Can Courier 2/ Mobilität. Ball s Beverage Can Customer Magazine WIE WIR MOBIL BLEIBEN UND ETWAS FÜR DAS KLIMA TUN

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1 Can Courier Ball s Beverage Can Customer Magazine Mobilität WIE WIR MOBIL BLEIBEN UND ETWAS FÜR DAS KLIMA TUN 2/2014 1

2 /8 04 UpDATE Die Getränkedose gewinnt im VerpaCKungsmix 06 Messe-HigHLIgHT BaLL auf der BrauBeVIale 08 DIE WocHE der WELTMEISTER Zwei Millionen Dosen im SonderdesIGn 10 cut / 4 CARBON ein grosser SchrITT zum KLeinen FussaBDruck 14 permanent Material eine NEUE PRODUKTKATEGORIE 16 canspiration pur Fünf Minuten mit Johanna MerCIer 18 SocIAL TRADEMARK Der MensCH als Marke / COVER-STORY: NacHHALTIge MOBILITÄT Innovative Ansätze 26 DAS EffizIENz-pUzzLE unterwegs mit dem Customer TeCHnical SerVICe /20 31 NEWS Neues aus der WeLT der Dose 32 Der Geist der Gründer EenaCTus verbessert die Welt 34 In der dritten DIMENSION Wie ein 3-D-DruCKer bei InnovaTIonen hilft /34 Impressum Can Courier Herausgeber Ball Packaging Europe, Public Relations Georg-von-Boeselager-Straße 25 / Bonn, Germany. Telefon: , Fax: Verantw. Redakteurin Anneliese Bertelsmeier Realisation dn,media, Düsseldorf; Q-Haus31 creative direction Langenberg, Germany Druck Heider Druck GmbH, Bergisch Gladbach, Germany Photos André Walther, Christian Müller, Coca-Cola, DIS, EMS&P, Enactus, Fotolia, Frank Reinhold, Getty Images Illustration Karl Addison 2

3 Editorial Im dynamischen Geschäftsklima der heutigen Zeit flexibel und reaktionsfähig bleiben Liebe Leserin, lieber Leser, Die Märkte der heutigen Zeit sind gekennzeichnet durch ein sich ständig veränderndes Umfeld, voller neuer Herausforderungen und Möglichkeiten, die von einem Unternehmen, das wettbewerbsfähig bleiben möchte, schnelle und angemessene Reaktionen verlangen. Neue Technologien, Globalisierung, Konjunkturschwankungen und aufsichtsrechtliche Fragen sind nur einige der Themen, mit denen Unternehmen auf dem Weg ins Jahr 2015 und auch darüber hinaus zu kämpfen haben. Uns bei Ball ist bewusst, dass die Fähigkeit zur Anpassung nicht nur ein hohes Maß an Flexibilität, sondern auch eine Menge Kreativität erfordert. Wir konnten uns als eines der führenden Unternehmen der Verpackungsindustrie positionieren, weil wir dafür sorgen, dass wir ein Vorreiter des innovativen Denkens sind und bleiben. In dieser Ausgabe des Can Courier möchten wir unseren Lesern gerne einen Blick darauf gewähren, was Ball zu einem besonderen Unternehmen macht und wie unsere einzigartigen Merkmale uns von unseren Wettbewerbern abheben. Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf unseren 3-D-Prototyp-Drucker. Dieses innovative Gerät erschafft aus Plastik neue Teile und Produkte für Werkzeugmaschinen, die die Funktionalität ihrer teuren Pendants aus Metall übernehmen. Dadurch sparen wir Zeit und Geld und können weiterhin in ähnlich revolutionäre Technologien investieren, um unsere Arbeitsweise immer wieder aufs Neue in Frage zu stellen. Solche Investitionen gehen über die Welt der Maschinen hinaus und betreffen auch unsere Mitarbeiter das beste Beispiel hierfür ist unser Customer Technical Service (CTS). Auf der Grundlage der langjährigen speziellen Erfahrungen des Teams arbeiten diese Experten kontinuierlich an der Entwicklung neuer Wege zur Optimierung der Effizienz von Produktionslinien und zur Senkung der Gesamtbetriebskosten unserer Kunden. Professionalität mit Leidenschaft, Kenntnisse aus erster Hand und maßgeschneiderte Nutzererlebnisse zeigen den wahren Wert, den unser CTS-Team zum Serviceportfolio von Ball beiträgt. Auch wenn unser Geschäft in der B2B-Welt fest verankert ist, sind wir doch bekannt dafür, auch einmal einen Schritt aus unserer Komfortzone heraus zu wagen und uns Fragen zu stellen zum Beispiel, ob es Möglichkeiten gibt, mit dem Endverbraucher neue Wege zu gehen. Durch die Einführung von dosionair.com und canspiration.com konnten wir erfreulicherweise kundenorientierte Plattformen entwickeln, die den Liebhabern von Getränkedosen in aller Welt als kreativer Treffpunkt dienen. Diese Ausgabe unseres Can Courier stellt Ihnen Johanna Mercier vor, unsere New Media-Expertin die Person, auf die wir uns verlassen, wenn es darum geht, unsere Geschichten zum Leben zu erwecken. Sympathisch, zukunftsorientiert und inspirierend: wir freuen uns über diese Möglichkeit, die Freunde der Getränkedose in solch einzigartiger Weise einbeziehen zu können. Eine enge Verbindung zu unseren Kunden, zum Markt und schließlich zum Endverbraucher wir bei Ball reagieren nicht nur auf die Bedürfnisse dieser dynamischen Gruppen, wir ahnen diese im Voraus. Dafür stehen wir. Who We Are is in All We Do. Thomas Haensch vice President sales, Marketing & innovation, Ball Europe GmbH 3

4 Die Getränkedose gewinnt im Verpackungsmixup date on European Market Solider Aufschwung, optimistische Verbraucher Europa erlebte in der ersten Hälfte des Jahres 2014 einen Aufwärtstrend sowohl beim staatlich erzeugten Bruttosozialprodukt (GDP) als auch beim zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommen. Die Zuversicht der Verbraucher erreichte die höchsten Werte seit Der Aufwärtstrend belebte auch den Arbeitsmarkt; Experten sagten einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit voraus. Die Zuversicht der Verbraucher nahm weiter zu. Die Erwartungen der europäischen Getränkeindustrie spiegeln den leichten wirtschaftlichen Anstieg wieder, der von zahlreichen politischen und ökonomischen Unsicherheitsfaktoren begleitet wird. Vor allem die Ukraine-Krise und die heftigen Konflikte im Nahen und Mittleren Osten vergrößerten die Unsicherheit in der zweiten Jahreshälfte. Sämtliche Angaben auf dieser Seite sind daher Momentaufnahmen. 4 Erwartungshaltung in der Getränkeindustrie UK, Polen (optimistisch, outperforming ) Deutschland (unverändert, in line with market ) Frankreich (skeptisch, underperforming )

5 Die Getränkedose gewinnt im Verpackungsmix Im Vergleich zu anderen Verpackungsarten zeigte sich die Getränkedose als sehr robust. Der Dosenanteil am Gesamtkonsum ist in den Segmenten Bier (etwa 25 Prozent) und Energy Drinks (rund 66 Prozent) nach wie vor stark, bei leicht steigender Tendenz. KOHLENSÄUREHALTIge Erfrischungsgetränke (CSD): Stabiles Westeuropa Der Markt für kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke in Europa stabilisierte sich auf einem hohen Niveau. Großbritannien hält sein hohes Niveau, Frankreich legt um 2,4 Prozent zu. Die Vorhersage für 2014: Westeuropa -0,3 Prozent Osteuropa -1 Prozent Gesamt: -0,5 Prozent Energy Drinks: Boom der Munter-Macher Die Energy Drinks legten in Europa insgesamt um 6,5 Prozent zu nach einem Plus von 7,4 Prozent in der Periode zuvor. Sie übertrafen beim Wachstum sämtliche anderen Getränkekategorien mit einem deutlichen Abstand. Die Vorhersage für 2014: Westeuropa 5,7 Prozent Osteuropa 9 Prozent Gesamt: 6,5 Prozent Bier: Die GroSSen geben Menge ab, Craft Beer gewinnt Insgesamt nahmen die Mengenverluste im Biermarkt ab. Hierzu trugen vor allem westeuropäische Länder wie Großbritannien (-0,2 Prozent), Frankreich (0,8 Prozent) und Deutschland (-1,7 Prozent) bei. Die Vorhersage für 2014: Westeuropa 0,5 Prozent Osteuropa -2,8 Prozent Gesamt: -1,6 Prozent 5

6 Willkommen in der Welt der Dosen: Ball Packaging Europe zeigt Bandbreite an Getränkeverpackungen und verfügbaren Services auf der BrauBeviale Der 150 m 2 grosse Stand des Getränkedosenherstellers Ball Packaging Europe auf der diesjährigen Braubeviale ist ein echtes Dosenuniversum. Besucher am Stand 111 in Halle 4 können die grosse Vielfalt an Getränkedosen entdecken und deren Vorzüge direkt mit Ball-Experten besprechen. Dazu erfahren sie auch alles über Balls umfassende Services, die dafür sorgen, dass sich jede Getränkedose auf dem Markt behauptet. Ob Aluminium oder Stahl, Slim- oder Sleek-Format, Standard oder gewichtsreduziert: Die Vielfalt an Getränkedosen ist überwältigend. Wer den Durchblick behalten möchte, kommt zu Ball an den Stand und findet dort auf einen Blick den richtigen Experten, der passende Optionen für die speziellen Bedürfnisse einer Marke kennt. Dabei hilft eine auffällige Sales- Wand mit Video-Ausschnitten von Balls Vertriebsteam. Unter den vielen ausgestellten Dosen sticht die Fluorescent Plus-Dose mit ihrem kräftigen gelben Design heraus. Ihren beeindruckenden Effekt verdankt sie speziellen Farbpigmenten. Egal ob in der Bar, im Club, unter UV-Licht oder bei Disco-Beleuchtung die Dosen mit der farbenprächtigen fluoreszierenden Veredelung steigern die Sichtbarkeit von Marken und stechen immer aus der Menge heraus. Mit seiner energiegeladenen Farbe eignet sich dieser Veredelungseffekt perfekt als Designelement für Special Editions in Clubs, Restaurants und Bars. Besucher mit besonderem Beratungsbedarf können die neue Broschüre von Balls Customer Technical Service (CTS) mitnehmen. Sie bietet einen praktischen Überblick über die wichtigsten Services des CTS-Teams und auch lange nach der BrauBeviale einen Kontaktpunkt zu Ball november 2014 Nürnberg / germany Halle 4 / Stand 111 6

7 Innovation HIGh LIGHT Neue Dosen mit einem fluoreszierenden Finish erzeugen Aufmerksamkeit 7

8 die woche der weltmeister Ein Titel, zwei Millionen Dosen im Sonderdesign: Auf einmal liegt der Ball in unserer Spielhälfte Das Telefon von Daniel Etchemendy klingelt am Vormittag des 9. Juli. Etchemendy ist der Sales Manager Germany West bei Ball Packaging Europe. Am anderen Ende: der Zentraleinkauf von Coca-Cola: Ist es möglich im Fall der Fälle eine Weltmeister-Dose kurzfristig zu produzieren? Es sind noch vier Tage bis zum Finale der Fußball-WM in Brasilien. Die Herausforderung für Ball und Coke sieht so aus: Falls das deutsche Team gewinnt, bestellt Coca-Cola zwei Millionen Dosen, im WM-Sonderdesign mit den Vornamen der Weltmeister. Ball soll sie innerhalb von 24 Stunden in seinem 8

9 Werk im rheinland-pfälzischen Weißenthurm produzieren und ausliefern. Im 180 Kilometer entfernten Dorsten will Coca-Cola die Sammlerobjekte in der Rekordzeit von 36 Stunden befüllen. Anpfiff im Handel: der Beginn der KW 30, nur eine Woche nach dem Finale. Am Donnerstag, 10. Juli, stellt Daniel Etchemendy sein WM- Team zusammen: Christina Häring und ihre Graphics-Kollegen zaubern den WM-Glanz auf die Dose. Werner Rehfisch aus dem Dosenwerk Weißenthurm kümmert sich um den reibungslosen Ablauf der Produktion. Und Holger Bless, Gudrun Raab und Thomas Equit von Supply Demand bringen die Dosen sicher zum Kunden. Freitag 11. Juli 2014, mittags: Die WM-Challenge steht. Planer Achim Ihrlich hat den Daumen gehoben. Coca-Cola bekommt die verbindliche Zusage. Nur in Brasilien regnet es. Der Endspieltag Sonntag, 13. Juli 2014: In der 113. Minute stoppt Mario Götze eine Flanke von André Schürrle mit der Brust und schießt volley: TOR! in der Verlängerung. Der Titel, der Pokal, der vierte Stern auf dem Trikot und der Produktionsstart sind da. Das Projekt Weltmeister-Dose beginnt. Montag, 14. Juli: Natürlich haben alle gefeiert. Dennoch kommt das Design vom Kunden Coca-Cola auf die Minute pünktlich. Nun liegt der Ball in der Hälfte von Ball Packaging Europe. Sobald in Weißenthurm die ersten Paletten mit den WM-Dosen fertig sind, werden sie verladen und nach Dorsten gefahren. Es geht LKW-Zug um LKW-Zug. Produktion und Auslieferung arbeiten zusammen wie ein Uhrwerk. Donnerstag, 17. Juli: In Dorsten starten die Anfüllanlagen. Im Dreischicht-Betrieb werden die Mitarbeiter arbeiten, um ihr Ziel zu erreichen. Motiviert werden muss dennoch niemand. FIFA Weltmeister 2014, das sind wir alle steht auf den 33-cl-Dosen. Freitag 18. Juli: Die Auslieferung an den Handel beginnt. Der Verkauf im Handel, in Getränkemärkten und Tankstellen beginnt noch am selben Wochenende. Zusammen mit dem Kunden Coca-Cola: geschafft! 9

10 sustainability Ein grosser Schritt zum kleinen FuSSabdruck Bis 2020 will Ball den CO 2 -FuSSabdruck der Dose um 25 Prozent senken. Ball hat sich als erster DOSENhersteller der Welt auf solch ein konkretes Ziel verpflichtet. cut /4 10

11 carbon 11

12 D Die Initiative heißt Cut/4 CArboN. Sie erfordert eine Kraftanstrengung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung über die Verarbeitung bis hin zur Wiederverwertung. Balls Cut/4 CArboN Initiative reduziert die mit den Produkten verbundenen Treibhausgasemissionen und zahlt damit unmittelbar ein auf die Klimaziele unserer Kunden. Indem wir uns öffentlich zu dem Ziel einer 25-prozentigen Reduktion bekennen und uns aktiv um eine externe Überprüfung unserer primären Emissionen (scope 1 und scope 2) bemühen, garantieren wir die Zuverlässigkeit und Transparenz all unserer Aktivitäten, die mit Cut/4 CArboN verbunden sind. Produktinnovationen, eine verbesserte Effizienz in der Produktion und eine Zusammenarbeit mit unseren industriellen Partnern machen den Kern unserer Initiative aus. Wir sind der erste Dosenhersteller überhaupt, der ein Ziel zur Reduktion des produktgetriebenen CO 2 -Fußabdrucks entwickelt und publiziert hat. Damit haben wir Ball einmal mehr als Vorreiter für Nachhaltigkeit in der Verpackungsindustrie positioniert. Dieses verdeutlicht unser Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung und bringt uns in eine Linie mit den ebenfalls sehr ambitionierten Zielen zur Reduktion des Carbon Footprints unserer Kunden, sagt Björn Kulmann, Director Sustainability, Ball Corporation. Ein Programm mit zwei Ansätzen Hinter dem Gesamtziel von Cut/4 CArboN stehen zwei Ansätze: Ball selbst hat sich dazu verpflichtet, den ökologischen Fußabdruck der am weitesten verbreiteten Getränkedosenformate um 10 Prozent pro Region zu senken. Dies soll in einem Zeitfenster erreicht werden, das von 2010 bis 2020 reicht. Kulmann erläutert: Hierbei handelt es sich um Maßnahmen, die wir bei Ball unmittelbar beeinflussen und über die wir selber entscheiden können. Das Lightweighting, die ständige Reduktion des 12

13 Materialeinsatzes in der Dosenproduktion, zum Beispiel. Oder die strikte Kontrolle und Optimierung beim Einsatz von Strom und Gas in allen Ball-Werken. Hier wird ständig überprüft, wie durch den Einsatz moderner Technik die Verbräuche und damit auch die Emissionen reduziert werden können. Dabei verwandeln sich gestandene Ingenieure in Energie-Detektive, die tief im Inneren der Anlagen mittlerweile unrentabel arbeitende Pumpen, Heizsysteme, Druckluftkompressoren und Kühlanlagen ausfindig machen und durch moderne Geräte ersetzen sowie bestehende Prozesse verbessern. Schritt für Schritt senkt das den Energieverbrauch der Werke und damit ihren Ausstoß an Treibhausgasen. zusätzlich werden wir zusammen mit unseren Industrie- Partnern, den Rohstofflieferanten ebenso wie unseren Kunden aus der Getränkeindustrie, alles tun, um weitere Verbesserungen zu erreichen. Gemeinsam arbeiten wir daran, den Energieaufwand bei der Aluminiumherstellung zu senken. Und ebenfalls im Verbund mit anderen unterstützt Ball Initiativen, die den Recyclinganteil aller im Markt befindlichen Getränkedosen deutlich erhöhen. Die Initiative Every Can Counts gibt es mittlerweile in sieben europäischen Ländern. Dadurch konnte der europäische Wert fürs Dosenrecycling immerhin schon auf 73 von 100 Dosen gesteigert werden. Das Engagement der Verbraucher ist wichtig, weil sich das Aluminium und das Eisen, aus dem Getränkedosen gemacht sind, unendlich oft und ohne Wertverlust recyceln lassen. Beide Ansätze zusammen werden zu dem Hauptziel von Cut/4 CArboN führen: bis zum Jahr 2020 den Carbon Footprint unserer Getränkedosen um 25 Prozent gegenüber 2010 zu senken. Wenn weiter alle so an einem Strang ziehen wie bisher, da ist sich Björn Kulmann sicher, wird Ball sein Klima-Ziel für 2020 erreichen. Bei Cut/4 CArboN geht es um einen großen Schritt hin zu einem kleinen CO 2 -Fußabdruck. Was ist das, ein CO 2 -FuSSabdruck? Der CO 2 -Fußabdruck (Carbon Footprint) beschreibt die Summe aller Treibhausgas-Emissionen während des gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Der CO 2 -Fußabdruck ist eine Maßzahl für den Einfluss dieses Produkts und seines Gebrauchs auf das Klima. Mit Lebenszyklus sind alle Stufen entlang der Wertschöpfungskette beschrieben von der Herstellung bis zur Verwertung. LINK 13

14 Einzelne Produkte haben eine bestimmte Lebensdauer. Das Metall, aus dem sie gemacht sind, aber nicht. Deshalb plädiert die Industrie für eine neue, dritte Material-Kategorie: Permanent Material Eine neue Produktkategorie Diese neue Material-Kategorie ist so viel mehr als bloße Wortklauberei, weiß Nachhaltigkeits-Managerin Johanna Klewitz von Ball Packaging Europe: Im Kern geht es dabei um die Erkenntnis, dass Metalle immer nur ge-, aber niemals verbraucht werden können. Die aus Aluminium oder Stahl gefertigten Produkte sind irgendwann am Ende ihres Lebenszyklus (der Produktanwendung) angekommen und werden dann ausrangiert. Das Metall, aus dem sie gemacht sind, aber verschwindet nicht. Deshalb soll Permanent Material als eine eigene Rohstoffklasse zwischen den nachwachsenden Rohstoffen ( renewables ) und den sich stetig verbrauchenden Ressourcen ( non-renewables ) eingefügt werden. Am Beispiel des Aluminiums wird der Grund dafür besonders deutlich: Das Bauxit-Erz, aus dem neues Aluminium gewonnen werden kann, wird in eigenen Minen abgebaut. Es ist ein endlicher Rohstoff, dessen Reservoir eines Tages zu Ende gehen wird. Verlieren wir aber damit auch zwingend die Möglichkeit, auf solche aus diesem Rohstoff hergestellten Materialien oder Produkte zugreifen zu können? Die neue Erkenntnis zu dieser Frage ist definitiv NEIN! Im Gegensatz zu anderen Nicht Erneuerbaren Materialien bleibt das Metall als Ausgangsstoff für alle erdenklichen Produkte aus Metall nämlich erhalten. Das aus Metall gewonnene Aluminium kann deshalb immer wieder in den Herstellungsprozess zurückgeführt und ohne Qualitätsverlust für neue Produkte verwendet werden. Dabei überzeugt auch die Energiebilanz: Durch das Recycling von Getränkedosen werden bis zu 95 Prozent jener Energie eingespart, die zur Erzeugung neuen Ausgangsmaterials aus Erz benötigt werden würde. Dementsprechend sinken auch die Emissionen des Klimagases CO 2. Auf diese häufig außer Acht gelassenen Zusammenhänge weisen Ingenieure mit Nachdruck hin. Diese neuen Zusammenhänge in der ökologischen Materialbeurteilung hat das Europäische Parlament bereits im Jahr 2012 anerkannt und schlägt die Einführung der neuen Kategorie Permanent Material vor. Da auch die Industrie ein hohes Interesse daran hat, war Permanent Material ein Schwerpunktthema auf der Fachmesse Interpack in Düsseldorf. Wissenschaftler legten verfeinerte Energiebilanzen vor. Namhafte Vertreter von Handel und Herstellern sprachen sich ebenfalls für diesen Schritt hin zum Permanent Material aus. Denn neben den bekannten Vorteilen, wie dem bestmöglichen Schutz des Produktes vor Sauerstoff und Licht, sind Getränkedosen aus Aluminium oder Stahl unzerbrechlich, stapelbar, leicht, schnell zu kühlen und vollständig und verlustfrei in den Materialkreislauf zurückzuführen. Allein die Menge, aber auch die Qualität der Pluspunkte überzeugt immer mehr Menschen. Dies bleibt auch nicht Theorie, sondern wird in ganz Europa völlig selbstverständliche Praxis, denn Ball fördert eine Reihe von Recycling-Initiativen. Die Gesamtheit aller herausragenden Eigenschaften permanenter Materialien liefert starke Argumente für den Einsatz von Getränkedosen. 14

15 sustainability 9 Millionen Getränkedosen werden weltweit pro Stunde recycelt. 95% der zur Herstellung aus Erz notwendigen Energie werden durch Recycling von Aluminium eingespart. Bei Eisen liegt der Wert etwas darunter. (Quelle: EMPAC) 73% aller Getränkedosen in Europa wurden 2011 recycelt. Das ist die aktuellste Zahl. 15

16 16 Canspiration pur

17 Fünf Minuten mit Johanna Mercier Ein Büro in Bonn. Hier arbeitet Johanna Mercier, Manager New Media bei Ball Packaging Europe. Woran? Das werden wir in den nächsten fünf Minuten herausfinden. Herein! Hallo Johanna, was aus Deinem Computer kommt, klingt schwer nach Heavy Rock. Machst Du gerade Pause? (Johanna lacht). Nein, ich arbeite gerade an Dirty like Eddie or proper like Bob, einem Blog für unseren Kunden Rockstar Energy. Die wichtigste Botschaft ist: Jeder kann ein Rockstar sein auch Du... Oh nein, ich bestimmt nicht. Wenn ich E-Gitarre spiele, laufen alle Katzen weg. Aber noch fehlt mir der Zusammenhang... In diesem Blog dreht sich alles um das größte Rockkonzert in Deutschland: Rock am Ring am Nürburgring. Das geht vier Tage lang. Auf acht Bühnen spielen 100 Bands und über Menschen kommen, um ein verlängertes Wochenende lang puren Rock n Roll zu feiern. Mit Dirty like Eddie or proper like Bob wollen wir die Dosen- Community animieren, sich selbst wie ein Rockstar zu fühlen und uns mitzuteilen, was alles dazugehört. Das Ganze steht auf canspiration.com... Genau. An dieser Plattform im Internet arbeite ich gerade, und arbeite ich eigentlich jeden Tag. Mit ihrer Hilfe wollen wir unsere Kunden und Konsumenten inspirieren: Wie sehen die Verbraucher die Dose? Wie kann die Dose Musik- oder Sportevents bereichern? Welche Vorteile bietet die Dose meinem Unternehmen, wie kann ich die Dose optimal nutzen? Rund um (deutsch: ist eine ständig wachsende Community entstanden, die sehr kreativ ist und aus der heraus ständig neue Ideen kommen. Zum Beispiel? Neulich hat eine Gruppe Studenten vorgeschlagen, unsere Impact-Bottle für Wein einzusetzen. Unter anderem, weil sie sehr hipp aussieht und gerade von den Jüngeren als neu und anders gesehen wird. Mehrere große Weinhersteller und -abfüller fanden das Konzept sehr interessant. Über Facebook, Twitter, YouTube und Pinterest sorge ich dafür, dass solche Ideen täglich bekannter werden. Du tust also nichts anderes, als den ganzen Tag im Netz zu surfen... Genau das ist eines der größten Vorurteile, mit denen ich immer wieder zu kämpfen habe: Dass ich nur auf Facebook surfe und mein Job ein Ponyhof ist. Falsch. Hinter dem, was auf dem Bildschirm erscheint, steckt viel strategische Arbeit: Was ist meine Zielgruppe? Was ist meine Botschaft? Welcher Kanal eignet sich, um die Zielgruppe zu erreichen und meine Botschaft hinaus zu senden, und was ist mein Timing? Dazu muss man eine hohe Flexibilität an den Tag legen in der Welt der neuen Medien ändert sich im Minutentakt etwas es gibt viele neue Entwicklungen und Innovationen, die ich alle im Blick behalten muss. Und weil die User sofort eine Antwort auf ihre Hinweise und Kommentare erwarten, ist dies ein 24/7 Job. Tun wir mal einen Moment lang so, als wären mir das Internet und die Social-Media-Kanäle bisher völlig egal. Wie überzeugst Du mich vom Gegenteil? Das wird bei Ball, aber auch bei unseren Kunden immer seltener. Aber es kommt natürlich vor. Solchen Kritikern zeige ich unsere Fotoseiten bei Pinterest. Allein dort gewinnt man innerhalb von Sekunden anhand von vielen Bildern einen einzigartigen Überblick über die Möglichkeiten der Dose. Und über all die kreativen Dinge, die sich Verbraucher rund um die Dose einfallen lassen. Das hat bislang jeden Netz-Skeptiker überzeugt. Na dann: Let s Rock n Roll. Viel Erfolg, Johanna. KONTAKT LINKS 17

18 Ein Social Trademark macht Menschen zu Marken und Experten zu Top-Treffern im Netz. DAVON profitieren die Einzelnen und ihre Arbeitgeber. Eine klassische Win-Win-Situation. Der Mensch als Marke 18

19 innovation Authentisch, ohne Schnörkel und vor allem sachkundig: So muss eine Kommunikation sein, die eine Community überzeugt. Und zusammenhält. Dabei vertrauen die allermeisten Follower in sozialen Netzwerken lieber Menschen als Institutionen. Für Unternehmen bedeutet das: Unterstützen sie ihre Experten dabei, aus sich eine Social Trademark zu machen! Zugegeben, dieser Begriff muss erklärt und mit Inhalten gefüllt werden. Er stammt von Ibo Evsan, einem Unternehmensgründer der digitalen Welt aus Köln. Seine These lautet: Wer auf einem Gebiet ein Experte ist, muss sich der eigenen digitalen Existenz auf den Social-Media- Plattformen bewusst werden. Dabei steigert es den Einfluss und damit auch den Erfolg in Communitys enorm, wenn diese Menschen ihr Leben in sozialen Netzwerken und ihre Wahrnehmung dort bewusst steuern. Eben dabei hilft das Konzept, sich selbst wie eine Marke zu betrachten, eine Social Trademark zu kreieren. Zwar war es nie zuvor so einfach, auf Facebook, auf Twitter oder auf Google plus aktiv zu sein; einen eigenen Blog zu schreiben kurz: im Netz präsent zu sein. Aber eben deshalb sollten Experten ihre eigene Marke mit Bedacht aufbauen, rät Ibo Evsan: Es reicht nicht, sich auf eine Social-Media-Plattform zu konzentrieren. Denn derzeit weiß niemand, welche sich auf Dauer am Markt behaupten wird. Er empfiehlt deshalb, wenigstens mit einem eigenen Blog, in Facebook, Twitter und Google+ vertreten zu sein. Gleichzeitig! Die gelungene Präsentation Und dies auch noch aus einem weiteren, sehr wichtigen Grund: Um bei der Suche nach einem Thema zuverlässig auf der ersten Seite der Suchmaschinen als Treffer zu erscheinen, müssen die Algorithmen der Suchmaschinen mit in sich konsistenten, relevanten und stringenten Informationen begeistert werden. Das erfordert eine Präsenz auf möglichst vielen Plattformen und in möglichst vielen Communitys. Erst dann entfaltet ein Social Trademark seine Wirkung. Einen guten Anfang hat dabei gemacht, wer möglichst viele Fans und Follower gewinnt. Denn deren Zahl ist in sozialen Netzwerken das Maß aller Dinge. Daneben zählt aber auch die Qualität des virtuellen Auditoriums. Die Gretchenfrage lautet: Sind auch die wirklich wichtigen Meinungsbildner zu einem Thema versammelt? Um diese Frage beantworten zu können, muss man diese Gruppe erst einmal kennen. Und dann auf sich aufmerksam machen. Zum Beispiel mit Online-Konferenzen oder Webinars, mit Video-, Audio- oder Textblogs. Bei dem hierfür notwendigen Zeitaufwand sollten Unternehmen den Experten aus ihren eigenen Reihen helfen. Denn sie profitieren in Online-Communitys enorm davon, wenn jeweils ihre Experten die aktuellen Diskussionen prägen. Ibo Evsan schätzt den Arbeitsaufwand für eine permanente, glaubwürdige Social-Media-Präsenz auf zwei bis vier Stunden pro Tag. Win-Win-Situation Für die Kommunikationsabteilungen moderner Unternehmen tut sich hier ein neues Betätigungsfeld auf: Experten in ihren Unternehmensbereichen sowie den Finanzen, der HR und der IT müssen identifiziert, für den Aufbau einer Social Trademark begeistert und dabei unterstützt werden. Gemeinsam entsteht Stück für Stück eine authentische, auf die Person bezogene Internetpräsenz. Beim Aufbau von Reputation im Netz und von Communitys kann man sich auch von Dienstleistern unterstützen lassen. Denn der Vordenker für die Idee der Social Trademark, für den Aufbau von kompetenter Internetpräsenz, Ibo Evsan, hat sein nächstes Unternehmen gegründet und bietet Managern und Wissenschaftlern ein Rundum-Paket an. Mit einem Dashboard zur Steuerung der Social-Media- Aktivitäten und einer Computer-Concierge aus Fleisch und Blut, die beim Aufbau eines Social Trademarks behilflich ist. 19

20 Eine bessere Zukunft für Mob Cover-Story 20

21 ilität Wenn engagierte Interessengruppen zusammenarbeiten, lässt sich viel bewegen. Das zeigt als gutes Beispiel die Ozonschicht. Nach einer gemeinsamen Anstrengung von Unternehmen, Privatinitiativen und Regierungen schliesst sich das lange Zeit gefürchtete Ozonloch und wird innerhalb der kommenden Jahre ganz verschwinden. Ein grosser, weltweiter Erfolg. Nun fällt der Blick auf das Thema Nachhaltige Mobilität. Es ist wichtig, dass die Gesellschaft mobil bleibt und dabei das Klima so wenig wie möglich belastet. Das erfordert clevere Lösungen. 21

22 Die Städte wachsen, denn immer mehr Menschen lieben es, in Städten zu leben und zu arbeiten. Dabei möchten sie mobil bleiben, um die vielen Angebote ihrer Stadt bestmöglich nutzen zu können. Außerdem müssen sie mit Waren und Lebensmitteln versorgt werden. Deshalb gibt es unter der Überschrift Nachhaltige Mobi lität einen Zusammenschluss zahlreicher Experten wie Städteplanern, Verkehrswissenschaftlern, Ingenieuren und Klimaforschern. Sie stehen vor einer Herausforderung: Der Kraftfahrzeugverkehr in seiner heutigen Art gilt als eine der Hauptursachen für die Klimaerwärmung. Während das Kohlendioxid in anderen Bereichen seit 1990 rückläufig ist, steigen die durch den Verkehr verursachten CO ² -Emissionen an. Das betrifft vor allem die Schwellen- und die Industrieländer. Ein Fünftel der in Deutschland ausgestoßenen Kohlendioxide geht auf das Konto des Verkehrs. Daran muss sich etwas ändern. Es gilt, weiterhin mobil zu sein, aber mit einem deutlich kleineren CO ² -Fußabdruck. Dafür haben die Wissenschaftler bereits erste smarte Lösungen gefunden. Wie können Verkehrsströme in Megastädten beherrscht werden? Eine erste Antwort gibt die Automobilindustrie selbst. Sie arbeitet mit Hochdruck an Fahrzeugen, die im Betrieb keine Emissionen mehr ausstoßen. Noch gehen die Meinungen darüber auseinander, ob in Akkus gespeicherter Strom oder umweltneutral hergestellter Wasserstoff das Zero-Emission- Vehicle, das Auto ohne eigene Abgase, antreiben werden. Die Ära des Verbrennungsmotors aber nähert sich dem Ende. Barb Samardzich, Vice President of Product Development bei Ford Europa, brachte in der britischen Zeitung Guardian bei einer Diskussion über die künftige Mobilität einen weiteren Gedanken ein. Ihrer Vision folgend sind künftige Autos nicht einfach bloß fahrbare Untersätze, sondern ständig miteinander kommunizierende Einheiten. Miteinander vernetzt, werden sie sich laut Samardzich gegenseitig darüber informieren, wo in diesem Moment ein Weiterkommen schwierig oder aber der nächste Parkplatz frei ist. Halb im Scherz sagte Samardzich: Wenn einem das eigene Auto rät, doch in die U-Bahn umzusteigen, haben wir die Fahrzeug- mit der Computer- und mobilen Kommunikationstechnik bestmöglich vernetzt. Den Ball nehmen Zukunftsexperten außerhalb der Automobilindustrie nur allzu gerne auf. Wenn das Smart Car, das komplett vernetzte Auto, zu solch einem Berater werden soll, müssten vor allem drei Alternativen zum persönlichen Automobil ausgebaut werden: > das Car-Sharing > Der öffentliche Personennahverkehr > das Radwegenetz Vernetzte Autos werden zu Verkehrsberatern 22

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