Wissenswertes für Neuzugezogene

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1 1 Integrationsförderung Generell www. Wegweiser durch das soziale Angebot der Stadt Zürich stadt-zuerich.ch/izs Integrationsförderung, , BV Präsidialdepartement 1 Wissenswertes für Neuzugezogene Versicherungen! Stadt Zürich im Internet stadt-zuerich.ch Bewilligungen aller Art bewilligungen.zh.ch Bürgerrecht/Einbürgerung stadt-zuerich.ch/einbuergerung Aufenthaltsbewilligungen bfm.admin.ch

2 Die wichtigsten Versicherungen und ihre Abkürzungen AHV IV ALV BVG/PK EL EO KV UV FZ Alters- und Hinterlassenenversicherung Invalidenversicherung Arbeitslosenversicherung Berufliche Vorsorge, Pensionskasse Ergänzungsleistungen zur AHV/IV Erwerbsersatzordnung inkl. Mutterschaftsentschädigung Krankenversicherung (Krankenkasse) Unfallversicherung: Berufsunfall- und Nichtberufsunfallversicherung Familienzulagen Mit Ausnahme der Krankenversicherung werden die Beiträge der einzelnen Sozialversicherungen direkt vom Lohn abgezogen. Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber empfehlenswert ist der Abschluss einer Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung. 2

3 Die obligatorische Unfallversicherung (UV) Arbeitnehmerversicherung Falls: mind. 8 Stunden pro Woche für Arbeitgeber tätig - Deckung für Berufs- und Nichtberufsunfall unter 8 Stunden pro Woche, lediglich Berufsunfallversicherung, wobei Unfall auf Arbeitsweg als Berufsunfall gilt. Achtung: Nichterwerbstätige haben keine obligatorische Unfallversicherung nach UVG, deshalb ist der Einschluss des Unfallrisikos bei der privaten Krankenkasse notwendig! Die Prämien für Berufsunfälle und -krankheiten müssen vom Arbeitgeber übernommen werden. Die Beiträge hängen von der Lohnsumme und der Betriebsart ab. Die Prämien für Nichtberufsunfälle hingegen müssen grundsätzlich die Arbeitnehmenden tragen. Der Arbeitgeber bezahlt den gesamten Prämienbetrag und zieht den Anteil des Angestellten von dessen Lohn ab. Der Höchstbetrag des versicherten Verdienstes in der Unfallversicherung beträgt CHF , ab CHF Als Selbständigerwerbende sind Sie nicht dem UVG-Obligatorium unterstellt. Sie können sich aber freiwillig versichern. 3

4 Vorsorge: Das Dreisäulenprinzip Die Vorsorge in der Schweiz beruht auf einem Drei-Säulen-Konzept: der staatlichen, der beruflichen und der privaten Vorsorge. Dieses soziale Netz will die finanziellen Auswirkungen bei Invalidität, Alter und Tod auffangen. Quelle: Vorsorgeexperten.ch 4

5 Die 1. Säule - AHV/IV/EO/EL Die 1.Säule umfasst die AHV, IV und EO. Sie will das Existenzminimum bei Wegfall des Erwerbseinkommens infolge Invalidität und Tod für die Hinterbliebenen oder im Alter sicherstellen. Die EO kompensiert den Verdienstausfall (z. B. Militärund Zivildienst, Mutterschaft). Zusätzlich besteht unter gewissen Umständen Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL) Wer in der Schweiz wohnt oder arbeitet, ist bei der AHV obligatorisch versichert. Wann und welche Beiträge zu leisten sind, ist für Arbeitnehmende, Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige unterschiedlich geregelt. Kontakt SVA Zürich Röntgenstrasse 17 Postfach 8087 Zürich Tel Fax Montag bis Freitag: bis Uhr 5

6 Die 2. Säule - Berufliche Vorsorge (BVG) Die berufliche Vorsorge (das BVG) stellt die 2. Säule dar. Das BVG zielt zusammen mit der 1. Säule darauf ab, die Weiterführung des Lebensstandards bei Invalidität, Tod und Alter in gewohnter Weise zu ermöglichen. Obligatorisch versichert sind unselbständige Arbeitnehmer ab dem 1. Januar nach vollendetem 17. Altersjahr für die Vorsorgefälle Tod und Invalidität sowie ab dem 1. Januar nach vollendetem 24. Altersjahr auch für das Alter. Der obligatorisch versicherte Jahreslohn liegt für das Jahr 2015 zwischen CHF und CHF Der Koordinationsabzug beträgt CHF , das bedeutet, dass der BVG-versicherte Lohn max. CHF beträgt. Mit dem Koordinationsabzug werden die Renten der AHV und der Pensionskasse koordiniert. Pensionskassen können im überobligatorischen Bereich weitergehende Leistungen vorsehen. Die Finanzierung erfolgt im Kapitaldeckungsverfahren, das heisst: in einem Sparprozess wird für jede versicherte Person das im Leistungsfall für die Rentenzahlung benötigte Kapital gebildet. Die Beiträge werden je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlt. Die Lohnabzüge hängen von Versicherung und Alter der versicherten Person ab. 6

7 Die 3. Säule - Private Vorsorge Die 3. Säule ist freiwillig und ergänzt die Leistungen aus der 1. Und 2. Säule. Die private Vorsorge umfasst alle Formen der Vermögensbildung und Risikoabsicherung. Es wird zwischen der gebundenen (Säule 3a) und der freien Vorsorge (Säule 3b) unterschieden. Die Säule 3a wird vom Staat durch gezielte steuerliche Massnahmen gefördert. Das Gesetz erlaubt Arbeitnehmenden und Selbständigerwerbenden, einen jährlichen Maximalbeitrag auf ein 3. Säule-Konto einzuzahlen. Für das Jahr 2015 gilt eine maximale Steuerabzugsberechtigung von CHF pro Person (mit gleichzeitiger Zugehörigkeit einer Vorsorgeeinrichtung der 2. Säule). 7

8 Die Arbeitslosenversicherung (ALV) Die Arbeitslosenversicherung (ALV) ist wie die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) eine obligatorische schweizerische Sozialversicherung. Alle in der AHV beitragspflichtigen Arbeitnehmenden und ihre Arbeitgebenden müssen Beiträge an die ALV leisten. Arbeitgebende und Arbeitnehmende tragen je die Hälfte der Beiträge. Leistungen Als Basis für die Auszahlung gilt der sogenannte versicherte Verdienst. Dieser wird von der Arbeitslosenkasse normalerweise aufgrund der Einkommen der letzten 6 Monate festgesetzt. Für Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind, gilt als Basis ein Pauschalansatz. Aus dem versicherten Verdienst (effektiv oder pauschal) wird ein Taggeld berechnet, das je nach persönlichen Verhältnissen 70 oder 80% des versicherten Verdienstes beträgt. Wichtig: Sie gelten erst dann als arbeitslos, wenn Sie sich bei Ihrem zuständigen RAV persönlich gemeldet haben. Anspruchsvoraussetzungen Wohnsitz in der Schweiz Ganz oder teilweise arbeitslos obligatorische Schulzeit absolviert Noch nicht im AHV-Rentenalter und keine Rente beziehen Beitragszeiten erfüllt Vermittlungsfähig Erfüllen der Kontrollvorschriften Die Rahmenfrist für die erfüllte Beitragszeit beträgt zwei Jahre. In dieser Zeit müssen Sie zusammengezählt mindestens 12 volle Monate als ArbeitnehmerIn gearbeitet und somit Beiträge an die ALV einbezahlt haben. Für die persönliche Anmeldung zur Arbeitsvermittlung ist das vom Kanton bestimmte RAV zuständig. In der Stadt Zürich ist die PLZ des Wohnortes massgebend. 8

9 Arbeitslose aus dem EU/EFTA-Raum EU/EFTA-Angehörige, die arbeitslos werden und deren Beitragszeit allein in der Schweiz nicht genügt, um einen Anspruch auf ALV zu begründen, haben das Recht, sich die Versicherungs- und Beschäftigungszeiten anrechnen zu lassen, die sie im EU/EFTA-Raum zurückgelegt haben, bevor sie in die Schweiz gekommen sind. Für eine Klärung Ihres Anspruchs ist folgendes RAV zuständig: 9

10 Krankenversicherung Obligatorisch (Grundversicherung gemäss KVG): Alle in der Schweiz wohnhaften Personen müssen, ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit, bei einemschweizerischen Krankenversicherer versichert sein. Dies gilt auch für Ausländerinnen und Ausländer, die(noch) über keine gültige Aufenthaltsbewilligung verfügen. Die Versicherung ist innert drei Monaten nach Einreise bzw. Geburt abzuschliessen. Über Ausnahmen informiert ein Merkblatt der Städt. Gesundheitsdienste (vgl. unten) Verschiedene Versicherungen Freie Wahl der Versicherung Monatliche Prämien Arztkosten,Spital, Medikamente Franchise von CHF bis wählbar Selbstbehalt 10% der ambulanten Kosten Im Gegensatz zur Grundversicherung sind die Leistungen in den Zusatzversicherungen von Krankenkasse zu Krankenkasse verschieden und nicht gemäss dem KVG (Krankenversicherungsgesetz) geregelt, sondern gemäss VVG (Versicherungsvertragsgesetz). Der Abschluss einer Zusatzversicherung ist falkultativ. Bitte beachten Sie, dass die Krankenkassen die Prämien hier risikogercht, d.h. abgestuft nach Alter und Geschlecht, gestalten. Sie dürfen auch Vorbehalte anbringen können. Vgl. Merkblatt der Städt. Gesundheitsdienste Prämienvergleich: 10

11 Bei weiteren Fragen besuchen Sie uns Integrationsförderung Stadthaus, Stadthausquai 17, 8001 Zürich. 4. Stock, Büro 401a Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag, bis Uhr. Der Welcome Desk der Integrationsförderung bietet Ihnen gratis und ohne Voranmeldung Informationen und Kurzberatungen. Unsere Mitarbeitenden sind spezialisiert auf Fragen von Neuzugezogenen und auf die Themenbereiche Migration und Integration. Tram 4,15 bis Haltestelle Helmhaus Tram 2,6,7,8,911,13 bis Haltestelle Paradeplatz 11

12 Herausgeberin: Integrationsförderung, Stadtentwicklung Zürich, Postfach, 8022 Zürich, Standort: Stadthaus, Stadthausquai 17, 8001 Zürich Telefon , Fax , Juni

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