Verhältnis von Meinungsfreiheit zu Allgemeinem Persönlichkeitsrecht (BVerfGE 99, 185 [195 ff.] Helnwein)

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1 Prof. Dr. Christoph Gröpl Presse- u. Rundfunkrecht Universität des Saarlandes Verhältnis von Meinungsfreiheit zu Allgemeinem Persönlichkeitsrecht (BVerfGE 99, 185 [195 ff.] Helnwein) Meinungsfreiheit, Art. 5 I 1 Fall 1 GG Schranken insb.: allgemeine Gesetze Wechselwirkungslehre Recht der persönlichen Ehre APR Allgemeines Persönlichkeitsrecht (APR), Art. 2 I i.v.m. Art. 1 I GG Schranken insb.: verfassungsmäßige Ordnung Meinungsfreiheit Rechte anderer Meinungsfreiheit keine (unmittelbare) Drittwirkung der Grundrechte aber: mittelbare Wirkung im Rahmen des Zivilrechts über die auslegungsfähigen Tatbestandsmerkmale und deren Anwendung auf die besonderen Umstände des Einzelfalls 193 StGB gilt im Zivilrecht dem Rechtsgedanken nach Einbuße an Meinungsfreiheit durch Untersagung der Meinungsäußerung im Konfliktfall: zwischen APR = absolutes Recht i.s.v. 823 I BGB (BGHZ 13, 224 [338]; 20, 345 [350 ff.]; 24, 72 [76 f.] st.rspr.) 1004 I, 823 II BGB insb. i.v.m. 186 StGB Schwere der Persönlichkeitsbeeinträchtigung durch die Meinungsäußerung PRR11/1

2 2 zwischen Meinungsfreiheit und allgemeinem Persönlichkeitsrecht Vorrangregeln bei der (BVerfGE 99, 185 [196 f.] Helnwein): grdsl.: Vorrang der Meinungsfreiheit Vorrang des APR Werturteile Äußerung Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung: Vermutung für die Freiheit der Rede (BVerfGE 61, 1 [11]) Angriff auf Menschenwürde, Schmähkritik (Diffamierung der Person im Vordergrund) oder Formalbeleidigung (BVerfGE 93, 266 [293 f.]) i.ü. im Einzelfall nach Schwere der Beeinträchtigung Tatsachenbehauptung wahre Tatsachenbehauptungen Ausn. (APR vor Meinungsfreiheit): Intim-, Privat- oder Vertraulichkeitssphäre Unterausnahme: berechtigtes Informationsinteresse der Öffentlichkeit (BVerfGE 66, 116 [139]) unwahre Tatsachenbehauptungen: bewusst oder im Zeitpunkt der Äußerung unzweifelhaft unwahr: keine, da außerhalb des Schutzbereichs von Art. 5 I 1 GG i.ü. grdsl. Vorrang des APR Ausn.: Beachtung der erforderlichen Sorgfaltspflichten (für Medien strenger als für Privatleute) Ermittlung der Wahrheit: erweiterte Darlegungslast für denjenigen, der sich nachteilig über Dritten äußert (Angabe von Belegtatsachen) PRR11/2

3 Kasuistik des BVerfG zur fallbezogenen bei der Meinungsfreiheit (nach Grimm, NJW 1995, 1697 [1705]) 3 Ehrenrührige Äußerung Tatsachenbehauptung Werturteil unwahr wahr bewusst oder erweisen nicht bewusst oder nicht erwiesen nicht geschützt Sorgfaltspflicht nicht erfüllt Sorgfaltspflicht beachtet Intimsphäre Sozialsphäre Menschenwürdeverstoß, Formalbeleidigung, Schmähkritik schlicht herabsetzend PRR11/3

4 4 Falls Grundrechtsverletzung bei Auslegung und Anwendung der Zivilgerichte: Urteilsverfassungsbeschwerde Besonderheiten (vgl. BVerfGE 101, 361 [388] Caroline II) I. 1. Schutzbereich 2. Eingriff (Beeinträchtigung) durch angegriffene Entscheidung II. Rechtfertigung 1. Verfassungsmäßigkeit der gesetzlichen Schranke 2. Auslegung und Anwendung a) Pflichten der Zivilgerichte Die Auslegung und Anwendung verfassungsmäßiger Vorschriften des Zivilrechts ist Sache der Zivilgerichte. Sie müssen dabei aber Bedeutung und Tragweite der von ihren Entscheidungen berührten Grundrechte beachten, damit deren wertsetzende Bedeutung auch auf der Rechtsanwendungsebene gewahrt bleibt (BVerf- GE 7, 198 [205 ff.] Lüth). Dazu bedarf es einer zwischen den widerstreitenden Schützgütern, die im Rahmen der auslegungsfähigen Tatbestandsmerkmale der zivilrechtlichen Vorschriften vorzunehmen ist und die besonderen Umstände des Falles zu berücksichtigen hat (BVerfGE 99, 185 [196] Helnwein). PRR11/4

5 b) Kontrollumfang des BVerfG Da der Rechtsstreit aber ungeachtet des grundrechtlichen Einflusses ein privatrechtlicher bleibt und seine Lösung in dem grundrechtsgeleitet interpretierten Privatrecht findet, ist das BVerfG darauf beschränkt nachzuprüfen, ob die Zivilgerichte den Grundrechtseinfluss ausreichend beachtet haben (BVerfGE 18, 85 [92 f.] Heck sche Formel ). Dagegen ist es nicht seine Sache, den Zivilgerichten vorzugeben, wie sie den Streitfall im Ergebnis zu entscheiden haben (BVerfGE 94, 1 [9 f.] DGHS). c) Grundrechtsverstoß Ein Grundrechtsverstoß liegt nur dann vor, wenn übersehen worden ist, dass bei Auslegung und Anwendung der verfassungsmäßigen Vorschriften des Privatrechts Grundrechte zu beachten waren, der Schutzbereich der zu beachtenden Grundrechte unrichtig oder unvollkommen bestimmt oder ihr Gewicht unrichtig eingeschätzt worden ist, sodass darunter die der beiderseitigen Rechtspositionen im Rahmen der privatrechtlichen Regelung leidet (BVerfGE 95, 28 [37] Werkszeitung; 97, 391 [401] sex. Missbrauch), und die Entscheidung auf diesem Fehler beruht. 5 PRR11/5

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