Wohnen im Alter Kooperation mit Schulen zum Thema Enkel und ihre Großeltern. Fahrplan für Initiatoren

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1 Wohnen im Alter Kooperation mit Schulen zum Thema Enkel und ihre Großeltern Fahrplan für Initiatoren

2 2 Vorbemerkung Die Koordinationsstelle Wohnen zu Hause 1 unterstützt den Wunsch aller Bürgerinnen und Bürger möglichst lange zu Hause wohnen bleiben zu können. Hierfür Rahmenbedingungen zu schaffen, ist zentrales Anliegen der Koordinationsstelle. Ein Aspekt dabei ist, dass sich Bürgerinnen und Bürger im Laufe ihres Lebens hierzu Kenntnisse erwerben. Dazu zählt das Wissen um barrierefreies Wohnen, soziale Angebote vor Ort, aber insbesondere auch das Verständnis der Generationen untereinander. Aus dieser Überlegung heraus haben wir die Idee entwickelt, in Schulen die vielfältigen Beziehungen zwischen Enkeln und ihren Großeltern zum Thema zu machen und so auch das Wohnen im Alter mit einzubeziehen. Für unser Pilotprojekt konnten wir eine Grund- und eine Hauptschule in der Gemeinde Ismaning (Lkr. München) gewinnen. Sich mit dem Thema Wohnen im Alter auseinander zu setzen, ist für alle Generationen wichtig: Sei es um das Bemühen der Angehörigen sich um die Eltern zu kümmern, sei es aus eigenen Vorsorgeüberlegungen. Enkelkinder sehen ihre Großeltern jedoch mit eigenen Augen, wie die Ergebnisse des Schulprojektes eindrücklich zeigen. Vor allem die Beziehung zueinander wird von den Kindern geschätzt und das Leben der Großeltern als sie jung waren, lösten Erstaunen bei den Enkelkindern aus. Wenn Sie also als Schule oder als Gemeinde Interesse haben, die Vielfältigkeit von Wohn- und Lebenssituationen der älteren Generation auf eine unkonventionelle Weise näher bringen möchten, Schüler, Eltern, Großeltern, also die Bürger/innen ihrer Gemeinde darüber informieren möchten, welche Möglichkeiten es z.b. in der Gemeinde gibt, im Alter möglichst lange und bequem zu Hause wohnen zu bleiben, 1 Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

3 3 das Thema Wohnen im Alter in die Familien tragen möchten und einen Anstoß geben, dass auch jüngere Mitbürger schon frühzeitig Vorsorge für das Wohnen im Alter treffen aufmerksam machen möchten auf die unterschiedlichen Kulturen, vielfältigen sozialen Beziehungen, Lebensstile dann können wir Ihnen mit diesem Fahrplan weiterhelfen. Idee und Umsetzung in Kurzform Die Idee war, die Schüler einer Grund- und Hauptschule zu einem Gedankenaustausch rund um das Wohnen im Alter, das Leben der Großeltern und das Miteinander von Jung und Alt zu bewegen. Herausgekommen ist eine Kooperation mit der Grundschule am Kirchplatz und der Hauptschule Ismaning, die sich - entsprechend des Alters der Schüler - in unterschiedlicher Weise dem Thema genähert, es bearbeitet und abschließend die Ergebnisse ihres Gedankenaustauschs in einer Ausstellung im Ismaninger Sozialzentrum präsentiert haben. So haben die Grundschüler im Unterricht mit den Lehrern über die Großeltern gesprochen, nach deren Wurzeln gesucht, Stammbäume erstellt, auf einem Großelterntag in der Schule mit den Großeltern gebastelt, in der Schule ihren Erzählungen zugehört und unterschiedliche Lebens- und Sichtweisen kennen gelernt. Die Hauptschüler lernten im Unterricht die unterschiedlichen Lebensweisen älterer Menschen in anderen Kulturkreisen kennen und brachten eigene Erfahrungen mit ein. Die Redaktion der Schülerzeitung gab eine Sonderausgabe zum Wohnen im Alter zu Hause heraus. Es wurden Interviews mit Großeltern geführt und in einer Fotoaktion fotografierten Schüler ihre Großeltern im eigenen Zuhause und überlegten sich gemeinsam, warum es zu Hause so schön zu wohnen ist.

4 4 Bastelarbeiten, Fotos, die Schülerzeitung etc. wurden zusammengestellt und in einer Ausstellung im Familienzentrum in Ismaning präsentiert. Bei der Eröffnung vor Gemeinderat, Bürgermeister, Schülern, Lehrern, Eltern, Großeltern und Presse wurden die Exponate gezeigt, die Idee erklärt. Bei der Ausstellung hatte die Gemeinde die Möglichkeit, auf ihre sozialen Angebote hinzuweisen, Informationsbedarf zu stillen, Checklisten auszulegen: Ist Ihre Wohnung auch für das Alter gerüstet? Die Kontaktaufnahme mit den Schulen erfolgte zu Beginn des Schuljahres 2006 / 2007, im Juli 2007 wurde am Ende des Schuljahres die Ausstellung eröffnet. Umsetzung in sechs Schritten 1. Kontaktaufnahme Wir haben über die Leiterin des Familienzentrums in Ismaning und Gemeinderätin Kontakt zur Gemeinde aufgenommen. Die Leiterin ist mit den örtlichen Schulen in Verbindung getreten. Von der Koordinationsstelle wurde die Projektidee schriftlich formuliert (Beispiel im Anhang), so dass die Schulleitungen eine erste Information hatten. Die Grundschule am Kirchplatz und die Hauptschule Ismaning haben sich für das Projekt sofort begeistert. 2. Präsentation der Idee vor der Lehrerschaft Bei der Lehrerkonferenz zu Beginn des Schuljahres wurde von der Koordinationsstelle das Projekt allen Lehrer/innen vorgestellt, Projektideen skizziert und über das Thema Älter werden diskutiert. 3. Ausarbeitung eines konkreten Vorschlags mit Ideen zur Umsetzung Die Ideen der Koordinationsstelle dienten letztlich nur als Impuls, denn die Lehrer/innen mussten vor dem Hintergrund der Schüler/innen entscheiden, welche Aktionen geeignet waren und welche nicht.

5 5 In der Grundschule wurde durchgeführt: Schüler und ihre Großeltern im Dialog: Wo sind meine Wurzeln? (Basteln und Malen von Stammbäumen, Aufsätze zum Thema Was weiß ich über die Kindheit meiner Großeltern? Wie lebten und spielten Kinder vor 60 Jahren? ) Einen Aktionstag / einen Großelterntag : Großeltern spielen, musizieren, erzählen, basteln, arbeiten mit und für die Kinder, z.b. Wäsche waschen anno dazumal, Radreifen flicken, Weidenpfeife basteln, Kuchen backen, Puppenkleider schneidern, alte deutsche Schrift schreiben, Pfeil und Bogen basteln, Brettspiele spielen, Märchen vorlesen, Schule in alten Zeiten, Erzählen aus der Kindheit und alte Fotos ansehen In der Hauptschule wurde durchgeführt: Blick auf andere Länder, Erfahrungsaustausch von Schülern und der Lebensweise ihrer Großeltern, Blick auf die Besonderheiten des Wohnens im Alter. Interviews mit Nachbarn, Großeltern durch Schüler anhand eines kleinen Fragebogens Besuche der örtlichen Einrichtungen für Senioren Sonderausgabe Schüler-Zeitung: mit Interviews, geschichtlichem Rückblick, Blick auf andere Länder, Wunschliste zum Wohnen im Alter, Checkliste zur Alterstauglichkeit der Wohnung, Überblick über Angebot der Gemeinde etc. Fotoaktion Schüler fotografieren ihre Großeltern : Schüler machen ein Foto von den Großeltern an einem Lieblingsplatz zu Hause und überlegen sich dann ein gemeinsames Statement, weshalb man so gerne zu Hause wohnt, so z.b. Das ist mein Großvater. Er wohnt so gerne zu Hause, weil er in seinem Sessel einen so herrlichen Blick auf den Obstbaum hat 4. Werbung und Pressearbeit für die Ausstellung (Handzettel, Plakate, Einladung der Presse zur Eröffnung, Pressetexte zur Vorankündigung und zur Eröffnung) (Beispiele im Anhang).

6 6 5. Organisation einer Ausstellung In Ismaning konnte die Ausstellung im Familienzentrum durchgeführt werden. Es wurden rechtzeitig alle Eltern, Großeltern, Presse, Gemeindevertreter etc. eingeladen. 6. Begleitend zu den Exponaten der Schüler/innen wurde Informationsmaterial der sozialen Einrichtungen der Gemeinde und der Koordinationsstelle ausgelegt. Aufwand Bei einer solchen Kooperation können die Kosten für die Schule und für die Gemeinde relativ niedrig gehalten werden, da die Schulen durch die Behandlung im Unterricht einen Teil auffangen. Die Ausstellung kann mit einfachen, aber durchschlagenden Mitteln gestaltet werden. Beispiele von Exposes, Gestaltung der Anzeige, Handzettel oder Pressetexte können von der Koordinationsstelle übernommen werden und müssen nur geringfügig abgeändert und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Gemeinde angepasst werden. Personalkosten oder Sachkosten entstehen vor allem bei folgenden Punkten. 1. Präsentation der Idee, Absprachen mit den Schulen 2. Unterstützung der Schulen mit Infomaterial 3. Zuschuss / Spende für Großelterntag, Anzeige in Schülerzeitung 4. Werbematerial: Handzettel, Plakate, Anzeige in Ortsnachrichten 5. Pressematerial: Pressetexte, Aussendung 6. Ausstellung: Stellwände, Dekoration, Bewirtung, Aufbau

7 7 Weitere Unterstützung durch die Koordinationsstelle Wohnen zu Hause: Wenn Sie zusätzlich zu dem Fahrplan noch weitere Unterstützung benötigen, können Sie gerne auf uns zukommen. Wir helfen z.b. wenn Sie Unterstützung benötigen, um Schlüsselpersonen in ihrer Gemeinde oder Schule zu überzeugen. wenn Sie Informationsmaterial rund um das Thema Älter werden benötigen. wenn sie eine Referentin bei der Eröffnung brauchen, sollten Sie eine Ausstellung planen. bei der Gestaltung von Fragebögen für Schüler/innen. Viele unserer Hilfen können wir kostenfrei anbieten, je nach Intensität der Betreuung kann jedoch ein Angebot erstellt werden. Ansprechpartner bei der Koordinationsstelle: Frau Sabine Wenng Koordinationsstelle Wohnen zu Hause - Konzepte, Initiativen und Visionen fürs Alter Spiegelstr.4 / München Tel.: / Fax:

8 8 Materialien (Beispiele aus Ismaning) Projekt: Schüler und Großeltern Kooperationsprojekt der Koordinationsstelle Wohnen zu Hause und der Grundund Hauptschule Ismaning (Lkr. München) "Ich wohne gerne zu Hause, weil..." Schüler fotografieren ihre Großeltern zu Hause Schüler diskutieren im Unterricht über die Wohnsituation ihrer Großeltern Hintergrund: Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen hat die Bedeutung, die dem Thema "Wohnen im Alter" zukommt, unterstrichen und die erste bayernweite zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um Wohnkonzepte im Alter ins Leben gerufen: die Koordinationsstelle Wohnen zu Hause - Konzepte, Initiativen und Visionen fürs Alter. Die Koordinationsstelle Wohnen zu Hause hat die Aufgabe über Wohnkonzepte zu informieren, Altenhilfekonzepte für kleinere Gemeinden zu entwickeln, einen Überblick über europäische Wohnprojekte zu geben. Die Koordinationsstelle will Menschen in Bayern über neue Wohnformen im Alter informieren und für das Thema ein Bewusstsein schaffen, damit in Zukunft möglichst viele ältere Menschen bei hoher Lebensqualität in ihrer häuslichen Umgebung wohnen bleiben können. Allerdings besteht in vielen Familien zum Teil noch ein sehr hoher Informationsbedarf, oft wird auch das Thema "Wo und wie wohne ich, wenn ich alt bin?" nicht (rechtzeitig) besprochen oder etwa hinaus geschoben. Wir meinen, dass das Thema Wohnen im Alter ein Familienthema ist und derzeit noch wenig über die Vielfältigkeit der Wohn- und Lebenssituation älterer Menschen bekannt ist. Hier möchten wir den Blick schärfen. Über den Kontakt zu Frau Hagn vom Familienzentrum kamen wir auf die Idee, in Ismaning den Startschuss für ein Pilotprojekt rund um das Wohnen im Alter zu geben.

9 9 Idee: Wir glauben, dass gerade Kinder und Jugendliche in ihrer offenen und unbekümmerten, aber auch sehr engagierten Art gute Mittler wären, um dieses Thema in die Familien zu tragen, offen zu diskutieren und Denkanstöße zu geben. Zudem sind wir davon überzeugt, dass das Thema Wohnen im Alter ein Familienthema ist, weil Kinder sich häufig um ihre Eltern kümmern, aber auch Großeltern nicht selten bei der Betreuung von Kindern mithelfen. Zunächst dachten wir daran, dass dieses Thema in erster Linie mittels einer Fotoaktion umgesetzt werden könnte, bei dem Schüler ihre Großeltern in deren Wohnung fotografieren. Gemeinsam könnten sie sich überlegen, warum es zu Hause schön ist, warum man möglichst lange noch in den eigenen vier Wänden leben möchte und ein entsprechendes Statement (z.b. "Ich wohne gerne zu Hause, weil der Ausblick aus meinem Fenster unvergleichlich ist") finden, das man dann auch gut fotografisch umsetzen könnte (z.b. Foto vom Großvater, wie er aus dem Fenster schaut). Mit Hilfe von Fotos kann man auch gut die Vielfalt der Wohnsituationen und Lebenswelten der älteren Menschen aufzeigen. Nach ersten Gesprächen mit Lehrern haben sich aber auch noch weitere Umsetzungsmöglichkeiten angeboten: Das Thema "Wohnen im Alter" könnte vielleicht sogar als Projekt "Jung und Alt" z.b. in den Ethik-, Sach- oder Deutschunterricht, aber auch wenn man die künstlerische Seite stärker betont, in den Kunstunterricht miteinbezogen werden. So könnte man nicht nur über die verschiedenen Möglichkeiten eines Lebens im Alter informieren, sondern vielleicht auch Veränderungen der Gesellschaftsstruktur im Vergleich zu früher beleuchten, Lebensweisen im Ausland, persönliche Berichte der Schüler miteinbeziehen etc.. Dieses Projekt wäre damit auch ein Beweis, dass die Generationen durchaus miteinander kommunizieren. Darüber hinaus können auch Hilfen und Unterstützung der Gemeinde an die Familien weitergegeben werden, bzw. Tipps für technische Erleichterungen im Haushalte weiter getragen werden. Teilnehmende Schüler oder Klassen würden eine entsprechende Urkunde für die erfolgreiche Beteiligung am Projekt erhalten. Des weiteren könnten wir uns durchaus eine Honorierung in Form von Geldspenden für die Klassenkasse oder einer Sachspende, z.b. einer Digitalkamera für die Schule vorstellen. Zum Abschluss des Projekts werden die Fotos bei einer Ausstellung (beispielsweise der 50- Jahr-Feier der Hauptschule Ismaning) präsentiert. Die Schüler könnten vielleicht auch auf Stellwänden ihre Gedanken, Statements rund um das Thema plakativ darstellen. Auch wäre sicherlich so viel Stoff vorhanden, um eine Sonderausgabe der Schülerzeitung zu diesem Thema herauszugeben.

10 10 Neben der Hauptschule Ismaning, haben auch die Realschule Ismaning sowie die Grundschule am Kirchplatz Interesse an diesem Projekt gezeigt. Deshalb könnte man noch gut eine gemeinsame Ausstellung im Familienzentrum und auch in den Räumen der Gemeinde Ismaning organisieren, bei der dann auch die Gemeinde Ismaning konkret über ihre Aktivitäten im Bereich "Wohnen im Alter zu Hause" informieren könnte. Wird dieses Projekt in Ismaning realisiert, hätte man auch eine Vorreiterrolle in Bayern inne und würde quasi als Aushängeschild für kommende Projekte in Bayern fungieren. Die Koordinationsstelle würde dann den Gemeinden Bayerns dieses Projekt und seine mögliche Umsetzung vorstellen. Daneben würde die Koordinationsstelle die Lokalpresse und auch die Fachpresse informieren. Auf der Homepage der Koordinationsstelle könnte über das Projekt berichtet werden und - soweit gewünscht - auch die Fotos präsentiert werden. Mögliche Umsetzung: Gemeinsam mit der Hauptschule Ismaning würde festgelegt werden, in welchem Rahmen und Größenordnung das Projekt realisiert werden könnte. Möglicher Termin für die Ausstellung: April / Mai 2007 anlässlich der 50-Jahr-Feier. In jedem Fall steht die Koordinationsstelle mit Informationsmaterial zur Verfügung und wird die Schule dort unterstützen, wo Hilfe benötigt wird. So können wir beispielsweise die entsprechenden Elternbriefe (mit Einwilligungserklärung für die Veröffentlichung von Fotos im Rahmen der Ausstellung) entwickeln, Plakate oder Aushang für die Schüler gestalten, die Fotos für die Ausstellung entsprechend aufbereiten und vergrößern, alle Absprachen und Organisation rund um eine Ausstellung in der Gemeinde und im Familienzentrum übernehmen, die Informationen für die Presse gestalten. Ebenso kümmern wir uns um die Pressearbeit.

11 11 Presseinformation Koordinationsstelle Wohnen zu Hause Startschuss für bayernweites Pilotprojekt in Ismaning Schüler und ihre Großeltern ein Engagement der besonderen Art (Ismaning, 13. Juni 2007) Zwei Wochen lang werden im Sozialzentrum Ismaning Arbeiten von Schülern der Grundschule am Kirchplatz und der Hauptschule Ismaning zum Thema Schüler und ihre Großeltern Jung trifft Alt Wohnen im Alter zu Hause ausgestellt. Zu sehen sind unter anderem Impressionen von einem Großelterntag in der Grundschule, eine Sonderausgabe der Schülerzeitung zum Thema Wohnen im Alter zu Hause sowie Fotoarbeiten, die die Schüler von ihren Großeltern im eigenen Zuhause gemacht haben. Die Ausstellung ist das Resultat eines Gedankenaustauschs der Schüler über die Älteren, die Großeltern und auch über die Bedeutung des eigenen Heims im Alter. Auf Initiative der Koordinationsstelle Wohnen zu Hause kam es zu der Kooperation mit der Grundschule am Kirchplatz und der Hauptschule Ismaning. Hier wird einmal mehr das Engagement der Schulen über den Lehrplan hinaus deutlich und es zeigt den sehr engen Draht zwischen Jung und Alt, erklärte Sabine Wenng, Leiterin der Koordinationsstelle Wohnen zu Hause. Besonders wichtig war für uns aber, dass wir in diesen beiden Schulen Mitstreiter für ein Thema gefunden haben, das von vielen Seiten oft unterschätzt wird. Selbstverständlich möchte jeder so lange es geht zu Hause wohnen bleiben. Wenige sehen jedoch in jüngeren Jahren die Chancen und Möglichkeiten, einen Grundstein für die Realisierung dieses Vorhabens zu legen und Vorsorge zu treffen, damit man komfortabel und ohne große Einschränkungen der Lebensqualität in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben kann. Mit Hilfe dieses Projektes, das auch das Interesse der Jungen am Wohlbefinden der Älteren deutlich gemacht hat, wollten wir auf unkomplizierte Art dieses Thema in die Familien tragen und für ein bisschen Gesprächsstoff sorgen, so Sabine Wenng. Bei der Eröffnung am heutigen Freitag ging es turbulent zu: Rund 60 Schüler der Grundschule am Kirchplatz und der Hauptschule Ismaning warfen einen ersten Blick auf ihre Exponate, zeigten anwesenden Großeltern und Eltern, was sie alles erstellt hatten. Auch Mitglieder des Gemeinderates Ismaning waren von den Arbeiten und dem Engagement der Schüler mehr als erfreut. Wir hoffen, dass möglichst viele Ismaninger in den nächsten zwei Wochen ihren Weg ins Sozialzentrum finden, sagte Johanna Hagn, die Leiterin des Familienzentrums, die als Hausherrin und Mitinitiatorin den Raum für die Ausstellung zur Verfügung stellte. Frau Hagn gab den Anstoß, dieses Projekt doch in Ismaning zu starten. Für uns war es ein erster, und wie wir heute sehen, sehr erfolgreicher Testlauf. Nun möchten wir an die Gemeinden in ganz Bayern herantreten und ihnen dieses Projekt ans Herz legen. Ist dies doch für

12 12 Gemeinden eine gute Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit ihren Schulen auf das Thema Wohnen im Alter hinzuweisen, ihre eigenen Maßnahmen zur Unterstützung vorzustellen, erklärte Sabine Wenng. Auf der Homepage der Koordinationsstelle unter sollen die Gemeinden künftig einen Fahrplan zur Realisierung dieses Projektes finden. Das Sozialzentrum Ismaning in der Reisingerstraße 27 ist täglich von 8.00 Uhr bis Uhr für interessierte Besucher geöffnet. Die Koordinationsstelle Wohnen zu Hause ist ein Projekt des Bayerischen Sozialministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Ziel ist es, in Bayern Ansatzpunkte für ein möglichst langes, selbständiges Leben in die Fläche zu tragen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Sabine Wenng Koordinationsstelle Wohnen zu Hause - Konzepte, Initiativen und Visionen fürs Alter Spiegelstr.4 / München Tel.: / Fax:

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