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1 Helaba Volkswirtschaft/Research DEVISEN KOMPAKT 8. Juli 2015 AUTOR Christian Apelt, CFA Telefon: 0 69/ REDAKTION Claudia Windt HERAUSGEBER Dr. Gertrud R. Traud Chefvolkswirt/Leitung Research Der Euro gab zuletzt spürbar nach. Neben dem US-Dollar profitierte vor allem der Japanische Yen. Stärkster Verlierer war der Neuseeland-Dollar. In den Schwellenländern wertete die Türkische Lira deutlich auf. In dieser Ausgabe finden Sie Kurzanalysen zum US-Dollar, Schweizer Franken, Britischen Pfund, Japanischen Yen, zur Norwegischen Krone und zur Schwedischen Krone sowie zum Australischen Dollar, Kanadischen Dollar und Neuseeland-Dollar. Helaba Währungsprognosen Helaba Landesbank Hessen-Thüringen MAIN TOWER Neue Mainzer Str Frankfurt am Main Telefon: 0 69/ Telefax: 0 69/ Euro-Performance im Monatsvergleich % gg. Euro im Vergleich zum Vormonat (vom bis zum ) 2,5 4,2 US-Dollar Japanischer Yen 3,3 Britisches Pfund 0,2 0,5 Schweizer Franken Kanadischer Dollar -0,8 Australischer Dollar -4,5 Neuseeland-Dollar 0,0 Schwedische Krone -1,8 Norwegische Krone 1,1 Tschechische Krone -0,8-1,0 Polnischer Zloty Ungarischer Forint 1,3 Russischer Rubel Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden. 0,1 0,2 Kernwährungen Restliche G10 Schwellenländerwährungen Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research 1,4 1,5 2,6 2,7 5,0 Türkische Lira Koreanischer Won Chinesischer Yuan Indische Rupie Südafrikanischer Rand Brasilianischer Real Mexikanischer Peso H E L A B A VO L K SW IRT S C H A F T / R E SE A R C H 8. J UL I H EL A B A 1

2 US-Dollar, Schweizer Franken und Britisches Pfund Zinsvorteil des US-Dollar weitet sich nicht aus USD %-Punkte USD Der Euro-Dollar-Kurs fällt nun doch und notiert um 1,10. Der sich abzeichnende Euro-Austritt Griechenlands belastet die Gemeinschaftswährung, wenn auch nicht dramatisch. Die Ansteckungseffekte auf die anderen Peripherieländer sollten sich in Grenzen halten und damit der Grexit dem Euro nicht nachhaltig schaden. In den USA verbessern sich die Konjunkturindikatoren. Die Zinswende der Fed sollte im dritten Quartal erfolgen. Der US-Renditevorteil ging jedoch zurück, zudem ist der Greenback teuer bewertet. Der Euro- Dollar-Kurs dürfte mittelfristig wieder ansteigen. Renditenachteil des Franken wächst CHF %-Punkte CHF Der Euro-Franken-Kurs sank kurzzeitig unter 1,04. Die Griechenland-Krise lässt die Franken-Nachfrage etwas ansteigen, die Schweizer Notenbank hat aber wohl am Devisenmarkt interveniert. Die Preise fielen in der Schweiz zwar jüngst etwas langsamer. Jedoch wird die SNB ihre expansive Politik wie gerade bestätigt beibehalten oder könnte im Zweifelsfall den negativen Leitzins sogar noch senken. Das Wirtschaftswachstum bleibt eher flau. Der Zinsnachteil des Frankens weitete sich aus. Der Euro- Franken-Kurs dürfte sich mittelfristig erhöhen. Zinsvorteil des Pfunds wieder im Rückwärtsgang GBP %-Punkte GBP Das Britische Pfund profitierte von der Griechenland- Problematik. Der Euro-Pfund-Kurs fiel temporär auf ein neues Jahrestief und notiert nun wieder um 0,71. Ein höheres Lohnwachstum beflügelte Zinsfantasien. Die Inflation hingegen befindet sich nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau. Die Bank of England dürfte daher die Zinswende bis ins kommende Jahr hinauszögern. Schließlich verlor die Konjunktur leicht an Dynamik. Mangels baldiger Zinswende und wegen der zu hohen Pfund-Bewertung dürfte der Euro- Pfund-Kurs steigen. H E L A B A VO L K SW IRT S C H A F T / R E SE A R C H 8. J UL I H EL A B A 2

3 Japanischer Yen, Norwegische Krone und Schwedische Krone Zinsnachteil des Yen lässt nach JPY %-Punkte Tendenz: Seitwärts JPY Der Japanische Yen legte gegenüber dem US-Dollar leicht und gegenüber dem Euro deutlich zu. Eine höhere Risikoaversion sowie global fallende Zinsen begünstigten den Yen. Zudem überraschen in Japan die Konjunkturdaten mehrheitlich. Die Inflation bleibt auch ohne Mehrwertsteuereffekt über der Nulllinie. Die japanische Notenbank warnte sogar vor einem zu schwachen Yen und wird daher ihre Geldpolitik beibehalten. Angesichts der günstigen Bewertung dürfte sich der Yen gegenüber dem US-Dollar weiter erholen und gegenüber dem Euro etwas nachlassen. Krone trotz Zinssenkung mit deutlichem Renditevorteil NOK %-Punkte Tendenz: Mittelfristige Aufwertung NOK Die Norwegische Krone war nicht als sicherer Hafen gesucht, sondern verlor sogar gegenüber dem Euro. Der Euro- Krone-Kurs stieg auf 9,0. Die Zinssenkung der norwegischen Zentralbank auf 1,0 % überraschte kaum, dafür jedoch die Andeutung eines weiteren Schritts im Herbst. Die Inflation hält sich auf erhöhtem Niveau. Zuletzt enttäuschten aber einige Konjunkturindikatoren. Der Rohölpreis ging erneut zurück. Sollte sich dieser erholen und das Wachstum festigen, dürfte der Euro-Krone-Kurs wieder fallen, auch wenn das Kurspotenzial reduziert wurde. Riksbank deckelt Schweden-Krone SEK %-Punkte Tendenz: Mittelfristige Aufwertung SEK Die Schwedische Krone notiert per saldo kaum verändert gegenüber dem Euro. Schwedens Notenbank senkte überraschend ihren Leitzins, weitete ihr Kaufprogramm aus und machte eine kurzzeitige Krone-Aufwertung zunichte. Das Wirtschaftswachstum bleibt insgesamt solide, auch die Inflation zieht allmählich an. Die Notenbank möchte aber wohl eine Währungsaufwertung verhindern. Dies dämpft vorerst das Potenzial für die Krone. Mittel- und langfristig dürfte das stärkere Wachstum durchschlagen und mit dem Ende der Zinssenkungen der Euro-Krone-Kurs fallen. H E L A B A VO L K SW IRT S C H A F T / R E SE A R C H 8. J UL I H EL A B A 3

4 Australischer Dollar, Kanadischer Dollar und Neuseeland-Dollar Fallende Metallpreise belasten den Aussie Index AUD Tendenz: Seitwärts AUD Der Australische Dollar notiert kaum verändert gegenüber dem Euro und fiel gegenüber dem US-Dollar auf ein 6- Jahres-Tief. Die Rohstoffpreise gaben spürbar nach, da die Sorgen um China zunehmen. Das australische BIP wuchs bislang robust. Einzelne Stimmungsindikatoren verschlechterten sich aber. Die Notenbank ließ ihren Leitzins unverändert und sollte nur im Fall weiter rückläufiger Rohstoffpreise den Zins senken. Der australische Renditevorteil stabilisiert die Währung. Daher dürfte der Aussie gegenüber dem US- Dollar zulegen, gegenüber dem Euro seitwärts tendieren. Rückläufiger Ölpreis drückt den Kanadischen Dollar CAD USD je Barrel, invertiert, logarithmiert gegenüber Euro CAD Der Kanadische Dollar verlor spürbar gegenüber dem US- Dollar, während er gegenüber dem Euro marginal gewann. Der neuerliche Verfall der Rohölpreise belastete den Loonie. Nach dem BIP-Rückgang im ersten Quartal erholte sich die kanadische Wirtschaft kaum. Zinssenkungen stehen damit erneut zur Diskussion. Jedoch spricht die erhöhte Kerninflation derzeit eher dagegen. Erst mit steigenden Rohölpreisen dürfte sich der Loonie gegenüber dem US- Dollar leicht erholen, gegenüber dem Euro wegen des geringeren Renditevorteils dennoch abwerten. Kiwi leidet spürbar unter fallenden Milchpreisen USD Index gegenüber Euro NZD Der Neuseeland-Dollar brach gegenüber dem US-Dollar und dem Euro ein. Neuseelands Notenbank legte eine Kehrtwende ein und senkte überraschend ihren Leitzins auf 3,25 %. Der Abwärtstrend bei den Milchpreisen setzte sich fort. Neuseelands BIP-Wachstum im ersten Quartal enttäuschte. Die Stimmung bei den Unternehmen trübte sich weiter ein. Trotz des überhitzten Häusermarktes wird die Notenbank zumindest noch eine Zinssenkung vornehmen. Der Kiwi dürfte sich gegenüber dem US-Dollar nur stabilisieren und gegenüber dem Euro mittelfristig nachgeben. H E L A B A VO L K SW IRT S C H A F T / R E SE A R C H 8. J UL I H EL A B A 4

5 Helaba Währungsprognosen Veränderung seit aktueller Prognose Ende Monat Stand* Q3/2015 Q4/2015 Q1/2016 Q2/2016 gg. Euro (jew eils gg. Euro, %) US-Dollar 9,9 2,5 1,10 1,15 1,20 1,20 1,15 Japanischer Yen 7,4 4, Britisches Pfund 9,0 3,3 0,71 0,76 0,77 0,75 0,73 Schweizer Franken 15,4 0,5 1,04 1,10 1,10 1,10 1,10 Kanadischer Dollar 0,5 0,2 1,40 1,44 1,48 1,46 1,40 Australischer Dollar 0,2-0,8 1,48 1,51 1,52 1,48 1,42 Neuseeland-Dollar -6,3-4,5 1,66 1,72 1,71 1,69 1,60 Schwedische Krone 0,8 0,0 9,37 9,25 9,10 8,90 8,80 Norwegische Krone 0,4-1,8 8,98 8,80 8,60 8,50 8,50 gg. US-Dollar (jew eils gg. USD, %) Japanischer Yen -2,3 1, Schweizer Franken 5,0-2,0 0,95 0,96 0,92 0,92 0,96 Kanadischer Dollar -8,5-2,3 1,27 1,25 1,23 1,22 1,22 Schwedische Krone -8,3-2,5 8,51 8,04 7,58 7,42 7,65 Norwegische Krone -8,7-4,2 8,16 7,65 7,17 7,08 7,39 1,57 US-Dollar gg. (jew eils gg. USD, %) Britisches Pfund -0,7 0,7 1,55 1,51 1,56 1,60 1,58 Australischer Dollar -8,9-3,3 0,75 0,76 0,79 0,81 0,81 Neuseeland-Dollar -14,7-6,9 0,67 0,67 0,70 0,71 0,72 * Quellen: Bloomberg, Helaba Volkswirtschaft/Research H E L A B A VO L K SW IRT S C H A F T / R E SE A R C H 8. J UL I H EL A B A 5

% gg. Euro im Vergleich zum Vormonat (vom 08.09. bis zum 07.10.2014) -0,1 -2,8-1,6 -1,6 -0,8

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