Klausur zur BSc-Vorlesung Makroökonomik des WS Termin

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1 U N I V E R S I T Ä T H A M B U R G INSTITUT FÜR WACHSTUM UND KONJUNKTUR Prof. Dr. Bernd Lucke Institut für Wachstum und Konjunktur Von-Melle-Park 5, D Hamburg Fernsprecher: (040) / Behördennetz: / Fax-Nr: (040) Klausur zur BSc-Vorlesung Makroökonomik des WS Termin Die Klausur besteht aus zwei Teilen, Multiple Choice (20 Punkte) und Textaufgaben (36 Punkte). Im Multiple Choice-Teil ist jeweils genau eine Antwortvorgabe richtig. Es gibt keinen Punktabzug für falsche Antworten. Wenn Sie mehr als eine Antwortvorgabe ankreuzen, wird die entsprechende Aufgabe nicht gewertet. Falls Sie sich korrigieren wollen, achten Sie bitte darauf, eindeutig zu kennzeichnen, welche Antwort gewertet werden soll. Bitte beantworten Sie die Textaufgaben in einwandfreiem Deutsch. Begründen Sie Ihre Antworten, aber schreiben Sie nicht mehr, als gefragt wurde. Erwünscht sind kurze, präzise Antworten. Überflüssig weitschweifige Ausführungen führen zu Punktabzug. Grammatisch unvollständige Sätze werden nicht gewertet, unleserliche Passagen ignoriert. Dasselbe gilt für Abkürzungen, sofern sie nicht zuvor erläutert wurden. Viel Erfolg!

2 Multiple-Choice-Teil: Betrachten Sie einen Markt im vollständigen Wettbewerb. Alle Unternehmen haben dieselbe Produktionsfunktion Y = K L. Es gilt: Im Gewinnmaximum muss der gezahlte Reallohn kleiner als das Grenzprodukt der Arbeit sein. Im Gewinnmaximum muss der gezahlte Reallohn gleich 0.7 mal dem Grenzprodukt der Arbeit sein. Im Gewinnmaximum muss der gezahlte Reallohn gleich dem Grenzprodukt der Arbeit sein. Im Gewinnmaximum muss der Outputpreis größer als die Grenzkosten der Produktion sein. Im Gewinnmaximum muss der Outputpreis gleich 0.7 mal den Grenzkosten der Arbeit sein. Im Gewinnmaximum muss der Outputpreis gleich 0.3*0.7 mal den Grenzkosten der Produktion sein.

3 Unter Offenmarktpolitik versteht man das freie Floaten der Inlandswährung gegenüber mindestens einer Auslandswährung. den Abbau aller Außenhandelsbeschränkungen. den Abbau von Wettbewerbsbeschränkungen, die einen positiven Markup begünstigen. die Geldmarktsteuerung über Mindestreserveerfordernisse. die Deregulierung des Arbeitsmarktes durch Öffnung von Tarifverträgen. Keine der vorstehenden Aussagen ist wahr.

4 Unter einem policy mix versteht man die gleichzeitige Erhöhung von Staatsausgaben und Steuern. die gleichzeitige Erhöhung von Staatsausgaben und Staatsdefizit. eine Kombination von fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen. die gleichzeitige Erhöhung von Geldmenge und Zinssatz. die gleichzeitige Erhöhung von Volkseinkommen und Zinssatz. Keine der vorstehenden Aussagen ist wahr.

5 Kreuzen Sie die wahren Aussagen an: In Deutschland meldeten sich im Jahr 2007 ca. 8 Mio Menschen neu als arbeitslos. In Deutschland meldeten sich im Jahr 2007 ca Menschen neu als arbeitslos. In Deutschland betrug im Jahre 2007 die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit ca. 12 Monate. In Deutschland betrug im Jahre 2007 die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit deutlich mehr als 12 Monate. In den USA betrug im Jahre 2007 die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit ca. 12 Monate. In den USA betrug im Jahre 2007 die Höchstdauer der Arbeitslosigkeit ca. 12 Monate..

6 Unterstellen Sie, dass die Marshall-Learner Bedingung erfüllt ist und betrachten Sie ein Mundell-Fleming-Modell mit flexiblen Wechselkursen, konstanten Wechselkurserwartungen und normalen Steigungen von IS- und LM-Kurve. In der offenen Ökonomie hat expansive Fiskalpolitik einen kleineren Outputeffekt als in einer analogen geschlossenen Volkswirtschaft, weil es zu einer Aufwertung der Inlandswährung kommt, die dämpfend auf die Nettoexporte wirkt. hat expansive Fiskalpolitik einen kleineren Outputeffekt als in einer analogen geschlossenen Volkswirtschaft, weil es zu einer Abwertung der Inlandswährung kommt, die dämpfend auf die Nettoexporte wirkt. hat expansive Fiskalpolitik einen größeren Outputeffekt als in einer analogen geschlossenen Volkswirtschaft, weil das inländische Preisniveau aufgrund der Kaufkraftparität konstant bleibt und daher keine Verknappung der realen Geldmenge erfolgt. hat expansive Fiskalpolitik einen größeren Outputeffekt als in einer analogen geschlossenen Volkswirtschaft, weil das inländische Preisniveau aufgrund der Kaufkraftparität sinkt und daher die reale Geldmenge wächst. hat expansive Fiskalpolitik den gleichen Outputeffekt wie in einer analogen geschlossenen Volkswirtschaft, sofern der Staat ausschließlich inländische Güter nachfragt. hat expansive Fiskalpolitik den gleichen Outputeffekt wie in einer analogen geschlossenen Volkswirtschaft, sofern der Staat ausschließlich ausländische Güter nachfragt.

7 Textaufgabe: a) Erläutern Sie die Unterschiede zwischen defizitfinanzierter und steuerfinanzierter Erhöhung der Staatsausgaben in einem einfachen keynesianischen Multiplikatormodell! Beschreiben Sie dabei insbesondere auch die zu erwartende Wirkung auf den Output! b) Unterstellen Sie, dass eine bevorstehende Rezession zu einer Verminderung des Konsumentenvertrauens und damit zu niedrigerer Konsumgüternachfrage führt. Welche Auswirkungen erwarten Sie auf dem Geldmarkt, wenn die Volkswirtschaft angemessen durch ein IS-LM-Modell beschrieben werden könnte? Erläutern Sie die zugrundeliegenden ökonomischen Mechanismen! c) Im Konjunkturverlauf beobachtet man typischerweise, dass sich Konsum und Investitionen gleichgerichtet verändern. Wie würde das Geldmarktgeschehen unter b) auf die Investitionsgüternachfrage wirken, wenn diese lediglich eine Funktion des Zinssatzes wäre I = I i )? Wäre dies mit den empirischen Beobachtungen kompatibel? ( () d) Auf die gegenwärtige Finanzkrise reagieren Zentralbanken weltweit mit expansiver Geldpolitik. Nehmen Sie an, es gebe deshalb mittelfristig die Erwartung eines steigenden Preisniveaus. Beschreiben Sie, welches (temporäre) Gleichgewicht sich durch diese Erwartungsänderung in einem AS-AD-Modell ergibt (ohne weitere Anpassungen der Preiserwartungen!). Wie und warum verändern sich Output, Konsum und Investitionen? Hinweis: Hier ist ein ökonomischer Wirkungsmechanismus zu schildern. Es ist nicht erwünscht, dass Sie lediglich technisch mit Kurvenverschiebungen argumentieren! e) Nehmen Sie an, in den USA gäbe es eine deutlich stärkere Ausdehnung der Geldmenge als im Euro-Raum. Welche Auswirkungen auf den Wechselkurs erwarten Sie? Welche Auswirkungen auf die Nettoexporte der EU in die USA erwarten Sie, wenn die Marshall- Lerner-Bedingung erfüllt ist?

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