1. Aufgabenblatt: Einführung in die Kosten- und Erlösrechnung und Kalkulation

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1 1. Aufgabenblatt: Einführung in die Kosten- und Erlösrechnung und Kalkulation Aufgabe 1.1: Begriffsabgrenzung zwischen internem- und externem Rechnungswesen Nach weihnachtlicher Besinnung und fröhlicher Silvesternacht freut sich Trainee Julian D. bereits auf seine anspruchsvolle neue Stelle im Rechnungswesen der Niemalsmeister AG, welche sich auf die Herstellung von Sportartikeln spezialisiert hat. Sein strenger Chef, Clemens T., hat Julian vorerst gebeten, zur Einführung einige Geschäftsvorfälle zur weiteren Bearbeitung im Rechnungswesen des Unternehmens vorzubereiten: 1) Die Niemalsmeister AG tilgt eine Anleihe des Finanzvermittlers S. Chechter. 2) Das Dach der Firmenzentrale der Niemalsmeister AG ist über Weihnachten durch starken Schneefall beschädigt worden und muss repariert werden. 3) Nach jahrelanger Entwicklung hat die Niemalsmeister AG ein wertvolles Patent für die modische neue Sportsocke Ultrabeauty angemeldet. Das Patent wird in der Handelsbilanz nicht aktiviert. 4) Ein internationaler Großkonzern kauft blaue Sporthosen für seine Mitarbeiter. 5) Clemens T. führt die Geschäfte der Niemalsmeister AG für den symbolischen Lohn von einem Euro. Er hat seit Jahren ein Angebot eines Konkurrenten im sechsstelligen Bereich vorliegen. 6) Die Niemalsmeister AG stellt ihre Firmenzentrale für verschiedene Events zur Verfügung. Der Promoter S. Auerland mietet die Räume für einen Boxkampf im Sommer. Frage: Auszahlungen, Erlöse, Kosten, Erträge Julian merkt leider schnell, dass seine Kenntnisse aus dem Studium schon etwas eingerostet sind und fragt Sie daher um Hilfe. Ordnen Sie die jeweiligen Geschäftsvorfälle für Julian in die begriffliche Systematik des externen und internen Rechnungswesens ein.

2 Aufgabe 1.2: Zuschlagskalkulation zur Kosten- und Erlösrechnung, 6. Auflage, München, Übung , S. 36.) Der Betriebsabrechnungsbogen einer Unternehmung enthält folgende Werte: Betrag Materialstellen Fertigungsstellen Vertriebs -stelle Gemeinkosten Verwaltungsstelle Summe Zu- Ferti- Fertigungsmaterial Herstellungskosten schlags- basis löhne Fertigungszeit (h) gungs Produkt A Produkt B Fertigungsmaterial Fertigungsmaterial Fertigungsstelle Fertigungsstelle Fertigungsstelle Erlöse je Einheit Fertigungszeit in Stelle 1 (h) 1,5 2,4 Fertigungszeit in Stelle 2 (h) 1,4 --- Fertigungszeit in Stelle 3 (h) 2,0 3,2 Für Produkt B fallen Sondereinzelkosten der Fertigung in Höhe von 17,50 an. Die Sondereinzelkosten des Vertriebs betragen für Produkt A 20 und für Produkt B 30. a) Berechnen Sie den Zuschlagssatz für jede der sieben Endkostenstellen. b) Bestimmen Sie mit den errechneten Zuschlagssätzen unter Verwendung eines gemeinsamen Kalkulationsschemas die geplanten Selbstkosten und die geplanten Stückerfolge der zwei Endprodukte.

3 Aufgabe 1.3: Äquivalenzziffernrechnung zur Kosten- und Erlösrechnung, 6. Auflage, München, Übung , S. 29.) Die Blechwalzwerke AG stellt Bleche mit unterschiedlicher Stärke her: Stärke (mm) 0,4 0,5 1,0 1,25 2,5 Menge (t) Die Gesamtkosten einer Periode betragen Da Bleche geringerer Stärke öfter gewalzt werden müssen, steigen die Fertigungskosten tendenziell mit abnehmender Blechstärke. Hingegen kommt es bei Blechen über 1 mm Stärke zu zunehmenden Ausschusskosten. Bezogen auf die Blechstärke von 1 mm lässt sich folgende Grundtendenz im Kostenverhalten angeben: Stärke (mm) 0,4 0,5 1,0 1,25 2,5 höhere Kosten 50 % 30 % - 5 % 10 % a) Welches Kalkulationsverfahren ist geeignet? Begründen Sie Ihre Aussage. b) Berechnen Sie die Selbstkosten für jede Blechstärke pro Tonne sowie insgesamt.

4 2. Aufgabenblatt: Kostenstellen- und Kostenartenrechnung Aufgabe 2.1: Blockumlageverfahren zur Kosten- und Erlösrechnung, 6. Auflage, München, Übung , S. 12.) Das Zweigwerk eines Herstellers von Schlagbohrgeräten ist in drei Vorkosten- und vier Endkostenstellen gegliedert. Folgende Kostenarten, deren tatsächlich entstandene Höhe sich aus der Buchhaltung ergibt, liegen vor: Fertigungsmaterial (FM) Stelle A (FL A) Stelle B (FL B) Kalkulatorische Ausschusskosten (AK) Sonstige Gemeinkosten (GK) Frage: Führen Sie die Kostenstellenrechnung durch und ermitteln Sie die Zuschlagssätze für die Endkostenstellen. Die innerbetriebliche Leistungsverrechnung soll aus Vereinfachungsgründen mit einer Blockumlage vorgenommen werden, wobei die Kosten im Verhältnis 3 : 4 : 2 : 1 auf die Fertigungshauptstellen A und B sowie die Materialstelle M und die Verwaltungs- und Vertriebsstelle VV umgelegt werden. Bezugsbasen für die Zuschlagssätze in A, B und M sind die jeweiligen Einzelkosten, in VV die Herstellkosten. Die Verteilung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen ist nach folgenden Schlüsseln vorzunehmen: Kalkulatorischer Ausschuss Sonstige Gemeinkosten Vorkostenstellen Endkostenstellen I II III A B M VV , Lagerbestandsänderungen sind nicht aufgetreten.

5 Aufgabe 2.2: Kalkulatorische Zinsen zur Kosten- und Erlösrechnung, 6. Auflage, München, Übung , S. 6.) Die Bilanz einer Unternehmung weist am Ende von zwei aufeinander folgenden Stichtagen folgende Werte auf: Aktiva Passiva Grundstück mit , ,- Grundkapital , ,- Fabrikhalle Grundstück mit , ,- Offene , ,- Privatwohnung Rücklagen Maschinen , ,- Rückstellungen , ,- Betriebs- und , ,- Darlehen , ,- Geschäftsausstattung Roh-, Hilfs- und , ,- Verbindlichkeiten , ,- Betriebsstoffe aus Lieferungen und Leistungen Erzeugnisse , ,- Erhaltene , ,- Auszahlungen Forderungen , ,- Bilanzgewinn , ,- Schecks und Kasse , ,- Wertpapiere des Umlaufvermögens , ,- Summe , ,- Summe , ,- a) Ermitteln Sie aufgrund dieser Werte die Höhe der kalkulatorischen Zinsen für 2003, wenn mit einem Zinssatz von 10% gerechnet wird. b) Warum rechnet man in der Kostenrechnung nicht mit den tatsächlich gezahlten Zinsen? c) Welche Bedeutung hat das Abzugskapital?

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