögerlich zu beobachten. Deutschland ist bezüglich konjunktureller Wachstumsraten im europäischen und weltweiten Vergleich von Industrienationen weiterhin in hinterer Position verblieben. Reformprojekte sind erstmals nennenswert vorangekommen, was auch international Beachtung gefunden hat, gleichwohl wird auch in 2005 für Deutschland keine generelle Konjunkturwende erwartet. Die Aufwärtsbewegungen der internationalen und der deutschen Finanzmärkte haben sich in 2004 vorsichtig fortgesetzt. In Deutschland sind wohl eher die Gewinnerwartungen der Unternehmungen als allgemeine Konjunkturhoffnungen als Ursache zu sehen. Bremsend wirken weiterhin die Konsumflaute im Inland und die hohen Rohstoffpreise. Günstig wirkt sich die Exportstärke trotz des gestiegenen Euro im Vergleich zu den bedeutenden Fremdwährungen aus. Sollte das Rohstoffpreisniveau sinken und es allmählich zu einer Rückkehr des Verbrauchervertrauens kommen, könnte sich auch der Finanzmarkthimmel in Deutschland weiter aufklären. Der deutsche Beteiligungsmarkt hat sich auch in 2004 weiter erholt. Inländische und ausländische Beteiligungs- und Private Equity-Gesellschaften suchen nach Investitionsmöglichkeiten. Das Preisniveau für Unternehmensbeteiligungen und die Transaktionsvolumina haben sich erhöht. Totalabschreibungen sind seltener geworden. Inzwischen haben sich einige wenige Unternehmen als Sieger aus der DotCom-Blase herausgestellt, schreiben gute Gewinne und werden an der Börse entsprechend bewertet. IPOs waren auch 2004 in Deutschland die große Ausnahme und schieden als Exitkanal praktisch aus. Für 2005 gibt es erstmals wieder eine Liste von Börsenaspiranten, von denen es die Besten als Erste schaffen können und so für eine Normalisierung entscheidende Meilensteine setzen könnten. Geschäftsentwicklung Die Beteiligungen im Capital Stage Konzern werden nicht direkt von der Capital Stage AG, sondern über deren 100%-ige Tochtergesellschaft CapitalStage Trade GmbH gehalten. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Capital Stage AG und des Konzerns hängen gleichwohl maßgeblich von dem bestehenden Beteiligungsportfolio ab. Während sich im Konzern Wertsteigerungen von Beteiligungen zum Teil durch das Anschaffungskostenprinzip noch nicht auswirken, sondern erst im Exitfall realisiert werden, fließen derartige stille Reserven in Beteiligungsansätzen der CapitalStage Trade GmbH im Jahresergebnis der Capital Stage AG als Wertaufholung von Abschreibungen auf Forderungen gegen die CapitalStage Trade GmbH unmittelbar in das Ergebnis ein. Veränderungen im Beteiligungsportfolio Das Jahr 2004 war geprägt durch eine Reduzierung des Beteiligungsportfolios. Im Unterschied zu den Vorjahren gab es jedoch keine Abgänge durch Totalabschreibungen, sondern vielmehr wurden mit Vergleichen und Verkäufen positive Cash- und Ergebnisbeiträge bei der CapitalStage Trade GmbH realisiert. Das Jahres- und Konzernergebnis wird entscheidend durch die folgenden Beteiligungsverkäufe, teilweise im Zusammenhang mit im Dezember 2004 geschlossenen

6 4 capital stage geschäftsbericht 2004: lagebericht der ag Vergleichen beeinflusst: In der Rechtsstreitigkeit im Zusammenhang mit dem Verkauf der Aktien an der farmatic biotech AG, Nortorf, wurden für die zweite Tranche 4,3 Mio. Euro cashwirksam realisiert. Weil der Beteiligungsansatz im Vorjahr auf den niedrigeren Börsenkurs abzuschreiben war, ergab sich nunmehr ein Buchgewinn aus dem Verkauf der Aktien in Höhe von 4,2 Mio. Euro. Im abgeschlossenen Vergleich wurde gleichzeitig vereinbart, dass der Käufer auf jegliche geltend gemachten Rückerstattungsansprüche aus dem Verkauf der Aktien der ersten Tranche verzichtet. Des Weiteren führte der Verkauf der Anteile an der o.m.t. Oberflächenund Materialtechnologie GmbH, Lübeck, und der IDF-Gesellschaft für Multimedia Anwendung mbh, Hamburg, zu einem weiteren Liquiditätsbeitrag von 3,4 Mio. Euro und einem Buchgewinn von 0,5 Mio. Euro. Bereits in der ersten Jahreshälfte wurden planmäßig die Anteile an der Thielert AG, Hamburg, und der lohndirekt.de Aktiengesellschaft, Flensburg, cash- und ergebniswirksam veräußert. Bei dieser Transaktion wurde ein Buchgewinn von 3,3 Mio. Euro realisiert. Mit dem Management der Beteiligung hydrapark GmbH, Pleinfeld, befand man sich zum Bilanzstichtag in Verhandlung bezüglich eines Rückkaufs der Anteile durch den Geschäftsführer und Gründer. Angesichts der für 2004 enttäuschenden Entwicklung dieser inzwischen Ein-Mann-Gesellschaft und des Verhandlungsstandes musste der Wertansatz von TEUR auf TEUR 70 wertberichtigt werden. Zudem wurden die restlichen Anteile an der Wind7 AG, Eckernförde, mit einem Buchverlust von TEUR 22 veräußert. Außerdem flossen der CapitalStage Trade GmbH aus einer Haftungsfreistellung für die seit Anfang 2004 insolvente ROOTec GmbH, Heidelberg, ein Cashbeitrag in Höhe von 0,8 Mio. Euro zu. Dabei ergab sich ein Buchgewinn von TEUR 85. Ertragslage Aus den im Abschnitt Veränderungen im Beteiligungsportfolio geschilderten Geschäftsvorfällen ergibt sich ein positives Ergebnis von 7,0 Mio. Euro, welches direkt in den Konzernabschluss eingeht und sich aufgrund der erläuterten Wertaufholung auch im Einzelabschluss der Capital Stage AG auswirkt. Im Jahresabschluss der Capital Stage AG wirkt sich zudem u.a. eine weitere Wertaufholung aus der Berücksichtigung einer Wertsteigerung der Anteile an der Beteiligung an der Conergy AG, Hamburg, aus. Weitere, bei einem Börsengang der Conergy AG erwartete Wertsteigerungen sind aufgrund des handelsrechtlichen Imparitätsprinzips nicht enthalten. Insgesamt hat die Capital Stage AG Wertaufholungen auf Forderungen gegenüber der CapitalStage Trade GmbH in Höhe von 19,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2004 realisiert. Aufgrund des geringeren Geschäftsvolumens wurden die Personalund Sachkosten in 2004 nochmals reduziert. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Jahresabschluss der Capital Stage AG um 0,2 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro resultiert neben kleineren Einsparungen in vielen Bereichen insbesondere aus der Minderung der Raumkosten durch einen geänderten Mietvertrag. Der Personalaufwand sank mit TEUR 77 um 11 % auf TEUR 595. Auch im Konzern spiegeln sich die Kosteneinsparungen wider. Die

7 5 sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 1,5 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro. Weil nur in der Capital Stage AG Arbeitnehmer beschäftigt werden, entspricht die Entwicklung des Personalaufwandes in der AG auch der des Konzerns. Das Zinsergebnis im Konzern beläuft sich wie im Vorjahr auf -1,0 Mio. Euro. Aufgrund der Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Ende 2004 rechnet die Gesellschaft mit einer erheblichen Verbesserung des Zinsergebnisses im Geschäftsjahr Entsprechend den Planungen des Vorstands wurden sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bis Ende April 2005 abgetragen. Die Jahresüberschüsse in der Capital Stage AG und der CapitalStage Trade GmbH führen nicht zu einer Ertragssteuerpflicht, weil die wesentlichen Erträge aus steuerfreien Gewinnen aus der Veräußerung von Beteiligungen und aus der Zuschreibung von Forderungen resultieren, die im Vorjahr wegen vorübergehender Wertminderung abgeschrieben wurden. Im Übrigen stehen steuerliche Verlustvorträge in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Vermögens- und Finanzlage Aufgrund der bis Dezember 2004 weiterhin angespannten Liquiditätssituation wurden erneut weder Neu- noch Nachfolgeinvestitionen getätigt. Vielmehr stand neben der Sicherung der laufenden Liquidität die Rückführung der Bankverbindlichkeiten im Vordergrund. Die Bankverbindlichkeiten im Konzern wurden um 14,5 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro reduziert. Ende 2004 wurde die Kreditlinie mit der Hausbank für weitere zwei Jahre auf ermäßigtem Niveau verlängert. Das Eigenkapital in der AG erhöhte sich um den Jahresüberschuss in Höhe von 20,3 Mio. Euro. Es beträgt nunmehr 23,0 Mio. Euro. Damit ist das Grundkapital zwar noch nicht wieder vollständig vorhanden, die Vermögens- und Finanzlage hat sich aber deutlich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Hervorzuheben ist, dass sich durch die Rückführung von Bankverbindlichkeiten die Abhängigkeit von Dritten verringert hat. Liquiditätssituation Die Liquiditätssituation war erneut das gesamte Jahr über angespannt. Die beschriebenen Verkäufe haben es ermöglicht, den Liquiditätsbedarf zur Deckung der laufenden Kosten zu sichern und die Bankverbindlichkeiten um 14,5 Mio. Euro zu reduzieren. Neben der Deckung und Reduzierung laufender und zukünftiger operativer Kosten ist es gelungen, sich von weiteren Lasten und Risiken zu lösen. Dies sind weitere Bausteine zum Abschluss der Restrukturierung und Sanierung des Unternehmens und des Konzerns. Unternehmensstruktur, Mitarbeiter, Organisation Die Unternehmensorganisation wurde weiter verschlankt. Das Personal, welches ausschließlich in der Capital Stage AG beschäftigt ist, zählt einschließlich Vorstand zum Jahresende vier Mitarbeiter (Vj. 10). An Stelle der mehrmaligen Wechsel des Vorstands in der ersten Jahreshälfte 2004 ist inzwischen Stabilität eingetreten. Der Vorstand hat im zweiten Halbjahr 2004 die Sanierungsarbeiten gemeinsam mit dem kleinen verbliebenen Team und

8 6 capital stage geschäftsbericht 2004: lagebericht der ag dem Aufsichtsrat erfolgreich fortgesetzt. Von den Tochtergesellschaften der Capital Stage AG ist lediglich die CapitalStage Trade GmbH von wirtschaftlicher Bedeutung. Bei den beiden anderen 100%-igen Tochtergesellschaften des Konsolidierungskreises, der CapitalStage Consult GmbH und der TATA-Box Verwaltungs GmbH, handelt es sich um ehemalige Beratungsgesellschaften, deren operatives Geschäft bereits vor 2004 eingestellt wurde. Wichtige Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres Nach dem Bilanzstichtag entwickelte sich die neunprozentige Beteiligung an der Conergy AG weiter positiv. Der geplante IPO wurde erfolgreich im März 2005 durchgeführt. Aufgrund der abgeschlossenen Aktionärsvereinbarung hat die CapitalStage Trade GmbH von ihren Stück Aktien an der Conergy AG insgesamt (einschließlich der Ausnutzung der Greenshoe-Option) Stück Aktien veräußert. Mit Hilfe des Platzierungspreises konnten die Capital Stage AG und ihre Tochtergesellschaften alle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten tilgen und verfügt der Konzern über Barbestände. Auch nach vollständiger Ausnutzung der Greenshoe-Option hält die CapitalStage Trade GmbH weiter Aktien an der Conergy AG und somit 2,2 % des Grundkapitals. Das Risiko aus einer Klage der Messerschmitt Technologies AG hat sich erheblich reduziert. Die Klage gegen die Capital Stage AG wurde vom Landgericht Nürnberg-Fürth (Streitwert 6,2 Mio. Euro) abgewiesen. Die Gesellschaft hatte Schadensersatzansprüche aus einem im Jahre 1998 geschlossenen Emissionsvertrag gestellt. Die Berufungsfrist endet am 07. April Der zum Bilanzstichtag in Vorbereitung befindliche Verkauf der hydrapark GmbH, Pleinfeld, wurde Ende Januar 2005 notariell abgeschlossen. Ein Teil des Kaufpreises ist inzwischen eingegangen. Der Verkauf erfolgte zum Buchwert. Durch weitere Vergleiche konnten im Geschäftsjahr 2005 langjährige Rechtsstreitigkeiten der Capital Stage AG und der CapitalStage Trade GmbH beendet werden. Aufgrund des günstigen Geschäftsumfeldes hat der Konzern eine neue Beteiligung und eine Nachfolgeinvestition bei einem bestehenden Engagement getätigt. Hier wurden 12,7 Mio. Euro bzw. 1,0 Mio. Euro investiert. Sonstige wesentliche Verträge oder Geschäftsvorfälle haben im neuen Geschäftsjahr bis dato nicht stattgefunden. Prognosebericht In 2004 hat man die entscheidenden Schritte zur erfolgreichen Sanierung der Capital Stage AG und des Konzerns vollzogen. Insbesondere Beteiligungsverkäufe und Vergleichsverhandlungen haben die Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation deutlich verbessert. Der IPO der Conergy AG und die damit verbundene erwartete Wertsteigerung hat die wirtschaftliche Lage ergebnis- und liquiditätsseitig weiter verbessert. Das Beteiligungsgeschäft bietet grundsätzlich überdurchschnittliche Renditechancen, an denen die Capital Stage AG aufgrund der nun vorhandenen liquiden Mittel und der geringen Kostenstruktur partizipieren könnte.

9 7 Risikobericht Als Konzern, dessen Geschäftszweck im Wesentlichen im Halten von Beteiligungen und dessen Förderung im Aufbau liegt, bestehen die üblichen Risiken eines Beteiligungsunternehmens. Bei der Capital Stage AG sind die Risiken der künftigen Entwicklung nach der Konsolidierungsphase überschaubar. Es bestehen keine wesentlichen zusätzlichen Pflichten für den Konzern; der Buchwert der am Bilanzstichtag noch vorhandenen Beteiligungen beläuft sich auf 6,2 Mio. Euro, wovon 5,1 Mio. Euro auf die Conergy AG entfallen. Unabhängig hiervon bestehen die folgenden allgemeinen Geschäftsrisiken für den Konzern, die insbesondere bei Neuinvestitionen von Bedeutung sind: Marktrisiko / / Die Unternehmen des Beteiligungsportfolios sind wie alle Unternehmen u.a. von der wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung der Konjunktur abhängig. Auch wenn die Auswahl der Beteiligungen sorgfältig vorgenommen und das Risiko auf verschiedene Branchen verteilt wird, kann generell nicht ausgeschlossen werden, dass ein neu eingegangenes Engagement ein überdurchschnittliches Risiko beinhaltet und die Entwicklung der Beteiligung nicht den Vorstellungen und Zielen der Konzernleitung entspricht. Eine solche Entwicklung könnte nachhaltige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Capital Stage AG und des Konzerns haben, indem u.a. unvorhergesehene Risikovorsorge in Form von Wertberichtigungen getroffen werden muss oder geplante Erträge aus einem Exit nicht verwirklicht werden können. Absatz- bzw. Exit-Risiko / / Die Beteiligungsunternehmen werden so ausgewählt, dass bereits bei einem Beteiligungseinstieg Szenarien für eine spätere Veräußerung der Anteile entwickelt werden. Die Veräußerbarkeit der Beteiligungen ist von vielen Unwägbarkeiten abhängig. Dazu zählen insbesondere die tatsächliche Entwicklung der Unternehmen sowie die Aufnahmebereitschaft des Marktes für das jeweilige Unternehmen. Die in der Vergangenheit ertragreichste Form einer Veräußerung ist eine Börsennotierung der Beteiligung. Alternativen in Form von Mergers mit anderen Unternehmen oder der Verkauf an institutionelle/strategische Investoren können angestrebt werden. Des Weiteren ist die Veräußerbarkeit von Aktien zu einem geplanten Preis pro Aktie von der Verfassung der Aktienmärkte im Zeitpunkt der geplanten Aktienverkäufe abhängig. Es lassen sich weder die Veräußerbarkeit noch der erzielbare Kurs vorhersagen. Bewertungsrisiko / / Zum Teil werden die Beteiligungsinvestitionen während der Start-Up-Phase eingegangen. Zu einem solchen Zeitpunkt ist die Bewertung der Unternehmen, die nur über eine geringe Kapitalausstattung verfügen und fast ausschließlich mit der Entwicklung ihrer Produkte/Dienstleistungen bzw. der Markteinführung beschäftigt sind, mit erheblichen Risiken verbunden. Fehlschläge bei der Produktentwicklung, der späteren Vermarktung und Distribution oder anderer Faktoren, die eine nachhaltige Reduzierung der Gewinnerwartung nach sich ziehen, können dazu führen, dass die Buchwerte einzelner Beteiligungen berichtigt werden müssen oder ganz abzuschreiben sind. Dem Bewertungsrisiko soll durch besondere Sorgfalt bei der Beteiligungsauswahl, durch eine umfassende Analyse der erfolgbestimmenden Parameter des Unternehmens im Rahmen einer Due Diligence, die permanente Überwachung und Betreuung der Beteiligungsunternehmen sowie gegebenenfalls durch Wahrnehmung von Aufsichtsposten möglichst weitgehend entgegen gewirkt werden. Abschläge in der Bewertung können dennoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.

10 8 Rechtsrisiken / / Rechts- oder Haftungsrisiken bestehen aus vertraglichen Vereinbarungen, die nicht im Sinne der Konzernunternehmen durchsetzbar sind oder aus (verändercapital stage geschäftsbericht 2004: lagebericht der ag Risiko aus bestehenden und zukünftigen Kapital-Beteiligungen / / Investitionen in Minderheitsbeteiligungen an jungen oder mittelständischen Unternehmen in verschiedenen Phasen der Unternehmensentwicklung sind selbst bei sorgfältiger Auswahl sowie aufmerksamer und kompetenter Betreuung mit dem Risiko eines, im Extremfall vollständigen Verlustes der investierten Beträge verbunden. Unerwartete Verluste bei Beteiligungen oder gar die Insolvenz einer Beteiligung können wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Die Konzern- und Unternehmensleitung der Capital Stage AG versucht, durch frühzeitige Unterstützungsmaßnahmen und durch entsprechende bilanzielle Risikovorsorge entgegenzuwirken. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass die ergriffenen Maßnahmen ausreichend sind. Die Konzernleitung kann keine Garantie für eine bestimmte Zielrendite der Beteiligungen übernehmen, da diese u.a. von der wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungsunternehmen, den allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen und anderen Faktoren abhängig ist. Organisation des Risikocontrollings und -managements / / Das Beteiligungscontrolling analysiert die laufende Entwicklung der Beteiligungsunternehmen durch ein System von Soll-/Ist-Vergleichen, Abweichungsanalysen, Kennzahlen und Plausibilitätsrechnungen. Ein System quantitativer und qualitativer Frühwarnindikatoren generiert Informationen zum gezielten Eingreifen und zur Gewährung adäquater Unterstützung der Beteiligungsunternehmen, um Fehlentwicklungen zu vermeiden und um die geplanten unternehmerischen Ziele zu erreichen. Liquiditätsrisiko / Risiko der Kapitalbeschaffung / / Das Liquiditätsrisiko i.e.s. ist das Risiko, gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können. Die Finanzlage der Capital Stage AG und des Konzerns wird durch den Vorstand, die Geschäftsführung der CapitalStage Trade GmbH und das Controlling der Capital Stage Gruppe permanent überwacht. Die neuen Kreditverträge mit der Hausbank sind Ende 2004 für zwei Jahre neu verhandelt worden und bieten auf reduziertem Niveau eine gesicherte operative Liquidität für zwei Jahre. Neu investiert werden kann mit diesen Mitteln jedoch nicht. Marktliquiditätsrisiko / / Das Marktliquiditätsrisiko beschreibt das Risiko der Unmöglichkeit, die Aktienbestände oder sonstigen Geschäftsanteile an den Beteiligungen zeitgerecht im gewünschten Umfang zu veräußern. Zu dessen Reduzierung werden die Exitmöglichkeiten aller Beteiligungen in jeder Phase überprüft und gegebenenfalls die Exitstrategie angepasst. Forderungsausfallrisiko / / Insbesondere bei Beteiligungsveräußerungen werden die Bedingungen nach Möglichkeit so gewählt bzw. verhandelt, dass das Zahlungsrisiko so klein wie möglich gehalten oder vollständig vermieden wird. Dennoch hatten sich in den Vorjahren nennenswerte Wertberichtigungen auf Forderungen ergeben, da die Höhe des Kaufpreises abhängig von der künftigen Ertragsentwicklung dieser Gesellschaft vereinbart wurde und diese Entwicklung nicht den Erwartungen entsprach.

11 9 ten) rechtlichen Rahmenbedingungen resultieren. Zur Begrenzung dieser Risiken werden vor Abschluss sämtliche Verträge durch Rechtsanwälte überprüft. Vor der Investition in eine neue Beteiligung wird eine intensive rechtliche Due Diligence durchgeführt. Weitere wesentliche, zu Beginn des Geschäftsjahres bestehende Rechtsstreitigkeiten (insbesondere aus dem Verkauf der farmatic-aktien) konnten im Berichtszeitraum beendet werden. Auf der anderen Seite hat die Capital Stage AG rechtliche Schritte gegen ehemalige Organmitglieder zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen eingeleitet. Operationale Risiken / / Das Operationale Risiko kann aus nicht angemessenen oder fehlerhaften Systemen und Prozessen, menschlichem oder technischem Versagen sowie externen Ereignissen erwachsen. Zur Begrenzung dieses Risikos werden die von der Capital Stage Gruppe eingesetzten Systeme und Prozesse regelmäßig auf ihre Aktualität und Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die technischen Systeme sind zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit (sofern möglich) redundant ausgelegt. Steuerliche Risiken / / Gewinne und Verluste aus den Beteiligungsverkäufen sind steuerbefreit. Es ist aber nicht auszuschließen, dass hinsichtlich des nicht steuerbefreiten Teils aufgrund anderer Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe im Steuerrecht Sachverhalte von den Finanzbehörden anders ausgelegt werden. Dies könnte aufgrund der Mindestbesteuerungsregelungen zu Verschiebungen von Ertragsteuerverpflichtungen führen. Risikomanagement / / Durch Personalunion zwischen dem Vorstand der Capital Stage AG und dem Geschäftsführer der CapitalStage Trade GmbH ist sichergestellt, dass Sachverhalte der wesentlichen Tochtergesellschaft dem Mutterunternehmen unverzüglich bekannt sind. Ausblick Das Geschäftsjahr 2004 war das Jahr der entscheidenden Fortsetzung der Restrukturierung. Gewinnerzielung, positive Cashflow-Beiträge, Reduzierung der Bankverbindlichkeiten, weitere Befreiung von Rechtsrisiken und Altlasten sind die prägenden Stichworte. Aufgrund des Börsengangs der Conergy AG ist das Geschäftsmodell aus eigener Kraft wieder in Gang gekommen. Nach erfolgter Sanierung, die im Geschäftsjahr 2005 abgeschlossen werden soll und u.a. auch noch zu einer Verschlankung der Konzernstruktur führen könnte, wird sich die Capital Stage AG wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Durch die vorhandenen Mittel und u.u. eine Fremdfinanzierung sollen Möglichkeiten der antizyklischen Investition geprüft werden. Das Know-how im Beteiligungsgeschäft konnte durch das Halten der entscheidenden Arbeitnehmer und die vorhandenen Erfahrungen im Beteiligungsgeschäft auf Leitungs- und Aufsichtsebene erhalten bleiben. Aufgrund der deutlichen Senkung der Fixkosten auf Einzelabschluss- und Konzernebene ist die Notwendigkeit, schnelle Erfolge bei Anlageinvestitionen vorweisen zu müssen, die den Fixkostenblock finanzieren, nicht so hoch wie in den Vorjahren. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2005 auf Einzelabschluss- und Konzernebene ist in erheblichem Maße von der Entwicklung der Conergy AG abhängig.

12 10 capital stage geschäftsbericht 2004: lagebericht der ag Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Aufgrund der Mehrheit der Futura Capitalis AG, Hamburg, in der Hauptversammlung der Capital Stage AG hat die Gesellschaft gemäß 312 AktG für den Zeitraum vom 13. August 2004 bis zum 31. Dezember 2004 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Vorstand erklärt dazu: / / Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden. Hamburg, 15. März 2005 / 22. September 2005 Der Vorstand Hendric Groth

13 capital stage geschäftsbericht 2004: bericht des aufsichtsrates 11 Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2004 Sehr geehrte Damen und Herren! Der Aufsichtsrat hat über die geschäftliche Entwicklung und strategische Ausrichtung der Gesellschaft und des Konzerns im Geschäftsjahr 2004 sowie über aktuelle und wesentliche Geschäftsvorfälle in zwölf Sitzungen beraten. Ausschüsse bestanden im Berichtszeitraum nicht. Neben dem Jahresabschluss der Capital Stage AG und dem Konzernabschluss 2003 waren insbesondere die Sicherung der laufenden Liquidität, die Verbesserung der Ertragslage, die Veränderungen der Personalstruktur und die Veräußerungen von Beteiligungen Gegenstand der Beratungen im Berichtszeitraum. Ein besonderes Augenmerk galt den prozessualen Auseinandersetzungen der Capital Stage Gruppe und der Prüfung, ob aufgrund von Geschäftsvorfällen in den Vorberichtszeiträumen Haftungsansprüche geltend zu machen sind. Des Weiteren galt die erhöhte Aufmerksamkeit der im gesamten Berichtszeitraum angespannten Liquiditätslage der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat ließ sich detailliert über sämtliche Maßnahmen des Vorstandes hinsichtlich der bezeichneten Problemfelder berichten. Nach eingehender Erörterung hat der Aufsichtsrat diesen Maßnahmen soweit aufgrund gesetzlicher, satzungsmäßiger oder nach Maßgabe der Geschäftsordnung vorgegebener Regelungen erforderlich zugestimmt. Ausführlich hat der Aufsichtsrat auch die ordentliche Hauptversammlung 2004 vorbereitet. Von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig überzeugt, um seiner Überwachungsfunktion Rechnung zu tragen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte sowie schriftlicher Unterlagen eingehend über die Lage des Unternehmens, vor allem über die Geschäfts- und Finanzlage, das Risikomanagement und -controlling, die Personalsituation, die Geschäftsentwicklung, beabsichtigte Veränderung im Beteiligungsportfolio und den Verlauf prozessualer Auseinandersetzungen informiert. Zudem unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden sowohl schriftlich als auch mündlich fortlaufend über besondere Geschäftsvorgänge und über die wichtigsten Kennzahlen. Der Aufsichtsrat bestand im Verlaufe des Geschäftsjahres aus drei Mitgliedern, und zwar mit Herrn Dr. Carl Graf Hardenberg (bis 6. Januar 2004) bzw. Herrn Dr. Thomas Wülfing (ab 21. Januar 2004) als Vorsitzenden, Herrn Dr. Christopher Schroeder als stellvertretenden Vorsitzenden und Herrn Dr. Walter Höft als weiteres Mitglied. Durch Beschluss des Amtsgerichtes Hamburg vom 19. Januar 2004 war Herr Dr. Thomas Wülfing als weiteres Mitglied des Aufsichtrates bestellt worden. Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Capital Stage AG am 21. Dezember 2004 wurde er in den Aufsichtsrat gewählt. Im Berichtsjahr haben sich folgende Veränderungen im Vorstand ergeben: Ab dem 01. Januar 2004 war Herr Kai Detering und ab dem 28. Januar 2004 Herr Dr. Thilo Overheu Vorstand der Gesellschaft. Die Vorstandstätigkeit von Herrn Detering und Herrn Dr. Overheu endete am 31. März 2004 bzw. am 27. Juli Vom 01. Juli 2004 bis zum 06. August 2004 war Herr Bahram Aghamiri Vorstand. Am 05. August 2004 wurde Herr Hendric Groth zum Vorstand der Gesellschaft bestimmt. Den vom Vorstand erstellten Bericht über die Beziehung der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat geprüft und gebilligt. Der vom Abschlussprüfer erteilte Bestätigungsvermerk hat den folgenden Wortlaut: Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die im Zeitpunkt ihrer Vornahme bekannt waren,

14 12 capital stage geschäftsbericht 2004: bericht des aufsichtsrates die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, 3. bei den im Bericht durchgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Den vom Vorstand nach deutschem Recht aufgestellten Konzern- Abschluss und Jahresabschluss der AG zum 31. Dezember 2004 nebst Konzern-Lagebericht und Lagebericht der AG sowie den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat die FIDES Treuhandgesellschaft OHG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie wurden vom Aufsichtsrat geprüft und im Beisein der Prüfer erörtert. Die Wirtschaftsprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt sowie über die jeweiligen Prüfungsschwerpunkte berichtet und die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder eingehend diskutiert. Hierbei wurde insbesondere auch die Zuschreibung der im Vorjahr einzelwertberichtigten Forderung gegen die CapitalStage Trade GmbH in Höhe von TEUR im Einzelabschluss der AG erörtert. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. In der Sitzung vom 04. Mai 2005 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Capital Stage AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2004 gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführern der Konzerngesellschaften und allen Mitarbeitern für ihren Einsatz im Jahr Hamburg, im Juni 2005 für den Aufsichtsrat der Capital Stage AG Dr. Thomas Wülfing Vorsitzender Ergänzung zum Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2004 In der Sitzung vom 25. Oktober 2005 hat der Aufsichtsrat die Nachtragsprüfung des Jahresabschlusses der Capital Stage AG und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2004 gebilligt. Hamburg, im Oktober 2005 für den Aufsichtsrat der Capital Stage AG Dr. Thomas Wülfing Vorsitzender

15 capital stage geschäftsbericht 2004: bericht corporate governance 13 Bericht Corporate Governance Vorstand und Aufsichtsrat der Capital Stage AG haben nach Vorlage der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex beschlossen, das Regelwerk des Kodex unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und der Struktur ihrer Verwaltungsorgane in der Capital Stage AG umzusetzen. Damit unterstreicht die Capital Stage AG, dass eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschaffung ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens hohe Priorität hat. Die notwendige Basis dazu wurde auf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. August 2002 mit dem Beschluss von mehreren Satzungsänderungen geschaffen. Im März 2004 haben Vorstand und Aufsichtsrat ihre Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 21. Mai 2003 gemäß 161 AKtG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Aktionärsrechte & Transparenz / / Die Aktionäre der Capital Stage AG stellen dem Unternehmen Kapital zur Verfügung und tragen damit auch unternehmerisches Risiko. Der Vorstand fühlt sich daher den Aktionären in besonderem Maße verpflichtet und sorgt daher für Zeitnähe und Transparenz in der Kommunikation, für adäquates Risikomanagement, für die Einhaltung der Börsenregeln und für die Beachtung der Aktionärsrechte. Unter Beachtung der gebotenen Gleichbehandlung aller Aktionäre werden Unternehmensinformationen, vor allem ad-hoc-mitteilungen und Pressemeldungen, über das Internet zur Verfügung gestellt. Die Capital Stage AG veröffentlicht hier ebenso Mitteilungen von Aktionären über Stimmrechtsveränderungen sowie ggf. Meldungen von Mitgliedern der Organe über Transaktionen mit Capital Stage Aktien (Directors Dealing). Gemäß den Regeln des General Standard veröffentlicht die Gesellschaft innerjährlich einen Zwischenbericht. Einen Finanzkalender gibt es nicht, doch wurde auf der Website der Gesellschaft über wesentliche Termine unterrichtet. Vorstand und Aufsichtsrat / / Die Capital Stage AG hat das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat und deren Aufgaben in den jeweiligen Geschäftsordnungen festgelegt. Abweichungen vom Kodex sind in der Unternehmensgröße oder der Struktur bzw. Größe der Verwaltungsorgane begründet. So verzichtet der Aufsichtsrat aufgrund seiner Größe auf die Bildung von Ausschüssen. Grundsätzlich ist die Bildung von Ausschüssen nach den Regelungen der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates aber möglich. In 2004 gab es keine D&O-Versicherungen für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Capital Stage AG. Damit werden besondere Ansprüche an verantwortungsvolles Handeln der Organe gestellt, die über den im Kodex geforderten angemessenen Selbstbehalt hinausgehen. Das Jahr 2004 war von mehreren Vorstandswechseln geprägt. Seit 2003 ist für den Vorstand nur eine Person vorgesehen. Mit dieser Entscheidung folgt man einem konsequenten Kostenmanagement. Mit dem Eintritt von Herrn Hendric Groth als Alleinvorstand ist Kontinuität eingetreten. Der Aufsichtsrat der Capital Stage AG besteht weiterhin aus drei Mitgliedern, Vorsitzender ist der Rechtsanwalt Dr. Thomas Wülfing. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrates. Mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Dr. Thomas Wülfing, besteht ein Dienstleistungsvertrag, welcher rechtliche Beratungsleistungen für die Gesellschaft regelt.

16 14 capital stage geschäftsbericht 2004: bericht corporate governance Vorstand und Aufsichtsrat: Vergütung / / Das Vorstandsmitglied erhält eine fixe Vergütung. Es ist die Entscheidung des Aufsichtsrates, darüber hinaus eine angemessene variable Vergütung zu gewähren. Der Empfehlung des Kodex, Angaben zur Vergütung individualisiert zu veröffentlichen, wird nicht entsprochen. Für das Geschäftsjahr 2004 betrugen die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands TEUR 177. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr TEUR 21. Variable Bezüge wurden in 2004 nicht ausgezahlt. Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder wurden nicht gewährt. Die Aufsichtsratsmitglieder haben die in der Satzung geregelte Mindestvergütung erhalten. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Doppelte, für den Stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der einfachen Vergütung. Im Geschäftsjahr 2004 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrates eine Vergütung von insgesamt TEUR 67. Rechnungslegung und Abschlussprüfung / / Die Rechnungslegung der Capital Stage AG erfolgt weiterhin nach den Vorschriften des HGB. Während des Geschäftsjahres informiert die Gesellschaft in einem Halbjahresbericht über den aktuellen Geschäftsverlauf. Quartalsberichte werden nicht veröffentlicht. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte nicht innerhalb von 90 Tagen nach Geschäftsjahresende. Es wurden keine Angaben über Positionen gemacht, die für die Gesellschaft nicht von Bedeutung sind. Die letztgenannten Abweichungen stehen im Einklang mit den Regelungen des General Standards, unter denen die Aktien der Capital Stage AG gehandelt werden. Die Regelungen des Prime Standards bringen eine Reihe, mit den Empfehlungen des Corporate Governance-Kodex übereinstimmender, weiterer Pflichten mit sich (beispielsweise die sofortige Umstellung auf internationale Rechnungslegung und die Veröffentlichung von Quartalsberichten). Damit verbundene Kosten stehen für den Vorstand und Aufsichtsrat der Capital Stage AG in keinem Verhältnis zu dem erhofften Nutzen für die Aktionäre. gez. Hendric Groth gez. Dr. Thomas Wülfing

17 15 Konzern-Jahresabschluss und Jahresabschluss der AG INHALT Konzernabschluss Konzernbilanz zum 31. Dezember Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember Konzern-Anhang zum 31.Dezember Kapitalflussrechnung 26 Entwicklung des Konzerneigenkapitals 27 Jahresabschluss der AG Bilanz der Capital Stage AG zum 31. Dezember Gewinn- und Verlustrechnung der Capital Stage AG vom 1. Januar bis 31. Dezember Anhang 31

18 16 capital stage geschäftsbericht 2004: konzernabschluss/bilanz Konzernbilanz zum 31. Dezember 2004 AKTIVA EUR EUR A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.839, ,83 II. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung , ,50 III.Finanzanlagen 1. Beteiligungen , ,06 2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0, ,00 3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0, , , , , ,39 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen , ,02 2. Sonstige Vermögensgegenstände , , , ,51 II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten , , , ,34 C. Rechnungsabgrenzungsposten , ,03 D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0, , , ,58

19 17 PASSIVA EUR EUR A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital , ,00 II. Kapitalrücklage , ,50 III.Gewinnrücklagen , ,00 IV.Konzernbilanzverlust , ,32 V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0, , ,40 0,00 B. Rückstellungen 1. Steuerrückstellungen 0, ,00 2. Sonstige Rückstellungen , , , ,12 C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten , ,04 - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR ,00 (Vorjahr: TEUR ,6) 2.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen , ,34 - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR ,87 (Vorjahr: TEUR 289,7) 3.Sonstige Verbindlichkeiten , ,08 - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR ,50 (Vorjahr: TEUR 545,1) - davon aus Steuern: EUR 3.024,44 (Vorjahr: TEUR 100,7) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.198,20 (Vorjahr: TEUR 11,1) , , , ,58

20 18 capital stage geschäftsbericht 2004: konzernabschluss/g.u.v. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember EUR EUR 1. Sonstige betriebliche Erträge , ,15 2. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter , ,43 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung , ,08 - davon für Altersversorgung: EUR 2.252,00 (Vorjahr: TEUR 7,6) 3. Abschreibungen a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen , ,67 b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die im Konzern üblichen Abschreibungen überschreiten 0, ,17 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen , ,99 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge , ,61 6. Abschreibungen auf Finanzanlagen , ,40 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen , ,35 8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit , ,33 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0, , Sonstige Steuern 0, , Konzernjahresüberschuss/Konzernjahresfehlbetrag , , Konzernverlustvortrag , , Entnahmen aus der Kapitalrücklage ,50 0, Konzernbilanzverlust , ,32

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