Stand November Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin Leiter: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Otmar Schober

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Stand November 2002. Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin Leiter: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Otmar Schober"

Transkript

1 SKRIPT 1

2 Stand November 2002 Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin Leiter: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Otmar Schober Albert-Schweitzer-Str. 33 D Münster Tel.: Fax.: Organisation: Prof. Dr. Joachim Sciuk Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Münster Albert-Schweitzer-Straße Münster/Westf. Telefon: 0251/ /47375 Telefax: 0251/ ab : Klinik für Nuklearmedizin Klinikum Augsburg Stenglinstr Augsburg Telefon: 0821/ Telefax: 0821/ E - mail: PD Dr. Matthias Weckesser Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin Zusammstellung des Skriptes: Dr. Martin Pixberg Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin 2

3 Programm Zeit Thema Sprecher Freitag 13:00 Begrüßung/Einführung J. Sciuk 13:15 14:00 14:00 14:20 14:20 14:40 14:40 15:00 15:00 16:30 PET in Oncology: From the beginning to the future Methodik / Grundlagen Zyklotron Radiochemie PET-Scanner PAUSE Praktische Demonstrationen in kleinen Gruppen T. Jones Moderation: O. Schober J. Eckardt K. Kopka K. Schäfers D. Burkert, J. Eckardt, Akquisition und Rekonstruktion am M. Löffler, PET-Scanner M. Weckesser, Abgleich und Fusion von Bilddaten K. Schäfers, Radiochemie und Zyklotron S. Steinhoff, U. Steinhoff, S. Wagner 16:30 16:50 16:50 17:10 17:10 17:30 17:30 18:30 Praktische Aspekte der Ganzkörper-PET Physiologie und Pathophysiologie der FDG-Aufnahme Pitfalls Klinische Falldemonstrationen A. Exler M. Weckesser P. Matheja C. Franzius, M. Weckesser, S. Hermann, M. Löffler, M. Pixberg, J. Sciuk 20:00 Uhr ABENDESSEN 3

4 Samstag 09:00 10:00 Praktische Demonstrationen in kleinen Gruppen D. Burkert, S. Wagner, J. Eckardt, Akquisition und Rekonstruktion am M. Löffler, PET-Scanner M. Weckesser, Abgleich und Fusion von Bilddaten K. Schäfers, Radiochemie und Zyklotron S. Steinhoff, U. Steinhoff 10:00 10:30 10:30 10:45 10:45 11:00 11:00 11:15 11:15 11:45 Klinische Bedeutung der onkologischen PET Moderation Klinische Berater Kinderonkologie Erwachsenenonkologie Radioonkologie Diagnostische Radiologie Grundlagen und klinische Wertigkeit der PET/CT Bronchialkarzinom Lymphom Gastrointestinaltrakt Klinische Falldemonstrationen. J. Sciuk J. Ritter R. Mesters N. Willich W. Heindel A. Bockisch P. Kies S. Hermann M. Schäfers C. Franzius, M. Weckesser, S. Hermann, M. Löffler, M. Pixberg, J. Sciuk, 11:45 12:00 12:00 12:15 12:15 12:30 12:30 12:45 12:45 14:00 PAUSE Skelett Malignes Melanom Gynäkologie, Urologie PAUSE C. Franzius M. Löffler O. Schober Praktische Demonstrationen D. Burkert, in kleinen Gruppen J. Eckardt, Akquisition und Rekonstruktion M. Löffler, am PET-Scanner M. Weckesser, Abgleich und Fusion von K. Schäfers, Bilddaten Radiochemie und Zyklotron S. Steinhoff, S. Wagner, U. Steinhoff 4

5 Samstag (Fortsetzung) 14:00 Schilddrüse 14:15 14:15 CUP 14:30 14:30 Neuroonkologie 14:45 14:45 15:30 Klinische Falldemonstrationen Abschlussbesprechung M. Pixberg O. Schober B. Riemann C. Franzius, M. Weckesser, S. Hermann, M. Löffler, J. Sciuk, M. Pixberg J. Sciuk 5

6 Inhalt Programm 3 Inhalt 6 Zyklotron 9 1. Einleitung: 9 2. Grundlagen 9 3. Satellitenkonzept und PET-Zentrum Zusammenfassung Literatur 15 Korrespondenz: 15 Radiochemie in der onkologischen PET 16 Einleitung 16 Radiopharmaka 16 Prinzip eines Radiopharmakons 16 Anwendungsspektrum der PET Tracer 17 Beispiele pharmakokinetischer Studien 18 Herstellung von Radiopharmaka 20 Korrespondenz: 21 Grundlagen PET-Scanner 22 Messprinzip 22 Bilderzeugung 25 Iterative Rekonstruktionsverfahren 27 Quantitative Bildgebung 28 Normalisierung 28 Totzeitkorrektur 29 Absorptionskorrektur 29 Streustrahlungskorrektur 30 Kalibrierung 31 Zusammenfassung 31 Korrespondenz: 32 Praktische Aspekte der Durchführung 33 Allgemeine Aspekte 33 Ganzkörper - PET 33 Dokumentation / Archivierung 34 Korrespondenz: 35 Grundlagen der FDG-Aufnahme 36 Bedeutung für die Akquisition und Bildinterpretation 36 Zuckerstoffwechsel und Tumoren 36 Quantifizierung 37 SUV 38 Praktische Aspekte 39 Besondere Bedeutung des Glukosestransports: 40 Spezifität 41 Literatur: 42 Korrespondenz: 43 F-18 FDG-PET: Pitfalls 44 Physiologische FDG-Verteilung (immer oder gewöhnlich sichtbar) 45 Varianten der physiologischen Distribution 45 Literatur 47 Korrespondenz: 49 Bronchialkarzinom 50 Dignität 50 Staging 50 Kosteneffizienz 51 6

7 Rezidivdiagnostik und Therapiekontrolle 51 Ausblick 51 Literatur: 52 Korrespondenz: 53 F18-FDG-PET bei malignen Lymphomen 54 Einteilung 54 Diagnose 55 Indikationen der F18-FDG-PET 55 Cost-Effectiveness 57 Zusammenfassung 57 Literatur: 58 Korrespondenz: 60 Gastrointestinale Tumore 61 Ösophagus-Karzinom 61 Pankreas-Karzinom 61 Kolorektales Karzinom 62 Konsensuskonferenz 63 Ösophagus-Karzinom 63 Pankreas-Karzinom 63 Kolorektales Karzinom 63 Literatur: 63 Korrespondenz: 64 Skelettdiagnostik 65 Vorbemerkungen 65 Literaturrecherche 65 Klassifikation 65 FDG-PET (Knochen- und Weichteiltumore) 66 Staging 66 Therapiekontrolle 67 Rezidivdiagnostik 67 Prognose 68 F-18-PET (primäre und sekundäre Knochentumore) 68 Schlußbemerkung 68 Literatur 69 Korrespondenz: 71 Malignes Melanom 72 Tiefeninvasion nach Clark 72 TNM-Klassifikation 72 Stadieneinteilung mit Überlebenszeit (3) 73 Mögliche Einsatzgebiete der FDG-PET im diagnostischen Setting: 73 Kosten-Nutzen-Analyse 75 Zusammenfassung: 75 Literatur 76 Korrespondenz: 77 FDG-PET bei diagnostischen Fragestellungen in der Gynäkologie und der Urologie 78 Mamma-Karzinom 78 Ovarial-Karzinom 79 Nieren-, Harnblasenkarzinome 79 Prostata-Karzinom 80 Hodentumoren 80 Literatur 81 CUP - Cancer of Unknown Primary 83 Literatur 84 Korrespondenz: 85 Schilddrüsenkarzinom 86 I Thyreozytäre Karzinome: 86 7

8 Therapie und Prognose: 86 Jodspeicherfähigkeit und Glukosemetabolismus: 87 Sensitivität / Spezifität der PET: 87 Pitfalls der PET: 87 Thyreoglobulin: 88 TSH: 88 Prognostischer Wert der FDG-PET: 88 Studien 88 Klinische Relevanz: 90 Zusammenfassung: 90 Konsensus-Konferenz ONKO-PET III 91 Literatur: 92 II Medulläres Schilddrüsenkarzinom (Medullary thyroid carcinoma, MTC) 93 Zusammenfassung und klinische Relevanz: 94 Empfehlung der Konsensus-Konferenz Onko-PET III (8): 95 Literatur: 95 Korrespondenz: 96 Hirntumoren 97 Bedeutung der PET in der Hirntumordiagnostik 97 Literatur 100 Korrespondenz: 102 Index 103 8

9 Zyklotron Jörg Eckardt 1. Einleitung: Im momentanen Stand der Technik erfordert die Positronen-Emissions-Tomographie die direkte oder indirekte Verbindung zu einem Zyklotron mit Radiochemie. Dort werden die notwendigen Radiopharmaka hergestellt. Im Folgenden wird beschrieben, welche radioaktiven Nuklide für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) in Frage kommen und wie diese hergestellt werden. Im letzten Abschnitt wird der Unterschied zwischen dem so genannten Satellitenkonzept, d.h. einem PET-Gerät ohne direkten Zugang zu einem Zyklotron und einem voll ausgestatteten PET-Zentrum mit direktem Zugang zu einem Zyklotron mit radiochemischem Labor erläutert werden. 2. Grundlagen 2.1 Nuklidauswahl Die in der Positronen Emissions-Tomographie verwendeten Nuklide beschränken sich dem Namen entsprechend auf Positronenemitter (β + -Strahler). Abbildungstechnisch lässt sich nur hiermit des im Vergleich zur konventionellen Nuklearmedizin bessere Auflösungsvermögen realisieren. Nicht alle β + -Strahler sind für die Bildgebung am Menschen geeignet, deshalb werden die Kriterien für die Nuklidauswahl für bildgebende Verfahren hier allgemein erläutert. Abbildung 1: Nuklidkarte (Übersicht), jedes bekannte Nuklid (etwa 3000) ist mit einem kleinen Quadrat gekennzeichnet. Abbildung 2: Schematische Darstellung der Positronen- Anihilation: Das infolge einer β + -Kernumwandlung ausgesandte Positron (e + ) wird in der Materie durch Stöße abgebremst und anihiliert dann mit einem Elektron zu 2 γ-quanten. 9

10 Die Nuklidkarte (Abbildung 1) umfasst alle bekannten radioaktiven und nicht radioaktiven Nuklide. Von diesen ca Nukliden (ca mit β + -Kernumwandlungen) sind jedoch nur einige für die nuklearmedizinische Bildgebung im Allgemeinen sowie die PET im Besonderen nutzbar: 1)Strahlungsart: die mit einer nuklearmedizinischen Kamera detektierbare Strahlung beschränkt sich auf γ-strahlung, da die Strahlung reiner α- oder β -Strahler im Körper absorbiert wird. Dabei eignen sich für die konventionelle Nuklearmedizin nur Nuklide, die im Rahmen einer Kernumwandlung γ-strahlung aussenden. In bezug auf die PET sind in dieser Hinsicht alle β + -instabilen Kerne geeignet. Die emittierten Positronen werden im Anihilationsprozess in γ-strahlung umgewandelt. 2)Energie I: γ-strahlung, die durch eine Gammakamera detektierbar ist, muss eine Energie im Bereich zwischen 80 und 511 kev besitzen. Bei Positronenstrahlern ist dieses Kriterium erfüllt (Eγ=511 kev), bei den anderen γ-strahlern schränkt dieses Kriterium die Auswahl der Nuklide weiter ein. 3)Energie II: Wie in Abbildung 2 dargestellt, bewegt sich das Positron durch die Materie, bevor es zusammen mit einem Elektron anihiliert. Die Länge des zurückgelegten Weges hängt dabei direkt mit der β + -Zerfallsenergie zusammen. Hohe Energien wirken sich dabei negativ auf das Auflösungsvermögen aus. 4)Halbwertszeit: Um eine Bildgebung logistisch möglich zu machen, muss die Halbwertszeit länger als etwa 60 Sekunden sein. Darüber hinaus implizieren allgemein langlebige Nuklide eine relativ höhere Strahlenexposition für den Patienten. Für die konventionelle Nuklearmedizin beschränkt sich daher die maximale Halbwertszeit der verwendbaren Nuklide auf etwa 2 Tage, für die rein diagnostische PET aufgrund der hohen Dosisleistungskonstante der β + -Strahler auf einige Stunden. 5)Biochemie: um einen metabolischen Prozess darzustellen, ist es oft sinnvoll, physiologische Markierungen durchzuführen, d.h. körpereigene oder pharmakologische Substanzen im chemischen Sinne exakt darzustellen. Hierfür eignen sich besonders gut radioaktive Nuklide, deren nicht radioaktives Pendant in der darzustellenden Substanz vorkommt. Dieses sind in den meisten Fällen die klassischen Bausteine der organischen Verbindungen wie Kohlenstoff (C), Stickstoff (N) und Sauerstoff (O). Die unter Abwägung all dieser Punkte für die PET verwendeten Nuklide mit klinischer Relevanz sind in Tabelle 1 angegebenen. HWZ Kernreaktion β + -Energie Physiologie / min /MeV 11 C N(p,α) 11 C 1, N 10 O(p,α) 13 N 2,220 + O 2 N(p,n) 15 O, 14 N(d,n) 15 O 2, F O(p,n) 18 F 1,613 - Tabelle 1: Allgemein verwendete PET-Nuklide 2.2 Nukliderzeugung: PET-Nuklide werden in größerem Maßstab meistens mit Zyklotronen hergestellt. Das Zyklotron ist ein spezieller Typ aus der Gruppe der Beschleuniger (Linearbeschleuniger, Kreisbeschleuniger), ein so genannter Kreisbeschleuniger. Kreisbeschleuniger eignen sich besonders, um geladene, relativ schwere Teilchen (Protonen, Atomkerne) auf in kern- 10

11 physikalischen Maßstäben niedrige Energien zu beschleunigen. Zyklotrone für die Nuklidherstellung sind seit der Verbreitung der PET kommerziell erhältlich. Für die Herstellung von PET-Nukliden werden in den meisten Fällen Zyklotrone benutzt, die Protonen (p) oder Protonen und Deuteronen (d, Kerne des Isotops 2 H) beschleunigen können. Dabei wird, wie in Abbildung 3 gezeigt, das positive geladene Teilchen (p oder d) von einer Ionenquelle unter Plasmabedingungen (hohe Temperatur in Verbindung mit ausreichendem Druck) erzeugt. Abbildung 3: Funktionsprinzip eines Zyklotrons, Erklärung siehe Text. Die Konstruktion der Ionenquelle bedingt, dass das mit einer Energie von einigen kev emittierte Ion (p oder d) zusätzlich von der positiv geladenen Ionenquelle abgestoßen und von einer D-Elektrode (2 Platten, Dee) angezogen wird. Nachdem das Ion die D-Elektrode passiert hat, wird diese D-Elektrode umgepolt; das Ion wird von dieser nun positiv geladenen D-Elektrode abgestoßen und von der gegen den Uhrzeigersinn nächsten angezogen. Diese Anziehungs- und Abstoßungseffekte verursachen eine starke Beschleunigung der Ionen. Während der ganzen Bewegung wird das Ion durch die von einem äußeren Magnetfeld vermittelte Lorentzkraft (senkrecht zur Bewegungsrichtung und senkrecht zum Magnetfeld) auf eine Spiralbahn abgelenkt. Die so beschleunigten Ionen treffen auf das Target und gehen dort verschiedene Kernreaktionen ein. Die letztendliche Energie der Ionen für Zyklotrone zur PET-Radioisotopenproduktion liegt im Bereich von etwa 8-20 MeV. 2.3 Kernreaktionen Wie in Tabelle 1 gezeigt, liegen der Herstellung verschiedene Kernreaktionen zugrunde, die in der Form A(x,y)B beschrieben werden: Hierbei bezeichnet x das Teilchen, das auf den Kern A trifft. Dieser wandelt sich unter Aussendung des Teilchens y zu dem Kern B um. Für 2 Reaktionen ist das hier dargestellt: p + 18 O d + 14 N 18 F + e + + n 15 O + e + + n 18 O (p,n) 18 F -Reaktion 14 N (d,n) 15 O -Reaktion 11

12 Für die Herstellung der PET-Nuklide werden wie in Tabelle 1 beschrieben außer bei der Produktion von 15 O ausschließlich (p,n)-reaktionen ausgenutzt: Die Herstellung von 15 O ist auch durch die deuteroninduzierte Kernreaktion 14 N(d,n) 15 O möglich. Wenn das Zyklotron auch die Beschleunigung von Deuteronen erlaubt, ist die (d,n)-reaktion der 15 N(p,n) 15 O- Reaktion vorzuziehen, da natürliches N-Gas zu 99,6 % aus 14 N und zu 0,4 % aus 15 N besteht. Für die Isotopenproduktion ist eine hoher Anreicherungsgrad des Ausgangsnuklids (>95 %) sinnvoll, was für 15 N hohe laufende Kosten verursacht. 2.4 Zyklotrontypen In Tabelle 2 ist ein Überblick über kommerziell erhältliche Zyklotrone (Stand 1997, keine substanziellen Änderungen gegenüber heute) gegeben. Gemeinsam ist diesen Geräten, dass sie inzwischen in einem hohen Maße automatisiert und für hohe Nuklidausbeuten optimiert sind. Company Name Energy Beam Current Self-Shielded? CTI RDS MeV (p) 50 µa Yes EBCO TR MeV (p), opt. 9 MeV (d)>150 µa Yes (opt.) GE PETtrace 16.5 MeV (p), 8.4 MeV (d) 75 µa No IBA Cyclone 10/5 10 MeV (p), 5 MeV (d) 60 µa No Cyclone 18/5 18 MeV (p), 5 MeV (d) 80 µa No JSW BC2010N 20 MeV (p), 10 MeV (d) 70 µa No NKK- Oxford NKK-Oxford 12 MeV (p) µa No Tabelle 2: Liste kommerziell erhältlicher Zyklotronen nach [Mcc97] Die in Tabelle 2 aufgeführten Geräte unterscheiden sich vor allem in 2 Punkten: 1)Selbstabschirmung: Einige Zyklotrone werden mit einer Selbstabschirmung angeboten. Das bedeutet, dass ein Großteil der notwendigen baulichen Strahlenschutzmaßnahmen in die unmittelbare Nähe des Zyklotrons gebracht werden. Dies reduziert die Baukosten und erlaubt die Anwesenheit des Personals im Zyklotronraum während der Bestrahlung. Platzaufwändige Umbauten am Zyklotron wie z.b. in der Targetforschung sind an solchen selbst abgeschirmten Zyklotronen nicht möglich, da das Raumangebot innerhalb der Selbstabschirmung sehr gering ist. 2)Deuteronen vs. Protonen. Zyklotrone, die nur Protonen beschleunigen können sind im Allgemeinen kostengünstiger. Dem gegenüber steht, das die Produktion des 15 O (s.o.) preisintensiv ist und auch die Herstellung des [ 18 F]F 2 aufwändiger ist. Dieses ist für die Herstellung des FDG allerdings ohne Bedeutung, da hierbei die chemische Ausgangsform das [ 18 F]F - ist. Ein detailliertere Beschreibung der physikalischen Grundlagen ist z.b. in [Str00] zu finden. 12

13 3. Satellitenkonzept und PET-Zentrum 3.1 PET-Zentrum Dieses beinhaltet neben dem oben beschriebenen Betrieb des PET-Scanners eine eigene radiochemische Abteilung mit einem Zyklotron, einer radiopharmazeutischen Produktionsstätte mit einem Qualitätskontrolllaboratorium. Der Aufwand der Installation insbesondere für das radiochemische Laboratorium und das Zyklotron ist hoch, das Zyklotron selbst stellt in Bezug auf den ausschließlichen physikalischen Prozess der Nuklidherstellung (Abbildung 6) nur einen kleinen Teil eines komplexen Systems dar. Ebenso ist der Personalaufwand für den Betrieb des Zentrums höher als für ein System im Satellitenkonzept. Die Beantragung der notwendigen Genehmigungen nach StrlSchV und vor allem nach AMG benötigen Zeit und einen hohen Personalaufwand. Der entscheidende Vorteil ist die Möglichkeit des Zugangs zu allen oben beschriebenen Nukliden mit ihren möglichen chemischen Verbindungen. Abbildung 4: Das Zyklotron als Bestandteil eines Systems; nicht berücksichtigt sind hier die nach dem AMG erforderlichen Systeme Aufgrund der Verschiedenartigkeit der einzelnen PET-Zentren in Deutschland sowohl in Bezug auf die Ausstattung als auch in Bezug auf die Finanzierungsmodelle ist es nicht möglich, verallgemeinerte Aussagen zu den Kosten einer Installation anzugeben. 3.2 Satellitenkonzept Dieses beinhaltet den ausschließlichen Betrieb des PET-Scanners. Notwendig hierfür ist der Einbau der PET-Kamera, die höhere Anforderungen an den baulichen Strahlenschutz stellt als eine konventionelle Gammakamera. Dieses muss beim Einbau berücksichtigt werden. Der Zugang zu einer Produktionsstätte für FDG in einem Transportumkreis von bis zu 3 h. muss vorhanden sein. In Deutschland ist dieses für jeden Ort gewährleistet. Für den Betrieb eines PET-Scanners ist geschultes Personal notwendig. Ein Nachteil diese Konzepts liegt aufgrund logistischer Aspekte in der Beschränkung auf 18 F-markierte Substanzen, momentan das einzig zugelassene PET-Radiopharmakon 18 F-FDG. 13

14 Da die meisten PET-Installationen im Rahmen eines Satellitenkonzepts mit 18 F-FDG betrieben werden, soll dieses im Hinblick auf die Kosten noch weiter beschrieben werden. Grundlage der dargestellten Fakten sind Veröffentlichungen, die sich auf die ,00% 22,00% Verbrauch Transportverluste Verluste in der Klinik 19,00% Kosten pro Untersuchung /Euro FDG-PET Untersuchungen pro Tag Satellitensituation in Münster (Distanz zum Lieferanten der Radiopharmaka: ca 2h., eine Lieferung pro Tag) von Oktober 1997 bis September 1998 beziehen [Lot98] und [Lot00]. Abbildung 5: Verbrauch und Verluste des FDG in einem Satellitenkonzept nach [Lot98] Abbildung 6: Zusammenhang der Kosten pro Untersuchung und der mittleren Untersuchungsfrequenz nach [Lot00] Die Kosten für die PET teilen sich zu 43 % auf die Fixkosten (Beschaffung, Wartung), zu 15 % auf das Personal und zu 42 % auf das 18 F-FDG auf. Wie aus Abbildung 5 zu erkennen ist, besteht ein Hauptproblem in der Halbwertszeit des 18 F-FDG; nur 22 % der Aktivität wird dem Patienten appliziert. Da eine PET-Untersuchung mit einem Vollringscanner zwischen 1 und 2h dauert, wird für Patienten, die zu einem späten Zeitpunkt an dem Tag untersucht werden relativ viel Aktivität zum Lieferzeitpunkt benötigt. Dieses bedeutet, dass wie in Abbildung 6 verdeutlicht, bis zur 4. Untersuchung die Kosten pro Patienten abnehmen, da die Einnahmen proportional zu der Patientenzahl steigt; die Ausgaben setzen sich im Wesentlichen aus den fixen Kosten und den Personalkosten zusammen. Ab dem 5. Patienten steigt jedoch der Kostenanteil für das 18 F-FDG so stark an, dass dieses die erhöhten Einnahmen durch diesen Patienten übersteigt. Eine Lösung dieser Problematik liegt zum Beispiel in einer 2. Lieferung 18 F-FDG zu einem späteren Zeitpunkt des gleichen Tages. 4. Zusammenfassung Die Positronen-Emissions-Tomographie ist auf den Zugang zu kurzlebigen Radioisotopen, wie sie mit einem Zyklotron produziert werden können, angewiesen. Verschiedene Zyklotrontypen, die sich vor allem in der Art der beschleunigten Teilchen und der Möglichkeit der Selbstabschirmung unterscheiden, sind kommerziell erhältlich. Inzwischen sind Zyklotrone nicht den physikalischen Instituten als Forschungsinstrumente vorbehalten, sondern oft Bestandteil eines PET-Zentrums. Bei dem Betrieb eines PET- Scanners im Rahmen eines Satellitenkonzepts (externe Anlieferung von 18 F-FDG) setzen sich die Kosten vor allem aus den Kosten für Anschaffung und Instandhaltung des Gerätes sowie den Radiopharmakakosten zusammen. Hierbei gibt es eine Anzahl von Patientenuntersuchungen pro Tag, bei dem der PET-Scanner betriebswirtschaftlich optimal ausgenutzt wird. 14

15 Der Wissenschaftsrat hat die PET im Rahmen eines Satellitenkonzepts als Bestandteil der klinischen Maximalversorgung eingestuft [Wis01]. Die in den Konsensunskonferenzen beschriebenen Indikationen [Res01] und die für die deutsche Situation angestellten Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen [Die 01], [Die00], [Die00a] und [Die99] lassen erwarten, das sich die PET als hochqualifiziertes Untersuchungsverfahren weiter etabliert. 5. Literatur [Die01] Dietlein M, Moka D, Weber K, Theissen P, Schicha H. Cost-Effectiveness of PET in the Management Algorithms of Lung Tumors: Comparison of Health Economic Data. Nucl Med. 2001; 40:122-8 [Die00] Dietlein M, Weber K, Gandjour A, Moka D, Theissen P, Lauterbach KW, Schicha H. Cost-Effectiveness of FDG-PET for the Management of Potentially Operable Non-Small Cell Lung Cancer: Priority for a PET-Based Strategy After Nodal-Negative CT Results. Eur J Nucl Med ;27: [Die00a] Dietlein M, Weber K, Gandjour A, Moka D, Theissen P, Lauterbach KW, Schicha H. Cost-Effectiveness of FDG-PET for the Management of Solitary Pulmonary Nodules: a Decision Analysis Based on Cost Reimbursement in Germany. Eur J Nucl Med. 2000; 27: [Die99] Dietlein M, Krug B, Groth W, Smolarz K, Scheidhauer K, Psaras T, Stutzer H, Lackner K, Schicha H. Positron Emission Tomography Using 18F-Fluorodeoxyglucose in Advanced Stages of Malignant Melanoma: A Comparison of Ultrasonographic and Radiological Methods of Diagnosis.Nucl Med Commun. 1999; 20: [Lot98] Lottes G, Gorschlüter P, Kuwert T, Adam D, Schober O. Costs of F18-FDG-PET: Experience with a satellite concept. Nuklearmedizin 1998; 37: [Lot00] Lottes G, Schober O. Costs of F18-FDG-PET with a Satellite Concept: Update. Nuklearmedizin 2000; 39: [Mca97] McCarty TJ, Welch M. The state of Positron Emitting Radionuclide Production in Sem Nucl Med 1998; 28: [Wis01] Wissenschaftsrat: Stellungnahme zur Positronen-Emissions-Tomographie (PET) in Hochschulkliniken und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Drs. 4932/01, Greifswald auch [Res01] Reske SN, Kotzerke J. FDG-PET for clinical use. Results of the 3 rd German Interdisciplinary Consensus Conference, Onko-PET III, 21 July and 19 September Eur J Nucl Med 2001; 28: [Str01] Strijckmans K. The isochronous Cyclotron: Principles and Recent Developments. Comput Med Imaging Graph 2001; 25: Korrespondenz: Jörg Eckardt Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin Westfälische Wilhelms-Universität Münster Albert-Schweitzer-Str Münster Germany Tel (0) Fax (0)

16 Radiochemie in der onkologischen PET Klaus Kopka Einleitung Das Fachgebiet Radiochemie in der Nuklearmedizin (namentlich: radiopharmazeutische Chemie) hat in den letzten Jahren in der Anwendung bei onkologischen Fragestellungen an Stellenwert gewonnen. Nicht zuletzt durch die Entwicklung und das Design neuerer Radiotracer für die PET scheint die Funktionsdiagnostik in der Nuklearmedizin gefestigt zu werden. Diese Darstellung soll eine kurze Übersicht über das Fachgebiet der radiopharmazeutischen Chemie in der Nuklearmedizin wiedergeben und einige in der Onkologie verwendbaren PET Radiotracer beschreiben. Radiopharmaka Die in der Nuklearmedizin angewendeten Radiopharmaka (engl. radiopharmaceuticals) können im übertragenen Sinne als Nahrung der Nuklearmedizin bezeichnet werden. Zurecht wird der Ausdruck radioaktives Arzneimittel verwendet, der im Arzneimittelgesetz fest verankert ist. In 4 (8) des Arzneimittelgesetzes (AMG) werden Radiopharmaka definiert: Radioaktive Arzneimittel sind Arzneimittel, die radioaktive Stoffe sind... und ionisierende Strahlen spontan aussenden und die dazu bestimmt sind, wegen dieser Eigenschaften angewendet zu werden... In 2 (1) AMG wird bereits zwischen diagnostischen und therapeutischen Arzneimitteln unterschieden: Arzneimittel sind Stoffe..., die dazu bestimmt sind,... die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände erkennen zu lassen... oder zu beeinflussen. Bei den radioaktiven Arzneimitteln, die als PET Radiopharmaka angewendet werden, handelt es sich um Arzneimittel für rein diagnostische Zwecke. Daher soll sich das ideale Radiopharmakon wie ein Tracer (Stichwort: Tracerprinzip) verhalten. Das Anliegen in der nuklearmedizinschen Anwendung ist die Begleitung der biochemischen in vivo Prozesse bei gleichzeitiger Darstellung der Physiologie. Aufgrund der verabreichten geringen Substanzmengen im subphysiologischen Bereich (10-6 bis 10-9 M) sind durch die applizierten PET Tracer keinerlei pharmokodynamische Auswirkungen zu erwarten. Bei der Entwicklung von radioaktiven Arzneimitteln ist es wichtig, dass die Verbindung in vivo definiert oder gar nicht verstoffwechselt wird, um ausreichend genau quantifizieren zu können. Die F-18-FDG beispielsweise bleibt in vivo stabil und wird nach der aktiven Anreicherung über Glukosetransportproteine in der Hexokinase-Reaktion phosphoryliert ( metabolic trapping ). Die gemessene Aktivität kann also der - in vivo stabilen - Verbindung zugeordnet werden. Um auf die kurzlebigen Positronenstrahler C-11, F-18, N-13 und O-15, die in der PET eingesetzt werden, zurückgreifen zu können, muss das entsprechende Radionuklid vor Ort mittels Zyklotron produziert werden. Eine bedingte Ausnahme bildet F-18, das über das sog. Satellitenkonzept verfügbar gemacht werden kann. Prinzip eines Radiopharmakons Grundsätzlich kann ein Pharmakon als Träger der Adresse (kurz: Adressant) definiert werden, die es dem Molekül ermöglicht, sein Ziel im Organismus (Zellmenbran, Antigen, Rezeptor, Transportsystem, RNA etc.) zu erreichen. In der radiopharmazeutischen Chemie werden also ähnlich wie bei der Wirkstoffentwicklung - Biomechanismen als Anreicherungsmedien ausgenutzt, um den biologischen Tracer in das Zielgewebe zu transportieren. Durch eine radioaktive Markierungsreaktion wird das Pharmakon zum Radiopharmakon umgesetzt. Um dieses radiolabelling zu realisieren, müssen oft in 16

17 Abhängigkeit von dem einzuführenden Radionuklid (Metall, Halogen, physiologisches Element) organisch-chemische Fragmente (sog. Linker oder Spacer) in das Molekül eingeführt oder organisch-chemische Modifizierungen vorgenommen werden. Die erhaltenen Vorläuferverbindungen (Precursor) können (meistens) direkt radioaktiv markiert werden. Vergleicht man die Radionuklide, die in der PET (z.b. C-11, F-18) und in der SPECT (z.b. I- 123, Tc-99m) eingesetzt werden, erkennt man eindeutig, dass die zu markierenden Pharmaka durch die Markierungsreaktionen mittels C-11-Methyliodid oder F-18-Fluorid in der PET Chemie im Vergleich zur konventionellen Radiochemie weniger bis gar nicht verändert werden. Es können sogar authentische Markierungsreaktionen durchgeführt werden, die das Pharmakon chemisch nicht verändern, so dass das biochemische Verhalten der radioaktiven Verbindung identisch bleibt. Anwendungsspektrum der PET Tracer Das wohl verbreitetste PET Radiopharmakon und Working Horse in onkologischdiagnostischen Fragestellungen ist die 2-[ 18 F]Fluor-2-desoxy-D-glukose (kurz: F-18-FDG). F- 18-FDG findet breiten Einsatz in der Detektion, im Staging und im Restaging maligner Tumoren. Im Anreicherungsprozess in die Zellen wird der Glukosetransport und das Metabolic Trapping durch die Phosphorylierung während der Hexokinase-Reaktion ausgenutzt. Die in die Zellen aufgenommene F-18-FDG kann somit mit der Glukoseverbrauchsrate korreliert werden. Gerade weil die F-18-FDG eine breite Anwendung in allen möglichen klinischen Fragestellungen findet, weist dieses Radiopharmakon neben einer hohen Sensitivität eine relativ geringe Spezifität z.b. bei der Unterscheidung von benignen und malignen Prozessen auf. Klinische Fragestellungen in der Onkologie bestimmen daher die methodischen Herausforderungen für die Entwicklung neuer Radiotracer. Zwei wichtige Ansätze zur Etablierung neuer radioaktiver Arzneimittel werden durch die Begriffe Pharmakokinetik und Pharmakodynamik gegeben. Mittels pharmakokinetischer Studien ist es möglich, die Wirkstoff-Distribution neuer Therapeutika in Tumoren und gesundem Gewebe abzuschätzen. Mit authentisch markierten Radiotracern könnten somit die Wirkmechanismen neuer Wirkstoffe schneller aufgeklärt werden. Andererseits beschäftigen sich die PET Untersuchungen mit der Abschätzung der Wirksamkeit von Therapeutika. Mit Markern einzelner biologischer oder biochemischer Prozesse kann der therapeutische Verlauf gemessen werden. F-18-FDG wird bekannterweise für die Vorhersage der Tumor Response und als prognostischer Indikator verwendet. Zur Messung dieser Parameter können allerdings auch Radiotracer verwendet werden, die z.b. den Blutfluss, den Aminosäuremetabolismus oder den Nukleosid-Transport simulieren. 17

18 Beispiele pharmakokinetischer Studien O H N HN 18 F O Das synthetische Pyrimidin 5-Fluoruracil (5-FU) ist ein sehr häufig angewendetes Chemotherapeutikum bei der Behandlung gastrointestinaler Tumoren. Durch die Einführung eines Fluoratoms anstelle eines Wasserstoffatoms wird das zytotoxische Potenzial der Verbindung erzeugt. In einer Aktivierungsroute wird 5-FU enzymatisch zu FdUMP (5-Fluor- 2 -desoxyuridin-monophosphat) umgesetzt, das kompetitiv die Thymidylatsynthetase inhibiert. Dies verhindert die DNA Synthese und resultiert in Zelltod (Route 2). Eine zweite zytotoxische Wirkungsweise von 5-FU verläuft über die Bildung von FUR (Fluoruridin) und die vermutliche Inkorporation des Triphosphats FUTP in die RNA (Route 3). 60 bis 90 % des 5-FU werden jedoch durch das Enzym Dihydropyrimidindehydrogenase (DPD) durch Bildung von Fluordihydrouracil eliminiert, das schließlich als F-BAL (α-fluor-β-alanin) ausgeschieden wird (Route 1). Die Inhibition von DPD mit entsprechenden Enzymhemmern wirkt sich auf den Katabolismus und damit auf die Pharmakokinetik von 5-FU aus. Mit dem authentisch markierten PET Tracer 5-[ 18 F]FU kann die Verschiebung des Katabolismus von 5-FU in Richtung zytotoxische Aktivierung gemessen werden und darüber die Veränderung der Wirkstoff- Distribution abgeschätzt werden. Hypoxie: N N OH 18 F O - N + O Hypoxie tritt in den meisten menschlichen Tumoren auf und ist auf eine desorganisierte Gefäßbildung im Tumor zurückzuführen, die mit einer beeinträchtigten Sauerstoffversorgung einhergeht. Eine nicht-invasive Methode zur Detektion von Tumorhypoxie kann die Anwendung unterschiedlicher Therapieformen lenken: z.b. Applikation bioreduktiver Wirkstoffe, Radiotherapie, antivaskuläre Therapie oder Gentherapie. [ 18 F]Fluormisonidazol ([ 18 F]FMISO) ist als Nitroimidazol ein bioreduktives Agens und kann als Marker der Hypoxie in der PET verwendet werden. Im Bereich hypoxischer Tumoren wird die Nitrogruppe von [ 18 F]FMISO reduziert und kann in lebende Zellen des Tumors kovalent gebunden werden. Der Anreicherungsgrad von [ 18 F]FMISO bestimmt also das Ausmaß der Hypoxie. Die langsame Anreicherung in hypoxisches Gewebe sowie ein relativ geringes Tumor-zu-Nicht- Tumor-Verhältnis limitieren allerdings den klinischen Einsatz von [ 18 F]FMISO. 18

19 Proliferation: O HN CH 3 O O N HO 18 F Ein Marker der Zellproliferation ist die Thymidin-analoge Verbindung 3 -Desoxy-3 - [ 18 F]fluorthymidin ([ 18 F]FLT). [ 18 F]FLT wird in proliferierendem Gewebe zurückgehalten, indem es durch das Enzym Thymidin Kinase 1 phosphoryliert wird (Metabolic Trapping). [ 18 F]FLT wird nur sehr langsam katabolisiert und kann zur Therapieverlaufskontrolle herangezogen werden. Östrogen- und Progesteronrezeptoren: OH CH 3 H 18 F H H HO Die Entwicklung radiomarkierter Steroide für PET Studien rezeptorpositiver Tumore kann in der Früherkennung, im Staging sowie in der Behandlung von Mamma- und Prostatakarzinomen nützlich sein. Östrogen- und Progesteronrezeptor-Targeting ist speziell bei der Unterscheidung in rezeptor-positive und negative Tumoren hilfreich. Tumoren, die keine Östrogen- und Progesteronrezeptoren exprimieren, sprechen i. Allg. nicht auf eine Hormontherapie an, solche die entsprechende Rezeptoren tragen zeigen eine höhere Ansprechrate. Die Östrogenrezeptoren sind im Nucleus und im Cytosol der Zelle lokalisiert. Der selektive Radioligand 16 -[ 18 F]Fluor-17 -estradiol ([ 18 F]FES) kann die Zellmembran durchdringen und an die Östrogenrezeptoren binden. Aminosäuretransport / Proteinsynthese: OH H 3 11 C S O Radiomarkierte Aminosäuren bieten die Möglichkeit einer spezifischeren Anreicherung in lebende Tumorzellen. Die Anreicherung im Gehirn ist beispielsweise niedriger als die von F- 18-FDG, was die Detektion einer Reihe von Hirntumoren begünstigt. Der authentische PET Tracer [S-methyl- 11 C]-L-Methionin verhält sich wie die natürliche essentielle Aminosäure L- Methionin. [S-methyl- 11 C]-L-Methionin wird entsprechend einer erhöhten Protein- und RNA- Syntheserate in malignem Gewebe aktiv über das L-Transportsystem in die Zellen aufgenommen. NH 2 19

20 Herstellung von Radiopharmaka Bei der Radiosynthese mit kurzlebigen Positronenemittern wie O-15, N-13, C-11 und F-18, die in der Herstellung von PET-Radiopharmaka münden, steht der Strahlenschutzaspekt der Automation der methodischen Abläufe im Vordergrund. Mehrere Stufen der Produktion müssen bei der Herstellung eines radiopharmazeutischen Produktes durchlaufen werden, bei denen nicht zuletzt auf die Aspekte der good manufacturing pratice (GMP) zurückgegriffen werden muss: 1. Radionuklidproduktion, 2. Radiomarkierung der Precursorverbindung (Radiosynthese), 3. Abfüllung des Radiopharmakons, 4. Qualitätskontrolle. Im Folgenden wird auf die Unterpunkte Radiosynthese und Qualitätskontrolle näher eingegangen, um den Herstellungsablauf und die Arbeitsweisen zur Synthese eines radioaktiven Arzneimittels für die PET (hier speziell: F-18-FDG) zu vermitteln. Die Radiosynthese von F-18-FDG wird in einer automatischen Syntheseeinheit durchgeführt, die über eine geeignete Steuersoftware kontrolliert wird. Die Syntheseeinheiten sind in ausreichend abgeschirmten Bleizellen (z.b. Abschirmdicke 75 mm) untergebracht. Das no carrier added F-18-Fluorid wird zur Umsetzung der geschützten Vorläuferverbindung (Precursor) 1,3,4,6-Tetra-O-acetyl-2-O-trifluoromethan-sulfonyl-β-D-mannopyranose (kurz: Mannosetriflat) mittels großer Kationen (z.b. Tetrabutylammonium-Kation Bu 4 N + oder Kalium-Aminopolyether K + -Kryptofix TM 2.2.2) in eine reaktivere (nukleophile) Form überführt. Nach der Kationen-vermittelten nukleophilen Fluorierungsreaktion (Nukleophile Substitution) erfolgt die Hydrolyse des Zwischenprodukts zum eigentlichen Radiopharmakon. Zur Aufreinigung wird die Reaktionslösung über ein Kartuschensystem geleitet, das Anionenund Kationaustauscherharze, Aluminiumoxid sowie reversed-phase-harze enthält, und schließlich in eine physiologische Injektionslösung überführt. Üblicherweise beträgt die Markierungsausbeute der F-18-FDG 50 % der eingesetzten Aktivitätsmenge. AcO H AcO H OAc O OTf H H H K + -Kryptofix TM 2.2.2, 18 F -, OAc CH 3 CN, 85 C, 5 min. AcO H AcO H H OAc H 18 F O H OAc 1,3,4,6-Tetra-O-acetyl-2-O- trifluoromethan-sulfonyl-β- D-mannose AcO H AcO H H OAc H 18 F O H OAc 0.3 N NaOH, RT, 5 min. HO H HO H H OH H 18 F O OH F-18-FDG Qualitätskontrolle Die Freigabe der Produktcharge erfolgt erst nach der Prüfung der Qualitätsmerkmale der F- 18-FDG-Injektionslösung, die in der Monographie [ 18 F]Fludeoxyglucose-Injektionslösung / Fludeoxyglucosi [ 18 F] solutio iniectabilis der Europäischen Pharmakopöe (1999, 1325) beschrieben sind. Die schnellen Prüfungen beinhalten u.a. ph-wert Bestimmung, Prüfung auf chemische und radiochemische Verunreinigungen, Prüfung auf Radionuklidreinheit. Die Prüfung auf pyrogene Inhaltsstoffe und speziell die Prüfung auf Sterilität wird erst vorgenommen, wenn die Injektionslösung bereits appliziert worden ist, da diese 20

Anwendung der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) als effizientes, dosissparendes Diagnoseverfahren

Anwendung der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) als effizientes, dosissparendes Diagnoseverfahren Strahlenschutzkommission Geschäftsstelle der Strahlenschutzkommission Postfach 12 06 29 D-53048 Bonn http://www.ssk.de Anwendung der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) als effizientes, dosissparendes

Mehr

Rekonstruktion 3D-Datensätze

Rekonstruktion 3D-Datensätze Rekonstruktion 3D-Datensätze Messung von 2D Projektionsdaten von einer 3D Aktivitätsverteilung Bekannt sind: räumliche Anordnung der Detektoren/Projektionsflächen ->Ziel: Bestimmung der 3D-Aktivitätsverteilung

Mehr

Tabelle 1: Bewertungskriterien für den Einsatz der PET-CT

Tabelle 1: Bewertungskriterien für den Einsatz der PET-CT EN Die nachfolgenden differenzierten Indikationslisten wurden unverändert von der Homepage der DGN übernommen Der Arbeitsausschuss PET-CT der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. hat sich intensiv

Mehr

PET-CT. beim Lungenkarzinomneue Wunderwaffe? Irene Greil Klinik und Institut für Nuklearmedizin Klinikum Nürnberg

PET-CT. beim Lungenkarzinomneue Wunderwaffe? Irene Greil Klinik und Institut für Nuklearmedizin Klinikum Nürnberg PET-CT beim Lungenkarzinomneue Wunderwaffe? Irene Greil Klinik und Institut für Nuklearmedizin Klinikum Nürnberg PET Positronen-Emissions-Tomografie Klinikum Nürnberg Biograph mct Siemens PET/CT Innovation

Mehr

PET und PET/CT. Abteilung Nuklearmedizin Universität Göttingen

PET und PET/CT. Abteilung Nuklearmedizin Universität Göttingen PET und PET/CT Abteilung Nuklearmedizin Universität Göttingen PET-Scanner Prinzip: 2-dimensionale Schnittbilder Akquisition: statisch / dynamisch Tracer: β+-strahler Auflösungsvermögen: 4-5 mm (bei optimalsten

Mehr

Innovationen der Medizintechnik

Innovationen der Medizintechnik Innovationen der Medizintechnik Verbesserte Früherkennung und Therapie- Kontrolle durch nuklearmed. Verfahren Winfried Brenner Klinik für Nuklearmedizin Innovation Nutzen Kosten Innovationen verbesserte

Mehr

Protokoll. Versuch Nr. XVI: Messen mit ionisierender Strahlung. Gruppe 18:

Protokoll. Versuch Nr. XVI: Messen mit ionisierender Strahlung. Gruppe 18: Protokoll Versuch Nr. XVI: Messen mit ionisierender Strahlung Gruppe 18: Tuncer Canbek 108096245659 Sahin Hatap 108097213237 Ilhami Karatas 108096208063 Valentin Tsiguelnic 108097217641 Versuchsdatum:

Mehr

4.8 Emissionstomographie. 4.8 Emissionstomographie mit Positronenstrahlern (PET) 75. Energie E = 0,511 MeV ab, die sich exakt in entgegengesetzter

4.8 Emissionstomographie. 4.8 Emissionstomographie mit Positronenstrahlern (PET) 75. Energie E = 0,511 MeV ab, die sich exakt in entgegengesetzter 4.8 Emissionstomographie mit Positronenstrahlern (PET) 75 Für eine solche Bildüberlagerung, aber auch für die quantitative Bestimmung der Verteilung des Radiopharmakons ist es wichtig, die Schwächung der

Mehr

Wichtige Parameter von Radionukliden:

Wichtige Parameter von Radionukliden: (Radiochemiker) Radiochemie in der Nuklearmedizin Nukliderzeugung Radiopharmaka Physiologische Prozesse Radiochemie Chemie radioaktiver Atome - Grenzwissenschaft zwischen Chemie und Physik - Grundlage

Mehr

TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN

TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Technischen Universität München Klinikum rechts der Isar (Univ.- Prof. Dr. M. Schwaiger) Vergleich verschiedener Parameter zur

Mehr

Erzeugung von Molybdän-99 (I)

Erzeugung von Molybdän-99 (I) Erzeugung von Molybdän-99 (I) Tc-99-Chemie Technetium-99m Working Horse der Nuklearmedizin - Kurze, aber für nuklearmedizinische Untersuchungen ausreichende Halbwertzeit von 6,04 h - Die Emission niederenergetischer

Mehr

Seiko Instruments GmbH NanoTechnology

Seiko Instruments GmbH NanoTechnology Seiko Instruments GmbH NanoTechnology Röntgenfluoreszenz Analyse Eine Beschreibung der Röntgenfluoreszenzanalysetechnik mit Beispielen. 1. Prinzip Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen, ähnlich

Mehr

Jahrestagung der AGRR 2011 Aktuelle Problemstellungen bei der Herstellung von Radiopharmaka

Jahrestagung der AGRR 2011 Aktuelle Problemstellungen bei der Herstellung von Radiopharmaka Jahrestagung der AGRR 2011 Aktuelle Problemstellungen bei der Herstellung von Radiopharmaka Themen Regulatorische Grundlagen und das Gesetz vom 17. Juli 2009 in der Praxis: 13 Abs. 2b AMG Zulassungspflicht;

Mehr

Diagnostische und prognostische Relevanz der PET in Onkologie- Österreich

Diagnostische und prognostische Relevanz der PET in Onkologie- Österreich Diagnostische und prognostische Relevanz der PET in Onkologie- Österreich Onkologie in Klinik und Praxis 04.-06. November 2009 / I. MED Prim. Univ.-Doz. Siroos Mirzaei Institut für f r Nuklearmedizin mit

Mehr

Nuklearmedizinische Bildgebung. Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT)

Nuklearmedizinische Bildgebung. Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT) Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT) - Schnittbildverfahren: mit Methoden der Tomographie wird aus Messung der Projektionen die Aktivitätsverteilung in einer Schnittebene des Körpers rekonstruiert

Mehr

Reaktorvergleich mittels Verweilzeitverteilung

Reaktorvergleich mittels Verweilzeitverteilung Reaktorvergleich mittels Verweilzeitverteilung Bericht für das Praktikum Chemieingenieurwesen I WS06/07 Studenten: Francisco José Guerra Millán fguerram@student.ethz.ch Andrea Michel michela@student.ethz.ch

Mehr

PET / CT. Nasreddin Abolmaali. OncoRay Dresden. Institut und Poliklinik für Radiologische Diagnostik

PET / CT. Nasreddin Abolmaali. OncoRay Dresden. Institut und Poliklinik für Radiologische Diagnostik OncoRay Dresden Nationales Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie Institut und Poliklinik für Radiologische Diagnostik 12. Gemeinsame Jahrestagung SRG & TGRN CT-Intensivkurs, 10.09.2011 PET / CT

Mehr

PET- Die diagnostische Wunderwaffe?

PET- Die diagnostische Wunderwaffe? PET- Die diagnostische Wunderwaffe? Dr. Wolfgang Weiß Traunstein, 18. April 2015 Kreisklinik Bad Reichenhall + Kreisklinik Berchtesgaden + Kreisklinik Freilassing + Kreisklinik Ruhpolding + Klinikum Traunstein

Mehr

Patienteninformation PET/CT (Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie)

Patienteninformation PET/CT (Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie) Patienteninformation PET/CT (Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie) An der Klinik für Nuklearmedizin des UKS ist die Diagnostik mit der Positronen- Emissions-Tomographie (PET) seit mehr

Mehr

Molekulare Bildgebung von Morbus Alzheimer

Molekulare Bildgebung von Morbus Alzheimer Molekulare Bildgebung von Morbus Alzheimer Dr. Ludger Dinkelborg - Piramal Imaging - Düsseldorf 24 June 2014 Übersicht Einführung in die molekulare Bildgebung Morbus Alzheimer (MA) als Herausforderung

Mehr

ANALYSEN GUTACHTEN BERATUNGEN. aktuelle Kurzinformationen zu

ANALYSEN GUTACHTEN BERATUNGEN. aktuelle Kurzinformationen zu ANALYSEN GUTACHTEN BERATUNGEN aktuelle Kurzinformationen zu Radioaktivität Stand Mai 2011 Institut Kirchhoff Berlin GmbH Radioaktivität Radioaktivität (von lat. radius, Strahl ; Strahlungsaktivität), radioaktiver

Mehr

Klassifizierung von Medizinprodukten

Klassifizierung von Medizinprodukten Klassifizierung von Medizinprodukten Die Medizinprodukte-Richtlinie 93/42/EWG sieht vor, dass jedes Medizinprodukt einer bestimmten Klasse zugeordnet werden muss. Von dieser Zuordnung hängt das weitere

Mehr

Radioaktivität II. Gamma Absorption. (Lehrer AB) Abstract:

Radioaktivität II. Gamma Absorption. (Lehrer AB) Abstract: Radioaktivität II Gamma Absorption (Lehrer AB) Abstract: Den SchülerInnen soll der Umgang mit radioaktiven Stoffen nähergebracht werden. Im Rahmen dieses Versuches nehmen die SchülerInnen Messwerte eines

Mehr

IRIS CT-Dosisreduktion durch iterative Rekonstruktion

IRIS CT-Dosisreduktion durch iterative Rekonstruktion 14. Fortbildungsseminar der Arbeitsgemeinschaft Physik und Technik Münster 18. 19.6. 2010 IRIS CT-Dosisreduktion durch iterative Rekonstruktion Dr. Stefan Ulzheimer Siemens AG Healthcare Forchheim Übersicht

Mehr

Physikalisches Fortgeschrittenenpraktikum Gamma-Koinzidenzspektroskopie. Vorbereitung

Physikalisches Fortgeschrittenenpraktikum Gamma-Koinzidenzspektroskopie. Vorbereitung Physikalisches Fortgeschrittenenpraktikum Gamma-Koinzidenzspektroskopie Vorbereitung Armin Burgmeier Robert Schittny 1 Grundlagen 1.1 Gammastrahlung Gammastrahlung ist die durchdringendste radioaktive

Mehr

CT Rekonstruktion mit Objektspezifischen Erweiterten Trajektorien

CT Rekonstruktion mit Objektspezifischen Erweiterten Trajektorien DACH-Jahrestagung 2015 Mo.3.A.3 CT Rekonstruktion mit Objektspezifischen Erweiterten Trajektorien Andreas FISCHER 1, Tobias LASSER 2, Michael SCHRAPP 1, Jürgen STEPHAN 1, Karsten SCHÖRNER 1, Peter NOËL

Mehr

Aktuelle Aspekte der PET-CT

Aktuelle Aspekte der PET-CT Aktuelle Aspekte der PET-CT Dr. med. Christoph G. Diederichs FA für diagnostische Radiologie (Ulm 1999) FA für Nuklearmedizin (Ulm 2000) PET / PET-CT seit 1995 (Ulm, Berlin, Bonn) PET ist Szintigraphie

Mehr

Grundlagen der Computer-Tomographie

Grundlagen der Computer-Tomographie Grundlagen der Computer-Tomographie Quellenangabe Die folgenden Folien sind zum Teil dem Übersichtsvortrag: imbie.meb.uni-bonn.de/epileptologie/staff/lehnertz/ct1.pdf entnommen. Als Quelle für die mathematischen

Mehr

Nicht Invasiv. Regel 1-4. D:\flash_work\Klassifizierung von MP\DOC\flow_chart_1.odg Version 2.5 Nicht Invasiv Andreas Hilburg

Nicht Invasiv. Regel 1-4. D:\flash_work\Klassifizierung von MP\DOC\flow_chart_1.odg Version 2.5 Nicht Invasiv Andreas Hilburg Nicht nvasiv Regel 1-4 Start 0.0.0 Produkt invasiv? Dringt das Produkt, durch die Körperoberfläche oder über eine Körperöffnung ganz oder teilweise in den Körper ein? 1.1.0 2.0.0 Regel 2 Produkt für die

Mehr

Wasserchemie Modul 7

Wasserchemie Modul 7 Wasserchemie Modul 7 Prinzip eines heterogenen Enzyme ELISA Enzyme Linked Immuno Sorbent Assay Was sind Antikörper Antikörper (Immunoglobuline) sind Eiweißstoffe stoffe,, die Tiere und Menschen zur Abwehr

Mehr

Nuklearmedizin. Kameratechnik, Skelett-, Lungenszintigrafie

Nuklearmedizin. Kameratechnik, Skelett-, Lungenszintigrafie Nuklearmedizin Kameratechnik, Skelett-, Lungenszintigrafie Gammazerfall Positronenzerfall Gamma-Kamera PM, Schaltkr. Elektronik Kristall Kollimator - Quanten Effekt des Kollimators Single photon emission

Mehr

Abstractnummer P 93. Themengebiet Lunge

Abstractnummer P 93. Themengebiet Lunge Abstractnummer P 93. Themengebiet Lunge Auswirkungen der PET/CT auf Tumorstadium und Therapiemanagement für Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom oder unklaren pulmonalen Rundherden. Initiale

Mehr

Bildgebende Systeme in der Medizin

Bildgebende Systeme in der Medizin 10/27/2011 Page 1 Hochschule Mannheim Bildgebende Systeme in der Medizin Computer-Tomographie Faculty of Medicine Mannheim University of Heidelberg Theodor-Kutzer-Ufer 1-3 D-68167 Mannheim, Germany Friedrich.Wetterling@MedMa.Uni-Heidelberg.de

Mehr

Grundwissen Physik (9. Klasse)

Grundwissen Physik (9. Klasse) Grundwissen Physik (9. Klasse) 1 Elektrodynamik 1.1 Grundbegriffe Elektrische Ladung: Es gibt zwei Arten elektrischer Ladung, die man als positiv bzw. negativ bezeichnet. Kräfte zwischen Ladungen: Gleichnamige

Mehr

Praktikumsprotokoll. vom 25.06.2002. Thema: Radioaktiver Zerfall, radioaktive Strahlung. Tutor: Arne Henning. Gruppe: Sven Siebler Martin Podszus

Praktikumsprotokoll. vom 25.06.2002. Thema: Radioaktiver Zerfall, radioaktive Strahlung. Tutor: Arne Henning. Gruppe: Sven Siebler Martin Podszus Praktikumsprotokoll vom 25.6.22 Thema: Radioaktiver Zerfall, radioaktive Strahlung Tutor: Arne Henning Gruppe: Sven Siebler Martin Podszus Versuch 1: Reichweite von α -Strahlung 1.1 Theorie: Die Reichweite

Mehr

Kleines Wasserlexikon

Kleines Wasserlexikon Kleines Wasserlexikon Lösung von Kohlenstoffdioxid. Kohlenstoffdioxid CO 2 ist leicht wasserlöslich und geht mit manchen Inhaltsstoffen des Wassers auch chemische Reaktionen ein. In einem ersten Schritt

Mehr

Strahlenschutzbelehrung zum Umgang mit radioaktiven Quellen im Physikalischen Fortgeschrittenen-Praktikum. Strahlenart Versuch Energie

Strahlenschutzbelehrung zum Umgang mit radioaktiven Quellen im Physikalischen Fortgeschrittenen-Praktikum. Strahlenart Versuch Energie Strahlenschutzbelehrung zum Umgang mit radioaktiven Quellen im Physikalischen Fortgeschrittenen-Praktikum Strahlenarten im F.-Praktkum Strahlenart Versuch Energie α-teilchen (Energieverlust) E α < 6 MeV

Mehr

Anlage B 5. 5 SSK-Empfehlungen

Anlage B 5. 5 SSK-Empfehlungen Anlage B 5 5 SSK-Empfehlungen Alle nachfolgenden Empfehlungen der Strahlenschutzkommission sind auch online über www.ssk.de abrufbar; seit dem 3.11.2009 auch teilweise in englischer Übersetzung. 5.1 Maßnahmen

Mehr

Eigenschaften der Röntgenstrahlen

Eigenschaften der Röntgenstrahlen Physikalische Grundlagen der Röntgentechnik und Sonographie Eigenschaften der Röntgenstrahlen PD Dr. Frank Zöllner Computer Assisted Clinical Medicine Faculty of Medicine Mannheim University of Heidelberg

Mehr

Strahlenquellen. Strahlenarten. Ultraviolett (UV) Licht / Wärme (IR) Laser. Röntgenstrahlung. Radioaktivität. Elektromagnetische Felder (EMF), HF, NF

Strahlenquellen. Strahlenarten. Ultraviolett (UV) Licht / Wärme (IR) Laser. Röntgenstrahlung. Radioaktivität. Elektromagnetische Felder (EMF), HF, NF Strahlenarten Radioaktivität α - Strahlung β - Strahlung Röntgenstrahlung γ - Strahlung Ultraviolett (UV) Licht / Wärme (IR) Laser Handy Elektromagnetische Felder (EMF), HF, NF Photonenstrahlung Korpuskularstrahlung

Mehr

. = Standardabweichung, berechnet aus Ergebnissen, die unter Vergleichsbedingungen erhalten worden sind.

. = Standardabweichung, berechnet aus Ergebnissen, die unter Vergleichsbedingungen erhalten worden sind. RESOLUTION OIV/OENO 427/2010 Geändert Durch OIV-COMEX 502-2012 1 Definitionen der Verfahrenskriterien Richtigkeit r = Grad der Übereinstimmung zwischen dem aus einer großen Serie von Testergebnissen erhaltenen

Mehr

Elektrische Einheiten und ihre Darstellung

Elektrische Einheiten und ihre Darstellung Die Messung einer physikalischer Größe durch ein Experiment bei dem letztlich elektrische Größen gemessen werden, ist weit verbreitet. Die hochpräzise Messung elektrischer Größen ist daher sehr wichtig.

Mehr

Proteinbestimmung. Diese Lerneinheit befasst sich mit der Beschreibung von verschiedenen Methoden der Proteinbestimmung mit den folgenden Lehrzielen:

Proteinbestimmung. Diese Lerneinheit befasst sich mit der Beschreibung von verschiedenen Methoden der Proteinbestimmung mit den folgenden Lehrzielen: Diese Lerneinheit befasst sich mit der Beschreibung von verschiedenen Methoden der mit den folgenden Lehrzielen: Verständnis der Prinzipien der sowie deren praktischer Durchführung Unterscheidung zwischen

Mehr

Vorbereitung zum Versuch. Absorption von Betaund Gammastrahlung. 0 Grundlagen

Vorbereitung zum Versuch. Absorption von Betaund Gammastrahlung. 0 Grundlagen Vorbereitung zum Versuch Absorption von Betaund Gammastrahlung Kirstin Hübner (1348630) Armin Burgmeier (1347488) Gruppe 15 9. Juni 2008 0 Grundlagen 0.1 Radioaktive Strahlung In diesem Versuch wollen

Mehr

Teilchen sichtbar machen

Teilchen sichtbar machen Teilchen sichtbar machen PD Dr. M. Weber Albert Einstein Center for Fundamental Physics Laboratorium für Hochenergiephysik Physikalisches Institut Universität Bern 1 PD Dr. M. Weber Physik Masterclasses

Mehr

Protokoll Grundpraktikum I: F7 Statistik und Radioaktivität

Protokoll Grundpraktikum I: F7 Statistik und Radioaktivität Protokoll Grundpraktikum I: F7 Statistik und Radioaktivität Sebastian Pfitzner 13. Mai 013 Durchführung: Sebastian Pfitzner (553983), Anna Andrle (55077) Arbeitsplatz: Platz Betreuer: Michael Große Versuchsdatum:

Mehr

Physikalisches Praktikum I

Physikalisches Praktikum I Fachbereich Physik Physikalisches Praktikum I Name: Abschwächung von γ-strahlung Matrikelnummer: Fachrichtung: Mitarbeiter/in: Assistent/in: Versuchsdatum: Gruppennummer: Endtestat: Dieser Fragebogen muss

Mehr

Dr. Stefan Wesarg Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) Technische Universität Darmstadt Fraunhoferstraße 5 64283 Darmstadt

Dr. Stefan Wesarg Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) Technische Universität Darmstadt Fraunhoferstraße 5 64283 Darmstadt Bildaufnahme Physikalische Modelle im Medical Computing Seminar im WS 2008/2009 Dr. Stefan Wesarg Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) Technische Universität Darmstadt Fraunhoferstraße 5 64283 Darmstadt

Mehr

umwandlungen Atommodelle, Rutherford-Experiment, Atomaufbau, Elektronen, Protonen,

umwandlungen Atommodelle, Rutherford-Experiment, Atomaufbau, Elektronen, Protonen, Wiederholung der letzten Vorlesungsstunde: Atommodelle, Rutherford-Experiment, Atomaufbau, Elektronen, Protonen, Neutronen, Element, Ordnungszahl Thema heute: Aufbau von Atomkernen, Kern- umwandlungen

Mehr

Was ist Wirkstoffdesign?

Was ist Wirkstoffdesign? Was ist Wirkstoffdesign? Eine Einführung für Nicht-Fachleute Arzneimittel hat vermutlich schon jeder von uns eingenommen. Vielleicht hat sich der eine oder andere dabei gefragt, was passiert eigentlich

Mehr

PEM. Positronen-Emissions-Mammographie Hochinnovative Krebsdiagnostik. Diese neuartige Spezialanwendung der nuklearmedizinischen

PEM. Positronen-Emissions-Mammographie Hochinnovative Krebsdiagnostik. Diese neuartige Spezialanwendung der nuklearmedizinischen PEM Positronen-Emissions-Mammographie Hochinnovative Krebsdiagnostik Diese neuartige Spezialanwendung der nuklearmedizinischen Positronen-Emissions- Tomographie (PET) ermöglicht eine äußerst detaillierte

Mehr

Optimierung des Energieverbrauchs eingebetteter Software

Optimierung des Energieverbrauchs eingebetteter Software Optimierung des Energieverbrauchs eingebetteter Software Welchen Einfluss hat eine Programmänderung auf den Energiebedarf einer Applikation? Welcher Programmteil verursacht den größten Energieverbrauch?

Mehr

Das Higgs-Boson wie wir danach suchen

Das Higgs-Boson wie wir danach suchen Das Higgs-Boson wie wir danach suchen Beschleuniger und Detektoren Anja Vest Wie erzeugt man das Higgs? Teilchenbeschleuniger Erzeugung massereicher Teilchen Masse ist eine Form von Energie! Masse und

Mehr

DIE FILES DÜRFEN NUR FÜR DEN EIGENEN GEBRAUCH BENUTZT WERDEN. DAS COPYRIGHT LIEGT BEIM JEWEILIGEN AUTOR.

DIE FILES DÜRFEN NUR FÜR DEN EIGENEN GEBRAUCH BENUTZT WERDEN. DAS COPYRIGHT LIEGT BEIM JEWEILIGEN AUTOR. Weitere Files findest du auf www.semestra.ch/files DIE FILES DÜRFEN NUR FÜR DEN EIGENEN GEBRAUCH BENUTZT WERDEN. DAS COPYRIGHT LIEGT BEIM JEWEILIGEN AUTOR. Messung von c und e/m Autor: Noé Lutz Assistent:

Mehr

Gibt es eine Indikation für den 18 FDG-PET-CT bei Silikose? K. Weiglein, H. Schinko Pneumologie AKH Linz

Gibt es eine Indikation für den 18 FDG-PET-CT bei Silikose? K. Weiglein, H. Schinko Pneumologie AKH Linz Gibt es eine Indikation für den 18 FDG-PET-CT bei Silikose? K. Weiglein, H. Schinko Pneumologie AKH Linz Folie 2 PET-CT? PET - CT Molekular Imaging Messung u. Visualisierung biologischer Prozesse PET:

Mehr

37. Lektion Strahlenschutz und Dosimetrie. Reichweite und Abschirmung von radioaktiver Strahlung

37. Lektion Strahlenschutz und Dosimetrie. Reichweite und Abschirmung von radioaktiver Strahlung 37. Lektion Strahlenschutz und Dosimetrie Reichweite und Abschirmung von radioaktiver Strahlung Lernziel: Der beste Schutz vor radioaktiver Strahlung ist Abstand und keine Aufnahme von radioaktiven Stoffen

Mehr

Monte-Carlo-Methoden in der Strahlentherapie und deren Verifikation durch 3D MR-Gel-Dosimetrie

Monte-Carlo-Methoden in der Strahlentherapie und deren Verifikation durch 3D MR-Gel-Dosimetrie Monte-Carlo-Methoden in der Strahlentherapie und deren Verifikation durch 3D MR-Gel-Dosimetrie Dipl. Phys. Josef Scherer Juni, 99 1 1 Motivation Krebs ist die zweithäufigste Todesursache. Neben Chirurgie

Mehr

Monte-Carlo- Simulation. Seminar zur Vorlesung Teilchendetektoren und Experiment an ELSA

Monte-Carlo- Simulation. Seminar zur Vorlesung Teilchendetektoren und Experiment an ELSA Monte-Carlo- Simulation Seminar zur Vorlesung Teilchendetektoren und Experiment an ELSA Übersicht Einleitung Simulation mit Geant4 generierte Daten Zusammenfassung 2 Simulation Mathematische Modellierung

Mehr

Fortgeschrittenen - Praktikum. Gamma Spektroskopie

Fortgeschrittenen - Praktikum. Gamma Spektroskopie Fortgeschrittenen - Praktikum Gamma Spektroskopie Versuchsleiter: Bernd Zimmermann Autor: Daniel Bruns Gruppe: 10, Donnerstag Daniel Bruns, Simon Berning Versuchsdatum: 14.12.2006 Gamma Spektroskopie;

Mehr

Physikalisches Praktikum 4. Semester

Physikalisches Praktikum 4. Semester Torsten Leddig 08.Juni 2005 Mathias Arbeiter Betreuer: Dr.Enenkel Physikalisches Praktikum 4. Semester - γ-szintillationsspektroskopie - 1 Vorbetrachtung jedes radioaktive Präparat weist ein charakteristisches

Mehr

Aktueller Stellenwert des PET-CT s in der Tumordiagnostik

Aktueller Stellenwert des PET-CT s in der Tumordiagnostik Aktueller Stellenwert des PET-CT s in der Tumordiagnostik Prof. Dr. med. Florian Lordick Chefarzt am Klinikum Braunschweig Sprecher des Cancer Center Braunschweig PET Positronen-Emissions-Tomographie (PET)......

Mehr

Strahleninduzierte Apoptose bei ESRT im Mausmodell

Strahleninduzierte Apoptose bei ESRT im Mausmodell Strahleninduzierte Apoptose bei ESRT im Mausmodell Die Apoptose ist von vielen ineinandergreifenden Mechanismen abhängig, in deren Regulationsmittelpunkt die Caspasen als ausführende Cysteinproteasen stehen.

Mehr

Telezentrische Meßtechnik

Telezentrische Meßtechnik Telezentrische Meßtechnik Beidseitige Telezentrie - eine Voraussetzung für hochgenaue optische Meßtechnik Autor : Dr. Rolf Wartmann, Bad Kreuznach In den letzten Jahren erlebten die Techniken der berührungslosen,

Mehr

UNIVERSITÄT BIELEFELD

UNIVERSITÄT BIELEFELD UNIVERSITÄT BIELEFELD 7 Kernphysik 7.1 - Grundversuch Radioaktivität Durchgeführt am 15.11.06 Dozent: Praktikanten (Gruppe 1): Dr. Udo Werner Marcus Boettiger R. Kerkhoff Marius Schirmer E3-463 marius.schirmer@gmx.de

Mehr

Fragen zur Lernkontrolle

Fragen zur Lernkontrolle Fragen zur Lernkontrolle 1) a) Erläutern Sie die Zusammenhänge zwischen Masse, Kraft und Gewicht! b) Beschreiben Sie die Vorgänge bei der Elektrolyse und geben Sie die dafür von Faraday gefundene Gesetzmäßigkeiten

Mehr

Stromdurchossene Leiter im Magnetfeld, Halleekt

Stromdurchossene Leiter im Magnetfeld, Halleekt Physikalisches Anfängerpraktikum 1 Gruppe Mo-16 Wintersemester 2005/06 Jens Küchenmeister (1253810) Versuch: P1-73 Stromdurchossene Leiter im Magnetfeld, Halleekt - Vorbereitung - Inhaltsverzeichnis 1

Mehr

Praktikum Radioaktivität und Dosimetrie Radioaktiver Zerfall

Praktikum Radioaktivität und Dosimetrie Radioaktiver Zerfall Praktikum Radioaktivität und Dosimetrie Radioaktiver Zerfall 1. ufgabenstellung Bestimmen Sie die Halbwertszeit und die Zerfallskonstante von Radon 220. 2. Theoretische Grundlagen Stichworte zur Vorbereitung:

Mehr

Material 1. Von Menschen, Mäusen, Molekülen

Material 1. Von Menschen, Mäusen, Molekülen Über die Pathologie von Morbus Alzheimer Material 1 Abbildung: Positronen-Emissions-Tomographische Untersuchungen an den Gehirnen lebender Personen. Messungen wurden an zwei verschiedenen Schnittebenen

Mehr

Hauptseminar Autofokus

Hauptseminar Autofokus Hauptseminar Autofokus Hans Dichtl 30. Januar 2007 Wann ist ein Bild fokussiert? Wann ist ein Bild fokusiert? Welche mathematischen Modelle stehen uns zur Verfügung? Wie wird das elektronisch und mechanisch

Mehr

Multiple-Choice Test. Alle Fragen können mit Hilfe der Versuchsanleitung richtig gelöst werden.

Multiple-Choice Test. Alle Fragen können mit Hilfe der Versuchsanleitung richtig gelöst werden. PCG-Grundpraktikum Versuch 8- Reale Gas Multiple-Choice Test Zu jedem Versuch im PCG wird ein Vorgespräch durchgeführt. Für den Versuch Reale Gas wird dieses Vorgespräch durch einen Multiple-Choice Test

Mehr

KAT e. Beta - Absorption. 1 Aufbau

KAT e. Beta - Absorption. 1 Aufbau Beta - Absorption 1 Aufbau Es soll nun die Absorption von Beta-Strahlung durch Materie (in unserem Fall Aluminium) untersucht werden. Dazu wurde mittels eines Szintillationszählers die Aktivität eines

Mehr

Station 1. Analyse von strahleninduzierten DNA-Schäden durch Gel-Elektrophorese

Station 1. Analyse von strahleninduzierten DNA-Schäden durch Gel-Elektrophorese Station 1 Analyse von strahleninduzierten DNA-Schäden durch Gel-Elektrophorese 1 I. Vorinformationen An der GSI wurde eine weltweit neuartige Krebstherapie mit Ionenstrahlen entwickelt. Dazu werden in

Mehr

Physikalisches Grundpraktikum Abteilung Kernphysik

Physikalisches Grundpraktikum Abteilung Kernphysik K0 Physikalisches Grundpraktikum Abteilung Kernphysik Strahlenschutz Die radioaktiven Präparate werden NUR vom zuständigen Assistenten in die Apparatur eingesetzt. Die Praktikumsteilnehmer dürfen NICHT

Mehr

Polarimetrie - Deutschlands nationales Metrologieinstitut

Polarimetrie - Deutschlands nationales Metrologieinstitut Polarimetrie - Deutschlands nationales Metrologieinstitut - 1 - Anwendungen der Polarimetrie In vielen Bereichen wird Polarimetrie eingesetzt, um optisch aktive Substanzen nachzuweisen und deren Konzentration

Mehr

Brustkompetenzzentrum

Brustkompetenzzentrum Brustkompetenzzentrum im Klinikum Herford Informationen zum Thema Brustkrebserkrankungen für Patientinnen Maximalversorgung unter einem Dach durch Kompetenzteams aus 18 Abteilungen Liebe Patientinnen,

Mehr

Modernste 3D Größen- und Formanalysen für Labor und Prozess

Modernste 3D Größen- und Formanalysen für Labor und Prozess Modernste 3D Größen- und Formanalysen für Labor und Prozess Unter den dynamischen Bildanalysesystemen liefert die patentierte 3D Messverfahren des PartAn die genauesten Korngrößen- und Kornfomverteilungen.

Mehr

Physikalisches Anfängerpraktikum Universität Hannover Sommersemester 2009 Kais Abdelkhalek - Vitali Müller. Versuch: D10 - Radioaktivität Auswertung

Physikalisches Anfängerpraktikum Universität Hannover Sommersemester 2009 Kais Abdelkhalek - Vitali Müller. Versuch: D10 - Radioaktivität Auswertung Physikalisches Anfängerpraktikum Universität Hannover Sommersemester 2009 Kais Abdelkhalek - Vitali Müller Versuch: D0 - Radioaktivität Auswertung Radioaktivität beschreibt die Eigenschaft von Substanzen

Mehr

Die Revolution in der Röhre Bildgebende Verfahren in der Biomedizin Markus Rudin, Professor für Molekulare Bildgebung und funktionelle Pharmakologie

Die Revolution in der Röhre Bildgebende Verfahren in der Biomedizin Markus Rudin, Professor für Molekulare Bildgebung und funktionelle Pharmakologie Die Revolution in der Röhre Bildgebende Verfahren in der Biomedizin, Professor für Molekulare Bildgebung und funktionelle Pharmakologie ETH/UZH Bildgebung 120 Jahr Innovation nicht-invasive Einblicke in

Mehr

Röntgeninspektion von Baugruppen in der Elektronik

Röntgeninspektion von Baugruppen in der Elektronik Röntgeninspektion von Baugruppen in der Elektronik Im November 1895 entdeckte der Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen an der Würzburger Universität beim Experimentieren mit Glühkathodenröhren zufällig

Mehr

Lösungen (ohne Aufgabenstellungen)

Lösungen (ohne Aufgabenstellungen) Kapitel 1 Das chemische Gleichgewicht Lösungen (ohne Aufgabenstellungen) Aufgaben A 1 Die Hin- und die Rückreaktion läuft nach der Einstellung des Gleichgewichts mit derselben Geschwindigkeit ab, d. h.

Mehr

Intraoperative Strahlentherapie bei Brustkrebs Patienteninformation zur intraoperativen Radiotherapie (IORT-Boost)

Intraoperative Strahlentherapie bei Brustkrebs Patienteninformation zur intraoperativen Radiotherapie (IORT-Boost) Intraoperative Strahlentherapie bei Brustkrebs Patienteninformation zur intraoperativen Radiotherapie (IORT-Boost) Behandlung mit konventioneller Strahlentherapie Kein Grund für Verzweiflung Wenn die Diagnose

Mehr

Iterative Bildrekonstruktion

Iterative Bildrekonstruktion Iterative Bildrekonstruktion Prof. Dr. Marc Kachelrieß Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg, Germany www.dkfz.de Modell Updategleichung Einfluss Updategleichung und Modell Bildrekonstruktion

Mehr

Reichweite von ß-Strahlen

Reichweite von ß-Strahlen Reichweite von ßStrahlen Atommodell: Nach dem Bohrschen Atommodell besteht ein Atom aus dem positiven Atomkern und der negativen Elektronenhülle. Der Durchmesser eines Atoms beträgt etwa 1 1 m, der Durchmesser

Mehr

Schulversuchspraktikum WS2000/2001 Redl Günther 9655337. Elektromagnet. 7.Klasse

Schulversuchspraktikum WS2000/2001 Redl Günther 9655337. Elektromagnet. 7.Klasse Schulversuchspraktikum WS2000/2001 Redl Günther 9655337 Elektromagnet 7.Klasse Inhaltsverzeichnis: 1) Lernziele 2) Verwendete Quellen 3) Versuch nach Oersted 4) Magnetfeld eines stromdurchflossenen Leiter

Mehr

Datenauswertung mit Hilfe von Pivot-Tabellen in Excel

Datenauswertung mit Hilfe von Pivot-Tabellen in Excel Datenauswertung mit Hilfe von Pivot-Tabellen in Excel Begleitendes Manual zu den Workshops zur Datenerfassung und verarbeitung im Juni / Juli 2004 Datenauswertung mit Hilfe von Pivot-Tabellen in Excel...3

Mehr

Brustkrebs von der Diagnose bis zur Nachsorge

Brustkrebs von der Diagnose bis zur Nachsorge Brustkrebs von der Diagnose bis zur Nachsorge Schaffhausen 28.10.2014 Dr. U.R. Meier Direktor Klinik für Radio-Onkologie Kantonsspital Winterthur Radio-Onkologie Die Lehre von der Behandlung bösartiger

Mehr

C. Nanotechnologie 9. Chem. Analyse 9.1 Übersicht. Prinzip. Prof. Dr. H. Baumgärtner C9-1

C. Nanotechnologie 9. Chem. Analyse 9.1 Übersicht. Prinzip. Prof. Dr. H. Baumgärtner C9-1 Prinzip 9.1 Übersicht Prof. Dr. H. Baumgärtner C9-1 Um eine Probe analysieren zu können muss sie mit Licht oder Teilchen bestrahlt werden. Die Reaktion der Probe auf diese Anregung führt zur Abstrahlung

Mehr

Universität der Pharmazie

Universität der Pharmazie Universität der Pharmazie Institut für Pharmazie Pharmazie-Straße 1 12345 Pharmastadt Identitäts-, Gehalts- und Reinheitsbestimmung von Substanzen in Anlehnung an Methoden des Europäischen Arzneibuchs

Mehr

Lehrplan Chemie Grobziele

Lehrplan Chemie Grobziele Kantonsschule Rychenberg Winterthur Lehrplan Chemie Grobziele 1. und 2. Klasse Die Naturwissenschaft Chemie, Betrachtung der Materie, naturwissenschaftliche Arbeitsweise und Modell-Begriff, Grundteilchen-Modell,

Mehr

Ganzkörperzähler (Messung)

Ganzkörperzähler (Messung) Ganzkörperzähler (Body Counter) Allgemeines: Im Body Counter werden Personen, die mit offenen radioaktiven Stoffen umgehen auf Inkorporation (Aufnahme in den Körper) untersucht. Dabei können die Radionuklide

Mehr

Messsystemanalyse (MSA)

Messsystemanalyse (MSA) Messsystemanalyse (MSA) Inhaltsverzeichnis Ursachen & Auswirkungen von Messabweichungen Qualifikations- und Fähigkeitsnachweise Vorteile einer Fähigkeitsuntersuchung Anforderungen an das Messsystem Genauigkeit

Mehr

1 Grundlagen der Impedanzmessung

1 Grundlagen der Impedanzmessung 1 Grundlagen der Impedanzmessung Die Impedanz ist ein wichtiger Parameter, die der Charakterisierung von elektronischen Komponenten, Schaltkreisen und Materialien die zur Herstellung von Komponenten verwendet

Mehr

Variable Trajektoriendichte für Magnetic Particle Imaging

Variable Trajektoriendichte für Magnetic Particle Imaging Variable Trajektoriendichte für Magnetic Particle Imaging Sven Biederer, Timo F. Sattel, Tobias Knopp, Thorsten M. Buzug Institut für Medizintechnik, Universität zu Lübeck, Lübeck biederer@imt.uni-luebeck.de

Mehr

Q-Checker für CATIA V5 Stand: August 2009

Q-Checker für CATIA V5 Stand: August 2009 Q-Checker für CATIA V5 Stand: August 2009 Schulungsmodul für Kärcher HDE-D / 17.02.2011 / Q-Checker_Kursmodul.ppt 1 Übersicht Definition Datenqualität S.03 Unterschiede Datenqualität CATIA V4/V5 S.04 Datenqualitäts-Prüftool

Mehr

Verbund Steckbrief. BMBF Förderinitiative MoBiTech. Früherkennung und intraoperative Lokalisation des Kolonkarzinoms COLONVIEW

Verbund Steckbrief. BMBF Förderinitiative MoBiTech. Früherkennung und intraoperative Lokalisation des Kolonkarzinoms COLONVIEW Verbund Steckbrief BMBF Förderinitiative MoBiTech Projekt: Koordinator: Früherkennung und intraoperative Lokalisation des Kolonkarzinoms COLONVIEW KARL STORZ GmbH & Co. KG Dr. Norbert Hansen Mittelstraße

Mehr

1 Analogien zu Strom und Spannung

1 Analogien zu Strom und Spannung Zusatztext zum Lehrbrief Strom und Spannung Klaus Kuhnt 1 Analogien zu Strom und Spannung Mit Strom und Spannung ist der elektrische Strom bzw. die elektrische Spannung gemeint. Um sich diesen weder sichtbaren

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Radioaktivität im Alltag - Messungen mit dem Geiger-Müller- Zählrohr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Radioaktivität im Alltag - Messungen mit dem Geiger-Müller- Zählrohr Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Radioaktivität im Alltag - Messungen mit dem Geiger-Müller- Zählrohr Das komplette Material finden Sie hier: Download bei School-Scout.de

Mehr

Fakten zu Prostatakrebs

Fakten zu Prostatakrebs Fakten zu Prostatakrebs Jetzt informieren: www.deine-manndeckung.de Mit bis zu 67.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. 1 Zudem ist er

Mehr

im Auftrag der Firma Schöck Bauteile GmbH Dr.-Ing. M. Kuhnhenne

im Auftrag der Firma Schöck Bauteile GmbH Dr.-Ing. M. Kuhnhenne Institut für Stahlbau und Lehrstuhl für Stahlbau und Leichtmetallbau Univ. Prof. Dr.-Ing. Markus Feldmann Mies-van-der-Rohe-Str. 1 D-52074 Aachen Tel.: +49-(0)241-8025177 Fax: +49-(0)241-8022140 Bestimmung

Mehr

Eine Fahrstuhlfahrt. Datengewinnung (TI 83)

Eine Fahrstuhlfahrt. Datengewinnung (TI 83) Eine Fahrstuhlfahrt Zielsetzung: In diesem Experiment ist es unser Ziel die Bewegung eines Fahrstuhls zu untersuchen und seine Beschleunigung zu messen. Der Sensor ist ein Beschleunigungsmesser, der mit

Mehr