MEDIENINFORMATION Wien, 14. Februar 2013

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1 MEDIENINFORMATION Wien, 14. Februar 2013 BAUSPAREN 2012 NEUGESCHÄFT IM LETZTEN QUARTAL 2012 MIT SIEBEN PROZENT IM PLUS AUSLEIHUNGEN ÜBERSPRINGEN 19 MILLIARDEN-GRENZE SANIERUNGSOFFENSIVE 2013: FÖRDERUNGEN WIE NIE Ende gut Bausparen gut Die österreichische Wirtschaft dürfte laut Bericht der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zu Jahresbeginn die wirtschaftliche Talsohle durchschritten haben. Gemäß den Ergebnissen des OeNB-Konjunkturindikators sank das reale BIP im vierten Quartal noch geringfügig (um 0,1% gegenüber dem Vorquartal). Für das Gesamtjahr 2012 ergibt sich damit ein Wachstum von 0,6 %. Im ersten Quartal 2013 lässt die jüngste Verbesserung der Vertrauensindikatoren aber wieder eine wenn auch mit + 0,2 % nur moderate Expansion erwarten. Verbunden mit dem nach wie vor sehr niedrigen Zinsniveau, das laut Expertenmeinung auch noch einige Zeit so bleiben wird, hat Bausparen in der zweiten Jahreshälfte 2012 ein beeindruckendes Comeback hingelegt. Nach der Prämiendiskussion im ersten Quartal, die einen Einschnitt von rund 16 % brachte, erholte sich das Neugeschäft im Laufe des Jahres außergewöhnlich gut, was in einem Plus von sieben Prozent im letzten Quartal 2012 gipfelte. Insgesamt wurden bei den vier österreichischen Bausparkassen im abgeschlossenen Geschäftsjahr Verträge neu eröffnet (- 7,2 % gegenüber 2011). Aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus gibt es eigentlich zum Bausparen keine Alternative, unterstreicht Dr. Josef Schmidinger, der derzeitige Vorsitzende des Arbeitsforums österreichischer Bausparkassen und Generaldirektor der s Bausparkasse. Bausparen steht dafür, monatlich einen Betrag für die persönliche Vorsorge zur Seite zu legen. Hier geht es nicht um die Veranlagung des Privatvermögens, sondern um den Aufbau einer finanziellen Basis für einen Großteil der Bevölkerung. Dazu gehören die eigenen vier Wände genauso wie angespartes Kapital für größere und kleinere Investitionen.

2 Die Bauspareinlagen der Bausparkassen stiegen 2012 dem Trend folgend um 3,6 % auf nahezu zwanzig Milliarden Euro und haben damit einen neuen historischen Höchststand erreicht. Die vier Bausparkassen betreuten Ende des Jahres Sparkonten (- 1,2 %). Auch im Aktivgeschäft konnten die Bausparkassen mit einem Plus aufwarten: Der Ausleihungsbestand stieg im Jahresvergleich um gut drei Prozent oder etwas mehr als 600 Mio. Euro auf 19,3 Mrd. Euro. Damit stehen bereits fast 97 % der Einlagen Ausleihungen gegenüber. Ein deutliches Lebenszeichen des österreichischen Bausparsystems und seines ureigenen gesellschaftlichen Auftrags, Wohnraum leistbar und sicher zu finanzieren. Im Jahr 2012 stellten die österreichischen Bausparkassen der Bauwirtschaft eine Finanzierungsleistung von Mio. Euro zur Verfügung. Wenn man dem die staatliche Aufwendung der Bausparprämie von 67 Mio. Euro gegenüberstellt, ergibt sich ein Hebel mit 45-facher Wirkung, der als inländische Wertschöpfung die Bauwirtschaft ankurbelt. Leistbarkeit der eigenen vier Wände Sicherheit und Stabilität in der Veranlagung und bei der Finanzierung werden auch im Jahr 2013 wieder wichtige Entscheidungskriterien für alle Sparer sein. Zudem handelt es sich bei der Schaffung von Wohnraum und beim Sparen für Bildung und Vorsorge um elementare Grundbedürfnisse der Menschen. Die Bausparkassen sind daher ein wichtiger Pfeiler im sozialen Gefüge und Partner bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen im Wohnbau dazu zählen die Frage der Leistbarkeit des Wohnens, die demographische Entwicklung, innovative Mehrgenerationen Wohnmodelle, ökologisch wertvoller Wohnbau, angemessene Angebote für die Generation 50 plus und barrierefreies Wohnen. Die Bausparkassen haben in der Vergangenheit 1,2 Millionen Wohneinheiten mitfinanziert und damit leistbaren Wohnraum für 3,5 Millionen Menschen geschaffen. 61 Prozent Marktdurchdringung sprechen eine klare Sprache: die Menschen vertrauen dem Bausparen. Wir gehen daher auch von einer positiven Entwicklung im kommenden Jahr aus, sagt Dr. Susanne Riess, Generaldirektorin der Bausparkasse Wüstenrot. Bausparen stärkt die Eigeninitiative, die Menschen nehmen ihre finanzielle Zukunft in die Hand und beginnen so schon in jungen Jahren mit dem privaten Vermögensaufbau und

3 das mit einer sicheren Form der Geldanlage. Jeder Bausparer ist natürlich auch ein Bildungssparer und legt Geld für die eigene oder die Pflege von Angehörigen zurück. Österreichische Bauwirtschaft braucht Impulse In der Vergangenheit zeigte sich, dass Länder, in denen die Wohnungswirtschaft eher auf öffentlichen Fördersystemen gestützt ist, eine wesentlich stabilere Wirtschaftsentwicklung aufweisen. Denn die Haus- und Wohnungspreise entwickeln sich wesentlich moderater. Die österreichische Wohnbauförderung hat eine nachweislich festigende Wirkung auf die Gesamtwirtschaft. Diese stabilisierende Wirkung des Wohnbaus basiert auf den vier Säulen: öffentliche Wohnbauförderung, Bausparkassen und Wohnbaubanken sowie Eigenkapital der gemeinnützigen Bauträger. Im eben abgelaufenen Jahr sind allerdings die Wohnkosten deutlich angestiegen, wie erst jüngst zwei Studien des österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitutes und der Technischen Universität Wien bestätigten. So stellt das WIFO fest, dass eine qualitative und quantitative Versorgung mit ausreichendem und leistbarem Wohnraum allein durch den freien Markt nicht gewährleistet werden kann. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung ist dies äußerst problematisch. In der letzten Dekade wuchs Österreich um rund neue Haushalte. Hier leistet die Bausparfinanzierung einen wesentlichen Beitrag, den benötigten Wohnraum erschwinglich zu machen. Thermische Sanierung Förderoffensive geht in die Verlängerung Im abgelaufenen Jahr wurden insgesamt mehr als 53 Mio. Euro an Fördermittel den privaten Haushalten für Maßnahmen zur Dämmung von Außenwänden, Keller- und Geschoßdecken, für Fenstertausch und der Installation neuer Heizsysteme zur Verfügung gestellt Haushalte werden dadurch thermisch saniert, die durchschnittliche Investitionssumme beträgt ,00 Euro, in Summe ergibt das fast 514 Mio. Euro. Jeder Förder-Euro löst also Investitionen von rund zehn Euro aus. Insgesamt können so jährlich fast Tonnen CO 2 eingespart werden. Diese Offensive bringt einen nicht zu unterschätzenden positiven Effekt für die Umwelt, stellt Mag. Thomas Köck, Generaldirektor der ABV Bausparkasse fest. Es ist eine echte Win-Win-Win-Situation für die Wirtschaft, für die Umwelt und für die Wohnungsbesitzer, die in Zukunft Geld bei den Betriebskosten sparen.

4 Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass 2012 bereits 47 % der Einreichungen aus dem mehrgeschoßigen Wohnbau kommen. Auch heuer gibt es weitere zusätzliche Erleichterungen: Die Eigentümer-Beschlüsse bzw. Mehrheitsbeschlüsse können bis zum Baubeginn nachgereicht werden. Damit kann die Antragsstellung wesentlich schneller erfolgen. Konjunkturbonus bis 30. Juni 2013 Bei Einreichung bis zu diesem Datum gibt es in Ergänzung zu den normalen Zuschüssen noch einen Bonus in Höhe von Euro bei einer umfassenden Sanierung und von Euro bei einer Teilsanierung oder einer Einzelmaßnahme. Damit wird die umfassende Sanierung mit bis zu Euro gefördert. Darin enthalten ist diesmal auch die pauschale Abgeltung des Energieausweises mit 300 Euro. Weiters gibt es noch jeweils einen Zuschlag von 500 Euro bei Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen bzw. mit Umweltzeichen oder von Holzfenstern. Vorsorge für jede Lebenslage Bausparen ist der erste Schritt zur privaten Vorsorge. In jungen Jahren sparen Eltern oder Großeltern das Startkapital ins eigene Leben an, später stehen die eigenen vier Wände im Zentrum der Wünsche. Damit hört aber das Kapitel finanzieller Vorsorge nicht auf. An einer individuellen Eigenvorsorge für spätere Jahre führt kein Weg vorbei. Im Gegenteil, ihr kommt angesichts der wirtschaftlichen und der demografischen Entwicklung höchste Priorität zu. Denn: Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte lässt den finanziellen Spielraum, der zum Abfedern von Alterungsproblemen beitragen könnte, immer enger werden, dazu kommen die demografischen Verschiebungen zulasten der erwerbstätigen Generation, die ebenfalls eine große Herausforderung für spätere Pensionsleistungen darstellen. Die Schaffung von eigengenutztem Wohnraum ist eine der sinnvollsten Ergänzungen zu den Pensionen aus der Sozialversicherung und den Erträgen aus den Vorsorgekassen. Wohneigentum ist daher die optimale Form der Eigenvorsorge. Wer in der Pension in einer ausfinanzierten eigenen Wohnung oder im eigenen Haus wohnt, kann viel Geld sparen. Dies wirkt sich quasi wie eine monatliche Zusatzpension aus und erhöht den finanziellen Spielraum, plädiert der Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse, Mag. Manfred Url, für Eigentum als Basisabsicherung fürs Alter. Dabei ist es völlig unerheblich, ob die Immobilie im

5 Lauf der Jahre im Wert steigt oder fällt, solange die Eigentümer in der Immobilie wohnen, treffen sie lokale Schwankungen des Immobilienmarktes nicht. Url: Die privat genutzte Immobilie als Teil der Altersvorsorge ist daher eine kluge und attraktive Veranlagung, die sich durch hohe Sicherheit auszeichnet und von der auch künftige Generationen profitieren. Ein Blick über die Grenze zeigt, dass die deutsche Riester-Rente, welche die Eigenvorsorge für den dritten Lebensabschnitt in der Bevölkerung fördern soll, in hohem Maße für Wohnraumschaffung verwendet wird. Die weit überwiegende Anzahl an Riester-Abschlüssen entfiel laut der deutschen Stiftung Warentest auf Bausparverträge und Immobiliendarlehen, mit denen Eigenheime finanziert werden. Auch in Österreich ließe sich Bausparen ähnlich wie in Deutschland mit entsprechender öffentlicher Förderung als sinnvolle Ergänzung zur Zukunftsvorsorge ausbauen, um den Menschen kostengünstiges Wohnen im Alter zu ermöglichen. Damit würde man auch die Interessenslage der Österreicher treffen, für die Wohnen im Eigentum die attraktivste und beliebteste Wohnform darstellt. Rückfragen an: s Bausparkasse, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Charlotte Harrer, Tel DW 29326, Telefax: , ABV, Unternehmenskommunikation Eva-Maria Klement, Tel DW Diesen Text können Sie auch auf unserer Homepage unter abrufen.

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