1. Zweck und Abgrenzung

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1 Vollzugshilfe Höchstanteil an nichterneuerbaren Energien bei Neubauten 1. Zweck und Abgrenzung Für den Vollzug der energierechtlichen Anforderungen der Kantone sind eine Reihe von Vollzugshilfen geschaffen worden. Diese Vollzugshilfe behandelt die zusätzliche Anforderung an Neubauten für einen Höchstanteil an nicht erneuerbaren Energien. Diese Anforderung ist neben den Grundanforderungen an Wärmeschutz und haustechnische Anlagen zu erfüllen. Sie ist ein weiterer Zielbeitrag zur Reduktion des klima- und umweltbelastenden Energieverbrauchs. Die Vorschrift ist als Zielvorgabe formuliert. Die Bauherrschaft hat einen Spielraum bei der Wahl der technisch und wirtschaftlich zweckmässigen Massnahmen zur Zielerreichung: Verbesserte Wärmedämmung und/oder Einsatz von erneuerbaren Energien. 2. Anforderung 2.1 Höchstanteil an nichterneuerbaren Energien Neubauten und Erweiterungen von bestehenden Bauten (Aufstockungen, Anbauten etc.) müssen so gebaut und ausgerüstet werden, dass höchstens 80% des zulässigen Wärmebedarfes für Heizung und Warmwasser mit nicht erneuerbaren Energien gedeckt werden. Max. 80% nicht erneuerbare Energien 2.2 Befreiung Von den Anforderungen gemäss 2.1 befreit sind Erweiterungen von bestehenden Bauten, wenn die neu geschaffene Energiebezugsfläche weniger als 50 m 2 beträgt, oder maximal 20% der Energiebezugsfläche des bestehenden Gebäudeteiles und nicht mehr als 1000 m 2 beträgt. Ausnahmen für Bagatellfälle

2 Seite 2 Vollzugshilfe "Höchstanteil an nichterneuerbaren Energien in Neubauten" KONFERENZ KANTONALER ENERGIEFACHSTELLEN 2.3 Berechnungsregeln SIA 380/1 als Berechnungsbasis Gewichtung der Elektriztität Bauten mit Lüftungsanlagen Der zulässige Wärmebedarf für Neubauten ergibt sich aus dem Grenzwert für den Heizwärmebedarf und dem Wärmebedarf für Warmwasser entsprechend der Standardnutzung gemäss SIA Norm 380/1 (Ausgabe 2007). Die zu Heizzwecken benötigte Elektrizität wird mit dem Faktor 2 gewichtet. Bei Bauten mit mechanischen Lüftungsanlagen kann bei der Berechnung des Heizwärmebedarfes der effektive Energiebedarf für Lüftung inkl. Energiebedarf für Luftförderung eingesetzt werden. Der hygienisch notwendige Aussenluftvolumenstrom ist zu gewährleisten. 2.4 Nachweis mittels Standardlösung Vereinfachter Nachweis mit 8 Standardlösungen Die Anforderung gemäss 2.1 gilt als erbracht, wenn eine der folgenden Standardlösungen fachgerecht ausgeführt und keine elektrische Widerstandsraumheizung eingesetzt wird: Standardlösung 1. Verbesserte Wärmedämmung der Gebäudehülle: Standardlösung 1: Verbesserung aller U-Werte ohne Bauteil gegen mit Bauteil (Decke, Wand, 0,20 0,25 0,20 0,30 Boden) mit Flächenheiz. 0,20 0,20 0,20 0,25 Fenster, Fenstertüren und Türen 1,0 1,2 1,0 1,2 Fenster mit vorgelagerten 0,7 1,0 0,7 1,0 Heizkörpern Tore (Türen grösser als 6 m 2 ) 1,7 2,0 1,7 2,0 Storenkasten 0,50 0,50 0,60 0,60 Tabelle 1: U-Wert-Grenzwerte für Standardlösung 1 (bei 20 C Raumtemperatur und Jahresmitteltemperaturen Schweizer Mittelland)

3 Vollzugshilfe " Höchstanteil an nichterneuerbaren Energien in Neubauten " Seite 3 KONFERENZ KANTONALER ENERGIEFACHSTELLEN Standardlösung 2. Verbesserte Wärmedämmung der Gebäudehülle und erneuerbare Energien für Warmwasser bei Wohnbauten: ohne mit Bauteil gegen Bauteil (Decke, Wand, 0,20 0,25 0,20 0,30 Boden) mit Flächenheiz. 0,20 0,20 0,20 0,25 Fenster, Fenstertüren und Türen 1,2 1,4 1,2 1,4 Fenster mit vorgelagerten 0,9 1,2 0,9 1,2 Heizkörpern Tore (Türen grösser als 6 m 2 ) 1,7 2,0 1,7 2,0 Storenkasten 0,50 0,50 0,60 0,60 Tabelle 2: U-Wert-Grenzwerte für Standardlösung 2 (bei 20 C Raumtemperatur und Jahresmitteltemperaturen Schweizer Mittelland) Wahlweise Sonnenkollektoranlage mit einer verglasten Absorberfläche von min. 2% der Energiebezugsfläche oder Wassererwärmung mit Wärmepumpe. Standardlösung 3: Verbesserte Wärmedämmung der Gebäudehülle und mechanische Lüftung: ohne mit Bauteil gegen Bauteil (Decke, Wand, 0,20 0,25 0,20 0,30 Boden) mit Flächenheiz. 0,20 0,20 0,20 0,25 Fenster, Fenstertüren und Türen 1,2 1,4 1,2 1,4 Fenster mit vorgelagerten 0,9 1,2 0,9 1,2 Heizkörpern Tore (Türen grösser als 6 m 2 ) 1,7 2,0 1,7 2,0 Storenkasten 0,50 0,50 0,60 0,60 Tabelle 3: U-Wert-Grenzwerte für Standardlösung 3 (bei 20 C Raumtemperatur und Jahresmitteltemperaturen Schweizer Mittelland) Standardlösung 2: - Verbesserter Wärmeschutz - Warmwasser mit erneuerbaren Energien Standardlösung 3: - Verbesserter Wärmeschutz

4 Seite 4 Vollzugshilfe "Höchstanteil an nichterneuerbaren Energien in Neubauten" KONFERENZ KANTONALER ENERGIEFACHSTELLEN - mechanische Lüftung Standardlösung 4: Wärmepumpe Mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Der hygienisch notwendige Aussenluftvolumenstrom ist zu gewährleisten. Standardlösung 4: Wärmepumpe: - Elektro-Wärmepumpe für min. 50% des zulässigen Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser Standardlösung 5: Standardlösung 5: Holzfeuerung: Holzfeuerung - Einzelofenfeuerung für 100% des Heizwärmebedarfs oder Holzheizkessel mit dazugehöriger Infrastruktur für min. 20% des zulässigen Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser Standardlösung 6: Standardlösung 6: Sonnenkollektoren für Wohnbauten: Solaranlage - Sonnenkollektoranlage mit einer verglasten Absorberfläche von min. 7% der Energiebezugsfläche für Warmwasser und Heizungsunterstützung Standardlösung 7: Standardlösung 7: Abwärmenutzung: Abwärme - Direkte Nutzung von Abwärme aus Kälteanlagen, industriellen oder gewerblichen Prozessen für min. 30% des zulässigen Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser Standardlösung 8: Fernwärme Standardlösung 8: Fernwärme mit KVA- respektive ARA-Fernwärme - Anschluss an ein Fernwärmenetz mit Nutzung von Abwärme aus Kehrrichtverbrennungs- resp. Abwasserreinigungsanlage 3. Erläuterungen 3.1 Verhältnis zu anderen Vorschriften Vorschrift über den Wärmeschutz Kantonale Vorschriften beachten Weitere Informationen Die Einhaltung der System- oder Einzelanforderungen des Wärmeschutzes (Wärmedämmvorschriften) ist zwingend, unabhängig von der Einhaltung der 80%-Vorschrift. Die erste Bedingung bezweckt eine genügende Wärmedämmung der Gebäudehülle, d.h. betrifft die für die Beheizung benötigte Energie. Die zweite Bedingung (Höchstanteil) regelt die Bereitstellung der benötigten Energie. Achtung: die Vorschriften sind teilweise unterschiedlich je nach Kanton. Beachten Sie die Bestimmungen der kantonalen Gesetzgebung. Weitere Hinweise sind dem Merkblatt Höchstanteil-Standardlösungen zu SIA 380/1, Ausgabe 2007 der EnFK zu entnehmen. 3.2 Anwendung der Vorschrift Neubauten Anbauten und Aufstockungen Anzuwenden ist die Anforderung bei allen Neubauten. Als Neubauten gelten auch Aufstockungen und Anbauten bei bestehenden Gebäuden.

5 Vollzugshilfe " Höchstanteil an nichterneuerbaren Energien in Neubauten " Seite 5 KONFERENZ KANTONALER ENERGIEFACHSTELLEN Nicht darunter fallen kleinere Erweiterungen von bestehenden Gebäuden: (Bagatell-Erweiterungen): neue EBF 2 (m ) max. 1'000 Anbauten und Aufstockungen, wie Neubauten max. 50 Bagatell-Erweiterungen Ohne 80%-Vorschrift '000 2 EBF des bestehenden Gebäudes (m ) Bei Anbauten und Aufstockungen sind die Möglichkeiten zur Erfüllung der 80%-Vorschrift eingeschränkt. Deshalb kann die Installation von Wärmepumpen, Sonnenkollektoren, Holzheizungen usw. auch im bestehenden Gebäudeteil vorgenommen werden. Sinngemäss gilt dies auch, wenn mehrere Bauten eines Eigentümers durch einen Wärmeverbund an der gleichen Heizungsanlage angeschlossen sind. Bei einem Einzelbauteilnachweis für die Wärmedämmung der Gebäudehülle kann auf den Nachweis der Wärmebrücken verzichtet werden, wenn strengere Einzel-Bauteil-U-Werte eingehalten werden, vgl. Tabellen 1 bis 3 in Kapitel 2.4 dieser Vollzugshilfe. Kompensation - am gleichen Gebäude - an verschiedenen Bauten Nachweisverfahren 3.3 Nachweis durch Berechnung mit Systemnachweis Der zulässige Wärmebedarf ergibt sich aus dem Grenzwert für den Heizwärmebedarf Q h,li gemäss Norm SIA 380/1 und dem Wärmebedarf für Warmwasser Q WW gemäss Standardnutzung der Norm SIA 380/1. Höchstanteil an nichterneuerbaren Energien = 80% von (Q h,li +Q WW ). 1. Bestimmung des zulässigen Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser. Davon 80% als Höchstanteil an nichterneuerbaren Energien zur Deckung des zulässigen Wärmebedarfs. 2. Berechnung des Heizwärmebedarfs Q h und des Warmwasserbedarfs Q ww (Standardnutzung gemäss SIA 380/1). Berechnung des zulässigen Wärmebedarfs Q h,li +Q WW Formel Anleitung zum rechnerischen Nachweis

6 Seite 6 Vollzugshilfe "Höchstanteil an nichterneuerbaren Energien in Neubauten" KONFERENZ KANTONALER ENERGIEFACHSTELLEN 3. Davon können die Erträge der Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien abgezählt werden. Dies ergibt den mit nichterneuerbaren Energien gedeckten Anteil des Wärmebedarfs. Der mit nichterneuerbaren Energien gedeckte Anteil des Wärmebedarfs (Schritte 2-3) darf maximal 80 % des zulässigen Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser (Schritt 1) betragen. Beim Kanton ist ein Excel-File für diese Berechnung erhältlich. Mehrere Gebäudekategorien Heizwärmebedarf bei mechanischer Lüftung mit WRG Lüftungswärmebedarf Q V bei WRG Unter gewissen Bedingungen erlaubt die Norm SIA 380/1 (siehe Ziff ) für die Heizwärmebedarfsberechnung das Auswechseln einer Gebäudekategorie durch eine andere. Bei der Bestimmung des Höchstanteils an nichterneuerbaren Energien sind jedoch die für die entsprechenden Gebäudeteile je nach Gebäudekategorie zutreffenden Standardnutzungswerte für den Warmwasserwärmebedarf anzuwenden. Ist der effektive Lüftungswärmebedarf eines Gebäudes mit mechanischer Lüftung und Wärmerückgewinnung (Wärme- und Transportenergie) geringer als der entsprechende Wert gemäss SIA 380/1 (Standardluftwechsel über 24 Std/Tag), so kann der reduzierte Bedarf für den Nachweis des Deckungsgrads berücksichtigt werden. Bei der Berechnung des Lüftungswärmebedarfs Q V mit einer Wärmerückgewinnung (WRG) sind anstelle des Standardluftwechsels folgende Faktoren zu berücksichtigen (vgl. dazu auch die Norm SIA 380/1, Ziffer ): - Die WRG einer Lüftungsanlage darf berücksichtigt werden. Anstelle des Aussenluftvolumenstroms der Standardnutzung ist für die Bestimmung des Heizwärmebedarfs der "thermisch aktive" Aussenluftvolumenstrom einzusetzen (vgl. Norm SIA 380/1, Ziffer ). - Der mittlere Aussenluftvolumenstrom muss mindestens demjenigen der Standardnutzung entsprechen (der Wert der Standardnutzung entspricht lediglich dem hygienisch notwendigen Minimum). - Die Betriebszeit der Lüftungsanlage muss mindestens gleich gross oder grösser als die Präsenzzeit gemäss Standardnutzung sein. - Als Grundluftwechsel ist unabhängig, ob die Lüftungsanlage in oder ausser Betrieb ist, ein Aussenluftvolumenstrom von 0,15 m 3 /m 2 h einzusetzen (bei diesem Grundluftwechsel hat die WRG keine Wirkung). - Für den Wirkungsgrad der Wärmerückgewinnung ist der durchschnittliche Wert einzusetzen. - Wird die WRG für die Heizwärmebedarfsberechnung berücksichtigt, so ist auch der Strombedarf für die mechanische Belüftung zweifach gewichtet zu berücksichtigen. Berücksichtigung des Hilfsenergiebedarfs Der Hilfsenergiebedarf von Anlagen zur Nutzung von erneuerbarer Energie (z.b. Wärmepumpen) oder Abwärme sowie für zusätzliche

7 Vollzugshilfe " Höchstanteil an nichterneuerbaren Energien in Neubauten " Seite 7 KONFERENZ KANTONALER ENERGIEFACHSTELLEN energetische Massnahmen (z.b. mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung) ist zu berücksichtigen. Elektrizität für Heizzwecke wird mit dem Faktor 2 gewichtet. Dies betrifft sowohl den elektrischen Hilfsenergiebedarf von Wärmerückgewinnungsanlagen und Anlagen zur Nutzung von erneuerbaren Energien oder Abwärme (z.b. Wärmepumpen, Pumpen) als auch den in hauseigenen Anlagen erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien (z.b. Photovoltaik, WKK mit Biogas). Der Deckungsanteil von Wärmepumpen ist fachgerecht zu berechnen. Die Anlagenverluste und Aufwendungen für Hilfsbetriebe und elektrische Direktheizung sind zu berücksichtigen. Der Wärmeertrag und damit der Deckungsanteil thermischer Sonnenkollektoren kann von den Testresultaten der Solarenergie-Prüfund Forschungsstelle am Technikum Rapperswil abgeleitet werden. Basiswert bildet der sog. Bruttowärmeertrag, von dem aufgrund der Systemverluste (Kollektoren, Leitungen, Speicher) und des Hilfsenergiebedarfs nur ein Teil anrechenbar ist. Vereinfachend können auch folgende Grobwerte eingesetzt werden: Gewichtung von Elektrizität Wärmepumpen Sonnenkollektoren Verwendungszweck Basiswert des Anrechenbarer Nettoertrag 1) Ertrags Anteil Wasservorwärmung Bruttowärmeertrag 80% 500 kwh/m 2 a Deckungsgrad: 25% bei 30 C Wassererwärmung Bruttowärmeertrag 80% 400 kwh/m 2 a Deckungsgrad > 25% bei 50 C Wassererwärmung mit Heizungsunterstützung Bruttowärmeertrag bei 50 C 50% 250 kwh/m 2 a 1) z.b. wenn das Fabrikat noch nicht bekannt ist. Der anrechenbare Anteil ist hier schon berücksichtigt. In der Wärmebilanz ist die Nutzung der Abwärme mit mindestens monatlichen Darstellungen von Angebot und Nachfrage unter Berücksichtigung der vorhandenen Temperaturniveaus nachzuweisen. Die Verluste und der energetische Aufwand zur Nutzung der Abwärme, insbesondere die Antriebsenergie der Ventilatoren und Pumpen, können pauschal mit 33% der Nutzenergie eingesetzt oder detailliert berechnet werden. Bei der Nutzung von Kältemaschinenabwärme sind lediglich die durch die Abwärmenutzung allenfalls entstehenden Wirkungsgradverschlechterungen zu berücksichtigen, nicht aber der Stromverbrauch für die Kälteproduktion. Die Nutzung des oberen Brennwerts in Kondensationskesseln ändert nichts an der Art der Deckung des zulässigen Energiebedarfs, sondern bedeutet eine bessere Ausnützung des Brennstoffs. Folglich handelt es sich nicht um eine Abwärmenutzung. Die Nutzung der Wärme einer mit nichterneuerbaren Energien betriebenen Wärmekraftkopplungsanlage ändert nichts an der Art der Deckung des zulässigen Energiebedarfs, sondern bedeutet eine bessere Ausnützung des Brennstoffs. Folglich handelt es sich nicht um eine Abwärmenutzung. Nachweis einer Abwärmenutzung Abwärme von Kältemaschinen Kondensationsheizkessel WKK mit nichterneuerbaren Energien

8 Seite 8 Vollzugshilfe "Höchstanteil an nichterneuerbaren Energien in Neubauten" KONFERENZ KANTONALER ENERGIEFACHSTELLEN 3.4 Nachweis mit Standardlösungen Vereinfachter Nachweis Nicht anwendbar bei Elektroheizungen Elektrische Wärmepumpe Holzheizungen Holzzentralheizungen Holz-Einzelofenheizungen Anschluss an Nahwärmeverbund Direkt nutzbare Abwärme Die acht Standardlösungen (s. Seite 2) bieten einen vereinfachten Weg zum Nachweis der Einhaltung der 80 %-Vorschrift. Dieses Verfahren eignet sich insbesondere für Bauten, bei denen der Wärmeschutznachweis mit dem vereinfachten Verfahren (max. zulässige Einzel- U-Werte) erbracht wird. Bei einer Beheizung mit einer ortsfesten elektrischen Widerstandsheizung können die Standardlösungen nicht angewendet werden. Ein rechnerischer Nachweis ist hier in jedem Fall nötig. Die zu Heizzwecken benötigte Elektrizität ist mit dem Faktor 2 zu gewichten. Die für die Aufbereitung des Warmwassers benötigte Elektrizität wird nicht gewichtet. Werden Wärmepumpen mit einer elektrischen Widerstandsheizung kombiniert, so kann der Nachweis nur dann mit Standardlösung 4 geführt werden, wenn die Heizleistung der Wärmepumpe für die Deckung des Heizleistungsbedarfs des Gebäudes nach Empfehlung SIA 384/2 resp. Norm ausreicht. Andernfalls ist ein rechnerischer Nachweis nötig. Damit eine Holzheizung zur Einhaltung akzeptiert wird, muss deren kontinuierliche Benutzung aufgrund der installierten Holzlogistik plausibel erscheinen (Heizwärmespeicher, Holzlager genügend gross, gut zugänglich, nahe beim Kessel). Bei Holzzentralheizungen muss der Deckungsanteil am zulässigen Energiebedarf für Heizung und Warmwasser min. 20 % betragen. Gemäss Luftreinhalteverordnung gilt ein Stückholzkessel nur dann als fachgerecht, wenn ein dazugehöriger Wärmespeicher die Energie einer halben Kesselfüllung aufnehmen kann. Typengeprüfte Kessel werden empfohlen. Einzelofenheizungen wie Schwedenöfen, Zentralheizungsherde, Kachelöfen usw. sind zur Deckung des Energiebedarfs nur anrechenbar, wenn keine anderen Heizgeräte für nichterneuerbare Energien installiert sind. Dies bedeutet, dass für den Nachweis des Deckungsanteils der Heizenergiebedarf zu 100 % durch die Einzelöfen oder in Kombination mit anderen erneuerbaren Energien wie z.b. Wärmepumpen oder Sonnenkollektoren gedeckt wird. Bei Anschluss an einen Nahwärmeverbund ist dessen Anteil an Holzenergie anrechenbar. Direkt genutzte Abwärme (d.h. ohne zusätzlich erforderliche Wärmepumpe) aus Kälteanlagen, industriellen oder gewerblichen Prozessen im eigenen oder in Nachbargebäuden kann angerechnet werden.

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