SEITEN 52 BIS 59 DEUTSCHLANDS WIRTSCHAFTS- UND FINANZZEITUNG G NR. 149 / PREIS 2,60 WOCHENENDAUSGABE 3./4./5. AUGUST 2012

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1 DEUTSCHLANDS WIRTSCHAFTS- UND FINANZZEITUNG G NR. 149 / PREIS 2,60 WOCHENENDAUSGABE 3./4./5. AUGUST 2012 Handelsblatt GmbH Abonnentenservice Tel (0,14 /Min. a. d. dt. Festnetz, Mobilfunkhöchstpreis 0,42 /Min.), Fax , Belgien 2,90 Frankreich 3,40 Großbritannien 3,00 GBP Luxemburg 2,90 Niederlande 2,90 Österreich 2,90 Polen 18,80 PLN Schweiz 5,00 CHF Tschechien 115,00 CSK Ungarn 950,00 FT Slowakei 2,90 SEITEN 52 BIS 59

2 52 AM WOCHENENDE Karriere Kommunikationsexperten für Twitter, Facebook und Co. sind begehrt. Seite 60 Kunstmarkt Die Sydney-Biennale entdeckt schöne Kunst mit grausamem Inhalt. Seite Deutschland, deine Sparkassen Eine Liebeserklärung Es begann vor mehr als 200 Jahren und dauert bis heute an: die besondere Beziehung der Deutschen zum Sparen und zu ihren Sparkassen. Die Krise hat die Sehnsucht nach einer heilen Bankenwelt noch verstärkt, in der alles mit rechten Dingen zugeht. INHALT Was Deutschlands größte Sparkasse einzigartig macht Seite 57 Zu Besuch in Deutschlands kleinster Sparkasse Seite 57 Unterwegs mit der fahrbaren Bank Seite 58 Mutiger und frecher: Wie Sparkassen für sich werben Seite 59 Eine Frage der Gerechtigkeit: das Konto für jedermann Seite 59 Liebe Sparkasse, bitte verzeih mir. Allzu lange habe ich Dich nicht mehr beachtet. Allzu lange warst Du nur noch das ewige Mauerblümchen für mich. Ich hatte mich verloren an die Erfolgsgeschichten der internationalen Großbanken, war geblendet von den haushohen Entrees aus Glas und Stahl der Frankfurter Bankpaläste, war gefangen vom noblen Glanz der Privatbanken, vom atemlosen Sex der Londoner City, von den Milliardensummen, die an der Wall Street bewegt wurden. Ich wollte nie so enden wie der Filialleiter der Sparkasse des Dorfes, aus dem ich stamme. Mein Vorbild war Michael Douglas, der Gordon Gekko aus Wall Street. Seine Hosenträger wurden meine Hosenträger. Das Sparschwein zum Weltspartag dagegen ist im Lauf der Jahre Teil einer traumatischen Kindheitserinnerung geworden, der Erinnerung an Enge und Vorherbestimmtheit. Bei Dir sah und sehe ich Teppichboden statt Marmor, ausgebeulte Sakkos statt maßgeschneiderte Anzüge. Deine Schalterbeamten benutzen den Taschenrechner, um zwei Zahlen zusammenzuzählen, Deine Filialleiter fahren Bus statt Porsche. Dein Bonus heißt Prämie, und durch Deine Schalterhallen schreitet nicht der Geldadel, sondern schlurft das einfache Volk. Dabei hatte es so hoffnungsvoll begonnen zwischen uns: Das blaue Sparbuch, das ich als Achtjähriger in den Händen hielt, besaß einen besonderen Zauber, der mit den Jahren noch zunahm, wenn der Nadeldrucker zeilenweise die am Ende des Jahres aufgelaufenen Zinsbeträge addierte. Mit der ersten Kontokarte fühlte ich mich erwachsen, die 10-Euro-Sondermünzensammlung verwahrte ich an einem Ehrenplatz. Doch mit den Jahren erkaltete unsere Beziehung. Dass einer Deiner Automaten meine EC-Karte schluckteundes geschlagene drei Monate dauerte, bis ich wieder eine funktionierende Karte in den Händen hielt kann passieren. Dass Du mein Haus nicht finanzieren wolltest, weil eine Essener Hypothekenbank ein Achtel Prozent billiger war geschenkt. Dass jedes Mal, wenn ich einen kompetenten Berater gefunden hatte, der drei Monate später verschwand das war mühsam, aber so ist offenbar der Lauf des Lebens. Wir hatten viele schwierige Tage. Einmal gab mein Kundenberater private Daten von mir an meinen Vermieter weiter die Beschwerde verlief im Sande. Ich erinnere mich auch, wie ich einen ganzen Nachmittag lang mit dem Verkäufer eines Oldtimers im Schlepptau durch diverse Deiner Filialen tingeln musste, bis ich einen Berater fand, der mir die benötigte Summe von Euro auszahlen konnte, die sich zwar auf meinem Konto befand, aber über der zulässigen Tageshöchstauszahlungssumme lag. Ich habe Dich gehasst schon für dieses Wort. Zur ernsten Krise führte dann eine Beratung im Wertpapieranlagecenter der Stadt Köln kurz nach der Jahrtausendwende. Von einer Erbschaft wollte ich einen stattlichen Betrag anlegen. Drei Unternehmen hatte ich mir ausgeguckt: eine kleine, aber kultige Computerfirma namens Apple, einen breit aufgestellten asiatischen Technikkonzern mit dem Namen Samsung und eine relativ neue Suchmaschine namens Google, die demnächst an die Börse gehen würde. Dein Anlagespezialist, ein freundlicher, etwas rotgesichtiger älterer Herr, wog bedächtig mit dem Kopf und riet mir ab, in diesen neumodischen Technikkram zu investieren. Und überhaupt, der Wechselkurs und so. Stattdessen empfahl er mir hauseigene Immobilienfonds und riet mir zu einem Bonussparplan. Damit können Sie nichts falsch machen. Dummerweise habe ich damals darauf gehört und damit alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte. Die wissen schon, was sie tun, dachte ich. Doch dieseüberzeugung schwand in den nächsten Jahren jedes Mal, wenn ich auf den Aktienkurs der Unternehmen schaute, die ich auf Deinen Rat hin nicht gekauft hatte. Jedes Mal war ich ein Stück mehr davon überzeugt, dass Du von Deinem Geschäft zu wenig verstehst. Ich versuchte, mich nicht zu ärgern. Als die nicht in Aktien angelegten Euro die Millionengrenze überschritten hätten, sagte ich Dir innerlich Lebewohl. Andere Mütter haben auch schöne Töchter, dachte ich mir. Du und ich, wir haben nun mal eine andere Vorstellung vom Leben vom Risiko, von Chancen, vom Wohlstand. Dein Lieblingswort heißt Sicherheit, mein Lieblingswort heißt Lebensfreude. Ich habe Dich verlassen. Und ging zu denen, die von allem mehr versprachen: mehr Glanz, mehr Weltgewandtheit, mehr Rendite. Doch um es abzukürzen: Mit ihnenwurde ich auch nicht glücklich. Der schöne Schein verblasste, spätestens an dem Tag, an dem in den USA das von deutschen Auswanderern gegründete IMAGO, INTERFOTO, Reuters, Biennale of Sydney Die Kunden: Gewachsenes Vertrauen Bankhaus Lehman zusammenklappte und die Welt in eine Finanzkrise stürzte. Ich musste erfahren, dass meine neuen Freunde weniger Sicherheit boten und weniger Vertrauen verdienten als Du. Gesellschaftlich verantwortbar schienen mir deren Praktiken plötzlich auch nicht mehr. Je länger die Krise dauerte, desto mehr Skandale kamen zum Vorschein. Immer noch werden reihenweise ehemalige Branchenstars gefeuert, zuletzt Barclays-Chef Bob Diamond. Oder geraten in Erklärungsnot wie Anshu Jain, der starke Mann an der Spitze der Deutschen Bank. Und immer noch müssen Großbanken reihenweise Milliardenlöcher oder unsaubere Geschäfte einräumen zuletzt die spanische Bankia mit ihren faulen Immobilienkrediten oder die britische Barclays mit der Manipulation des Libor-Zinses, des wichtigsten kommerziellen Zinssatzes weltweit. So bin ich in letzter Zeit, liebe Sparkasse, wieder näher zu Dir gerückt. Durch die Distanz habe ich erfahren, dass nicht alles schlecht ist an Dir. Du bist gut beleumundet. Du bist gleich nebenan mehr als Filialen hast Du in Deutschland. Und das nicht nur in großen Städten selbst im abgelegensten Schwarzwald-Dorf gibt es noch einen Geldautomaten mit dem weißen S auf rotem Grund. Die Sparkasse ist ein Stück Heimat für viele. Das weiß auch Klaus Fischer, der Chef des gleichnamigen Dübel-Imperiums, den ich neulich traf: Unser Unternehmen hat sich in Bezug auf das Inlandsgeschäft in den letzten Jahren auf die Kreissparkassen und die BW-Bank konzentriert, die auch zur Sparkassengruppe gehört. Grund dafür ist das in vielen Jahren gewachsene Vertrauen. Er schätzt vor allem, so sagt er, den persönlichen Kontakt zu den Verantwortlichen. Seine Erfahrungen mit Deiner Konkurrenz umschreibt er vorsichtig so: Auch in für uns schwierigen Jahren konnten wir uns auf die Sparkassen verlassen, im Gegensatz zu anderen Instituten. Das Thema Vertrauen ist ganz wichtig, liebe Sparkasse nicht nur für den prominenten Unternehmer, sondern auch den ganz normalen Bürger. Wenn Du hörst, wie Deine Kunden von menschlicher Beratung und kulanten Regelungen schwärmen, müsste Deine Brust vor Stolz schwellen: In diesen Aussagen findet sich noch etwas von der einstmals heilen Welt der Banken wieder, in der es noch Bankiers und keine Banker gab. Diese Sehnsucht ist durch die Krise noch verstärkt worden und Du hast, vielleicht als Einzige, das Potenzial, diese Sehnsucht zu erfüllen. Kein Wunder, dass Du rund 50 Millionen Kunden hast und dass fast die Hälfte der Deutschen Dich als Hauptbank ansehen. Ja, auch Du hast gesündigt. Auch bei Fortsetzung auf Seite 54 SPONSORING Kunst, Musik und Sport Käthe Kollwitz: Selbstbildnis von Beispiel Köln: Mitten in der Stadt liegt ein kleines, feines Museum, das der Künstlerin Käthe Kollwitz (s. Foto) gewidmet ist. Nirgendwo weltweit finden sich mehr von ihren Werken. Untergebracht ist es in der Zentrale der Kreissparkasse, der es auch gehört. Das ist ein herausragendes Beispiel für das Engagement der Sparkassen im kulturellen Bereich. Auch, wenn sie nicht immer dabei nach außen so markant auftreten. Es gibt sehr viele Arten der Förderung von der Unterstützung einzelner Ausstellungen bis hin zu langfristigen Partnerschaften. Insgesamt profitieren zwei Drittel von Deutschlands rund Museen vom Engagement der Sparkassen. Aber die kommunalen Geldhäuser haben sich nicht nur der Kunst verschrieben. Ein anderer wichtiger Bereich ist die Musik. Seit fast 50 Jahren unterstützt die Gruppe schon den Wettbewerb Jugend musiziert, der bundesweit stattfindet und eine kaum zu überschätzende Funktion für die Talentförderung hat. Jährlich spielen rund Teilnehmer bei den 140 Regionalwettbewerben mit. Etwa drei Viertel dieser Wettbewerbe werden mit dem Geld der Sparkassen gefördert. Auch auf Landesebene und auf Bundesebene werden die Wettbewerbe unterstützt. Ein weiterer wichtiger Bereich ist der Sport, auch hier geht es um die Förderung in der ganzen Breite. 80 Prozent der bundesweit Sportvereine, die rund 27 Millionen Mitglieder haben, werden in der ein oder anderen Form von den Sparkassen gesponsert. Dazu kommt die Förderung des Leistungssports bis hin zur Deutschen Olympia-Mannschaft, demnächst sind auch die Paralympischen Spiele dabei. Weitere Themen neben Kultur und Sport sind die Bereiche Umwelt, Bildung und Wissenschaft. Insgesamt liegt das Volumen des jährlichen gesellschaftlichen Engagements bei rund einer halben Milliarde Euro. Allein die 730 Stiftungen, die Sparkassen in ganz Deutschland gegründet haben, haben ein Gesamtkapital von mehr als zwei Milliarden Euro und schütten daraus pro Jahr gut 70 Millionen an Fördermitteln aus. Sparkasse in Ost- Berlin im Jahr 1961: Die Idee hat alle historischen Wendungen überstanden. Werbegeschenk von 1970: Sport ist ein großes Thema.

3 54 DEUTSCHLAND, DEINE SPARKASSEN 2 WOCHENENDAUSGABE 3./4./5. AUGUST 2012, NR Fortsetzung von Seite 53 Dir steigt der Verkaufsdruck, weil Du Deine vielen Mitarbeiter bezahlen musst. Auch bei Dir werden Spekulationspapiere verkauft. Auch bei Dir haben sich einzelne Geldhäuser, vorneweg die Sparkasse Köln-Bonn, mit allzu viel Risiko nahe an den Abgrund getrieben. Das Entscheidende aber ist: Die Grundstruktur Deines Geschäfts ist in Ordnung. Du verkehrst täglich mit dem deutschen Mittelstand, dem Rückgrat unserer Wirtschaft. Gut 40 Prozent aller Unternehmenskredite in Deutschland kommen aus Deinen Tresoren einschließlich der Landesbanken. Die Großbanken liegen bei mageren 13 Prozent. Viele wirklich mittlere Mittelständler haben ihre Hauptkonto bei der Sparkasse. Und die kleineren sind erst recht bei Dir zu Hause, wenn sie nicht bei den Volks- oder Raiffeisenbanken unterschlüpfen. Die Mitarbeiter: Maßvolles Gehalt für harte Arbeit Seien wir ehrlich: Das liegt auch an mangelnder Konkurrenz. Private Banken lassen sich in kleineren Städten kaum noch blicken und wenn, suchen sie dort eher nach reichen Privatkunden als nach Geschäftsleuten. Für die Großbanken fängt Mittelstand meist erst bei ziemlich großen Unternehmen an, denen man außer Krediten noch eine Menge Zusatzgeschäft anbieten kann, etwa im Devisenbereich, weil sich der Kunde sonst nicht lohnt. Bei Dir wird das Bankgeschäft noch von Menschen gemacht. Über Mitarbeiter arbeiten für Dich, mehr als Auszubildende. Und die müssen hart für ihr Geld arbeiten. Ihren Personalaufwand, geteilt durch die Anzahl der Mitarbeiter, gibt die Deutsche Bank in ihrem Geschäftsbericht mit Euro im Jahr an Du, liebe Sparkasse, kommst mit rund einem Drittel aus. Keiner Deiner Leute führt ein goldgerändertes Leben auf Kosten der Kunden. Obwohl die fetten Gehälter eher bei den Großbanken zu verdienen sind, mangelt es Dir nicht an Nachwuchs. Auch in der Finanzbranche ist Geld schon lange nicht mehr alles. Beispiel Stephan Gundlach. Eigentlich wollte er Architekt werden. Doch als Freunde ihm von ihrer Ausbildung bei der Sparkasse erzählten, da erfuhr der Schüler aus Moers, dass es auch noch andere Möglichkeiten gibt, etwas zu gestalten. Der heute 20-Jährige entschied sich nach dem Abitur 2011 für eine Banklehre in einer Deiner Düsseldorfer Filialen. Nah dran am einzelnen Privatkunden, aber auch am großen Firmenkunden, das machte für ihn den Reiz aus. Den Vorstand sieht der Auszubildende im zweiten Lehrjahr nicht nur ab und zu auf den Titelseiten der Zeitungen, sondern regelmäßig in der Kantine. Zu Ausbildungsbeginn wurden Gundlach und seine 57 Kollegen persönlich begrüßt. Er weiß bereits jetzt, dass er nach der Ausbildung übernommen wird und er wird bleiben. Auch Karin-Brigitte Göbel gehört zu Deinen Fans. Die 53-Jährige ist seit 2009 für das Firmenkundengeschäft der Stadtsparkasse Düsseldorf verantwortlich. Ich möchte Dinge gestalten, etwas bewirken, eine Region mitentwickeln. Und auch selbst entscheiden, sagt die gebürtige Bochumerin, die zuvor im Vorstand der Taunus-Sparkasse in Bad Homburg Sebastian Kopp für Handelsblatt, Dirk Krüll/WirtschaftsWoche, Bernd Roselieb für Handelsblatt gearbeitet hat und irgendwann gerne einen Vorstandsvorsitz übernehmen würde. Dass die Menschen sie häufig in ihrer Freizeit ansprechen, auf ein Problem hinweisen oder um einen Termin bitten, das nimmt sie nicht nur in Kauf, im Gegenteil: Sie weiß es mittlerweile zu schätzen. Auch dass viele Menschen in ihrer Stadt sie erkennen im Restaurant, im Museum, beim Einkaufen. Göbel kennt auch die andere Seite, die Sparkassen-Finanzgruppe der privaten Banken. Sie hat ihre Ausbildung bei der Deutschen Bank gemacht, danach war sie für die amerikanische Chase Bank mehrere Jahre in London. Aber nachdem sie lange Zeit aus dem Koffer gelebt und Städte, Wohnungen und Freunde immer wieder hinter sich gelassen hatte, war ihr klar: Für sie ist der regionale Weg der richtige. Mir ist es wichtig, nie die Bodenhaftung zu verlieren. Deutsche Bank Mitarbeiter Mitarbeiter Auszubildende Auszubildende* Filialen Filialen Personalaufwand pro Mitarbeiter: Personalaufwand pro Mitarbeiter: Handelsblatt Zahlen zum Quelle: Institute Bilanzsumme: Mrd. Bilanzsumme: Mrd. Steuern: 3,49 Mrd. Steuern: 1,06 Mrd. Gewinn nach Steuern: 1,62 Mrd. Gewinn nach Steuern: 4,33 Mrd. *August 2011 Ich möchte Dinge gestalten und eine Region mitentwickeln. Karin-Brigitte Göbel Vorstand für Firmenkunden Stadtsparkasse Düsseldorf Die war für Dich schon seit jeher wichtig. Besonders schön und groß zeigst Du Dich in Wiesbaden, wo Du Dich Nassauische Sparkasse nennst, mit einem Geschäftsgebiet vom Hochtaunus über Frankfurt bis zum Stammsitz Wiesbaden und der Rhein- Lahn-Region eine größere Fläche als diese Quadratkilometer deckt keine andere Sparkasse ab. Dort besitzt Du mit Schloss Vollrads sogar einen stattlichen Landsitz mit Weinbergen ein Beispiel dafür, dass Du keineswegs nur klein und angestaubt daherkommen kannst, sondern mit ebenso viel Stolz wie private Banken und oft noch älterer Tradition. Denn Deine Häuser tragen letztlich ein Erbe der deutschen Geschichte weiter, die bis ins 19. Jahrhundert hinein von Kleinstaaten geprägt war und eine bis heute lebendige, kleinräumige wirtschaftliche und kulturelle Struktur hinterlassen hat. Bis heute ist Deine Stärke der Kontakt vor Ort. In Westerburg, tief im Westerwald, betreibst Du eines Deiner 19 Private- Banking-Center. Frank Kalter liebt Standorte wie diesen. In dieser Ecke haben wir keine Konkurrenz vor Ort, sagt der 50-jährige Leiter des Vertriebsmanagements für Privatkunden. Aktuell profitieren wir sehr von der Krise der Großbanken, der Wechselwille ist hoch. Das ist ein Riesenglück für uns. Viele Kunden, führt er aus, haben den Eindruck, ihre Interessen werden bei den großen Häusern nicht angemessen berücksichtigt. Bei den Großbanken kommen 400 bis 500 Kunden auf einen Betreuer, bei Dir sind es nur 100 bis 120. Eine der Lehren, die Kalter aus der Finanzkrise gezogen hat, lautet: Bei uns geht nichts mehr raus, was der Kunde nicht versteht. Zertifikate verkaufen wir so gut wie gar nicht mehr. Damit, liebe Sparkasse, dass Du Dich in der Krise auf Deinen größten Vorzug besinnst, die Kundennähe, könntest Du wieder zu der Macht in Deutschland werden, 15,3 % Sparkassen 22,0 % Sonstige 17,2 % Landesbanken 13,7 % Genossenschaftssektor Der Gewinn: Lieber spenden als ausschütten die Du einmal warst. Das Potenzial dazu hast du: Du und Deinesgleichen, ihr bildet ein Reich für sich, zu dem auch noch die Landesbanken, die Deka, Deutschlands größte Fondsgesellschaft, und die Provinzial-Versicherungen gehören. Alles zusammen bildest Du mit Abstand die größte Finanzgruppe im Land. Und Du bist eine sehr deutsche Einrichtung, nicht nur wegen Deiner föderalen, kleinräumigen Struktur und Deiner Tradition. Du leistest Dir inmitten der knallharten Marktwirtschaft eine Philosophie, die in jeder anderen Branche nur noch belächelt würde: Du hältst das Prinzip der Gemeinnützigkeit hoch. Sparkassenwesen steht für die Idee, möglichst allen Zugang zu Finanzdienstleistungen zu eröffnen bei gleichzeitiger Gemeinwohlorientierung, sagt Dein Präsident Georg Fahrenschon über Dich. Natürlich stehen Deine Institute im Wettbewerb und müssen ordentliche Renditen erwirtschaften, um ihre Bilanzen in Ordnung zu halten. Aber die Rendite ist kein Selbstzweck für Dich. Das zeigt schon ein Blick auf Deine Zahlen. Bei der Bilanzsumme begegnest Du der Deutschen Bank auf Augenhöhe: Sie kommt mit 2,1 Billionen Euro daher, Dein Sektor sogar mit 2,6 Billionen. Aber im vergangenen Jahr machte sie einen Gewinn nach Steuern von mehr als vier Milliarden Euro, bei Dir waren es nur 1,6 Milliarden. Vorher hattest du knapp 3,5 Milliarden Steuern bezahlt die Deutsche Bank nur gut eine Milliarde. Die Deutsche Bank macht das große Geld im Ausland, da fällt für den deutschen Steuerzahler nicht so viel ab. Dazu kommt, dass Du, jedenfalls nach eigenem Verständnis, gar keinen richtigen Eigentümer hast. Private Banken sind ihren Aktionären oder privaten Bankiers verpflichtet, Volks- und Raiffeisenbanken haben sich dem Nutzen ihrer Genossen und Kunden verschrieben. Du und Deinesgleichen aber existiert als Körperschaften öffentlichen Rechts sozusagen freischwebend. Du gehörst den Städten und Kreisen nicht, sie sind nur Deine Gewährträger. Sie stehen für Dich ein, statten Dich aber in der Regel nicht mit Kapital aus. Dein Geld musst du weitgehend selbst aus Deinen Gewinnen ansammeln. Aber Du beanspruchst oft auch keine nennenswerten Ausschüttungen. Darüber lässt sich reichlich streiten, liebe Sparkasse. Viele Städte und Gemeinden, gerade im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen, sind praktisch pleite, brauchen also dringend Geld. Darum stellt sich immer drängender die Frage: Warum zahlen die Kassen keine ordentlichen Dividenden? An manchen Orten bist Du einsichtig. Zum Beispiel bekam die Stadt Nürnberg Marktanteile nach Bankentypen Geschäftsvolumen allgemein Handelsblatt Gesamt: 7 144,9 Mrd. 17,6 % Großbanken 14,2 % Regional-/sonstige Kreditbanken/ Zweigst. ausl. Banken Unternehmenskredite 24,1 % Sparkassen 16,5 % Sonstige Blick aus der Stadtsparkasse Düsseldorf: die Region im Blick. im Jahr 2010 erstmals Geld von Dir. Auch die Stadt Duisburg zeigte Begehrlichkeiten. Als sie im Mai verzweifelt nach Auswegen aus der Haushaltsmisere suchte, standest neben der Kündigung eines Vertrags mit der Düsseldorfer Oper und einer Anhebung der Grundsteuer auch Du auf der Liste: Mit Ausschüttungen solltest Du zur Sanierung des Haushalts beitragen. Meine Sparkasse die Retterin in der Not? Nein, Du bist gegenüber solchen Forderungen traditionell zurückhaltend. Du willst lieber als Wohltäter auftreten. Und das tust Du schon lange, lässt Dich Dein Engagement rund eine halbe Milliarde Euro jährlich kosten. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank kommt nur auf gut 80 Millionen. Du unterstützt so gut wie jedes Konzert und jede Ausstellung in der Region, viele Museen, Sportveranstaltungen und Jugendwettbwerbe. Du bist so etwas wie der reiche Onkel der kommunalen Familie und fühlst Dich in dieser Rolle auch sehr wohl. Denn, argumentierst Du, über Sponsoring kommt das Geld viel unbürokratischer und sachbezogener an als über eine Ausschüttung Gesamt: 1 356,0 Mrd. 13,2 % Großbanken 17,5 % Landesbanken 15,3 % 13,4 % Genossenschaftssektobanken/Zweigst. Regional-/sonstige Kredit- ausl. Banken Quelle: Sparkassen Wir stehen für die Idee, allen den Zugang zu Finanzdienstleistungen zu eröffnen. Georg Fahrenschon Sparkassenpräsident und dann versteuert in den städtischen Haushalt und von dort über politische Kanäle in Bereiche wie Kultur und Sport. Die Stadträte mögen das zum Teil anders sehen, waren aber, solange die schiere Finanznot nicht zu groß wurde, meist auch ganz zufrieden mit diesem System. Das Prinzip der Gemeinnützigkeit hat es Dir ermöglicht, Augenmaß zu bewahren. Ich bin sicher, dass es Dir manchmal in den Fingern gejuckt hat, den Riesengewinnen des Investment-Bankings hinterherzujagen aber Teil des weltweiten Kasinobetriebs warst Du selbst nie. Nur bei Deinen Töchtern, den Landesbanken wie der WestLB, warst Du nicht aufmerksam. Deren Banker spielten im weltweiten Kasino mit hohem Einsatz und verloren. Die Milliarden-Rechnung zahlen wir Steuerzahler und Du gemeinsam. Damit wären wir wieder bei der Finanzund Schuldenkrise, die uns seit Jahren plagt. Kurz gesagt, lässt sich die Ursache für beide Krisensymptome den Beinahezusammenbruch des Finanzsystems 2008 und die heute drohende Auflösung der Euro-Zone auf eine Formel bringen: Im Kern geht es um zu hohe Verschuldung und zu wenig Ersparnisse. Dieser Satz, den ich beim amerikanischen Historiker Sheldon Garon gelesen habe, lässt mich nicht mehr los. Garon hat das Buch Beyond Our Means Über unsere Verhältnisse geschrieben. Riesige Kreditüberhänge finden ihr Spiegelbild in undurchschaubaren, spekulativen Anlageinstrumenten, die vomvolumen her das solide Sparen, mit dem solide Investitionen finanziert werden, in den Schatten stellen. Auch aus diesem Blickwinkel bildest Du, liebe Sparkasse, das Gegenbild zu den großen privaten Instituten, die darauf ausgelegt sind, möglichst große Gewinne einzufahren und deshalb schnell das Maß zu verlieren drohen. Fortsetzung auf Seite 56

4 56 DEUTSCHLAND, DEINE SPARKASSEN FREITAG, 3. AUGUST 2012, NR Fortsetzung von Seite 55 Du gehörst zu einem besonderen Reich, meine Sparkasse. Einem Reich, in dem sich auf eigentümliche Weise die öffentliche und die private Sphäre mischen. Du bist damit eine deutsche Besonderheit. Anders als die Geschäftsbanken wolltest Du von Anfang an sein. Jahrhundertelang hatten die feinen Bankiers fast ausschließlich mit Kaufleuten, Händlern oder Herrschern Geschäfte gemacht. Der einfache Mensch von nebenan, die breite Bevölkerung, Menschen wie ich, bekamen keinen Zugang zu Banken und nicht die Möglichkeit, Geld anzulegen oder auszuleihen. Das änderte sich dank Dir. Die Gründer: Mönche, Gelehrte und Kaufleute Jens Wunderlich, Bernd Roselieb für Handelsblatt, Franz Bischof für Handelsblatt, PR Wie ich nachgelesen habe, waren es im 17. Jahrhundert französische und britische Intellektuelle wie der Schriftsteller Daniel Defoe, die erstmals dafür eintraten, auch ärmeren Bürgern die Möglichkeit zu geben, für schlechte Zeiten vorzusorgen. Richtig durchgesetzt hat sich der Gedanke aber erst in Deutschland und hier ist er auch noch stärker in seinerursprünglichen Form erhalten geblieben. Eine der ersten Geldhäuser Deiner Art war die Bezirkssparkasse Salem in Baden-Württemberg. Abt Anselm II vom Zisterzienserkloster Salem gründete sie 1749 als Ordentliche Waisenkassa. Der Abt wollte verhindern, dass Waisengelder verschwendet oder zu falschen Zwecken ausgegeben wurden. Die bei der Verwaltung dieser Gelder erwirtschafteten Überschüsse wurden für gemeinnützige Zwecke verwendet. So, wie Du das auch heute noch machst. Dieser Grundgedanke zog Kreise. Die Ersparungscasse der Hamburgischen Allgemeinen Versorgungsanstalt entstand, gegründet 1778 von Geistlichen, Gelehrten und wohlhabenden Kaufleuten, um die Verbreitung von Armut zu bekämpfen. Dass sich die sozialen Probleme verschärften und Armut zu einem Massenphänomen wurde, gab der Idee zusätzlichen Auftrieb. Mitder Zeit kamen auch Handwerksgesellen, Kaufmannsgehilfen, Dienstboten oder Industriearbeiter zu Dir, um ihr Geld anzulegen. Bald schritten auch ehrbare Kaufleute oder stolze Handwerksmeister durch Deine heiligen Hallen nicht um Geld anzulegen, sondern um Kredite für ihre Geschäfte zu erhalten schuf die Stadtgemeinde Göttingen Dein bis heute heiliges Prinzip der Gewährträgerhaftung: Es entstand die erste Sparkasse, für deren Verbindlichkeiten die Stadtgemeinde eine Garantie übernahm. Ein solches Institut, hinter dem Vater Staat stand und heute noch steht, war und ist sicherer als sicher. Du bist langweilig, aber Du kannst nicht pleitegehen. Du bist von Geburt an angeschlossen an den großen staatlichen Rettungsschirm, auch wenn das Wort Rettungsschirm damals natürlich noch nicht erfunden war. So wurdest Du schnell sehr beliebt; bis 1836 gab es in Deutschland 281 Sparkassen, 1900 waren es schon fast zehnmal so viele. Und Du entwickeltest Dich weiter: 1909 entstand in Sachsen das erste Überweisungsnetz, das bald auch im ganzen Reich die Sparkassen miteinander verband. Durch die Einlagen Deiner Kunden wurdest Du zu einem wichtigen Faktor der Industrialisierung. Besonders im privaten Wohnungsbau und im Aufbau der Infrastruktur spieltest Du eine Rolle, aber auch bei der Finanzierung der Staatsausgaben: Im Ersten Weltkrieg begann in Deinen Schalterhallen der Verkauf von Kriegsanleihen an die Bevölkerung. Aber ich will Dir nicht nach dem Munde reden. Deine Geschichte ist nicht nur glorreich. Dem Nazi-Regime konntest auch Du Dich nicht entziehen. Im Zweiten Weltkrieg machte sich die Hitler-Regierung die Spargroschen der Deutschen zunutze. Du, liebe Sparkasse, verkauftest Kriegsanleihen und warbst mit Kampagnen wie dem Hitlerjugend-Sparen oder dem Gefolgschaftssparen um Gelder. Deine weiße Weste war braun geworden. Du hattest es schwer, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder zur Normalität zurückzukehren. In Ostdeutschland schaffte die Regierung Deine dezentralen Strukturen wenige Jahre nach der Gründung der DDR 1949 ab und unterstellte die Institute dem Ministerium der Finanzen. Die Kreditvergabe an Privathaushalte und Unternehmen schränkte sie stark ein. In Westdeutschland konntest Du als Sparkasse Deine Geschäfte zwar fortsetzen. Bis weit in die 1950er-Jahre aber Das Geschäft ist viel nüchterner geworden. Matthias Strathmann Anlageberater der Frankfurter Sparkasse nutzten die meisten Bundesbürger kaum Bankprodukte. Das änderte sich erst 1957, als immer mehr Unternehmen dazu übergingen, Löhne und Gehälter zu überweisen, statt ihren Mitarbeitern eine Lohntüte zu überreichen. Dein Girokonto wurde populär. Bis 1958 konntest Du plötzlich 4,7 Millionen Privat- und Geschäftsleute mit einem Girokonto beglücken, zwei Jahre später waren es schon 6,0 Millionen. Du warst Teil des Wirtschaftswunders. Erhard, Aufschwung, Girokonto, daswar der Dreiklang unseres damaligen Lebens. Immer zeigtest Du Dich, trotz aller Beständigkeit, offen für etwas Neues: 1968, in Berlin rebellierte die Apo, da stelltest Du in Tübingen den ersten Geldautomaten Deutschlands auf, im gleichen Jahr wurde auch der Dispokredit eingeführt. In Deinen rund Geschäftsstellen stehen heute rund Geldautomaten, und ich kenne niemanden, der keinen Dispokredit besitzt. Du hast Geschichte geschrieben, liebe Sparkasse. Du hast kräftig mitgearbeitet am Aufbau einer modernen Industriegesellschaft, in der das Wort Teilhabe eben mehr ist als eine Vokabel. Wenn vom Sozialstaat die Rede ist, denken Politiker an Rente, Pflegeversicherung und Kurzarbeitergeld. Ich denke auch an die Sparkassen. Kaum ein Beispiel veranschaulicht Deine Verwurzelung in der Mitte unserer Gesellschaft so deutlich wie die Geschichte der Frankfurter Sparkasse. Sie ist ein sehr altes Institut, das heute direkt unter den Augen der privaten Großkonkurrenz seine Dienste anbietet. Am 12. Juni 1822 öffnete sie als Tochter der Polytechnischen Gesellschaft ihre erste Geschäftsstelle. Bürger gründeten sie für Bürger der Stadt. Der Beauftragte des Bergrates, Buderus von der Fried- Wir müssen unsere Geschäftspolitik nicht an Quartalszahlen ausrichten. Harald Vogelsang Chef der Hamburger Sparkasse richshütte bei Laubach, trat als Erster ein, um 100 Gulden einzuzahlen auf das Einlegbüchlein mit der Nummer eins auf den Namen Frankfurter Sonntagsschule für Handwerksgesellen und Lehrlinge. Deine Kunden, liebe Sparkasse sind hier in Frankfurt auch heute noch sehr konservativ, das gibt Dein Anlageberater Matthias Strathmann unumwunden zu. Er arbeitet schon seit 30 Jahren für Dich. Für Plauderstündchen, wie sie früher üblich waren, wo Kunden oft nur ein bisschen reden wollten und als Bestechung für den Kundenbetreuer, der damals noch Bankbeamter hieß, ein Stück Kuchen mitbrachten, bleibt ihm heute weniger Zeit. Insgesamt, sagt er, sei das Geschäft im Vergleich zu früher deutlich nüchterner und standardisierter geworden. Eine ausführliche Beratung kann zwar immer noch zwei Stunden dauern, das liegt heute aber vor allem an den vielen Formalitäten, die die Sparkasse genauso erledigen muss wie jede internationale Bank auch. Doch Deine Kunden, sagt Strathmann, schätzen die Sicherheit der Sparkasse. Und wenn sich jemand beschwert, wie neulich eine alte Dame, dass die Deutsche Bank mehr Zinsen bietet, dann sagt er ihr: Wenn es Ihnen nur auf die Zinsen ankommt, müssen Sie wechseln. Meistens bleiben die Kunden dann doch bei Dir. Die Sparkasse war, das hält ihr jeder zugute, noch nie in Zinsmanipulationen verwickelt. Ihr Vorstand fliegt nicht Learjet und seine Muttersprache ist Deutsch. Typisch deutsch ist aber noch etwas anderes: Sparkasse kommt von Sparen. Und Sparen ist das Gegenteil von auf Pump leben. Und es ist auch nicht verwandt mit dem Wort Spekulieren. Fortsetzung auf Seite 58 GRÖSSTE SPARKASSE Was die Haspa einzigartig macht Von seinem Büro im vierten Stock der Hamburger Zentrale am Adolphsplatz blickt Harald Vogelsang, Chef der Hamburger Sparkasse, auf die traditionsreiche Handelskammer der Hansestadt. Im schlossähnlichen Rathaus dahinter residiert der Erste Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Traditionell haben wir ein gutes Einvernehmen mit dem Rathaus, egal, wer regiert, sagt Vogelsang. Allerdings finden sich aus Prinzip keine aktiven Politiker in unseren Gremien. Nicht nur diese Politikferne unterscheidet die Hamburger Sparkasse, die inzwischen selbst den von maulfaulen Kunden geprägten Namen Haspa nutzt, von Instituten in Köln oder München. Die Haspa kontrolliert sich praktisch selbst: Das Geschäft führt seit 2003 eine Aktiengesellschaft und die gehört der Haspa Finanzholding, einer Gesellschaft alten hamburgischen Rechts aus dem Jahr Dem einzigartigen Konstrukt steht Vogelsang vor. Wir sind nicht börsennotiert und wollen das auch nie werden, sagt der Haspa-Chef. Kein Großaktionär kann zu hohe Dividenden von uns verlangen, wir müssen unsere Geschäftspolitik nicht an Quartalsberichten ausrichten. KLEINSTE SPARKASSE Die rote Welt von Bad Sachsa Bernd Gottschalk trägt eine rot-weiß gestreifte Krawatte, er trinkt aus einer roten Tasse, die Kekse sind auf einer roten Serviette drapiert. Bernd Gottschalk arbeitet seit 41 Jahren bei der Sparkasse; ihre Farbe ist Rot. Gottschalk lebt Sparkasse. Sparkassen-Chefs Ralf Müller (l.) und Bernd Gottschalk. Die Haspa ist eine Hamburger Institution und will es bleiben. Als Sparkasse sind wir eng mit der Region verbunden. Ausflüge in ferne Gebiete, in denen wir uns nicht auskennen, ersparen wir uns, sagt der Chef. Außerhalb unserer Region können wir gar nicht so viel gewinnen, wie wir in Hamburg verlieren können gründeten Bürger auf Initiative des späteren Bürgermeisters Amandus Augustus Abendroth die Sparkasse. Ziel war es, arme Hamburger zu unterstützen. Doch auch Geschäftsleute und Seit 19 Jahren arbeitet er bei jener in Bad Sachsa, seit 2011 ist der 57-Jährige dort Vorstandschef. Es ist die kleinste Sparkasse Deutschlands: 130 Millionen Euro Bilanzsumme, 46 Mitarbeiter, zweiköpfiger Vorstand. Zum Vergleich: Die größte deutsche Sparkasse, die Hamburger, bilanziert 40 Milliarden Euro. Die Sparkasse Bad Sachsa besteht aus vier Verkaufs-, zwei Kassenschaltern und zwei Etagen mit Büros. Filialen gibt es nicht. Das würde sich in dem Einwohner-Städtchen im Südharz nicht lohnen. Aber lohnt sich die Eigenständigkeit? Ja, sagt Gottschalk. Bis andere eine Vorstandssitzung einberufen haben, haben wir schon die Entscheidung getroffen. Hier kennt sich jeder, vieles geht auf dem kleinen Dienstweg. Der Vorstand besteht aus zwei Personen. Den Hals von Ralf Müller, Gottschalks Stellvertreter, schmückt die gleiche rot-weiße Krawatte. Genau wie die Mitarbeiter. Die Herren tragen Krawatte, die Damen Tuch. So ist jeder Sparkässler auch in der Stadt direkt erkennbar, Amandus Augustus Abendroth gründete 1827 die Haspa. Handwerker legten zunehmend Geld an. 185 Jahre später verdeutlichen Zahlen den Aufstieg zur größten deutschen Sparkasse: Heute betreut die Haspa mit gut Mitarbeitern 1,5 Millionen Kunden, vergibt fast 28 Milliarden Euro an Krediten für die Hamburger Wirtschaft. Pro Jahr bewegen 250 Geschäftsstellen 750 Tonnen Euro-Münzen, zahlen an Geldautomaten und Kassen zehn Milliarden Euro Bargeld aus Firmengründungen begleitete die Haspa in 25 Jahren. Das Engagement der Sparkasse für Hamburg ist vielfältig. Geht es Hamburg gut, geht es uns gut, sagt Vogelsang. Neben der Arbeit von drei gemeinnützigen Stiftungen zahlt die Haspa pro Jahr gut 400 sozialen und kulturellen Einrichtungen insgesamt fünf Millionen Euro. Doch Erfolg macht angreifbar. Schlagzeilen zu wertlos gewordenen Papieren der pleitegegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers die Bank zahlte freiwillig zehn Millionen Euro an geschädigte Kunden, gewann sagt Gottschalk. Die Verbundenheit mit der Stadt und die Nähe zu den Kunden, das ist ihnen wichtig. In diesem Jahr feiert die Sparkasse Bad Sachsa 125. Bestehen. Der Stadt hat sie daher für jeden Einwohner 1,25 Euro gespendet. Wir leben ja von den Kunden, sagt Gottschalk haben ein Konto bei der Sparkasse. Außer ihr gibt es nur noch eine Raiffeisenbank im Ort. Die Sparkasse ist überall präsent, sponsert Veranstaltungen, unterstützt über eine Stiftung viele Projekte, vor allem im Jugendbereich. Was wir verdienen, geben wir für die Region aus, sagt Gottschalk. Die Kunden danken es: Unter allen Sparkassen in Niedersachsen belegt Bad Sachsa laut einer Umfrage des Sparkassenverbands den dritten Platz bei der Kundenzufriedenheit. Trotzdem ärgern die beiden Vorstände sich: Wir würden lieber mehr Zeit für die Kunden verwenden als für Administratives, sagt Müller. Die vielen Richtlinien und Vorschriften, die nach der Finanzkrise entstanden sind, würden aber vor Gericht oder Kundendaten, die für Berater zu leicht zugänglich waren, brachten auch die um hanseatisches Auftreten bemühte Haspa ins Gerede. Der Beziehung zu den Kunden schadete es nicht. Vergangenes Jahr kamen neue. Für Kontroversen sorgt das Engagement in Schleswig- Holstein. Die Haspa Finanzholding ist an vier Sparkassen beteiligt, darunter Lübeck und Mittelholstein. Nicht allen in der Sparkassenlandschaft gefällt das. Das Geschäftsvolumen der Hamburger ist so groß wie das des Sparkassenverbands Schleswig-Holstein mit 14 Sparkassen insgesamt. Als in den 70er- und 80er- Jahren viele Hamburger ins Umland gezogen sind, ist die Hamburger Sparkasse mitgegangen, sagt Vogelsang. Seit 20 Jahren haben wir allerdings keine Filiale mehr im Umland eröffnet. Die Beteiligungen in Schleswig-Holstein will er als Hilfe für klamme Schwesterinstitute verstanden wissen. Die Sparkasse Bredstedt etwa verhob sich mit Krediten für Windparks und Biomassekraftwerken. Einen Einstieg der Haspa Finanzholding bei der Kreissparkasse Lauenburg verhinderte das Bundeskartellamt. Die Wettbewerbshüter sahen durch die Beteiligung von 25,1 Prozent eine marktbeherrschende Stellung entstehen. In Abstimmung mit den Trägern der Kreissparkasse legte die Haspa Finanzholding Beschwerde ein. Doch nun denkt Vogelsang um: Die Beschwerde ziehen wir zurück. Auf dem Gesprächsweg können wir mehr erreichen als juristisch. Wir setzen darauf, dass sich die Logik einer verstärkten Zusammenarbeit unter Sparkassen mehr und mehr durchsetzen wird. Mark C. Schneider zu viel Zeit rauben. Als ich vor 19 Jahren hier anfing, sagt Gottschalk, haben wir uns zu 70 Prozent um die Kunden gekümmert und zu 30 Prozent um Bürokratie. Heute ist das Verhältnis mindestens 50 zu 50. Irgendwann, das wissen Gottschalk und Müller, werden sie es nicht mehr schaffen. Für manche Spezialfragen etwa müssen sie schon heute den Verband zurate ziehen. Größere Derivateprojekte geben sie an die Deka oder NordLB weiter. Außerdem sinkt die Kundenzahl. Mehr als die Hälfte der Kunden ist älter als 46 Jahre, der Anteil der Senioren liegt bei gut 32 Prozent. Aber im Moment sehen wir keine Notwendigkeit, unsere Eigenständigkeit aufzugeben, sagt Gottschalk. Als vor einigen Jahren die benachbarten Sparkassen in Osterode und Herzberg fusionierten, blieb Bad Sachsa gerne außen vor. Junge Kunden versuchen sie über Onlinebanking zu halten, oder über kleine Gesten. Schon zur Geburt gibt es einen Gutschein natürlich in Rot. Claudia Panster

5 58 DEUTSCHLAND, DEINE SPARKASSEN FREITAG, 3. AUGUST 2012, NR Fortsetzung von Seite 57 KUNDENNÄHE Sparkasse auf Rädern Die kleinste Sparkassenfiliale im Werra-Meißner-Kreis ist 13,50 Meter lang und 2,5 Meter breit. Das Besondere: Der Kunde muss nicht zu ihr kommen, die Filiale kommt zum Kunden. Sie steckt im Inneren eines Lkw. An fünf Tagen die Woche fährt sie acht Standorte in Nordhessen an; keiner der Orte hat viel mehr als Überlandsparkasse im Werra-Meißner-Kreis: Immer nah am Kunden. Der Spekulation setzt Du den Weltspartag dagegen. DerWeltspartagwurde 1924 auf dem 1. Internationalen Sparkassenkongress in Mailand beschlossen. Aber Du machtest diesen Weltspartag zu Deinem Markenzeichen. Damals, in den 1920er-Jahren, war das Vertrauen der Deutschen in den Wert des Geldes und in die Währungsstabilität wegen der Währungsreform von 1923 schwer beschädigt. An Sparen dachte daher kaum jemand. Der Weltspartag sollte das ändern und bereits Kinder zu fleißigen Sparern erziehen. Besonders für die deutschen Banken spielte er deswegen eine große Rolle. Und für die Sparkassen besonders. Auch ich bin früher, als Kind, jedes Jahr mit meiner vollen Spardose zu Dir gepilgert. Noch heute habe ich das Prasseln der Münzen im Zählautomaten im Ohr. Und die Bilderbücher, die ich als Belohnung vom Sparkassendirektor bekam, stehen noch heute im alten Bücherregal unter der Kellertreppe. Auch wenn mir das zwischendurch albern und eng vorkam. Ich habe mich nie von diesen Erinnerungsstücken unserer gemeinsamen Geschichte getrennt. Auch, wenn ich das heute mit mehr Abstand betrachte: Du, liebe Sparkasse, hast mir das Sparen gelehrt. Sparen, das habe ich jetzt erst verstanden, ist nur ein anderes Wort für Stabilität. Wenn alle so wären wie Du, gäbe es keine Staatsschuldenkrise und keine Bankenzusammenbrüche. Du bist das Gegengift zu einer Welt der Verschwendung und der Kreditnahme auf Kosten von Menschen, die erst noch geboren werden müssen. Das ist falsch, aber es ist üblich. Es ist gefährlich, aber das hindert die Welt nicht daran, das Leben auf Pump für modern zu halten. Auch dazu hat der Historiker Garon etwas Schlaues gesagt: Sparen will gelernt sein. Und er lobt, dass in den deutschen Ländern dieser Lernprozess schon Ende des 18. Jahrhunderts begonnen habe. Genau zu der Zeit, in der Du Deinen Ursprung hast. Die Sparquote der Deutschen, also der Anteil, den sie von ihrem Einkommen sparen, liegt seit langem relativ stabil um die zehn Prozent. Die Sparquote der Menschen in den USA, Garons Heimat, ging lange gegen null und steigt jetzt nur langsam an. Garons trauriges Fazit für seine Heimat, der er das deutsche Vorbild entgegenhält: Ein Land kann sich nicht für stark und gesund halten, solange die Mehrheit seiner Bevölkerung über zu wenig Ersparnisse Die Konkurrenz: Hohe Zinsen mit Hilfe vom Staat für Notfälle und Alter verfügt. So wie die Tugend des Sparens in Deutschland nahezu unverändert blieb, hat sich auch die Struktur des Bankwesens weitgehend erhalten. In Italien etwa wurden viele Sparkassen privatisiert und fusioniert, so entstand der mächtige Finanzkonzern Unicredit, bei dem nur noch kommunale Stiftungen, die einen Teil der Aktien halten, an die Vergangenheit erinnern. In Frankreich haben sich Sparkassen und Genossenschaftsbanken zusammengeschlossen, die in Deutschland immer noch jeder ein Reich für sich bilden. In Spanien sind die Sparkassen sogar der Kern der gegenwärtigen Kreditkrise und wurden daher zum Teil unter Druck der Regierung in Madrid und der Notenbank fusioniert, was ihre Probleme aber nicht wirklich gelöst hat. In Deutschland ist das Sparkassensystem immer noch das gleiche. Dass Dein Reich heute so intakt ist, liegt auch daran, dass es hier nie eine Immobilienund Kreditblase vergleichbar wie in den USA, Irland oder Spanien gegeben hat. Aber wohl auch daran, dass wir es nicht ertragen könnten, wenn Du, liebe Sparkasse, jetzt auch noch ins Wanken geraten würdest. Mein Bild von Dir mag angesichts der Verfehlungen in London und dpa, Jung von Matt/PR (2), Thorsten Eschstruth Bundeskanzlerin Angela Merkel während einer Rede auf dem Sparkassentag: Die Politik weiß, was sie an den scheinbar biederen Instituten hat. anderswo verklärt sein, aber anders wäre das Leben eines Sparers im Moment wohl nicht zu ertragen. So erfreue ich mich an Deinen deutschen Tugenden, etwa daran, dass bei Dir die Sicherheit an erster Stelle steht. Bei privaten Banken, da sind die Einlagen nur bis zu einem gewissen Grad abgesichert. Bei den öffentlich-rechtlichen Banken aber gilt das Prinzip der Institutssicherung: Wenn eines der Geldhäuser in Probleme gerät, fängtdieorganisationes komplett auf und saniert es. Zwar sind auch Deine Mittel begrenzt, und irgendwann, bei einer Krise vergleichbar wie in Spanien, wären sie wohl auch erschöpft. Aber bisher hat dieses Prinzip sehr gut funktioniert: Meine Sparkasse ist der Tresor meines Lebens. Die Kanzlerin und ihr damaliger Finanzminister, Angela Merkel und Peer Steinbrück, ich erinnere mich noch gut, stellten sich in der Krise vor das Publikum und sagten, die Spareinlagen der Deutschen seien sicher. Sie beruhigten den deutschen Sparer mit dem Geld des deutschen Steuerzahlers. Dabei stimmt diese Gruppe ja weitgehend überein. Als ich jetzt den Sparkassenpräsidenten Georg Fahrenschon traf, regte der sich daher zu Recht auf: Banken, die schon dem Untergang geweiht waren und mit Einwohner, eine feste Filiale würde nicht lohnen. Die Nähe zum Kunden will die Sparkasse aber auch nicht verlieren. Also hat sie vor drei Jahren den 13,5-Tonner angeschafft, ihn Überlandsparkasse getauft, mit einem weißen Anstrich versehen und dem roten Sparkassenlogo. Geldautomat, ein sogenanntes Multifunktionsterminal für Überweisungen und Kontoauszüge, ein Service-Point, ein kleiner Beratungsraum, alles ist vorhanden, alles ist in Sparkassen- Rot gehalten, wie in einer richtigen Geschäftsstelle. Adelheid Kilian-Futh, rote Haare, rote Brille, steht an der kleinen Theke in der Mitte des Lasters und nimmt Überweisungsscheine entgegen. Heute steht die Überlandsparkasse in Laudenbach, Einwohner, die nächste feste Geschäftsstelle ist knapp acht Kilometer entfernt. Die Kunden freuen sich, dass man kommt, sagt Kilian-Futh. Die 51-Jährige hat früher in der Geschäftsstelle in Laudenbach gearbeitet, kennt jeden mit Namen. Der regelmäßige Kontakt zu den Kunden sei ihr größtes Plus, sagt sie. Die Zahl der Sparkassenbusse, wie es im Sparkassenjargon heißt, schätzen Experten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands auf einige Dutzende. Es sind vor allem die ländlichen Regionen, in denen sich solch mobile Filialen lohnen. Da, wo feste Geschäftsstellen nicht mehr wirtschaftlich finanzierbar sind. Die Werra-Meißner-Überlandsparkasse hat Euro in der Anschaffung gekostet, Euro kostet jährlich der Betrieb. Eine Geschäftsstelle wäre mindestens doppelt so teuer und sie erreicht im Zweifel weniger Kunden, weil gerade Ältere den Weg in den nächsten Ort nicht schaffen. Kilian-Futh schätzt die Zahl der Kunden, die täglich zu ihr kommen, auf etwa 30. Das sei gut frequentiert. Der Lkw hat nur einen Nachteil: Im Sommer wird es darin sehr warm, im Winter ist es schon mal zu kalt. Da ziehe ich mir auch schon mal Ski-Unterwäsche drunter, sagt Kilian-Futh. Claudia Panster Steuergeldern gestützt wurden, machen uns heute beim Tagesgeld Konkurrenz. Das empfinde ich als ungerecht und wettbewerbsfeindlich. So viel Sicherheit Du also auch ausstrahlen magst unantastbar bist Du nicht. Es gibt eine neue Konkurrenz, die ist gesichtslos. Das Internet war in Deiner Lebensgeschichte nicht vorgesehen. Dass Computer die Arbeit von Menschen erledigen, macht Dir sichtlich zu schaffen. Deine neue, elektronische Konkurrenz, die weitgehend mit Websites und elektronischen Tools auskommt, will den Schalterbeamten überflüssig machen. Du musst Dich diesem Wettbewerb stellen, dem Wettlauf der realen gegen die virtuelle Welt. Der realen gehören zwar meine Sympathien, doch die virtuelle ist schneller und kommt mit niedrigeren Kosten aus. Vor allem jüngere Leute stehen auf Onlinebanking so drücken sie sich aus und finden Menschen wie mich altmodisch. Ich finde mich auch altmodisch. Aber ich glaube, es würde uns allen besser gehen, wenn wir ein wenig altmodischer würden. Eine langweilige Bank scheint mir eine gute Bank zu sein. Wir alle waren zu schnell, zu tollkühn, zu betrunken von den Versprechungen einer Zeit, die als neue Zeit angekündigt war. Den Kulturwandel, den die Deutsche Bank jetzt angekündigt hat, den hast Du in den Genen. Wenn s um Geld geht, Sparkasse. So hieß früher Deine Werbung. Heute kommt sie mir gar nicht wie eine Werbung vor, sondern wie ein Keuschheitsgelübde in Zeiten der Finanzakrobatik, dem sich die anderen anschließen sollten, bevor es zu spät ist. Wenn Du mich wieder in Deine Arme aufnehmen würdest, wäre ich Dir dankbar. Ich würde auch gern meine beiden Kinder mitbringen. Ich habe Ihnen erzählt, das es früher bei Dir zur Kontoeröffnung ein Sparschwein gab. Ich hoffe, ich habe nicht zu viel versprochen. Herzlichst Dein Handelsblatt Die Autoren: Elisabeth Atzler, Nicole Bastian, Diana Fröhlich, Peter Köhler, Robert Landgraf, Kerstin Leitel und Susanne Metzger. WERBUNG Mutiger, pointierter, witziger Klar, nüchtern, sachlich. Die Werbung für Finanzprodukte ist in der Regel so aufregend wie ein Glas Wasser ohne Kohlensäure. Die Sparkasse ist da anders, bunt und witzig, der Werbe-Cocktail der Bankenwelt. Ausgerechnet die Sparkasse, die mit ihren dörflichen Strukturen eigentlich als die Biederbank der kleinen Leute gilt. Doch genau dieses dröge Image spielt die Sparkasse aus und sammelt so Sympathien. Während die Deutsche Bank in blauen Lettern nüchtern Leistung aus Leidenschaft verspricht und die Commerzbank Gemeinsam mehr erreichen will, trillert die Sparkasse fröhlich Wenn s um Geld geht Sparkasse. Einige der preisgekrönten Sparkassen-Kampagnen kennt so gut wie jeder. Etwa den halbminütigen Werbespot von 1999, inzwischen ein Klassiker der Werbewelt: Zwei Geschäftsleute treffen sich im Luxuslokal. Nach kurzer Begrüßung folgt das Kräftemessen. Mein Haus, mein Auto, mein Boot, brüllt der eine und knallt die Fotos seiner Errungenschaften auf den Tisch. Nach einer Kunstpause kontert der zweite Anzugträger: Er schiebt neben Haus, Auto und Boot noch die Fotos von Riesenpool und Rennpferd rüber. Der Werbegag: Ausgerechnet der Dekadentere der beiden legt sein Geld bei der biederen Sparkasse an. Mit dem Spot nahm die Sparkasse das Höher, schneller, weiter in den Jahren des Internetbooms auf die Schippe. Das ist kein Zufall: Die Sparkassenwerbung versuche immer, auf den Zeitgeist zu reagieren, sagt Till Eckel, Geschäftsführer der Was vor dem Gesetz gilt, muss am Bankschalter noch lange nicht gelten: Während vor Ersterem bekanntlich alle gleich sind, werden vor Zweiterem feine Unterschiede gemacht. Arm, alt, verschuldet dann wird es schwierig mit dem Girokonto. Vor allem die privaten Geschäftsbanken hätten ihre Kunden am liebsten jung, gut verdienend und solvent. Intern haben sie dafür auch ein wenig schmeichelhaftes Wort gefunden: Schalterhygiene. Die Kundenhalle und damit die Bilanz soll von allem rein bleiben, was statt Profiten vor allem Probleme verspricht. Wer Bankenvertreter über Schalterhygiene reden hört, ahnt, wie wichtig die Sparkassen für Werbeagentur Jung von Matt in Berlin. Der 36-Jährige und seine 20 Mitarbeiter sind die Kreativen hinter den ausgefallenen Kampagnen. Seit 20 Jahren entwickelt Jung von Matt die Sparkassenwerbung. Das größte Pfund der Sparkassen ist die Nähe, die Menschlichkeit. Weil sie dafür steht, fühlen sich die meisten Menschen bei der Sparkasse viel wohler als in einer Filiale oder im abstrakten Onlineportal der Großbanken, sagt Eckel. Seit einem Jahr verantwortet er die Kampagnen. Um ebenjene Nähe und Menschlichkeit den Kunden aufzuzeigen, haben Eckel und sein Team in Werbespots die 08/15 -Bank geschaffen, ein Symbol für eine kalte Bankenwelt, in der Kunden nicht mehr sind als Kontonummern. Statt auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen, konzentrieren sich die Sparkassen-Konkurrenten lieber auf Äußerlichkeiten und bedrucken bunte Werbefähnchen so lautet die Botschaft. Die multimedialen Kampagnen der Sparkasse sorgen sogar international für Aufsehen. Bei der Kampagne Giro sucht Hero inszenierte die Sparkasse einen fiktiven Wettkampf zwischen den beiden Fernsehmoderatoren Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf. In ihrer Samstagabendshow kämpfen die beiden jungen Moderatoren in wahnwitzigen Aufgaben gegeneinander um den Sieg. Im Werbespot drehen sich ihre Aufgaben auf humorige Art um die Sparkasse und ihr Girokonto. Die Kampagne ist extra für das Internet entworfen und soll vor allem junge Zuschauer ansprechen. Am Ende einer jeden Aufgabe manchen Privatkunden sind. Wenn das auch auch das gehört zur Wahrheit nicht immer so war. Die Gleichung ist einfach: Wer keine Bank findet, die ihm ein Girokonto einrichtet, wird praktisch von der modernen Gesellschaft ausgeschlossen: Gehaltsempfang, Überweisungen alles unmöglich. Deswegen sollten die Banken eigentlich ein Konto für jedermann anbieten, eine abgespeckte Version des Girokontos, das dem Kunden die Möglichkeit zur Entgegennahme von Gutschriften, zu Ein- und Auszahlungen in bar sowie zur Teilnahme am Zahlungsverkehr gibt. Aber bis auf die Sparkassen und Volksbanken bietet kaum eine Bank ein solches Werbung aus dem Jahr 1999: Inzwischen ein Klassiker der Werbewelt. Aktueller Spot: Die 08/15 -Bank als Symbol der anonymen Großbanken. DAS JEDERMANN-KONTO Wo alle Kunden willkommen sind Produkt. Und selbst die Sparkassen mussten ein wenig gedrängt werden. Mittlerweile haben sie aber etwa 1,2 Millionen solcher Konten eingerichtet. Und die Zahl der Beschwerden über Sparkassen, die der ungeliebten Zielgruppe das Konto verweigern, sinkt kontinuierlich, bestätigen die Verbraucherzentralen. Hohe Kosten für den Staat wird der Zuschauer aufgefordert, abzustimmen, welcher der Moderatoren die Prüfungen besser gemeistert hat und als Belohnung einen Sparkassen-Werbevertrag erhalten soll. Fast Nutzer folgen der Kampagne auf dem Internetportal Facebook; sie alle sind damit auch zugänglich für Botschaften der Sparkasse rund ums Girokonto. Mit dieser Kampagne zählt die Sparkasse zu den weltweit zehn erfolgreichsten Facebook-Seiten aus dem Finanzbereich. Wegen ihrer Vernetzung von verschiedenen Medien und Kanälen hat die Kampagne unter anderem den Internationalist Award for Innovation in Media gewonnen sowie den Werbepreis Eurobest 2011 und den Preis des Media-Cristal-Festivals. Eigentlich könnten die Sparkassen noch 100 Jahre weiter das Lied auf dieselbe Art und Weise singen, und die Menschen würden zuhören. Doch darauf ruht man sich nicht aus, sagt Eckel. Die Sparkasse hat Mut und sucht immer neue, pointierte Wege. Bewundernswert. Massimo Bognanni Preisgekrönte Multimedia-Kampagne: Millionen Internetnutzer verfolgten, wie die Moderatoren Joko Winterscheidt (links) und Klaas Heufer-Umlauf um die Gunst der Sparkasse buhlten. Seitdem die Sparkassen mit gutem Beispiel vorangehen, sehen sich die privaten Geschäftsbanken allerdings erst recht aus ihrer Pflicht entlassen und geben sich reichlich Mühe, die unattraktive Kundschaft zu vergraulen. Erst in diesem Frühjahr mussten die Banken vor dem Finanzausschuss des Deutschen Bundestages zu dem Thema Rechenschaft ablegen. Die Politik wollte hören, wie weit die Selbstverpflichtung, in der die Bankenbranche vor Jahren ein Girokonto für jedermann zugesagt hatte, auch umgesetzt sei. So richtig, mussten die Vertreter der Privatbanken einräumen, seien sie wohl noch nicht vorangekommen. Dabei hat die Politik ein großes Interesse an dem Konto für jedermann: Allein die Bundesagentur für Arbeit zahlte im vergangenen Jahr 10,86 Millionen Euro Gebühren für Zahlungsanweisungen zur Verrechnung an Empfänger ohne Bankverbindung. Elisabeth Atzler, Kerstin Leitel

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