EU-Agrarpolitik bis 2020 (GAP) Betriebsprämie und Co.: Welche Eckdaten liegen für Bauern schon vor!

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1 EU-Agrarpolitik bis 2020 (GAP) Betriebsprämie und Co.: Welche Eckdaten liegen für Bauern schon vor!

2 Sonder-AMK Beschluss zur 1. Säule (Betriebsprämie) Kürzung der Direktzahlungen (Betriebsprämien) um 4,5 % (= 225 Mio. /a) ab 2015 und Umschichtung in 2. Säule => Bayern rund 40 Mio. /a. ab 2015 national einheitliche Greening-Prämie: rund 85 /ha in 2019/2020; Basisprämie: Angleichung zwischen den Bundesländern 2017 bis 2019; bundesweit rund 175 /ha in 2019/2020; Zuschlag für die ersten Hektare in allen Betrieben bis zu 46 ha: bis 30 ha je 50 Euro / nächste 16 ha je 30 Euro => max /Betrieb; 2

3 Sonder-AMK Beschluss zur 1. Säule Junglandwirteförderung (bis zum Alter von 40 Jahren; Übernahme Gesamtbetriebsverantwortung) 50 Euro/ha für bis zu 90 ha je Betrieb; Kleinlandwirteregelung: pauschale Beantragung für die ohnehin zustehenden Direktzahlungen bis max ; keine Einbindung in CC und Greening. Greening: grundsätzlich soll landwirtschaftliche Nutzung der ökologischen Vorrangflächen ermöglicht werden. ACHTUNG: Details Greening sollen erst Anfang 2014 geregelt werden. 3

4 Sonder-AMK noch kein Entscheid Zahlungsansprüche a) Fortführung und Wertanpassung (Basisprämie) von 2014 auf 2015 oder b) Neuzuteilung in 2015 an Bewirtschafter der beantragten Flächen. (Voraussetzung: Antragsteller muss auch 2013 Direktzahlungen beantragt haben) Länderagrarministerien wollen etwa im ersten Quartal 2014 hier entscheiden, ob in Deutschland a) oder b) ab 2015 umgesetzt wird. 4

5 Sonder-AMK Beispielsbetrieb Bayern 25 ha LF 2019/2020 Euro/Betrieb Euro/ha Greening-Prämie Basisprämie Zuschlag erste ha bis 30 ha à 50 /ha bis 46 ha à 30 /ha Grundsituation Mögliche Zusatzoption für Einzelbetrieb: Junglandwirteförderung: bis 90 ha à 50 /ha 5

6 Sonder-AMK Beispielsbetrieb Bayern 50 ha LF 2019/2020 Euro/Betrieb Euro/ha Greening-Prämie Basisprämie Zuschlag erste ha bis 30 ha à 50 /ha bis 46 ha à 30 /ha Grundsituation Mögliche Zusatzoption für Einzelbetrieb: Junglandwirteförderung: bis 90 ha à 50 /ha 6

7 Sonder-AMK Beispielsbetrieb Bayern 75 ha LF 2019/2020 Euro/Betrieb Euro/ha Greening-Prämie Basisprämie Zuschlag erste ha bis 30 ha à 50 /ha bis 46 ha à 30 /ha Grundsituation Mögliche Zusatzoption für Einzelbetrieb: Junglandwirteförderung: bis 90 ha à 50 /ha Die Umbruchschwelle der Stärkungswirkung des Zuschlags erste ha liegt im Bundesdurchschnitt bei einer Betriebsgröße von rund 100 ha. 7

8 /ha Bayern Ø-Direktzahlungen je ha 2013 bis 2020 Start der neuen GAP Quelle: eigene Berechnungen nach BMELV-/StMELF-Infos November

9 /ha Bayern Ø-Direktzahlungen je ha in 2019/2020 je Betriebsgröße 96 % aller Betriebe und ca. 80 % der LF Quelle: eigene Berechnungen nach BMELV-/StMELF-Infos November

10 Bayern Entwicklung der Ø-Direktzahlungen je Hektar Quelle: eigene Berechnungen nach BMELV-/StMELF-Infos November

11 Bayern Betriebsprämien 2019/ % der Betriebe ca. 80 % LF Zuschlag erste Hektar Betrieb mit ohne ha LF /Betrieb /Betrieb Quelle: eigene Berechnungen nach BMELV-/StMELF-Infos November

12 Bundesländer - Ø-Direktzahlungen je Hektar in 2019/2020 Durchschnitt Quelle: eigene Berechnungen nach BMELV-/StMELF-Infos November

13 GAP bis 2020 Greening Politische Einigung (Brüsseler Einigung) wurde am 26. Juni 2013 erzielt: praxistaugliche Umsetzungsmöglichkeiten. Aber genauere Umsetzungsbestimmungen werden auch noch in Brüssel unter Federführung der EU-Kommission beraten. Zudem steht auch noch die Beratung von Bund und Länder zur konkreten nationalen Umsetzung an. Eine Entscheidung über die genauen Details beim Greening ist erst bis Ende Frühjahr 2014 zu erwarten. 13

14 GAP bis 2020 Brüsseler Einigung Greening Anbaudiversifizierung bis zu 10 ha Ackerland: Vorgabe automatisch erfüllt. bis 30 ha: mind. 2 Kulturen (Hauptkultur max. 75 %) über 30 ha: mind. 3 Kulturen (Hauptkultur max. 75 %, 2 Kulturen max. 95 %) befreit: Ökobetriebe und Betriebe mit > 75 % Grünland/Kleegras usw. Beispiel: Betrieb mit 50 ha Grünland, 40 ha Kleegras und 30 ha Mais. Sonderregelung für Spezialbetriebe mit Flächentausch. 14

15 GAP bis 2020 Brüsseler Einigung Greening Dauergrünlanderhalt Grundsätzlich: einzelbetriebliches Umbruchverbot in FFH- und Vogelschutz- Gebieten; Ansonsten: Dauergrünlanderhalt auf nationaler / regionaler Ebene Toleranz 5 % Referenz: Dauergrünland 2012 plus zusätzliches in 2015 National möglich => ergänzende einzelbetriebliche/-flächenbezogene Vorgaben zum Grünlanderhalt. 15

16 GAP bis 2020 Brüsseler Einigung Greening ökologische Vorrangflächen (övf) ab 2015: 5 % der Ackerfläche, nicht mehr Dauerkulturen; (evtl. 7 % ab 2018) Betriebe bis 15 ha Acker / Betriebe mit > 75 % Grünland => nicht betroffen; EU-Staaten wählen Anrechnungselemente aus: Zwischenfruchtanbau oder eingesäter Grünbedeckung stickstofffixierende Pflanzen / Eiweißpflanzenanbau Landschaftselemente (auch z.b. Hecken unmittelbar an beihilfefähige Flächen angrenzend; ohne Pachtverhältnis für das Landschaftselement) Pufferstreifen (auch als Dauergrünland) Streifen entlang von Waldrändern (Streifen ohne Anbau der Kultur) Kurzumtriebsplantagen (ohne Dünger und/oder Pflanzenschutzmittel) Terrassen Agroforstflächen Aufforstungsflächen Stilllegung. 16

17 GAP bis 2020 Brüsseler Einigung Was wurde vom Bauernverband in Beratungen z.b. erreicht? Sicherung von durchschnittlich 300 /ha Direktzahlungen in Bayern keine Kürzung um rund 30 % (Pläne Barroso) Wegfall der Modulation ab 2014 praxistaugliches Greening, statt Stilllegung für rund ha Berücksichtigung von vorhandenen Vorleistungen (KULAP, Kleinstrukturen) Nachbesserungen bei der Neuabgrenzung der benachteiligten Gebiete Ansatz für Zuschlag für erste Hektare Ansatz für Sicherung Tierhaltung in besonders benachteiligten Regionen 17

18 GAP bis 2020 Weiterer Zeitplan Frühjahr/-sommer 2014: endgültige Klarheit über deutsche GAP-Umsetzung: Zahlungsansprüche (Fortbehalt / Neuzuteilung) 2014: Übergangsjahr grundsätzlich bisherige Regeln zu Betriebsprämie und 2. Säule : Umsetzung der neuen GAP 18

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