Private Equity Survey Deutschland Österreich Schweiz Schwerpunkt: Healthcare

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1 Corporate Finance Q Private Equity Survey Deutschland Österreich Schweiz Schwerpunkt: Healthcare Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch die Private-Equity-Branche in 2009 erneut stark getroffen. Getrieben durch die restriktive Kreditvergabe der Banken und die anhaltende Ungewissheit über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben die Anzahl und das Volumen von Private- Equity-Transaktionen einen neuen Tiefpunkt erreicht. Allerdings zeigt diese Umfrage, dass Branchenexperten erstmals seit 2007 an Optimismus gewinnen und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen und M&A-Aktivität erwarten. Unterstützt wird dieser Optimismus durch ein Anziehen der M&A-Aktivitäten im letzten Quartal Hierfür stehen nur beispielhaft zwei signifikante Transaktionen mit Private-Equity-Involvierung: Der Verkauf von Unitymedia von Apollo und BC Partners sowie der Erwerb von Springer Science + Business Media durch EQT und GIC. Der Industrieschwerpunkt dieser Ausgabe ist der Gesundheitssektor. Entgegen anderer Branchen bewerten die befragten Private-Equity-Manager den Gesundheitssektor auch während der Krise durchweg positiv. Auch im letzten Jahr konnte diese Branche durch Beteiligungen auf sich aufmerksam machen. So zählte der Erwerb der Median Kliniken durch Advent zu den größten Private-Equity-Transaktionen in Grund genug, diese Industrie in der aktuellen Ausgabe besonders unter die Lupe zu nehmen.

2 Private Equity Stimmungsindikator Nach einem absoluten Stimmungstief in der Private-Equity- Branche kehrt nun endlich die Zuversicht in das Beteiligungsgeschäft zurück. Der Stimmungsindikator aus der aktuellen Befragubg steigt im Vergleich zur letzten Umfrage um 23% auf 95 Punkte. Damit liegt der Wert erneut auf dem Niveau von 2003 vor dem Private-Equity-Boom. Den stärksten Einfluss hatte hierbei die positive Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Zwar bleibt der Zugang zum Fremdkapital weiterhin schwierig, allerdings zeichnet sich in den für das letzte Quartal 2009 vorliegenden Zahlen des deutschen M&A-Marktes ein deutlicher Rückgang des negativen Trends seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise ab (Abb.1). Analyse Grundsätzlich ist die allgemeine Stimmung am Private- Equity-Markt deutlich besser als noch vor einem Jahr. Haupteinflussfaktor für die positive Einschätzung ist der wiederkehrende Optimismus in das gesamtwirtschaftliche Klima. Lediglich 7% der befragten Manager sehen der zukünftigen Entwicklung der Wirtschaft weiter pessimistisch entgegen, wohingegen die Übrigen gleich stark verteilt eine deutliche Verbesserung oder zumindest ein Ende der Regression erwarten (Abb. 2). Abb. 1 Private-Equity-Stimmungsbarometer Veränderung Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 /2 Q3 Q4 Q PE-Stimmungsindikator Veränderung Index (linke Skala) PE-Index (rechte Skala) Abb. 2 Ich erwarte, dass sich das gesamtwirtschaftliche Klima Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 /2 Q3 Q4 Q4 verbessert verschlechtert nicht verändert 2

3 Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftkrise stellt die Fremdfinanzierung eine der größten Herausforderungen für die Private-Equity-Branche dar. Die aktuelle Umfrage zeigt bereits, dass der Großteil der Befragten mindestens von einer Stabilisierung (42%), wenn nicht sogar von einer Verbesserung ausgeht (26%) (Abb. 3). Entgegen dieser durchweg positiven Entwicklung der Umfragewerte fürchten über 72% der Manager zunehmende Schwierigkeiten bei der Auflage von neuen Fonds. Diese schlechte Stimmung wird insbesondere durch die anhaltende restriktive Kreditvergabe der Banken geschürt, die Übernahmen nur noch in Bankenclubs mit hohem Koordinations- und Abstimmungsaufwand unterstützen und von Private-Equity-Häusern Eigenkapitalquoten von mehr als 50 Prozent fordern. Zudem trägt der Wettbewerb unter den Gesellschaften um das Kapital der engagierten Investoren beim Fundraising ebenfalls dazu bei (Abb. 4). Abb. 3 Ich erwarte, dass sich die Zugänglichkeit zu (Leverage-) Fremdkapital für Unternehmenstransaktionen Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 /2 Q3 Q4 Q4 verbessert verschlechtert nicht verändert Abb. 4 Ich erwarte, dass das Auflegen neuer Fonds zukünftig Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 /2 Q3 Q4 Q4 leichter wird schwieriger wird gleich bleibt 3

4 Dennoch kann bei der Entwicklung der eigenen Beteiligungen eine leichte Trendwende beobachtet werden. Über 36% der Befragten erwarten eine Verbesserung der finanziellen Lage ihrer Portfolios in den nächsten Monaten (Abb. 5). Deal-Aktivitäten Gemäß der zuversichtlichen Stimmung auf dem Private- Equity-Markt rechnen über 55% der befragten Manager mit einer zunehmenden Deal-Aktivität. Dafür spricht ein Exit-Stau bei vielen PE-Häusern, der eventuell durch Notverkäufe weiter verstärkt wird. Darüber hinaus bleibt M&A bei vielen Strategen auf der Agenda und wird die Verfügbarkeit von interessanten Transaktionen weiter unterstützen (Abb. 6). Abb. 5 Ich erwarte, dass sich die finanzielle Lage meiner Beteiligungen Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 /2 Q3 Q4 Q4 verbessert verschlechtert nicht verändert Abb. 6 Ich erwarte, dass sich Deal-Aktivitäten (bezogen auf Anzahl der Deals, Targets, Volumen etc.) Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 /2 Q3 Q4 Q4 verbessern verschlechtern nicht verändern 4

5 Grundsätzlich werden mit einem abnehmenden Trend und seit Beginn der Umfrage mehr Unternehmenskäufe als Verkäufe erwartet. Bis zum Ausbruch der Finanzkrise haben sich diese Werte am stärksten angenähert. Um dann in 2007 und 2008 erneut stark auseinander zu driften. So dass mit geringen Abstrichen zum Vorjahr immer noch über 6 der Manager zu neuen Investitionen neigen (Abb. 7). Während der Krise stieg die Erwartungshaltung an die Private Equity Manager, sich intensiver auch im operativen Geschäft um bestehende Portfoliounternehmen zu kümmern. Damit einher ging die Notwendigkeit zur Refinanzierung, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Nach wie vor nimmt aus Sicht der befragten Manager mit über 38% die Portfoliobetreuung die wichtigste Aufgabe für die Private Equity Branche ein. Ferner wird davon ausgegangen, dass die Refinanzierungsphase weitestgehend abgeschlossen ist und erneut verstärkt nach neuen Investitionen gesucht wird (Abb. 8). Abb. 7 Ich erwarte, dass ich mehr abwickeln werde Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 /2 Q3 Q4 Q4 Käufe Verkäufe Käufe = Verkäufe Abb. 8 Ich erwarte, dass sich unser Unternehmen in den nächsten Monaten hauptsächlich um Folgendes kümmert: Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 /2 Q3 Q4 Q Neue Fonds Portfolio Neuinvestition Refinanzierung Desinvestition 5

6 Die wachsende Bereitschaft zu Neuinvestitionen ist auch auf attraktivere Bewertungen bei krisengeschwächten Übernahmekandidaten und den Exit-Druck bei einigen Private-Equity-Häusern mit einem entsprechenden Rückgang bei den EBITDA-Multiples zurückzuführen. Nur ein kleiner, wenn auch steigender Anteil der befragten Manager geht von einem Anstieg der Kaufpreisbewertungen aus (Abb. 9). Entsprechend der niedrigeren Bewertungen ist die Exit- Situtation momentan schwierig. Exits durch einen IPO sind nahezu komplett zum Erliegen gekommen. Einen möglichen Ausweg sehen 56% der befragten Manager in Trade Sales an strategische Investoren, die trotz der Krise noch über genügend Kapital verfügen. Lediglich 21% der Befragten würden einen Secondary Buy- Out für eine anstehende Desinvestition wählen (Abb. 10). Abb. 9 Ich erwarte, dass EBIT-/EBITDA-Multiplikatoren, bezogen auf den Kaufpreis bei Unternehmensverkäufe Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 /2 Q3 Q4 Q4 steigen sinken gleich bleiben Abb. 10 Ich würde für eine anstehende Desinvestition unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen folgenden Exit-Channel wählen (Mehrfachnennungen möglich): Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 /2 Q3 Q4 Q IPO Trade Sale 2nd Buy-Out Buy-Back Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen Stille Beteiligung 6

7 Bislang zögern deshalb auch die meisten Verkäufer und warten auf eine bessere Bewertung ihrer Beteiligung. Durch den Mangel an interessanten Exit-Möglichkeiten scheinen deshalb durchschnittliche Haltezeiten von Portfoliogesellschaften unter vier Jahren, wie es noch vor der Krise üblich war, vorerst nur selten möglich zu sein. Die Finanzkrise hat auch ihre Konsequenzen für die Dauer bis zum Deal-Closing. Die restriktive Kreditvergabe der Banken hat zur Folge, dass Firmenübernahmen mit einem Volumen von über 100 Mio. Euro nur durch eine Zusammenarbeit mehrerer Kreditinstitute möglich sind. Zwar machen solche Bankenclubs größere Transaktionen noch möglich, jedoch steigt dadurch auch die Komplexität in den Transaktionsprozessen. Zudem herrschte in den vergangenen Quartalen eine große Diskrepanz bei der Preisvorstellung zwischen Käufern und Verkäufern. Das führte in 2009 ebenfalls zu Verzögerungen und in vielen Fällen zum Abbruch von Transaktionen. 64% der Befragten gehen auch weiterhin davon aus, dass Beteiligungsprozesse zunächst länger dauern werden (Abb. 11). Abb. 11 Ich erwarte, dass die durchschnittliche Dauer bis zum Deal-Closing Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 Q2 Q3 Q4 /2 Q3 Q4 Q4 steigt sinkt gleich bleibt 7

8 Schwerpunkt: Healthcare Ein erster Blick auf die Ergebnisse der Befragung deutet darauf hin, dass die negative globale Konjunkturaussicht den Gesundheitssektor deutlich geringer als andere Branchen beeinflusst. Über die Hälfte der Befragten verfügen derzeit über mindestens ein Investment im Gesundheitsbereich, darüberhinaus haben weitere 22% in der Vergangenheit schon mal in diesen Sektor investiert. Für die Zukunft können sich mehr als 7 der Private-Equity- Manager eine Investition in diesem Bereich vorstellen. Davon möchte jeder zweite Befragte in ein deutsches Unternehmen investieren (Abb ). Abb. 12 Erwarten Sie Auswirkungen der Finanzkrise auf den Gesundheitsmarkt? 47% 53% Ja Nein Abb. 13 Haben Sie derzeit ein Investment in Unternehmen im Gesundheitswesen oder im Medizintechnik-, Biotechnologie- bzw. Pharmabereich? Abb. 14 Planen Sie derzeit in Unternehmen im Gesundheitswesen oder im Medizintechnik-, Biotechnologie- bzw. Pharmabereich zu investieren? 5% 22% 24% 37% 28% 22% 19% 36% 7% Ja, in Deutschland Ja, außerhalb von Deutschland Nein, aber zuvor in der Vergangenheit Noch nie Ja, erstmalig in Deutschland Ja, erstmalig außerhalb von Deutschland Ja, wieder in Deutschland Ja, wieder außerhalb von Deutschland Vielleicht Nein 8

9 Nach Ansicht der Befragten nehmen neben erwarteten Konsolidierungstrends und der Entwicklung neuer Versorgungsformen vor allem die demografische Entwicklung, die staatliche Regulierung der Branche und der technische und pharmazeutische Fortschritt großen Einfluss auf die Dynamik der Branche. Während von der demografischen Entwicklung durchweg positive Auswirkungen für den Gesundheitssektor erwartet werden, stellt zurzeit nach Ansicht der Befragten die staatliche Regulierung den größten Risikofaktor dar (Abb. 15). Investitionen insbesondere in kleinere mittelständische Unternehmen Der deutsche Gesundheitssektor wird neben wenigen großen Anbietern durch eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen bestimmt, denen in den nächsten Jahren Generationswechsel in der Eigentümerstruktur bevorstehen. Laut der aktuellen Umfrage sind 76% der Befragten bereit, in Unternehmen mit einem Umsatzvolumen zwischen 50 Mio. und 100 Mio. zu investieren. Dies lässt auch zukünftig eine Konsolidierung in den verschiedenen Bereichen erwarten (Abb. 16). Abb. 15 Was sind Ihrer Meinung nach die wesentlichen Treiber und Trends im Gesundheitswesen in Deutschland? 4 Durchschnittliche Rangfolge (4 am höchsten) Demografische Entwicklung Staatliche Regulierung der Branche Entwicklung neuer technischer & pharmazeutischer Behandlungsmethoden Konsolidierung der Branche Entwicklung neuer Zusätzliche Versorgungsformen Ausgaben privater für die Patienten Haushalte für Gesundheitsleistungen Abb. 16 Ab welcher Unternehmensgröße würden Sie in Unternehmen im Gesundheitswesen investieren? 3% 21% 76% Mio. Umsatz Mio. Umsatz > 200 Mio. Umsatz 9

10 Private-Equity-Manager sehen Wachstum in verschiedenen Bereichen Wachstum im Gesundheitssektor erwarten die Befragten vor allem in den Bereichen Onkologie, Diabetologie, Neurologie und Geriatrie. Dahingegen werden geringere Steigerungen aus dem Bereich Psychiatrie erwartet. Insbesondere die Onkologie lässt durch die Entwicklung neuer Medikamente und Behandlungsmethoden Steigerungen erwarten, wenn geklärt werden kann, wie diese jeweils vergütet werden (Abb. 17). Großes Potenzial in der Medizintechnik Laut aktueller Befragung ist die Bereitschaft zur Investition in die verschiedenen Bereiche im Gesundheitswesen unterschiedlich hoch. Über 45% der Befragten bevorzugen Investitionen in medizintechnische, pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen, während nur ca. 2 in die eigentlichen Leistungserbringer wie Altenheime, Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken investieren wollen. Insbesondere die Unternehmen der Medizintechnologie sehen positiv in die Zukunft, da sie trotz der Wirtschaftskrise in 2009 laut Angaben des Bundesverbands Medizintechnologie e.v. mit durchschnittlich 4% gewachsen sind (Abb. 18). Abb. 17 Welche medizinischen Indikationsbereiche sind Ihrer Meinung nach Wachstumsmärkte, in die Sie bevorzugt investieren würden? 3 Durchschnittliche Rangfolge (3 am höchsten) Onkologie Diabetische Indikationen Neurologie Geriatrie Psychiatrie/Psychosomatik Abb. 18 Welche der folgenden Bereiche halten Sie für PE-Investitionen in Deutschland für besonders geeignet? Biotechnologieunternehmen Medizin- Unternehmen technik- unternehmen Diagnostik/ im Bereich der Labore Lieferanten der Leistungserbringer & Patienten Alten-/ Pflegeheime Medizinische Versorgungszentren Rehabilitationskliniken Pharmaunternehmen Krankenhäuser 10

11 Privatisierungstrend in der stationären Leistungserbringung erwartet Die geringere Investitionsbereitschaft in die stationären Leistungserbringer kann darauf zurückzuführen sein, dass dieser Bereich mit am stärksten reguliert ist und in der Vergangenheit mit wenigen Ausnahmen jeweils nur nationale Märkte von den Anbietern bedient wurden. Darauf deutet auch, dass für die befragten Private-Equity-Manager das Branchenwissen und das Verständnis der Regulierungsmechanismen zu den größten Herausforderungen für Investitionen im Gesundheitssektor zählen. Dennoch sehen über 8 der befragten Finanzinvestoren in zehn Jahren über 5 der klinischen Kapazitäten in privater Hand. Von 1998 bis 2008 ist der Anteil der deutschen Krankenhauskapazitäten in privater Trägerschaft jährlich mit durchschnittlich 9% auf ca Betten gestiegen. Ein Anstieg des Anteils der Privaten auf 5 der Krankenhauskapazitäten in den nächsten zehn Jahren bedeutet eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 12%. Diese von den Befragten erwartete Veränderung wird nur durch Investitionen in diesen Sektor durchzuführen sein (Abb. 19). Abb. 19 Wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung der Privatisierung im Gesundheitswesen in Deutschland ein? 11% 5% Fazit Die Zuversicht der befragten Manager steigt erstmals wieder seit 2007 an. Ursache dafür sind vor allem die Anzeichen einer Verbesserung bzw. bessere Einschätzbarkeit der gesamtwirtschaftlichen Lage. Hinsichtlich Neuinvestitionen lag die größte Herausforderung für Beteiligungsgesellschaften in der Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe. Fremdkapital wurde nur wesentlich teurer und dann sehr restriktiv vergeben. Jedoch wird erwartet, dass sich die Lage entspannt und Fremdkapital wieder besser zugänglich wird. Im vergangenen Jahr konzentrierte sich die Private-Equity- Branche besonders auf die Portfoliobetreuung ihrer Beteiligungen, anstatt neu zu investieren. Auch in Zukunft sehen die Befragten darin einen Trend. Zur Erzielung der Rendite verlagern Investoren ihr Geschäftsmodell vom reinen Financial Engineering hin zum Portfoliomanagement, zur aktiven operativen Wertschöpfung und zur Restrukturierung. Durch die restriktive Kreditvergabe der Banken, die auch die Unternehmen betrifft, zeichnen sich darüber hinaus Möglichkeiten im Rahmen der Bereitstellung von Wachstumskapital gegen Gewährung von Minderheitsbeteiligungen für die Private-Equity-Branche ab. Die Mehrheit der Teilnehmer an der aktuellen Befragung sieht einen positiven Trend für den Pharma- und Gesundheitssektor. Es existiert eine hohe Investitionsbereitschaft insbesondere in deutsche Unternehmen, die erwarten lässt, dass in 2010 die Deal-Aktivitäten wieder zunehmen werden. Vor allem die demografische Entwicklung wird als Chance gesehen, als größtes Risiko die staatliche Regulierung. Investoren halten vor allem Medizintechnik-, Labor- und Diagnostik und Biotech-Unternehmen für attraktiv, überdies erwarten sie einen Privatisierungstrend bei stationären Leistungsträgern wie beispielsweise Krankenhäusern. 84% In 10 Jahren ca. 5 der Kapazitäten In 5 Jahren ca. 5 der Kapazitäten In 5 Jahren unter 5 in privater Trägerschaft 11

12 Die Umfrage wurde unter 1200 M&A-Experten in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch geführt. Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit Mit arbeitern in Deutschland, 800 in Österreich und 400 in der Schweiz betreuen wir Unternehmen und Institutionen jeder Rechts form und Größe aus allen Wirtschaftszweigen. Im Bereich Private Equity bieten wir Dienstleistungen verschiedener Fachabteilungen an. Unsere Kernkompetenzen im Bereich Trans action Services liegen in Financial Due Diligences und der Integrationsunterstützung. Unsere Steuerfachleute sind auf die Fonds ge stal tung, Tax Due Diligences sowie die steuerliche Strukturierungsberatung spe zialisiert. Im Rahmen der M&A-Beratung unterstützen wir Sie in strategischen Fragen der Unterne h mens ent wick lung wie Unternehmenskauf und -verkauf, Fusionen, Joint Ventures und Kapitalbeschaffung. Private Equity Team Deutschland Düsseldorf Karsten Hollasch Tel: +49 (0) Dirk Zollmarsch Tel: +49 (0) Frankfurt Guy Street Tel: +49 (0) Österreich Dr. Alexander Hohendanner Tel: +43 (0) Schweiz Howard Da Silva Tel: +41 (0) Kontakt Umfrage Christine Hasebrink Tel: +49 (0) München David Krüger Tel: +49 (0) Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Webseite auf Diese Mandanten information enthält ausschließlich allgemeine Informationen, die nicht geeignet sind, den besonderen Umständen eines Einzelfalles gerecht zu werden. Sie hat nicht den Sinn, Grundlage für wirtschaftliche oder sonstige Entscheidungen jedweder Art zu sein. Sie stellt keine Beratung, Auskunft oder ein rechtsverbindliches Angebot dar und ist auch nicht geeignet, eine persönliche Beratung zu ersetzen. Sollte jemand Entscheidungen jedweder Art auf Inhalte dieser Broschüre oder Teile davon stützen, han delt dieser ausschließlich auf eigenes Risiko. Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft übernimmt keinerlei Garantie oder Gewährleistung noch haftet sie in irgendeiner anderen Weise für den Inhalt dieser Mandanten information. Aus diesem Grunde emp fehlen wir stets, eine persönliche Beratung einzuholen. Über Deloitte Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit einem Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 140 Ländern verbindet Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. To be the Standard of Excellence für rund Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich. Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffent lichkeit gerecht zu werden. Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, und/oder sein Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu und seiner Mitgliedsunternehmen finden Sie auf Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Member of Deloitte Touche Tohmatsu Stand 2/2010

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