Client/Server-Systeme

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1 Client/Server-Systeme Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Spruth SS 2004 Teil 13 Web Application Server cs 0800 ww6 sch 02-97

2 Web Application Server Plattform für die Ausführung von Java Servlets, Java Server Pages und EJBs BEA Web Logic IBM WebSphere verfügbar auf allen Olattformen Windows, Unix, Linux, z/os Mehr als 2/3 aller in der Wirtschaft eingesetzten Web Application Server. Verwenden die Firmen-eigenen Transaktionsmonitore: Tuxedo, CICS Auch im Rennen: SAP Oracle Public Domain JBOSS, Tomcat cs 1535 ww6 wgs 04-04

3 Lehrbücher Dustin R. Callaway: Inside Servlets. Addison Wesley, ISBN (sehr große Anzahl von Lehrbüchern, welche vom Web heruntergeladen werden können, unter dem Stichwörtern Java, VisualAge oder WebSphere suchen) Berstein P., Hadzilacos V.: Goodman N., Concurrency Control and Recovery in Database Systems. (Dies ist ein vollständiges Buch, welches vom Web heruntergeladen werden kann) HTTP 1.1 Spec: HTML 4.01 Spec: CGI/Perl Tutorial: Apache User s Guide: cs 1505 ww6 wgs Java Ausprägungen Java Java Script Java Applet Java Servlet Java Server Pages Java Bean Enterprise Java Bean cs 1413 ww6 wgs 03-00

4 JavaScript JavaScript ist eine Scripting Language Nicht Teil von Java, der Java Virtuellen Maschine oder des Java tool set. Object basiert, hat keine Klassen und keine Vererbung Ursprünglich als Erweiterung von HTML definiert, für Code, der in ein HTML Dokument eingebettet, und "on the fly" ausgeführt wird. Beispiel: <script> function calculate(obj) { } </script> JavaScript Programme können auf dem Klienten oder auf dem Server laufen. cs 1432 ww6 wgs Unterschiede zu Java Script Java Applet Volle Java Funktionalität Läuft innerhalb der Java Virtuellen Maschine Wird als Teil der HTML Seite über das HTTP Protokoll in den Klienten geladen Kann eingesetzt werden, um für die nachfolgende Kommunikation zwischen Klienten und Server ein anderes Protokoll zu benutzen, z.b. IIOP, RMI, 3270 cs 1419 ww6 wgs 06-00

5 Java Java Java Quell Code Compiler Byte Code (xxx.java) (xxx.class) High Perf. Byte Java Code Compiler Verifier Class Loader Object Code Interpreter Just in Time Compiler Laufzeit Umgebung Java Virtuelle Maschine (JVM) Betriebssystem Kernel Hardware Java Virtuelle Maschine cs 1423 ww6 wgs 03-00

6 2848 ww6 wgs 04-01

7 WEB Browser HTML WEB WEB Browser Server WEB Browser Java und der Web Browser HTML Seiten werden zum Web Browser mit Hilfe des HTTP Protokolls übertragen. HTTP wird auch als Web RPC betrachtet. Wie der eigentliche RPC ist HTTP zustandslos: Request/Response. Keine Session. Erlaubt die Übertragung selbstbeschreibender Daten. Bei jeder Verbindungsaufnahme müssen Datenformate neu ausgehandelt werden. * cs 1431 ww6 wgs 03-00

8 Beispiele für Schicht 5 Protokolle: Telnet, FTP, 3270, HTTP, SOAP, IIOP, RMI/JRMP,... HTTP Protokoll HTTP ist ein connectionless und ein stateless Protokoll. Ein Web Zugriff erfolgt in 4 Schritten: 1. Klient öffnet eine Verbindung mit den (Web) Server, benutzt hierfür TCP (connection oriented), Socket Verbindung nach Port Klient sendet eine Request an den Server. Wird z.b. das URL eingegeben, so sendet der Klient (Browser) die HTTP Nachricht an den Server. GET /index.html HTTP/1.0 User-Agent: Mozilla/4.7 [en] (Win2000; I) Accept: image/gif, image/jpeg, */* 3. Der Server sendet eine HTML Seite als Antwort. 4. Die TCP Verbindung wird geschlossen. cs 1477 ww6 wgs 05-01

9 GET /login.html HTTP/1.0 User-Agent: Mozilla/4.7 [en] (Win2000; I) Accept: image/gif, image/jpeg, */* GET /login.html?username=dieter&password=pluto HTTP/1.0 User-Agent: Mozilla/4.7 [en] (Win2000; I) Accept: image/gif, image/jpeg, */* POST /abc.html HTTP/1.0 User-Agent: Mozilla/4.7 [en] (Win2000; I) Accept: image/gif, image/jpeg, */* Content-Length: 34 username=dieter&password=pluto HTTP/1.0 cs 1476 ww6 wgs 05-01

10 HTML Forms HTML Forms sind ein einfache Werkzeuge, mit dem ein Benutzer Daten mit Hilfe des HTTP-Protokolls an einen Server schicken kann. Ein HTML-Form besteht aus einem Code-Block, der mit dem <FORM> Tag anfängt und dem </FORM> Tag aufhört. Eine HTML- Seite kann mehrere Forms enthalten. <HTML> <HEAD><TITLE>Mailing LIST</TITLE></HEAD> <BODY> <FORM METHOD="POST" ACTION="/servlet/xyz.servlet" ENCTYPE="application/x-www-form-encoded"> <P>Name: <INPUT TYPE="TEXT" NAME="name" SIZE="25"></P> <P> Address: <INPUT TYPE="TEXT" NAME=" " SIZE="25"></P> <P><INPUT TYPE="SUBMIT" VALUE="Submit"> </FORM> </BODY> Der FORM Tag spezifiziert: Die zu benutzende HTTP-Methode. Hier ist dies POST; die Daten werden innerhalb des Bodys der Nachricht übertragen. Die Action. Dies ist meistens die URL, es kann aber auch die Action mit ihrem Namen angegeben werden. Der Typ der MIME-Enkodierung der Daten in der FORM. Der Default ist "application/x-www-form-encoded". es 1167 ww6 wgs 05-02

11 HTML Form <HTML> <HEAD><TITLE> Login </TITLE> </HEAD> <BODY> <H2>Login to Secure Site</H2> < FORM METHOD=POST ACTION="http://abc.de/servlet/xyz.servlet" > Username: <INPUT TYPE="TEXT" NAME="username" SIZE="25"><BR> Password: <INPUT TYPE="PASSWORD" NAME="password" SIZE="25"><P> <INPUT TYPE="SUBMIT" VALUE="Submit"> <INPUT TYPE="RESET" VALUE="Clear"> </FORM> </BODY> </HTML> cs 1523 ww6 wgs 04-03

12 HTTP WEB Browser HTML WEB WEB CGI Browser Server Programm SQL WEB Browser (WEB) Application Server Datenbank Server Dynamischer WEB Seiten Inhalt (1) Der Web Browser kommuniziert mit dem Web Server über das HyperText Transfer Protokoll (HTTP). HTTP ist das ursprüngliche Transport Protocol für das World Wide Web. Zwei Alternativen: Web Server sendet statische Seite aus der HTML Datenbank an den Web Browser. Web Server ruft über die CGI Schnittstelle Anwendungsprogramm auf. Dieses kann z.b. Daten aus einer OS/390 DB2 Datenbank verwenden, um eine dynamische HTML Seite zu erstellen. CGI Programme werden häufig in einer Script Sprache, z.b. PERL (Practical Extraction and Reporting Language) oder Unix Shell Script erstellt, können aber auch in einer beliebigen anderen Sprache, z.b. C++ oder Java geschrieben werden. cs 1414 ww6 wgs 03-00

13 WEB Browser HTML WEB WEB Java Browser Server Servlet SQL WEB Browser JDBC (WEB) Application Server Datenbank Server Dynamischer WEB Seiten Inhalt (2) Im Gegensatz zu CGI erfordert das Java Servlet nur light weight Context Switches. Daher deutlich besseres Leistungsverhalten. Servlets verfügen über alle Java API s, einschließlich JDBC (Java Data Base Connectivity). Java Server Pages (JSP) sind eine Erweiterung der Servlet API. Verwenden in Java geschriebene XML - ähnliche Tags und Scriplets. cs 1415 ww6 wgs 03-00

14 Web Server Servlet Container Prozess Servlet Instanzen Thread 1 Thread 2 Servlet Instanz Web Application Server Servlet Instanzen und Threads Es existiert nur eine einzige Instanz des Servlets mehrfache Threads, die mehrere Klienten Requests gleichzeitig befriedigen können Servlets werden dynamisch geladen, wenn sie erstmalig angefordert werden oder statisch laden beim Hochfahren des Containers es 1167 ww6 wgs 05-02

15 FF..FF CGI CGI CGI CGI Main Request 1 Request 2 Request 3 andere Thread Thread Thread Thread Prozesse Kernel CGI Ansatz FF..FF T h r e a d T h r e a d T h r e a d andere Prozesse Servlet Engine Kernel OO..OO Servlet Ansatz Ein Servlet kann über ein Session Objekt verfügen, welches Session Information über mehrfache Zugriffe verwaltet Ein Servlet kann einen Pool von Data Base Connections verwalten und eine Data Base Connection über Zugriffsgrenzen aufrechterhalten cs 1512 ww6 wgs 01-03

16 Servlet Container Servlets laufen in speziellen Servlet-spezifischen Containern, die auch als Servlet Engines bezeichnet werden. Sie verbessern u.a. die Servlet-Ausführungszeit. Servlet Container haben keine Transactions-, Persistence- und Sicherheitseigenschaften. Ein Servlet Container ist ein Programm, das Requests für Servlets und Java Server Pages (JSP) behandelt. Der Servlet Container ist verantwortlich für: Erstellung von Servlet-Instanzen, Initialisierung von Servlets, Dispatching von Requests, Verwaltung des Servlet-Kontextes für die Nutzung durch die Web-Anwendungen. es 1165 ww6 wgs 05-02

17 HalloWeltServlet.java import java.io.*; import javax.servlet.*; import javax.servlet.http.*; public class HalloWeltServlet extends HttpServlet { + public final static String message = "<html>\n" + "<head><title>hallo Welt</title></head>\n" "<body>\n" + "<h1>hallo Welt</h1>\n" + "</body></html>\n"; public void init() { System.out.println("In HalloWeltServlet init"); } public void destroy() { System.out.println("In HalloWeltServlet destroy"); } } public void service(servletrequest req, ServletResponse res) throws ServletException, IOException { PrintWriter out = res.getwriter(); out.println(message); } cs 1417 ww6 wgs 03-00

18 Java Server Pages (JSP) Java Server Pages sind in der Java Programmiersprache geschrieben. Benutzen XML-artige Tags und Scriplets um die Logik zu kapseln, die den Inhalt der Seite generiert. Alternativ kann die Anwendungslogik woanders liegen, und die Java Server Page greift hierauf mit den Tags und Scriplets zu. Trennung der Seiten-Logik vom Seitenentwurf und der Seitenwiedergabe. Experimentiern sie mit unseren OS/390 Servlets at (Vorsicht, Groß- und Kleinschreibung beachten) siehe auch Tutorials 14 und 15 JSP files are similar in some ways to server-side includes in static HTML because both embed servlet functionality into the Web page. However, in a server-side include, a call to a servlet is embedded within a special servlet tag; in JSP, Java servlet code (or other Java code) is embedded directly into the HTML page. One of the many advantages of JSP is that it enables you a programmer to effectively separate the HTML coding from the business logic in your Web pages. He can use JSP to access reusable components, such as servlets, Java beans, enterprise beans, and Java-based Web applications cs 1429 ww6 wgs 03-00

19 Einfache Java Server Page 1 <!doctype html public "-//w3c//dtd html 4.0 transitional//en"> 2 <html> 3 <head> 4 <title>jsp Example 1</title> 5 <meta http-equiv="content-type" content="text/html; 6 charset=iso "> 7 <meta name="author" content="paul Tremblett"> 8 <meta name="generator" content="mozilla/4.51 [en] (X11; I; 9 Linux i586) [Netscape]"> 10 </head> 11 <body bgcolor="#ffffff"> 12 <p> 13 <font face="arial, Helvetica, sans-serif"><b><font size="+2"> 14 JSP Example 1 15 </font></b></font> 16 <br> 17 <br> 18 <font face = "Arial, Helvetica"><font size="+1"> 19 It is now 20 <%= 21 new java.util.gregoriancalendar(new java.util.simpletimezone 22 (-5*60*60*1000,"EDT")).getTime() 23 %> 24 </font> 25 </body> 26 </html> cs 1482 ww6 wgs 06-00

20 Web Application Server JSP Request HTML + JSP Java Quellcode Parser Quellcode Result Web Page (HTML) JSP Java Servlet Compiler Java Server Page (JSP) 1. Der Web Browser sendet eine Request an die JSP Seite. 2. Die JSP Engine parses den Inhalt der JSP File. Sie erstellt temporären Servlet Quellcode basierend auf dem Inhalt der JSP. 3. Der Servlet Quellcode wird durch den Java Compiler in eine Servlet Class File übersetzt. 4. Das Servlet wird instantiated. Die init and service Methoden des Servlets werden aufgerufen; die Servlet Logic wird ausgeführt. 5. Die Kombination von statischem HTML, kombiniert mit den dynamischen Elementen spezifiziert in der ursprünglichen JSP Definition, geht an den Web Browser zurück durch den Output Stream des Servlet Response Objektes. cs 1478 ww6 wgs 05-01

21 Web Server Browser Servlet Container Request Servlet Response Call Page Java Server Page Web Application Server Interaktion Servlet - JSP cs 1511 ww6 wgs 06-00

22

23 Servlet Beispiele Auf unserem OS/390 Server an der Uni Leipzig sind mehrere Lehrbeispiele für Servlets installiert. Der Quellcode dazu kann eingesehen weden. Sie können auf dem OS/390 WebSphere Server mit den folgenden URLs adressiert werden: /servlet/sm390.smjdbctestservlet /servlet/sm390.guestbookservlet Teilweise erfolgt ein Zugriff auf die OS/390 DB2 Datenbank Für die Erstellung dieser Beispiele existieren ausführliche Tutorials. es 1168 ww6 wgs 05-02

24 Microsoft Active Server Pages (ASP) Ähnliche Technologie wie Java Server Pages. Unterschied: Der dynamische Teil wird nicht in Java, sondern in Visual Basic (oder einer anderen Microsoft Sprache) geschrieben ASPs können nur auf Microsoft Windows Servern und Microsoft Web Servern eingesetzt werden. cs 1524 ww6 wgs 04-03

25 Komponente Teil- Teilkomponente komponente Objekt Objekt. Objekt Objekt Objekt Objekt Komponenten Komponenten sind unabhängige, in sich abgeschlossene, wohl definierte Software Einheiten, die eine spezifische Leistung über standardisierte Schnittstellen bieten. Komponenten lassen sich mit anderen Komponenten zu größeren Einheiten zusammenfügen, die wiederum Komponenten oder eigene Anwendungen sind. Komponenten setzen sich typischerweise aus Objekten zusammen. Komponenten lassen sich durch geeignete Parameterisierung in einer Vielzahl von Entwicklungsumgebungen einsetzen, und sind unabhängig von Sprache, Betriebssystem und Hardware. Eine Komponete hat eine Art "Stecker", mit dem sie sich verbinden kann. eine Art "Steckdose", welche benutzt wird, um verschiedenen Komponenten die Möglichkeit zu geben, sich "einzustecken". die Möglichkeit Informationen über sich selbst bekannt zu geben. eine spezifizierte Menge von Eigenschaften cs1222z ww6 wgs 11-98

26 Begriffe Business Object, System Level Object, Metadaten Ein Business Object ist eine Komponente der Anwendungsschicht, die in nicht voraussehbaren Kombinationen eingesetzt werden kann. Ein Business Object repräsentiert auf eine erkennbare, nachvollziehbare Art ein Objekt (eine Entity) des täglichen Lebens. Das Konzept eines Business Objektes steht dem betriebswirtschaftlich motivierten Anwendungskontext sehr viel näher als dem technisch motivierten Konstrukt eines programmiersprachlichen Objektes. Ein System Level Objekt repräsentiert eine Komponente, mit der der Benutzer nie direkt etwas zu tun hat. Sie wird lediglich von Informationssystemen und Programmen genutzt. Componentware ist Software, deren Teile sich baukastenartig zusammensetzen lassen. Metadaten sind sich selbst beschreibende Information, welche die dynamische Struktur eines Systems definieren. Im Falle einer Datenbank beschreiben Metadaten die Datenbank Struktur und werden im Repository verwaltet. cs 1159z ww6 wgs 06-98

27 Business Objekt Kunde Komponente 1 Name, Vorname 2 Titel, Anrede 3 Straße 4 PLZ 5 Ort Firmenanschrift 1 6 Straße 7 PLZ 8 Ort Firmenanschrift 2 9 Straße 10 PLZ 11 Ort Privatanschrift 12 Straße 13 Kunden-Nr. = f(objekt Nr., Objekt Identifikation 14 ca. 500 Attribute: Fax Nr. Tel. Nr. Adresse Info über Partner Info über Kinder Zeiger auf Kinder Arbeitgeber Stellung im Betrieb Mitglied im Tennisclub Blau Weiss Rentendaten cs 1184 ww6 wgs 05-01

28 Java Beans Objektorientiertes Java Komponenten Modell, JavaBeans sind Java binary parts häufig für visuelle Komponenten eingesetzt (etwa Buttons und Scrollbalken) Hauptmerkmale : Properties (Eigenschaften, z.b. get und set) Methoden und Events (Ereignisse) Namens Konventionen Introspection (BeanInfo Klasse) Der JavaBeans Komponenten Modell Teil des JDK Lieferumfangs unterstützt: Sicherheit (benutzt den Java Security Manager) Versionsmanagement Life-Cycle Management Event Notification, Configuration und Property management Scripting Meta-Daten und Introspection Persistenz (über Serialisierung) Benutzbarkeit (die BeanBox des JDK ist ein Prototyp einer grafischen Umgebung für das Zusammensetzen von Beans) Eigeninstallation(über Java Archiv Files) Für unternehmensweite Anwendungen (Enterprise Applications) fehlen Schlüsseleigenschaften, z.b Transaktionsdienste, Namensdienste und Sicherheitsdienste. Werden JavaBeans hiermit angereichert, spricht man von Enterprise JavaBeans. cs 1439 ww6 wgs 03-00

29 Browser Web Application Server HTML Page Servlet prepare Bean (Form ) call Bean HTML Page JSP access Bean (Ergebnis) DB2 Java Server Pages (JSP) Ein Servlet ist ein Java Programm, das Bildschirm Output in der Form einer HTML Datei produziert. Eine JAVAServerPage ist eine HTML Seite mit zusätzlichen JSP Tags. Wird eine JSP Seite aufgerufen, so kompiliert sie ein JSP Übersetzer in ein Servlet. In der Praxis: Servlets und JSP werden von verschiedenen Leuten erstellt (Model-View-Controller Ansatz). Eine JSP ist zwar eine vollwertige Java Komponente, aber der Java Code Anteil innerhalb der JSP wird in der Regel auf ein Minimum reduziert. Es existieren (wie für HTML Seiten) spezielle Werkzeuge für das Erstellen von JSP s, die das Hand-coding von HTML Statements automatisieren. cs 1429a ww6 wgs 05-01

30 Controller Interaction Control Servlet Model View Business Logik Beans Browser Page EJBs Construction CICS Connector DB2 Connector JSP Model/View/Controller Triade (MVC) Das Modell ist ein Anwendungsobjekt und kapselt die Business Logik. Der View ist die Screen Darstellung dieses Objektes. Der Controller definiert, wie die Benutzerschnittstelle auf Benutzereingaben reagiert. Command- und Data Beans oder Enterprise Java Beans (plus häufig CICS, IMS Programme, oder Stored Procedures) sind das Modell (=Business Logik). JSP s und View Beans sind der View Das Servlet ist der Controller MVC entkoppelt Modell und View zur Verbesserung von Flexibilität und Re-Use. Der Entwickler der Browser Darstellung arbeitet nur mit der Java Server Page. Zentrisches Programmier Modell. Die gesamte Anwendungslogik (EJB, Servlet, JSP) läuft auf dem Server. Der Klient (thin client) braucht nur einen Browser. cs 1425a ww6 wgs 05-01

31 Architektur einer JSP Web Anwendung cs 1479 ww6 wgs 05-01

32 Model - View - Controller Ansatz 1. HTML page: static or dynamic HTML page, created from a previous step, contains one or multiple forms that invoke a servlet for processing of the next interaction. 2. Servlet gets control from the Application Server to perform validation and control of flow; sets up and calls command beans that perform the business logic. 3. Command beans control the processing of the business logic; logic may be imbedded in the command bean, or it can be delegated to back-end or enterprise systems, such as relational databases, transactions systems (CICS, MQSeries, IMS, and so forth); command bean may perform one specific function or it may contain many methods, each for a specific task (task wrappers). Command beans invoke database and transaction systems using connectors. 4. Results of command beans (or back-end systems) processing are stored in data beans. Data beans could contain an SQL result or a CICS communication area. 5. View beans provide the contract between the output producing JSPs and the data beans that contain the dynamic data to be displayed in the output; servlet initializes the view beans and registers them with the request block so that the JSPs can find them. 6. Servlet calls a JSP for output processing and formatting depending on the results of the command beans; JSPs generate the output for the browser. 7. JSP use tags to declare the view beans and get access to all the dynamic data that must be displayed in the output. 8. View beans contain one or multiple data beans and provides tailored methods so that the JSP has access to the data stored in the data beans; data beans may not provide the necessary methods for a JSP to access the data. 9. JSP assembles the output and sends it back to the browser as an HTML page with dynamic data; in many cases, that output again contains form(s) to enable the user to continue the dialog with the application. Servlet is the controller Command beans provide the model JSP is the view cs 1481 ww6 wgs 05-01

33 Enterprise HTML Java SQL WEB Bean(s) Browser JDBC (oder andere) WEB WEB Java Browser Server Servlet WEB Browser (WEB) Application Server Datenbank Server Dynamischer WEB Seiten Inhalt (3) Im einfachsten Fall enthält das Java Servlet die Anwendungslogik. In komplexeren Fällen lohnt es sich, die Anwendung in Komponentenform zu implementieren. Java Beans implementieren das Java Komponentenmodell. Enterprise Java Beans sind Java Beans mit zusätzlicher Funktionalität, besonders Transaktionseigenschaften (ACID), Persistenz und Sicherheit. cs 1416 ww6 wgs 03-00

34 Enterprise Java Beans (EJB) Java basiertes Server Komponentenmodell, März Final Release der Version 1.1 der EJB Specifikation erfolgte im Dezember 1999 EJB Komponenten sind serverseitige Komponenten, die ausschließlich in Java geschrieben sind. EJB Komponenten enthalten nur Business Logik, keine Präsentationslogik und keine Systemfunktionen. EJBs sind in einen Container eingebettet (Laufzeitumgebung). Die EJB Architektur ist inhärent transaktionsorientiert, distributed, portierbar, multi-tier, scalierbar und sicher. Diese und weitere Systemfunktionen wie, Life-cycle management, threading und Persistenz werden automatisch für die EJB Komponente von dem EJB Container zur Verfügung gestellt. EJB Komponenten werden declarativ (über einen Deployment Descriptor) zur Laufzeit angepaßt. Die Anpassung bezieht sich auf Transaktionsverhalten, Sicherheitseigenschaften, life-cycle und state management, Persistenz, usw. Die permanente Speicherung eines Objektes auf einem Plattenspeicher wird als Persistenz bezeichnet. Konzeptuell können Objekte in einer Objektdatenbank (z.b. POET) gespeichert werden. In der Praxis werden SQL (oder IMS oder VSAM) Daten als Objekte gekapselt; der Zugriff erfolgt z.b. über eine JDBC (Java Data Base Connectivity), SQLJ oder DB2Connect Schnittstelle. Interoperabilität von EJBeans und CORBA konformen Objekten ist möglich. J2EE (Java 2 Platform, Enterprise Edition) kombiniert Technologien wie Servlet, JSP, EJB, JMS, Konnektoren und den JDK. cs 1442 ww6 wgs 03-00

35 Enterprise Java Beans (EJB) Java basiertes Server Komponentenmodell, März 98 EJBeans sind in einen Container eingebettet (über die EJB API angeschlossen). EJB Spezifikation legt fest: Regeln, denen eine EJBean entsprechen muß Funktionalität, die der Container über entsprechende Schnittstellen erbringt Art der Beschreibung einer EJBean für die Installation und Verteilung Abbildung auf das CORBA IIOP Protokoll Eigenschaften einer EJBean und deren Anforderungen an die Ablaufumgebung (z.b. Sicherheit, Transaktionssteuerung) werden durch die Attribute eines DeploymentSescriptors (Metadaten) deklarativ beschrieben. Interoperabilität von EJBeans und CORBA konformen Objekten ist möglich Erweiterungen von Transaktionsmonitoren wie CICS (IBM) oder UTM (Siemens) ermöglichen Verteilung, Integration und Message Queuing für EJB Komponenten (Object Transaction Monitor, OTM) cs1223z ww6 wgs Persistenz Das Objektmodell macht zunächst keine Annahmen über die permanente Speicherung der Objekte. Konzeptuell können Objekte in einer Objektdatenbank (z.b. POET) gespeichert werden. In der Praxis werden SQL (oder IMS oder VSAM) Daten als Objekte gekapselt; der Zugriff erfolgt z.b. über eine JDBC (Java Data Base Connectivity) Schnittstelle. Die permanente Speicherung eines Objektes auf einem Plattenspeicher wird als Persistenz bezeichnet. cs 1418 ww6 wgs 03-00

36 Schlüsseleigenschaften der EJB Technologie EJB Komponenten sind serverseitige Komponenten, die ausschließlich in Java geschrieben sind EJB Komponenten enthalten nur Business Logik, keine Systemfunktionen Systemfunktionen wie Transaktionsdienste, Sicherheit, Lifecycle, threading, Persistenz werden automatisch für die EJB Komponente von dem EJB Server zur Verfügung gestellt Die EJB Architektur ist inhärent transaktionsorientiert, distributed, portierbar, multi-tier, scalierbar und sicher EJB Komponenten werden declarativ zur Laufzeit angepaßt. Die Anpassung bezieht sich auf: Transaktionsverhalten, Sicherheitseigenschaften, life-cycle, state management, Persistenz, usw. EJB Komponenten sind voll portierbar über Betriebssystem und EJB Server Grenzen hinweg Für die Zusammenarbeit mit relationalen Datenbanken und anderen Datenquellen vorgesehen Final Release der Version 1.1 der EJB Specifikation erfolgte im Dezember 1999 cs 1442 ww6 wgs 03-00

37 Enterprise Java Beans (EJB) EJB EJB EJB EJB EJB EJB EJB EJB Container (andere Bezeichnungen:Laufzeitumgebung, Framework, Object Transaction Monitor - OTM) EJB Dienste JTS JIDL JNDI JMS JMAPI JDBC Enterprise Java Beans sind Java Beans mit erweiterter Funktionalität. Dies sind unter anderem JTS Java Transaction Service JNDI Java Naming directory Interface JMS Java Messaging Servics JDBC Java Data Base Connectivity JMAPI Java Management API JIDL Java interface definition language cs 1434 ww6 wgs 03-00

38 Enterprise Java Beans (EJB) Enterprise Java Beans sind Java Beans mit erweiterter Funktionalität. Dies sind unter anderem JTS Java Transaction Service JNDI Java Naming directory Interface JMS Java Messaging Servics JDBC Java Data Base Connectivity JMAPI Java Management API JIDL Java interface definition language JTS is the Java Transaction Service, an API for invoking transaction services. JNDI, the Java Naming and Directory Interface, is an API for accessing naming and directory services. JMS, the Java Message Service, is an API for invoking asynchronous message delivery services. JDBC, the Java Database Connectivity API, accesses data in existing databases through a common interface. JMAPI refers to the Java Management API, which defines access to a set of services for managing Java resources. JIDL refers to Java interface definition language, an interface to the CORBA set of services for distributed computing. cs 1435 ww6 wgs 03-00

39 E S S E E E S S EJB Container (andere Bezeichnungen:Laufzeitumgebung, Framework, Object Transaction Monitor - OTM) EJB Server (Web Application Server) S Session Bean (transientes Objekt) E Entity Bean (persistentes Objekt) Entity Beans Arten von EJBs repräsentieren spezifische Daten (z.b. eine Reihe in einer SQL Datenbank) Methoden ermöglichen die Manipulation der Daten, welche die Bean repräsentiert überleben, so lange die Daten in der Datenbank überleben. Session Beans können den internen Zustand einer Session speichern, der aber nicht persistent ist Lebensdauer ist häufig auf die Zeit einer einzigen Client/Server Session begrenzt. cs 1441 ww6 wgs 03-00

40 EJB Client ruft Methoden der Session Bean auf Entity Bean EJB Client Session Bean Entity Bean Entity Bean Session Beans: Session Fassade EJB Architektur Modell führen Geschäftsprozesse (Business Logik) aus manipulieren persistente Objekte (Daten), die als Entity Beans modelliert sind Probleme mit dem Session Fassade EJB Architektur Modell: Entity Beans sind verteilte Objekte, die von beliebigen Klienten aufgerufen werden können Entity Beans sind transaktionsfähig Beides ist bei einer Session Fassade unnötiger Overhead. Lösungsansatz : Java Data Objects (JDO) an Stelle der Entity Beans. JDOs sind reguläre Java Klassen, die über einen Persistence Encapsulation Mechanismus verfügen. Weitere Alternative: Konnektoren sind Java Klassen, die einen Zugriff auf CICS, Oracle, DB2 ermöglichen. cs 1491 ww6 wgs 01-02

41 EJB Schnittstellen Die EJB Object Schnittstelle empfängt alle Methodenaufrufe. Sie implementiert die Transaktions- Zustandsverwaltungs, Persistenzund Sicherheitsdienste für die Bean je nach den Angaben des Deployment Descriptors Methoden EJB Object Deployment Descriptor Enterprise Bean Klient find create remove EJB Home Environment EJB Container EJB Home dient der Identifizierung des Beans. Auf die EJB Home Schnittstelle kann mit JNDI zugegriffen werden. Sie implementiert alle Life-Cycle Dienste für die Bean cs 1443 ww6 wgs 03-00

42 Emterprise Bean remote Interface Home Interface Implementation Deployment Descriptor EJB *.jar File EJB Container Deployment Descriptor legt die Laufzeit Parameter einer EJB fest Parameter können statisch zur Assembly Zeit oder dynamisch zur Laufzeit festgelegt werden Beispiele für Parameter: Datenbank Name Verbindung zu Legacy Anwendungen JNDI Namensraum des Containers Transaktions-Semantik Umgebungseigenschaften typischerweise durch den EJB Entwickler angelegt kann durch einen Administrator mit Hilfe eines Tools abgeändert werden cs 1444 ww6 wgs 03-00

43 HTML Web Servlets Server JSPs EJBs SQL HTTP Servlet EJB Server Container Container Backend Java Application Server Datenbank Browser Web Application Server Server Führende Vertreter BEA WebLogic IBM WebSphere Weitere Implementierungen SAP Oracle Sun One Application Server (bisher iplanet) JBOSS - Tomcat Iona Orbix Inprise cs 1485 ww6 wgs 06-00

44 Application Server Hierarchie Der Web Application Server ist ein Prozess, der normalerweise in seinem eigenen virtuellen Adressenraum läuft. Er besteht aus mehreren Komponenten: 1. Der Web Server ist vielfach Apache. 2. Der Java Application Server unterhält u.a. eine Java Virtuelle Maschine 3. Der Servlet Container (Servlet Engine) ist eine Java Laufzeit Umgebung (runtime component) für die Ausführung von Servlets und Java Server Pages. 4. Der EJB Container ist eine Laufzeit Umgebung für die Ausführung von deployed Enterprise Java Beans ww6 wgs Skalierbarkeit Leistungsverhalten eines Windows NT Web Servers 600 statische Zugriffe pro Sekunde 100 Java Zugriffe pro Sekunde Anforderungen eines größeren Unternehmens in 1999 Spitzenbelastung mehrere tausend dynamische Zugriffe pro Sekunde Verhältnis 5 : 1 Spitzen- zu Durchschnittsbelastung. Verhältnis 10 : 1 nicht selten. Beispiel: Fernsehwerbung für ein e-commerce Unternehmen kann Belastung dramatisch anwachsen lassen. Faktor 10 Wachstum erwartet in wenigen Jahren cs 1454 ww6 wgs 03-00

45 Shared Database Shared Files Shared Sessions HTTP Engine HTTP Engine HTTP Engine Ausprägung 1 Ausprägung 2 Ausprägung n Interactive Network Dispatcher (IND) Optimiert für hohen Durchsatz HTTP Server Der HTTP Server behandelt Anforderungen für (meistens) statische Ressourcen: HTML Seiten, GIF Dateien und CGI Aufrufe Hohes Verkehrsaufkommen, kurzlebige Anforderungen Skalierung durch mehrfache Web Server Engines Der Interactive Network Dispatcher (auch als Sprayer oder Load Balancer bezeichnet) verteilt die Anforderungen auf die einzelnen Web Engines cs 1448 ww6 wgs 03-00

Client/Server-Systeme

Client/Server-Systeme Client/Server-Systeme Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Spruth SS 2005 Teil 14 Web Application Server cs 0800 ww6 sch 02-97 Lehrbücher Dustin R. Callaway: Inside Servlets. Addison Wesley, ISBN 0201379635 www.redbooks.ibm.com

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