VBV Vorsorgekasse AG. eschä tsbericht. achhaltig eit2008

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1 VBV Vorsorgekasse AG eschä tsbericht achhaltig eit2008 Geschäftsbericht Nachhaltigkeitsbericht 2008

2 Inhaltsverzeichnis Vorwort des Vorstands 4 Vorwort des Aufsichtsrates 7 Lagebericht 8 Der Bericht 9 Berichtsprofil 9 Berichtsumfang und -abgrenzung 9 Das Unternehmen 10 Unternehmensauftrag 10 Aktionäre 11 Vertrieb und Service 11 Ressortaufteilung 11 Kontrollstrukturen 11 Intern 11 Extern 11 Die Nachhaltigkeit 12 Nachhaltige Veranlagung 13 VBV Mitgliedschaft bei PRI (Principiles of Responsible Investment) 14 Ethik-Grundsätze und Ethik-Beirat 14 Ethik-Grundsätze 14 Ethik-Beirat 14 Jährliche Zertifizierung durch die ÖGUT 14 Umweltaspekte 16 Managementansatz 16 Papierverbrauch 16 Energieverbrauch 17 Weitere Umweltschutzmaßnahmen 17 Wirtschaftsaspekte 18 Managementansatz 18 Risiken und Chancen durch den Klimawandel 18 Stärkung der Regionalwirtschaft 18 Spenden 19 Arbeitnehmeraspekte 20 Managementansatz 20 Mitarbeiterstruktur 20 Qualifikation, Aus- und Weiterbildung 20 Gesundheitsmanagement 21 Gleichstellung 21 Motivation und Zufriedenheit 21 Gesellschaftliche Aspekte 22 Managementansatz 22 Stakeholderdialog 22 Stakeholdernutzen 23 Politische Meinungsbildung und Lobbying 23 Produktspezifische Aspekte 24 Managementansatz 24 Kundenstruktur und Marktdurchdringung 24 Kundenzufriedenheit 24 Produktinformation 24 Der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2007 wurde 2008 von der Global Reporting Initiative (GRI) mit A+ gecheckt. Fünf der eingesetzten Fonds tragen das österreichische Umweltzeichen des Umweltministeriums. Die Veranlagungsstrategie wurde bereits zum fünften Mal mit dem Nachhaltigkeitszertifikat der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) ausgezeichnet.

3 Führungsstruktur 25 Organisationsform 25 Vorstand 25 Aufsichtsrat 25 Weitere Kontrollorgane 25 Wirtschaftliche Entwicklung 26 Herausforderungen und Ziele Herausforderungen 26 Ziele 26 Eckdaten der Gesellschaft 26 Erfolge/Leistungen 26 Geldflussrechnung 27 Eigenkapitalausstattung 27 Geschäftsergebnis 27 Vorschlag für die Gewinnverwendung 27 Entwicklung der Finanzmärkte 28 Anlagestrategie der VBV Vorsorgekasse 29 Anlagestrategie im Geschäftsjahr Anlagestrategie im Geschäftsjahr Risikomanagement 31 Operatives Geschäft 31 Veranlagung des Finanzvermögens 32 Veranlagung der Anwartschaften 33 Strategische Entwicklung 34 Festigung der hohen Marktanteile 34 Ausrichtung der Veranlagung 34 Veranlagung des Finanzvermögens 34 Ausblick Unternehmenswachstum durch Qualitätsoptimierung 35 Ziele Plädoyer für die Nachhaltigkeit 35 Danksagung 36 Bilanz 38 Gewinn- und Verlustrechnung 40 Anhang 42 Anlagespiegel 48 Bestätigungsvermerk 50 Bericht des Aufsichtsrates 51 Service und Kommunikation 52 GRI Content Index 54 Prüfbescheinigung Quality Austria 57 Bestätigung der Anwendungsebene 58 Impressum 59 Die VBV hat im Rahmen des Öko- BusinessPlan am Projekt Nachhaltige Entwicklung in Wiener Betrieben teilgenommen und wurde von der Stadt Wien für diesen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften in Wien ausgezeichnet. Im Rahmen des Austrian Sustainability Reporting Award (ASRA) verliehene Auszeichnung für transparente Nachhaltigkeitsberichterstattung (3. Platz). Die Auszeichnung wird jährlich von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, dem Lebensministerium, der Industriellenvereinigung und dem Umweltbundesamt verliehen.

4 Vorwort des Vorstands Liebe Leserinnen und liebe Leser, viele Akteure der Finanzmärkte haben sich in den vergangenen Boom-Jahren durch spekulative Geschäfte immer weiter von realwirtschaftlichen Gegebenheiten entfernt. Im globalen Streben nach ungebremster Vermehrung von Gewinn und Profit wurden Grenzen der ökonomischen Vernunft, der Ethik und der Legalität systematisch überschritten. Die Rechnung für dieses nicht nachhaltige Verhalten zahlen wie so oft nicht jene, die den Schaden verursacht haben. Es ist daher höchst an der Zeit umzudenken. Systemzusammenhänge innerhalb und zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Natur müssen erkannt und stärker berücksichtigt werden. Für eine Welt, die gegenwärtigen und künftigen Generationen ein hohes Maß an Lebensqualität bietet, ist jede und jeder einzelne gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Das verstehen wir unter Nachhaltigkeit. Die VBV Vorsorgekasse hat sich zum Ziel gesetzt, gesellschaftliche Verantwortung in ihrem Einflussbereich aktiv und ernsthaft wahrzunehmen. Soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte werden in Entscheidungsprozessen gleichgewichtig berücksichtigt. Nachhaltigkeit und ethisches Verhalten sind seit Unternehmensgründung zentrale Teile unserer Managementphilosophie. Das gilt für die Unternehmensführung ebenso wie für die nachhaltige Veranlagung der uns anvertrauten Kundengelder. KR Karl Heinz Behacker Vorstandsvorsitzender Ing. Mag. Martin A. Vörös Vorstand Vorwort Vorstand

5 Zum Ausdruck kommt das in unserer laufenden Kommunikation und jährlichen Berichterstattung. Als Multiplikator ist es uns ein Anliegen, für das Thema Nachhaltigkeit zu werben und zur Bewusstseinsbildung unserer Stakeholder beizutragen. Wir haben unsere Berichterstattung daher zielgruppenorientiert in drei Teile gegliedert: Der integrierte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht bietet einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung und Leistung der VBV Vorsorgekasse. Darüber hinaus gibt er Einblick in Sozial- und Umweltaspekte die mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind und dokumentiert unser Engagement in diesen Bereichen. Der Bericht orientiert sich am Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative (Anwendungsebene A+). Er richtet sich vorwiegend an unsere Kunden und Vertragspartner, Vorstände, Geschäftsführer, Personalverantwortliche und Betriebsräte unserer Großkunden sowie an Gremien, Prüfinstanzen, öffentliche Stellen und Medien. Die VORSORGE-INFO bildet einen integrierten Bestandteil des vorliegenden Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts und wurde darüber hinaus mehreren hunderttausend Kunden unseres Hauses gemeinsam mit der Jahreskontoinformation als Nachhaltigkeits- und Servicefibel zugesendet. Durch die große Auflagenhöhe wird eine breite Öffentlichkeit mit dem Thema Nachhaltigkeit und Vorsorge vertraut gemacht. Mit der VORSORGE-INFO erreichen wir insbesondere Arbeitnehmer, Selbständige, Freiberufler und andere Entscheidungsträger. Die Website der VBV Vorsorgekasse ergänzt und vervollständigt die oben angeführten Druckwerke indem sie detaillierte Informationen insbesondere zu den für uns wesentlichen Leistungsindikatoren der Global Reporting Initiative (GRI) anbietet. So wollen wir all jene speziell Interessierten erreichen, die ausführliche und umfangreiche Informationen suchen, wie etwa NGOs. Auf unserer Website stehen außerdem sowohl der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht als auch die VORSORGE-INFO als pdf zum Download zur Verfügung. Mit dieser Art der mehrschichtigen Berichterstattung wollen wir unserem Ziel, das Unternehmen konsequent nachhaltig und transparent auszurichten, auch heuer wieder ein Stück näher kommen. 4 5

6 Durch die Öffnung der Abfertigung NEU für Selbständige, freie Dienstnehmer, Freiberufler sowie Land- und Forstwirte ist nun kein Berufstätiger mehr von der steuerbegünstigten betrieblichen Vorsorge ausgeschlossen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber können gleichermaßen an dieser attraktiven, sicheren Finanzdienstleistung partizipieren. Kapitalgarantie, Unverfallbarkeit, KESt- und versicherungssteuerfreie Veranlagung bis hin zur Vererbbarkeit des Vermögens sind Produktvorteile, die von kaum einer anderen Vorsorgeform geboten werden können. Mit Jahresende 2008 betreuten die insgesamt neun Vorsorgekassen bereits über 3 Millionen Konten von unselbständigen und selbständigen Erwerbstätigen in ganz Österreich. Das ist erfreulich. Weniger Anlass zur Freude gibt die in ihrem gesamten Ausmaß noch kaum abschätzbare internationale Finanz- und Wirtschaftskrise. Ausgelöst durch den Ausfall schlecht besicherter US- Hypotheken ist die gesamte Welt in eine Krise getaumelt. Milliardenverluste haben weltweit das Vertrauen der Anleger erschüttert und ernüchternd aufgezeigt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Die zeitgerechte defensive Ausrichtung der Veranlagungsstrategie hat unsere Kunden vor schmerzhaften Verlusten bewahrt. Mit nachhaltigem Investment konnte die VBV Vorsorgekasse abermals das beste Veranlagungsergebnis der Branche erzielen. Dieses Ergebnis bestärkt uns in der Ansicht, dass nachhaltigen Kriterien in der Veranlagung zukünftig noch viel mehr Bedeutung beigemessen werden sollte. Für den Finanzsektor gilt es, nach der Krise das Vertrauen der Kunden wieder zurück zu gewinnen. Sustainable Responsible Investment (SRI) bietet diese Chance. Entsprechende Produkte könnten sich schon bald einer steigenden Nachfrage und Beliebtheit erfreuen. Basis dieser Form von Investments sind nachhaltige Unternehmen, die dem Menschen, dem guten Leben und dem Schutz der Umwelt dienen. Wir wünschen eine anregende Lektüre. KR Karl Heinz Behacker Vorstandsvorsitzender Ing. Mag. Martin A. Vörös Vorstand Vorwort Vorstand Aufsichtsrat

7 Vorwort des Aufsichtsrates Die betrieblichen Vorsorgekassen blicken auf eine erfolgreiche 6-jährige Praxis zurück. In dieser zum Teil sehr bewegten Beobachtungsperiode haben sie sich als eine bestens funktionierende Einrichtung bewährt, die mittlerweile von rund 80% aller Berufstätigen in Österreich genutzt wird! Durch die Einbeziehung der Selbständigen und Freien Berufe ist nunmehr kein Erwerbstätiger von diesem attraktiven Vorsorgemodell ausgeschlossen. Trotz der wohl schlimmsten Finanz- und Wirtschaftskrise, die die Welt seit 80 Jahren erlebt hat, haben sich die Vorsorgekassen auch im vergangenen Jahr durch Stabilität ausgezeichnet. Während ein Großteil der Investmentfonds zweistellige Verluste hinnehmen musste, konnte die Vorsorgekassenbranche das Jahr 2008 relativ gut überstehen. Der Branchenschnitt von -1,97% ist im Vergleich zu dem, was sich international an allen Finanzmärkten ereignet hat ein Beweis dafür, dass sehr sorgsam mit den Kundengeldern umgegangen wird. Besonders erfreulich sind wieder einmal die Ergebnisse der VBV Vorsorgekasse. Ihr ist es 2008 gelungen, Verluste fast gänzlich zu vermeiden. Ihr Veranlagungsergebnis liegt in diesem besonders schwierigen Jahr um 1,86 Prozentpunkte über dem Branchenschnitt. Innerhalb der letzten 5 Jahre konnte die VBV jährlich eine Performance von +3,59% erzielen, während der Branchendurchschnitt bei 2,78% liegt. Vorausschauende Planung, vorsichtiges Agieren mit Augenmaß sowie ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit den Kundengeldern zeichnet die VBV Vorsorgekasse seit Unternehmensgründung aus. Das Management hat sich bereits im Gründungsjahr für eine konsequente nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens und die strikte Einhaltung ethisch ökologischer Veranlagungsgrundsätze entschieden. Verbunden mit der Zielsetzung, durch umsichtiges Umgehen mit den Ressourcen unserer Welt auch die Chancen für die nächsten Generationen zu bewahren wird hier beispielgebend Verantwortung für Mensch und Umwelt übernommen. Das Unternehmen betreut bereits mehr als 1,5 Millionen Kunden und ist stets bemüht auch im Bereich der Kommunikation und des Dialogs neue Maßstäbe zu setzen. Offenheit und Transparenz sollen Sicherheit und Geborgenheit geben. Den richtigen Partner haben die Kunden mit gutem Gewissen gefunden: die VBV, Österreichs führende Vorsorgekasse. Generaldirektor Dr. Othmar Ederer Vorsitzender des Aufsichtsrates 6 7

8 Lag eb e r i c h t Lagebericht Lagebericht Der Bericht

9 Der Bericht Nachhaltigkeit ist für die VBV Vorsorgekasse integraler Teil ihres Kerngeschäftes. Es liegt daher auf der Hand, dass wir im Rahmen der für Aktiengesellschaften obligatorischen Geschäftsberichterstattung auch über unsere Nachhaltigkeitsleistung informieren. Bereits seit dem Geschäftsjahr 2006 legt die VBV Vorsorgekasse daher jährlich einen integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht. Berichtsprofil Der vorliegende Bericht bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2008 (1.1. bis ). Er wurde, so wie im letzten Jahr, in Anlehnung an die Anwendungsebene A+ der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt und berücksichtigt die Anforderungen der freiwilligen Leitlinie zur Herleitung wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikatoren insbesondere zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen im Lagebericht. Nach Eigeneinschätzung erfüllt dieser Bericht die Anforderungen an die Anwendungsebene A+ der GRI. Die Einhaltung wurde von der GRI geprüft und bestätigt. Der vorliegende integrierte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht ist unter Mitwirkung von Mitarbeitenden der VBV Vorsorgekasse sowie unter Einbeziehung weiterer Anspruchsgruppen entstanden. Fachliche Beratung und Unterstützung im Berichtsprozess erhielten wir von der p l e n u m - gesellschaft für ganzheitlich nachhaltige entwicklung gmbh. Bei der Auswahl der Berichtsinhalte wurde das Prinzip der Wesentlichkeit angewendet. Das Redaktionsteam hat zu Beginn des Berichtsprozesses alle im GRI Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung angeführten Aspekte auf ihre Wesentlichkeit überprüft. Berichtsumfang und -abgrenzungsprofil Zu den als wesentlich eingestuften Leistungsindikatoren und Managementansätzen bieten dieser Bericht und die ergänzenden Informationen auf der Website der VBV Vorsorgekasse unter www. vorsorgekasse.at umfangreiche Informationen. Einen guten Überblick darüber, welche Angaben wo zu finden sind, bietet der Content Index (Seiten 54-56). Der Wirkungsbereich unserer Geschäftstätigkeit bezieht sich entsprechend der zugrunde liegenden Gesetze ausschließlich auf Österreich. Der Bericht bzw. Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, BWG und BMSVG vorgenommen und von Wirtschaftsprüfer, Quality Austria sowie Global Reporting Initiative (GRI) überprüft. Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden durchgehend geschlechtsunspezifische Termini verwendet. Personenbezogene Bezeichnungen beziehen sich auf das männliche und weibliche Geschlecht. Die Ansprechpartner für Fragen bezüglich Bericht und Inhalt entnehmen Sie bitte dem Impressum (Seite 59). 8 9

10 Unternehmensauftrag Das Unternehmen Die Aufgabe einer Vorsorgekasse ist die sichere Verwaltung und Veranlagung jener Beiträge, die gemäß Betriebliches Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz zu leisten sind. Für Dienstverhältnisse seit dem ist der Beitrag in Höhe von 1,53% des Brutto-Entgelts obligatorisch. Die Beiträge können entweder nach gewissen Bedingungen vorzeitig ausbezahlt werden oder als wichtiger Beitrag zur zweiten Säule der Pensionsvorsorge dienen. Seit umfasst der Personenkreis auch freie Dienstnehmer, Selbständige und Freie Berufe. Die in die Veranlagungsgemeinschaft zugeflossenen Beiträge stehen auf persönlichen Konten im wirtschaftlichen Eigentum der Anwartschaftsberechtigten. Die Vorsorgekasse unterscheidet sich auf Grund der Aufgabenstellung und rechtlichen Rahmenbedingungen deutlich von anderen Vorsorgeprodukten. Vorsorgepyramide Versicherung, Bank Pensionszusage Pensionskasse, BKV Vorsorgekasse private Vorsorge betrieblich individuelle Pensionsvorsorge betrieblich kollektive Pensionsvorsorge (PKG) Vorsorge für freiberuflich Selbständige (BMSVG) betrieblich kollektive Abfertigungsfinanzierung und Selbständigenvorsorge (BMSVG) Staatliche Pensionsvorsorge (ASVG, GSVG, APG) freiwillig obligatorisch Die VBV Vorsorgekasse AG wurde 2002 gegründet und hat ihren einzigen Firmensitz in 1020 Wien, Obere Donaustraße Die Branche der Vorsorgekassen ist einzigartig in Europa. Lagebericht Das Unternehmen

11 Die Aktionäre der Gesellschaft sind die VBV-Betriebliche Altersvorsorge AG (91%), die Merkur Versicherung (3%), die Wüstenrot Versicherungs AG (3%) und die Vorsorge der Gemeindebediensteten (3%). Aktionäre Von Anfang an setzte die VBV Vorsorgekasse auf ein innovatives Vertriebskonzept. Unsere 28 Brandingpartner übernehmen unter ihrer eigenen Marke die Österreich weite Beratung und den Vertrieb. Diese Partnerschaft macht das Unternehmen schlank und bietet kompetentes Service vor Ort. Vertrieb und Service Kundenanfragen werden hausintern von den Mitarbeitenden auch in Ihrer Funktion als Call Center beantwortet, es erfolgte keine Auslagerung dieser Tätigkeit. Durch die Einführung eines Dokumentenmanagementsystems (DMS) im Jahr 2008 konnte die Qualität und Effizienz in den Abläufen weiter ausgebaut werden. Die deutlich zunehmende Anzahl an Kundenkontakten wie z.b. Geltendmachungen für Auszahlungen unserer Anwartschaftsberechtigten kann so rascher bearbeitet werden. Bisher waren bis zu sieben Arbeitsschritte nötig um Schriftstücke mit der Verwaltungssoftware zu verknüpfen, was in Spitzenzeiten unausweichlich zu Verzögerungen führte. Mit dem DMS konnte die Ablage auf zwei Schritte reduziert werden. Ressortaufteilung: 6 der Geschäftsordnung für den Vorstand KR Karl Heinz Behacker Ing. Mag. Martin A. Vörös Vorstandsvorsitzender Vorstand Ressortaufteilung Veranlagung Vertriebs-Koordination Beratung & Service Werbung / Marketing / PR Personal Organisation Rechnungswesen Recht Risikomanagement IT-Koordination Verwaltung & Prozessorganisation Call Center Einzelne Bereiche wie Rechnungswesen, Recht oder Risikomanagement sind ausgegliedert, deren Leistungen werden zugekauft. Intern Compliance Officer: Mag. Peter Eitzenberger Geldwäschebeauftragter: Mag. Dietmar Sedelmaier Konzernrevision der VBV: Ewa Petrak Extern Aufsichtsrat Finanzmarktaufsicht (FMA) Oesterreichische Nationalbank (OeNB) Bankprüfer: Dr. Grün, HLB Intercontrol Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbh Revision Ethik-Beirat Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) Kontrollstrukturen 10 11

12 a ch h al tig ei t Die Nachhaltigkeit Die Philosophie der VBV beruht seit Unternehmensgründung auf dem integrativen Nachhaltigkeitsgedanken. Im Bereich der Veranlagung, dem Management, bei den Mitarbeitenden und in der Büroorganisation ist Nachhaltigkeit als Ziel verankert. Seit 2007 unterstützt ein CSR-Beauftragter diese Unternehmenspolitik. Lagebericht Nachhaltigkeit Nachhaltige Veranlagung

13 Nachhaltige Veranlagung Verantwortungsbewusste nachhaltige Veranlagung ist die Grundhaltung und das Selbstverständnis unseres Unternehmens. Gleichwertig mit der Erzielung eines wirtschaftlichen Ertrags steht dabei die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien an oberster Stelle unserer Prioritätenreihung. Das Dreigestirn Ökonomie, Ökologie und Soziales bildet seit Anbeginn die nachhaltige Leitlinie und Investmentphilosophie unserer Finanzarchitektur. Wir sind der tiefen Überzeugung, damit für unsere Kunden und die Gesellschaft einen Mehrwert zu generieren. Die bisher erzielten Veranlagungsergebnisse bestätigen den Erfolg unserer Positionierung. Insbesondere in Krisenzeiten werden die Vorzüge einer nachhaltigen Grundhaltung sicht- und spürbar. Auf den weitgehend unregulierten Finanzmärkten haben viele Akteure lange Zeit ausschließlich auf Gewinn gesetzt, wobei oft keine realwirtschaftliche Wertschöpfung gegenüberstand. Die Euphorie unbegrenzten Wachstums und virtueller Vermehrung des Kapitals fand in der Finanzkrise jedoch ihr jähes Ende. Nachhaltige, defensive Veranlagungsstrategien haben zur Stabilisierung und dem Werterhalt des Vermögens beigetragen. Damit hat sich aber auch eine Chance für die grundlegende Änderung des Finanzmarktes ergeben, die es jetzt zu nützen gilt. Einerseits steht die Welt heute vor enormen ökologischen und sozialen Herausforderungen, die es dringend zu lösen gilt. Andererseits haben viele, von der Krise erschütterte institutionelle Investoren, ein enormes Vertrauensdefizit ihrer Kunden zu beklagen und sind auf der Suche nach Stabilität und Sicherheit. Politik und Wirtschaft könnten durch gezielte Förderung und Entwicklung von Finanzprodukten, welche die Einhaltung der Menschenrechte, die Erfüllung arbeitsrechtlicher Mindeststandards, die Vermeidung von Atomkraft garantieren, bzw. von Fonds, mit denen in Unternehmen investiert werden kann, die die Reduktion von CO2 Emissionen vorantreiben oder im Sinne der Entschleunigung des Klimawandels erneuerbare Energien forcieren den Finanzmarkt im Sinne der Nachhaltigkeit reformieren. Jetzt besteht die Chance. Genau auf diese Art der Veranlagung ist die VBV Vorsorgekasse seit Gründung an ausgerichtet. Wir wollen damit auch Vorbild und Trendsetter sein und hoffen, dass unser Erfolg viele andere Investoren zu einer nachhaltigen Positionierung anregt. Denn mit steigendem Volumen, das von verantwortungsvollen und nachhaltigen Investoren verwaltet wird, wächst auch die Chance, eine ethische und ökologische Haltung auszubreiten

14 VBV Mitgliedschaft bei PRI (Principiles of Responsible Investment) Die PRI ist ein internationales Rahmenwerk, mit dem Ziel, soziale, umwelt- und governancebezogene Themen im Investmentprozess zu forcieren. Die Initiative wurde 2006 von Kofi Annan gestartet und wird von der UN Environment Program Finance Initiative unterstützt. Bisher gibt es weltweit 365 Mitglieder mit über 14 Bio. USD Asset under Management. Die VBV Vorsorgekasse ist das erste österreichische Unternehmen der gesamten Vorsorgebranche, das sich dieser Organisation im Sinne der internationalen Verbreitung des Nachhaltigkeitsgedankens angeschlossen hat. Die PRI Mitglieder verfolgen folgende Ziele und Prinzipien: soziale, umwelt- und governance- bezogene Themen (ESG-Themen) im Investmentbereich einzubeziehen aktive Teilnehmer zu sein und die oben angeführten Themen in der Unternehmenspolitik und -Praxis zu berücksichtigen eine angemessene Offenlegung in Bezug auf ESG-Themen bei den Unterneh- men und Körperschaften zu fordern, in die investiert wird Et h die Akzeptanz und die Umsetzung dieser Grundsätze in der Investmentbranche voranzutreiben zusammenzuarbeiten, um die Wirksamkeit bei der Umsetzung dieser Grundsätze zu steigern über Aktivitäten und Fortschritte bei der Anwendung der Grundsätze Bericht zu erstatten Den überwiegenden Teil dieser Prinzipien erfüllt die VBV Vorsorgekasse schon seit Unternehmensgründung. Lagebericht Ethik -Grundsätze und Ethik-Beirat

15 Ethik- Grundsätze und Ethik-Beirat Bei der Veranlagung unserer Kundengelder halten wir uns seit Anbeginn an klar definierte ethische und ökologische Grundsätze. Ethik- Grundsätze Die Veranlagung erfolgt mit der Zielsetzung, nachhaltig ein optimales Ergebnis zu erreichen. Der Mensch ist der Maßstab unseres Handelns. Seine Absicherung ist unser Ziel. Wir investieren daher in kein Unternehmen, wo menschliches Leben oder Gesundheit bedroht sind die Personenwürde gefährdet wird oder Vorteile aus unsozialem und ethisch bedenklichem Wirtschaften ausgenützt werden. Soziale Rechte am Arbeitsplatz sowie Gleichberechtigung aller Menschen im öffentlichen und privaten Bereich sind unsere Maßstäbe für die Beurteilung von Staaten und Wirtschaftsräumen, in die wir investieren wollen. Unser Anlagehorizont ist weltweit, wir investieren aber konsequent auch in österreichische Unternehmen, um zur Sicherung der Betriebsstätten und Arbeitsplätze in Österreich beizutragen. Im Sinne unserer Verantwortung gegenüber Umwelt und Natur stehen wir ökologischen Entwicklungsinvestitionen positiv gegenüber. Mag. Sultana Gruber Umweltethik Die konsequente Umsetzung dieser Grundsätze wird durch den Ethik-Beirat der VBV Vorsorgekasse begleitet, der sich aus externen Vertretern der Bereiche Soziales, Umwelt, Medizin, Kirche und Wirtschaft zusammensetzt. Mit seiner Fachkompetenz nimmt er die erforderlichen Analysen und Bewertungen vor und beschließt Empfehlungen für die Anlagepolitik fanden 3 Sitzungen statt. Die Mitglieder sind: DDr. Matthias Beck Gesundheit Mag. Reinhard Friesenbichler Ethische Veranlagung Mag. David Mum Sozialethik Pater Leonhard Gregotsch Kirchliche Ethik Mag. Christian Nohel Umwelt-NGO Mag. Klaus Stöger Wirtschaftsethik Weiters nahmen teil: KR Karl Heinz Behacker Vorstandsvorsitzender der VBV, Mag. Wolfgang Pinner Geschäftsführer der VINIS Gesellschaft für nachhaltigen Vermögensaufbau und Innovation m.b.h, Mag. Peter Eitzenberger CSR-Beauftragter der VBV, Martin Cech VINIS, sowie ein Vertreter der Mitarbeitenden der VBV. Beispiele für Erfolg und Konsequenz: Der Ethikbeirat äußerte gegenüber der Erste Bank seine Bedenken gegen eine Finanzierung des Atomkraftwerks Mochovce durch die slowakische Tochterbank Slovenska sporitelna. Der Rückzug der Erste Bank aus diesem Finanzierungsprojekt wurde als besonderer Erfolg bewertet. An Nokia wurde ein Engagement-Letter gerichtet, in dem die Schließung eines öffentlich geförderten Standortes in Deutschland und die damit verbundene Streichung von Arbeitsplätzen kritisiert wurde. Da keine Reaktion vorlag, erfolgte der Ausschluss aus dem Investmentuniversum, der dem Unternehmen auch kommuniziert wurde. Die ÖGUT Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik überprüfte jährlich die Grundsätze unserer nachhaltigen Veranlagung, die Einhaltung der verfolgten Kriterien sowie die Systematik von Research und Kontrolle. Alle Investments werden vom Expertenteam der ÖGUT im Einzelnen durchleuchtet und die Kommunikationspolitik der VBV hinterfragt. Seit Unternehmensgründung wurde die VBV Vorsorgekasse bezüglich ihrer nachhaltigen Ausrichtung durch die ÖGUT ausgezeichnet. Ethik-Beirat Jährliche Zertifizierung durch die ÖGUT 14 15

16 Umweltaspekte Managementansatz Die wesentlichste Auswirkung unserer Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt ergibt sich durch die ethisch-nachhaltige Veranlagung der einbezahlten Beiträge. So werden beispielsweise bei der Veranlagung Aktien von Unternehmen mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien verstärkt ins Portfolio aufgenommen. Fünf in der Veranlagung eingesetzte Fonds sind mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet. Bei der Fondsauswahl wird auch auf Fonds gesetzt, in denen das Thema Klimaschutz durch die Einzeltitelauswahl abgebildet wird (zb WWF stock climate change). Darüber hinaus legen wir auch im Bürobetrieb großen Wert auf Energieeffizienz und schonenden Umgang mit den Ressourcen. Die rund um die Mitarbeitenden aufgebaute Infrastruktur entspricht einem ökologisch orientierten Bank-Büro. Papierverbrauch Ein papierloses Büro stellt zum jetzigen Zeitpunkt keine wirkliche Alternative dar, da über einen längeren Zeitraum gesehen Papier immer noch ein günstiger und unkomplizierter Informationsbzw. Datenträger ist. Die VBV - Vorsorgekasse forciert seit Jahren den Einsatz von Ökopapier, mittlerweile haben auch Unternehmen mit denen wir kooperieren, ihr Beschaffungswesen nach unserem Vorbild ausgerichtet Kopierpapier in Stück pro Mitarbeiter pro 1000 Anwartschaftsberechtigte davon Recyclingpapier 100 % 100 % 100 % davon chlorfreies Papier 100 % 100 % 100 % Der Anteil von Recyclingmaterial bei Papier (Briefpapier, Kuverts, Kopierpapier) beträgt 100%. Der vorjährige Geschäftsbericht wurde 2008 auf 9Lives Silk entsprechend den Anforderungen des Forest Stewardship Council (FSC) gedruckt. Für den heurigen Bericht gilt der gleiche Standard. Nicht mehr aktuelles Briefpapier wird hausintern zu Notiz- und Kopierpapier umfunktioniert. Der Versand von Kontoinformationen und Briefen an die Kunden (2008 ca Stück) erfolgt ebenso auf Recyclingpapier. Die VBV bietet den Anwartschaftsberechtigten jedoch aktiv die Möglichkeit, ihre Kontoinformation über einen gesicherten elektronischen Datentransfer abzurufen, wodurch eine weitere Reduktion des Papiereinsatzes angestrebt wird Internetkontonutzer Lagebericht Umweltaspekte

17 Das Büro der VBV Vorsorgekasse AG ist in einem Teil eines achtstöckigen Gebäudes eingemietet. Die 496,44 m2 Bürofläche entspricht einem Anteil von unter 3 % der Gesamtnutzfläche des Gebäudes. Energieverbrauch Wir stehen in einem ständigen Dialog mit der Hausverwaltung, um den Verbrauch der Energieressourcen und den Wasserverbrauch des gesamten Gebäudes kontinuierlich zu verringern. Als Heizform dient Fernwärme, Atomenergie ist ausgeschlossen. Die seit einem Jahr im Einsatz befindlichen Flachbildschirme benötigen weniger Energie als deren Vorgänger. Der überwiegende Teil der Mitarbeitenden (Stand 2008: ca. 95 %) nützt für die Fahrt zum/vom Arbeitsplatz öffentliche Verkehrsmittel. Dienstreisen werden ebenfalls, wenn möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt. Im Jahr 2008 wurden 2718 Flugkilometer zurückgelegt. Der anfallende Hausmüll wird getrennt, von der Stadt Wien abgeholt und behandelt (Verbrennung, Recycling, Kompostierung, usw. nach Standardverfahren des Abfallentsorgers). Gefährlicher Abfall fällt nicht an, da z.b. leere Druckerpatronen vom Lieferanten wieder abgeholt werden. Reinigungsmittel auf ÖKO-Basis sind bereits im Einsatz. Um we lt Als Ziel für 2009 ist die Zertifizierung nach ISO geplant. Weitere Umweltschutzmaßnahmen 16 17

18 2,6% Wirtschaftsaspekte Managementansatz Als Ziel galt bereits bei Unternehmensgründung (2002) eine Marktpräsenz im Ausmaß von 25 %. Die zu erwartenden Beiträge (1,53% des Bruttobezuges) und die gesetzlich geregelten Kosten ließen eine hohe Qualität und eine erfolgreiche wirtschaftliche Positionierung durch einen Marktanteil jenseits der 25%-Marke plausibel erscheinen. Durch die professionelle Vertriebsorganisation mit Banken, Versicherungen und Sparkassen konnte dieses Ziel deutlich übertroffen werden. Heute betreut die Gesellschaft jeden dritten Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Selbständigen. Die mittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit sind insbesondere die ökonomischen Vorteile für die Anwartschaftsberechigten (unverfallbarer Anspruch, Kapitalgarantie, lebenslange steuerfreie Zusatzpension, Vererbbarkeit der Ansprüche). Risiken und Chancen durch den Klimawandel Die mit dem Klimawandel verbundenen Chancen und Risiken werden bei der Veranlagung im Rahmen der Asset Allocation berücksichtigt. Durch die nachhaltig ausgerichteten Veranlagungsgrundsätze wird die strategische und taktische Asset Allocation auch auf dieses immer wichtiger werdende Thema fokussiert. Der seit 2002 bestehende Ethikbeirat berücksichtigt die möglichen Auswirkungen des Klimawandels. Neben den mit dem Umweltzeichen ausgestatteten Fonds wurden seit 2006 weitere Fonds, die dem Risiko des Klimawandels entgegentreten, im Portfolio der Veranlagungsgemeinschaft aufgenommen. Zwei Beispiele: New Energy (Sarasin) WWF Climate Change (ESPA) In Summe werden durchschnittlich 3 % des Gesamtportfolios in Aktien mit besonderer Berücksichtigung von erneuerbarer Energie und Techniken gegen das Voranschreiten klimaschädlicher Emissionen gehalten. Das ist mehr als ein Viertel aller Aktienwerte. Stärkung der Regionalwirtschaft Bei der Veranlagung wird der Schwerpunkt Österreich berücksichtigt, was auch der nachhaltigen Ausrichtung entspricht. Die Grafik zeigt die regionale Orientierung nach Ländern (Daten per ): Sonst. Global Japan USA 0,1% 0,3% 6,0% 7,3% 3,9% 8,0% restl. Europa Frankreich Großbritannien Deutschland Österreich 71,8% Lagebericht Wirtschaftsaspekte

19 Bei der Warenbeschaffung (Büromöbel, Papier, Büromaterialien, Mineralwasser und Obst) werden lokale Anbieter genutzt. Der externe EDV- Dienstleister ist ebenso ein lokaler Anbieter wie die Kreativ-Agentur. Die Österreichische Post AG ist Partner bei der Versendung der ca Poststücke. Konfektioniert werden sie von einem Anbieter in Wien. Alle Mitarbeitenden und der Vorstand sind lokal bzw. in der näheren Umgebung (weniger als 70km) wohnhaft. Mit dem sozialen Hilfsprojekt namens OpenCare wird für gemeinnützige Sozialprojekte eine Brücke zwischen Wirtschaft und Sozialem geschlagen. Zielsetzung ist, mehrere kleine Sponsoren- und Spendenbudgets der Stakeholder zusammen zu führen, um kleine, engagierte Sozialprojekte zu unterstützen. Die ausgewählten Projekte sollen mit OpenCare die notwendige Förderung und Öffentlichkeit erhalten, um mit Hilfe zur Selbsthilfe ihre Tätigkeit fortführen zu können. Spenden Das Ziel von OpenCare ist somit: Kleinprojekte forcieren, die sonst kaum Unterstützung finden Kleine (Einzel-) Maßnahmen zu einer spürbareren Gesamtwirkung bündeln Projektfortschritte kommunizieren Im Berichtszeitraum wurde das Projekt YoungMum des Krankenhauses Göttlichen Heiland mit Sponsorbeiträgen in Höhe von rund 6.300,- gefördert. Dabei geht es im Wesentlichen um die Unterstützung junger, sozial schlecht gestellter Mädchen in der Schwangerschaft, die in der Regel zwischen 14 und 18 Jahren alt sind. Sie leben oft unter oder knapp über der Armutsgrenze, sind alleinerziehend, einige von ihnen sind nicht einmal sozialversichert. Durch Sponsorbeiträge werden die notwendigen ärztlichen Untersuchungen, die Geburtsvorbereitung und -begleitung sowie eine nachgelagerte psychologische Betreuung finanziell unterstützt. Seit Einrichtung des VBV Spendenkontos OpenCare im Jahr 2006 wurden insgesamt bereits knapp ,- karitativen Zwecken zugeführt

20 Arbeitnehmeraspekte Managementansatz Qualifizierte, engagierte und gesunde Mitarbeiter sind Voraussetzung für betrieblichen Erfolg. Die VBV Vorsorgekasse pflegt daher ein an nachhaltigen Werten orientiertes Personalmanagement, das die Interessen und Qualitäten der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellt. Das Resultat sind ein sehr gutes Arbeitsklima und hohe Innovationskraft. Letztere wird durch ein gezieltes Informationsmanagement im Rahmen der VBV Akademie sowie durch Jobrotationen gestärkt. Nachhaltige Mitarbeiterführung bedeutet für uns, auch intern möglichst transparent und offen zu kommunizieren sowie den Teamgeist zu fördern. Erfolge werden gemeinsam gefeiert und Herausforderungen (etwa der laufende Kundenzuwachs) im Team gemeistert. Mitarbeiterstruktur Die VBV Vorsorgekasse beschäftigte per insgesamt 27 Mitarbeitende (zuzüglich Vorstand), davon 12 Männer und 15 Frauen. Die Mitarbeiteranzahl liegt leicht über dem Vorjahresstand (25). Im Geschäftsjahr 2008 wurden 2 Lehrlinge ausgebildet. Derzeit befinden sich keine Mitarbeitenden nahe dem gesetzlichen Pensionsalter. Qualifikation, Aus- und Weiterbildung Eine eigene VBV Akademie erfüllt die fachliche Weiterqualifikation. Ausbildungstage 2008: 2 Tage / Mitarbeitende Jeder Mitarbeiter der VBV hat die Möglichkeit, an einem individuellen Schulungsprogramm teilzunehmen. Angefangen von 1-tägigen Schulungen bis zu mehrtägigen Workshops. Die VBV hat seit ihrer Gründung ihre Mitarbeitenden aktiv gefördert und diverse Schulungsangebote und Workshops initiiert. Die Weiterbildung ist nicht nur auf junge Mitarbeitende ausgerichtet. Grundsätzlich werden 4 Arten von Schulungen durchgeführt: Externe Schulungen Interne Schulungen für alle Mitarbeitenden Interne Schulungen eigens für neue Mitarbeiter (Startpaket und Einschulung) Interne Qualifizierungsmaßnahmen und vertiefende Trainings in den Kernaufgaben (im Team) Als Ergebnis auf häufig gestellte Anfragen (FAQ) wurde 2008 ein Nachschlagewerk erstellt, dass von jedem Arbeitsplatz aus schnell eingesehen werden kann. Lagebericht Arbeitnehmeraspekte

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