hotel & Licht am Ende des Tunnels Schlüsseljahr 2010: Wellness: Der Trend zum Private Spa Auf & Davon: Die Top-Urlaubsziele des Jahres

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1 No. 2-3/2010 Verlagspostamt 2380 Perchtoldsdorf P.b.b. GZ 02Z hotel & T O U R I S T I K Wellness: Der Trend zum Private Spa Auf & Davon: Die Top-Urlaubsziele des Jahres Schlüsseljahr 2010: Licht am Ende des Tunnels

2 Wichtig ist, im Leben immer nach vorne zu schauen. Und das geht am besten, wenn man darauf vertrauen kann, dass jemand hinter einem steht. Nur eine Bank ist meine Bank. Diese Sicherheit ist es, die auch den Grundstein jeder erfolgreichen Partnerschaft bildet. Das beweist Raiffeisen seit mehr als 100 Jahren.

3 editorial Urlaubslust statt Krisenfrust Nun, zugegeben: Je weiter die Wintersaison voranschreitet, desto klarer zeichnet sich ein gutes Ergebnis ab. Schon bisher waren die Betten voller, als es selbst vorsichtige Optimisten vorauszusagen wagten. Wenn im März noch der Sonnenskilauf genügend Gäste anlockt, wird dieser Winter der Tourismusbranche ein passables Ergebnis bescheren. Selbst wenn ein kleines Minus bleiben sollte, sind das wirklich gute Nachrichten! Das gilt auch für den Städtetourismus, wo sich die Nächtigungszahlen wieder zusehends erholen. Wie erhofft, hat sich der österreichische Tourismus als krisenfest erwiesen. Das unterstreicht auch die jüngst veröffentlichte Österreichische Tourismusanalyse des IFT unter der Leitung von Peter Zellmann, der die eher unerwartet hohe Reiselust der Österreicher im Jahr 2009 hervorhebt und für 2010 von einer weiter steigenden Reisebereitschaft spricht. Ermutigend sind auch die Prognosen aus der deutschen Tourismusanalyse, erstellt von der BAT Stiftung für Zukunftsfragen. Demnach verspüren die Deutschen Urlaubslust statt Krisenfrust und wollen 2010 ihrem Ruf als Reiseweltmeister wie der gerecht werden. Die Wirtschaftskrise hat dem Tourismus einen (kurzen) Albtraum beschert. Man erwacht mit Herzklopfen und mit Erleich terung und ist bereit für Neues: Österreich wird bei den Deutschen auch für einen kürzeren Zweit- oder Zusatzurlaub immer interessanter. Wer sich auf diesen Trend kurzfristig mit Angeboten einzustellen vermag, kann sich schon bald die Hände reiben. Um neue Strategien und Chancen geht es auch bei den Badener Tourismusgesprächen am 20. Mai 2010 im Congress Casino Baden. Das Tagungsmotto: Klasse statt Masse? Marken- und Preispolitik in Zeiten des Umbruchs. Für die heimische Tourismusbranche wird sich das Tempo nochmals erhöhen. Um Schritt halten zu können, brauchen wir alle neuen Input, aber auch Gemeinschaft und Ermutigung. Hier nur einige Highlights der Badener Gespräche. Der Wettbewerbsstratege Ralph Scheuss entführt Sie in neue Businesslandschaften und zeigt Wege, auf denen Sie sich nicht ver- irren können. Seine Keynote: Crazy Business: Wie verrückt ist noch erfolgreich?. Weiters konnten wir den Markenspezialisten Marco Gardini gewinnen, der über Botschaften der Hotelmarke spricht. Hans-Dieter Toth, Geschäftsführer von Eurotours (beliefert auch Hofer Reisen), nimmt in seinem Vortrag Vorurteile aufs Korn: Zwischen Arroganz und Einsicht: Der Gast, der weniger zahlt, ist kein schlechter Gast. Der renommierte Unternehmensberater Jakob Edinger beleuchtet speziell die Preispolitik der Unternehmen: Hochpreisstrategie oder Hofer-Preis oder beides?. Der Wirtschaftspublizist und Buchautor Walter Sonnleitner schließlich ist überzeugt: Reicher als reich? Nicht den Gierigen, den Glücklichen gehört die Welt. Weitere Details finden Sie auf Seite 16. Programminfos und Anmeldungen auch unter Bleibt mir noch, ein wertschätzendes Danke auszusprechen an alle Persönlichkeiten, die sich an unserer brandaktuellen, aber auch aufwendigen Exklusivumfrage zur Zukunft und Krisenbewältigung im heimischen Tourismus beteiligt haben. Denn wir setzen weniger auf Schlagzeilen (Stichwort: information about nothing ) denn auf Journalismus mit Pfiff und Qualität. Das ist nur möglich mit Gesprächspartnern, die selbst über Substanz und Tiefe verfügen. Das Ergebnis der Umfrage finden Sie unter dem Titel Licht am Ende des Tunnels auf den Seiten 28 bis 32. In diesem Sinne verbleibe ich wie immer mit herzlichen Grüßen, Ihre Sonja Lesjak-Rasch Impressum: Medium: hotel & Touristik, ISSN ; Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H., Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf, Internet: Tel.: +43/1/ , Fax: +43/1/ , ISDN: 01/ ; Gründer: Hans-Jörgen Manstein; Geschäftsführerin: Mag. Dagmar Lang, MBA; Aufsichtsrat: Hans-Jörgen Manstein (Vorsitz), Klaus Kottmeier, Peter Ruß und Peter Kley; Herausgeberin: Mag. Dagmar Lang, MBA; Chefredakteurin: Dr. Sonja Lesjak-Rasch; Chefin vom Dienst: Mag. (FH) Margaretha Jurik; Redaktion: Johannes Stuhlpfarrer, Fred Fettner, Dagmar Lang, Klaus Lukas, Christa Oppenauer, Sieglinde Schönberg, Kurt Hofmann, Margaretha Jurik, Manuela Prusa, Vera Zedka; Verlagsleitung: Dr. Sonja Lesjak-Rasch; Anzeigen: Susanna Rehulka-Drechsler / Anzeigenleitung Ingrid Gether-Schlacher / Anzeigenberatung Sekretariat: Claudia Rauter Lektorat: Susanne Drexler; Art Director: Walter Sádaba Coverfoto: Buenos Dias / Thorsten Schrader; Druck: WIR Business Service und Consulting GmbH Philipp Bauer Druck GmbH i.g., Girardigasse 2/48, A-1060 Wien, ; Erschei nungs weise: 9x im Jahr; DVR-Nr. 075/3220; Artikel mit der Bezeichnung Werbung sind entgeltliche Ein schal tun gen. Für Inhalt und Gestaltung haftet der Auftraggeber. Abo: Inland 35, (exkl. 10 % MwSt.), Ausland 55, (exkl. 10 % MwSt.), Studenten 50 % Ermäßigung, Hotline: +43/1/ , Vertrieb: Gertrude Mayer ( Offenlegung nach 25 Mediengesetz: Medieninhaber: Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H., A-2380 Perchtoldsdorf, Brunner Feldstraße 45. An der Manstein Zeitschriften verlags ges.m.b.h. sind beteiligt: Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt/Main, 100 %; Geschäftsführerin: Mag. Dagmar Lang, MBA; Aufsichtsrat der Manstein Zeitschriftenverlagsges.m.b.H.: Aufsichts rats vorsitzender: Hans-Jörgen Manstein; Aufsichtsratsmitglieder: Klaus Kottmeier, Peter Ruß und Peter Kley; Firmenbuchgericht: Landesgericht Wr. Neustadt, FN z; Unternehmensgegenstand: die Ausübung des Verlagsgeschäftes, die Herausgabe und der Verlag von periodischen Druckschriften. Grundlegende Richtung: Unabhängiges Fachmagazin für den österreichischen Tourismus. hotel & T O U R I S T I K 3

4 Inhalt Cover 28 Exklusiv-Umfrage: Licht am Ende des Tunnels Journal 18 ACTB: Neue Wege im Vertrieb 20 Kröswang auf der Überholspur 20 Triad wird Top Wirt Gast Klagenfurt: Erfrischend anders 22 Österreich Werbung: Wichtige Fernmärkte 23 Weinkultur am Berg 24 AMA Klares Zeichen für den Gast 25 Deutsche Tourismusoffensive Stories 33 Tabakgesetz: Adieu für Café Susi? 34 ÖHV-Tagung: Macht braucht Gegenmacht 39 Das Messejahr 2010: Die Highlights 52 Frühstück: Mit Schwung in den Tag 60 Bad & Wellness: Ein Zimmer mit Dampfbad, bitte! 64 Direct Marketing: Happy Birthday, Stammgast Special 40 Touristik Special: Die Top-Urlaubstrends Bier Special: Bier trotz(t) der Krise Rubriken 6 Szene Mix 8 People 10 Hotel & Touristik News 12 Fly & Drive 14 Gastro News 19 Extra Dry 22 Offen gesagt 26 Tischgespräch: Walter Rothensteiner Fotos: J. Brunnbauer, Florian Lechner / ÖHV, Rewe Touristik, Zwettler, Kraft Foods, BWT 4 hotel & T O U R I S T I K

5 Frische ist Ihnen das Wichtigste? Uns auch. Deswegen bietet Ihnen AGM die Frisch oder Gratis-Garantie. Damit erhalten Sie absolut frische Ware innerhalb unseres umfangreichen Frische-Sortiments, das wir als Vollsortimenter führen. Gültig in der Abholung und Zustellung. Mehr Informationen über die einzigartige AGM Frische-Garantie bei Ihrem Marktleiter oder Verkaufsberater oder unter

6 SZENE-MIX 2-3/2010 Goldene Roulette Kugel für Gasthaus Zum Herkner Bereits seit 1982 wird die Goldene Roulette Kugel von den Casinos Austria auf Empfehlung von Gault Millau verliehen und würdigt das Engagement österreichischer Gastronomen im In- und Ausland. Diesmal konnte Generaldirektor Karl Stoss besonders sympathische Preisträger beglückwünschen: das Ehepaar Martina und Karl Riedler, Inhaber des legendären Wiener Gasthauses Zum Herkner. Gemeinsam mit Gault-Millau-Herausgeber Karl Hohenlohe würdigte Karl Stoss die Urtümlichkeit des traditionsreichen Wirtshauses und die ausgezeichnete Qualität der Küche. Im Bild v. l.: Martina Hohenlohe, Karl Stoss, das Ehepaar Martina und Karl Riedler, Karl Hohenlohe. Stelzen, Bier und Tourismuspreis Der diesjährige Tourismuspreis der Wiener Wirtschaft ging an das Schweizerhaus. Im Rahmen des Wiener Tourismusabends übergaben WKW- Präsidentin Brigitte Jank und Spartenobmann Josef Bitzinger die Auszeichnung an die Familie Kolarik. Die Begründung der Jury: Das Schweizerhaus ist ein Wiener Traditionsbetrieb, der als gastronomisches Markenzeichen für Wien fungiert. Die hohen Besucherzahlen von rund Gästen pro Saison und die Beschäftigung von über 100 Mitarbeitern unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung des Betriebs. Das Schweizerhaus sei eine Genuss-Oase in Wien, die das Image der Stadt seit Jahren aktiv mitbildet. Seit 23 Jahren stiftet die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien einen Ehrenpreis für besondere Verdienste um den Wiener Fremdenverkehr. Zu den bisherigen Preisträgern zählen etwa Friedensreich Hundertwasser, Ex-Tiergarten-Direktor Helmut Pechlaner, die Original Sacher-Torte, der Wien Marathon, Thomas Schäfer-Elmayer, die Wiener Sängerknaben oder der Stephansdom. Miele-Geräte für Medaillen-Jäger Das Österreich-Haus im olympischen Bergorf Whistler galt als besonderer Treffpunkt nicht nur für unsere Athleten, sondern auch für Menschen aus der ganzen Welt, die sich austauschen und von österreichischer Gastfreundschaft, kulinarischen Highlights und behaglichem Ambiente verwöhnen lassen wollten. Außerdem ist das Österreich-Haus ein Vorzeigeprojekt für ökologische Bauweise. Die Austrian Passive House Group (APG) holte sich die Premiummarke Miele als Partner für die Ausstattung des Österreich-Hauses. Die Miele-Gesellschaften Österreich und Kanada haben gemeinsam dieses einmalige Projekt unterstützt. Die Philosophien der Unternehmen treffen einander bei Schlagworten wie Qualität, Ökologie und Energieeffizienz. Mit von der ressourcenschonenden Partie sind Einbau-Kaffeevollautomaten, Geschirrwärmer, Weinkühler und ein Profi-Geschirrspüler von Miele. C+C Pfeiffer wächst südlich Gemeinsam mit dem Alpe Adria Weindepot will das österreichische Familienunternehmen C+C pfeiffer wachsen. Dafür bündelt der Gastro-Zulieferer seine Weinkompetenz mit der neuen Tochter Alpe Adria. Der Zusammenschluss soll nicht nur die Weinkompetenz und das Getränkevollsortiment des Cash-&-Carry-Anbieters stärken, sondern auch das Wachstumspotenzial in Richtung Süden. Die bestehende Kundenstruktur des Kärntner Weingroßhandels soll auch als Türöffner in die Topgastronomie und -hotellerie für einen neuen C+C Pfeiffer Großmarkt in Kärnten dienen. Im Bild: C+C- Pfeiffer-Geschäftsführer Thomas Panholzer und Alpe-Adria-Chef Hannes Tschemernjak. Fotos: Johannes Ifkovits, Miele, c+c pfeiffer, Kolarik/Wiberg, Sabine Klimpt 6 hotel & T O U R I S T I K

7 2-3/2010 Wiberg bekommt Wappen verliehen Marcus Winkler hat eine Vision: Wir bereiten den Menschen beim Essen höchste Genuss- und Geschmackserlebnisse, so der Eigentümer und Geschäftsführer des Salzburger Gewürzproduzenten Wiberg. Seit mittlerweile 63 Jahren ist das traditionelle Familienunternehmen ein wichtiger Motor der Salzburger Wirtschaft. Wiberg konnte in den vergangenen Jahren immer wieder Maßstäbe für bessere Lebensmittelqualität setzen. So feierte unter maßgeblicher Beteiligung des Unternehmens der Salzburger Lebensmittelcluster Foodnet vergangenes Jahr seinen zehnten Geburtstag, und das Zentrum für Gastro sophie an der Universität Salzburg wurde gegründet. Grund genug für Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, Wiberg das Salzburger Landes wappen zu verleihen. Damit hat das Unternehmen nun das Recht, im geschäftlichen Verkehr das Salzburger Landeswappen zu führen. Im Bild: Marcus Winkler mit LH Gabi Burgstaller. Fruchtig in die Eissaison 2010 NEU Obers Erdbeer- Rhabarber Feurig-flotte Einladung Karin Strahner lud zum stimmungsvollen Business-Abend, der K.S.-Circle stellte diesmal die Unternehmer Sandra und Wolfgang Wallinger in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Mit ihrem Unternehmen Fiarco haben sie sich auf offene Bio-Ethanol-Feuerstellen im Premiumbereich spezialisiert. Das breite Sortiment umfasst eine Auswahl an dekorativen Tischfeuern, Standkaminen bis zu Wandkaminen, die man wie ein Bild aufhängt, auch Designermarken wie Alfra, Monflair oder Safretti sind vertreten. Die beiden gaben den Gästen Einblicke in die Genussmomente vor dem offenen Feuer, aber auch in ihre Leidenschaft, Vollblutpferde zu züchten oder britische Pferdestärken zu sammeln. Im Bild: Nicole Kanz (Wirtshaus im Palais Kinsky) Herbert Emberger (Schlumberger), Karin Strahner, Sandra und Wolfgang Wallinger (beide Fiarco) und Josef Linden (Brau Union). NEU Cassis Sorbet

8 People 2-3/2010 Alois Burgschwaiger Jüngst feierte der Hotelier und Tourismuspionier seinen 70. Geburtstag und darf auf ein besonders eindrucksvolles Lebenswerk verweisen. Was 1964 als kleiner Beherbergungsbetrieb begann, entwickelte sich zum imposanten Vier-Sterne-Superior- Ho tel Übergossene Alm, das über die größte Wellnesslandschaft im Salzburger Land verfügt. Mit zahlreichen Um-, Zu- und Neubauten ist es Alois Burgschwaiger und seiner Familie gelungen, in Salzburg einen Meilenstein für den Wellnesstourismus zu setzen. hotel & Touristik gratuliert recht herzlich. Robert Dusek Seit 1. Februar hat Robert Dusek die Leitung des Bereichs Kommunikation der Flughafen Wien AG vom bisherigen Bereichsleiter Michael Kochwalter übernommen. Dusek war zuletzt stellvertretender Leiter des Bereichs Kommunikation. Michael Kochwalter wechselte als Gründungsgeschäftsführer der neuen Standortmarketinggesellschaft in die Wirtschaft. Ladislaus E. Batthyány Der gebürtige Wiener hat die Direktion des Hotel Kummer, ein Haus der Austria Trend Hotels International, übernommen. Zuvor sammelte Batthyány Erfahrungen im mittleren Management der internationalen Hotellerie, darunter im Ritz Hotel in London, im Vienna Hilton Plaza und zuletzt bei Eurostars Hotels in Wien. Stéphane Engelhard Der gebürtige Franzose ist neuer Generaldirektor der Accor Hospitality Österreich und löst in Österreich Hans-Michael Leise ab, der in den Ruhestand getreten ist. In den vergangenen 13 Jahren war Engelhard für Accor in Brasilien tätig, zuletzt in der Position des stellvertretenden Generaldirektors für die Accor Hotels in Lateinamerika. Thomas Krispler Der gebürtige Tennengauer ist der neue Leiter der Stiegl- Niederlassung in der Stadt Salzburg und übernimmt damit die Agenden von Thomas Gstaltmaier, der bis dato in einer Doppelfunktion (Niederlassungs- und Gebietsverkaufsleiter) tätig war. Gstaltmaier widmet sich jetzt voll und ganz seiner Aufgabe als Gebietsverkaufsleiter für Zentralösterreich. Doris Köpf-Szankovich Der bisherige Geschäftsführer der Lauda Air, Thomas Suritsch, übernimmt die Leitung des Geschäftsfeldes Ground Operations und leitet das Sanierungsteam von Austrian Airlines. Seine Position als Lauda-Air-Geschäftsführer hat die verdiente Prokuristin Doris Köpf-Szankovich übernommen. Sie ist seit 29 Jahren in der Austrian Airlines Group tätig und besitzt großes Know-how in der Touristikbranche. Michael Scheuch Der neue Brand Manager bei der Österreich Werbung heißt Michael Scheuch. Der 34-jährige Markenexperte folgt Ariane Tockner nach, die nach fast zehn Jahren bei der Österreich Werbung in Karenz geht. Jetzt ist Michael Scheuch, zuletzt Direktor Marketing und Fundraising bei Greenpeace, für die Markenführung von Urlaub in Österreich verantwortlich. In sein Ressort fallen auch Markenstrategie, Dachmarkenwerbung und Mediaplanung. Neu integriert wird die bisherige Stabsstelle Internetstrategie, die bis Jahresende 2009 unter der Leitung von Martin Schobert stand. Der bisherige Leiter wagt nach knapp 12 Jahren Österreich Werbung den Sprung in die Selbstständigkeit. Gerhard Mansbart Nach ihrer interimistischen Leitung hat Carolina Cordes jüngst die Geschäfte des Lindner Seepark Hotel in Klagenfurt an Gerhard Mansbart übergeben. Der gebürtige Tiroler bringt 27 Jahre internationale Erfahrung in hochkarätigen Positionen mit an den Wörthersee. Matthias Daasch Das NH Danube City (eines der fünf Häuser der spanischen Hotelgruppe NH Hoteles in Wien) hat mit Matthias Daasch einen neuen Hoteldirektor. Der gebürtige Deutsche kam nach seinem Abschluss an der Hotelfachschule Hamburg 2001 nach Österreich und war seit 2007 für alle Food- und Beverage-Belange des NH Danube City verantwortlich. Fotos: Übergossene Alm, Hanae Yamashita, Lauda Air 8 hotel & T O U R I S T I K

9 Florian Scheiblbrandner Flugplatzbetriebsleitung Was Ihnen das perfekte Teamwork von Mitarbeitern bringt? Dass Sie pünktlich bei Ihren Liebsten sind. Mit 670 Starts und Landungen am Tag on time ist der Flughafen Wien einer der pünktlichsten Europas auch was die Gepäcksabfertigung betrifft. So haben Sie Ihren Koffer, kaum, dass Sie ausgestiegen sind. Und können Familie und Freunde noch früher in die Arme schließen.

10 Hotel & Touristik news 2 3/2010 Hinteregger-Gruppe investiert in Qualität Trotz Krisenjahr 2009 haben Wolfgang und Bernd Hinteregger in ihre beiden Hotels Lärchenhof und Hinteregger am Katschberg in Kärnten kräftig investiert. 1,2 Millionen Euro flossen in die Neugestaltung der Zimmer und in den Wellnessbereich, der ebenso auf den modernsten Stand gebracht wurde. Wolfgang Hinteregger: Wer Erfolg haben will, muss nach vorne sehen. In der Krise auf Kosten der Gäste zu sparen hat sich noch nie ausgezahlt. Die beiden Kärntner Wolfgang und Bernd Hinteregger haben im Juni 2006 die Hinteregger Hotel & Touristik GmbH gegründet. Heute umfasst das Portfolio 7 Hotels und 1 Restaurant. Ab Mai 2010 kommt das H1 Bonushotel in Wiener Neudorf dazu. Im Bild: Wolfgang und Bernd Hinteregger. Tourismustrends: Themen und Orte wichtiger als der Preis Der Anteil der Online-Bucher wächst rasant. Zwischen 2006 und 2009 hat sich allein in Österreich der Anteil jener Menschen, die ihren Urlaub online buchen, verdoppelt. Bemerkenswert ist, dass laut Statistik Austria 45 Prozent der sogenannten Best Ager (Menschen zwischen 55 und 65 Jahren) bereits eine Reise oder Unterkunft online gebucht haben. Eine aktuelle Umfrage unter Tiscover-Nutzern zeigt, dass für 50 Prozent der Befragten die Entscheidung für den Urlaubsort bereits vor der Online-Recherche gefallen ist. Das Urlaubsthema steht sogar für 90 Prozent der Urlaubshungrigen im Vorhinein fest. Während im Winter weiterhin der Ski- und Wellnessurlaube gefragt sind, dominieren im Sommer die Themen Wandern und Natur. Übrigens gaben über 50 Prozent der Befragten trotz Wirtschaftskrise an, dass der Preis für die Wahl der Unterkunft nicht ausschlaggebend war. Laut Tiscover-Geschäftsführer Matthias Grundböck bleibt der Trend zu kurzfristigen Buchungen ungebrochen. Fast 35 Prozent der Nutzer buchten ihren Winterurlaub 2009/2010 bis zu 14 Tage vor Urlaubsantritt, insgesamt 50 Prozent bis zu 30 Tage vorher. Auch der Trend zum Kurzurlaub bleibt aufrecht. Grundböck: Die Wochenendurlaube machen diesen Winter fast 40 Prozent unserer Buchungen aus. Das stärkste Wachstum kommt vom wichtigen deutschen Markt, aber auch Zentral- und Osteuropa legen zu. Pannonia Tower Hotel Parndorf Das Seminar- und Eventhotel trennte sich vom bisherigen Betreiber Vienna International. Stefan W. Stumpf, der schon während der Zusammenarbeit mit Vienna International als General Manager tätig war, hat jetzt wieder die Geschäftsführung des Hotels übernommen. Er will den Fokus vor allem auf regionale Partnerschaften, Kulinarik und lokale Weinkultur ausrichten. Good News vom WienTourismus Schöner Erfolg für Wien. Mit Gästenächtigungen überstieg heuer Wiens touristisches Ergebnis im Jänner erstmals die er-Marke. Der Zuwachs zum Jänner 2009 beträgt 9 Prozent. Die Netto-Nächtigungsumsätze der Hotellerie 2009 sind nun zur Gänze erfasst. Mit 425 Millionen Euro liegen sie allerdings um 12,9 Prozent unter dem Rekordwert von Von Wiens Hauptherkunftsmärkten gab es im Vergleich zum Jänner des Vorjahres zweistellige Zuwächse aus Deutschland, Österreich und Griechenland. Auch aus Italien, Russland, Großbritannien und der Schweiz sind Steigerungen zu verzeichnen. Rückgänge sind aus Frankreich, den USA und in größerem Umfang aus Rumänien zu vermelden. Auffallend ist das Ergebnis aus Serbien: Mit einer 80-prozentigen Steigerung reagierte es deutlich auf die seit heuer visumfreie Einreise nach Österreich und katapultierte sich mit Nächtigungen auf Position 13 im Nationen-Ranking. Zweites Sacher für Wien? Elisabeth Gürtler, die umtriebige und engagierte Chefin des Hotel Sacher, schmiedet Pläne für ein weiteres Café Sacher in Wien. Jedenfalls erhielt Gürtler den Zuschlag für einen Teil des prominenten Palais Equitable am Wiener Stock-im-Eisen-Platz gegenüber dem Stephansdom. Gürtler gegenüber hotel & Touristik: Wir haben den Zuschlag bekommen, ja. Aber es ist ein reines Investment. Außerdem ist mit Augarten ein Mietvertrag aufrecht. Daher ist im Moment ein zweites Café Sacher nicht aktuell. Trotzdem steht fest: Ein weiteres Café Sacher wäre nicht nur für das Sacher-Imperium, sondern auch für Wien eine echte weitere Tourismusattraktion. Foto: Hinteregger, Pannonia Tower Hotel Parndorf 10 hotel & T O U R I S T I K

11 2 3/2010 Hotel & Touristik news Visas Beitrag zum Aufschwung Mit diesen Worten eröffnete Steve Perry, Commercial Director Visa Europe, die Jahrespressekonferenz. Die Verbraucherausgaben 2009 in Österreich, die mit Visa-Kreditkarten getätigt wurden, sind um knapp zehn Prozent Hotel&Touristik_140x190 gestiegen. Auch die Anzahl Ausgabe entscheidet 9:58 Uhr jedoch Seite die 1Partnerbank. an Prepaid-Karten konnte um rund 30 Prozent erhöht werden, die Anzahl an Transaktionen am Point of Sale (POS) mit ebendiesen Karten stieg um 32,3 Prozent. Kurt Tojner, Country Manager Österreich und Ungarn bei Visa Europe, argumentiert die positive Geschäftsentwicklung auch über den leichteren Zugang zu Karten durch mehr Partnerbanken. Ein weiteres Ziel ist es, dass die Karten auch für die kleinen Zahlungen des Alltags wie Zeitung, Kaffee oder Zigaretten zum Einsatz kommen. Das wiederum wäre für den Tourismus interessant, wie Perry betont. Er setzt auch auf das neue V-Pay System, das mit Chip und PIN-Code-Eingabe funktioniert und sicherer sein soll als die Kombination Chip und Unterschrift. Das Modell wird ab 2011 in Österreich funktionieren, über die Professionelles Handling im Stornofall bringt Stammkunden. Reden Sie mit uns! Tel.: (01) , Neues Hotel für Scheich Al Jaber Der umtriebige österreichischsaudische Geschäftsmann Mohamed Al Jaber bekannt geworden auch durch den nicht gelungenen Einstieg bei der AUA betätigt sich mehr und mehr auch als Hotelier. So soll die Kneissl Star Resort AG, eine Tochter der von Scheich Al Jaber übernommenen Skifirma Kneissl, im salzburgischen Mühlbach am Hochkönig ein weiters Hotel bauen. Der geplante Standort befindet sich jedoch außerhalb des Siedlungsgebiets, freilich ist eine Umwidmung des Grundstücks nicht unwahrscheinlich. In Innsbruck gibt es bereits ein Kneissl Hotel. Fix gebaut wird auch in Kals in Osttirol und in Goldeck in Kärnten. hotel & T O U R I S T I K 11

12 Fly & Drive 2 3/2010 Flugverkehr mit niedriger Unfallrate Fliegen bleibt sicherstes Verkehrsmittel: Die Unfallrate im Luftverkehr ist im vergangenen Jahr auf den zweitniedrigsten Wert in der Geschichte der Branche gefallen. Das ist das Ergebnis des Sicherheitsberichts für 2009, den die internationale Air Transport Association (IATA) jüngst veröffentlicht hat. Sicher transportiert wurden im vergangenen Jahr 2,3 Milliarden Fluggäste auf insgesamt 35 Millionen Flügen. Insgesamt kam es zu 90 Unfällen, davon 19 mit Flugzeugen westlicher Bauart. Generell haben die Fluggesellschaften wegen der Finanzkrise das schlechteste Jahr in ihrer Geschichte erlebt. Laut IATA sank die Zahl der Passagiere um 3,5 Prozent, die Fracht brach um 10 Prozent ein. Das Jahr 2010 soll zwar besser, aber noch immer spartanisch werden. Auch Lufthansa und die AUA sind in der IATA vertreten. Bei der AUA ist die Passagierzahl 2009 um ein Zehntel zurückgegangen, die Lufthansa hatte 2,2 Prozent weniger Passagiere. Air Berlin stockt bei NIKI auf Der Deal zwischen Niki Lauda und Air-Berlin-Chef Joachim Hunold ist unter Dach und Fach: Der Aufsichtsrat von Air Berlin, der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft, hat die Erhöhung der direkten Beteiligung von 24 auf 49,9 Prozent abgesegnet. Als Kaufpreis wurden 21 Millionen Euro angegeben. NIKI soll nach der Aufstockung voll im Air-Berlin- Konzern konsolidiert sein, rechtlich aber selbstständig bleiben. Weiters hat sich Air Berlin eine Option auf die gesamte Fluggesellschaft von Niki Lauda gesichert. Dieser soll aber mindestens noch drei Jahre die Geschicke seiner Airline leiten. Lauda hält über seine Privatstiftung die Anteile an der Fluggesellschaft. Im Zusammenhang mit der Aufstockung der Beteiligung gewährte Air Berlin Laudas Stiftung ein Darlehen in Höhe von 40,5 Millionen Euro. Mit gut gefüllter Kasse lässt sich wohl auch im Preiskampf gegen AUA-Lufthansa besser mithalten und der Wettbewerb wird härter. Die Flugpläne werden künftig noch besser mit Air Berlin abgestimmt. NIKI startet ab dem Sommerflugplan neu von Wien nach Nizza, Kopenhagen und Barcelona. Der Flughafen Wien soll für Air Berlin und NIKI das Drehkreuz Richtung Osteuropa werden. AUA-Abschied von der Börse Die deutsche Lufthansa hat die Österreich-Tochter Austrian Airlines von der Börse genommen. Anfang Februar wurde der Handel mit AUA-Aktien ausgesetzt. Trotz Anfechtungsklagen konnte die Firmenbucheintragung vorgenommen werden. Nachdem die Zwangsabspaltung des AUA-Streubesitzes ( ) nun amtlich und die AUA-Aktie an der Börse Geschichte ist, wollen streitbare Investoren und Anlegerschützer wegen der Höhe der Abfindung vor Gericht ziehen. Flughafen Wien: Skylink-Bau wieder aufgenommen Der wegen hoher Kostenüberschreitungen unter Beschuss geratene Bau des Terminals Skylink wurde nach einem Baustopp wieder aufgenommen. Finanzvorstand Ernest Gabmann geht davon aus, dass die Deckelung von 830 Millionen Euro eingehalten wird. Die Kostendeckelung sei möglich, weil bereits bestehende Verträge mit den Baufirmen neu ausverhandelt wurden. Gabmann rechnet jedenfalls damit, dass der Skylink im ersten Halbjahr 2012 fertiggestellt sein wird. Im Jänner 2010 stieg die Zahl der abgefertigten Passagiere am Flughafen Wien im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf insgesamt 1,202 Millionen Fluggäste. Osteuropa verzeichnete ein Plus von 0,7 Prozent, Westeuropa um 5 Prozent, der Nahe und Mittlere Osten kamen auf ein Plus von 11,3 Prozent. InterSky legt zu Die Bodensee-Airline Intersky verzeichnet einen weiteren Anstieg der Passagierzahlen. Die Frequenzerhöhungen im Sommerflugplan 2010 für die Städte Köln/Düsseldorf und Wien und die neuen Sommerlinien nach Calvi, Nea pel und Pula sorgen für eine kräftige Steigerung der Vorausbuchungen. InterSky-Geschäftsführer Claus Bernatzik: Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir ein Plus von 35 Prozent, und bereits jetzt haben sich viele Kunden ein günstiges Ticket für ihren Sommerurlaub gesichert. Fotos: FlyNiki, InterSky 12 hotel & T O U R I S T I K

13 Opel präsentiert Werden Sie Astra Testfahrer! Überzeugen Sie sich selbst von den Innovationen, die das Leben leichter machen. Zum Beispiel das modernste Kurvenlicht AFL+, der Fahrersitz mit Gütesiegel AGR (Aktion Gesunder Rücken e. V.) und das FlexRide Premium-Fahrwerk, mit dem Sie das Fahrverhalten selbst bestimmen: Normal, Tour oder Sport. So geht s: Einfach das QR-Codefeld mit Ihrem Handy mit der entsprechenden Software abfotografieren, fertig! Sie erhalten daraufhin Zugang zu der Astra Testfahrerseite. Dort nur noch registrieren und schon machen Sie die wahrscheinlich beste Probefahrt Ihres Lebens. Ihr Handy hat keine Software, die den QR-Code lesen kann? Senden Sie einfach ASTRA an 0676/ Unter dem Ihnen dann zugesandten Link können Sie das entsprechende Programm auf Ihr Handy laden. Verbrauch gesamt in l/100 km: 4,2 7,5; CO 2 -Emission in g/km:

14 Gastro news 2 3/2010 Georgiberg beweist Mut zur Röhre Das südsteirische Weingut Georgiberg macht mit der Pariser Verpackungsfirma WIT (Wine in Tubes) gemeinsame Sache. Als erster Abnehmer in Österreich füllt das Winzerpaar Nora und Christian Trierenberg seine Weinkompositionen wie Pinot Blanc 2008, Zweigelt Barrique 2007, Merlot Cabernet 2007 auch in Miniaturglasbehältern ab. Die an Eprovetten erinnernden Röhrchen ermöglichen so das glasweise Ausschenken von hochwertigen Weinen, ohne dass dieser an Qualität verliert oder der Gastronom zu viel Schwund zu verzeichnen hat. Als Geschenkidee, aber auch für Präsentationen bei Weinhändlern und Gastronomen wurden die Tubes erdacht. Eine weitere Ver wendung könnten die Verpackungslösungen mittelfristig in Minibars von Hotels finden, die verschiedene Weinsorten praktisch und elegant anbieten möchten. Anfang März präsentiert der Winzer Georgiberg seine Innovation am Weingut in Berghausen, die Gastronomie will das Team besonders ansprechen, hier sollen noch einige Projekte folgen. Ein aktuelles Set mit den oben angegebenen Weinen (100 ml) in der maßgeschneiderten Box kostet ab Hof 14,60 Euro. Informationen unter Schlumberger wächst nicht nur zu Hause Markteintritt in Russland und Fokus auf die Herkunft. Nach drei Quartalen hat der börsennotierte Sekt- und Spirituosenhersteller mehr Umsatz und Gewinn eingefahren. Schlumberger-Sprecher Benedikt Zacherl sieht die gesteckten Pläne (rund fünf Prozent Wachstum) als weiter aufrecht. Schlumberger weist einen konsolidierten Umsatz von 179 Millionen Euro aus, um 5,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bereinigt um die Übernahme der Hochriegl Wein- und Sektkellerei im November 2009 und den Verkauf von Appelt im August ist der Umsatz demnach um 3,8 Prozent gestiegen. Der Fokus auf die rein österreichische Herkunft der Produkte soll weiter forciert werden. Neue Kooperationen mit der Agrarmarkt Austria (AMA) und dem Landwirtschaftsministerium seien geplant. Nach vorläufigen Nielsen-Daten ist der Schaumweinmarkt in Österreich 2009 um sieben Prozent gewachsen. Bei Schlumberger sind alle drei Sektmarken gewachsen und nehmen laut Zacherl einen Marktanteil von 30 Prozent ein. Nummer eins am österreichischen Sektmarkt ist weiterhin die Gruppe Henkel/Kupferberg/Söhnlein mit einem Marktanteil von 32 Prozent. Gastro-Rochaden an der Spitze In der Topgastronomie brodelt es in der Personalküche. Ein Kommen und Gehen prägt die Lokalitäten der Bundeshauptstadt. Große Erwartungen wurden beispielsweise in Gerald Angelmahr gesetzt, der vor eineinhalb Jahren die Nachfolge von Reinhard Gerer im Korso des Wiener Hotels Bristol antrat. Nun ist auch Angelmahr Chefkochgeschichte, ihm folgt Christian Krumpholz, der zuletzt als Chef de Cuisine im Radisson SAS Palais Hotel tätig war. Damit lässt er Gerüchte und vorschnelle Tageszeitungsberichte verstummen, die schon Bernhard Rieder als Kochlöffel-Erbe im Bristol gesehen haben (hotelundtouristik.at berichtete). Gerer hingegen lässt die Kunde eines neuen Projekts umgehen. Nach der Eröffnung des Magdalenenhofs im vergangenen Sommer soll im Frühjahr 2011 eine Mischung aus Restaurant, Club und Bar starten. Unter dem Titel Dinner Dance wird es Livemusik und moderne Kunst geben. Auch in Salzburg tut sich einiges, Klaus und Petra Fleischhaker übergeben ihr Restaurant Pfefferschiff nach 19 Jahren an die Jugend. Nachdem Fleischhaker dem Haus drei Gault-Millau-Hauben erkocht hat, übernehmen nun Jürgen und Iris Vigne das Zepter, die beide schon seit mehreren Jahren im Betrieb arbeiten. Neue Visionen des Gastro-Paares sind vorprogrammiert. Ebenso dem Neuen hingeben will sich Ferran Adriá, der oft als bester Koch der Welt hochgelobte Erfinder der Molekularküche. Er schließt sein legendäres El Bulli in einer abgelegenen Bucht an der spanischen Costa Brava für zwei Jahre, dann sollen er und das Lokal wiederkommen. Wir halten Sie auf dem Laufenden: Bühne frei für Julius Meinl Das Traditionshaus Julius Meinl konnte für seine Topmarke 1862 Premium zwei kulturelle Neukunden gewinnen. Nach der Wiener Staatsoper vertrauen nun auch das Burg- und das Akademietheater auf den röstfrischen Kaffeegenuss in den markant geschwungenen dunkelroten Tassen. Damit ist es uns gelungen, die Brücke zwischen Tradition und Moderne zu schlagen freut sich Marcel Löffler, CEO der Julius Meinl Industrieholding. Mittlerweile umfasst die Partnerschaft das English Theatre, das Wiener Metropol und das Theater im Alsergrund. Fotos: Weingut Georgiberg, GoIn / MBM 14 hotel & T O U R I S T I K

15 2 3/2010 Gastro news Zwei Kaffeehaus- Klassiker überleben Die altehrwürdigen Wiener Kaffeehäuser Ritter und Museum bekommen noch eine Chance. Nach langem Bangen um das in Konkurs gegangene Café Ritter auf der Mariahilfer Straße steht eine mögliche Neuübernahme im Raum. Über den neuen Eigentümer will der Rechtsanwalt und Masseverwalter Walter Kainz jedoch noch nichts verraten. Der Eigentümer wird selbst bestimmen, wann er an die Öffentlichkeit geht, betont Kainz gegenüber dem Kurier. Das Café Museum sperrte Ende Dezember zu, der Besitzer Alexander Rokitansky will aber im April oder Mai neu durchstarten. Mit einem neuen Konzept und gemütlichen Sitzlogen soll das von Streitigkeiten und Verwirrung gebeutelte Café für die nötige Wiener Kaffeehausgemütlichkeit sorgen. Eine Pacht des Landtmann-Betreibers Berndt Querfeld ist im Gespräch. Holzmöbel aus Reis Unter dem Markennamen Resysta präsentiert das Unternehmen Go In erstmals wetterbeständige Outdoormöbel, die nicht aus Tropenholz, sondern aus einem neuen umweltverträglichen Kunststoff gefertigt werden. Die Zeit ist reif für ein neues Material, betitelt Go In seine Produktinnovation, denn damit soll bedrohtes Tropenholz als Rohstoff für die Outdoor-Möblierung ersetzt werden. Resysta ist zu 100 Prozent recycelbar, extrem widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse wie Sonne, Regen, Schnee oder Salzwasser. Von Insekten und Pilzen wird Resysta nicht befallen, das Material quillt nicht, splittert nicht, reißt und verrottet auch nicht. Es sieht aus wie Holz in seiner schönsten Form und fühlt sich auch so an durch seine längere Lebensdauer und den minimalen Pflegeaufwand eignet sich das Material besonders für Gastronomie und Hotellerie. Entwickelt wurde der Werkstoff von der Münchener Boulevard Möbel GmbH und besteht zu 60 Prozent aus Reishülsen, zu 22 Prozent aus Steinsalz und zu 18 Prozent aus Mineralöl. Innovative Hygiene. the new washroom generation intelligent balanced unique HAGLEITNER HYGIENE ÖSTERREICH GmbH Tel +43 (0) hotel & T O U R I S T I K 15

16 hotel & T O U R I S T I K Klasse statt Masse? Marken- und Preispolitik in Zeiten des Umbruchs Am 20. Mai 2010 im Congress Casino Baden Wir laden Sie sehr herzlich ein zu den 8. Badener Tou rismus gesprächen, dem Strategieforum für die österreichische Tourismuswirtschaft. Veranstaltet von hotel & Touristik, den Casinos Austria und in enger Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich. Wer mit dem hohen Tempo, das auch die Tourismus wirtschaft erfasst hat, mithalten will, braucht neuen Input und auch das Gefühl der Zugehörigkeit und der Gemeinschaft. Beide Aspekte haben wir in diesem Jahr ganz besonders in den Fokus gerückt. Die Programmhighlights: Keynote Speaker: Dr. Ralph Scheuss, international anerkannter Wettbewerbsstratege und Management Consultant in St. Gallen. Sein Job führt ihn regel mäßig in die aggressivsten Wettbewerbszonen dieser Welt wie nach China, Indien oder in die USA. Sein zentrales Thema ist der starke Wettbewerb mit seinen Herausforderungen für Kunden, Mitarbeiter und Management sowie die Auswirkungen der radikalen Veränderungskräfte auf die Businesslandschaft. Sein Thema bei den Badener Gesprächen: Crazy Business: Wie verrückt ist noch erfolgreich? Prof. Dr. Marco A. Gardini, Mitglied des wissenschaftlichen SCOPAR-Beratergremiums, Markenspezialist und ein Kenner der europäischen Hotellerie, spricht über Die Botschaft der Hotelmarke: Emotionen und Orientierung. Dkfm. Dr. Walter Sonnleitner, Wirtschaftspublizist und Consulter, langjähriger ORF-Wirtschaftsjournalist und erfolgreicher Buchautor ( Stirb bankrott ), hat für die Badener Touris musgespräche einen besonderen Titel vorbereitet: Reicher als reich? Nicht den Gierigen, den Glücklichen gehört die Welt. 16 hotel & T O U R I S T I K

17 DI Hans-Dieter Toth ist Geschäfts führer von Eurotours, die größte Incoming- Agentur Europas und zweitgrößter Reiseveranstalter Öster reichs. Das Unternehmen beliefert unter anderen Hofer Reisen in Österreich. Die Vertriebsstärke von Eurotours ist ein interessantes Asset für die gesamte Hotellerie. Hans Dieter Toth exklusiv auf den Badener Tourismus gesprä chen zum Thema: Zwischen Arroganz und Einsicht: Der Gast, der weniger zahlt, ist kein schlechter Gast. Dr. Jakob Edinger, renommierter Unternehmensberater, Chef der ETB Edinger Tourismusberatung, kennt den heimischen und den europäischen Markt wie seine Westentasche und hat in seiner langjährigen Karriere über Betriebe betreut. Sein Gastbeitrag: Hochpreisstrategie oder Hofer-Preise oder beides? DI Dr. Klaus Woltron, Unternehmer, Buchautor ( Die 7 Narreteien des 21. Jahrhunderts, Die Perestroika des Kapitalismus ) und Kolumnist, referiert über das Thema Wendezeit für den Neoliberalismus?. Pro & Contra: Hofer, Aldi & Co. Auslastung um jeden Preis? heißt der Titel einer prominent wie kompetent besetzten Diskussionsrunde mit Erich Falkensteiner, CEO der Falkensteiner Michaeler Tourism Group, Rudolf Tucek, Vorstandsvorsitzender der Vienna International Hotels, Mag. Günther Wimmer, Chef der V.A. Hotel GmbH und mit Eurotours-Geschäftsführer DI Hans- Dieter Toth. Am 20. Mai um Uhr laden wir Sie sehr herzlich ein zur Verleihung der Awards an den Hotelier des Jahres und den Gastronomen des Jahres. Die Partner der Badener Gespräche 2010: ProgrammInfos und Anmeldungen: Eva Maria Kanz Tel.: 43/(0)1/ od. 531 Fax: 43/(0)1/ Hotelunterkünfte in Baden: Kurdirektion Baden via oder telefonisch unter 02252/ Tagungsgebühr: 190, Euro (zzgl. MwSt.). Für Studenten und Fachhochschüler (Ausweis) 25, Euro ohne Abendveranstaltung (zzgl. MwSt.) hotel & T O U R I S T I K hotel & T O U R I S T I K 17

18 Journal 2 3/2010 Neue Wege im Vertrieb Nachdenkpause: Die actb wird vorerst nur alle zwei Jahre stattfinden. Die Tirol Werbung will als Antwort auf Veränderungen im Vertrieb mit thealps den Alpenraum international positionieren. Petra Stolba, ÖW, und Bundesspartenobmann Johann Schenner freuen sich über das Nächtigungsplus 2009 bei den Inlandsgästen Erst vor drei Jahren wurde die atb (austrian travel business) um den zentraleuropäischen Incomingmarkt und somit zur actb erweitert. Heuer fand diese Messe erstmals im Austria Center Vienna stand, eine an sich sehr schöne Location, aber leider verwirrend in der Beschriftung für Erstbesucher und in manchen Räumen derart kalt, dass man nur die Flucht ergreifen konnte. Insgesamt präsentierten sich 513 Unternehmen. Das Gros der Aussteller entfiel auf die Hotellerie sowie auf Incomingreisebüros und Destinationen. Nicht zu vergessen die Internationale Touristische Werbegemeinschaft Die Donau, die sich mit ihren Mitgliedern in das Messegeschehen integrierte. Besonders geschätzt: das attrakti ve Rahmenprogramm mit dem traditionellen Eröffnungsabend im Wiener Rathaus. Wie Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, in ihrer Eröffnungspressekonferenz betonte, habe sich der Vertrieb touristischer Produkte in den vergangenen Jahren dramatisch verändert: Das erfordert auch von der ÖW die Schaffung neuer Plattformen, und die erste Anpassung ist, dass die actb vorerst nur mehr alle zwei Jahre stattfinden wird. Ebenso werden die Verkaufsförderungsaktivitäten der ÖW in den Märkten unter die Lupe genommen. Dazu wird die actb von der Universität St. Gallen gecheckt. Für die Jahre zwischen der actb, beginnend mit 2013, wird die ÖW eine neue Verkaufsförderungsplattform mit dem Schwerpunkt Erlebnis des Tourismuslandes Österreich vorstellen. Dazu kommen auch neue Plattformen. So wird sich auf Initiative der Tirol Werbung ab 2010 unter dem Namen thealps der Alpenraum international positionieren. Die Österreich Werbung unterstützt diese Plattform (Auftakt am 13. und 14. September in Innsbruck), die neben der Präsentation innovativer alpiner Tourismusprojekte auch ein Fachsymposium beinhaltet (www.the-alps.eu). Gemeinsame Anstrengungen haben 2009 dafür gesorgt, dass das Nächtigungsminus lediglich bei 1,9 Prozent gelegen ist, während die Nächtigungen bei den Inländern sogar um 1,6 Prozent gestiegen sind. Wie Bundesspartenobmann Johann Schenner betonte, werde eine starke Wintersaison den Erfolg des laufenden Jahres mitentscheiden. Die Wirtschaftskammer vertrete an die Tourismusbetriebe und sei bestrebt, diese Betriebe substanziell zu unterstützten. So sieht Schenner in der neuen, einheitlichen Hotelklassifizierung (zunächst in sieben europäischen Ländern) ein Angebot zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit für die heimische Tourismuswirtschaft. An der Realisierung des Projekts war der Fachverband Hotellerie maßgeblich beteiligt. TV-Kampagne Wirtschaftsminister Mitterlehner genehmigte zusätzliches Budget für die Wintersaison. Der Wirtschafts- und Tourismusminister stellte aus seinem Ressort der Österreich Werbung weitere Euro zur Verfügung, mit denen die Wintersaison zusätzlich beworben werden kann. Reinhold Mitterlehner: Wie die Zahlen für das Tourismusjahr 2009 zeigen, war die Inlandskampagne sehr erfolgreich. Wir weiten sie daher mit TV-Spots aus, um die Österreicher noch stärker zum Urlaub daheim zu inspirieren und ein starkes Finale für die Wintersaison hinzulegen. Denn eine starke Wintersaison werde auch erfolgsentscheidend für das Ergebnis 2010 sein, zumal in diesen Zeitraum bereits die Hälfte aller Nächtigungen fallen und diese aufgrund der höheren Wertschöpfung wesentlich zur Gesamtbilanz beitragen. Mit den TV-Spots auf ORF, ATV und den Österreich-Werbefenstern der deutschen Privatsender sowie Eurosport soll auch dem stärker werdenden Trend zu kurzfristigen Buchungen entsprochen werden. Schenkt man wichtigen Branchenanalysten Glauben, so hat die österreichische Tourismuswirtschaft die Talsohle bereits erreicht und könnte mit einem stabilen Jahr 2010 rechnen. Bei den Nächtigungen dürfte sich diese Rechnung ausgehen, nicht jedoch bei den Umsätzen, da die Preise insgesamt nachgegeben hätten. Laut Egon Smeral, dem Tourismusexperten des Wirtschaftsforschungsinstituts, dürften die Tourismusumsätze nach einem Rückgang von zwei Prozent im Vorjahr im Jahr 2010 um 2,5 Prozent zurückgehen. Foto: ÖW 18 hotel & T O U R I S T I K

19 2 3/2010 Journal Der Ablösepoker um Herbert Kaufmann Foto: J. Brunnbauer Ich kann mich gut erinnern: Viele Jahre lang pilgerte ich zu den Bilanzpressekonferenzen der Flughafen Wien AG. Ein Jahr besser als das andere, immer wieder neue Rekorde bei Passagieren, Umsätzen und Gewinnen. Es waren gute Jahre für Flughafen- Vorstandssprecher Herbert Kaufmann. Ein Platz an der Sonne war ihm gewiss. Heute wird er sich wohl wehmütig an diese Zeiten zurückerinnern, denn seit vielen Monaten vergeht kein Tag ohne mediale Spekulationen: Geht er, bleibt er, wird er gegangen? Massive Baukostenüberschreitungen beim Terminal Skylink und der Baustopp im letzten Sommer haben ihm die Suppe eingebrockt. Ex-Flughafenvorstand Christian Domany, er kam aus dem Stall der Wirtschaftskammer und hatte vom Bauen gewiss keine Ahnung, zeichnete für den Skylink verantwortlich. Er ist natürlich schon längst über alle Berge. Nachfolger Ernest Gabmann macht jetzt das Beste daraus, aber Kaufmann hat als Letztverantwortlicher den eigentlichen Scherbenhaufen. Um seine Person gibt es so viele Gerüchte, dass man Dichtung und Wahrheit kaum mehr auseinanderhalten kann. Was jedoch noch schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass es auch bei der jüngsten Aufsichtsratssitzung keine Klarstellung zum angeblich bevorstehenden Abgang von Herbert Kaufmann gegeben hat. Für mich ein Indiz dafür, dass hinter den Kulissen sein Abgang unter den Eigentümern, der Stadt Wien und dem Land Niederösterreich, so gut wie paktiert sein könnte und die Bekanntgabe der Vertragsauflösung nur noch eine Frage der Zeit und der von Kaufmann gestellten finanziellen Bedingungen ist. Wer seine Karriere auf einem Polit-Ticket aufgebaut hat, muss selbst ohne Skylink jederzeit damit rechnen, die Gunst der einstigen Fürsprecher zu verlieren. Das ist Teil des Spiels und Teil jener Wahrheit, die in Unternehmen herrscht, wo die Politik das eigentliche Sagen hat. So gesehen ist Herbert Kaufmann nicht nur Profiteur, sondern auch Opfer eines Systems, das bei nicht genehmen Entwicklungen ganz einfach die Köpfe rollen lässt. Ernest Gabmann hat jüngst den Startschuss für die Wiederaufnahme der Bauarbeiten am Skylink gegeben und hat, wie er sagt, alles im Griff. Sonja Lesjak-Rasch hotel & T O U R I S T I K 19

20 Journal 2 3/2010 Auf der Überholspur Kröswang fährt trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein Spitzenergebnis ein. Persönlicher Service und Zuverlässigkeit machen sich bezahlt. Inzwischen ist Kröswang auch im Ausland erfolgreich. Wir machen viele Dinge anders als die Mitbewerber, begründet GF Manfred Kröswang den Erfolg Mit 94 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2009 konnte Kröswang seinen Umsatz um zwölf Prozent steigern und seinen Marktanteil weiter ausbauen. Vor dem Hintergrund eines rückläufigen Marktes und gesunkener Preise ist das Ergebnis des Frische-Lieferanten umso beachtlicher. Ein Mengenwachstum von 14,7 Prozent erweckt überhaupt den Eindruck, dass die Krise völlig spurlos am Grieskirchner Familienbetrieb vorübergegangen ist. Doch diese Vermutung rela tiviert Geschäftsführer Manfred Kröswang: Natürlich haben wir gespürt, dass viele unserer Kunden mit Problemen zu kämpfen haben. Aber durch die Ausweitung unseres Liefergebiets nach Bayern, überdurchschnittlich viele Neukundengewinne und Zuschläge bei öffentlichen Ausschreibungen haben wir trotz der Rahmenbedingungen ein passables Ergebnis hingelegt. In einem normalen Jahr hätten wir an der 100-Millionen-Umsatzgrenze gekratzt. Der Erfolg des Großhändlers basiert laut Manfred Kröswang auf mehreren Säulen: ein breites Sortiment an frischen Waren, die ausschließlich auf Bestellung produziert und innerhalb von 24 Stunden zum Kunden geliefert werden. Eine Lieferzuverlässigkeit von 99,7 Prozent und geprüfte Qualität samt Zufriedenheitsgarantie auf alle Artikel im Sortiment. Dazu kommen ein attraktives Preis- Leistungs-Verhältnis durch eine schlanke Kostenstruktur und eine klare Sortimentspolitik sowie die persönliche Betreuung aller Kunden durch mehrere Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen. Wir machen viele Dinge anders als die Mitbewerber, erklärt Kröswang, das mache in Summe den Erfolg aus. Das Jahr 2009 war für das Unternehmen nicht nur erfreulich, was die Umsatzzahlen betrifft es konnte auch mehrere Meilensteine in der Unternehmensentwicklung setzen: Mit der Zertifizierung nach den Normen ISO 9001:2008 und ISO 22000:2005 hat der Großhändler Standards in der Qualitätssicherung gesetzt und ist damit laut seinem Geschäftsführer der am strengsten geprüfte Lebensmittelgroßhändler Österreichs. Mit der Eröffnung des ersten Aus- landsstandortes in München habe man eine goldrichtige Entscheidung getroffen, betont er. Obwohl die bayerische Hauptstadt erst seit April 2009 beliefert wird und man in puncto Bekanntheit von Null anfangen musste, habe der Standort bereits eine Million Euro zum Gesamtumsatz beigetragen. Aber auch am Stammsitz des Unternehmens wurde kräftig investiert und im September 2009 das Frischekompetenzzentrum feierlich eröffnet. Wirtschaftlich peilt Manfred Kröswang für 2010 ein Umsatzplus von 16 Prozent an. Bei einem Mengenwachstum wie 2009 sei diese Zahl realistisch, auch wenn die Preisentwicklung nie exakt vorhersehbar sei. Teller für Top Wirte Die Machreichs durften heuer die Auszeichnung Top Wirt für ihr Triad entgegennehmen. Christoph Madl (NÖ Werbung) gratuliert den Top Wirten Veronika und Uwe Machreich (Triad) gemeinsam mit Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav und Ulli Amon-Jell, Obfrau der NÖ Wirtshauskultur (v. l.) Die Event-Pyramide in Vösendorf ist prall gefüllt mit Wirten, Braumeis tern, Sponsoren, Markenartiklern, Ehrengästen und Freunden. Sie alle sind gekommen, um die Besten der Niederösterreichischen Wirtshauskultur zu beglückwünschen. Die Sieger sind allesamt Botschafter des Landes für Genießer, wie es Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav formuliert. Die Gewinner der Auszeichnung Top Wirt 2010 nehmen den Teller erfreut entgegen, er wird sich wohl in die Sammlung der Hauben, Sterne und Punkte einreihen. Veronika und Uwe Machreich führen den ehemaligen Stall in Krumbach als Dreiheit: Wirt z Haus, Golf Range und Landurlaub. Sie haben sich nach umfangreichen Karrieren nun endlich ihren Traum des eigenen Lokals erfüllt, wo man beispielsweise vom Chef s Table aus dem Team um Küchenchef Mario Komorowski beim Zubereiten der Haubenmenüs auf die flinken Finger schauen kann. Weiters ausgezeichnet wurden Andreas Franks Gasthaus Frank als Einsteiger und das Gasthaus Bärenhof der Familie Kolm als Aufsteiger Auf unserer Website (www.hotelundtouristik.at) finden Sie weitere Infos und Bilder. Fotos: Kröswang; NÖ Werbung / Helmut Lackinger 20 hotel & T O U R I S T I K

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