Bestimmungsfaktoren des Konsumentenverhaltens

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Bestimmungsfaktoren des Konsumentenverhaltens"

Transkript

1 Der,,denkfaule Konsument Welche Aspekte bestimmen das Käuferverhalten? Ein Ausblick auf passives Informationsverhalten, Involvement und Auswirkungen auf Werbemaßnahmen Bestimmungsfaktoren des Konsumentenverhaltens Aktivierung Emotionen Motivation Einstellungen und Werte Persönlichkeit und soziale Bestimmungsfaktoren (Kultur, gesellschaftl. Normen, soziale Schicht, Familie etc.)

2 Aktivierung,,Die Aktivierung stellt die Grunddimension aller Antriebsprozesse dar, versorgt den Organismus mit Energie und versetzt ihn in einen Zustand der Leistungsfähigkeit und bereitschaft (Foscht,Swoboda, 2005) Emotionen Emotionen sind Erregungszustände, die angenehm oder unangenehm empfunden werden (z.b. Glück, Freude, Angst) und mehr oder weniger bewusst sind. Sie ergeben sich aus einer Aktivierung und einer Interpretation (Foscht, Swoboda, 2005).

3 Motivation Motivationen bzw. Motive sind die psychische Antriebskraft, die das menschliche Handeln mit Energie versorgen und auf ein Ziel ausrichten (aktivierende Motive). Sie ergibt sich aus Emotionen und aus einer (kognitiven) Handlungsorientierung. Ein Motiv (Bedürfnis) kann auch als wahrgenommener Mangelzustand bezeichnet werden, der die Veranlassung umfasst, nach Möglichkeiten zu suchen, diesen zu beseitigen (Foscht, Swoboda, 2005). Einstellungen Wahrgenommene Eignung eines Gegenstandes zur Befriedigung von Motiven (Bedürfnissen) Sie umfasst sowohl die Motivation als auch die (kognitive) Gegenstandsbeurteilung (Foscht, Swoboda, 2005) Innere Bereitschaft eines Individuums, auf bestimmte Stimuli der Umwelt konsistent positiv oder negativ zu reagieren Der Begriff,,Image wird deckungsgleich mit dem Einstellungsbegriff angesehen (Meffert, 2000)

4 Werte Werte werden als eine Auffassung von Wünschenswertem dargestellt Sie werden auch als,,über-einstellungen bezeichnet und sind dauerhafter als Einstellungen Zu den Werten zählen sowohl individuelle Werte als auch Lebensstile Wie funktioniert der menschliche Informationsverarbeitungsprozess?

5 ,,Um den menschlichen Informationsverarbeitungsprozess zu verstehen, empfiehlt es sich, diesen mit der Arbeitsweise eines Computers zu vergleichen. Bevor dieser ein Ergebnis liefert, nimmt er beispielsweise Informationen über die Tastatur auf (Input), die er dann mit Hilfe eines Programms verarbeitet. Dazu werden Informationen aus dem Speicher benötigt, um zu einem Ergebnis (Output) zu kommen. Ähnlich verhält es sich mit der menschlichen Informationsverarbeitung (Florack, Scarabis, 2005). Kognitionen Vorgänge oder Prozesse, durch die das Individuum sich selbst und seine Umwelt erkennt Es sind geistige Proezesse, die in erster Linie Informationen transformieren (verarbeiten) (vgl. Zimbardo, Gerrig, 1996).

6 Informationsverarbeitungsprozess Informationsaufnahme Informationsverarbeitung Informationsspeicherung Informationsaufnahme Wahrnehmung Umfasst den Prozess der Aufnahme und Selektion von Informationen sowie deren Organisation und Interpretation durch das Individuum Ein Reiz bzw. eine Information muss als Stimuli die Gedächtnisleistung aktiviert haben Informationsaufnahme nach Kroeber-Riel, Weinberg (2003): Interne und externe Informationsaufnahme Aktive und Passive Informationsaufnahme

7 Passive Informationsaufnahme Erfolgt meist zufällig oder ohne Absicht Unbewusste Informationsaufnahme, zum Beispiel auch durch gewohnheitsmäßiges oder automatisches Reagieren auf bestimmte Reizeigenschaften Konsumenten suchen häufig vor der Kaufentscheidung kaum oder gar keine Informationen Informationsspeicherung Mehrspeichermodell der kognitiven Psychologie (Kroeber-Riel, Weinberg, 2003): - Sensorischer Informationsspeicher oder Ultrakurzspeicher - Kurzzeitspeicher - Langzeitspeicher

8 Sensorischer Informationsspeicher (Ultrakurzspeicher) Sinneseindrücke werden kurzzeitig gespeichert, d.h. die vom Auge aufgenommenen Informationen (Reiz) werden für kurze Zeit passiv festgehalten und mit anderen Reizkonstellationen kombiniert und zu einem Ganzen zusammengesetzt. Kurzzeitspeicher Nur ein Teil der gewonnen Reize aus dem sensorischen Speicher werden aufgenommen und in Informationen umgewandelt Die Auswahl hängt vom Aktivierungspotential der Reize ab Während der Umwandelung werden auf bereits vorhandene Informationen im Langzeitspeicher zurückgegriffen

9 Langzeitspeicher Die verarbeiteten Informationen aus dem Kurzzeitspeicher werden langfristig gespeichert Gedächtnis des Menschen, in dem sich Erfahrungen, Emotionen, Wissen etc. eines Individuums als Gesamtwissen über die Welt und sich selbst manifestieren Informationsverarbeitung Umfasst die Vorgänge des Wahrnehmens, Denkens und des Entscheidens Die durch eine Werbeanzeige ausgelösten Sinneseindrücke, bzw. Reize, werden kurz im sensorischen Speicher festgehalten. Ein Teil dieser gewonnenen Eindrücke o. Informationen gelangen in den Kurzzeitspeicher, wo sie bearbeitet und mit den Erfahrungen und Informationen in Verbindung gebracht werden, die sich im Langzeitspeicher befinden Es werden nur Reize gewonnen, die eine besondere Aufmerksamkeit erzielt haben

10 Je mehr ein Konsument in eine Thematik involviert ist, desto mehr Aufmerksamkeit besitzt er, desto mehr Informationen kann er sich merken. Nur was passiert, wenn sich ein Konsument durch ein geringes Interesse auszeichnet? Involvement Die Aufmerksamkeit bzw. Aktivierung wird in hohem Maß vom Involvement einer Personen gegenüber einem Produkt oder einer Dienstleistung beeinflusst. Ich-Beteiligung, Engagement oder Interesse einer Person gegenüber einem Sachverhalt, einem Objekt etc. Unterteilung in High- und Low-Involvement

11 Low-Involvement Stärke des Involvements wirkt sich auf die Informationsaufnahme und verarbeitung aus Low-Involvement-Kunden sind Informationen eher passiv ausgesetzt Sie zeichnen sich durch eine geringe Ich- Beteiligung, schwache Aufmerksamkeit und geringe Aktivierung aus Eingeschränkte, kognitiv weniger bewusst gesteuerte Informationsaufnahme Geringes Interesse Begrenzter Entscheidungsprozess beim Kauf Der Kontakt zur Werbung geschieht eher zufällig Marketingmaßnahmen bei Low- Involvement-Kunden Werbung muss aktivierend auf den Kunden wirken Häufig non-verbale Informationen wie Bilder Argumentation der Werbetreibenden ist oft emotional ausgerichtet Inhalt der Werbebotschaft kurz und prägnant Häufige Präsentation Interaktion mit der POS-Werbung

12 Einfluss von Involvement auf Werbeträger Geringes Interesse der Rezipienten Sie stehen Werbung gesättigt gegenüber Das,,informationsärmere Fernsehen ist für die Low-Involvement-Kommunikation besonders geeignet Passivität muss umgangen werden Werbung muss aktivierend wirken Produktentscheidung Unbewusstes Käuferverhalten

13 Unbewusstes Käuferverhalten Die Produktentscheidung ist an verschiedene Stimuli gebunden Dijksterhuis et. al. (2005): Viele Entscheidungen werden unbewusst gemacht und durch die Umwelt beeinflusst. Diese Entscheidung ist an automatische Prozesse gekoppelt, die sich auf frühere Informationen berufen. Chartrand (2005): Menschen entscheiden sich nicht unbewusst. Sie sind sich eher dem automatischen Prozess, der mit der Entscheidung einhergeht, nicht bewusst. Fazit Käuferverhalten lässt sich durch zahlreiche Bestimmungsfaktoren erklären Individuelle Kundenunterschiede (aktiv vs. passiv) Werbung muss Aufmerksamkeit erzielen gerade vor dem Hintergrund des,,information Overload Neue Wege müssen beschritten werden, denn die drei Welten Fernsehen, Internet und Mobilfunk werden weiter zusammenwachsen

14 Vielen Dank!

Käuferverhalten. Kaufverhaltensforschung. 2.2 Ausgewählte Aspekte des Käuferverhaltens Träger von Kaufentscheidungen

Käuferverhalten. Kaufverhaltensforschung. 2.2 Ausgewählte Aspekte des Käuferverhaltens Träger von Kaufentscheidungen Absatz-Marketing 2. Käuferverhalten Prof. Dr. Hendrik Schröder 2 Käuferverhalten 2.1 Fragestellungen g und Ansätze der Kaufverhaltensforschung 2.2 Ausgewählte Aspekte des Käuferverhaltens 2.2.1 Träger

Mehr

2 Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens. 3 Demografische, soziologische und kulturelle Determinanten des Konsumentenverhaltens

2 Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens. 3 Demografische, soziologische und kulturelle Determinanten des Konsumentenverhaltens Gliederung 1 Einführung 2 Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens 3 Demografische, soziologische und kulturelle Determinanten des Konsumentenverhaltens 4 Literaturverzeichnis 1 Gliederung 2

Mehr

Konsumentenverhalten. Carsten Rennhak, Marc Oliver Opresnik. 2.1 Komplexe kognitive Vorgänge Komplexe aktivierende Vorgänge 12

Konsumentenverhalten. Carsten Rennhak, Marc Oliver Opresnik. 2.1 Komplexe kognitive Vorgänge Komplexe aktivierende Vorgänge 12 7 2 Konsumentenverhalten Carsten Rennhak, Marc Oliver Opresnik 2.1 Komplexe kognitive Vorgänge 11 2.2 Komplexe aktivierende Vorgänge 12 2.3 Involvement und Vorwissen 14 2.4 Entscheidungsverhalten 16 2.5

Mehr

Die Neurobiologischen Bedingungen Menschlichen Handelns. Peter Walla

Die Neurobiologischen Bedingungen Menschlichen Handelns. Peter Walla Die Neurobiologischen Bedingungen Menschlichen Handelns 3 wichtige Sichtweisen der Neurobiologie 1. Das Gehirn produziert kontrolliertes Verhalten (somit auch jegliches Handeln) 2. Verhalten ist gleich

Mehr

Ökonomische Aspekte der Fußball WM in Südafrika

Ökonomische Aspekte der Fußball WM in Südafrika Ökonomische Aspekte der Fußball WM in Südafrika Sommersemester 2010 Marketingstrategien am Beispiel der Fußball WM in Südafrika Donnerstag, 29.04.2010, 16-18 Uhr Lernziele 2 Wie kann man Konsumentenverhalten

Mehr

2 Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens

2 Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens Gliederung 2 Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens 2.1 Aktivierende Konstrukte/Prozesse 2.2 Kognitive Konstrukte/Prozesse 2.4 Komplexe Konstrukte/Prozesse 1 2.2 Kognitive Konstrukte/Prozesse

Mehr

Psychologie der Werbung

Psychologie der Werbung LUTZ VON ROSENSTIEL ALEXANDER KIRSCH Psychologie der Werbung KOMAR-VERLAG ROSENHEIM INHALTSVERZEICHNIS Teil I: Grundlegung I, 11 1. WERBUNG WIRKT 9

Mehr

MEHR WERBEWIRKUNG, PRAKTIKABILITÄT UND RENTABILITÄT IN MARKENFÜHRUNG, WERBUNG UND VERKAUF

MEHR WERBEWIRKUNG, PRAKTIKABILITÄT UND RENTABILITÄT IN MARKENFÜHRUNG, WERBUNG UND VERKAUF WAHRNEHMUNG KAUFVERHALTEN EMOTIONEN WERTE KAUFMOTIVE INTUITIVE PROZESSE SENSORIK MEHR WERBEWIRKUNG, PRAKTIKABILITÄT UND RENTABILITÄT IN MARKENFÜHRUNG, WERBUNG UND VERKAUF Innovation NEUROMARKETING MEHR

Mehr

Milosz Splawinski. Emotionale versus informierende Werbung. Vergleich der Wirkungsw und Eignung. Diplomarbeit

Milosz Splawinski. Emotionale versus informierende Werbung. Vergleich der Wirkungsw und Eignung. Diplomarbeit Milosz Splawinski Emotionale versus informierende Werbung. Vergleich der Wirkungsw und Eignung Diplomarbeit Freie Universität Berlin Fachbereich Wirtschaftswissenschaft Marketing Department Diplomarbeit

Mehr

Aufmerksamkeit als zentrales Konstrukt der Wirkungsmessung Die computergestützte Blickregistrierung Funktionsweise und

Aufmerksamkeit als zentrales Konstrukt der Wirkungsmessung Die computergestützte Blickregistrierung Funktionsweise und Inhaltsverzeichnis Seite I. Einleitung 1 1. Ausgangssituation und Problemstellung 1 II. Theoretischer Teil 5 1. Werbewirkungstheorie - Grundlagen der Werbewirkung 5 1.1 Ziele und Wirkung von Werbung 5

Mehr

Visuelles Bewusstsein und unbewusste Wahrnehmung. Thomas Schmidt Justus-Liebig-Universität Gießen Abteilung Allgemeine Psychologie 1

Visuelles Bewusstsein und unbewusste Wahrnehmung. Thomas Schmidt Justus-Liebig-Universität Gießen Abteilung Allgemeine Psychologie 1 Visuelles Bewusstsein und unbewusste Wahrnehmung Thomas Schmidt Justus-Liebig-Universität Gießen Abteilung Allgemeine Psychologie 1 Judas Priest, Stained Class (1978) Hemineglekt Nach Läsionen des rechten

Mehr

Kognition und Lernen

Kognition und Lernen Studienseminar Koblenz Pflichtmodul 242 Kognition und Lernen Wie kommt das Wissen in unseren Kopf? Lernen aus neurobiologischer Sicht Das menschliche Gehirn konstruiert sich seine Inhalte selbst Lernenaus

Mehr

Verhalten beginnt im Gehirn. Wie entsteht unser Bewusstsein? Nehmen und Geben Wie stark ist unser Egoismus?

Verhalten beginnt im Gehirn. Wie entsteht unser Bewusstsein? Nehmen und Geben Wie stark ist unser Egoismus? Forschungsfeld Gehirn Impulsvorträge zu den neuesten Erkenntnissen aus dem Bereich der Neurowissenschaften (60 Minuten) Mag. Gisela C. Polli Die Themen: Tatort Gehirn Auf den Spuren des Verbrechens wieweit

Mehr

Stereotypes as Energy-Saving Devices

Stereotypes as Energy-Saving Devices Stereotypes as Energy-Saving Devices Stereotype 2012 Henrik Singmann Was sind die vermuteten Vorteile davon Stereotype zu benutzen und was wäre die Alternative zum Stereotyp Gebrauch? Welche bisherige

Mehr

Einheit 2. Wahrnehmung

Einheit 2. Wahrnehmung Einheit 2 Wahrnehmung Wahrnehmung bezeichnet in der Psychologie und Physiologie die Summe der Schritte Aufnahme, Interpretation, Auswahl und Organisation von sensorischen Informationen. Es sind demnach

Mehr

Psychologie des Lernens

Psychologie des Lernens Rosemarie Mielke Psychologie des Lernens Eine Einführung Verlag W. Kohlhammer Vorwort 9 1 Lernen und Erfahrung 11 1.1 Der psychologische Lernbegriff 12.,2 Lernen als Anpassung 13 1.3 Lernen von Regelhaftigkeiten

Mehr

Negative somatische Marker Solche Marker sind als Alarmsignale zu verstehen und mahnen zur Vorsicht.

Negative somatische Marker Solche Marker sind als Alarmsignale zu verstehen und mahnen zur Vorsicht. Wahrnehmung, Achtsamkeit, Bewusstsein Somatische Marker Damasio nennt die Körpersignale somatische Marker, die das emotionale Erfahrungsgedächtnis liefert. Soma kommt aus dem Griechischen und heißt Körper.

Mehr

Diplom Hauptprüfung MUSTERKLAUSUR Konsumentenverhalten und Werbung

Diplom Hauptprüfung MUSTERKLAUSUR Konsumentenverhalten und Werbung Diplom Hauptprüfung MUSTERKLAUSUR Konsumentenverhalten und Werbung Fach: Studienrichtung: Themensteller: Betriebswirtschaftslehre des Handels (Marketing) Betriebswirtschaft/Wirtschaftsingenieurwesen/VWL

Mehr

Physiologische Komponente. Erlebenskomponente

Physiologische Komponente. Erlebenskomponente Emotion Physiologische Komponente Kognitive Komponente Konative Komponente Vegetative Reaktionen (z.b. EDA; Puls) Zentral nervöse Prozesse (z.b. Aktivierung d. Amygdala) Bewertung der Situation (z.b. gut

Mehr

Bindung als Voraussetzung für die weitere Entwicklung

Bindung als Voraussetzung für die weitere Entwicklung Bindung als Voraussetzung für die weitere Entwicklung Fabienne Becker-Stoll Staatsinstitut für Frühpädagogik Fotos: Jochen Fiebig, IFP, 2007 in Krippen der LHM Seelische Grundbedürfnisse Edward Deci &

Mehr

Grundlagen der Konsumentenforschung

Grundlagen der Konsumentenforschung Inhaltsübersicht Vorwort Tabellen- und Abbildungsverzeichnis VII XIX Grundlagen der Konsumentenforschung A. Die Entwicklung der Konsumentenforschung 3 B. Einführung in die Verhaltenswissenschaften und

Mehr

vs. Weniger ist (emotional) mehr. Zwei Glaubensrichtungen im Marketing

vs. Weniger ist (emotional) mehr. Zwei Glaubensrichtungen im Marketing Zwei Glaubensrichtungen im Marketing Weniger ist (emotional) mehr. Wie man mit einfachen Reizen den Erfolg von (Marken-) Kommunikation steigern kann vs. Viel hilft viel (unbekannt) Less is more (Mies van

Mehr

Einführung in die pädagogisch-psychologische Forschung zum leistungsbezogenen Denken und Fühlen

Einführung in die pädagogisch-psychologische Forschung zum leistungsbezogenen Denken und Fühlen Geisteswissenschaft Udo Schultheis Einführung in die pädagogisch-psychologische Forschung zum leistungsbezogenen Denken und Fühlen Essay Einführung in die pädagogischpsychologische Forschung zum leistungsbezogenen

Mehr

Institut für Konsumund Verhaltensforschung An der Universität des Saarlandes Univ.-Professor Dr. Peter Weinberg

Institut für Konsumund Verhaltensforschung An der Universität des Saarlandes Univ.-Professor Dr. Peter Weinberg Institut für Konsumund Verhaltensforschung An der Universität des Saarlandes Univ.-Professor Dr. Peter Weinberg Sozialtechniken erfolgreicher Kommunikation 1. Aktuelle Wertetrends 2. Sozialtechniken menschlicher

Mehr

Modelle zum Handlungslernen

Modelle zum Handlungslernen Modelle zum Handlungslernen Inhaltsübersicht 1. Ein kybernetische Modell der Handlung 2. Ein Modell der Handlungsregulation 3. Ein Modell der Wahrnehmung 4. Ein Modell des Lernens durch Handeln 5. Ein

Mehr

Die Wahrnehmung des Menschen. Wahrnehmung ist die Informationsverarbeitung von Reizen aus der AuÄenwelt und dem KÅperinneren.

Die Wahrnehmung des Menschen. Wahrnehmung ist die Informationsverarbeitung von Reizen aus der AuÄenwelt und dem KÅperinneren. Fach Psychologie Themenbereich: Wahrnehmung Seite 1 Die Wahrnehmung des Menschen A Definitionen von Begriffen: 1. Was ist Wahrnehmung? Wahrnehmung ist die Informationsverarbeitung von Reizen aus der AuÄenwelt

Mehr

L E R N Z I E L. - die Bedeutung der Psychologie für die Handlungsfelder des öffentlichen Dienstes erkennen

L E R N Z I E L. - die Bedeutung der Psychologie für die Handlungsfelder des öffentlichen Dienstes erkennen Fachbereiche: Kommunaler Verwaltungsdienst Staatlicher Verwaltungsdienst Polizeivollzugsdienst Hinweis: integrativ Fach: Gesamtstunden: Psychologie 6 L E R N Z I E L - die Bedeutung der Psychologie für

Mehr

ABWL Grundlagen des Marketing

ABWL Grundlagen des Marketing The Business and IT Architects ABWL Grundlagen des Marketing SS 2009 Lars-Albert Nagtegaal Vorlesungsüberblick 1. Die Bedeutung des Marketing in der modernen Unternehmensführung 2. Zum Begriff des Marketing

Mehr

Informationsaufnahme, verarbeitung, speicherung. 2015 Thomas Heinrich Musiolik www.musiolik.de

Informationsaufnahme, verarbeitung, speicherung. 2015 Thomas Heinrich Musiolik www.musiolik.de Informationsaufnahme, verarbeitung, speicherung 1. Einleitung 1.1 Kognitive Vorgänge 1.2 Drei-Speicher-Modell 1.3 Zwei-Hemisphären-Model 1.4 Abgrenzung der Gedächtnistypen 1.5 Implizites Gedächtnis 1.6

Mehr

Praxis trifft Sportwissenschaft Sport mit Spaß Möglichkeiten & Grenzen von Emotionen im Sport. Dr. Peter Kovar

Praxis trifft Sportwissenschaft Sport mit Spaß Möglichkeiten & Grenzen von Emotionen im Sport. Dr. Peter Kovar Praxis trifft Sportwissenschaft Sport mit Spaß Möglichkeiten & Grenzen von Emotionen im Sport Dr. Peter Kovar Emotionen Sind komplexe Muster von Veränderungen, welche physiologische Erregung Gefühle kognitive

Mehr

Die Wirkungskette des Beziehungsmarketing

Die Wirkungskette des Beziehungsmarketing 1 Marketing im 21. Jahrhundert Kundenbedürfnis Marke niedriger Preis hohe Qualität Exklusivität 1 1 Marketing im 21. Jahrhundert Die Wirkungskette des Beziehungsmarketing Erstkontakt Kauf Inanspruchnahme

Mehr

Schmerz und Psychiatrie. Schmerz, Emotion, Kognition: Moderne Forschung und Konsequenzen für die Therapie. Psyche und Schmerz.

Schmerz und Psychiatrie. Schmerz, Emotion, Kognition: Moderne Forschung und Konsequenzen für die Therapie. Psyche und Schmerz. Schmerz und Psychiatrie Schmerz, Emotion, Kognition: Moderne Forschung und Konsequenzen für die Therapie Uwe Herwig Psychiatrische Universitätsklinik Zürich Somatoforme Schmerzstörung Depressionen mit

Mehr

Einstieg: Drogen und Glück

Einstieg: Drogen und Glück Einstieg: Drogen und Glück Heroin ist ein synthetisches Morphin. Morphin ist Bestandteil von Opium, welches aus Schlafmohn gewonnen wird. Die euphorisierende und schmerzlindernde Wirkung beruht auf dem

Mehr

Die Individualpsychologie. Alfred Adlers. Die Individualpsychologie Alfred Adlers - Einführung

Die Individualpsychologie. Alfred Adlers. Die Individualpsychologie Alfred Adlers - Einführung Die Individualpsychologie Alfred Adlers Zentrale Bedürfnisse des Menschen Antworten der Individualpsychologie Defizitbedürfnisse Wachstumsbedürfnisse Einführung in die Individualpsychologie (IP) Themen

Mehr

Motive. Alle Rechte Prof.Dr. Karl Peter Fischer University of Applied Management /

Motive. Alle Rechte Prof.Dr. Karl Peter Fischer University of Applied Management / Motive Auf dem Weg zum JA Motiv-Anreiz-Motivation Auf dem Weg zum JA Der Mensch steht beim Handeln vor Alternativen. Er kann sich für oder gegen eine bestimmte Möglichkeiten entscheiden. Der Begriff Motiv

Mehr

Psychologie im Kinder- & Jugendsport. Praxis trifft Sportwissenschaft: Psychologie im Kinder- & Jugendtraining Dozent: Dipl. Sportlehrer Dirk Jung 1

Psychologie im Kinder- & Jugendsport. Praxis trifft Sportwissenschaft: Psychologie im Kinder- & Jugendtraining Dozent: Dipl. Sportlehrer Dirk Jung 1 Psychologie im Kinder- & Jugendsport 1 Gliederung 1 Allgemeine Psychologie 2 Psychologie im Kinder- und Jugendtraining 3 Regulationstechniken 4 Handlungsempfehlungen 2 Allgemeine Psychologie - Denken und

Mehr

5 Entwicklungspsychologie

5 Entwicklungspsychologie 5 Entwicklungspsychologie 5.1 Grundlagen Entwicklungspsychologie ist eine Grundlagendisziplin der Psychologie (vgl. Kap. 1). Sie kann auf eine etwa hundertjährige Geschichte zurückblicken. 5.1.1 Begriffsklärung

Mehr

Messung und Manipulation von Emotionen in effizienter Kommunikation

Messung und Manipulation von Emotionen in effizienter Kommunikation Messung und Manipulation von Emotionen in effizienter Kommunikation Dr. André Weinreich Marketing Club Berlin 20.05. 2014 André Weinreich, a.weinreich@emolyzr.de Zusammenfassung Emotionen sind Stellungnahmen

Mehr

Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule Förderzentrum, Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung Ohmstraße 12, Karlsfeld

Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule Förderzentrum, Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung Ohmstraße 12, Karlsfeld Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule Förderzentrum, Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung Ohmstraße 12, 85757 Karlsfeld Petra Weindl / Klaus Funke Inklusive Förderung von Schülern mit hohem emotionalem

Mehr

Ich begrüsse Sie zum Impulsvortrag zum Thema: «Körpersprache geht uns alle an»

Ich begrüsse Sie zum Impulsvortrag zum Thema: «Körpersprache geht uns alle an» Ich begrüsse Sie zum Impulsvortrag zum Thema: «Körpersprache geht uns alle an» Meine Ziele oder meine Absicht für Heute Abend: Sie erhalten ein Wissen über die Zusammensetzung der KS Sie erhalten Tipps

Mehr

Wie rational ist unser Verbraucherverhalten? Dr. Roman Lutz

Wie rational ist unser Verbraucherverhalten? Dr. Roman Lutz Wie rational ist unser Verbraucherverhalten? Dr. Roman Lutz Deutscher Sparkassen- und Giroverband Forum Privater Haushalt Geld und Ratio Was beeinflusst Finanzentscheidungen? 14. März 2013 PH Weingarten,

Mehr

Spontane Emotionen als Türöffner in der Werbekommunikation

Spontane Emotionen als Türöffner in der Werbekommunikation JOHANNES G UTE N B E RG UNIVERSITÄT M* 1 «Spontane Emotionen als Türöffner in der Werbekommunikation Die Rolle der spontanen emotionalen Wirkung von Anzeigenwerbung für die kognitive Verarbeitung der Werbebotschaft

Mehr

NeuroKompetenz. Die Initialzündung für Ihren Erfolg!

NeuroKompetenz. Die Initialzündung für Ihren Erfolg! (frei nach Leise rieselt der Schnee.. Helga Scholz) NeuroKompetenz 1 Die Initialzündung für Ihren Erfolg! Erfahren Sie auf vergnügliche Weise die Erfolgsfaktoren der NeuroKompetenz Leise kriselt s im Hirn

Mehr

Lernwerkstatt Psychomotorik Bewegungs- und Erlebnisraum. Pestalozzischule Eisenberg Aline Klusen. Was ist Ergotherapie.

Lernwerkstatt Psychomotorik Bewegungs- und Erlebnisraum. Pestalozzischule Eisenberg Aline Klusen. Was ist Ergotherapie. Lernwerkstatt Psychomotorik Bewegungs- und Erlebnisraum Pestalozzischule Eisenberg Aline Klusen Was ist Ergotherapie Die Förderung Ziele der Förderung Durchführung Was ist Ergotherapie Ergotherapie gehört

Mehr

Workshop Erkennen von Förder-, Versorgungs- und Gedeihstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Entwicklungsstörungen im Säuglingsund Kleinkindalter

Workshop Erkennen von Förder-, Versorgungs- und Gedeihstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Entwicklungsstörungen im Säuglingsund Kleinkindalter Workshop Erkennen von Förder-, Versorgungs- und Gedeihstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern Entwicklungsstörungen im Säuglingsund Kleinkindalter Frau Dr.-medic (IfM Timisoara) Schoen Chefärztin Klinik

Mehr

180425 PS Experimente im Psychologieunterricht ( 57.1.9)

180425 PS Experimente im Psychologieunterricht ( 57.1.9) Elisabeth Turek, 0200350, A 190 299 482 MMag. Margarete Pökl 180425 PS Experimente im Psychologieunterricht ( 57.1.9) Gruppe D: Erleben, Verhalten, Handeln GRUPPENDRUCK (nach Solomon Asch, 1956) 1 EXPERIMENTE

Mehr

ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGIE & SOZIALISATION. Mädchenschachpatent 2015 in Nußloch Referentin: Melanie Ohme

ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGIE & SOZIALISATION. Mädchenschachpatent 2015 in Nußloch Referentin: Melanie Ohme ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGIE & SOZIALISATION 1 Mädchenschachpatent 2015 in Nußloch Referentin: Melanie Ohme ÜBERSICHT Entwicklungspsychologie Einführung Faktoren der Entwicklung Geschlechterunterschiede Diskussionen

Mehr

Visuelle Rhetorik - Informationsvisualisierung / Informationsarchitektur

Visuelle Rhetorik - Informationsvisualisierung / Informationsarchitektur 86 Prozent der Informationen gelangen durch unser Auge ins Gehirn. Den Menschen bleibt nichts anderes übrig, als in Bildern»zu denken«. Visuelle Rhetorik ist eine Verschiebung verschiedener Bedeutungsebenen

Mehr

Das Bielefelder Verfahren: ein Instrument zur Gefährdungsbeurteilung. Gesundheitsmanagement. www.uni-bielefeld.de/gesundheit

Das Bielefelder Verfahren: ein Instrument zur Gefährdungsbeurteilung. Gesundheitsmanagement. www.uni-bielefeld.de/gesundheit Das Bielefelder Verfahren: ein Instrument zur Gefährdungsbeurteilung Aktuelles Arbeitsschutzgesetz Beschluss: 19. Oktober 2013 4 Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für die psychische

Mehr

Warum wir kaufen was wir kaufen. Dezember 2011 / Georg Schotten Ströer Out-of-Home Media AG

Warum wir kaufen was wir kaufen. Dezember 2011 / Georg Schotten Ströer Out-of-Home Media AG Warum wir kaufen was wir kaufen Dezember 2011 / Georg Schotten Ströer Out-of-Home Media AG 1 Denken Sie nach: Wie entscheiden Sie wenn sie etwas wählen? Spontan Entscheidungsmatrix 2 Denken Sie nach Wie

Mehr

Konsumentenverhalten

Konsumentenverhalten Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Konsumentenverhalten von Univ.-Prof. Dr. Werner Kroeber-Riel, Univ.-Prof. (em.) Dr. Peter Weinberg, Univ.-Prof. Dr. Andrea Gröppel-Klein 9.,

Mehr

Werbe- und Konsumenten Psychologie

Werbe- und Konsumenten Psychologie Georg Felser Werbe- und Konsumenten Psychologie Eine Einführung Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg Oxford Inhaltsverzeichnis Vorwort /XI i. Werbung und Kaufen, eine

Mehr

Sozialtechniken. Kommunikation

Sozialtechniken. Kommunikation Institut für KonsumdVerhaltensforschung und h An der Universität des Saarlandes Univ.-Professor Dr. Peter Weinberg Sozialtechniken erfolgreicher Kommunikation Prof. Dr. Peter Weinberg Sozialtechniken erfolgreicher

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort 1

Inhaltsverzeichnis. Vorwort 1 V Vorwort 1 1. Grundlagen einer Psychologie des persönlichen Verkaufs 5 1.1 Begriff und Bedeutung des persönlichen Verkaufs 5 1.1 Das Image des persönlichen Verkaufs 7 1.3 Entwicklungslinien des persönlichen

Mehr

Schullehrplan Sozialwissenschaften BM 1

Schullehrplan Sozialwissenschaften BM 1 Schullehrplan Sozialwissenschaften BM 1 1. Semester Wahrnehmung Emotion und Motivation Lernen und Gedächtnis Kommunikation - den Begriff der Wahrnehmung und ihre verschiedenen Dimensionen erklären (Sinneswahrnehmung,

Mehr

Paper zum Referat. Begriffserklärungen

Paper zum Referat. Begriffserklärungen Paper zum Referat Wann: 26.01.2012 Thema: Fernsehnutzung und Fernsehwirkung Begriffserklärungen Fernsehnutzungsforschung: Hier geht es um die Frage, was die Menschen mit dem Fernsehen machen und wie sie

Mehr

Rauchstopp dank kognitiv-verhaltenstherapeutischem Gruppentraining. Anja Reimann Lungenliga, Nationale Leitung Unternehmen rauchfrei

Rauchstopp dank kognitiv-verhaltenstherapeutischem Gruppentraining. Anja Reimann Lungenliga, Nationale Leitung Unternehmen rauchfrei Rauchstopp dank kognitiv-verhaltenstherapeutischem Gruppentraining Anja Reimann Lungenliga, Nationale Leitung Unternehmen rauchfrei Rauchstopp-Training der Lungenliga Das Rauchstopp-Training von Unternehmen

Mehr

Inadäquates und herausforderndes Verhalten bei Kindern im Autismus- Spektrum: vom Reagieren zum Agieren

Inadäquates und herausforderndes Verhalten bei Kindern im Autismus- Spektrum: vom Reagieren zum Agieren Inadäquates und herausforderndes Verhalten bei Kindern im Autismus- Spektrum: vom Reagieren zum Agieren e-mail: dr.britaschirmer@gmx.de www.dr-brita-schirmer.de Belastung der Umgang mit herausforderndem

Mehr

Allgemeine Psychologie 1 Herbstsemester 2008

Allgemeine Psychologie 1 Herbstsemester 2008 Allgemeine Psychologie 1 Herbstsemester 2008 10.12.2008 (aktualisiert) Prof. Dr. Adrian Schwaninger Überblick Wahrnehmung: Sinnesorgane Prozesse und Grundprinzipien Sehen Hören Tastsinn Geschmackssinn

Mehr

Ergänzungsfach Sport Pete Moor Gymnasium Biel-Seeland Wahrnehmen-Entscheiden-Handeln 1. Lernen im Sport

Ergänzungsfach Sport Pete Moor Gymnasium Biel-Seeland Wahrnehmen-Entscheiden-Handeln 1. Lernen im Sport Lernen im Sport Was haben Sie heute gelernt? Wo steht das Netz? 2 Was haben Sie gelernt? Sehr gut! Bravo! Sie haben gelernt! Was ist bei Ihnen passiert resp. wie würden Sie Lernen definieren? 3 Lernen

Mehr

Gedächtnismodell. nach Büchel F. (2010). DELV Das eigene Lernen verstehen, S. 15 ff.

Gedächtnismodell. nach Büchel F. (2010). DELV Das eigene Lernen verstehen, S. 15 ff. Gedächtnismodell nach Büchel F. (2010). DELV Das eigene Lernen verstehen, S. 15 ff. Warum können wir uns gewisse Sachen besser und andere weniger gut merken und warum können wir uns an vermeintlich Gelerntes

Mehr

Wissenschaftliches Arbeiten und Methodenlehre 1

Wissenschaftliches Arbeiten und Methodenlehre 1 Wissenschaftliches Arbeiten und Methodenlehre 1 Teil B: Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens SS 2016 WAM 1 Prof. Dr. Richard Roth 1 Inhaltsverzeichnis B. Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens

Mehr

GK Psychologie. 2-stündig 1 Klausur pro Halbjahr m:s 50 :50. Stundenprotokoll

GK Psychologie. 2-stündig 1 Klausur pro Halbjahr m:s 50 :50. Stundenprotokoll GK Psychologie 2-stündig 1 Klausur pro Halbjahr m:s 50 :50 Stundenprotokoll 1. Was ist Psychologie? Psychologie ist nicht... Seelenspionage, Gläser rücken, Psycho von Hitchcock, der Kummerkasten für alle...

Mehr

Wahrnehmung in der Mediation

Wahrnehmung in der Mediation Bearbeitungsstand:31.12.2006 15:22, Seite 1 von 6 Wahrnehmung in der Mediation Das Lexikon 1 formuliert es einmal so: Wahrnehmung ist ein geistig-körperlicher Prozess: Ein Individuum stellt eine Anschauung

Mehr

Inhalt. 1 Einführung in die Psychologie 1. 2 Allgemeine Psychologie 21. Vorwort

Inhalt. 1 Einführung in die Psychologie 1. 2 Allgemeine Psychologie 21. Vorwort Inhalt Vorwort 1 Einführung in die Psychologie 1 1.1 Eine Situation aus dem Alltag... 1 1.2 Definition und Gegenstand der Psychologie... 3 1.3 Ziele der Psychologie... 6 1.4 Teilgebiete der Psychologie...

Mehr

Die automatische Aktivierung von Verhalten: die Befunde von John Bargh

Die automatische Aktivierung von Verhalten: die Befunde von John Bargh Die automatische Aktivierung von Verhalten: die Befunde von John Bargh Claudia Lange SoSe 2012 21.6.2012 Seminar Soziale Kognition Inhaltsverzeichnis O Grundlage: Priming O Erinnerung: automatische vs.

Mehr

Neurobiologie in der Personalentwicklung

Neurobiologie in der Personalentwicklung Pädagogik Andrea Wagner Neurobiologie in der Personalentwicklung Masterarbeit Technische Universität Kaiserslautern Zentrum für Fernstudien und universitäre Weiterbildung Master-Fernstudiengang Personalentwicklung

Mehr

Sprachentwicklungsvoraussetzungen und Voraussetzungen der Sprachanwendung

Sprachentwicklungsvoraussetzungen und Voraussetzungen der Sprachanwendung Sprachentwicklungsvoraussetzungen und Voraussetzungen der Sprachanwendung Seminar: Sprachen lernen: Psychologische Perspektiven (WS 08/09) Dozentin: Dr. Anna Chr. M. Zaunbauer-Womelsdorf Datum: 04.12.2008

Mehr

Aufmerksamkeit und Bewusstsein

Aufmerksamkeit und Bewusstsein Aufmerksamkeit und Bewusstsein Istvan Tiringer Institut für Verhaltenswissenschaften Top-down Verarbeitung Bewusstsein Es existieren mehrere heterogene Formen von Bewusstsein und Aufmerksamkeit. Voraussetzung

Mehr

Die franz. Materialisten

Die franz. Materialisten Die franz. Materialisten Julien-Offray de la Mettrie *1709 St. Malo, 1751 Berlin Claude Adrien Helvetius *1715 Paris, 1771 Versailles 1 La Mettrie Hauptwerke: Naturgeschichte der Seele, 1745 Der Mensch

Mehr

Kommunikation und Interaktion in der Entwicklung Wie beeinflussen soziale Reize das frühkindliche Lernen?

Kommunikation und Interaktion in der Entwicklung Wie beeinflussen soziale Reize das frühkindliche Lernen? Wie beeinflussen soziale Reize das frühkindliche Lernen? Stefanie Hoehl Dr. Tricia Striano Forschungsgruppe für Neurokognition und Entwicklung Zentrum für Höhere Studien, Max Planck Institut für Kognitions-

Mehr

Aufmerksamkeit und Bewusstsein

Aufmerksamkeit und Bewusstsein Aufmerksamkeit und Bewusstsein Istvan Tiringer Institut für Verhaltenswissenschaften Top-down Verarbeitung Bewusstsein Es existieren mehrere heterogene Formen von Bewusstsein und Aufmerksamkeit. Voraussetzung

Mehr

Der Einfluss des Rezipienteninvolvements auf die bildliche Gestaltung von Personalanzeigen

Der Einfluss des Rezipienteninvolvements auf die bildliche Gestaltung von Personalanzeigen Wirtschaft Volker Breuer Der Einfluss des Rezipienteninvolvements auf die bildliche Gestaltung von Personalanzeigen Diplomarbeit Für eine anspruchsvolle Tätigkeit in einem außergewöhnlichen Projekt suche

Mehr

Beobachtung und fachliche Reflexion von Kindverhalten

Beobachtung und fachliche Reflexion von Kindverhalten Beobachtung und fachliche Reflexion von Kindverhalten In der öffentlichen Diskussion über Notwendigkeit und Richtung einer Reform der frühpädagogischen Praxis in Kindertageseinrichtungen stehen zurzeit

Mehr

Wissenschaftliches Arbeiten und Methodenlehre WS 2015/2016. WAM 2 Prof. Dr. -Ing. Martin Cziudaj Prof. Dr. Richard Roth

Wissenschaftliches Arbeiten und Methodenlehre WS 2015/2016. WAM 2 Prof. Dr. -Ing. Martin Cziudaj Prof. Dr. Richard Roth Wissenschaftliches Arbeiten und Methodenlehre WS 2015/2016 Prof. Dr. -Ing. Martin Cziudaj Prof. Dr. Richard Roth Alles Leben ist Problemlösen ... Lernen Der Kommunikationsprozess Wer sagt Was Womit/wodurch

Mehr

Stress und seine Folgen

Stress und seine Folgen Stress und seine Folgen Neurowissenschaftliche Perspektive Inputreferat Bildungstag Jugend.gr, Chur 04.10.2016 lic.phil. Hans Jürg Casal Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP Leiter Mitinhaber & CTO

Mehr

Die Entwicklung der Persönlichkeit 1

Die Entwicklung der Persönlichkeit 1 Die Entwicklung der Persönlichkeit 1 Auswirkungen von Entwicklungsstörungen auf das Verhalten Erwachsener...4 Physiologische Bedürfnisse...4 Sicherheitsbedürfnisse...4 Zugehörigkeits- und Liebesbedürfnisse...4

Mehr

Wie lerne ich richtig? Effektives Lernen

Wie lerne ich richtig? Effektives Lernen Hefteintrag Wie lerne ich richtig? Effektives Lernen Informationen Wie funktioniert das Gedächtnis? Reize werden über die Sinne aufgenommen Sensorisches Gedächtnis (SG) Ultrakurze Speicherung für max.

Mehr

Ernährungstrends mehr (Kinder-) Lebensmittel mehr Convenience Food mehr Functional Food mehr Fast Food mehr Mahlzeiten außer Haus

Ernährungstrends mehr (Kinder-) Lebensmittel mehr Convenience Food mehr Functional Food mehr Fast Food mehr Mahlzeiten außer Haus Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten PILOTPROJEKT Blick auf den Familientisch - Organisation des Essalltags Dipl. oec.troph. Jacqueline Köhler Ernährungstrends mehr (Kinder-) Lebensmittel mehr

Mehr

Prof. Dr. Christian Rietz

Prof. Dr. Christian Rietz Prof. Dr. Christian Rietz 2 Screenlife 2015 TV als Motor von Web Traffic und Word of Mouth Die Fragen: Wie wirkt TV auf Search und Web-Traffic Word of Mouth die implizite Wahrnehmung 3 4 30 Marken im Fokus

Mehr

Coming out - Ich bin schwul!

Coming out - Ich bin schwul! Ratgeber Renate Wedel Coming out - Ich bin schwul! Situation und Beratung der Eltern Coming out - Ich bin schwul! Situation und Beratung der Eltern Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung Seite 2 2. Coming out

Mehr

Gewinnung von IT-Talenten Employer Branding als Erfolgsfaktor. www.get-in-it.de

Gewinnung von IT-Talenten Employer Branding als Erfolgsfaktor. www.get-in-it.de Gewinnung von IT-Talenten Employer Branding als Erfolgsfaktor www.get-in-it.de Der War for IT-Talents ist in vollem Gange Die von den Hochschulen kommenden Absolventen reichen nicht aus, um den weiter

Mehr

Grundlagen der Sportpsychologie

Grundlagen der Sportpsychologie Jan-Peters Janssen Grundlagen der Sportpsychologie Limpert Verlag, Wiesbaden INHALT 1. SPORTPSYCHOLOGIE: ZIELE, GEGENSTAND UND METHODEN 11 1.1 Anfänge in Deutschland 11 1.2 Sportpsychologie als Erfahrungswissenschaft

Mehr

Theoretische Grundlagen zur Analyse von Kategorienmarken

Theoretische Grundlagen zur Analyse von Kategorienmarken B Theoretische Grundlagen zur Analyse von Kategorienmarken Die vorliegende Arbeit ist in den Forschungsfeldern Psychologie, Markenführung, Handel und Familienunternehmen angesiedelt. Aus der Psychologie

Mehr

Psychische Bedürfnisse Hirnforschung Wohlbefinden

Psychische Bedürfnisse Hirnforschung Wohlbefinden Psychische Bedürfnisse Hirnforschung Wohlbefinden Warum sich mit menschlichen Bedürfnissen beschäftigen? Menschen kaufen dort, wo sie ihre Bedürfnisse am besten erfüllt bekommen Erfüllung körperlicher

Mehr

Grundlagen der Allgemeinen Psychologie: Wahrnehmungspsychologie

Grundlagen der Allgemeinen Psychologie: Wahrnehmungspsychologie Grundlagen der Allgemeinen Psychologie: Wahrnehmungspsychologie Herbstsemester 2008 07.10.2008 (aktualisiert) Prof. Dr. Adrian Schwaninger Universität Zürich & Fachhochschule Nordwestschweiz Visual Cognition

Mehr

Einführung in die Pädagogische Psychologie HS 2014 Vorlesung 8: Kogni?ve Lerntheorien: Lernen als Verarbeitung fürs Langzeitgedächtnis Teil 3

Einführung in die Pädagogische Psychologie HS 2014 Vorlesung 8: Kogni?ve Lerntheorien: Lernen als Verarbeitung fürs Langzeitgedächtnis Teil 3 Einführung in die Pädagogische Psychologie HS 2014 Vorlesung 8: Kogni?ve Lerntheorien: Lernen als Verarbeitung fürs Langzeitgedächtnis Teil 3 Prof. Dr. Franz Baeriswyl Link: Zentrale Aussagen und Erkenntnisse

Mehr

Entscheidungsorientierte Einführung in die Betriebswirtschaftslehre

Entscheidungsorientierte Einführung in die Betriebswirtschaftslehre Entscheidungsorientierte Einführung in die Betriebswirtschaftslehre Prof. Dr. Johann Nagengast Technische Hochschule Deggendorf Kapitel 1 Der Alltag eines Unternehmers Ein Angebot der vhb - virtuelle hochschule

Mehr

Datengewinnung durch Introspektion Beobachtung/Beschreibung eigenen Erlebens wie Gedanken, Wünsche, Motive, Träume, Erinnerungen.

Datengewinnung durch Introspektion Beobachtung/Beschreibung eigenen Erlebens wie Gedanken, Wünsche, Motive, Träume, Erinnerungen. ERLEBNISPSYCHOLOGIE Datengewinnung durch Introspektion Beobachtung/Beschreibung eigenen Erlebens wie Gedanken, Wünsche, Motive, Träume, Erinnerungen. Hauptvertreter Wiener Schule (Karl Bühler, Hubert Rohracher,

Mehr

Motivationale und Emotionale Aspekte der Psychologie interkulturellen Handelns

Motivationale und Emotionale Aspekte der Psychologie interkulturellen Handelns Motivationale und Emotionale Aspekte der Psychologie interkulturellen Handelns Blockseminar: Interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenz an der HHU 04.-05.05.2007 bei PD Dr. Petra Buchwald Referentin:

Mehr

Wirtschaftspsychologie untersucht Verhalten und Erleben im ökonomischen Umfeld sowie den sozialen Zusammenhängen.

Wirtschaftspsychologie untersucht Verhalten und Erleben im ökonomischen Umfeld sowie den sozialen Zusammenhängen. Wirtschaftspsychologie - Einführung Wirtschaftspsychologie untersucht Verhalten und Erleben im ökonomischen Umfeld sowie den sozialen Zusammenhängen. Ziel: Erklären und Vorhersagen von wirtschaftlichem

Mehr

6. Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein

6. Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein 19 6. Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein Das Selbstwertgefühl ist eine Selbsteinschätzung, der wahrgenommene Wert der eigenen Person. Die Selbsteinschätzung erfolgt in der Auseinandersetzung mit sich

Mehr

KAPITEL I.1 Historische und evolutionsbiologische Wurzeln der Bindungsforschung

KAPITEL I.1 Historische und evolutionsbiologische Wurzeln der Bindungsforschung KAPITEL I.1 Historische und evolutionsbiologische Wurzeln der Bindungsforschung I.1.1 Bindung und Bindungstheorie Bindung (attachment) ist die besondere Beziehung eines Kindes zu seinen Eltern oder Personen,

Mehr

Das hochbegabte ehirn Gehirn Dr. Dominik Gyseler 21.. Mai Mai

Das hochbegabte ehirn Gehirn Dr. Dominik Gyseler 21.. Mai Mai Das hochbegabte Gehirn PHSG Dr. Dominik Gyseler 21. Mai 2011 Ablauf 1. Neuropädagogik 2. Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zur Hochbegabung 3. Was ist der Erkenntnisgewinn? 4. Schulische en Hochbegabter

Mehr

Leseprobe. Konsumentenverhalten. Hannemann MARKETING. Studienbrief HDL HOCHSCHULVERBUND DISTANCE LEARNING. 3.

Leseprobe. Konsumentenverhalten. Hannemann MARKETING. Studienbrief HDL HOCHSCHULVERBUND DISTANCE LEARNING. 3. Leseprobe Hannemann Konsumentenverhalten MARKETING Studienbrief 2-033-0012 3. Auflage 2013 HOCHSCHULVERBUND DISTANCE LEARNING Impressum Verfasser: Prof. Dr. rer. oec. Dr. sc. Gerfried Hannemann em. Professor

Mehr

Emotionale Bedeutung der Werbemedien Fernsehen und Print. AGTT Emotionale Bedeutung der Werbemedien Fernsehen und Print Oktober 2015

Emotionale Bedeutung der Werbemedien Fernsehen und Print. AGTT Emotionale Bedeutung der Werbemedien Fernsehen und Print Oktober 2015 Emotionale Bedeutung der Werbemedien Fernsehen und Print Inhalt 1. Über EmoLogic 2. Studienbeschreibung 3. Ergebnisse 3.1 Emotional vs. Kognitiv 3.2 Spots und Print-Anzeigen A1, kika Leiner 3.3 Emotionaler

Mehr

Werbewirkungsmodelle aus psychologischer Sicht

Werbewirkungsmodelle aus psychologischer Sicht Werbewirkungsmodelle aus psychologischer Sicht Prof. Dr. Klaus Moser Lehrstuhl für Psychologie, insb. Wirtschafts- und Sozialpsychologie 2 Fünf Ziele von Werbung 1. Kategoriebedürfnis wecken (Braucht es

Mehr

der Psychologie: Allgemeine Psychologie basierend auf Folien und einem Skript von Prof. Dietrich Albert und Prof.

der Psychologie: Allgemeine Psychologie basierend auf Folien und einem Skript von Prof. Dietrich Albert und Prof. Einführung in die Fächer der Psychologie: Allgemeine Psychologie Dr. Tobias Ley basierend auf Folien und einem Skript von Prof. Dietrich Albert und Prof. Aljoscha Neubauer Allgemeine Psychologie Die Allgemeine

Mehr

2 Wahrnehmung, Beobachtung und Dokumentation in der Altenpflege

2 Wahrnehmung, Beobachtung und Dokumentation in der Altenpflege 2 Wahrnehmung, Beobachtung und Dokumentation in der Altenpflege 2.2 Wahrnehmung: Jeder baut sich seine Welt Wahrnehmungsübungen Einzel- oder Paarübung Die Augen werden oft auch Fenster oder Spiegel der

Mehr

6 höhere Funktionen der Wahrnehmung - Teil 2. Referent: Philipp Schneider

6 höhere Funktionen der Wahrnehmung - Teil 2. Referent: Philipp Schneider 6 höhere Funktionen der Wahrnehmung - Teil 2 Referent: Philipp Schneider Überblick Agnosien Warringtons zweistufiges Objekterkennungsmodell Prosopagnosie Unterschiede zwischen Gesichts- und Objekterkennung

Mehr