Energie aus Wildpflanzen

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1 Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Bienenkundliche Begleituntersuchung im Rahmen des Projektes Energie aus Wildpflanzen Untersuchungsjahr 2010 Fachzentrum Bienen Dr. Ingrid Illies

2 1 Einleitung und Zielsetzung Im Rahmen des Projektes Energie aus Wildpflanzen wird die Verwendung von Wildpflanzen für die Energiegewinnung aus Biomasse erprobt. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von ein- und mehrjährigen Mischungen, die Nahrung und Lebensraum für unterschiedliche Tiere bieten. Viele der ausgewählten Pflanzen sind Blütenpflanzen, die Pollen und Nektar produzieren. Nektar, als zuckerhaltiges Sekret dient blütenbesuchenden Insekten als Energiequelle, der Pollen wird für die Eiweißversorgung genutzt. Honigbienen, aber auch die mehr als 500 einheimischen Wildbienenarten nutzen Nektar und Pollen als Nahrungsquellen. Veränderungen in der Kulturlandschaft haben dazu geführt, dass eine kontinuierliche Versorgung der Honigbienenvölker mit Bienenweide (Trachtpflanzen, die Nektar und Pollen bieten) vom Frühjahr bis zum Spätsommer nicht mehr möglich ist. Vielerorts ist das Trachtfließband Ende Juni bereits erloschen. Der Anbau von Blütenpflanzen, die nach der Blüte für die Energiegewinnung genutzt werden, könnte hier eine wichtige Lücke schließen. Spätblühende Trachten mit viel Pollen ermöglichen den Bienen gut versorgte Winterbienen aufzuziehen, die entscheidend die Überwinterungsfähigkeit eines Bienenvolkes beeinflussen. Im Untersuchungsjahr 2010 wurden deshalb Jungvölker an einer Fläche mit einer Pflanzenmischung (Biogas 1R) aufgestellt und die Volksentwicklung sowie die Überwinterung der Bienenvölker beobachtet. An einem Standort in der Region wurden Völker gleicher Stärke als Kontrollgruppe aufgestellt. 2 Material und Methode 2.1 Herkunft und Bildung der Versuchsvölker Die im Versuch verwendeten Bienenvölker stammen aus dem Bienenwirtschaftsbetrieb des Fachzentrums Bienen und wurden als Jungvölker mit Geschwisterköniginnen (gleiche Zuchtmutter) aufgebaut. In der imkerlichen Praxis werden Jungvölker im Frühjahr als Ableger mit Brutwaben und Bienen aus Wirtschaftsvölkern gebildet. Eine weitere Form der Jungvolkbildung ist die Kunstschwarmbildung, bei der ausschließlich Bienen verwendet werden. Kunstschwärme sind für die Beurteilung der Volksentwicklung besonders gut geeignet, da sie es ermöglichen, die Völker mit einer einheitlichen Größe zu starten. Dies ist bei Ablegern nur bedingt möglich. Im Rahmen der Untersuchung 2010 wurden jeweils 14 Ableger und 14 Kunstschwärme verwendet. Die Ablegerbildung fand bereits im Mai statt und die Völker belagerten im Juli 7 bis 8 Waben. Die Kunstschwärme wurden am 15. Juli mit 2 kg Bienenmasse gebildet. Dies entspricht etwa Bienen. Die Bienen werden bei der Kunstschwarmbildung von den Waben in Kunstschwarmkisten gefegt, die auf einer Waage stehen. Dies ermöglicht eine Gewichtskontrolle der Schwärme (siehe Abb. 1 bis 3) Jeweils 7 Ableger und 7 Kunstschwärme wurden am an der Versuchsfläche in Schwarzenau und am Kontrollstandort in Zell aufgestellt (siehe Abb. 4 und 5).

3 Abb. 1: Bildung der 14 Kunstschwärme am 15. Juli Die Kunstschwärme wurden aus Wirtschaftsvölkern des Fachzentrums Bienen mit Geschwisterköniginnen aus 2010 gebildet. Abb. 2: Kunstschwarm von 2 kg mit ca Bienen. Die Königin befindet sich in einem Zusetzkäfig innerhalb der Bienentraube.

4 Abb. 3: Aufstellung der Beuten für die Kunstschwärme: Hinter den Kästen befinden sich Zargen mit Mittelwänden, die nach dem Einschlagen der Schwärme auf die Leerzargen aufgestellt werden. Abb. 4: Aufstellung der 14 Jungvölker am Kontrollstandort in Zell. Links im Bild befinden sich die 7 Ableger (mit Futterzarge), rechts im Bild die 7 Kunstschwärme.

5 Abb. 5: Aufstellung der 14 Jungvölker am Versuchsstandort in Schwarzenau. Links im Bild befinden sich die 7 Ableger (mit Futterzarge), rechts im Bild die 7 Kunstschwärme. 2.2 Datenerfassung Die Volkentwicklung wurde über Populationsschätzungen erfasst. Dies erfolgte mit der Liebefelder Methode (Imdorf et al. 1987), bei der jede Wabe gezogen wird und die mit Bienen und Brut besetzte Wabenfläche geschätzt wird. Die erste Schätzung fand am statt, die zweite am Die Völker am Standort Schwarzenau wurden Mitte September nach Zell gebracht. Dort hat die gesamte Völkergruppe überwintert und wird voraussichtlich Anfang März ausgewintert. Die letzte Populationsschätzung, die Rückschlüsse auf die Überwinterung ermöglicht, findet im März 2011 statt. 3 Ergebnisse Die Kunstschwarmgruppen haben an beiden Standorten zunächst viel Bienenmasse verloren. In den ersten 14 Tagen hat die Bienenzahl in beiden Gruppen um fast Tiere abgenommen. Dies ist aber normal, da der Ausbau der Mittelwände zu Waben und der Aufbau des neuen Brutnestes die Bienen stark beansprucht. Erst nach drei Wochen schlüpfen junge Bienen, da die Entwicklungszeit der Bienen vom Ei bis zum Schlupf 21 Tage beträgt. Bemerkenswert ist, dass in Schwarzenau die Kunstschwärme zunächst im Mittel fast 2000 Brutzellen mehr aufgezogen haben als am Kontrollstandort. Dies macht sich auch in der Bienenzahl bemerkbar, die Mitte September erfasst wurde. An der Kontrollfläche waren die Völker etwas schwächer als an der Fläche in Schwarzenau. (siehe Abb. 6).

6 Anzahl Bienen / Brutzellen Bienen Brut Bienen Brut Bienen Brut Bienen Brut Kontrolle Biogas Abb. 6: Populationsentwicklung der Kunstschwärme am Kontroll- und Versuchsstandort von Juli bis September Anzahl Bienen / Brutzellen Bienen Brut Bienen Brut Bienen Brut Bienen Brut Kontrolle Biogas Abb. 7: Populationsentwicklung der Ableger am Kontroll- und Versuchsstandort von Juli bis September 2010 Die Ableger waren an beide Standorten etwa gleich stark, die Bienenzahl betrug im Mittel zwischen und Tieren. Bis zum Zeitpunkt der zweiten Populationsschätzung am konnte zwischen den Gruppen kein Unterschied festgestellt werden. Beide Ablegergruppen erreichten mit mehr als Bienen eine gute Überwinterungsstärke im September. 4 Diskussion Eine abschließende Bewertung der Volksentwicklung ist erst mit der Auswinterung Anfang März möglich. Alle Völker haben sich gut entwickelt und haben eine ausreichende Einwinterungsstärke erreicht. Die Kunstschwärme wurden bei der Bildung und die Ableger vor der Aufstellung Ende Juli in Schwarzenau und am Kontrollstandort gegen die Varroa-Milbe behandelt. Befallskontrollen Ende August zeigten aber einen erhöhten Befall in

7 Schwarzenau, der auf eine Reinvasion von Milben aus Bienenvölkern der Umgebung schließen lässt. Aus diesem Grunde wurden alle Völker in Schwarzenau nochmals behandelt. Effekte des erhöhten Befalls und der Behandlung sind bei der Interpretation der Daten nach der Auswinterung zu beachten. Im November konnte bei den Völkern bereits die Winterbehandlung durchgeführt werden, bei der Oxalsäure zum Einsatz kam (Oxuvar ). 5 Literatur Imdorf A., Bühlmann G., Gerig L., Kilchenmann V., Wille H. (1987): Überprüfung der Schätzmethode zur Ermittlung der Brutfläche und der Anzahl Arbeiterinnen in freifliegenden Bienenvölkern. Apidologie 1987, 18 (2): Bildanhang Abb. 8: Entwicklung des Pflanzenbestandes in Schwarzenau (Bild: Kuhn, 09/2010) Abb. 9: Vergleich der Mischung mit einer angrenzenden Maisfläche (Bild: Kuhn, 09/2010)

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