46. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie in Berlin März 2005

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1 Freitag, 18. März 2005, Raum B09, 15:30 17:30 Posterbegehung Sektion Pneumologische Onkologie Thoraxmalignome Vorsitz: Deppermann KM/Neuruppin, Serke M/Berlin P394 Erfahrungen mit der Therapie mit ZD 1839 (IRESSA) im Rahmen eines "expanded acces- Programmes" (EAP) an Patienten mit ausbehandeltem NSCLC Serke M, Dittrich I, Bohnenstengel A, Loddenkemper R Helios-Klinik Zentralklinik Emil von Behring, Lungenklinik Heckeshorn, Pneumologie II Einleitung: ZD 1839 (Iressa ) ist ein Tyrosinkinaseinhibitor, welcher selektiv die Tyrosinkinase des epidermal growth factor (EGF)-Rezeptors hemmt. Vermuteter Wirkmechanismus ist die Hemmung der für Wachstum, Zellteilung, Apoptose und Neoangiogenese benötigten Signaltransduktion. Material und Methode: Z.Zt. 57 auswertbare Patienten im fortgeschrittenen Stadium eines NSCLC nach mehrfachen Vorbehandlungen ohne weitere Therapieoptionen wurden oral mit dem Tyrosinkinase-Inhibitor ZD1839 (Iressa ) 1x 250 mg/d im Rahmen eines extended acces- Programmes (EAP) behandelt. Zielkriterien waren: Therapiedauer, Verträglichkeit, TTP und das Überleben. Die Therapie wurde bis zum PD, Tod oder bis zum Wunsch nach Therapieende von Arzt oder Patient gegeben. Das Ansprechen (Response) war kein Zielkriterium der Studie. Demographie: 57 Patienten, 31 Männer, 26 Frauen, Morphologie: Adeno: 51%, bronchioloalveolär: 16%, PLECA: 19%, großzellig: 9%, nicht-kleinzellig: 5%. Ergebnisse: Die mediane Zeit der Iressa-Gabe betrug 67 Tage. Es handelt sich um eine Stabilisierung der Erkrankung bei 50% der Patienten für mindestens 2 Monate. Bei 66 % (38 Pat.) wurde die Therapie über länger als 28 Tage fortgesetzt, bei 5 Pat. (9%) konnte die Therapie über länger als 120 Tage hinweg fortgesetzt werden. Das mediane Überleben ab Beginn der Iressa-Therapie betrug 196 Tage. 52% der Pat. sind bisher verstorben. Bei 15 der Pat. (26%) trat der PD innerhalb von 28 Tagen auf. Die Verträglichkeit war sehr gut. Wir beobachteten keine Grad IV-Toxizitäten. Eine Grad-III- Diarrhoe, 4 x Grad II- Toxizitäten ( 3 x Haut, 1 x Diarrhoe), 4 x Hauttox. I wurden beobachtet: Wir sahen keine Therapie-induzierten pulmonalen Ereignisse. Ein Therapieabbruch erfolge aufgrund von Akne II. Beurteilung: Die orale Therapie mit einem Tyrosinkinase-Inhibitor nach Chemo- und / oder Strahlentherapie wurde bei der Mehrzahl der Patienten über länger als 2 Monate durchgeführt. Wir beobachteten bei 74% der Patienten eine klinische Stabilisierung ohne wesentliche unerwünschte Wirkungen. 26% der Patienten waren innerhalb von 4 Wochen progredient. Das mediane Überleben ab Iressa-Start betrug 196 Tage und ist dem einer Zweitlinienchemotherapie vergleichbar. Gefördert vom Verein zur Förderung der Pneumologie und Thoraxchirurgie der Lungenklinik Heckeshorn Berlin Thoraxmalignome Seite 1

2 P138 Relevance of oncological Biomarkers for differential Diagnosis in Lung Cancer 1 von Pawel J, 2 Holdenrieder S, 1 Raith H, 2 Nagel D, 1 Feldmann K, 2 Stieber P 1 Asklepios Klinik Gauting, 2 University of Munich Background: Because many oncological biomarkers lack tumor- and organ specificity, their usefulness for diagnosis of malignant diseases is still in discussion. However when biopsy of suspicious lesions can not be performed, the pattern of release or non-release of these markers might contain valuable information for differential diagnosis, particularly in lung cancer. Patients and Methods:. We investigated sera of 439 patients with non-operable lung cancer at time of diagnosis (311 NSCLC; among them 129 with squamous cell carcinoma, 89 with adenocarcinoma, and 93 with NSCLC without further specification; 113 of the NSCLC patients had stage IIIB and 198 stage IV disease; 128 SCLC; among them 61 limited disease and 67 extended disease). The following oncological biomarkers were determined: CEA, CYFRA 21-1, NSE, CA125, CA19-9, CA15-3, CA72-4, S100 (Elecsys, Roche), SCC (IMx, Abbott), ProGRP (ALSI/IBL). Results: The release of most markers was in cancer patients higher than the 95 th percentile of healthy persons (CEA 2.3 ng/ml; CYFRA ,3 ng/ml; SCC 1.5 ng/ml; NSE 10.0 ng/ml; ProGRP 22 pg/ml; CA U/mL; CA U/mL; CA U/mL; CA U/mL; S ng/ml). Characteristic differences were observed in patients suffering from NSCLC (all patients), squamous cell carcinoma, adenocarcinoma, and SCLC, respectively: CEA 80.0%, 73.6%, 83.7%, 81.8%; CYFRA %, 91.4%, 91.0%, 70.8%; SCC 30.8%, 55.2%, 16.4%, 8.7%; NSE 85.3%, 86.4%, 85.8%, 95.3%; ProGRP 27.7%, 28.4%, 31.5%, 81.1%; CA %, 57.5%, 83.5%, 59.1%; CA %, 18.4%, 44.1%, 29.9%; CA %, 49.4%, 76.4%, 43.3%; CA %, 21.8%, 48.0%, 8.7%; S %, 0.0%, 1.6%, 1,6%. Conclusion: The combined analysis of the frequency and the extent of release and non-release of oncological biomarkers reveals a high potential for diagnosis, differential diagnosis, prognosis and therapy stratification of malignant lung tumors. Thoraxmalignome Seite 2

3 P265 Therapeutische Ansätze, Verlauf und Progressionsmuster beim malignen Pleuramesotheliom Kempa A, Duell T, Häußinger K Asklepios Fachkliniken München-Gauting Das maligne Pleuramesotheliom ist eine bösartige Atemwegserkrankung von zunehmender Häufigkeit. In den letzten Jahren wurde die Wirksamkeit einer zytostatischen Chemotherapie beim Mesotheliom nachgewiesen und Patienten mit multi-modalen Therapiekonzepten einschließlich Chemotherapie behandelt. Noch unklar ist, welchen Einfluss eine chemotherapeutische Behandlung auf den weiteren Krankheitsverlauf hat. Von August 2001 bis Juli 2004 stellten sich auf unserer Abteilung 53 Patienten zu Beratung, Diagnostik oder Therapie eines malignen Pleuramesothelioms vor. Bei 17 Patienten (32%) wurde von einer Therapie abgesehen. Bei 21 Patienten (40%) wurde als primäre Therapiemaßnahme eine Chemotherapie eingeleitet. Bei 6 Patienten (11%), mit denen initial ein abwartendes Verhalten vereinbart worden war, wurde bei einem späteren Krankheitsprogress eine Chemotherapie eingeleitet. Acht Patienten (15%) wurden primär operiert, bei 6 dieser Patienten (11%) wurde später eine Chemotherapie durchgeführt. Bei einem Patienten wurde primär eine Strahlentherapie eingeleitet. Insgesamt wurden 33 Patienten chemotherapiert (62%). Bei 17 der 21 primär chemotherapierten Patienten konnte eine Partialremission oder zumindest eine Krankheitsstabilisierung erreicht werden, 4 Patienten waren unter Therapie progredient. Unter den 12 sekundär chemotherapierten Patienten konnte bei immerhin 5 Patienten eine Partialremission oder eine Krankheitsstabilisierung erreicht werden, bei drei Patienten musste die Therapie wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen abgebrochen werden, 2 Patienten waren unter Therapie progredient. Insgesamt zehn Patienten erhielten eine Zweit-, drei Patienten eine Drittlinientherapie. Bei 7 Patienten traten im Verlauf Fernmetastasen auf. Sechs dieser Patienten waren zuvor chemotherapiert worden (85%), während nur bei einem Patienten, der nie chemotherapiert wurde, Metastasen auftraten. Diese Übersicht gibt einen Hinweis darauf, dass eine zytostatische Therapie das Progressionsmuster des malignen Mesothelioms verändert. Welchen Einfluss dies auf Überleben und Lebensqualität der Patienten hat und ob dies Folge der Therapie, der genaueren Nachbeobachtung oder eines möglichen längeren Überlebens ist, werden wir ggf. zu einem späteren Zeitpunkt darstellen. Thoraxmalignome Seite 3

4 P263 Malignes Pleuramesotheliom - Diagnostik, Verlauf und Prognose 1 Müller M, 1 Welker L, 2 von Baur E, 1 Magnussen H 1 Krankenhaus Großhansdorf, Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie, Wöhrendamm 80, D Großhansdorf, 2 Labor Kramer und Kollegen, Geesthacht Einleitung: Die morphologische Diagnose maligner Mesotheliome (MM) ist problematisch und wird meist erst in Spätstadien gestellt. Der Einfluss unterschiedlicher Therapiekonzepte auf den Verlauf und die Prognose bedarf der Klärung. Ziel: Bewertung der Effizienz der klinisch-morphologischen Diagnostik und unterschiedlich invasiver Therapieverfahren auf den Verlauf und die Prognose des MM. Methodik: Die vorliegende Studie analysiert die klinischen, laborchemischen und morphologischen Daten aller im Krankenhaus Großhansdorf konsekutiv zwischen 1997 bis 2003 an einem histologisch gesicherten MM erkrankten 254 Patienten (201m/53w). In 113 Fällen erfolgte eine Messung der Hyaluronsäurekonzentration (HA) im Pleuraerguss. Ergebnisse: 234 der 872 insgesamt untersuchten Proben enthielten Zellmaterial aus der Pleura bzw. der Brustwand. Zytologisch gelang es bei 126 und histologisch bei 184 Patienten, ein MM zu diagnostizieren. Daraus ergab sich eine Sensitivität der Histologie von 75% und der Zytologie von 49,6%. In 95 von 113 Fällen fanden sich HA-Werte >30mg/l. 51 der 65 und 9 der 12 zyto-/histologisch nicht erkannten MM wiesen HA-Werte >30mg/l auf. 115 Patienten wurden rein palliativ i.s.e. best support of care versorgt, 62 chemotherapiert und 77 operiert. Die mittleren Überlebenszeiten in den einzelnen Therapiegruppen lagen bei 472, 630 und 1091d. Schlussfolgerung: Die diagnostische Ausbeute der morphologischen Diagnostik des MM ist verbesserungsbedürftig. Eine Messung der HA im PE könnte bei einem klinischem Verdacht die Indikation zur frühzeitigen invasiven Diagnostik erhärten. Die Prognose eines MM ist bei jeder Art von gewählter Therapiemaßnahme schlecht. Mit Unterstützung der LVA Hamburg und des Labors Kramer und Kollegen, Geesthacht Thoraxmalignome Seite 4

5 P248 Bei malignem epitheloidzelligem Pleuramesotheliom annährend komplette Remission durch Alimta und Carboplatin - Eine Kasuistik Voss-Dirks M, Drings P Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg Das maligne Pleuramesotheliom ist ein von den Mesothelzellen ausgehender hoch aggressiver Tumor mit deutlich zunehmender Inzidenz. In 90% aller Erkrankungsfälle ist die Inhalation von Asbeststaub ursächlich. Bisher stand keine wirksame zytostatische Therapie zur Verfügung. Wie jedoch große multizentrische Studien gezeigt haben, steht seit kurzer Zeit mit Alimta ein neues multitargeted Antifolat zur Verfügung, welches diesen Zustand möglicherweise verbessern könnte. An einem 50-jährigen Patienten, der sich mit einem fortgeschrittenem epitheloidzelligem malignen Pleuramesotheliom vorstellte, soll die Wirksamkeit von Alimta und einer platinhaltigen Substanz gezeigt werden. Bei Diagnosestellung zeigte sich in der rechten Thoraxwand ein disseminierter Tumorbefall mit bis zu 4cm dicken Tumorknoten, dieser Befall setzte sich bis in das Mediastinum fort. Nach Prüfung möglicher Kontraindikationen und Implementierung der entsprechenden Begleitmedikation mit Folsäure (0,4mg/d) und Vit. B12 Depot (alle 9 Wochen), wurde eine Polychemotherapie bestehend aus Carboplatin (AUC5) und Alimta (500mg/m2 ) eingeleitet. Wiederholung war d22, insgesamt wurden vier Zyklen verabreicht. Bereits nach dem ersten Zyklus war konventionell radiologisch eine minor response zu erkennen. Dieser Verlauf verfestigte sich, so dass nach 4 Zyklen eine annährend komplette Remission zu erkennen war. Nur im dorsalen Recessus zeigten sich noch kleinknotige Veränderungen. Bei initial festgestellter Inoperabilität konnte der Patient in ein trimodales Therapiekonzept bestehend aus neoadjuvanter zytostatischer Therapie, operativer Sanierung und adjuvanter Strahlentherapie aufgenommen werden. Zusammenfassend scheint im zuvor beschriebenem Fall eines fortgeschrittenen epitheloidzelligen malignen Pleuramesothelioms die Medikamentenkombination aus Alimta und Carboplatin eine wirksame Therapieoption darzustellen. Die bisherige therapeutische Resignation ist nicht mehr gerechtfertigt. Thoraxmalignome Seite 5

6 P192 Intimales Sarkom der Pulmonalarterie: seltene Ursache des klinisch-radiologischen Bildes einer Lungenembolie 1 Berg P, 2 Schmid R, 3 Körner M, 4 Baumann C, 1 Rothen HU 1 Klinik für Intensivmedizin, 2 Klinik für Thoraxchirurgie, 3 Pathologisches Institut, 4 Klinik für medizinische Onkologie, Inselspital Bern Einleitung: Primäre Sarkome der Pulmonalarterie sind ein seltenes Krankheitsbild und präsentieren sich klinisch meist als Lungenembolie. Fallbeschreibung: Wir berichten über einen 30-jährigen Patienten mit progredienter Dyspnoe trotz therapeutischer oraler Antikoagulation mit Marcumar bei klinischer und computertomographischer Diagnose einer zentralen Lungenembolie links. Nach dreimonatiger Behandlung wurde wegen Verschlechterung der Atemnot erneut eine CT durchgeführt, die eine diskrete Grössenzunahme des vermeintlichen intravasalen Thrombus in Richtung Trc. pulmonalis zeigte. Der jetzt geäusserte Verdacht auf ein malignes Geschehen wurde durch eine positive PET-Untersuchung bestärkt, der Patient stellte sich zur operativen Exploration im Inselspital vor. Der intraoperative Schnellschnitt ergab ein myxoides Tumorgewebe, worauf eine erweiterte Pneumektomie links erfolgte. Die definitive Histologie war vereinbar mit einem intimalen Sarkom Grad 2 bis 3. Der postoperative Verlauf gestaltete sich problemlos, auf eine adjuvante Therapie wurde bei R0-Resektion zunächst verzichtet. Diskussion: Unser Patient gleicht den in der Literatur beschriebenen Kasuistiken mit zunächst Annahme einer Lungenembolie mit nachfolgender oraler Antikoagulation und verzögerter korrekter Diagnose. Frühe Diagnosestellung und Operation sind entscheidend für die Prognose, der Stellenwert einer adjuvanten Chemotherapie oder Bestrahlung ist noch unklar. Schlussfolgerung: Die Diagnose Lungenembolie sollte bei Patienten mit progredienter Dyspnoe trotz adäquater Antikoagulation hinterfragt werden, insbesondere bei fehlenden thrombophilen Risikofaktoren, und das seltene Krankheitsbild eines Sarkoms der Pulmonalarterien in die differentialdiagnostischen Überlegung mit einbezogen werden. Thoraxmalignome Seite 6

7 P341 Zwei- und Fünfjahresüberlebensrate bei Patienten mit primär operierten NSCLC 1 Starke C, 1 Skuballa A, 2 Gütz S, 2 Gillissen A 1 Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie, Klinikum "St. Georg", Leipzig, 2 Robert-Koch-Klinik, Leipzig Einleitung: Trotz Operation und einer initial als kurativen Therapieansatz durchgeführte R0- Resektion liegt die Fünfjahresüberlebensrate lediglich bei 40-50% (Mountain Chest 1997). Ein korrektes Staging zur Abschätzung der Resektabilität und der Prognose, die Operationstechnik und regelmäßige postoperative klinische Kontrollen sind werden als wesentliche Standbeine in den Bemühungen gesehen, die Überlebensrate zu steigern. Ziel dieser prospektiven Untersuchen war die exakte Erfassung der postoperativen Todesursachen von RO-operierten NSCLC-Patienten. Methodik: Es wurden insgesamt 150 Patienten mit einem primär unbehandelten NSCLC (ohne adjuvante Chemotherapie) postoperativ bis max. fünf Jahre nachuntersucht. Die präoperative Stagingdiagnosktik umfasste: CT-Thorax und des Schädels, Abdomensonografie, Skelettszintigrafie sowie Tumormarkerbestimmung. Ergebnisse: Die Zwei-Jahresüberlebensrate aller Patienten betrug 62,7 %, die Fünffahresüberlebensrate war 39,3 %. Die Mortalitätsrate war vom initialen Tumorstadium abhängig: Im klinischen Stadium I verstarben von den 26 Patienten zwei innerhalb der ersten zwei Jahre (1,3 %). Im Stadium II verstarben von den 58 Patienten, innerhalb der ersten zwei Jahre 14 (9,3 %). An nicht tumorassoziierten Erkrankungen (Komorbidität) verstarben innerhalb des fünfjährigen Beobachtungszeitraums 10 Patienten. Zusammenfassung: Die Fünfjahresüberlebensrate lag damit in unserem Kollektiv in den frühen Tumorstadien an der unteren Grenze der in der Literatur beschriebenen Ergebnisse. Das Tumorstadium II war im Vergleich zu I durch eine höhere Tumorrezidivrate assoziiert. Ob durch eine verfeinerte präoperative Diagnosik, einem adjuvanten Therapieansatz und/oder verbesserte OP-Techniken eine Steigerung der Überlebensrate erreichbar ist, werden weitere Analysen zeigen müssen. Thoraxmalignome Seite 7

8 P365 Nicht-infektiöse pulmonale Komplikationen (NIPK) nach allogener Stammzelltransplantation (SCT) bei chronischer Graft-versus-Host-Erkrankung (cgvhd) Neuburger S, Massenkeil G, Tamm I, Lutz C, Vidal C, Dörken B, Arnold R Charité Virchowklinikum Hämatologie Einleitung: NIPK nach allogener SCT sind in den meisten Fällen mit einer cgvhd assoziiert. Die langsam zunehmende Dyspnoe schränkt die Lebensqualität ein und basiert fast ausschließlich auf restriktiven Lungenparenchymveränderungen. Patienten und Methoden: Zwischen 01/95 03/04 wurden 350 Pat einer allogenen SCT unterzogen. Nach stationärer Entlassung erfolgte eine regelmäßige ambulante Nachuntersuchung. Bei Auftreten von Dyspnoe wurde eine Lungenfunktionsprüfung (LFP) und CT Thorax, ggf. Bronchoskopie mit Lavage (BAL) und Lungenbiopsie durchgeführt. Nach bildmorphologischem und mikrobiologischem Ausschluß einer Infektion wurde die Diagnose NIPK gestellt. Ergebnisse: 16/350 Pat (4,6%) entwickelten eine afebrile NIPK nach SCT (median 7,5 Mo). Bei 13/16 bestand zuvor eine cgvhd. 9/16 konnten in der CT Thorax typische Milchglastrübungen oder interstitielle Zeichnungsvermehrung nachgewiesen werden. Die LFP erbrachte bei 8/16 (50%) eine restriktive Parenchymstörung mit FEV1/FVC von median 80,5% und FVC von 67,5%. 4/16 (25%) zeigten initial nur Diffusionsstörungen mit TLCO VA von 66,5%. 4/16 (25%) konnten wegen massiver Dyspnoe nicht untersucht werden. 11/16 (69%) wurden lungenbiopsiert. Die Histologie erbrachte den Nachweis alveolärer Fibrosierung oder lymphatischer Infiltration. Bei 9/16 (56%) wurde im Mittel 2,2 Mo zuvor, die Immunsuppression (IS) beendet. 6 Pat profitierten deutlich von erneuter IS (LFP 3 Mo, median: FEV1/FVC 89%, FVC 75%), bei 8/16 stabilisierte sich die Symptomatik. 2 Pat verstarben an infektiösen Komplikationen im Rahmen der cgvhd. Zusammenfassung: 16/350 entwickelten eine NIPK, 81% in Assoziation zu einer cgvhd. Bei 8/16 fanden sich restriktive Lungenfunktionsstörungen. In über der Hälfte der Fälle korrellierte die NIPK mit der vorausgegangenen Reduktion der IS nach SCT. Bei 14/16 Pat konnte durch erneute IS die NIPK deutlich gebessert oder stabilisiert werden. Die Langzeitprognose wurde bestimmt durch das Gesamtansprechen der cgvhd auf die IS. Thoraxmalignome Seite 8

9 P64 Phase-I-Studie zur Ermittlung der maximal tolerablen Dosis (MTD) von Gemcitabin, Carboplatin und Irinotecan bei unvorbehandelten Patienten mit kleinzelligem Bronchialkarzinom (Extensive Disease) Wagner B, Kortsik C, Deisenberger K Klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, St. Hildegardis-Krankenhaus, Katholisches Klinikum, Mainz Ziel: Ermittlung der maximal tolerablen Dosis (MTD) von Gemcitabin, Carboplatin und Irinotecan bei unvorbehandelten Patienten mit kleinzelligem Bronchialkarzinom (Extensive Disease). Methodik: Zur Dosisfindung wurden pro Dosisstufe jeweils Kohorten von 3 oder 4 Patienten behandelt. Begonnen wurde mit einer Dosis von 800 mg/m² KÖF Gemcitabin (Tag 1, 8), 40 mg/m² Irinotecan (Tag 1, 8) und Carboplatin AUC 4 (Tag 1). Bei einer Zykluslänge von 21 Tagen waren 6 Zyklen vorgesehen. Das Verfahren zur Dosisfindung folgte einem komplexen Algorithmus, dem das Auftreten von Toxizitäten CTC Grad 4 während des ersten Zyklus zugrunde lag. Ergebnisse: Insgesamt wurden 22 Patienten (15 m, 7 w, Durchschnittsalter 65 J.) in 6 Dosisstufen behandelt. 10 Patienten erhielten alle 6 Zyklen, bei 12 Patienten wurde die Therapie vorzeitig abgebrochen. Während des ersten Zyklus trat nur eine für die Dosisfindung relevante Toxizität Grad 4 (Diarrhoen) auf. Im Verlauf kam es bei 15 Patienten (68%) zu einer Leukopenie Grad 3, 7 Patienten erlitten eine Thrombopenie Grad 3 (32%). Leuko- oder Thrombopenien Grad 4 wurden nicht registriert. Diarrhoen traten bei 10 Patienten (45%) auf. Die objektive Ansprechrate (CR und PR) betrug 64 %. Die mediane Überlebensrate lag bei 8.9 Monaten. 5 Patienten verstarben während der Therapie (2x Tumorblutung, 1x Sepsis, 1x Herzinsuffizienz, 1x plötzlicher Herztod). Schlussfolgerung: Die Kombination von Gemcitabin, Irinotecan und Carboplatin beim kleinzelligen Bronchialkarzinom ist wirksam. Die Anzahl der Todesfälle während der Therapie und die im Verhältnis hohe hämatologische Toxizität war Anlaß, die Studie vorzeitig abzu-brechen. Das Ziel, die maximal tolerable Dosis (MTD) für Gemcitabin, Irinotecan und Carbo-platin zu definieren, wurde nicht erreicht. Thoraxmalignome Seite 9

10 Thoraxmalignome Seite 10

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