Liquide bleiben. Kommunen finanzieren. Zuhause arbeiten. Plus Finance

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1 3/2012 Plus Finance Das Magazin fürs bessere Ges 3/2012 Liquide bleiben Savo Hertig setzt sowohl bei der Planung als auch bei der Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben auf PostFinance. Seite 4 Kommunen finanzieren Ob Neuinvestitionen oder Refinanzierung: PostFinance bietet öffentlich-rechtlichen Körperschaften ein flexibles Finanzierungsinstrument. Seite 6 Zuhause arbeiten Professor Oliver Gassmann erklärt, warum Home Office ein Modell mit Zukunft ist. Seite 7

2 Inhalt Wissen + Vorsprung Wissen + Vorsprung 2 3 Geschäft + Geld Taktik + Tore 7 8 Der Hit Musikalische Sternstunde im Dezember. Mitmachen und Tickets gewinnen Editorial Was Sacha Graber am neuen «+Finance» gefällt Zahlen Liquidität ist das A und O jedes Unternehmens Hansruedi Köng, Leiter PostFinance, über die Zukunft von PostFinance PostFinance finanziert öffentlichrechtliche Körperschaften und belohnt deren nachhaltiges Handeln Home Office Die Arbeit daheim spart Kosten und Zeit und schont die Umwelt Top Scorer Sepp Meier betreibt in Appenzell eine erfolgreiche Wagnerei Impressum Erscheint in loser Folge. Abdruck auch auszugsweise nur mit Quellenangaben gestattet. Herausgeberin: PostFinance, Kommunikation, 3030 Bern, (491.20). Redaktion und Gestaltung: Infel AG. Fotos: Rolf Siegenthaler, Daniel Ammann, Markus Bertschi, rotschwarz design Fotolia.com, Shutterstock/auremar, zvg. Druck: Kyburz AG. Die nächste Ausgabe erscheint Mitte Februar Statistik Die Schweiz, das Land der Teilzeitarbeit Im vergangenen Jahr waren hierzulande 82,8 Prozent der 15- bis 64-Jährigen erwerbstätig. Rund ein Drittel von ihnen waren in einem Teilzeitverhältnis beschäftigt. In den EU/EFTA-Staaten betrug der Prozentsatz im Vergleich nur 19,5 Prozent. Gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) liegt der Anteil der Teilzeiterwerbstätigen in der Schweiz im europäischen Vergleich somit besonders hoch. Die Quote liegt bei den Frauen (57,8 %) gegenüber den Männern (13,6 %) deutlich höher. Bei den erwerbstätigen Frauen, die in einem Paarhaushalt mit Kindern unter 7 Jahren leben, arbeiten sogar 82,7 Prozent Teilzeit. Bei Männern in einer vergleichbaren Situation sind es lediglich 8,6 Prozent. 19,5% EU/EFTA-Staaten 33,7% Schweiz 49,1% Niederlande IT im Wandel Cloud Computing Für KMU ist Cloud Computing besonders attraktiv. Denn anstatt in eigene Server zu investieren, können Unternehmen sie einfach nutzen. Anbieter gibt es zahlreiche von IT-Firmen über Telekommunikationsunternehmen bis hin zu spezialisierten Betrieben. Ihr Vorteil: Sie bestimmen, wann Sie wie viel Serverkapazität benötigen. Backup, Betriebssysteme oder Mailprogramme alles befindet sich in der Cloud, ist immer aktuell und wird automatisch synchronisiert. Experten sind sich einig: Cloud Computing bietet höchste Flexibilität bei niedrigen Kosten. > Jahresendverarbeitung Für Zahlungen, die noch im Jahr 2012 ver - bucht, gutgeschrieben oder ausbezahlt werden sollen, gelten im E-Finance folgende Verarbeitungstermine: Aufträge Fonds von PostFinance: 24. Dezember 2012, 10 Uhr Überweisungen mit orangem Einzahlungsschein (ESR) und Überweisungen auf Bankkonten im Inland: 28. Dezember 2012, 24 Uhr Überweisungen mit rotem Einzahlungsschein (ES) auf Postkonten im Inland: 30. Dezember 2012, 24 Uhr Überweisung auf Vorsorgekonten 3a: 30. Dezember 2012, 24 Uhr Einmalige Überträge innerhalb von Postkonten: 31. Dezember 2012, 18 Uhr Weitere Daten und Informationen finden Sie unter postfinance.ch/jahresende. < 2 +Finance

3 Der Hit Gewinnen Sie Tickets für die PostFinance Classics 2012 Unter dem Titel «La Vie Parisienne» präsentieren die 17. PostFinance Classics eine vergnügliche «Offenbachiade»: kurze satirische, gesellschaftskritische und bissig-witzige Musiktheaterstücke geben auf humorvolle Weise Einblick in die Welt der noblen Pariser Gesellschaft zur Zeit des Zweiten Kaiserreichs. Mit dem weltberühmten Cancan wurde Jacques Offenbach in ganz Europa populär und gilt als Mitbegründer der Operette. Als Stargast tritt Vesselina Kasarova auf eine der bedeutendsten Mezzosopranistinnen unserer Zeit. Das Publikum darf sich auf eine musikalische Sternstunde freuen. In der Deutschschweiz führt Kurt Aeschbacher durch den Abend, in der Westschweiz Patrick Lapp. Wettbewerb: «+Finance» verlost je 2 Tickets für Genf am 8. Dezember (PFGE), für Basel am 16. Dezember (PFBA) und für Bern am 20. Dezember (PFBE). Schicken Sie bis 10. Novem - ber 2012 ein Gratis-SMS mit dem Kennwort und Ihrer Adresse (Firma, Vorname, Name, Strasse Nr., PLZ Ort) an die Zielnummer Weitere Informationen und Tourneedaten: > Neue Konzernleiterin Susanne Ruoff hat am 1. September die Leitung der Schweizerischen Post übernommen. Die 54-jährige Ökonomin verfügt über langjährige Erfahrung in internationalen Grossunternehmen. Durch ihre Tätigkeit in leitenden Funktionen bei IBM und zuletzt als CEO bei British Telecom Switzerland besitzt sie unter anderem ein grosses Technologieverständnis. Dies kommt der Post bei der parallelen Weiterentwicklung von physischen und digitalen Dienstleistungen und Produkten zugute. Damit richtet die Post ihr Angebot konsequent auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden aus, die vermehrt auch digitale Lösungen nutzen. < Editorial Hilfreiche Lektüre Kurz, bündig und prägnant: Auch diese +Finance-Ausgabe ist sowohl vom Umfang als auch von den einzelnen Beiträgen her perfekt auf die Bedürfnisse kleinerer Unternehmen abgestimmt. Die Gliederung in die drei Rubriken verschafft einen raschen Überblick, die Gestaltung ist ansprechend und sehr übersichtlich, und die Texte sind verständlich geschrieben. Ich schätze das Magazin sehr, da ich es in nützlicher Frist lesen kann und immer interessante Angebote, wertvolle Tipps und praxisorientierte Hinweise finde. Spannend ist der Einblick in den Alltag anderer Unternehmen. So erfahre ich, mit welchen Problemen andere Kleinbetriebe konfroniert sind und wie sie diese meistern, und lerne gleichzeitig neue Firmen kennen. Das gefällt mir. Ansprechend finde ich auch Themen wie die Cloud-Lösungen. Solche Informationen sind für mich sehr hilfreich. Wohlwollend und persönlich ist die Beratung von PostFinance. Attribute, auf die meine Immobilienfirma ebenfalls baut. Ein weiterer Pluspunkt: Meine Kundschaft kann sich in allen Belangen an mich wenden. Ein Service, den ich bei PostFinance auch erhalte. Ich fühle mich hier richtig gut aufgehoben. Sacha Graber bietet Bauerneuerungen sowie die Bewirtschaftung, den Verkauf und ab 2013 auch die Schätzung von Immobilien an. graber-immobilien.ch +Finance 3

4 Liquiditätsmanagement Geschäft + Geld Preisanpassungen Änderung bei den Geschäftskonten Per 1. Januar 2013 passt PostFinance erstmals seit 1999 die Preise für das Geschäftskonto an. Der Preis für die Kontoführung von Geschäftskonten in Schweizer Franken und Euro wird auf 60 Franken pro Jahr erhöht. Die Kontoführung von Geschäftskonten in Fremdwährungen liegt neu bei jährlich 24 Franken. Für Kundinnen und Kunden mit mindestens 7500 Franken Jahresguthaben ist die Konto - führung weiterhin kostenlos. Vorsorgen Absichern und Steuern sparen Heute planen und im Alter finanziell unabhängig bleiben: Mit dem Vorsorgekonto 3a oder mit einer Lebensversicherung 3a profitieren Sie nicht erst in der Zukunft. Sie sparen schon jetzt jedes Jahr Steuern: Erwerbstätige ohne Pensionskasse können jährlich 20 Prozent des Einkommens maximal Franken in die Säule 3a einzahlen und entsprechend vom steuerbaren Einkommen abziehen. Bei Erwerbstätigen mit Pensionskasse liegt die Grenze bei 6682 Franken. Wichtig: Für Abzüge in der Steuerperiode 2012 muss die Einzahlung in der Poststelle bis am 24. und im E-Finance bis spätestens am 30. Dezember erfolgen. Weitere Infos finden Sie unter postfinance.ch/vorsorgen. Berechnen Sie Ihre Steuerersparnis mit Einzahlungen in die Säule 3a unter postfinance.ch/rechner. Liquidität ist das Elixier eines jeden Unternehmens Langfristig bestehen können nur liquide Betriebe. Wie man seine Debitoren und Kreditoren im Griff hat und welche Möglichkeiten PostFinance bei einem finanziellen Überschuss oder Engpass bietet, verrät Savo Hertig, Inhaber des Gesundheitscenters «savo.ch» in Bern. Savo Hertig gründete 2007 das Gesundheitscenter «savo.ch» in Bern. Heute beraten er und sein neunköpfiges Team rund 450 Kundinnen und Kunden im Bereich Bewegung und Ernährung. «Viele Menschen sind Sportmuffel», sagt Hertig. «Wir suchen daher nach Trainingsmöglichkeiten, die Spass machen und die dem jeweiligen Bedürfnis und Fitnesszustand entsprechen.» Bei Hertig gehen nicht nur Spitzensportler ein und aus, sondern Menschen zwischen 16 und 79 Jahren, die auf ihre Gesundheit achten wollen und die persönliche Atmosphäre schätzen. «Unsere Steckenpferde sind das Ausdauer- und Krafttraining, das Power Plate, das Personaltraining, die Ernährungsberatung, die Physiotherapie und die medizinische Massage.» Liquidität ist planbar Während das Lebenselixier für den Menschen Ernährung und Bewegung sind, ist es in jedem Unternehmen die Liquidität. Ohne flüssige Mittel kann ein Betrieb nicht funktionieren. Daher lohnt sich die Erstellung eines Jahresplans mit prognostizierbaren Ausgaben wie Löhne, Material und Infrastruktur sowie den zu erwartenden Einnahmen. So lässt sich rechtzeitig ableiten, ob und wann es finanzielle Engpässe zu überbrücken gilt oder wie man Überschüsse anlegt. «Die Kalkulation ist sehr wichtig», sagt Hertig. «Seit ich mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftige, deren Löhne ich regelmässig zu zahlen habe, plane ich viel sorgfältiger.» Wer Ausgaben hat, braucht Einnahmen: Eine zentrale Stellung nimmt daher das Debitorenmanagement ein. «Diesbezüglich bin ich heute viel konsequenter. Ich habe die Zahlungsfrist von 30 auf Box Das Liquiditätsangebot sowie Hilfsmittel von PostFinance gibt es als praktische Übersicht zum Herunterladen. postfinance.ch/plusfinance 10 Tage runtergesetzt und ich verschicke schneller Zahlungserinnerungen und Mahnungen.» Überschüsse anlegen «Beim Personaltraining und bei der Ernährungsberatung setze ich auf die Vorauszahlung. Bei den Abos zahlen die Kundinnen und Kunden beim ersten Mal mit Karte oder bar. Anschliessend erhalten sie mit der Aboverlängerung eine Rechnung», erklärt Hertig. «Bei der Rechnungsstellung verwende ich die orangen Einzahlungsscheine mit Referenznummer (ESR). Der automatische Abgleich ohne Doppelkontrolle vereinfacht die Arbeit sehr.» Mit seinem System fahre er sehr gut. Schwarze Schafe gebe es aber leider immer. «Dank einem konsequenten Forderungsmanagement ist mein Center liquide. Und fliesst viel Geld auf einmal, lege ich es auf dem E-Depositokonto an. Das ist für mich perfekt, denn hier erhalte ich vergleichsweise attraktive Zinsen.» Engpässe überbrücken Bei planbaren Engpässen nutzt Hertig die Zahlungsverkehrslimite von PostFinance. «So half ein Kredit von Franken zum Beispiel, als ich im Januar 2011 das Geschäft an der Mittelstrasse in Bern vollständig übernahm.» Jetzt sei er wieder schuldenfrei, lediglich die Autos seien geleast. Dennoch: «Dieses Angebot möchte ich keinesfalls missen. Vor allem kleinere Betriebe profitieren von den kurzfristigen Krediten.» Entscheidend sei, immer die Kontrolle über die Finanzen zu haben. Ihm gelinge dies dank E-Finance und der PostFinance Mobile App. «Die App ist einfach genial.» Er brauche nur einen Code einzugeben und schon könne er mit einem Klick Zahlungseingänge kontrollieren. «PostFinance geht auf meine Bedürfnisse ein, findet individuelle Lösungen und berät mich optimal. So macht sogar die Büroarbeit Spass.» Weitere Informationen zum Angebot finden Sie in der +Box. Viele hilfreiche Tipps zum Thema Liquiditätsmanagement bietet zudem die KU-Publikation «Finanzielle Führung». Bestellen Sie Ihr kostenloses Exemplar jetzt unter postfinance.ch/ku-abo. 4 +Finance

5 Die wichtigsten Begriffe zum Thema Liquidität Die Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, seine fälligen Verbindlichkeiten jederzeit (fristgerecht) und uneingeschränkt begleichen zu können. Bonität Kreditwürdigkeit einer Person oder eines Unternehmens. Sie kann im Internet auf zahlungspflichtigen Seiten abgefragt werden. Mahnwesen Das Mahnwesen ist ein Teil der Debitorenbuchhaltung. Eine Mahnung oder Zahlungserinnerung ist die Aufforderung des Gläubigers an den Schuldner, die geschuldete Leistung zu erbringen. Auf drei Mahnungen erfolgt die Betreibung. Ein speditives Mahnwesen ist Ausdruck von Professionalität und nicht von Unfreundlichkeit. «Die Beratung spielt bei uns eine wichtige Rolle», sagt Savo Hertig (rechts). «Und da ich in finanziellen Angelegenheiten auch gut beraten werden will, setze ich auf PostFinance.» Cashflow Der Cashflow umfasst die Differenz zwischen den laufenden Einnahmen und Ausgaben einer bestimmten Periode. Der durchschnittliche Cashflow sollte mindestens die durchschnittlichen Investitionen einer Periode decken. Liquiditätsmanagement kompakt Wie Sie Ihr Kreditorenmanagement verbessern Rechnung kontrollieren Wurden die Leistungen bereits erbracht? Sind nur die verein - barten Positionen aufgeführt? Stimmen Zahlungsmodalitäten und Konditionen? Rechnung terminieren Rechnung nicht zu spät und nicht zu früh bezahlen: Für einen guten Ruf bei Lieferanten, Kreditgebern, Geschäftspartnern und bei Bonitätsprüfern. Nachrechnen, ob sich der Skonto auszahlt. Rechnungen verfolgen Nicht bezahlte Rechnungen im Auge behalten. Tipp Überprüfen Sie nicht nur die Zahlungsfähigkeit von neuen Kunden, sondern auch die von Stammkunden. Rund 70 Prozent der Debitorenverluste verursachen Stammkunden. Weitere Tipps zum Liquiditätsmanagement bietet die KU-Publikation «Finanzielle Führung». Wie Sie Ihr Debitorenmanagement verbessern Bonität des Kunden prüfen Sofort Rechnung stellen Zahlungskonditionen überdenken Rechnungen verfolgen Frühzeitig mahnen Zahlungsfähigkeit und Zeichnungsberechtigung Ihrer Kunden an hand von Infor - mationen im Handels register und bei spezialisierten Auskunftsfirmen überprüfen. Je schneller die Rechnung aus gelöst wird, desto schneller wird sie bezahlt. Eventuell Zahlungsfrist verkür zen und mit einem Skonto die Rechnungsbegleichung be schleunigen. Bei schlechten Schuldnern und bei grossen Aufträgen Anzahlung verlangen. Ausstehende Rechnungen und eingegangene Rechnungen verfolgen. Schnell mahnen. Nach der dritten (und eingeschrie benen) Mahnung gegebenenfalls betreiben. Keine weiteren Bestellungen auf Kredit entgegennehmen. +Finance 5

6 Finanzieren Bereit für die Zukunft PostFinance wird in eine Aktiengesellschaft überführt. Was das für die Kundinnen und Kunden bedeutet, erklärt Hansruedi Köng, Leiter PostFinance. Hansruedi Köng, PostFinance soll am 1. Mai 2013 in eine AG umgewandelt werden. Was heisst das für das Finanzinstitut? PostFinance wird in eine privatrechtliche AG überführt, damit sie der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt werden kann. Ein Vorteil für uns, denn die branchenkonforme Aufsicht trägt der Bedeutung von PostFinance als ein führendes Schweizer Retailfinanzinstitut Rechnung. Ausserdem werden wir eine Bewilligung nach Bankengesetz erhalten. Steigt damit aber nicht auch das Risiko für die Kundinnen und Kunden? Nein, denn wir verfolgen eine vorsichtige Anlagepolitik. Wir legen das uns anvertraute Geld umsichtig und langfristig an. Ausserdem gehören wir auch als Aktiengesellschaft zu 100 Prozent der Post und somit vollständig dem Bund. Weiter verfügen wir über genügend nötiges Eigenkapital und Kundengelder bis Franken pro Kundin und Kunde sind weiterhin besonders geschützt. Was ändert sich für die Kundinnen und Kunden? PostFinance ist und bleibt das zuverlässige und vertrauenswürdige Finanzinstitut für kleine und mittlere Unternehmen, die ihr Geld gerne selbstständig verwalten. Kurz gesagt: PostFinance bleibt PostFinance. «Bei der Aufnahme von Schuldscheindarlehen setzen wir auf PostFinance», sagt Michael Urech, Leiter des Finanzamts der Stadt St. Gallen. Städte und Gemeinden profitieren mehrfach PostFinance bietet öffentlich-rechtlichen Körperschaften attraktive Finanzierungsmöglichkeiten und belohnt ökologisches Handeln mit einem Energiebonus. «Rund zweimal pro Jahr benötigen wir für Investitionen oder zur Refinanzierung städtischer Betriebe eine Finanzierung in zweistelliger Millionenhöhe», sagt Michael Urech, Leiter des Finanzamts der Stadt St. Gallen. «Bei der Aufnahme von Schuldscheindarlehen setzen wir auf PostFinance. Die Konditionen sind attraktiv und transparent, die Zinssätze marktaktuell und die Abwicklung läuft schnell und unkompliziert.» Neben dem flexiblen Finanzierungsinstrument nutzt das Finanzamt eine ganze Palette an Angeboten. «Vom Zahlungsverkehr über diverse Geschäftskonten bis hin zur E-Rechnung: PostFinance bietet uns Lösungen, die wir bei einer Bank nicht bekommen. So zum Beispiel die automatische Rückzahlung bei Doppelzahlungen oder die Einlieferung der Kreditoren ins E-Finance», erklärt Urech und ergänzt: «Solche Lösungen vereinfachen unseren Alltag enorm.» Weitere Informationen zum Angebot für öffentlichrechtliche Körperschaften gibt es unter postfinance.ch/oerk. Hansruedi Köng, Leiter PostFinance, über die Umwandlung von PostFinance in eine Aktiengesellschaft. Nachhaltiges Handeln wird belohnt Energiebewusste Städte und Gemeinden, die eine Finanzierung bei PostFinance abschliessen, werden zudem mit einem Energiebonus belohnt. Die Stadt St. Gallen ist bereits seit 2003 Energiestadt. «Wir wollen einen Beitrag leisten, damit die 2000-Watt-Gesellschaft nicht nur eine Vision bleibt», sagt Urech. Ihr «Energiekonzept hoch drei 2050» wurde Anfang Jahr sogar mit dem Watt d Or 2012 ausgezeichnet. «Wir haben uns über den finanziellen Zustupf von PostFinance gefreut und können uns gut vorstellen, solche Mittel künftig in den Energiefonds der Stadt einzulegen.» Mehr zum Thema finden Sie unter postfinance.ch/energiebonus. 6 +Finance

7 Taktik + Tore Buchtipp Fair qualifiziert? Der Ratgeber «Fair qualifiziert? Mitarbeitergespräche, Arbeitszeugnisse, Referenzen» bietet Vorgesetzten und Führungspersonen von KMU viele Tipps und Formulierungshilfen. Gesehen für 38 Franken unter beobachter.ch/buchshop. Aus erster Hand Tiefe Fixkosten 1999 gründete Eva Schäfer zusammen mit ihrem Mann die B4 Moebel GmbH in Basel. Seit 2010 besitzen die beiden mit Minimöbl zudem ein Geschäft in Zürich mit einer eigenen Möbelkollek tion für Kinder. «Wir sind schrittweise gewachsen, denn unser Grundsatz lautet: Immer nur so viel Geld ausgeben, wie man hat. Leasing ist kein Thema, wir wollen die Fixkosten tief halten. Und auch von Krediten las sen wir die Finger. So können wir das Risiko besser kalku lieren.» Zurzeit laufe es zwar rund, aber für Neuanschaffungen werde weiterhin ge spart. «Die Wirtschaftslage können wir schliesslich nicht beeinflussen.» Eva Schäfer wägt ab und plant sorgfältig auch punkto Finanzen. b4-moebel.ch und minimöbl.ch Home Office Eine Win-Win-Situation Die Arbeit daheim bietet gemäss Professor Oliver Gassmann, Direktor am Institut für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen, diverse Vorteile: Unternehmen sparen Bürokosten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sparen Zeit, und die Umwelt wird geschont. Der wirtschaftliche Verlust durch mangelnde Produktivität wird in Europa auf 314 Milliarden Euro geschätzt. Dabei wäre es gerade bei Wissensarbeitern also Personen, die unmittelbar mit der Generierung, Transformation und Nutzung von Wissen arbeiten ein Leichtes, die Produktivität mit Home-Office-Tagen zu steigern. Studien gehen davon aus, dass sich die Zahl derjenigen, die von zu Hause oder mobil arbeiten, in den nächsten 15 Jahren mehr als verzehnfachen wird. In der Schweiz haben nach Schätzungen von Professor Oliver Gassmann, Direktor am Institut für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen, knapp Wissensarbeiter das Potenzial für einen Home-Office- Tag pro Woche. Konzentrierter, schneller, motivierter «Der durchschnittliche Büroangestellte wird alle elf Minuten unterbrochen und benötigt gemäss Hirnforschung nach jeder Unterbrechung acht Minuten, bis er wieder die volle Konzentration erreicht hat», sagt Gassmann. Unter solchen Bedingungen effizient zu arbeiten, sei kaum möglich. Weiter stören unproduktive Sitzungen den Arbeitsfluss. Und auch Umgebungsgeräusche sind der Effizienz nicht zuträglich. «Im Home Office arbeiten die meisten darum nicht nur konzentrierter sondern auch schneller.» Gemäss Gassmann könnte das regelmässige Arbeiten von zu Hause die Produktivität von Wissensarbeitern um bis zu 30 Prozent steigern. Unternehmen müssen Umdenken «Wichtig ist ein radikales Umdenken», unterstreicht Gassmann. «Führen ohne physische Inputkontrolle erfordert Vertrauen seitens der Arbeitgeber und ein hohes Mass an Selbstmanagement sowie Outputorientierung von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.» Wer aber die richtigen Rahmenbedingungen schafft, kann nur profitieren. Weitere Informationen zum Thema und zum alljährlichen nationalen «Home Office Day» gibt es unter homeofficeday.ch. Der nächste «Home Office Day» findet im Mai 2013 statt. «Im Home Office arbeiten die meisten nicht nur konzentrierter, sondern auch schneller», sagt Professor Oliver Gassmann, Direktor am Institut für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen. Die Vorteile im Überblick Kosten Dank Desk Sharing werden die Kosten für Bürofläche und Arbeitsplätze bis zu 30 Prozent reduziert. Produktivität Mit Home Office entfällt der Arbeitsweg von durchschnittlich 20 Minuten pro Tag. Zudem sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer effizienter, da sie nicht rund 44-mal am Tag unterbrochen werden und keine 20 Stunden pro Woche in Sitzungen verbringen. Umwelt Durch Home Office nehmen der motorisierte Individualverkehr und die Stromproduktion für den öffentlichen Verkehr ab. +Finance 7

8 3/2012 1/2011 Top Scorer Glänzende Ge- schäfte Top Scorer Handgefertigt Sepp Meier führt seine Wagnerei in Appenzell bereits in der fünften Generation. Neben Wagnerarbeiten schreinert er auch Särge und vermietet und verkauft selbst angefertigte Festbestuhlungen. Verarbeitet wird dabei ausschliesslich einheimisches Holz. Taktik Wer Erfolg haben will, muss offensiv spielen. Die Selbstständigkeit ist oft ein Kampf. Qualität ist matchentscheidend. Und ich bin 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr für meine Kunden da. Powerplay Wegen der zahlreichen Feste und weil viele Bauern ihr Werkzeug zur Reparatur bringen, sind die Monate Mai und Juni besonders intensiv. Saison haben wir aber das ganze Jahr. Meine Tage beginnen um 6 Uhr. Frühmorgens arbeite ich am effizientesten. Bodycheck Ich bin der einzige Wagner in Appenzell Innerrhoden und doch ist der Konkurrenzkampf gross. Mit den Billigpreisen der Supermarktketten kann ich nicht mithalten. Dafür stimmt bei mir die Qualität. Team Unser Familienbetrieb ist eine eingespielte Mannschaft. Meine Frau ist mein Top Scorer. Sie unterstützt mich in allen Belangen. Und ich habe Mitarbeiter, auf die ich zählen kann, wann immer Not am Mann ist. Tore Jedes Strahlen, jeder Dankesbrief, jedes Trinkgeld ist ein wunderschönes Tor. Es gibt nichts Schöneres als zufriedene Kundinnen und Kunden, die wiederkommen oder mich weiterempfehlen. PostFinance ist Hauptsponsorin der Swiss Ice Hockey Federation Adressberichtigung bitte mit Angaben der Kunden- nummer melden an PostFinance, +Finance, 3030 Bern P.P Zofingen

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