Preisgestaltung und Verhandlungen mit der GKV

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1 Blickpunkt Patient Patientenzentrierte Arzneimittelversorgung der Prozess von der Zulassung bis zur Erstattung unter Beteiligung von Patienten Preisgestaltung und Verhandlungen mit der GKV Dr. med. Olivier Flückiger Head of Payer Strategy, Roche Pharma AG

2 Von früher Beratung zum verhandelten Erstattungsbetrag Die Preisverhandlung Frühe Beratung Produkt-Zulassung Einreichen des Value- Dossiers Nutzenbewertung Bewertung (IQWiG) 3 Monate Beschluss (G-BA) 3 Monate Preisverhandlung Preisverhandlung mit dem GKV-Spitzenverband 6 Monate Neuer Erstattungsbetrag verhandelt

3 Zeitschiene Preisverhandlung / Schiedsstelle An einem fiktiven Beispiel G-BA Beschluss Späteste Anrufung Schiedsstelle (optional) Schiedsspruch (optional) Preisverhandlung Schiedsstelle Mai Juni Juli Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb März April 1. Runde 2. Runde 3. Runde 4. Runde Gültigkeit neuer Preis -3-

4 Verhandlungsort Die Verhandlungen sind ein Heimspiel für den GKV-SV GKV-SV Reinhardtstraße 30, Berlin Quelle Bilder: -4-

5 Verhandlungsteams Zusammensetzung PKV-Vertreterin Protokollantin Arzt/ Apotheker Kassenvertreter Verhandlungsführer Ökonom GKV-SV GKV-SV pu Market Access Market Access Verhandlungsführer Market Access Legal -5-

6 Die Erstattungspreisverhandlung Erstattungsbetrag löst Launch-APU ab und wird ausgehandelt basierend auf 3 Faktoren A Zusatznutzen aus G-BA-Beschluss C Vergleichbare Arzneimittel Preisfaktoren Relative Gewichtung derselben ist u. a. Gegenstand der Verhandlung B Europäische Preise -6-

7 Nutzenbewertung als zentraler Faktor Der Gemeinsame Bundesausschuss setzt mit der frühen Nutzenbewertung die Grundlage für Preise in Deutschland 1. Erheblich Nutzenbewertung vs. zvt Monetarisierung Zusatznutzen Besonderheit: Orphan Drugs 2. Beträchtlich 3. Gering Preis-Aufschlag (+X%) relativ zur zweckmässigen Vergleichstherapie (ZVT) 4. Nicht quantifizierbar 5. Keinen ZN 6. Schlechter Erstattungsbetrag darf nicht höher als der der ZVT sein Jahrestherapiekosten der ZVT* * Unless fixed dosing regimen

8 Europäischer Länderkorb Preise aus 15 europäischen Länder fließen mit ein 15 EU-Länder Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Slowakei, Spanien, Tschechien Tatsächliche aktuelle Verkaufspreise Bevölkerungs- und Kaufkraftgewichtet -8-

9 Vergleichbare Arzneimittel Berücksichtigung finden auch die Preise von Arzneimittel, die vergleichbar sind Jahrestherapiekosten vergleichbarer Arzneimittel Mindestens eine gemeinsame Indikation -9-

10 Sichtweisen zum Erstattungbetrag: Translate value into price pu Sichtweise Offizieller Listpreis Abschlag für Zusatznutzen Abschlag für Preise der VAM Abschlag für EU-Preise ERSTATTUNGSPREIS ERSTATTUNGSPREIS Aufschlag für EU-Preise Aufschlag für Preise der VAM Aufschlag für Zusatznutzen Preis der zvt GKV-SV Sichtweise

11 Preisfindungsprozesse Berücksichtigung finden diverse Faktoren und Perspektiven über den Produkt-Lebenszyklus hinweg Höhe des unmet medical need Wert des klinischen Nutzens Wert des sozialen Nutzens Kosteneinsparungen Preise Vergleichstherapie best supportive care Nachhaltigkeit Aussagekraft der wissenschaftlichen Evidenz Marktsituation F&E Ausgaben 11

12 EU-Preisvergleich zeigt AMNOG-Wirkung Seit AMNOG rutschen die deutschen Preise unter den europäischen Durchschnitt* Mittlerer Vergleichspreis Preis in Deutschland (Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers Spannweite der Preise in 15 Vergleichsländern 69 Prozent der deutschen Preise liegen unter dem Mittel, 32 Prozent sogar unter dem niedrigsten Vergleichspreis *Dänemark, Schweden, Finnland, Tschechien, Österreich, Slowakei, Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien, Irland, Großbritannien, Niederlande Quelle: ÖBIG, Lauer-Taxe (Stand: März 2016), vfa website

13 Preisreferenzierung Preise in Deutschland haben weltweiten Einfluss Taiwan Switzlnd Austria Belgium Brazil Spain Czech Rep Saudi Arabia Slovenia Finland Canada Slovakia France Romania Greece Russia Poland Hungary Colombia Norway Ireland Korea Nethlnds Italy Israel Japan Source: Cassel, D; Ulrich, V; Herstellerabgabepreise auf europäischen Arzneimittelmärkten als Erstattungsrahmen in der GKV Arzneimittelversorgung; 2012

14 Von früher Beratung zum verhandelten Erstattungsbetrag Die Schiedsstelle Frühe Beratung Produkt-Zulassung Einreichen des Value- Dossiers Nutzenbewertung Bewertung (IQWiG) 3 Monate Beschluss (G-BA) 3 Monate Preisverhandlung Preisverhandlung mit dem GKV-Spitzenverband 6 Monate Keine Einigung zum Erstattungsbetrag Schiedsstelle

15 Die Schiedsstelle Antrag an Schiedsstelle durch eine Partei Hersteller- Vertreter Unpart. Mitglied Unparteiischer Vorsitzender Unpart. Mitglied GKV-SV- Vertreter Hier das erste Mal Klagemöglichkeit (schriftlich) Hersteller- Vertreter Erstattungsbetrag als Rabatt auf ApU GKV-SV- Vertreter rückwirkende Festlegung Tag 1 Monat 13 Hersteller GKV- Spitzenverband 1. Stellvertreter 2. Stellvertreter 1. Stellvertreter 2. Stellvertreter 1. Stellvertreter 2. Stellvertreter Pat.vertretung 6 Monate 3 Monate

16

17

18 Doing now what patients need next

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