Certified Ethics & Compliance Officer

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1 C S l h c L a k e o o Hochschule Konstanz - Technik, Wirtschaft, Gestaltung o n s t a n c e B u s s s i n e Lake Constance Business School Konstanz Institut für Corporate Governance Certified Ethics & Compliance Officer (CECO) Certified Ethics & Compliance Officer

2 Inhalt Einführung: Ethics & Compliance Konzept des Studiengangs Studienablauf im Überblick Studieninhalte Wissenstransfer in die Berufspraxis Studienorganisation Partnerhochschulen und Institute Anmeldung, Investition und Kontakt Referenten

3 Ethics & Compliance Ethics & Compliance Prof. Dr. Stephan Grüninger Direktor des KICG Konstanz Institut für Corporate Governance Hochschule Konstanz Compliance ist in aller Munde. Zahlreiche und häufig auch spektakuläre Unternehmensskandale der letzten Jahre aufgrund von Kartellverstößen, Korruptions-, Betrugs- und Bilanzierungsdelikten haben weltweit eine Welle der Regulierung und verschärfter Durchsetzung bereits vorhandener rechtlicher und regulatorischer Anforderungen ausgelöst. Unternehmen suchen daher verstärkt nach Wegen der Prävention, um die Haftung für Unternehmen, Organe und Mitarbeiter zu vermeiden und die Reputation des Unternehmens als eine wesentliche Geschäftsgrundlage zu schützen. Die Sicherstellung integeren Unternehmens- und Mitarbeiterverhaltens ist zu einem wesentlichen Aspekt erfolgreichen unternehmerischen Handelns geworden und damit zur Führungs- und Managementaufgabe. Um eine nachhaltig wirksame Corporate Compliance zu erreichen, bedarf es daher klarer Regeln, funktionsfähiger Strukturen und Kontrollen, vor allem aber einer gelebten Führungs- und Unternehmensethik. Im Zertifikatsstudiengang Certified Ethics & Compliance Officer (CECO) steht das Wissen um diese Zusammenhänge und der daraus folgenden Konsequenzen für das praktische Handeln im Unternehmen darum gleichwertig neben der Vermittlung des aktuellen Fachwissens über die rechtlichen Rahmenbedingungen und Grundlagen des Compliance Managements, des Risiko- und Anti-Fraud-Managements und der Bearbeitung von Fallstudien und ethischen Dilemmasituationen. Dieser Studiengang bereitet Sie optimal auf die Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben in national und international ausgerichteten Compliance-Funktionen vor. Neben den insgesamt 25 Tagen des Präsenzstudiums in der Villa Rheinburg in Konstanz am Bodensee mit Top-Referenten aus Praxis und Wissenschaft stellen wir den Wissenstransfer in Ihre berufliche Praxis sicher und ermöglichen Ihrem Unternehmen den direkten Nutzen dieser beruflichen Weiterbildung durch eine projektbezogene Abschlussarbeit. Prof. Dr. Stephan Grüninger 3

4 Konzept des Studiengangs Konzept des Studiengangs Der Studiengang Certified Ethics & Compliance Officer bietet eine theoretisch fundierte und an den Erfordernissen der Unternehmenspraxis optimal ausgerichtete Qualifikation für die erfolgreiche berufliche Entwicklung in Compliance-Funktionen in Unternehmen, Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie Rechtsanwaltskanzleien. In dem Studiengang wird das aktuelle juristische und ökonomische Fachwissen in den Gebieten Compliance Management, Business Ethics und Corporate Governance vermittelt. Praktische Fallstudien und eine Abschlussarbeit stellen die Anwendung sicher. Führende Compliance-Experten aus Unternehmen, Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung haben an der Entwicklung des Studiengangs mitgearbeitet, um den Praxisbezug des Studiengangs für ein nachhaltig erfolgreiches Compliance Management zu gewährleisten. Hochkarätige Referenten aus Praxis und Wissenschaft stellen eine hervorragende und im deutschsprachigen Raum einzigartige Ausbildung im Ethics & Compliance Management sicher. Die Teilnehmer erhalten bei Studienbeginn das Handbuch Compliance-Management, das als Fachbuch die Studienunterlagen der einzelnen Fächer ergänzt. Das Handbuch Compliance-Management wurde gemeinsam von Prof. Dr. habil. Josef Wieland, Wirtschaftsethiker an der Hochschule Konstanz, RAuN Dr. Roland Steinmeyer LL.M., Leiter der Practice Group Corporate Germany der Rechtsanwaltsgesellschaft Wilmer Cutler Pickering Hale and Dorr, und dem Leiter des Studiengangs Certified Ethics & Compliance Officer, Prof. Dr. Stephan Grüninger, in 2010 herausgegeben. Die Herausgeber sowie weitere Autoren dieses aktuellen Handbuches über die konzeptionellen Grundlagen, praktischen Erfolgsfaktoren und globalen Herausforderungen des Compliance Managements sind Referenten des Studiengangs. 4

5 Studienablauf im Überblick Studienablauf im Überblick Präsenzblock 5: 2 Tage Praxistransfer: Projektbezogene Abschlussarbeit und Projektvorstellungen Präsenzblock 4: 6 Tage Global Business Ethics, CSR & International Compliance Law Internationale CSR-Standards und Rahmenkonzepte (ISO 26000, SA 8000 etc.), CSR Management, Supply Chain Integrity, Corporate Citizenship, rechtliche Grundlagen der CSR (Menschenrechte, Labour Rights etc.), Chinesisches Recht im Bereich Compliance, rechtliche Besonderheiten im Bereich Compliance in Zentral- und Osteuropa, Chinesische Compliance-Kultur, Compliance- Kulturen Mittel-/Osteuropas, Transkulturelles Compliance Management, Case Studies Zielgruppe: Der Studiengang CECO richtet sich insbesondere an Präsenzblock 3: 5 Tage Präsenzblock 2: 6 Tage Präsenzblock 1: 6 Tage Enterprise Risk Management, Geldwäscheprävention, Grundlagen der Rechnungslegung Grundzüge der Rechnungslegung nach HGB (BilMoG), IFRS und Steuerrecht, Bilanzpolitik und Jahresabschlussanalyse, Anforderungen von Corporate Governance an die Rechnungslegung, Tax Compliance. Legal Compliance & Fraud Risk Management Strafrecht, FCPA, SOX, Kartellrecht, Aufsichtsrecht, Arbeitsrecht, Datenschutzrecht, Gesellschaftsrecht, Prozessrecht (D, USA), Fraud Investigation & Litigation, Psychologie der Wirtschaftskriminalität, Befragungs- und Interviewtechniken, Krisenmanagement, Hinweisgebersysteme/Whistleblowing, Compliance-Prüfung & -Monitoring, Enterprise Risk Management inkl. Fraud/Compliance Risk Assessment, Geschäftsprozessanalysen, Compliance Due Diligence (M&A, Supplier Relations), IT-Forensic, Case Studies Corporate Governance, Ethics & Compliance Management Theorie und Praxis der Corporate Governance, Einführung in die rechtlichen Grundlagen, Compliance Management System, Organisation und Governanceethik, Wertemanagement, Psychologie der Compliance, Stakeholder Management, Strategisches Management, Ethische Entscheidungsmodelle, Philosophische Grundlagen, Korruptionsprävention, Case Studies Führungskräfte und Mitarbeiter, die bereits in Compliance-Funktionen (Corporate Compliance, Legal, Internal Audit, HR etc.) von Unternehmen tätig sind bzw. eine solche Funktion anstreben, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer sowie Unternehmensberater Die aktuellen Termine entnehmen Sie bitte beiliegendem Terminblatt oder unseren Websites: oder 5

6 Präsenzblock 1: 6 Tage Studieninhalte Studieninhalte Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Stephan Grüninger Grundlagen: Corporate Governance, Ethics & Compliance Management Zielsetzung des ersten Präsenzblocks ist die Vermittlung von theoretischem und konzeptionellem Grundlagen- und Hintergrundwissen sowie die Entwicklung der Fähigkeit zur Strukturierung und erfolgreichen Bearbeitung unternehmensethischer Dilemmata. Letzteres erfolgt auf der Basis von Fallstudien und praxiserprobten Entscheidungsmodellen. Die Teilnehmer werden in diesem Modul für das Themengebiet sensibilisiert, erhalten einen strukturierten Überblick über die ganze Breite des Fachgebiets und werden sowohl mit Argumentations- als auch praktischer Handlungskompetenz ausgestattet. TAG 1 Prof. Dr. Stephan Grüninger RA Rudolf Zimmermann RA Rudolf Zimmermann Konzepte und Theorien der Corporate Governance, Corporate Stakeholder Management (Stakeholder Analyse und Stakeholder Map), Entscheidungsdeterminanten in moralischen Dilemmata, Hintergründe und Triebkräfte von Compliance und Corporate Governance, Case Study Praxisvortrag: Rechtliche Grundlagen des Compliance Managements Compliance Leadership I: Wertebasiertes Compliance Management bei der ABB Kaminabend TAG 2 Prof. Dr. Stephan Grüninger Dr. Andreas Pohlmann Ethische Entscheidungsmodelle, Regulatorische Anforderungen an die Corporate Compliance, Wertebasiertes Compliance Management System, WerteManagementSystem ZfW, Case Studies Compliance Leadership II: Compliance und Integrität im Unternehmen eine Managementverantwortung höchster Priorität Kaminabend TAG 3 Prof. Dr. Stephan Grüninger Grundlagen der Prävention von Korruption und Wirtschaftskriminalität, Prüfung und Überwachung von Compliance Management Systemen (u.a. IDW EPS 980, ComplianceProgramMonitor ZfW ), Internationale Compliance Standards (U.S. Sentencing Guidelines, COSO, OCEG Red Book), Whistleblowing, Hinweisgebersysteme, Ombudsperson, Case Studies 6

7 Manfred Nötzel Josef Winter, Sabine Zindera TAG 4 Prof. Dr. Josef Wieland Susanna Nezmeskal-Berggötz TAG 5 Prof. Dr. Till Talaulicar TAG 6 Prof. Dr. Guido Baltes Praxisvortrag: Praktische Erfahrungen bei Korruptionsermittlungen anhand einiger großer Wirtschaftsstrafsachen der Staatsanwaltschaft München I Compliance Leadership III: Die drei Säulen der Nachhaltigkeit: verantwortungsvolles, exzellentes und innovatives Handeln. Chancen und Herausforderungen im Compliance Management bei globalen Unternehmen - das Beispiel der Siemens AG (Josef Winter) und Allianzen gegen Korruption - Collective Action zur Förderung fairer Marktbedingungen (Sabine Zindera) Kaminabend Globalisierung und Unternehmensethik, Philosophische Grundlagen der Wirtschafts- und Unternehmensethik, Psychologie der Compliance, Organisation und Governanceethik, Case Studies Praxisvortrag: Compliance im Kontext werteorientierten Personalmanagements Treiber der Corporate Governance-Bewegung, Regelungsebenen der Corporate Governance, Systeme der Corporate Governance, Spitzenverfassung und Organisation der Unternehmensleitung, Governance-Mechanismen: Organ- und Marktkontrolle, Aktionärsaktivismus, Standards guter Unternehmensführung und der Deutsche Corporate Governance Kodex: Grundlagen, Einzelbestimmungen, Akzeptanz, Case Study Konzepte und Theorien der strategischen Führung, Gestaltung und Umsetzung von Strategien in volatilen Marktumfeldern, Innovation als strategische Kernaufgabe, Good Corporate Governance und Innovationsfähigkeit, integrierte strategische Führungssysteme, Case Studies 7

8 Präsenzblock 2: 6 Tage Studieninhalte Studieninhalte Modulverantwortliche: Prof. Dr. Stephan Grüninger RAuN Dr. Roland Steinmeyer LL.M. Legal Compliance & Fraud Risk Management Der zweite Block ist erstens geprägt von der Vermittlung des notwendigen juristischen Wissens zu den wesentlichen Compliance-Themen, wobei auch internationale Rechtsnormen wie der FCPA vertieft behandelt werden. Die Teilnehmer erarbeiten sich das Wissen dabei auch mittels juristischer Fallanalysen. Ein zweiter Schwerpunkt dieses Präsenzblocks ist die intensive Befassung der Teilnehmer mit den Instrumenten zur Aufdeckung und Prävention doloser Handlungen im Unternehmen. Hierzu werden u.a. Interviewtechniken erlernt und eingeübt sowie Sequenzen einer Fraud Investigation simuliert, die die Teilnehmer in Teamarbeit eigenständig durchführen. TAG 1 Prof. Dr. Stephan Grüninger Aram Kaven RAin Elke Schaefer Grundlagen und Praxis des Anti-Fraud Managements, Anti-Fraud und Compliance Risk Assessment, Case Studies Praxisvortrag: Compliance Management und Risk Assessment bei der Deutschen Telekom AG (Vortrag mit Case Study) Praxisvortrag: Rechtliche Rahmenbedingungen und Erfahrungen aus der Praxis von der Entscheidung für eine Ombudsstelle bis zum nachhaltigen Präventionselement in der Compliance Organisation TAG 2 RAuN Dr. Roland Steinmeyer LL.M. Kenan Tur Legal Compliance als Schnittstelle u.a. von Gesellschafts-, Straf-, Ordnungswidrigkeiten- und Arbeitsrecht. Deutsches, ausländisches und internationales Korruptionsstrafrecht und damit zusammenhängende Rechtsnormen (Steuerrecht, Antikorruptionsregister etc.) Praxisvortrag: Hinweisgebersysteme im Wandel Auf dem Weg zu einer Standardisierung Tag 3 RAuN Dr. Roland Steinmeyer LL.M. Das ordnungsgemäße Compliance System Organisations- und Aufsichtspflichten der Führungspersonen (Gesellschaftsrecht, Strafrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht, Arbeitsrecht, Kartellrecht). Zivilrechtliche, strafrechtliche, ordnungswidrigkeitenrechtliche und regulatorische Folgen von Organisations- und Aufsichtspflichtverletzungen 8

9 Dr. Thomas Kremer TAG 4 RAuN Dr. Roland Steinmeyer LL.M. Holger Beutel Compliance Leadership IV: Complianceprogramme in deutschen Industrieunternehmen - Fallbeispiel ThyssenKrupp Durchführung von Internal Investigations: anwendbare Rechtsnormen und Projektplanung Praxisvortrag: Die Umsetzung außen- und sicherheitspolitisch motivierter Handelsbeschränkungen im Unternehmen Kaminabend TAG 5 Michael Lorenz TAG 6 Christian Muth Forensic Investigation: Bedeutung des Notfallplans, Beweissicherung und Abwehr weiterer Schäden (Erste Hilfe-Maßnahmen), häufig gemachte Fehler in der Praxis, strategische Vorüberlegungen vor Durchführung einer Fraud Investigation, Durchführung der Fraud Investigation (Teamansatz, unterstützende Tools zur Datensammlung, Datenauswertung und Visualisierung von Beziehungsgeflechten oder Informationsflüssen), gerichtsverwertbare Beweiserhebung und Anforderungen an die Dokumentation sowie die Berichterstattung, Case Studies Business Intelligence: Begriffsklärungen, rechtliche und ethische Grenzen der Informationsgewinnung, Intelligence Collection-Plan, Durchführung von Hintergrundrecherchen Interviewtechnik/-training: psychologische Aspekte der Interviewführung, Toolset des forensischen Interviews, Praxistraining 9

10 Präsenzblock 3: 5 Tage Studieninhalte Studieninhalte Modulverantwortliche: Prof. Dr. Werner Volz Prof. Dr. Stephan Grüninger Enterprise Risk Management & Compliance Assurance, Geldwäscheprävention und Grundlagen der Rechnungslegung für Compliance Officer Führungskräfte und Experten in der Compliance-Abteilung müssen in der Lage sein, mit den verschiedenen zur Compliance Landscape gehörenden Fachstellen im Unternehmen Finanzen & Controlling, Interne Revision, Risikomanagement, Recht u.a. kompetent zu kooperieren. Nachdem das Thema Legal Compliance insbesondere im zweiten Block intensiv vermittelt wird, liegt der Schwerpunkt hier auf der Wissensvermittlung der Compliance-relevanten Schnittstellen zu den Bereichen Rechnungslegung, Steuern und Risikomanagement. Einen weiteren Aspekt bildet das Themengebiet der Geldwäscheprävention, die außer für Banken und Versicherungen zunehmend und nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Korruptionsprävention auch für Industrie und Handel eine gewichtige Rolle einnimmt. TAG 1 Dr. Oliver Engels Alexander Schröder Dr. Thomas Lösler Grundlagen der verschiedenen Risiko- und Kontrollsysteme wie Enterprise Risk Management (ERM) und Internen Kontrollsystemen (IKS) im Zusammenspiel mit einem Compliance Management System, Unterschiede, Überschneidungen sowie Möglichkeiten der Ausgestaltung Praxisvortrag: Konvergenz von ERM, IKS, Compliance und Sustainability Compliance Leadership V: Compliance im Allianzkonzern Standardsetzung über mehr als 50 Jurisdiktionen und Balance zwischen globalen Compliance-Standards und lokalen Besonderheiten Kaminabend TAG 2 Stefan Wieland RA Hans-Georg Bretschneider Bekämpfung der Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und betrügerischen Handlungen, Geldwäschebekämpfung Grundlagen, Geldwäscheprävention im Kontext der Compliance, Zusammenhänge zwischen Geldwäsche, Fraud und Terrorismusfinanzierung sowie sonstigen Verpflichtungen gemäß nationalem und EU-Recht, Case Study Praxisvortrag: Anti-Money Laundering und Fraud Compliance in der Praxis am Beispiel der LBBW 10

11 TAG 3 Prof. Dr. Werner Volz RA/StB Dr. Hanno Kiesel TAG 4 Prof. Dr. Werner Volz TAG 5 Prof. Dr. Werner Volz WP/StB Bernd Saitz Grundzüge der Rechnungslegung nach HGB (BilMoG), Grundelemente der Bilanz nach Handels- und Steuerrecht, Grundfragen der Rechnungslegung nach IFRS, Rechnungslegung in Deutschland, zum Verhältnis Handels- und Steuerbilanz, Anforderungen von Corporate Governance an die Rechnungslegung, Offenlegung und Prüfung, Tax Compliance, Rechtsfolgen bei Verstößen gegen die Rechnungslegungsvorschriften Praxisvortrag: Tax Controversy aktuelle Entwicklungen im Steuerstreit und Steuerstrafrecht erfordern eine Neuausrichtung der Tax Compliance Grundzüge der Rechnungslegung nach HGB (BilMoG), IFRS und Steuerrecht, Bilanzinhalt, Bilanzbewertung, Bewertungsgrundsätze, Bewertungsmaßstäbe, Abschreibungen und Zuschreibungen, Bewertungsvereinfachungsverfahren, Gliederung der Jahresbilanz, Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Gewinn- und Verlustrechnung, Vergleichende Darstellung von Bilanzansatz und Bewertung nach HGB (BilMoG) Grundzüge der Rechnungslegung nach HGB (BilMoG), IFRS und Steuerrecht, Anhang und Lagebericht, Einführung in die Bilanzpolitik und Jahresabschlussanalyse, Besprechung eines offengelegten Jahresabschlusses, Fallstudien zu Bilanzansatz und Bewertung Praxisvortrag: Corporate Governance und Compliance Management in mittelständischen Unternehmen 11

12 Präsenzblock 4: 6 Tage Studieninhalte Studieninhalte Modulverantwortliche: Prof. Dr. habil Josef Wieland Prof. Dr. Stephan Grüninger Global Business Ethics, CSR & International Compliance Law Eine der großen Herausforderungen des Compliance Managements besteht für die meisten Unternehmen in der globalen Entwicklung und Durchsetzung von Verhaltens- und Managementstandards. Im letzten Präsenzblock befassen sich die Teilnehmer intensiv mit dieser wichtigen Gestaltungsaufgabe. Dabei lernen sie auch, über den Tellerrand hinaus zu schauen, etwa wenn es darum geht, zurechenbare unternehmerische Verantwortung in globalen Wertschöpfungsketten mittels Compliance zu organisieren. Regional liegt der Schwerpunkt auf Ländern Mittel-/ Osteuropas und auf China, wobei sowohl rechtliche als auch kulturelle Aspekte des Compliance Managements in diesen Regionen behandelt und trainiert werden. Die Vorstellung und Diskussion internationaler Standards und Initiativen auf den Gebieten der Corporate Social Responsibility und der Korruptionsbekämpfung runden diesen Block ab. TAG 1 Prof. Dr. Stephan Grüninger, Ferenc Biro und Janos Kühn Dr. Gero Herrmann (in englischer Sprache): Compliance Management in Eastern Europe Corporate Compliance Management in Emerging Markets, Compliance in Eastern Europe (Russia, Poland, Rumania, Hungary), Compliance Organization in MNUs, Cultural Specifics as Critical Success Factors for Compliance Implementation, Case Study Compliance Leadership VI: Erfahrungen der Daimler AG aus Settlement und Monitorship Kaminabend TAG 2 Prof. Dr. habil. Josef Wieland Michael Pedersen Global Business Ethics and CSR Collective Action in Anti-Corruption Initiatives (Weltbank, ICC, WEF etc.), Rechtliche Grundlagen der CSR (Menschenrechte, ILO Konventionen), Corporate Citizenship, Transcultural Business Ethics (u.a. Initiative Weltwirtschaftsethos), Global Compact, ISO 26000, SA 8000, Case Studies Praxisvortrag: Multi-Stakeholder Approaches to Fighting Corruption - The Case of the World Economic Forum Partnering Against Corruption Initiative (PACI) 12

13 TAG 3 Prof. Peter Franklin M.A. TAG 4 Joachim Schlange TAG 5 RA Matthias Schroeder TAG 6 Prof. Dr. habil. Josef Wieland Walter Schaff The Transculturally Competent Manager (in englischer Sprache): Culture as a societal governance system, cultural sensitivity and the limits of ethno-relativity, cultural complexity and creolization, the limitations of cross-cultural do s and don ts, affective, behavioural and cognitive competencies for effective and appropriate transcultural management, generating a personal competence profile, written and video case studies, role plays CSR Compliance: Bewusstseinsbildung für die Verantwortung über die gesamte Lieferkette, Segmentierung von Warengruppen, Priorisierung von CR-Risiken nach Industrien, Themen und Länder, Ansatz zur Lieferantenbewertung, Qualifizierung von Lieferanten und Umgang mit Verstößen, Beschreibung von Brancheninitiativen, Einsatz eines Lieferanten Code of Conduct, Einbindung (Überzeugung) und Schulung des Einkaufs, Business Case Rechtliche Grundlagen der Compliance in China: Rechtliche Besonderheiten im Bereich Compliance in der VR China, staatliche Bekämpfung von Korruption, Umgang mit Behörden in Compliance-Fragen, Chinesische Compliance-Kultur, Präsente und Bewirtung, Haftung von Direktoren und Managern, Whistleblowing in China, Case Studies Compliance Management in China: Compliance: Western und Eastern Style, politische und rechtliche Grundlagen der Compliance in China, Compliance Management best practice in China, spezifische Compliance Risiken in China, Case Studies Praxisvortrag: Human Resources Management und Compliance in Asien und Europa 13

14 Präsenzblock 5: 2 Tage Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Stephan Grüninger Praxistransfer: Projektbezogene Abschlussarbeit und Projektvorstellungen Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weisen mit der Projektarbeit ihre Fähigkeit nach, ein Thema von aktueller wissenschaftlicher und/oder praktischer Relevanz auf einem qualitativ hochwertigen Niveau selbstständig, auf wissenschaftlicher Grundlage und innerhalb einer vorgegebenen Frist zu bearbeiten. Damit schärfen sie insbesondere ihre methodischen, analytischen und argumentativen Kompetenzen. Im Präsenzblock 5 stellen die Teilnehmer die Ergebnisse ihrer Projektarbeit dem Teilnehmerkreis und Studiengangsleiter vor, diskutieren und verteidigen diese. Der Block endet mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung. 14

15 Wissenstransfer in die Berufspraxis Wissenstransfer in die Berufspraxis Sie lernen Fragen und Probleme abstrakt-analytisch an ihren jeweiligen Kontexten zu erfassen und methodisch-systematisch nach Lösungen zu suchen. Sie können das theoretisch Erlernte auf konkrete Praxisfälle des Compliance Management anwenden, dabei kritisch reflektierend, dass ein linearer Theorie-Praxis-Transfer nur selten möglich ist. Sie zeigen die Kompetenz, die in den Lehrveranstaltungen erworbenen Theorien, Methoden und Instrumente auf konkrete Problemstellungen der Praxis zu beziehen und sie nutzbringend einzusetzen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bearbeiten ein Thema aus ihrem Arbeitsumfeld bzw. Unternehmen. Die Betreuung erfolgt in Form von Coaching/Supervision durch einen Dozenten aus dem Kreis der Lehrenden oder durch den Leiter des Studiengangs. Im Idealfall ist zusätzlich ein Projektpate aus der Organisation der Teilnehmerin/des Teilnehmers wünschenswert. Dadurch wird im Rahmen der Weiterbildung neben dem erfolgreichen Erbringen der geforderten Prüfungsleistung auch ein Mehrwert für das Unternehmen geschaffen, da dieses von den Ergebnissen der Projektstudie und von der Betreuung durch einen ausgewiesenen Experten aus dem Kreis der Dozenten profitiert. Die Präsentation und Diskussion der Ergebnisse der Projektarbeiten erfolgt im Rahmen eines abschließenden Colloquiums im Kreise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, der betreuenden Dozenten sowie der Projektpaten aus den Unternehmen. Somit besteht die Möglichkeit, von den Ergebnissen aller Projektarbeiten zu profitieren. 15

16 Studienorganisation Studienorganisation Dieser Studiengang bereitet Sie optimal auf die Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben in national und international ausgerichteten Compliance-Funktionen vor. Neben den insgesamt 25 Tagen des Präsenzstudiums in der Villa Rheinburg in Konstanz am Bodensee mit Top-Referenten aus Praxis und Wissenschaft stellen wir den Wissenstransfer in Ihre berufliche Praxis sicher und ermöglichen Ihrem Unternehmen den direkten Nutzen dieser beruflichen Weiterbildung durch eine projektbezogene Abschlussarbeit. Der Studiengang CECO richtet sich insbesondere an Führungskräfte und Mitarbeiter, die bereits in Compliance-Funktionen (Corporate Compliance, Legal, Internal Audit, HR etc.) von Unternehmen tätig sind bzw. eine solche Funktion anstreben, an Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer sowie an Unternehmensberater. Zulassungsvoraussetzung sind in der Regel ein abgeschlossenes Erststudium sowie mindestens 3 Jahre Berufspraxis. Bewerber mit einer Berufsausbildung, die nicht über ein Erststudium verfügen, können in Ausnahmefällen nach Rücksprache mit dem Studiengangsleiter ebenfalls zugelassen werden, sofern sie die einem Erststudium äquivalenten Kompetenzen im Rahmen einer nachgewiesenen mehrjährigen Berufspraxis erworben haben. Die insgesamt 25 Tage des Präsenzstudiums sind auf einen Zeitraum von 14 Monaten verteilt und gliedern sich in drei 6-tägige Präsenzblöcke (jeweils Montag bis Samstag), in einen 5-tägigen Präsenzblock (Montag bis Freitag) sowie in einen abschließenden zweitägigen Präsenzblock für die Präsentation und Diskussion der Projektarbeiten. Dabei ist pro Quartal jeweils ein einwöchiger Präsenzblock vorgesehen. 16

17 Ein Seminartag umfasst in der Regel zehn akademische Unterrichtsteinheiten à 45 Minuten mit entsprechenden Pausen nach Bedarf sowie einer Mittagspause von 90 Minuten. Inhaltlich wird jeder Seminartag von einem Hauptreferenten geleitet, der zum Zwecke des Praxistransfers in der Regel einen Gastreferenten mit einem Gastvortrag und Diskussion hinzuzieht. Insgesamt 6 Kaminabende mit Vortrag und Diskussion zu unterschiedlichen Aspekten der Compliance Leadership runden das Studienangebot ab. Für die Erstellung der Projektstudie im Selbststudium ist nach dem letzten Lehrveranstaltungsblock ein Zeitraum von 3 Monaten vorgesehen. Die Projektstudie ist mit 10 ECTS bewertet, was einem Workload von 250 bis 300 Arbeitsstunden entspricht. Der Studiengang Certified Ethics & Compliance Officer (CECO) umfasst insgesamt 20 ECTS, was einem Workload von insgesamt 600 Arbeitsstunden entspricht. Der Workload gliedert sich in 268 akademische Unterrichtsteinheiten für Lehrveranstaltungen und Kaminabende, in 60 Arbeitsstunden individueller Nachbereitung der Lehrveranstaltungen im Selbststudium, sowie in 250 bis 300 Arbeitsstunden für die Erstellung der Projektstudie. Der Studiengang schließt mit einem Certificate of Advanced Studies (CAS) ab, welches auf Basis der Teilnahme an den Lehrveranstaltungen sowie der erfolgreichen Verfassung, Präsentation und Diskussion einer Projektstudie durch die Hochschule Konstanz (HTWG) verliehen wird. 17

18 Partnerhochschulen und Institute Partnerhochschulen und Institute Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) Die Hochschule Konstanz ist eine moderne Hochschule mit einem anwendungsorientierten Profil. Sie verfügt über ein breites Fächerspektrum und ist in Lehre, Forschung und Entwicklung, Technologietransfer und Weiterbildung Partner für innovationsorientierte Unternehmen und leistungsbereite, kreative Menschen. Kernanliegen ist es, engagierten Talenten unterschiedlicher Vorbildung Berufs- und Lebenschancen zu eröffnen. Im Anschluss an einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss bietet die HTWG zusammen mit ihren beiden Instituten für wissenschaftliche Weiterbildung, der LCBS Lake Constance Business School und der TAK Technische Akademie Konstanz, berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengänge in ausgezeichneter akademischer Qualität auf höchstem Niveau. Die Programme werden in enger Kooperation an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtet. Die HTWG wurde für ihre herausragenden Leistungen im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung 2004 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, noch vor allen Universitäten, als beste deutsche Hochschule für Weiterbildung ausgezeichnet. Einer der von der Hochschule besonders geförderten interdisziplinären Forschungsschwerpunkte ist Corporate Governance/ Unternehmensethik. Zu dessen weiteren Stärkung wurde in 2009 eine W3-Professur mit der Denomination Managerial Economics eingerichtet. Der Inhaber dieser Professur, Prof. Dr. Stephan Grüninger, führt das Konstanz Institut für Corporate Governance (KICG), das sich neben dem seit 1996 ebenfalls sehr erfolgreich arbeitenden Konstanz Institut für WerteManagement (KIeM) verstärkt um Forschungsprojekte im Bereich Corporate Governance & Compliance Managment bewirbt. 18

19 Im KIeM wurde das Konzept des WerteManagements unter Leitung von Prof. Dr. habil. Josef Wieland wissenschaftlich erarbeitet. Das WerteManagement hat sich zu einem anerkannten Managementstandard entwickelt. Bei der Umsetzung, Weiterentwicklung und Implementierung von WerteManagementSystemen arbeiten das KIeM und das KICG mit global tätigen Unternehmen zusammen. Ausgangs- und Referenzpunkt der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Forschungsfeld der Wirtschafts- und Unternehmensethik ist die Theorie der Governanceethik von Prof. Wieland. Sie versteht sich als komparatives Forschungsprogramm, das die Wirkungsweise moralischer Regeln und Werte als endogene Elemente von Governancestrukturen für wirtschaftliche und gesellschaftliche Transaktionen thematisiert und untersucht. Die im KIeM geleistete Arbeit wurde im Jahre 2005 durch die Verleihung des Landesforschungspreises an Prof. Wieland vom Land Baden-Württemberg gewürdigt. Seit 2004 veranstaltet das KIeM die Summer School Constance Academy of Business Ethics (CABE). Im Rahmen der CABE 2009 ist die Erklärung Weltethos Konsequenzen für globales Wirtschaften, die gemeinsam von einer Gruppe von Ökonomen, Unternehmern und Ethikern unter der Leitung der Stiftung Weltethos erarbeitet wurde, erstmals in Deutschland einem breiten wissenschaftlichen Publikum vorgestellt worden. 19

20 Partnerhochschulen und Institute Partnerhochschulen und Institute Konstanz Institut für Corporate Governance (KICG) Das KICG Konstanz Institut für Corporate Governance wurde im Jahr 2008 im Zuge der Festlegung von Corporate Governance und Unternehmensethik als einer von drei Forschungsschwerpunkten der HTWG Konstanz gegründet. Wissenschaftlicher Direktor des Instituts ist Prof. Dr. Stephan Grüninger (Arbeitsschwerpunkt Corporate Compliance & Fraud Risk Management), weitere Mitglieder des Instituts sind Prof. Dr. Guido Baltes (Strategisches Management und Führung), Prof. Dr. Andreas Bertsch (Controlling und Unternehmensbewertung), Prof. Peter Franklin M.A. (Interkulturelles Management), Prof. Dr. Manfred Pollanz (Accounting, Auditing & Risk Management), RAuN Dr. Roland Steinmeyer LL.M. (Legal Compliance), Prof. Dr. Werner Volz (Tax & Family-Owned Enterprises) sowie Prof. Dr. habil. Josef Wieland (Theorie der Corporate Governance). Das KICG hat sich aufgrund der wissenschaftlichen Expertise und Berufserfahrung seiner Mitglieder auf drei Schwerpunkte der Corporate Governance-Forschung festgelegt: Theorie der Corporate Governance Corporate Compliance & Fraud Risk Management Financial Risk, Controlling & Tax Das KICG führt theoretische und insbesondere anwendungsorientierte Forschungsprojekte durch, beteiligt sich am wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs zur Corporate Responsibility und Governance und arbeitet auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Ausbildung und der Weiterbildung von Fach- und Führungskräften. 20

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