Praktikum im Bundestag ( )

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1 Praktikum im Bundestag ( ) Einleitung Wir, Anais Jäger und María José Garzón Rivera, sind Schülerinnen der Deutschen Schule in Cali, Kolumbien, wo wir in die 11. Klasse gehen, jedoch haben wir unterschiedliche Nationalitäten: Anais hat die deutsche Staatsangehörigkeit, aber sie hat ihr ganzes Leben in Kolumbien gewohnt und María José hat die kolumbianische Staatsangehörigkeit. Bundestag Unser Praktikum fand bei den CDU-Abgeordneten Herrn Dr. Philipp Murmann und Herrn Norbert Brackmann statt, die seit 2013 Schülerinnen und Schülern unserer Schule das tolle Berufsorientierungspraktikum ermöglichen. 1. Das Paul-Löbe-Haus 2. Das Marie-Elisabeth- Lüders-Haus 3. Das ehemalige Reichstagsgebäude 4. Das Jakob-Kaiser- Haus Mit Herrn Norbert Brackmann

2 Erste Woche: Unser Praktikum begann und wir waren sehr aufgeregt. Am ersten Tag waren wir um 9:00 Uhr da. Wir trafen uns dann mit Franka Freier, Mitarbeiterin im Büro von Norbert Brackmann, und sie zeigte uns das Gebäude und unser Büro. Wir lernten auch Inga Falbusch kennen, Mitarbeiterin im Büro von Philipp Murmann. Danach mussten wir unseren Ausweis abholen. Anschließend bekamen wir unsere erste Aufgabe: Die Kuppel des Reichstages zu besuchen und uns die Audio-Tour anzuhören. Daraufhin gingen wir zum Auswärtigen Amt, wo wir und eine andere Gruppe die verschiedenen Büros besuchten. Dort erhielten wir viele Informationen, aber wir konnten auch etwas über Lateinamerika erzählen. Der Mann, der uns führte, war 80 Jahre alt und informierte uns über sein ganzes Leben. Immer nach der Arbeit, auch bereits am ersten Tag, zogen wir los, um Berlin kennenzulernen. Es ist eine hervorragende Stadt. Wir beide lieben sie. Mit Frau Franka Freier (Büro von Herrn Norbert Brackmann) Herr Brackmanns Büro!! Am nächsten Tag gingen wir zunächst zum Deutschen Dom, um eine Führung zu bekommen. Aber diese war erst um 11:00 Uhr und wir mussten deshalb zurück ins Büro. Dort lernten wir Nikoleta kennen, Mitarbeiterin von Herrn Philipp Murmann, die aus Bulgarien kommt. Sie war sehr nett und sprach auch toll Spanisch. Nikoleta zeigte uns das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, das Jakob-Kaiser-Haus und die unterirdischen Tunnel. Mit Frau Nikoleta Kovachka (Büro Dr. Phillip Murmann)

3 Am Mittwoch gingen wir zuerst zur Bibliothek des Bundestages, weil sie uns und anderen Praktikanten erklären wollten, wie die Internet-Seite der Bibliothek funktioniert und wie wir in den Büchern recherchieren konnten. Danach sollten wir in den Plenarraum gehen. Bevor wir allerdings da ankamen, hatten wir uns zum ersten Mal verlaufen. Wir hätten es fast nicht geschafft, aber wir konnten uns dann den Vortrag über die Geschichte anhören. Am Donnerstag gingen wir zum Bundesrat. Er liegt weiter weg und wir mussten dorthin laufen. Wir verliefen uns noch einmal, trotzdem kamen wir pünktlich an. Am Freitag begleiteten wir Inga, die eine Führung für einen Mann mit 4 jungen Kindern durchzuführen hatte. Wir mussten diese interaktiv gestalten, damit die Kinder sich nicht langweilten. Wir begleiteten sie zur Kuppel, anschließend gingen wir zurück zum Deutschen Dom, um endlich an der Führung teilzunehmen. Zweite Woche: Mit Frau Inga Fahlbusch (Büro Dr. Phillip Murmann) Die zweite Woche von unserem Praktikum machte uns sehr viel Spaß. Am Montag waren wir das erste Mal bei der Arbeitsgruppe AG Finanzen. Es war schwer zu verstehen, aber danach erklärten die Mitarbeiter alles ein bisschen. Am Dienstag nahmen wir an einem parlamentarischen Frühstück teil. Dort war es sehr schön, weil wir Herrn Murmann sahen und das erste Mal mit Abgeordneten zusammensitzen konnten. Um 9:15 Uhr gingen wir wieder zu der Sitzung der Arbeitsgruppe Finanzen und hörten zu; es dauerte drei Stunden. Was wir sehr interessant fanden, war, dass die Abgeordneten eigentlich sehr freundlich sind und obwohl sie arbeiteten, konnten wir fühlen, dass sie gerne dort waren. Wir waren jedoch nicht die einzigen Praktikanten. Dabei war auch Alex, einer von den Mitarbeitern, der aus Bulgarien kommt.

4 Am Mittwoch waren wir endlich im Finanzausschuss dabei! Er fing um 9:15 Uhr an und um 12:30 gab es eine Pause. In den Ausschüssen gibt es Tagesordnungen. Das sind die Themen, worüber sie sprechen und diskutieren werden. Da gehen alle Abgeordneten hin, die im Finanzausschuss der Parteien sind. Es war schwer zu verstehen; nach einer Stunde ging es besser und es war sehr interessant. Donnerstag war ein Supertag! Wir waren morgens bei einem Termin und lernten dort die Umweltministerin kennen. Sie sprachen über den Umweltschutz und wir fanden es sehr schön, dass sie sehr rücksichtsvoll zu der Umwelt sein wollen und es bis heute offensichtlich geschafft haben. Dort sahen wir auch Herrn Brackmann. Um 10:30 Uhr kamen Schüler aus Schleswig-Holstein, um einen Besuch im Bundestag zu machen. Sie leben in Herrn Murmanns Wahlkreis und deswegen waren sie da. Dann trafen wir uns im Plenarsaal mit der ehemaligen Klasse von Maria José. Sie hatte diese Schüler bei ihrem Austausch in Deutschland kennengelernt und kommen aus einem kleinen Dorf zwischen Hannover und Bremen (Rethem). Anschließend gingen wir zum Deutschen Dom. Er liegt nicht weit weg vom Büro und dort führten wir mit verschiedenen Praktikanten ein Planspiel durch. Es war sehr schön, weil wir neue Freunde kennenlernten und diskutierten, genauso wie die Abgeordneten im Plenarsaal. Als wir wieder im Büro waren, aßen wir einen leckeren Kuchen mit allen Mitarbeitern des Büros. Stephan hatte ihn für alle mitgebracht. Am Nachmittag führten wir ein Interview mit Herrn Brackmann durch. Wir fragten ihn zu verschiedenen Themen. Er erzählte uns über sein Leben, auch über Deutschland und wir informierten ihn über Kolumbien. Herr Brackmann interessierte sich sehr für unser Land. Im Plenarsaal!!

5 Am Freitag waren wir beim ersten Plenum des Tages und wir sahen dort Frau Merkel. Sie sah sehr gut und freundlich aus, leider blieb sie dort nicht lange. Im Plenum sprachen sie über die Menschen aus Armenien und erinnerten sich an die Ermordeten. Wir hatten früh Feierabend. Deswegen gingen und fuhren wir durch Berlin und kauften ein paar Geschenke für unsere Familien in Kolumbien. Dritte Woche: In der letzten Woche bereiteten wir unseren Vortrag über die Pazifik-Allianz und den Mercosur vor und halfen Nikoletta, eine Führung durch den Bundestag auf Spanisch durchzuführen. Am 30. April endete unser Praktikum, doch vorher hielten wir noch unsere Vorträge. Wir fühlten uns sehr traurig, weil es eine sehr schöne Zeit gewesen war. Wir hatten viel gelernt und Neues erlebt. Wir werden unsere dort gemachten Erfahrungen nie vergessen; zum Beispiel diese Momente, wenn wir die Aufzüge im Bundestag nicht verstehen konnten, weil sie nie zu unserer Ebene kommen wollten; oder als wir den Alarm im ganzen Gebäude unabsichtlich auslösten, aber alle sehr nett reagierten und mit uns darüber lachten; oder als wir einen kolumbianischen Mitarbeiter kennenlernten; es war interessant, jemanden aus unserem Land zu treffen und sich mit ihm zu unterhalten. Es war schön, mit allen Mitarbeitern dort zu arbeiten, etwas von ihnen zu erfahren und ihnen von uns zu erzählen. Wir nehmen die tollen Erfahrungen mit und hoffen, dass wir uns alle irgendwann wiedersehen können. Danke für die schönsten drei Wochen unseres Lebens, danke, dass wir diese Möglichkeit hatten, ein Praktikum im Bundestag zu machen und Auf Wiedersehen, wir werden euch nie vergessen!!! María José Garzón Rivera und Anais Jäger Tascón Deutsche Schule Cali, Kolumbien

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